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Die Betriebswirtschaftslehre ist – in Anlehnung an Raffée – wie folgt

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23
1. BetrieBswirtschAftslehre
Die Betriebswirtschaftslehre ist – in Anlehnung an Raffée – wie folgt in die Wissenschaften eingeordnet:
Wissenschaften
Realwissenschaften
Metawissenschaften
Philosophie
Theologie
Formalwissenschaften
Geisteswissenschaften
Naturwissenschaften
Rechtswissenschaft
Psychologie
Soziologie
Politologie
Geschichte
Volkswirtschaftslehre
Betriebswirtschaftslehre
Physik
Chemie
Biologie
Logik
Mathematik
Die Betriebswirtschaftslehre ist also eine Geisteswissenschaft. Sie umfasst:
Betriebswirtschaftslehre
Allgemeine
Betriebswirtschaftslehre
Spezielle
Betriebswirtschaftslehren
Führungslehre
Materialwirtschaftslehre
Produktionswirtschaftslehre
Marketinglehre
Personalwirtschaftslehre
Finanzwirtschaftslehre
Informationswirtschaftslehre
Rechnungswesenlehre
Organisationslehre
Controllinglehre
Industriebetriebslehre
Handelsbetriebslehre
Bankbetriebslehre
Versicherungsbetriebslehre
Verkehrsbetriebslehre
Touristikbetriebslehre
Handwerksbetriebslehre
Landwirtschaftsbetriebslehre
Steuerlehre
Prüfungslehre
Jede Wissenschaft hat die Aufgabe, aussagefähige Theorien zu entwickeln, die beim
Nachdenken über Probleme helfen und Zusammenhänge erklären bzw. zukünftige Ereignisse voraussagen können. Sie sollen anwendungsorientiert sein und Erkenntnisse vermitteln. Mit ihrer methodisch ausgewogenen Gestaltung beschäftigt sich die Wissenschaftstheorie (Albert, Popper, Raffée).
46
•
•
•
•
•
A.GrundlAGen
Investiertes Kapital
Anzahl der Arbeitsplätze
Lohn- und Gehaltssumme
Ausbringungsmenge
Bilanzsumme.
Die Betriebsgröße kann durch eine Bezugsgröße oder durch mehrere Kriterien nebeneinander bestimmt werden. Beispielsweise klassifiziert § 267 HGB die Betriebsgrößen wie
folgt, wobei für die Zuordnung mindestens zwei Merkmale erfüllt sein müssen:
Kleinbetrieb
Mittelbetrieb
Großbetrieb
Zahl der Beschäftigten
bis 50
bis 250
über 250
Bilanzsumme
bis 4,840 Mill. E
bis 19,250 Mill. E
über 19,250 Mill. E
Höhe des Umsatzes
bis 9,680 Mill. E
bis 38,500 Mill. E
über 38,500 Mill. E
Die Unterscheidung der Unternehmen nach Beschäftigten-Größenklassen zeigt, dass
rund 85 % aller Unternehmen lediglich 1 bis 9 Beschäftigte und weniger als 3 % der Unternehmen 50 und mehr Beschäftigte aufweisen:
Anteil
40 %
der
35 %
Unternehmen 30 %
25 %
20 %
10 %
8%
6%
4%
2%
1
07
2-4
5-9
10-19 20-49 50-99 100- 200- 500- 1.000199 499 999 u. mehr
Zahl der
Beschäftigten im
Unternehmen
Seite
485
2.2 entscheidunGen
Die Entscheidung ist ein Akt der Willensbildung, bei der ein Mensch sich entschließt, etwas so und nicht anders zu tun (Heinen). Sie kann auch als die Auswahl einer von mehreren Handlungsmöglichkeiten verstanden werden, die dem Entscheidungsträger zur Realisierung eines Zieles zur Verfügung stehen.
87
KontrollfrAGen
kontrollfrAGen
bearbeitet
Lösungs- Löhinweise sung
+
01 Was versteht man unter einem Unternehmen?
21
02 Welche Erkenntnisse schließt die führungsorientierte Betriebs-
21
wirtschaftslehre außer den ökonomischen Faktoren ein?
03 Unterscheiden Sie die Begriffe Bedürfnisse und Bedarf!
21
04 Zeichnen Sie das magische Dreieck der Betriebswirtschaftslehre!
21
05 Erklären Sie das Minimalprinzip des Wirtschaftens!
22
06 Wie unterscheidet sich davon das Maximalprinzip?
22
07 Kennzeichnen Sie das Humanitätsprinzip!
22
08 Welche Interessen berücksichtigt das Umweltschonungsprinzip?
22
09 Was verstehen Sie unter Wissenschaften?
22 f.
