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Hintergrundinformationen zum Exponat „Wie viel Fläche esse ich

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Hintergrundinformationen zum Exponat „Wie viel Fläche esse ich?“
auf der Landesgartenschau in Sigmaringen
Was ist ein ökologischer Fußabdruck?
Wir sind dabei!
Der ökologische Fußabdruck ist ein Modell um aufzuzeigen, wie sehr sich unsere Lebensweise auf
die Zukunftsfähigkeit unseres Planeten auswirkt. Es wurde in den Neunziger Jahren von den
Wissenschaftlern William Rees und Mathis Wackernagel entwickelt: Alle natürlichen Rohstoffe, die
wir für Ernährung, Mobilität, Wohnen und Konsum brauchen, benötigen Platz zum Nachwachsen
und es braucht Ressourcen, um die Abfälle abzubauen. Mit der Methode des ökologischen
Fußabdrucks wird dieser Flächenbedarf deutlich gemacht: Rechnerisch stehen jedem Menschen 1,8
globale Hektar (gha) „produktive Landfläche“ zur Verfügung, gegenwärtig werden weltweit aber ca.
2,7 gha pro Person und in Deutschland sogar ca. 4,2, gha verbraucht.
Ökologischer Fußabdruck unserer Ernährung
Es wird geschätzt, dass bei uns die Ernährung mit ca. 35 %, das Wohnen mit ca. 25 %, die
Mobilität mit ca. 22 % und der Bereich Konsumgüter mit ca. 18 % am ökologischen Fußabdruck
beteiligt sind. Insbesondere im Bereich Ernährung gibt es damit Potenzial, den Fußabdruck zu
verkleinern.
Nahrungsmittel beanspruchen unterschiedlich viel natürliche Ressourcen und Fläche. Auch wenn es
je nach Methode unterschiedliche Daten für den Flächenverbrauch bei der Produktion von
Lebensmitteln gibt, zeigt sich übereinstimmend: Fast 90 % des ökologischen Fußabdrucks im
Bereich Ernährung entfallen auf tierische Produkte wie Fleisch, Käse, Milch und Milchprodukte.
Zum Ausstellungsteppich „Wie viel Fläche esse ich?“
Der Teppich soll die für eine Mahlzeit benötigte Fläche veranschaulichen und dadurch deutlich
machen, dass jeder von uns durch bewusste Ernährung, und hier vor allem durch mehr pflanzliche
anstelle tierischer Lebensmittel, die Größe seines „ökologischen Fußabdrucks“ beeinflussen kann.
Exemplarisch werden hier der ökologische Fußabdruck für je eine Portion der traditionellen,
regionaltypischen Gerichte Zwiebelrostbraten (rot), Käsespätzle (grün) und Linseneintopf (braun)
dargestellt. Die Schätzung des Flächenbedarfs erfolgte konservativ mittels der Daten zum
Flächenverbrauch von Meinhold (2010). Bitte beachten Sie dabei aber, dass bei den Teppichflächen
aus Platzgründen die Kantenlängen halbiert werden mussten. Der geschätzte ökologische
Fußabdruck für je eine Portion Zwiebelrostbraten beträgt eigentlich ca. 39 gm2, für Käsespätzle ca.
13 gm2 und für Linseneintopf dagegen nur ca. 3 gm2.
Die Daten stammen aus einer Abschlussarbeit im Studiengang „Lebensmittel, Ernährung, Hygiene“
der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Der getuftete, mehrfarbige Kunstrasenteppich aus
Polypropylenfasern ist ein Beitrag des Studiengangs „Textile Produkttechnologie - Technische
Textilien“.
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Studiengang Lebensmittel, Ernährung, Hygiene
Nachhaltige Lebensmittelherstellung und Ernährung ist nur ein spannender Bereich. Wie wird die
Sicherheit und die Qualität unserer Lebensmittel „organisiert“? Wie funktioniert eine Mensa?
Welche Gefahr stellen Mikroorganismen in Lebensmitteln dar? Welche Maßnahmen sichern die
Hygiene im Krankenhaus oder im Pharmabetrieb. Das sind Beispiele für weitere faszinierende
Fragestellungen in der Ernährungswirtschaft und in den verwandten Branchen Pharma und
Kosmetik.
Der Studiengang zum Bachelor of Science Lebensmittel, Ernährung, Hygiene an der Hochschule
Albstadt-Sigmaringen bietet eine wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Ausbildung
für Tätigkeiten in diesen Bereichen. Interessiert?
Ihr Ansprechpartner:
Prof. Dr. Reinhard Kimmich, Studiendekan LEH
Telefon: 07571 / 732-8249
kimmich@hs-albsig.de
Studiengang Textile Produkttechnologie - Technische Textilien
Der getuftete Kunstrasenteppich aus Polypropylenfasern ist nur ein Beispiel dafür, was Textilien
heute überall dort leisten, wo Funktion und Innovation gefragt sind: Ob strapazierfähige
Outdoorjacken, OP-Bekleidung oder medizinische Stützkorsetts, Cabrioverdecke, Heißluftballons
oder sogar Bauteile im Hochbau – all das und vieles mehr sind für die unterschiedlichen
Einsatzzwecke optimierte technische Textilien.
Der Studiengang zum Bachelor of Engineering Textile Produkttechnologie - Technische Textilien
beschäftigt sich mit der Entwicklung, Konstruktion und Verarbeitung dieser Textilien durch spezielle
Herstellungs-, Verarbeitungs- und Veredelungsverfahren und bereitet auf ein zukunftsträchtiges
Arbeitsgebiet vor. Interessiert?
Ihre Ansprechpartnerin:
Prof. Petra Schneider, Studiendekanin TT
Telefon: 07571 / 732-9195
petra.schneider@hs-albsig.de
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Bildung
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