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Erben und Vererben - wie man sein Vermögen richtig weitergeben

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In dieser Ausgabe weiters:
• Anleihen / Indices
• Erben und Vererben
• Wirtschaft & Konjunktur
• Welt der Anleihen
• Welt der Aktien
• Produkt-Ecke
• Unternehmenssplitter
• Anlagetipp
• Raiffeisen Service
Impressum
S
2
S
3
S
4
S
5
S
6+7
S
8
S
9
S 10+11
S
12
Nummer 8, 12. Jahrgang, August 2006
Liebe Leserinnen,
liebe Leser!
Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Die
Fülle an frei zugänglicher Information ist
rasant angewachsen (nicht zuletzt durch
das Internet). Was in der Schule gelernt
und in anstrengenden Studienjahren an
Wissen erworben wurde, ist schon nach
wenigen Jahren wieder veraltet. Unter dieser inflationären Entwicklung leiden auch
viele Werte, die früher von Generation zu
Generation weitergegeben wurden. Dazu
zählt auch die Geduld. Geduld braucht
man aber, wenn man sich als Ziel gesetzt
hat, ein wirklich „großes“ Vermögen zu erwerben.
„Zeit ist Geld!“
Wer es eilig hat und spekuliert, muss dabei
auf sein Glück vertrauen. Wer aber viel Zeit
hat (Jahre oder noch besser Jahrzehnte)
der kann das Wachstum seines Vermögens strategisch planen. Glück ist zwar
auch hier willkommen - für die Zielerreichung aber nicht mehr erforderlich. Wenn
Vermögen über mehrere Generationen
hinweg angehäuft wird, dann reichen
schon bescheidene jährliche Zuwachsraten um ein Vermögen zu stattlicher Größe
anwachsen zu lassen. Erfolgreich veranlagt, wird es sich langfristig vervielfachen
(Zinseszinseffekt).
Erben und Vererben - wie man sein
Vermögen richtig weitergeben kann!
Statistisch gesehen leben wir immer
länger. Aus vielerlei Gründen kann es
in Einzelfällen aber zu einem vorzeitigen Ableben kommen. Deshalb ist
das Thema „Erben und Vererben“ für
„alle“ Generationen (jung und alt) von
großer Bedeutung.
Erbfolge lässt sich so manche unschöne und meist auch sehr teure Streitigkeit um das Erbe leicht vermeiden.
Auch die steuerliche Belastung für die
Erben kann durch eine sorgfältige
Nachfolgeplanung gezielt reduziert
werden.
Leider wird über die gezielte Weitergabe von Vermögen, über alles, was
mit Tod, Sterben, Erben und Vererben
zu tun hat, oftmals nicht gründlich
genug nachgedacht und nur ungern gesprochen. Dies gilt sowohl für Gespräche im engen Familienkreis als auch
für Dialoge mit einem persönlichen
Berater.
Fragen, die dabei von Bedeutung sind:
Erbregelungen
Mit einer rechtzeitigen Regelung der
• Was ist zu beachten, wenn Sparbücher, Wertpapiere, eine Wohnung
oder ein Haus verschenkt bzw. vererbt werden soll?
• In welchen Fällen ist eine Schenkung
dem Vererben vorzuziehen?
• Wann ist der richtige Zeitpunkt für die
Vermögensweitergabe?
Sind die ersten Schritte getan, wächst das
Kapital aus eigener Kraft weiter. Sparen
(Konsumverzicht) ist dann nicht länger
erforderlich. Trotzdem sollte man diesem
Wachstumsprozess nicht passiv zuschauen, sondern ihn aktiv begleiten - in Abstimmung mit seinem persönlichen Berater. Je
attraktiver die Ertrags-Chancen, desto
wichtiger ist es, die damit verbundenen Risiken im Auge zu behalten und deren negative Auswirkungen zu beschränken.
Peter Goller
Foto: Bilderbox
Fortsetzung auf Seite 3
Seite 2
GELD
Anleihen / Indices
BÖRSE
Raiffeisen empfiehlt in diesem Monat:
WP-NR
Verzinsung
WP-Bezeichnung
Laufzeit
Kurs
Rendite
Rating
05 - 18.04.08
04 - 17.04.09
99 - 15.07.09
03 - 27.01.10
06 - 13.04.11
03 - 20.10.13
98,55
99,50
100,90
101,15
98,50
98,40
3,62 %
3,69 %
3,67 %
4,13 %
4,35 %
3,89 %
Aaa
Aaa
Aaa
A3
A3
Aaa
Euro Anleihen
XS0217383107
DE0002760923
AT0000384821
XS0160991989
DE000A0GQZ74
AT0000385992
2,750 %
3,500 %
4,000 %
4,500 %
4,000 %
3,800 %
General Electric
KFW
Republik Österreich
Volkswagen Finance AG
Deutsche Telekom
Republik Österreich
Euro Floater - variabel verzinst
AT0000322409 3,348 % Investkredit Bank AG
00 - 09.06.10
100,50
XS0197508764 3,024 % General Electric
04 - 28.07.14
100,45
1) Aufschlag auf den 6-Monats-Euribor; 2) Aufschlag auf den 3-Monats-Euribor
+20 BP1)
+20 BP2)
A2
Aaa
US - Dollar Anleihen
XS0163889636
US65562QAC96
XS0161304190
XS0172289604
3,625 %
2,875 %
3,875 %
3,500 %
General Electric
Nordic Investment Bank
European Investment Bk
KFW
03 - 28.02.08
04 - 15.06.09
03 - 31.03.10
03 - 15.12.11
97,20
93,55
95,10
91,25
5,49 %
5,31 %
5,37 %
5,41 %
Aaa
Aaa
Aaa
Aaa
3,69 %
3,89 %
N.R.
N.R.
