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DIASPORA|WIe kAnn SIe zuR entWIcklung DeR HeRkunftSlänDeR

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AUSGABE 01/2013
CRONNECT
Ein Magazin der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung in Deutschland
Wie kann sie zur Entwicklung
DIASPORA | der
Herkunftsländer beitragen?
KWVD | JAHRESEMPFANG
INTERVIEW | MARIO OHOVEN
KWVD CRONNECT MAGAZIN
Inhalt
EDITOR’S LETTER
16
Titelthema
06
DIASPORA
10 MARIO OHOVEN
Interview
14 KWVD
JAHRESEMPFANG
16
20 BILANZ
Ofizieller Programmpartner der ZAV
KWVD Premium partner
Der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung
nach einem Jahr EUDonaustrategie
22
PERFORMANCE
MANAGEMENT
06
24 STEUERLICHE
HINWEISE
Zum Jahreswechsel 2012/2013
26 GESETZ
10
Über besondere Kraftfahrzeugsteuer
22
JET
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
ZT
2
IHRE
14
AN
FR
AG
Anzeige im
CRONNECT
MAGAZIN
EN
Tel.: +49 (0)69 / 36 70 79 43
GESCHÄFTSSTELLE
KRESIMIR JURICIC
HRVOJE URSIC & MARIN JURIC
Editorial
von
MARIO ŠUŠAK
Vorstand KWVD
Impressum
Kroatien ist mit einem Bein in der Europäischen Union. Dies ist sicherlich
ein Grund zur Freude, jedoch sicherlich kein Grund, sich nunmehr zurückzulehnen. Vieles ist vor dem Beitritt noch in die Wege zu leiten und nach
dem Beitritt gilt es ebenso aktiv an den notwendigen Veränderungen zu
arbeiten wie für den Beitritt.
Die kontinuierliche Fortentwicklung über den Eintritt in die Europäische
Union hinaus ist nicht zuletzt auch deswegen dringlich geboten, weil sich
Investoren noch immer zu abwartend verhalten. Sie sollten sich vor Augen
führen, dass die Investitionen seit der Lehmann-Krise weltweit zurückgegangen sind. Das bedeutet, dass nunmehr die Zeit für strategische Investitionen gekommen ist.
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Daher möchten wir an dieser Stelle öffentlich aufrufen: Liebe Investoren,
Kroatien ist nicht schlechter als andere Länder und bei genauerer Betrachtung oft besser als gedacht. Ein maßgeblicher Faktor für ein erfolgreiches Engagement ist es, nicht blindlings in das Land einzusteigen, sondern
mit einem Partner tätig zu werden, der den Markt, die Sprache und die
Wirtschaftskultur des Landes versteht. Ebenso wichtig ist zu realisieren,
dass sich viele Aspekte wirtschaftlicher Betätigung theoretisch verbessert haben, allerdings noch einige Zeit brauchen, bis sie tatsächlich in der
kroatischen Lebensrealität angekommen sind. Doch das ist in anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union oft ähnlich.
4
Alle wissen, dass es einer vernünftigen Industrie-Ansiedlungspolitik bedarf. Ohne Industriezweige wird auch in Kroatien kein Wachstum möglich
sein. Um die Industrie bei einer Arbeitslosigkeit von über 20 % bedienen zu
können, sollte vor allem in gut ausgebildete Fachkräfte investiert werden.
Mit dieser Erkenntnis und den bisher umgesetzten Schritten könnte sich
Kroatien noch klarer als Kernland in Süd-Ost-Europa etablieren. Diese Perspektive ist noch gegeben und verdichtet sich zunehmend. Um hier einen
entscheidenden Schritt voranzukommen, wird es insbesondere notwendig
sein, dass die mittleren und unteren Ebenen der staatlichen Verwaltung in
der Umsetzung den gleichen Elan an den Tag legen wie die Regierung im
Erlass investitionsfördernder Regelungen. Hier besteht im Kern immer noch
eine erhebliche Diskrepanz. Es mangelt entscheidend an Effektivität und
Effizienz.
Letztlich benötigt Kroatien eine klare Gesamtstrategie, an der alle Parteien
mitarbeiten. Denn nur so werden sich die Weichen für eine stabile und erfolgreiche Zukunft legen lassen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim lesen des Cronnect
Magazins
Kroatische Wirtschaftsvereinigung e.V.
Am Weingarten 25
60487 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 36 70 79 40
Fax: +49 69 36 70 79 39
E-Mail: info@kwvd.de
Vertretungsberechtigter
Vorstand: Mario Šušak,
Franjo Akmadža, Ante
Bagarić, Zdravko Bošnjak,
Mario Koturić, Alen Saček
Inhaltlich verantwortlich
gemäß § 6 MDStV:
Mario Šušak
Vereinsregister Frankfurt am
Main, Nr. 13998
Steuernummer
04522740097 / Finanzamt
Frankfurt am Main IV
ANZEIGEN:
anzeigen@kwvd.de
Erscheinungsweise
6 x jährlich
REDAKTION:
Mario Šušak, Franjo
Akmadža, Melanija Habrun, Irena Ivanković, Mario
Koturić,
Übersetzungen:
Melanija Habrun
Grafik:
Denis Koloper
Fotos:
Josip Krstanović, Alen Marić
PARTNER:
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
liebe Mitglieder der Kroatischen Wirtschaftsvereinigung!
5
Titelthema
von
AMREI SCHOMMERS
KfW Entwicklungsbank
DIASPORA
Wie kann sie zur
Entwicklung der Herkunftsländer beitragen?
Der folgende Beitrag gibt einen Überblick über die
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
positiven und negativen entwicklungspolitischen
Wirkungen, die der Diaspora von unterschiedlicher Seite
zugeschrieben werden.
6
Diaspora – Von wem sprechen wir?
Der Begriff Diaspora ist nicht eindeutig definiert. In der
Regel bezieht er sich auf weltweit verstreute Gemeinschaften von Migranten, die häufig sehr heterogen sind.
Kennzeichnend für die Diaspora ist jedoch, dass weiterhin eine Identifikation mit dem Herkunftsland stattfindet und die Verbindung aufrechterhalten wird.
Welche Wirkungskanäle des Diaspora-Engagements
gibt es und wie kann die EZ diese fördern?
Interventionsmöglichkeiten für die EZ ergeben sich
insbesondere in drei Handlungsfeldern: Finanzielle
Rückflüsse und Kapitalanlagen, Wissenstransfer sowie
Business-Netzwerke.
Finanzielle Rückflüsse und Kapitalanlagen
Im Jahr 2010 beliefen sich die Rücküberweisungen von
Migranten („Remittances“) auf geschätzte 440 Mrd. USD
und damit auf ein Vielfaches der öffentlichen Entwicklungshilfe. Allerdings kommen die Rücküberweisungen
meist nicht direkt dem Gemeinwohl zu Gute, sondern
fließen zunächst an private Haushalte, die über die
Verwendung des Geldes frei verfügen. Dennoch können
sich positive gesamtwirtschaftliche Effekte ergeben, z.B.
wenn Anreize vorhanden sind, die Mittel in Bildung, Gesundheitsvorsorge oder unternehmerische Tätigkeiten
zu investieren.
Im Gegensatz zu Rücküberweisungen sind Geld- und
Kapitalmarktanlagen von Diaspora-Mitgliedern im
Herkunftsland bisher noch eine Seltenheit. Dabei stellt
gerade die mangelnde Kapitalausstattung der nationalen Finanzmärkte ein zentrales Investitions- und damit
auch Entwicklungshemmnis dar.