10 Ordnen Sie die Betriebswirtschaftslehre in die Wissenschaften ein!
23
11 Welche Lehren umfasst die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre?
23
12 Welche speziellen Betriebswirtschaftslehren kennen Sie?
23
13 Wie sollten Theorien gestaltet sein?
23
14 Kennzeichnen Sie die deduktive Methode!
24
15 Wovon wird bei Anwendung der induktiven Methode ausgegan-
24
gen?
16 Begründen Sie, welche der beiden Methoden vorzuziehen ist!
24
17 Erklären Sie den Produktionsfaktoransatz!
24 f.
18 Was sind systemindifferente und systembezogene Tatbestände?
25
19 Welche Phänomene stellt der Entscheidungsansatz in den Vor-
25 f.
dergrund?
20 Welches Grundprinzip trägt den Systemansatz der Betriebswirt-
26
schaftslehre?
21 Unterscheiden Sie den Führungsansatz und den Prozessansatz!
27 f.
22 Erklären Sie den Begriff des Management!
29
23 Aus welchen Phasen besteht der Führungsprozess?
33 f.
24 Erläutern Sie Arten von Geschäftsprozessen!
29
25 Erklären Sie ausführlich den güterwirtschaftlichen Prozess!
30 f.
-
100
B.Unternehmen
1.2 entwicklUnG
Nach seiner Gründung kann sich das Unternehmen unterschiedlich entwickeln. Der Er­
folg der unternehmerischen Leistung hängt nicht nur von der Qualität der eingesetzten
Betriebsmittel und Werkstoffe ab, sondern vor allem auch von der Produktivität der Mit­
arbeiter. Ein Gründungsprozess kann folgende Elemente enthalten:
Gründung eines Unternehmens
Persönliche Überlegungen
Rechnungswesenüberlegungen
• Kenntnisse
• Fähigkeiten
• Erfahrungen
• Ertragsaussichten
• Kostenüberlegungen
• Gewinnaussichten
• Art der Buchführung
• Steuerliche Fragen
Geschäftliche Überlegungen
• Gesellschaftsvertrag
• Bankverbindungen
• Geschäftsbriefe
• Formulargestaltung
• Allgemeine Geschäftsbedingungen
• Geschäftsräume
• Grundstücke
Organisationsüberlegungen
• Projektorganisation
• Aufbauorganisation
• Ablauforganisation
Standortüberlegungen
Finanzierungsüberlegungen
• Materialbezug
• Arbeitsbezug
• Abgabenbezug
• Verkehrsbezug
• Absatzbezug
• Fremdmittel
• Eigenmittel
• Tilgungsarten
• Zinsbelastung
Beschaffungsüberlegungen
Rechtsformüberlegungen
• Lieferanten
• Betriebsausstattung
• Lagervorräte
• Einzelunternehmen
• Personengesellschaft
• Kapitalgesellschaft
Firmenanmeldung bei
Personalüberlegungen
• Ortsbehörde
• Industrie­ u. Handelskammer
• Handelsregister
• Arbeitsamt
• Krankenkasse
• Berufsgenossenschaft
• Beschaffung
• Arbeitsamt
• Stellenanzeigen
• Arbeitnehmerüberlassung
• Personalberater
Informationsüberlegungen
Produktionsüberlegungen
• EDV­Anlagen
• Telefonanschluss
• Telefaxanschluss
• Postfach
• Schließfach
• Produktionsprogramm
• Produktionsablauf
• Produktionskontrolle
• Forschung
Versicherungsüberlegungen
Absatzüberlegungen
• Persönliche Versicherung
• Sozialversicherung
• Haftpflicht
• Einbruch
• Feuer
• Wasser und Sturm
• Marktbeobachtung
• Einführungswerbung
• Konkurrenzunternehmen
• Eröffnungsveranstaltung
• Handelsvertretereinsatz
• Absatzlagerkapazitäten
Kontaktüberlegungen
• Kooperation
• Firmenübernahme
• Pressekontakte
• Messekontakte
• Verbandskontakte
D.Leistungsbereich
Unternehmen werden zu dem Zwecke betrieben, Leistungen zu erstellen und zu ver­
werten. Dazu dienen leistungswirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Prozesse:
Beschaffung
der Produk­
tionsfaktoren
Beschaffungsmarkt
Be­ und Ver­
arbeitung der
Werkstoffe
Absatz der
erstellten
Leistungen
Leistungswirtschaftlicher Prozess
Finanzwirtschaftlicher Prozess
▶ Arbeitskräfte
▶ Betriebsmittel
▶ Werkstoffe
▶ Rohstoffe
▶ Hilfsstoffe
▶ Betriebs­
stoffe
Absatzmarkt
▶Fertigerzeug­
nisse
▶Dienstleis­
tungen
Die finanzwirtschaftlichen Prozesse, die den leistungswirtschaftlichen Prozessen ent­
gegenlaufen, indem sie die aus der Leistungsverwertung freigesetzten Finanzmittel wie­
der in den Leistungsbereich bzw. zu den Beschaffungsmärkten leiten, werden im Kapitel E. beschrieben.
