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Helmut Hertsch Wie Christen mit Finanzen umgehen sollten, um in

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Helmut Hertsch
Gott
und
Geld
Wie Christen mit
Finanzen umgehen
sollten, um in ein
gesegnetes Leben
zu gelangen
Überarbeitete Fassung 2012
Einführung
Die Themen Geld, Finanzen und Besitz
gelten unter Christen – auch reifen und
erfahrenen – als Tabus ersten Ranges.
Wenn beim Sonntagsgottesdienst der Kollektenkorb durch die Reihen geht, legt man
sein Geld möglichst verdeckt hinein und
gibt den Korb mit abgewandtem Gesicht
an den Nachbarn weiter, damit nur nicht
der Anschein entsteht, man wolle sein Opfer erspähen. Wenn das Gespräch auf den
Zehnten kommt, gibt es viele erstaunte und
blasse Gesichter. Wenn der Pastor ein neues Auto fährt, erheben sich kritische Fragen, ob es nicht auch eine Klasse kleiner
getan hätte. Wenn ein Bruder oder eine
Schwester hohe Schulden haben, machen
sich Richtgeist oder Sprachlosigkeit breit.
Wenn es in einer Ehe ständig Streit um
Geld gibt, wird genau dieses im Hauskreis
oder der Zellgruppe verschwiegen. Wenn
es um die Gehälter der hauptamtlichen
Gemeindemitarbeiter geht, üben sich die
Verantwortlichen in Geheimniskrämerei.
Und so weiter und so weiter ....
Wie wir im Folgenden noch sehen werden,
handelt es sich nicht nur um Tabus. Viel
entscheidender ist, dass aus der Tabuisierung der Thematik „Gott und Geld“ falsche
Einstellungen und Fehlverhalten entstehen.
Erschwerend kommt hinzu, dass in der
Welt um uns herum das Thema Geld überhaupt kein Tabu ist – im Gegenteil, es begegnet uns auf Schritt und Tritt. Und wir
können uns dem auch gar nicht entziehen.
Wir Christen stehen also mitten drin in
dieser Geld-Welt. Die Frage ist nur, ob wir
auch in diesem Bereich nach den biblischen Grundsätzen leben und – schärfer
formuliert – Gott gehorchen.
Die vorliegende Schrift „Gott und Geld“
will hierfür in kompakter Form Grundlagen legen, verändertes Bewusstsein schaffen und praktische Hilfen aufzeigen. Zielgruppe sind vor allem Christen in lebendigen Gemeinden, die entweder selbst Probleme im Umgang mit Finanzen und Besitz
haben oder die Betroffenen mit Rat und
Tat zur Seite stehen wollen.
Die Bibelzitate sind der Übersetzung
„Hoffnung für alle“ entnommen.
Helmut Hertsch
Februar 2012 umfassend neu
bearbeitet und ergänzt
1
Vom Umgang mit Besitz
In der gesamten Bibel – Altes wie Neues
Testament – spielen Geld und Besitz eine
außerordentlich große Rolle. Schon in 1.
Mose 9, 1-3, 7 gibt Gott Noah und seinen
Söhnen die Erde mit allen Tieren und
Früchten zum Besitz. In den Zehn Geboten
(2. Mose 20) geht es zweimal um Besitz
und Eigentum: Du sollst nicht stehlen und
nicht das begehren, was deinem Mitmenschen gehört! Das Gesetz zum Schutz des
Eigentums wird in 2. Mose 21, 37 und 2.
Mose 22 detailliert formuliert. Dass Geld
nicht glücklich macht, finden wir in Prediger 5 und 6. In Kap. 5, 9-19 ist eindrucksvoll von der Nichtigkeit des Reichtums die
Rede. Der Prophet Habakuk weist auf die
Folgen des unrechtmäßigen Besitzes von
fremdem Eigentum hin (Kap. 2,6). Wie wir
dem Herrn mit unseren Opfergaben dienen
können, lesen wir in Sprüche 3,9. Und zum
Geben des Zehnten gibt es drei SchlüsselBibelstellen: Maleachi 3, 10, 3. Mose
27,30, 5. Mose 14, 22-29.
Gott und seinen geistlichen Führern war
also schon vor Urzeiten klar, dass das Volk
Gottes in Sachen Geld und Besitz klarer
Anweisungen und immer wieder Ermahnungen und Korrektur bedarf, um nicht auf
Wege zu geraten, die Gott nicht gefallen,
die er verabscheut. Denn damals wie heute
ist dieser Bereich unseres Lebens – neben
Macht und Sex – das größte Einfallstor für
die Mächte der Finsternis. Jahrhunderte
lang haben das die Kirchen und damit auch
viele gläubige Christen mehr oder weniger
unbewusst verdrängt oder nicht wahrgenommen. Mit dem traurigen Ergebnis, dass
sie auf ungeahnten Segen verzichtet haben
und auch und gerade in jüngerer Zeit bezüglich Geld und Besitz das Feld dem
Feind, also dem Teufel, überlassen.
Wie ein roter Faden zieht sich durch die
Bibel die Erkenntnis, dass Geld und Besitz
uns in allen Bereichen dienen, uns aber
nicht beherrschen sollen. Für Jesus war
und ist das ein überaus großes Thema. Als
er im Tempel die Tische der Geldwechsler
und Händler umstieß (Johannes 3, 13-16),
wollte er ein klares Zeichen setzen: „Das
Haus meines Vaters ist doch kein Krämerladen.“ Oder anders: In diesem Haus
herrscht Gott und nicht der Geist Mammon. Die Herrschaft des Geldes prangert
Jesus immer wieder an.
Wenn es bei Jesus um den Götzen Mammon geht, meint er immer das Geld. Mehrfach weist er eindringlich darauf hin, dass
wir nicht zwei Herren – Gott und dem
Mammon Geld – dienen können (Matthäus
6,24, Lukas 16,3). Die Betonung liegt auf
„können“: Gott und Mammon sind Gegensätze, die sich ausschließen. Denn Gott
will unser Herz, während der Geist Mammon uns mit Geld und Besitz geistlich gefangen nehmen will.
Wenn wir uns von Geld und Besitz beherrschen lassen, wenn sich unsere Gedanken
ständig um Finanzen und Wohlstand drehen, können wir nur schwer in das Reich
Gottes gelangen. Das sagte Jesus seinen
Jüngern im Anschluss an die Geschichte
von dem reichen Jüngling (Markus 10, 17
ff, Matthäus 19, 21 ff). Wie sich danach
das Leben dieses Mannes gestaltete, wissen wir nicht. Jedenfalls bedeutete ihm
sein Reichtum so viel, dass er dafür auf die
Nachfolge Jesu verzichtete. Mit dem Hinweis, dass eher ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das
Reich Gottes kommt, hat Jesus die Problematik drastisch unterstrichen.
Ist es also Jesu Absicht, dass wir alle in
möglichst tiefer Armut leben? Davon kann
keine Rede sein. Jesus liebt zwar die Ar-
2
men, nicht aber die Armut. Mit seinen klaren Aussagen zu Geld und Besitz will er
uns auch in dieser Beziehung Gottes Maßstäbe unmissverständlich vor Augen führen. Besitz und Reichtum galten schon im
Alten Testament vielfach sogar als Ausdruck des Segens Gottes. Ein so Gesegneter war Abraham. In 1. Mose 24, 35, 1.
Mose 13,2 und 1. Mose 21,22 heißt es,
dass der Herr Abraham reich beschenkt hat
und er sehr wohlhabend geworden ist.
Schon damals kam es darauf an, wie wir
mit Besitz und Reichtum umgehen. Das
Ergebnis kann Segen oder Fluch sein.
Natürlich strecken wir Christen uns nach
möglichst viel Segen aus. Aber wenn es
um Geld und Besitz geht, haben wir die
Voraussetzungen für Segen bei weitem
noch nicht richtig verstanden, wie wir
überhaupt im Hinblick auf die Thematik
Gott und Geld in unseren Gemeinden und
Kreisen noch viele echte Säuglinge sehen.
Und eigentlich ist doch alles so einfach:
Alles und jedes kommt von Gott, und so
gehört ihm auch alles. „Denn mir, dem
allmächtigen Gott, gehört alles Silber und
Gold“, lässt Gott den Propheten Haggai
sagen (Kap. 2, 8). Und König David singt
(Psalm 24, 1): „Dem Herrn gehört die
ganze Welt und alles, was auf ihr lebt.“
Wir sind also nicht Eigentümer, höchstens
Besitzer von Geld und materiellen Dingen.
Wenn wir genau nach Gottes Wort vorgehen, sind wir auch das nicht, sondern sollen gute Haushalter, gute Verwalter sein.
Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie
mit dem ihnen anvertrauten Gut eines anderen, also nicht dem eigenen, verantwortlich umgehen. Und genau das ist der
Schlüssel zur Lösung der Frage, wie
Christen mit Besitz und Geld umgehen
sollen.
Was bedeutet es, Verwalter und Haushalter
zu sein? Zu allererst habe ich die Pflicht,
mit den mir anvertrauten Gütern – Geld
und Besitz – sorgsam umzugehen. Das
heißt: Ich setze alles daran, diese nicht zu
verschleudern oder gar durch riskante Aktionen in ihrer Substanz, ihrem Wert, zu
gefährden. Besser ist es freilich, die Güter
zu mehren, ihren Wert zu erhöhen. Aber
natürlich nicht um jeden Preis. So achte ich
zum Beispiel darauf, dass ich als Verwalter
und Haushalter nur solche Geschäfte mache, bei denen ich andere nicht übervorteile. Meine Aufgabe ist es auch, mit dem mir
anvertrauten Geld und Besitz für andere
zum Segen zu sein. Das kann sich zum
Beispiel dadurch realisieren, dass ich den
in Not geratenen Menschen großzügig helfe, dass ich Geld investiere, ohne an Profit
zu denken. Philipper 2,4: „Denkt nicht
immer zuerst an euch, sondern kümmert
und sorgt euch auch um die anderen.“
Geld und Besitz erfordern Verantwortung
– zu allererst gegenüber Gott, aber auch
gegenüber den Mitmenschen. Der gute
Verwalter und Haushalter wird in jeder
Situation alles daran setzen, dieser Verantwortung gerecht zu werden. In 1.
