close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

1 1 Das Märchen vom Global Player – oder wie - Home Arcor

EinbettenHerunterladen
wwwglobplayer.doc
1
08.01.03
Das Märchen vom Global Player – oder wie Kleinspekulanten (und nicht nur die
Großbanken internationalen Zuschnittes) heute zu ihrem „Gerstl“ kommen. Eine
„motivationsfördernde“ Einführung in die dynamische Investitionsrechnung nach der
Kapitalwertmethode, speziell für die Schüler der BOS Bayern. (dyninv00.xls)
Von seinen Eltern hatte Frank Elster den Namen und seine sonstigen Fähigkeiten,
Anlagen und Talente mitbekommen. An der BOS-Wirtschaft in Regensburg, erwarb er
das ökonomische Rüstzeug für eine Bilderbuchkarriere als Erfolgsunternehmer nach
moderner komsumgeistiger Denkart.
Während sein Freund nach 10semestrigem Studium und anschließendem Referendariat
jetzt in diesem Jahr als Studienassessor einen beamteten Arbeitsplatz am St. Cäcilien –
Gymnasium in Orttemburg vorm Wald samt Urkunde (verliehen) bekam, bei einem
Bruttogehalt von monatlich 4.832 DM, war Frank Elster nach gerade einmal
bestandenem Abitur an der BOS direkt in die Wirtschaft gegangen. Als staatlich
subventionierter Jungunternehmer und Unternehmensgründer stieg er am neuen Markt
der neuen Medien (jetzt auch E-Commerce genannt) ein. Er erstellte und verkaufte
bald weltweit seine CDs mit diversesten Programmen, Spielen, Bildern etc......., Sie
können sich schon denken, was noch. Nach 6 Jahren war sein Unternehmen auf 20
Mitarbeiter angestiegen und sein Vermögen von 0 auf 1,8 Millionen DM. Denn soviel
erhielt er für den Verkauf seiner Firma an ein amerikanisch-holländisches
Tochterunternehmen eines weltweit agierenden Softwarekonzerns.
Das Geld tauschte F. Elster, denn so schrieb er sich jetzt, in Dollar ($) um, bei einem
Kurs von 1$ = 1,40 DM und erhielt dafür 1.285.714,29 $. Das war eine gesunde Basis
für eine Kreditaufnahme von wiederum - oder immer noch - staatlich subventioniertem
Venture Capital (eigentlich Wagniskapital auf gut Deutsch), das der klugsichtige Elster
natürlich in Euro (• ) aufnahm, denn er konnte kraft vererbter Talente voraussehen
(welche Institutionen konnten das noch damals?), wie es mit dem Euro (• ) weitergehen
würde. Er erhielt: 1.071.428,57 • , die er jetzt nach 2 Jahren mit 910.714,29 $ bei
einem Kurs von 0,85 zurückzahlte. Den Kursgewinn von 375.000,00 $ legte er zum
Kurs von 1$ = 2,28 DM, das sind also 855.000,00 DM. langfristig für 5 Jahre bei einer
internationalen Bank im deutschen Sprachraum zum Zinssatz von 6% an. Über die sich
etwas Besseres dünkenden Wohlstandsbürger im deutschen Sprachraum, deren Eltern
noch Weltmeister im Sparen genannte wurden und die sich seit geraumer Zeit der
Wertpapier- und sonstigen Spekulation verschrieben hatten, konnte F. Elster nur müde
lächeln.
Aber jetzt holte ihn das Schicksal doch ein, denn er bekam Gewissensbisse, aus seinem
Geld nicht doch noch mehr gemacht zu haben. Und das war so: Sein studierter Freund,
der schon erwähnte Studienassessor, den er zufällig beim Kneitinger-Keller in
Regensburg traf – zählte ihm einige Möglichkeiten auf, wie er sein Geld hätte noch
günstiger anlegen können. Und F. Elster konnte die „gescheiten“ Alternativen seines
Schulfreundes rechnerisch nicht überprüfen, weil er in der Zeit seines einträglichen
Managerdaseins seine damaligen BOS-Grundkenntnisse aus der Finanzmathematik
gründlich vergessen hatte. Im übrigen macht er aus seiner Meinung kein Hehl, daß den
wahren Unternehmer solche Kenntnisse nur in seinen schöpferisch – produktiven
Möglichkeiten einengen.
Wollen Sie unserem „Freund“ F. Elster helfen und sein verunsichertes Gewissen
beruhigen? Sie könnten sein „Taschengeld“ aus der Eurospekulation aufbessern?
