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Gewusst wie – die Heilmittelverordnung - AOK-Gesundheitspartner

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AUSGABE 103
PRO DIALOG
ARZT UND PRAXISTEAM
■ AOK-TICKER
Berliner Gesundheitspreis
2013 gestartet
Ansätze, die sich mit evidenzbasierter Gesundheitsversorgung
auseinandersetzen, werden in diesem Jahr für den Berliner Gesundheitspreis gesucht. Der Ideenwettbewerb, den die Ärztekammer
Berlin, der AOK-Bundesverband
und die AOK Nordost jetzt für das
Jahr 2013 gestartet haben, widmet
sich dem Thema: „Wie kommt das
Wissen in die Praxis?“
Zu den gesuchten Ansätzen
gehören auch Hilfestellungen für
Patienten, Ärzte und andere
Gesundheitsberufe, damit diese
nützliche von unnützen Informationen besser unterscheiden können. Der Preis ist mit 50 000 Euro
dotiert. Einsendeschluss ist der 30.
September 2012.
FREITAG/SAMSTAG 8./9. JUNI 2012
123456
Eine Serie in Kooperation von
ÄRZTE ZEITUNG und AOK-Bundesverband
Gewusst wie – die Heilmittelverordnung
Die Verordnung Physikalischer Therapie und anderer Heilmittel ist in der
Praxishektik nicht trivial.
Die AOK will Ärzten jetzt
mit einem Online-Lernprogramm den Zugang
zur Materie erleichtern.
www.berliner-gesundheitspreis.de
Arzneimittel-Check für
die Therapiesicherheit
Ältere Patienten erhalten häufig zu
viele Medikamente. Das hat ein
Arzneimittel-Check ergeben, den
die AOK Rheinland/Hamburg und
die KV Hamburg den Vertragsärzten in der Hansestadt seit Mitte
2011 im Rahmen des Hausarztmodells anbieten. Ein halbes Jahr
nach dem Check hat sich gezeigt,
dass die Zahl der verordneten sogenannten Priscus-Arzneimittel,
die für ältere Menschen ungeeignet sein können, durch die Bewertung und Beratung der Hausärzte
um 34 Prozent rückläufig ist. Seit
April 2012 ist der Arzneimittelcheck auch im Rheinland möglich.
Ein neuer Regelfall? Eine Folgeverordnung? Die Lernsoftware fordert Anwendern viel Wissen zu Heilmittelverordnungen ab.
Spielerisch im Internet komplizierte
Sachverhalte verstehen und umsetzen lernen – das ist das Ziel der Serie
„Praxiswissen Quickcheck“ der AOK.
Neuerdings gibt es auch zum Thema
Heilmittelverordnung ein OnlineLernprogramm für niedergelassene
Ärzte und medizinische Fachangestellte. In dem Programm steht die
richtige Verordnung von physikalischer Therapie im Mittelpunkt.
In einem „Quickcheck“ können
Praxisteams ihr Wissen testen und
ihre Kenntnisse vertiefen. Wer das
Lernprogramm erfolgreich absolviert
hat, kann sich die Teilnahme per
Mausklick zertifizieren lassen.
Im Informationsteil unter dem Titel „Praxiswissen“ finden Ärzte und
ihre Teams zudem detaillierte Informationen darüwas sie bei
Der Zugriff ber,
der Verordnung
auf die
von
physikalischer
Therapie
Richtlinien
beachten müsist online
sen. Außerdem
können sie anmöglich.
hand von Formular-Abbildungen mit beispielhaften Eintragungen
sehen, wie sie die Felder richtig ausfüllen. Bei Bedarf können sie sich direkt in die Heilmittel-Richtlinien kli-
cken und sich dort die Passagen anschauen, die zur Lösung der Fragen
wichtig sind.
Hintergrund ist, dass gerade die
Verordnung von Heilmitteln immer
wieder zu Diskussionen zwischen
Ärzten und Krankenkassen führt. Mit
dem Lernprogramm will die AOK
Ärzten helfen, sich in der komplizierten Materie zurecht zu finden, damit
sie nicht aus Unkenntnis über die
Rechtslage falsche Entscheidungen
treffen.
