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Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin: Wie kann das - beim BDI

EinbettenHerunterladen
www.bdi.de
August/September2 0 0 2
aktuell
BDI
Offizielles Mitglieder-Rundschreiben
Bonus für sparsames
Verschreiben
Preiswertes Mietauto?
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Zitate
Seine größte
Fehldiagnose
Frage: "Ihre größte Fehldiagnose?"
Antwort: "Dass das Gespann
Schorre/Schwoerer die Vertragsärzte in eine bessere
Zukunft führen würde“
Dr. Werner Baumgärtner, KBVVorständler und Vorsitzender der
Kassenärztlichen Vereinigung
Nord-Württemberg
in: KBV KLARTEXT Juli 2002
Liegt das Glück in
der Poliklinik?
Die einzigen zufriedenen
Ärztinnen und Ärzte in den
neuen Ländern treffe ich in
den Polikliniken.
Gesundheitsministerin Schmidt in
der Berliner Zeitung vom 26.06.2002
Frauenherzen
Herzinfarktpatientinnen
werden sowohl von Ärztinnen wie von Ärzten weniger
häufig kardial katheterisiert
als Männer mit einem Herzinfarkt; es muss also ein anderer Grund für die unterschiedliche Behandlung vorliegen als die simple Tatsache, dass Männer Patientinnen anders behandeln als
Geschlechtsgenossen.
aus: infomed-screen 3/2002,
Infomed-Verlag-AG, CH-9500 Wil
BDI
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Fortbildung gefällig?
Stellenwert
der
MagnetresonanzTechnik
SEITE 28
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BDI e.V.
Wie angiographieren?
Rahmenvertrag
zwischen BDI
und Sixt
macht’s
möglich
Wenn es einen Bonus fürs sparsame Verordnen geben soll, lodert selbst in Ärztekreisen die
Kritik hoch. Meistens ist sie fehl
am Platz.
SEITE 9
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Berufsverband Deutscher Internisten
Das gesamte
umfangreiche
Angebot des
BDI finden Sie
ab
SEITE 6
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SEITE 31
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Standespolitik
Facharzt für
Innere und Allgemeinmedizin:
Wie kann das funktionieren?
Zu den Herausforderungen der
Zukunft zählen zweifellos die
großen Volkskrankheiten wie
Diabetes, koronare Herzkrankheit oder chronische Lungenerkrankungen – also durchweg internistische Krankheiten. Dass dies die herkömmliche Allgemeinmedizin nicht
völlig abdecken kann, hat auch
Gudrun Scheich-Walch, die
Staatssekretärin im Gesund-
heitsministerium erkannt: Bei
der Eröffnung des diesjährigen
Internistenkongresses hat sie
betont, dass die an der hausärztlichen Versorgung teilnehmenden Arztgruppen neu bedacht werden müssen. Der
Deutsche Ärztetag hat dagegen die Fusion der Fächer Innere Medizin und Allgemeinmedizin für das Berufsbild des
Hausarztes empfohlen und in
Personal bekam neue Rechte
die fünfjährige Weiterbildung
lediglich zwei obligate Jahre
Innere Medizin gepackt. Reicht
das wirklich aus, um den zukünftigen Hausarzt auf seine
Aufgaben vorzubereiten?
Daneben schafft der Ärztetrags-Beschluss aber noch weitere Probleme, die nicht so
einfach zu bewältigen sind. Ein
detaillierte Analyse finden Sie
Seite 2
ab
Typische Kodierfälle
Vorsicht bei der
Praxisabgabe!
Wird eine Praxis an den Nachfolger abgegeben,
stehen dem Personal seit dem 1. April 2002 neue
Rechte zu. Sie müssen über Gründe, Details und
Folgen des Übergangs informiert werden – und
zwar schriftlich. Unterbleibt diese Belehrung
oder kommt sie zu spät, dann muss der Abgeber
unter Umständen weiterhin Gehalt für Mitarbeiter zahlen, für die er gar keine Verwendung
mehr hat!
Seite 15
DRG-Überlebenstraining
mit dem BDI
Die DRG rücken immer näher, ab nächstem
Jahr können sie freiwillig und unter BudgetSchutz und ein Jahr drauf könnten sie ganz
ungeschützt eingeführt werden. Und dann führt
selbst die beste Medizin direkt in die Pleite,
wenn sie nicht richtig kodiert wird. Um das
wirtschaftliche Überleben zu trainieren, haben
wir einige tpische Fälle aus der Klinik kodiert
und kommentiert.
Seite 20
A U S D E M I N H A LT
BDI warnt Ministerin
Universitätskliniken kritisieren
Schutz für Frauenherzen?
So kann es mit dem
Disease-Management
nicht klappen!
DRG benachteiligen uns
gegenüber der
Durchschnitts-Klinik!
Nein – die Hormonsubstitution
bringt fast nichts
4
8
19
Struma-Rezidiv-Prophylaxe
Der K.O.-Katalog im Bundestag
Caliciviren
An welchen Kriterien
sollten Sie die Behandlung
orientieren?
5
Was Abgeordnete dazu
fragen und was das
Ministerium antwortet
Sie verursacher sehr oft
regelrechte GastroenteritisAusbrüche
26
10
Ein Leser kritisiert
Die etwas andere Sicht auf LIFE
Helicobacter nicht ganz so gefährlich
Dieser Ärztetagsbeschluss
funktioniert nur
auf dem Papier
Sartane in der Behandlung
der Hypertonie: Kritische
Betrachtung einer Studie 12
Weil das Patent auf den ersten
Protonenpumpenhemmer ist
ausgelaufen ist?
27
6
BDI aktuell
Gesundheitswesen
Kuriosa
Die Zukunft des Hausarzt-Sektors
Der Facharzt für Innere und
Allgemeinmedizin: Wie geht das?
Der Deutsche Ärztetag – ein berufsrechtlich unverbindliches
Gremium – hat 2002 in Rostock die Fusion der Fächer Innere
und Allgemeinmedizin für das Berufsbild des Hausarztes
empfohlen. In BDI aktuell 07/02 haben wir ausführlich darüber
berichtet. Der Beschluss soll Probleme beseitigen, dürfte
aber eher weitere gebracht haben. Wenn nach fünf Jahren
Weiterbildung Innere Medizin drauf stehen soll, muss sie auch
drin sein. Die vom Ärztetag empfohlenen zwei Jahre obligater
internistischer Weiterbildung reichen sicherlich nicht aus. Der
BDI und die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin sind
intensiv mit dem Thema befasst. Im Folgenden bringen wir
Auszüge aus der Lage-Analyse durch unseren Ärztlichen
Geschäftsführer, Professor P. Knuth. Die Bedeutung des
Themas resultiert in einem längeren Text, den unsere Mitglieder auch im Interesse der Zukunft unseres Faches lesen
(Red.)
sollten.
Der Berufsverband Deutscher
Internisten hat gemeinsam mit
der Deutschen Gesellschaft für
Innere Medizin bereits seit geraumer Zeit darauf aufmerksam gemacht, dass angesichts
der bestehenden und sich weiter verschärfenden Arztzahlentwicklung die gesundheitspolitische Zielvorstellung, dass ab
dem 01.01.2006 die hausärztliche Versorgung alleinig durch
das Gebiet Allgemeinmedizin
wahrgenommen werden soll,
nicht realisierbar sein wird. Diese Konsequenz ergibt sich auch
aus der fundierten und gut belegten Studie zur Altersstruktur- und Arztzahlentwicklung
der Kassenärztlichen Bundesvereinigung aus dem Dezember 2001.
Diesem Umstand trägt bereits
die Gesundheitspolitik auf Bun-
Zu unserem Bedauern hat der
105. Deutsche Ärztetag vom 28.
bis 31.05.2002 in Rostock zur
Zukunft der hausärztlichen Versorgung eine Beschlusslage geschaffen, welche bei Umsetzung
in den Ländern geeignet ist, die
Arztmangelsituation,
insbesondere in der hausärztlichen Versorgung, deutlich zu
verschärfen und die Qualität der
Versorgung in diesem Versorgungsbereich sowohl qualitativ
als auch quantitativ zu verschlechtern. Ungeachtet der
rechtlichen Situation, dass Beschlüsse des Deutschen Ärztetages nur einen unverbindlichen
Empfehlungscharakter haben,
sollte wegen der faktisch hohen
Richtlinienwirkung für die Landesärztekammern, um ein einheitliches Weiterbildungsrecht in
Deutschland zu wahren, diese
Entwicklung frühzeitig erkannt
und korrigiert werden.
Nach dem Modell des Ärztetages, welches versucht, über
die Neuregelung der ärztlichen
Weiterbildung gesundheitspolitische Strukturentscheidungen
zu treffen, soll der Arzt für Innere Medizin zukünftig so weitergebildet werden, dass der
Arzt für (allgemeine) Innere
Medizin (Internist ohne Schwerpunkt) entfällt und jeder zukünftige Internist zwangsweise
einen Schwerpunkt, wie
beispielsweise Kardiologie oder
Gastroenterologie, erwerben
muss.
Der Arzt für Allgemeinmedizin soll nach diesen Beschlüssen des Deutschen Ärztetages
zukünftig auf der Basis einer
zweijährigen internistischen
Weiterbildung durch eine Weiterbildung zwei Facharztbezeichnungen erhalten, nämlich
desebene bereits Rechnung. So
hat die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Frau Gudrun Schaich-Walch, bei der Eröffnung des diesjährigen Internistenkongresses in Wiesbaden
betont, dass die an der hausärztlichen Versorgung teilnehmenden Arztgruppen neu bedacht werden müssen.
Der Sozialbericht 2001 der
Bundesregierung (Deutscher
Bundestag, 14. Wahlperiode,
Drucksache 14/8700) vom
21.03.2002 stellt unter der
Randnummer 130 hausärztliche
Versorgung fest: „Als Hausärzte können Allgemeinärzte, Kinderärzte und Internisten ohne
Schwerpunktbezeichnung, die
die Teilnahme an der hausärztlichen Versorgung gewählt haben, tätig werden.“
IMPRESSUM
Berufsverband
Deutscher Internisten e.V.
Präsident:
Telefon
Telefax
Dr. med. Gerd Guido Hofmann
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
0611 / 181 33-0
0611 / 181 33-50
Redaktion: Dr. med. Ludger Beyerle (BY), Mülheim an der Ruhr (v. i. S. d. P.)
Hauptgeschäftsführer: Maximilian G. Broglie, Wiesbaden
Ärztlicher Geschäftsführer: Prof. Dr. med. Peter Knuth, Wiesbaden
Anzeigen: Ingrid Schneider
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom Januar 2002
Druck: Druckhaus Diesbach GmbH, 69469 Weinheim
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in
dieser Zeitung berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme,
dass solche Namen im Sinn der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei
zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.
Für Angaben über Dosierungsanweisungen und Applikationsformen kann von der Redaktion
keine Gewähr übernommen werden. Derartige Angaben müssen vom jeweiligen Anwender
im Einzelfall anhand anderer Literaturstellen auf ihre Richtigkeit überprüft werden.
Für namentlich gekennzeichnete Beiträge übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.
2
BDI aktuell 8/9-2002
Facharzt für Innere Medizin und
Allgemeinmedizin. Die restlichen drei Jahre der insgesamt
fünfjährigen Weiterbildung zum
neuen Facharzt für Innere Medizin und Allgemeinmedizin sollen einer offenen „Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung inklusive chirurgischer Weiterbildungsinhalte“ gewidmet sein.
Betrachtet man die Szenarien
der zukünftigen gesundheitlichen Versorgung in der ambulanten Medizin, so ist zu erwarten, dass dort durch die Auswirkungen der Fallpauschalen
in den Krankenhäusern und das
Einführen von Disease-Management-Programmen mehr
schwerkranke Menschen mit
besserer Qualität versorgt werden müssen.
Die Herausforderungen der
Zukunft – auch aus gesundheitsökonomischer Sicht – sind die
großen Volkskrankheiten wie
Diabetes, koronare Herzkrankheit oder chronische Lungenerkrankungen. Dies sind alles
internistische Erkrankungen, zu
deren Behandlung es eines fundierten internistischen Wissens
bedarf. Dieses ist mit einer
zweijährigen internistischen
Weiterbildung nach der Beschlusslage des Deutschen Ärztetages mit Sicherheit nicht zu
erwerben. Um die durch Disease Management-Programme geforderte Versorgungsqualität bei den großen internistischen Volkserkrankungen
sicherzustellen, bedarf es nach
Ansicht aller Experten einer
mindestens fünfjährigen internistischen Weiterbildung und
einer Kontrolle des Weiterbildungserfolges durch eine Facharztprüfung.
BDI aktuell
Gesundheitswesen
Kuriosa
Zur Lage
Deutscher Ärztetagsbeschluss
und Novellierung der
Weiterbildungsordnung
Der Deutsche Ärztetag hat
in diesem Jahr in Rostock am
30.05.2002 eine zweigliedrige Struktur für die Weiterbildung zum Facharzt für Innere und Allgemeine Medizin
und zum Facharzt für Innere
Medizin Schwerpunkt XY auf
der Basis des von der Bundesärztekammer vorgestellten Modells beschlossen,
welches als Grundlage für die
inhaltliche Ausgestaltung in
Vorbereitung der Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung im Jahre 2003
dienen soll. Der Deutsche
Ärztetag hat damit das von
BDI und DGIM gemeinsam
entwickelte Konvergenzmodell nicht berücksichtigt, das
ausschließlich orientiert am
Patientenbedarf und der
Qualität auf Grund von inhaltlichen Erwägungen und
Anforderungen
Gestalt gewonnen hatte.
Die Beschlusslage des Deutschen Ärztegremiums ist zwar
zu respektieren
und die Spielregeln einer demokratischen Verfassung sind auch
hier zu beachten.
Aber es bleibt die
Aufgabe der inhaltlichen Ausgestaltung der künftigen Weiterbildungsordnung zum
Facharzt für Innere Medizin.
Für diese inhaltliche Ausgestaltung müssen BDI und
DGIM ihre Stimme erheben
und sie werden ihren fachlichen Rat unbeirrbar am
Patientenbedarf und an
der Qualität
orientiert
formulieren.
Hierzu wurde von den
Vorständen
des BDI und
der DGIM
eine paritätisch aus beiden Organisationen zusammengesetzte Arbeitskommission gegründet, die
ihre Arbeit unverzüglich und
mit höchster Priorität aufgenommen hat.
BDI und DGIM werden gemeinsam und mit all ihren
Möglichkeiten darauf achten,
dass mit unserem Fach nicht
Hochstapelei getrieben wird.
Die inhaltliche Ausgestaltung
der künftigen Weiterbildungsordnung muss den Titel Facharzt für Innere Medizin rechtfertigen oder sie wird nur gegen unseren Widerstand zustande kommen. Ein Patient
mit einer inneren Erkrankung
muss auch in Zukunft sicher
sein, dass er von einem Facharzt für Innere Medizin eine
bedarfsgerechte und qualitativ hoch stehende Behandlung erfährt.
Der BDI wird immer, wenn
es um die Belange der Inneren Medizin geht, seine Arbeit tun.
Dr. med. Gerd Guido Hofmann
Präsident
Fortsetzung von Seite 2
Da die ärztliche Weiterbildungsordnung genehmigungspflichtiges Satzungsrecht der
Landesärztekammern darstellt,
sind strukturelle Auswirkungen
der Weiterbildungsordnung
und Interferenzen mit anderen
Rechtskreisen wie dem Sozialgesetzbuch V unvermeidlich.
Aus unserer Sicht sind dies
folgende gravierende Konsequenzen:
1. Im hausärztlichen Versorgungsbereich wird ein Versorgungsmonopol für die Allgemeinmedizin errichtet, da alle
Internisten zukünftig zwangsweise Internisten mit Schwerpunkt sind, die nach § 73 Abs. 1
Satz 2 SGB V an der fachärztlichen Versorgung teilnehmen
müssen.
2. Von den derzeit 16.250 in
der ambulanten Versorgung
tätigen Internisten sind 11.224
im hausärztlichen Versorgungsbereich tätig. Hiervon sind 40,3
% älter als 60 Jahre, gehen also
demnächst in den Ruhestand.
Durch das Monopol der Allgemeinmedizin im hausärztlichen
Versorgungsbereich sowie
durch das Abdrängen der Inneren Medizin in den fachärztlichen Versorgungsbereich
werden ausscheidende, jetzt
den hausärztlichen Versorgungsbereich substituierende
Internisten ohne Schwerpunkt
nicht mehr ersetzt. Der Ärztemangel in der hausärztlichen
Versorgung wird deutlich verstärkt.
3. Die gesundheitspolitisch gewollte Quotierung zwischen
hausärztlichen und fachärztlich
tätigen Ärzten im Verhältnis 60
zu 40 wird konterkariert, da
zwangsweise mehr Fachärzte
im fachärztlichen Versorgungsbereich entstehen.
4. Das Weiterbildungsmodell
des Ärztetages schafft die rechtlich problematische Situation,
dass durch Satzungsrecht der
Landesärztekammern bundesrechtliche Bestimmungen ausgehebelt werden. § 73 Abs. 1a
Satz 1 Nr. 3 SGB V räumt Internisten ohne Schwerpunktbezeichnung ausdrücklich die
Wahl ein, an der hausärztlichen
Versorgung teilzunehmen. Da
das Weiterbildungsrecht in der
Beschlusslage des Deutschen
Ärztetages keine Internisten
ohne Schwerpunktbezeichnung
mehr entstehen lässt, wird diese Wahl unmöglich gemacht.
5. Auf der Ebene der Länder
werden restriktive Regelungen
für die ärztliche Berufsausübung
notwendig, da die bisherige
Weiterbildungssystematik es
zulässt, dass ein Internist, der
einen Schwerpunkt erworben
hat, diesen Schwerpunkt ablegen kann, um mit seiner Grundqualifikation Arzt für Innere
Medizin tätig zu werden. Diese
Möglichkeit muss aber entzogen werden, wenn nicht das
gesamte neue Weiterbildungsmodell konterkariert werden
soll. Dieser schwerwiegende
Eingriff in die geschützte Berufsausübungsfreiheit des Arztes kann nach unserer Auffassung nicht durch eine Satzungsregelung in der Weiterbildungsordnung getroffen werden,
sondern bedarf einer Rechtsgrundlage in den Heilberufsund Kammergesetzen der Länder. Ebenso wird die systematische Frage aufgeworfen,
BDI aktuell 8/9-2002
3
BDI aktuell
Gesundheitswesen
Kuriosa
BDI an die Ministerin
So laufen die DMP nicht!
Seine Kritik an der überhasteten Einführung der Disease
Management Programme
(DMP) fasst der BDI in einem
Schreiben an die Gesundheitsministerin wie folgt zusammen:
1. Disease-Management-Programme sind grundsätzlich
geeignet, mittelfristig zur
Qualitätsverbesserung, Vermeidung von Unter- und
Überversorgung sowie langfristig auch zur Kosteineinsparung zu führen. Diesen
Zielen dienen bereits schon
existierende und in der Weiterentwicklung befindliche
Leitlinien der Fachgesellschaften.
2. Die Verknüpfung der DMP
mit einem aus wirtschaftlichen Gründen notwendigen Risikostrukturausgleich hat einen inakzeptablen Zeitdruck ausgelöst
und reduziert die DMP zu
Einsparungsinstrumenten.
3. Der Verwaltungsaufwand
für Gestaltung, Implementierung und fortlaufende
Steuerung steht für alle beteiligten Institutionen in keinem – auch wirtschaftlichen
– Verhältnis zu der Verbesserung der Versorgungswirklichkeit am Patienten, im
Gegenteil, die vorgesehenen
Strukturen entziehen der
Patientenbetreuung hervorragende Ärztinnen und
Ärzte für Verwaltungsaufgaben neben immensen Finanzmitteln, die für die eigentliche Versorgung für Patienten in Diagnostik und
Therapie dringend notwendig wären.
4. Die Institutionen des mit der
Erstellung von DMP beauftragten Koordinierungsausschusses haben es auf allen
Beratungsebenen und bei allen beteiligten Vertragspartnern nicht an Willen und Einsatz fehlen lassen, wenigstens
den Versuch zu machen, die
geforderten DMP den im
RSA-Gesetz festgelegten
Fristen entsprechend vorzulegen. Dies war trotz aller
Bemühungen nur für das
DMP Diabetes mellitus Typ
II (diab.m.T2) in letzter Minute erreicht worden.
5. Das DMP diab.m.T2 ist unter dem enormen Zeitdruck
nur unzureichend gelungen.
Die formulierten Inhalte sind
schon aus zeitlichen Gründen nicht auf den Vorgaben
der „methodischen Grundlagen“ entstanden und ein
Konsens der Beteiligten in
Sektionen, Arbeits- und Koordinierungsausschuss ist
nur durch Hinweis auf Dissens und schließlich – be-
6.
7.
8.
9.
10.
Fortsetzung von Seite 3
ob es eine Lex Innere Medizin
geben kann, da auch andere
Fachgebiete Schwerpunkte haben und bei diesen gleichfalls zu
prüfen wäre, ob das Verbot des
Ablegens des Schwerpunktes
und damit das Verbot, eine erworbene Qualifikation auch
auszuüben, gewünscht und
rechtlich haltbar wäre.
6. Auch unter dem Aspekt einer gewollten Förderung des
4
BDI aktuell 8/9-2002
Gebietes Allgemeinmedizin ergibt sich kein erkennbarer Vorteil aus dem Modell des Deutschen Ärztetages. Neben der
Tatsache, dass das Gebiet Allgemeinmedizin vom ärztlichen
Nachwuchs aus inhaltlichen
Gründen nicht angenommen
wird, scheitert der Weiterbildungsgang zum Arzt für Allgemeinmedizin an dem ständigen
Wechsel der Weiterbildungs-
stellen in Klinik und Praxis. Da
diese Struktur auch im neuen
Weiterbildungsgang beibehalten
wird und wegen des von der
Allgemeinmedizin selbst gewählten universellen Versorgungsauftrages auch beibehalten werden
muss, wird sich keine Änderung
der mangelhaften Nachwuchssituation für das Gebiet Allgemeinmedizin ergeben.
(KN)
11.
denkliche – Stimmenthaltung zustande gekommen
(siehe auch § 28 b Abs. 1
4. VOÄ-RSA V).
Das DMP diab.m.T2 ist, wie
die Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Diabetologie vom 06.06.2002
und der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin zusammen mit dem Berufsverband der Deutschen Internisten e.V. vom 17.05.2002
zeigt, unzureichend und bedarf weiterer Bearbeitung.
Es ist aus unserer Sicht
leichtsinnig und unverantwortlich, sich über die erheblichen Einwände der
Fachärzte hinwegzusetzen und aus den am
13.05.2002 verabschiedeten
unvollständigen und unzureichenden Empfehlungen des
Koordinierungsausschusses
eine Rechtsverordnung in
der vorgelegten Form zu erlassen.
Eine Rechtsverordnung zur
Behandlung von Patienten
mit DMP-diab.m.T2 kann
nicht auf einen Minimalkonsens, sondern nur auf einen
Maximalkonsens gegründet
werden, sonst sind juristische Kontroversen unvermeidlich und eine schlechtere Patientenversorgung ist programmiert.
Ein Maximalkonsens ist bei
den bereits bisher gezeigten
Bemühungen aller Beteiligten aus unserer Sicht möglich, wenn man den Beratungen mehr Zeit und Raum
gäbe.
Vor dem Erlass einer Rechtsverordnung wäre eine Pilotstudie zur methodischen
Evaluation des DMP wünschenswert.
Die unverzichtbare begleitende Qualitätssicherung
innerhalb eines DMP ist
nicht einmal in den Ansätzen erkennbar. Die jahrelangen Bemühungen einer
Qualitätssicherung für Leistungen im Sonderentgeltund Fallpauschalenbereich
bei der SQS und spä-
BDI aktuell
Medizin
Stichwort
Struma – Rezidivprophylaxe
Durch eine konsequente medikamentöse Therapie nach Strumektomie kann eine Rezidivstruma zwar nicht immer verhindert, ihre Häufigkeit aber um den
Faktor 3-10 gesenkt werden.
Heute wird meistens nach
funktionsgerecht resezierter
Schilddrüse (mit Entfernung
aller Knoten) eine individuelle Rezidivprophylaxe bevorzugt. Dabei ist das wesentliche
Kriterium das postoperative
Restvolumen der Schilddrüse
(idealerweise durch den Operateur im Operationsbericht ange-
Gesundheitswesen
Kuriosa
geben, sonst 3 Monate postoperativ sonographisch bestimmt)
und das basale TSH. Bei einem
Restvolumen von mehr als 10 ml
kann in der Regel eine Rezidivprophylaxe mit 200 Mikrogramm
Jodid täglich durchgeführt werden, die das alimentäre Joddefizit
ausgleicht (1).
Bei persistierend erhöhter TSHKonzentration sowie nach subtotaler Resektion mit kleinem
Schilddrüsenrest erfolgt die Rezidivprophylaxe mit L-Thyroxin,
dessen Dosis soweit gesteigert
wird, dass das basale TSH im
unteren Normbereich liegt. Eine
Prophylaxe in TSH-suppressiver
Dosis sollte nicht mehr durchgeführt werden, da dies vor allem
bei älteren Patienten zu Nebenwirkungen führen kann (1).
Die optimale Dosis kann – je
nach Restvolumen der Schilddrüse – bis zu 150 Mikrogramm
L-Thyroxin betragen. Gelingt
auch darunter keine adäquate
Absenkung des TSH, ist eine
nicht optimale Compliance die
wahrscheinlichste Ursache. Selten kann eine Resorptionsstörung durch Anionenaustauscher
vorliegen. Die Resorptionsquote ist morgens auf nüchternen
Magen (½ Stunde vor dem
Frühstück) am höchsten.
Sehr seltene Differenzialdiagnosen sind die Schilddrüsenhormonresistenz und die hypophysäre Hyperthyreose.
Literatur
1.
Speisberg F, Negele T. Ritter MM. Die Schilddrüse
in Klinik und Praxis. Heidelberg: Barth: 2000
(M.M. Ritter, 49477 Ibbenbüren,
in: Internist. Prax. 42, 285-28 [2002],
Hans Marseille Verlag GmbH
München, Telefax: 089-2904643
E-Mail: marseille-verlag@t-online.de,
Internet: marseille-verlag.com)
Das DMP-Chaos macht auch das Versicherungsamt ratlos
Wie das Gezocke steuern?
Das Bundesversicherungsamt fürchtet die „kreative
Buchführung“ von Empfängerkassen und Landesaufsicht beim Zahlungsausgleich über die DiseaseManagement-Programme
(DMP).
Der Präsident des Bundesversicherungsamtes (BVA), Dr.
Rainer Daubenbüchel, hat
inzwischen den Gesetzgeber
aufgefordert, Vorschriften für
die Aufsichtsbehörden zu entwickeln, wie Daten der Kassen
Fortsetzung von Seite 4
ter BQS sollten allen Vertragspartnern ein mahnendes Beispiel sein und vor voreiliger Annahme des Machbaren bewahren.
12. Die mit den Datenschutzgesetzen unvereinbare
Übermittlung von patientenbezogenen Daten an die
Krankenkassen ist ärztlicherseits nicht tolerabel
(Ärztetag 2002 Rostock).
13. Nur ein von Patienten und
behandelnden Ärzten voll
akzeptiertes DMP hat Aussicht auf Erfolg und ist damit
zielführend für die ursprüngliche Idee der DMP abseits
des Risikostrukturausgleichs.
14. Ein unzureichendes DMP,
auch und erst recht mit dem
Gewicht einer Rechtsverordnung, wird verantwortungsbewusste Ärzte zwingen, Patienten vor der
Aufnahme in das derzeit
vorliegende DMP diab.
m.T2 auch unter Inkaufnahme höherer – bzw. nicht
geminderter – Krankenkassenbeiträge zu warnen.
15. Ein schlechtes DMPdiab.m.T2 konterkariert alle
Bemühungen der Ärzteschaft und Vertragspartner
um eine Qualitätsverbesserung der Versorgungswirklichkeit.
Zusammenfassend können wir
dem Referentenentwurf in der
derzeitig vorliegenden Form nicht
zustimmen.
Wir stellen ausdrücklich fest,
dass wir auch unter einem zumutbaren Zeitdruck zur Ausarbeitung eines soliden DMP –
nicht nur für diab.m.T2, sondern auch die von Ihnen am 7.
Februar 2002 bestimmten chronischen Krankheiten – bereit und
willens sind.
(BDI)
über Versicherte, die sich in
DMP einschreiben, geprüft
werden sollen und welche Konsequenzen solche Prüfergebnisse für den Finanzausgleich haben. Das BVA ist für die Prüfung der bundesunmittelbaren
Kassen zuständig.
Die Ortskrankenkassen aber
unterstehen den Landesaufsichtsbehörden, die den Sozialministerien unterstellt sind.
Diese, so befürchten Ersatzkassenfunktionäre, werden
kaum Interesse daran haben,
dass ihre AOK weniger Geld
aus dem RSA-Topf erhält.
Vorsorglich haben einige Zahlerkassen bereits angekündigt,
alle juristischen Mittel gegen die
ersten Ausgleichszahlungen aus
dem DMP-Topf einzusetzen.
(Quelle: A & S aktuell, 14/02)
Kontakt mit dem BDI e.V.
Korrespondenzanschrift für Zuschriften
BDI e.V.
