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Knallhart – wie im echten Leben - Axiom Nord

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OZ
ZWISCHEN SUND UND TREBEL
14. Endinger Parkkonzert
Fördermittel
für Strom
im Hafen
Zühlendorf. 22 500 Euro hatte
Matthias Horn, Wirtschaftsförderer des Landkreises, am Dienstagnachmittag im Gepäck, als er am
Zühlendorfer Hafen eintrudelte.
Das ist eine 75-prozentige Förderung für einen Stromanschluss
zum Hafen. Den Rest – rund
7000 Euro – berappt die Gemeinde Neu Bartelshagen aus dem laufenden Budget.
„Wir wollen den Hafen attraktiver machen, vor allem geht es uns
um die Infrastruktur, da brauchen
wir den Stromanschluss“, sagte
Bürgermeister Horst Badendieck.
Matthias Horn betonte, dass gerade auch diese kleinen Maßnahmen wichtig seien, um Wirtschaftsförderung zu betreiben.
„Diese kleinen Häfen wie Zühlendorf sind unsere Chance, und der
ist noch super am Ostseefernradweg gelegen. Und wir konnten
uns selbst davon überzeugen,
dass er gut genutzt wird und beliebt ist bei den Radlern.“
17 Projekte in Nordvorpommern wurden insgesamt mit 6,6
Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Die Gesamtinvestionen wurden durch die Eigenanteile der Gemeinden auf
rund zehn Millionen Euro aufgestockt. „Genau das ist Wirtschaftsförderung“, so Horn.
I. S.
Buddhistischer
Strandkurs an der
Prohner Wiek
Klausdorf. Ein buddhistischer
Kurs findet von Freitag bis Sonntag in Klausdorf an der Prohner
Wiek statt. Dazu wird gegenüber
dem Vorpommernhus ein Festzelt
aufgebaut. Es werden bis zu 200
Buddhisten aus ganz Deutschland und Polen erwartet, die diese
Region genießen und dabei Vorträge von insgesamt drei buddhistischen Lehrern hören möchten.
Es sind ein polnischer und
zwei deutsche Lehrer dabei, die
ihre Erfahrung als praktizierende
Buddhisten mit den Besuchern
der Vorträge teilen und Fragen
beantworten.
Den
Vortrag
Buddhismus im Alltag hält
Wojtek Tracewski am Freitag um
15 Uhr. Der Buddha und die Liebe heißt es am Freitag um 20 Uhr
bei Maike und Pit Weigelt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Wer möchte, kann sich auch
über den gesamten Kurs auf der
Homepage
www.buddhismus-ost.de/strandkurs informieren.
15
Im Kinderdorf haben Knirpse das Sagen
Musik von
Carl Orff und
Pink Floyd
Endingen. Trotz knapper Kassen
hat sich das Amt Niepars mit seinen zehn Gemeinden eine schöne
Tradition bewahrt – das Endinger
Parkkonzert. Die 14. Auflage des
Ereignisses steigt morgen Abend
um 18.30 Uhr im Gutspark.
„Carmina Burana“ und „Symphonic Pink Floyd“ stehen als konzertante Aufführung ins Haus.
Auf der Bühne agieren Solisten
und das Philharmonische Orchester des Theaters Vorpommern unter der musikalischen Leitung
von Egbert Funk und Per-Otto Johansson.
Bereits um 16 Uhr ist der Endinger Park geöffnet, es gibt Kaffee
und Kuchen, aber auch Wildschwein vom Spieß. Und bevor
um 18.30 Uhr die erste Musik ertönt, wartet noch etwas Besonderes auf die Besucher: Um 18 Uhr
soll hinter der Gutshausruine ein
Gedenkstein für Günther Jark enthüllt werden. Der langjährige Bürgermeister der Gemeinde Jakobsdorf, der im letzten Jahr starb, hat
durch sein Engagement Endingen als Park wiederentdeckt, entwickelt und als Kulturort zu neuem Leben verholfen.
Zum Endinger Parkkonzert
werden auch Gäste aus der schwedischen Partnergemeinde Skurup
erwartet, die am Wochenende
den Nieparser Amtsbereich besuchen, so der Bürgermeister aus
Skurup, Niklas Sjöberg, der Amtsvorsteher Sven Rosengren und
die Kultursekretärin Eva Bergstrand. Sie besichtigen neben Endingen unter anderem das Kinderdorf in Steinhagen, den Europagarten in Niepars und die Alraune-Ausstellung in Barth.
I. SOMMER
Donnerstag, 15. Juli 2010
Vivien
Vivien kontrolliert
kontrolliert bei
bei SoSophie
phie den
den Blutdruck.
Blutdruck. Noch
Noch
gibt
gibt es
es keinen
keinen Andrang
Andrang auf
auf
der
der Krankenstation.
Krankenstation.
Stempel
Stempel drauf,
drauf, fertig.
fertig.
OrdnungsamtskolleginOrdnungsamtskolleginnen
nen Lisa
Lisa (12)
(12) und
und Nadine
Nadine
(13)
(13) arbeiten
arbeiten flott.
flott.
