close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ingenieure fordern Förderung wie für andere Berufsgruppen

EinbettenHerunterladen
DIB THÜRINGEN
IngenieurBlatt regional
Nummer 7-8 / 2002
Infos und Mitteilungen der Ingenieurkammer Thüringen / Forum Thüringer Ingenieure
Von der Vertreterversammlung
# 16
Ingenieure fordern Förderung wie für andere Berufsgruppen
Thüringer Ingenieure müssen ähnlich gefördert werden wie andere Berufsgruppen.
Diese Forderung richtet die Ingenieurkammer Thüringen sowohl an die künftige
Bundesregierung als auch an die Regierung des Freistaates Thüringen, so Kammerpräsident Prof. Wolfgang Storm zur
ersten diesjährigen Vertreterversammlung
der öffentlich-rechtlichen Körperschaft.
Die Ingenieure seien mit Leidtragende der
gegenwärtigen Baukreise, sagte Prof.
Storm. Sie kämen nicht umhin, sich deshalb „eine gewisse Flexibilität anzuerziehen“, um ihre Existenz zu sichern. Dies
um so mehr, als der Entwurf der neuen
HOAI „uns nicht frohlocken“ lasse. Als
Beispiel, wie sich die Betätigungsfelder
entwickeln könnten, nannte Prof. Storm
das Facility -Management, das auch Gegenstand einer von Ingenieurkammer,
Fachhochschule Erfurt, Finanzministerium und Architektenkammer gemeinsam
vorbereiteten und im Mai durchgeführten
Fachtagung in Erfurt war. (Siehe Beitrag
an anderer Stelle dieses DIB Thüringen!)
Der Präsident plädierte in diesem Zusammenhang für eine gleichberechtigte Zusammenarbeit der Planer am Bau, da die
einen ohne die anderen nicht bestehen
könnten. Gelegenheit, erneut ihr Leistungsvermögen bei der Bauplanung zu beweisen, erhoffe man sich in einem weiteren Wettbewerb, in dem Ingenieur-Baukultur gefragt ist (siehe Beitrag Ingenieurpreis 2002/Energiesparpreis 2002). Wer
den Anforderungen der potenziellen Kunden genügen wolle, müsse sich zur regelmäßigen Weiterbildung verpflichtet sehen.
Prof. Storm warnte vor der Annahme, das
in Umfragen ermittelte schlechter werdende Image der Ingenieure sei vor allem in
den alten Ländern zu verzeichnen. Auch
aus diesem Grunde sei eine offensivere
Öffentlichkeitsarbeit der Thüringer Vertreter der Berufsgruppe nötig. Der Vorstand
habe aus gleichem Grund beschlossen, die
genzutreten. Vertreter Dr.
finanziellen Mittel für
Jürgen Fischer bejahte das
den IngKTh -ArbeitsBestreben, mehr in die Preskreis Öffentlichkeitsarse zu gehen, betonte aber,
beit und seine Weiterbildass dies mit relevanten Indung aufzustocken.
formationen
geschehen
Mehr Zukunftssicherheit
müsse und „kein Selbstsetze ebenfalls voraus,
zweck“ sein dürfe. Empfehdass die Ingenieure mehr
lenswert wäre auch, die eimiteinander kooperieren.
genen Leistungen an „Tagen
Die meisten Mitglieder
der offenen Ingenieurbüros“
der Kammer sind mehr
ins Rampenlicht zu rücken.
oder weniger AlleinDem schloss sich der Leiter
kämpfer, während grösdes Arbeitskreises Öffentsere Büros mit mehr als
lichkeitsarbeit, Vorstandssechs oder acht Ingenimitglied Prof. Hermann
euren und Ingenieurinnen durch mögliche Kammerpräsident Prof. Storm: Saitz, mit der Aufforderung
an die Teilnehmer der VerVielfalt des Leistungsan- Wir sollten uns eine gewisse
treterversammlung an, Beigebotes erfolgreicher am Flexibilität anerziehen.
träge über sich zu liefern, in
Markt arbeiten können.
der nächsten Tagung werde zwischenbiDie Ingenieurkammer werde ihren Mitlanziert, wie groß die Bereitschaft dazu
gliedern auch helfen, länderübergreifende
ist.
Kontakte aufzubauen, erklärte Wolfgang
eta
Storm. Seitens des Thüringer Wirtschaftsministeriums sei versichert worden, dass
Konstatiert - notiert
dafür Fördermittel bereitstünden. Unverzichtbar sei dabei der Schulterschluss mit
Der Ingenieurkammer Thüringen gehörten
den Kollegen in der Bundesgemeinschaft
per 01.01.2002
der Ingenieurkammern Deutschlands.
841 bauvorlageberechtigte
Versammlungsgast Dr. Norbert Küper,
460 bauvorlageberechtigte und Beratende
Hauptgeschäftsführer des Ausschusses der
414 Beratende Ingenieure
Ingenieurverbände und Ingenieurkamsowie 156 freiwillige Mitglieder und 48
mern für die Honorarordnung (AHO), inSenioren an.
formierte über den Stand der Arbeiten für
Im Kammerbezirk sind außerdem über
eine Novelle der HOAI und sprach im
tausend auswärtige Ingenieure registriert,
gleichen Zusammenhang das Erfordernis
Tendenz steigend.
an, dass die Planer ihre betriebswirtschaftlichen Kenntnisse qualifizieren. Es drohe
Der Anteil an Frauen unter den IngKTh eine „Marktbereinigung“.
Mitgliedern beträgt fast ein Fünftel. DageIn der Diskussion forderte Kammermitgen sind beispielsweise an der Fachhochglied Harry Lachmann stärkere politische
schule Erfurt deren Angaben zufolge nur
Aktivität der Ingenieure und ihrer Kamzwischen fünf und zehn Prozent der
mer. „Wir müssen uns zum Sprachrohr der
Bauingenieur-Studenten Frauen.