Investmentfonds oder Staatsanleihen, die sich gezielt an
Diaspora-Mitglieder richten und attraktive Konditionen
bieten (z.B. Anleihe in Fremdwährung), könnten hier
Abhilfe schaffen. Ein erfolgreiches Beispiel ist die ghanaische „Golden Jubilee“-Staatsanleihe, mit deren Hilfe
Ghana eine Reihe entwicklungsrelevanter Infrastrukturprojekte finanzieren konnte.
Wissenstransfer
Die Wettbewerbsfähigkeit von Entwicklungs- und
Schwellenländern hängt zunehmend von der technologischen Leistungsfähigkeit und dem Ausbildungsstand
der Bevölkerung ab. Während die Abwanderung gut
Ausgebildeter zunächst Wissen aus den Ländern abzieht
(brain drain), kann mittels Diaspora-Engagement, Wissen ins Herkunftsland (zurück) transferiert werden und
dazu beitragen, bestehende Wissens- und Ausbildungslücken zu schließen (brain gain). Mögliche Ansätze sind
die Bildung von Wissens-Netzwerken zwischen Wissenschaftlern und Forschern der Diaspora und lokalen
Experten, die Rückgewinnung von im Ausland ausgebildeten Diaspora-Mitgliedern für professionelles Engagement im Heimatland (Rückkehrerprogramme), aber
auch kürzere, projektbezogene Einsätze im Herkunftsland (Experteneinsätze).
Business-Netzwerke
Diaspora kann zur Entwicklung der Heimatländer
auch durch die Förderung von Handelsbeziehungen
zwischen dem Aufenthalts- und dem Herkunftsland
beitragen. In Indien, China und Taiwan beispielsweise
spielte die Diaspora eine zentrale Rolle beim Aufbau
von High-Tech Clustern, indem sie Kontakte zwischen
Unternehmen und Investoren herstellte, ihr Know-How
einbrachte und half, sprachliche und kulturelle Barrieren
zu überwinden. Dar-über hinaus können die DiasporaMitglieder selbst zum Abnehmer und/oder Vertreiber
für Exportgüter des Herkunftslandes werden, z.B. im
Bereich Tourismus aber auch hinsichtlich landestypischer Exportprodukte wie Lebensmittel, Kleidung und
Kunsthandwerk. Auf internationaler, bilateraler und nationaler Ebene gibt es bereits eine Reihe von Initiativen
zur Förderung von Diaspora Business-Netzwerken, die
Beratung sowie Plattformen für Kontakt und Austausch
bieten.
Diaspora-Engagement: Förderungswürdig aber kein
Allheilmittel
Es gibt in der Literatur eine breite Debatte über die
Frage, ob die positiven Effekte der Diaspora oder die
negativen Wirkungen der Abwanderung aus dem Heimatland überwiegen. Aber diese Diskussion ist müßig,
denn Abwanderung und Diaspora sind Realitäten und
deshalb kann sich eine pragmatische Entwicklungszusammenarbeit auch darauf konzentrieren, negative
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
A
ktuell leben etwa 214 Mio. Menschen außerhalb
ihres Geburtslandes. Viele von ihnen stammen
aus Entwicklungs- und Schwellenländern, rund
ein Viertel ist laut UNCTAD überdurchschnittlich gut ausgebildet und verfügt über einen Hochschulabschluss.
Für die Herkunftsländer können sich aus der Abwanderung sowohl positive (z.B. finanzielle Rückflüsse) als auch
negative Wirkungen (z.B. Verlust von Humankapital)
ergeben.
7
Titelthema
Fortsetzung von: Diaspora: Wie kann sie zur
Entwicklung der Herkunftsländer beitragen?
Effekte von Abwanderung zu mindern und positive Wirkungen zu fördern. Dafür gibt es eine ganze Reihe erprobter
Maßnahmen (s.o. und Literaturhinweise am Ende), die häufig auch entwicklungspolitisch förderungswürdig sind.
Allerdings sollte man hinsichtlich der erzielbaren Wirkungen realistisch bleiben: Die Diaspora stellt sich häufig als
sehr heterogene Gruppe dar, deren Wirksamkeit stark vom Engagement einzelner Personen abhängt, und deren
positive Wirkungen meist auf relativ kleine Gruppen (und dies sind i.d.R. nicht die Ärmsten) im Herkunftsland beschränkt sind.
Literatur
Agunias, D. R., Newland, Kathleen (2012): Developing a Road Map for Engaging Diasporas in Development. IOM/MPI
Handbook.
Baraulina, T., Borchers, K. (2008): Wer migriert, wer entwickelt? Bedingungen und Formen des entwicklungspolitischen Engagements von Diaspora. In: Heinrich Böll Stiftung, Dossier Migration und Entwicklung, 6-11.
UNCTAD (2012): Least Developed Country Report 2012. Harnessing Remittances and Diaspora Knowledge to Build
Productive Capacities.
8
luisenstraße 81
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telefon +49 (69) 981949-61
telefax +49 (69) 981949-63
e-Mail
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Internet www.kanzlei-kovac.de
K A N Z L E I | | K O VA Č
R e c h t s a n wä lt e · Fa c h a n wa lt F ü R s t R a F R e c h t
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Quelle: Entwicklungspolitik Kompakt, Nr. 1, 23. Januar 2013
9
Foto: Silke Borek
Interview
Foto: BILDSCHÖN
Interview
Mario Ohoven
Im Gespräch: BVMW-Präsident Mario Ohoven
für die Kroatische Wirtschaftsvereinigung
Alter
66 Jahre
Beruf
Präsident des Bundes-
verbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), Präsi-
dent des europäischen Mit-
telstandsdachverbandes (CEA-PME)
AusbildungBankkaufmann
Preise
1999 Europa-Preis des Europäischen Wirtschaftsin-
stituts (EWI), 2001 Oscar des deutschen Mittelstandes, 2001 Deutscher Mittelstand
spreis - Kustos des mittel-
ständischen Unternehmer-
tums
FHerr Ohoven, Sie sind Präsident des Bundesverbandes
mittelständischer Wirtschaft (BVMW) und des europäischen Mittelstandsdachverbandes (CEA-PME). Wie
viele Unternehmen vertritt der BVMW? Wie viele Arbeitsplätze stellen die Mitgliedsunternehmen sicher?
A Der BVMW vertritt die Interessen von aktuell mehr als
156.000 mittelständischen Unternehmen mit rund 4,3
Millionen Beschäftigten. Unsere bundesweit rund 300
Repräsentanten haben jährlich über 600.000 direkte
Kontakte zu Unternehmern vor Ort. Dazu kommen
jedes Jahr etwa 2.000 Veranstaltungen, von kleinen
Seminaren bis zu Unternehmertagen mit tausenden
Fachbesuchern. Wir wissen also wie ganz wenige andere Verbände, wie der deutsche Mittelstand tickt.
Auf europäischer Ebene haben sich die wichtigsten
nationalen Mittelstandsverbände unter dem Dach der
CEA-PME mit Sitz in Brüssel zusammengeschlossen. Die
CEA-PME vertritt europaweit mehr als 1,5 Millionen mittelständische Unternehmen mit über zehn Millionen Mitarbeitern.
