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Highlights WFSICCM 2013 Wie EIT bei der - Dräger

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Die elektrische Impedanztomographie (EIT) als nicht-invasive
Methode zur Visualisierung der Beatmung ist mittlerweile in
der klinischen Routine angekommen. Beim WFSICCMKongress in Durban, Südafrika, erörterten internationale
Experten, wie diese innovative Methode angewendet werden
kann – und welche Vorteile sie bringt.
Mit dem Dräger PulmoVista 500 ist es erstmals möglich, die
regionale Ventilationsverteilung in Echtzeit am Patientenbett
zu visualisieren. Die strahlungsfreie Methode zeigt, wie sich
bei einer Intensivbeatmung das Atemgasvolumen in den verschiedenen Lungenregionen verteilt. Auf dem Kongress der
World Federation of Societies of Intensive and Critical Care
Medicine (WFSICCM) im südafrikanischen Durban betonten
Experten, dass die EIT-Technologie Einzug in die klinische
Praxis hält und die Möglichkeiten einer adjustierten, individualisierten Beatmungstherapie deutlich erweitert.
VISUALISIERUNG DER VENTILATION MIT EIT
Bei jeglicher Beatmungsstrategie ist insbesondere die
Einstellung eines adäquaten positiven endexpiratorischen
Drucks (PEEP) ein wesentlicher Punkt. Sehr hilfreich für
die Optimierung des PEEP sind aber regionale Informationen,
betonte Eckhard Teschner, Lübeck. Denn zur Verhinderung
von lungenschädigenden Konditionen wie Atelektasen und
Überdehnungen ist ein genauer Überblick über die Verteilung
der Ventilation in den ventralen und dorsalen Lungenregionen
erforderlich, damit die Einstellungen des Beatmungsgerätes
individuell angepasst werden können. Die Anwendung der
Computertomographie (CT) wird diesem komplexen
Geschehen nicht ausreichend gerecht, da sie beispielsweise
nur täglich einmal einsetzbar ist und keine dynamische
Darstellung der Ventilation ermöglicht. Einen Ausweg aus
dieser Situation bietet der Einsatz der elektrischen Impedanztomographie (EIT) mit PulmoVista 500: Mittels EIT ist
es erstmals möglich, regionale Verteilung der Beatmung in
Echtzeit am Patientenbett darzustellen.
D-28270-2009
Highlights WFSICCM 2013
Wie EIT bei der lungenprotektiven Beatmung hilft
Werden einzelne Beatmungsparameter wie der PEEP
verändert, so können die regionalen Auswirkungen unmittelbar
auf dem Monitor verfolgt werden. Teschner verwies weiterhin
darauf, dass PulmoVista 500 nützliche Informationen nicht nur
zu den Effekten von PEEP-Einstellungen, sondern auch zu
Recruitment-Manövern, Einstellungen des Atemzugvolumens,
der endotrachealen Absaugung sowie der Patientenpositionierung bietet.
INDIVIDUALISIERTE PEEP-TITRATION MÖGLICH
Mit Hilfe der EIT können unterschiedliche ComplianceLevel in verschiedenen Lungenregionen dargestellt
werden, die Auskunft über die jeweilige Dehnbarkeit des
Lungengewebes geben. Aktuelle Studien und klinische
Erfahrungen unterstreichen laut Dr. Diederik Gommers,
Erasmus Medical Centre, Rotterdam, ausdrücklich, dass
EIT durch die Visualisierung der Ventilationsverteilung einen
individualisierte PEEP-Einstellung ermöglichen kann(1, 2):
Selbst innerhalb einer Probandengruppe differierten die
Resultate nach dem Verringern des PEEP. Mit Hilfe der
durch PulmoVista 500 ermittelten regionalen Gasverteilung ließ sich ein optimierter, individualisierter PEEP
finden. Der niederländische Experte betonte abschließend, dass EIT damit einen entscheidenden Beitrag
leisten kann, um die Beatmung bettseitig optimal auf den
jeweiligen Patienten einzustellen.
D-40-2011
EIT ADJUSTIERT IN DER KLINISCHEN ROUTINE
DIE BEATMUNGSEINSTELLUNGEN
Im klinischen Alltag hat die EIT laut Dr. Tommaso Mauri,
Monza, Italien, das Monitoring der regionalen Ventilation
entscheidend verändert, da durch dieses Verfahren kontinuierliche, regionsspezifische Informationen bettseitig
verfügbar sind. Damit können PEEP und Atemzugvolumen
nun so eingestellt werden, dass sich die Nebenwirkungen
der maschinellen Beatmung minimieren(3).
Nach Mauris Auffassung kann EIT bei schwierigeren
Patientensituationen eingesetzt werden, um die Beatmungstherapie zu optimieren und gegebenenfalls die
CT sinnvoll zu ergänzen.
(1)
Bikker IG, Leonhardt S, Reis Miranda D, et al. (2010): Bedside measurement of changes in lung impedance to monitor alveolar ventilation in dependent and non-dependent parts by electrical impedance tomography during a positive end-expiratory pressure trial in mechanically ventilated. Crit Care.;14(3):R100.
(2)
Bikker IG, Blankman P, Specht P, et al. (2013) Global and regional parameters to visualize the ‚best‘ PEEP during a PEEP trial in a porcine model with and without acute lung injury. Minerva Anestesiol.;79(9):983-92. Epub 2013 Jul 1.
(3)
Mauri T et al. (2013) Topographic distribution of tidal ventilation in acute respiratory distress syndrome: effects of positive end-expiratory pressure
and pressure support. Crit Care Med 41(7):1664-73.
Source: Educational Workshop at the 11th Congress of the World Federation of Societies of Intensive and Critical Care Medicine – WFSICCM 2013, Durban, South Africa
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WIE EIT BEI DER LUNGENPROTEKTIVEN BEATMUNG HILFT
D-102-2010
02 |
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Bildung
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