Häuslebauer machen“, fügte er hinzu, daher gelte es, den ungebremsten Deregulierungsversuchen durch die Politik entge-
–1–
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2002
Treffen der Kammerspitzen
Stiftung
Günstige Bedingungen für
stärkere Zusammenarbeit
Satzungsvorschlag der
Architektenkammer
Es ist lange her, seit sich die Vorstände der
Architektenkammer Thüringen und der
Ingenieurkammer Thüringen zu einem Arbeitsgespräch trafen. Aber ein neuer Präsident und ein neuer Geschäftsführer der Ingenieurkammer Thüringen machten auch
einen neuen Anlauf möglich. Am 4. Juni
2002 trafen sich beide Kammervorstände
mit Präsidenten, Vizepräsidenten, Vorstandsmitgliedern und Geschäftsführern.
Das Gesprächsklima war freundlich, galt
es doch Spannungen der letzten Zeit möglichst abzubauen und nach vorn zu schauen. Schwerpunkte des Gespräches waren
drei Problemkreise:
1. Die Architektenkammer Thüringen beabsichtigt die obligatorische Weiterbildung für ihre Mitglieder einzuführen, ein
Gedanke, den auch die Ingenieure denken
sollten, denn das oft gehörte Argument:
„die beste Schule ist das Leben“, ist angesichts einer sich rasch wandelnden Welt
nicht mehr griffig. Die Vorstände jedenfalls vereinbarten eine enge Zusammenarbeit auf diesem Feld. (Anmerkung: Vielleicht ist dieses Thema ein/das Hauptthema der Vertreterversammlung am
15.11.2002)
2. Zur Wärmeschutzverordnung muss es
eine gemeinsame Initiative gegenüber der
Verwaltung geben, um dem Wildwuchs
der Zuständigkeiten - Schornsteinfeger?,
TÜV, Dekra?, nur Bauvorlageberechtigte
? - ein Ende zu setzen. (Anmerkung: Vielleicht kann man den EnergieBedarfsAusweis demnächst bei Quelle ordern?) Allerdings kamen die beiden Vorstände über eine Good-Will-Erklärung auch nicht hinaus.
3. Hauptthema war die „Stiftung-Baukultur“, die von der Architektenkammer
Thüringen in der 1. Dezemberwoche 2002
mit einem Stiftungskapital in Höhe der
Hälfte der Rücklagen der Architektenkammer Thüringen (!!!) aus der Taufe gehoben werden soll. Immerhin bestand Einigkeit darüber, dass
- die Stiftung wichtig und notwendig
ist;
- die Zeit für ihre Gründung günstig
ist wie nie;
- die Ingenieure in die Stiftung gehen
sollten, ist ihr Anliegen
doch auch die Baukultur und zwar
auf einem vorderen Rang;
Nur: Die von der Architektenkammer
Thüringen mit Vertreterbeschluss vom
22.03.2002 verabschiedete und ins Internet gestellte Stiftungssatzung ist in ihrer
gegenwärtigen Form für die Ingenieurkammer Thüringen gänzlich unannehmbar.
Aber: Die Ingenieurkammer Thüringen
wird ihre Änderungsvorschläge zusammentragen und man wird danach in weiteren Gesprächsrunden versuchen, einen für
alle Seiten gangbaren Weg zu finden. Da
in der Ingenieurkammer Thüringen zunächst die Vertreterversammlung offiziell
damit befasst werden muss, dürfte die Ingenieurkammer Thüringen bei Stiftungsstart noch auf den Zuhörerbänken sitzen.
Hoffentlich freundlich applaudierend.
Und dann kamen die Schlussstatements,
optimistisch und auf Gemeinsamkeit orientiert. (Anmerkung: Vielleicht sollten
ganz praktisch einfach mal die beiden Geschäftsführer zusammenarbeiten. Der
neue Mann bei der Ingenieurkammer
Thüringen ist da doch ein guter Ansatzpunkt ?)
(Sz)
Vorstand und Vertreterversammlung empfehlen den Kolleginnen und Kollegen der
Ingenieurkammer Thüringen, sich die Satzung für eine Stiftung „Baukultur in
Thüringen“ der Architektenkammer Thüringen im Internet unter www.ingenieurethueringen.de Æ „Aktuelles“ anzusehen.
Wir bitten Sie dringend, zu diesem Vorhaben Ihre Auffassung per Post an die Ingenieurkammer Thüringen, Flughafenstraße
4 in 99092 Erfurt, per Fax unter der
Nr. (03 61) 2 28 73 50, per Email an
m.vierling@ingenieure-thueringen.de
oder im „Forum der Ingenieure“ unter
www.ingenieure-thuringen.de Æ „Forum“
zu äußern.
Stadtumbau
Mitglied in der DASL
Die Deutsche Akademie für Städtebau
und Landesplanung (DASL) hat unser
Vorstandsmitglied Prof. Herman H. Saitz
am 28.06.2002 zum Mitglied des Präsidiums und zum Vorsitzenden der Landesgruppe Sachsen / Sachsen-Anhalt /
Thüringen gewählt.
In der DASL sind rd. 300 deutsche und
ausländische FachkollegInnen (ca. 50 %
Freiberufler, 50% Angestellte und Beamte) vertreten.
Die Akademie hat jüngst einen vielbeachteten Kongress „Stadtkultur und Öffentlicher Raum“ in Chemnitz veranstaltet, der
insbesondere die Themen „Stadtumbau
Ost“ und „Baukultur“ besetzt hat.
„...passt auf, dass das Thema Baukultur nicht ein Thema der Architekten
wird und nehmt die Ingenieure mit ins
Boot.“
Gratulation zur Bestellung
MDgt. Renigard Baron ist Honorarprofessor
Der Präsident der Ingenieurkammer
Thüringen, Prof. W. Storm, hat dem Leiter der Abt.5 des Thüringer Finanzministeriums, MDgt. R. Baron, herzlich zu sei-
ner Bestellung als Honorarprofessor für
das Fachgebiet „Öffentliches Bauen“ an
der Fakultät Architektur der Bauhaus-Universität Weimar gratuliert.