Timoteus 6, 6 ff wird auf die geistliche
Dimension dieser Verantwortung hingewiesen: „Dabei ist in der Tat jeder reich,
der an Gott glaubt und mit dem zufrieden
ist, was er hat. Denn wir sind auf diese
Welt gekommen, ohne etwas zu besitzen,
und genauso werden wir sie auch wieder
verlassen.“ In Vers 10 spricht Paulus die
verhängnisvollen Auswirkungen von Habgier an: „Denn alles Böse wächst aus der
Habgier. Schon so mancher ist ihr verfallen und hat dadurch seinen Glauben verloren. Wie viel Not und Leid hätte er sich
ersparen können!“
Ab Vers 17 weist Paulus Timotheus eindringlich darauf hin, dass er den Reichen
unbedingt einschärfen müsse, dass sie sich
nichts auf ihren irdischen Besitz einbilden
3
oder ihre Hoffnung auf etwas so Unsicheres wie den Reichtum setzen. „Sie sollen
vielmehr auf Gott hoffen, der uns reich
beschenkt mit allem, was wir brauchen.
Sage ihnen, dass sie Gutes tun sollen und
gern von ihrem Reichtum abgeben, um
anderen zu helfen. So werden sie wirklich
reich sein und sich ein gutes Fundament
für die Zukunft schaffen, um das wahre und
ewige Leben zu gewinnen.“
Angeprangert wird in der Bibel immer
wieder die Geldgier. So fordert uns der
Schreiber des Hebräer-Briefes in Kapitel
13, Vers 5, auf, dass wir nicht hinter dem
Geld her, sondern zufrieden mit dem sein
sollen, was wir haben. „Denn Gott hat uns
versprochen: Niemals werde ich euch verlassen. Ich werde für euch sorgen, dass es
euch an nichts fehlt.“ Diese Verheißung ist
so umwerfend, dass selbst gestandene
Christen daran zweifeln. Aber diese Verheißung ist zugleich so klar und einfach,
dass sie eigentlich von jedem verstanden
und angenommen werden müsste.
Auch unter verantwortungsbewussten
Nicht-Christen gilt Geldgier als etwas, das
nicht nur nicht glücklich macht, sondern
zumeist in den finanziellen Ruin führt. Der
Börsencrash 2001/2002 und der weltweite
Finanzkollaps 2008 haben das mit brutaler
Härte demonstriert. Nur einige Wenige
wurden in kürzester Zeit Multimillionäre
und blieben es auch. Hunderttausende gutgläubige, aber völlig unerfahrene Spekulanten verloren dagegen Milliardenbeträge
und müssen noch heute damit leben, vielfach nicht einmal ihren finanziellen Einsatz wiedergesehen zu haben. Die Geldgier
hat sie ruiniert. Das gleiche gilt für den
Zusammenbruch von Teilen des weltweiten Finanzsystems als Folge der immensen
Staatsverschuldungen.
Eng verbunden mit Geldgier sind Neid und
Missgunst. Die Reichen blicken neidvoll
auf die Superreichen, und die weniger Begüterten gönnen den anderen nicht deren
Wohlstand. Und wenn das unter Christen
geschieht, müssen wir uns nicht wundern,
dass Neid und Missgunst – natürlich nicht
nur in finanzieller Dimension – Ursachen
für erhebliche Disharmonie in unseren
Gemeinden sind. Gott möchte aber Gemeinden, die sich durch das Gegenteil auszeichnen: ein harmonisches Miteinander,
getragen durch Liebe, Annahme und Vergebung. Neid und Missgunst haben somit
in der Gemeinde nichts zu suchen.
Geld und Besitz und das
Reich der Finsternis
In der Bibel gibt es – nach verschiedenen
Volltext-Recherchen – über 2000 Verse,
die sich mit Finanzen und Reichtum befassen (im Vergleich: nur etwa 200 Verse
über Glauben). Ob die Zahlen genau stimmen oder nicht – die Größenordnung verdeutlicht jedenfalls, welchen Stellenwert
Gott dieser Thematik beimisst. Natürlich
nicht ohne Grund: Die Menschen sind auf
diesem Feld besonders empfänglich für die
verführerischen Einflüsterungen und auch
lautstarken Proklamationen seitens der
Mächte der Finsternis. Und schon immer
nutzt Satan das brutal und schamlos aus. Er
kennt die Schwächen der Menschen haargenau. Sein Ziel ist es, dass die Christen
im finanziellen Bereich die biblischen
Grundsätze, Wahrheiten und Verheißungen
schlichtweg ausblenden, damit er mit ihnen
sein diabolisches, zerstörerisches Spiel
treiben kann.
4
Wer diese Aussagen als übertrieben empfindet, muss sich auch und gerade als
Christ den Vorwurf gefallen lassen, dass er
die Dinge ziemlich realitätsfern sieht.
Denn die Realität sieht zum Beispiel so
aus:
Nach einer Umfrage geht in Deutschland die Hälfte aller geschiedenen
Ehen in die Brüche, weil sich die Partner in Geldfragen nicht einig sind oder
werden. Psychologen erklären das damit, dass Geld Unabhängigkeit bedeutet. Es steht außer Frage, dass hier die
Mächte der Finsternis massiv ihre
Hände im Spiel haben.
„Beim Geld hört die Freundschaft auf.“
Diese bekannte sprichwörtliche „Weisheit“ zielt in die gleiche Richtung: Wie
viele gute Freundschaften sind in die
Brüche gegangen, weil es Streit um
Geld oder Finanzen gegeben hat; weil
Darlehen nicht fristgerecht zurückgezahlt wurden; oder weil eine gut gemeinte Bürgschaft plötzlich bedient
werden musste. Und Satan reibt sich
die Hände.
Nicht nur in den USA entsteht die extremste Verschuldung mittelständischer
Familien durch den ungehemmten Gebrauch – besser: Missbrauch – von
Kreditkarten. Man konsumiert und
konsumiert und bezahlt immer per
Credit Card, ohne zu wissen oder auch
nur darüber nachzudenken, wie alles
dies bezahlt werden soll. Zinsen von
knapp 20 Prozent p.a. gehören dabei
zur Tagesordnung. Totaler finanzieller
Ruin, zerstörte Familien und im
schlimmsten Fall der Gang ins Gefängnis sind die Folgen. Der Teufel
kann wieder eine Erfolgsstory abhaken
– nein: zigmillionenfache Erfolgsstories.
Nach Erhebungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform waren in Deutschland im Jahre 2011 6,41 Millionen
Bürger überschuldet. Das sind neun
Prozent aller Deutschen über 18 Jahre.
Als überschuldet gilt, wer seinen Zahlungsverpflichtungen in absehbarer
Zeit nicht nachkommen kann und kein
Vermögen hat. Fast zwei Drittel aller
überschuldeten Deutschen sind Männer. Mehr als ein Viertel der überschuldeten Menschen ist jünger als 30
Jahre. In der Altersgruppe der 20 bis
29-Jährigen beläuft sich die Schuldnerquote auf über 11 Prozent.
Wie Daten der Schuldnerberatungsstellen zeigen, war der Eintritt der Arbeitslosigkeit – mit einem Anteil von 29,6
Prozent – der häufigste Hauptgrund für
die Überschuldung. Veränderungen der
Lebensverhältnisse wie Trennung,
Scheidung oder Tod eines Partners,
Unfälle, Krankheit oder Suchtprobleme
folgten mit einem Anteil von 21,7 Prozent. Die in die Erhebung der Schuldnerberatungsstellen einbezogenen Personen hatten durchschnittlich 37.000 €
Schulden.
Nach jüngsten Analysen des Statistischen Bundesamtes haben Personen,
die bei Schuldnerberatungsstellen betreut werden, durchschnittlich etwa
fünf Gläubiger. Die Verschuldungshöhe aller dieser betreuten Personen bei
Kreditinstituten beträgt rd. 21.400 Euro
und die durchschnittliche Höhe je nicht
bankmäßiger Forderung beträgt rd.
1.100 Euro.
Tagtäglich suggeriert uns die BankenWerbung, wie vorteilhaft und einfach
es sei, Kredite unterschiedlicher Größenordnung für die verschiedenartigsten Anschaffungen und „Investitionen“
5
aufzunehmen. Unseriöse Kredithaie
bieten anschließend extrem teure Umschuldungen an. Allein durch die Zinslast, bedingt durch Zins und Zinseszins, kann dann der Schuldenberg ins
Unermessliche anwachsen. Ergebnis:
siehe oben, und die Mächte der Finsternis sind immer aktiv dabei.
Psychologen und Ärzte stellen immer
wieder die verheerenden Auswirkungen hoher finanzieller Schulden auf das
gesundheitliche Befinden der Schuldner und ihres direkten Umfeldes fest.
Mit anderen Worten: Schulden machen
krank. Ein anderer, nicht weniger
wichtiger Aspekt ist, dass hohe Schulden logischerweise einen Großteil unseres Denkens einnehmen und uns damit, ebenso wie übertriebenes Sorgen,
von anderen wichtigen „DenkBereichen“ abziehen. Dabei bleibt es
nicht aus, dass die lebendige Beziehung zu Gott, dem Vater, und Jesus,
unserem Herrn, zu kurz kommt, vielleicht sogar auf der Strecke bleibt. Und
genau das will Satan.
zu helfen, diese zu verändern oder –
besser noch – zu überwinden.