F Der Wirtschaftsstandort Deutschland punktet im globalen Wettbewerb vor allem mit innovativen Unternehmen aus dem Mittelstand. Mit welchen Aktivitäten
versucht BVMW das Ziel der Schaffung eines noch
günstigeren Unternehmerklimas in Deutschland zu erreichen?
A Der Mittelstand ist seit jeher eine Domäne kreativer
Köpfe. Im Ergebnis gibt es in Deutschland rund 1.300
Weltmarktführer mit innovativen Produkten und Dienstleistungen. Das macht die exportorientierten
Klein- und Mittelbetriebe zu einem Stabilitätsanker der
deutschen Wirtschaft. Sie haben allein 2012 rund zehn
Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert.
Natürlich müssen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen stimmen. Deshalb setzen wir uns in Berlin
und Brüssel für die Belange des Mittelstands ein. Und
das mit nachweisbar sehr großem Erfolg: Angefangen
beim Bürokratieabbau, wo wir das Datenmonster ELENA
zur Strecke gebracht haben, über die Steuerpolitik mit
einer Unternehmensnachfolge freundlichen Regelung
der Erbschaftsteuer bis hin zu internationalen Regelwerken wie Basel III. Dort haben wir eine Mittelstandsklausel durchgesetzt, die demnächst kommen wird.
Jüngstes Beispiel ist die Energiepolitik. Die deutschen
Unternehmen zahlen im Schnitt 20 Prozent mehr für
Strom als ihre europäischen Mitbewerber, im Vergleich zu den USA sind es sogar 60 Prozent mehr. Wir
haben daher eine Petition beim Deutschen Bundestag für eine Senkung der Stromsteuer eingebracht.
Kurzum: Der BVMW ist ein gefragter Gesprächspartner
und Ideengeber in der Politik. Das nutzen wir im Sinne
des Mittelstands.
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Biografie
11
INTERVIEW
Interview
Mario Ohoven
Foto: Silke Borek
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Die entscheidende Frage ist, wie lange Deutschland die
Wachstumslokomotive in und für Europa bleibt. Denn
das Thema Euro-Krise ist noch längst nicht ausgestanden. Entscheidend ist, dass die Krisenstaaten, allen
voran Griechenland, Spanien und Zypern, die eingeleiteten Reformprozesse durchhalten. Die größten Sorgen
bereiten mir aber Italien und Frankreich. Sollten diese
starken Volkswirtschaften in die Rezession stürzen, hilft
der Eurozone auch kein Rettungsschirm mehr.
12
F In Deutschland, dem wirtschaftsstärksten Land der EU,
kommt es zur Auslagerung der Produktion in die Länder
Osteuropas und Asiens. Spielt hier Kroatien eine Rolle?
A Für den deutschen Mittelstand gilt seit einigen Jahren
das Motto „Go East“, allerdings im Sinne einer Öffnung
zu den osteuropäischen und asiatischen Märkten. Dabei genießen bei Investitionen ganz eindeutig die
neuen EU-Mitgliedsstaaten in Mittelosteuropa Priorität.
Reine Produktionsauslagerungen sind eine zweischneidige Sache. Das zeigt sich am Beispiel Chinas.
Der Blick auf die Lohnkosten allein greift zu kurz.
Letztlich entscheiden Faktoren wie Qualitätssicherung, bürokratischer Aufwand, Arbeitsmarktflexibilität und zunehmend auch Nachhaltigkeit,
ob ein solches Engagement wirklich sinnvoll ist.
Kroatien sehe ich als einen zuverlässigen Partner und
attraktiven Markt für deutsche Mittelständler. Ich bin
überzeugt, wenn Kroatien seine Hausaufgaben im Hinblick auf den bevorstehenden EU-Beitritt gemacht hat,
wird es von dem europäischen Binnenmarkt erheblich
profitieren können.
F Kroatien verbucht seit einigen Jahren Handelsbilanzdefizite. Durch den EU-Beitritt wird sich auf dem Gebiet
des Warenaustausches sicherlich vieles verändern. Zu
welchen Schritten raten Sie den kroatischen Unternehmen?
A Langfristig muss das Ziel eine ausgeglichene Handelsbilanz sein. Das Verlassen der CEFTA-Freihandelszone
wird die Struktur des Außenhandels zwangsläufig verändern. Die kroatischen Unternehmer sollten den Beitritt
zur EU aber in erster Linie als große Chance begreifen.
Das derzeitige Handelsbilanzdefizit ist ein klares
Indiz dafür, dass viele kroatische Produkte noch
nicht im internationalen Wettbewerb bestehen
können. Hier könnte eine Kooperation kroatischer Mittelständler mit ausländischen Partnern
helfen, die eigene Marktfähigkeit zu verbessern.
Was das Land jetzt vor allem braucht sind Investitionen.
Das setzt generell Vertrauen, eine gute Infrastruktur und
eine positive Einstellung gegenüber Investoren voraus.
Alles das bietet Kroatien. Nachholbedarf sehe ich noch
beim Standortmarketing.
F Deutschland ist einer der größten Außenhandelspartner Kroatiens. Wie beurteilen Sie die Erfolgsaussichten
kroatischer Unternehmen auf dem deutschen Markt? Ist
es ratsam fachkundige Hilfe, z. B. der KWVD, hinzuzuziehen?
ADie traditionell guten Beziehungen zwischen
Deutschland und Kroatien spiegeln sich auch in
der Wirtschaftsbilanz wider. Bei den Direktinvestitionen steht Deutschland an dritter Stelle, als
Handelspartner sogar an zweiter Stelle. Ich bin sicher, der EU-Beitritt eröffnet kroatischen Unternehmern neue Möglichkeiten auf dem deutschen Markt.
Das Land ist auf einem guten Weg. Nicht umsonst haben
die Ausfuhren kroatischer Unternehmen nach Deutschland in den letzten zwei Jahren zugelegt. Expertenpools
wie die KWVD, die GTAI oder die Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer und auch unser Verband
sind gute Anlaufstellen und können den Markteintritt
erleichtern.
F In Deutschland leben über 230.000 kroatische Staatsangehörige, sehr viele mittlerweile in dritter Generation. Glauben Sie, dass die „Deutsch-Kroaten“ ein gutes
Bindeglied zwischen den Kulturen und für die Wirtschaft
sind?
A Ja, denn nichts verbindet mehr als familiäre Wurzeln.
Dazu kommt der gelebte kulturelle Austausch. Die
„Deutsch-Kroaten“ bilden eine lebendige Brücke zwischen unseren beiden Ländern, heute und für die gemeinsame Zukunft in der Europäischen Union.
Herr Ohoven, ich danke Ihnen für das Gespräch.
Das Interview führte Mario Koturić.
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
.F Deutschland ist bisher gut aus der Krise gekommen, wobei 2013 eine neue Rezession droht. Wie beurteilen Sie
die Aussichten für Deutschland und Europa für die nächsten Jahre?
A Der deutschen Wirtschaft geht es vergleichsweise
gut. Unserer aktuellen Unternehmerumfrage zufolge
rechnen 28 Prozent Mittelständler mit einer noch
besseren Geschäftslage im ersten Halbjahr, knapp 53
Prozent mit einer gleichbleibend guten. Was mir besonders wichtig ist: Der Mittelstand fungiert auch
2013 wieder verlässlich als Jobmotor. Laut Umfrage
plant etwa ein Drittel der Unternehmen, im nächsten
Jahr zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Weit mehr
als die Hälfte will die Mitarbeiterzahl halten. Wenn die
Euro-Krise nicht wieder aufflammt, rechnen wir für
2013 insgesamt mit etwa einem Prozent Wachstum.
