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Gewusst wie! Geschenke für Hannoveraner - Hannover.de

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Hannover
HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG
21
Schönes aus dem HAZ-Shop
Geschenke für
Hannoveraner
Gewusst wie!
ARD-Experimentierer Ralph Caspers verblüfft bei der Eröffnung des „Novembers der Wissenschaft“
Von Juli an e K aun e
W
er mit Ralph Caspers zu tun hat,
muss sich auf alles gefasst machen. Gleichwohl hielt der Oberbürgermeister das Risiko für vertretbar,
den selbst ernannten „Klugscheißer“ an
seinen Arbeitsplatz einzuladen. Schließlich ist das Neue Rathaus ein sehr stabiles
Gebäude. Die von Caspers ausgesprochene Warnung, der Abend werde „schön eklig“ und das Publikum in der ersten Reihe sei ohne Regenschutz verloren, hatten
die städtischen Organisatoren zur Kenntnis genommen. Doch letztlich, so viel sei
vorweggenommen, überstanden die rund
800 Besucher in der Rathaushalle ohne
bleibende Schäden den Gastauftritt des
Moderators mit der markanten Brille, der
aus der beliebten ARD-Familienshow
mit Kultfaktor „Wissen macht Ah!“ und
der „Sendung mit der Maus“ bekannt ist.
Sie gingen am Freitagabend sogar ein
ganzes Stück schlauer nach Hause, als sie
gekommen waren. Schließlich war Caspers mit dem Auftrag angetreten, in Hannover den „November der Wissenschaft“
zu eröffnen, die fast dreiwöchige Veranstaltungsreihe, an der sich die Stadt und
rund 70 Institutionen aus der Wissenschafts- und Bildungslandschaft mit
mehr als 150 Programmpunkten beteiligen. Der Experte für Aha-Erlebnisse
nahm für sich in Anspruch, allein an einem Abend gleich 100 Versuche beizusteuern – mit dem Ziel, „Eltern, Geschwistern und Freunden auf die Nerven
zu gehen – und dabei etwas über die Welt
zu erfahren“. Wer mitgezählt hat, kam
am Ende der einstündigen Show aber nur
auf zehn Experimente. Doch die hatten es
in sich.
Caspers-Fans kennen es aus dem Fernsehen: Dem 40-jährigen Diplom-Künstler, der behauptet, sein genaues Geburtsdatum nicht zu kennen, gelingt es souverän, auf amüsante und verblüffende Weise aus gewöhnlichen Alltagsgegenständen
wissenschaftliche Phänomene zu machen. Im Rathaus kam ein großer Teil davon aus der Küche. Caspers gab dem
Sinnspruch „Viele Köche verderben den
Brei“ eine neue Wendung – beim nicht gerade appetitlichen Toastbrot-Synchronkauen, für das junge und ältere „Assistenten“ aus dem Publikum auf die Bühne
gebeten wurden. Ausgestattet mit Mixer
und Rührschüssel, zeigte er dann mithilfe der Schülerin Linda, wie sich binnen
weniger Minuten aus Sahne Butter machen lässt. Spätestens an dieser Stelle ergab die Empfehlung mit dem Regenschutz
für die vorderen Plätze Sinn. Oberbürgermeister Stephan Weil, der ganz vorne
saß, zeigte sich aber unerschrocken.
Die Zuschauer – darunter Uni-Präsident Erich Barke, Hochschulpräsidentin
Rosemarie Kerkow-Weil, die Chefs von
MHH und TiHo, Dieter Bitter-Suermann
und Gerhard Greif – bekamen Nachhilfe
Bund kürzt bei
„Sozialer Stadt“
Erneut hat der Bund Kürzungen in der
Städtebauförderung beschlossen, vor allem im Programm „Soziale Stadt“. In
Hannover geht jetzt die Sorge um, dass
erfolgreiche Sanierungsprojekte wie in
Stöcken oder Hainholz gekappt werden
könnten. Auch am Mühlenberg sinkt damit die Chance auf Strukturförderungen
– seit Jahren versucht die Stadt, für soziale Projekte in dem Gebiet Geld von Bund
und Land zu beziehen.
