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GV spricht sich für Amtszeitbeschränkung aus – Gelungenes «F wie

EinbettenHerunterladen
Mitteilungsblatt der
Familienheim-Genossenschaft Zürich
Juli 2014
–
2
GV spricht sich für
Amtszeitbeschränkung aus
–
Gelungenes «F wie Friesi»-Fest
abseits der Schweighofstrasse
Info
Thema
1
Thema
4 Amtszeitbeschränkung für FGZ-Gremien
Klare Wahl von Vorstand und Vertrauensleuten für weitere drei Jahre
Anlässe
34Literaturclub – Bücher lesen und darüber sprechen
46 Hütten bauen auf der Schulhauswiese – im Oktober 2014
40 «F wie Friesi» – das Quartierfest
Bilder vom dritten Friesifest vom 15. Juni 2014
FGZ-INTERN
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3 0
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Die Grünmatt als neue Gartensiedlung im Friesenberg
Zielmiete, dritte Auflage – noch näher am Ziel
Ein Wechsel bei «Planung und Bau»
Die Aussenraumkommission sucht neue Mitglieder
Drei neue Mitglieder in der Freizeitkommission
Ja «Für mehr bezahlbaren Wohnraum» am 28. September 2014
Ausflug der Altersbetreuung vom Mai 2014
FGZ-Persönlich: Mireille Müller
Premiere und ein Jubiläum – Gemeinschafts-Kompostanlagen
Quartier
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Bachputzete im Bachtobel – über eine Tonne Abfall eingesammelt
Ein Hühnerhof im Schulhaus Bachtobel
TransForm Friesenberg: Eine Galerie auf Zeit im Friesenberg
Zur Galerieeröffnung: Das Bild des Raumes, hängend im Raum
Kirchgemeinden auf Engagement angewiesen
Kunst im Friesenberg: Denise Kobler
Die Krankenstation will ins Quartierzentrum umziehen
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Adressen und Öffnungszeiten
Impressum
Natur und Garten
24 Buchsbaum und Buchsbaumzünsler
36 Geheimnisvolle Tropfen – Essbare Pflanzen: Frauenmanntel
38 Bienen sind die wichtigsten Pflanzenbestäuber
Titelbild: Marktstände am «F wie Friesi»-Fest
Foto: Johannes Marx
2
Inhalt
Inhalt
3
Ab 2017 gilt für die FGZ-Gremien eine
Amtszeitbeschränkung von 12 Jahren
–
Klare Wahl von Vorstand und Vertrauensleuten für weitere drei Jahre
–
An der ordentlichen FGZ-Generalversammlung vom 16. Juni 2014 im Volks­haus-Saal,
die von gut 300 Genossenschafterinnen
und Genossenschaftern besucht wurde,
standen die Gesamterneuerungswahlen von Vorstand und Vertrauensleuten
(Amtsperiode 2014-2017) sowie eine Statutenänderung zur Amtszeitbeschränkung
im Mittelpunkt. Nach kurzer Diskussion
wurde dem Antrag des Vorstandes, die
Amtszeit für die FGZ-Gremien auf 12 Jahre
zu beschränken, deutlich zugestimmt.
Erstes wichtiges Traktandum der
Generalversammlung (GV) war die Jahresrechnung 2013, die Geschäftsleiter Rolf Obrecht anhand von Bilanz,
Erfolgsrechnung und Geldflussrechnung präsentierte. Obrecht sprach,
finanztechnisch gesehen, von «einem
Ausnahmejahr 2013», habe doch der
Cashflow um 19,7% zugenommen (von
12,15 auf 14,55 Mio.). Die Mietzinseinnahmen belaufen sich auf 34,327
Mio. Franken, und sie sind dank der
Neuvermietung Grünmatt (Ende 2013
weitgehend bezogen) um rund 1,5 Mio.
Einen WM-Fussballmatch schauen – ohne Ton – sich unterhalten mit Nachbarinnen,
Bekannten. – Der vorgängin zur GV offerierte Imbiss bot dazu die Gelegenheit.
4
Thema
höher als im 2012. Ein wichtiger Grund
für die gute Rechnung seien die geringeren Aufwendungen für Unterhalt
und Reparaturen (minus 0,7 Mio.) sowie die anhaltend tiefen Zinsen. Trotz
höherer Fremdfinanzierung von rund
20 Mio. Franken mussten nur 98 000
Franken mehr für die Hypothekarschulden aufgewendet werden. Anhang der
Geldflussrechnung zeigte Obrecht präzise auf, woher das Geld gekommen
ist und wofür es ausgegeben wird.
Rolf Obrechts Ausführungen
waren offensichtlich derart informativ, dass es keine Fragen gab. Die GV
hiess – nach dem Jahresbericht – auch
die Jahresrechnung 2013 einstimmig
gut. Sie beschloss weiter, die Anteile mit 2,5 % zu verzinsen und wählte die Revisonsstelle BDO AG für ein
weiteres Jahr.
Verabschiedung von Daniela Vogt
Auf die GV hin ist Daniela VogtFischer, seit Juni 2001 Vorstandsmitglied, kurzfristig zurückgetreten. Eine
neue Arbeitsstelle, verbunden mit einem langen Arbeitsweg, hat sie dazu
bewogen, schweren Herzens die Vorstandsarbeit aufzugeben. Alfons Sonderegger würdigte die 13-jährige Tätigkeit von Daniela Vogt, die neben
dem Vorstand auch noch im Leitenden
Ausschuss aktiv war. Sie war zudem
Mitglied in wichtigen Arbeitsgruppen
(Mietzinspolitik, Überarbeitung von
Organisationsreglement und Leitbild,
Projektentwicklung Quartierzentrum,
Arbeitsweise Vorstand), und sie leitete zusammen mit Nicole Bisig die Arbeitsgruppe «öffentliche Nutzungen»
Thema
5
im Quartierzentrum. Daniela Vogt war
auch Initiantin und erste Präsidentin
der Kinderkrippe im Friesenberg (KITA
am Frisenberg). Mit Daniela verlässt
uns eine engagierte, sachkundige und
teamfähige Persönlichkeit, sagte Alfons Sonderegger und sagte im Namen der FGZ Dankeschön mit einem
Blumenstrauss und einem Reisegutschein. – Daniela Vogt bedankte sich
in einem kurzen Votum für die 13 reichen Jahre, die ihr viel gebracht hätten. Sie wünscht der FGZ, dass sie
sich ihren sozialen Wurzeln bewusst
ist und weiterhin eine Genossenschaft
bleibt, in der die Mitglieder im Mittelpunkt stehen.
Präsident und Vorstand bestätigt
Alfons Sonderegger leitete das
Wahl-Traktandum mit der Vorbemerkung ein, dass heute kein neues Vorstandsmitglied vorgeschlagen werde.
Der Rücktritt von Daniela Vogt sei zu
kurzfristig erfolgt, und so habe die Zeit
für eine gründliche Suche gefehlt. Er
verwies auf die GV-Unterlagen, in denen die neun Mitglieder, die zur Wiederwahl stehen, mit kurzem Lebenslauf aufgeführt seien. Sonderegger
fügte an, dass der städtische Delegierte, Fabio Corrà, auf die a.o. GV
vom 4. September hin seinen Rücktritt
erklärt habe. Dieser Sitz werde vom
Stadtrat bestimmt, und bis September dürfte klar sein, wer ihn einnehme.
Als erstes traktandiert war die
Wiederwahl des Präsidenten. Vizepräsidentin Sonja Anders übernahm dieses Wahlgeschäft. Im Namen von Vorstand und Vertrauensleuten schlug sie
6
Thema
Alfons Sonderegger (seit 1997 Präsident) vor. Ohne Diskussion wurde er
mit zwei Gegenstimmen für die neue
Amtszeit wiedergewählt. Sonderegger
bedankte sich herzlich für das grosse Vertrauen.
Ebenso rasch verlief die Wiederwahl der übrigen acht Vorstandsmitglieder. Mit einer Gegenstimme wiedergewählt wurden:
– Sonja Anders (seit 2008)
– Christine Bucher (seit 2013)
– Yves de Mestral (seit 2013)
– Sascha Fässler (seit 2010)
– Wilfried Keller (seit 2001)
– Vreni Püntener-Bugmann (seit 2007)
– Bruno Rhomberg (seit 2006
– Karin Schulte (seit 2013).
35 Vertrauensleute
gewählt – davon 6 neue
Eine klare Sache war dann auch
die Wieder- bzw. Ergänzungswahl der
35 Vertrauensleute. Der Präsident
bedankte sich bei jenen drei, die zurückgetreten sind (Bernhard Läuchli,
Kleinalbis, Bea Leuenberger, Unterer
Schweighof, und Heini Alper, Grünmatt) sowie bei jenen dreien, die wegen Umzug nicht mehr antreten können (Pablo Argothy, Umzug in Etappe 1; Doris Vogt, neu Grünmatt; Faik
Yücel Britz, Umzug in Et. 20).
Neu auf der Nominationsliste der
drei gut besuchten Mieter/innen-Versammlungen von Anfang Mai stehen
Verena Bont (24. Et.), Michael Fenkart
(19. Et.), Miriam Racca Leise­bach (12.
Et.), Willi Ledergerber (11. Et.) und Stefan Beer (15. Et.). Nachnominiert wurde Niklaus Schulz von der 3. Etappe
(Grünmatt). Die 35 Vertrauensleute
wurden in Globo einstimmig gewählt.
Amtszeitbeschränkung ab 2017
Für den Vorstand überraschen
kurz verlief die Diskussion über den
Antrag auf eine Amtszeitbeschränkung
von 12 Jahren für Vorstands- und Kommissionsmitglieder sowie Vertrauensleute (Statutenänderung Art. 27, 32,
39). Alfons Sonderegger erklärte einleitend, dass mit Übernahme eines
Präsidiums (ganze FGZ und Kommissionen) neu gezählt werde; man könne also theoretisch 12 Jahre im Vorstand sein und dann noch 12 Jahre als
FGZ-Präsident/in wirken.
Für den Vorstand seien sowohl
die Kontinuität als auch die Erneuerung wichtige Werte. Mit der Amtszeitbeschränkung wolle der Vorstand
das Signal aussenden, dass er als leitendes Gremium immer wieder offen
für neue Mit-glieder ist. Die Erfahrung
zeige, dass in der FGZ-Mitgliedschaft
das Potenzial für diese Erneuerung vor-
handen sei. Wenn neue Leute gesucht
werden, dann gäbe es sowohl für Vorstand als auch Kommissionen immer
mehr Angefragte bzw. Be-werbungen
als Sitze. Die Kontinuität werde dadurch gesichert, dass bei allen Präsidien wieder von Neuem gezählt werde.
In der kurzen Diskussion wurde
die Sorge geäussert, dass diese kurze Amtszeit zu Unruhen führen könne, weil häufiger neue Mitglieder gesucht werden müssen, die sich alle
auch noch einzuarbeiten hätten. Bei
so kurzer Amtszeit gehe auch viel Wissen und Erfahrung verloren, wurde
weiter argumentiert. Die letzten Jahre hätten doch gezeigt, dass sich der
Vorstand selber stetig erneuere, wozu
also diese Beschränkung? Eine Votantin betonte, dass jene, die länger bleiben, auch Vertrauen aufbauen könnten Und: Wer etwas gut mache, sollte doch nicht einfach gehen müssen.
Die Befürworter/innen der Amtszeitbeschränkung sehen die Chance
von «frischem Wind mit neuen Leuten».
Thema
7
Oder sie finden es gut, wenn sich ein
Vorstand mit dem Gedanken der stetigen Erneuerung befasst. Sonja Anders, Vizepräsidentin, wies darauf hin,
dass die FGZ in der glücklichen Lage
sei, bei Vakanzen zwischen mehreren Bewerbungen auswählen zu können. Natürlich brauchten die Neuen
ca. zwei Jahre Einarbeitungszeit, aber
zwei Jahre seien nicht zwölf Jahre. Zudem verhindere eine aktive Erneuerungs- und damit Rücktrittsplanung,
dass Projekte nur an einer einzelnen
Person «hangen».
Der Präsident liess zuerst über den
Grundsatz abstimmen – das Ergebnis
fiel eindeutig aus (wenige Gegenstimmen und Enthaltungen). Ebenso klar
war dann die Annahme der einzelnen
Änderungen in den Statuten (Art. 27,
32 und 39). Die Amtszeitbeschränkung
ist somit bis zur Generalversammlung
2017 umzusetzen. – Ohne Diskussion
wurde auch noch eine Änderung von
Art. 40 der Statuten angenommen,
die dem Konsultativorgan «Mieter/
innen-Versammlungen» zu einem eigenen Artikel/Titel verhilft.
Nach einigen Mitteilungen und
einer JA-Empfehlung für die kantonale Abstimmung «Für mehr bezahlbaren Wohnraum» vom 28. September
konnte die GV kurz vor 22 Uhr für beendet erklärt werden.
FGZ
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Ausserordentliche GV
im September
Entscheid über Baukredit
für das Quartierzentrum
Die ausserordentliche Generalversammlung vom 4. September 2014
wird über das Bauprojekt und den erforderlichen Kredit für das Quartierzentrum Friesenberg entscheiden.
Seit dem Ja zum 6,2-Mio.-Projektierungskredit für das Zentrum durch
die Generalversammlung vom Juni
2012 arbeiten Architekten und Fachplaner sowie diverse FGZ-Gremien
(Planungsausschuss, Fachbegleitung
Bau, Arbeitsgruppen) intensiv am detaillierten Bauprojekt. Im Dezember
2013 wurde das Baugesuch eingereicht und das Areal mit Baustangen
«ausgesteckt».
Der Vorstand entscheidet im Juli
über den definitven Antrag, welcher
der ausserordentlichen Generalversammlung vorgelegt werden soll. Mit
der schriftlichen Einladung zur a.o.
GV vom 4. September 2014, die in der
zweiten Augusthälfte verschickt wird,
erhalten die Genossenschaftsmitglieder eine Broschüre mit Informationen
zum Zentrumsprojekt.
Als weiteres Geschäft wird der
a.o. GV ein Kreditantrag für die seit
längerer Zeit vorgesehene Innensanierung der Siedlung Manessehof (23.
Etappe) an der Uetliberg-/Hopfen­
strasse vorgelegt.
Thema
Die Grünmatt als neue
Gartensiedlung im Friesenberg
–
155 statt 64 Wohneinheiten – 480 statt 210 Bewohner/innen
–
Die Grünmatt ist fertig bezogen, und die
Umgebung ist mit Ausnahme der Besucher/innen-Parkplätze fertiggestellt. Aus
diesem Anlass hat die FGZ am Freitag,
20. Juni 2014, zusammen mit Architekt
Thomas Pulver eine kleine Medienkonferenz veranstaltet und einen Medientext
verschickt. Zur Information unserer Genossenschafterinnen und Genossenschafter
hier der Wortlaut der Medienmeldung:
«Erstmals in ihrer Geschichte hat
die Familienheim-Genossenschaft
Zürich (FGZ) eine ReihenhausSiedlung abgebrochen und auf
dem Grünmatt-Areal einen Ersatzneubau erstellt, der die Gartenstadt neu interpretiert, schöne
Geschosswohnungen umfasst und
dazu die Qualität von Reihenhäusern weiterentwickelt. Nach vier
Jahren Bauzeit ist die eigenwillige
Siedlung, die rund 87 Mio. Franken
kosten dürfte, vollendet und voll
bezogen.
Anstelle von 64 eingeschossigen
Reihenhäusern haben die Graber Pulver Architekten 155 Wohneinheiten in
den Hangverlauf an der oberen Friesenbergstrasse gesetzt. Die vier Zeilen mit ihren 13 Gebäuden sind ge-
schwungen oder gekrümmt, aber die
Bogen sind unterschiedlich, was in
den beiden grossen Erschliessungsstrassen zu spannenden Ausweitungen und Verengungen führt. Thomas
Pulver spricht von «zeitgemässer Verdichtung» und von «neu interpretierter Gartenstadt».
115 der Wohnungen profitieren
von der Aussicht, 99 der 155 Wohneinheiten verfügen über einen eigenen Garten. Was die Siedlung vor allem für junge Familien mit kleinen
Kindern attraktiv macht, ist die Tatsache, dass der gesamte Siedlungsbereich autofrei ist. Auf den Wegen
und Plätzen ist sehr viel Betrieb; immerhin sind 178 der 480 Bewohner/
innen 15jährig und jünger.
Die vier Gebäudezeilen sind höhenmässig gestaffelt. Die oberste Zeile umfasst drei bzw. vier Geschosse
(Talseite), die übrigen drei Zeilen sind
zwei- bzw. dreigeschossig. Die einzelnen Zeilen gleichen die Hanglage
also mit einer Abtreppung aus und besitzen darum talseits ein Stockwerk
mehr. So sind ebenerdige oder waagrechte Erschliessungen und Flächen
entstanden, die sich zum Velofahren
und zum Spielen, aber auch zum Gärtnern eignen.