13
Ausbildung
von
Mario Šušak
KWVD
KWVD offizieller
Programmpartner der ZAV
im Bereich der studienfachgezogenen Praktika
für ausländische Studenten
wie sie die Zeit ihres Praktikums während des Studiums verteilen wollen und ob sie überhaupt die erlaubte Höchstdauer ausschöpfen werden. Darüber hinaus müssen die ausländischen Studenten den Nachweis erbringen, dass
sie vom Unternehmen, in dem sie ihr Praktikum absolvieren möchten, mindestens 670 Euro brutto pro Monat als
Vergütung erhalten werden. Sollte dieser Entgelt nicht oder nur teilweise bezahlt werden können, müssen die ausländischen Studenten die Sicherung ihres Lebensunterhalts in Form einer Bürgschaft nachweisen. Als ZAV-Partner
hilft die KWVD Studenten bei der Erledigung von Formalitäten und Suche nach einem Praktikumsplatz, falls sie einen
solchen nicht selbst finden konnten.
Die KWVD will dadurch den Studenten aus Kroatien ermöglichen, einen praktischen Einblick in die Arbeitsweise
deutscher Unternehmen zu erhalten, Geschäftskontakte zu knüpfen sowie ganz allgemein Auslanderfahrung zu
sammeln, die nicht nur das Leben des Einzelnen bereichert, indem er mit einem neuen Kultur- und Sozialumfeld
konfrontiert wird, sondern auch immer wichtiger für die Unternehmen in der heutigen globalen Welt ist. Ein studienfachbezogenes Praktikum in Deutschland dokumentiert hohe Flexibilität und Mobilität, Fremdsprachenkenntnisse
sowie interkulturelle Kompetenz, was später bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz von großem Vorteil
sein kann.
Erfolg ist eine Frage der eigenen Ziele.
Und des richtigen Partners.
14
D
ie Zentrale Auslands- und Fachvermittlung
(ZAV) hat die Kroatische Wirtschaftsvereinigung (KWVD) bereits im Jahr 2011 als offiziellen
Partner im Bereich der studienfachbezogenen Praktika
ausländischer Studenten registriert. Im Rahmen dessen
beabsichtigt die KWVD Studenten aus Kroatien, die in
den Studiengängen Rechtswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Medizin, Politik, Informatik, Sozialpäda-
gogik, Religion sowie Bauwesen, Maschinenbau und
Ingenieurwesen eingeschrieben sind, nach Deutschland
zu vermitteln.
Buchhaltung / Lohnverrechnung
Steuerberatung
Wirtschaftsprüfung
Unternehmensberatung
Corporate Finance / M&A
EU - Förderungen
Personalberatung
Sekretariatsleistungen
TPA Horwath d.o.o.
Petra Hektorovica 2, 10 000 Zagreb, Croatia
Tel.: +385 / 1 / 48 82 555
Fax: +385 / 1 / 48 22 220
E-mail: tpa-horwath@tpa-horwath.hr
Studienfachbezogene Praktika in Deutschland für Studierende aus dem Ausland dürfen höchstens 12 Monate
dauern. Diese 12 Monate müssen nicht am Stück absolviert werden. Die Studenten können selbst entscheiden,
www.tpa-horwath.com
KROATIEN
Albanien | Bulgarien | Österreich | Polen | Rumänien
Serbien | Slowakei | Slowenien | Tschechien | Ungarn
Mitglied von Crowe Horwath International (Zürich) – einer weltweiten Vereinigung rechtlich
selbstständiger und unabhängiger Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater.
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Unsere Dienstleistungen:
15
KWVD
von
Mario Koturić
KWVD
JahresempfanG der Kroatischen
Wirtschaftsvereinigung
Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen der
Kroatischen Wirtschaftsvereinigung in Deutschland
und deR Wirtschaftskammer Kroatien
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Redner des Abends waren der
16
Vorsitzende der Kroatischen
Wirtschaftsvereinigung, Mario
Šušak, der Präsident der IHK für
Rheinhessen, Dr. Harald Augter, die
Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Kroatien, Frau Trnokop-Tanta,
die für den kurzfristig erkrankten
Präsidenten, Herrn Nadan Vidošević,
angereist war, sowie der Botschafter
der Republik Kroatien in Deutschland, Herr Dr. Miro Kovač.
Kroatien ist jede Herausforderung
wert!
Durch den bevorstehenden Beitritt
in die Europäische Union, der am
1. Juli 2013 vollzogen werden soll,
rückt Kroatien noch stärker in den
Fokus von Investoren. Kroatien bietet Investoren die besten Chancen
für die Entwicklung und das Wachstum ihrer Geschäftstätigkeiten.
Es ist ein mitteleuropäisches Land
mit 4,4 Millionen Einwohnern, groß
genug, dass mehr als ein Viertel der
Arbeitskräfte sehr gut ausgebildet
sind, und klein genug, dass seine
hervorragende Infrastruktur und
stabile Entwicklung eine optimale
geopolitischen Verbindung zwischen dem europäischen Westen und
Osten, Norden und Süden bieten.
Mario Šušak gab in seiner Eröffnungsrede einen Rückblick auf das
vergangene und einen Ausblick
auf das aktuelle Jahr. „Kroatien hat
in den vergangenen Jahren nicht
immer alles richtig gemacht, ist
sich seiner Fehler jedoch durchaus
bewusst. Das Land hat unbestritten
enormes Potenzial, ist jedoch momentan noch immer eine Herausforderung, die es sich auf jeden Fall
anzunehmen lohnt“, sagte Šušak.
Der bevorstehende EU-Beitritt
sei für das Land in jeder Hinsicht
eine große Chance. Um auch diese
„Herausforderung EU“ anzunehmen,
habe auch die Wirtschaftsvereinigung bereits mit den Planungen
eines großen „EU-WillkommensEvent“ in Frankfurt begonnen,
führte Šušak weiter aus.
Der Präsident der IHK Rheinhessen,
Dr. Harald Augter verwies auf die
aus Deutschland bereits in Kroatien
erfolgreich tätigen Unternehmen
und die jahrelange sehr gute
Zusammenarbeit aller anwesenden
Institutionen. Dr. Augter freute
sich, wie auch andere Gäste, auf die
Informationen aus erster Hand zu
den Themen EU-Beitritt sowie die
wirtschaftliche Lage in Kroatien.
„Die Vereinbarung die wir am
heutigen Abend unterzeichnen
besiegelte eine schon über mehrere Jahre bestehende, gute und
vertrauensvolle Zusammenarbeit
mit der Kroatischen Wirtschafsvereinigung. Durch die Unterzeichnung bietet sich Unternehmen, die
in Kroatien investieren oder aus
Kroatien heraus exportieren wollen,
eine noch leichtere Informationsund Kommunikationsmöglichkeit
an“, sagte die Vizepräsidentin der
Wirtschaftskammer Kroatien, Frau
Trnokop-Tanta.
Der Botschafter der Republik
Kroatien in Deutschland, Herr Dr.
Miro Kovač, sprach in seiner Begrüßungsrede die Zeit nach dem 1.
Juli 2013 an. „Nach dem EU-Betritt
Kroatiens erwartet uns viel Arbeit.
Die Strukturreformen sind notwendig, was nicht so leicht durchzuführen ist. Die Zusammenarbeit mit
Deutschland halte ich für gut, aber
auf der wirtschaftlichen Ebene gibt
es noch viel Raum für Fortschritt.