–2–
Prof. Michael Krautzberger
Bundesministerium für Verkehr, Bau
und Wohnungswesen
in der Tagung „Öffentlicher Raum und
Stadtgestaltung“
vom 24. bis 25. Mai 2002 in Chemnitz
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2002
ICE-Strecke
IHK stellt Kontakte zu Bahn und Ingenieurbüros her
Die Aufhebung des Baustops für die ICENeubaustrecke
Nürnberg-Erfurt-Halle/
Leipzig hat auch in Thüringen zu einer
großen Erwartungshaltung hinsichtlich
neuer Planungs-, Bau- und Lieferaufträge
geführt. Um nicht im Bereich der Spekulation und der Träume zu bleiben, wurden
in Kooperation mit der IHK, die Spitzenmanager der DB Projekt Verkehrsbau
GmbH und der DB AG
zu einer Informationsveranstaltung am 26.
Mai. 02 in Erfurt eingeladen. Seitens der Bahn
waren der Geschäftsführer der DB Projekt Verkehrsbau Berlin, Siegfried Knüpfer mit seinem Teilprojektmanager
Erfurt, Dieter Thormann, sowie der leitende Mitarbeiter der DB
AG
Einkauf,
Herr
Wachsmuth die Gesprächspartner. Informationen aus erster Hand:
Die Grobplanung für die Gesamttrasse
liegt vor. Vergeben werden Ausführungsplanungen, Bau- und Ausrüstungsleistungen sowie die Bauüberwachung.
Soweit ist der Gesamtumfang dieses Vorhabens umrissen. Die Frage der durch die
Vorstandsmitglieder Brock, Lencer, Prof.
Saitz, Schmidt sowie den GF Vierling
namhaft vertretenen
Ingenieurkammer
Thüringen war, wie
können die Mitglieder der Kammer von
diesem Bau und Auftragsvolumen partizipieren.
Die DB Einkauf setzt
zwei Schwerpunkte:
Erster Schwerpunkt:
Die Lieferanten auch die Planungsbüros - werden regelmäßig auf ihre Leistungsfähigkeit, ZuDie Finanzierungsverund
einbarung für die Neu- Herr Knüpfer informiert über das Pro- verlässigkeit
(bahnspezifische)
baustrecke Erfurt-Nürn- jekt
Fachkunde evaluiert
berg zwischen der DB
und in die Kategorien A, B und C eingeAG und dem Bund ist im Unterschriftsstuft. Die DB AG strebt möglichst viele Averfahren.
Partner an. Während bei den Lieferanten
ca. 80 % in der A-Kategorie rangieren,
Die Finanzierungsvereinbarung für die
wird bei den Planungsbüros dieser Wert
Neubaustrecke Erfurt-Halle/Leipzig ist in
bei weitem noch nicht erreicht. Darüber
der Verhandlung, aber bei weitem noch
hinaus, hat die Bahn mit der Bauindustrie
nicht unterschriftsreif.
einen Qualitätskodex vereinbart.
Ungeachtet dessen wird die Realisierung
Fazit für uns:
einzelner Bauvorhaben bereits durch die
Es ist wichtig, sich ein ungeschminktes
DB AG vorfinanziert, um das PlanungsBild vom eigenen Planungsbüro, von seirecht nicht verfallen zu lassen.
ner Leistungsfähigkeit, von seiner Belastbarkeit in kritischen Situationen zu maDie Baukosten haben sich, auch verurchen.
sacht durch den seinerzeitigen Baustop,
kräftig nach oben entwickelt. Sie liegen
Zweiter Schwerpunkt:
inzwischen für Erfurt-Nürnberg bei 10
Die DB AG bzw. die DB Projekt VerMilliarden DM und für Erfurt-Halle/Leipkehrsbau bieten als Informationsplattform
zig bei 5 Milliarden DM.
einen sog. „Marktplatz“ an
www.deutsche-bahn.de oder
Nach dem gegenwärtigen der Planung
strukturieren sich die Gesamtkosten wie
https://e-com-bau.bahn.de/emp.
folgt:
Außerdem wird dringend empfohlen, das
- 13 % Planungskosten
EU-Amtsblatt zu studieren.
- 20 % Tunnel
Interessenten können sich direkt informie- 8 % Talbrücke
ren bei
- 14 % Erdbau
- 4 % Landschaftsbau
- 1 % Straßenbrücken
- 40 % Lieferungen.
–3–
DB Projektverkehrsbau
Teilprojektleitung Erfurt
Schmidtstedter Straße 34
99084 Erfurt
Tel.: (03 61) 34 38-110
Was empfehlen wir?
• Von Ausnahmefällen abgesehen sucht
die DB Projekt Verkehrsbau die Zusammenarbeit mit Planungsbüros oberhalb
einer Größenordnung von 8 fest und
ständig Angestellten. Sie akzeptieren
aber auch Konsortien, wenn diese eine
stabile vertragliche Bindung miteinander haben und möglichst schon einige
Zeit zusammenarbeiten. Akzeptiert werden auch Konsortien die Regionen übergreifend sind.
• Die Bewerber sollen sich bei der DB
Projekt Verkehrsbau präsentieren, um
sich dort „listen“ zu lassen. Die Prävention soll den Kriterien Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Fachkunde folgen.
Referenzobjekte sind erwünscht ebenso
die „vita“ der wichtigsten Ingenieure
(man will wissen, mit wem man es zu
tun hat).
• Auch kleinere Büros sollten sich unter
dem ausdrücklichen Hinweis auf kleinere, direkt zu vergebende Maßnahmen, z.
B. Baustraßen, Baugrund, Landschaftsmaßnahmen, Durchlässen u. ä., bewerben.
• Der Vorstand der Ingenieurkammer
Thüringen wird sich um die Möglichkeit einer Kontaktvermittlung DB Projekt Verkehrsbau weiterhin intensiv
bemühen und seine Ergebnisse im Internet unter www.ingenieure-thueringen.de
Æ „Aktuelles“ bzw. im DIB Regio veröffentlichen. Er empfiehlt Ihnen, diese
Veröffentlichungen intensiv zu verfolgen.