FGZ-Intern
9
Farbige Holzfassaden
In der Konstruktion hat die FGZ
wie schon am Hegianwandweg (Siedlung Brombeeriweg) auf einen HolzBeton-Mischbau gesetzt. Während
das Sockelgeschoss, die Treppenhäuser und die Stirnfassaden betoniert
sind, bestehen die dazwischenliegenden Tragwände und die Fassaden aus
vorfabrizierten Holzrahmenelementen,
die «just in time» geliefert wurden. Im
Unterschied zum Brombeeriweg setzte man in der Grünmatt nicht auf reine Holz-, sondern auf Holzbetonverbund-Decken, welche dank ihrer Masse Trittschallübertragungen wirksam
verringern. Markant sind die grosszügigen Loggien mit ihren Säulenreihen.
Während die Loggia-Fassaden zurückhaltend in Cremefarbe gehalten sind,
wirken die Nordfassaden mit ihren
Farbfeldern sehr kräftig. Die Farbtöne haben die Architekten im Quartier
gefunden, sie reichen von erdfarbenen
Tönen bis zu Rosa oder Pink.
mer-Reihenhaus (117 m2) kommt netto
auf 2224 bis 2274 Franken zu stehen.
2½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen
Das Wohnungsangebot in der
Siedlung Grünmatt ist breit. Neben
den 96 Geschosswohnungen, davon
neun 5½-Zimmerwohnungen auf zwei
Geschossen (Duplex), gibt es 59 dreigeschossige Reihenhäuser mit kleinen
Gartenparzellen. Dazu kommen 18 zumietbare Individualzimmer sowie zwei
Gästezimmer (für die ganze FGZ) und
drei Ateliers. Ein Gemeinschaftsraum,
ein Kindergarten, ein Hort sowie eine
städtische Pflegewohngruppe vervollständigen das Angebot. Zur Siedlung
gehört auch eine Tiefgarage zwischen
den obersten zwei Häuserzeilen mit
128 Parkplätzen.
Eine 4½-Zimmerwohnung mit 102
m2 kostet monatlich netto zwischen
1883 und 2213 Franken, ein Vierzim-
PV-Anlage erzeugt jährlich
370 000 Kilowattstunden Strom
Auf den 13 Hausdächern befinden sich Solarzellen (PhotovoltaikAnlage), die zusammengerechnet den
Strombedarf für rund 100 vierköpfige
Durchschnittshaushalte (ohne Heizung
und Warmwasser) decken. Die Anlage erzeugt jährlich über 370 000 Kilowattstunden Strom.
Ab der kommenden Heizperiode
wird die Siedlung Grünmatt an das in
Bau befindliche Abwärme- oder Anergienetz der FGZ angeschlossen.
Fragmente gefunden, diese transformiert und in Sichtbeton gegossen.
Die Sichtbetonobjekte sind vor kurzem in den neun Treppen-Durchgängen zwischen den 13 Häusern montiert worden. Sie haben die Kraft, zu
Orientierungspunkten in der grossen
Siedlung zu werden.»
FGZ
Kunst-Spaziergang
in der Grünmatt
Im Mai wurden in den Siedlung
Grünmatt in den Durchgängen
Künstlerische Intervention
in den neun Durchgängen
Der Schweizer Künstler Yves
Netzhammer hat vor dem Abbruch
in und an den alten Reihenhäusern
(Treppen) zwischen den Häusern
an einigen Stirnfassaden Kunstobjekte des Künstlers Yves Netzhammer montiert.
Auf einem Kunst-Spaziergang,
zu dem alle interessierten FGZler/innen eingeladen sind, können diese Objekte besichtigt und
Fragen dazu gestellt werden.
Der Kunst-Spaziergang findet
statt am Samstag, 27. September 2014, 10.30 – 12.00 Uhr.
Treffpunkt ist beim Baumhaldenplatz (am Ende der Baumhaldenstrasse)
10
FGZ-Intern
FGZ-Intern
11
Zielmiete, dritte Auflage –
noch näher am Ziel
–
Die Umsetzung des Prinzips «gleiche Miete für das gleiche
Mietobjekt» in der FGZ geht weiter
–
Vor Rolf Obrecht
Das 2012 gestartete Projekt «Zielmiete»
geht auch 2014 weiter. Im Folgenden
werden wieder einmal die grundlegenden
Informationen dazu dargestellt – so wie
bereits in früheren Artikeln im FGZ-Info
1/2012 und 1/2013 – ergänzt durch Angaben zum aktuellen Stand der Umsetzung.
In der FGZ soll das Prinzip der
gleichen Miete für das gleiche Mietobjekt wieder verwirklicht werden. Deshalb hat die Verwaltung im Auftrag des
Vorstandes im Jahr 2012 begonnen, die
Mieten in den verschiedenen Etappen
neu zu kalkulieren und damit das Projekt «Zielmiete» gestartet.
Die Mietzinse in der FGZ lagen
und liegen grundsätzlich alle innerhalb
des Kostenmiete-Rahmens, aber sie
sind – wegen individueller Anpassungen für einzelne Mietobjekte aus verschiedensten Gründen – immer weniger
vergleichbar, zumal die vorgenommenen Mietzinsanpassungen im Laufe
der Jahre nicht mehr in jedem Fall im
Detail nachvollzogen werden können.
Der Vorstand hat deshalb 2012 entschieden, in den folgenden drei Jah12
FGZ-Intern
ren sämtliche Mieten im Rahmen der
Kostenmiete nach einem einheitlichen
Berechnungsmodus neu zu kalkulieren
(«Zielmiete»). Nachvollziehbare Berechnungen sollen für mehr Transparenz und für «gerechtere» Mieten sorgen. Ein Teil des Projekts «Zielmiete»
ist unterdessen umgesetzt, aber es
geht natürlich noch weiter – die zweite Halbzeit hat begonnen.
Grundsatz der Kostenmiete
Die Grundlage für die Berechnung der Mieten in der FGZ ist die
sogenannte Kostenmiete. Diese basiert auf den gesetzlichen Vorgaben
der kantonalen Wohnbauförderungsverordnung und des Mietzinsreglementes der Stadt Zürich. Die Kostenmiete stellt die höchstzulässige Mietzinssumme dar, die für eine Siedlung
(Bauetappe) verlangt werden darf.
Die Berechnung der Kostenmiete ist
aus der nebenstehenden Darstellung
«Kostenmiete im gemeinnützigen Wohnungsbau» ersichtlich. Der Grundsatz
der Kostenmiete wurde von der FGZ
in den vergangenen Jahren stets be-
achtet, was von der Kontrollbehörde
der Stadt Zürich, die Mietzinsveränderungen zu prüfen hat, auch immer
wieder bestätigt wurde.
Verteilung der Mietzinssumme
Die gemäss dem Grundsatz der
Kostenmiete errechnete höchstzulässige Mietzinssumme pro FGZ-Etappe ist
logischerweise auf die einzelnen Mietobjekte zu verteilen. Diese Verteilung
wird analog einem Punktesystem der
kantonalen Wohnbauförderungsverordnung vorgenommen. Dieses System bewertet die Wohnungen entsprechend der Grösse mit einer Punktezahl. Aus dieser Punktezahl errechnet
sich dann für die einzelne Wohnung die
Miete. Weitere Gesichtspunkte wie die
Lage der Wohnung (Stockwerk, Eckhaus, usw.), besondere Gegebenheiten (grosse Terrasse, grössere Grundfläche, usw.) werden mit Zuschlägen
oder eventuell auch mit Abschlägen
in die Berechnung eingebaut. Mit diesem Prinzip wird die Anforderung erfüllt, dass pro Etappe für eine gleichwertige Wohnung auch ein gleichwertiger Mietzins resultiert.
Last der Vergangenheit
In den letzten drei Jahrzehnten
wurden in vielen FGZ-Etappen die anfänglich schematisch berechneten Mieten aus den vielfältigsten Gründen immer wieder angepasst, und zwar individuell pro Wohnobjekt. Aus heutiger
Sicht sind diese Anpassungen teilweise
nicht mehr sinnvoll, da die ursprünglichen Gründe weggefallen oder nicht
mehr nachvollziehbar sind. Je älter die
Bauetappen respektive je weiter zurück die letzte Sanierung liegt, umso
grösser sind die zum Teil schwer erklärbaren Mietzinsunterschiede. Besser sieht es bei den Neubauten oder
bei den kürzlich sanierten Etappen aus
– diese erfüllen das angestrebte Prin-
Auch in der 20. FGZEtappe (Friesenberghalde) wird ab diesem Jahr die «Kosten­
miete» umgesetzt.
FGZ-Intern
13
zip «gleiche Wohnung – gleiche Mie- Etappen erreicht werden – immer unte» bereits fast vollständig.
ter dem Gesichtspunkt der sozialen
Verträglichkeit.
Nachholung der Kostenmiete
Der Vorstand der FGZ hat schon Umsetzung in die Praxis
vor einigen Jahren beschlossen, dass
Die seit 2012 laufende Umsetalle Etappen 95 bis 100 Prozent der zung des Prinzips «gleiche Wohnung
höchstzulässigen Kostenmiete errei- – gleiche Miete» in die Praxis wird bis
chen sollen. Um dieses Ziel zu errei- Ende 2015 stufenweise weitergehen.
chen oder ihm zumindest näher zu Dabei sind insbesondere auch die nökommen, wurden z.B. Anpassungen tigen Nachholungen auf mindestens
wegen Hypothekarzins-Veränderun- 95 % der Kostenmiete vorzunehmen.
gen differenziert weitergegeben. Das Diese Anpassungen führen teilweiheisst, dass es immer wieder Etap- se zu weiteren Mietzinserhöhungen,
pen gegeben hat, die keine oder eine aber auch zu Mietzinssenkungen, da
geringere Senkung der Miete «beka- der zugrunde liegende Referenzzinsmen». Allerdings gibt es in der FGZ satz mit 2,0 % aktuell weiterhin sehr
nach wie vor einige Etappen, die deut- tief ist. Die Anpassungen sollen möglich neben dem Ziel liegen. Mit den lichst sozialverträglich sein und müsgeplanten und teilweise bereits um- sen den Vorschriften des Mietzinsregesetzten Anpassungen soll das Ziel glementes der Stadt Zürich (Art. 4d)
«95 - 100 % der Kostenmiete» in allen genügen. Das bedeutet, dass pro Ka-
Kostenmiete im gemeinnützigen Wohnungsbau
Berechnung der jährlich höchstzulässigen Mietzinssumme
(«Faustregel», gem. städt. Mietzinsreglement Art. 2ff.)
Anlagekosten x Verzinsung*
= Kapitalkosten
(evtl. + Baurechtszins)
Gebäude-Vers.summe x Betriebsquote
= übrige Kosten (Betriebskosten)
Kapitalkosten + übrige Kosten
= Höchstzulässige Mietzinssumme
Beispiel (Wohngebäude auf eigenem Land, ohne Subventionen)
Anlagekosten
per 31.12.2011
Geb.vers.summe
(Teuerungsindex 1025)
Betriebsrechnung:
Kapitalkosten:
5 831 080
zu
2.25 %*
Betriebskosten:
12 935 500
zu
3.25 %
Höchstzulässige Mietzinssumme:
* Referenzzinssatz des Bundesamtes für Wohnungswesen (BWO): 2,25% seit 2.6.2012.
14
FGZ-Intern
5 831 080
12 935 500
131 199
420 404
551 603
lenderjahr maximal 5 % der bisherigen Nettomiete auf- oder auch abgeschlagen wird.
Die Umsetzung hat im Jahr 2012
mit den Etappen 1, 2, 8, 9 und 13 begonnen. Dann folgte im Jahr 2013 die
Umsetzung für die Etappen 4, 14, 15,
16 und 17. Diese Anpassungen werden, sofern noch nötig, im laufenden
Jahr weitergeführt. Neu beginnen wir
mit der Umsetzung für die Etappen
7, 18, 20 und 22. Die restlichen Etappen werden im Jahr 2015 angepasst.
Die Mieterinnen und Mieter der
betroffenen Etappen wurden bereits
mit einem persönlichen Schreiben über
die zu erwartende Nettomiete («Zielmiete») informiert; zugleich wurde die
effektive Mietzinsanpassung mittels
offiziellem Formular per 1. Oktober
2014 angekündigt.
Kurz notiert
Illegale Bauten auf dem Üetliberg müssen weg
Uto-Kulm-Hotelier Giusep Fry hat vor
Bundesgericht verloren und muss die
ohne Bewilligung erstellten Bauten
der Süd- und der Rondo-Terrasse
abbrechen. Das Bundesgericht hält in
seinem Entscheid von Mitte Juni fest,
dass Hotelier Fry gewusst habe oder
hätte wissen müssen, dass für die Erweiterungen wie die Überdachung der
Südterrasse ein Baugesuch nötig sei.
Mit dem Abbruch will das Bundesgericht die rechtsgleiche Anwendung der Bauvorschriften durchsetzen.
Abbruch innert sechs Monaten
Der Urteilsspruch aus Lausanne
bedeutet, dass Giusep Fry nun innerhalb eines halben Jahres die fraglichen
Bauten abreissen muss. Wenn er das
nicht tut, dann muss die Baubehörde
zur Tat schreiten und den Abbruch selber durchführen, auf Kosten von Fry.
Thomas Müller, Präsident des
Zürcher Heimatschutzes, meinte
zum Urteil Folgendes:«Ich wünsche
für alle, denen der Üetliberg am Herzen liegt, dass jetzt endlich wieder
etwas Ruhe einkehren kann auf dem
Zürcher Hausberg.»
Im Kommentar der NZZ vom 21. Juni
heisst es: «Der Abbruch ist zwar eine
harte Massnahme und hat unter
Umständen einschneidende Konsequenzen. Man muss dies aber dem
Grundsatz der Rechtsgleichheit gegenüberstellen. Jedes Dachfenster, das
ohne Bewilligung erstellt wird, muss
zurückgebaut werden. Und auch eine
Nachbarin von Fry auf dem Üetliberg,
die mit Verweis auf die illegalen Bauten
auf dem Gipfel für ihr Event-Zelt kämpfte, hatte vor Gericht keine Chance. Das
Zelt musste weg. Das gilt nun auch für
Frys illegale Erweiterungen.» (so.)
FGZ-Intern
15
Ein Wechsel bei «Planung und Bau»
–
Beatrice Zimmerman hört auf – Corinne Schmidiger tritt an ihre Stelle
–
Nach 12 Jahren Tätigkeit als Assistentin
der FGZ-Verwaltungsabteilung «Planung
und Bau» wurde Bea Zimmermann Ende April 2014 pensioniert. In dieser Zeit hat sie
unzählige Protokolle von Baukommissionssitzungen geschrieben und viele weitere
Arbeiten im Zusammenhang mit Neubauprojekten und grösseren Sanierungen in
der FGZ administrativ gemeistert. Die Aufgaben dieser 50%-Stelle hat nun ihre Nachfolgerin Corinne Schmidiger übernommen.
Fast genau 12 Jahre nach ihrem
Eintritt bei der FGZ am 1. April 2002
trat Bea Zimmermann Ende April dieses Jahres in den Ruhestand – ein Jahr
nach Erreichen des regulären Pensions­
alters. Sie hat sich für dieses «Zusatzjahr» bereit erklärt, um insbesondere
das unterdessen praktisch abgeschlossene grosse Neubauprojekt der FGZ,
den Ersatzneubau der Siedlung Grünmatt (3. Etappe) bis zum Bezug der
letzten Wohnungen organisatorisch
und administrativ begleiten zu können.
Vielfältiges Aufgabengebiet
Zu ihren Aufgaben als Assistentin der Abteilung «Planung und Bau»
– sie wird geleitet von Heinz Aeberli –
gehörten neben der allgemeinen administrativen Unterstützung des Leiters
16
FGZ-Intern
Planung und Bau unter anderem die
Organisation und Protokollierung der
Baukommissionssitzungen und aller
im Zusammenhang mit Bauprojekten
abgehaltenen Mieter/innen-Versammlungen und weiterer Anlässe. Auch der
Umgang mit Zahlen ist ihr geläufig, gehört doch auch die Baukostenkontrolle bei Neubauten und Sanierungen zu
diesem Arbeitsbereich – und das sind
bei einem Grossprojekt wie der Grünmatt fast unendlich viele Belege, die
zu erfassen und mit der Buchhaltung
abzugleichen sind.
Im Laufe ihrer Tätigkeit hatte
sie auch mit vielen Mieterinnen und
Mietern und deren Anliegen, etwa im
Zusammenhang mit «Mieter/innenWunschlisten» oder Mängelmeldungen bei Sanierungs- und Neubauprojekten zu tun. Bei der Umsetzung der
FGZ-Vorgaben einerseits und den Ansprüchen einzelner Mieter/innen andererseits brauchte sie oft diplomatisches Fingerspitzengefühl, eine Aufgabe, die sie mit ihrer umgänglichen
aber auch konsequenten Haltung immer gut bewältigen konnte.
Im Verwaltungsteam war sie bestens integriert, die Arbeitskolleginnen
und -kollegen schätzten sie mit ihrer
offenen, unkomplizierten Art. Die FGZ-
Verwaltung verliert durch die Pensionierung von Bea Zimmermann eine
geschätzte und beliebte Mitarbeiterin
und Kollegin.
Nachfolgerin Corinne Schmidiger
ist gut eingearbeitet
Die Stellennachfolgerin von Bea
Zimmermann heisst Corinne Schmidiger. Die 32-jährige Mutter einer bald
zweijährigen Tochter wohnt mit ihrer
Familie auf der anderen Stadtseite in
Wipkingen. Von dort fährt sie – in der
Regel mit dem Velo – in den Friesenberg an ihren neuen Arbeitsort. Corinne Schmidiger hat nach einer kaufmännischen Ausbildung an verschiedenen Arbeitsstellen Berufserfahrungen
gesammelt, unter anderem auch mehrere Jahre in der Immobilienbranche.
