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Genossenschaften mit Immobilien, wie weiter? - Zürcher

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AZA
8820 Wädenswil
d O n n e r s tag , 5 . a p r I l 2 013 n r .14 14 4 . J a h r g a n g – F r . 1. –
OFFIZIelles
ZÜrIch
seIte 2
Kulturland-Initiative:
Diese Debatte erfordert
mehr Inhalt und Qualität
strIcKhOF
seIte 3
Severin Beier
macht sich auf den Weg
zum Techniker Hf
Lebensmitteltechnologie
BIOl andBau
Organ
seIte 4
Mit Grassilage
Qualitätsmilch
produzieren
des
ZÜrcher
l andFr auen
Bauer nver Bandes
seIte 5
Der Bezirk floriert
ZÜrI-OBst
seIte 7
Alkoholgesetz: Ständerat
kommt Brennereigewerbe
entgegen
KO m m e n ta r
neue BeItr Äge FÜr l andschaF tsQualItÄt
Wer übernimmt im Kanton Zürich die Initiative?
hla. Es geht nun darum, mögliche Projekte in unserem Kanton anzustossen, damit auch unsere Landwirte
baldmöglichst die Möglichkeit erhalten, LQ-Beiträge abzuholen. Nachdem also die Politik den Startschuss
gegeben hat, sind nun die Akteure in
Interessierte Vertreter der landwirtschaftlichen Bezirksvereine an der Infoveranstaltung
zu den LQ-Beiträgen. Im Vordergrund Hans frei, Präsident ZBV, und Gastreferent
Markus richner vom BLW.
schaftlichen Bezirksvereine, welche
allesamt vertreten waren und mit
über 30 Teilnehmern ihr grosses InGenossenschaften mit Immobilien, wie weiter? teresse bekundeten. Für die Infos
war der hat ZBV
sowie
Vertreter von
ZBv
ergreift Initiative
Im Zusammenhang mit der Aufhebung der Milchkontingentierung so manche Milchproduzenten-­‐, Sennerei-­‐ oder Käsereigenossenschaft den ursprünglich statuarisch und Strickundfestgeschriebenen Kanton (ALNSinn und
Auf
Einladung
des ZBV fand
am Bund
Zweck verloren, eine
da sich dInfoveranstaltung
ie jeweiligen Genossenschaften einer PMO oder PO angeschlossen haben hof)
verantwortlich.
26.
März
und faktisch inexistent wurden. Fortan übernehmen diese eigentlichen Nachfolgeorganisationen die fortsetzung auf Seite 2
statt. Eigeladen waren die landwirtden Kantonen gefragt, die die Sache
ins Rollen bringen und an die Umsetzung gehen.
ehemals genossenschaftliche Aufgabe der „bestmöglichen Verwertung von Kuhmilch“. Anhand dieser Gegebenheiten und mangelndem Interesse der Mitglieder zur Aufrechterhaltung genossenschaftlicher Tätigkeiten haben sich inzwischen viele Genossenschaften zu deren Auflösung, B e r at e r e c K e
sprich Liquidation entschlossen. Insbesondere jene Genossenschaften, deren Genossenschaftsvermögen überwiegend aus Barvermögen bestand. Genossenschaften mit Immobilien, wie weiter?
Im Zusammenhang mit der Aufhebung der
Milchkontingentierung hat so manche Milchproduzenten-, Sennerei- oder Käsereigenossenschaft den ursprünglich statuarisch festgeschriebenen Sinn und Zweck verloren, da
sich die jeweiligen Genossenschaften einer
PMO oder PO angeschlossen haben und
faktisch inexistent wurden. Fortan übernehmen diese eigentlichen Nachfolgeorganisationen die ehemals genossenschaftliche Aufgabe der «bestmöglichen Verwertung von
Kuhmilch». Anhand dieser Gegebenheiten
und mangelnden Interesses der Mitglieder
zur Aufrechterhaltung genossenschaftlicher
Tätigkeiten haben sich inzwischen viele Genossenschaften zu deren Auflösung, sprich
Liquidation entschlossen. Insbesondere jene
Genossenschaften, deren Genossenschaftsvermögen überwiegend aus Barvermögen
bestand.
