close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Eine neue Lunge ist wie ein neues Leben - Der Ditzinger Lebenslauf

EinbettenHerunterladen
Eine neue Lunge ist wie ein neues Leben
Seit zwei Jahren lebt Moritz Kutzki mit einer Spenderlunge. Sie ermöglicht dem Mukoviszidose-Patienten ein fast normales Leben.
Wenn alles gut geht, hat der 27-Jährige einige Jahre gewonnen. Doch geheilt ist er damit nicht. Von Annegret Jacobs
Pforzheim
omisch, an was man denkt in Momenten, die über Leben und Tod
entscheiden. Als die Krankenschwester an jenem Oktoberabend 2010
gegen 21 Uhr zu ihm ins Zimmer kommt,
denkt Moritz Kutzki daran, was er jetzt
mitnimmt. Die Winterjacke auch? Mit
einem „Ja, Moritz, dann pack’sch am besten
Mal deinen Koffer“, teilt die Krankenschwester dem Mukoviszidose-Patienten
in breitem Schwäbisch mit, dass eine Spenderlunge da sei. Seine Spenderlunge.
Moritz Kutzki, gerade 25 Jahre alt geworden, hatte sich auf eine längere Wartezeit eingestellt. Der Pforzheimer lebt zu
diesem Zeitpunkt schon seit Monaten in
der Lungenfachklinik auf der Schillerhöhe
in Gerlingen. Seine Lungenfunktionswerte
haben sich drastisch verschlechtert. Ohne
Sauerstoffsatelliten, einen fahrbaren Apparat mit Flüssigsauerstoff, kann der junge
Mann kaum mehr drei Schritte weit gehen.
Aber erst kurz zuvor, im Sommer 2010, hat
er sich auf eine Liste für die Lungentransplantation setzen lassen. Eine schwere
Entscheidung für ihn. „Sie schien mir so
endgültig. Ich hatte sie so weit hinauszögern wollen, wie es geht.“ Denn eine Spenderlunge bedeutet für einen Muko-Patienten nicht die Heilung, sie ist nur ein Aufschub. Für wie lange? Unklar. Vielleicht
sechs, vielleicht zehn Jahre.
Nun jedoch ist sie da, die Nachricht, auf
die Kutzki so gehofft und die er zugleich so
Foto: factum/Bach
gefürchtet hat. Nun muss es schnell gehen, Neben Joggen ist auch Kochen ein neues Hobby von Moritz Kutzki. Und dafür Einkaufen ist ihm alles andere als lästig.
acht Stunden hält eine Lunge außerhalb
eines Körpers. „Ich war völlig neben der Immer, wenn es ihm dreckig geht, macht sagt: sie bedeutet für ihn, endlich leben zu
Doch nun ist es nicht die Mukoviszidose,
Spur“, erinnert sich Kutzki an die Minuten, sich der mittlerweile 27-Jährige eine können. Neun Tage nach der Transplanta- sondern die Rentenkasse, die ihm zu schafin denen er seine Kleidung in eine Tasche Checkliste. „Moritz, was kannst Du tun?“, tion lief er zum ersten Mal drei Stockwerke fen macht. Wenn es ihm so gut gehe, könne
stopfte. Kurz darauf landet der Helikopter, überlegt er dann. Die Mukoviszidose, die hoch. Einfach so, ohne Atemnot, ohne er sich eine richtige Arbeit suchen, schrieb
der ihn ins Klinikum nach München fliegen ihn seit seinen Teenager-Tagen immer Herzrasen. Mit seiner neuen Lunge ist man ihm es unlängst. Ab April überweist
wird, neben der Gerlinger Klinik. Als Kutz- stärker einschränkt, hat ihm nicht den Le- Kutzki nicht mehr ans Haus gefesselt.