Daueremissionen der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG - keine Kaufspesen
AT0000A002F7
AT0000A016K7
3,00% Raiffeisen-Tirol Anleihe
4,00% Raiffeisen-Tirol Anleihe
06. - 30.12.09
06. - 06.06.12
97,80
100,55
Entwicklung Börsenindices:
19.7.2006
21.6.2006
2005
3621,4
3,11%
-1,24%
4353,13
3238,69
5539,29
0,65%
2,42%
6162,37
5243,71
596,76
-4,92%
0,05%
769,41
578,3
10799,23
-2,53%
0,76%
11670,19
10156,46
2043,22
-4,58%
-7,35%
2375,54
2012,78
14946,84
-1,25%
-7,23%
17563,37
14045,53
1,2626
-1,07%
7,03%
1,2971
1,1645
GELD
Seite 3
Erben und Vererben
BÖRSE
Fortsetzung von Seite 1
Die fünf Steuerklassen
Nach dem familienrechtlichen Nahverhältnis werden fünf Steuerklassen (§ 7 ErbStG) mit unterschiedlich hohen Steuersätzen unterschieden:
Steuerklasse
Klasse I
Klasse II
Klasse III
Klasse IV
Klasse V
betrifft
Ehegatte, Kinder (inkl. Stief-, Adoptiv- und uneheliche Kinder)
Enkel und Urenkel
Eltern, Großeltern, Stiefeltern, Geschwister (voll- und halbbürtige)
Schwiegereltern, Schwiegerkinder, Neffen und Nichten
alle übrigen Erwerber und Zweckzuwendungen
Steuerfreibeträge
€
2.200,00
€
2.200,00
€
440,00
€
440,00
€
110,00
Bei „Schenkungen unter Lebenden“ zwischen Ehegatten gibt es einen zusätzlichen Freibetrag in Höhe von EUR 7.300,-.
Steuersätze in Prozent
in den Steuerklassen
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
€
bis
7.300,00
14.600,00
29.200,00
43.800,00
58.400,00
73.000,00
109.500,00
146.000,00
219.000,00
365.000,00
730.000,00
1.095.000,00
1.460.000,00
2.920.000,00
4.380.000,00
darüber
I
2,0%
2,5%
3,0%
3,5%
4,0%
5,0%
6,0%
7,0%
8,0%
9,0%
10,0%
11,0%
12,0%
13,0%
14,0%
15,0%
II
4,0%
5,0%
6,0%
7,0%
8,0%
10,0%
12,0%
14,0%
16,0%
18,0%
20,0%
21,0%
22,0%
23,0%
24,0%
25,0%
III
6,0%
7,5%
9,0%
10,5%
12,0%
15,0%
18,0%
21,0%
24,0%
27,0%
30,0%
32,0%
34,0%
36,0%
38,0%
40,0%
IV
8,0%
10,0%
12,0%
14,0%
16,0%
20,0%
24,0%
28,0%
32,0%
36,0%
40,0%
42,0%
44,0%
46,0%
48,0%
50,0%
V
14,0%
16,0%
18,0%
20,0%
22,0%
26,0%
30,0%
34,0%
38,0%
42,0%
46,0%
48,0%
51,0%
54,0%
57,0%
60,0%
Je enger der Verwandtschaftsgrad und je geringer der EUR-Gegenwert der Erbmasse, desto niedriger fällt die steuerliche
Belastung für die Erben aus.
Schenken oder vererben?
Sparbücher sind im Allgemeinen Inhaberpapiere, können also jederzeit verschenkt oder weitergeben werden. Eine
Sparbuchschenkung ist dann vollzogen,
wenn dem Beschenkten das Sparbuch
übergeben wird, der Schenkende die
Schenkung erklärt und der Beschenkte
das Geschenk annimmt. Auch wenn
dafür grundsätzlich kein Vertrag notwendig ist, kann ein solcher in speziellen Fällen sinnvoll sein. Sparbuchschenkungen sind nämlich grundsätzlich
schenkungssteuerpflichtig.
Dabei richtet sich die Höhe der Steuer
nach der jeweils gültigen Tarifklasse (I.
bis V.), dem Schenkungsbetrag und den
geltenden Freibeträgen.
Steuerlich interessanter als eine Sparbuchschenkung ist die Regelung für die
Vererbung von Sparbüchern, Bankguthaben und Forderungswertpapieren.
Nach Abzug der österreichischen Kapitalertragsteuer (KESt) in der Höhe von
25 % auf die Zinserträge ist die Erbschaftssteuer mit abgegolten.
Fortsetzung auf Seite 12
Seite 4
Wirtschaft & Konjunktur
GELD
BÖRSE
Schlagzeilen
Spannungen im Nahen Osten werfen einen Schatten auf die Finanzmärkte+++Ölpreis hat vorübergehend neue
Rekordhöhen erklommen+++Gold neuerlich im Aufwärtstrend+++US-Kerninflation abermals sehr hoch+++Aktienmärkte
gebeutelt+++US-Notenbankchef findet letztendlich beruhigende Worte+++Zinsanhebung in Japan
Japan beendet jahrelange Ära
der Nullzinspolitik
Die Bank of Japan (BoJ) hat am 14. Juli ihren Leitzins auf
0,25 % erhöht und damit ihre jahrelange Ära der Nullzinspolitik beendet. Da die japanische Wirtschaft vor kurzem eine jahrelange Stagnation und Deflation überwunden hat,
kann sich nun auch die japanische Notenbank dem globalen
Zinserhöhungszyklus anschließen. Die BoJ betonte, dass diese erste Zinsanhebung nur der erste Schritt einer langsamen,
aber stetigen Straffung der Geldpolitik war. Eine geldpolitische Normalisierung ist notwendig, um ein Heißlaufen der
Investitionen zu verhindern. Da die Wirtschaft in Japan derzeit sehr kräftig wächst, ermuntert das billige Geld immer
mehr Firmen zum Investieren. Die japanische Wirtschaft hat
sich mittlerweile so kräftig erholt, dass eine Normalisierung
der Geldpolitik der Konjunktur nicht schaden dürfte. Der
schon seit längerer Zeit erwartete Schwenk in der japanischen
Zinspolitik sollte vom japanischen Aktienmarkt mittelfristig
sogar leicht positiv interpretiert werden. Schließlich ist da-
Japan dreht den Geldhahn langsam zu
mentalfaktoren durchsetzen werden und der Nikkei 225 ein
deutlich höheres Kursniveau erklimmen sollte.