Nach ihrem Start am 1. April
wurde sie einen Monat lang von Bea
Zimmermann in ihr neues Arbeitsgebiet bei der FGZ eingeführt. – Unterdessen hat sie längst selbständig die
ersten Sitzungen organisiert, Proto-
kolle geschrieben, Einladungen zu
Mieter/innen-Versammlungen verschickt, u.v.a., und dabei auch einen
Einblick in die Abläufe und Zuständigkeiten innerhalb der FGZ-Verwaltung
bekommen.
Dank und gute Wünsche – zum
Abschied und zum Stellenantritt
Die Geschäftsleitung und das
ganze Verwaltungsteam wünscht der
nun pensionierten Bea Zimmermann
viele glückliche und ausgefüllte Jahre im Ruhestand, verbunden mit einem herzlichen Dank für ihre wertvolle Mitarbeit.
Ihrer Nachfolgerin Corinne Schmidiger im Job als «Assistentin Planung
und Bau» alles Gute bei ihrem weiteren Einstieg in das interessante und
abwechslungsreiche Tätigkeitsgebiet.
FGZ
Bea Zimmermann (links) und ihre
Nachfolgerin Corinne Schmidiger.
Thema
17
Die Aussenraumkommission
sucht neue Mitglieder
–
Gefragt sind Genossenschafter/innen mit Kenntnissen
und Erfahrungen zu Aussenraum-Themen
–
Die Ausserraumkommission (Arko) – bis
vor einigen Monaten hiess sie Gartenkommission – ist eine der ständigen Kommissionen der FGZ. Zur Zeit sucht sie mehrere
neue Mitglieder, auch für die zwei zur Kommission gehörigen Arbeitsgruppen.
Die ehemalige Gartenkommis­
sion gibt es seit 1936. Sie ist für die
Grünflächen und die Freiräume in der
FGZ zuständig. Sie erarbeitet Entscheidungsgrundlagen für Projekte zur Gestaltung, Nutzung und Pflege der Aussenräume. Die ökologische Abfallbewirtschaftung (Kompostierung) fällt
ebenso in ihren Aufgabenbereich wie
die Gartenordnung, die u.a. die Veränderungen in den Hausgärten regelt.
Ebenso ist sie zuständig für die
Arbeitsgruppen AktionNaturReich
und NachhaltigMobil. Seit vielen Jahren gibt es die zur Arko gehörige Arbeitsgruppe AktionNaturReich, kürzlich kam NachhaltigMobil dazu. Sie
bearbeiten spezielle Themen im Zusammenhang mit dem Ausserraum
in der FGZ, naturnahes Gärtnern und
nachhaltige Mobilität.
Im Frühling 2014 wurde die Kommision umbenannt, um ihren Zuständigkeitsbereich auch im Namen besser zum Ausdruck zu bringen.
18
FGZ-Intern
Wir suchen Sie !
Sie mögen den Friesenberg und die FGZ. Sie unterstützen die Ziele einer lebenswerten, lebendigen und zeitgemässen Gartenstadt im Friesenberg, in der sich Gross und
Klein wohl fühlt und die sich zukunftsgerecht und nachhaltig entwickelt. Sie wollen sich gerne engagieren und Sie bringen Erfahrung und Interesse im Bereich des
Aussenraums mit. Dann suchen wir Sie, liebe Genossenschafterin, lieber Genossenschafter – als Mitglied der Aussenraumkommission (Arko), von AktionNaturReich
oder von NachhaltigMobil.
Gesucht werden
Zwei bis drei Mitglieder der
Aussenraumkommission (Arko)
Ihr Interesse gilt dem Aussenraum, den Gärten,
Grünflächen, Spielplätzen, den Wegen, Plätzen und
Strassen im Quartier, damit die Bewohnerinnen und
Bewohner sich in diesem Aussenraum gerne aufhalten und sich wohl fühlen.
Die Arko trifft sich zu etwa fünf Sitzungen pro Jahr,
zusätzlichen Aufwand leisten die Mitglieder in Ausschüssen, welche die Geschäfte vorbereiten.
Für diese vielfältigen Aufgaben
im Bereich des Aussenraums der
FGZ suchen wir Sie. Haben Sie
Fragen oder wollen Sie uns Ihr
Interesse am Mittun noch vor
der Sommerferienzeit bekannt
geben, so wenden Sie sich an
die Präsidentin der Arko, Vreni
Püntener, 044 451 65 40, vpb@
gmx.ch .
Zwei Mitglieder der
Ihre Bewerbungsunterlagen für
Arbeitsgruppe AktionNaturReich
die Mitgliedschaft bei der Arko,
Die Veranstaltungen und Kurse von AktionNaturReich
bei AktionNaturReich oder bei
mit Blick auf die Gärten und Grünräume, die Natur
NachhaltigMobil, welche Ihr In-
und die Menschen erfreuen viele Erwachsene und
teresse und Ihre Erfahrungen im
Kinder im Friesenberg. Diese Aktivitäten möchten
Bereich des Aussenraums auf-
Sie in etwa vier Sitzungen pro Jahr gerne mitplanen
zeigen, senden Sie bitte bis am
und in der Durchführung begleiten.
25. August 2014 an:
Zwei bis drei Mitglieder der
Aussenraumkommission Arko,
Arbeitsgruppe NachhaltigMobil
Nachhaltige Mobilität unterstützen und fördern, dem
gilt ihr künftiges Engagement in der FGZ. Sie bringen
Erfahrung im Bereich nachhaltige Mobilität und/oder
Campaigning mit und können sich im Umfang von
ungefähr fünf Abendsitzungen sowie zwei Aktionen
Familienheim-Genossenschaft
Zürich, Schweighofstrasse 193,
8045 Zürich.
Vielen Dank – wir freuen uns
auf Sie!
pro Jahr und Vorbereitungsarbeiten dazu einbringen.
FGZ-Intern
19
Drei neue Mitglieder vervollständigen
die Freizeitkommission
–
Die Freizeitkommission (Freiko) ist zuständig für die Organisation und Durchführung
genossenschaftlicher Anlässe und Feste.
Die ursprüngliche Gemeindestubenkommission ist die älteste der FGZ-Kommissionen, sie wurde 1929 gegründet.
Die Freiko fördert die ideellen
Grundlagen und die Zusammengehörigkeit in der Genossenschaft – mit
kulturellen und geselligen Veranstaltungen sowie mit einem vielfältigen
Angebot an Freizeitkursen für Kinder
und Erwachsene. Neben dem alljährlichen Genossenschaftsfest – dieses
Jahr mit dem Friesi-Fest zusammengelegt – und weiteren Anlässen für
alle FGZ-ler/innen gehören verschiedene Kurse dazu, und manchmal auch
spezielle «Events» wie etwa die Beteiliungung am «Friesi-Viewing» von
Fussball-WM-Spielen im Friesenberg.
Drei neue Freiko-Mitglieder
In den letzten Monaten wurden
vom Vorstand drei neue Mitglieder in
die Kommission gewählt. Sie werden
im folgenden kurz vorgestellt.
Marcel Menzi lebt mit seiner Familie
seit drei Jahren im Kleinalbis. Als
Arbeitsweltgestalter berät er Unternehmen in der Planung von zukunftsweisenden Arbeitsorten. Auf seinem
beruflichen Weg hat er abwechselnd im
20
FGZ-Intern
Büro und als Handwerker gearbeitet,
damit Kopf und Hände fit bleiben.
Am Leben in der FGZ schätzt er
die grüne Umgebung, die freundschaftliche Nähe zu den Nachbarn und die
genossenschaftlichen Strukturen. Zu
seinem Entscheid, sich für die Freizeitkommission zu bewerben, sagt er:
«Ich will einen persönlichen Beitrag
zum Genossenschaftsleben leisten.
Und ich kann meinen Kindern vorleben, dass es wichtig ist, sich für die
Gemeinschaft zu engagieren.»
In seiner Freizeit geniesst er die
‹kleine› Welt seiner Kinder, die grosse
Welt der Bücher und gerne auch mal
die grossen Weiten des skandinavischen Winters.
Bruno Seeholzer ist 48-jährig. Er
hat seine Frau vor 20 Jahren an ihrer
Arbeitsstelle – sie war damals noch in
der Lehre – kennengelernt. Sie ist in
der FGZ aufgewachsen, und so wurde
auch er schnell ein «bekennender
FGZ-Fan». Vor 18 Jahren zogen sie in
ein Reihenhaus im Arbental, unterdessen sind seine beiden Kinder 17und 9-jährig. Seine Hobbies sind die
Familie, Töfffahren, und als spezielle
Freizeitbeschäftigung das Zaubern.
Seine Motivation, bei der Freiko mitzumachen beschreibt er so:
«Für die Freizeitkommission habe ich
mich beworben, weil mir die Idee der
gemeinschaftlichen Anlässe in der
Genossenschaft und das Mitmachen
gefallen. Immer wen wir mit unseren
Kindern einen Anlass der FGZ besuchten, etwa den Räbeliechtliumzug oder
den Chlausanlass, sah ich, wie meine
Kinder glücklich waren und ihre Augen
leuchteten. Wenn man die Zeit hat und
diese gerne der Allgemeinheit zu Verfügung stellen möchte, finde ich es
eine gute Sache, auf diesem Weg der
Genossenschaft und allen, die in der
FGZ leben, etwas zurück zu geben.»
Doris Vogt ist im Kreis 6 in der Genossenschaft der Strassenbahner
aufgewachsen. «Die Eltern führten
einen Usego-Laden, dort lernte ich
früh zu arbeiten. Ich habe die Lehre
bei der Post am Schalter absolviert
und bin dort überall herum gekommen.
Seit über 15 Jahren bin ich Sekretärin
bei der Kantonsschule Wiedikon und
stets und gerne unter jungen Leuten.
Als alleinerziehende Mutter habe
ich im 1996 eine familienfreundliche
Wohnung gesucht. Die FGZ hat mich
aufgenommen. Dankbar für die vielen
neuen Begegnungen, Unterstützungen und Freundschaften schätze ich
die Genossenschaft sehr. Seit mein
Sohn ausgezogen ist, um seinen eigenen Weg zu finden, freue ich mich,
mehr freie Zeit zu haben.
Seit Ende März wohne ich in einer
kleineren Wohnung, die wie für mich
geschaffen ist. Nun fülle ich meine
Freizeit mit Einrichten der Wohnung,
Velofahren und Arbeiten im Schrebergarten aus. Im Winter sieht man mich
gemütlich beim Stricken, Häkeln oder
Nähen. Das Zusammensein mit Familie
und Freunden ist für mich eine Bereicherung meines Lebens, und in meiner neuen Aufgabe bei der Freizeitkommission blühe ich auf.
FGZ-Intern
21
«Für mehr bezahlbaren Wohnraum»
–
Ein Ja für die kantonale Abstimmung vom 28. September 2014
–
Am 28. September sind die Stimmberechtigten im Kanton Zürich aufgerufen, über
einen wohnpolitischen Gegenvorschlag des
Kantonsrates abzustimmen. Über diesen
wird anstelle der SP-Initiative «Für mehr
bezahlbaren Wohnraum» abgestimmt. Die
SP hat ihre Initiative zugunsten dieses
Gegenvorschlag zurückgezogen. Aus Genossenschafts-Sicht ist ein JA sehr wichtig.
Die Positionen für den 28. September sind jetzt schon ziemlich klar,
so wie bei der Schlussabstimmung
am 28. Oktober 2013 im Kantonsrat.
Die Fraktionen von SVP, FDP, BDP
und EDU, verstärkt um zwei CVP-Ver-
Das Komitee «Ja zur Förderung des preisgünstigen Wohnraums» setzt sich für die Annahme der Vorlage «Für mehr
bezahlbaren Wohnraum» ein (www.hier-daheim.ch) .
treter, waren damals nicht nur gegen
die SP-Initiative «Für mehr bezahlbaren
Wohnraum», sie lehnten auch den Gegenvorschlag ab. Mitte-Links schwang
mit knappen 88 : 84 Stimmen obenaus, was FDP und SVP bewog, gegen
den Gegenvorschlag das Behördenreferendum zu ergreifen. Darum kommt
es jetzt am 28. September zu einer
Volksabstimmung.
Konkret abgestimmt wird über
eine Änderung von §49b des Gesetzes über die Raumplanung und das
öffentliche Baurecht (Planungs- und
Baugesetz) aus dem Jahre 1975. Dabei
geht es um die folgenden drei Punkte:
1.Wenn Zonenänderungen, Sonderbauvorschriften oder Gestaltungspläne zu erhöhten Ausnützungsmöglichkeiten führen, dann kann
ein Mindestanteil an preisgünstigem Wohnraum festgelegt werden.
2. Die höchstzulässigen Mietzinse für
diesen preisgünstigen Wohnraum
orientieren sich an den Investitionskosten, den laufenden Kosten, den
Rückstellungen für Erneuerung, den
Abschreibungen sowie einer angemessenen Rendite. Die Mietzinse
sind dauerhaft zu sichern. Der Regierungsrat wird die Einzelheiten in
einer Verordnung regeln. – Anders
als in der SP-Initiative wird nicht
mehr von Kostenmiete (bei Baugenossenschaften üblich) gesprochen,
sondern von Preisgünstigkeit.
3.Neu im Vergleich zur SP-Initiative
ist die Regelung, dass die Gemeinden Bestimmungen zur angemessenen Belegung der Wohnräume
erlassen, um den so geschaffenen
preisgünstigen Wohnraum auch gut
zu nutzen.
Kurz notiert
Binz-Quartier für Velofahrende
und Fussgänger verbessern
In einem Postulat fordern Andreas Edelmann und Rebekka Wyler (beide SP), der Stadtrat solle prüfen, wie
das Binz-Quartier für Fussgänger/innen und Velofahrende besser erschlossen werden könne. Insbesondere aus
den angrenzenden Quartieren (Beispiel Friesenberg) könne die Vielzahl
von Arbeitsplätzen in der Binz nur mit
Umwegen erreicht werden.
Unter anderem schlagen die beiden Gemeinderatsmitglieder vor, eine
Ergänzung der bestehenden Treppen
vom Untergraben (Bachtobelstrasse)
sowie vom Borrweg (Seite Tiergarten) mit einer Rampe zum Schieben
der Fahrräder zu prüfen. Weiter soll
eine neue Erschliessung hangseitig
via Borrweg respektive Arbentalstrasse für Fussgänger/innen und Velofahrende geprüft werden.
FGZ
Der FGZ-Vorstand ist überzeugt, dass
die Abstimmung vom 28. September
für den gemeinnützigen Wohnungsbau
einiges bringen kann. Bislang fehlte
eine kantonale Regelung, die dem
preisgünstigen Wohnungsbau bei
Mehr-Ausnützungen von Arealen einen
Anteil sichert. Ein JA ist aus FGZ-Sicht
darum sehr wichtig.
FGZ
22
FGZ-Intern
FGZ-Intern
23
Buchsbaum und Buchsbaumzünsler
–
Tipps des FGZ-Gärtnerteams zur Bekämpfung eines Schädlings
–
Der Buchsbaum ist beliebt, pflegeleicht, robust, langlebig und dekorativ.
Trotzdem ist er keine «gärtnerische
Wunderpflanze». Ein ernst zu nehmender Schädling des Buchsbaums ist der
Buchsbaumzünsler, denn er kann an
Buchsbäumen in kurzer Zeit grossen
Schaden anrichten. Regelmässige
Kontrollen und entsprechende Massnahmen sind daher nötig.
Was ist zu tun, wenn Sie
Buchsbäume im Garten haben?
Kontrollieren Sie in Ihrem Garten von Mitte März bis Ende September regelmässig, ob Buchshecken oder
einzelne Sträucher des Buchsbaums
von kleinen, grünlichen Raupen befallen sind, die ein Gespinst weben.
Wenn Sie dies feststellen, ist schnelles Handeln zum Schutz der Buchsbäume und zur Bekämpfung der gefrässigen Raupen angesagt:
– Einzelne Raupen können von Hand
abgelesen und im Kehricht entsorgt
werden.
– Auch mit einem gezielten Wasserstrahl können kleine Raupen-Populationen von den Pflanzen «weggespritzt» werden.
– Seit kurzem ist das erste biologische Mittel gegen den Buchs24
Natur und Garten
baumzünsler auf dem Markt. Dieses Produkt, mit Name «Delfin»,
wirkt hervorragend sowohl gegen
grosse als auch gegen kleine Raupen des Buchsbaumzünslers. Die
Wirkung dieses biologischen Insektizids basiert auf dem Bacillus
thuringiensis var.kurstaki. Das Produkt ist nützlingsschonend. Selbst
für Bienen sind Behandlungen der
Buchspflanzen während der Blüte unproblematisch, denn «Delfin»
wirkt hochspezifisch, also nur auf
Schadraupen. Allerdings ist der Aufwand recht gross, denn es braucht
vier bis fünf Behandlungen pro Jahr,
und das Produkt ist nicht überall erhältlich (Bezugsquelle «Delfin» z.B.
unter shop.biocontrol.ch).