„Es ist entsetzlich“, kommentierte Andreas Bodamer-Harig von der HannoverInitiative für eine Soziale Stadt (HISS) die
Kürzungen, die der Haushaltsausschuss
des Bundes in der Nacht zu Freitag beschlossen hat. Am 29. November soll es
wieder eine Demonstration in Berlin geben. Alle 50 Plätze der HISS-Protestdelegation sind bereits ausgebucht, möglicherweise wird erweitert. Ein Sprecher der
Stadt warnte vor Einschnitten bei dem erfolgreichen Programm, auch der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) kritisierte am
Freitag scharf, die Regierungsfraktionen
im Bund würden „völlig die künftigen Herausforderungen verkennen“.
med
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Er war der jüngste Oberbürgermeister
einer deutschen Großstadt – und später
der dienstälteste. 34 Jahre stand Herbert
Schmalstieg an der Spitze Hannovers.
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Perfekt für Hundehalter
Großes Interesse: 800 Besucher schauten Caspers in der Rathaushalle zu.
„WUFF!“ ist der erste regionale Ratgeber
für Hundehalter. Er informiert über
Hundesportvereine, Tierärzte,
Freilaufflächen und vieles
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Viel Programm
Experimente mit Spaßfaktor: Ralph Caspers lässt Linda aus Sahne Butter machen.
im Gedankenlesen mit Zweierpotenzen
und lernten, wie man mit zwei Händen
bis 1023 zählen kann. Vielleicht gibt
Oberbürgermeister Weil das erworbene
Wissen ja an seinen für die Finanzen zuständigen Kämmerer weiter. Gelernt haben er und die vielen jungen Gäste gestern im Rathaus auch, wie „Geldwäsche“
funktioniert: Beschlagene Cent-Münzen
kann man mit Zitronensaft wieder glänzend bekommen – weil das Kupfer in den
Geldstücken mit der säurehaltigen Flüssigkeit reagiert.
Wissenswert auch die Erkenntnis, dass
das Spurenelement Eisen, das Cornflakes
so gesund macht, tatsächlich die Anziehungskraft eines besonders starken Magneten aktivieren kann. Donnernden Applaus gab es für die Rakete Marke Eigen-
Körner (2)
bau, die Caspers aus einer Plastikflasche,
einem Gummischlauch und einem PVCRohr bastelte und dann mithilfe von Juniorassistent Benno in Richtung Rathauskuppel schoss. Am Ende steckte er dann
entleerte Teebeutel in Brand und ließ sie
in der heißen Luft aufsteigen. Wohlweislich ohne den Feueralarm im Rathaus
auszulösen.
Warum er seit mittlerweile elf Jahren
Erfolg mit seinen Experimenten zum
Nachmachen hat, hat Caspers einmal
messerscharf analysiert: „Ich kann allen
möglichen Unsinn machen, bei dem meine Mutter mit den Augen rollt. Aber trotzdem ist die Grundlage immer die Wissensvermittlung, sodass mir keiner richtig böse sein kann.“ Die Hannoveraner
waren begeistert.
Böllern auf bestem Niveau
Feuerwerkswettbewerb 2013 mit hochkarätigen Teams
Von V eroniK a t hoM as
Die Kulisse für den 23. Internationalen Feuerwerkswettbewerb im kommenden Jahr dürfte noch ein wenig festlicher
werden als in den 22 Jahren zuvor: Erstmals findet der Wettstreit der Feuerwerkskünstler im Barockgarten Herrenhausens vor dem wiedererbauten Schloss
statt. Fünf hochkarätige Teams treten
zwischen Mai und September 2013 mit
spektakulären pyrotechnischen Shows
gegeneinander an: Portugal, Frankreich,
Tschechien, Italien und Südafrika. Der
Vorverkauf beginnt am 1. Dezember.
Der Startschuss fällt am 25. Mai mit
dem Wettbewerbsgewinner 2012, dem
portugiesischen Team „Grupo Luso Pirotecnica“, das die Juroren mit seiner
poetischen-mystischen
Choreografie
„Astrum“ überzeugte. Am 8. Juni tritt
das französische Team „Intermède“ an,
das nicht nur 2008 in Hannover siegte,
sondern auf weiteren internationalen
Wettbewerben in Belgien, Polen, Italien
und Spanien zahlreiche Preise gewonnen hat. „Flash Barrandov Special Effects“ aus Prag, das als führendes Unter-
nehmen für Spezialeffekte in Tschechien
gilt, geht am 24. August an den Start.