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
oder
Postfach 15 66, 65005 Wiesbaden
Telefonnummern
BDI e.V. Zentrale
0611 / 181 33-0
BDI e.V. Mitgliederverwaltung 0611 / 181 33-19 od. 20
BDI e.V. Kongressabteilung
0611 / 181 33-22 od. 24
Telefax-Anschlüsse
BDI e.V. Zentrale
0611 / 181 33-50
BDI e.V. Mitgliederverwaltung 0611 / 181 33-23
BDI e.V. Kongressabteilung 0611 / 181 33-23
BDI im Internet
http://www.bdi.de
E-Mail
info@BDI.de
BDI aktuell 8/9-2002
5
BDI aktuell
Forum
Dieser Ärztetagsbeschluss
funktioniert nur auf dem Papier
Der Beschluss des Ärztetags, der de facto zur Abschaffung des breit ausgebildeten Internisten führen
und auch die Breite der Ausbildung bei den Teilgebietlern der Inneren Medizin
halbieren wird, führt dazu,
dass wieder massive Anreize ins System kommen zu
unterbezahlten bzw. ausbeuterischen Tätigkeitsbedingungen (die zweijährige
Pflichtphase bei Niedergelassenen führt zu entsprechender Stellennachfrage,
ohne dass dieser eine adäquate Gegenfinanzierung
gegenüber steht).
Den internistischen Allgemeinärzten verbleiben nach den
Beschlüssen nach 18 Monaten
AiP gerade 18 Monate BATGehalt, bevor sie sich auf 24
Monate schlecht bezahlte an-
gestellte Praxisassistentenzeit
einstellen können. Welche Kollegen sollen sich denn zu einer
derartig unattraktiven Weiterbildung entschließen, wenn
auch danach schlechte Vergütungen drohen?
Hausarzt geschwächt,
Internist abgeschafft
Es wurde also das Kunststück
fertig gebracht, den Hausarztbereich zu schwächen und
den breiten Internisten abzuschaffen.
Obwohl die Tendenz immer
mehr zur Betreuung schwerst
kranker und erheblich multimorbider Patienten geht
(übrigens auch in den operativen Fächern), die Wichtung
der Dringlichkeit medizinischer Maßnahmen und die Art
der Durchführung bei diesen
Patienten immer schwieriger
wird, ist man nun auf dem
Ärztetag nicht einmal dem
sehr weitgehenden Kompromissangebot des BDI gefolgt,
der eine geringe Reduktion
des Allgemeininternisten auf
5 Jahre bei Verlängerung der
Teilgebietsweiterbildung auf 3
Jahre vorgesehen hat. Hierbei
wäre noch eine gewisse Ausbildungsbreite des Fachs, um
die uns fast alle Nachbarländer beneidet haben, erhalten
geblieben.
Drastische Reduktion
internistischer Kompetenz
Die jetzigen vermutlich nicht
mehr umkehrbaren Beschlüsse
sehen nur noch 3 Jahre Innere
Medizin und 3 Jahre im Teilgebiet vor, was in Anbetracht der
genannten Anforderungen völ-
lig unzureichend ist und einer
drastischen Reduktion allgemeininternistischer Kompetenz sowohl bei Hausärzten als
auch Teilgebietlern führen wird.
Da derartig kurze Weiterbildungszeiten in der Inneren
Medizin kaum in einem adäquaten Rotating umsetzbar sind,
gehen die tatsächlichen Einschränkungen noch deutlich
über die „allgemeininternistische“ Ausbildungszeitverkürzung hinaus. Wie soll dies in
einer großen Klinik mit erheblicher Spezialisierung gehen? Man
wird jetzt zwar versuchen, die
Defizite durch einen riesigen
Weiterbildungskatalog auszugleichen, was aber nur auf dem
Papier funktionieren wird.
Dr. Manfred Reeb
Arzt für Innere Medizin
Gastroenterologie/Hämatologie
und internistische Onkologie
67661 Kaiserslautern
Wie angiographieren?
Medizin
Der Stellenwert
der Magnetresonanz-Technik
Frage
Wie ist der Stellenwert der
Magnetresonanz-Angiographie (MRA), vor allem für die
Planung gefäßchirurgischer
Eingriffe?
Antwort
Bei der Abklärung der Halsgefäße (Aa. carotides) kann
die MR-Angiographie komplementär zur farbkodierten Duplexsonographie eingesetzt
werden, wobei die farbkodierte Duplexsonographie meist als
initiales bildgebendes Verfahren Verwendung findet. Die
diagnostische Aussagekraft
der farbkodierten Duplexsonographie und MR-Angiographie sind ausreichend
6
BDI aktuell 8/9-2002
hoch, so dass der Einsatz der
invasiven digitalen Subtraktionsangiographie nur dann gerechtfertigt erscheint, wenn
eine Intervention, wie
beispielsweise eine Gefäßdilatation und/oder die Einbringung eines Stents, geplant ist.
Bei der Darstellung der thorakalen und abdominalen
Aorta sowie der Nierenarterien hat die kontrastverstärkte 3D-MRA die konventionelle Röntgenangiographie im klinischen Alltag
bereits weitgehend ersetzt.
Gleiches gilt zunehmend
auch für die Darstellung der
peripheren Arterien, wenn
apparatetechnische Voraussetzungen eine hochauflösende Darstellung auch der
kleinen Unterschenkel- und
Fußgefäße erlauben.
Die Röntgenangiographie
der Becken- und Beinarterien wird vermutlich in Zukunft nur noch in Kombination mit interventionellen Techniken eingesetzt,
wenn alternativ die Möglichkeit einer hochwertigen, nicht
invasiven Diagnostik in Form
der MR-Angiographie besteht.
Obwohl jüngste Fortschritte der MR-Technologie im
Hinblick auf Datenakquisitionszeiten und Auflösung auch
eine akkurate Darstellung der
Pulmonalgefäße bei schwer
dyspnoischen Patienten erlauben, konkurriert die MRAngiographie der Pulmonalgefäße primär weniger mit
der konventionellen Katheterangiographie als mit alternativen, wenig invasiven
Techniken wie der Multidetektor-Spiral-CT.
Sofern die technischen Standards erfüllt sind, kann die
MR-Angiographie als diagnostisch ausreichend für die Planung gefäßchirurgischer Eingriffe erachtet werden. Davon
ausgenommen sind jedoch die
Koronararterien. Weder CTAngiographie noch MR-Angiographie liefern zur Zeit die
erforderliche diagnostische
Aussagekraft, um die Katheterangiographie ersetzen zu
können.
(S.G. Ruehm, Essen
in: Intern. prax. 42, 358-359 (2002),
Hans Marseille Verlag GmbH
München, Telefax: 089-2904643
E-Mail: marseille-verlag@t-online.de,
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BDI aktuell
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Cellulose-Carmellose-Natrium, Propylenglycol, Natriumcitrat, Natriumcyclamat, Citronensäure, Natriumchlorid, Zitronenaroma. Anwendungsgebiete: 1. Symptomatische Behandlung der primär biliären
Zirrhose, solange keine dekompensierte Leberzirrhose vorliegt. 2. Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen der Gallenblase. Die Gallensteine dürfen nicht größer als 15 mm sein, auf dem Röntgenbild keine
Schatten geben und die Gallenblase muss trotz Gallenblasenstein(en)
funktionsfähig sein. 3. Gallenrefluxgastritis. Dosierung: Zu 1. Ca. 10
bis 15 mg/kg Körpergewicht tägl. Zu 2. Ca. 10 mg/kg Körpergewicht
tägl. vor dem Schlafengehen. Zu 3. 1 Kps. bzw. 1 Messl. 1 x tägl. vor
dem Schlafengehen. Gegenanzeigen: Akute Entzündungen der Gallenblase und der Gallenwege; Verschluss der Gallenwege (Choledochus- oder Zystikusverschluss). Röntgenologisch nicht darstellbare
Gallenblase, kalzifizierte Gallensteine, gestörte Kontraktionsfähigkeit
der Gallenblase, häufige Gallenkoliken, erstes Trimenon der Schwangerschaft, Stillzeit. Nebenwirkungen: Eine Verkalkung von Gallensteinen kann auftreten. Selten breiförmige Stühle und Urticaria. Bei
Therapie der primär biliären Zirrhose im fortgeschrittenen Krankheitsstadium in Einzelfällen Dekompensation der Leberzirrhose möglich
(reversibel). In Einzelfällen schwere rechtsseitige Oberbauchbeschwerden. Wechselwirkungen:
siehe Gebrauchsinformation. Pa- DR. FALK PHARMA GmbH
ckungsgrößen: 50 Kps. (N2); 100
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Stand: 3/2002
BDI aktuell 8/9-2002
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BDI aktuell
Gesundheitswesen
Kuriosa
Universitätskliniken
DRG-Fallpauschalen benachteiligen uns
Die derzeitige Konzeption der australischen Diagnosis Related Groups (DRG) könnte
vor allem die Universitätskliniken und Krankenhäuser der Maximalversorgungsstufe
gegenüber Durchschnitts-Akutkrankenhäusern finanziell benachteiligen. Das rügt der
Verband der Universitätsklinika in Deutschland e.V. (VUD) in einer Eingabe an das
Bundesgesundheitsministerium.
Der Uniklinikenverband hält
folgende Regelungen vor Einführung des DRG-Entgeltsystems für unabdingbar:
eine Minimalrevision der 661
DRG unter gesundheitsökonomischen Aspekten mit
Änderungen, Aufteilungen,
Zusammenfassungen, Streichungen und Ergänzungen
auf der Basis klinischer Empfehlungen und entsprechenden ökonomischen Daten;
eine Bewertung des Abrechnungskatalogs mit
deutschen Kostengewichten, die empirisch ermittelt worden sind (unter
Einbeziehung der Sollkosten, insbesondere im Hinblick auf die geleisteten
Überstunden und eine
mögliche kurzfristige Änderung des Arbeitszeitgesetzes);
Definition und Abgrenzung
sowie exakte Kalkulation
der im Fallpauschalengesetz verankerten Zu- und
Abschläge bei bestimmten
Leistungen;
Festlegung eines Katalogs
von Zusatzentgelten;
Regelungen für die finanzielle Abgeltung von Mehrleistungen in der budgetneutralen Phase.
Der Unikliniken-Verband
spricht sich auch gegen eine
Festlegung von unteren und
oberen Grenzverweildauern
aus. Dies sei medizinisch und
ökonomisch kontraindiziert.
Selbst bei einer generellen regelhaften Festlegung von
Grenzverweildauern müssten
für chirurgische, konservative,
neurologische und geriatrische
Fachkomplexe unterschiedliche Regelungen Platz greifen.
Zudem müssten klare Finanzierungsregelungen für den
Fall vorgesehen werden, dass
Grenzverweildauern überschritten werden.
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BDI aktuell 8/9-2002
Als problematisch bezeichnet
der VUD die Regelungen bei
geordneten und ungeordneten, internen und externen
Verlegungen von Patienten
(Behandlung der gleichen
Hauptdiagnose).
Kleinere Akutkrankenhäuser
seien im Vorteil, wenn die
Hauptdiagnose gleiche DRG
generiere, obwohl nur Teile
der Leistungskette durch das
Krankenhaus erbracht würden. Dagegen seien Krankenhäuser der Maximalversorgung benachteiligt, weil sie
für das gleiche Entgelt sämtliche Leistungen erbringen
müssten.
Bei so genannten ungeordneten Verlegungen innerhalb des
Krankenhauses sollten ausnahmsweise auch zwei oder
mehrere Fallpauschalen für einen Krankenhausfall abgerechnet werden dürfen. Anderenfalls würden große Krankenhäuser mit relativ vielen Hauptabteilungen finanziell benachteiligt werden.
Kommt die Zeit der PingPong-Patienten?
Medizinisch und finanziell
unsinnige Frühentlassungen
und danach anschließende
Wiederaufnahmen (Fallsplitting) würden geradezu provoziert, prognostiziert der
Vorsitzende Strehl.
Gesonderte Prüfverfahren
seien erforderlich, wenn stationäre Fälle aus Nicht-DRG-Bereichen (Psychiatrie, Rehabilitation, Krankenhausambulanzen) verlegt würden und Verlegungen zwischen Operationsund Nicht-Operationskrankenhäusern erfolgten. Tagesfälle
sollten bei gleicher Hauptdiagnose wiederholt abrechenbar
sein; dies sei insbesondere im
Hinblick auf die Krebstherapie
relevant. Der VUD plädiert für
einen exakt definierten Katalog der berechenbaren Zusatzentgelte, die kostengenau und
„spitz“ berechnet werden
müssten. Dies gelte insbeson-
dere für besonders aufwändige Implantate für Knochen und
Gelenke, in der Kardio- und
Gefäßchirurgie und bei
besonders teuren Medikamenten und Therapien, insbesondere Chemotherapien,
Immuntherapien und Schmerztherapien. Davon betroffen seien auch Blutprodukte, Immunglobuline, Blutgerinnungsfaktoren und andere Medikamente.
Über Zusatzentgelte sollten
spezielle teure Therapien abrechenbar sein. Dazu zählt der
Verband Leberersatzverfahren,
Immunaphairese, Lipidaphairese, Plasmaaphairese sowie andere besonders teure Therapien. Insbesondere für die Knochenmarktransplantation sollten mindestens vier, statt wie
vorgesehen eine DRG sowie
weitere Zusatzentgelte vorgesehen werden. Die Strahlentherapie müsse als stationäre
und ambulante Krankenhausleistung berücksichtigt werden.
(Quelle: A & S aktuell, 14/02)
„Spiegel“ und „Lancet“ behaupten
Zahlen über Herzuntersuchungen
wurden frisiert
Hatten kardiologische Zahlenlieferanten Rechenschwierigkeiten? Sie sollen
dem Sachverständigenrat
der Bundesregierung zu
niedrige Frequenzen für
Herzkatheteruntersuchungen in Deutschland geliefert
haben.
Den Vorwurf falscher ZahlenAngaben erheben der Berliner
Arzt Michael de Ridder und sein
– vor der Veröffentlichung gestorbener – Kollege Wolfgang
Dißmann im „Lancet“ (Volume
359, Nr. 9322 vom 8. Juni 2002).
In einem Bericht an den Sachverständigenrat schrieb die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie
(DGK) laut „Spiegel“: „Im Hinblick auf die Zahl von Linksherzkatheter-Untersuchungen pro
1 Million Einwohner lag Deutschland mit ca. 3.900 auf etwa gleicher Höhe wie Belgien mit ca.
3600.“ Dißmann und de Ridder
dagegen verweisen auf Werte
aus dem aktuellen „Herzbericht“
der Länder. Hier sei Deutschland mit 6.441 Katheter-Untersuchungen pro 1 Million Einwohner „einsamer Spitzenreiter“.
Laut „Spiegel“ gab es schon
länger Vorwürfe einer zu großen Zahl von Linksherzkatheter-Untersuchungen. „Diese
aufwändigen technischen Verfahren liegen im Trend und
werden zu oft angewendet,
obwohl nicht immer die notwendige ärztliche Indikation
dafür gegeben ist“, erläuterte
de Ridder (Klinikum Am Urban/Berlin). Dadurch würden
„enorm hohe Summen“ im
Gesundheitswesen
verschwendet.
(www.facharzt.de)
BDI aktuell
Gesundheitswesen
Kuriosa
Ärzte-Bonus für Arznei-Einsparung
Ein Teufelszeug?
Der Industrie nicht allzu fern
Stehende kochen das Thema
hoch, ob Ärzte Honorarzuschläge erhalten dürfen, wenn
sie sparsam verschreiben. Die
KV Nordrhein hatte mit den
Krankenkassen vereinbart, einen Teil des Honorarzuwachses als Bonus für Ärzte auszuzahlen, die entweder sparsam
verschreiben oder ihre Verschwendungstätigkeit herunterfahren.
Berechtigte kritische Frage:
Stand die Steigerung des Honorars den Ärzten ohnehin zu
und mussten zusätzliche Bedingungen abgelehnt werden?
Ist man bereit, die Antwort
aus KV-Kreisen zu akzeptieren, dass die Honorarsteigerung sonst unter dem Erreichten gelegen hätte, dann lösen
sich die Probleme ziemlich
schnell auf.
Vorweg: Eine Honorierung
des ärztlichen Aufwandes, der
hinter sparsamer Pharmakotherapie ohne Zweifel stecken
kann, ist längst etabliert. Weitsichtige KV-Führer im Süden
des Landes haben schon seit
Jahren und ohne großes Glockenläuten das Bonussystem in
anderer Form implementiert.
Daran ist weder ein Patient zu
Schaden gekommen noch gibt
es Beschwerden.
Die KV Nordrhein hat mit
ihrer Vereinbarung das Rad
keineswegs erfunden. Man
kann die Sache anders herum
wenden: Die Politik hat den
Vertragsärzten ausschließlich
Knüppel zwischen die Beine
und und Sand ins Getriebe geworfen. Die gigantische Übersteuerung unserer ärztlichen
Tätigkeit durch fachfremde
Polit-Instanzen ist primär für
die Unerträglichkeit der Situation auf dem ambulanten Sektor verantwortlich. Schlussendlich muss die Ärzteschaft
aufhören, ständig Pfötchen zu
geben.
Zurück zum Beispiel Bonuszahlung: Jeder weiß, wie einfach eine Fortsetzungsverschreibung für ältere Patienten ist, die allzu häufig auf
Schlafmittel und Psychopharmaka abonniert sind. Aus ihrer Sicht nützen weder Hinweise noch Ermahnungen,
sondern nur das Rezept. Es
bedarf im Einzelfall einer
mindestens halbstündigen Intervention, um einem sonst
altersentsprechenden älteren
Patienten klar zu machen, dass
sein Schlafmittelgebrauch auf
den falschen Tag-/Nachtrhythmus zurückzuführen ist. Die
Paradoxie ist schwerlich nahe
zu bringen, dass der alte
Mensch in der Regel zu viel
und zu den falschen Zeiten im
Bett liegt, Es dauert lang,
einem abendlich Müden zu
erläutern, dass 20.30 h nicht
seine Schlafenszeit ist und es
dauert noch länger, ihm klarzumachen, dass sechs bis sieben Stunden pro Tag völlig
ausreichen. Trotzdem bestehen Chancen, Patienten im
Einzelfall vom Schlafmittelkonsum herunterzubringen
und entsprechende Erfolgserlebnisse hatte jeder Arzt. Der
immense Zeitaufwand wird
aber seit Jahrzehnten nicht
andeutungsweise bezahlt. Die
Grundzüge sind auf andere
Pharmakotherapiesektoren
übertragbar.
Traditionell ist immer der
Arzt wirtschaftlich gekniffen,
der sich Zeit für die Patienten
nimmt. Stören muss, dass
künftig in Nordrhein auch
Ärzte belohnt werden sollen,
deren Verschreibungen bisher
jeden Rahmen sprengten und
die in Zukunft lediglich weniger verschwenden. Ob hier
nicht das klassische Instrument des Regresses liegt, ist
zu prüfen.
Per Fazit ist die Vereinbarung der KV Nordrhein weder
innovativ noch sachwidrig und
kann als adäquate Antwort
auf die restlos zugeschnürte
Situation des Vertragsarztsektors gelten. Bedenken werden selbstverständlich respektiert, sollten aber einwandfrei getrennt vom PharmaUmfeld vorgetragen werden.
Letzteres scheint bisher kaum
erkennbar.
(BY)
Brüssel hat gesprochen
Der „Facharzt für Allgemeinmedizin“ muss nach 3 Jahren her!
Die EU-Kommission drängt
darauf, den 3-Jahres General-Practitioner der Mitgliedstaaten auch in
Deutschland zum „Facharzt
für Allgemeinmedizin“ zu
ernennen. Der Titel „Praktischer Arzt“ reicht den Eurokraten nicht.
Mehrfach hat die EU-Kommission Deutschland ver-
warnt, weil es die Qualifikation ausländischer Allgemeinmediziner nicht anerkenne.
Dies verstoße unter anderem
deshalb gegen geltendes EURecht, weil alle Länder der
Union gehalten seien, „die in
einem anderen Mitgliedstaat
erworbenen Bescheinigungen
über eine Ausbildung in der
Allgemeinmedizin automa-
tisch anzuerkennen“, heißt es
in der Begründung.
Deutschland verweigere damit Ärzten aus dem EU-Ausland die Anerkennung als
„Facharzt für Allgemeinmedizin“. Sie würden lediglich als
„Praktische Ärzte“ anerkannt.
Falls die Regierung in Berlin
nicht innerhalb der kommenden zwei Monate eine zufrie-
den stellende Antwort auf das
Mahnschreiben gibt, kann die
EU-Kommission Deutschland
vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg verklagen.
(www. facharzt.de)
BDI aktuell 8/9-2002
9
BDI aktuell
Gesundheitswesen
Kuriosa
Im Wortlaut
Der K.O.-Katalog im Bundestag
Der seit je umstrittene K.O.-Katalog, der hausärztlichen Internisten nur noch bis zum
31.12.2002 diverse technische Leistungen erlaubt, stößt sogar bei der FDP-Fraktion auf
skeptische Fragen. Detlef Parr (MdB) stellte sie am 5.6.2002 an die Bundesregierung. Im
Folgenden der Wortlaut der Debatte im Bundestag.
Ich rufe jetzt den Geschäftsbereich des Bundesministeriums
für Gesundheit auf: Zur Beantwortung steht Frau Parlamentarische Staatssekretärin Gudrun Schaich-Walch zur Verfügung.
Ich rufe die Frage 9 des Kollegen Detlef Parr auf:
Wie beurteilt die Bundesregierung die Auswirkungen
der Regelung, dass ab 1. Januar 2003 bestimmte medizinische Leistungen – so genannte K.O.-Leistungen –
wie Koloskopien, Gastroskopien, Sonographien usw. nur
noch von nicht hausärztlich
tätigen Gebietsfachärzten
abgerechnet werden dürfen,
nicht jedoch von Hausärzten, und zwar selbst in Fällen, in denen diese Hausärzte solche Leistungen jahrelang erbracht haben,
insbesondere im Hinblick auf
die Kontinuität der gesundheitlichen Versorgung der
Patientinnen und Patienten?
Gudrun Schaich- Walch:
Sehr geehrter Herr Kollege
Parr, die Fragen 9 und 10 möchte ich gerne zusammen beant-
10
BDI aktuell 8/9-2002
worten, weil sie in einem sehr
engen Zusammenhang stehen.
Vizepräsidentin Petra Bläss:
Dann rufe ich auch die Frage
10 des Kollegen Parr auf:
Wie beurteilt die Bundesregierung den Vorschlag einer
Besitzstandsregelung, im Interesse der Patienten den Internisten, die sich für die hausärztliche Tätigkeit entschieden haben, auch diese medizinischen
Sonderleistungen erbringen
und abrechnen zu lassen?
Gudrun Schaich-Walch: Die
angesprochene Regelung ist
eine Übergangsbestimmung zu
der vom Gesetzgeber im Rahmen des am 21. Dezember
1992, also während der christlich-demokratischen Regierungsverantwortung, verabschiedeten Gesundheitsstrukturgesetz eingeführten Funktionsteilung der vertragsärztlichen Versorgung in einen
hausärztlichen und einen fachärztlichen Versorgungsbereich.
Die mit Wirkung zum 1. Januar 1993 in Kraft getretene Regelung des § 73 Abs. I c SGB V
schreibt vor, dass die Spitzenverbände der Krankenkassen
Frau Staatssekretärin, Sie
und die Kassenärztliche Bundesvereinigung Inhalt und Um- weisen zu Recht auf den
fang der hausärztlichen Versor- Ursprung dieses Gesetzes
gung gemeinsam und einheit- hin. Das macht die Problelich zu bestimmen haben. Die matik, der sich die BundesVertragspartner haben zu die- regierung heute stellen
muss, aber
sem Zweck den
nicht gerinso genannten
ger. Mir wird
Hausarztvertrag
berichtet,
geschlossen und
dass Versordort unter andeEs drohen
gungslücken
rem vereinbart,
Lücken in der
drohen. Es
dass VertragsVersorgung
drohen längeärzte, die im
re Wartezeihausärztlichen
ten für PatiVersorgungsbeentinnen und
reich tätig sind,
Patienten,
bestimmte spezialärztliche Leistungen, zu de- weil die Kapazitäten in den
nen die „K.O.-Leistungen“ Gas- Bereichen, in die diese Leistroskopie und Koloskopie ge- tungen jetzt einfließen,
hören, nicht mehr abrechnen nicht ausreichen. Von Hausärzten werden jetzt Überkönnen.
Die Vertragspartner des weisungen in KrankenhäuHausarztvertrages haben ser vorgenommen. Es entdamals allerdings für die stehen längere Fahrzeiten.
bereits im Jahre 1993, also Als Folge dieses Gesetzes
vor der gesetzlichen Einfüh- werden die Patienten in errung der Funktionsteilung, tä- heblicher Weise zusätzlich
tigen Vertragsärzte eine Über- belastet. Meine Frage laugangsregelung vereinbart. Sie tet: Wie beurteilen Sie diesieht vor, dass diese Vertrags- se Problematik angesichts
ärzte die Leistungen aus dem der von der Bundesregie„K.O.-Katalog“, die sie vor rung zu Recht betonten
dem 1. Januar 1994 regelmä- Bedeutung der Präventißig abgerechnet haben, onsmaßnahmen und des
weiterhin – allerdings längs- Vorsorgeverhaltens der
tens bis zum 31. Dezember Menschen? Das wird jetzt
2002 - erbringen und abrech- sehr viel schwieriger. Können dürfen. Den Vertragsärz- nen Sie Wege aufzeigen, wie
ten wurde also eine achtjähri- die drohenden Versorge Übergangszeit zur Anpas- gungslücken geschlossen
sung ihrer Praxis an den von werden können?
Schaich-Walch: Wir haben
ihnen wahrgenommenen Versorgungsbereich eingeräumt. uns noch einmal mit dem GeWenn diese Übergangsrege- setz, das unter Ihrer Regielung nunmehr ausläuft, wird rungsverantwortung eingelediglich der Zustand herge- führt worden ist, und seinen
stellt, den der Gesetzgeber mit Folgen auseinander gesetzt.
der Funktionsteilung in die haus- Wir haben bei der Überprüärztliche und die fachärztliche fung feststellen können, dass
Versorgung im Rahmen des wir gerade im internistischen
Gesundheitsstrukturgesetzes und fachärztlichen Bereich
eine sehr viel größere Arztherbeiführen wollte.
Vizepräsidentin Petra Bläss: dichte haben, als das im hausärztlichen Bereich der
Kollege Parr, bitte:
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 10
Fall ist. Außerdem gibt es die
Möglichkeit, dass, wenn in einem Teilbereich Unterversorgungsprobleme auftreten, sich
weiterhin Internisten und Kinderärzte an dieser Form der
hausärztlichen Versorgung beteiligen.
Sie haben mit der Prävention und der Qualität einen
zweiten Punkt angesprochen.
Der Bundestag hatte vor einigen Wochen die Gelegenheit, sich die Möglichkeiten
neuer medizinischer Spezialgeräte anzuschauen. Es ist
unter Umständen lohnend,
einen etwas längeren Weg in
Kauf zu nehmen, wenn dafür
Sorge getragen wird, dass
komplizierte Untersuchungen mit einer sehr hohen Aussagekraft von erfahrenen Spezialisten, die eine hinreichende Anzahl von Untersuchungen durchführen, vorgenommen
werden.
Unter
Qualitätsgesichtspunkten ist
das eigentlich wünschenswert.
Die apparative Ausstattung ist
ein wichtiger Punkt. Es handelt sich dabei um Geräte, die
kompliziert zu bedienen und
sehr teuer sind. Wir haben ein
Interesse daran, dass diese
Geräte entsprechend gut ausgelastet sind und diejenigen,
die damit umgehen, erfahren
sind. Das setzt eine bestimmte
Anzahl von Untersuchungen
voraus.
Vizepräsidentin Bläss: Zweite Nachfrage, bitte.
Parr: Frau Präsidentin, ich
muss Sie bitten zu prüfen,
ob das, was ich jetzt sage,
richtig ist. Die Frau Staatssekretärin hat gesagt, dass
beide Fragen zusammen
beantwortet werden können. Das ist auch richtig,
aber die zweite Frage – akzeptieren Sie die Alternative, dass die hausärztlich tätigen Internisten diese Untersuchungen durchführen,
damit das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und
Patient nicht unterbrochen
wird und Warte- und Fahrzeiten vermieden werden? –
ist leider noch nicht beantwortet worden.
Petra Bläss: Sie dürfen aber
auch vier Nachfragen stellen,
das wissen Sie.
Parr: Das ist nett.
Schaich-Walch: Ich hatte gesagt, dass die Spezialisten
durchaus die Möglichkeit haben, über einen bestimmten
Zeitraum an der hausärztlichen Versorgung teilzunehmen, wenn tatsächlich ein Versorgungsdefizit besteht. Dieses Versorgungsdefizit wird
nicht von der Bundesregierung
festgestellt, sondern von der
Selbstverwaltung. Diese hat
im Rahmen des Zulassungsverfahrens die Möglichkeit,
eine Verlängerungsfrist zu gewähren.
Vizepräsidentin Bläss: Die
dritte Nachfrage bitte.
Parr: Genau diese Möglichkeit der Ermächtigungsentscheidung ist das Problem.
Es gibt nämlich Beispiele,
dass Anträge von hausärztlich tätigen Internisten, die
weiter behandeln wollen,
von den zuständigen Krankenversicherungen mit dem
Hinweis auf anfechtbare
Präzedenzfälle abgelehnt
werden. Ich habe die große
Sorge, dass wir patientenunfreundliche Lösungen
vorfinden, die ab dem 1. Januar zu einer erheblichen
Beunruhigung innerhalb
der Bevölkerung führen
werden. Wie können wir
diese Probleme in den Griff
bekommen?
Schaich-Walch: Herr Parr,
ich habe eine Bitte: Wenn Sie
einen solchen Präzedenzfall
kennen, sollten Sie ihn uns zuleiten. Dann werden wir ihn
der Aufsichtsbehörde des Landes zuleiten, damit sie prüft, ob
sich die KV gemäß Recht und
Gesetz verhalten hat.
Vizepräsidentin Petra Bläss:
Jetzt gibt es noch eine letzte
Nachfrage.
Parr: Frau Staatssekretärin, haben Sie von den Krankenkassen Rückmeldungen
bekommen, dass sie sich dieser Probleme bewusst sind?