ihm die Rentenkasse keine Erwerbsmindeki aus dem Fenster schaut, denkt er: „Der bensmut nehmen können. Nur einmal hat
Er kann tun und lassen, was er will. Im rungsrente mehr. Damit fehlen ihm von
Hammer!“ Weil die Klinik keinen richtigen er ans Aufgeben gedacht: 2010 zog er sich Kühlschrank herrscht gerade Ebbe, nur ein Montag an 800 Euro im Monat. Was bleibt,
Landeplatz hat, muss die
eine so schwere Infektion zu, paar Zwiebeln sind noch da. Anlass für ein sind die 450 Euro vom Mini-Job. „Dabei
Freiwillige Feuerwehr heldass er glaubte, sterben zu Hochgefühl: „Dann gehe ich kurz einkau- habe ich ja immer noch Mukoviszidose“,
fen. Flutlichtmasten werfen
müssen. Wochenlang rangen fen“, sagt er. Vor der Operation war diese sagt er. Dazu hat Diabetes, muss starke Megleißendes Licht in die
er und die Ärzte um sein Le- banale Entscheidung für ihn unmöglich, dikamente nehmen, die seine Niere und
Herbstnacht, vier Löschzüge
ben. „Es hing nicht mehr von keine zehn Meter weit kam er. Heute kann seine Leber angegriffen haben. Sein Imstehen Spalier, als der 25mir ab.“ Sein Leben hing nur er sich verabreden. Joggen ist ein neues munsystem wird künstlich labil gehalten,
Jährige zum Helikopter gedavon ab, ob die Medikamen- Hobby von ihm. Seine Lungenfunktion damit sein Körper die Lunge nicht abstößt
bracht wird.
te endlich anschlagen. „Das liegt bei 110 Prozent, wie die eines Gesun- – weswegen ihn jeder Schnupfen umhaut.
Zuvor hat Kutzki noch an
war schrecklich.“ Er ent- den. Kutzki kann sogar wieder arbeiten. In „Den Stress eines normalen Berufs würde
Ditzinger
seine Mutter denken müsschloss sich, sich auf die der Werbeagentur, in der er Mediengestal- ich schwer aushalten“, sagt er. Was tun?
Lebenslauf
sen. „Du fährst heute nicht
Transplantationsliste setzen ter gelernt hat, hat er nun einen Mini-Job. Wahrscheinlich muss der 27-Jährige bald
Das große Rennen
mehr nach München, morzu lassen.
wieder eine Checkliste machen.
„So gut ging es mir noch nie.“
gen reicht vollkommen“, hat
für den guten Zweck
Aber selbst in diesen Moer ihr eingeschärft. Er will
naten gab es Momente, in
am 28. April
sich nicht noch Sorgen um
denen er sein Leben genoss. LAUFEN UND SPENDEN
wachsene mit der Krankheit.
der für die Teilnahme Geld
eine Mutter machen, die voller Angst um An einem Spätsommerabend stahl er sich Krankheit Mukoviszidose ist
In Baden-Württemberg sind
spendet. Es gibt Preise. Die
ihren Sohn über die Autobahn rast.
aus der Klinik, um mit Freunden seine eige- eine unheilbare Erbkrankheit.
aktuell rund 850Menschen
Stuttgarter Zeitung ist MeDer Flug durch die Nacht: absolut cool. ne Abschiedsfeier bei sich zu Hause im Gar- Bei den Betroffenen wird von
erkrankt.
dienpartner.
„Einmal Helikopter fliegen“, denkt er sich. ten steigen zu lassen. „Das musste sein.“ Im Geburt an zäher Schleim in
Seine Nervosität schwindet. Als er um vier Fotoalbum, dass ihm seine Freunde ge- vielen Organen produziert, etLauf Der Benefizlauf ist am
Anmeldung Es können sich
Uhr morgens in den Operationssaal ge- macht haben, sieht Kutzki sichtlich ge- wa in Lunge, Leber und Darm.
Sonntag, 28. April, von 8 bis
sowohl Einzelläufer als auch
schoben wird, ist Kutzki fast gelassen. „So zeichnet aus: Seine Wangen sind eingefal- Sie zählt zu den seltenen
16 Uhr in Ditzingen. Die StreGruppen von bis zu 25 Persoviele Menschen, alle für mich“, denkt er, als len, Sauerstoffschläuche hängen aus seiner Krankheiten.Weltweit sind
100 000 Fälle bekannt, in
cke führt durch die Glemsaue
nen anmelden. Weitere Infos
er das 25-köpfige OP-Team sieht.
