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1 Zur Geschichte der Kategorie Substantiv (Nomen) Wie - HumNet

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SUBSTANTIV: ZUR GESCHICHTE DER KATEGORIE UND IHRER
PROBLEMATIK
WINFRIED THIELMANN
1
Zur Geschichte der Kategorie Substantiv (Nomen)
Wie alle Wortartenkategorien hat auch die des Substantivs eine lange
und wechselvolle Tradition. Der Terminus „Substantiv“ geht zurück
auf das lat. nomen substantivum der scholastischen Grammatikschreibung. In diesem Terminus finden sich zwei zentrale Kategorien der
griechischen Philosophie vereint: nomen (gr. onoma) und substantia
(gr. ousia).
Im Kratylos-Dialog sieht Platon den logos, also das Sprachliche
schlechthin, aus onoma und rhema bestehend an. Dies ist allerdings
noch keine klare Unterscheidung in Wortarten, sondern eher etwas,
das den syntaktischen Kategorien Subjekt (onoma) und Prädikat
(rhema) entsprechen könnte (vgl. Mager 1841, 111; Robins 1966,
320). Onoma und rhema sind meros logou, Redeteile. Zwischen
Wortarten und Satzteilen wird auf dieser Stufe noch nicht unterschieden.
Ousia (substantia) ist hingegen eine Kategorie, die sich nicht
direkter Reflexion über Sprache verdankt. Sie geht aus einem Denken
hervor, das zwischen Sprache und Wirklichkeit noch nicht
differenziert und daher seine Einsichten am Leitfaden der Sprache
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gewinnt (vgl. Wieland 19712). So bestimmt Aristoteles in seiner
Physik zunächst das „Werden“ als Grundcharakteristikum von Natur.
Anschließend
versucht
er,
anhand
des
Beispielsatzes
„Ein
ungebildeter Mensch wird ein gebildeter Mensch“ den Prinzipien des
„Werdens“ auf die Spur zu kommen (1,7 189b30ff). Dabei entdeckt
er, dass es immer etwas gibt, das sich im Werden durchhält (wie in
diesem Beispiel „Mensch“) und an dem Bestimmtheiten wechseln
(ungebildet – gebildet). Das, was sich im Werden durchhält, das
Zugrundeliegende, nennt er hypokeimenon (subiectum) und stellt fest,
dass es sich bei diesem Zugrundeliegenden immer um ousiai, also
„Substanzen“, handelt. Die begrifflichen Voraussetzungen für die
Kategorie nomen substantivum lassen sich also folgendermaßen
darstellen:
nomen
substantivum
onoma rhema (meros logou)
logos
ousia
hypokeimenon
Die mittlere Stoa reserviert den Terminus onoma für Eigennamen und
unterscheidet hiervon die prosegoriai, die „Gattungsnamen“ (z.B.
Baum, Hund etc.). Diese Differenzierung hatte zunächst nicht lange
Bestand und sollte erst in der lateinischen Grammatikschreibung als
nomen proprium versus nomen appellativum wiederkehren. Abgesehen hiervon bleibt die Kategorie onoma in der griechischen (z.B. Dionysius Thrax) bzw. nomen in der lateinischen (Varro, Donat, Priscian)
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Grammatikschreibung erhalten. Über die Scholastik wird sie bis in die
Neuzeit tradiert (vgl. Lehmann/Moravcsik 2000, 732) und findet so
auch auf die Vernakulärsprachen (Volkssprachen) Anwendung (vgl.
Kaltz 2000, 696). Aufgrund von Flexionsähnlichkeiten im Griechischen und Lateinischen umfasste die Kategorie onoma (nomen) ursprünglich sowohl Substantive als auch Adjektive, wie dies heute
noch z.B. im Lateinunterricht gelehrt wird.
Das in dem Terminus onoma (nomen) abgebundene analytische
Substrat ist das „Namensmodell“ (Ehlich 2002, 74): Unter den onomaBegriff fallen Ausdrücke, die sich wie (Eigen-)Namen verhalten.