Der Preisträger vieler Wettbewerbe, unter anderem in Kanada und Frankreich,
zählt weltweit zu den gefragtesten pyrotechnischen Unternehmen für die Filmindustrie.
Erstmals in Hannover dabei ist am 7.
September das international renommierte Team „Pirotecnica Morsani“. Die Italiener haben jede Menge Preise im Gepäck, darunter den Jurypreis des Feuerwerkswettbewerbs von Cannes 2012. Den
Schlusspunkt setzt am 21. September das
südafrikanische Team „Fireworks for
Africa“, das mit spektakulären Inszenierungen auf Popkonzerten oder bei der
Fußballweltmeisterschaft 2010 bekannt
wurde. „Es sind wieder absolute Hochkaräter der Feuerwerkskunst vertreten“,
verspricht Hans Nolte von der Hannover
Veranstaltungs GmbH.
Eintrittskarten sind ab 1. Dezember bei
der Tourist Information am Ernst-AugustPlatz sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen für 16,.50 Euro (ermäßigt
13,50 Euro) erhältlich.
Zum dritten Mal laden die hannoverschen Hochschulen, die Stadt, die
Volkswagenstiftung, das Studentenwerk und weitere Partner zum „November der Wissenschaft“ ein. Bis
zum 28. November gibt es nun täglich Forschung zum Anfassen. Mehr
als 40 000 Besucher kamen vor zwei
Jahren zu der Veranstaltungsreihe.
Dieses Mal beteiligen sich wieder
rund 70 Einrichtungen, darunter auch
Museen und Schulen sowie andere
Kultur- und Bildungsstätten.
150 Programmpunkte stehen zur
Auswahl, ein Drittel richtet sich an
Kinder und Jugendliche. Das Spektrum reicht von Tagen der offenen
Tür und Mitmachaktionen über Vorträge und Symposien bis zu Ausstellungen und Partys. Ein Höhepunkt ist
die Schau „Expedition Arktis“ der
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe vom 19. bis 30. November im Lichthof der Leibniz-Uni.
Bereits am heutigen Sonnabend
lädt die Uni zur „Nacht, die Wissen
schafft“ von 18 bis 24 Uhr auf ihren
Campus ein, die Programmpunkte
finden sich unter www.dienachtdiewissenschafft.de im Internet. Am
17. und 18. November veranstaltet
die Hochschule Hannover (HsH) ihren Tag der offenen Tür. Die Medizinische und die Tierärztliche Hochschule folgen am 24. November.
Mehr Informationen unter www.science-hannover.de im Internet.
jk
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Diskussionsreihe
zur Stadtzukunft
Für den November hat die ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft Stadtleben wieder eine dreiteilige Veranstaltungsreihe
initiiert, bei der es im Wochentakt um
Themen der Stadtentwicklung geht. Beginn ist an allen Tagen jeweils um 19 Uhr
im Kulturzentrum Pavillon am Raschplatz.
Am Montag, 12. November, geht es um
die Internationale Bauausstellung IBA
2013 in Hamburg. Sie zeigt anhand des
vernachlässigten Stadtteils Wilhelmsburg, wie Stadtentwicklung heute positive Akzente setzt. Am Dienstag, 20. November, beschäftigt sich der Architekt
Sergei Tschoban, der derzeit das Museum
für Architekturzeichnung in Berlin plant,
mit den Baukulturen im Osten und Westen Europas. Und am Donnerstag, 22. November, spricht der Bremer Raumplaner
Oliver Hasemann über das Projekt „Second Hand Spaces“, mit dem in der Weserstadt leer stehende Immobilien an neue
Nutzer vermittelt werden.