Nase. Aber er lacht.
und den Stadtpark. Jeder Läuim Internet unter www.ditzinSeine Gelassenheit hat Moritz Kutzki
Die neue Lunge bedeutet für Moritz Deutschland leben mehr als
fer sucht sich einen Sponsor,
ger-lebenslauf.de. jac
schon so manches Mal am Leben gehalten. Kutzki ein neues Leben. Oder besser ge- 8000 Kinder und junge Er-
K
Der Kreuzweg Jesu soll nachempfunden werden
Der Karfreitagsweg ist eine relativ neue Form der
Glaubensbekundung – und spricht auch jüngere Leute an.
Korntal-Münchingen
S
ie kommen aus dem Gemeindezentrum Sankt Josef in Münchingen, gehen über den Friedhof und dann andächtig zum Nachbarort Hemmingen. Der
katholische Pfarrer Adolf Rager erklärt die
Hintergründe dieses Karfreitagsrituals –
und er erläutert, warum Ostern heute noch
wichtig ist für die Menschen.
Herr Rager, hat der Karfreitagsweg von
Münchingen nach Hemmingen Tradition?
Uralt ist diese Veranstaltung nicht. Unser
Pastoralreferent Jörg Maihoff hat 2002
den Karfreitagsweg angefangen und Leute
gewonnen, die begeistert mitmachen. Diese Form ist aus dem ökumenischen Jugendkreuzweg entstanden, mit sieben Stationen. Es sind Eltern dabei mit Kindern
und Kinderwagen, Jugendliche und Ältere.
Sie machen sich gemeinsam auf den Weg.
Man will die kirchliche Zusammengehörigkeit der beiden Orte zeigen. Aber es ist keine
Prozession mit zig Stationen?
Wir empfinden nach, was Jesu auf seinem
Kreuzweg empfunden und erlitten hat, wie
er in letzter Konsequenz seinen Weg ging,
aus dem Gehorsam seinem Vater gegenüber. Es gibt einige Stationen auf dem Weg,
an denen wir nachdenken, aber keine in
Stein gemeißelten Kreuze.
Gibt es einen Unterschied zur klassischen
Prozession?
Eine klassische Prozession hat zwölf Sta-
VII
KREIS LUDWIGSBURG
Nr. 75 | Samstag, 30. März 2013
tionen, manchmal 14, und an jeder macht
man Halt und spricht ein Gebet. Mit dem
Karfreitagsweg versuchen wir, das Geheimnis des Kreuzweges umzusetzen in unsere
Zeit – wir nehmen unser Leid mit rein und
was uns sonst bewegt.
Nehmen denn Jung und
Alt teil, oder sind bestimmte Altersgruppen
nicht dabei, weil es sie
nicht interessiert?
Beim
klassischen
Kreuzweg sind vorwiegend Ältere dabei. Wir
haben auch einen speFoto: factum/Archiv
ziellen Jugendkreuzweg in Korntal, auch
„Der Tod
von Herrn Maihoff geist nicht das
leitet. Der findet eine
Ende.“
Woche vor Karfreitag
statt. Die Jugendlichen
Der Pfarrer
Adolf Rager
gehen dabei durch den
Ort und nehmen die
verschiedenen Kreuze, die Probleme der
Menschheit, mit hinein, in schlichter
Form.
Was ist wichtiger: der Tod Jesu, also der Karfreitag, oder die Auferstehung?
Beides gehört zusammen. Der Tod ist nicht
das Ende, sondern der Anfang eines neuen
Lebens – das ist die Hauptthese. Gottvater
hat seinen Sohn am Ostermorgen auferweckt. Ostern kommt nach Karfreitag –
dem leidvollen Tag, der schlimm genug war.
Sie sind seit mehr als 30 Jahren Priester. Hat
sich seither in der Einstellung der Menschen
zu Karfreitag und Ostern etwas verändert?
Für die Menschen ist der Karfreitag ein
Einschnitt in der Karwoche, nicht nur ein
freier Tag. Man empfindet den Leidensweg
Jesu nach. Das ist der Sinn der Liturgie:
dass ich im Vertrauen auf Gott auch das Geschehen an Ostern nicht vergessen darf,
nicht nur beim Leid stehen bleiben muss.