– Verzichten Sie im Garten auf die
Pflanzung von Buchsbäumen, lassen Sie sich durch das FGZ-Gärtnerteam beraten und wählen Sie
z.B. Glanzmispel, Ölweide, Stechpalme, Apfelbeere oder Duftblüte.
– Wenden Sie sich bei Fragen zum
Buchs und zu möglichen Ersatzpflanzen an das FGZ-Gärtnerteam
(044 456 15 00 – vorzugsweise Mo
bis Fr, 9 – 10 Uhr).
Nicht kontrollierte, durch den
Buchsbaumzünsler befallene Pflanzen
können ganze Bestände, auch in der
Umgebung, zum Absterben bringen.
Das FGZ-Gärtnerteam ist nicht
in der Lage, jeden einzelnen Buchsbaum in den Hausgärten zu erfassen und zu kontrollieren. Darum wird
empfohlen, statt Buchs andere Pflanzen zu wählen und mit diesen einen
schönen und Freude bringenden Garten zu gestalten.
Buchsbaumbestände auf den
allgemeinen Grünflächen der FGZ
Was unternimmt das FGZ Gärtner-Team im Aussenraum der Mehrfamilienhaus-Siedlungen zugunsten der
Buchsbepflanzungen? In diesen Aussenräumen werden mit Blick auf das
Siedlungsbild grössere Buchsbaumbestände weiterhin gepflegt, ergänzt
und bei Bedarf mit «Delfin» behandelt.
Die stetige Kontrolle und Behandlung
einzelner über das ganze FGZ-Gebiet
verteilter Pflanzen ist jedoch zu aufwändig, weshalb einzelne abgestorbene Buchsbäume in der Regel durch
andere immergrüne Pflanzen ersetzt
werden, z.B. durch Glanzmispel, Ölweide, Stechpalme, Apfelbeere, Duftblüte oder durch Nadelbäume.
Die Aussenraumkommission und das
Gärtnerteam der FGZ bedanken sich
für Ihre Mithilfe. FGZ
Die Buchsbaumhecken im Aussenraum der FGZ – hier an der Ecke Schweighof-/Friesenberg­
strasse – werden von der FGZ-Gärtnerabteilung gepflegt und auf Schädlinge kon­trolliert.
Natur und Garten
25
«Hauptsach, mer chömed emal weg!»
–
Ausflug der Altersbetreuung FGZ vom Mai 2014
–
Von Ernst Fenner und Bernadette Imfeld
Das Team der Altersbetreuung organisiert
jedes Jahr einen Ausflug. Zu einem günstigen Preis kommen interessierte Klient/innen und Besucher/innen des Alterstreffs zu
einem erlebnisreichen Tag. Der Ausflug ist
speziell gedacht für Leute, die wegen Gehbehinderung oder anderen Beschwerden
sonst kaum mehr auf Reisen gehen können.
Dieses Jahr ging es in den Thurgau. Rund 40
Personen waren am 20. Mai 2014 auf der
Carfahrt in die Ostschweiz dabei.
Das Wetter wie bestellt, die
Gäste in bester Stimmung, der altbekannte Chauffeur Reinhold Trachsel in gewohnt fröhlicher Art und das
Team der Altersbetreuung; alle waren
an diesem Dienstagmorgen um halb
der guten Fernsicht tat sich die Weite auf und bescherte uns einen Blick
auf eine lange, verschneite Bergkette – deutlich zu erkennen der Säntis
und daneben die Churfirsten. Vorbei
am «Conny Land» ging es weiter nach
Märstetten, und zur Mittagszeit erreichten wir Amlikon-Bissegg. Dort, in
der «Sunneschüür», wurden wir zum
Mittagessen erwartet. Dieses ländliche Lokal ist eine vor elf Jahren umgebaute Scheune, die an einem Ort
liegt, wo sich «Fuchs und Hase Gutnacht sagen».
Die «Sunneschür» ist familiär,
gemütlich und mit der Liebe zum Detail eingerichtet. Das Essen war mit
Freude und Hingabe zubereitet – einfach ein Genuss. Ein Höhepunkt und
eine Augenweide war auch der grosse
Garten, den die Inhaberin dieser Oase
mit viel Herzblut hegt und pflegt. Besonders augenfällig waren die teilweise bereits verblühten Pfingstrosen –
es gab da Sorten zu sehen, die wir so
noch nie gesehen hatten.
Nur war der Platz im Garten für
den Verdauungsspaziergang leider etwas knapp bemessen. Trotzdem ver-
Fotos: Bernadette Imfeld und Daniela Trachsel
Die ganze Reisegruppe des AlterstreffAusflugs vor der «Sunneschüür».
neun Uhr startklar für die angesagte
«Blueschtfahrt».
Eine Teilnehmerin meinte gleich
zu Anfang: «Also dä mit de Bluescht
chame vergässe – aber hauptsach,
mer chömed emal weg!» und setzte
ihr breitestes Lachen auf. Recht hatte
sie. Dank des milden Frühlings war tatsächlich die Natur weiter als erwartet.
Der Weg führte uns zuerst quer
durch Zürich und dann nach Winterthur.
Dort ging es zielstrebig dem Eschenberg entgegen. Im gleichnamigen Restaurant, es liegt in einer grossen Waldlichtung, fand der Kafi-und-Gipfeli-Halt
statt. Es war schön und warm genug,
um sich bereits am Vormittag in die
Gartenwirtschaft zu setzen.
Nach diesem Halt ging es weiter
Richtung Ellikon a. d. Thur. Die Thur
sollten wir noch einige Male überqueren oder etwas begleiten, schliesslich
lautete das Programm «Blueschtfahrt
in den schönen Thurgau». Wir sahen
wohl keine Apfelblüten mehr, dafür
einzelne Kastanienbäume, die in voller Blüte standen und anderes mehr,
was der Frühling zu bieten hat.
Geradeaus ging unsere Fahrt
nie. Der Chauffeur lenkte den Car gekonnt durch unzählige Kurven, Kehren, Kreisel, Steigungen und Gefälle,
durch viele hübsche Dörfer und ebenso oft daran vorbei. Über Uesslingen
Richtung Schaffhausen grüsste bald
die Burg Hohenklingen aus der Ferne,
und so wussten wir, dass wir an Stein
am Rhein vorbei nach Mammern fuhren. Die Fahrt ging weiter dem Untersee entlang, Steckborn entgegen. Der
See mit seinem speziellen Tiefblau und
dem satten Grün der Landschaft ergaben ein wunderschönes Bild.
Durch Steckborn, an der bekannten Bernina-Nähmaschinenfabrik vorbei, führte uns die Reise auf
den Seerücken und diesem entlang.
Dort leuchtete uns ein wunderschönes, gelbes Rapsfeld entgegen. Dank
26
Thema
FGZ-Intern
27
zichteten nur wenige auf das Dessert.
Das spezielle Ambiente und die herzliche Gastfreundschaft liessen uns
verweilen, und so ging die Heimfahrt
verspätet los.
Der Rückweg führte über Wil
nach Wattwil, über den Rickenpass
nach Neuhaus und hier auf die Autobahn. Zügig brachte uns der Chauffeur
in den Friesenberg an den Ausgangspunkt unserer Reise zurück. Die verspätete Ankunft wurde von allen gerne in Kauf genommen – war doch das
Verweilen nach dem Mittagessen für
uns alle eine erholsame Abwechslung.
Nun hiess es, vom Chauffeur und
vom Altersbetreuungs-Team Abschied
zu nehmen. Herzlichen Dank für diesen perfekten Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird!
Neues aus der ComputerWerkstatt im Alterstreff
Kurz notiert
Unsere Informationsveranstaltung
vom 10. April 2014 ist so gut bei
den Teilnehmenden angekommen,
dass wir das Thema Fotobuch noch
einmal aufnehmen möchten, und
zwar am:
Donnerstag, 26. September 2014,
9-11 Uhr
Jetzt scheint es klar zu sein, wer das in
Renovation befindliche Hotel«Atlantis»
beim Döltschihof per Sommer 2015
übernimmt bzw. führen wird: Es ist
die Giardino-Group SA, die bereits
drei Hotels in Ascona, Minusio und
Champfèr bei St. Moritz betreibt.
Das im November 1970 eröffnete
«Atlantis» wurde bis Herbst 2004 als
Hotel geführt. Der wohl prominenteste Gast war einst Schwergewichtsboxer Cassius Clay, der damals als Muhammad Ali um den Weltmeistertitel kämpfte. Als er am 26. Dezember
1971 im Hallenstadion Jürgen Blin (D)
in der 7. Runde KO schlug, logierte er
im «Atlantis».
Nach 2004 blieb das Hotel längere Zeit leer, bis es die Stadt Zürich
von 2009 bis 2010 als Unterkunft für
Asylsuchende nutzte. Später diente
es dann als Unterkunft für rund 150
Studierende.
2012 wurde das Hotel von einer
Investorengruppe aus Katar gekauft,
Themenübersicht
Vorbereitung:
– Gedanken über Thema
und Zweck des Buches
– Bilder auswählen und
Ordner anlegen
– Alte, nicht digitale
Fotos scannen
– Herunterladen der Software
Erklärung der einzelnen Schritte:
– Grösse, Umschlag und
Papier auswählen
– Bilder einfügen
– Textfelder einfügen
– Bearbeitungsmodus erklären
– In den Seiten blättern
–Nachträglich falls nötig,
Änderungen anbringen
–Letzte Kontrolle
– Absenden der Bestellung
28
Thema
Giardino-Gruppe übernimmt Hotel «Atlantis»
die über 60 Mio. Franken in die Renovation stecken will. Die Suche nach einem passenden Betreiber erwies sich
als relativ schwierig. Kempinski, eine
der grossen Hotel-Ketten, sagte nach
anfänglichem Interesse wieder ab.
Wie die Giardino Group SA Anfang Juni mitteilte, hat sie mit der Eigentümerin Neue Atlantis AG die notwendigen Verträge unterzeichnet. Die
Sanierungsarbeiten sind bereits vor
einem Jahr, im Juli 2013, aufgenommen worden.
Die Wiedereröffnung des 5-Sternehauses ist für Sommer 2015 geplant.
Das renovierte Hotel soll 98 Zimmer
und Suiten umfassen. Die Gäste können sich in einem Innen- und einem
Aussenpool sowie in einem Spa erholen. Für die Sanierung des denkmalgeschützen Gebäudes («Zeuge der Moderne») sind das Zürcher Architekturbüro Monoplan und die Londoner
Designagentur Hirxh Bedner Associates (HBA) verantwortlich.
(so.)
FGZ-Intern
29
FGZ-Persönlich
–
Wohnen in der FGZ, im Friesenberg, in der Genossenschaft —
eine Serie der FGZ-Sozialkommission
–
Was führte Sie in die FGZ?
Vor einigen Jahren zog ich dank und
wegen meinen Kindern in die FGZ.
Wo ist Ihr Lieblingsort am Friesenberg
ausser Haus?
Mit meiner kleinen Tochter Samina gehe
ich regelmässig zum Spielplatz bei der
Murmeliwiese.
Wie wichtig sind Ihnen gute Nachbarschaftskontakte, und wie sieht
das konkret bei der jetzigen Wohnsituation aus?
Wir haben sehr sympathische Nachbarn
und stehen in engem Kontakt mit ihnen.
Im Treppenhaus führen wir Gespräche,
tauschen Zeitungen aus, helfen uns bei
fehlenden Sachen aus und verteilen
Gemüse und Salat aus unserem Garten,
wenn wir viel ernten dürfen.
Wie würde Ihr Werbespot für die FGZ
aussehen?
Es gibt für jeden etwas, man ist offen
für alle, wir sind eine bunte Familie.
30
FGZ-Intern
Gibt es ein schönstes Erlebnis für
Sie in der FGZ?
Einer unserer Nachbarn, ein Künstler,
musste zwei seiner selbst gebauten
Stabellen schweren Herzens entsorgen.
Ich habe diese von Hand geschnitzten
Stühle gesehen, war sofort begeistert
davon und fragte, ob ich sie für meine
Wohnung haben dürfe. Zu meiner
grossen Freude gab er mir noch zwei
weitere dazu, so dass nun die ganze
Familie Platz hat.
charismatisch, visionär und kreiert
offene, spezielle Mode, die Frauen
richtig verwöhnt.
Mit was würden Sie die FGZ am
ehesten vergleichen?
Die FGZ ist wie ein Schweizer Sackmesser: Sie ist multifunktional, praktisch,
man kann sie brauchen und man ist
immer dabei.
Gibt es für Sie eine erwähnens­werte
FGZ-Persönlichkeit?
In unserer Genossenschaft lebt nicht
nur eine Persönlichkeit sondern ganz
viele. Genau das macht den Charme
der FGZ aus.
Welche Persönlichkeit hätten Sie am
liebsten in der Nachbarschaft und
weshalb?
Viviane Westwood wäre für mich eine
fantastische Nachbarin. Sie macht mehr
als normales Modedesign, sie ist cool,
Und zum Schluss noch:
Danke, dass es für uns einen Platz
in der FGZ hat und dass wir uns hier
wohlfühlen dürfen. Ich würde jederzeit
wieder in den Friesenberg ziehen, weil
es für mich ein Dorf in der Stadt ist.
Mirabelle Müller mit ihren drei Kindern.
In der FGZ leben gut fünfeinhalb
Tausend Menschen verschie-
Was wünschen Sie sich in der FGZ
oder im Friesenbergquartier an zusätzlichen Angeboten?
Es wäre gut, wenn in der FGZ mehr
Platz für Sport wäre, so wie in Dörfern,
die der Grösse der FGZ entsprechen.
dener Generationen und unterschiedlicher Herkunft. Ihnen
allen gemeinsam ist, dass sie
in der FGZ zuhause sind – die
meisten im Friesenberg. Welche
Kurzantworten FGZ-Bewohner/
innen zum Leben in der FGZ und
Was dürfte anders sein in der FGZ?
Die FGZ ist eine aussergewöhnliche
Genossenschaft. Ich bin stolz, dass
ich mit meiner Familie hier leben darf.
Diesen Stolz könnte man zusätzlich
fördern: T-Shirts, Werbeblocks, DVDs,
FGZ-Spiele, Fanclub usw.
Was wäre für Sie die perfekte FGZ?
Die FGZ entspricht genau meinen Vorstellungen. ich lasse mich aber gerne
von sanften Neuerungen überraschen.
im Friesenberg-Quartier geben,
will die von der Sozialkommission initiierte Serie aufzeigen.
In den nächsten Nummern des
FGZ-Info werden weitere FGZler/
innen zu Wort kommen. Die GeFoto. Daniel Schaffroth
Mirabelle Müller wohnt mit
ihren drei Kindern an der
Schweighof­strasse.
Ihr grösster Wunsch an die FGZ ist?
Ein regelmässiges Unterhaltungsprogramm für Eltern mit Kindern würde
ich sofort besuchen und geniessen.
spräche führen Bernadette Imfeld und Daniel Schafroth von
der Sozialkommission.
FGZ-Intern
31
Eine Premiere und ein Jubiläum
–
Gemeinschafts-Kompostanlagen
Grünmatt-Friesenbergstrasse und Friesenberghalde
—
innen) schaufelten und drehten mit
Freude den krümeligen, nährstoffreichen Kompost, bis schliesslich mehr
als zehn Kisten gefüllt waren. Die Abnehmer des wertvollen Produkts kamen dann bald vorbei und holten fleissig vom «schwarzen Gold» für Garten
und Balkon, bis nichts mehr übrig war.
32
FGZ-Intern
Wenn Sie in der FGZ wohnen und
Fragen oder Anliegen zu Themen des
Zusammenlebens in der Genossenschaft haben, können Sie sich jederzeit
an die Sozialkommission wenden. Am
einfachsten geht dies mit einer Mail an
sozialkommission@fgzzh.ch.
Sie erhalten auf jeden Fall eine Antwort, und ihre Anfrage wird selbstverständlich vertraulich behandelt. Je
nach Anliegen, das Sie an die Sozialkommission herantragen, werden Sie
allenfalls auch an die zuständige Stelle
in der FGZ-Verwaltung verwiesen.
Ursula Tissot, Kompostberatung FGZ
20 Jahre Kompo­stieren
in der Friesenberghalde
Ganz in der Nähe der Gemeinschafts-Kompostanlage GrünmattFriesenbergstrasse liegt die Anlage
Friesenberghalde (20. Etappe). Diese
war am 2. Juni 1994 eröffnet worden,
also fast 20 Jahre vorher.
Selbstverständlich kann man auch
ohne Computer und Email mit der
Sozialkommission in Kontakt treten,
mit einem Brief an die Postadresse:
Familienheim-Genossenschaft Zürich,
z.Hd. Sozialkommission, Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich.
Fotos: Ursula Tissot
Foto: Holger Salach
Zum ersten Mal «Kompost
sieben» in der Grünmatt
Am Samstag, 29. März 2014 konnte
in der neuen Gemeinschafts-Anlage
«Grünmatt-Friesenbergstrasse» zum
ersten Mal reifer Kompost gesiebt
werden, der in eineinhalb Jahren
aus den gebrachten organischen
Küchenabfällen entstanden ist. Die
Kompostbetreuerinnen und -betreuer
der der im Oktober 2012 eröffneten
Anlage hatten richtig Spass daran,
gemeinsam quasi zu «ernten», was
in dieser Zeit aus den organischen
Abfällen entstanden ist.