Die leistungswirtschaftlichen Prozesse umfassen im industriellen Unternehmen:
• Den Materialbereich, dem insbesondere die Beschaffung der benötigten Werkstoffe,
aber auch zukaufender Waren obliegt.
• Den Produktionsbereich, in dem die Be­ und Verarbeitung der Werkstoffe unter Ein­
satz von Arbeitsleistungen und Betriebsmitteln erfolgt.
• Den Marketingbereich, der für die Leistungsverwertung der erstellten Erzeugnisse
bzw. Dienstleistungen zu sorgen hat.
Diese Bereiche werden nachfolgend – unter dem Begriff »Leistungsbereich« zusammen­
gefasst – behandelt:
Materialbereich
Leistungsbereich
Produktionsbereich
Marketingbereich
Soweit es sich anbietet, wird dabei auch auf die im Leistungsbereich tätigen Arbeitskräf­
te eingegangen. Grundlegend werden sie jedoch im Kapitel F. dargestellt.
1.MateriaLbereich
In der Betriebswirtschaftslehre wird dem Materialbereich in den letzten Jahren verstärk­
te Aufmerksamkeit gewidmet. Er befasst sich mit der Beschaffung, Lagerung, Verteilung
517
AufgAben/fälle
68 : Buchführung
Gehen Sie von den angegebenen Schlussbeständen aus und erstellen Sie eine Schlussbilanz!
Bestandskonten
Erfolgskonten
Bilanzen und
G-V-Rechnung
Erfolgskonten
Bestandskonten
69 : Bilanz (Grundsätze)
(1) Beurteilen Sie, inwieweit die folgenden Bilanzansätze ordnungsgemäß sind:
(a) In einer Bilanz einer großen GmbH werden Bargeld, Postgiro- und Bankguthaben unter
einer Sammelposition »Liquide Mittel« ausgewiesen.
(b) Um einen Absatzrückgang nicht offenlegen zu müssen, sollen die bisher getrennt ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, fertigen und unfertigen Erzeugnisse in einer
530
Lösungen
10 : Führung
(1)
Rechtsformen
Unternehmensleiter
Einzelunternehmen
BGB-Gesellschaft
OHG
KG
GmbH
KGaA
AG
Genossenschaft
Verein
Unternehmer
GeschäftsführenderGesellschafter
GeschäftsführenderGesellschafter
Komplementär
Geschäftsführer
PersönlichhaftenderGesellschafter
Vorstand
Vorstand
Vorstand
(2) DiegenanntenAufgabenobliegender
(a) Gruppenleitung
(b) BereichsleitungMarketing
(c) Unternehmensleitung
(d) Bereichsleitung
(e) Unternehmensleitung
(f) Bereichsleitung
(3) (a)IntrigensindMachenschaften,mitdeneneinGruppenmitgliedanderenGruppenmitgliedernzuschadenversucht.MancheGruppenmitgliedersetzendieIntrigealsMittelein,um
sichpersönlicheVorteilezuverschaffen.SolcherPsychoterrorwirdauchalsMobbingbezeichnet.
(b)Intriganten sind Gruppenmitglieder, die hinter dem Rücken der Kollegen ihr heimtückischesSpielbetreiben.EinIntrigantistinseinemInnersteneinfalscherMensch.Erverfolgt
beispielsweisealsRänkeschmiedreinegoistischeZieleundistimUnternehmenhäufigals
»Radfahrer«bekannt.
(c)Dem Verhalten von Herrn Unhold ist in einem persönlichen Gespräch der bremsende
Führungsstilentgegenzusetzen.Ermussmöglichstbaldmerken,dassderChefdasTun
längstdurchschauthat.Wennmanals26-JährigerersteineWocheUrlaubsvertretunggemachthat,sollteersichsolcheUrteileübereinenalsfähigbekannten,erheblichälteren
Mitarbeiternichtanmaßen.
erVorgesetztesolltedenIntrigantennachdenGründenseinesVerhaltensfragen.Der
D
Vorgesetztesollteihmsagen,dassdiesesVerhaltennichtzumgegebenenGruppendenkenpasst.DieFührungskraftmussdeutlicherkennenlassen,dasssiekünftigvonsolchen
Äußerungenverschontbleibenmöchte.
11 : Bürgerliches Recht
DieRechtssituationensindinfolgenderWeisezubeurteilen:
(1) Der Auszubildende ist beschränkt geschäftsfähig. Das Rechtsgeschäft ist schwebend unwirksam.DerTaschengeldparagraphfindethierkeineAnwendung,weilu.a.Versicherungen,
Benzinusw.alsFolgekostenzutragensind.DerVertragistohneGenehmigungderEltern
nichtwirksam,alsonichtig(§§106,110BGB).
(2) EinSechsjährigeristgeschäftsunfähig.SeineWillenserklärungistnichtig.DieMutterdarfdas
Geldzurückfordern(§§104,105BGB).
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