Durch die spätere Bestimmung nomen substantivum kam noch eine
ontologische Konkretisierung hinzu. Die Auffassung, dass Substantive
Dinge („Substanzen“ im aristotelischen Sinne) benennen, wurde für
die abendländische Sprachbetrachtung und selbst die modernere
Sprachphilosophie richtungsweisend: „Etwas benennen, das ist etwas
Ähnliches,
wie
einem
Ding
ein
Namenstäfelchen
anheften“
(Wittgenstein 19855, § 15).
Die folgenden Zitate aus der deutschen Grammatikschreibung
belegen, in welchem Maße die – im wesentlichen antiken –
Bestimmungen auf das Deutsche Anwendung finden:
„Das Nomen ist ein Wort, welches unmittelbar die Bedeutung eines
Dinges hat, von welchem etwas gesagt werden kann. Teutsch heißt es
Nennwort.“ (Aichinger 1754, 61)
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„Das Dingwort (Substantiv), entsprechend der Kategorie Ding (Sein,
Substanz), dient der syntaktischen Kennzeichnung des Satzgegenstandes (Subjekts), der Ergänzung (des Objekts) von Vorgangswörtern
(Verben) usw. (...)“ (Otto 1928, 205)
„Nomina benennen Größen. Das ist leicht einsehbar bei Wörtern wie
Fluß, Schrank, Lehrer, weil man sich die so benannten Größen ohne
weiteres sinnlich vorstellen kann. Aber auch Nicht-Gegenständliches,
Vorgänge, Zustände Eigenschaften können als Größe aufgefaßt und
dann durch ein Nomen benannt werden: Zuzug, Angst, Blässe und
viele andere. Diese Fähigkeit, praktisch Beliebiges als Größe zu benennen, zeichnet das Nomen vor allen anderen Wortarten aus.“ (Engel
19882, 500)
2
Das „Namensmodell“ und seine kritischen Erweiterungen
Die Selbstverständlichkeit der Zusammenhänge zwischen onoma
(nomen) und ousia (substantia) wird in der Scholastik zunehmend
aufgebrochen. Besonders für Abstrakta scheint das Namensmodell
nicht zu greifen, so dass sich die Frage stellt, ob ihnen überhaupt etwas in der Wirklichkeit entspricht (Universalienstreit). Eine kritische
Erweiterung des Namensmodells ereignet sich in der Logik Ende des
19. Jahrhunderts. In seiner Schrift „Über Sinn und Bedeutung“
(1892a) unterscheidet Frege zwischen Sinn und Bedeutung von Eigen358
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namen:
„Die Bedeutung eines Eigennamens ist der Gegenstand selbst, den wir
damit bezeichnen; die Vorstellung, welche wir dabei haben, ist ganz
subjektiv; dazwischen liegt der Sinn, der zwar nicht mehr subjektiv
wie die Vorstellung, aber doch auch nicht der Gegenstand selbst ist.
(...) Ein Eigenname (Wort, Zeichen, Zeichenverbindung, Ausdruck)
drückt aus seinen Sinn, bedeutet oder bezeichnet seine Bedeutung.
Wir drücken mit einem Zeichen dessen Sinn aus und bezeichnen mit
ihm dessen Bedeutung.“ (ebd., 27f)
Der Eigenname, als Zeichen, „benennt“ also nicht einfach ein Ding,
einen Gegenstand; dies ist vielmehr nur ein Teil seiner Funktionalität.