Gross und Klein (darunter vielleicht zukünftige Kompostbetreuer/
Fragen und Anliegen an
die Sozialkommission – am
einfachsten per Mail
Am Montag, 2. Juni 2014 feierten
die Kompost-Betreuerinnen und -Betreuer mit einem Apéro das 20. Jubiläum, zusammen mit den Mieterinnen
und Mietern der Friesenberg­halde.
Wir gratulieren der Kompostgruppe herzlich zum Jubiläum und danken
allen ehemaligen und aktuellen Betreuerinnen und Betreuern für ihren
engagierten Einsatz in der Kompostanlage, die von den Anwohnerinnen
und Anwohnern nach wie vor gerne
benutzt wird.
Wenn Sie als FGZ-Bewohnerin oder
­-Bewohner Anregungen oder Ideen
haben zum Thema «Zusammenleben»,
wenn Ihnen etwas positiv oder negativ
aufgefallen ist oder Sie irgendwo Handlungsbedarf sehen, dann schreiben
Sie uns!
Die an die Mailadresse sozialkommission@fgzzh.ch gerichteten Mails
werden direkt an ein Mitglied der
Soko weitergleitet und in jedem Fall
beantwortet.
FGZ-Intern
33
Bücher lesen und darüber sprechen
–
Im Literaturclub treffen sich regelmässig «Leseratten»
aus dem Friesenberg
–
«Seit September 2013 treffen wir uns jeden
Monat unter kundiger und sorgfältiger Leitung eines Literaturbegeisterten. Er hat es
geschafft, dass ich jeden Monat ein Buch
lese, nachdem ich früher ausser Tageszeitungen und Fachliteratur praktisch nichts
gelesen habe. Die Diskussionen im Literaturclub über die gelesenen Bücher und auch
sonst über «Gott und die Welt» sind span-
Initiiert wurde der Literaturclub von kulturnews.fgz, eine der Freiko angeschlossene Gruppe, welche verschiedenen Kulturanlässe in der FGZ und im Friesenberg
organisiert.
Stimmen zum Literaturclub
«Eine wunderbare Idee, den Leseratten aus
dem Friesenberg eine Möglichkeit zu bieten, sich regelmässig über eines der Werke
aus der Literatur austauschen zu können.
Und das – als Glücksfall – unter der enga-
34
Seit September 2013 treffen
sich Leserinnen und Leser an einem
Montag pro Monat im Literaturclub –
er besteht aus drei Gruppen von je 3
bis 6 Personen –, um unter der Moderation von Heinz Nehrwein über ein
Buch zu sprechen. Die Teilnehmenden diskutierten letztes Jahr Texte
der deutschsprachigen Literatur des
20. Jahrhunderts.
Im «Nachtzug nach Lissabon»
von Pascal Mercier oder mit «Vierzig
Rosen» von Thomas Hürlimann lassen die Leseratten den Alltag hinter
sich und brechen gemeinsam auf. Sie
tauchen ein in Fantasiewelten, welche als «erfundene Wahrheiten» als
Reflexionsfläche unsere Wirklichkeit
zu spiegeln vermögen.
gierten und mitreissenden Führung durch
Nach einer Sommerpause wird
der Club im Oktober 2014 weitergeführt. Der Zyklus wird im kommenden
Jahr unter dem Titel «Literatur aus aller Welt» stehen.
Für weitere Informationen und An-
Manuela Altorfer
hei.ner@gmx.ch
Anlässe
Heinz Nehrwein. Mit den verschiedensten
Menschen in dasselbe Buch einzutauchen,
bringt soviel zu Tage: ganz unterschiedliche
Interpretationen, Emotionen und Einsichten aus dem selber Erlebten und Erlernten.
Kurzum: Stunden voll Anregungen, die wir
nicht mehr missen wollen.» Rosina Sutter
nend und eine Bereicherung des von den
täglichen Medieninformationen geprägten
Alltags.
Robert Pfäffli
«Es ist einfach spannend, mit Menschen, die
das gleiche Buch zur selben Zeit lesen, zu
diskutieren. Alle Eindrücke sind frisch, besondere Stellen oder Sätze, die beeindruckt
haben, präsent. Wir sprechen darüber oder
es wird auch mal eine Passage vorgelesen.
Wie ein Buch verschieden wahrgenommen
wird, bringt mich immer wieder zum Staunen. Fasziniert mich ein Buch nicht, ist für
mich die Spannung gross, zu erfahren, was
den anderen Lesern daran so gefällt. Auf
jeden Fall erweitert die Teilnahme meinen
Horizont, lässt mich schaukeln zwischen
Fantasiewelten und Realität und all den vie-
Wenige Plätze sind frei
Es gibt noch ein paar wenige
Plätze für Interessierte.
Die Lesegruppen treffen sich weiterhin im FGZ-Gemeinschaftsraum im Unteren Schweighof,
Schweighofstrasse 405a.
len Zwischenstufen, die das Leben ausmachen.»
Giuliana Frei
«Ohne das Lesen von Büchern könnte ich
wohl kaum leben. Deshalb unterhalte ich
mich gerne mit anderen Menschen, die an
Literatur und Gesprächen darüber interessiert sind.»
Heidi Wacker
meldung wenden Sie sich direkt
an den Moderator Heinz Nehrwein, Schweighof­s trasse 405,
8055 Zürich, 044 451 20 42,
Anlässe
35
Geheimnisvolle Tropfen
auf einer vielseitigen Heilpflanze
–
Essbare Wildpflanzen: Frauenmantel
–
AktionNaturReich stellt Hintergrundinformationen und Rezepte zu essbaren Wildpflanzen vor.
Früher war es eine Selbstverständlichkeit,
Foto: Beatrice Kümin
Frauenmantel mit Guttationstropfen.
Alchemie ab und bedeutet soviel wie
kleine Alchemistin.
Den Frauenmantel finden Sie
bei uns von Mai bis September auf
Wiesen, am Waldrand oder auch im
eigenen Garten. Es ist ein mehrjähriges Kraut mit gelappten Blättern und
grüngelben Blüten.
Schon die antiken Kräuterkundigen berichteten von der Heilkraft
des Frauenmantels. Er diene zur Behandlung von Geschwülsten und als
Liebeszauber, schrieb der berühmte
Arzt Dioskurides im 1. Jh. n. Chr. Bei
den Germanen schätzte man den Frauenmantel ebenfalls und weihte ihn der
Fruchtbarkeitsgöttin Frigga. Nach der
Christianisierung verknüpfte man den
Frauenmantel, dessen gefaltete Blätter wie ein Abbild des Marienmantels
erschienen, mit dem Glauben an die
Jungfrau Maria. Hildegard von Bingen
empfahl die Pflanze bei Frauenleiden
und Paracelsus lobte das Kraut wegen seiner Wundheilungskraft. Zeitweise glaubte man sogar, dass mit
Einnahme der Tropfen des Frauenmantels die Jungfräulichkeit und die
verlorene Schönheit wiedererlangt
werden könne.
Beim Frauenmantel sind die Blätter essbar. Sammeln kann man die
Sehr gut schmeckt der Frauenmantel
auf folgende Art:
Schneiden Sie eine Handvoll Frauenmantelblätter mit einem scharfen
Messer klein. Lassen Sie Olivenöl in
der Bratpfanne heiss werden. Braten
Sie einen zerquetschten Knoblauch
sanft an, und geben Sie Acht, dass
er nicht braun wird. Dann fügen Sie
die geschnittenen Blätter des Frauenmantels bei und braten diese unter Rühren 2 - 3 Minuten an. Mit Salz
und Pfeffer würzen und unter Teigwaren oder Reis mischen.
Für einen Tee nehmen Sie einen
kleinen Löffel getrocknetes Frauenmantelkraut, übergiessen es mit 2½ dl kaltem Wasser. Sie erhitzen es bis zum
Sieden und lassen es dann 10 - 15
Minuten ziehen. Der Tee wirkt gegen
leichten Durchfall und gegen Menstruationsbeschwerden. Der Frauenmanteltee kann zudem auch für Wundbehandlungen genutzt werden.
Kehren wir noch einmal zu den
geheimnisvollen Tropfen zurück. Auch
wenn sie uns nicht zum Stein der Weisen führen, können sie uns doch vielleicht einmal nützlich sein. Wenn Sie
an einem heissen Sommertag unterwegs sind und weder ein Brunnen noch
ein sauberer Bach in der Nähe sind,
suchen Sie Frauenmantel und stillen
Ihren Durst mit den Tropfen auf seinen Blättern.
Wegrand oder im Wald als Nahrungsmittel
zu nutzen. Heute machen wir vielleicht noch
Holunderblüten-Sirup, Hagenbutten-Konfitüre oder Bärlauch-Pesto. Dabei gibt es eine
Menge einheimischer Wildpflanzen, die nur
darauf warten, als Gewürz oder Nahrungsmittel auf unserem Teller zu landen. Zudem
enthalten Wildpflanzen viele wertvolle und
gesunde Inhaltsstoffe. Gesundheitsfördernde Stoffe wie Eiweisse, Vitamine, Mineralstoffe und Bitterstoffe kommen in Wildpflanzen oft in höheren Konzentrationen vor als
in kultivierten Pflanzen. Beim Sammeln von
Wildpflanzen ist darauf zu achten, dass Sie
nur Blätter und Blüten pflücken, die Sie gut
kennen, damit keine Verwechslung mit giftigen Gewächse passiert.
Gewöhnlicher Frauenmantel
(Alchemilla vulgaris).
Bild: Wikipedia
Am frühen Morgen beim ersten Sonnenstrahl glänzen die Tropfen auf
den Blättern des Frauenmantels wie
flüssige Edelsteine. Kein Wunder,
waren die Alchemisten fasziniert von
den geheimnisvollen Tropfen, die sich
wie von Zauberhand auf den samtenen
Blättern bilden. Sie nannten diese
Tropfen «Himmlisches Wasser» und
sammelten sie für ihre Experimente auf
der Suche nach dem Stein der Weisen.
Die Tropfen sind tatsächlich keine gewöhnliche Tropfen, weder Regen- noch Tautropfen. Sie entstehen
durch Guttation, das heisst durch das
Abgeben von Wasser aus dem Inneren der Pflanze.
Die Verbindung zur Alchemie
wirkt allerdings bis heute nach. Der
lateinische Namen des Frauenmantels, Alchemilla, leitet sich vom Begriff
Natur
Essbare Wildpflanzen
die wild wachsenden Pflanzen im Garten, am
Von Beatrice Kümin
36
Blätter vom Frühling bis in den Sommer. Sie können die Blätter in Streifen schneiden und sie dem Salat beimischen, was dem Salat eine herbe,
leicht säuerliche Note gibt.
Natur und Garten
37
Bienen sind die wichtigsten
Pflanzenbestäuber
–
Nahrung für Wildbienen & Co anbieten
–
Von Ursula Tissot, AktionNaturReich
Die Honigbienen der Imker sind
nicht die einzigen Überträger von Pflanzenpollen. Wildbienen, Motten und
Schwebfliegen und auch Schmetterlinge übernehmen einen grossen Teil
der Bestäubung und damit der Befruchtung der Blüten.
In der Schweiz gibt es neben der
Honigbiene 620 Arten von Wildbienen.
Fast alle Blütenpflanzen verlassen sich
in Sachen Bestäubung ganz oder teilweise auf die Hilfe von Tieren. Insekten sichern die Nahrung für uns Menschen, indem sie auch unsere Kulturpflanzen bestäuben.
Wildbienen sind oft effizienter
als die Honigbienen
Wildbienen fliegen häufiger als
Honigbienen zwischen den Sorten hin
und her und übertragen dadurch passende Pollen. Das erhöht den Anteil
befruchteter Blüten. Zudem fliegen
viele Hummeln und andere Wildbienen bei kühlerem Wetter, Wind oder
Nieselregen aus, wenn Honigbienen
lieber im Stock bleiben. Bienen sind
bei uns die wichtigsten Pflanzenbe38
Natur und Garten
stäuber und tragen westlich zur Biodiversität bei.
Multitalent Schwebfliegen
Neuerdings gerät ein bislang weniger beachtetes Insekt ins Visier der
Forschung. Die Schwebfliegen ernähren sich ebenso von Blütennektar und
sie gelten als wichtigste BestäuberGruppe nach den Wildbienen. Die Larven vieler dieser Arten ernähren sich
zudem von Blattläusen – und gelten
schon deshalb als Nützlinge.
Leider sind viele Wildbienen­
arten durch den Rückgang geeigneter Lebensräume stark gefährdet.
Wildbienen sind einzeln lebende Tiere, die ein ausreichendes Blütenangebot mit Nektar und Pollen als Nahrung für sich und für die Aufzucht der
Larven brauchen, ausserdem benötigen sie Nistmöglichkeiten und Material zum Nestbau.
lich gestaltet werden. Mit gezieltem
Zulassen, Pflanzen und Säen von einheimischen Wildpflanzen können wir
den so wichtigen Insekten helfen und
sie so mit einem reichen Blütenangebot unterstützen. Kein Ort ist zu klein
oder zu hoch, um für Wildbienen und
andere Insekten Nahrung anzubieten.
Es sollte möglichst von Frühling bis
Herbst immer etwas blühen. Nicht nur
im Garten, auch in den Balkon­kisten
können Wildblumen angepflanzt werden, anstelle von Geranien und Petunien – die für die bestäubenden Tiere völlig uninteressant sind.
Im Garten werden Frühblüher wie
Schneeglöckchen, Winterling, Traubenhyazinthe von früh fliegenden Insekten wie der Mauerbiene gerne besucht. Auch die Blüten vieler Küchenkräuter werden gerne von Wildbienen
besucht. Verschiedene Wildpflanzenarten werden von bestimmten Bienen
und Insektenarten bevorzugt.
Wilder Majoran (gemeiner Dost)
als Paradies
Storchenschnabel, Beinwell, Veilchen, Vogel-Wicke, Glockenblume,
Acker-Witwenblume und viele mehr
werden von verschiedenen Bienen
und Insektenarten begehrt. Die Farben und Formen der Wildblumen erfreuen auch das menschliche Auge und
ermöglichen viele interessante Beobachtungen der Insektenwelt im Garten
und auf dem Balkon - auch hoch oben.
Foto: www.heise.de
Foto: www.schweizerbauer.ch
Foto: www.naturspaziergang.de
Wildpflanzen zulassen
und sie als Nahrung pflanzen
Wichtig ist daher, dass unsere
Gärten und Balkone bienenfreundNatur und Garten
39
«F wie Friesi» – das Quartierfest
–
Bilder vom dritten Friesifest vom 15. Juni 2014
–
Ideales Wetter, ein vielfältiges Programm
mit Spielen, verschiedensten kulturellen
Darbietungen und einem abwechslungsreichen kulinarischen Angebot lockten am
Sonntag, 15. Juni, viele Quartierbewohnerinnen und -bewoher an das Friesifest.
Nach 2008 und 2010 fand das
von verschiedenen Organisationen
im Friesenberg organisierte und vom
Quartiernetz koordinierte Quartierfest
zum dritten Mal statt, es stand unter
dem Motto «F wie Friesi – bewegt».
Fotos: Johannes Marx und Peter W. Küng
Festzentrum diesmal nicht
auf der Schweighofstrasse
Das Fest konnte dieses Jahr nicht
auf der Schweig­hofstrasse durchgeführt werden – die entsprechende Be-
willigung wurde nicht erteilt. «Gerne
hätten wir das Festzentrum wieder
auf dem Schweighofplatz eingerichtet
– nicht nur, weil der Platz im Zentrum
des Friesenbergs steht, sondern weil
dieser Platz, wie er sich heute präsentiert, bald schon Geschichte ist
– doch leider wurde unser Vorhaben
nicht bewilligt» schrieben die Organisatoren auf dem Festflyer.
So fand das Fest dann auf der
Anlage der Schulhäuser Friesenberg
und Borrweg sowie in den Säälen der
beiden Kirchgemeinden und am Borrweg statt.
Die Bilder geben einen kleinen
Eindruck vom vielfältigen und bunten Programm, welches viele Friesenberg-Bewohner/innen auf den Festplatz lockte.
40
Quartier
Quartier
41
Wettbewerb: Kennst du
deinen Friesenberg?
Im Rahmen des «F wie Friesi»-Festes fand
auch ein Wettbewerb statt. Gestartet wurde dieser am 3. Juni 2014 im Restaurant
Schweighof mit einer Ausstellungsvernissage. Ausgestellt waren 30 Fotos von Marianne und Edi Widmer, die verschiedene, zum
Teil aus spezieller Perspektive aufgenommene Ansichten und Orte aus dem Quartier
Friesenberg zeigen. Im Wettbewerb ging es
darum, diese Bilder den auf einem grossen
Friesenberg-Plan mit roten Punkten bezeichneten Standorten zuzuordnen. Viele ausgefüllte Wettbewerbsbogen sind eingegangen,
die letzten wurden am Sonntag, 15. Juni, am
Tag des Friesifestes, um 15 Uhr abgegeben
– der allerletzte Abgabetermin. Um 16 Uhr
wurden dann im Festzelt die Gewinnerinnen
und Gewinner bekannt gegeben.
Preisträger/innen des Wettbewerbs:
1.Preis: Jerrin Steffen, Arbentalstrasse 329
2.Preis: Vito Blass Schweighofstrasse 331
3.Preis: Jan Blass (Bruder von Vito Blass)
4.Preis: Reto Steffen, Grünmatt 7
(Vater von Jerrin Steffen).