• Der Vorstand macht ausdrücklich darauf
aufmerksam, dass er auf Grund seines
gesetzlichen Auftrages keine Direktvermittlungen von Aufträgen vornehmen
darf. Wenn Sie also am erheblichen
Auftragsvolumen der DB AG partizipieren wollen, dann müssen Sie sich selbst
auch aktiv bemühen! Es ist jetzt der Organisationsgrad der Planungsbüros gefragt, den der Vorstand Ihnen seit Jahren
empfiehlt.
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2002
Öffentlicher Raum und Stadtgestalt
Baukulturelle Maßstäbe für den Stadtumbau
Vom 24. bis 25. Mai fand in Chemnitz eine Gemeinsame Fachtagung des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung und der
Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung statt.
Der Teilnehmer der Ingenieurkammer fand die Tagungsmaterialien so interessant, dass wir die Themenübersicht in unsere aktuelle
Seite im Internet http://www.ingenieure-thueringen.de aufgenommen haben. Eine Nachfrage zur Broschüre ist an die Deutsche
Akademie für Städtebau und Landesplanung Gubener Straße 49
in 10243 Berlin zu richten.
In der Geschäftsstelle liegt der „Raumordnungsbericht 2000“ der
Bundesregierung aus, ein ausgezeichnetes Grundlagenmaterial
für uns Ingenieure. Es stellt u. a. unseren Kammerbereich im
Kontext zum übrigen Deutschland dar. Der Bericht kann eingesehen oder angefordert werden.
Facility Management
Kammer-Fachtagung: Gebäude kostengünstig bewirtschaften
Die Ingenieurkammer Thüringen hilft
Planern, ihre Arbeitsgebiete zu erweitern.
Gegenstand einer Fachtagung mit diesem
Anliegen war im Mai das Facility Management (FM), d.h. die effektive Bewirtschaftung von Immobilien. An der Veranstaltung im Kongresszentrum der Messe
Erfurt nahmen Mitglieder und Mitarbeiter
mehrerer Kammern und Verwaltungen sowie Studenten auch aus anderen Bundesländern teil. Es handelte sich um das erste
Ergebnis einer engen Zusammenarbeit
insbesondere mit der Architektenkammer
Thüringen, betonte Tagungsleiter Gunter
Lencer, Mitglied des Vorstandes der Ingenieurkammer. Es gelte, „Weichen für ein
Überleben vieler Angehöriger des ingenieurtechnischen Berufsstandes zu stellen“.
Ingenieurkammer-Präsident Prof. Wolfgang Storm leitete aus statistischen Zahlen die Einschätzung ab, dass sich der
FM-Markt dynamischer entwickelt als die
IT-Branche. Leitende Vertreter des Thüringer Finanzministeriums und der im
Auftrag der Bundesregierung tätigen
Oberfinanzdirektion Erfurt sicherten den
freiberuflichen Planern Unterstützung
beim Erschließen der neuen Geschäftsfelder zu, wiesen aber zugleich auf das Erfordernis der Einbeziehung von Experten
anderer Fachgebiete hin. Die Verwaltungen gingen davon aus, dass in der Phase
der Planungen 50 Prozent der künftigen
Bewirtschaftungskosten eingespart werden können, während die Planungen
selbst nur ein Fünftel der Erstellungskosten beanspruchen.
Der Immobilienbereich ist eine Möglichkeit, Kosten zu senken, hob Renigard Baron, Leiter der Hochbau- und Liegenschaftsabteilung des Finanzministeriums,
hervor. Bisher sei er der zweitgrößte Kostenverursacher nach den Personalkosten.
Jetzt gelte es, „die Immobilie“ sowie die
unterstützenden Serviceprozesse zu optimieren.
Die Staatliche Hochbauverwaltung des
Landes führe in diesem Rahmen nur die
Aufgaben der Projektleitung und Teile
der Projektentwicklung mit eigenem Personal durch, die als sogenannte originäre
Bauherren-Aufgaben nicht delegierbar
sind. Architekten- und Ingenieurleistungen würden im Verhandlungsverfahren
oder im Wettbewerb an freiberuflich tätige Büros vergeben. Hervorzuheben dabei
sei, dass nicht nur eine bedeutende baukulturelle Leistung erzielt wurde, die
Renigard Baron vom Thüringer Finanzministerium
bundesweit Anerkennung findet, sondern
dabei gingen fast alle FachingenieurAufträge an Thüringer Büros. Während
das staatliche Bauen schon auf einem guten Weg sei, wie Baron sagte, zeichne sich
beim Gebäudemanagement der landeseigenen Immobilien eine ähnliche positive
Entwicklung ab. Das neu gegründete
Thüringer Liegenschaftsmanagement kurz THÜLIMA genannt - soll den Immobilienbereich des Landes nach den
Zielen des FM betreiben.
Auch beim THÜLIMA werde es bei einer
–4–
Gunter Lencer, IngKTh-Vorstandsmitglied und FM-Tagungsleiter
schlanken Organisationsstruktur bleiben,
mit der Konzentration auf das kaufmännische FM und weitestgehende Vergabe des
technischen und infrastrukturellen FM an
fachkompetente Architektur- und Ingenieurbüros, in der Regel durch Verhandlungsverfahren. Bisherige Erfahrungen
hätten gezeigt, dass die größten technischen und wirtschaftlichen Erfolge dann
erreicht werden, wenn Bauherr, Architekt
und Facility-Dienstleister von Anfang an
zusammenarbeiten. Grundlage hierfür sei
jedoch eine entsprechende Fortbildung aller Beteiligten.