Der Eigenname „bedeutet“ den Gegenstand; zugleich drückt er aber
auch einen – objektiven – „Sinn“ aus, ohne den Verständigung nicht
möglich wäre. Der objektive „Sinn“, als etwas Psychisches, unterscheidet sich von den – ebenfalls psychischen – Vorstellungen, die
subjektiv sind. Dementsprechend haben die Ausdrücke Morgenstern
und Abendstern dieselbe Bedeutung (nämlich die Venus), aber nicht
denselben Sinn. Diese Unterscheidungen Freges wurden zunächst für
die Sprachphilosophie vor allem Wittgensteins und später für die
logische Semantik bedeutsam (vgl. Carlson 1991, 385ff). In moderner
Sprechweise werden in der Regel die Termini Extension (für
„Bedeutung“) und Intension (für „Sinn“) verwendet. Die linguistische
Befassung mit Sprache steht nun zunehmend unter dem Einfluss der
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Semiotik. Die Ausdifferenzierungen des Zeichenkonzepts erfolgen –
ohne dass dies in der Regel explizit gemacht würde – jedoch häufig
anhand eines „prototypischen“ Benennungskonzeptes, wie es bereits
im Namensmodell angelegt ist.
Das wohl für die Linguistik am einflussreichsten gewordene
Zeichenkonzept von Saussure (1916) ist gegenüber den Analysen Freges eine Reduktion. Saussure sieht das Zeichen als aus zwei Komponenten bestehend an: „Das sprachliche Zeichen vereinigt in sich nicht
einen Namen und eine Sache, sondern eine Vorstellung und ein Lautbild.“ (19672, 77) Mit „Vorstellung“ dürfte Saussure etwas Ähnliches
meinen wie Frege mit „Sinn“; weder die Fregeschen subjektiven
„Vorstellungen“ noch der Gegenstandsbezug, also der Bezug auf ein
Element der Wirklichkeit, sind in diesem Zeichenkonzept enthalten.
Da auch das Lautbild selbst von Saussure als „das innere Bild der
lautlichen Erscheinung“ (ebd.) gedacht wird, ist das Zeichen bei Saussure etwas vollständig Innerpsychisches: Lautbild und Vorstellung
sind qua Assoziation im Gehirn untrennbar verbunden.
Der Psychologe Karl Bühler geht in seiner – in ihrer Wirkung
zunächst stark behinderten (s. Ehlich 2004) – Sprachtheorie (1934) in
mancher Hinsicht weit über diesen engen Zeichenbegriff Saussures
hinaus, indem er das sprachliche Zeichen als in der Sprechsituation
eingesetztes Mittel zu Zwecken begreift (Organonmodell). Sprechen
ist damit Handeln: „Denn jedes konkrete Sprechen steht im Lebensverbande mit dem übrigen sinnvollen Verhalten eines Menschen; es
steht unter Handlungen und ist selbst eine Handlung“ (ebd, 52; Hvg. i.
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O.). Die sprachlichen Mittel gehören nach Bühler zwei Feldern, und
zwar dem Zeigfeld (z.B. ich, hier, da) und dem Symbolfeld (z.B.
Tisch, essen, schön) zu und entfalten innerhalb dieser Felder ihre spezifische Funktionalität. Was die Inhaltsseite des Zeichens betrifft,
kommt jedoch der russische Psychologe Lev Vygotskij, der sich etwa
zeitgleich mit Bühler mit kindlicher Begriffsbildung befasste, zu weitaus tiefgehenderen Einsichten (s. Redder 2004). Dies zeigt sich vor
allem in seiner – empirisch fundierten – Theorie des Begriffes: „Der
Begriff ist also unserer Meinung nach nicht ein Teil des Urteils, sondern ein kompliziertes System von Urteilen, das zu einer gewissen
Einheit geführt wurde“ (Vygotskij 1987, 414).
Hier kündigt sich etwas an, was innerhalb der modernen logischen (vgl. den Überblick in Carlson 1991) und kognitiven Semantik
(z.B. Langacker 1987) kaum eine Rolle spielt und erst in Wierzbickas
„Natural Semantics“ eine gewisse Berücksichtigung findet: Die Inhaltsseite des Substantivs besteht in Wissenskomplexen, die ihrerseits
im gesellschaftlichen Handeln begründet sind. Bereits die elementarsten „Dingbegriffe“ erweisen sich unter diesem Gesichtspunkt als
hochkomplex (vgl. Wierzbicka 1985).