3. Vertrauen wir darauf (glauben wir),
dass Gott auch in diesem wichtigen Bereich unseres Lebens Veränderung von
Einstellungen und Verhalten schenken
will und wird.
4. Halten wir uns an John Wesley: „Erwirb soviel du kannst! Spare, soviel du
kannst! Gib, soviel du kannst!“
Wenn wir uns in dieser Weise geistlich
bewegen, haben die Mächte der Finsternis
und der Geist des Mammon die Schlachten
verloren. Und die Schleusen des Himmels
werden sich zu einem Segensstrom ungeahnter Dimension öffnen.
Wir Christen wollen aber etwas ganz anderes: Wir wollen mit Finanzen und Besitz so
umgehen, dass es Gott gefällt. Das ist freilich leichter gesagt als getan. Zunächst
müssen sich nämlich unsere Einstellungen
ändern. Und das fällt normalerweise nicht
vom Himmel. Ich gebe in diesem Zusammenhang bei Gesprächen stets diese Ratschläge:
1. Lesen wir aufmerksam in der Bibel.
Wie wir schon gesehen haben, beziehen sich über 2000 Verse auf Geld und
Reichtum.
2. Bitten wir Gott immer wieder, uns
ganz konkret Fehlverhalten und falsche
Einstellungen zu zeigen und uns dabei
6
Gottes Gedanken
über Geld
Praxis (I)
„Euer Vater weiß genau, was ihr braucht,
noch ehe ihr ihn um etwas bittet.“ (Mt 6,8)
Empfangen: Woher
kommen meine Finanzen und
mein Besitz?
„Denn mir, dem allmächtigen Gott, gehört
alles Silber und Gold.“ (Hag 2,8)
„Gebt, was ihr habt, dann wird Gott euch
so reich beschenken, dass Ihr gar nicht
alles aufnehmen könnt.“ (Lk 6,38)
„Sammelt euch aber Schätze im Himmel.“
(Mt 6,20)
„Genauso wenig könnt ihr zur selben Zeit
für Gott und das Geld leben.“ (Mt 6,24)
„Hütet euch vor der Habgier! Wenn jemand auch noch so viel Geld hat, das Leben kann er sich damit nicht kaufen.“ (Lk
12,15)
In unseren christlichen Kreisen ist viel die
Rede von Geben und Opfern, also dem
zweiten Schritt vor dem ersten. Denn zunächst einmal muss klar sein, aus welchen
Quellen ich meine Finanzen und meinen
Besitz schöpfe, und ob es aus Gottes Sicht
die richtigen Quellen sind. Hierüber wird
selten oder gar nicht gesprochen. Warum?
Man muss nicht viele Bibelstellen bemühen, um zu erkennen oder zu beweisen,
wie wichtig es Gott ist, auf welchen Wegen wir zu Geld und Besitz kommen. Vielfach tabuisieren wir aber dieses Thema –
vielleicht weil wir uns doch nicht immer
ganz sicher sind, ob wir auf Gottes Wegen
gehen.
So kann es durchaus sein, dass wir die
Grenzfälle entweder übersehen oder falsch
beurteilen. Zum Beispiel: Nehme ich eine
Erbschaft an, von der ich weiß oder ahne,
dass der Erblasser mit zweifelhaften Methoden zu seinem Besitz gekommen ist?
Spiele ich Lotto und hoffe damit auf ein
Glück, das im Zweifel nicht von Gott
kommt? Bewege ich mich bei der Steuererklärung gerade noch am Rande der Legalität und verbringe ich immense Zeit damit,
immer neue Steuerschlupflöcher zu entdecken und zu nutzen? Dreht sich mein Denken und Handeln quasi ständig um Börsenkurse? Kann ich es verantworten, in
einem Unternehmen mein Geld zu verdienen, in dem Betrügereien an der Tagesordnung sind – auch wenn ich nicht direkt
daran beteiligt bin? Und so weiter.
7
In den Sprüchen finden wir eine Fülle von
Stellen, wo unmissverständlich klar gesagt
wird, worauf es aus Gottes Sicht beim
„Verdienen“ ankommt und wie uns der
Segen entzogen wird, wenn wir auch in
diesem Bereich nicht auf Gottes Wort hören (Sprüche 6,11, 10,15, 13,18, 17,16,
28,19). In Lukas 16 unterstreicht Jesus
seine Maßstäbe von Gerechtigkeit im Zusammenhang mit Geld und Besitz. Und
Gerechtigkeit bedeutet hier in erster Linie
Ehrlichkeit. Paulus schreibt in 2. Korinther
10, dass Gott die Früchte der Gerechtigkeit
der Korinther wachsen lassen wird, so
dass sie materiell gut versorgt sind.
Ich ermuntere jeden Christen, im täglichen
Leben sehr genau darüber nachzudenken
und mit biblischen Maßstäben zu überprüfen, wie und woher er Finanzen und Besitz
bekommt. Dazu gehört auch die Frage, wie
viel Zeit und Energie er für die Beschäftigung mit finanziellen Dingen aufwendet.
Wenn sich sein Denken ständig um Geld
und Besitz dreht, läuft etwas falsch; der
Mammon zieht ihn von Gott ab – im übrigen auch von Familie und Freunden.
Von den angesprochenen Grenzfällen abgesehen, werde ich in der Praxis immer
wieder mit Fragen und Sachverhalten konfrontiert, die deutlich machen, wie auch
vermeintlich gestandene Christen in Sachen „Verdienen“ falsche Vorstellungen
und falsche Einstellungen haben. Da
scheuen sie sich als Immobilienbesitzer
nicht, von Ausländern völlig überhöhte
Wohnungsmieten zu fordern. Da gibt es
bei der Beschäftigung von Schwarzarbeitern – zum Beispiel bei der Wohnungsrenovierung – keinerlei Unrechtsbewusstsein. Ähnliches gilt für die kleinen Dinge
wie Papier, Bleistifte etc., die man unbekümmert aus dem Betrieb „mitnimmt“ –
von privaten Telefonaten am Arbeitsplatz
gar nicht zu reden.
Spielbankbesuche oder Geschäfte in unmoralischen Branchen sind dagegen natürlich
stets tabu. Aber was ist mit der EllbogenMentalität im Betrieb, um möglichst rasch
die Gehaltsleiter heraufzuklettern? Oder
suche ich mir bewusst „Freunde“, von denen ich mir wirtschaftliche Vorteile erhoffe? Oder verleihe ich an Mitchristen möglicherweise sogar Geld mit Zinsen? In die
gleiche Kategorie gehören alle finanziellen
Zuwendungen des Staates oder etwa der
Krankenkassen, die mir eigentlich gar
nicht zustehen. Kassiere ich ungeniert Arbeitslosengeld oder Hartz IV, obwohl ich
fit genug zum Arbeiten bin und auch entsprechende Beschäftigung finden könnte?
Und ein letztes Negativ-Beispiel: Lasse ich
mich auf das Angebot der Autokarosseriewerkstatt ein, bei der Behebung eines
Haftpflichtschadens an meinem Auto auch
gleich alle anderen Beulen und Schäden zu
beheben, die ich vorher selbst verursacht
habe?
Empfangen: Alles gehört Gott
Wenn ich mir sicher sein kann, dass ich
Geld und Besitz nach Gottes Maßstäben
und Geboten erwerbe, ist die Angelegenheit keineswegs erledigt. Es folgt der
nächste Schritt auf dem oft mühsamen und
holprigen Weg des Erkennens, wie Gott
möchte, dass ich mit Finanzen und Besitz
umgehe: Ich akzeptiere ohne Einschränkung, dass alles, was ich materiell besitze,
von Gott kommt, Ihm gehört und ich nur
Verwalter seiner Güter bin. Wer hiermit
erstmals konfrontiert ist, wird unsicher und
ängstlich zurückschrecken und fragen:
Bleibt mir dann noch genug?
Im Wort Gottes wird immer wieder klar
und deutlich gesagt, dass Gott uns stets gut
und ausreichend versorgen will, so dass
8
wir uns auch für die Zukunft nicht sorgen
müssen und sollen. Gott teilt aus nach Seinem weisen Ratschluss – dem einen mehr,
dem anderen weniger. So widerspricht es
auch nicht der göttlichen Ordnung, dass
der eine wohlhabend wird, der andere aber
zeitlebens materiell arm bleibt. Und der,
der mehr hat, darf sich an seinem Wohlstand auch erfreuen, freilich mit Einschränkungen. Wohlstand ist nämlich kein
Freibrief für Kaufsucht, zügellosen Konsum, Verschwendung oder pompösen Lebensstil. Wer als Christ mit Wohlstand
gesegnet wird, muss auch die damit verbundene Verpflichtung akzeptieren: Zu
seiner Verwalterschaft gehört das Geben,
also mehr abgeben an die, die es nötig haben. Vom Investieren in das Reich Gottes
– Zehnter und Opfer – wird später noch
ausführlich die Rede sein.
Gefährlich wird es, wenn wir uns von
Geld, Besitz und Wohlstand beherrschen
lassen, wenn wir davon abhängig sind.