Seitens des Bundes bestehe Bedarf an
Leistungen im Zusammenhang mit allen
Bereichen des Facility Managements unter Beachtung der Grundsätze der Nachhaltigkeit, erklärte Dr.-Ing. Ralf Messerschmidt von der Oberfinanzdirektion Erfurt. Diese seien besonders bei der Anwendung und Umsetzung der EnEV und
bei den Beratungen der Bedarfsträger
beim Aufstellen der Entscheidungsunterlage Bau (ES - Bau) zu beachten.
eta
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2002
„Forum der Ingenieure“
Zugangskennung bleibt einfach
In
der
Vertreterversammlung
am
16.05.2002 wurde das Problem der Zugangskennung zum „Forum der Ingenieure“ an den Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit überwiesen. Dieser hat das Problem
in seiner 9. Sitzung am 23.05.2002 ausführlich und in all seinen Aspekten beraten und folgendes festgelegt:
Die bisherige Zugangsregelung zum „Forum der Ingenieure“ Internet durch Æ
Forum Æ Name und Æ Mitgliedsnummer
bleibt bis zum 30.06.2003 in Kraft. Damit
soll die einfachste Zugangsregelung aufrecht erhalten bleiben, um diese Diskussionsplattform zunächst einmal in Gang zu
setzen. Auch wird nicht erwartet, dass
Außenstehende soviel kriminelle Energie
aufbringen werden, sich durch Täuschung
einzuloggen. Die Geschäftsstelle wird den
Verlauf des „Forums der Ingenieure“ sorgfältig beobachten. Sollten Missbräuche
auftreten, wird ab 01.07.2003 eine veränderte Zugangsregelung wirksam, nach der
sich die Mitglieder nach Aufforderung ihre eigene Kennung wählen. Der AKÖ ist
der Auffassung, dass mit dieser sowohlals-auch Regelung allen Interessen Rechnung getragen wird. Der AKÖ weist noch
einmal auf das „Forum der Ingenieure“
auf der Internetplattform der Ingenieurkammer Thüringen hin. Dort können die
Mitglieder auf unkomplizierte Weise Fragen stellen, Anregungen geben, Meinun-
gen äußern. Das „Forum“ ist in der bereits
geschilderten Art gegen Fremde ausreichend geschützt. Sie sollten es einmal probieren und danach regen Gebrauch von
dieser höchst unkomplizierten Gesprächsplattform machen.
Also noch einmal:
Internetseite:
www.ingenieure-thueringen.de
Æ Forum
Æ Name,
Æ Mitgliedsnummer
und schon sind Sie drin!
(Sz)
Stadtumbau Ost
Baukultur
Erfurt hat seinen Wettbewerbsbeitrag eingereicht
Hoher Stellenwert
Die Erfurter Stadtentwickler haben ihren
Beitrag zum Wettbewerb „Stadtumbau
Ost“ verabschiedet und dem Bundesbauministerium zum Check übergeben. Wie
der Beigeordnete der Bauverwaltung, Rainer Wiesmaier, sagte, entstanden aufeinander aufbauende Teilleitbilder zur regionalwirtschaftlichen, räumlichen und städtebaulichen Entwicklung der Landeshauptstadt.
„Erfurts hervorragende Voraussetzungen,
dem Leitbild der europäischen Stadt nachhaltig gerecht zu werden, sind gepaart mit
dem Leitbild ‘Stadt am Wasser’, das mit
seinem Geschichtsbezug und den naturräumlichen Gegebenheiten an Wasserpotenzialen glaubwürdig ist“, so Wiesmaier.
Den Problemfeldern Stadtzentrum / Altstadt, Gründerzeit und Großwohnsiedlungen seien die zentralen städtebaulichen
Handlungsfelder
„Altstadt
stärken“,
„Gründerzeit konsolidieren“ und „Großwohnsiedlungen umbauen“ im Zielkonzept gegenübergestellt und im Konzept
zur gesamtstädtischen Zentrenhierarchie,
im Wirtschafts- und Verkehrs- sowie im
Freiraumkonzept abgebildet.
Hieraus werde eine gebietsbezogene Klassifizierung des im Zusammenhang bebauten Stadtgebietes abgeleitet, die zwischen
stabilen Gebieten, Konsolidierungs-, Umstrukturierungs- sowie Beobachtungsgebieten unterscheide und die Grundlage für
das weitere städtische Handeln bilde.
Das so entwickelte Konzept setze Prioritäten zur Schaffung stabiler Siedlungskerne
und lebenswerter Wohnquartiere und zum
Erhalt einer qualitativ hochwertigen infrastrukturellen Versorgung.
Der Deutsche Bundestag hat sich in seiner
Sitzung am 29.04.2002 von der Bundesregierung über die „Initiative Architektur und
Baukultur“ unterrichten lassen. Die diesbezügliche Drucksache 14/8966 werden wir
auf unseren Internetseiten unter „Aktuelles“
zum Nachlesen einstellen.
In ihrem Bericht unterstreicht die Bundesregierung den hohen Stellenwert, den sie der
Baukultur in Deutschland zumisst. Im Bericht sind Maßnahmen aufgeführt, die sie als
öffentlicher Auftraggeber künftig anwenden
will. U.a. sollen Ingenieurbauwerke des
Bundes künftig mit einer Plakette versehen
werden, auf der u.a. Planverfasser, Baubetrieb und Herstellungsjahr vermerkt sind.
Der Bericht der Bundesregierung unterstreicht auch, dass die Baukultur nicht als
Eintagsfliege angesehen wird, sondern nachhaltig wirken und ihre Maßnahmen verstetigt werden sollen.
(Sz)
SPD-Fraktion im Thüringer Landtag
Schuldenmacherei a la „Thüringer Modell“ finanzpolitisch gescheitert
Als gescheitert bewertet Uwe Höhn, finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag, die vom Freistaat Thüringen praktizierten alternativen
Finanzierungsmodelle für große Baumaßnahmen. Der SPD-Finanzpolitiker sieht
sich mit seiner Kritik in Übereinstimmung
mit dem Landesrechnungshof. „Alternative Finanzierung ist nichts anderes als Verschuldung und damit ein ungedeckter
Scheck“, sagte Höhn. Der Landeshaushalt
werde dabei genauso mit Verpflichtungen
für die Zukunft belastet wie bei einer unmittelbaren Kreditfinanzierung. Die angesammelten Leasingverpflichtungen stünden lediglich weniger im Blickpunkt der
Öffentlichkeit. Uwe Höhn sieht darin die
große Gefahr der zunehmenden Verschleierung von Schulden.