Die Schwierigkeiten beim Ansetzen „kognitiver Schemata“ haben wohl hierin ihre Ursache. So erkennt Langacker (1987, 186) zwar
richtig, dass „defining parent as ‘one who has a child’ runs into difficulty because child (in the ‘offspring’ sense) would have to be defined
as ‘one who has a parent’.” Sein Lösungsvorschlag der Einführung
einer base (wohl: abstrakter Nenner), die in der „conception of two
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persons mating“ (ebd.) bestehen soll, ist insofern nicht zufriedenstellend, als Kinder einander auch „in the ‘offspring’ sense“ als ihresgleichen erkennen, ohne notwendigerweise über eine Vorstellung von
„mating“ zu verfügen, während sich nicht nur in der literarischen
Wirklichkeit eines Leutnant Gustl der Begriff von „Kind“ gerade auf
die – unerwünschte – Konsequenz von „mating“ reduzieren kann.
Auch hier liegen im gesellschaftlichen Handeln basierte Wissenskomplexe vor.
Wissenschaftliche oder institutionelle Begriffe, die letztlich immer auf elementarpraktische Konzeptionen rückführbar sein müssen
(vgl. Vygotskij 1964, 227ff), übersteigen diese Komplexität noch
einmal um ein erhebliches Maß (Thielmann 2004). Im Rahmen einer
solchen, das Wissen mit einbeziehenden Auffassung ist auch eine alternative Bestimmung von Eigennamen möglich: „Ein Gegenstand
[ist] im gemeinsamen Wissen mit einer ‚Adresse’ gespeichert, die
über Eigennamen abrufbar ist: Karlchen, die Alpen“ (Hoffmann 1996,
207; Hoffmann 1999)
3
Morphologische und syntaktische Bestimmungen
Der lateinische Grammatiker Varro kann als der Begründer einer
morphologisch basierten Wortartenlehre gesehen werden. So lässt er
die Klasse der Nomina aus Ausdrücken bestehen, die nach Kasus, aber
nicht nach Tempus flektieren (s. Mager 1841, 118f; Kaltz 2000, 696).
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Bei der Anwendung der griechisch-lateinischen Kategorien auf das
Deutsche überwiegen jedoch meist semantisch-ontologische Kriterien
bei der Bestimmung der Hauptwortarten, wenn auch schon früh die
Schwierigkeiten der Abgrenzung erkannt werden:
„Das nomen ist, wie wir gehört haben, das subiectum: aber es kommt
auch im praedicato immer mit vor. Sieht man nur auf die äusserliche
Veränderung und Stellung der Wörter: so werden schlechte
Namensbeschreibungen daraus (...). Auf beides zugleich Acht haben,
gelinget auch selten. Z. B. die gemeine Beschreibung des verbi heißt:
Es bedeutet ein Thun oder Leiden. Eben dergleichen bedeutet auch die
Arbeit, das Zahnweh. (...) Da man hierinnen fünf muß gerade seyn
lassen: so wollen wirs wagen, was wir zu Wege bringen können“ (Aichinger 1754, 60f).
Bei der Bestimmung der Hauptwortarten „fünf gerade sein lassen zu
müssen“, ist auch das Fazit des Junggrammatikers Hermann Paul:
„Der Versuch, ein streng logisch gegliedertes System aufzustellen, ist
überhaupt undurchführbar.“ (1880, 252). Versucht man z.B., die Substantive aufgrund ihrer Bedeutung zu isolieren, ergibt sich die Schwierigkeit, „dass es doch auch substantivische Bezeichnungen der Eigenschaft und des Geschehens [gibt]“ (ebd.). Nimmt man hingegen eine
syntaktische Klassifikation vor, etwa, dass Substantive in der Rolle
des Subjekts, Objekts, Prädikativs etc. erscheinen, so wird man mit
der Tatsache konfrontiert, dass „auch andere Wörter als Subj[ekte]
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fungieren [können]“, wie z.B. in dem Satz „grün ist die Farbe der
Hoffnung“ (ebd.). Einer rein morphologisch begründeten Isolierung
z.B. der Klasse der Substantive steht entgegen, dass sich „(...) auch
hierbei die Nominalformen des Verbums und die substantivierten
Indeklinabilia widerstrebend [zeigen]“ (ebd.).