Täuschen wir uns nicht, auch unter gläubigen, wiedergeborenen Christen gibt es Geschwister, die noch mit 70 Jahren ständig
damit beschäftigt sind, ihr Vermögen zu
mehren. Bei den Jüngeren ist es vielleicht
der unstillbare Hunger nach einem eigenen
Haus oder dem speziellen Auto. Damit
sage ich nichts gegen eine Immobilie, auch
nicht gegen ein schönes Auto. Gott will
aber nicht, dass diese Dinge unser Denken
und Handeln beherrschen, weil wir dann
falsche = Gott-ferne Prioritäten setzen. Als
Christ gibt es nur eine Priorität: Jesus
nachfolgen, mein ganzes Leben – einschließlich Geld, Vermögen, Besitz – Jesus
übergeben.
Was Verwalterschaft und Haushalterschaft
als Christ im Reich Gottes betrifft, darf
auch ein weiteres Tabu-Thema nicht ausgeklammert werden. Ich meine die oft verdrängte Tatsache und Erkenntnis, dass
niemand materielle Dinge über den Tod
hinaus mitnehmen kann, also auch kein
Geld und keinen Besitz. Damit ist unmissverständlich klar, dass Gott uns Geld und
Besitz – und auch Wohlstand – nur für
einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung
stellt, auch wenn es sich um ein sehr langes irdisches Leben handeln kann. Diese
Begrenzung verdeutlicht Gottes MitAnspruch an unseren Finanzen und unserem Besitz; denn nach unserem leiblichen
Tod ist Er erneut der Verfügungsberechtigte. Den Erben bleibt dies freilich oft verborgen, vor allem wenn sie keine Christen
sind.
Noch einmal: Alles in unserem Leben gehört Gott. Dies umfasst natürlich bei weitem nicht nur Geld und materiellen Besitz.
Alles heißt alles – Zeit, Energie, Gedanken, Gefühle sowie auch Beruf, Familie
und Freizeit. Wer glaubt, als Christ ein
duales Leben führen zu können – hier der
geistliche Bereich, dort der weltliche –
wird mit Sicherheit seelisch und geistlich
so zerrissen sein, dass er in beiden Bereichen wenn nicht scheitert, so doch Probleme über Probleme haben wird.
Geben: Vom Segen
des Zehnten?
Wir stehen in einer Kampfzone: Des Teufels Absicht Nummer 1 ist es, den Geldfluss der Christen zu behindern – besser:
zu verhindern –, weil er dann auch das
Ausbreiten des Evangeliums und des Reiches Gottes behindern kann. Der Teufel
kennt nämlich die Wirkung des Wortes
Gottes sehr genau. So lesen wir in Jesaja
55, 10-11:
9
„Denn wie der Regen und der Schnee vom
Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum
Keimen und Sprossen bringt, wie er dem
Seemann Samen gibt und Brot zum Essen,
so ist es auch mit dem Wort, das meinen
Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir
zurück, sondern bewirkt, was ich will, und
erreicht all das, wozu ich es ausgesandt
habe.“
Wenn es um den Zehnten geht, kommt es
immer wieder zu Kontroversen sowie viel
Unklarheit, Unsicherheit und Missverständnissen. Schauen wir uns zunächst die
entsprechenden Bibelstellen an:
3. Mose 27, 30: „Jeder Zehnte des Landes,
der vom Ertrag des Landes oder von den
Baumfrüchten abzuziehen ist, gehört dem
Herrn; es ist etwas Heiliges für den
Herrn.“
5. Mose 14, 22 ff: „Du sollst jedes Jahr
den Zehnten von der gesamten Ernte geben, die dein Acker erbringt aus dem, was
du angebaut hast. Vor dem Herrn, deinem
Gott, sollst du an der Stätte, die er auswählt, indem er dort seinen Namen wohnen lässt, deinen Zehnten an Korn, Wein
und Öl und die Erstlinge deiner Rinder,
Schafe und Ziegen verzehren, damit du
lernst, den Herrn, deinen Gott, zu fürchten,
solange du lebst.“
Maleachi 3, 10: „Bringt den ganzen Zehnten ins Vorratshaus, damit in meinem Haus
Nahrung vorhanden ist. Ja, stellt mich auf
die Probe damit, spricht der Herr der Heere, und wartet, ob ich euch dann nicht die
Schleusen des Himmels öffne und Segen im
Übermaß auf euch herabschütte.“
Das Geben des Zehnten war Teil des Bundes zwischen Gott und seinem Volk Israel.
Im Neuen Testament finden wir dieses
Gebot nicht als Gesetz. Sollen wir heute
also auf das Geben des Zehnten verzichten? Nein. Aus meiner Sicht ist das ehrliche Geben des Zehnten zum einen ein gutes Übungsfeld für mein Investment im
Reich Gottes. Zum anderen: Wenn ich
Mitglied oder Zugehöriger einer Freikirche
bin, ist der Zehnte die wesentliche Finanzquelle der Gemeinde. Und insofern liegt
auf dem Zehnten und dem Geber sicher der
Segen Gottes.
Umgekehrt heißt das aber nicht, dass der
ohne Segen ist, der den Zehnten nicht oder
nicht in voller Höhe gibt. Was ist zum Beispiel mit dem arbeitslosen Familienvater,
dessen verfügbares Einkommen kaum zum
Bestreiten eines bescheidenen Lebensunterhalts ausreicht? Oder wie soll die hoch
verschuldete alleinerziehende Mutter den
Zehnten aufbringen? Ich denke, dass Gott
in unser Herz sieht und nicht auf die Höhe
des monatlichen Dauerauftrags. In Fällen,
wo das Geben des Zehnten entweder gar
nicht möglich ist oder eine unvertretbare
Härte wäre, rate ich zu Folgendem: Dauerauftrag auch eines vergleichsweise kleinen
Betrages, um damit gegenüber Gott und
meiner Gemeinde zu signalisieren, dass ich
gern gebe, aber für eine gewisse Zeit den
höheren Betrag objektiv nicht leisten kann.
Wenn sich die wirtschaftliche Lage verbessert, korrigiere ich meine regelmäßige
Zahlung entsprechend nach oben.
In diesem Zusammenhang ein offenes
Wort zu „arm und reich“: Immer wieder
stelle ich fest, dass die sehr Wohlhabenden
vielfach größere Probleme mit dem Zehnten-Geben haben als die weniger Begüterten oder gar wirklich Armen. Denn bei den
Reichen handelt es sich beim Zehnten vordergründig um viel Geld. Aber es kommt
aus dem Überfluss und tut nicht weh. Der
Reiche hüte sich also davor, einen hohen
Zehnten-Betrag als besonders geistliche
10
oder gottesfürchtige Leistung anzusehen.
Ich plädiere deshalb für eine Diskussion in
unseren Gemeinden, ob es nicht richtiger
wäre, in unserer heutigen Zeit vom starren
Zehn-Prozent-Prinzip abzugehen und dafür
ein variables System anzuerkennen: 10
Prozent sind die Regel; aber keine Regel
ohne Ausnahme: Wer wenig hat, kann zum
Beispiel auch nur 5 Prozent bezahlen. Bei
entsprechend hohem Einkommen sollte der
Prozentsatz aber deutlich über 10 Prozent
steigen. Damit könnte sich nicht nur das
Finanzvolumen der Gemeinden erhöhen,
sondern es würde auch ein gerechterer
Ausgleich zwischen „arm und reich“ geschaffen.
Im Übrigen sollten wir, wenn wir das Prinzip des Zehnten bejahen, nicht nur unser
monatliches Gehalt in die ZehntenBetrachtung (10 Prozent oder mehr ...)
einbeziehen. Es steht außer Frage, dass
auch alle anderen Einkünfte dazu gehören;
zum Beispiel Zinsen, Dividenden, Gewinne aus Verkäufen von Wertpapieren oder
Immobilien, geldwerte Vorteile wie Firmen-Pkw, Kindergeld, Wohngeld, Zahlungen aus Lebensversicherungen, Vortragshonorare, Erbschaften, Geldgeschenke.
Um nicht den Überblick zu verlieren und
ehrlich gegenüber Gott zu sein, habe ich es
mir angewöhnt, hierzu einfache Aufzeichnungen zu führen
Ein weiteres bekanntes Diskussionsthema
ist, wohin der Zehnte gegeben werden soll.
Aus den obigen Bibelstellen geht eindeutig
hervor, dass es die Gemeinde sein soll, und
nur sie. Das war damals logisch und gilt
auch heute gleichermaßen: In 4. Mose 18,
21-32 wird erklärt, dass der Hauptzweck
des Zehnten darin besteht, die Leviten und
Priester zu versorgen, da sie kein eigenes
Erbteil erhalten hatten. Heute bezieht sich
das auf unsere hauptamtlichen Gemeindemitarbeiter. In 5. Mose 12, 5-18 und 5.
Mose 14, 22f geht es um zwei weitere
Funktionen des Zehnten: Finanzierung von
Festen und Treffen sowie Unterstützung
der Armen. Ersteres bedeutet heute beispielsweise die Unterhaltung von Gebäuden für Gottesdienste und andere gemeindliche Tätigkeiten, Anschaffung von Musikinstrumenten sowie die gesamte Verwaltung. Die Unterstützung der Armen umfasst heute ein breites diakonisches Arbeitsgebiet in den Gemeinden, außerdem
missionarische Projekte in den armen Regionen der Welt.
Es ist also fragwürdig, selbst entscheiden
zu wollen, wohin man den Zehnten gibt. Er
gehört ausschließlich in die Ortsgemeinde,
in der man Mitglied ist oder der man sich
zugehörig fühlt und wo man seine geistliche Nahrung erhält. Die dortigen Gemeindeleiter sind verantwortlich für den haushalterischen Umgang mit den ihnen anvertrauten finanziellen Mitteln, und zwar nach
den biblischen Kriterien.
Ich trete ohne Scheu dafür ein, dass unsere
heutigen Gemeinden Milliarden-Beträge
für den Bau des Reiches Gottes benötigen.