Karfreitag heißt auch, dass durch den Opfertod Jesu das österliche Geheimnis schon
andeutungsweise reinleuchten kann.
Karfreitag und Ostern sind ja die höchsten
Feste der Christen.
Vor allem bei den Evangelischen. Wir denken am Gründonnerstag an das letzte
Abendmahl, am Karfreitagnachmittag an
den Tod Jesu und am Ostersonntag an die
Auferstehung. Wir begehen das Ostergeheimnis in feierlicher Form und sagen
„Christus ist auferstanden“.
Haben Sie eine unterschiedliche Wahrnehmung von Ostern bei Katholiken, Protestanten und Kirchenfernen erlebt in den vergangenen drei Jahrzehnten? Oder ist Ostern den
Leuten zunehmend egal?
Da hat sich nicht viel verändert. Ostern ist
nicht bloß der Ausflugstag.
am Samstagabend – auch etwas Besonderes, ebenso wie die Gospelmesse am Ostermontag. Wir in Korntal haben am Samstagabend die Feier der Osternacht mit Orgelund Trompetenmusik und dem Osterfeuer.
Braucht es denn, um den Leuten die Osterbotschaft nahe zu bringen, diese Sondergottesdienste, wie liturgische Osternächte?
Eine gute Verkündigung bringt das Geheimnis des österlichen Gedankens rüber.
Wir wollen das andere nicht lassen – wer
das braucht, kann das wahrnehmen; das ist
eine legitime Form, den Leuten das Ostergeheimnis nahe zu bringen. Für Jugendliche ist ein Zusammensein wichtig, mit ganz
Normalem sind sie kaum ansprechbar.
Wenn sie mit Besonderem die Auferstehung Jesu verstehen – umso besser. Auch
der Karfreitagsweg ist so eine Form; das ist
fast eine kleine Wallfahrt über die Felder.
Dabei begegnen die Teilnehmer dem Winter,
der sich verabschiedet, und dem Frühling.
Hat denn das Aufkeimen der Natur auch mit
Ostern zu tun – mit neuem Leben?
Die frühe Kirche hat da schon dran gedacht; die Winterzeit ist hinter uns. Wenn
die Natur aufblüht, dürfen wir das neue Leben mit Christus feiern.
Das Gespräch führte Klaus Wagner.
An Weihnachten sind die Kirchen voll, es
kommen viele Menschen, die sonst nicht da
sind. Beobachten Sie das auch an Ostern?
Die Kirchen sind voller als unterm Jahr.
Neben der Verkündigung, die sehr wichtig
ist, spielt die Musik eine Rolle. Wir gestalten die Auferstehung sehr musikalisch, daran haben viele Leute eine Freude. In Münchingen haben wir die Auferstehungsfeier
DREI JAHRZEHNTE IM DIENST
Pfarrer Adolf Rager ist seit mehr als 30 Jahren
katholischer Priester. Seine Pfarrstelle in Korntal hat er seit Ende April 1999 inne. Der 69-Jährige ist auch für Münchingen und Hemmingen
zuständig. Er wird Ende Oktober diesen Jahres
in den Ruhestand gehen. kwa
Abmahnung
gegen Pfleger
zurückgezogen
Das Klinikum gibt
nach. Doch die Gewerkschaft will
erneut klagen. Von Markus Klohr
Ludwigsburg
umindest ein Kapitel im Zwist zwischen der Personalleitung des Klinikums Ludwigsburg und der Gewerkschaft Verdi ist vom Arbeitsgericht Ludwigsburg beendet worden. Am Donnerstag
zog die Geschäftsführung des Krankenhauses die Abmahnung eines Mitarbeiters der
Neurochirurgie zurück. Der Pfleger hatte
sich für seine Kollegen und bessere
Arbeitsbedingungen in der stark belasteten
Abteilung eingesetzt. Anschließend erhielt
er eine Abmahnung und wurde in eine andere Station versetzt. Der Mitarbeiter und
Verdi sahen darin eine unbotmäßige disziplinarische Maßnahme. Sie klagten – und
hatten damit Erfolg.