Ihnen entstehen ja durch
längere Fahrzeiten und Ähnliches zusätzliche Kosten, die
man durch die Kompromiss-
lösung vermeiden könnte,
die ich in meiner zweiten
Frage vorgeschlagen habe.
Ist Ihnen die Position der
Krankenkassen bekannt und
wissen Sie, ob ihnen bewusst
ist, was ab 1. Januar 2003 auf
sie zukommt?
Schaich-Walch: Ich gehe
davon aus, dass sich die Selbstverwaltung dessen bewusst
ist, nehme es aber gern als
Anregung für ein Gespräch
auf, um die Krankenkassen
und KVen für diese Frage zu
sensibilisieren. Gleichwohl bin
ich nach wie vor der Überzeugung, dass wir einen gewissen zusätzlichen Aufwand
für den Patienten in Relation
zu dem angestrebten Ziel einer qualitativ hochwertigen
Untersuchung sehen müssen.
Fahrtkosten kommen auf die
Krankenkassen nur dann zu,
wenn der Patient überhaupt
nicht in der Lage ist, die ärztliche Untersuchung ohne Un-
terstützung wahrzunehmen.
Das heißt, die Fahrtkosten
müssen von dem Arzt, der
die Untersuchung angeordnet
hat, verordnet werden. In der
Regel handelt es sich aber um
Vorsorgemaßnahmen, wie Sie
selbst sagten. Hier sollte der
Patient in der Lage sein, auch
einen etwas längeren Weg zurückzulegen. Das dient auch
dem Ziel, die technisch möglichen Ressourcen in unserem
Gesundheitssystem auszunutzen. Diese Güterabwägung
müssen wir den Selbstverwaltungspartnern, den Kassenärztlichen Vereinigungen und
den Krankenkassen, nach wie
vor überlassen. Dessen ungeachtet sichere ich Ihnen zu,
dass ich Sie noch einmal auf
den Termin 31. Dezember
2002 hinweisen werde.
Vizepräsidentin Bläss: Vielen
Dank, Frau Staatssekretärin.
(Bundestagswortprotokoll vom
05.06.2002)
Zitat
Ärzte wieder auf die Schulbank
„Notwendig ist eine Rezertifizierung der Ärzte. Die Spitze der
Bundesärztekammer sieht das als großes Anliegen der Ärzteschaft.“
(Regina Schmidt-Zadel, gesundheitspolitische Sprecherin
der SPD-Fraktion in: DgD; 12/02)
Definition
„Grober ärztlicher
Behandlungsfehler“
Ein grober Behandlungsfehler setzt einen eindeutigen Verstoß
gegen bewährte ärztliche Behandlungsregeln oder gesicherte
medizinische Erkenntnisse voraus und erfordert die Feststellung
über das Vorliegen eines Fehlers, der aus objektiver Sicht nicht
mehr verständlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings
nicht unterlaufen darf.
BGH-Urteil VI ZR 286/00 – 19.06.2001
(Ga)
Thema novum
Umsatzsteuer auf Gutachten
Es ist weitgehend geklärt, für welche ärztlichen Gutachten Umsatzsteuer bezahlt werden muss.
Eine Übersicht von Barbara Berner (gemeinsame Rechtsabteilung
von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung)
ist verfügbar im Internet unter www.aerzteblatt.de, Rubrik Archiv.
(Rhein. Ärzteblatt, 3/2002)
BDI aktuell 8/9-2002
11
BDI aktuell
Medizin
Arzneimitteltherapie
Sartane zur Behandlung der Hypertonie:
Die etwas andere Sicht
auf die LIFE-Studie
Von Frank P. Meyer, Klinischer Pharmakologe (Magdeburg)
Unter dem Titel „Wird die Euphorie vom Realismus eingeholt?“
erschien in »BDI aktuell 02-2002«
ein Artikel zur therapeutischen
Bedeutung der Sartane (Meyer
2002). Der Abschnitt über Sartane als Antihypertensiva konnte im
Februarheft 2002 noch sehr kurz
gehalten werden, da bislang keine
Studien mit relevanten Endpunkten vorlagen. Die Tatsache, dass
Sartane blutdrucksenkend wirken,
was dosisabhängig für Losartan
im Vergleich zu Placebo und Enalapril über 8 Wochen bereits 1995
von Gradman et al. beschrieben
wurde, reichte nicht aus, um etwas über den therapeutischen
Wert dieser Substanzklasse auszusagen.
Die Veröffentlichung der Ergebnisse der LIFE-Studie war deshalb
sehr erhellend.
1. LIFE-Studie (gesamt)
In die LIFE-Studie (Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension)-Studie
(Dahlöf et al. 2002) wurden 9193
ältere Patienten mit deutlicher
Hypertonie (160 - 200 / 95 - 115
mm Hg) einbezogen. Nach einer
kurzen Placebophase von 1 bis 2
Wochen erfolgte die Randomisation in die Atenolol- oder in die
Losartangruppe. Die Dosen wurden sukzessiv von 50 auf 100 mg/
Tag gesteigert. Bei Bedarf konnten Hydrochlorothiazid und andere Antihypertensiva zugegeben
werden (Tabelle 1).
Nach 5.5 Jahren erreichten in
der Atenololgruppe 12.8% und in
der Losartangruppe 11.0% der
Patienten einen primären Endpunkt (Tod, Herzinfarkt oder
Schlaganfall). Die Differenz ist klinisch unbedeutend, da eine Ereignisreduktion von 1.8% bedeutet,
dass man 56 Patienten über 5.5
Jahre (NNT = 56) mit Losartan
behandeln muss, um – im Vergleich zu Atenolol – einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall oder
einen Todesfall hinauszuzögern.
Bezogen auf die Einzelereignisse
ist der Benefit noch geringer. Beim
Herzinfarkt hat Losartan gegenüber Atenolol keinen Vorteil mehr,
da ein negativer Wert der Ereignisreduktion eine Ereigniserhöhung bedeutet. Diese praktische
Gleichwertigkeit der Substanzen
ist naheliegend, da die Blutdrucksenkung über die Jahre identisch
war. Die linksventrikuläre Hypertrophie (LVH) wurde durch Losartan erwartungsgemäß etwas
stärker rückgebildet als durch Atenolol. Diesen Befund erhoben
Thürmann et al. (1998) ebenfalls
schon beim Vergleich von Valsartan und Atenolol, während
Cheung (1997) im Vergleich zu
Placebo eine geringfügige Erhöhung des linksventrikulären Masseindexes nach Losartan fand.
Unter Atenolol wurden mehr
»Nebenwirkungen« gefunden als
unter Losartan.
2. LIFE-Studie (Subgruppe
Diabetes)
13% der ursprünglichen LIFEPopulation waren Diabetiker, vorwiegend vom Typ II. Sie wurden
einer separaten Auswertung unterzogen (Lindholm et al. 2002).
In die Bewertung gingen 1195
Patienten ein, die sich in ihren
übrigen Parametern kaum von der
Gesamtgruppe unterschieden
(Tabelle 2).
Tabelle 1: Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension study,
LIFE (Dahlöf et al. 2002)
9193 Patienten (55 – 80 Jahre, 54 % Frauen, 92 % Weiße) mit Hypertonie (160 – 200 / 95 – 115 mm Hg),
Puls: 73.8 ± 11.1 und linksventrikulärer Hypertrophie (LVH). Komorbidität: 16% KHK, 8% CVK, 6% pAVK,
13 % Diabetes. Ausschlusskriterien: Herzinfarkt und Schlaganfall in den letzten 6 Monaten, Angina pectoris, Herzinsuffizienz (NYHA I – IV). Placebo (1 – 2 Wochen), Randomisation: Losartan (50 – 100 mg/d) versus Atenolol (50 – 100 mg/d),
nach Bedarf weitere Medikation mit HCTZ (12.5 – 25 mg/d) und gegebenenfalls andere Antihypertensiva. Primärer
Endpunkt: Tod, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Beobachtungsdauer: 5.5 Jahre.
Ereignis
Primärer Endpunkt (%)
Kardiovaskulärer Tod (%)
Schlaganfall (%)
Herzinfarkt (%)
Gesamtmortalität (%)
Diabetes-Neuentwicklung (%)
RR-Reduktion (mm Hg)
Nebenwirkungen (%)
LVH (% Rückbildung)**
Atenolol
(n = 4588)
12.8
5.1
6.7
4.1
9.4
8.0
29/17
48.0*
6.5
Losartan
(n = 4605)
11.0
4.4
5.0
4.3
8.3
5.6
30/17
40.8
12.5
p
0.021
0.206
0.001
0.491
0.128
0.001
Ereignisreduktion
%
1.8
0.7
1.7
– 0.2
1.1
2.4
NNT
n
56
143
59
n.b.
91
42
n.b.: nicht berechenbar, da unter Losartan mehr Herzinfarkte auftraten als unter Atenolol KHK: Koronare Herzkrankheit, CVK: Zerebrovaskuläre Erkrankungen, pAVK: periphere Gefäßerkrankungen * Die Differenz zu Losartan ist auf
Bradykardie (8 %) und kalte Extremitäten (2 %) zurückzuführen. Bradykardie ist i.e.S. aber keine Nebenwirkung eines
Beta-Blockers, sondern eine erwünschte Hauptwirkung ** Mittelwerte nach Cornell und Sokolow-Lyon
12
BDI aktuell 8/9-2002
Die Ergebnisse fallen für Losartan im Vergleich zu Atenolol etwas günstiger aus, wie an den
niedrigeren NNT-Werten zu erkennen ist. Möglicherweise spielt
die stärkere Rückbildung der LVH
eine Rolle.
Wenn wir davon ausgehen, dass
NNT-Werte unter 30 klinisch
relevant sein können, dann hat
Losartan gegenüber Atenolol bei
Diabetikern nach 4 bis 5 Jahren
einen geringfügigen Vorteil.
In der UKPDS 39 (UK Prospective Diabetes Study Group)-Studie (1998) wurde der Einfluss von
Captopril (n = 400) und Atenolol
(n = 358) auf den Blutdruck und
die Häufigkeit makro- und mikrovaskulärer Komplikationen bei
Typ II-Diabetikern über etwa 9
Jahre untersucht. Beide Antihypertensiva erwiesen sich als äquieffektiv. Es wurde kein spezifischer nephroprotektiver Effekt
der ACE-Hemmer gefunden. Die
immer wieder behauptete negative Wirkung von Beta-Blockern
bei Diabetikern konnte auch nicht
bestätigt werden (Einzelheiten zu
UKPDS, Meyer 2001). Vielleicht
war die LIFE-Studie (bezogen auf
Diabetes Typ II mit knapp 5 Jahren) etwas zu kurz, um zu einer
definitiven Aussage gelangen zu
können.
3. Die
Ausschlusskriterien der
LIFE-Studie sind
beachtenswert
Patienten mit sekundärer Hypertonie; Patienten, die innerhalb der letzten 6 Monate einen
Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erlitten haben; Patienten,
deren Angina pectoris eine Behandlung mit Beta-Blockern
oder Calcium-Antagonisten erforderte, und Patienten mit
Herzinsuffizienz NYHA I bis IV
wurden nicht mit in die Studie
einbezogen. Damit wurden
praktisch nur ansonsten »gesunde« Hypertoniker erfasst.
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Fortsetzung von Seite 12
Für die behandelnden Ärzte sind
diese Ausschlusskriterien außerordentlich wichtig, da wir ja wissen, dass bei Herzinsuffizienz
auf Sartane möglichst verzichtet
werden sollte. Die Studien (ELITE II, RESOLVD und Val-HeFT)
mahnen jedenfalls zur Vorsicht
und zur Zurückhaltung bei der
Anwendung von Sartanen.
4. Kritische
Anmerkungen zur LIFEStudie
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass die Durchführung
derart umfangreicher, prospektiver, kontrollierter Studien außerordentlich aufwändig ist –
kognitiv, personell und finanziell. Dadurch sind die Sponsoren
und die Wissenschaftler auch zu
Kompromissen gezwungen, da
natürlich nicht alles machbar ist,
was erforderlich wäre. Trotzdem müssen kritische Bemerkungen erlaubt sein.
4.2 Losartan versus
Atenolol?
Dickerson et al. (1999) stellten einen Algorithmus zur Optimierung der antihypertensiven Behandlung auf – das sog.
»Cambridge AB/CD«. Danach
erhalten jüngere Patienten
(< 50 Jahre) primär ACE-Hemmer oder Beta-Blocker und ältere Patienten (> 60 Jahre)
zunächst Calcium-Antagonisten
oder Diuretika. Folgt man dieser Vorstellung, die in der Zwischenzeit auch »Lehrmeinung«
ist (z.B. Forth, Henschler, Rummel: Allgemeine und spezielle
Pharmakologie und Toxikologie, 8. Auflage, 2001, S. 506),
dann war die randomisierte (=
streng zufällige) Zuordnung von
Atenolol zu den Patienten im
Alter von 55 bis 80 Jahren nicht
gerechtfertigt.
Es wäre folglich sinnvoller gewesen, Losartan bei Patienten
dieser Altersgruppe gegen Diuretika oder Calcium-Antagonisten zu prüfen.
4.2 Losartan versus
Captopril!
Die bessere Alternative wäre
der Vergleich des klassischen
ACE-Hemmers Captopril gegen
das »klassische« Losartan gewesen, was bei Herzinsuffizienzstudien üblicherweise auch gemacht
wird. Möglicherweise wäre dann
aber überhaupt keine Differenz
nachweisbar gewesen, da ACEHemmer natürlich auch die LVH
reduzieren. Beide Substanzen
hätten dann – entsprechend dem
AB/CD-Algorithmus – bei jüngeren Patienten (< 55 Jahre) geprüft werden müssen.
Da bei diesem Vergleich Losartan wahrscheinlich keine Chance gehabt hätte, wurde er vermieden. Wir haben dieses Vorgehen schon bei den »Nephroprotektionsstudien« RENAAL,
IDNT und IRMA 2 erlebt (Meyer
2002). Die Anmerkung von Lindholm et al. (2002), dass die Planung von LIFE in den frühen
1990er Jahren erfolgte, als nur
Beta-Blocker und Diuretika bekannt waren, ist wohl so ernst
nicht zu nehmen, da im Literaturbezug zur Planung Arbeiten
zwischen 1997 und 2002 benannt
werden. Natürlich waren alle
anderen Antihypertensiva damals
bekannt.
4.2 Die Nebenwirkungen von Atenolol
Dahlöf et al. (2002) behaupten, dass Losartan von den
Patienten besser vertragen
worden sei als Atenolol. Bei
den meisten aufgeführten Nebenwirkungen betragen die
Differenzen nur maximal 1
oder 2 % in die eine oder
andere Richtung (Angioödem,
Krebs, Husten, Schwindelgefühl, Hypotension, sexuelle
Dysfunktion, Schlafstörungen,
Albuminurie, Hyperglykämie,
Erschöpfung, Schmerzen,
Ödeme, Pneumonie).
Die anderen »Nebenwirkungen« belegen nur die Fehlanwendung von Atenolol. Dass
die klassischen Beta-Blocker zu
Dyspnoe und kalten Extremitäten führen, ist bekannt. Deshalb sollten sie bei älteren Patienten auch vermieden werden.
Probleme, die bei einer falschen
Indikation auftreten, dür-
Tabelle 2: Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension study, LIFE (Subgruppe
Diabetes) (Lindholm et al. 2002)
1195 Patienten (55 – 80 Jahre, 54 % Frauen, 94 % Weiße) mit Hypertonie (160 – 200 / 95 – 115 mm Hg), Puls: 76 ± 12,
linksventrikulärer Hypertrophie (LVH) plus Diabetes mellitus Typ II. Ausschlusskriterien: Herzinfarkt und Schlaganfall in
den letzten 6 Monaten, Angina pectoris, Herzinsuffizienz (NYHA I – IV), Komorbidität: 24 % KHK, 12 % CVK, 7 % pAVK.
Randomisation: Losartan (50 – 100 mg/d) versus Atenolol (50 – 100 mg/d), nach Bedarf weitere Medikation mit HCTZ (12.5
– 25 mg/d) und gegebenenfalls andere Antihypertensiva. Primärer Endpunkt: Tod, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Beobachtungsdauer: 4.7 Jahre.
Ereignis
Primärer Endpunkt (%)
Kardiovaskulärer Tod (%)
Schlaganfall, alle (%)
Herzinfarkt, alle (%)
Gesamtmortalität (%)
RR-Reduktion (mm Hg)
Nebenwirkungen (%)
LVH (% Rückbildung)**
Atenolol
(n = 609)
22.8
10.0
10.7
8.2
17.0
28/17
41.5*
3.0
Losartan
(n = 586)
17.6
6.5
8.7
7.0
10.8
31/17
39.9
10.8
p
0.031
0.028
0.204
0.373
0.002
Ereignisreduktion
%
5.2
3.5
2.0
1.2
6.2
NNT
n
19
28
50
83
16
KHK: Koronare Herzkrankheit, CVK: Zerebrovaskuläre Erkrankungen, pAVK: periphere Gefäßerkrankungen
* Die Differenz zwischen Losartan und Atenolol ist vor allem auf die Bradykardie (7 %) zurückzuführen, die i.e.S. aber
keine Nebenwirkung eines Beta-Blockers, sondern eine erwünschte Hauptwirkung ist. ** Mittelwerte nach Cornell
und Sokolow-Lyon
Honorar I:
Fallzahlzuwachsbegrenzung nicht
rechtens
Eine Fallzahlzuwachsbegrenzung im Honorarverteilungsmaßstab ist rechtswidrig, da hierfür keine
ausreichende Ermächtigungsgrundlage vorhanden ist.
LSG Nordrhein-Westfalen,
Az.: L 11 KA 42/00
§
Honorar II:
Fallzahlzuwachsbegrenzung plus
Individualbudget
möglich
Wenn HVM-Regelungen zur
Fallzuwachsbegrenzung
Praxisbudgets begleiten,
können sie dann zulässig
sein, wenn unter anderem
Härtefallregelungen enthalten sind.
LSG Nordrhein-Westfalen,
Az.: L 11 KA 154/99
Domain-Name:
Bei großer Marke
futsch
Wenn eine Marke einen
überragenden Bekanntheitsgrad erreicht hat, hat
der Eigentümer der Marke
einen Anspruch auf den entsprechenden Domainnamen. Dementsprechend
steht der Domainname
www.shell.de der Deutschen Shell GmbH zu. Ein
solcher Fall stellt eine Ausnahme dar zu dem Prinzip,
dass ein Domainname dem
zusteht, der ihn zuerst eintragen lässt.
BGH, Az.: I ZR 138/99
BDI aktuell 8/9-2002
13
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Teilbudget
„Sonographie“:
Reproduktionsarzt
kann befreit
werden
Ein Vertragsarzt kann dann
verlangen vom Teilbudget
„Sonographie“ befreit zu
werden, wenn sein Schwerpunkt bei der „Reproduktionsmedizin“ liegt und
hierbei auch Sonographien
üblich sind.
BSG, Az.: B 6 KA 41/99 R
Befristung von
Assistentenstellen:
Durch zwei Gesetze
gestützt
Die Befristungsregeln für
Arbeitsverträge im Beschäftigungsförderungsgesetz
können neben denen des
Hochschulrahmengesetzes
angewendet werden.
BAG, Az.: 7 AZR 98/00
Geschiedene
können
Haushaltsfreibetrag
mehrfach erhalten
Bei einem geschiedenen Ehepaar, das mehrere Kinder
hat, kann der so genannte
Haushaltsfreibetrag unter
Umständen auch mehrfach
gewährt werden.
FG Münster, Az.: 14 K 7863/97 L
– Erstinstanz –
Quakende
Nachbarfrösche
auf 45 Dezibel
begrenzt
Die Lautstärke von quakenden Fröschen im Teich auf
dem Nachbargrundstück
darf maximal 45 Dezibel betragen. Alles was darüber
liegt, muss von den benachbarten Anliegen nicht hingenommen werden.
BverfG, Az.: 6 B 133/98
14
BDI aktuell 8/9-2002
Fortsetzung von Seite 13
fen nicht der Substanz angelastet werden.
Die Hauptdifferenz bestand
jedoch bei der Bradykardie, die
nach Losartan bei 1% der Patienten und nach Atenolol bei 9%
der Patienten auftrat. Hierbei
von einer Nebenwirkung zu
sprechen, ist natürlich absurd
und demonstriert das mangelhafte pharmakologische Basiswissen der Beteiligten. Bradykardie ist eine Hauptwirkung von
Beta-Blockern, die deshalb auch
vorzugsweise bei jüngeren Patienten (mit gleichzeitig bestehender koronarer Herzkrankheit)
und bei Tachyarrhythmien eingesetzt werden sollen (Scholz,
Schwabe: Taschenbuch der Arzneibehandlung, Urban und Fischer, 12. Auflage, 2000, S. 133).
Gegen beide Kriterien haben die
Autoren der LIFE-Studie verstoßen. Die Patienten waren für
Atenolol in der Regel schon zu
alt und Tachyarrhythmien dürften bei etwa der Hälfte der
Patienten auch nicht vorgelegen
haben (Puls: 73.8 ± 11.1 Schläge pro Minute). Somit war Atenolol bei vielen Patienten kontraindiziert und die »Nebenwirkung« Bradykyardie vorprogrammiert.
Zusammenfassung
Losartan bietet bei älteren Patienten (55-80 Jahre) gegenüber
Atenolol keinen klinisch relevanten Vorteil. Der NNT-Wert für
den zusammengesetzten primä-
ren Endpunkt (Tod, Herzinfarkt,
Schlaganfall) beträgt 56. Das heißt,
es müssen 56 Patienten über 5.5
Jahre mit Losartan behandelt werden, um, im Vergleich zu Atenolol, ein Ereignis zu vermeiden. Bei
Diabetikern ist der Nutzen geringfügig größer (NNT = 19).
Kritisch ist zu bemerken, dass
bei Patienten dieser Altersgruppe
(55-80 Jahre), die meisten (84%)
ohne koronare Herzkrankheit und
die Hälfte eher mit Bradykardie
als mit Tachykardie, Atenolol a
priori eher kontraindiziert war.
Somit könnte der geringfügige
Nutzen von Losartan eher auf die
falsche Anwendung von Atenolol
zurückzuführen sein.
Losartan hätte bei den älteren
Patienten gegen Diuretika/Calcium-Antagonisten oder bei jüngeren Patienten gegen ACE-Hemmer oder Beta-Blocker getestet
werden müssen, um zu relevanten Aussagen zu gelangen.
Schlussfolgerung
Die LIFE-Studie ist wenig geeignet, den Stellenwert von Losartan
in der Therapie des Hochdrucks
bei älteren Patienten zu bewerten. Ausdrücklich muss auf die
Ausschlusskriterien verwiesen
werden: Patienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall, Angina pectoris und Herzinsuffizienz wurden
bewusst nicht in die Studie einbezogen. Das Risiko einer Übermortalität ist bei diesen Patientengruppen gegenwärtig nicht von
der Hand zu weisen.
Literatur
Cheung B. Increased left-ventricular mass after losartan treatment. Lancet 1997; 349: 1743 –
1744.
Dahlöf B, Devereux RB, Kjeldsen SE, Julius S, Beevers
G, de Faire U, Fyhrquist F, Ibsen H, Kristiansson K, Lederballe-Pedersen O, Lindholm LH,
Nieminen MS, Omvik P, Oparil S, Wedel H, for
the LIFE study group. Cardiovascular morbidity and mortality in the Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension
study (LIFE): a randomised trial against atenolol. Lancet 2002; 359: 995 – 1003.
Dickerson JEC, Hingorani AD, Ashby MJ, Palmer CR,
Brown MJ. Optimisation of antihypertensive
treatment by crossover rotation of four major
classes. Lancet 1999; 353: 2008 – 2013.
Gradman AH, Arcuri KE, Goldberg AI, Ikeda LS, Nelson
EB, Snavely DB, Sweet CS. A randomized,
placebo-controlled, double-blind, parallel
study of various doses of losartan potassium
compared with enalapril maleate in patients
with essential hypertension. Hypertension
1995; 25: 1345 – 1350.
Lindholm LH, Ibsen H, Dahlöf B, Devereux RB, Beevers
G, de Faire U, Fyhrquist F, Julius S, Kjeldsen
SE, Kristiansson K, Lederballe-Pedersen O,
Nieminen MS, Omvik P, Oparil S, Wedel H,
Aurup P, Edelman J, Snapinn S, for the LIFE
study group. Cardiovascular morbidity and
mortality in patients with diabetes in the
Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension study (LIFE): a randomised trial against atenolol. Lancet 2002;
359: 1004 – 1010.
Meyer FP. Diabetes mellitus Typ II – Insulinanwendung? Spurensuche in UKPDS. BDI-Rundschreiben 2001; Heft 5, 7 – 14.
Meyer FP. Sartane in der Therapie. Wird die Euphorie
vom Realismus eingeholt? BDI aktuell 2002;
Heft 2, 24 – 27.
Thürmann PA, Kenedi P, Schmidt A, Harder S, Rietbrock N. Influence of the angiotensin II antagonist valsartan on left ventricular hypertrophy in patients with essential hypertension. Circulation 1998; 98: 2037 – 2042.
UK Prospective Diabetes Study Group. Efficacy of atenolol and captopril in reducing risk of macrovascular and microvascular complications in
type 2 diabetes: UKPDS 39. Br Med J 1998;
317: 713 – 720.
Anschrift des Verfassers:
MR Prof. Dr. Frank P. Meyer,
Magdeburger Straße 29,
D-39167 Groß Rodensleben
Rivastigmin (Exelon®)
Demenz verschlechterte sich
Zu den großen Paradoxa moderner Therapiestrategien zählt
die Behauptung, CholinesteraseHemmer wirkten günstig auf die
Altersdemenz. Abgesehen von
der unwillkommen-banalen Tatsache, dass die höchstpreisigen
Alzheimer-Therapeutika nahe
Verwandte des klassischen Alters-Suizidums E 605 (Parathion)
sind, erscheint auch der generelle Eingriff in das cholinerge System mit seiner ubiquitären Verbreitung im Körper kaum plausibel.
Nahe läge ein homöopathischer Erklärungsversuch, den
die Anbieter aber nicht vortragen: Wenn E 605 als Mittel
zum Alterssuizid eingeführt ist,
kann seine stark abgeschwächte Form vielleicht in Gegen(BY)
richtung wirken.
Im Folgenden ein Artikel aus
dem „arznei-telegramm“, Berlin, zu Nebenwirkungen des Exponenten Rivastigmin (Exelon®).
„Ein nennenswerter positiver Einfluss von Cholineste-
rase-Hemmern auf den
Krankheitsverlauf bei Altersdemenz ist nicht belegt. Australische Gerontologen beschreiben jedoch eine deutliche Verschlechterung des
Krankheitsbildes unter Einnahme von Rivastigmin
(Exelon®) bei drei Patienten mit Demenz im Alter zwischen 68 und 86 Jahren.
Unruhe, Agitation, Aggressivität, kognitive Störungen und
Verhaltensauffälligkeiten stehen
im Vordergrund der mut-
BDI aktuell
Fortsetzung von Seite 14
maßlich durch Rivastigmin ausgelösten Symptomatik. Ein Patient wurde vorübergehend stuhlinkontinent. Innerhalb weniger
Tage bis zwei Monate nach Absetzen des Mittels besserten sich
die Beschwerden.1 Die Berichte sind mit dem Risikoprofil von
Rivastigmin, wie es sich aus den
Zulassungsstudien ergibt, vereinbar. Laut europäischem Bewertungsbericht kommen unerwünschte psychiatrische Wirkungen unter Rivastigmin mit
insgesamt 30% häufiger vor als
unter Plazebo mit 24%.2 Die
US-amerikanische Produktinformation listet im Einzelnen:
Schlaflosigkeit (9% vs. 7%),
Verwirrtheit (8% vs. 7%), Depression (6% vs. 4%), Ängstlichkeit (5% vs. 3%), Halluzinationen (4% vs. 3%) und aggressive Reaktionen (3% vs. 2%).3“
1
Smith, D:J., Yukhneyich, S.: Aust.
N. Z. J. Psychiatry 2001; 35:694
2
EMEA: Europäischer Bewertungsbericht Exelon, 12. Febr. 2002
3
US-amerikanische Produktinformation Exelon, Juni 2001
(aus: arznei-telegramm, Berlin, 7/
2002, Fax: 030/794902-20
http//:www.arznei-telegramm.de)
Vorsicht bei Praxisabgabe
Personal bekam neue Rechte
Mitarbeiter haben seit 01.04.2002
mehr Rechte bei der Abgabe einer Praxis an einen Nachfolger.
An ziemlich versteckter Stelle hat
der Gesetzgeber § 613a BGB geändert. Dieser Paragraf regelt die
Rechte von Arbeitnehmern bei
einem Betriebsübergang. Die Änderung ist ab 01.04.2002 in Kraft
getreten und lautet wie folgt:
§ 613a BGB Abs. 5 + 6 neu
(5) Der bisherige Arbeitgeber
oder der neue Inhaber hat die von
einem Übergang betroffenen Arbeit-
nehmer vor dem Übergang in Textform zu unterrichten über:
1. den Zeitpunkt oder den geplanten Zeitpunkt des Übergangs,
2. den Grund für den Übergang,
3. die rechtlichen, wirtschaftlichen
und sozialen Folgen des Übergangs für die Arbeitnehmer und
4. die hinsichtlich der Arbeitnehmer in Aussicht genommenen
Maßnahmen.
(6) Der Arbeitnehmer kann dem
Übergang des Arbeitsverhältnisses innerhalb eines Monats nach Zugang
der Unterrichtung nach Absatz 5
schriftlich widersprechen. Der Widerspruch kann gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber oder dem neuen
Inhaber erklärt werden.“
Die Unterrichtungspflicht des
Arbeitgebers gegenüber dem Personal der Praxis wird durch diese
neue Vorschrift deutlich erweitert. Unterbleibt die schriftliche
Belehrung, wird die Widerspruchsfrist nicht in Gang gesetzt.
