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Fast wie ein Krimi - Trillevip

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SARGANSERLAND
FREITAG, 17. SEPTEMBER 2004 SEITE
7
Weisstannentaler
Wasser erwandert
Kürzlich führte Moritz Tschirky eine kleine Gästeschar im
Auftrag von Mels Tourismus zu
den Batöni-Fällen. Auf dem
Weg gab Daniel Britt einen
interessanten Einblick in die
Wasserfassung.
MELS Mels Tourismus hat beschlossen, wieder geführte Wanderungen
durchzuführen. Eine erste solche fand
am vergangenen Sonntag statt. Moritz
Tschirky führte die Gästeschar zu den
Batöni-Fällen und einige noch weiter
zur Levtina. Er kennt dieses Gebiet
wie seine Hosentasche, war er doch
letzten Sommer Hirt auf dieser Alp. So
wusste er auf dem Weg manch interessante Begebenheit zu erzählen.
Ein Höhepunkt war sicher die Besichtigung der Wasserfassung unterhalb
der Batöni-Fälle. Daniel Britt, er arbeitet in Teilzeit für die Kraftwerke
Sarganserland (KSL), führte die Interessentinnen und Interessenten in
sein Reich, nachdem er die Funktionsweise erklärt hatte. Die ganze Anlage
läuft mit Hilfe von Waagen automatisch. So wird das Becken gespült,
wenn sich zu viel Geschiebe abgelagert hat. Daniel Britt muss Kontrollgänge unternehmen, wenn ein Gewitter niedergeht. Auch in der Zeit der
Schneeschmelze ist er täglich oben,
wenns sein muss mit den Skiern. Eine
Hauptarbeit, die Reinigung der Stollen zum Stausee Gigerwald, erfolgt im
Winter, so dass dies seine Arbeit als
Landwirt ideal ergänzt.
erhöhen.» Er wies ausserdem darauf
hin, dass bei Hochwasser die Fassungen auch schon ein katastrophales
Überlaufen der Seez verhindert hätten. Nach dieser interessanten Besichtigung wurde das letzte kurze
Wegstück in Angriff genommen und
anschliessend stand eine ausgiebige
Rast für die einen auf dem Programm,
während die anderen noch zur Lavtina hochstiegen. Dort genossen sie die
herrliche Aussicht und einen feinen
Kaffee.
Käsespätzli zum Abschluss
Nach der Rückkehr offerierten Wirt
Stefan Tschirky und Mels Tourismus
im Alpenhof allen Wanderern Käsespätzli. Wer dabei war, hat sein Kommen sicher nicht zu bereuen brauchen. Neben der schönen Landschaft
und der prächtigen Alpenflora waren
nämlich immer wieder Tiere zu beobachten, angefangen von Steingeissen über Murmeltiere bis zu einem
Steinadler. Auch wenn nicht gerade
viele Gäste von diesem Angebot profitiert haben, wird Mels Tourismus im
nächsten Frühjahr oder Sommer wieder eine Wanderung organisieren.
Wer weiss, vielleicht finden sich dann
mehr Leute ein. Und auch sie werden
wohl sagen: «Es hat sich gelohnt!» pd
Schneewittchen mit inniger Liebe zum Detail
Mit dem Märchen Schneewittchen bringt das Theater
«Zebra» nach dem gestiefelten
Kater erneut meisterlich ein
Märchen auf die Bühne. Die
Premiere am Mittwochnachmittag war zu Recht
ausverkauft.
SARGANS Märchen werden gerne
belächelt, häufig verkitscht in Buchform angeboten, selten wirklich gut erzählt und noch seltener so liebenswert
auf die Bühne gebracht wie im dies im
Theater «Zebra» in Sargans zur Zeit
der Fall ist. Alle 70 Plätze im AnrigGeel-Torkel waren anlässlich der Premiere vom vergangenen Mittwochnachmittag ausverkauft.
Mehr Platz nötig
Erklärte «sein» Reich: Daniel Britt
erläuterte die Funktion der Wasserfassung
Bild Martin Broder
unterhalb der Batöni-Fälle.