Ich hoffe, dass Kroatien von vielen
mittelständischen Unternehmen nach dem EU-Beitritt
und dem Eintritt in den gemeinsamen europäischen
Markt als eine attraktive „Destination für Investitionen“
erkannt wird“, hob Dr. Miro Kovač hervor.
Nach den Begrüßungsreden folgte die feierliche
Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen der
Kroatischen Wirtschaftsvereinigung in Deutschland
und der Wirtschaftskammer Kroatien. Im Anschluss bot
sich den Gästen bis tief in die Nacht die Möglichkeit zu
Gesprächen bei kroatischem Wein.
Informationen zu den Institutionen:
Die Wirtschaftskammer Kroatien blickt auf eine 160
reifende Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet und
organisiert. Zudem ist die Kroatische Wirtschaftsvereinigung mit staatlichen und nichtstaatlichen Stellen in
unterschiedliche Projekte zur wirtschaftlichen Entwicklung im deutsch-kroatischen Wirtschaftsraum einbezogen. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf
dem Bereich der beruflichen Bildung und des Schüler-/
Studentenaustauschs. Hier setzt sich die Kroatische
Wirtschaftsvereinigung sehr für die Gewinnung neuer
Ausbildungs- und Praktikumsplätze in Deutschland ein
und führt ebenfalls mehrere EU-Projekte im Bereich des
lebenslangen Lernens und der Mobilität von Auszubildenden durch.
Jahre lange Tradition. Sie ist eine moderne und professionelle Institution, zuverlässige Informationsquelle für
alle kroatische Unternehmen und ihre ausländischen
Partner. In Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen schützt und vertritt die Wirtschaftskammer die
Interessen der kroatischen Wirtschaft.
Text: Kroatische Wirtschaftsvereinigung e. V.
Bilder: Josip Krstanović (jk-foto.com)
Die Kroatische Wirtschaftsvereinigung wirkt seit dem
Am Weingarten 25
60487 Frankfurt am Main
Tel. +49 69 367079-40
Fax. +49 69 367079-39
m.koturic@kwvd.de
www.kwvd.de
Jahre 2007 in Deutschland als Interessenvertretung
und zuverlässiger Partner für alle Unternehmen, die im
deutsch-kroatischen Wirtschaftsraum tätig sind.
Es werden von ihr relevante Informationen strukturiert erfasst und bereitgestellt, gezielt Dienstleistungen
angeboten und vermittelt sowie institutionell überg-
Kontakt:
Herr Mario Koturić
Kroatische Wirtschaftsvereinigung e. V.
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
M
ainz/Zagreb – Der diesjährige
Jahresempfang der Kroatischen
Wirtschaftsvereinigung in Deutschland stand unter einem ganz besonderen „Stern“. Über 160 Gäste aus
Diplomatie, Politik und Wirtschaft
waren am Mittwoch in der Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen (IHK) zugegen bei der Unterzeichnung der Vereinbarung über
die Zusammenarbeit zwischen der
Kroatischen Wirtschaftsvereinigung
in Deutschland und der Wirtschaftskammer Kroatien.
17
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
IMPRESSIONEN
IMPRESSIONEN
18
19
aktuell
Bilanz nach einem Jahr
EU-Donaustrategie
Ein Beispielfall für moderne Regionalpolitik
Einige Beispiele:
>>
>>
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KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Merkel sagte, die regionale Zusammenarbeit in der Don-
20
auregion fordere, was für die Stärkung der europäischen
Wettbewerbsfähigkeit prinzipiell nötig sei: ein Zusammenspiel von Subsidiarität – also Verantwortung vor Ort
– mit intelligentem Ausbau von Infrastruktur und grenzüberschreitender Kooperation. Solche Projekte könnten der EU-Regionalpolitik ein klareres „Gesicht“ geben.
Sie machten den Menschen vor Ort deutlich, „dass wir
gewisse EU-Strukturfondsmittel nur bekommen, weil wir
diese Kooperation haben“, sagte Merkel. Und so sei die
Donaustrategie auch eine Einladung, „den eigenen Fluss
noch besser kennenzulernen“ und über die Landesgrenzen hinaus zu schauen.
Internationale Forschungsprojekte sollen zu
einer leistungsfähigeren Donau-Schiffsflotte
mit saubereren Motoren beitragen.
Eine Eisenbahn- und Autobrücke zwischen
dem rumänischen Calafat und dem bulgarisch
en Vidin soll bald eine Lücke im europäischen
Verkehrskorridor von Deutschland nach
Griechenland, bzw. in die Türkei schließen. Das
über 200 Millionen Euro teure Projekt wird
überwiegend von der EU finanziert.
Die Donauanrainer wollen beim Hochwasserund Umweltschutz kooperieren.
>>
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>>
Eine Gaspipeline zwischen Bulgarien und
Rumänien soll die Energieversorgungssicher
heit der Region verbessern.
Das „Donau Geschäfts-Forum“ vernetzt über
300 kleine und mittlere Unternehmen sowie
Forschungseinrichtungen.
Tourismusorganisationen arbeiten an einer
einheitlichen Vermarktung des Donauraums.
Auch die Polizei der Donauländer will enger
zusammenarbeiten.
Schlüsselfragen für die Zukunft sind für Regionalkommissar Hahn, wie sich die „Kooperationsmechanismen“
vertiefen lassen und wie eine möglichst gute Unterstützung durch EU-Strukturfonds nach 2013 gesichert
werden kann. Merkel versprach, sich für eine in diesem
Sinne „ordentliche“ mittelfristige EU-Haushaltsplanung
einzusetzen. (frh)
Quelle: EU-Nachrichten Nr. 20 vom 06. Dezember 2012
Im Rahmen der EU-Donaustrategie suchen 14 europäische Staaten nach Lösungen für gemeinsame Herausforderungen. Zentrale Anliegen sind etwa bessere
Verkehrsverbindungen, Umweltschutz, Wirtschafts- und
Tourismusförderung. Hahn sagte, die Erfolge nach einem
Jahr seien deutlich größer, als er sich habe vorstellen können. Jetzt gebe es eine „solide Plattform für langfristige
Kooperation“, während die Zusammenarbeit in der Region vorher bruchstückhaft gewesen sei.
Ziel sei es, die Lebensverhältnisse für alle der rund 100
Millionen Menschen im Donauraum zu verbessern und
auch den Einwohnern in den ärmeren Regionen Perspektiven zu eröffnen. „Wenn das gelingt, profitieren auch
Regionen, die schon wohlhabender sind, wie Bayern und
Baden-Württemberg, weil sie neue Absatzmärkte bekommen“, sagte Hahn.
Zdravko Bošnjak
Dipl. Ökonom
Borsigallee 19, 60388 Frankfurt/M.
Telefon 0 69 - 94 14 17 -22, Fax -17
Mobil 01 76 - 21 17 76 97
zbosnjak@huettig-rompf.de
Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer bestätigte, es
habe sich bereits gezeigt, wie viele gemeinsame Interessen es gebe.
Seit der Verabschiedung der Donau-Strategie im April
2011 kümmern sich Arbeitsgruppen darum, Projekte in
elf Themenbereichen voranzutreiben.