Job beendet, ab zur Kasse, doch
hier muss man anstehen, um seinen
Lohn zu bekommen. Stress pur für
die Mitarbeiter.
Ulli (11), Lara und Leoni (beide 9) vom
Team der Cocktailbar haben schon mal Kassensturz gemacht: Nach guten zwei Stunden haben
sie 330 Kido mit Vitamin-Mix, Milchshake und
Fruchteis eingenommen.
Warten auf den nächsten Job. Leider sind gerade
keine im Angebot. Aber wenn, dann will man
gleich zuschlagen, also bloß nicht weggehen.
Knallhart – wie im echten Leben
Zum vierten Mal ist das Kinderdorf geöffnet,
und diesmal tun Polizisten, Sanis, Maler,
Gärtner, Barkeeper, Köche oder Müllmänner in
Steinhagen ihren Dienst, und das wie in der
knallharten Erwachsenen-Welt.
Von INES SOMMER
Steinhagen. „Sie dürfen hier nicht alleine durchgehen. Sie müssen in den
Elterngarten und werden von uns da
abgeholt“, versperren Christine und
Skady den Weg. Die Zarrendorferinnen zücken ihren Kinderdorf-Ausweis, und schon hat der Besucher zu
parieren.
Pflaster, Verbände, Sonnencreme
und Mückenspray haben Vivien und
Sophie auf der Krankenstation im Angebot. Und weil die beiden Sanis aus
Stralsund noch nicht gebraucht wurden, verteilen sie Wasser, bei der Hitze eine gute Idee. Nebenbei wird das
Blutdruckmessen geübt, man will ja
für den E-Fall gewappnet sein.
„Was nehmen wir bei der Cocktailbar? 30 Kido, okay?“ fragt Lisa und
bekommt von Ordnungsamts-Kollegin Nadine Zustimmung in puncto
Standgebühren. Wuff, Stempel
drauf, und schon steht die Verfügung. „Halt“, ruft es nebenan. Ein
Mädchen aus Hamberger soll fünf Kido Strafe zahlen. „Du bist gerannt,
und das ist hier nicht erlaubt“, zeigt
sich Richter Torben knallhart, persönlich abgesichert vom Polizisten Florian. Nur mit Mühe können wir sie
überreden, bei Gästen der Kinder-
stadt doch mal ein Auge zuzudrücken. Und spähen die Ordnungshüter nach den nächsten Bußgeldverdächtigen. Vielleicht zehn Kido wegen des vergessenen Ausweises, 13
für Beleidigung, 30 für Diebstahl und
Gewaltanwendung oder zehn für zu
schnelles Fahren...
Hitze schlägt einem entgegen,
wenn man die Küche des Restaurants betritt. Hier wird gerade fleißig
gebacken. Und leckerer Vanille-Pudding duftet vor sich hin. Anike hat ihren Spaß dabei, trotz der Glut, aber
sie muss sich beeilen. Denn wenn je
nach persönlicher Entscheidung eine oder zwei Arbeitsstunden in einem Job rum sind, bekommt man erstens sein Geld an der rammelvollen
Kasse (pro Stunde zehn Kido, davon
werden zwei an Steuern abgezogen), zweitens kann man sich für einen neuen Job bewerben.
Und das ist mit Anstehen verbunden, denn die Traumjobs sind immer
schnell weg, ganz wie im wahren Leben. Wenn man keinen abbekommt,
muss man entweder warten, oder
man entscheidet sich für eine Einheit
Freizeit, im Spielepark mit Swimmingpool. Aber das kostet...
Schlange stehen haben die Teilnehmer dieses Kinderdorf-Durchgan-
Die Kinderdorf-Regierung mit Bürgermeisterin Gretje (mit Oberhaupt-Kette),
dem Richter, dem Vize, den Abgeordneten und der Sekretärin. Hauptaufgabe:
Stadtkasse beschützen.
Fotos (6): Ines Sommer
ges bereits gut gelernt. Da gab es
doch Dienstag einen Börsencrash: Alle bisher gültigen Kidos konnten bis
zum Wert von 100 umgetauscht werden. Wer in den Vorjahren mehr gehamstert hatte, musste nun in die
Röhre gucken. Außerdem war Falschgeld in Umlauf, kein Wunder also,
wenn die Mini-Finanzwelt zusammenbrach. Aber während die alten
Scheine im Karton gesammelt und
dann geschreddert werden, sparen
einige schon wieder fleißig, mit den
neuen Scheinen. Manch einer möchte schließlich noch eine Reise machen.
Die zu buchen, ist allerdings
schwer, denn eigentlich ist alles
weg. Schwimmbad, Mühle, Bowlen
sind ausgebucht. Gut, dann muss das
Geld eben anders unter die Leute gebracht werden. Die Cocktailbar hat
da ganz leckere Angebote. Vitamindrinks, Shakes und selbst gemachtes
Eis, alles ganz lecker. Allerdings
muss man sechs Kido auf den Tisch
legen, will man sich auf diese Weise
erfrischen. Ulli aus Stralsund, Lara
aus Trassenheide und die Neu Lüdershägerin Leoni wirbeln hinterm
Tresen, besonders Eis ist heute gefragt. Und so mitten in der Schicht,
kann man schon auch mal die Einnahmen zählen. „330 Kido – nicht
schlecht“, freuen sich die fleißigen
Mixer.