Mit dem neuen Lernprogramm ergänzt die AOK ein bestehendes Angebot: Bereits seit 2010 können Ärzte
und medizinische Fachangestellte ihr
Wissen zur Verordnung von Häuslicher Krankenpflege mit einem „Praxiswissen Quickcheck“ testen (wir
berichteten). Ziel der Programme ist
es, Rückfragen der Krankenkassen
wegen falsch ausgefüllter Formulare
zu vermeiden. Aufgrund der positiven Resonanz soll das Angebot der
Lernprogramme weiter ausgebaut
werden.
(eb/ger)
Das Online-Lernprogramm ist Teil des
Gesundheitspartner-Portals der AOK:
www.aok-gesundheitspartner.de
Im unteren Teil dieser Seite finden Sie einen Wissenstest mit Fragen aus dem
Online-Lernprogramm.
www.aok.de (Rheinland/Hamburg,
Presse)
Der WissensCheck
Gesundheitspolitik-App
als Service der AOK
Eine gesundheitspolitische App
mit dem Titel „AOKpolitik“ ist jetzt
für iPhone, iPad und auch für Android-Smartphones erhältlich. Die
Anwendung bietet Nachrichten
aus dem Gesundheitswesen, einen
Veranstaltungskalender,
einen
Überblick zur aktuellen Gesetzgebung sowie eine Reformdatenbank und ein gesundheitspolitisches Lexikon.
Verordnung von Heilmitteln: Testen Sie Ihr Praxiswissen!
Die Verordnung von Heilmitteln
kann es durchaus in sich haben. Wir
haben für Sie einige Fallbeispiele
zusammengestellt, mit denen Sie ihre Kenntnisse bei der Verordnung
physikalischer Therapie überprüfen
und vertiefen können. Die richtigen
Antworten auf die Fragen stehen
auf Seite 15. Weitere Fallbeispiele
und zusätzliche Informationen zur
Verordnung finden Sie im OnlineLernprogramm „Praxiswissen
Quickcheck“. Adresse im Internet:
www.aok-gesundheitspartner.de.
www.aok-bv. de
Die Praxis-Serie
Lesen Sie in der nächsten Folge:
Welche Medikamente dürfen
schwangeren oder stillenden
Frauen auf keinen Fall verordnet
werden? Was ist zu tun, wenn eine Frau ein potenziell gefährliches Medikament eingenommen
hat? Mit diesen und weiteren
Fragen rund um die Arzneimittelsicherheit in der Schwangerschaft
und Stillzeit beschäftigt sich die
Ausgabe am 22. Juni. Am Mittwoch, 27. Juni, beantworten
zwei Expertinnen der Embryotox-Beratungsstelle der Berliner
Charité Fragen von Ärzten zum
Thema am Telefon.
Kontakt: Haben Sie Fragen, Themenwünsche oder Anregungen
an die AOK? Dann schreiben Sie
uns an prodialog@bv.aok.de.
1. Regelfall oder nicht?
Frau Rosche hat erstmalig Krankengymnastik wegen einer Humerustrümmerfraktur des linken Oberarms mit schmerzhafter Gelenkfunktionsstörung (EX3a) verordnet
bekommen.
Die Serie mit 6 Behandlungen ist
abgeschlossen. Im Anschluss daran
kommt die Patientin mit dem
Wunsch der Fortsetzung der Therapie erneut in die Praxis.
Wie beurteilen Sie den Fall? Mehrere
Antworten können richtig sein.
Es handelt sich um...
a) den gleichen Regelfall,
b) einen neuen Regelfall,
c) eine Erstverordnung,
d) eine Folgeverordnung,
e) eine Verordnung außerhalb des
Regelfalls.
2. Wechsel der Diagnosegruppe
Frau Otto hat von ihrem Hausarzt
6 Behandlungen Manuelle Therapie
(MT) wegen akuter unspezifischer
Rückenschmerzen aufgrund von
Blockierungen der Wirbelsäule im
LWS-Bereich (WS1a) verordnet bekommen. Sie kommt nach drei Wochen wieder zum Arzt, diesmal mit
Rückenschmerzen in Begleitung von
Sensibilitätsstörungen und ausstrahlenden Schmerzen ins rechte Bein.