Nun gibt es aber auch etliche Käserei- und
Sennereigenossenschaften, welche über Immobilien in Form von Wohnungen und/oder
Ökonomiegebäuden, z. B. ehemalige Käsereien oder Milchsammelstellen verfügen. Sollen
und können diese als Renditeobjekte bewirt-
Nun gibt es aber auch etliche Käserei-­‐ und Sennereigenossenschaften, welche über Immobilien in Form von Wohnungen und oder Ökonomiegebäude z.B. ehemalige Käsereien oder schaftet
werden und spricht sich zudem eine ren. Diesfalls sind speziell die Gesellschaft
Milchsammelstellen verfügen. Sollen und können diese als Renditeobjekte bewirtschaftet werden Mehrheit
der
Genossenschafter
gegen
mit beschränkter
(GmbH)
und spricht sich zudem eine Mehrheit der Geinen
enossenschafter gegen einen Haftung
sofortigen Verkauf und
an die Aksofortigen
Dritte Saus,
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zu erwähnen.
NachsteDritte aus, sVerkauf
o kann es an
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achen, in eine (AG)
zeitgemässe Rechtsform zu überführen. Dies machen,
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peziell die Gesellschaft mit beschränkter aftung (GmbH) und die Kriterien
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Nachstehend kurz die wichtigsten Kriterien erwähnt: [
inAktiengesellschaft eine zeitgemässe
überfüh- werden erwähnt:
Wichtige
Eigenschaften
Wichtige Eigenschaften von Gvon
mbH GmbH
und AG und AG
Kriterien Anzahl Mitglieder, min. Gründung Mindestkapital Übertragung der Anteile, Mitgliedschaft Vorgeschriebene Organe Geschäftsführung GmbH 1 Festsetzung der Statuten, Wahl der Organe, Einzahlung des Stammkapitals, öffentliche Beurkundung, HR-­‐Eintrag Fr. 20 000.-­‐, vollständig liberiert AG 1 Festsetzung der Statuten, Wahl der Organe, Einzahlung des Aktienkapitals, öffentliche Beurkundung, HR-­‐Eintrag Fr. 100 000.-­‐, mindestens Fr. 50 000.-­‐ liberiert (einbezahlt) Schriftlicher Vertrag, Frei, sofern die Statuten keine Zustimmung der Übertragungsbeschränkungen Gesellschafterversammlung mit enthalten, ev. Aktionärs-­‐
2/3 Mehrheit (Statuten können bindungsvertrag vorhanden davon abweichen oder die Übertragung ausschliessen) GV, Revisionsstelle GV, Verwaltung, Revisionsstelle Alle Gesellschafter (Delegation Durch den von der GV gewählten möglich, sofern in Statuten und Verwaltungsrat, VR kann Organisationsreglement Bevollmächtigte ernennen vorgesehen) Bei Fragen zu Genossenschaften steht Ihnen der Beratungsdienst vom Zürcher Bauernverband
Bei Fragen zu Genossenschaften steht Ihnen der Beratungsdienst vom Zürcher Bauernverband gerne gerne
zur Verfügung. Beratungsdienst, Lukas Baur
zur Verfügung. Die agrarpolitische Ausrichtung der Landwirtschaft wurde mit der AP 2014–17 für
die nächsten vier Jahre festgesetzt. Der
Kurswechsel wird auf breiter Front begrüsst. Die schweizerische Landwirtschaft soll ihren Leistungsnachweis noch
transparenter erbringen. Die Steuerung
erfolgt über fünf neue Säulen. Die Direktzahlungen werden auf mehr Ökologie, Biodiversität und Landschaftsqualität ausgerichtet. Die unternehmerische und heute
nach ökologischem Leistungsnachweis
produzierende Landwirtschaft wird in ihren Anstrengungen zur Wettbewerbsfähigkeit zurückgepfiffen.
Liegen wir mit dieser Kurskorrektur richtig?
Aus Distanz und oberflächlich betrachtet
wird unsere Bevölkerung diese Entwicklung begrüssen. In unserem hektischen und
kurzlebigen Alltag reagiert das menschliche Bewusstsein besonders empfänglich,
wenn der Natur und der Tierwelt mehr
Raum zurückzugeben wird. Das Gewissen
einer im Wohlstand wachsenden Bevölkerung ruft geradezu nach ethischem und moralischem Ausgleich. Dies fällt umso leichter, wenn diese Werte nicht durch
persönliche Betroffenheit eingefordert
werden können. Mit öffentlicher Mitwirkung soll in Zukunft über Boden und Eigentum hinweg Landschaftsqualität produziert
werden. Unbekümmert der Herkunft unseres täglichen Nahrungsmittelbedarfs soll
mehr Lebensqualität ausserhalb des Siedlungsgebietes angeboten werden.