Im weiteren Verlauf der linguistischen Forschung im 20. Jh.
kommt es zu mehreren Versuchen, kriterienreine Wortklassensysteme
zu etablieren, so z.B. Sütterlin (1900) auf morphologischer, Hermann
(1928) und Bergenholtz/Schaeder (1977) auf syntaktischer Basis.
Gleichzeitig ist zu beobachten, dass die Hauptwortarten vor allem in
generativen Ansätzen als quasi naturgegeben vorausgesetzt werden:
„Die Wortartentheorie im Rahmen der X-Bar-Syntax versucht keine
differentielle Definition der Wortarten: Die Hauptwortarten gelten als
unanalysierbare Primitive (...)“ (Knobloch/Schaeder 2000, 681).
Redder (2005) bietet einen – auf einer Handlungstheorie der Sprache
basierenden – Ansatz, der nicht von Wortarten ausgeht, sondern diese
im Sinne von Ehlich (20022), Zifonun/Hoffmann/Strecker (1997) und
Hoffmann (2003) vielmehr aus den kleinsten Einheiten sprachlichen
Handelns, den Prozeduren, entstehen lässt. So werden z.B. Ausdrücke
wie Tisch oder schön im Rahmen einer erweiterten Bühlerschen Feldkonzeption als symbolische Prozeduren begriffen, durch die der Sprecher den Hörer dazu veranlasst, ein „sprachlich verfasstes Wissen über
Wirklichkeit(selemente) zu aktualisieren“ (ebd., 49). Die Hauptwort364
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arten im Deutschen entstehen im Rahmen dieser Auffassung vor allem
durch ein Zusammenwirken symbolischer und operativer, d.h.
Versprachlichtes für den Hörer bearbeitender, Prozeduren. Diese Auffassung ermöglicht u.a. eine elegante Beschreibung der sogenannten
Substantivierung, die schon Paul als typischen Problembereich der
Wortartenbestimmung ansah: Ein Stamm wie -arbeit- wird als purer
Symbolfeldausdruck gesehen, der keiner Hauptwortart angehört.
Durch Fusionierung mit der operativen Prozedur -en entsteht erst die
Form des verbalen Infinitivs und damit die Klasse der Verben (ebd.,
53). Wird nun der Infinitiv in einer „standardisierten Kombination“
(ebd., 54) mit einem Artikel verbunden (z.B. das Arbeiten), „ist“ er
nicht einfach ein Substantiv, sondern die substantivische Qualität
entsteht aus dem Zusammenwirken der prozeduralen Fusion arbeiten
und ihrer Kombination mit einem – operativ das Hörerwissen
bearbeitenden – Determinativum (s. hierzu auch Ehlich 2003).
Während die Isolierung der Substantive als Wortklasse im
Deutschen aufgrund syntaktischer und morphologischer Kriterien
wegen der sprachlichen Verfahren der Substantivierung und der
Wortbildung nicht unproblematisch ist, gibt es dennoch ein Merkmal,
aufgrund dessen sich zumindest „Substantive/Nomina im engeren
Sinne“ als Wortklasse bestimmen lassen: „Nomina sind Wörter, die
ein bestimmtes Genus haben.“ (Engel 1988, 500; hierzu auch
Köpcke/Zubin 1984, 2005, Leiss 1994 und Froschauer 2003).
