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Erfolgreiches Terminologiemanagement: Wer, wie, wann?

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Erfolgreiches
Terminologiemanagement:
Wer, wie, wann?
DTT-Symposion – 27.-29. März 2014 - Mannheim
PROF. DR. PETRA DREWER – HS Karlsruhe
PROF. DR. KLAUS-DIRK SCHMITZ – FH Köln
Übersicht
• Wirtschaftliche Bedeutung der
Terminologiearbeit
Warum?
• Konzeption und Durchführung von
Terminologieprojekten und -prozessen
• Rollen und Rechte
Wer?
• Kompetenzprofile
Wer?
Wie und
Wann?
2
• Fazit
Wirtschaftliche Bedeutung
der Terminologiearbeit
Terminologie und Unternehmen
 Terminologie ist wichtig(st)er Faktor im Sprach- und
Globalisierungsmanagement von Unternehmen
 Festgelegte und konsistent verwendete Terminologie ist
Basis einer eindeutigen und widerspruchsfreien
Kommunikation über fachliche Inhalte
 Terminologie ist Rückgrat der Corporate Language und
somit auch Teil der Corporate Identity
 Terminologie = zentraler Qualitätsfaktor
 Terminologiearbeit hat wirtschaftliche Implikationen
Terminologie und Unternehmen
Aber wie überzeugt
man im
Unternehmen?
DTT Best Practices 2.0 (2014)
5
Unter Insidern ist
alles klar…
Gründe für ein professionelles
Terminologiemanagement
Höhere Qualität der Technischen Dokumentationen (v.a. beim Arbeiten im Team)
• Eindeutigkeit, Verständlichkeit
• Konsistenz
Verbesserte Textproduktionsbedingungen durch weniger Rechercheaufwand
Bessere Übersetzbarkeit
• Geringere Kosten
• Schnellere Übersetzung (weniger Recherchen)
• Gesteigerte Übersetzungsqualität
Effizienter(er) Einsatz eines Redaktionssystems / CMS (keine Modulbrüche)
Grundlage für den Einsatz eines Controlled-Language-Checkers und
teilautomatisierter Übersetzungswerkzeuge
Gründe für ein professionelles
Terminologiemanagement
Kürzere Time-to-Market bei neuen Produkten
Vorbereitung für Expansion in neue Märkte bzw. Globalisierungsmaßnahmen
jeder Art
Verbesserung der Kommunikation und des Wissenstransfers
(firmenintern und –extern)
• Reduzierung von Fehlbestellungen, Missverständnissen und Nachfragen
• Höhere Effizienz bei Besprechungen, interner Kommunikation
• Verbesserte Kommunikation mit Kunden und Zulieferern
Grundlage für jede Art von Knowledge-Management im Unternehmen
Basis zum Einarbeiten neuer Mitarbeiter
Größere Kundenzufriedenheit durch größere Nutzerfreundlichkeit
Größere Akzeptanz der Produkte
Gründe für ein professionelles
Terminologiemanagement
Vereinheitlichung der Unternehmenssprache nach Fusionen oder Übernahmen
Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit anderen
Unternehmen/Organisationen
Stärkung der Corporate Identity durch Corporate Language
>> Gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit
Bessere Suchergebnisse, z.B.
• in Katalogen
• auf Webseiten
• in/nach Dokumenten
Größere Rechtssicherheit
Terminologie und
Übersetzen
9
WARUM IST DAS ÜBERSETZEN EIN SO
WICHTIGER FAKTOR FÜR DIE
TERMINOLOGIEARBEIT?
Anzahl der Zielsprachen in Industrieunternehmen
Straub, Daniela (2012): Branchenkennzahlen für die Technische Dokumentation 2012.
Ergebnisse der tekom-Frühjahrsumfrage, Stuttgart: tcworld
Terminologie und Unternehmen
 Terminologie sollte so früh wie möglich beginnen
(möglichst schon bei der Produktkonzeption),
s. nächste Folien
 Einbeziehung von allen Personen, die mit Terminologie
zu tun haben
s. Rollen und Rechte
 Gesetzgebung, CMS-Einführung, viele Produktvarianten,
wachsende Qualitätsanforderungen, Kostendruck etc.
führen oft zum Überdenken der Terminologieprozesse
Konzeption und Durchführung von Terminologieprojekten und -prozessen
Terminologieprozesse
 Grundvoraussetzung für terminologisch konsistente
Unternehmensdokumentation und -kommunikation sind
ein- und mehrsprachige terminologische Datenbestände
 Diese müssen erarbeitet, verwaltet und genutzt werden
 Dazu müssen adäquate Terminologieprozesse aufgesetzt oder vorhandene Prozesse angepasst werden
14
Was ist zu tun?
Terminologiearbeit im Übersetzungsprozess
Terminologiemanagement
Terminologie für den Ausgangstext
Terminologiemanagement
Terminologie für den gesamten Prozess
Terminologiemanagement
Error Propagation
Product Development
State
Term Creation/Correction
Cost Multipler
Product Data
0,1-0,2
Documentation Design
0,5
Authoring
1,0
Editing
2,0
Acceptance/Shipment
5,0
Translation
10,0
Maintenance
20,0
Quelle: Childress, Mark (2007): „Terminology work saves more than it costs“.
In: MultiLingual, April/May 2007, 43-46
Terminologieprozess im Unternehmen
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Terminologieprüfung (CLC)
Rollen und Rechte
Wer macht was?
Wer darf was machen?
Rollen und Rechte
 Sauberes und systematisches Arbeiten mit
Terminologiebeständen erfordert ein definiertes
Rollen- und Rechte-Management
 Nicht jede Person soll Schreibrechte erhalten, Einträge
freigeben, jede Sprache bearbeiten können etc.
 Eine Analyse der Aufgaben und Verantwortlichkeiten
innerhalb des Terminologieprozesses kann u.a. zu
folgendem Rollenmodell führen 
Terminologieprozesse
 Typische Rollen und Arbeitsabläufe in
23
Terminologieprozessen in Unternehmen
Rollen und Rechte I
 Terminologen/Fachverantwortliche
validieren die recherchierte Terminologie und geben sie frei;
brauchen dazu fachliche (und terminologische) Kompetenz
 Terminologen/Terminologieerfasser
erarbeiten und erfassen die relevante Terminologie; evtl. Aufteilung
nach Sprachen, wenn mehrsprachig; brauchen dazu sprachliche,
fachliche und terminologische Kompetenz
 Terminologiebeauftragte oder Terminologiemanager
entscheiden über grundlegende Fragen der Terminologieprozesse
und des Terminologiemanagements; tragen die Verantwortung für
die Terminologiestrategie im Unternehmen; brauchen methodische,
sprachliche, fachliche, IT- und Manager-Kompetenzen
Rollen und Rechte II
 Terminologienutzer
nutzen die Terminologie; keine Schreib-, aber Vorschlagsrechte; im
Prinzip alle im Unternehmen; brauchen Bewusstsein für Wichtigkeit
von Terminologie und Kompetenzen in der richtigen Nutzung der
Werkzeuge und Bestände