In einer tieferen Auseinandersetzung
mit dem Thema Ernährungssouveränität
und mit Blick auf Perspektiven der Welternährung wird unsere Bevölkerung aber
feststellen müssen, dass mit einem ausgesprochen hohen Zahlungsrahmen unsere
Versorgungssicherheit ins Ausland verlagert wird. Mit der zunehmenden Einfuhr
von Nahrungsmitteln nehmen wir einen
markanten Abbau der global betrachteten
Ökologie in Kauf. Durch die Extensivierung
unserer Böden wird der Import landwirtschaftlicher Rohstoffe zunehmen. Die
Schweiz ist gezwungen, sich aktiver an
der weltweiten Verteil- und Machtfrage
von pflanzlichen und tierischen Gütern zu
beteiligen. Schon heute «bewirtschaften»
wir durch unsere Nahrungsmittelimporte
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Kompetent in Versicherung und Landwirtschaft.
Mit der Agrarpolitik 2014–17
werden Landschaftsqualitätsbeiträge (LQB) neu eingeführt. Im
Vorfeld zur Agrardebatte hatte
das BLW bereits 4 Pilotprojekte
gestartet. Das BLW hat nun
anhand dieser Projekte und der
gemachten Erfahrungen einen
ersten Entwurf zu den Richtlinien für LQB herausgegeben.
Damit haben die Kantone und
die interessierten Kreise ein
Instrument zur Hand, um in
ihrem Kanton die Ausgestaltung
von Projekten an die Hand zu
nehmen.
Ernährungssouveränität und
die AP 2014–17
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Gut
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Im Dienste der
Zürcher Landwirtschaft
dieselbe Fläche im Ausland wie im Inland.
Dieser Trend wird sich künftig noch verstärken und wir können uns vom Landraub
in Drittstaaten nicht distanzieren. Noch
unerträglicher wird die Situation, wenn
man bedenkt, dass ein grosser Teil der
hungernden Weltbevölkerung von 1 Mia.
Menschen gerade in diesen Drittstaaten
lebt.
Um diese Diskussion mit unserer Bevölkerung zu führen, müssen die Antworten
innerhalb der Landwirtschaft geklärt sein.
Allein der Zahlungsrahmen kann uns die
Augen vor weltweiten Herausforderungen
in der Ernährungssicherheit nicht verschliessen. Die Sicherheit für die Versorgung unserer Bevölkerung liegt in den
Händen unserer aktiven Bäuerinnen und
Bauern und nicht in der Geiselhaft der vorund nachgelagerten Betriebe. Die Einigkeit über Wertvorstellungen in der Nahrungsmittelproduktion muss zwingend in
gemeinsamen Forderungen an den Tag gelegt werden. Die Erkenntnis muss reifen,
dass unsere Bevölkerung wieder verstärkt
im eigenen Land ernährt werden muss.
Nur so schliessen sich wertvolle Nährstoffkreisläufe. Die Schweiz ist gefordert,
diesen Nachweis zu erbringen, um glaubwürdig ihren Teil in einer umsichtigen
Volkswirtschaft zu leisten. Diese Leistung
hat ihren Preis und ist primär über unsere
hochwertigen Produkte einzufordern. In
der Referendumsfrage zur AP 2014–17
stellen wir fest, dass die Zeit noch nicht
reif ist, um glaubwürdig unsere Bevölkerung einbeziehen zu können. Es muss uns
gelingen, die Landwirtschaft gegen aussen wieder zu vereinen und die Auswirkungen der AP 2014–17 kritisch zu verfolgen. Nur so wird es uns gelingen, künftig
die entsprechenden Korrekturen vorzunehmen und eine nachhaltig Nahrungsmittel produzierende Landwirtschaft wieder
zu stärken.
Hans Frei, Präsident
Zürcher Bauernverband, Watt
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Seele and Geist
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