Z
Rücksicht aufs Betriebsklima
Der Vorsitzende Richter am Arbeitsgericht
hatte der Personalleitung nahe gelegt, die
Abmahnung zurückzuziehen. Laut Matthias Ziegler, Regionaldirektor der Klinikgesellschaft, habe man sich auf den Vergleich
eingelassen, um „eine Fortsetzung der Auseinandersetzung und eine weitere Beeinträchtigung des Betriebsklimas“ zu vermeiden. Ziegler betont allerdings, dass er die
Abmahnung nur „unter nochmaligem Hinweis auf das Fehlverhalten des Mitarbeiters“ zurückgenommen habe.
Der Verdi-Sekretär Marc Kappler fühlt
sich durch die Verhandlung in der Annahme bestätigt, „dass die Versetzung des Kollegen, die ausschließlich mit seiner Abmahnung begründet wurde, tatsächlich eine
Maßregelung aufgrund seines Engagements war“. Verdi verzichte aber darauf,
nun auch gegen seine Versetzung vorzugehen, um dem Mitarbeiter „keinen Dauerkonflikt zuzumuten“. Gleichwohl wird der
Streit zwischen Klinikum und Verdi wohl
weitergehen. Derzeit bereite die Gewerkschaft eine Klage vor, bei der es um die Versetzung einer weiteren Mitarbeiterin aus
der Notfallchirurgie geht. Dabei wird der
Streit wohl ins Grundsätzliche gehen.
Kurzdebatte im Aufsichtsrat
Die Gewerkschaft wolle vor dem Arbeitsgericht den Nachweis führen, „dass diese Versetzungspraxis bei den Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim Maßregelungen für unliebsame Mitarbeiter sind“, kündigt Marc
Kappler an. Schuld an den problematischen Zuständen in der Notfallchirurgie
seien nicht die erfahrenen, selbstbewussten Mitarbeiter, sondern die schlechte Personalausstattung und die Personalleitung,
die Kritikern mit Versetzung drohe.
Derweil hat der Konflikt auch schon den
Aufsichtsrat der kreiseigenen Klinikgesellschaft erreicht. Dem Vernehmen nach wurde die nicht öffentliche Diskussion Mitte
März aber relativ schnell wieder beendet,
weil Vertreter des Kliniken-Betriebsrats
beteuert hätten, dass der abgemahnte Mitarbeiter bereits zuvor mehrfach unangenehm aufgefallen sei. Von einer bevorstehenden zweiten Klage in just derselben Abteilung haben die Räte allerdings zu diesem
Zeitpunkt noch nichts gewusst.
Ditzingen
Zustimmung für Pläne
am Ortseingang
So umstritten die Pläne zunächst gewesen
sind, so wenige Worte machten die Ditzinger Stadträte abschließend um den Bebauungsplan Weilimdorfer- und Kirchgartenstraße. Bei zwei Enthaltungen stimmten
sie in ihrer jüngsten Sitzung dem städtebaulichen Entwurf für die Gestaltung des
Ortseingangs der Kernstadt zu. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, den
Bebauungsplan weiter zu entwickeln. Mit
dem Bauträger habe eine städtebaulich
verträgliche Lösung gefunden werden können, teilt die Verwaltung mit.
Schon im Februar hatte sich eine Lösung in dem anfänglich umstrittenen Bauvorhaben abgezeichnet. Die ursprünglichen, im September vergangenen Jahres
vorgelegten Pläne sahen eine dichtere Bebauung vor, nämlich neun statt der nun
projektierten acht Häuser. Außerdem verpflichteten die Stadträte den Bauherrn,
zwei Stellplätze pro Wohneinheit zu schaffen. Er muss außerdem für einen ausreichenden Lärmschutz sorgen. Das Baugebiet liegt direkt an der Bahnlinie sowie an
einer Zufahrtsstraße zur Autobahn. Dass
das Gebiet in einem Gelände liegt, das im
Juli 2010 vom Hochwasser betroffen war,
schreckt weder den Bauherrn noch potenzielle Neubürger: Die Häuser sind bereits
reserviert, noch ehe sie gebaut sind. Der
Bauherr muss aber für einen angemessenen Hochwasserschutz sorgen.
fk
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
2
Dateigröße
127 KB
Tags
1/--Seiten
melden