Zwei Familien haben die Preise «abgeräumt».
Die beiden Knaben Vito und Jan Blass wohnen zeitweise neben dem Restaurant Staffel, darum haben sie die schwierige Zusatzfrage, welche bei der erreichten Punktzahl
schlussendlich den Ausschlag gab, korrekt
beantworten können.
42
Quartier
Quartier
43
Über eine Tonne Abfall eingesammelt
–
Bachputzete im Bachtobel – organisiert vom Schneesport 4snow
–
Bei schönstem Wetter haben an einem
Samstag im März 46 Personen aus
dem Friesenberg-Quartier eine «Bachputzete» durchgeführt. Schön war es
zu sehen, wie drei Generationen – vom
Grossvater bis zum Enkel – gemeinsam
Abfallsäcke füllten und aus dem Wald
hinaus schleppten, mit dem Ziel, den
Waldstreifen zwischen Bachtobelweg
und Staudenweg wieder in einen
möglichst abfallfreien Zustand zu
versetzen. Die grosse Zahl von Kindern
und Erwachsenen, die mitgemacht
haben, zeigt, dass das Interesse an
diesem Erholungsraum gross ist, und
dass er von vielen Leuten geschätzt
und genutzt wird.
Beginnend beim Spielplatz auf
der «Murmeliwiese» kämpften wir uns
bergwärts durch das Gelände bis zum
Panoramaweg und zum Zielweg hinauf. Wie erwartet fanden wir viel Plastik, Flaschen und Getränkedosen, Flaschendeckel, aber auch ganze Bündel
von Altpapier und zersplitterte Glasscheiben, ja sogar Unterhosen und
Kleiderbügel. Gemäss Schätzung des
Angestellten vom ERZ (Entsorgung
und Recycling der Stadt Zürich) sind
so eine bis 1.2 Tonnen Abfall zusammengekommen.
Nach der Arbeit, die ca. zweieinhalb Stunden dauerte, wurden wir
bei einer schönen Aussicht über die
Stadt Zürich mit Suppe, Würstli und
Brot belohnt. Viele nutzten die Gelegenheit für einen geselligen Austausch,
bevor sich dann die Gruppe nach und
nach auflöste.
Als Organisator dieses Anlasses
bedankt sich der Schneesportclub
‹4snow.ch› bei den Teilnehmerinnen
und Teilnehmern für ihren Einsatz.
Ebenfalls bedankt er sich bei der FGZ,
die den Schneesportclub dieses Jahr
unterstützt hat. Mit einem Teil dieses
Geldes haben wir die Verpflegung bei
der Bachputzete finanziert. Beim ERZ
bedanken wir uns ebenfalls. Es hat
den Abtransport gewährleistet und
professionelles Werkzeug zur Verfügung gestellt.
Hoffen wir, dass für eine längere Zeit das Abfallsammeln in diesem
Waldstück nicht mehr nötig ist, auch
wenn viele sagten, sie wären nächstes Jahr gerne wieder dabei.
Schneesport – aber nicht
nur, und nicht nur im Winter
Seit 10 Jahren gibt es den Schneesport-Club 4snow.ch. Der im Friesenberg beheimatete Verein ist
hervorgegangen aus dem SkiClub Satus Wiedikon. Seit 2004
ist er ein selbständiger Verein,
der dem Schweizerischen Skiverband angeschlossen ist.
Aus der Selbstbeschreibung des
Vereins: «Der Schneesport-Club
4snow.ch ist mit seinem Angebot eine attraktive Alternative
zu anderen Sportvereinen in
der Region Zürich. Er bietet seinen Mitgliedern ein polysportives Programm mit Schwerpunkt
Schneesport. Dies beinhaltet
wenn immer möglich das Sporttreiben in der Natur.»
Mehr Infos auf www.4snow.ch
Andreas Graf
Fotos: Andreas Graf
Abfall einsammeln auf der «Murmeliwiese».
44
Thema
Quartier
45
–
Projekt «Kinderdorf 2014» der Pädagogischen Aktion Zürich
–
Organisatorisches:
– Die Teilnahme ist kostenlos, eine
Anmeldung ist nicht erforderlich.
– Die Kinder und Besucher/innen
bringen ihr Essen selber mit, eine
Grillstelle steht zur Verfügung.
In der ersten Woche der SchulHerbstferien (6. – 10. Oktober 2014),
jeweils 10 bis 16 Uhr, geht es um das
Aufbauen eines Kinder-Hüttendorfes.
In der zweiten Ferienwoche (13. – 17.
Okt.) kann das Kinderdorf dann ev.
genutzt werden, und zwar unter kundiger Leitung.
Die Kinder bauen sich unter Anleitung und Mithilfe ihre Traumhütten.
Zum Bauen stehen unterschiedliche
Materialien wie Holz, Blachen, Tücher, Bambus, Nägel, Schnüre, Seile
etc. zur Verfügung. Das Projekt richtet
sich in erster Linie an schulpflichtige
Kinder der 1. bis 6.Klasse. Ebenfalls
willkommen sind jüngere oder ältere Geschwister, Eltern oder Grosseltern, welche sich beteiligen möchten.
46
Quartier
Das mittlerweile zur Tradition
gewordene Projekt «Kinderdorf» führt
die Pädagogische Aktion Zürich (PAZ)
nun schon seit vielen Jahre durch, im
kinderreichen Quartier Friesenberg
erstmals 2013, auf dem Gelände des
Mittelstufenschulhauses Friesenberg.
Das Projekt findet in Kooperation mit
dem Quartiernetz Friesenberg, dem
Schulhaus Friesenberg und dem GZ
Heuried statt.
Diese «Outdoor-Tage» in den
Herbstferien stehen ganz unter dem
Motto «experimentelle Behausungen
bauen».
– Die Durchführung von ergänzenden
Spielaktionen und Animationen.
– Eine geregelte Tagesstruktur mit
Arbeits-, Essens- und Ruhezeiten.
Angestrebte Ziele:
– Spielerische Förderung der sozialen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen.
–Förderung der Selbständigkeit und
Eigeninitiative von Kindern und Jugendlichen (sie entwickeln und verwirklichen ihre eigenen Projekte).
– Stärkung des Dialogs und der Gemeinschaft zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen (Gewaltprävention).
– Anregung der Kreativität und Entwicklung von Fertigkeiten.
– Umsetzung aktueller Alltags­themen,
welche von den Kindern eingebracht
werden.
– Die Angebote werden den unterschiedlichen Bedürfnissen von Mädchen und Jungen gerecht.
– Alle Angebote sind leicht zugänglich und kostenlos.
Fotos: elternrat-am-uetliberg.ch
Hütten bauen auf der
Schulhauswiese – im Oktober 2014
Helfer/innen gesucht
Die Organisatoren der HüttenBauwoche 2014 im Friesenberg
suchen freiwillige Helferinnen
und Helfer, welche dieses Projekt durch ihr Engagement unterstützen.
Infos zum Projekt und zur aktiven Mithilfe erhalten Sie unter
Tel. 044 481 50 33 (Pädagogische Aktion Zürich).
Zentrale Inhalte sind:
– Das gemeinsame Bauen eines Hüttendorfes unter kundiger Anleitung
mit unterschiedlichsten Materialien.
– Die gemeinsame Gestaltung des
Tage­sablaufs ( Bauen, Essen, Spielen, Werken).
Quartier
47
Junge Stadtbauern und -bäuerinnen
geisterte Verbündete und Mitstreiter
für ihre Projektidee: Zusammen mit
den Kindern sollte ein Hühnerhof im
Schulhaus Bachtobel entstehen. Damit die Küken zu richtigen Hühnern
auswachsen können und selbst wieder Eier legen.
–
Ein Hühnerhof im Schulhaus Bachtobel
–
Von Karin Schulte
Was die Schule Bachtobel im Rahmen
eines Wahlfaches auf die Beine gestellt hat, ist «Urban Farming» pur: In
Eigeninitiative haben Lehrpersonen,
Schülerinnen und Schüler sowie
Eltern einen Hühnerhof gebaut und
betreiben diesen nun gemeinschaftlich. Die Eier, welche die noch jungen
Hühner bald täglich legen, werden
an die Familien verteilt, die sich die
Betreuung der Hühnerschar im Alltag
und in den Ferien teilen.
Die Lehrerinnen Judith Wich und Evelyne Kohler haben das Projekt mit den Kindern zusammen umgesetzt.
Fotos: Karin Schulte
Schulleiter Fredi Welter hält zur Eröffnung des
Hühnerhofs der Schule Bachtobel eine kleine
Ansprache.
Katzensicheres Gehege
Am 17. Juni 2014 konnte der Hühnerhof im Schulhaus Bachtobel eröffnet werden. Ein Fuchs und ein Marder
waren am Anlass wohl die einzigen
Teilnehmer, die den elf putzigen Hühnern am liebsten gerade den Garaus
gemacht hätten – zum Glück waren
es nur ausgestopfte Exemplare! Die
Appenzeller Barthühner sind gerade
mal neun Wochen alt und mit einem
hohen Gitter vor Feinden geschützt.
Am kniffligsten war wohl die Aufga-
Angefangen hat alles mit einer
verrückten Idee. Evelyne Kohler, Primarlehrerin an der Schule Bachtobel,
hatte im Fach Mensch & Umwelt mit
den Mittelstufen-Klassen in einem
Brutkasten Hühnereier ausgebrütet,
um die Entwicklung vom Ei zum Huhn
zu beobachten. Waren die Küken einmal ausgeschlüpft, hiess es Abschied
nehmen. Die jungen Hühner mussten
weggegeben werden. Lieber hätten
sie die Hühner behalten. In Schulleiter Fredi Welter und der Handarbeitslehrerin Judith Wich fand sie dann be-
48
Quartier
be, das Gehege «katzensicher» zu machen. Da musste am Ende sogar ein
Elektrozaun her.
Huhn oder Ei?
Für Schulleiter Fredi Welter ist es
ein wichtiges Ziel des «Projekts Hühnerhof», den Unterricht im Schulhaus
Bachtobel möglichst lebendig zu gestalten. Am Huhn lassen sich viele Unterrichtsthemen aufgreifen und spannend gestalten – angefangen von der
Entwicklung im Hühnerei über Themen
wie Tierhaltung, Ernährung, den natürlichen Feinden des Huhns bis hin
zur Frage, «wie eigentlich das Huhn
ins Ei kommt».
Anpacken lernen
Anlässlich der Eröffnung haben
die Initiantinnen zehn goldene Eier für
besonderes Engagement verliehen. Ein
Vater hat die Baupläne für den Hühnerstall gezeichnet, und einzelne Familien haben beispielsweise die noch
kleinen Küken zu sich in die Ferien genommen, als das Gehege noch nicht
fertig war. Aber das grösste Kompliment ging an die Kinder: Im Rahmen
eines sehr begehrten Wahlfachkurses
haben 25 Schülerinnen und Schüler
den Hühnerhof und den Stall gebaut.
Es wurde gezimmert, gemalt und gepfählt. Versteckte Handwerkstalente
wurden entdeckt, tierpflegerische Fähigkeiten können jetzt entwickelt werden.
Schmuselektion mit Huhn
Die Eier der «eigenen» Hühner
werden bestimmt besonders frisch und
gut schmecken. Es haben sich etliche
Quartier
49
Zoe konnte im Wahlfach beim Bau des Hühnerhofs mithelfen, Freundin Yasmin hält eines der Barthühner.
Stichwort «Urban Farming»
Kleintierhaltung im
seln wie auch die übrigen Gärten
2014 erstmals auf einzelnen Ver-
Der Friesenberg ist eine Gar-
Friesenberg
in der FGZ nicht geeignet. Wer
kehrsinseln und Tram-Endstatio-
tenstadt. Während wir heute im
Das Gärtnern und Anbauen, ja
sich für die Kleintierhaltung in-
nen umgesetzt. Wer selbst einen
Garten eher unsere Freizeit ver-
auch die Tierhaltung haben im
teressiert sowie genügend Zeit
Augenschein nehmen möchte,
bringen, wurden die Gärten frü-
Quartier Friesenberg Tradition.
und Engagement aufbringt, kann
kann an der Tram-Wendeschlaufe
her hauptsächlich als Anbauflä-
Direkt neben dem Schulhaus
diesem Hobby im Quartier auf
Laubegg vorbeischauen: Das Ge-
chen genutzt. Der Trend zu Salat
Bachtobel, wo heute die Sied-
den Kleintierarealen am Hegi-
treide ist bald reif, und auch die
und Gemüse aus dem eigenem
lung «Brombeeriweg» der FGZ
anwandweg aber immer noch
Kefen sind hoch gewachsen. Ob
Garten erobert unter dem Stich-
steht, waren früher Kleintierge-
nachgehen.
das Gemüse, das direkt an der
wort «Urban Farming» derzeit in-
hege. Dort wurden auch schon
ternational gerade wieder neu die
Hühner gehalten. In den 90er
Essbare Stadt
Wunderschön anzuschauen ist es
Städte. Dahinter steckt nicht nur
Jahren war jedoch die Nachfra-
Auch wer nur «ernten» möchte,
allemal. Roter Mohn als Ackerbe-
eine gewisse Sehnsucht nach
ge nach solchen Kleintiergehe-
kommt in Zürich auf seine Kos-
gleitflora und leuchtende Kapu-
natürlicher Lebensweise, son-
gen nicht mehr besonders gross.
ten. Der Zürcher Gemeinderat hat
zinerkresse sorgen für Farbtup-
dern auch die Erkenntnis, dass
Heute gibt es auf dem Siedlungs-
der Stadtgärtnerei unter dem Ti-
fer und die nötige Würze.
das Herankarren von Frischpro-
areal «Pflanzblätze», die von in-
tel «essbare Stadt» vor über ei-
dukten in unsere immer grösser
teressierten Genossenschafte-
nem Jahr den Auftrag gegeben,
werdenden Städte von immer
rinnen und Genossenschaftern
Rabatten vermehrt mit Gemüse
weiter entfernten Orten nicht
bepflanzt werden. Für die Hüh-
statt mit Blumen zu bepflanzen.
nachhaltig ist.
nerhaltung sind diese Gartenin-
Das Konzept wurde im Frühjahr
Das Appenzeller Barthuhn ist eine alte Schweizer Hühnerrasse, bei der auch die Weibchen «Bart tragen».
nicht so anstrengend», und das beste
daran sei, dass man die Hühner durch
regelmässiges Streicheln auch zutraulich behalten müsse. Die Hühner sind
sich den Umgang mit den Kindern in
der Tat gewöhnt.
Familien gemeldet, die nun im Turnus
für je eine Woche die Betreuung der
Hühner übernehmen. Sie stehen auf,
wenn der Hahn kräht, und bringen die
Hühner abends wieder ins Bett. Sie
sorgen für frisches Wasser und Futter. Unter den Kindern, die diese Arbeit bereits gemacht haben, ist auch
Chiara von der Arbentalstrasse. Sie
findet den Hühnerdienst bisher «gar
Hühner machen
hoffentlich bald Schule
Die Schule Bachtobel zeigt einmal mehr,
dass sie es schafft, bei den Kindern
und den Eltern aus dem Quartier die
nötige Energie und Begeisterung zu
entfachen, um auch besondere Projektideen umzusetzen. Man darf auf jeden
Fall gespannt sein, ob die «Pro Specie
rara»-Hühner vom Bach­tobel bald schon
andernorts «Schule machen».
50
Quartier
Strasse wächst, auch schmeckt?
Kurz notiert
Zahnprothetik-Praxis an Nachfolger übergeben
Im Jahr 1988, also vor über 25 Jahren,
eröffnete Ueli Vogel an der Schweighofstrasse 188 seine Zahnprothetische
Praxis mit Zahntechnischem Labor.
Auch viele Friesenberg-Bewohnerinnen
und -Bewohner haben sich hier im
Zu­sam­menhang mit Zahnersatz und
Zahn­prothesen beraten und behandeln
lassen.
Nun hört Ueli Vogel auf und geht in
Pension. Er übergab seine Praxis per
15. Juni 2014 an seinen Nachfolger
Ronald Elminger. Dieser betreibt
bereits in Lachen (Schwyz) und in
Zürich im Kreis 7 eine entsprechende
Praxis. Mit dem Übergang von «Vogel
Zahnprothetik» zu «Zahnprothetik Elminger» bleibt im Friesenberg die bisher bestehende zahnprothetische/
zahntechnische Praxis bestehen.
Mehr Infos gibt es auf der Website
www.prothetiker.ch
FGZ
Quartier
51
Eine Galerie auf Zeit im Friesenberg
–
Alice Heri betreibt von Mai bis November in einem Atelier der FGZ
eine Galerie und stellt dort lokale Künstler/innen aus
–
Viele Interessierte waren anwesend bei
der Eröffnung der Galerie TransForm Friesenberg an der Schweighof­strasse 216 mit
Werken von Gianfranco Bernasconi. Die
Künstlerin Alice Heri betreibt im Atelier,
welches sie in den letzten 20 Jahren bewohnt hat, die wohl erste Kunstgalerie im
Friesenberg – wenn auch «auf Zeit», befristet bis ca. Ende November 2014.