Nicht weil wir im Geld schwimmen und
mit Geld klotzen wollen, sondern weil
auch die Gegenseite – die Mächte der Finsternis, von denen die Christen bekämpft
werden – riesige Finanzmittel mobilisiert.
Nach neuesten Untersuchungen geben aber
nur etwa 20 Prozent der Christen ihren
Zehnten, also 80 Prozent geben ihn nicht.
Über das Ergebnis brauchen wir uns nicht
zu wundern: Die Christen sind auch in
finanzieller Hinsicht ungleich schwächer
als die Mächte der Welt und die Gegner
der Christen. In diesem Zusammenhang:
Wenn auch alle christlichen Unternehmer
und christlich geführten Unternehmen 10
Prozent ihres Gewinns als Zehnten an Gemeinden oder gemeindenahe Stiftungen
11
abgeben würden, könnte ein positiver Ruck
durch unsere Gesellschaft gehen.
Geben: Opfer als
Investment im Reich
Gottes
Zehnter und Opfer sind verschiedene Dinge und sollten nicht verwechselt oder vermischt werden. Während der Zehnte vollständig an die Gemeinde geht, handelt es
sich beim Opfer um ein über den Zehnten
hinausgehendes Investment im Reich Gottes. Konkret: In den Bereich Opfer gehören
alle Spenden an Missionswerke, christliche
karitative Organisationen, nationale und
internationale christliche Hilfswerke, bedürftige Mitchristen, evangelistische Vereinigungen etc. Natürlich kann und soll
man sein Opfer oder Teile davon auch in
die Gemeinde einbringen. Bei allen diesen
Spenden steht die Absicht des Investierens
im Mittelpunkt; also nicht einfach weggeben und nichts mehr davon sehen oder
hören, sondern Saatgut in die Erde bringen
– mit dem Ziel einer hohen Vervielfältigung und einer großen Ernte. In 2. Korinther 9, 6 ff unterstreicht Paulus ausführlich
die entsprechenden göttlichen Kriterien.
Geben: Hingabe und
Engagement in der
Gemeinde
War bisher in Sachen Geben nur von Geld
und Finanzen die Rede, darf natürlich ein
anderer wichtiger Geben-Aspekt nicht unberücksichtigt bleiben. Ich meine das Engagement von Menschen in der Gemeinde
und anderen Arbeitsfeldern, Christen, die
sich selbst geben. Diese Dimension gehört
fast in das Kapitel über den Zehnten. Denn
wäre es etwa falsch, Gott den zehnten Teil
meiner Zeit zu geben? Bei acht Stunden
Schlaf wären das immerhin mehr als eineinhalb Stunden pro Tag oder fast zehn
Stunden pro Woche (ohne Sonntag). Ich
weiß, dass diese Rechnung nirgendwo in
der Bibel vorkommt. Aber ich verhehle
nicht, dass ich eine solche Betrachtung in
Ausnahmefällen als Rat gebe, wenn Christen – nach objektiver Betrachtung – vorübergehend nicht in der Lage sind, finanzielle Investitionen im Reich Gottes zu
leisten.
Das Opfer beinhaltet also keineswegs unbedeutende, drittklassige Spenden, im Gegenteil. Viele segensreiche Missionswerke
und christliche Hilfsorganisationen und
Stiftungen könnten ohne großzügige Spenden (Opfer) und Spender ihre vielfältigen
Aufgaben überhaupt nicht wahrnehmen.
Und es ist bekannt, dass viele vermögende
Christen auch sehr hohe Summen für diese
Aktivitäten zur Verfügung stellen.
12
Die Praxis (II)
Haushalten: Luxus contra
Sparen
In den folgenden Kapiteln geht es um
Haushalten in der Praxis, und zwar aus
biblischem Verständnis. Dabei taucht oft
als erste Frage auf, was Gott mir an materiell Gutem zubilligt und wo Luxus anfängt. Schnelle, pauschale Antworten führen leicht in die falsche Richtung. Denn für
die alleinerziehende Mutter kann der regelmäßig kommende Babysitter ein extremer „Luxus“ sein, während der Topmanager sein Oberklasseauto keineswegs als
„Luxus“ empfindet. Und ein Reihenhaus
im Grünen ist für eine sechsköpfige Familie auch objektiv kein „Luxus“, die Prachtvilla auf Mallorca für das vermögende
Rentnerehepaar aber ganz sicher.
Gott will jeden von uns reich beschenken.
In seinem unerklärlichen weisen Ratschluss tut er das auch in materiellen Dingen jedoch unterschiedlich. Deshalb kann
es keine allgemeingültige Regel geben,
was „Luxus“ ist, wo er anfängt und wo er
aufhören muss. Es kommt vor allem darauf
an, welchen Stellenwert ich „Luxus“ einräume. Wenn ich ständig darüber nachdenke und damit beschäftigt bin, wie ich zu
schönen neuen Dingen komme, ist etwas
faul. Die Korrektur muss darin bestehen,
zu akzeptieren, dass ich zuerst nach dem
Reich Gottes trachten soll.
„Luxus“ hat natürlich auch viel mit Haushalterschaft zu tun. Millionen von Menschen leben ständig über ihre Verhältnisse
– Christen eingeschlossen. Sie kaufen Dinge, die sie sich eigentlich nicht leisten
können und die sie auch nicht dringend
benötigen. Die Folgen sind Schulden, keine finanziellen Reserven und unsichere
Zukunft. Bewusstes Haushalten beinhaltet
dagegen planvollen Umgang mit den uns
von Gott anvertrauten Finanzen. Dazu gehören auch Verzicht und eine Lebensführung, die sich durch Bescheidenheit in einer speziellen Dimension auszeichnet. Mit
dieser „Bescheidenheit“ meine ich eine
Haltung: Auch wenn ich es mir leisten
kann, muss ich nicht alles besitzen, was ich
schön finde und gerne hätte. Alles dies soll
aber – bitte – nicht in übertriebenen SparWahn oder gar krankhaften Geiz münden!
Haushalten: Was ist
genug?
Für uns Christen stellt sich beim Thema
„Haushalten“ insbesondere auch die Frage,
was aus Gottes Sicht eigentlich genug ist
im Hinblick auf unser Geld und unseren
Besitz. Die Antwort sollten wir uns von
Gott geben lassen, am Besten für ein Jahresbudget. Als Ehepaar – oder auch als
Single – bringen wir dies im Gebet vor
Gott. Wir formulieren unsere Wünsche und
Vorstellungen innerhalb unseres jeweiligen
finanziellen Rahmens, sind aber gleichzeitig offen für Gottes konkrete Korrekturen.
Das kann dazu führen, dass gewünschte
Anschaffungen gestrichen oder verschoben
werden. Oder dass ein geplanter teurer
Urlaub deutlich abgespeckt wird. Oder,
oder ..
Man kann es auch so sehen: Mit Gottes
Eingreifen und mit Gottes Impulsen ziehe
ich ganz bewusst einen Kreis, innerhalb
dessen ich mich finanziell bewege. Der
Durchmesser dieses Kreises wird bei Menschen mit unterschiedlichen Einkommenshöhen natürlich auch unterschiedlich ausfallen. Wichtig ist aber, dass jeder von uns
13
diesen Kreis möglichst genau definiert –
besser von Gott definieren lässt!
Auf dieser Thematik konzentriert sich vor
allem Earl Pitts in seiner Lehre zu Geld
und Besitz aus biblischer Sicht. Siehe Literatur-Anhang.
Haushalten:
Vorsorgen, aber nicht
sorgen
Und was ist insgesamt mit Sparen und
Vorsorge? Das Wort Gottes sagt uns immer wieder, dass wir uns nicht sorgen sollen, was etwa die Zukunft bringt. Wir sind
aber aufgefordert, gute Haushalter zu sein,
wozu auch ein gewisses Maß an Vorsorge
gehört, zum Beispiel: RisikoLebensversicherung des jungen Familienvaters, finanzielle Rücklagen für Notfälle
und erforderliche Reparaturen oder Anschaffungen, Sparen für die Altersversorgung. Wer dies ablehnt, weil Gott schon
alles regeln werde, hat das Prinzip der
christlichen Haushalterschaft nicht verstanden.
Zur Vorsorge in der geschilderten Weise
kann auch die Geldanlage in Aktien, Fonds
oder anderen Formen gehören. Nur sollte
dabei niemand gierig auf das schnelle Geld
schauen und blind den blumigen Versprechungen von Anlageberatern vertrauen. Es
gilt, zwei Regeln zu beachten: Zum einen
sollte ich mich mit diesen Anlageformen
intensiv befassen und sie auch in Details
wirklich verstehen. Zum anderen muss ich
mir immer klar machen, dass erhebliche
Risiken bestehen können – bis hin zum
Totalverlust des eingesetzten Kapitals.
Und je höher die Rendite-Aussichten, desto höher sind auch die Risiken!
In diesem Zusammenhang bedarf es einer
weiteren Warnung. Vernünftige Vorsorge
kann leicht zu bedrückender Sorge werden,
wenn wir uns über Gebühr mit Finanzanlagen befassen. Wer ständig seine Gedanken
um Aktienkurse kreisen lässt, täglich die
Wertentwicklung seines Depots überprüft
oder nur noch Finanzzeitschriften studiert,
ist Gefangener von Geldsucht. Solche
Menschen lassen es zu, von Gott abgezogen zu werden. Denn sie haben viel zu
wenig Zeit für Gott und verschieben
gleichzeitig die von Gott gesetzten Maßstäbe. Von extremer Ich-Bezogenheit und
zwangsläufig mangelnder Hinwendung
zum Anderen ganz zu schweigen. Und die
Mächte der Finsternis gewinnen Terrain!