Bei einer Praxisübergabe sollte
man daher diese Bestimmung sehr
genau beachten.
Widerspricht der Arbeitnehmer
dem Übergang des Arbeitsverhältnisses, so kann der bisherige
Praxisinhaber das Arbeitsverhältnis zum nächstmöglichen Zeitpunkt kündigen. Probleme kann
es in einem solchen Fall bei längeren einzuhaltenden Kündigungsfristen geben. Da der Arbeitnehmer nicht übernommen wird und
der abgebende Arzt keine Praxis
mehr unterhält, wird er möglicherweise noch Gehalt zu zahlen haben. (RAB)
BDI aktuell 8/9-2002
15
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Rot-grün hat’s geschafft
Sozialgerichte:
MDK-Gutachten
sind unverbindlich
Privatversicherungen mit höchstem
Zuwachs seit 25 Jahren
Da beim sozialgerichtlichen
Verfahren der Grundsatz
der freien Beweiswürdigung
gilt, ist ein medizinisches
Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung für das
Sozialgericht unverbindlich.
Die private Krankenversicherung (PKV) meldet für das Geschäftsjahr 2001 einen Nettozugang von 215.800 (Vorjahr:
166.000) Versicherten (2,9 Prozent). Dieser Spitzenwert wurde zuletzt vor 25 Jahren erzielt.
Noch vor vier Jahren war der
Nettozugang zur Krankheits-
LSG Niedersachen
Az.: L 4 KR 23/99
Verrücktes
Steuerrecht:
Schenker muss
Steuern zahlen
Wenn Eltern ihrem Kind
eine Immobilie mit einer Hypothek schenken, gilt die
übernommene Hypothek
als Zahlung des Kindes an
die Eltern. Hierauf müssen
die Eltern Grunderwerbsteuer in Höhe von 3,5%
des Kreditbetrages zahlen.
FG Düsseldorf, Az.: 7 K 5152/98
— Erstinstanz —
Gibt’s das?
Dieb muss
ergaunertes Geld
versteuern
Ein Angestellter, der Öl aus
dem Tanklager seines Arbeitgebers verkauft, muss
das hiermit „erwirtschaftete“ Geld voll versteuern.
Dies bedeutet, dass Umsatzsteuer, Einkommensteuer und Hinterziehungszinsen fällig werden.
FG Niedersachsen,
Az.: V 360/92
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Der Arzt
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16
BDI aktuell 8/9-2002
kostenversicherung der PKV
weniger als einige 100.
Inzwischen hat Ministerin Ulla
Schmidt bekannt gegeben, dass
im 1. Quartal 2002 weitere
106.000 Versicherte von der
gesetzlichen in die private Krankenversicherung gewechselt
seien. Daraus resultiere für die
gesetzlichen Krankenkassen –
hochgerechnet auf das Gesamtjahr 2002 – ein Einnahmeausfall
von 1 Milliarde Euro. In der
folgenden Übersicht eine Aufschlüsselung der Wanderungsbewegung.
(Quelle: A & S aktuell, 13/02)
Mitgliederwanderung der GKV in den Monaten Jan. bis März 2002
Gesamt–GKV
Ortskrankenkassen
Angestellten-Ersatzkasse
Arbeiter-Ersatzkassen
Betriebskrankenkassen
Innungskrankenkassen
Landwirtschaftliche Kassen
See-Krankenkasse
Bundesknappschaft
-106.268
-129.191
-251.059
-7.257
Mitglieder an die Private Krankenversicherung
Mitglieder
Mitglieder
Mitglieder
+298.951 Mitglieder
-18.192 Mitglieder
-2.389 Mitglieder
+288 Mitglieder
+2.581 Mitglieder
(dfg, 23/02)
Honorar und Recht
HVM – Begrenzungsregelungen gelten
auch für Belegärzte
Ein niedergelassener Gynäkologe und zugleich Leiter einer
gynäkologisch-geburtshilflichen
Belegabteilung eines Krankenhauses beantragte bei der beklagten Kassenärztlichen Vereinigung (KV), ihn von der im
Honorar-Verteilungsmaßstab
(HVM) der Beklagten enthaltenen Begrenzungsregelung auszunehmen, da er im Kreisgebiet der einzige auf dem Gebiet
der Gynäkologie und Geburtshilfe stationär behandelnde Arzt
sei.
Die KV lehnte den Antrag mit
der Begründung ab, dass nach
dem HVM eine Ausnahme nur
möglich sei, wenn die entsprechenden Leistungen im Einzugsgebiet der Praxis von keinem
weiteren Arzt erbracht würden. Es stünden jedoch Krankenhäuser für die Behandlung
zur Verfügung. Da wegen Krankenhausplanungsgebots strenge Maßstäbe anzulegen seien,
seien größere Entfernungen
zugrunde zu legen als die vom
Kläger genannten Grenzen des
Kreisgebietes. Der Kläger sei
im Übrigen nicht gezwungen,
eine erhebliche Unterversorgung im Planungsbereich bis zur
Niederlassung eines weiteren
Arztes seiner Fachgruppe zu
überbrücken.
Das Bundessozialgericht hat
die Ansicht der KV bestätigt
und u.a. festgestellt, die belegärztliche Tätigkeit des Klägers
sei nicht zur Sicherstellung der
vertragsärztlichen Versorgung
erforderlich, da sich der an
Auftrag nicht auf die Funktionsfähigkeit des stationären Krankenhaussektors erstrecke. Deswegen komme es gar nicht darauf an, vorliegend die belegärztliche Tätigkeit des Klägers
getrennt von seiner ambulanten zu betrachten.
Bundessozialgericht, Urteil vom
12.12.2001, Az. B 6 KA 5/01 R
(Kurzfassung. Quelle: RAB)
Der Student als Wochenendheimfahrer
Seine Kinderzulage bleibt erhalten!
Ein Steuerpflichtiger kann
auch dann die Kinderzulage
nach § 9 Abs. 5 Satz 2 EigZulG beanspruchen, wenn
das Kind zu Studienzwecken
auswärtig untergebracht ist,
aber am Studienort keinen
unabhängigen Haushalt führt
und regelmäßig an Wochenenden und in den Semesterferien in die elterliche Wohnung zurückkehrt, in der ihm
weiterhin ein Zimmer zur
Verfügung steht.
BFH-Urteil vom 23. April 2002 –
IX R 52/99
BDI aktuell
Varia
Kuriosa
Blaue Briefe von Gerichten und Ämtern
Künftig gelb und im Hausbriefkasten deponierbar
Durch eine Änderung der Zivilprozessordnung (ZPO) ab 1.
Juli 2002 wird die amtliche Postzustellung vereinfacht. Die bisherige Auslieferung von Postzustellungsaufträgen, das heißt,
amtliche Schreiben von Gerichten, Behörden und Körperschaften des öffentlichen
Rechts, wie beispielsweise
KVen, erfolgt nunmehr durch
Gesundheitswesen
Kuriosa
den Briefträger der deutschen
Post über den Hausbriefkasten
und wird von diesem beurkundet. Im Gegensatz zur bisherigen Regelung kann die Auslieferung nun auch über den Hausbriefkasten erfolgen, wenn eine
persönliche Zustellung nicht
möglich ist. Die Niederlegung
solcher Schriftstücke bei der
Post erfolgt nur noch dann,
wenn weder eine persönliche
noch eine Zustellung über den
Hausbriefkasten durchgeführt
werden kann. Eine Auslieferung
über Postfach ist nach wie vor
nicht vorgesehen. Außerdem
dürfen Postzustellungsaufträge
ab 1. Juli auch an Bevollmächtigte des Empfängers ausgehändigt werden. Es ist daher ratsam, einen Postbevollmächtig-
ten oder mehrere zu bestimmen und hierfür die bei der
Post erhältlichen Vordrucke zu
benutzen. Die wichtigste optische Änderung bei der Postzustellung besteht in der Farbe
der Briefumschläge. Bisher
waren die Briefumschläge blaugrünlich und jetzt sind sie gelb.
(RAB)
Off-Label-Use
Die Expertenkommission ist keine Entsorgungsfirma
In der Onkologie werden – wie
auch in anderen medizinischen
Fachgebieten – Arzneimittel
außerhalb der zugelassenen Indikation eingesetzt. Das Bundesgesundheitsministerium hat
der Einrichtung einer Kommission grundsätzlich zugestimmt,
die für die notwendige Transparenz und medizinische Be-
wertung der zulassungsüberschreitenden Therapie Sorge
tragen soll. Dieses wird von der
Deutschen Krebsgesellschaft begrüßt.
Gleichzeitig weist sie
allerdings daraufhin, dass
dieser Lösungsweg keinesfalls dazu missbraucht werden dürfe, das Problem in
eine Kommission abzuschieben.
Es komme darauf an, ob tatsächlich Versorgungslücken geschlossen und der Ärzteschaft
eine an den Erkenntnissen der
medizinischen Wissenschaft
ausgerichtete, rechtssichere
Behandlungsgrundlage gegeben
werden.
(Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft,
Task Force der Deutschen Krebsgesellschaft und der anderen onkologischen Fachgesellschaften
[DGHO, GPHO, BNHO u.a.]
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BDI aktuell 8/9-2002
17
BDI aktuell
Kuriosa
Wirtschaft
Die Misere auf dem deutschen Arbeitsmarkt
Die Arbeitsplätze wurden doch verheizt!
Stellen Sie sich vor, ein Würstchenbudenbesitzer möchte
eine Stunde pro Tag nach Hause gehen und dafür eine Aushilfskraft hinter den Tresen stellen. Nach vier Jahren rot-grüner Arbeitsmarktkünste kann
man sagen: Das funktioniert nur
noch in Ausnahmefällen.
Der Grund: Ein 50-SeitenKataster versperrt die Arbeitsaufnahme. Exakt so lang
ist die Publikation der — politisch unbeteiligten — Barmer Ersatzkasse. Aus Sicht
eines Arbeitgebers liest sich
das Büchlein wie eine 50-seitige Anweisung zur Aussperrung von Arbeitswilligen. Bis
zur letzten Zeile kann ein Hindernis publiziert sein, das den
Arbeitssucher vom Platz stellt.
Da der Steuerberater
soeben noch, versierte Personalleiter vielleicht und
ansonsten niemand mehr
durchsteigt, werden die geringfügigen Arbeitsverhältnisse kurzerhand in die Schwarzarbeit verlegt, was großenteils
18
BDI aktuell 8/9-2002
fast kostenneutral ist: Die
zahlreichen Abgaben selbst
für nur eine Arbeitsstunde pro
Tag erhöhen die Belastungen
so kräftig, dass ihr Entfallen
eine Schwarzarbeit auch wirtschaftlich nahe legt.
Die Schöpfer des aus Arbeitgebersicht weltweit verrücktesten Arbeitsverhinderungsgesetzes schienen zu
ahnen, dass ihnen niemand
mehr folgen kann. Daher
fassten sie die Zulassung unseres 1-Stunden-Würstchenverkäufers an einem
Arbeitsplatz in eine Reihe
ganzseitige Aussperrdiagramme, die wir auf dieser
Seite bringen.
Fazit: Wer die Hindernisse
für die Einrichtung eines noch
so kleinen Arbeitsplatzes betrachtet, kann sich nur noch
an den Kopf fassen. Der Vermutung ist jedenfalls schwer
zu widersprechen, Millionen
von Jobs seien fahrlässig verheizt worden.
(BY)
BDI aktuell
Medizin
Auch HERS II bestätigt
Hormonsubstitution schützt nicht
vor Herzinfarkt u.a.
Die 1998 publizierte Heart and
Estrogene/Progestin Replacement Study (HERS) war die erste randomisierte Langzeit-Interventionsstudie zur Hormonsubstitution nach den Wechseljahren. Mit täglich 0,625 mg konjugierten Östrogenen + 2,5 mg
Medroxyprogesteronazetat ließen sich koronare Ereignisse bei
2763 Frauen mit manifester koronarer Herzerkrankung nicht
besser verhindern als mit Plazebo. Im ersten Anwendungsjahr
nahmen Komplikationen sogar
zu. Im vierten und fünften Jahr
deutete sich eine geringfügige
Abnahme unter Verum an (1).
Dies führte flugs zur Hypothese, dass ein günstiger Nettoeffekt der Hormone möglicherweise erst nach noch längerer Anwendung sichtbar werden würde. Teilnehmerinnen
der Plazebogruppe erhielten
nach Studienabschluss den Rat,
eine Hormontherapie nicht neu
zu beginnen, Verum-Anwenderinnen wurde geraten, sie wegen
des möglichen Langzeitnutzens
nicht abzusetzen.
Um die neue Hypothese zu
klären, wurden die Frauen
darüber hinaus gebeten, an einer verlängerten Nachbeobachtung teilzunehmen. 93% der
am Ende von HERS überlebenden Frauen waren dazu bereit.
Nach 2,7 Jahren wurde die
auf vier Jahre angelegte Nachfolgestudie HERS II vorzeitig
gestoppt (2,3), da die Bestätigung der Hypothese außer
Reichweite geriet. Auch bei
längerer Nachbeobachtung
zeigt sich kein Schutz vor koronaren Ereignissen durch
Hormoneinnahme. Das relative Risiko (RR), einen Herzinfarkt zu erleiden oder an
koronarer Herzkrankheit zu
sterben, blieb in der Nachfolgestudie unverändert (RR 1;
95% Vertrauensintervall (CI)
0,77 bis 1,29).
Allmählich wird auch der Frauenärzteverband als letzter Kämpfer an der Front die Waffen
strecken müssen – die Massensubstitution von Hormonen an alle Frauen in der Menopause
stellt sich zunehmend als wissenschaftlicher Nonsens heraus. Im folgenden eine Analyse des
(red)
„rznei-telegramm“, Berlin.
An dem Ergebnis änderte sich 2,11; 95% CI 1,06 bis 4,19)
Die Aussagekraft der Nachauch dann nichts, wenn nur die dürfte noch nicht zuverlässig folgestudie ist durch die NichtFrauen betrachtet wurden, die zu interpretieren sein.
beteiligung von 7% der urbei Studienende noch die StuKrebserkrankungen ein- sprünglich randomisierten Fraudienmedikation verwenden (RR schließlich Brustkrebs nehmen en sowie durch die Aufhebung
0,96; 95% CI 0,77 bis 1,19), nicht signifikant zu. Für klare der Verblindung eingeschränkt,
oder Adjustierung auf mögli- Aussagen zum Einfluss der Hor- außerdem dadurch, dass bei
che Störgrößen und unter- mone auf maligne Erkrankun- Studienende nur noch 45% der
schiedlicher Statineinnahme gen ist die Nachbeobachtung Verumgruppe die Studienme(RR 0,97; 95% CI 0,28 bis 1,14). von knapp 7 Jahren jedoch zu dikation regelmäßig einnahmen
Das Risiko zumeist reanimati- kurz. Unter Hormonen star- und umgekehrt 8% der Plazeonsbedürftiger ventrikulärer ben insgesamt im Studienver- bogruppe ebenfalls Hormone
Rhythmusstörungen nahm un- lauf 261 (31%) Frauen, unter verwendeten. Das relativ vollter Medikation signifikant zu (RR Plazebo 239 (28%) (RR 1,10; ständige Follow-up in HERS II
3,3; 95% CI 1,08 bis 10,1). Die 95% CI 0,92 bis 1,31).
(99% in beiden Grupklinische Bedeutung dieses Befundes ist jedoch unklar, da das
Risiko des plötzlichen Todes
FAZIT:
unbeeinflusst blieb (2).
Die HERS-Nachfolgestudie HERS II bekräfDie Hormoneinnahme geht
tigt die Bedenken gegen die Hormoneinnahmit erhöhtem Risiko von
Thromboembolien und Gallenme nach den Wechseljahren zur Vorbeugung
blasenerkrankungen einher (3).
von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die HyDas Thromboembolierisiko
pothese, dass sich ein günstiger Effekt der
scheint besonders in der ersten Einnahmezeit erhöht zu
Hormone erst bei längerer Nachbeobachsein, in der Nachfolgestudie ist
tung zeigt, wird nicht bestätigt. Thromboemder Anstieg nicht mehr signifibolien und Gallenblasenerkrankungen nehkant. Für die Gesamtstudie
ergibt sich ein relatives Risiko
men aber zu, möglicherweise auch ventrikuvon 2,08 (95% CI 1,28 bis
läre Rhythmusstörungen. Für gesunde Frau3,40). Aus den Ereignisraten
en nach den Wechseljahren lässt sich die
errechnen die Autoren eine
Langzeiteinnahme zur Prävention von HerzNumber Needed to Harm
(NNH) von 65 pro 5 Jahre. Das
kranzgefäßerkrankungen nicht begründen.
bedeutet, wenn 65 Frauen fünf
Für herzgeschädigte Frauen erachten wir die
Jahre lang Hormone einnehAnwendung als kontraindiziert.
men, erleidet eine eine hormonbedingte Thromboembolie. Das relative Risiko einer
Anzeige
Gallenblasenoperation betrug
1,39 in HERS und 1,70 in HERS
II (95% CI 1,03 bis 2,83). Im
gesamten Studienverlauf ergab
sich ein relatives Risiko von
1,48 (95% CI 1,12 bis 1,95)
und eine NNH von 32 pro 5
Jahre.
Auf Knochenbrüche hat die
Hormoneinnahme auch in
HERS II keinen Effekt (RR
Gesamtstudie 1,04; 95% CI
0,87 bis 1,25). Die Zunahme
von Hüftfrakturen in der Hormongruppe in HERS II (RR
BDI aktuell 8/9-2002
19
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Qualifikationsvoraussetzungen
der KV sind
rechtmäßig
Die Qualifikationsvoraussetzungen, die die KV in
Bundesmantelverträgen
gemäß § 72 Abs. 2 in Verbindung mit § 82 Abs. 1
SGB V festgelegt hat, sind
rechtmäßig.
BSG, Az.: B 6 KA 12/99
§
Unklarer
Sachverhalt:
Finanzamt muss
klären
Das Finanzamt hat grundsätzlich eine Pflicht, unklare
Sachverhalte nachzuforschen. Kommt das Finanzamt dieser Pflicht nicht nach,
kann es später den Steuerbescheid zum Nachteil des
Steuerpflichtigen nicht ändern.
BFH, Az.: VI R 29/01
Ein Mensch in zwei
Instanzen:
Unzulässig
Bei der Auswahl der (Sozial-)Richter für ein Verfahren darf ein Mitglied des
Beschwerdeausschusses
nicht in einem später in derselben Sache anhängigen
Gerichtsverfahren mitwirken, da dies gegen geltendes Recht verstößt.
BSG, Az.: B 6 KA 42/00 R
Gekündigt:
Abfindungsanspruch
hält 30 Jahre vor
Der Abfindungsanspruch bei
Verlust des Arbeitsplatzes verjährt regelmäßig gemäß § 195
BGB nach dreißig Jahren.
LAG Niedersachsen,
Az.: 10 Sa 1753/00
20
BDI aktuell 8/9-2002
Fortsetzung von Seite 19
pen), die verblindete Beurteilung der Ereignisse und die
nach Adjustierung unveränderten Ergebnisse stärken
aber das Vertrauen in die Robustheit der Befunde.
1 HULLEY, S. et al.: JAMA 1998; 280: 605-13
2 GRADY, D. et al.: JAMA 2002; 288: 49-57
3 HULLEY, S. et al.: JAMA 2002; 288: 58-66
(Redaktion arznei-telegramm, A.T.I.
Arzneimittelinformation Berlin GmbH,
Bergstr. 38 A, D-12169 Berlin,
Fax: +30-79 49 02-20
http://www.arznei-telegramm.de
E-Mail: ati@berlin.snafu.de
Gf: Wolfgang Becker-Brueser;
Artikel geringfügig von der
BDI-aktuell-Redaktion bearbeitet)
Forum
DRG – wie verschlüsseln und
wirtschaftlich überleben?
Die beste Arbeit einer Krankenhaus-Abteilung nützt in Zukunft nicht viel, wenn lustlose DRGKodierer sie wirtschaftlich trocken legen. So katastrophal es klingt: Der Chefarzt persönlich
wird sich vermehrt um diesen Bürokram statt um die Patienten zu kümmern haben, wenn seine
Stationen überleben sollen. Eine größere Verschwendung wissenschaftlicher Ressourcen scheint
kaum denkbar. Für Kritiker ist sie pathognomonisch für die rotgrüne Politik, die das Gesundheitswesen unter einer Papierlawine der Endlosdrucker begraben hat.
Im Folgenden bringen wir zu Trainings- und Diskussionszwecken Kodierbeispiele unseres BDIMitglieds Dr. Martin Zeuner aus Ottobrunn. Der Ernstfall namens DRG beginnt für die meisten
Häuser auf freiwilliger Basis (Budget-geschützt) am 01.01.2003, für alle übrigen und ungeschützt am
(Red.)
01.01.2004. Für Diskussions- Beiträge unserer Leser sind wir dankbar.
Das Beispiel 1 haben wir bereits in BDI aktuell Juni 2002, S. 6, abgedruckt.
Diagnosis Related Groups – Beispiel 2
Eine 75-jährige demente Patientin wird stationär aufgenommen mit Fieber und Exsikkose. An
Diagnostik wird ein Röntgen Thorax , Labor und Blutkulturen durchgeführt. Klinisch zeigt sich der
Verdacht auf Pneumonie, die Röntgenuntersuchung des Thorax zeigt keinen pathologischen Befund.
Ein Erregernachweis gelingt nicht. In der Urinuntersuchung werden im Verlauf Bakterien nachgewiesen bei positivem Nitrit und Leukocyten. Unter i.v. Antibiose entfiebert die Patientin.
Kodierung
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
Hauptprozedur2:
Weitere Prozeduren2:
Gruppierung3
DRG:
Kostengewicht:
Durchschnittl. Verweildauer:
J18.9
E86
F03
N39.0
—
—
Pneumonie, nicht näher bezeichnet
Volumenmangel
Nicht näher bezeichnete Demenz
Harnwegsinfekt
E62B
Infektionen und Entzündungen der Atmungsorgane
1,51
6,87 Tage (Victoria, Australien)
Diskussion
Wird bei Verdacht auf Pneumonie eine entsprechende Therapie (Antibiose) eingeleitet, ist die
Verdachtsdiagnose als Hauptdiagnose zu kodieren (DKR4 D008a).
Wäre bei Verdacht auf Pneumonie und nicht eindeutigen Untersuchungsergebnissen keine
entsprechende Therapie eingeleitet worden, wären die Symptome (hier Fieber, Exsikkose) als
Hauptdiagnose zu kodieren.
Wird die Diagnose einer Pneumonie gesichert, ist die Pneumonie möglichst exakt bezüglich
Lokalisation (z.B.: J18.1 Lobärpneumonie) und Erreger (z.B.: J13 Pneumonie durch Streptococcus pneumoniae) zu kodieren. Dies hat derzeit keinen Einfluss auf die DRG-Gruppierung.
Der Schweregrad B (mit Komorbiditäten) ergibt sich durch die kodierte Nebendiagnosen
Harnwegsinfekt, die Demenz hat keinen Einfluss auf die Gruppierung, ohne Nachweis eines
Harnwegsinfektes ergibt sich DRG E62C (Verweildauer 3,92 Tage, Kostengewicht 0,89).
Konventionelle Röntgenuntersuchungen sind nicht als Prozedur zu kodieren (DKR4 P014a).
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Fortsetzung von Seite 20
Diagnosis Related Groups – Beispiel 3
Ein 70–jähriger Patient wird stationär aufgenommen wegen Bluterbrechen in der Anamnese. In der
Endoskopie zeigt sich ein Magenulcus mit Gefäßstumpf ohne aktuelle Blutung. Endoskopisch erfolgt
Injektion von Suprarenin. Die Blutungsanämie wird mit 2 Erythrozytenkonzentraten behandelt.
Kodierung
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
Hauptprozedur2:
Weitere Prozeduren2:
K25.0
D62
5-449e3
8-800.0
Ulcus ventriculi, akut mit Blutung
Akute Blutungsanämie
Andere Operation am Magen, endoskopisch, Injektion
Transfusion von Erythrozytenkonz., 1-5 TE
Gruppierung3
DRG:
G61 A
Gastrointestinale Blutung, mit schweren Komplikationen oder Komorbiditäten
0,82
3,78 Tage (Victoria, Australien)
Diskussion
Bei Abklärung einer gastrointestinalen Blutung ist die endoskopisch diagnostizierte Erkrankung
(Ulcus, Erosion, Varizen) mit Blutung auch dann als Hauptdiagnose zu Kodieren, wenn endoskopisch keine aktive Blutung gesehen wird. (DKR4 1105a), die gastrointestinale Blutung ist nur
dann Hauptdiagnose, wenn endoskopisch keine mögliche Blutungsquelle diagnostiziert wird.
Bei Transfusion von Vollblut, Erythrozyten- und Thrombozytenkonzentraten wird in einem
OPS-Schlüssel die Summe der während des gesamten stationären Aufenthaltes transfundierten
TE (1-5 TE oder mehr als 5 TE) kodiert.
Der OPS-Schlüssel 5-449e3 enthält die Endoskopie, so dass die diagnostische Gastroskopie (1633) nicht zusätzlich verschlüsselt werden muss (DKR4 P001a).
Erfolgt während des stationären Aufenthaltes eine endoskopische Kontrolle, ist zusätzlich eine
Endoskopie entsprechend des am weitesten eingesehenen Gebietes (1-631 Ösophagogastroskopie, 1-632 Ösophagogastroduodenoskopie) zu kodieren (Kodierrichtlinie P007a).
Die Gruppierung in Schweregrad A ergibt sich durch das Alter des Patienten (70 Jahre), ein 40jähriger Patient mit gleicher Diagnose und Prozeduren würde in die DRG G61B (Verweildauer
1,8 Tage, Kostengewicht 0,42) gruppiert (Altergrenze 65 Jahre).
Diagnosis Related Groups – Beispiel 4
Ein 55-jähriger Patient wird stationär aufgenommen zur Chemotherapie bei Rectumkarzinom mit
Lebermetastasen. Radikaloperation ist bereits in einem vorangegangenen stationären Aufenthalt
erfolgt.
Hauptprozedur2:
C20
Z51.1
C78.7
8-540.1
Weitere Prozeduren2:
—
Gruppierung
DRG:
Bösartige Neubildung Rectum
Chemotherapiesitzung wegen bösartiger Neubildung
Sekundäre bösartige Neubildung der Leber
Applikation von zytostatischen Chemotherapeutika, intravenös
G60B
Schaden durch
Zivildienstleistenden:
Der Bund haftet
Wenn ein Zivildienstleistender während seiner Dienstzeit einen Schaden verursacht, so haftet zunächst
grundsätzlich der Bund als
Dienstherr hierfür. Im
Innenverhältnis kann der
Bund dann später Rückgriff
beim Zivildienstleistenden
nehmen.
LG Frankfurt/M.,
Az.: 2/16 S 38/01
Krankenkasse:
Arztentscheidung
bindend
Auf Grund des geltenden
Sachleistungsprinzips sind
Entscheidungen des Arztes
bezüglich Verordnungen für
den Versicherten in Bezug
auf die Krankenbehandlung
für die Krankenkasse rechtlich bindend. Dies gilt aber
nur, soweit sich der Arzt
rechtmäßig verhält.
LSG Niedersachsen,
Az.: L 4 KR 143/00
3
Kostengewicht:
Durchschnittl. Verweildauer:
Macht ein Arzt über ein Medikament falsche Angaben und
versucht dem Patienten einzureden, dass das Medikament wirksam sei, obwohl
dies nicht der Wahrheit entspricht, kann der Patient Schadensersatz verlangen.
OLG Hamm, Az.: 3 U 197/00
Kostengewicht:
Durchschnittl. Verweildauer:
Kodierung
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
HomöopathieAlarm?
Malignom des Verdauungstraktes, ohne schwerste
Komplikationen oder Komorbiditäten
0,87
3,66 Tage (Victoria, Australien)
Diskussion
Bei Wiederaufnahme zur Weiterbehandlung einer zugrunde liegenden Tumordiagnose ist der
Tumor als Hauptdiagnose zu verschlüsseln auch nach potentiell kurativer Operation. Als
Ausnahme gilt der Tagesfall, hier wird die Chemotherapie (Z51.1) als Hauptdiagnose kodiert
(Tagesfall DRG R63Z Chemotherapie, Kostengewicht 0,27).
Alle Metastasen, die einen spezifischen diagnostischen und/oder therapeutischen Aufwand
verursachen, sind mit einem Kode aus C77-C80 zu kodieren.
Erfolgt der stationäre Aufenthalt ausschließlich zur Chemotherapie, ist Z51.1 (Chemotherapiesitzung) als Nebendiagnose zu kodieren.
Bundesfinanzhof:
Finanzamt mischt
bei Entführung mit
Werden ein Gesellschafter
und der Geschäftsführer einer GmbH auf einer Dienstreise entführt, so liegt eine
verdeckte Gewinnausschüttung vor, wenn das Unternehmen Lösegelder bezahlt.
BFH, Az.: I B 132/00
BDI aktuell 8/9-2002
21
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Vertragsärzte:
Plausibilitätsprüfung
ersetzt nicht die
Wirtschaftlichkeitsprüfung
Die Wirtschaftlichkeitsprüfung
darf grundsätzlich nicht durch
die Plausibilitätsprüfung ersetzt
werden. Das heißt, es darf auf
Grund der Plausibilitätsprüfung
nicht zur Beweislastumkehr
kommen.
BSG, Az.: B 6 KA 60/99 R
§
Fenster auf Kipp:
Kein
Versicherungsschutz
Wer die Wohnung verlässt
und dabei nur die Wohnungstür ins Schloss zieht
oder ein Fenster in Kippstellung offen lässt, handelt grob fahrlässig und
kann bei einem Einbruch
keinen Ersatz von der
Hausratversicherung verlangen.