Bild Katrin Wetzig
Fast wie ein Krimi
● VON KATRIN WETZIG
Eine Million Kubikmeter
Wie viel Wasser aus dem Weisstannen- ins Calfeisental transportiert
wird, verdeutlicht eine Zahl: Eine Million Kubikmeter nehmen diesen Weg
an Spitzentagen bei der Schneeschmelze, das heisst, dass der gesamte Jahresverbrauch der Gemeinde
Mels an zwei solchen Tagen durch die
Stollen fliesst. Beim Bau der Wasserfassungen hat sich die KSL verpflichtet, in der Seez eine Restwassermenge
von 600 Litern pro Sekunde zu garantieren. Bei trockenen Sommern wie
letztes Jahr bedeutet das, dass praktisch alles Wasser statt nach Gigerwald in die Seez fliesst. Zum Wasser
meinte Britt: «Als Bewohner des
Weisstannentals sind die neuen Quellfassungen für Trinkwasser im Tal etwas Positives für mich, als Angestellter der KSL hingegen nicht, muss sie
doch das Wasser liefern, welches als
Trinkwasser zusätzlich abgezweigt
wird. Vorher floss dieses in die Seez
und half mit, die Restwassermenge zu
Zum Dahinschmelzen: Die Zwerge wollen dem Prinzen das «tote» Schneewittchen fast nicht geben.
Neben der Originaltreue zur aufgeschriebenen Fassung der Gebrüder
Grimm, wirkt hier vor allem die Liebe
zum Detail. Zauberhafte Kostüme und
eine professionelle schauspielerische
Leistung zeichnen die Rollen der Erwachsenen aus. Dass die sieben
Zwerge bereits seit einem Jahr ihr
schauspielerisches Geschick in der
Kindertheatergruppe bei Schneewittchen – pardon Anita Glaser – auf spielerische Art und mit ziemlichem Eifer
schulen, war ebenfalls nicht zu über-
sehen. Auch das Zusammenspiel
klappte fabelhaft. Die sieben waren
auch der Auslöser dafür, dass in den
Frühlingsferien überhaupt die Dramaturgie des Stückes entstand. Aus
Platzgründen wählten Dorothea Hartmann und Anita Glaser für dieses
Stück den Anrig-Geel-Torkel aus. Bei
immerhin fünf erwachsenen- und sieben kleinen Akteuren wäre die Bühne
im Theater Zebra an der Städtchenstrasse 32 in Sargans eindeutig zu
klein gewesen. Immerhin musste ja
neben dem Zwergenhaus auch noch
ein Schloss – zumindest mal der
Standort mit dem magischen Spiegel
der bösen Königin Platz haben, nicht
zu vergessen, das Orchester bestehend aus Matthias Müller am Xylophon und Nicole Bachmann an der
Geige.
hält sichtlich den Atem an. Ein Aufatmen geht durch die Reihen als die
Geigerin zu milden Klängen ihres Instrumentes nach vorne schreitet und
mit dem Öffnen des farbenfrohen,
transparenten Bühnenvorhangs dem
Schneewittchen neue Perspektiven
öffnet, nachdem es der Jäger (Bruno
Averkamp) fast erschossen hätte. Das
etwas rustikale, aber gemütliche
Zwergenhaus mit den kleinen Möbeln
wird sichtbar. Natürlich gibt es auch
kleine Tässchen, Messerchen und Gäbelchen, ganz wie bei Grimm beschrieben. Und natürlich bedient sich
Schneewittchen auch von allem ein
bisschen, bevor es ins Bett des kleinsten Zwerges sinkt. Noch dreimal ist
Atemanhalten angesagt, als die böse
Stiefmutter dem Schneewittchen nach
dem Leben trachtet.
Professionell gemacht
Happyend kommt aus Leipzig
Auf geschickte Art wird die Musik
zum Stilmittel und unterstreicht märchenhaft die melancholische Stimmung des armen Schneewittchens,
das so unter der bösen Stiefmutter zu
leiden hat. Tröstlich die einzige
Freundin, die Dienerin Polly (Silja
Köchli). Die Spannung in der Geschichte und die Faszination des Bösen verkörpert in der Person der bösen Königin (Dorothea Hartmann)
spiegelt sich deutlich in den Gesichtern der zahlreichen kleinen Zuschauer. Vor lauter Spannung gibt es
praktisch keine Zwischenrufe. Man
Aber dann kommt mit dem ausserordentlich stattlichen Prinzen (Ivo
Hubbuch) die endgültige Rettung und
damit auch das verdiente Happyend.
Dass dieser, auf der Durchreise von
Leipzig zu einem professionellen
Schauspielengagement in Paris einen
Zwischenhalt für Schneewittchens
Rettung einlegt, macht deutlich: das
Theater Zebra ist auch ein ernst zu
nehmender Teil der Weltbühne.
An den Samstagen 18. und 25. September und am Mittwoch 22. September, jeweils um 15 Uhr sind weitere Aufführungen. Platzreservationen bei Claudia Good unter Telefon Nr. 081 710 47 49.
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