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Substantiv: Deutsch – Latein – Englisch im Vergleich
Dass ein Ausdruck ein Substantiv ist, erkennt man im Deutschen am
Genus. Jeder genushaltige Stamm kann als freies Morphem realisiert
werden (z.B. Die Wand ist weiß). Im Lateinischen, einer artikellosen
synthetischen Sprache, bestehen Substantive hingegen zumindest aus
einem Stamm und einem weiteren grammatischen Morphem, das Numerus und Kasus indiziert. Die Genuszuordnung erfolgt über Deklinationsklassen. Substantive werden also als Wortformen (d.h. als Fusionen symbolischer und operativer Prozeduren) realisiert (vin-um;
nav-em; fruct-u). Von den Adjektiven unterscheiden sich lateinische
Substantive durch ein geringeres Flexionspotential bzw. ihre Genusstabilität (nov-us aber nicht *vin-us). Diese Wortformen sind grundsätzlich satzgliedfähig. So ist increment-a in dem folgenden Beispiel
direktes Objekt zu acquirere:
(1)
lapid-em (...) nov-a
deinceps
velocitat-is
acquir-ere
aufnehmen
Stein-Mask.-
neu-Neutr.- nacheinander
Geschwindigkeit-
Akk.-Sing.
Akk.-Pl.
Fem.-Gen.-Sing.
increment-a
animadvert-o1
Zuwachs-Neutr.-
ich nehme wahr
1
„Dum igitur lapidem, ex sublimi a quiete descendentem, nova deinceps
velocitatis acquirere incrementa animadverto, (...)” – Wenn ich
daher
wahrnehme, dass ein Stein, der aus der Höhe von der Ruhelage herabfällt,
sukzessive neue Geschwindigkeitszuwächse erfährt, (...) (Galilei 1637, 197f,
Übers. W.T.)
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Akk.-Pl
ich nehme wahr, dass ein Stein sukzessive neue Geschwindigkeitszuwächse erfährt
Dass nova Attribut zu incrementa ist, geht hingegen lediglich aus der
Kongruenz hinsichtlich der grammatischen Kategorien Genus, Numerus und Kasus hervor. Die Abfolge der Wortformen ist tendenziell frei
(d.h. für andere Zwecke, z.B. den der Informationsverteilung und gewichtung, nutzbar); zur Phrasenbildung, also zur Herausbildung von
Wortgruppentypen mit strukturellen Zentren, kommt es nicht.
Im modernen Deutsch ist hingegen die Kasusflexion des Substantivs auf den Genitiv Singular (Maskulina und Neutra) sowie den
Dativ Plural beschränkt. Substantive allein können daher im Gegensatz zum Lateinischen ihren syntaktischen Status meistens nicht anzeigen. Diese Aufgabe fällt anderen Ausdrücken (z.B. den Determinatoren) zu, mit denen das Substantiv Nominalphrasen bildet. Erst
diese Phrasen besitzen Satzgliedstatus und können weitgehend nach
sprachexternen Gesichtspunkten (z.B. Informationsverteilung und gewichtung) innerhalb der durch das Prädikat geschaffenen Felderstruktur
(s.
z.B.
Drach
1937,
Rehbein
1992,
Zifo-
nun/Hoffmann/Strecker1997) positioniert werden (vgl. Den Computer
habe ich schon bestellt.).
Aufgrund der Rektionsbeziehungen zwischen Substantiv und
Determinator sowie der Flexion adjektivischer oder partizipialer At367
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tribute besteht auch innerhalb komplexer Nominalphrasen ein starker
struktureller Zusammenhalt, weswegen Weinrich (1993) von Nominalklammer spricht:
(2)
[dasNeutr./Sing.
[[gegen
WiderstandMask./Sing.]NP
[derGen.
[heftigenMask./Sing./Akk.
Opposition]NP
(Gen.-
]
Attr.)]PP(Adv.) verabschiedete]Part.Attr. GesetzNeutr./Sing. NP
Durch den Determinator das wird eine Hörer/Leser-Erwartung auf
einen mit ihm hinsichtlich Genus, Numerus und Kasus kongruierenden nominalen Kopf ausgelöst. Dass direkt nach dem Determinator
die Präposition gegen auftritt, bedeutet für die hörerseitige Vorauskonstruktion, dass zunächst eine als Präpositionalphrase realisierte
adverbiale Bestimmung oder Ergänzung zu einem attributiven Partizip
zu verarbeiten ist.