Unkraut zupfen ist für Lisa und Valerie aus Stralsund angesagt. „Hilft
ja nichts, wir wollen Geld verdienen,
man will sich ja auch was leisten.
Und das machen wir heute Nachmittag in der Negaster Schwimmhalle“,
freuen sich die Teenies und vergessen schnell den Knochenjob in der
Gärtnerei.
Mitten auf dem Steinhäger Schulhof ist das Rathaus zu finden. Bürgermeisterin Gretje organisiert mit ihrer
Stellvertreterin Marie einen Besuch
beim Stralsunder Oberbürgermeister. „Es geht gerade um das Geschenk, wir können ja schließlich
nicht mit leeren Händen kommen.“
Die elfjährige Sundstädterin hatte
die Wahl zum Stadtoberhaupt gewonnen, weil sie den Einwohnern eine Party versprochen hat. „Wir sind
losgezogen und haben für Gretje geworben, mit Plakat und so. Hat total
Spaß gemacht“, meint Sekretärin
Lea.
Im Hintergrund sorgen die Gemeindevertreter für ein bisschen Unruhe. „Jemand wollte die Stadtkasse
durchs Fenster klau’n. Nun haben
wir das Ding an der Decke festgebunden und müssen ständig aufpassen“,
sagen die Abgeordneten und kriegen sich ins Strubbeln, weil jeder erster Aufpasser sein will.
Plötzlich springt die Rathaustür
auf, ein Bürger will sich beschweren,
dass ihm das Ablegen des Führerschein (den braucht man zum Kartfahren auf dem Gelände) für 35 Kido
zu teuer ist. „Erstmal deine Nummer“, rüffelt die elfjährige Sekretärin aus Steinhagen, doch dann
schreibt sie sein Anliegen auf und
verspricht Klärung.
Kleks-Reporter zwischen Börsen-Crash und Restaurant-Besuch
Täglich Camp-Zeitung
Steinhagen. Sie heißt Kleks,
die Tageszeitung im Kinderdorf. Text- und Fotoreporter
sind im Camp unterwegs,
und da es sich dabei um einen Job wie jeden anderen
im Land der Kinder handelt,
hat der Redakteur nur ein
oder zwei Stunden Zeit für
seine Arbeit. Das ist nicht
viel.
Am Mittag wird die Zeitung gedruckt, und dann
wird sie verkauft. Allerdings
wurden in diesem Jahr auch
zehn Abos abgeschlossen.
Und eine Anzeigenabteilung
gibt es ebenso – für all diejenigen, die für ihre Produkte
werben wollen.
Ging es in der ersten
Kleks-Ausgabe darum, die
Kandidaten für das Bürgermeister- und Richteramt mit
ihren Ideen vorzustellen, folgten dann Stippvisiten im Restaurant und bei der Bank.
Auch der Aufruf, dem Kuba-Strand im Kinderdorf einen neuen Namen zu geben,
startete, leider bisher ohne
große Resonanz. Da müssen
die kleinen Reporter wohl
noch mal ran und für mehr
Begeisterung sorgen.
Das ihnen das gelingt, ist
ganz sicher, denn die Mädchen und Jungen schauten
sich gestern in der Stralsunder Lokalredaktion der OSTSEE-ZEITUNG um und holten sich noch ein paar Tipps
bei den Kollegen.
I. S.
Warum sollten neue Kidos her?
Schlange stehen am Dienstag vor der Bank – die alten Kidos mussten
umgetauscht werden.
Foto: Lisa
Steinhagen. Es musste
neues Geld gedruckt
werden, weil es Fälschungen gab. Das Drucken war ziemlich teuer, aber ansosten hat
das Geld den gleichen
Wert. Die Scheine sind
nur größer.
Die bisherigen Kidos
wurden bereits zerschreddert, sie haben
keinen Wert mehr. Wer
mit seinem Gesparten
noch nicht zum Umtausch gegangen ist,
hat Pech gehabt. Ob
das neue Geld besser
ist, weiß man noch
nicht.
KIRA, LEONIE, VALERIE und LISA.
Beschwerde
im Radio:
Kuchen teuer
Steinhagen. Blick ins Kido-Restaurant: Heute gibt
es Papageienkuchen, Muffins, Ameisenkuchen sowie Schoko- und Vanillepudding mit Äpfeln. Das alles kann man drinnen und
draußen essen. Der eine Kuchen hat heute Morgen 15
Kidos gekostet, da hat sich
das Radio beschwert, es sei
zu teuer. Die Mitarbeiter
finden dass völlig okay,
wenn man 15 Kidos für ein
Stück Kuchen bezahlt. Sie
hatten eine Menge Arbeit
und haben außerdem beim
Backen große Hitze ertragen müssen.
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