Am Donnerstag, 15. Mai 2014
wurde im Wohnatelier an der Schweighofstrasse 216 eine spezielle Galerie
und gleichzeitig eine spezielle Ausstellung eröffnet. Alice Heri, die Ende April in ein anderes Atelier gewechselt
hatte, wird zur Galeristin in dem bis
Ende Jahr leerstehenden Atelier, das
von der FGZ zur Verfügung gestellt
wird und das dann dem neuen Zentrum weichen muss. Ausgestellt werden vor allem Werke von lokalen, mit
dem Friesenberg verbundene Künstlerinnen und Künstlern. Unterdessen
ist das Programm mehr oder weniger
festgelegt, bis Ende November sind
insgesamt acht Ausstellungen geplant
(vgl. Kasten).
Die erste Ausstellung – sie dauerte bis am 9. Juni, war dem Friesenberger Künstler Gianfranco Bernasconi gewidmet. Er ist mit dem Ausstellungsort speziell verbunden, wohnte er
doch früher mit seiner Familie selbst
in diesem Atelier. Dies wurde auch in
einigen der ausgestellten Bilder sichtbar – am deutlichsten wohl beim der
Zeichnung mit der Treppe, die an der
Wand bei eben dieser Treppe hängt.
Zur Eröffnung der Ausstellung
sprachen FGZ-Präsident Alfons Sonderegger, Gianfranco Bernasconi sowie
Köbi Gantenbein, der die lokale Galerie auf Zeit «TransForm Friesenberg» in
einen grösseren Rahmen stellte (vgl.
S. 54 f.). Musikalisch umrahmt wurde
die Vernissage von der Musikgruppe
«Bandella delle Millelire».
FGZ
Ausstellungen der Galerie TransForm
Friesenberg, Schweighofstrasse 216
Die Galerie ist – wo nicht anders angegeben – jeweils am Freitag, Samstag und
Sonntag von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Die
Vernissagen zu den Ausstellungen finden
am angegebenen Datum (jeweils Donnerstag) zwischen 19 und 21 Uhr statt.
Die 2. Ausstellung mit Bildern von Ueli Müller
dauert noch bis am Sonntag, 20. Juli 2014.
3. Ausstellung: TOM TOM und Katja Hawlitzeck zu Gast in der Galerie TransForm
Friesenberg. Open House 24. - 27. Juli 2014,
Gianfranco Bernasconi und Alice Heri.
Vernissage Do., 31. Juli 2014, 19 - 21 Uhr.
Ausstellung täglich geöffnet von 17 - 20 Uhr
bis am 10. August.
4. Ausstellung: Gruppenaustellung mit Djuna Bertschinger, Anita C. Bürki und Stefan
Bucher. Vernissage am 14. August, Ausstellung bis 7. September.
5. Ausstellung: Vre Greile. Vernissage am
11. September, Ausstellung bis 28. September.
6. Ausstellung: Gruppenausstellung mit Cristina Wey, Katharina Wendle, Elizabeth Steiner und Guido Stadelmann. Vernissage am
2. Oktober, Ausstellung bis am 19. Oktober.
7. Ausstellung: Gruppenausstellung mit
Künstlerinnen und Künstlern aus den Ateliers an der Friesenberghalde. Vernissage
23. Oktober, Ausstellung bis 9. November.
8. Ausstellung: Marianne und Edi Widmer.
Vernissage am 13. November, Ausstellung
bis 30. November
Aktuelle Informationen auf
www.transform-friesenberg.jimdo.com
52
Quartier
Quartier
53
Das Bild des Raumes,
hängend im Raum
–
Vernissagerede vom 15. Mai 2014 von Köbi
Gantenbein* zur ersten Ausstellung in der Galerie TransForm Friesenberg von Alice Heri, das
Werk von Gianfranco Bernasconi präsentierend.
«Seit dem Mai 2000 residiert in der
Bankside Power Station von London
die Tate Modern Gallery. Darin ist eine
der bedeutenden Sammlungen zeitgenössischer Kunst zu sehen. Von van
Gogh über Cezanne, Picasso bis Joseph
Beuys, Bettina Truninger und Gerhard
Richter sind alle dort. Über zwei Millionen Leute besuchen jährlich das Museum, das die Basler Architekten Herzog und de Meuron gebaut haben. Die
Räume haben eine einmalige Kraft, die
Atmosphäre ist hinreissend, die Kunst
natürlich auch.
Tate Modern war einmal ein Kraftwerk
für den Industriekoloss von London. Der
ging in einer dramatischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung zu Boden – tausende Arbeitslose,
tausende Quadratmeter nicht mehr gebrauchtes England lagen brach. Daraus
wuchs – dank der und für die Kunst – ein
neuer Ort, daraus wuchs für eine fundamental verwandelte Gesellschaft neuer
Raum. Heute ist da die Aura von Picasso und Co in der Luft statt die Rauchschwaden aus dem Kohlefeuer. Heute
blättert man in dicken Katalogen und
trinkt dazu ein Cüpli, anstatt dass jemand die Höllenfeuer einheizen muss.
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Quartier
Die Tate Gallery ist ein weltweit leuchtendes Beispiel des TransForm – mit aller Not und allem Krampf, die gesellschaftlicher Wandel uns abnötigen. Wir
können im Zürich der letzten 25 Jahre
reihenweise kleine Tategeschichten sehen, alte Heldengeschichten gehen nieder und Kunst erobert die Brache. Ich
denke an das Löwenbräu-Gelände, den
Güterbahnhof, ich denke an die Kasernenställe. Der grosse Unterscheid zur
Tategeschichte – Kunstzeit ist oft eine
Zwischenzeit. Nachher kommt ‹die
Bank› oder ‹das Käfig›. Und wir heute
Abend sind zu Gast in einer ähnlichen
Geschichte. Was einst Wohnatelier war,
wird der wirtschaftlichen und sozialen
Entwicklung hergegeben und will neu
werden für neue Nutzung. Natürlich ist
es richtig, dass wir darüber Tränen vergiessen, auch ich, der ich weit fort im
Kanton Graubünden wohne, helfe den
Schweighöflerinnen und Friesenberglern beim Weinen, denn diese Räume
hier sind nicht nur bezaubernd schön,
sie sind auch günstig. Aber es gibt Anlass zu Vertrauen in die Genossenschaft,
dass sie die Geschichte dieser Räume
im Sinn behält und die dereinst hier stehenden neuen Räume die soziale, wirtschaftliche und künstlerische Güte der
alten mittragen. Aber vielleicht kommt
es ja auch anders – dazu später.
Und es gibt noch einen rührenden Unterschied zur Weltgeschichte in London. Es ist doch einmalig, wie hier heute
* Köbi Gantenbein ist Chefredaktor der Zeitschrift Hochparterre; er lebt und arbeitet in
Zürich und Fläsch; er spielt zur Pauke der
Galeristin Alice Heri die Klarinette in der
«Bandella delle Millelire».
Abend Gianfranco Bernasconi sein Werk
präsentiert. 60 Jahre künstlerische Arbeit, die mit diesem Ort, mit diesem
Häuschen, mit seiner Schönheit und
Güte eins ist. Er hat hier mit seiner Familie gewohnt und gearbeitet bis nach
dem fünften Kopf die wachsende Familie und die wachsende Kunst einander
so über die Füsse stolperten, dass er
und die Seinen zügelten. Andere Künstlerinnen und Künstler traten, dankbar
gewiss für den schönen und traumhaft
günstigen Raum, in Gianfrancos Stapfen
– als letzte Alice, meine Freundin und
die Trommlerin meiner Kapelle «Bandella delle Millelire».
Es ist nun berührend, wie Bernasconis
Werk und dieser Raum sich treffen. Wir
erleben das seltene Glück, das Bild im
Raum hängen zu sehen, den es abbildet und in dem es entstanden ist. Dort
oben an der Treppe, die Treppenzeichnung sagt Ihnen, was ich meine, oder
hinten im Untergeschoss die Stillleben aus dem Atelier, das dieses Atelier
einst war. Oder dann im Erdgeschoss
oben und im Galeriezimmer die sonnengetränkten Familienbilder – welch
zuversichtliche Malerei, welche Heiterkeit, welche Intimität von Glück, die
hier im Hause ihren Aus- und Eingang
hatte. Wir bleiben nicht im Raum von
Familie und Atelier, die für Gianfranco
Bernasconi in den Sechziger Jahren so
tragende Motive waren – wir schreiten
mit ihm in die Nachbarschaft des Friesenbergs, laufen über den Panoramaweg und schauen auf die Stadt Zürich.
Und wieder ist es die Farbe, die ihn beschäftigt und für die er den lokalen Ausdruck und die Weltluft gleichermassen
sucht. Und diese Weltluft holte er denn
auch in den Friesenberg zurück von den
Reisen mit seiner Frau in jungen Jahren
nach Griechenland, später nach Mexiko und New York. Die Menschenbilder
– wir sehen sie dort hinten an der Wand
– haben mit der heiteren Geborgenheit
der Genossenschaft Familienheim nicht
mehr viel gemeinsam, ausser eben der
intensiven Arbeit an und mit der Farbe.
Und schauen wir noch auf die jüngste
Etappe von Bernasconis Werk, so bleibt
der Farbentanz nun in kräftigem Leuchten. Er ist erfahren im Alter in der Gewichtung des Schattens und der Helle.
Schicht um Schicht aufgetragen von
selbstbewusster, lebenskluger Hand.
60 Jahre – welche Transformation eines
Künstlerkönnens von der ersten Frauenzeichnung über die Landschaften bis
alles nur noch Farbe ist.
Die Idee von Alice Heri, hier für ein halbes Jahr die Galerie TransForm einzurichten als Plattform für die künstlerischen
Erträge der hier erlebten, erfreuten und
Köbi Gantenbein
Quartier
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erlittenen Geschichten, ist wunderschön.
Der Kampf der kleinen Gruppe, ihre Räume – diese Räume – zu erhalten und
sie vor der Transformation zu bewahren, war erfolglos. Der Zeitlauf und der
Zeitgeist sagen: «Geht nicht». Wie gut,
haben Alice und die Ihren dieser Transformation die nun heitere, halbjährige
Kunstgeschichte abgerungen. Das hat
etwas Versöhnliches, die Künstlerinnen und Künstler, die Besucherinnen,
die Schweighöfler können so in heiterer
Manier von einem langen und sie prägenden Lebensstück Abschied nehmen.
Und sich vorsichtig, langsam und zuversichtlich ans Neue heranpirschen. Mit
Sommerfesten, mit Liedern unter glühender Kunst. Und die Aktion bestärkt
die Verwalterinnen und Steuermänner
der Genossenschaft im Bemühen, auch
künftig guten und zahlbaren Raum für
Künstlerinnen und Künstler zu bauen.
Das will ich, der Fremde, doch hoffen.
Doch vielleicht kommt ja auch alles ganz
anders – der zu erwartende Grosserfolg von TransForm Friesenberg führt
dazu, dass aus der Zwischennutzung
eine dauernde Geschichte wird, hoch
angesehen auf dem Kunstplatz Zürich,
eine heiter sprudelnde Geldquelle für
die Genossenschaft, ein international
renommierter Brennpunkt der Kunst,
so dass die Genossenschaft beschliesst
aus den Atelierhäuschen Kunsthäuschen
zu machen für 1400 Franken Miete im
Monat, was immer auch rund herum geschieht – so, wie aus der Bankside Power Station ein ewiges Kunstkraftwerk
hat werden wollen.»
Kurz notiert
Der Föhreneggweg
ist Ende August wieder offen
Seit über einem Jahr, seit Mai
2013, ist der beliebte Föhrenegg, der
vom Albisgüetli auf den Gratweg führt,
wegen einem grossen Erdrutsch geschlossen.
Jetzt endlich, im Mai 2014, haben die Instandsetzungs-Arbeiten begonnen. Neu wird der Weg an der Abbruchstelle nicht mehr durch die steile
Bergflanke geführt, sondern er bleibt
auf dem Grat-Rücken, was eine Eisentreppe notwendig macht.
Grün Stadt Zürich hatte den Weg
bereits letztes Jahr reparieren wollen
und beantragte dem Gemeinderat einen Nachtragskredit von einer Million für diese und andere Sanierungen.
Doch die Mehrheit des Parlaments
lehnte den Nachtragskredit ab. Jetzt
sind die für die Reparatur notwendigen 250 000 Franken im Budget 2014
untergebracht und damit bewilligt.
FGZ
Kirchgemeinden sind auf Engagement
ihrer Mitglieder angewiesen
–
Die reformierte Kirchgemeinde Friesenberg sucht
Mitglieder für die Kirchenpflege
–
Wer den farbigen Plan der FGZ mit den
24 Bauetappen betrachtet, stellt in der
Kernzone der FGZ einen weissen Fleck
fest. Hier befinden sich – neben den
städtischen Schulhäusern Friesenberg
und Borrweg und der Siedlung der
Stiftung Wohnungen für kinderreiche
Familien – auch die reformierte und
die katholische Kirche.
Die beiden Kirchgemeinden,
die reformierte Kirchgemeinde Friesenberg und die katholische Kirchgemeinde St.Theresia, sind demokratisch organisiert. Die Mitglieder
werden einmal jährlich an die Kirchgemeindeversammlung eingeladen, um
über die Belange der Kirchgemeinde
zu entscheiden. Geleitet werden sie
von der sog. Kirchenpflege – was in
etwa dem Vorstand in einer Genossenschaft entspricht.
Neben der reformierten und der
katholischen Kirche sind im Kanton Zürich auch die christkatholische Kirche
sowie die jüdische Gemeinschaft öffentlich-rechtlich anerkannt. Alle diese Kirchen sind auf die Mitarbeit ihrer
Gemeindemitglieder angewiesen, um
ihre vielfältigen Aufgaben bewältigen
zu können.
Mitglieder für die
Kirchenpflege gesucht
In der reformierten Kirche Friesenberg gibt es in der Kirchenpflege einen grösseren Wechsel.
Im Juli 2014 werden 4 der 5 Kirchenpflegerinnen und Kirchenpfleger zurücktreten. Hier bietet sich für alle Mitglieder der
reformierten Landeskirche im
Friesenberg die Chance, sich in
der Kirchenpflege für die vielseitigen Aufgaben der Kirche zu
engagieren. Folgende Ressorts
sind noch zu besetzen: Öffentlichkeitsarbeit, Freiwilligenarbeit,
Gottesdienst und Musik, Diakonie und Ökumene, Bildung, Finanzen und Aktuariat. Das Gewicht
liegt auf der strategischen Mitarbeit, im Mitdenken auch, wie
die Kirchgemeinde Friesenberg
in Zukunft gestaltet werden soll.
Auf der Homepage www.friesi.ch
finden Sie weitere Informationen.
Interessentinnen und Interessenten können sich bei den Pfarrpersonen Peter Abraham (Tel.
044 463 11 10) oder Erika Compagno (Tel. 044 462 18 88) melden.
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Quartier
Quartier
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Kunst im Friesenberg
«Manchmal ist es mir nicht so klar,
was ich mache, manchmal ist es klar»
–
Denise Kobler – arbeiten mit ‹Büechli› und mit chinesischem Papier
–
Gruppe «Kunst im Friesenberg»
«Das isch mini Büechliarbet!» sagt
Denise Kobler und zeigt uns zwei
Dutzend kleine, gebundene Büchlein,
10 x 16 cm. Nein, nein, das seien keine
Skizzenbücher. Nach Abschluss einer
längeren Arbeitsphase müsse sie sich
wieder sammeln. «Und dann mache ich
gar nichts anderes als Büechliarbet».
Einfälle, Formenspiele, Körperteile, Gespräche mit sich selbst, Collagen oder
die aus einer Zeitschrift übernommene
Frage: ‹Sind Sie eine interessante Person?› erscheinen auf den Doppelseiten,
bunt gemischte Tagesschnipsel.
Immer geht es um den Moment, die
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Thema
gerade auftauchende Assoziation, die
Stimmung: «Ich habe einfach das Bedürfnis, mich zu äussern.» An anderer
Stelle sagt sie: «Manchmal stelle ich mir
Fragen wie: Was mache ich? Bin ich nun
Künstlerin oder nicht? Ist es wirklich
sinnvoll, was ich da mache? Oder ist
es für den Abfall gemacht? Aber ich
beantworte diese Fragen nicht, ich
mache es einfach. Und das hat schon
mit einem inneren Bedürfnis zu tun.»
«Ich bin in Muri (AG) aufgewachsen, meine Eltern waren nicht gläubig,
aber wenn meine Grossmutter mich
in die Klosterkirche mitnahm, war ich
völlig hingerissen. Der sakrale Raum,
die Gemälde, die Reliquien, die Stimmung! Im Dorf führte mein Vater eine
Garage, er fuhr sogar Autorennen.
Mit mir und meinen zwei jüngeren Schwestern zusammen hat unsere
Mutter viel gezeichnet, das war eine
Selbstverständlichkeit innerhalb der
Familie. Wenn Besuch kam, haben wir
drei Mädchen uns verkleidet und für
die Gäste eine Aufführung veranstaltet. Wir alle sind zeichnerisch, künstlerisch unterwegs, eine ist Maskenbildnerin, eine Kostümbildnerin und
ich bin Künstlerin.»
Nach der Bezirksschule wusste
Denise Kobler nicht recht, was machen und absolvierte die Handelsmittelschule. Danach entdeckte sie auf
Reisen Südfrankreich und England,
London vor allem, wo es sie später
immer wieder hinzog. Sie erzählt, sie
habe manchmal ganze Tage in der National Gallery verbracht, einzig und allein im Turner-Salon, lange kontemplative Nachmittage.