Als folgerichtig bezeichnete der SPD-Fi-
–5–
nanzpolitiker deshalb die Verfahrensweise
des Thüringer Rechnungshofes, der unmittelbaren Verschuldung über normale
Kredite auch die mittelbare Verschuldung
über Leasingverpflichtungen zuzurechnen.
Nach dieser Rechnung hätte Thüringen
bis zum 31. Dezember 2000 bereits 11,7
Mrd. Euro Schulden angehäuft.
(eta)
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2002
Mitarbeit in der Interessengemeinschaft GIS -Thüringen
Anwendung von grundstücks- oder raumbezogenen Informationssystemen
Kaum ein Bereich der IT -Branche ist in
der letzten Zeit so sehr in den Blickpunkt
gerückt, wie der GIS -Markt. Das liegt
daran, dass in unserer Informations- und
Wissensgesellschaft immer mehr Daten
georeferenziert benötigt werden um Wirtschaftsprozesse zu steuern und Planungsund Verwaltungsentscheidungen zu treffen.
Um die Vielzahl der nebeneinander entstehenden Systeme und Datenmengen zu koordinieren hat bereits im Mai 2001 das erweiterte Interministerielle Koordinierungsgremium - Geoinformationszentrum
(IKG-GIZ) seine Arbeit im Freistaat aufgenommen (vergl. Thür. Staatsanzeiger
Nr. 47/2001, Seite 246).
Eine weitere Aufgabe dieses Gremiums
liegt in der landesweiten und grundsätzlichen Abstimmung zur übereinstimmenden
Anwendung von grundstücks- oder raumbezogenen Informationssystemen. Hierzu
sind im IKG-GIZ Vertreter aller Ministerien sowie des Landkreises und des Gemeinde- und Städtebundes vertreten.
Als Vorsitzender wurde Herr Uwe Köhler
vom TIM (Abt. 6 Vermessungs- und Katasterwesen) bestellt.
Um nicht „im eigenen Saft zu schmoren“,
um den Aufbau der Geodateninfrastruktur
Thüringens zu beschleunigen sowie die
Nutzung bereits vorhandener Daten effizienter zu gestalten wurde dieser interministerielle Arbeitsgruppe nun eine Art Beirat
aus der Wirtschaft zur Seite gestellt.
Diese Interessengemeinschaft GIS Thüringen, kurz IG -GIS -Thüringen genannt, besteht derzeit aus 19 Mitgliedern.
Neben den IHK`s, der Architektenkammer, verschiedenen Universitäten, Verbänden der Energiewirtschaft und dem VITT
wurde auch die Ingenieurkammer Thüringen in dieses Beratungsgremium berufen.
Zukünftig wahrgenommen wird diese
Aufgabe vom Vorstandsmitglied Gunter
Lencer und dem Mitglied der Vertreterversammlung Ralf Bornkessel (Stellvertreter).
Auf der ersten Sitzung der IG-GIS wurde
die Bildung von 3 Arbeitsgruppen (Nut-
zer, Anbieter und Geodatendienste) beschlossen, um im kleinen Kreis schneller
zum Ergebnis zu kommen. Ziel ist es jeweils die Anforderungen der Praxis zu
formulieren und in zukünftige Verwaltungsentscheidungen im GIS -Bereich einfließen zu lassen. Nicht zuletzt sollen die
beigerufenen Praxisvertreter im politischen Raum dafür sorgen, dass dieses
Thema im Landeshaushalt auch weiterhin
mit den notwendigen Mitteln ausgestattet
wird.
Eine Forderung, welche die Ingenieurkammer unterstützt, denn letztendlich sind
es zum großen Teil Ingenieurbüros, die
dann die Geoinformationssysteme aufbauen werden.
Weitere interessante Informationen finden
Sie unter www.thueringen.de/ikg-giz und
www.thueringe.de/ig-gis (in Vorbereitung)
im Internet.
Gunter Lencer
Podiumsdiskussion
Vormerken!
3. Tag der Freien Berufe am 11. September
6. BALL
THÜRINGER
INGENIEURE
Der LfB Thüringen (dem auch die Ingenieurkammer Thüringen angehört) wird für
den 11. September ein Symposium mit
Podiumsdiskussion zu bildungspolitischen
Fragen organisieren. Der Arbeitstitel ist
„Bildungspolitik als gesamtgesellschaftlicher Konsens zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit Deutschlands“.
Symbolträchtig wurde der 11. September
als Termin gewählt, denn ebenso, wie
damals zwei Hochhäuser brannten,
scheint derzeit auch der Bildungsstandort
Deutschland zu brennen. Das Ziel der Veranstaltung ist klar: Wissenslücken in den
naturwissenschaftlichen Fächern lassen
schon heute den Freiberuflernachwuchs
ausbleiben. Das schadet nicht nur dem
Standort selber, sondern gefährdet auch
die Perspektiven der Freien Berufe.
Interessierte sollten sich diesen Termin
bereits vormerken. Nähere Informationen
werden noch verschickt und „ins Netz gestellt“.
Gunter Lencer
Am Sonnabend, 23. November 2002 findet im Erfurter Kaisersaal der 6. BALL
THÜRINGER INGENIEURE statt. Die
offiziellen Einladungen werden Mitte
September versandt. Die Gäste des Balls
erwartet ein abwechslungsreiches Programm, ein französisches Büfett und Tanz
bis in den Morgen.
Also: vormerken und kommen!