Der Yen konnte durch die Zinsanhebung noch nicht profitieren, was angesichts der Aussagen von BoJ-Chef Toshihiko
Fukui, dass das Zinsniveau in Japan auch weiterhin sehr tief
bleiben würde, wenig überraschte. Wir erwarten weitere
Zinsanhebungen zu je 0,25 Prozentpunkten in Quartalsschritten, sodass der Leitzins Mitte 2007 bei 1,00 % liegen
sollte. Steigende Zinsen in Japan sollten auf absehbare Zeit
aber für ein Ende der Yen-Schwäche sorgen. Für eine
Aufwertung des JPY sprechen auch die deutliche Unterbewertung des JPY gegenüber EUR und USD gemäß
Inflationsdifferenz, die nachhaltige Konjunkturerholung in
Japan und der hohe und wachsende Leistungsbilanzüberschuss. Von einer Finanzierung im JPY raten wir deshalb
auf dem aktuellen Niveau dringendst ab!
Peter Brezinschek
Chartecke: EUR/JPY
letzter Kurs: 147,65
Position: long
Kursziel: 150
Wiewohl gemäß volkswirtschaftlicher Überlegungen fraglich, steigt der Kurs immer noch, d.h. seit dem Kaufsignal
bei 141,50 liegen als Ziele 153 und 160 an. Gemäß des aktuellen Aufwärtstrends (des EUR) gilt der Bereich 149 - 150
als massive Widerstandszone und könnte den Kurs bis 142
und sogar 136 zurückfallen lassen. Der Aufwärtstrend wäre
bis dahin aber immer noch intakt.
Aufwärstrend: 148,00 " 149//150//153/160
Abwärtstrend: 146,70 " 145,60/144,80
EUR/JPY
mit einer der latent schwelenden Unsicherheitsfaktoren der
letzten Monate aus dem Weg geräumt. Ebenfalls für den japanischen Aktienmarkt spricht, dass der jüngste Kursrutsch
bei im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch erwarteten Gewinnwachstumsraten das KGV wieder auf ein moderates Niveau geführt hat. Dennoch ist unserer Meinung
nach eine US-Konjunkturverlangsamung bis jetzt noch nicht
ausreichend in den Analystenschätzungen berücksichtigt. In
einem diesbezüglichen Anpassungsprozess erwarten wir dann
auch ein nochmaliges Antesten der Tiefststände, ehe sich im
weiteren Jahresverlauf schlussendlich die positiven Funda-
Quelle: Reuters, Raiffeisen Research
GELD
Welt der Anleihen
BÖRSE
Bernanke beruhigt die Märkte
Neutral: alle Laufzeiten
Der 19. Juli war ziemlich turbulent: während zuerst hohe USInflationszahlen eine weitere Zinsanhebung der USNotenbank erwarten ließen, präsentierte Fed-Chef Ben Bernanke danach einen relativ optimistischen Inflationsausblick
und beruhigte damit die Märkte. Bernanke warnte zwar davor, dass eine dauerhaft hohe Inflation der US-Wirtschaft empfindlich schaden könne und die Zentralbank sehr achtsam auf
die anhaltenden Preissteigerungen schauen müsse, allerdings
erwarte er eine Abschwächung des jüngsten Preisauftriebs
nächstes Jahr. Besonders in der Kernrate, für die die Fed
US-Infaltion steigt weiter an
ihre Prognose zwar leicht angehoben hat, werde es in den
kommenden Quartalen einen Rückgang geben.
Bernanke sieht die US-Wirtschaft in einer Übergangsphase
von einer Zeit kräftigen Wachstums zu Jahresbeginn hin zu
einer Periode langsameren Zuwachses. Diese Entwicklung
werde mit dazu beitragen, den Inflationsdruck im Jahresverlauf zu reduzieren. Gleichwohl bleibe die Notenbank besorgt wegen des Ölpreis-Höhenflugs und anderer Faktoren,
die die Inflation und vor allem die Preiserwartungen nach oben
treiben könnten.
Im Gegensatz zu den negativen Marktreaktionen auf die enttäuschenden Juni-Inflationszahlen drehten die internationalen Rentenmärkte auf die Aussagen von Bernanke deutlich
nach oben. Das Risiko einer erneuten Zinsanhebung am 8.
August ist nach dieser Rede geringer geworden. Die Renditen
fielen sowohl in Europa als auch in Amerika: so fiel die
Rendite der 10J Treasury von 5,17 % auf 5,06 %), die Rendite
der 10J deutschen Bundesanleihe von 4,05 % auf 3,97 %.
Renditeprognosen
Sep.06
5,0
4,2
Dez.06
4,8
4,4
Die renditeträchtigsten Anleihen
mit kurzer Laufzeit
Name
Portugal Telecom
KPN
Renault
Laufzeit
7. Juli 2009
5. Nov. 2008
26. Juni 2009
Rendite
4,5 %
4,1 %
4,2 %
ISIN
XS0096141337
XS0091945419
FR0000489767
Wer in Unternehmens-Wertpapiere investieren möchte, dem
bieten sich zumeist zwei Möglichkeiten. Einerseits kann man
mittels Aktien an der Unternehmenswertsteigerung partizipieren, wobei die Behaltedauer dieses Papiers praktisch unbegrenzt ist. Andererseits bieten Unternehmensanleihen eine
Alternative, bei der man auf die Bonität eines Unternehmens
vertraut und spätestens per Endfälligkeit sein investiertes
Geld zurückbekommt - mit Zinsen versteht sich. Wer in
fixverzinste und liquide EUR Unternehmensanleihen mit einem Investmentgrade-Rating und einer Laufzeit von ein bis
drei Jahren und den höchsten Renditen, die in diesem
Segment zu erzielen sind, investieren möchte, der sollte jetzt
weiter lesen.