In Zürich besuchte sie an der
Kunstgewerbeschule Kurse in Por-
traitmalerei bei Rosina Kuhn, von
1986 bis 1989 die Tagesschule F + F
unter Hansjörg Mattmüller. Schon
Anfang der 90er Jahre konnte sie in
Galerien ausstellen. 1995 erhielt sie
ein Stipendium des Kantons Zürich,
2005/6 ein Atelierstipendium in London. Mittlerweile ist die Liste der Einzel- und Gruppenausstellungen angewachsen, sie stellt bei Anton Meier in
Genf aus und seit kurzem bei Rafael
Pérez Hernando in Madrid. «Aber ich
habe immer noch einen Bürojob nebenbei, zwei Tage die Woche.»
Denise Koblers Leidenschaft gilt
Aquarien und Parklandschaften, beides von Menschenhand arrangierte
Natur. Ästhetisch gestaltet, so wie
wir sie gerne hätten, Täuschung, Vorspiegelung von echter Natur: Schaut
mal, so wäre es, wenn ihr im Meer einem Hai begegnen würdet oder einem
Seepferdchen, was sie etwa auch in
einem Video festhält.
Auf gemeinsamen Reisen mit
ihrem Mann – ein Architekt, der ihre
Leidenschaft teilt – besucht sie diese
Grossaquarien und Parklandschaften.
Letztere mit Szenerien wie Bühnenbilder, wo der Besucher über die angelegten Wege sorgsam von Ausblick
zu Ausblick, von Höhepunkt zu Höhepunkt geleitet wird. Hier setzt sie als
Mittel die Fotografie ein, es sind Bilder von üppig wuchernder Natur, deren Künstlichkeit man gar nicht oder
erst auf den zweiten Blick wahrnimmt.
Denise Kobler arbeitet in ihrem
Hauptmedium, der Malerei, mit Ölpastellkreide, trägt sie aufs Papier auf,
nimmt dann Mohnöl – «das hellste Öl,
Kunst im Friesenberg
59
das es gibt» – und verstreicht beides
mit dem Pinsel. Dabei bildet sich um
die Farbe herum ein feiner Saum und
mit weiteren Farbaufträgen entsteht
langsam ein Bild – ein pflanzliches
Motiv, ein Gesicht.
Bei einem China-Aufenthalt hat
sie chinesisches Papier eingekauft.
In einem grossen Laden seien da vier
Frauen herumgewuselt und im oberen
Stock habe sie sich lange die prachtvollsten Kalligrafien ansehen können.
Wieder zurück musste sie ihre Technik umstellen, das Material, das sogenannte Xuan (Schuan)-Papier, verlangte es. Nun arbeitet sie mit farbiger
Schellack-Tusche, mischt einen Tropfen aus der Pipette mit viel Wasser.
Leichte schwerelose Blüten, Blumen,
Zweige, Vögel, Bäume, nebelverhangene Berghänge, Wälder und Wolken
entstehen so in rascher Folge, wobei
sie nachträglich eine strenge Auswahl
zu treffen hat. Die duftigen Bilder –
sie nennt sie ja auch ‹chinese paper
work› – erinnern an chinesische Malerei. Oftmals sind die Gebilde nicht
eindeutig, neben unbestimmten Vogelwesen nähern sich Zweigfragmente unbekannten chinesischen Schriftzeichen an und möchten eine eigene
Geschichte erzählen.
Sie arbeitet gerne am Boden.
«Da kannst du dich am besten entspannen. Manchmal ist es mir nicht so
klar, was ich mache, manchmal ist es
klar. Manchmal muss ich einfach anfangen, die Offenheit zulassen, mich
darauf einlassen. Und während dem
Arbeiten merkst du plötzlich, wohin
es geht. Und ebenso plötzlich merkst
du: Jetz isch es fertig! »
Fotos: Marianne Widmer
Eduard Widmer
60
Kunst im Friesenberg
Kunst im Friesenberg
61
Die Krankenstation
will ins Quartierzentrum umziehen
–
Mitgliederversammlung bzw. GV der Krankenstation Friesenberg
–
An der diesjährigen Mitgliederversammlung, der Generalversammlung des Vereins
Krankenstation Friesenberg (KSF), standen
– neben den statutarischen Geschäften und
einer Wahl in den Vorstand – insbesondere
Informationen sowie ein Antrag des KSFVorstandes zum beabsichtigten Wechsel
der Krankenstation in das geplante Quartierzentrum Friesenberg im Mittelpunkt.
Vereinspräsident Markus Hungerbühler konnte am 17. Juni 2014
um 19 Uhr im Saal der reformierten
Kirchgemeinde Friesenberg eine sehr
gut besuchte Mitgliederversammlung
willkommen heissen.
Nach der Abnahme des gedruckten Jahresberichtes 2013 konnte der
vakante Vorstandssitz des Quästors
(des Vereinskassiers) neu besetzt werden. Vorgeschlagen wurde David Peter, der bereits seit Sommer 2013 tätig ist. Seine Wahl erfolgte klar und
per Akklamation. Nach seiner Wahl
präsentierte er dann auch die Jahresrechnung des Vereins und wies auf die
Betriebsrechnung hin. Die Jahresrechnung wurde diskussionslos genehmigt.
Wie sieht die Zukunft aus?
Anhand einer Bilderserie aus
dem Jahre 1994 erläuterte Heimleite62
Quartier
rin Elisabeth Eleta den Alltag und die
Arbeitsweise in der Krankenstation
von damals und verglich das mit den
heutigen Verhältnissen. Zum Schluss
ihres Vortrags stellte sie die Frage, wie
die Krankenstation wohl in 20 Jahren
aussehen und funktionieren werde?
Um diese Zukunft ging es dann
beim Haupttraktandum des Abends,
das sich mit dem Umzug der Krankenstation in das von der FGZ geplante Quartierzentrum befasste. Für die
Vereinsverantwortlichen geht es vor
allem um zwei Fragen: Wie kann die
Finanzierung der nötigen Investitionen sichergestellt werden? Und wie
sieht es mit den Betriebskosten aus?
Für Markus Hungerbühler, Präsident der KSF, ist die Frage des Umzugs ins FGZ-Quartierzentrum wohl
eine der entscheidendsten Fragen für
die KSF seit ihrer Gründung. Es handle
sich dabei nicht nur um eine finanzielle, sondern auch um eine Frage des
rationalen Vorgehens. Der Vorstand
vertrete hier klar die Auffassung, dass
die KSF ins neue Zentrum einziehen
müsse. Die Analyse der aktuellen baulichen und organisatorischen Situation zeige eindeutig, dass die aktuellen
Verhältnisse nicht ideal sind. Am jetzigen Standort werden in den nächs-
ten Jahren grosse Investitionen fällig,
sagte Hungerbühler. Aber selbst nach
die-sen Investitionen wäre wegen der
baulichen Gegebenheiten (verschiedene Niveaus im Erdgeschoss) kein rationeller und moderner Betrieb möglich. Der Vorstand sei darum der festen
Überzeugung, dass die Vorteile eines
Umzugs ins neue Quartierzentrum sowohl für die Bewohner/innen als auch
für die Angestellten klar überwiegen.
Für David Peter stellen sich finanzielle Fragen: Ist der Betrieb am
neuen Standort unter den gleichen Bedingungen praktikabel? Und: Welche
Investitionen sind am neuen Standort
zu erwarten? Peter geht nach seriösen
Schätzungen von Investitionskosten
(Innenausbau) von ca. 3.5 Mio. Franken aus. Die Miete werde im Neubau
markant teurer, doch aufgrund der
besseren Abläufe seien auch gewisse Einsparungen zu erwarten. Entspre-
chende Verhandlungen und Abklärungen seien im Gang.
Josef Widler, Vorstandsmitglied
und Heimarzt der KSF, betonte, der Betrieb arbeite rentabel, das sei aber nicht
immer so gewesen. Bis vor wenigen
Jahren musste der Verein den Betrieb
finanziell unterstützen. Er wies darauf
hin, dass über Jahre hinweg namhafte
Geldbeträge gesprochen worden seien,
vor allem durch die FGZ und die Vermieterin, die Theresien-Stiftung, die
stets einen sehr tiefen Mietzins verlangt habe. Nach über 30 Jahren stehe die KSF jetzt wieder vor einer Art
Neugründung. Um das neue Ziel, den
Umzug ins Quartierzentrum, zu erreichen, brauche es den Willen und die
Begeisterung von Quartier und KSF
für eine Krankenstation hier im Quartier. Dann käme auch die Finanzierung
zustande. Die KSF sei selber nicht in
der Lage, die Infrastruktur am alten
Der Vorstand des Vereins Krankenstation Friesenberg. Pierre Leuenberger, Josef Widler, Birgit
Baumgartner, Markus Hungerbühler, Jeannette Frei und der an der Mitgliederversammlung 2014
neu gewählte David Peter (nicht auf dem Bild ist Markus Sauter).
Quartier
63
Ort umzubauen, dies würde rund 4,3
Mio. Franken kosten. Für Widler ist
klar, dass auch nach einem Umzug
ins neue Quartierzentrum die Kosten
für Bezüger/innen von Zusatzleistungen zur AHV weiterhin bezahlt werden
können sollen. Das Projekt «Krankenstation» im Quartierzentrum brauche
jetzt zwingend die Unterstützung aller Bewohnerinnen und Bewohner des
Friesenbergs!
Laut FGZ-Präsident Alfons Sonderegger ist der Bau des Quartierzentrums auch für die FGZ eine ganz wichtige Entscheidung. Ende Juni liege der
Kostenvoranschlag für das Projekt vor
(+/-10%). Gegenüber dem ursprünglichen Projekt habe man auf die städtischen Pflegewohnungen verzichtet –
zugunsten der Krankenstation. Während die Krankenstation im ersten
Stock untergebracht werde, sei im
zweiten Stock des sogenannten Gesundheitshauses eine Gruppenpraxis
inkl. Therapieräumen geplant. Die FGZ
sei insgesamt auf Kurs, es gäbe noch
einige Probleme (z.B. Kosten, Tempobegrenzung, etc.), er hoffe aber,
dass diese lösbar seien. Mit der KSF
müsste es möglich sein, betreffend
Miete einen gangbaren Weg zu finden. Dass die Miete in einem Neubau
deutlich höher ausfalle, sei klar. Aber
zum Beispiel via Staffelmiete könnte
ein Weg gefunden werden, der auch
für die KSF machbar sei. – Zum Projekt generell: Der FGZ-Vorstand werde am 7. Juli über den Kostenvoranschlag befinden, und am 4. September könne eine ausserordentlich GV
dann über die Verabschiedung des
Kredits befinden.
Antrag an die
Mitgliederversammlung
Der Vorstand der KSF stellte nach
gewalteter Diskussion folgenden Antrag an die Mitgliederversammlung:
«Die Mitgliederversammlung beauftragt den Vorstand, sich für den Bau
einer neuen Krankenstation im geplanten Quartierzentrum der FGZ einzusetzen, vorausgesetzt, die Finanzierung
ist langfristig gesichert.»
Dieser Antrag wurde von der Mitgliederversammlung mit grosser Mehrheit angenommen. Präsident Markus
Hungerbühler sicherte der Versammlung zu, transparent und zeitgerecht
über den Fortgang des Projekts zu
informieren. Er dankte für die grosse Unterstützung und gab sich überzeugt, dass die Finanzierung gesichert
werden könne.
Im Anschluss an die Versammlung
wurde ein Apéro serviert und intensiv
über die während der Versammlung
genannten Themen weiter diskutiert.
KSF
Die Krankenstation Friesenberg
und die FGZ
Der Verein «Krankenstation Friesenberg»
wurde im Dezember 1980 mit dem Ziel gegründet, Pflegeplätze für Temporär- und
Dauerpatienten und -patientinnen einzurichten. Sowohl die Krankenstation Friesenberg (KSF) als auch die FamilienheimGenossenschaft Zürich (FGZ) haben ihren
«Tätigkeitsbereich» im Quartier Friesenberg.
Ein Blick in die Geschichte der Kranken­
station zeigt, dass es enge Verknüpfungen
mit der FGZ gibt.
Bei der Gründung und beim Aufbau der KSF
waren immer auch Vertreter der FGZ beteiligt. So wohnten und wohnen viele der bisherigen KSF-Vorstandsmitglieder in der Genossenschaft. Für die Bauinvestitionen in
der Startphase leistete die FGZ einen namhaften Beitrag; zudem wird die Krankenstation bis heute von der Stiftung Hilfsfonds
der FGZ finanziell unterstützt.
Finanzielle Unterstützung insbesondere beim
Aufbau leisteten auch die Stadt Zürich, die
Kirchgemeinden Friesenberg sowie weitere Organisationen aus dem Quartier. Und
noch immer ist es so, dass neben der professionellen Pflegearbeit unzählige Freiwillige aus dem Quartier bei der Betreuung der
Bewohnerinnen und Bewohner mithelfen.
Die Möglichkeit, dass pflegebedürftige FGZGenossenschafterinnen auch im letzten Lebensabschnitt in der vertrauten Umgebung
bleiben können, gehört zu den grossen Stärken der mitten im Quartier gelegenen Krankenstation. 64
Quartier
KSF
Quartier
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Impressum
Adressen und Öffnungszeiten
FGZ-INFO Nr. 2/ 2014, Juli 2014
Geschäftsstelle
Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich
Telefon 044 456 15 00
Mail verwaltung@fgzzh.ch
Montag bis Freitag, 7.45 - 11.45 Uhr,
nachmittags geschlossen.
Ausgabe Nr. 161
Erscheint 3 bis 4-mal jährlich
Herausgeberin
Familienheim-Genossenschaft Zürich FGZ,
Schweighofstrasse 193, 8045 Zürich
Tel. 044 456 15 00, Fax 044 456 15 15,
verwaltung@fgzzh.ch, www.fgzzh.ch.
Zu Themen oder Anliegen im Zusammenhang
mit dem FGZ-Info können Sie ein Mail schreiben an fgz-info@fgzzh.ch.
Auflage
Fotos: Johannes Marx
2500 (wird gratis an alle
Areal Schulhaus Friesenberg - Sonntag, 15. Juni 2014
FGZ-Haushaltungen verteilt)
Mitarbeit an dieser Nummer
Manuela Altorfer, Ernst Fenner, Köbi Ganten­
bein, Andreas Graf, Gruppe «Kunst im Frie­
sen­­berg», Hanspeter Haupt, Bernadette
Imfeld, Krankenstation Friesenberg (KSF),
Beatrice Kümin, Johannes Marx (Fotos), Rolf
Obrecht, Pressedienste (pd), Vreni PüntenerBugmann, Daniel Schaffroth, Karin Schulte,
Alfons Sonder­egger (so.), Ursula Tissot,
FGZ-Sozialberatung
Schweighofstrasse 207
Montag und Freitag
9 – 12 und 13.30 – 17 Uhr
Mittwoch 10 – 12 und 13.30 – 19 Uhr
Telefonische Anmeldung bei
Markus Hofstetter, Tel. 044 462 28 22
FGZ-Alterstreff
Arbentalstrasse 323
Öffnungszeiten Alterstreff
Montag bis Freitag: 8.15 – 12.00 Uhr
Montag (Lotto-Nachmittag):
14.00 – 16.30 Uhr
Dienstagnachmittag gemäss Programm
Telefon 044 456 15 45
Edi Widmer, Marianne Widmer
Kommission für Öffentlichkeitsarbeit
Alfons Sonderegger (Vorsitz), Rolf Obrecht,
Johannes Marx (Kommunikations­beauf­
tragter FGZ) und Ursula Müller
Druck
Uetli-Druck AG,
Hegianwandweg 75, 8045 Zürich
Das nächste FGZ-Info erscheint
im September 2014
Gedruckt auf «Cyclus Print»,
100% Recyclingpapier, ausgezeichnet mit dem «Blauen Engel».
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Sprechstunden
Mit Präsident Alfons Sonderegger
oder mit Geschäftsleiter Rolf Obrecht
lässt sich ein Termin für eine persön­
liche Besprechung vereinbaren –
mit einem Telefon an die Verwaltung,
Tel. 044 456 15 00 .
Pikettdienst Regiebetrieb
(für Notfälle): Tel. 079 635 94 09
Sozialkommission
Wenn Sie Fragen oder ein Anliegen an die
So­zialkommission haben, senden Sie ein
Mail an sozialkommission@fgzzh.ch
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FGZ Agenda – Veranstaltungen
–
Ausserordentliche Generalversammlung
zum Kredit Quartierzentrum Friesenberg
Donnerstag, 4. September 2014, 20.00 Uhr
Volkshaus Zürich, Theatersaal,
Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich
—
Kunst-Spaziergang in der Siedlung Grünmatt
Samstag, 27. September 2014, 10.30 - 12.00 Uhr,
Treffpunkt Baumhaldenplatz (am Ende der Baumhaldenstrasse)
–
Aktuelle Infos auf dem FGZnet-Infokanal im TV-Kabelnetz auf dem
analogen Kanal 60 (783.25 MHz) und im Internet unter www.fgzzh.ch.
Beachten Sie auch die Flugblätter mit Veranstaltungs­hinweisen, die
an alle FGZ-Haushaltungen verteilt werden.
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