Gemeinschaftsstand zur Messe
Die Haus+Technik 2002 vom 27. bis 29. September
Auf über 300 qm präsentieren sehr kompetente Aussteller auf einem Gemeinschaftsstand unter der Organisation des
VITT e.V. vom 27. bis 29. September ihre
Exponate und Fachleute den Besuchern.
Die Ingenieurkammer Thüringen wird
nicht fehlen.
Zusätzlich steht uns eine Forumsfläche für
Diskussionen, Fachvorträge und audio-visuelle Informationen zur Verfügung.
Schwerpunktthemen sind intelligente Energieanwendungen und komplexes Gebäudemanagement. Es ist eine hochkarätige
Fachtagung geplant zum Thema Gebäudeausrüstung und EnEV2002. Obwohl der
Vortragskreis zur Tagung fast geschlossen
ist, werden alle Fachleute der Kammer
(und natürlich auch die anderen Parteien)
aufgefordert, sich mit ihren klugen Ideen
zu zeigen. Überhaupt scheint der Wettbe-
–6–
werb der mehr als 20 Aussteller untereinander auf dieser Fläche nur Bestleistungen
zuzulassen. Ingenieure! Fühlt euch angesprochen! Geht ins Forum oder mailt uns
bitte!
Wir werden Sie über Internet http://
www.ingenieure-thueringen.de und unsere
E-Mail-Zentrale ständig auf dem Laufenden halten.
DIB THÜRINGEN
7-8 / 2002
Auslobung Thüringer Energiesparpreis und Thüringer Ingenieurpreis 2002
Insgesamt 25 000 Euro für Ingenieurpreis 2002 „Baukultur in
Thüringen“ und Energiesparpreis 2002
Ingenieurkammer Thüringen
Freistaat Thüringen
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und
Infrastruktur
Thüringer Ingenieure haben in Planungen,
Projekte und deren Ausführung ihren
Ideenreichtum eingebracht und dabei mitunter durchaus übliche technische Bausteine zu interessanten innovativen Ergebnissen zusammengefügt. Klug durchdachte Alltagslösungen stehen neben völlig
Neuem. Beide sind der Anerkennung wert
und sollen Gegenstand des Thüringer Ingenieurpreises 2002 werden. Dabei soll
der Gedanke der Baukultur in besonderem
Maße gewürdigt werden. Die Auslober
reagieren damit auf die Initiative „Baukultur in Deutschland“, die im Dezember
2001 von Köln aus alle am Bau im umfassenden Sinne Beteiligten dazu aufgerufen
hat, überzeugende Beispiele der Baukultur
öffentlich zu würdigen.
Innerhalb des selben Wettbewerbsverfahrens wird alle zwei Jahre der Energiesparpreis ausgeschrieben, verbinden sich doch
oft ingenieurtechnische Gedanken mit
energetischen Effekten. Zum Energiesparpreis 2002 werden energiesparende und
zukunftsfähige Bauten, Projekte, Erzeugnisse oder Forschungsergebnisse zur Endenergieanwendung über die bisherigen
Energiesparanforderungen hinaus gemeinsam von der Ingenieurkammer Thüringen
und vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur erfasst, bewertet, prämiert und herausgestellt.
Die Anerkennung dieser beispielhaften sowie hervorragenden Arbeiten soll - gerade
wegen Energieverbrauchsniveau, Umweltbelastung und Begrenztheit von Ressourcen - zugleich neue energieökonomische,
richtungweisende Konzepte und Projektionen sowie Techniken fördern.
Die Ausschreibungsbedingungen werden
veröffentlicht von:
• der Ingenieurkammer Thüringen
• dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur
• den Mitgliedervertretern der Ingenieurkammer Thüringen sowie
• dem Arbeitskreis Energieberatung Thüringen als Wissenstransferstelle für Energieeinsparung.
Der Ausschreibungstext ist unter www.ingenieure-thueringen.de Æ „Ingenieurpreis“ abrufbar.
Preisbewerbungen müssen bis zum 15.
September 2002 (Poststempel) an „Thüringer Ingenieurpreis 2002 und Thüringer
Energiesparpreis 2002“ c/o Ingenieurkammer Thüringen, Postfach 10 19 08, 99019
Erfurt bzw. Flughafenstraße 4, 99092 Erfurt gesandt werden.
Die Jury wird nach dem Mehrheitsprinzip
über die Preisgelder in Höhe von insgesamt 25 000 € für den Thüringer Ingenieurpreis 2002 „Baukultur in Thüringen“
und den Thüringer Energiesparpreis 2002
entscheiden.
Hinweis:
Sie können die Ausschreibungsunterlagen zum Ingenieurpreis 2002 und zum
Energiesparpreis 2002 von der Geschäftsstelle per Fax bequem mit einer
Kopie des Vordruckes auf der letzten Seite dieses DIB Thüringen anfordern, sofern Sie diese nicht elektronisch von der
Internetseite der Kammer (s.o.) herunterladen wollen.
(Sz)
Geburtstage
Wir gratulieren unseren Mitgliedern und wünschen alles Gute!