Alle Veranstaltungen werden von der
Stadt Hannover und dem Landesbauministerium gefördert. Der Eintritt ist daher frei.
med
© womue – Fotolia.com
NR. 264 · SONNABEND, 10. NOVEMBER 2012
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Luftfahrtmuseum will Kinder stärker begeistern
Sohn von Museumsgründer Leonhardt klagt auch zum 20. Geburtstag der Ausstellung über knappe Finanzen
Auch eine Messerschmitt
Bf 109 G-2 gehört zu den
Exponaten (links). Raoul
Hille (oben, re.) gratuliert
Markus Leonhardt.
Den Beginn dieser Leidenschaft markierte die spektakuläre Bergung von vier
im Zweiten Weltkrieg versunkenen Passagiermaschinen vom Typ JU 52 aus einem See in Nordnorwegen, an der der
frühere Geschäftsführer der Spedition
Nelke maßgeblich beteiligt war. „Von diesem Zeitpunkt an wurde unser Haus immer mehr zu einem Museumsdepot“, be-
richtete sein Sohn. Auch nach der Eröffnung war der Museumsgründer immer
auf der Suche nach Exponaten für die
Hallen in Laatzen. Seiner Mutter habe
sein Vater zum Beispiel einmal einen Sardinienurlaub schmackhaft gemacht, berichtete Markus Leonhardt. Sie wunderte sich über die plötzliche Liebe ihres
Mannes zu Italien. Auf Sardinien ange-
kommen, organisierte der Urlauber dann
aber zunächst einmal eine ME 109, das
deutsche Jagdflugzeug aus dem Zweiten
Weltkrieg, für sein Museum. Erst anschließend erholte er sich mit seiner Frau
auf der Insel. Auch ein Besuch beim damals studierenden Sohn in Budapest war
nicht ohne Hintergedanken. „Papa hatte
eine Antonow An-2 mitgebracht“, erzählte Markus Leonhardt gestern der Festgesellschaft. Das ist der größte einmotorige
Doppeldecker der Welt. Sohn Leonhardt
lobte auch die Freunde und Unterstützer
der Museumsidee. Viele seien von Anfang
an tatkräftig dabei gewesen.
Die Festrede hielt der Chef des Flughafens Hannover-Langenhagen, Raoul Hille. Mit ihm hatte Walter Leonhardt vor
einigen Jahren über einen Standortwechsel zum Flughafen verhandelt, wegen der
hohen Investitionskosten war das Museum dann schließlich aber in Laatzen geblieben. „Sein Traum vom Fliegen hat
ihn beflügelt“, meinte Hille über den Museumsgründer. Zwar gebe es einige Museen zum Thema Luftfahrt, sagte der
Flughafenchef. „Aber wer dieses Museum mit Ruhe und Zeit verinnerlicht, wird
feststellen, dass es keine Luftfahrtausstellung gibt, in der so viel Herzblut
steckt“, betonte er.
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Das Luftfahrtmuseum in Laatzen hat
gestern seinen 20. Geburtstag gefeiert.
Ein Jahr nach dem Tod des Museumsgründers Walter Leonhardt versicherte
dessen Sohn Markus Leonhardt, dass die
einmalige Luftfahrtsammlung zusammengehalten werde. „Die finanzielle Situation ist allerdings nicht rosig“, sagte
er vor knapp 200 Gästen. Es gebe weiterhin weder durch die Stadt Laatzen noch
durch das Land finanzielle Unterstützung für das Museum. „Man muss sich
Gedanken machen, wie es weitergehen
soll“, meinte Leonhardt.
Ein erster Schritt werde die Einbeziehung der Luft- und Raumfahrt in das
Museum sein, denn auch die Zukunftstechnologie müsse gezeigt werden. „Und
wir müssen sehen, dass wir Kinder begeistern können“, betonte der Sohn des
Museumsgründers. Dazu gehöre auch,
Technik zum Erleben anzubieten. Die
Leidenschaft seines Vaters habe der Fliegerei gehört, berichtete Leonhardt. Zwar
habe Walter Leonhardt nie selbst am
Steuerknüppel eines Flugzeuges gesessen. „Aber er lebte seine Leidenschaft
mit der Dokumentation der Luftfahrt
aus“, berichtete sein Sohn.
Archiv / Decker
Von M athi as K lein
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Seele and Geist
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