Mit einer Laufzeit bis April 2009 bietet Portugal Telecom
mit einer Rendite von 4,5 % derzeit ein interessantes Niveau
(Kupon: 4,625 %, ISIN: XS0096141337). Das Unternehmen
gilt zwar seit Längerem als Übernahmekandidat, wobei sich
das Baa1/BBB+ Rating verschlechtern könnte. Wer diese
Anleihe jedoch bis Endfälligkeit hält bekommt dafür eine der
höchsten Renditen, die für diese Bonitätsstufe zu erzielen sind.
Einen Ausfall erwarten wir auch im Falle einer Übernahme
durch eine private Investorengruppe nicht.
Quelle: Thomson Financial Datastream, Raiffeisen Research
Renditen10J aktuell
USA
5,1
Eurozone
4,0
Seite 5
Jun.07
4,7
4,2
Ein zweiter Titel der Telekombranche ist der niederländische KPN-Konzern. Für eine Laufzeit von etwa zwei Jahren
(November 2008, Kupon: 4,75 %, ISIN: XS0091945419)
zahlt der Telekomanbieter aktuell 4,1 % jährlich an Rendite.
Mit einem Baa2/BBB+ Rating befindet man sich am unteren Rande des Investmentgrade-Segments. Aber auch hier gilt:
Wer sein Geld für zwei Jahre veranlagen möchte ohne vorher verkaufen zu müssen, dem bietet sich auch hier eine interessante Investitionsgelegenheit.
Der französische Automobilhersteller Renault zahlt derzeit
eine Rendite von jährlich 4,2 % für eine Laufzeit bis Juni 2009
(Kupon: 6,125 %, ISIN: FR0000489767). Renault besitzt
eine 44 %ige Beteiligung an dem japanischen Automobilhersteller Nissan und befindet sich aktuell in
Verhandlungsgesprächen mit dem US-Hersteller General
Motors bezüglich einer möglichen Allianz. General Motors
besitzt mit einem Caa1/B Rating ein wesentlich schwächeres Rating als Renault (Baa1/BBB+), weshalb Renault im
Falle eines Zusammenschlusses mit General Motors ebenfalls
höhere Renditen bezahlen wird müssen, da das Geschäftsrisiko
ansteigen dürfte. Für jene, die jetzt investieren möchten und
bis Juni 2009 warten können, bietet diese Renault-Anleihe
ein durchwegs faires Renditeniveau.
Seite 6
Welt der Aktien
GELD
BÖRSE
S&P 500 - Ben Bernanke
beruhigt die Börsianer
NASDAQ Das Schlimmste eingepreist
Empfehlung: Halten
Kauf: Alcoa, Altria, Barrick Gold, Boeing, Exxon Mobil,
Halliburton, Johnson&Johnson, McDonalds,
Procter&Gamble, Texas Instruments, Walt Disney
Empfehlung: Kauf
Kauf: Ebay, Google, Yahoo
Auf der einen Seite übten zuletzt die Spannungen im Nahen
Osten in Kombination mit den einhergehenden Anstiegen
der Ölpreise sowie der Verunsicherung der Anleger Druck auf
den Aktienmarkt aus. Auf der anderen Seite scheint die USNotenbank immer stärker darüber nachzudenken, wann sie
ihre Serie an Leitzinserhöhungen einstellt. Trotz der abermals
über den Erwartungen ausgefallenen Kerninflationsdaten für
Juni wurde so jedenfalls eine Rede des Fed-Chefs Ben Bernanke interpretiert, der explizit ansprach, dass die Kerninflationsdaten in weiterer Folge aufgrund der nachlassenden
Konjunkturdynamik in den kommenden Monaten auch wieder zurück kommen würden. Etwas im Schatten all dieser
Der Fed-Chef hat gesprochen ...
Ein mäßiger Auftakt der Berichtssaison und schlechter als erwartete Wirtschaftsdaten (diese deuten auf eine Verlangsamung
der US-Konjunktur hin) sorgten zuletzt wieder für stärkeren
Abgabedruck bei Technologietiteln. Erst die kalmierenden
Wortmeldungen von US-Notenbankchef Bernanke im Zuge
der Präsentation der letzten Inflationszahlen (diese erhöhten die
Wahrscheinlichkeit, dass der laufende Zinsanhebungszyklus
seinem Ende nah ist) versprühten wieder etwas Optimismus an
den Märkten. In besagter Berichtssaison veröffentlichen auch
einige prominente Technologietitel teils enttäuschende Zahlen
und Ausblicke. So gab es abermals schlechte Nachrichten aus
dem Chipsektor. Branchenprimus Intel und sein Hauptkonkurrent AMD liefern sich hier mittels Preisnachlässen einen erbitterten Kampf um Marktanteile. Wir sind zwar weiterhin
skeptisch was die Gewinnaussichten für den IT-Sektor für das
zweite Halbjahr betrifft. Denn unserer Meinung nach sollten diese vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden US-
Preiskampf bei Prozessoren
Entwicklungen standen die Unternehmensveröffentlichungen
im Rahmen der laufenden "US-Berichtssaison". Nach einem
schwachen Auftakt (Alcoa, 3M und vor allem einige Technologiekonzerne enttäuschten mit ihren Ergebnissen, Ausblicken
oder Gewinnwarnungen) hat sich diesbezüglich das Sentiment
jüngst deutlich verbessert. Dennoch würden wir erst bei
Indexniveaus nahe den Jahrestiefstständen wieder Positionen
aufbauen.
Konjunktur wohl nicht zu halten sein. Dennoch wird ein Großteil
der schlechten Nachrichten bereits in den Kursen reflektiert.