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KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
E
U-Regionalkommissar Johannes Hahn und
Bundeskanzlerin Angela Merkel waren sich einig:
Die Art und Weise, wie Regionen aus 14 Staaten
im Rahmen der EU-Donaustrategie zusammenarbeiten,
ist ein Musterbeispiel für europäische Kooperation. Die
„makro-regionale-Strategie“ für einen 2.800 Kilometer
langen Raum sei ein Beispiel für eine „moderne Regionalpolitik, wie ich sie mir in der Zukunft vorstelle“, sagte
Hahn bei einer Konferenz in Regensburg, bei der Bilanz
über ein Jahr Donaustrategie gezogen wurde.
Die Donau soll besser schiffbar werden. Dazu
haben die Verkehrsminister der Anrainersta
aten einige Beschlüsse gefasst, etwa zur
Überwachung von Wassertiefen und Ken
nzeichnung gefährlicher Flachstellen. Auch sol
len Wracks geborgen werden.
21
aktuell
von
MELANIJA HABRUN
ET CETERA
Performance Management
dem Unternehmen viele Vorteile, wie Führung durch Ziele, einen Überblick über den Mitarbeitererfolg, von Mitarbeitern mit ausgezeichneter „Arbeits-Performance“ bis zu denjenigen mit der als niedrig bewerteten Arbeitsleistung,
Motivieren der Mitarbeiter durch Belohnungs- und Förderungssysteme, Weiterentwicklung und Schulungen, Talent
Management u.a.
Viele Unternehmen haben in der Praxis entweder keines oder nur teilweise aufgebautes Bewertungssystem der Ar-
beitsleistung ihrer Mitarbeiter. Die Systeme, Parameter und Instrumente zur Bewertung des Arbeitserfolgs unterscheiden sich von Branche zu Branche.
Die Einführung des Performance Management ist ein Prozess, in den alle Beteiligten einzubeziehen sind. Sie sollten
über die Anwendung dieses Systems richtig geschult werden. Das System ist stets zu verfolgen und zu verbessern,
damit sich ein Unternehmen sicher sein könnte, ein objektives und transparentes Performance– ManagementWerkzeug zu besitzen und alle Vorteile dieses Systems nutzen zu können.
AUSSCHNITT AUS DEM BEWERTUNGSBOGEN FÜR DIE ARBEITSLEISTUNGS DES MITARBEITERS
BEWERTUNG VON HAUPTVERANTWORTUNGEN/KOMPETENZEN DES MITARBEITERS
Anleitung: Beschreiben Sie Hauptverantwortungen und Kompetenzen des Mitarbeiters. Das sind arbeitsplatzbezo-
D
ie Verfolgung des Mitarbeitererfolgs und der -Leistung stellt ein mächtiges
Werkzeug der Mitarbeiterführung
im Einklang mit den Unternehmenszielen und – Strategien.
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Der Performance Management ist
22
ein Prozess, der auf dem Definieren
von klaren Verantwortungen, Kompetenzen und Zielen einzelner Arbeitsplätze beruht, sowie in welchem
Maße ein Mitarbeiter in der Erfüllung von diesen Parametern in einem bestimmten Geschäftszeitraum
erfolgreich ist.
Die grundlegenden Voraussetzungen für transparente und effiziente
Anwendung dieses Systems ist
klare Festlegung von dem, was zu
erreichen ist, das Bewertungssystem des schon Erreichten und das
Definieren des Bewertungs-, Förderungssystems oder der Verbesserungsmaßnahmen.
Die Evaluierung der Arbeitsleistung
erfolgt im Rahmen der s.g. jährlichen
Mitarbeitergespräche. Der Bestandteil dieser Gespräche ist Bewertung
der Mitarbeiterarbeitsleistung in Bezug auf die arbeitsplatzbezogenen
Verantwortungen und Kompetenzen, Bewertung der Verwirklichung
von vorvereinbarten Zielen, Vereinbaren von Arbeits- und Entwicklungszielen für den bevorstehenden
Zeitraum sowie eventuelle weitere
Belohnungsvorschläge.
Dieses Instrument wird mindestens
einmal jährlich verwendet. Es stellt
ein Gespräch zwischen dem Mitarbeiter und dem unmittelbar Vorgesetzten, das früh genug im Voraus
vereinbart wird, damit sich beide
Seiten dafür vorbereiten können.
Für das Gespräch bereiten sich sowohl der Mitarbeiter als auch der
Vorgesetzte mit Hilfe eines Bogens
vor. Sie überlegen rückblickend,
wie die Leistung und der Erfolg des
Mitarbeiters im Hinblick auf arbeitsplatzbezogene
Erwartungen,
Unternehmenswerte sowie vorher
definierte Ziele zu bewerten ist.
Das Gespräch selbst sollte in einer
ungestörten Atmosphäre stattfinden, ehrlich und offen bisherige
Ergebnisse und Erfolg des Mitarbeiters besprechend. Demgemäß
werden konkrete Entwicklung und
Arbeitsziele für den Mitarbeiter für
den bevorstehenden Zeitraum vereinbart. Die Ziele sollten konkret mit
genau festgesetzten Zeiträumen,
den für die Zielrealisierung spezifischen Aktivitäten und Ressourcen
sowie mit Erfolgskriterien festgelegt
werden.
Das Vereinbarte wird auf einem Bo-
Verantwortungen
(arbeitsplatzbezogen)
Erwartete Arbeitsleistung/Verhalten
Erreichte Arbeitsleistung/Verhalten
Bewertung der Arbeit- Verbesserungsmaßsleistung
nahmen
(1-5)
(was, wie, bis wann)
B Kompetenzen
(arbeitsplatzbezogen)
Erwartete Arbeitsleistung/Verhalten
Erreichte Arbeitsleistung/Verhalten
Bewertung der Arbeit- Verbesserungsmaßsleistung
nahmen
(1-5)
(was, wie, bis wann)
z. B.
Teamarbeit
Arbeitet zusammen
mit Teamkollegen auf
zufriedenstellende Art
und Weise, trägt der
Teamarbeit aktiv bei und
übt seine Teamaufgaben
erfolgreich aus
z.B..
Problemlösungsfähigkeit/
Entscheidungsfähigkeit
Identifiziert Probleme,
involviert andere in der
Lösungssuche, analysiert und sucht nach der
besten Lösung.
gen dokumentiert, das von beiden
Seiten zu unterzeichnen und auf
entsprechende Art und Weise abzulegen ist.
Dabei ist es wichtig, dass Aktivitäten
und die Arbeit an den definierten
Zielen stets verfolgt und evaluiert
werden, dass der Vorgesetzte und
Mitarbeiter jederzeit über sämtliche
eventuelle Schwierigkeiten bei der
Verwirklichung von Zielen und über
ihre Lösung offen reden.
Ein richtig aufgebautes Performance-Management-System bringt
Rechtzeitiges Treffen
von klaren und transparenten Entscheidungen,
verhält sich konsequent
im Einklang mit der getroffenen Entscheidung.
Bewertungen der Arbeitsleistung:
1 – erfüllt Erwartungen nicht 2 – teilweise erfüllt Erwartungen 3 – erfüllt Erwartungen 4 – übertrifft Erwartungen 5 – übertrifft Erwartungen
in großem Maße
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
gene Verantwortungen/Kompetenzen oder individuelle Verantwortungen (spezifische projektbezogene zugeteilte
Verantwortungen). Wählen Sie die für die erfolgreiche Ausübung des Arbeitsplatzes maßgebenden Verantwortungen/Kompetenzen. Beschreiben Sie leistungsbezogene Erwartungen für jede Verantwortung/Kompetenz. Nennen
Sie die bisher erreichte Arbeitsleistung in Bezug auf einzelne Verantwortungen/Kompetenzen und geben Sie entsprechende Bewertung. Wenn nötig, vereinbaren Sie mit dem Mitarbeiter Verbesserungsmaßnahmen für jede Verantwortung/Kompetenz, und zwar was, wie, mit welchen Ressourcen und bis wann ist das Vereinbarte zu erreichen.