Haushalten:
Vorsicht vor der SchuldenFalle
Mehr Geld ausgeben als man hat – das ist
heute modern und ganz normal. Fast jeder
vierte deutsche Haushalt muss Konsumentenkredite abzahlen; Hypotheken- und
Bauspardarlehen sind nicht mitgerechnet.
Und der Staat macht es uns vor: Die Verschuldung der öffentlichen Hand steigt
von Jahr zu Jahr, und der immense Zinsaufwand reißt neue Löcher in die öffentlichen Kassen. Sogar Staaten drohen pleite
zu gehen. Also munter Schulden machen?
Ich fand in der Bibel kein Gebot, das besagt, man dürfe keine Schulden machen,
also auch keinen Kredit aufnehmen. Es
gibt aber viele warnende Hinweise, zum
Beispiel Sprüche 22,7: „Der Reiche hat
die Armen in seiner Gewalt, der Schuldner
ist seines Gläubigers Knecht.“ Im Rahmen
meiner Beratungs- und Lehrtätigkeit zum
14
Thema „Gott und Geld“ – auch und gerade
in der Schuldnerberatung – weise ich immer wieder mit Nachdruck darauf hin, dass
wir nicht in die Schulden-Falle laufen sollten. Das ist freilich leichter gesagt als getan, werden uns Kredite doch vielfach geradezu aufgedrängt. In den USA gehört es
zu den Selbstverständlichkeiten, dass
schon Kinder und Jugendliche über Kreditkarten verfügen. Selbst Urlaub auf Kredit ist keine Seltenheit mehr.
Haushalten in finanziellen Dingen heißt,
auf keinen Fall mehr Geld auszugeben als
ich habe – besser weniger. Auch wenn es
altmodisch klingt, plädiere ich dafür, die
neue Stereoanlage erst zu kaufen, wenn
das Geld dafür da ist. Das neue Auto kann
auch ein Gebrauchter oder eine Nummer
kleiner sein. Den Dispokredit bei der Bank
spare man sich für echte Notfälle auf. Anschaffungen und Konsum auf Pump sollten
ein Tabu sein. Wer regelmäßig seine monatliche Kreditkartenrechnung nicht voll
begleichen kann, handelt klug, wenn er die
Karte nicht mehr benutzt. Extreme wie
Spielschulden oder Schulden durch Drogenkonsum – leider in unserer Zeit keine
Seltenheit mehr – seien nur der Vollständigkeit wegen erwähnt.
Schulden führen fast immer zu persönlichen und familiären Krisen. Wenn der
Schuldenberg zu groß wird, kommt es zu
Katastrophen wie Verlust der Wohnung,
Krankheit, Depression oder Flucht in den
Alkohol. Bei Christen besteht die Gefahr,
dass sie sich so sehr mit ihren Schulden
und deren Auswirkungen beschäftigen
(müssen), dass ihr geistliches Leben verkümmert und sie sich mehr und mehr von
Gott entfernen. Dann schließt sich im
wahrsten Sinne des Wortes der Teufelskreis: Schulden und kein Ausweg.
Keine Regel ohne Ausnahme: Natürlich
gibt es auch Situationen und Sachverhalte,
wo Schulden zu akzeptieren sind. Ich denke an persönliche Notfälle wie schwere
Krankheit eines Familienmitgliedes,
wodurch unerwartet hoher Finanzbedarf
entsteht. Auch das Zusammentreffen von
kaputter Waschmaschine und teurer Autoreparatur könnte eine Kreditaufnahme
rechtfertigen, sofern Waschmaschine und
Auto tatsächlich unentbehrlich sind. Voraussetzung ist aber, dass ich in der Lage
bin, diese Schulden in einem überschaubaren Zeitraum – zum Beispiel maximal 1824 Monate – zurückzuzahlen, und zwar
ohne die Gefahr neuer Schulden.
In diesem Zusammenhang taucht immer
wieder die Frage nach Krediten für Häuser
oder Eigentumswohnungen auf. Grundsätzlich ist gegen deren Kreditfinanzierung
nichts einzuwenden, da es sich um eine
rentierliche Schuld handelt. Das beliehene
Objekt selbst ist nämlich – in aller Regel –
sowohl für den Kreditgeber als auch den
Kreditnehmer eine Sicherheit ersten Ranges und kein kurzlebiger Konsumartikel.
Vorsicht ist allerdings dann geboten, wenn
eine Immobilie mit dem letzten Euro finanziert wird oder sogar von vornherein
abzusehen ist, dass sich der Käufer oder
Bauherr finanziell übernimmt. Haus oder
Eigentumswohnung darf nur der mit Kredit
anschaffen, der einigermaßen sicher ist, die
monatlichen Raten über einen langen Zeitraum – bis zu 30 Jahre – ohne große Probleme zahlen zu können. Hierzu gehört auch
die Frage, ob Zinsen und Tilgung auch
dann regelmäßig bezahlt werden können,
wenn ein Ehepartner durch Krankheit oder
Arbeitslosigkeit sein Einkommen verliert.
Im Zweifelsfall ist professionelle Beratung
vor Vertragsabschlüssen anzuraten.
15
Haushalten: Einnahmen
erhöhen, Ausgaben
senken
Wenn ich ständig mit meinem Geld nicht
auskomme, gibt es eine ganz einfache Regel: entweder Einnahmen steigern oder
Ausgaben senken. Das Problem ist nur,
dass es zumeist kaum möglich ist, an der
Einnahmenseite zu drehen, so dass nur die
andere Alternative bleibt. Und hier sieht
man auf den ersten Blick oft gar keinen
Spielraum.
Einnahmen erhöhen: Es ist keine Schande,
den Vorgesetzten auf eine Gehaltserhöhung anzusprechen (siehe auch Kapitel
„Beruflicher Aufstieg“). Wer sich nicht um
Kindergeld oder Wohngeld kümmert, verzichtet – freiwillig – auf Einnahmensteigerung. Das Gleiche gilt für Steuerbescheide
oder Rechnungen, die ungeprüft zur Seite
gelegt werden. Oder: Hin und wieder kann
es sinnvoll und notwendig sein, dass die
heranwachsenden Kinder auch einmal einen Ferienjob annehmen oder durch Babysitten ihr Taschengeld selbst finanzieren.
Schütteln wir also nicht gleich verneinend
oder zweifelnd den Kopf, wenn die Frage
nach höheren Einnahmen gestellt wird.
Ausgaben senken: Der erste Schritt muss
sein, dass ich mir einen genauen Überblick
verschaffe, wofür ich im einzelnen mein
Geld ausgebe. Das funktioniert nur, wenn
ich über einen längeren Zeitraum – zum
Beispiel vier Monate – detaillierte Aufzeichnungen mache, also im Prinzip ein
Haushaltsbuch führe. Ich rate dazu, die
Eintragungen in verschiedenen Spalten
vorzunehmen – nach Ausgabenarten wie
Lebensmittel, Wasch- und Pflegemittel,
Kleidung, Kultur, Telekommunikation,
Internet, Restaurantbesuche, Autokosten,
Versicherungen, Miete und Nebenkosten
etc. Durch die monatliche Addition der
einzelnen Spalten erhält man auf ganz einfache Weise einen guten Überblick über
die Ausgaben-Gruppen. Dies kann dann
auch Basis für ein Monatsbudget sein, wobei Budget heißt: Ich setze mir für alle
Ausgaben(-Gruppen) eine realistische
Höchstgrenze, die auf keinen Fall überschritten werden darf.
Vor einer solchen Budgetierung steht natürlich die Notwendigkeit, aufgrund der
monatlichen Ausgabenaufzeichnung zu
prüfen und zu entscheiden, wo wie viel
gespart werden kann, das heißt, die Ausgaben zu senken. Selbst derjenige, der ein
kleines Einkommen hat und sparsam lebt,
wird überrascht sein, wie viele Einsparmöglichkeiten es immer noch gibt. Man
muss sich allerdings Gedanken machen
und bewusst gezielt vorgehen. Wem das
schwer fällt oder wer sich unsicher ist,
sollte das Gespräch mit einem Menschen
seines Vertrauens suchen oder das Thema
auch einmal im Hauskreis anschneiden. Im
Umfeld meiner Gemeinde steht hierfür
auch ein geschultes Beraterteam im Rahmen der professionellen Schuldnerberatung einer gemeinnützigen christlichen
Stiftung zur Verfügung.
Haushalten: Kinder,
Taschengeld und Handy
Ich bin immer wieder erstaunt und erschrocken, wie in Familien mit Kindern
über das Thema Geld gesprochen wird –
oder auch nicht. Mit Nachdruck plädiere
ich dafür, diese Thematik gegenüber Kindern nicht zu tabuisieren, was nicht heißen
soll, dass wir ständig über Geld reden soll-
16
ten. Aber wenn es in der Familie finanzielle Probleme gibt oder andere finanzielle
Fragen akut werden, ist es erforderlich, mit
den Kindern hierüber in einer Weise zu
sprechen, die auf ihr Alter Rücksicht
nimmt und bei ihnen keine Ängste verursacht. Wichtig ist, die Dinge offen und klar
anzusprechen, damit die Kinder zum Beispiel konkrete Sparmaßnahmen oder finanzielle Einschränkungen wirklich verstehen
können und nicht etwa unvorbereitet damit
konfrontiert werden.
Zu dieser Thematik gehört natürlich auch
das Taschengeld – in vielen Familien ein
heißes Thema. Auch hierbei bin ich kein
Freund von Patentrezepten. Grundsätzlich
sollte das Taschengeld eher niedriger als
höher bemessen werden, um den Kindern
und Jugendlichen schon in frühem Stadium
das Gebot der Haushalterschaft nahezubringen. Und es sollte klare Regeln geben,
welche finanziellen Pflichten mit dem Taschengeld verbunden sind. Das heißt: Was
muss vom Taschengeld beglichen werden
und was finanzieren die Eltern separat?