Weitere Rückschläge sollten daher zum Aufbau langfristiger
Positionen genützt werden. Wir ändern unsere Empfehlung
dementsprechend auf "Kauf".
S&P 500
NASDAQ Composite Index
Quelle : Thomson Financial Datastream, Raiffeisen Research
Quelle : Thomson Financial Datastream, Raiffeisen Research
GELD
BÖRSE
Welt der Aktien
Seite 7
Europa Berichtssaison im Anrollen
Österreich ATX mit Potenzial
Empfehlung: Halten
Empfehlung: Kauf
Kauf: Andritz, Böhler Uddeholm, Erste Bank, EVN,
Flughafen Wien, Mayr-Melnhof, OMV, RHI, SchoellerBleckmann, UNIQA Stamm, Verbundgesellschaft,
voest-alpine, Wienerberger, Rosenbauer, Semperit,
AT&S
Kauf: BP, GlaxoSmithKline, Nestlé, Novartis, Roche, UBS,
Philips, UniCredit, AXA, EADS, Sanofi-Aventis, Total,
Vivendi Universal, Nokia, Telefonica, Allianz, BASF,
Bayer, Deutsche Telekom, E.ON, Fresenius Medical
Care, Lufthansa, SAP
Neben der Aussicht einer Zinspause in den USA sorgten auch
die zuletzt veröffentlichten US-Quartalszahlen für einen Stimmungsumschwung bei den Investoren. Obwohl der Start der europäischen Berichtssaison durch die schwächeren Quartalszahlen
von SAP missglückt ist, rechnen wir dennoch mit Quartalsergebnissen, die mehrheitlich positiv ausfallen werden. Auf
Sektorebene stehen zur Zeit die Pharmawerte im Mittelpunkt,
nachdem die beiden Schweizer Pharmatitel die Analystenerwartungen bei Weitem übertreffen konnten. Ob die Unter-
Der ATX hielt sich in den letzten Wochen in Anbetracht der
Umstände (Nahost-Konflikt, hohe Ölpreise, US-Kerninflationsdaten) ausgesprochen gut. Die Sorge um eine globale
Liquiditätsverknappung wurde zuletzt nämlich etwas in den
Hintergrund gedrückt. Der ATX dürfte jedenfalls bis Jahresende
noch einiges Potenzial haben.
betandwin schockte am Mittwoch den Markt mit einer veritablen Gewinnwarnung für das zweite Quartal 2006. Auf Grund
exzessiver Marketingaufwendungen im Vorfeld zur sowie einer
Schluss mit lustig?
Ausschuss zum Eigentor?
nehmensberichte allerdings weitere Impulse bringen werden,
dürfte im Wesentlichen von den künftigen Unternehmensaussichten abhängen. Auch wenn es bei dem einen oder anderen Unternehmen zu Gewinnrevisionen nach unten kommen
könnte, gehen wir davon aus, dass diese im Vergleich zu den
US-Unternehmen moderater ausfallen dürften. Unterstützt durch
die anhaltend gute europäische Konjunkturdynamik und die attraktiven Bewertungen rechnen wir bei Entspannung der geopolitischen Risiken mit einer Verbesserung des Börsenklimas
im weiteren Jahresverlauf.
sehr schwachen Rohmargenentwicklung während der FußballWeltmeisterschaft werde man im zweiten Quartal ein stark negatives EBITDA ausweisen. In Folge reagierte die Aktie mit
weiteren, massiven Kursverlusten. Das allgemeine Kursgemetzel
der Online-Gaming Aktien setzte bereits zu Wochenbeginn
ein, als die Verhaftung des Vorstandes von BETonSPORTS in
den USA bekannt wurde. Die rechtlichen Unsicherheiten, speziell in Deutschland und in den USA, stellen nach wie vor ein
großes Risikopotenzial für die Aktie dar.
EuroStoxx50
ATX
Quelle : Thomson Financial Datastream, Raiffeisen Research
Quelle : Thomson Financial Datastream, Raiffeisen Research
Seite 8
Produkt-Ecke
Wandelanleihenbewährte Alternative
GELD
BÖRSE
Wert der Wandelanleihe
Wer sich in Zeiten erhöhter Unsicherheit auf verlässliche
Zahlungen verlassen und trotzdem die Chance auf Kursgewinne
nicht aufgeben will, der sollte in seinem Portfolio
Wandelanleihen nicht unberücksichtigt lassen. Diese attraktive Anlagealternative kombiniert die Ertragssicherheit einer
Anleihe mit den Gewinnchancen einer Aktie.
Kombination von Anleihe und Aktie
Der Inhaber einer Wandelanleihe (Wandelschuldverschreibung)
ist nicht nur Besitzer einer Anleihe, sondern kann diese auch
während der Laufzeit gegen eine vorher festgelegte Anzahl
von Aktien des Emittenten umtauschen. Vor dem Umtausch hat
er Anspruch auf die festgelegten Kupons (sofern es sich nicht
um eine Nullkuponanleihe handelt), mit dem Umtausch wird
er zum Aktionär und die Anleihe geht unter. Eine Pflicht für
den Anleger zum Umtausch besteht jedoch nicht.
Nicht zu verwechseln ist die Wandelanleihe mit der
Optionsanleihe, weil anders als bei der Optionsanleihe das
Optionsrecht nicht unabhängig gehandelt werden kann. Der
Wandelanleihe ähnlich und manchmal auch als solche bezeichnet ist die Umtauschanleihe, bei der der Käufer das Recht
erwirbt, die Anleihe gegen eine vorher festgesetzte Anzahl von
Aktien eines anderen Unternehmens zu erwerben.