Die Nominalphrasenstruktur im Deutschen wird mithin
wesentlich dadurch bestimmt, dass ein genushaltiger Symbolfeldausdruck, also ein Substantiv, das strukturelle Zentrum bildet. Weitere an
der Nominalphrasenbildung beteiligte Wortarten und -formen des
Symbolfeldes (z.B. Adjektive und Partizipien) sind durch ihre Flexionscharakteristika gekennzeichnet und hinsichtlich ihres syntaktischen
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Status ausgewiesen (z.B. als Attribut). Für den Hörer/Leser ist also
bei der Verarbeitung einer deutschen Nominalphrase klar, wie die beteiligten Symbolfeldausdrücke im ontologischen Sinne benennen und
in welcher syntaktischen Beziehung sie zueinander stehen.
Im Englischen, einer weitgehend isolierenden Sprache, liegen
die Verhältnisse völlig anders. Da die Kasusmorphologie auf die Pronominalkasus beschränkt ist, wird der syntaktische Status von Satzgliedern durch ihre Abfolge (S-P-O) indiziert (Hawkins 1986, 37ff).
Im Gegensatz zum Deutschen gibt es kaum grammatische (operative)
Indikatoren dafür, wie ein Symbolfeldausdruck (im ontologischen
Sinne) benennt. Hauptwortarten gibt es also nicht in demselben Sinne
wie im Deutschen. Vogel schreibt hierzu:
“(...) many lexemes are now ‘underspecified’ for ‘word classes’;
moreover, the specification takes place on the syntactic level by
phrase markers, e.g. articles.” (Vogel 2000, 274)
Die puren Symbolfeldausdrücke (Redder 2005) erfahren ihre ontologische Vereindeutigung daher über die Phrasenstrukturen, die vom Hörer/Leser wiederum auf Basis seines Wissens über Abfolgeregularitäten von Satzgliedern sowie semantische Kompatibilität zu kombinieren sind:
3a) The beautiful act selfishly.
3b) The beautiful act of random kindness occurred when an eld369
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erly gentleman pulled up (...). (Internet-Beleg)
4a) He’s the boss.
4b) Don’t boss me around!
In 3a) ist der pure Symbolfeldausdruck beautiful Kopf der Nominalphrase in Subjektposition, da nach ihm – am Adverb erkennbar –
ein Prädikat auftritt: act selfishly. Der ontologische Status der durch
beautiful und act symbolisierten Gehalte (abstrakter Gegenstand –
Eigenschaft - Handlung) ist für den Hörer/Leser aus seinem (impliziten) Wissen über Satzgliedabfolgen zu rekonstruieren. In 3b) ergibt
sich für den Hörer/Leser der attributive Status von beautiful retrospektive daraus, dass act aufgrund des folgenden Präpositionalattributs Kopf der Nominalphrase sein muss und daher nicht Prädikat sein
kann. Dass boss in 4a) Kopf einer Nominalphrase ist, wird daraus ersichtlich, dass nach dem enklitischen is ein Determinator auftritt, wodurch ein durch eine Nominalphrase realisiertes Prädikativ angekündigt wird. In 4b) ist boss hingegen Teil des Prädikats, da die Verbform
don’t vorhergeht.
Zusammenfassend:
Im
Lateinischen
bestehen Substantive aus
genusstabilen satzgliedfähigen Wortformen, die Numerus und Kasus
besitzen. Diese Wortformen sind im Satz frei, also z.B. auf Zwecke
der Informationsverteilung hin, positionierbar. Die Wortformen sind
prozedural komplex im Sinne von Redder (2005): Sie sind
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prozedurale Fusionen aus mindestens einer symbolischen und einer
operativen Prozedur (amic-us).