Und erklären Sie Ihren Kindern auch, wie
Schecks, Überweisungen und Kreditkarten
funktionieren und wie man sie einsetzt. Ab
einem Alter von 10 bis 14 Jahren sollten
Kinder über ein Girokonto auf Habenbasis
verfügen, damit sie sich frühzeitig mit den
Bankmechanismen vertraut machen können.
Wenn ein Kind oder ein Jugendlicher ständig mit seinem Geld nicht auskommt, gilt
das Gleiche wie bei Erwachsenen: siehe
Kapitel „Haushalten: Einnahmen erhöhen,
Ausgaben senken“. Gewarnt sei in diesem
Zusammenhang vor allem vor der Ausgabenfalle Handy. Unabhängig von der Frage, ob es grundsätzlich richtig ist, dass so
viele (junge) Jugendliche Handys besitzen,
ergibt sich zunehmend das Problem der
Jugend-Verschuldung durch extensive
Handy-Nutzung. Eltern, Lehrer, Jugendleiter, Jugendpastoren etc. sollten deshalb
schon in frühen Jahren auf diese Problematik hinweisen und konkrete Hilfestellungen
für kostenbewusste Handy-Nutzung geben.
Limitierte Prepaid-Karten könnten eine
Lösung sein. Informationen über kostenpflichtige Telefonnummern – auch und
gerade im Festnetz – gehören ebenfalls in
diesen Bereich von Information und Aufklärung.
Haushalten: Das große
Schweigen zwischen
Ehepartnern
Im Rahmen meiner Finanz- und Schuldnerberatung bin ich immer wieder erstaunt
und erschrocken, wie viele Paare und Ehepaare das Thema Geld in ihrer Kommunikation aussparen. Da weiß die Frau nicht,
was ihr Mann verdient. Da macht der eine
Schulden, von denen der andere keine
Kenntnis hat. Da wird Wohlstand gelebt,
obwohl eigentlich Armut herrscht. Solches
Verhalten führt unweigerlich in eine Katastrophe – nicht nur, was die gemeinsamen
Finanzen betrifft. Denn wenn auf einem so
wichtigen Gebiet wie Geld und Finanzen
zwischen Eheleuten kein Vertrauen besteht, wie können dann Ehe und Beziehungen, die auf Vertrauen basieren müssen,
funktionieren? Merke also: Ehepartner
müssen unbedingt über alle finanziellen
Fragen miteinander offen kommunizieren,
auch wenn unangenehme Wahrheiten ans
Licht kommen. Nur wenn auch auf diesem
Feld Vertrauen und Offenheit bestehen,
wird es möglich sein, finanzielle Krisen
gemeinsam zu meistern. Lassen wir auch
hier die zerstörerischen Kräfte Satans nicht
wirksam werden!
17
Haushalten: Chancen für
beruflichen Aufstieg
nutzen
Die Praxis III
Den Schuldenberg
überwinden
Die finanzielle Situation von Berufstätigen
hängt ursächlich mit der persönlichen Situation im Beruf zusammen: Wer beruflich
aufsteigt, hat in aller Regel auch ein höheres Gehalt. Das bedeutet, dass auch Christen das berufliche Weiterkommen nicht
aus den Augen verlieren sollten. Denn Gott
hat uns auch in dieser Hinsicht mit Gaben
ausgestattet, die wir nutzen dürfen und
sollen. Das muss nicht zu Ellenbogenmentalität oder übertriebenem Karrierestreben
führen. Aber aus meiner Sicht ist jeder
Berufstätige aufgefordert, sich fortzubilden, sich anzustrengen und nach beruflichem Weiterkommen zu streben. Eine bessere finanzielle Versorgung wird automatisch die Folge sein.
Im Kapitel „Haushalten: Vorsicht vor der
Schulden-Falle“ habe ich – hoffentlich –
unmissverständlich dargelegt, wie gefährlich Schuldenmachen ist und dass wir
Christen dies tunlichst vermeiden sollten.
Was aber tun, wenn durch Unkenntnis,
Leichtsinn oder persönliches Unglück
doch finanzielle Schulden entstanden sind?
Zunächst einmal geht es darum, die Höhe
des Schuldenberges genau zu kennen, und
zwar alle Schulden zusammen genommen.
Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, dass sich nicht wenige Menschen des
Ausmaßes ihrer Verschuldung gar nicht
bewusst sind. Je nach Berufs-, Familienund Lebenssituation ist es nämlich durchaus von Bedeutung, ob wir über 3.000 oder
30.000 Euro reden. Weiterhin muss ich
wissen, welche Schulden ich innerhalb
welchen Zeitraumes tilgen muss. Ich muss
also die einzelnen Darlehensverträge oder
Unterlagen zu Ratenkäufen etc. in ihren
Konsequenzen kennen und natürlich auch
erfüllen.
Der nächste Schritt, den Schuldenberg zu
überwinden, besteht darin, vor mir selbst
anzuerkennen, dass niemand anders als ich
selbst die Verantwortung zur Rückzahlung
(Tilgung) meiner Schulden trägt. Auch in
dieser Hinsicht bin ich immer wieder erstaunt, wie oft Schuldner dieses Erfordernis einfach nicht sehen (wollen?). Wenn
ich aber meine Verantwortung ohne Einschränkung akzeptiere, bin ich auf dem
richtigen Weg, meine Schulden abzubauen.
Ein reales Beispiel aus der von mir geleite-
18
ten Schuldnerberatung „HoffnungSchöpfen“ der Stiftung „Christen Helfen“:
Eine Frau mit hohen Schulden war völlig
verzweifelt, da sie keinen Ausweg sah, von
ihrem Schuldenberg herunterzukommen.
Nach vielen Gesprächen erkannte sie ganz
konkret ihre Verantwortung zur Schuldenrückzahlung: Zunächst wandte sie sich an
die privaten Gläubiger, entschuldigte sich
für ihre Versäumnisse, erläuterte ihre persönliche Situation und bestätigte, dass sie
für die Schulden einstehen werde, sobald
sich ihre finanzielle Situation gebessert
habe. Und alles dies brachte sie auch zu
Jesus. Das Ergebnis war, dass private
Gläubiger ganz auf die Rückzahlung verzichteten und andere von sich aus einen
langfristigen Zahlungsaufschub anboten.
Die in gleicher Weise angeschriebenen
Banken verzichteten ohne Umschweife auf
weitere Zwangsmaßnahmen wie Lohnpfändung oder Eidesstattliche Versicherung. Der Schuldenberg war also deutlich
niedriger und damit überwindbar geworden.
Zu den notwenigen Schritten gehört außerdem, sehr genau zu berechnen, in welcher
Größenordnung pro Monat Tilgungen unter realistischer Betrachtung vorgenommen werden können. Dringend erforderlich
ist dazu die Aufstellung eines Monatsbudgets (siehe Kapitel „Haushalten: Einnahmen erhöhen, Ausgaben senken“), in dem
die Beträge für Schuldentilgung akribisch
aufgeführt werden. Das ist ein absolutes
Muss!
Wer in eigener Regie mit seinen Schulden
nicht zurecht kommt, sollte sich nicht
scheuen, professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Hierzu gehören die
offiziellen Schuldnerberatungsstellen bei
den meisten Städten und Landkreisen sowie zahlreiche karitative und kirchliche
Organisationen sowie diakonisch ausgerichtete Kirchengemeinden. Und wenn
auch diese keinen anderen Ausweg sehen,
gibt es in Deutschland inzwischen die
Möglichkeit der Privatinsolvenz (früher:
Konkursverfahren), in deren rechtlichem
Rahmen unter bestimmten Voraussetzungen nach Ablauf von sechs Jahren sämtliche Restschulden erlassen werden können.
Zuständig für diese Privatinsolvenzen sind
die Insolvenzabteilungen der örtlichen
Amtsgerichte. Bevor man sich an diese
wendet, muss ein sogenanntes „ Außergerichtliches Schuldenbereinigungsverfahren“ durchgeführt werden – entweder
durch einen Rechtsanwalt (kostenpflichtig!) oder eine staatlich anerkannte
Schuldnerberatungsstelle (z.B. „HoffnungSchöpfen“ der Stiftung Christen Helfen.
Für Christen im Rhein-Main-Gebiet gibt es
einen so genannten „Schuldenfonds“ der
gemeinnützigen Stiftung „Christen Helfen“
in Frankfurt (www.stiftungchristenhelfen.de). Im Rahmen dieses
Fonds können unter bestimmten Voraussetzungen zinslose Umschuldungen vorgenommen werden, das heißt: Die Stiftung
löst die Schulden voll oder teilweise ab,
der Schuldner zahlt den entsprechenden
Betrag im Rahmen einer verbindlichen
Vereinbarung ohne Zinsen zurück. Damit
reduzieren sich die gesamten Kreditkosten
auf null, und dem Schuldner wird der
Druck von Kreditinstituten und Inkassofirmen genommen.
19
Ohne auf weitere Einzelheiten eingehen zu
können, möchte ich alle Christen mit Finanzschulden ermutigen: Wer konsequent
die notwendigen Schritte geht, kann in
einem überschaubaren Zeitraum den
Schuldenberg überwinden. Wer diesen –
sicher beschwerlichen und steinigen – Weg
mit Jesus geht, wird von der Last des Zurückzahlens nicht erdrückt werden. Denn
auch in dieser Hinsicht ist Jesu Joch sanft,
„und meine Last ist leicht“ (Matth. 11,
30).