Mitunter ist die Wandelanleihe mit Rechten für den Emittenten
ausgestattet. So kann sich der Anleiheschuldner das Recht einräumen, die Anleihe vorzeitig zurückzurufen, das heißt, durch
Zahlung der Nominale seine Schuld vor Ablauf zu tilgen. Dem
Anleger bleibt in diesem Fall nur mehr eine kurze Zeitspanne
von ein bis zwei Monaten um die Anleihe in Aktien umzutauschen. Der Emittent wird vorzeitig tilgen, wenn der Aktienkurs
über den Umtauschkurs steigt oder er sich Kapital zu günstigeren Konditionen beschaffen kann. Aufgrund von unterschiedlichen Kosten, die mit dem vorzeitigen Rückruf und einer Neuemission verbunden sind, lohnt sich dieser Aufwand
für den Anleihebegeber aber nur bei einem mit 20 bis 30 % über
dem Umtauschkurs liegenden Aktienkurs. Zudem ist der
Rückruf erst nach einer gewissen Laufzeit erlaubt.
Gewinnchance und Risikoabsicherung
Die Wandelanleihe ist äquivalent zu einem Portfolio aus einer
Anleihe und einer Call-Option auf die Aktie des emittierenden
Unternehmens. Aus dieser Ähnlichkeit kann der Anleger sehr
schön die Untergrenzen für den Wert der Wandelanleihe (grüne, strichlierte Linie in der nebenstehenden Grafik) ableiten:
Zum einen muss sie zumindest soviel wert sein, wie die Anleihe
selber (blaue Linie), da diese vom Ausgeber bedient werden
muss. Zum anderen kann der Wandelanleihekurs auch nicht unter den Wert der Aktien (rote Linie) fallen, die man im Falle
eines Umtausches erhalten würde.
Wie in der Grafik auch sehr deutlich zu erkennen ist, folgt der
Preis der Wandelanleihe dem Wert der Anleihe, solange der Kurs
der Aktie weit unter dem vereinbarten Umtauschkurs liegt.
Wenn der Aktienkurs darüber liegt, geht die Wandelanleihe
mit dem Kurs der Aktie mit.
Quelle: Thomson Financial Datastream, Raiffeisen Research
In Zeiten schlechter Aktienkurse erhält man die sicheren
Zinserträge der Anleihe, verzichtet aber nie auf mögliche
Kursgewinne. Den Preis für diese Sicherheit zahlt man jedoch
in Form von etwas niedrigeren Kupons der Anleihe.
Reizvolle Portfoliobeimischung
Wandelanleihen bieten ein besseres Ertrag-Risikoverhältnis als
andere Aktien- und Anleihenmischungen. Fügt man zu einem
bestehenden Depot aus Anleihen und Aktien Wandelanleihen
hinzu, steigt die Rendite bei gleichem Risiko bzw. sinkt das
Risiko bei gleichem Ertrag1.
Vielfach liegen Wandelanleihen unter ihrem theoretischen Wert,
weil das Optionsrecht untrennbar mit der Anleihe verbunden
ist und Investoren eher frei handelbare Optionen bevorzugen.
Diese Tatsache lässt sich nur bei entsprechendem Fachwissen
systematisch nutzen, weshalb Anlegern geraten wird, auf das
Expertenwissen eines Fondsmanagers zu bauen. Darüber hinaus muss auch der Umtauschzeitpunkt gut gewählt sein, was
ebenfalls die richtige Bewertung des Instruments voraussetzt.
Wie immer bei der Auswahl von Anleihen ist die Bonität des
Emittenten zu berücksichtigen. Denn nur, wenn das
Unternehmen liquide bleibt, bietet die Wandelanleihe auch die
gewünschte Absicherung nach unten. Wie die Grafik zeigt sinkt
der Anleihekurs im Konkursfall (sehr niedriger Aktienkurs)
und man erhält als Anleihebesitzer nur mehr einen Bruchteil des
Nominalwerts. Deshalb sollte besonders in stürmischen Zeiten
bei der Auswahl der Wandelanleihen auf eine ausgezeichnete
Bonität der Anleiheschuldner geachtet werden, damit
Risikoabsicherung und zugleich interessante Gewinnchance
voll zur Geltung kommen.
Für den Investor interessant wäre ein Wandelanleihen-Zertifikat
aufgelegt von der Dresdner Bank (ISIN: DE0007584815).
Dieses Produkt bildet die Wertentwicklung eines Portfolios von
bis zu 20 europäischen Wandelanleihen ab und eignet sich vor
allem für längerfristige Veranlagung, da der Ausstieg nur zu zwei
Terminen pro Jahr vorgesehen ist.
1
Ammann Manuel et al. (2000): Wandelanleihen - Replikation und Einsatz in BVG-Portfolios,
Studie des Schweizerischen Instituts für Banken und Finanzen der Universität St.Gallen,
im Auftrag von Fisch Asset Management AG, Zürich
GELD
Unternehmenssplitter
BÖRSE
Intel
(USD 18,49)
Intel
... präsentiert enttäuschende Umsatzzahlen
Einschätzung: Halten
Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat angesichts eines verschärften Wettbewerbs mit dem Konkurrenten AMD einen
deutlichen Rückgang seines Quartalsgewinns hinnehmen müssen. So wies das Unternehmen für das zweite Quartal einen
Reingewinn von USD 885 Mio. oder 15 US-Cent je Aktie aus.
Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Gewinn noch
USD 2,04 Mrd. betragen. Ohne Belastungen aus Aktienoptionen
lag der Gewinn mit USD 1,12 Mrd. aber um rund USD 300
Mio. über den Erwartungen der Analysten. Enttäuschend entwickelte sich hingegen der Umsatz. Dieser fiel auf USD 8
Mrd. von zuvor USD 9,23 Mrd. Analysten hatten im Schnitt
USD 8,23 Mrd. erwartet. Für das dritte Quartal sagte Intel einen Umsatz zwischen USD 8,3 und 8,9 Mrd. voraus.
Novartis
(CHF 68,00)
Quelle: Thomson Financial Datastream, Raiffeisen Research
Novartis
... Pharmaabsatz weiter gut im Rennen
Einschätzung: Kauf
Novartis bestätigt den Gewinnausblick für das Gesamtjahr,
rechnet nun allerdings mit einem stärkeren Umsatzanstieg als
bisher. Das Wachstum des Konzernumsatzes 2006 soll lt.