23
steuer
von
Monika Radmanić
Steuerkanzlei Radmanić, Rodgau
Offenlegungspflichten bei Kleinstkapitalgesell-
Steuerliche Hinweise zum
Jahreswechsel 2012/2013
D
as Jahressteuergesetz 2013 ist noch nicht endgültig entschieden und wird voraussichtlich
erst im Januar 2013 verabschiedet. Trotzdem
kam es beim Jahreswechsel 2012/2013 zu einigen Gesetzesänderungen und Anpassungen. Im Folgenden
werden ein paar wichtige Änderungen erläutert:
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
Erhöhung des Grundfreibetrags
Ein Bestandteil des Abbaus der kalten Progression ist
24
die Erhöhung des Grundfreibetrags. Dieser soll in 2013
um 126 Euro auf 8.130 Euro angehoben werden. Ab
2014 soll eine weitere Anhebung um 224 Euro auf 8.354
Euro erfolgen. Der Eingangssteuersatz bleibt konstant
bei 14%. Der Grundfreibetrag stellt das Existenzminimum dar. Bis zu diesem Betrag fällt bei Einzelveranlagung keine Steuer an. Bei Zusammenveranlagung
gelten die doppelten Werte.
Geldspenden werden unbürokratischer
Umstellungen im Zahlungsverkehr aufgrund eu-
ropäischer Entwicklungen (SEPA) und nationaler Anpassungen führen auch zu Vereinfachungen bei Geldspenden. Der vereinfachte Zuwendungsnachweis beim
steuerlichen Spendenabzug wird sowohl an das SEPAVerfahren als auch an andere Online-Zahlungsservices
angepasst. Das aufwändige Sammeln und Einreichen
von Spendenbelegen erübrigt sich dadurch.
Nachweispflichten bei innergemeinschaftlichen
Lieferungen
Seit 01.01.2012 wird grundsätzlich eine Gelangensbestätigung des Abnehmers von Waren verlangt, um
den Nachweis zu erbringen, dass die gelieferte Ware
im EU-Ausland angekommen ist und somit Steuerfreiheit gewährt wird. Wegen zahlreicher offener Fragen
im Zusammenhang mit der neuen Gelangensbestätigung hat die Finanzverwaltung die Übergangsfrist zur
Anwendung der Neuregelung unbefristet verlängert. Bis
auf weiteres können die bisherigen Nachweise, wie z.B.
Speditionsbescheinigungen oder Posteinlieferungsscheine, weiter verwendet werden. Es liegt ein Entwurf
zur Gesetzesänderung zu der neuen Gelangensbestätigung vor, die voraussichtlich zum 01. Juli 2013 in Kraft
treten wird. Es ist mit deutlichen Erleichterungen zu
rechnen.
Umstellung auf E-Bilanz
Bilanzierende Unternehmen müssen spätestens ab
dem Wirtschaftsjahr 2013 oder bei abweichendem
Wirtschaftsjahr ab 2013/2014 ihren Jahresabschluss
elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Die sog.
schaften
Kleinstbetriebe in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft oder einer Personenhandelsgesellschaft ohne
voll haftende natürliche Person (z.B. GmbH & Co. KG)
mussten ebenso viel über sich Preis geben, wie mittelgroße und große Gesellschaften. Aufgrund Änderungen
durch das MicroBilG treten für diese Kleinstbetriebe
Erleichterungen bei der Rechnungslegung und Offenlegung in Kraft. Kleinstunternehmen können auf die
Erstellung eines Anhangs zur Bilanz vollständig verzichten, wenn sie bestimmte Angaben (unter anderem zu
Haftungsverhältnissen) unter der Bilanz ausweisen und
sie können ein vereinfachtes Gliederungsschema der
Bilanz wählen. Bei der Offenlegung können Kleinstunternehmen wählen, ob sie den Jahresabschluss weiterhin offenlegen, oder nur beim Bundesanzeiger hinterlegen. Wer sich eine hinterlegte Bilanz ansehen möchte,
kann das nur gegen Gebühr tun. Die Regelungen gelten
für alle Kleinstkapitalgesellschaften, die an zwei aufeinanderfolgenden Abschlussstichtagen zwei der drei
nachfolgenden Merkmale nicht überschreiten:
>>
>>
>>
Umsatzerlöse bis 700.000 Euro,
Bilanzsumme bis 350.000 Euro sowie
Durchschnittliche 10 beschäftigte
Arbeitnehmer
Elektronische Lohnsteuerkarte
Die für 2012 vorgesehene Einführung von ELStAM
(Elektronische Lohnsteuer-Abzugsmerkmale) findet nun
in 2013 statt. Dies hat zur Folge, dass die Arbeitgeber im
Laufe des Jahres 2013 verpflichtet sind, spätestens mit
der Lohnabrechnung für Dezember 2013, das Verfahren
anzuwenden und die Daten von der zentralen Datenbank abzurufen. Für den Datenabruf benötigt man vom
Arbeitnehmer die steuerliche Identifikationsnummer,
das Geburtsdatum und die Auskunft, ob es sich um ein
Haupt- oder Nebenarbeitsverhältnis handelt. Bis zur
Umstellung auf das ELStAM Verfahren behält die Lohnsteuerkarte 2010 ihre Gültigkeit. Die Arbeitnehmer sind
verpflichtet, Änderungen in den persönlichen Verhält-
nissen umgehend der Finanzverwaltung mitzuteilen,
damit diese bei der Lohnabrechnung berücksichtigt
werden können.
Überlassung von Datenverarbeitungsgeräten,
Handys und Software an Arbeitnehmer
Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer
betriebliche Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräte mit Zubehör z.B. Laptop, Notebook, Drucker,
Scanner oder Handy, ist dies lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei. Dies betrifft nun auch Smartphones und
Tablets. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber Eigentümer der Geräte ist und die Nutzung unentgeltlich
und zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt. Bei Software
gilt zusätzlich noch, dass sie auch betrieblich nutzbar
sein muss. Computerspiele sind somit nicht begünstigt.
Die Schenkung dieser Geräte führt jedoch zu Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht.
Änderungen bei Minijobs
Ab 2013 wird der bisherige Minijob von 400,00 Euro auf
450,00 Euro angehoben. Die Gleitzone reicht nun von
450,01 Euro bis 850,00 Euro. Während Minijobs bisher
grundsätzlich keine Rentenansprüche begründeten und
nur auf Antrag des Minijobbers versicherungspflichtig
wurden, verhält es sich künftig umgekehrt: Minijobber
sind automatisch rentenversichert gegen Zahlung des
Unterschiedsbetrags zwischen pauschalem Arbeitgeberbeitrag und allgemeinem Beitragssatz; auf Antrag
werden sie von der Rentenversicherungspflicht befreit.
Der Unterschiedsbetrag wird 2013 bei 3,9% liegen
oder 13,9% bei Beschäftigten in Privathaushalten. Für
Minijobs, die bereits 2012 bestanden haben, gelten die
Neuerungen erst ab dem 01. Januar 2015. Wird jedoch
bei einem bereits bestehenden Minijob das monatliche
Entgelt ab 2013 auf bis zu 450,00 Euro erhöht, bleibt
der Erhöhungsbetrag auf Antrag ebenfalls steuer- und
sozialversicherungsfrei.