Die Praxis IV
Vorsicht vor der ImmobilienFalle!
Wer heutzutage ein Haus oder eine Eigentumswohnung kauft, wird in der Regel
einen oder mehrere Kredite nicht umgehen
können. In diesen Fällen handelt es sich
um vertretbare Finanzschulden, da diesen
ein beträchtlicher Wert gegenüber steht –
nämlich die Immobilie. Aber Vorsicht:
Hypotheken und andere Baudarlehen laufen bis zu 30 Jahre, ein langer Zeitraum
also, in dem regelmäßig Zinsen und Tilgungsraten bezahlt werden müssen. Hierauf sollte sich nur der einlassen, der bei
Vertragsabschluss über das notwendige
Eigenkapital verfügt und relativ sicher sein
kann, dass er die monatlichen Belastungen
auch über einen sehr langen Zeitraum tatsächlich tragen kann. Dazu gehört auch: Ist
die Rückzahlung auch dann sichergestellt,
wenn es zu deutlichen Einkommenseinbußen zum Beispiel durch Krankheit oder
Arbeitslosigkeit kommt?
Und hier scheiden sich die Geister: Was ist
„notwendiges“ Eigenkapital? Ich empfehle
dringend eine konservative Einschätzung,
nämlich mindestens etwa 25-30 Prozent
des Kaufpreises oder der Bausumme einschließlich Grundstück sowie Steuern und
Gebühren. Wer mit deutlich weniger Eigenkapital Immobilienbesitzer werden
will, muss sich über das Risiko im Klaren
sein.
Gott ist unser Versorger; dazu gehört natürlich auch das Wohnen. Und ich bin ganz
sicher, dass Gott nichts gegen Eigenheim
oder Eigentumswohnung hat. Er will aber
gleichzeitig, dass wir gute Haushalter sind,
20
was gerade im Hinblick auf Wohnen,
Wohnung und Haus bedeutet: Überschlagen wir vorher den Preis! Konkreter ausgedrückt heißt das, mit spitzem Bleistift
genau zu rechnen. Hierzu müssen unbedingt von vornherein auch Rücklagen für
Instandhaltung und späteren Reparaturaufwand gehören. Und wenn nur der geringste Zweifel an einer realistischen Finanzierbarkeit besteht, sollte man lieber
weiterhin zur Miete wohnen.
Von Aktien, Fonds und Co.
Sollen Christen ihr Geld vernünftig anlegen oder im Sparstrumpf aufbewahren? Es
steht völlig außer Frage, dass es zum Gebot der biblischen Haushalterschaft gehört,
die uns anvertrauten finanziellen Mittel auf
redliche Weise zu sichern und auch zu
mehren. Je nach Mentalität und persönlicher Erfahrung können wir hierfür Aktien,
Fonds, festverzinsliche Wertpapiere, Sparbriefe, Festgeldkonten etc., etc. einsetzen.
Aber seien wir auf der Hut: Wer sich ständig intensiv mit diesen Dingen beschäftigt
und seine Depotauszüge genauer studiert
als die Bibel, begibt sich automatisch in
die Fänge des Geistes Mammon. Er will
uns nämlich durch finanzielle Gier von
Gott abziehen.
Mein Rat bei Geldanlagen ist deshalb ganz
einfach: verantwortliches Handeln anstatt
Gier. Konkret bedeutet das, dass ich die
Formen der Finanzinvestitionen wähle, die
möglichst risikolos sind, wenig Arbeit
(sprich Zeit) erfordern und die ich voll und
ganz verstehe. Auch bin ich mit durchschnittlich etwa 2-4 Prozent Rendite vor
Steuern durchaus zufrieden. Wer mit diesen Prinzipien zu einem Bank- oder Anlageberater geht, kann im Prinzip nicht viel
falsch machen. Auf jeden Fall wird der
Geist Mammon bei ihm keine oder nur
geringe Chancen haben.
Geld verleihen an
Geschwister?
In Gemeinden und christlichen Gruppen
taucht immer wieder die Frage auf, ob man
unter Brüdern und Schwestern Geld leihen
oder verleihen soll. Für mich geht es dabei
um drei Fragenkreise: 1. Wofür soll das
Geld verwendet werden? 2. Besteht eine
realistische Chance, dass der Schuldner das
Darlehen tatsächlich zurückzahlen kann?
3. Ist der Darlehensgeber in einer ausreichenden wirtschaftlichen Lage, dass der
etwaige Verlust des Geldes nicht zu eigener finanzieller Notlage führt?
Bei der ersten Frage sollte auch die Überlegung mit eingeschlossen werden,
wodurch es zu einer Situation kommt, die
Geldleihen erforderlich macht oder eine
solche Absicht entstehen lässt. Geistliche
und praktische Begleitung durch erfahrene
Geschwister kann dabei enorm hilfreich
sein. Als Darlehensgeber würde ich immer
verlangen, dass der Schuldner einer Person
des gemeinsamen Vertrauens Rechenschaft
zu geben hat. Im Übrigen sind klare
schriftliche Vereinbarungen zur Darlehensrückzahlung auch unter Christen unerlässlich. Und schließlich: In 5. Mose 23,20
wird unmissverständlich gesagt, dass Zinsen unter Christen nicht statthaft sind. –
Mit anderen Worten: Verleihe an Geschwister nur dann Geld, wenn du bereit
und in der Lage bist, es zu verlieren!
21
Von Sinn und Unsinn der
Versicherungen
Wer Gottvertrauen dadurch reklamiert,
dass er in der heutigen Zeit auf eine Krankenversicherung verzichtet, lebt verantwortungslos. Wer zu Hause einen dicken
Aktenordner mit Versicherungspolicen
stehen hat, zeigt mangelndes Gottvertrauen
und wirft oft gleichzeitig viel Geld zum
Fenster hinaus. Was sollen Christen also
tun, wenn es um Versicherungen geht?
Je nach Familien- und Lebenssituation sind
folgende Versicherungen ein Muss: Krankenversicherung, Privathaftpflichtversicherung, Risiko-Lebensversicherung (zur Versorgung junger Familien oder zur Absicherung einer Hypothek). Außerdem ist die
private Rentenversicherung zur Altersvorsorge neuerdings deshalb ein nicht unwichtiges Thema, da die gesetzliche Rentenversicherung zukünftig kaum für den Lebensabend ausreichen wird. Auf alle anderen
Versicherungen kann man – nicht nur als
Christ – getrost verzichten. In aller Regel
nutzen sie nur den Versicherungsgesellschaften.
22
Zum Schluss, lieber Leser
Umgang mit Geld“, 2002, Campus für
Christus Verlag, EUR 14,95
Ich hoffe und wünsche, dass Ihnen die vorliegende Schrift „Gott und Geld“ nicht nur
wichtige und notwendige Informationen
vermittelt hat. Vor allem kommt es mir
darauf an, dass Sie die geistlichen Zusammenhänge verstehen und Ihren eigenen
Umgang mit Finanzen und Besitz nach
Gottes Maßstäben gestalten. Dann tragen
auch Sie dazu bei, dass der Geist Mammon
den Kampf nicht gewinnt, sondern sich die
Schleusen des Himmels für einen gewaltigen Segensstrom öffnen.
Clive Pick, „Gott, unser Finanzexperte“,
2001, Gerth Medien, EUR 10,95
Wenn Sie zum Thema „Gott und Geld“
spezielle Fragen haben oder persönliche
Beratung wünschen, können Sie sich gern
per eMail an mich wenden. Ich werde
Ihnen auf jeden Fall antworten und Ihnen
bei Bedarf sachkundige Berater nennen.
An Arbeitsmaterialien können Sie kostenlos anfordern:
Muster für Monats- und Jahres-Budget
Muster für „Haushaltsbuch“
Powerpoint-Dateien (Charts) für Leiter
und Lehrer
Bibelstellen-Dokumentation zu allen
behandelten Themen (soweit hier nicht
als Anhang enthalten)
Meine eMail-Adresse:
hertsch@stiftung-christenhelfen.de
Telefonisch erreichen Sie die Stiftung unter 069-38013883.
Berit Hein, Reinhard Rubow u. Jörg Ahlbrecht, „Mit Gott rechnen – Vom biblischen Umgang mit unseren Finanzen“,
Gerth Medien, Willow Creek Edition,
EUR 5,95
Thomas Giudici u. Wolfgang Simson,
„Der Preis des Geldes – Wege zur finanziellen Freiheit“, 2005, Brendow-Verlag,
EUR 18,90
Über den Autor
Helmut Hertsch (Jahrgang 1943) ist Journalist und Gesellschafter eines mittelständischen Fachverlages, den er vor über 40
Jahren gegründet hat. 2003/2004 schied er
aus der operativen beruflichen Tätigkeit
aus. In der Ichthys-Gemeinde Frankfurt am
Main leitete er bis Mitte 2008 den Bereich
Diakonie, wo er unter anderem für Finanzberatung zuständig war. Seit 2006 ist er
Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen
Stiftung „Christen Helfen“, Frankfurt am
Main. Helmut Hertsch lebt mit seiner Frau
Annemarie in Bad Homburg und hat zwei
erwachsene Kinder.
Als weiterführende Lektüre empfehle
ich Ihnen:
Craig Hill u. Earl Pitts, „Mäuse, Motten &
Mercedes – Biblische Prinzipien für den
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Gott und Geld
Wie Christen mit Finanzen
umgehen sollen, um in ein
gesegnetes Leben zu gelangen
Überarbeitete Fassung 2012
Copyright  2012 by Helmut Hertsch,
Bad Homburg
Alle Rechte vorbehalten
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des Autors
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Seele and Geist
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