Konzernleitung in Lokalwährung prozentual zweistellig (zuvor
ein hoher einstelliger Zuwachs) ausfallen und das Pharmawachstum soll nun eine hohe einstellige Rate (zuvor mittlerer
bis hoher einstelliger Umsatzanstieg) erreichen. Auf der Ergebnisseite könnten die im Vorfeld der Markteinführung neuer
Medikamente höheren Marketingaufwendungen und voraussichtlich schwächere Umsatzerlöse im Generikabereich
(Preisentwicklung) belasten. Nichtsdestotrotz bleibt die Aktie
auf lange Sicht gesehen eine Investition wert, da der Konzern
hinsichtlich Patentrechtsanfechtungen und -ausläufen wenig
zu befürchten hat.
Roche
Quelle: Thomson Financial Datastream, Raiffeisen Research
(CHF 208,10)
Roche
... Krebsmedikamente stark nachgefragt
Einschätzung: Kauf
Der Nettogewinn von Roche ist im ersten Halbjahr 2006 um
beachtliche 37 % gestiegen und hat somit die Analystenerwartungen übertroffen. Der Umsatz erhöhte sich in lokaler
Währung um 16 % auf CHF 19,9 Mrd. Die Pharmasparte erzielte einen Umsatzanstieg um 19 % unterstützt durch die wichtigsten Krebsmedikamente Mathera, Herceptin, Avastin und
NeoRecormon, die im ersten Halbjahr einen Umsatz von jeweils
mehr als einer Milliarde Schweizer Franken erzielt haben.
Für das Gesamtjahr 2006 geht der Konzern von einem zweistelligen Umsatzwachstum auf Konzernebene sowie in der
Pharmasparte aus und will das Marktwachstum in allen Sparten
übertreffen. Der Gewinn soll deutlich über dem Vorjahreswert
liegen.
Quelle: Thomson Financial Datastream, Raiffeisen Research
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Seite 10
GELD
Anlagetipp
BÖRSE
Raiffeisen-Stabilitätsfonds: Mehrwert bei begrenztem Risiko
Die Mehrheit der Experten versteht unter Absolute Return, (Fonds) Produkte
mit einem absoluten Ertragsziel, die Verluste vermeiden wollen und ohne Abhängigkeit von einer Benchmark gemanagt
werden. Keine negativen Periodenergebnisse auszuweisen ist aber nicht als Garantie zu verstehen.
Erreichen wollen die Fondsmanager den
angestrebten stetig positiven Ertrag, indem sie auf den unterschiedlichsten
Märkten in Aktien, Anleihen und sogenannten Alternativen Investments investieren.
Dadurch streuen sie ihr Risiko und können immer das Anlageinstrument in ihrem Portfolio übergewichten, das je nach
Marktlage die besten Renditeaussichten
hat. Über Optionen sichern sich die
Fondsmanager ab.
Anders als die Standardfonds messen
Absolute Return-Fonds ihren Erfolg
nicht relativ zu einem Aktien- oder Anleiheindex. Warum, zeigt folgendes Beispiel: Wie „wenig“aussagekräftig der
Vergleich mit dieser sogenannten Benchmark ist, haben Anleger während der
Kursverluste an den Börsen erfahren.
Wenn der als Vergleichsmaßstab gewählte Index 20 % verloren hat, der Aktienfonds aber nur 15 % im Minus lag, war
der Fonds zwar besser, aber die Verluste
waren trotzdem vorhanden.
Für viele Anleger ist es aber wichtiger,
sicheres Geld zu verdienen und nicht unbedingt den Markt zu schlagen.
Die Investition mit Funktion
Der Raiffeisen-Stabilitätsfonds partizi-
piert an den vielfältigen Trends globaler
Kapitalmärkte und bietet Ertragschancen, die zwischen jenen eines konservativen Anleiheportfolios und einer Aktienanlage liegen. Mit einem traditionellen
Ansatz wäre dieses Ertragsziel nur unter beträchtlichem Risiko zu erreichen.
Ein modernes und diszipliniertes Risikomanagement sorgt dafür, das jährliche
Verlustrisiko auf ein Minimum zu begrenzen.
Dem Fondsmanagement steht ein breites Spektrum an Anlageklassen, Regionen und Währungen, Instrumenten und
Strategien zur Verfügung, um dieses Ziel
zu erreichen. Aktive Managementstrategien und höchste Flexibilität stellen
dabei die entscheidenden Erfolgsfaktoren dar.
Kursverläufe mit (Absolute Return) und ohne Wertsicherungsmodelle in unterschiedlichen Marktphasen
• Geringerer Verlust von Absolute Return im Laufe der Zeit (Raiffeisen Stabilitätsfonds: minus 3 % pro Kalenderjahr) Absolute Return ohne
Wertsicherung Zeit Kurs
• Bei einer Seitwärts -Bewegung der
Märkte decken sich beide Kursverläufe weitgehend Zeit Kurs
• Performancevorteil für den Fonds
ohne Wertsicherung in einem stark
steigenden Markt ohne Wertsicherung Absolute Return Zeit Kurs
Die Vorteile auf einen Blick:
• Spezielles Risikomanagement
In Abwärtsphasen auf den Wertpapiermärkten soll durch spezielles Risikomanagement der Jahresverlust auf
max. - 3% p.a. (pro Kalenderjahr) beschränkt werden.
• Hohe Flexibilität
So flexibel wie jeder andere Fonds im Gegensatz zu Garantieprodukten
auch für regelmäßiges Fondssparen
und keine Laufzeit.
• Attraktive Ertragschancen
Langfristig profitieren an globalen Anleihe- und Aktienmärkten sowie Alternativen Investments.