Der Arzt sieht die medizinische Notwendigkeit von weiteren 6 Behandlungen MT und ergänzend 6 Behandlungen Kältetherapie.
Wie ist die Verordnung auszustellen?
a) WS1a als Folgeverordnung,
b) WS1a als Verordnung außerhalb
des Regelfalls,
c) WS2a als Erstverordnung,
d) WS2a als Folgeverordnung,
e) WS2a als Verordnung außerhalb
des Regelfalls.
4. Was ist verordnungsfähig?
Immer wieder kommt es vor, dass
Patienten mit einem konkreten Verordnungswunsch in die Praxis kommen. Doch bestimmte Maßnahmen
sind von der Verordnung ausgeschlossen. Der Heilmittelkatalog
gibt vor, welche Heilmittel verordnungsfähig sind.
Welche der aufgeführten Maßnahmen sind grundsätzlich verordnungsfähig? Mehrere Antworten können
richtig sein.
a) Bindegewebsmassage,
b) Fußreflexzonenmassage,
c) Hippotherapie,
d) Inhalationstherapie,
e) Traktion,
f) Eurhythmisches Tanzen.
3. Eine Diagnose, verschiedene
Beschwerden
Herr Hahn hat eine Knie-Endoprothese (EX3a) erhalten. Er benötigt
postoperativ wegen der Bewegungseinschränkung des Kniegelenks Krankengymnastik (KG).
Außerdem bleibt das Bein weiter
geschwollen, sodass Manuelle
Lymphdrainage (MLD) angezeigt
ist.
Wie ist zu verordnen?
a) Im gleichen Regelfall ist KG als
Erstverordnung, MLD als Folgeverordnung auszustellen,
b) KG und MLD werden nebeneinander auf separaten Verordnungsblättern verordnet,
c) die Lymphdrainage kann neben
KG als ergänzendes Heilmittel
auch unter EX3a verordnet
werden.
5. Diagnose mit Therapieziel und /
oder Leitsymptomatik
Herr Thiel hatte einen Bandscheibenvorfall L4/5. Er kommt mit
Schmerzen und erheblichen Bewegungseinschränkungen in die Praxis. Nun soll er physikalische Therapie verordnet bekommen.
Welcher Diagnoseschlüssel und welche Diagnose sind anzugeben? Nur
eine Antwort ist richtig.
a) WS2e – Wirbelsäulenerkrankung
mit prognostisch länger dauerndem Behandlungsbedarf,
b) WS2d – Segmentale Bewegungsstörungen,
c) WS2 – Prolaps,
d) WS2d – Z. n. Bandscheibenprolaps L4/5 mit segmentalen Bewegungsstörungen und Schmerzen.
Die Lösungen finden Sie auf Seite 15
Abkürzungen aus dem
Heilmittelkatalog
Die Abkürzungen, die in den
Beispielen verwendet werden,
stammen aus dem Heilmittelkatalog. Sie setzen sich zusammen aus
der Diagnosegruppe (z.B. EX3)
und der Leitsymptomatik (z.B. a):
EX3a
EX = Verletzungen/Operationen
und Erkrankungen der Extremitäten
und des Beckens
3 = mit prognostisch längerem
Behandlungsbedarf (insbesondere
Einschränkungen von relevanten
Aktivitäten des täglichen Lebens,
multistrukturelle funktionelle
Schädigungen)
a = Gelenkfunktionsstörungen,
Bewegungsstörungen, Kontrakturen
WS1a
WS = Wirbelsäulenerkrankungen
1 = mit prognostisch kurzzeitigem
Behandlungsbedarf
a = Funktionsstörungen/Schmerzen
durch Gelenkfunktionsstörung, Gelenkblockierung
WS2d
WS = Wirbelsäulenerkrankungen
2 = mit prognostisch länger dauerndem Behandlungsbedarf (insbesondere Einschränkungen von relevanten Aktivitäten des täglichen Lebens, multistrukturelle oder funktionelle Schädigung)
d = segmentale Bewegungsstörungen
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