LG Aachen, Az.: 10 = 316/99
Autoschaden:
Kostenersatz auch
ohne Reparatur
Ein Autobesitzer, der bei
einem Verkehrsunfall geschädigt wurde und Anspruch auf Schadensersatz
hat, kann vom Schädiger
die von einem Gutachter
geschätzten Reparaturkosten verlangen. Er hat
auch dann Anspruch auf
die Erstattung dieser „fiktiven“ Reparaturkosten,
wenn er den Wagen gar
nicht reparieren lässt, sondern beschädigt weiterverkauft.
LG Kassel, Az.: 1 S 657/00
22
BDI aktuell 8/9-2002
Fortsetzung von Seite 21
Die Anwendung von Chemotherapie (OPS-Schlüssel 8-54..) ist nur einmal pro stationären
Aufenthalt zu verschlüsseln unabhängig von der Applikationsform (DKR4 P005a). Dagegen ist bei
Strahlentherapie eine OPS-Ziffer pro Strahlentherapiesitzung zu kodieren.
Diagnosis Related Groups – Beispiel 5
Eine 64-jährige Patientin wird stationär aufgenommen wegen eines ambulant therapieresistenten
Fiebers. Laborchemisch zeigen sich Hinweise auf eine bakterielle Entzündung. Trotz umfangreicher
Diagnostik (Labor, Ultraschall Abdomen, Röntgen Thorax, Computertomographie Thorax und
Abdomen mit Kontrastmittel) kann keine abschließende Diagnose gestellt werden. Die Patientin
entfiebert unter Antibiose.
Seit 2 Jahren besteht bei der Patientin eine spastische Hemiplegie nach apoplektischen Insult.
Kodierung
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
B99
Hauptprozedur2:
G81.1
I69.3
3-222
Weitere Prozeduren2:
3-225
Gruppierung3
DRG:
Kostengewicht:
Durchschnittl. Verweildauer:
T64B
Sonstige und nicht näher bezeichnete
Infektionskrankheit
Spastische Hemiplegie
Folgen eines Hirninfarktes
Computertomographie des Thorax mit
Kontrastmittel
Computertomographie des Abdomens mit
Kontrastmittel
Andere infektiöse oder parasitäre Erkrankungen
0,69
2,75 Tage (Victoria, Australien)
Diskussion
Hauptdiagnose ist die bakterielle Infektionskrankheit (Laborchemischer Hinweis, antibiotische Behandlung). Zeigt sich dagegen in der Diagnostik kein Hinweis auf die Ursache des Fiebers, ist als
Hauptdiagnose das Symptom Fieber (R50.9 Fieber, nicht näher bezeichnet) zu kodieren(DKR4 1801a).
Dann ergibt sich als DRG T62B (Fieber unklarer Genese, Verweildauer 2,34 Tage, Kostengewicht 0,57).
Verursachen die Folgen eines apoplektischen Insultes erhöhten Resourcenverbrauch (z.B.
erhöhten Pflegeaufwand), ist als Nebendiagnose zuerst der bestehende neurologische Ausfall
und danach ein Kode aus I69.. (Folgen einer cerebrovaskulären Erkrankung) zu kodieren (DKR4
0601a, kein Kreuz-Stern-System!).
Konventionelle Röntgenuntersuchungen und Ultraschalluntersuchungen werden nicht als Prozedur verschlüsselt (DKR4 P014a).
Die Reihenfolge der Schlüssel für Computertomographie Abdomen und Thorax ist vom
behandelnden Arzt frei festzulegen. Die native Computertomographie muss nicht zusätzlich zur
Computertomographie mit Kontrastmittel kodiert werden.
Diagnosis Related Groups – Beispiel 6
Ein 65-jähriger Patient wird stationär aufgenommen mit instabiler Angina pectoris Symptomatik.
Nach Stabilisierung wird eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt und eine koronare Herzerkrankung diagnostiziert.
Kodierung
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
Hauptprozedur2:
Weitere Prozeduren2:
I20.0
I25.9
1-275.0
—
Instabile Angina pectoris
Chronische ischämische Herzerkrankung
Koronarangiographie ohne weitere Maßnahmen
Gruppierung3
DRG:
F42A
Kreislaufsystemerkrankung, ohne akuten
Herzinfarkt mit komplizierender Diagnose
1,4
4,45 Tage (Victoria, Australien)
Kostengewicht:
Durchschnittl. Verweildauer:
Diskussion
Bei Vorliegen einer instabilen Angina pectoris ist diese als Hauptdiagnose und die zugrunde
liegende koronare Herzerkrankung als Nebendiagnose anzugeben (DKR4 0901a).
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Fortsetzung von Seite 22
Im ICD 10 wird instabile Angina pectoris definiert als:
bei Belastung erstmalig auftretend, mit abnehmender Belastungstoleranz, Crescendoangina,
drohender Infarkt, intermediäres Koronarsyndrom, Präinfarktsyndrom.
Liegt dagegen eine stabile Angina pectoris vor, ist mit I20.8 (sonstige Formen der Angina
pectoris) zu kodieren. Dies führt in die DRG F42B (Kreislaufsystemerkrankung ohne komplizierende Diagnose, Verweildauer 1,72 Tage, Kostengewicht 0,75).
Die Gruppierung in die DRG F42A erfolgt wegen der durchgeführten Herzkatheteruntersuchung.
Wird bei oben genannten Patienten keine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt, ergibt sich
DRG F72 B (instabile Angina pectoris, Verweildauer 3,51 Tage, Kostengewicht 0,89).
Erleidet der Patient während des stationären Aufenthaltes einen akuten Myokardinfarkt, ist die
instabile Angina pectoris nicht mehr zu kodieren. Hauptdiagnose ist dann ein Kode aus I21.
(akuter Myokardinfarkt).
Diagnosis Related Groups – Beispiel 7
Eine 45-jährige Patientin mit akutem Schub einer seropositiven chronischen Polyarthritis wird stationär
aufgenommen. Eine Basistherapie wird eingeleitet. Bei der Patientin bestehen bereits erhebliche
Funktionseinschränkungen der Finger- und Zehengelenke. Bei massiver Arthritis im rechten Kniegelenk
wird eine Punktion mit Entlastung vorgenommen und Cortikosteroide ins Gelenk injiziert.
Kodierung
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
M05.80†
Hauptprozedur2:
M14.8*
M20
8-020.5
Weitere Prozeduren2:
8-158.h
Gruppierung3
DRG:
I69C
Kostengewicht:
Durchschnittl. Verweildauer:
seropositve chronische Polyarthritis, mehrere
Lokalisationen
Arthropathie bei andernorts klassifizierter Erkrankung
Erworbene Deformitäten der Finger und Zehen
Therapeutische Injektion in Organe und Gewebe,
Gelenk
Therapeutische perkutane Punktion eines
Gelenkes, Kniegelenk
Knochenerkrankungen und spezifische
Arthropathien, ohne Komplikationen
0,7
2,89 Tage (Victoria, Australien)
Diskussion
Die Zuordnung zu seropositiver oder seronegativer rheumatoider Arthritis erfolgt durch die
Bestimmung des Rheumafaktors.
Die seropositive rheumatoide Arthritis ist mit einem Kode aus M05 zu verschlüsseln, die vierte Stelle
bezeichnet gegebenenfalls zusätzliche Manifestationen (Organbeteiligung, Felty-Syndrom, Vaskulitis), die dann mit einem SternKode als Nebendiagnose angegeben werden müssen. Die fünfte Stelle
stellt eine Klassifikation des Beteiligungsortes dar (Kreuz-SternKode siehe DKR4 D002a).
Eine seronegative rheumatoide Arthritis ist mit M06.00 zu verschlüsseln. Dadurch würde sich
die Eingruppierung in die DRG nicht verändern.
Der Diagnosenthesaurus führt bei Gonarthritis zu M14.8* (Arthropathie bei andernorts
klassifizierter Erkrankung). Der Diagnosekode für die Grundkrankheit ist dann mit einem
† (Dagger) zu versehen. Auch wenn die Behandlung der Arthritis im Kniegelenk der
ausschließliche Grund der stationären Behandlung wäre, ändert sich die Kodierung nicht,
da eine Sterndiagnose nicht zur Hauptdiagnose werden kann.
Die Injektion von Cortikosteroiden in das Gelenk ist mit 8-020.5 zu verschlüsseln. Dieser Kode
wird nur einmal während des stationären Aufenthaltes angegeben, auch wenn mehrere Injektionen erfolgen. Eine Möglichkeit, das Gelenk näher zu bezeichnen, besteht für diesen Kode nicht.
Die therapeutische Punktion des Gelenkes mit Aspiration wird mit einem Kode aus 8-158
verschlüsselt, der Buchstabe an der fünften Stelle bezeichnet das Gelenk näher (h bedeutet
Kniegelenk). Für jede durchgeführte therapeutische Gelenkpunktion ist ein Kode anzugeben.
Diagnosis Related Groups – Beispiel 8
Eine 70-jährige Patientin ist zu Hause synkopiert. Bei Aufnahme besteht ein unspezifischer
Thoraxschmerz. Anamnestisch hatte die Patientin bereits einen Vorderwandinfarkt. Die durchgeführte Diagnostik (EKG, Röntgen, Doppleruntersuchung Karotiden, neurologisches Konsil) zeigt
keinen wegweisenden Befund.
Schwangerschaft:
Kündigungsschutz
auch bei
befristetem Vertrag
Arbeitgeber dürfen Schwangeren nicht wegen ihrer
Schwangerschaft kündigen,
da dies eine ungerechtfertigte Diskriminierung darstellt.
Dies gilt sowohl für befristete als auch für unbefristete
Arbeitsverträge.
EuGH, Az.: C-438/99
§
Nicht jedes Tier ein
Kampfhund:
Hundeverordnung
kann nichtig sein
Die Hundeverordnung einer
Gemeinde, nach der alle
Hunde ausnahmslos angeleint werden müssen, ist nichtig, da sie die Rechte der Tierhalter auf eine artgerechte
Tierhaltung unangemessen
einschränkt.
OLG Hamm,
Az.: 5 Ss Owi 1125/00
Hypertonie
verschwiegen:
Versicherung muss
bei Tod nicht zahlen
Wer bei Abschluss einer Risikolebensversicherung alle
Fragen nach Erkrankungen
und ärztlichen Behandlungen
mit „nein“ ankreuzt, obwohl
er jahrelang an einer Fettleber und an Bluthochdruck
gelitten hatte, täuscht die
Versicherung arglistig. In diesem Fall ist die Versicherung
selbst dann nicht zur Auszahlung der Versicherungssumme an die Witwe verpflichtet, wenn der Mann
später auf Grund eines Badeunfalls verstirbt.
OLG Saarland, Az.: 5 U 624/00
BDI aktuell 8/9-2002
23
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Urlaubsgeld:
Rufbereitschaft
zählt mit
Bei der Berechnung von
Urlaubsentgelt muss die
Vergütung für geleistete Rufbereitschaft mit einberechnet werden.
BAG, Az.: 9 AZR 634/99
Auch Genies
können sitzen
bleiben
Auch wenn ein Schüler gemäß einem Gutachten
„hochbegabt“ ist, wird er
nicht in die nächste Jahrgangsstufe versetzt, wenn er
in der Schule in den Pflichtfächern die Noten mangelhaft und ungenügend hat.
VG Göttingen, Az.: 4 B 4169/01
§
Einmal Du —
immer Du!
Ein Arbeitnehmer, der
zwei Jahre lang die Regel
geduldet hat, dass sich alle
Mitarbeiter mit dem Vornamen und mit „Du“ anzusprechen haben, kann
später nicht mehr verlangen nun doch „gesiezt“ zu
werden.
LAG Hamm, Az.: 14 Sa 1145/98
BGH:
Gewährleistungsanspruch auch auf
Schwarzarbeit
Ein Kunde hat gegen einen
Handwerker auch dann
Gewährleistungsansprüche
auf Grund von schlechter
Arbeit, wenn der Handwerker „schwarz“ gearbeitet hat.
BGH, Az.: VII ZR 192/99
24
BDI aktuell 8/9-2002
Fortsetzung von Seite 23
Kodierung
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
Hauptprozedur2:
Weitere Prozeduren2:
Gruppierung3
DRG:
Kostengewicht:
Durchschnittl. Verweildauer:
R07.4
R55
I25.2
—
—
Brustschmerzen, nicht näher bezeichnet
Synkope und Kollaps
Alter Myokardinfarkt
F74Z
Thoraxschmerz
0,54
2,06 Tage (Victoria, Australien)
Diskussion
Entsprechen zwei Diagnosen gleichermaßen der Definition der Hauptdiagnose, entscheidet der
behandelnde Arzt, welche Diagnose als Hauptdiagnose anzugeben ist (DKR4 D002a). Die
Verschlüsselung von R55 (Synkope und Kollaps) als Hauptdiagnose ist daher genauso korrekt. Es
resultiert dann DRG F73B (Synkope und Kollaps, ohne schwerste oder schwere Komplikationen)
mit einem Kostengewicht von 0,49 und einer durchschnittlichen Verweildauer von 2,35 Tage.
Ein Symptom, Befund oder ungenau bezeichneter Zustand darf nur als Hauptdiagnose verschlüsselt werden, wenn keine erklärende Diagnose ermittelt wurde (DKR4 D002a). Ausnahme
ist, wenn sich der Patient zur ausschließlichen Behandlung eines Symptoms bei zum Zeitpunkt
der Aufnahme bereits bekannter Grundkrankheit vorstellt.
Nebendiagnosen sind dann zu kodieren, wenn durch sie das Patientenmanagement (Diagnostik,
Therapie, Betreuung, Pflege, Überwachung) beeinflusst wird (DKR4 D003a). Für die anamnestische Diagnose eines alten Myokardinfarktes trifft dies zu, wenn die Diagnostik des aktuellen
Zustandes (unspezifischer Thoraxschmerz) dadurch intensiviert wird.
Die Prozeduren Ruhe-EKG, Konsiliaruntersuchung, Sonographien und konventionelles Röntgen werden nicht kodiert (DKR4 P014a).
Diagnosis Related Groups – Beispiel 9
Ein 57-jähriger Patient mit terminaler Niereninsuffizienz bei diabetischer Nephropathie wird
stationär aufgenommen wegen Entgleisung des insulinpflichtigen Diabetes mellitus Typ II. Zusätzlich
besteht eine diabetische Retinopathie. Neben der Diabeteseinstellung erfolgt zweifach Dialyse.
Kodierung
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
Hauptprozedur2:
Weitere Prozeduren2:
Gruppierung3
DRG:
Kostengewicht:
Durchschnittl. Verweildauer:
E11.71†
N08.3*
H36.0*
N18.0
8-854.0
8-854.0
K60B
Diabetes mellitus (Typ-II) mit multiplen
Komplikationen
Glomeruläre Krankheiten bei Diabetes mellitus
Diabetische Retinopathie
terminale Niereninsuffizienz
Hämodialyse, intermittierend
Hämodialyse, intermittierend
Diabetes mellitus ohne schwerste Komorbiditäten
0,91
3,97 Tage (Victoria, Australien)
Diskussion
Der Diabetes mellitus Typ II, primär nicht insulinabhängig, wird mit einem Kode aus E11
angegeben, die vierte Stelle bezeichnet zusätzliche Manifestationen. Steht die Behandlung des
Diabetes und nicht einer einzelnen Manifestation im Vordergrund, werden sämtliche Manifestationen als SternKode in den Nebendiagnosen angegeben.
Bei Typ I Diabetes wird analog ein Kode aus E10 verwendet.
An Stelle 5 wird 0 (nicht entgleist) oder 1 (entgleist) verschlüsselt. Dabei entscheidet retrospektiv die Stoffwechsellage während der gesamten stationären Behandlung über die Einstufung
entgleist oder nicht entgleist (DKR4 0401a).
Steht dagegen die Behandlung der Nephropathie im Vordergrund, lautet die richtige Diagnoseverschlüsselung: Hauptdiagnose E11.21† (Diabetes mellitus mit Nierenkomplikation), Nebendiagnosen N08.3* (glomeruläre Krankheiten bei Diabetes) und N18.0 (terminale Niereninsuffizienz). Die diabetische Retinopathie ist nur anzugeben, wenn durch sie das Patientenmanagement verändert wurde (DKR4 D003a).
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Fortsetzung von Seite 24
Als DRG resultiert L67C (andere Erkrankung der Niere und des Harntraktes) mit einer
mittleren Verweildauer von 2,01 Tagen und einem Kostengewicht von 0,55.
Die Dialyse ist so oft als OPS-Kode zu verschlüsseln, wie sie während des stationären
Aufenthaltes durchgeführt wurde (DKR4 1401a). Die Diagnose Z49.1 (extrakorporale Dialyse)
darf nicht kodiert werden, da sie nur als Nebendiagnose angegeben wird, wenn der Patient
speziell zur Dialysebehandlung aufgenommen wird.
Diagnosis Related Groups – Beispiel 10
Ein 46-jähriger Patient wird stationär aufgenommen bei akutem Myokardinfarkt. Im EKG zeigt sich
ein akuter Hinterwandinfarkt, eine Lysetherapie wird durchgeführt.
Kodierung
Hauptdiagnose1:
Nebendiagnosen1:
Hauptprozedur2:
Weitere Prozeduren2:
Gruppierung3
DRG:
Kostengewicht:
Durchschnittl. Verweildauer:
I21.1
—
8-9320
—
F60B
Akuter transmuraler Infarkt der Hinterwand
Monitoring von Atmung, Herz und Kreislauf
Kreislaufsystemerkrankung mit akutem Herzinfarkt
1,53
5,35 Tage (Victoria, Australien)
Diskussion
Ein akuter Myokardinfarkt wird mit einem Kode aus I21 verschlüsselt. Entsprechend der
Kodierrichtlinien darf dieser Kode bei stationärer Aufnahme bis 4 Wochen nach dem Akutereignis verwendet werden (DKR 0901a), also zum Beispiel bei nachfolgender Aufnahme in einer
kardiologischen Klinik zur Herzkatheteruntersuchung.
Ist der Infarkt nicht transmural, ist mit I21.4 (akuter subendokardialer Infarkt) ohne Angabe der
Lokalisation des Infarktes zu verschlüsseln.
Für die systemische Lysetherapie steht derzeit kein spezifischer OPS-Kode zur Verfügung,
angegeben werden kann der Kode für die durchgeführte Überwachung von Herz und Kreislauf
und ggf. ein Kode für die Anlage eines zentralen Venenkatheters. Ein OPS-Kode besteht derzeit
nur für die selektive Lyse von Koronararterien.
Wird während des stationären Aufenthaltes eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt,
ist diese als Hauptprozedur mit einem Schlüssel aus 1-275 (transarterielle Linksherzkatheteruntersuchung) zu verschlüsseln. Dies führt in die DRG F41B (Kreislaufsystemerkrankungen, mit akutem Herzinfarkt und invasiver Herzuntersuchung), mittlere Verweildauer 4,9
Tage, Kostengewicht 1,69.
Dr. Martin Zeuner, Leharweg 2, 85521 Ottobrunn, E-Mail: martin@zeuner.ws
1
2
3
4
ICD 10-SGB-V, Version 2.0, gültig seit 01.01.2001
OPS-301 Version 2.1, gültig seit 01.01.2002
Online-Grouper der Universitätsklinik Münster, www.drg.uni-muenster.de
Deutsche Kodierrichtlinien Version 2002
Neues vom Mutterschutz
•
•
Bei der Berechnung des
Arbeitsentgelts bei Beschäftigungsverboten
werden dauerhafte Verdienstkürzungen, die während oder nach Ablauf des
Berechnungszeitraumes
eintreten und nicht auf einem Beschäftigungsverbot
beruhen, berücksichtigt.
Für die Bemessung des Erholungsurlaubs Schwangerer gelten die Ausfallzei-
Eine persönliche Ermächtigung von Ärzten ist grundsätzlich höherrangig gegenüber der Ermächtigung einer ärztlich geleiteten Einrichtung. Eine Institutsermächtigung kann auch
grundsätzlich nicht für Leistungen beansprucht werden, die nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen gehören.
BSG, Az.: B 6 KA 20/99 R
Banken etc.:
Kleinstgedrucktes
gilt nicht
Allgemeine Geschäftsbedingungen müssen grundsätzlich in einer Art und Weise
präsentiert werden, dass
auch ein Durchschnittsleser
keine Probleme hat, den
Text zu entziffern.
AG München, Az.: 211 C 957/01
BAG:
Klage auf
unbefristeten
Arbeitsvertrag
jederzeit möglich
Ein Arbeitnehmer, der die
Befristung in seinem Arbeitsvertrag für ungerechtfertigt hält, kann jederzeit
auf „Feststellung eines unbefristeten Arbeitsvertrages“ klagen.
Gesetzgebungsmaschine läuft
Änderungen des Mutterschutzgesetzes zum 1.6.02 betreffen
im Wesentlichen folgende
Punkte:
• Die Schutzzeit für Mütter,
die eine vorzeitige Entbindung hatten, verlängert
sich um den Zeitraum nach
der Entbindung, der vor
der Entbindung nicht in Anspruch genommen wurde.
Diese Regelung galt bisher
nur bei Frühgeburten.
Persönliche
Ermächtigung
rangiert vor
Institut
BAG, Az.: 7 AZR 43/99
ten, die wegen mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote anfallen, künftig als Beschäftigungszeiten. Der nicht genommene Urlaub kann
nach Ablauf der Mutterschutzfristen im laufenden
oder im nächsten Urlaubsjahr beansprucht werden.
(Red.)
Steuern:
Kindergeld läuft
während der
Au pair-Zeit weiter
Während ein Kind im Ausland eine Au-pair-Tätigkeit
ausübt, haben Eltern Anspruch auf Kindergeld.
FG Brandenburg
Az.: 6 K 1806/99
BDI aktuell 8/9-2002
25
BDI aktuell
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Der kleine
Unterschied:
Heimärztin kann
keine „Visiten“
abrechnen
Eine Ärztin, die ihre Praxisräume in einem Altersheim
hat, kann keine „Visite“ abrechnen, wenn sie Heimbewohner besucht, da hierfür
ein „Verlassen der Arbeitsstelle“ vorausgesetzt wird.
LSG Baden-Württemberg
Az.: L 5 K 3224/97
Stoppschild
übersehen:
Kaskoschutz weg?
Das Übersehen eines Stoppschildes gilt als grob fahrlässig. Wer auf Grund eines
solchen Fehlers einen Unfall verursacht, muss mit
dem Verlust des Kaskoschutzes rechnen.
OLG Köln, Az.: 9 U 171/00
Auch nach
Familienkrach:
Pflicht zur
Übernahme der
Bestattungskosten
bleibt
Die nächsten Verwandten
haben auch dann eine Verpflichtung, die Bestattungskosten eines Verstorbenen
zu bezahlen, wenn die Familienverhältnisse zerrüttet
waren.
VG Karlsruhe, Az.: 11 K 2827/00
Etwas teurer:
Kosten für
Entbindung im
Geburtshaus
Wenn eine Frau im Geburtshaus entbindet, müssen die
Krankenkassen nur die Kosten für die Hebamme übernehmen, nicht jedoch für
Unterkunft und Verpflegung.
BSG, Az.: B 1 KR 15/00 R
26
BDI aktuell 8/9-2002
Stichwort
Caliciviren als Auslöser akuter
Gastroenteritiden
Die weltweit in großer genetischer Vielfalt zirkulierenden,
hochinfektiösen und Umwelteinflüssen gegenüber recht widerstandsfähigen humanen
Caliciviren verursachen neben
vereinzelten Infektionen sehr
oft regelrechte Gastroenteritisausbrüche.
Sie verbreiten sich durch Kontamination von Nahrungsmitteln
oder Wasser sowie durch direkte Personenkontakte sowohl
durch Schmierinfektion als auch
über Aerosole. Die infektiöse
Dosis ist für Caliciviren äußerst
gering und liegt bei weniger als
100 Viruspartikeln. [15]
Gemäß einer Festsetzung des
„International Committee on
Taxonomy of Viruses“ (ICTV)
werden die beiden Genera
„Norwalk-like-Viruses“ (NLVs)
und „Sapporo-like-Viruses“
(SLVs) [6] unterschieden.
Ihren Namen erhielten die
Caliciviren aufgrund einer tassenförmigen Einbuchtung, die
bei den klassischen humanen
Viruspartikeln (SLVs) mitunter
im Elektronenmikroskop (EM)
sichtbar ist. Er leitet sich vom
lateinischen Wort „calix“ (dt.
Tasse, Becher, Kelch) ab. Einige SLV-Partikel zeigen auch eine
dem Davidstern sehr ähnliche
Oberflächenstruktur.
Humane Caliciviren sind weltweit verbreitet und recht stabil
gegenüber Umwelteinflüssen. So
sollen sie Temperaturen bis zu
60 °C überstehen können. [15]
Lange Zeit galt der Mensch als
alleiniger Wirt für NLVs. Kürzlich
wurden jedoch in Großbritannien und Japan im Kot von Kälbern
und Schweinen calicivirusähnliche Partikel elektronenmikroskopisch nachgewiesen.
Krankheitsbild
Eine durch humane Caliciviren verursachte akute Gastroenteritis äußert sich zumeist
durch starke Übelkeit, heftiges
Erbrechen, schweren Durchfall und ausgeprägte abdominale Krämpfe. Im Allgemeinen tre-
ten diese Symptome nach einer
Inkubationszeit von 24 bis 48
Stunden auf und dauern dann
etwa zwölf bis 60 Stunden an.
[12] Es wird auch noch über
zusätzliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerz und Schüttelfrost berichtet. Es müssen
aber nicht alle Symptome gemeinsam auftreten. So kam es
vor, dass Patienten nur unter
starkem Erbrechen litten und
lediglich von einer „winter vomiting disease“ die Rede war.
[13] Fatale Folgen einer akuten
Calicivirusinfektion sind wegen
der damit verbundenen
mitunter recht schweren Dehydratation vor allem für Menschen mit bereits geschwächtem Gesundheitszustand zu
befürchten.
Therapeutisch ist deshalb
eine Substitutionstherapie mit
Elektrolyt- und Glukosezusätzen durchzuführen. Weiterhin
sind Entgleisungen von Grunderkrankungen wie Diabetes
mellitus und Kreislaufstörungen bis hin zu Schock möglich.
Die Infektionen sind selbstlimitierend und in der Regel
moderat verlaufend. [14]
Die Methode der Wahl zur
Diagnostik humaner Caliciviren ist gegenwärtig die RTPolymerase Chain Reaction
(PCR), die zum Nachweis der
viralen RNA eingesetzt wird.
Sie besitzt eine hohe Nachweisempfindlichkeit (102 Viruspartikel/ml). [19,25,26,27] Mit dieser Methode kann die RNA
nicht nur in Stuhlproben, sondern auch in Nahrungsmitteln
und Wasser nachgewiesen werden. [28,29,30]
Untersuchungen zur NLV-Immunität werden dadurch erschwert, dass sich die Viren
bislang nicht in Zelllinien kultivieren lassen und deshalb auch
kein In-vitro-Neutralisationstest zur Verfügung steht.
Obwohl es in den letzten drei
Jahrzehnten nicht an Bemühungen gefehlt hat, sich mit Fragen
zur Immunität nach Calicivirusinfektion zu beschäftigen, ist
unser diesbezügliches Verständnis nach wie vor völlig unzureichend. Die Anwendung molekularer Klonierungstechniken
und die damit verbundene Bereitstellung von z.B. rekombinanten Virus-like-Partikeln
(VLPs), die sich sowohl antigenetisch als auch morphologisch
kaum von den nativen Viren
unterscheiden, dürfte jedoch in
Zukunft unser diesbezügliches
Wissen schnell erweitern.
Literatur
6 Green KY, Ando T, Balayan S et al. (2000) Caliciviridae. In: van Regenmortel M, Fauquet CM,
Bishop DHL et al. (eds) Virus taxonomy; 7th
report of the International Committee on
Taxonomy of Viruses. Academic Press, Orlando, Fla, pp 725-735
12 Hardy ME (1999) Norwalk und “Norwalk-like
viruses” in epidemic Gastroenteritis Foodborne Dis 19:675-690
13 Adler JL, Zickl R (1969) Winter vomiting disease.
J Infect Dis 119:668-673
14 Caul EO (1996) Viral gastroenteritis: small round
structured viruses, caliciviruses and astroviruses. Part I The clinical and diagnostic perspective. J Clin Pathol 49:874-880
15 Kapikian AZ, Estes MK, Chanock RM (1996) Norwalk group of viruses. In: Fields BN, Knipe
DM, Howly PM (eds) Fields virology, 3th edn.
Lippincott-Raven, Philadelphia, PA, pp 783810
19 Schreier E, Döring F, Künkel U (2000) Molecular
epidemiology of outbreks of gastroenteritis
associated with small round structured viruses in Germany in 1997/98. Arch Virol
145:443-453
25 Atmar RL, Estes MK (2001) Diagnosis of noncultivatable gastroenteritits viruses, the human
caliciviruses. Clin Microbiol Rev 14:15-37
26 Vinjé J, Green J, Lewis DC et al. (2000) Genetic
polymorphism across regions of the three
open reading frames of “Norwalk-like viruses”. Arch Virol 145:223-241
27 Kojima S, Kageyama T, Fukushi S et al. (2002)
Genogroup-specific PCR primers for detection of Norwalk-like viruses. J Virol Methods
100:107-114
28 Lodder WJ, Vinjé J, Van De Heide R et al. (1999)
Molecular detection of Norwalk-like caliciviruses in Sewage. Appl Envir Microbiol 65:56245627
29 Wyn-Jones AP, Pallin R, Dedoussis C, Shore J,
Sellwood J (2000) The detection of small
round-structured viruses in water and environmental materials. J Virol Methods 87:99107
30 Sair Al, D’Souza DH, Moe CL, Jaykus L (2002)
Improved detection of human enteric viruses
in foods by RT-PCR. J Virol Methods 100:5769
U. Künkel, E. Schreier, RobertKoch-Institut, Berlin, in: Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch –
Gesundheitsschutz 2002; 45: 534-542
— Textmosaik der BDI-aktuellRedaktion aus einem 9-seitigen
Artikel)
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Helicobacter pylori & Co.