GELD
BÖRSE
Raiffeisen Centrobank
Raiffeisen Centrobank Garantie-Zertifikate
BRIC
Seite 11
Raiffeisen Centrobank als erster
österreichischer Emittent ausgezeichnet:
“Zertifikate Awards 2003 - 2005”
Immer unter den drei Besten
“Alternative Investments Award 2006” 1.Platz
- Strukturierte Produkte - Markteting
GARANTIE-ZERTIFIKAT
" Maximale Partizipation an der neuen
Benchmark S&P BRIC 40 Index®
"
Sicherheit durch 100% Kapitalgarantie
"
börsentäglich handelbar an der
Wiener Börse
ISIN
Laufzeit
Tilgungskurs
Börsennotiz
Weitere Informationen erhalten Sie beim Berater Ihrer Raiffeisenbank,
im Internet unter www.rcb.at oder unter der Produkt-Hotline der
Raiffeisen Centrobank +43(0)1 51520 - 484
"Standard & Poor's", "S&P" and “S&P BRIC 40 Index" are trademarks of the Standard & Poor's Division
of The McGraw-Hill Companies, Inc., some of which may be protected by registration in one or more
territories and which have been licensed for use by Raiffeisen Centrobank. This Product is not sponsored, managed, advised, sold or promoted by "S&P."
AT0000A01GA0
19.07.2006
bis 21.07.2014
garantierte Tilgung
zu 100% des
Nominales und
100% Partizipation
an der positiven
durchschnittlichen
Entwicklung des
S&P BRIC 40 Index®
Wien
Seite 12
Fortsetzung:
GELD
Raiffeisen Service
BÖRSE
Erben und Vererben
Hubert Barbist; Private Banking - RLB Tirol AG
Foto: RLB Tirol AG
Die vorher genannten Anlageformen
können deshalb ohne weitere Steuern
vererbt werden. Diese Regelung gilt
auch für inländische und ausländische
Aktien (solange der Aktienanteil je Unternehmen kleiner 1 % ist).
Die Besteuerung von Immobilien
Hier sind vor allem die steuerlichen
Belastungen zu beachten, die sich aus
der Weitergabe oder den Verkauf von
Immobilien ergeben können. Die Basis
für die Steuerbelastung (Erbschaftsoder Schenkungssteuer) einer inländischen Liegenschaft ist der dreifache Einheitswert.
Dies stellt eine wesentliche Begünstigung gegenüber dem Verkehrswert einer Liegenschaft dar.
Die gesetzliche Erbfolge
Im Unterschied zu inländischen ist bei
ausländischen Liegenschaften der Verkehrswert anzusetzen. Zudem ist bei der
Weitergabe von Immobilien das so genannte Grundsteuer-Äquivalent in der
Höhe von 3,5 %, unter Ehegatten nur
mit 2,0 % zu berücksichtigen. Weiters
kann es bei der Weitergabe einer Immobilie an mehrere Personen zu einer Teilung dieser Immobilie kommen.
Das Testament
Wer ist Steuerschuldner?
Steuerschuldner sowohl für die Erbschafts- als auch für die Schenkungssteuer sind primär die Begünstigten, also
die Erben, die Pflichtteilsberechtigten
oder Geschenknehmer - für den jeweils
übernommenen Wert.
Medieninhaber und Verlag: Raiffeisen Werbung Tirol; Herausgeber und
Redaktion: Klaus Lindner; Chef- und Schlussredaktion: Raiffeisen Kommunikation; Verlags- und Herstellungsort: 6020 Innsbruck; Satz & Druck:
Ablinger & Garber; Mitarbeiter dieser Ausgabe: Oliver Egger, Peter Goller, Klaus
Lindner, Mag. Wolfgang Weninger, Hubert Barbist; Die Erstellung dieser Zeitschrift
erfolgt in Zusammenarbeit mit Raiffeisen Research, A-1030 Wien, Am Stadtpark
9; Anschrift für alle: Adamgasse 1-7, 6021 Innsbruck; kostenloses Exemplar;
Erscheinungsweise: mehrmals jährlich; Risikohinweise: Alle in dieser Zeitschrift
enthaltenen Angaben (wie z.B. Kurse und Renditen), Analysen und Prognosen
gelten trotz sorgfältiger Recherchen ohne Gewähr. Sie dienen lediglich der
unverbindlichen Information unserer Kunden und basieren auf dem Wissensstand
und der Markteinschätzung der mit der Erstellung betrauten Personen zum
Redaktionsschluss. Diese Broschüre kann die Beratung für den An- oder Verkauf
von Wertpapieren oder fürVeranlagungen nicht ersetzen. Wenden Sie sich
diesbezüglich bitte an Ihren Berater in der Raiffeisenbank. Wertpapiergeschäfte
bergen zum Teil hohe Risiken in sich, deshalb besteht für Kursgewinne keine
Garantie und Verluste können nicht ausgeschlossen werden. Unsere
Aktienempfehlungen verstehen sich als langfristige Prognosen.
Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 20. Juli 2006.
Zu einer gesetzlichen Erfolge kommt es,
wenn der Erblasser keinen oder einen
ungültigen letzten Willen hinterlässt,
sich in seinem Testament nur auf einen
Teil seines Nachlasses bezieht oder Personen etwas vererbt, die die Erbschaft
nicht annehmen können oder wollen.
Ein rechtsgültiges Testament ist die
wohl wesentlichste Form einer persönlichen Verfügung für den Todesfall.
Dabei handelt es sich um eine einseitig
erstellte Erklärung des Erblassers, die
von niemandem genehmigt, entgegenoder auch nur zur Kenntnis genommen
werden muss. Auf Grund der hohen
Komplexität des Erbschaftsthemas ist es
jedoch hilfreich und sinnvoll, rechtzeitig nähere Details zum Erb- und Steuerrecht mit einem Notar, Rechtsanwalt
oder einem Steuerberater abzuklären.
Für eine Beratung über die finanzielle
Gestaltung der Vermögensweitergabe
steht Ihnen in weiterer Folge auch Ihr
Raiffeisen-Berater gerne zur Verfügung.
Österreichische Post AG
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