(Juli / August 2002)
30. Geburtstag
Dipl.-Ing. Holger Harbarth
Bauing. Susanne Hohmann
40. Geburtstag
Dipl.-Ing. (FH) Sven Dehn
Dipl.-Ing. Matthias Fuchs
Dipl.-Ing. (FH) Ellen Gössinger
Dipl.-Ing. Fred Große
Dipl.-Ing. Gisela Henkel
Dipl.-Ing. Amir Jawad
Dipl.-Ing. (FH) Ditmar Koch
Dipl.-Ing. (FH) Uwe Kutzner
Dipl.-Ing. Ralf-Ulrich Nebel
Dipl.-Ing. Volker Pietsch
Dipl.-Ing. Gerd Riethmüller
Dipl.-Ing. Jens-Lars Schmidt
Dipl.-Ing. Uwe Schroeder
Dipl.-Ing. Gabriele Volkmann
Dipl.-Ing. (FH) Marion Weise
50. Geburtstag
Dipl.-Ing. Petra Achtel
Dipl.-Ing. Hans-Heiner Agsten
Hochschuling. Lutz Becker
Dipl.-Ing. (FH) Gunter Hertach
Dipl.-Ing. (FH) Klaus Koch
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Langanke
Dipl.-Ing. Rolf Petersohn
Dipl.-Ing. (FH) Christiane Schade
Dipl.-Ing. (FH) Lothar Schmidt
Dipl.-Ing. Frank Schubert
Dipl.-Ing. (FH) Gerd Stubenitzky
Dipl.-Ing. Wolfgang Wagner
60. Geburtstag
Dipl.-Ing. (FH) Klaus Bodensiek
Dipl.-Ing. (FH) Heinrich Fischer
Dipl.-Ing. (FH) Siegfried Köhler
Dipl.-Ing. (FH) Reinhard Pötzl
–7–
65. Geburtstag
Dipl.-Ing. (FH) Karl-Heinz Sauter
Dipl.-Ing. (FH) Udo Schade
Dipl.-Ing. Klaus Schiller
Dipl.-Ing. (FH) Herbert Stahl
75. Geburtstag
Dipl.-Ing. Lothar Heiland
79. Geburtstag
Dipl.-Ing. (FH) Herbert Holzschneider
DIB THÜRINGEN
Datenerhebung
7-8 / 2002
Faxantwort an die Ingenieurkammer Thüringen (03 61) 2 28 73 50
Mitgliedsnummer ................................ Titel .....................................................................
Ingenieurhandbuch Thüringen
Name ................................................... Vorname ...............................................................
Sehr geehrtes Kammermitglied,
es ist an der Zeit, ein neues Ingenieurhandbuch Thüringen zu erstellen. Ministerien, Ämter, Kammern, Verbände und
Einrichtungen, Gewerkschaften, Fraktionen der politischen Parteien, Hoch- und
Fachschulen, Bibliotheken... besitzen,
falls überhaupt, veraltetes Material aus
den Jahren 1999 / 2000.
Wir möchten den Aufwand zur Aktualisierung des Datenbestandes in engen Grenzen halten. Deshalb bitten wir Sie, verehrtes Mitglied, nach aktuellem Stand den
nebenstehenden Vordruck unbedingt auszufüllen, die Seite zu kopieren und uns
ausgefüllt zu faxen.
Das Handbuch wird keine Gesetze, Verordnungen, Statuten usw. enthalten. Ausgehend von praktischen Hauptsuchkriterien - Name, Fachrichtung, Listeneintragung, Wohnort - soll das Büro schnell und
sicher gefunden werden.
Beachten Sie bitte die Anforderungsmöglichkeit der Ausschreibungsunterlagen
(unten links ankreuzen).
Name des Büros ..................................................................................................................
PLZ ................... Landkreisnummer oder Kfz-Kennbuchstabe(n) .....................................
Strasse / Hausnr. ..................................................................................................................
Telefon geschäftlich
Vorwahl / Nummer 1
oder Vorwahl / Nummer 2
.........................................................
..............................................................................
Telefax geschäftlich
Vorwahl / Nummer 1
oder Vorwahl / Nummer 2
.........................................................
..............................................................................
E-Mail .............................................
@ .........................................................................
http://www. ..........................................................................................................................
Mitgliedschaft:
Beratender Ingenieur
bauvorlageberechtigt
freiwilliges Mitglied
…
…
…
Ich beschäftige keine
Mein Büro beschäftigt
Mein Büro beschäftigt
Mein Büro beschäftigt
…
1-5 …
6-10 …
> 10 …
Mitarbeiter
Mitarbeiter
Mitarbeiter
Mitarbeiter
Fachrichtung bzw. Hauptarbeitsgebiete (mehrere sind möglich)
…
Arbeitssicherheit
…
Bauingenieurwesen
…
Chemische Technik
…
EDV-Dienstleistung
…
Elektrotechnik
…
Energietechnik
…
Fahrzeugtechnik
…
Gebäude
…
Geotechnik
…
Gutachten
…
Heizungstechnik
…
Ingenieurgeologie
…
Klimatechnik
…
Lagertechnik
…
Lichttechnik
…
Maschinenbau
…
Raumordnung und Städtebau
…
Sanitärtechnik
…
Schallschutz
…
Technische Ausrüstung
…
Thermische Bauphysik
…
Tragwerksplanung
…
Umwelttechnik / Abfallwirtschaft
…
Verfahrenstechnik
…
Verkehrswesen
…
Vermessungswesen
…
Wasserwirtschaftswesen
IMPRESSUM:
Die Rücksendung Ihrer
Daten erbitten wir bis zum
23. August.
Ich möchte die Ausschreibungsunterlagen
zum Ingenieurpreis
…
zum Energiesparpreis
…
anfordern.
Herausgeber: Ingenieurkammer Thüringen, Körperschaft öffentlichen Rechts
Flughafenstr. 4, 99092 Erfurt
Postf.:
10 19 08, 99019 Erfurt
Internet:
www.ingenieure-thueringen.de
Mail:
ingenieurkammer@ingenieure-thueringen.de
Fax:
03 61 / 2 28 73 - 50
Fon:
03 61 / 2 28 73 - 0
VM ÖA:
Prof. Hermann Saitz (Sz)
Vtw. Red.: Dipl.-Journ. Ekkehard Tanzer (eta)
Mit Namen oder Initialen gekennzeichnete Beiträge stellen die Auffassung der Autoren
dar und nicht unbedingt die der Redaktion oder des Herausgebers. Das DIB THÜRINGEN ist
offizielles Organ der Ingenieurkammer Thüringen und wird ihren Mitgliedern unentgeltlich zugesandt. Der Einzelbezug ist nach schriftlicher Bestellung gegen eine Schutzgebühr von 1,50 € zzgl. Porto möglich, soweit Exemplare vorrätig sind.
–8–
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
12
Dateigröße
762 KB
Tags
1/--Seiten
melden