Wo sind sie?
Vor drei bis fünf Jahren trieb ein
Phänomen namens Helicobacter pylori (H.p.) die Erkenntnisse der Gastrologie auf unbekannte Höhen: Die schon länger entdeckte und angeblich
weit unterschätzte Mikrobe
wurde von Tag zu Tag gefährlicher, verbreiteter und bedurfte der intensivierten Duo-,
Triple- oder gar QuadrupelTherapie zwecks Eradikation.
Ärzteblätter standen Kopf und
Krankenkassen organisierten
Massenuntersuchungen zur
Jagd auf den Erreger.
Der Keim begeisterte rund um
die Welt jettende Abgesandte
der Protonenpumpenhemmung und war aus keiner LaienPostille wegzudenken. Mangels
anderer Erkenntnisse gewann
H.p. ständig neue subsumptive
Katalysatoreigenschaften und
wäre bei Fortgang der Story
noch zur Hauptursache für alle
Magen- und Duodenal-Leiden
vom Reflux bis zum Karzinom
erklärt worden. Um eine (Geißel-)Haaresbreite wäre dem Erreger in Bayreuth neben dem
Hügel ein großes Denkmal errichtet worden.
Aber: Kurz vor Erreichen der
wissenschaftlichen Klimax sack-
te die HP-Bewegung in sich
zusammen. Wer spricht noch
davon? Natürlich wird „H.p.positiv“ meist mit einer Eradikation bedacht. Von einem Kausalzusammenhang wagt man
aber – wenn überhaupt – nur
noch in ausgesuchten Fällen zu
sprechen.
Blickt man zurück, so fällt
der Kollaps des gewaltigen
H.p.-Ballons ziemlich genau
mit dem Patentablauf der
wichtigsten, überaus teuren
Eradikationssubstanz Omeprazol zusammen. Außerdem
publizierten Hartnäckige die
Beobachtung, die Eradikation
greife ähnlich effektiv und wesentlich billiger mit den generischen Parallelsubstanzen
(Ranitidin etc.). Wichtiger
noch als die Substanzauswahl
blieb, dass der Raucher von
seinem Laster abließ.
Die Erinnerung an die 80er
Jahre zeigt dem geistigen Auge
das Feuerwerk um die Calzium-Antagonisten vom Verapamil- und Nifidipintyp. Ihnen
wurden in einem beispiellosen
Werbefeldzug geradezu heilswirksame Eigenschaften angedichtet. Heute befinden sie sich
in einer despektierlich beiseite
geschobenen Grauzone überholter Verschreibungsgewohnheiten, ohne dass – z.B. zur
Hochdrucktherapie – therapeutische Revolutionen mit
geprüften harten Endpunkten
bekannt geworden wären.
Ein Blick auf’s aktuelle Geschehen: Soeben klappt das PR-Gebäude der Massenhormonsubstitution für alle Frauen unter
dem Schallschutz flankierender
Zweckberichterstattung zusammen (siehe Seite 19).
Per Saldo wird man den Eindruck nicht los, dass die gigantische Marketing-Maschinerie der Hersteller Therapieoptionen aufbläst, die sich
auf vorläufige – und lange
nicht aktualisierte – Ergebnisse angeblich günstig beeinflusster Surrogat-Parameter
stützen und die Angelegenheit nach Ablauf der einschlägigen Patente zu den Akten
legt. Den wissenschaftlichen
Geiern vom Typus Meta-Analytiker bleibt dann die Frage
überlassen, ob es sich überhaupt um ein gesundheitlich
relevantes Therapieprinzip
gehandelt hat.
(BY)
Die Zahlungen an eine im
Ausland gelegene nicht
deutschsprachige Schule
können nicht als Werbungskosten geltend gemacht werden. Auch eine Geltendmachung als außergewöhnliche
Belastung ist nicht möglich.
BFH, Az.: VI R 38/97
§
Einwurfeinschreiben
kein Beweis
Ein Einwurfeinschreiben gilt
nicht als Beweis vor Gericht,
da es nicht den Anforderungen nach dem Verwaltungszustellungsgesetz entspricht.
BVerwG, Az.: 9 C 7.00
Wohnungsmängel
beanstanden:
Miete muss sofort
gekürzt werden
Wer in seiner Wohnung Mängel feststellt, muss die Miete
sofort kürzen, andernfalls
kann er den Anspruch auf
Mietminderung verlieren.
Kurz vor der Praxispleite
KG Berlin, Az.: 8 U 8614/98
Lieber außergerichtlich einigen
Nach neuesten Statistiken können rund 30% aller niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte
als wirtschaftlich stark gefährdet gelten. Interessiert schauen viele auf Kapitalgesellschaften, die einen Teil des Unternehmens „opfern“ und mit dem
Rest weiterarbeiten, ohne den
Druck der Gläubiger im Genick
zu spüren. Ärzte können dies
auch.
„Außergerichtlicher Vergleich“ heißt das Zauberwort!
Sein Kern: Unter Anleitung
eines Fachmanns, z.B. des
Steuerberaters, wird ein Vergleich des Schuldners mit al-
Steuern:
Schulgeldzahlung
ins Ausland nicht
absetzbar
len Gläubigern herbeigeführt,
der ihnen eine Quote zusichert und dem Schuldner
gleichzeitig den Weg in die –
hoffentlich erfolgreichere –
berufliche Zukunft öffnet.
(...)
Wenn der Berater nun vorhandenes Kapital und Schulden
miteinander vergleicht, so kann
er schon eine ungefähre Quote für die Gläubiger und die
Aussichten für einen außergerichtlichen Vergleich abschätzen. (...) Dabei muss man
wissen, dass der außergerichtliche Vergleich nur dann zustande kommt, wenn es aus dem
Kreis der Gläubiger kein Störfeuer gibt, sich also alle verbleibenden Vergleichsparteien mit
einer Quote zufrieden geben.
(...)
Dem Berater muss es gelingen, den Gläubigern den außergerichtlichen Vergleich
und den teilweisen Forderungsverzicht als das kleinere
Übel darzustellen. Es darf kein
Zweifel daran bestehen, dass
der Schuldner Arzt beim
Nichtzustandekommen des
Vergleichs seine Tätigkeit einstellt und von mildtätigen Verwandten lebt. (...)
(Wilfried Hesse, Bielefeld)
Schadensersatzansprüche des
Vermieters bis
6 Monate nach
Mietende
Schadensersatzansprüche
des Vermieters verjähren
sechs Monate nach Rückgabe der Mietsache. Es ist unerheblich, ob der Vermieter
bei Rückgabe der Mietsache
den Schaden bereits bemerkt hat oder nicht.
OLG Frankfurt/M.,
Az.: 24 U 198/00
BDI aktuell 8/9-2002
27
BDI aktuell
Interessante Urteile
in Leitsätzen
Können Richter
grobe
Behandlungsfehler
selbst erkennen?
Richter dürfen in Arzthaftungsprozessen nicht von einem groben Behandlungsfehler ausgehen, wenn medizinische Gutachten das nicht
belegen.
BGH, Az.: VI ZR 418/99
Handy am Steuer:
Vollkaskoversicherung
zahlt nicht
Wer in einen Unfall verwickelt wird, während er mit
einem Handy im Auto telefoniert, handelt grob fahrlässig und hat keinen Anspruch
auf Schadensregulierung
durch die Vollkaskoversicherung.
OLG Köln, Az.: 9 U 43/00
§
Auch Praktikanten
haben Anspruch
auf Entgelt
Praktikanten haben, wie alle
Personen, die zum Erwerb
beruflicher Kenntnisse auch
nur kurzzeitig eingestellt
werden, einen Anspruch auf
ein angemessenes Entgelt.
LAG Hessen, Az.: 3 Sa 1818/99
Arbeitszimmer-PC:
Soundkarte und
Lautsprecherboxen
absetzbar
Soundkarte und Lautsprecherboxen werden dann
möglicherweise steuerlich
anerkannt, wenn sich der
gesamte Computer in einem
Zimmer befindet, das als Arbeitszimmer genutzt wird
und auch als solches steuerlich anerkannt wird.
BFH, Az.: VI B 4/00
28
BDI aktuell 8/9-2002
Interessante Urteile
in Leitsätzen
BDI intern
Neuer Rahmenvertrag mit
Sixt-Autovermietung
Als Mitglied im Berufsverband Deutscher Internisten e.V. können Sie ab sofort von den günstigen Angeboten des neuen
Rahmenvertrages zwischen dem BDI e.V. und der Sixt-Autovermietung profitieren. Damit wir Ihnen das Anmeldeformular
zusenden können, schicken Sie uns bitte eine Postkarte oder
einen Rezeptzettel mit Namen, Anschrift und Mitgliedsnummer
an folgende Adresse:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V.
Rahmenvertrag Sixt
Postfach 15 66
65005 Wiesbaden
oder Sie senden ein Fax mit den gleichen Angaben an die
Nummer 0611 / 181 33 – 50.
Sollten Sie noch Fragen haben, stehen wir Ihnen unter der
Telefonnummer 0611 / 181 33 – 0 gerne zur Verfügung.
Ihr BDI e.V.
Silber-Medaille der Karls-Universität Prag
für Dr. Stöckle und Prof. Zehner
Dr. med. Hartmut Stöckle (Gräfelfing), Vorsitzender der
Vereinigung der Bayerischen Internisten e.V. und Prof. Dr. med.
Jürgen Zehner (Passau) wurden anlässlich des 140. Jahrestags
der Gründung der Tschechischen Ärzte-Gesellschaft Prag (Purkinje-Gesellschaft) am 9. Juni 2002 in Anerkennung der grenzüberschreitenden Fortbildungstätigkeit und Zusammenarbeit die
Silbermedaille der Karls-Universität Prag verliehen.
Ernst-von-Bergmann-Plakette der
Bundesärztekammer (BÄK)
für Prof. Freyschmidt
Prof. Dr. med. Jürgen Freyschmidt, Direktor der Klinik für
Radiologische Diagnostik und Nuklearmedizin am Zentralkrankenhaus St.-Jürgen-Straße, Bremen, und Ehrenmitglied des BDI
wurde für seine Verdienste um die ärztliche Fortbildung von der
Bundesärztekammer mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette ausgezeichnet.
Aufgespießt
„Bei der Cisplatin/Gemcitabin-Gruppe setzte die ErkrankungsProgression durchschnittlich 0,8 Monate später ein als unter
Cisplatin/Paclitaxell-Behandlung (Unterschied signifikant).“
(aus: infomed-screen,3/2002 , Infomed-Verlags-AG, CH-9500 Will,
Tel.: 071-910-0866, Fax: 071-910-0877, E-Mail: infomed@infomed.org,
zur Studie Schiller JH, Harrington D, Belani CP et al.: Compartson of four
chemotherapy regimens for advanced non-small-cell lung cancer.
N Engl J Med 2002 (10. Januar); 346: 92-0 – randomisiert)
Quod erat exspectandum
Fußpilz streute im Salon
We identified a large outbreak of rapidly growing mycobacterial
infections among persons who had had footbaths and pedicures at
one nail salon. Physicians should suspect this cause in patients with
persistent furunculosis after exposure to whirlpool footbaths
(Kevin L. Winthrop et al., in: NEJM 346 – 18 – 2002)
Krank geschrieben,
aber nicht krank:
Kündigung möglich
Der Verdacht, dass ein Arbeitnehmer eine Krankheit
nur zu dem Zweck vorgetäuscht hat, um sich ein ärztliches Attest zu verschaffen,
rechtfertigt grundsätzlich
eine Verdachtskündigung.
LAG Berlin, Az.: 13 Sa 1746/00
Zu viele
BilligkassenPatienten:
Kein Ausgleich für
niedrige
Punktwerte
Wenn ein Arzt benachteiligt
ist, weil seine Patienten vorwiegend Krankenkassen angehören, für die niedrige
Punktwerte berechnet werden, kann er nicht von der
KV verlangen, dass diese die
Ungleichbehandlung „mit
Mitteln der Honorarverteilung“ ausgleicht.
BSG, Az.: B 6 Ka 58/98 R
Windmüller:
Nur Lärm gilt als
Limit
Wenn durch ein Gutachten
belegt ist, dass eine Windkraftanlage die Lärmschutzvorschriften einhält, kann die
Anlage rechtmäßig errichtet
werden. Anwohner haben
keine Möglichkeit gegen den
Bau der Anlage vorzugehen.
VG Koblenz, Az.: 7 L 2489/00
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Der Arzt
und sein Recht
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BDI aktuell
Internet-Tipps zum Thema Literaturservice
Journal Club auf multimedica
Neu auf multimedica: Das Wichtigste aus renommierten,
internationalen Titeln der Inneren Medizin – kompetent
ausgewählt, übersetzt und auf den Punkt gebracht. Den
Journal Club finden Sie im Fachportal Innere Medizin in
einer eigenen Rubrik.
http://www.multimedica.de
Das Rechercheergebnis oder eine Auswahl davon kann im Internet archiviert werden. Es ist auch möglich, deutsche Fachbegriffe
in die Suchmaske einzugeben, Übersetzungsvorschläge werden
daraufhin vorgestellt.
http://www.meinearztseite.de/
Journal Watch Online
Dies ist ein Service der Herausgeber des New England Journal of
Medicine. Für Besucher, registrierte Nutzer und Abonnenten
stehen in unterschiedlichem Umfang Services und Content bereit.
http://www.jwatch.org/
FreeMedicalJournals.com
Auf diesen Seiten wird auf im Netz frei zugängliche Journals
verwiesen, sortiert nach Thema, Sprache oder Neuzugängen. Es gibt auch eine Rubrik für deutsprachige Zeitschriften. Über Neuzugänge kann man sich per E-Mail mit dem
„Journal Alert“ benachrichtigen lassen.
http://FreeMedicalJournals.com
FreeBooks4Doktors!
Zur Zeit lassen sich über diesen Service 550 frei im Netz zugängliche Bücher ausfindig machen, z.T. handelt es sich dabei natürlich
um ältere Ausgaben. Auch hier wurde sortiert nach Thema,
Sprache oder Neuzugängen und über neue Einträge kann man sich
ebenfalls per E-Mail benachrichtigen lassen.
http://www.freebooks4doctors.com
Amedeo
Der kostenfreie, englischsprachige Dienst bietet eine wöchentliche Benachrichtigung per E-Mail über neue Artikel aus einem
ausgewählten Bereich oder ausgewählten Fachzeitschriften.
Zudem wird der Download einer Zusammenstellung der verfügbaren Abstracts angeboten.
http://www.amedeo.com/
Mein Yahoo! Für Ärzte“
Yahoo! Stellt für Ärzte unter anderem eine Literaturrecherche
nach Fachartikeln im Internet und in der MedLine zur Verfügung.
MEDICA
Unter dem Menüpunkt Litbot findet sich der von DocCheck
betriebene Literaturservice. Es kann ein Literaturagent angelegt
werden, der die MedLine entsprechend dem gewählten Profil
durchsucht. Per E-Mail wird alle 30 Tage eine Liste der gefundenen aktuellen Artikel zugeschickt.
http://www.medica.de
Sie sind BDI-Mitglied?
Dann sollten Sie auch Ihre Verbandsvorteile nutzen:
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Fordern Sie einfach beim multimedica Kundenservice ein
Anmeldeformular an. Wichtig: Vergessen Sie nicht, Ihre BDIMitgliedsnummer anzugeben!
multimedica Kundenservice
Telefon: 0 18 05/10 10 70 (12 Cent/Min.)
Telefax: 0 18 05/10 10 80 (12 Cent/Min.)
E-Mail: info@multimedica.de
Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek der ZB MED
Über die Navigationspunkte „Digitale Bibliothek“ / „E-Journals“
gelangt man zur elektronischen Zeitschriften Bibliothek der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin. In der alphabetischen Auflistung der Journals ist die Verfügbarkeit der Volltexte mittels
Farbcode dargestellt.
http://www.zbmed.de/
BDI aktuell 8/9-2002
29
BDI aktuell
Kleinanzeigen
RMS Endoskopie-Technik, Ramskamp
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Oberbauchsonographien (wenn möglich Typ Aloka)
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1 gebrauchtes Mikroskop für eine bakterielle Analyse
gebrauchtes Gerät für eine Wasseranalyse auf Nitrit usw.
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Olympus CLK-3E, Absaugpumpe Olympus Keymed SSU-2, Instrumentenwanne
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„Geräte 09036”
PRAXISABGABE
Gesucht: „Vollinternist der alten Schule“
Fachinternist/in (evtl. auch mit Röntgen).
Ziel: Übernahme des fachärztlichen Praxisanteils.
Wir: Leistungsstarke 3er-Praxisgemeinschaft (Allgemeinarzt, hausärztlicher Internist, Fachinternist), breites diagnostisches Spektrum, hoher Zuweisungsanteil,
moderne Räume, attraktive Lage im
Württembergischen Allgäu (Kleinstadt),
günstige Einstiegskonditionen. Übernahme zum 01.01.2003 erwünscht.
„Praxisabgabe 09268“
Haus- u. fachärztliche internistische Gemeinschaftspraxis sucht schnellstmöglich
Partner/in, evtl. auch mit gastroenterologischem Schwerpunkt, im KV-Bereich Berlin, wegen Ausstieg des Seniors aus Altersgründen. Etablierte Praxis in überdurchschnittlich guter Lage!
„Praxisabgabe 72121“
Hausärztlich-internistische Praxis in Essen-Mitte – auch an Allgemeinmediziner(in)
– aus Altersgründen abzugeben. Genügend Raum für weiteren Kollegen vorhanden.
„Praxisabgabe 27066“
Internistische Facharzt-Praxis mit Schwerpunkt Gastroenterologie und Kardiologie
mit hohem Anteil von Privatpatienten und
KV-Sitz im Rhein-Main-Gebiet zum
01.01.2003 abzugeben.
Korrespondenzadresse zu Kleinanzeigen:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V.
Hauptgeschäftsstelle
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Fax: 0611/18133-50
Annahmeschluss für BDI aktuell Oktober 2002: 26. 08. 2002 (voraussichtlicher
Erscheinungstermin: 19.09. 2002);
für BDI aktuell November 2002: 23. 09. 2002 (voraussichtlicher Erscheinungstermin:
17.10. 2002).
30
BDI aktuell 8/9-2002
„Praxisabgabe 05714“
Internistische Praxisräume (ca. 200 qm)
mit Inventar in NRW – zur Zeit nur Privatpatienten – aus Altersgründen abzugeben.
„Praxisabgabe 14859“
Mittelgroße hausärztlich-internistische Praxis im Großraum Hannover, gut eingeführt,
erweiterungsfähig, zu Beginn 2003 abzugeben. Vorhergehende Vertretungstätigkeit erwünscht und/oder kurzfristige Übergabegemeinschaft möglich.
“Praxisabgabe 76251”
Hausärztlich-internistische Praxis im KVBereich Braunschweig zeitlich flexibel 2002
aus Altersgründen abzugeben. Etablierte
moderne Praxis in sehr guter Lage mit
überdurchschnittlichem Umsatz. Eignung
auch für Allgemeinmediziner-Hausarzt und/
oder als Gemeinschaftspraxis. Geregelter
zentraler Notdienst. Übergabegemeinschaft oder Gemeinschaftspraxis möglich.
„Praxisabgabe 00562”
Die KV Schleswig-Holstein schreibt folgende Vertragsarztsitze aus:
Kreisregion Stadt Neumünster/Kreis
Rendsburg-Eckernförde, Praxis einer Ärztin/eines Arztes für Innere Medizin, Übernahme durch einen Nachfolger, gesperrtes Gebiet
Bewerbungsfrist: 15.08.2002
07/07/02: Kreis Ostholstein, Praxis einer Ärztin/eines Arztes für Innere Medizin,
hausärztlich, Übernahme durch einen
Nachfolger, gesperrtes Gebiet
Bewerbungsfrist: 15.08.2002
04/07/02: Kreis Pinneberg, Praxis einer
Ärztin/eines Arztes für Innere Medizin, fachärztlich, Übernahme durch einen Nachfolger, gesperrtes Gebiet
Bewerbungsfrist: 15.08.2002
05/07/02: Kreis Pinneberg, Praxis einer
Ärztin/eines Arztes für Innere Medizin, fachärztlich, Übernahme durch einen Nachfolger, gesperrtes Gebiet
Bewerbungsfrist: 15.08.2002
09/08/02: Kreis Nordfriesland, Praxis
einer Ärztin/eines Arztes für Allgemeinmedizin, Übernahme durch einen Nachfolger,
gesperrtes Gebiet
Bewerbungsfrist: 31.08.2002
05/08/02: Kreis Herzogtum Lauenburg,
Praxis einer prakt. Ärztin/eines prakt. Arztes, Übernahme durch einen Nachfolger,
gesperrtes Gebiet
Bewerbungsfrist: 15.09.2002
Auskünfte: KV Schleswig-Holstein, Bismarckallee 1-3, 23795 Bad Segeberg, Tel.
04551/883-327, -259, -303, 346, -378
PRAXISSUCHE
Hausärztlich-internistischer oder allgemeinmedizinischer Kassenarztsitz in Oberbayern (bevorzugt in den Kreisen Miesbach oder Rosenheim) ab sofort oder später gesucht.
„Praxissuche 61152“
Internist im Großraum Siegen sucht ab
sofort Job-Sharingpartner/in. Erfahrungen
in Echo/Endoskopie/Duplex erwünscht.
„Praxispartner 25399“
Pneumologin(e) zur Kooperation oder zur
flexiblen Mitarbeit im Raum München gesucht. Teilzeit möglich.
„Praxispartner 10246“
Internist mit Schwerpunkt Rheumatologie
sucht Einstiegsmöglichkeit als Partner in
einer gut laufenden fachärztlich internistisch-rheumatologischen Gemeinschaftspraxis (mit Labor etc.) ab August 2002.
„Praxispartner 27728“
Internist/Psychotherapie sucht Jobsharingpartner im Raum Frankfurt am Main.
“Praxispartner 11228”
Rheumatologin/e für Gemeinschaftspraxis am schönen deutschen Rhein gesucht.
Fachärztlich internistisch-rheumatologische Gemeinschaftspraxis (Kasse und
Privat) mit O III-Labor (Laborgenehmigung
erforderlich) sucht neue/n Partnerin/er zum
01.04.2003.
Tel.: 02641/36240
Internist/-in – Nephrologie – in NRW gesucht!
Li. Niederrhein, Nähe Düsseldorf, Schwerpunkt Diabetologie erwünscht. Kooperation möglich, große intern. Praxis, DDNA.
„Praxispartner 22731“
Biete Internist/in mit Röntgenzulassung
Mitarbeit oder Kooperation in fachärztlicher Gemeinschaftspraxis im nördlichen
Oberbayern. Teilgebiet von Vorteil. Teilzeit mögich.
„Praxispartner 64102“
STELLENANGEBOT
Weiterbildungsassistentin/-assistenten für
Gastroenterologie gesucht. Die Bewerberin/Bewerber sollte schon gut Fähigkeiten
in Gastroskopie und Coloskopie mitbringen. Teilzeittätigkeit wäre angenehm.
Weiterbildungsermächtigung für 1 Jahr
Innere Medizin und 1 Jahr Gastroenterologie liegen vor. Spätere Übernahme als
Jobsharer wäre sehr angenehm.
Dr. med. Rupert Mayershofer
Am Burgweiher 54
53123 Bonn
Tel.: 0228/611044
WB- bzw. Dauerassitent/in mit Akupunkturkenntnissen von internistischer Gemeinschaftspraxis zum 01.10.02 in Berlin gesucht (Teilgebiete Gastroenterologie, Endokrinologie, Kardiologie). Etablierte Praxis mit moderner apparativer Ausstattung,
freundlichem Betriebsklima, Bezahlung
entsprechend BAT.
„Stellenangebot 12127“
PRAXISPARTNER
Assistenzarzt oder AiP für Rehabilitationsklinik für Herzkreislauferkrankungen, Gefäßerkrankungen, Diabetes, Weiterbildungsermächtigung 2 Jahre. Rhein-MainGebiet.
Tel.: 06053/87-283
Internist – Gastroenterologie – sucht Mitarbeit/Assoziation in gastroenterologischer
Schwerpunktpraxis.
„Praxispartner 12963“
Angiologie: WB-Assistent(in) für Schwerpunktpraxis ab sofort gesucht. WB-Ermächtigung für 1 Jahr (bei TZ 2 Jahre) liegt vor.
Duplexkenntnisse erwünscht. Bezahlung
BDI aktuell
BDI intern
Kleinanzeigen
nach BAT. Spätere Assoziation denkbar.
Tel.: 05331/1771 od. 05331/978297
Internistisch-gastroenterologische Praxis
in NRW sucht Partner/in für Kooperation
und spätere Übernahme.
„Stellenangebot 06376”
VERTRETERSUCHE
Liebe Mitglieder !
Falls Sie Ihren Wohnsitz wechseln, teilen Sie uns bitte möglichst bald Ihre neue Adresse mit.
ANSCHRIFTENÄNDERUNG
neue Anschrift
bisherige Anschrift
Straße
Straße
PLZ, Wohnort
PLZ, Wohnort
Suche erf. Praxis-Vertreter/in für intern.rheumatolog. Schwerpunktpraxis zum häufigeren Einsatz in Urlaubs- und KongressZeiten.
Tel.: (Saarbrücken) 0681/3905075
FÜHREN WIR SIE IN DER RICHTIGEN BEITRAGSGRUPPE?
HABEN SIE SICH BERUFLICH VERÄNDERT?
Dann bitte ankreuzen:
(Jahresbeiträge ab 01.01.2003 jeweils in Klammern)
VERTRETERANGEBOT
Internist, Jg. 46, langjährige Oberarzt- und
Praxiserfahrung (gesamtes int. Röntgen
einschießlich Knochen, ganze Endoskopie einschließlich ERCP, PEG, Polypektomien etc.; Carotisdoppler, Bronchoskopie,
Spiro; Echokardiografie einschließlich
Farbdoppler, Stress-Echo, TEE etc.), bietet ortsunabhängig und zuverlässig Vertretungen in Kliniken und großen Fachpraxen an.
Tel./Fax: 003906/70474775
oder 0171/5228217
VERSCHIEDENES
Tausche aus familiären Gründen mittelgroße hausärztlich-internistische Praxis in
der Region Hannover gegen gleichartige
(alternativ auch allgemeinmedizinische)
Praxis im östlichen Oberbayern (mit Wertausgleich).
„Verschiedenes 16152“
Niedergelassener Arzt
( 200,—)
Partner einer Gemeinschaftspraxis
( 150,— ohne Bezug der Zeitschrift „Der Internist“)
Name des Partners:
Mitgliedsnummer:
Chefarzt, Ltd. Arzt
( 200,—)
Oberarzt / Ass.-Arzt mit Facharztanerkennung
( 150,—)
Im Januar 2003 werden Assistent/inn/en ohne Facharztanerkennung, die im Jahre 1996 oder
davor dem BDI beigetreten sind, eine Stufe höher (Jahresbeitrag 150,—) eingruppiert.
HABEN SIE WÄHREND DER BDI-MITGLIEDSCHAFT
IHRE FACHARZTANERKENNUNG ERHALTEN ?
Ich habe meine Facharztanerkennung als Internist/in
erhalten am
noch nicht erhalten.
Datum der voraussichtlichen Anerkennung
BITTE ZURÜCKSENDEN AN TELEFAX: 06 11 / 1 81 33 – 50
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. Postfach 15 66 65005 Wiesbaden
Mitglieds-Nr.
Datum, Praxisstempel, Unterschrift
Auf einen Blick: BDI-Termine 2002
August 2002
21.08.
25.08.-31.08.
Landesgruppe Koblenz, Mitgliederversammlung, Koblenz
51. Internationaler interdisz. Seminarkongress f. ärztl. Fortbildung, Pörtschach
September 2002
05.09.
07.09.
12.09.
21.09.-22.09.
Sektion Angiologie, Mitgliederversammlung, Darmstadt
Landesgruppe Thüringen, Jahrestagung „Thüringer Internisten“, Jena
Treffen Ludwigshafener Internisten, Ludwigshafen
Farbdoppler-Echokardiographie-Abschlusskurs, München
Oktober 2002
06.10.-12.10.
30.10.-03.11.
2. Internationaler interdisz. Seminarkongress f. ärztl. Fortbildung, Bad Pyrmont
Tagung Naturheilverfahren – Kurs A, Schönau am Königssee
November 2002
05.11.-09.11.
08.11.-10.11.
09.11.
16.11.-19.11.
28.11.-07.12.
28.11.-30.11.
Tagung Naturheilverfahren – Kurs B, Schönau am Königssee
41. Bayerischer Internisten-Kongress, München
AK Tropenmedizin/LG Bayern Malaria-Mikroskopiekurs, Würzburg
Echokardiographie-Aufbaukurs, HSK Wiesbaden
25. Internationaler interdisz. Seminarkongress f. ärztl. Fortbildung, Teneriffa
Nürnberger Bronchoskopieseminar, Nürnberg
Dezember 2002
07.12.
12.12.
Ultraschall-Refresherkurs Echokardiographie, HSK Wiesbaden
Treffen Ludwigshafener Internisten, Ludwigshafen
Beachten Sie bitte auch die detaillierten Veranstaltungsankündigungen
auf den folgenden Seiten!
BDI aktuell 8/9-2002
31
BDI aktuell – Seite 32
Weitere Veranstaltungen des BDI
Landesgruppe Koblenz: Terminänderung Mitgliederversammlung!
Datum:
Ort:
21.08.2002, jeweils 18.00 Uhr (und nicht am 28.08.)