Im Deutschen sind Substantive im einfachen Fall genushaltige
Stämme, die (von Stoff- und Eigennamen abgesehen) mit Determinatoren und quasi-determinativen Ausdrücken satzgliedfähige Phrasen
bilden. Aufgrund der Kasusmarkierung am Determinator sind diese
Nominalphrasen in der durch den Verbalkomplex eröffneten Felderstruktur relativ frei positionierbar. Substantivische Qualität erhalten
Stämme wie Topf durch das operative Moment des Genus; sie sind
also nicht als pure Symbolfeldausdrücke aufzufassen.
Im praktisch kasuslosen Englischen ist die Satzgliedabfolge fest.
Pure Symbolfeldausdrücke erhalten substantivische Qualität (d.h. ontologische Vereindeutigung des durch sie benannten Gehaltes) über
Phrasenstrukturen, die ihrerseits vom Hörer/Leser anhand impliziten
Wissens über die Satzgliedabfolge und semantische Kompatibilität der
beteiligten Symbolfeldausdrücke zu rekonstruieren sind.
5
Fazit
Wie die Geschichte der Kategorie Nomen/Substantiv zeigt, besitzt das
– auf die Antike zurückgehende – “Namensmodell” eine in seinen
Grundzügen ungebrochene Tradition, die von einem gewissen ontologischen Apriorismus geprägt ist, der dazu tendiert, die Kategorie des
Wissens zu ignorieren. Rein morphologische und syntaktische Versu371
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che einer Abgrenzung erweisen sich ebenfalls schwierig. Die Probleme lassen sich, wie die generative Grammatik zeigt, auch wegeskamotieren, indem man die nie verstandene Wortart Substantive auf
Basis dessen, was man hinsichtlich ihrer zu wissen vermeint, zum
Universale erhebt.
Der Vergleich der Verhältnisse in drei typologisch verschiedenen Sprachen hat ergeben, dass die Wortklasse Substantiv nicht als
Universale angesetzt werden kann, da es etwas Grundverschiedenes
ist, ob, wie im Englischen, eine quasi-substantivische Qualität purer
Symbolfeldausdrücke mit Mitteln der Serialisierung hergestellt wird,
oder, wie z.B. im Deutschen, bestimmte Symbolfeldausdrücke durch
das operative Moment des Genus hinsichtlich ihrer Nennqualität als
Substantive ausgewiesen sind.
Insgesamt, so lässt sich resümieren, benennen – morphologische
– Substantive ‚mehr’, als sich mit dem „Namensmodell”, auch in seinen kritischen Erweiterungen, fassen lässt. Die Bestimmung der Ausdrucksklasse über eine Charakterisierung der durch sie benannten Gehalte ist ebenfalls kaum möglich. Weitgehend abgesehen wird, da das
Problem der Abgrenzung im Vordergrund steht, von der Frage der
Bedeutung der Wortklasse für die Sprecher. Die Grammatikschreibung tradiert mit dem antiken Konzept des Nomens/Substantivs einen
Fundamentalkonsens, zu dem sie, so scheint es, auch nach den kritischsten Ausflügen wieder zurückkehrt, da sich Sprache kraft seiner
dennoch irgendwie beschreiben lässt, auch wenn „man hierinnen fünf
muß gerade seyn lassen”.
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Dr. habil. Winfried Thielmann
Institut für Deutsch als Fremdsprache / Transnationale Germanistik
der Ludwig-Maximilians-Universität München
Thielmann@daf.uni-muenchen.de
6
Literatur
Admoni, W. (19824) Der deutsche Sprachbau. München: Beck
Aichinger, C. F. (1754; ND 1992) Von den Theilen der Rede
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Bergenholtz, H./Schaeder, B. (1977) Die Wortarten des Deutschen.
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Carlson, G. N. (1991) Natural Kinds and Common Nouns. In: Stechow, A. v./Wunderlich, D. Semantik. Ein internationales
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