1
wwwglobplayer.doc
08.01.03
Bedenken Sie doch, er könnte nach Ihrer BOS-Ausbildung Ihr Brötchengeber sein!
Entscheiden Sie in den nachfolgend aufgezeigten Fällen, immer im Vergleich zur
Alternative: „langfristige Anlage bei der internationalen Bank im deutschen
Sprachraum“, welche Alternative für F. Elster günstiger wäre. Belegen Sie Ihren
Nachweis durch Rechnung!
1.1
Der Geschäftsinhaber und Lebensmitteleinzelhändler H.J. Feigenberg würde ihm für
einen Kredit von 855.000 DM nach 5 Jahren 1.200.000 DM zurückzahlen.
1.2
Mittels „sale und lease back“ (Kauf und Rückvermietung) könnte er die
Industriebackanlage eines ortsansässigen Großbäckers übernehmen. Nach 5 jähriger
Miet- und Tilgungszahlungen in Höhe von je 230.000 DM ist die Anlage abgenutzt
und der Restwert = 0.
1.3
Als Stiller Teilhaber könnte er 5 Jahr lang 150.000 Gewinnbeteiligung und am Ende
von 5 Jahren eine Restausgleichszahlung von DM 500.000 erhalten.
1.4
Die Anlage des Geldes in einer staatlich subventionierten Windmühle zur
umweltfreundlichen Energiegewinnung würde jährliche Einzahlungsüberschüsse in
Höhe von 225.000 erbringen, wobei der Restwert der Anlage nach 5 Jahren mit
150.000 zu veranlagen ist.
Lösung:
1
Das Märchen vom Global Player
1.1
Bankeinzahlung oder Kreditgewährung?
B ar wer t von
1.200.000,00
1,34
=
896.709,81
Der Barwert der Kreditrückzahlung ist größer als der Wert der Bankanlage
1.2
Sale and lease back
K0 =
n=
p=
T ilgung
855.000,00
5
6,00%
230.000,00
R0 =
R0 - K0 =
968.843,67
113.843,67
Der Barwert der Kreditrückzahlungen ist 968.843,67 und damit um 113.843,67 höher
als der Barwert, der sich bei 6%iger Verzinsung bei der Bank ergibt. Zum selben
Ergebnis kommt man, wenn man jede einzelne Ratenzahlung auf den Zeitpunkt 0
abzinst. Es ergeben sich dann folgende Werte:
2
wwwglobplayer.doc
Jahr es ende
1
2
3
4
5
08.01.03
Z eitwer t
230.000,00
230.000,00
230.000,00
230.000,00
230.000,00
B ar wer t (J0)
216.981,13
204.699,18
193.112,44
182.181,54
171.869,38
968.843,67
Vergleicht man die Endwerte (Rn) der Anlagealternativen, dann ergibt sich folgender
Unterschied:
Rn =
Kn =
1.3
1.296.531,38
1.144.182,87
152.348,51
Die Alternative des Stillen Teilhabers
Jahr e
B etr ag
1
150.000,00
2
150.000,00
3
150.000,00
4
150.000,00
5
150.000,00
5
500.000,00
S umme
Vgl. B ankanlage
Vor teil des S tillen T eilhaber s
1.4
B ar wer t
Endwer t
141.509,43
189.371,54
133.499,47
178.652,40
125.942,89
168.540,00
118.814,05
159.000,00
112.088,73
150.000,00
373.629,09
500.000,00
1.005.483,65 1.345.563,94
855.000,00
968.843,67
150.483,65
376.720,27
Die Einnahmen aus einem staatlich subventioniertem Windmühlenprojekt
R0 =
Res twer t (0)
B ar wer t Windmühle
- B ar wer t B ankanlage
Vor teil Windemühle
947.781,85
112.088,73
1.059.870,58
855.000,00
204.870,58
Ermittlung des Vorteiles mittels Abzinsung bzw. Aufzinsung der einzelnen Beträge
(ohne Formel):
Jahr e
B etr ag
1
225.000,00
2
225.000,00
3
225.000,00
4
225.000,00
5
225.000,00
5
150.000,00
S umme
Vgl. B ankanlage
Vor teil des S tillen T eilhaber s
B ar wer t
Endwer t
212.264,15
284.057,32
200.249,20
267.978,60
188.914,34
252.810,00
178.221,07
238.500,00
168.133,09
225.000,00
112.088,73
150.000,00
1.059.870,58 1.418.345,92
855.000,00 1.144.182,87
204.870,58
274.163,05
Hinweis:
Auch die Endwerte könnten verglichen werden.
3
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
6
Dateigröße
38 KB
Tags
1/--Seiten
melden