Kassenärztliche Vereinigung
Emil-Schüler-Straße 14-16, 56073 Koblenz
Sektion Angiologie im BDI e.V.: Mitgliederversammlung
Datum:
Ort:
Themen:
05.09.2002, 10.30 - 12.00 Uhr
Hörsaal 006 der Technischen Universität Darmstadt
Aktueller Stand der EBM-Verhandlungen – Bedeutung der
Beschlüsse des Deutschen Ärztetags in Rostock 2002 für
den Schwerpunkt Angiologie – Angiologische Versorgung in
Klinik und Praxis.
Treffen Ludwigshafener Internisten 2002
Datum:
Ort:
Kontakt:
12.09., 12.12.2002, jeweils 20.00 Uhr
Gaststätte Henninger am Stadion
Mundenheimer Str. 101, 67061 Ludwigshafen
Tel.: 0621/568996
Arbeitskreis Tropenmedizin im BDI e.V. – Landesgruppe Bayern:
Malaria-Mikroskopierkurs für Ärzte
Datum:
Sa, 09.11.2002, 10.00 s.t. bis 17.00 Uhr
Ort:
Missionsärztliches Institut, Würzburg
Kursleitung: Dr. med. A. Stich, Trop.med. Klinik, Prof. Fleischer, Würzburg
Frau Hanne Fleischmann, MTA, Missionsärztl. Institut Würzburg
Kursinhalt: Ausstrichtechnik, Dicker Tropfen, Färbetechniken,
Mikroskopische Differenzierung, Theoriefragen
Begrenzte Teilnehmerzahl: max. 15 Personen
Kursgebühr: 100
Anmeldung und Kursort: Missionsärztliches Institut, Abt. Tropenmedizin
Frau Fleischmann Tel.. 0931/8048523
Hermann Schellstr. 7
97074 Würzburg
Es sind auch BDI-Mitglieder anderer Bundesländer herzlich eingeladen.
Sonstige Veranstaltungen
Cuxhavener Internisten: Internistentreffen
Datum:
immer am ersten Donnerstag (werktags) des letzten
Quartalsmonats, regelmäßig um 19.00 Uhr
Ort:
Hochrestaurant Donners Hotel, Am Seedeich 2
27472 Cuxhaven
Kontakt:
Tel.: 04721/5090
Bemerkung: Die Treffen finden statt in Kombination mit einem
Qualitätszirkel für hausärztliche Internisten.
Würzburg 2002
9. Fortbildungsseminar der Bundesärztekammer, 06.09.-14.09.2002
Grundkurs „Evidenzbasierte Medizin“ – nach dem Curriculum der Bundesärztekammer
Datum:
Ort:
06.09.2002, 14.00 Uhr bis 08.09.2002, 13.00 Uhr
Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Münzstraße 12,
97070 Würzburg
Zielgruppe: Alle Ärztinnen und Ärzte, die sich für ihre ärztliche Tätigkeit mit
den Methoden der Evidenz-basierten Medizin vertraut machen
wollen.
Programmanforderung: Bundesärztekammer, Dezernat Fortbildung und
Gesundheitsförderung (Frau Schindler), Herbert-Lewin-Straße 1,
50931 Köln
Tel.: 0221/4004-417, Fax: 0221/4004-388
E-Mail: cme@baek.dgn.de
39. Kongress Südwestdeutsche Gesellschaft für Innere Medizin
Datum:
Ort:
27.-28.09.2002
Congress-Centrum
Am Stadtgarten
73525 Schwäbisch Gmünd
Themen:
Wissenschaftliche Symposien, Hauptvorträge, Posterpräsentation,
Seminar für Ärzte, Arzt-Patienten-Semiare, Industrieausstellung
Kongresspräsident: Dr. med. Martin Redenbacher, Chefarzt am Klinikum
Schwäbisch Gmünd
Organisation/Auskunft/Anmeldung: MedCongress GmbH,
Postfach 700149, 70571 Stuttgart
Tel.: 0711/7651454, Fax: 0711/766992
E-Mail: gs@medicacongress.de
Kongresse und Fortbildung
177. Tagung der Rheinisch-Westfälischen Gesellschaft für
Innere Medizin e.V.
Datum:
25.+26.10.2002
Ort:
Gastronomie im Stadtpark, Klinikstraße 41, 44791 Bochum
Hauptthema: Neues, Bewährtes und Veraltetes in der Inneren Medizin.
Eine Standortbestimmung.
Kongressvorsitzender: Univ.-Prof. Dr. med. Helmut Schatz, Direktor der
Medizinischen Klinik und Poliklinik, BG-Kliniken Bergmannsheil,
Universitätsklinikum der Ruhr-Universität
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1, 44789 Bochum
Tel.: 0234/302-6400, Fax: 0234/402-6403
E-Mail: helmut.schatz@ruhr-uni-bochum.de
Kongresssekretariat: Dr. med. Steffen Hering, Frau Gabriele Bartel,
Medizinische Klinik und Poliklinik, BG-Kliniken Bergmannsheil,
Universitätsklinikum der Ruhr-Universität
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1, 44789 Bochum
Tel. und Fax: 0234/302-6410,
E-Mail: steffen.hering@ruhr-uni-bochum.de
24-stündiges Fortbildungsseminar
„Assistenz bei endoskopischen Untersuchungen in der Praxis“
Datum:
Block I:
06.09.2002, 15.00 - 18.30 Uhr
07.09.2002, 09.00 - ca. 16.00 Uhr
Block II:
27.09.2002, 15.00 - 19.15 Uhr
28.09.2002, 09.00 - 16.00 Uhr
Ort:
Carl-Oelemann-Schule
Carl-Oelemann-Weg 26
61231 Bad Nauheim
Ziel des Fortbildungsseminars:
Der/die ArzthelferIn und ArztfachhelferIn sollen durch das Seminar
befähigt werden, den Arzt/die Ärztin bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von endoskopischen Untersuchungen
bestmöglichst zu entlasten sowie Patienten angemessen zu begleiten.
Teilnahmegebühr für beide Blöcke: 390,—
Anmeldeschluss: 16. August 2002
Info:
Carl-Oelemann-Schule
Carl-Oelemann-Weg 26, 61231 Bad Nauheim
E-mail: verwaltung.cos@laekh.de
Ansprechpartner: Frau Elvira Keller, Tel. (0 60 32) 3 05-1 85
Telefonsprechzeiten: Mo.-Fr. 08:30 bis 12:00 Uhr
Mo.-Do. 13:00 bis 15:30 Uhr
Änderungen vorbehalten! / Stand: Mai 2002
1. Internationaler Kongress zum 11. September 2001
Strategien für Feuerwehr, Rettungsdienst und Gesundheitswesen
Die Veranstaltung wird von der Ärztekammer Hamburg mit 10 Punkten für das
Fortbildungszertifikat bewertet.
Datum:
27.+28.09.2002
Ort:
CCH Congress Centrum Hamburg
Schirmherrschaft: Susan M. Elbow, Generalkonsulin der Vereinigten Staaten von
Amerika. Mit Unterstützung des Bundesministeriums des Inneren, der Behörde
für Inneres Hamburg, des Gesundheitsunternehmens LBK Hamburg
Eröffnung und Begrüßung: Dr. Irmgard Schwaetzer, MdB, Vorsitzende des
Deutschen Komitees für Katastrophenvorsorge e.V. (DKKV)
Kongresspräsidenten: OBD Dipl.-Ing. D. Farrenkopf, Feuerwehr Hamburg;
Dr. Hp. Moecke, LBK Hamburg
Kongreskomitee: LtdBD J. Schallhorn, Dr. S. Wirtz, Akademie für Rettungsdienst
und Gefahrenabwehr; Frau M. Gerigk, Dr. H. Krause, Institut für Notfallmedizin;
D. Läpke, Bundesverwaltungsamt, Akademie für Notfallplanung und Zivilschutz
Themenschwerpunkte:
Erfahrungen aus den Einsätzen in New York
Strategien für die technische Rettung, die medizinische Rettung,
das öffentliche Gesundheitswesen, die Krankenhäuser
Psychologische Betreuung von Einsatzkräften und Betroffenen
Zusammenfassung der Ergebnisse
Gebühren: 290,00
Anmeldung/Hotelreservierung:
c/o Hamburg Messe und Congress GmbH – CCH Congress
Organisation –
St. Petersburger Str. 1, 20355 Hamburg
Tel.: 040/3569-2345, Fax: 040/3569-2269
E-Mail: zuetphen@cch.de
Aktualisierte Info: www.feuerwehr-hamburg.org/kongress
41. Bayerischer Internisten-Kongress
Datum:
Ort:
08.-10.11.2002
München
Kongresse und Fortbildung
Leitung:
Auskunft:
Seite 33 – BDI aktuell
Prof. Dr. med. M. Schattenkirchner
MCN Medizinische Congress-Organisation Nürnberg AG,
Zerzabelshofstr. 29, 90478 Nürnberg
Tel.: 0911/393-1613, Fax: 0911/393-1622
Veranstalter/Auskunft: MEDICA Deutsche Gesellschaft zur Förderung der
Medizinischen Diagnostik e.V.
Tel.: 0711/7651454 + 763443
Fax: 0711/766992
E-Mail: medica@medicacongress.de
MEDICA 2002 Düsseldorf, 20.-23. November 2002
MEDICA Juristica
Datum:
Mi, 20.11.2002
Ort:
Messegelände CCD-Süd
10.00-13.00 Uhr: Der ärztliche Behandlungsfehler
14.30-17.30 Uhr: Aktuelles Arzt- und Kassenarztrecht
Leitung:
RA M. G. Broglie, Hauptgeschäftsführer des BDI e.V.;
RA H. Wartensleben, Stolberg
Gastroskopiekurs „Rhein-Ruhr“
Datum:
Mi, 20. und 21.11.2002
Ort:
Messegelände CCD-Süd
Gebühren: 100,—; für BDI-Mitglieder
50,—.
11. Intensivkurs Innere Medizin Mainz
Datum:
17.03.-26.03.2003
Ort:
Hörsaal der Universitäts-Hautklinik, Mainz
Seminargebühr: 600 Euro;
550 Euro für DGIM- u. BDI-Mitglieder
Leitung:
Univ.-Prof. Dr. P.R. Galle und Prof. Dr. A. Lohse, I. Medizinische
Klinik und Poliklinik, Johannes Gutenberg-Universitätsklinik, Mainz,
Tel.: 06131-177275
Info/Anmeldung: Frau S.J. Crutchley, Rochusstr. 2, 55116 Mainz
Tel.: 06131/234757,
Fax: 06131/234758
E-Mail: Endocrine.HL@t-online.de
Kurse A und B zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren
Kurs A: Mittwoch, 30. Oktober bis Sonntag, 3. November 2002
Kurs B: Dienstag, 5. November bis Samstag, 9. November 2002
Veranstalter:
Ort:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Wiesbaden
Klinikum Berchtesgadener Land, Schönau am Königssee
Themen Kurs A:
Vermittlung und Erwerb von Kenntnissen:
Nutzen, Wert und Abrechnungsmöglichkeiten von Naturheilverfahren
Symbioselenkung und Mikrobiologie
Balneo-Thalassotherapie
Therapiepläne, dazu Colloquien
Klima-, Lichttherapie
Phytotherapie:
Konservative/phytopharmakotherap. Möglichkeiten bei chronischer Insuffizienz,
Bedeutung von Phytopharmaka in der tägl. Praxis, Phytotherapie bei Erkältung, Infekt, Bronchitis
Bewegungstherapie:
Bewegung und Sport/ Grundlagen – Adaption – Ausdauer – Krafttraining,
Massagetherapie/Reflexzonen-M. Klass. Massagen (mit prakt. Übungen), Bewegungstherapie bei Rheuma,
Massagetherapie, Manuelle Diagnostik, BG-Massagen, Massagetherapie/Periostbehandlung, Physikalische Therapie, Massagen/Segmentmassage,
Kolonbehandlung, Atemtherapie
Hydrothermotherapie:
Wickel, Packungen und Teilbäder, Güsse, Waschungen, Kneipptherapie,
Überwärmungsbäder (mit prakt. Übungen), Sauna, Dampfbäder, Pflanzl. Badezusätze/Wirkung
Andere Therapieprinzipien:
Geschichte der Naturheilverfahren
Themen Kurs B:
Vermittlung und Erwerb von Kenntnissen:
Neuraltherapie
Therapiepläne, dazu Kolloquien
Ernährung bei Unterernährung, Arteriosklerose, Hyperlipidämie
Atemtherapie, Balintgruppe, Elektrotherapie (m. prakt. Übungen)
Ernährungstherapie:
Außenseiter-Diäten, Schrothkur, totales Fasten als Adipositastherapie,
Ernährungsstatus; Ernährungsphysiolog. Grundlagen und spezielle Ernährungsregimina, Rohkost einschl. Teilfasten,
Sonderdiäten bei Diabetes, Gastroenterolog. Krankheiten, Nierenleiden
Ordnungstherapie:
Das ärztliche Gespräch, Chronobiologie, Krankenführung, Verhaltenstherapie Entspannungsverfahren, Lösungsverfahren,
Gesundheitsbildung und -beratung
Phytotherapie:
Emotionales und Rationales in der Phytotherapie, Einführung in die pharmakolog. Grundlagen, Darreichungsformen, bei psych.
vegetativen Beschwerden, Rheumatische Erkrankungen, Herz-, Kreislauferkrankungen und Atemwegserkrankungen
Andere Therapieprinzipien:
Geschichte der Naturheilverfahren, Reiztherapien, Badekuren, Kolloquien
Kosten je Kursblock:
230,-- für BDI-Mitglieder,
280,-- für Nichtmitglieder
Information und Anmeldung: Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Kongressabteilung,
Postfach 1566, 65005 Wiesbaden, Tel. 0611/18133-22, -24, Fax: 0611/18133-23, E-Mail: info@bdi.de,
www.bdi.de
BDI aktuell – Seite 34
Kongresse und Fortbildung
51. Internationaler Interdisziplinärer Seminarkongress für ärztliche Fortbildung
Pörtschach / Wörthersee
Sonntag, 25. bis Freitag, 30. August 2002
Der Kongress ist für das Fortbildungsdiplom der österreichischen Ärztekammer für die Gebiete Allgemein- und Innere Medizin anerkannt.
Veranstalter: Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Wiesbaden in Zusammenarbeit mit der Ärztekammer für Kärnten
Kongressleitung und wissenschaftl. Programmgestaltung: Prof. Dr. med. Burkard May, Bochum
Schwerpunktthemen: Krankheiten des Herzens und der Atemorgane
Zentrale Vortragsthemen des Kongresses:
Kardiologie, Gastroenterologie, Angiologie, Hepatologie, Ernährung, Nephrologie, Diabetologie, Endokrinologie, Rheumatologie, Immunologie,
Hypertonie, Infektiologie, Klinische Labormedizin, Pneumologie, Schilddrüsenerkrankungen, Phytotherapie, Arzt und Versicherung, Berufspolitik
Eröffnung: 25.8. 2002: Dr. Gerd Guido Hofmann, Präsident des BDI; Festvortrag: Prof. Hess, Mannheim, zum Thema „Bioterrorismus“
Kursangebot
Ultraschall:
Refresher-Kurs:
Workshop:
Endoskopie-Paket:
Weitere Kurse:
Echokardiographie-Grundkurs, Doppler-/Duplexsonographie-Grundkurs interdisziplinär
Sonographie
Diabetologie
Gastroskopie, Koloskopie, ERCP
Reisemedizin
Referenten:
Baenkler, H.-W., Prof. Dr., Erlangen
Beck, F.-J., Dr., Wiesbaden
Bolten, W., Dr., Wiesbaden
Büchsel, R., Prof. Dr., Berlin
Demant, Th. PD Dr., Dresden
Dörrler, J., Prof. Dr., Erding
Gehmacher, O., Dr., Hohenems
Grabensee, B., Univ.-Prof. Dr.,
Düsseldorf
Grebe, W., Dr., Frankenberg
Hayduk, K., Prof. Dr., Düsseldorf
Hess, K., Prof. Dr., Mannheim
Hofmann, G. G., Dr., Wiesbaden
Konz, K., PD Dr., Wiesbaden
Liebermeister, H., Prof. Dr., Neunkirchen
Loew, D., Prof. Dr., Wiesbaden
Lüderitz, B., Prof. Dr., Bonn
Mainert, Frauke, Dr., Wiesbaden
May, B., Prof. Dr., Bochum
Mehnert, H., Prof. Dr., Krailling
Micklefield, G.H., Prof. Dr., Unna
Mock, Th., RA, Köln
Müller, O.-A., Prof. Dr., München
Orth, M., PD Dr., Bochum
Paquet, K.-J., Prof. Dr., Hannover
Philipp, Th., Prof. Dr., Essen
Probst, M., Dr., Herrsching
Quitzau, Th., Dr., Wiesbaden
Raedsch, R., Prof. Dr., Wiesbaden
Tromm, A., PD Dr., Hattingen
Wehr, M., Prof. Dr., Bochum
Worth, H., Prof. Dr., Fürth
Anmeldung zum Kongress:
Hotel- und Zimmerreservierung:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V.
Schöne Aussicht 5
65193 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 18133-22 oder -24
Fax: 0611 / 18133-23
E-mail: info@bdi.de
Web-Site: www.bdi.de
Reservierungszentrale / Frau Grabner
Hauptstraße 153
A-9210 Pörtschach/Wörthersee
Tel.: 0043 / 4272 / 2354
Fax: 0043 / 4272 / 3770
E-mail: poertschach@carinthia.com
Kursübersicht und Anmeldung:
Doppler-/Duplex-Sonographie-Grundkurs*+
26. – 29.08.02
10.00 – 13.00 Uhr und 16.00 – 19.00 Uhr
Kursleitung:
Prof. Dr. J. Dörrler, Erding
Gebühr:
BDI-Mitgl.: 340,— / Nichtmitgl. 420,—
Echokardiographie-Grundkurs*+
26. – 30.08.02
10.00 – 13.00 Uhr und 16.00 – 19.00 Uhr
Kursleitung:
Dr. F.-J. Beck, Wiesbaden
Gebühr:
BDI-Mitgl. 340,—/Nichtmitgl. 420,—
*nach KBV-Richtl.
Sonographie-Refresherkurs
30.08.02
10.00 – 13.00 Uhr und 16.00 – 19.00 Uhr
Kursleitung:
Dr. O. Gehmacher, Hohenems
Gebühr:
BDI-Mitgl. 80,—/Nichtmitgl. 110,—
Endoskopie-Paket (komplett 3 Kurse, Einzelbuchung möglich)
26. – 29.08.02
Gebühr:
BDI-Mitgl. 280,—/Nichtmitgl. 380,—
Gastroskopiekurs
Kursleitung:
Gebühr:
26. – 28.08.02 / 10.00 – 15.00 Uhr
Prof.Dr. B. May, PD Dr. A. Tromm
BDI-Mitgl. 180,—/Nichtmitgl. 230,—
Koloskopiekurs
Kursleitung:
Gebühr:
26. – 27.08.02 / 16.00 – 19.00 Uhr
Dr. M. Probst, Herrsching
BDI-Mitgl. 150,—/Nichtmitgl. 200,—
ERCP-Kurs
Kursleitung:
Gebühr:
28.08. / 16.00 – 19.00 u. 29.08 / 10.00 – 13.00 Uhr
Prof. Dr. R. Büchsel, Berlin
BDI-Mitgl. 80,—/Nichtmitgl. 110,—
Reisemedizin
26.08.02
Kursleitung:
Gebühr:
10.00 – 12.00 Uhr und 16.00 – 18.00 Uhr
Prof. Dr. Hess, Mannheim
BDI-Mitgl. 50,—/Nichtmitgl. 80,—
Diabetologie-Workshop
26. – 28.08.02
10.00 – 13.00 Uhr
Kursleitung:
PD Dr. Kornelia Konz, Wiesbaden
Gebühr:
BDI-Mitgl. 110,—/Nichtmitgl. 160,—
Tageskarte Datum:_________
40,— BDI-Mitgl./ 60,— Nichtmitgl.
Kongresskarte
100,— BDI-Mitgl./ 150,— Nichtmitgl.
Ermäßigte Kongresskarte (nur in Verbindung mit + gekennz. Ultraschallkursen)
50,— BDI-Mitgl. / 80,— Nichtmitgl.
Med. Assistenzpersonal
70,—
Ärzte im Praktikum, im Erziehungsurlaub, im Ruhestand, Turnusärzte (bis 3.
Ausbildungsjahr) und arbeitslose Mediziner erhalten 30% Rabatt auf den
Rechnungsendbetrag (bitte Bescheinigung beifügen).
Verbindliche Anmeldung (es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V.):
Ich bin
BDI-Mitglied
Name, Anschrift, Tel./Fax:
Datum/Unterschrift
Nichtmitglied
Kongresse und Fortbildung
Seite 35 – BDI aktuell
51. Internationaler Interdisziplinärer Seminarkongress für ärztliche Fortbildung
Pörtschach / Wörthersee
Sonntag, 25. bis Freitag, 30. August 2002
Seminarübersicht:
Montag, 26.08.2002
09.00 – 10.00 Uhr
10.00 – 11.45 Uhr
12.00 – 13.00 Uhr
14.15 – 15.45 Uhr
16.00 – 17.00 Uhr
17.00 – 18.00 Uhr
18.00 – 19.00 Uhr
Gastroenterologie – CED; Prof. Micklefield, Unna
Kardiologie – Tachykarde u. bradykarde Herzrhythmusstörungen; Prof. Lüderitz/Bonn
Pneumologie – Erkrankung der Pleura – Lungenembolie;
PD M. Orth, Bochum
Berufspolitik; Dr. G. G. Hofmann, Wiesbaden
Infektionen – Pneumonien und TBC; PD M. Orth, Bochum
Immunologie – Immunovasculitiden; Prof. Baenkler, Erlangen
Schilddrüsenerkrankungen – Jodmangel und
Folgeerkrankungen; Prof. Müller, München
18.00 – 19.00 Uhr
20.30 – 22.00 Uhr
Donnerstag, 29.08.2002
09.00 – 10.00 Uhr
10.00 – 11.45 Uhr
12.00 – 13.00 Uhr
14.15 – 15.45 Uhr
16.00 – 17.00 Uhr
Dienstag, 27.08.2002
09.00 – 10.00 Uhr
10.00 – 11.45 Uhr
12.00 – 13.00 Uhr
14.15 – 15.45 Uhr
16.00 – 17.00 Uhr
17.00 – 18.00 Uhr
18.00 – 19.00 Uhr
20.30 – 22.00 Uhr
17.00 – 18.00 Uhr
Gastroenterologie – Colon-CA; Prof. Micklefield, Unna
Kardiologie – Synkope, Antikoagulation, Herzvitien;
Prof. Lüderitz, Bonn
Pneumologie – Schlaf-Apnoe-Syndrom; PD M. Orth, Bochum
Der besondere Fall: Nephrologie – Pulmorenale Syndrome
bei Vaskulitiden; Prof. Grabensee, Düsseldorf
Infektionen – Importierte Infektionskrankheiten;
Prof. May, Bochum
Immunologie – DD d. echten u. falschen Immunopathien
und Intoleranzen; Prof. Baenkler, Erlangen
Klinische Labormedizin – Neue Serummarker für das
kardiovaskuläre Risiko; PD Demant, Dresden
Arzt und Versicherung; RA Mock, Köln
18.00 – 19.00 Uhr
20.30 – 22.00 Uhr
10.00 – 11.45 Uhr
12.00 – 13.00 Uhr
14.15 – 15.45 Uhr
16.00 – 17.00 Uhr
17.00 – 18.00 Uhr
Hepatologie – Virushepatitiden; Prof. Raedsch, Wiesbaden
Kardiologie – Kardiovaskuläre Erkrankungen im höheren
Alter; Prof. Wehr, Bochum
Angiologie – Schlaganfallprophylaxe; Prof. Dörrler, Erding
Der besondere Fall: Hypertonie; Prof. Hayduk, Düsseldorf,
Prof. Philipp, Essen
Diabetologie – Diabetische Folgeschäden; Prof. Mehnert,
München
Rheumatologie – Rheuma und gastrointestinale
Erkrankungen, Teil I; Dr. Bolten, Wiesbaden
Schilddrüsenerkrankungen – Autoimmune Erkrankungen
der Schilddrüse; Prof. Müller, München
Arzt und Arzthaftpflicht bei vermeintlichen Behandlungsfehlern aus der Sicht des medizinischen Dienstes;
Prof. Paquet, Hannover
Freitag, 30.08.2002
09.00 – 10.00 Uhr
10.00 – 11.45 Uhr
12.00 – 13.00 Uhr
Mittwoch, 28.08.2002
09.00 – 10.00 Uhr
Hypertonie; Prof.Hayduk, Düsseldorf, Prof. Philipp, Essen
GOÄ-Update – IGeL; Dr Grebe, Frankenberg
14.15 – 15.45 Uhr
Gastroenterologie – Der nichtkardiale Thoraxschmerz;
Prof. Micklefield, Unna
Kardiologie – Das akute Koronarsyndrom; Prof. Wehr, Bochum
Angiologie – die periphere AVK; Prof. Dörrler, Erding
Der besondere Fall: Phytotherapie; Prof. Loew, Wiesbaden
Diabetologie – Aktuelle Diabetestherapie; Prof. Mehnert,
München
Klinische Labormedizin – Metabolisches Syndrom,
Diabetes und koron. Herzkrankheit; PD Demant, Dresden
16.00 – 17.00 Uhr
17.00 – 18.00 Uhr
18.00 – 19.00 Uhr
Hepatologie – Lerberzirrhose u. Komplikationen;
Prof. Raedsch, Wiesbaden
Bronchialkarzinom/COPD – Management 2002;
Prof. Worth, Fürth
Ernährung – Diäten in der Gastroenterologie;
Prof. Liebermeister, Neunkirchen
Der besondere Fall: Ernährung;
Prof. Liebermeister, Neunkirchen
Phytotherapie – bei kardialen u. pulmonalen
Erkrankungen; Prof. Loew, Wiesbaden
Rheumatologie – Rheuma und gastrointestinale
Erkrankungen, Teil II; Dr. Bolten, Wiesbaden
Nephrologie – Kardiale Erkrankungen bei chronischer
Niereninsuffizienz; Prof. Grabensee, Düsseldorf
Interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltungen
Vereinigung der Bayerischen Internisten e.V.
in Zusammenarbeit mit
Bayerische Landesärztekammer / Akademie für Ärztliche Fortbildung
und
Ärztlicher Kreis- und Bezirksverband München
Datum:
Thema:
Ort:
Datum:
Thema:
Dienstag, 01.10.2002, 19.30 Uhr
Wichtige Aspekte der Depression und Gerontopsychiatrie
Bayerische Landesärztekammer
Mühlbaurstr. 16, 81677 München
Donnerstag, 24.10.2002, 19.30 Uhr
Morbus Alzheimer und vaskuläre Demenzerkrankungen
Ort:
Datum:
Thema:
Ort:
Fortschritte in Diagnostik und Therapie
Bayerische Landesärztekammer
Mühlbaurstr. 16, 81677 München
Donnerstag, 07.11.2002, 19.30 Uhr
PNEUMOLOGIE AKTUELL 2002
Praxisrelevante Fortschritte in Diagnostik und Therapie
Bayerische Landesärztekammer, Mühlbaurstr. 16, 81677 München
Alle Veranstaltungen – Leitung, Auskunft und Anmeldung:
Dr. med. Hartmut Stöckle (Vorsitzender Akademie für Ärztliche Fortbildung / Bayerische Landesärztekammer)
Bahnhofstraße 98 a, 82166 Gräfelfing
Tel.: 089 / 854 52 55 od. 85 42 101, Fax: 089 / 85 33 42 od. 89 86 09 70
BDI aktuell – Seite 36
Kongresse und Fortbildung
2. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress für ärztliche Fortbildung
Bad Pyrmont
Sonntag, 6. bis Freitag, 11. Oktober 2002
Veranstalter:
Kongressleitung und wissenschaftl. Programmgestaltung:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V., BDI Wiesbaden
Prof. Dr. med. H. W. Minne, Bad Pyrmont
Prof. Dr. med. O.-A. Müller, München
Kongressort:
Kurtheater, Hotel Steigenberger Bad Pyrmont, Klinik „Der Fürstenhof“,
Buchinger-Klinik, Krankenhaus St. Georg, Psychosom. Klinik
Schwerpunktthemen:
Rheumatologie, Infektionskrankheiten und Klinische Pharmakologie
Zentrale Vortragsthemen des Kongresses:
Kardiologie, Klinische Pharmakologie, Rheumatologie, Infektionskrankheiten, Gastroenterologie, Schilddrüsenerkrankungen, Diabetologie, Ernährung, Pneumologie,
Neurologie, Osteoporose, Psychosomatik, Psychiatrie, Berufspolitik, IGEL, GOÄ
Hotel- und Zimmerreservierung:
Informationszentrum / Europaplatz
31812 Bad Pyrmont
Tel. 05281-940 511 / Fax 05281-940 555
info@badpyrmont.de
Anmeldung zum Kongress:
BDI e.V./Kongressabteilung
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 18133-22 oder –24 / Fax: -23
E-Mail: info@bdi.de www.bdi.de
Kursübersicht / Anmeldung
Salon Gleichen / Hotel Steigenberger
Interdisziplinärer Doppler-/
Duplexsonographie-Grundkurs* +
Krankenhaus St. Georg, Bombergallee 8
EchokardiographieGrundkurs * +
(* = gem. KBV-Richtlinien)
Uhrzeit
Datum
Mitgl. Nichtmitgl.