Technische Redakteure
Übersetzer/Lokalisierer
Entwickler/Konstrukteure
Marketing
Schulung
etc.
haben unterschiedliche Anforderungen (Datenkategorien, Inhalte)
 (Administratoren, verwalten Rollen und Reche)
Kompetenzprofile
Kompetenzen
Terminologiearbeit
 Die genannten Nutzergruppen brauchen für ihre
jeweiligen spezifischen Aufgaben unterschiedliche
Kompetenzen und Fähigkeiten
 Wir wollen im Folgenden zwei Gruppen unterscheiden:
 Terminologen und Terminologiemanager
 Terminologieprüfer und Fachleute
Kompetenzen
Terminologiearbeit
 Terminologen und Terminologiemanager
 Müssen die theoretischen Grundlagen der
Terminologielehre beherrschen, um Terminologiearbeit machen und managen zu können
 Müssen Normen, Richtlinien und Leitfäden kennen
 Müssen die einzelnen Schritte der Terminologiearbeit
kennen
 Müssen unterstützende Werkzeuge kennen
Wissensbausteine
Wissensbausteine
Wissensbausteine
Kompetenzen
Terminologiearbeit
 Terminologieprüfer und Fachleute
 Wollen eigentlich nichts mit Terminologiearbeit zu tun
haben
 Fachliche Expertise wird aber benötigt, um
Definitionen, Synonymie, Begriffsbeziehungen etc.
zu klären
 Brauchen terminologisches Basiswissen, besonders
im Bereich der Begriffsbestimmung und der
Benennungsbildung
 Siehe RaDT (2013)
Terminology Teaching
Modules
B
Work
C
Manag.
I. Types and methods
II. Project management
I. Basics of terminology management systems
II. Advanced aspects of terminology managements
systems
III. Professional aspects of terminology
managements systems
33
A
Theory
I. Basics of terminology science
II. Advanced aspects of terminology science
Terminology Teaching
Modules
E
Appl.
F
Teach.
I. Terminology strategy
I. Case studies for terminology applications
I. Terminology teaching and training
34
D
Strat.
Wo lernt man das?
 Ausbildung
 Hochschulen (eigener MA, Schwerpunkt, Modul)
 Fachakademien, Berufsakademien (Modul)
 Zertifizierungslehrgänge (z.B. tekom, ZHaW)
 Weiterbildung




Seminare (z.B. DTT, Webinare, Tutorials)
Sommerschulen (z.B. TSS)
Zertifizierungslehrgänge (z.B. ECQA-CTM, TermNet)
e-Learning (z.B. ELCAT)
Kompetenzen
Terminologiearbeit
 Mehr Informationen dazu finden sich in:
 DTT Best Practices 2.0 (2014) – Modul 6
 RaDT (2004): Berufsprofil Terminologe/Terminologin
 RaDT (2013): Terminologisches Basiswissen für Fachleute
 Drewer/Schmitz (2013): European Colloquium tekom
 Arntz/Picht/Schmitz (2014): Einführung in die
Terminologiearbeit, Kapitel 11
Prof. Dr. Petra
Drewer
Prof. Dr. Klaus-Dirk
Schmitz
Karlsruhe University
of Applied Sciences
Cologne University
of Applied Sciences
petra.drewer@hs-karlsruhe.de
klaus.schmitz@fh-koeln.de
37
Danke für ihre Aufmerksamkeit!
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