Sachbezugswerte 2013
Es erfolgte ein Anpassung an die allgemeine Preisentwicklung
Freie Unterkunft
Freie Mahlzeiten
davon Frühstück
und Mittagessen
und Abendessen
monatlichtäglich
216
7,20
224
7,47
48
1,60
88
2,93
88
2,94
Basiszins der Deutschen Bundesbank
Der Basiszins beträgt weiterhin 0,12%
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
E-Bilanz enthält zahlreiche Pflichtangaben. Oft ist eine
Anpassung des Buchungsverhaltens notwendig, um
eine problemlose Übermittlung zu gewährleisten. Die
größte Umstellung muss beim Materialaufwand erfolgen, da hier eine Unterscheidung zwischen Roh-, Hilfsund Betriebsstoffen, Wareneinkauf (Handelswaren)
und Aufwendungen für bezogene Leistungen erfolgen
muss. Die elektronische Übermittlung vereinfacht der
Finanzverwaltung das Sammeln und Auswerten von
Daten des Unternehmens und ermöglicht einen leichteren Branchenvergleich.
25
recht
von
FRANJO AKMADZA
KWVD
Benzin:
Wenn eine natürliche oder juristische Person mit dem
Wohnort oder Sitz in der RK ein in einem anderen EULand zugelassenes Fahrzeug mietet oder least, und die
Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrages weder kürzer
als einen Monat noch länger als 4 Jahre ist, wird die Zollverwaltung die Sondersteuerpflicht entsprechend der
Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrages feststellen.
Diplomatische und konsularische Auslandsvertretungen
entrichten keine Sondersteuer
Keine Steuer wird entrichtet, wenn ein in einem anderen
Gesetz über besondere Kraftfahrzeugsteuer
D
er Steuerentwurf der RK regelt die Erhebung
der besonderen Kraftfahrzeugsteuer. Besteuert
werden Kraftfahrzeuge, für die keine Sondersteuer in der RK berechnet und bezahlt wurde (z.B.
Pkw‘s, Kraftfahrzeuge des Caravan-Typs, Kombiwagen,
Rennwagen, Motorräder (einschließlich Moped) und
Lieferwagen). Für rein elektrobetriebene Kraftfahrzeuge
wird keine Steuer erhoben.
Steuerpflichtig ist jede natürliche oder juristische Person, die das Kraftfahrzeug erwirbt, oder die das Kraftfahrzeug, für das keine Sondersteuer berechnet und entrichtet wurde, in die RK einführt.
der Rechnung die Sondersteuer zu berechnen und den
errechneten Betrag innerhalb von 30 Tagen ab der Entstehung der Steuerpflicht zu bezahlen.
Für Fahrzeuge mit durchschnittlichem CO2 Ausstoß
bis maximal 85 g/km (Diesel) oder 90 g/km wird keine
Sondersteuer bezahlt. Für plug-in-hybrid-elektrische
Fahrzeuge wird der Betrag prozentual um den Betrag
verringert, der der Reichweite des Fahrzeugs im reinen
Elektroantrieb entspricht.
Die Sondersteuer bemisst sich nach dem Kauf- bzw.
Marktpreis des Kraftfahrzeugs, nach der KohlendioxidEmission (CO2) in g/km und der Motorkapazität.
EU-Land zugelassenes Fahrzeug im Besitz oder in Gebrauch bei einer natürlichen in der RK wohnhaften Person
ist, die beim Arbeitgeber in einem anderen EU-Land beschäftigt ist, und wenn das Fahrzeug im Eigentum des
Arbeitgebers ist. Weiters wenn eine natürliche in der RK
wohnhafte Person, die in einem anderen EU-Land das
Gewerbe hat oder Freiberufler ist, das Fahrzeug besitzt
oder nutzt, und das Fahrzeug auf den Namen des Gewerbeinhabers bzw. des Freiberuflers zugelassen ist, oder
wenn sie verantwortliche Person, Partner, Aktionär oder
Gesellschafter in einer Handelsgesellschaft oder in einem in einem anderen EU-Land eingetragenen Unternehmen ist, und das Kraftfahrzeug im Eigentum dieses ausländischen Rechtssubjektes ist;
Dieses Gesetz wird im Amtsblatt „Narodne novine“
veröffentlicht und tritt am Tag des EU-Beitritts Kroatiens
in Kraft.
Diesel:
Beispielrechnung:
Durch Gesetz wird festgelegt, dass die Berechnung und
Erhebung der Sondersteuer entstehen, wenn:
26
verkaufte Kraftfahrzeug ausstellt
- der Gebrauchtwagenhändler die Rechnung ausstellt
- juristische oder natürliche Person mit dem Sitz bzw.
Wohnort in der RK das Kraftfahrzeug (auch Gebrauchtwagen) in die RK einführt. Wohnhaft in der RK ist
jene natürliche Person, die sich mehr als 185 Tage jährlich
in der RK aufhält.
Bei der Entstehung der Steuerpflicht ist der Hersteller
bzw. der Händler verpflichtet, im Namen und auf Rechnung des Käufers des Kraftfahrzeuges vor Ausstellung
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
- der Hersteller oder der Händler die Rechnung für das
27
28
Adria24 GmbH
www.adria24.com
Kanzlei Kovač
www.kanzlei-kovac.de
Ortel Mobile GmbH
www.ortelmobile.de
A.L. Fliesenprofi AG
www.al-fliesenprofi.de
Kontis d.o.o.
www.kontis.de
Quehenberger Logistics DE GmbH
www.quehenberger.com
AVM Maler und Baudekoration GmbH
www.avm-gmbh.com
Leko Grupa d.o.o.
www.rentacar-leko.com
Radnik d.d.
www.radnik.de
Bader Förster Schubert GbR
www.b-f-s.de
Lepus d.o.o
www.lepus.hr
Sandelmühle Restaurant
www.sandelmuehle.com
bemes industries services GmbH
www.bemes.biz
Maminho GmbH
www.diva-bar.de
Sintronics
www.sintronics.de
City Bus Mainz GmbH
www.mvg-mainz.de
Mate Andabak d.o.o.
www.mateandabak.hr
SOLAR Magna Deutschland AG
www.solarmagna.de
Croatia Airlines d.d.
www.croatiaairlines.com
Megapromet d.o.o.
www.megapromet.de
Stand-Bau GmbH
www.stand-bau-gmbh.de
Dalmaconsult d.o.o
www.dalmaconsult.com
MILES d.o.o.
www.miles-lift.com
Tabak Reisen
www.tabakreisen.de
Đuro Đaković d.d.
www.duro-dakovic.com
miro-concept GmbH
www.miro-concept.com
TPA Horwath d.o.o.
www.tpa-horwath.com
Ekoma d.o.o
www.ekoma.hr
MontCommerce d.o.o.
www.montcommerce.de
Valamar Hotels & Resorts GmbH
www.valamar.com
Fibuserv
www.fibuserv.com
Multimedien.net
www.multimedien.net
Financetainment
www.financetainment.de
PE Global Consult
www.pe-global.de
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
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KWVD CRONNECT • Ausgabe I 2013
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Elisabethenstr. 29
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®
Tel.: 06172 - 265 52 34
Fax: 06172 - 265 52 35
Mail: hrvoje.ursic@zuerich.de
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