Kursleiter
10.00 - 13.00
16.00 - 19.00
07.10.-10.10.2002
340,00
420,00
Dres. Karasch/Köln/Siegen
10.00 - 13.00
u. 16.00 - 19.00
07.10.-11.10.2002
340,00
420,00
Dr. Ingrid Kugler/Bad Pyrmont
07.-09.10.2002
10.10.2002
280,00
180,00
150,00
380,00
230,00
200,00
PD Dr. A. Tromm/Hattingen
PD Dr. A. Tromm/Hattingen
80,00
110,00
PD Dr. A. Tromm/Hattingen
kostenlos
kostenlos
Salon Spiegelberg / Hotel Steigenberger
Endoskopie-Paket – kompl. 3 Kurse (Einzelanmeld. möglich)
Gastroskopiekurs
10.00 - 15.00
Coloskopiekurs
10.00 - 13.00
u. 16.00 - 19.00
ERCP-Kurs
10.00 - 13.00
u. 16.00 - 19.00
Klinik Fürstenhof / Raum Helenenquelle
Neue Leitlinien Hypertonie
11.10.2002
17.00 - 19.00
07.-08.10.2002
09.00 - 16.00
11.10.2002
80,00
110,00
Ernährungs-Paket – komplett 2 Kurse ( Einzelanmeldung möglich)
Buchinger Klinik
Ernährung / Versch. Diäten
10.00 - 16.00
08.10.2002
Naturheilkundl. Methoden / Heilfasten u. chron. Krankheiten
Vollwerternährung
70,00
130,00
50,00
80,00
Dr. A. Buchinger/Bad Pyrmont
50,00
80,00
Dr. E.-J. Borgart/Bad Pyrmont
Klinik Fürstenhof / Raum Helenenquelle
Osteoporose
Therap. Optionen, diagn.-techn. Möglichkeiten, medikam. Maßnahmen, Pharmakologie, Fallbesprechungen, laborchem.
Diagnose etc.
Psychosomatische Klinik
Verhaltenstherapie von Essstörungen
Hiermit melde ich mich verbindlich zu dem/den angekreuzten Kurs/en an.
Es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V.
Anschrift:
Datum, Unterschrift:
10.00 - 16.00
09.10.2002
Tageskarte
Datum___________________
Kongresskarte
Ermäßigte Kongresskarte (in Verbindung mit + gekennzeichneten Kursen/Paketen)
Medizinisches Assistenzpersonal
40,00
100,00
50,00
70,00
Prof. Dr. R. Gotzen/Berlin
Prof. Dr. H. W. Minne/Bad Pyrmont
(Mitglieder)
(Mitglieder)
(Mitglieder)
(Mitglieder)
60,00
150,00
80,00
70,00
(Nichtmitglieder)
(Nichtmitglieder)
(Nichtmitglieder)
(Nichtmitglieder)
Ärzte im Praktikum (AiP),Turnusärzte, Ärztinnen u. Ärzte im Erziehungsurlaub, Ärzte im Ruhestand und arbeitslose Mediziner erhalten bei Belegung der Seminarkongresse und Kurse 30%
Nachlass auf den Rechnungsendbetrag. Bitte Bescheinigung beifügen.
Ich bin
Mitglied im BDI e.V.
Nichtmitglied
Kongresse und Fortbildung
Seite 37 – BDI aktuell
2. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress
für ärztliche Fortbildung
Bad Pyrmont
Eröffnung: Sonntag, 6. Oktober 2002, 17.00 Uhr
Sonntag, 6.10.2002: Berufspolitik: 20.30 - 22.00 Uhr: Dr. G.G. Hofmann, RA M. Broglie, Prof. Dr. P. Knuth/Wiesbaden
Uhrzeit
Montag, 07.10.02
Dienstag, 08.10.02
Mittwoch, 09.10.02
Donnerstag, 10.10.02
Freitag, 11.10.02
09.00-10.00
Kardiologie
Dr. Hausmann / Wolfenbüttel
Von der Arteriosklerose zur
KHK-Behandlung
Kardiologie
P. Gaudron/Bad Pyrmont
Herzrhythmusstörungen –
to treat or not to treat?
Kardiologie
P. Gaudron/Bad Pyrmont
Aktuelle Diagnostik der KHK:
Ist der Herzkatheter out?
Sind Kardio-NMR oder Spiral-CT in?
Kardiologie/Psychiatrie
P. Gaudron/Bad Pyrmont
R. Meermann/Bad Pyrmont
Diagnostik und Therapie von
Herzerkrankungn – Fragen und Antworten
Kardiologie/Psychiatrie
P. Gaudron/Bad Pyrmont
R. Meermann/Bad Pyrmont
DD funktioneller / organisch bedingter
Herzkrankheiten
10.00 -11.45
10.00 -10.50
Rheumatologie
Ch.Hinz/Bad Pyrmont
Akute Rheumatische
Krankheitsbilder. Teil I
Rheumatologie
Rieke Alten/Berlin
Fibromyalgie-Syndrom
Kollagenosen
Rheumatologie
H. Menninger/Bad Abbach
Klinische Untersuchungstechnik i.d.Rheumatologie
Psychiatrie
Gabriela Stoppe/Göttingen
Alzheimer/Demenz in der
internistischen Praxis
Klinische Pharmakologie
R. Gladisch/Mannheim
Pharmakotherapie beim
älteren Menschen
11.00 - 11.45
Akute Rheumatische
Krankheitsbilder. Teil II
Infektiöse Arthritiden
Spondylose
Vaskulitiden
Rheumatoide Arthritis
12.00 - 13.00
Gastroenterologie
W. Rösch / Frankfurt
Antirheumatika und
Magendarmtrakt
Diabetologie
H. Mehnert/München
Diabetes mellitus: Differentialtherapeutische Probleme
Osteoporose
H. Minne/Bad Pyrmont
Management 2002
Pneumologie
H. Schweisfurth/Cottbus
Tuberkulose
Phytotherapie
W. Grebe/Frankenberg
Verordnungsfähigkeit d. Phytopharmaka
14.15 - 15.45
Meet the Expert
Der kardiovaskuläre Risikopatient
U. Tebbe / Detmold
Meet the Expert
Fragen zur Ernährung
U. Rabast/Hattingen
Meet the Expert
Allgemeine Endokrinologie
O.-A. Müller/München
Meet the Expert
EKG-Fragen u. Antworten
P. Gaudron/Bad Pyrmont
Meet the Expert
Fragen zu Infektionskrankheiten
Th. Löscher/München
16.00 - 17.00
Diabetologie
H. Mehnert/München
Diabetes mellitus: Pathogenese,
Epidemiologie, Diagnostik
Neurologie
H. Lindemann/Bad Pyrmont
Der depressive Patient in der
täglichen Praxis
Neurologie
R. Meermann/Bad Pyrmont
Schlaganfall
Endokrinologie
O.-A. Müller/München
Schilddrüsenkrankheiten
subklinische Funktionsstörungen
Phytotherapie
W. Grebe/Frankenberg
Phytopharmaka bei rheumatischen
Erkrankungen
17.00 - 18.00
Gastroenterologie
G. Schlattmann/Bad Pyrmont
Barret-Ösophagus
Gastroenterologie
G. Schlattmann/Bad Pyrmont
Helicobacter-Therapie
Endokrinologie
O.-A. Müller/München
Nebennierentumore
Infektionskrankheiten
Th. Löscher/München
Importierte Infektionen
Infektionskrankheiten
Th. Löscher/München
Einheimische Infektionen
18.00 - 19.00
Ernährung
U. Rabast/Hattingen
Sinn und Unsinn einer Diättherapie b. gastroent. Krankheiten
Ernährung
U. Rabast/Hattingen
Praxis der enteralen Ernährung
Gastroenterologie/Proktologie
W. Brühl/Vlotho-Exter
Beckenbodenfunktionsstörungen
Gastroenterologie/Proktologie
W. Brühl/Vlotho-Exter
Proktologische Erkrankungen
Pneumologie
H. Schweisfurth/Cottbus
Bronchialkarzinom
20.30 - 22.00
GOÄ und EBM
Terminübersicht Fort- und Weiterbildung 2002/2003
Kurse
Farbdoppler-Echokardiographie-Abschlusskurs*
Termin:
21. – 22.09.2002
Kursleitung:
PD Dr. med. W. Zehl
Ort:
München
340,— / 420,— (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Gebühr:
Kurse zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Naturheilverfahren
Termin Block A:
30.10. – 03.11.2002
Termin Block B:
05.11. – 09.11.2002
Ort:
Schönau
230,— / 280,— (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Gebühr:
Ultraschall Refresherkurs Echokardiographie, Teil II
Termin:
08.02.2003
Kursleitung:
Dr. F. J. Beck
Ort:
Wiesbaden, HSK
130,— / 180,— (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Gebühr:
Intensivkurs Innere Medizin / Refresherkurs zur Facharztprüfung
Termin:
10. - 15.03.2003
Kursleitung:
Prof. Büchsel
Ort:
Berlin
Kongresse
Echokardiographie-Aufbaukurs*
Termin:
16. – 19.11.2002
Kursleitung:
Dr. med. F. J. Beck
Ort:
Wiesbaden, HSK
340,— / 420,— (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Gebühr:
Bronchoskopie-Seminar
Termin:
28. – 30.11.2002
Kursleitung:
Dr. P. Bölcski, Dr. M. Wagner
Ort:
Nürnberg
210,— / 260,— (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Gebühr:
25.08. – 30.08.2002
51. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress
für ärztliche Fortbildung
Pörtschach/Wörthersee
06.10. - 12.10.2002
2. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress
für ärztliche Fortbildung
Bad Pyrmont
28.11. - 07.12.2002
25. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress
für ärztliche Fortbildung
Puerto de la Cruz/Teneriffa
Ultraschall Refresherkurs Echokardiographie, Teil I
Termin:
07.12.2002
Kursleitung:
Dr. F. J. Beck
Ort:
Wiesbaden, HSK
130,— / 180,— (BDI-Mitglieder/Nichtmitgl.)
Gebühr:
23.02. - 01.03.2003
25. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress
für ärztliche Fortbildung
Bad Kleinkirchheim
03.03. - 08.03.2003
9. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress
für ärztliche Fortbildung
Bad Reichenhall
(* nach KBV-Richtlinien)
Information und Anmeldung:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Kongressabteilung, Postfach 1566
65005 Wiesbaden, Tel. 0611 / 18133-22, o. – 24, Fax: 0611 / 18133-23, Mail: info@bdi.de
Internet: www.bdi.de
BDI aktuell – Seite 38
Kongresse und Fortbildung
25. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress für ärztliche Fortbildung
Puerto de la Cruz / Teneriffa
Donnerstag, 28. November bis Samstag, 07. Dezember 2002
Veranstalter:
Wissenschaftliche Programmgestaltung und Kongressleitung:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V. (BDI)
Prof. Dr. med. W. Arnold, Bremen
Prof. Dr. med. R. Büchsel, Berlin
Achtung, neues Kongresshotel:
RIU Hotel Garoé ****, Puerto de la Cruz
Schwerpunktthemen:
Krankheiten der Verdauungsorgane und des Stoffwechsels
Weitere Themen: Kardiologie, Gastroenterologie, Stoffwechselstörungen, Schilddrüsenkrankheiten, Sportmedizin, Infektiologie, Hepatologie, Dermatologie,
Allergologie, Angiologie, Osteoporose, Urologie, Psychiatrie, Orthopädie, Chirurgie, Arzt und Versicherung, Arzt und Recht, IGEL, GOÄ, Berufspolitik
Anmeldung zum Kongress:
BDI e.V./Kongressabteilung
Schöne Aussicht 5, 65193 Wiesbaden
Tel.: 0611 / 18133-22 oder –24 / Fax: -23
E-Mail: info@bdi.de www.bdi.de
Reiseangebot
KaBeKo-Kongressreisen
Frau Karin Beyeler
Tel.: 06034/931864 Fax: 06034/931865
E-Mail: karinbeyeler@t-online.de
Kursübersicht / Anmeldung
Alle Kurse im Rahmen von Workshops/Refresherkursen können auch einzeln gebucht werden.
Datum
Zeit
Gebühr
Gebühr
Mitglied Nichtmitgl.
Leitung
Saal 1
Workshop – Stoffwechselkrankheiten
Diabetologie
02.12. - 04.12.02
Ernährungs-Kurs
02.12. - 04.12.02
210,00
110,00
110,00
310,00
160,00
160,00
C. Jaursch-Hancke/Wiesbaden
H. Kasper et al./Würzburg
10.00 - 13.00
16.00 - 19.00
80,00
110,00
G. Stein/Jena
Refresher-Sonographie-Combi-Kurse (4 Kurse / Einzelanm. mögl.)
Lungen- u. Pleura-Sonographie/ 02.12. - 03.12.02
10.00 - 13.00
240,00
80,00
340,00
110,00
G. Mathis/Hohenems
Sonographie-Abdomen
110,00
160,00
D. Strohm/Heilbronn
80,00
110,00
Ch. Jakobeit/Radevormwald
Nephrologie-Refresher-Kurs
05.12.2002
10.00 - 13.00
16.00 - 19.00
Saal 1I
02.12. - 04.12.02
16.00 - 19.00
Farbduplexsonographie
05.12. - 06.12.02
10.00 - 13.00
(Abdominelle Gefäße u. Organe inkl. Niere – Tipps und Tricks bei Beinvenenthrombose)
Weitere Therapieverfahren
05.12. - 06.12.02
16.00 - 19.00
80,00
110,00
Ch. Jakobeit/Radevormwald
1) Stellenwert Endosonographie des oberen Intestinaltraktes und Rektums: Indikationen, Möglichkeiten und Grenzen
2) Stoßwellentherapie in der Inneren Medizin und bei Weichteilerkrankungen: Stand des alternativen Therapieverfahrens
Saal 1II
Reisemedizin
geeignet auch f. Praxispersonal
02.12. - 03.12.02
10.00 - 12.00
50,00
80,00
G. Hess/Mannheim
Internistische Notfälle
02.12. - 03.12.02
16.00 - 18.00
50,00
80,00
P. Ritschel / Berlin
Orthopädie HWS-Rücken-Füße 04.12. - 05.12.02
10.00 - 12.00
50,00
80,00
E. Schmitt / Wiesbaden
Dermatologie
Fälle in der tägl. Praxis
16.00 - 18.00
50,00
80,00
S. Nolting / Münster
04.12. - 05.12.02
Hiermit melde ich mich verbindlich zu dem/den angekreuzten Kurs/en an.
Es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V.
Tageskarte
Datum___________________
Kongresskarte
Medizinisches Assistenzpersonal
40,00
100,00
70,00
(Mitglieder)
(Mitglieder)
(Mitglieder)
60,00
150,00
70,00
(Nichtmitglieder)
(Nichtmitglieder)
(Nichtmitglieder)
Anschrift:
Datum, Unterschrift:
Ärzte im Praktikum (AIP),Turnusärzte, Ärztinnen u. Ärzte im Erziehungsurlaub, Ärzte im Ruhestand und arbeitslose Mediziner erhalten bei Belegung der Seminarkongresse und Kurse 30%
Nachlass auf den Rechnungsendbetrag. Bitte Bescheinigung beifügen.
Ich bin
Mitglied im BDI e.V.
Nichtmitglied
Kongresse und Fortbildung
Seite 39 – BDI aktuell
25. Internationaler interdisziplinärer Seminarkongress für ärztliche Fortbildung
Puerto de la Cruz / Teneriffa
Uhrzeit
Freitag, 29.11.2002
Samstag, 30.11.2002
Montag, 02.12.2002
Dienstag, 03.12.2002
Mittwoch, 04.12.2002
Donnerstag, 05.12.2002 Freitag, 06.12.2002
09.00 - 10.00
Kardiologie
Kardiologie
Kardiologie
Kardiologie
K. Völker/Münster
Körperliche Aktivität und Fitness
– epidemiologische Evidenz
Sportmedizin
W. Hollmann/Köln
Kardiologie
K. Völker/Münster
Optimale Dosis v. Bewegung und
Sport in d. Behandl. d. Hypertonie
Kardiologie
K. Völker/Münster
Fitnesstraining vs. Ausdauertraining
gesundheitliche Aspekte
10.00 - 11.00
Gastroenterologie
W.D.Strohm/Heilbronn
Akute und chronische
Pankreatitis
Gastroenterologie
W.D.Strohm/Heilbronn
Gastrointestinale Blutungen
Gastroenterologie
J. Mössner/Leipzig
Erkrankungen der Gallenweg
Fallbesprechungen
Gastroenterologie
F.-J. Riemann/Ludwigshafen
Chronisch entzündliche Darmkrankheiten
Gastroenterologie
R. Büchsel/Berlin
Dysfunktionlle Syndrome in
der Gastroenterologie
Infektiologie, Teil I
W. Heizmann/Berlin
Infektionen des Gastrointestinaltraktes
Pharmakologie
U. Borchard/Düsseldorf
Neue Medikamente. Teil I
11.00 - 11.45
W.D.Strohm/Heilbronn
Pankreaskarzinom
W.D.Strohm/Heilbronn
Ulcus ventriculi und duodeni
J. Mössner/Leipzig
Cholelithiasis
Akutes Abdomen aus internist.
u.chirurgischer Sicht
F.-J. Riemann/Husemann
Divertikelkrankheit
R. Büchsel/Berlin
Infektiologie, Teil II
W. Heizmann/Berlin
Neue Medikamente. Teil II
U. Borchard/Düsseldorf
12.00 - 13.00
Koloskopie
W. Brühl/Vlotho-Exter
Ernährung bei koloproktologischen Erkrankungen
Gastroenterologie
W. Brühl/Vlotho-Exter
Proktologische Ambulanz
Stoffwechsel
B. Husemann/Düsseldorf
Divertikulitis aus chirurg.
Sicht
Dermatologie
S. Wassilew/Krefeld
Aktuelle Therapie
des Herpes Zoster
Dermatologie
S. Wassilew/Krefeld
Juckreiz – Differenzialdiagnose und Therapie
Stoffwechselstörungen
A.Steinmetz/Andernach
Konservative Therapie
der Adipositas
Stoffwechselstörungen
A.Steinmetz/Andernach
Ernährung und Medikation bei
Fettstoffwechselstörungen
14.30 - 15.45
Meet the Expert
L. Blaha/Deggendorf
Fragen an den Psychiater
Meet the Expert
GOÄ - Was gibt´s Neues?
W. Grebe/Frankenberg
Meet the Expert
M. Petro/Bad Reichenhall
Fallbeispiele-Pneumologie
Meet the Expert
D. Kirsten/Großhansdorf
Interessante Fälle
Meet the Expert
RA Th. Hermans/Euskirchen
Fragen an den Rechtsanwalt
Meet the Expert
O.-A. Müller/München
Schilddrüse: Interessante Fälle
16.00 - 17.00
Hepatologie
W. Arnold/Bremen
Akute und chronische
Hepatitiden
Pneumologie
M. Petro/Bad Reichenhall
Compliance und inhalative
Medikamentenapplikation
Pneumologie
D.Kirsten/Großhansdorf
Krankheiten der
kleinen Atemwege
Schilddrüsenkrankheiten
O.-A. Müller/München
Jodmangelkrankheiten
– noch aktuell?
Angiologie
H. Rieger/Engelskirchen
Zusammenhang zwischen PaVL,
KHK und Carotis-Stenose
Osteoporose
H. Minne/Bad Pyrmont
Management 2002, Teil II
17.00 - 18.00
Psychiatrie
L. Blaha/Deggendorf
Psychiatrische Notfälle
Hepatologie
W. Arnold/Bremen
Primäre und sekundäre
Gallenwegserkrankungen
Urologie
Th. Vögeli/Düsseldorf
Aktuelle Therapie
des Prostatakarzinoms
Urologie
Th. Vögeli/Düsseldorf
Die alternde Blase
Osteoporose
H. Minne/Bad Pyrmont
Management 2002, Teil I
Psychiatrie
L. Blaha/Deggendorf
Psychopharmaka und
ihr Abhängigkeitspotenzial
18.00 - 19.00
Schmerz
J. Nadstawek/Bonn
Aktuelle Schmerztherapie
Schmerz
J. Nadstawek/Bonn
Fallbeispiele aus der
Gutachtenpraxis – Schmerz
Gesichts-u. Mundchirurgie
Marie-Luise Hermans/Euskirchen
Refluxkrankheiten: Interaktives
Seminar, Teil 1
Angiologie
H. Rieger/Engelskirchen
Prophylaxe und Therapie der tiefen
Venenthrombosen am Wendepunkt
Orthopädie
E.Schmitt/Wiesbaden
Soweit die Füße tragen
Festvortrag
W. Hollmann/Köln
Wie funktioniert das Gehirn?Neue Erkenntnisse
20.30 - 22.00
Arzt und Versicherung
Th. Mock/Köln
Ernährung
H. Kasper / Würzburg
Therapie mit Probiotika:
Was ist gesichert?
Arzt und Recht
Th. Hermans/Euskirchen
Phytotherapie
W. Grebe/Frankenberg
Rationale Phytotherapie
Berufspolitik
G. G. Hofmann/Wiesbaden
RA M. Broglie/Wiesbaden
Änderungen vorbehalten
Terminübersicht: Intensivkurse Innere Medizin
Vorbereitung auf die Facharztprüfung und Refreshing 2002
DGIM Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V.
Datum:
Ort:
02.09.-06.09.2002
Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt, Med. Klinik III
Friedrichstr. 41, 01067 Dresden
Kontakt:
Tel.: 0351/480-1130, Fax: 0351/480-1119
Leitung:
Prof. Dr. H. Porst
Organisation: Prof. Dr. H. Nüßlein
Datum:
Ort:
02.09.-06.09.2002
Med. Hochschule Hannover, Zentrum Innere Medizin,
Abt. Nephrologie, Carl-Neuberg-Str. 1, 30625 Hannover
Kontakt;
Tel.: 0511/532-5950 od. -6319 od. -2429, Fax: 0511/532-8951
E-Mail: Radermacher.Joeg@mh-hannover.de
Leitung:
Prof. Dr. H. Haller
Organisation: PD Dr. J. Radermacher, PD Dr. W. Gwinner
Datum:
Ort:
Datum:
Ort:
23.09.-27.09.2002 – Teil II
Klinik u. Poliklinik für Innere Med. I, Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg, Ernst-Grube-Str. 40, 06120 Halle
Kontakt:
Tel.: 0345/557-2661, Fax: 0345/557-2253
Leitung:
Prof. Dr. W. Fleig, Prof. Dr. B. Osten, Prof. Dr. K. Werdan,
Prof. Dr. H. J. Schmoll
Organisation: Prof. Dr. W. Fleig, Dr. G. Hübner
Datum:
Ort:
23.09.-27.09.2002
Klinikum rechts der Isar, II. Medizinische Klinik der TUM
Ismaninger Str. 22, 81675 München
Kontakt:
Tel.: 089/4140-4074, Fax: 089/4140-4932
E-Mail: hans.allescher@lrz.tum.de
Leitung:
Prof. Dr. M. Classen, Prof. Dr. A. Schömig,
Prof. Dr. Ch. Peschel, Prof. Dr. D. Schlöndorff
Organisation: Prof. Dr. H.-D. Allescher, PD Dr. M. Kurjak, Fr. S. Zaun
16.09.-20.09.2002
Klinikum Erfurt GmbH, Zentrum für Innere Medizin,
2. Medizinische Klinik, Nordhäuser Str. 74, 99089 Erfurt
Kontakt:
Tel.: 03641/939138, Fax: 03641/939363
Leitung:
Prof. Dr. Schmidt, PD Dr. G. Laier-Groeneveld
Fr. Prof. Dr. I. Aßmann
Organisation: Prof. Dr. Schmidt
07.10.-11.10.2002
Medizinische Klinik III der Universität, Abt. Rheumatologie
Postfach 35 60, 91023 Erlangen
Kontakt:
Tel.: 09131/853-2075, Fax: 09131/853-6448
Leitung und Organisation: Prof. Dr. B. Manger, Prof. Dr. H. Nüßlein
Datum:
Ort:
Datum:
Ort:
16.09.-25.09.2002
Klinik III für Innere Medizin der Universität zu Köln
Joseph-Stelzmann-Str. 91, 50924 Köln
Kontakt:
Tel.: 0221/478-5059, Fax: 0221/478-3163
Leitung:
Prof. Dr. E. Erdmann, Prof. Dr. B. Lüderitz, Prof. Dr. T. Sauerbruch,
Prof. Dr. H. Vetter
Organisation: Prof. Dr. D.J. Beukelmann, Sekr. Fr. Blömer, Dr. Grohe,
Dr. P. Walger
Datum:
Ort:
– steht noch nicht fest –
Charité, Campus, Virchow-Klinikum, Medizinische Klinik
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin
Kontakt:
Tel.: 030/450-53131 od. 53253 od. 53232
Fax: 030/450-53916
Leitung:
Prof. Dr. E. Fleck, Prof. Dr. U. Frei, Prof. Dr. D. Huhn,
Prof. Dr. B. Klapp, Prof. Dr. B. Wiedenmann
Organisation: Prof. Dr. D. Barckow, Fr. Dr. Th. Schirop
BDI aktuell
Bedingungen für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen
des Berufsverbandes Deutscher Internisten e.V. (BDI)
1. Allgemeines
Diese Bedingungen gelten für die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen des BDI. Mit der Anmeldung erkennt der Teilnehmer die Bedingungen an.
2. Angebot und Vertragsschluss
Die Teilnehmerzahl der Kurse ist begrenzt. Die Kursangebote sind grundsätzlich freibleibend, d.h. sie sind als verbindliche Angebote im Rahmen der
verfügbaren Kursplätze zu verstehen. Anmeldungen zu BDI-Fortbildungsveranstaltungen haben schriftlich zu erfolgen und sind verbindlich. Die
Kursplätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der schriftlichen Anmeldungen vergeben. Bei Überbuchung erfolgt eine Benachrichtigung.
3. Zahlungsbedingungen
Die Zahlung der Kurs- bzw. Kongressgebühren wird mit Rechnungsstellung fällig.
4. Rücktritt
4.1.
Rücktritte von bereits gebuchten Kursen/Kongressen müssen per Einschreiben erfolgen. Bitte geben Sie Ihre Bankverbindung an.
4.2.
Bei Zugang der Rücktrittsmeldung mindestens 28 Tage vor Veranstaltungsbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr von 25,56
erhoben.
4.3.
Bei Zugang der Rücktrittsmeldung ab dem 27. Tag vor Veranstaltungsbeginn ist eine Bearbeitungsgebühr von 76,69 zu zahlen.
4.4.
Bei Zugang der Rücktrittsmeldung ab dem 3. Tag vor Veranstaltungsbeginn ist die gesamte Kurs- bzw. Kongressgebühr zu zahlen.
5. Änderungen und Absage eines Kurses durch den Veranstalter
5.1.
Die Veranstaltungen finden nur bei Erreichung einer Mindestteilnehmerzahl statt. Der BDI behält sich vor, Referenten auszutauschen,
Veranstaltungen räumlich oder zeitlich zu verlegen oder abzusagen und Änderungen im Programm vorzunehmen. Wird eine Veranstaltung
abgesagt, werden bereits gezahlte Gebühren in voller Höhe erstattet. Schadensersatzansprüche sind ausgeschlossen.
5.2.
Sollten innerhalb der Fortbildungen „Qualitätssicherung“, Workshops oder in Paket-Angeboten vertretbare Änderungen der Veranstaltung
erforderlich sein, so besteht kein Anspruch auf anteilige Kostenrückerstattung.
6. Kongresse
6.1.
Kongresskarten werden nur zu Kongressen herausgegeben und berechtigen zum Besuch der Seminarvorträge.
6.2.
Ärzte im praktischen Jahr (AiP), österreichische Turnusärzte bis zum 3. Ausbildungsjahr, Ärzte im Ruhestand, arbeitslose Mediziner sowie Ärzte im
Erziehungsurlaub erhalten bis auf Widerruf gegen Nachweis 30 % Ermäßigung auf den Rechnungsendbetrag.
6.3.
Nur Kongressteilnehmer können an den Sonderkursen teilnehmen, d.h. der Erwerb einer Kongresskarte ist obligatorisch. Die
Kongresskarten sind im Kongressbüro des BDI vor Ort abzuholen. Diese werden nur abgegeben, wenn die Kongressgebühren vorher
bezahlt worden sind. Die Kongresskarten sind nicht übertragbar.
Der Veranstalter
Meine Anschrift:
Herr
Frau
Akad. Titel:______________
Name:_________________________________________________________Vorname:___________________________________________
Anschrift privat*:____________________________________________________________________________________________________
mit Tel./Fax-Nr.
Anschrift dienstl.:____________________________________________________________________________________________________
(*Wird im Fall einer Anmeldung für die Teilnahmebescheinigung benötigt.)
Ich hätte gerne weitere Informationen zu folgenden Veranstaltungen:
Kongress Pörtschach / 25.8. - 31.8.2002
Echokardiographie-Aufbaukurs / 16.11. - 19.11. 2002
Farbdoppler-Abschlusskurs, München / 21. - 22.9.2002
Kongress Teneriffa / 28.11. - 7.12. 2002
Kongress Bad Pyrmont / 6.-11.10.2002
Ultraschall-Refresherkurs Echokardiographie / 7.12. 2002
Kurse Naturheilverfahren / 30. 10. - 03. 11. und 05. 11. - 09. 11. 2002
Ich möchte mich gleich zu folgenden Veranstaltungen anmelden:
Kurs:________________________________Kursgebühr:___________________
Termin/Ort:____________________________________
Kurs:________________________________Kursgebühr:___________________
Termin/Ort:____________________________________
Es gelten die Teilnahmebedingungen des BDI e.V., die ich mit meiner Unterschrift anerkenne (Änderungen vorbehalten).
Ich bin
Mitglied des BDI e.V.
Ort/Datum____________________________
Nichtmitglied
Unterschrift______________________________
Hinweis: Ein optimaler Nutzen von einer Kursteilnahme ist dann zu erwarten, wenn bereits eine dreijährige klinische Weiterbildungszeit vorliegt.
Bitte ausschneiden und einsenden oder faxen an:
Berufsverband Deutscher Internisten e.V., Postfach 1566, 65005 Wiesbaden
Telefon: 0611/18133-22, -24 / Fax: 18133-23 / E-Mail: info@bdi.de/www.bdi.de
40
BDI aktuell 8/9-2002
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Kunst und Fotos
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