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Koalitionsvertrag und Forstpolitik – wie weiter nach der Wahl? - BDF

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Ausgabe 12 • 2009
■ Koalitionsvertrag und Forstpolitik –
wie weiter nach der Wahl?
50. Jahrgang
EDITORIAL INHALT
Ausgabe 12 • 2009
50. Jahrgang
Liebe Kolleginnen und Kollegen
„Gemeinsam für Deutschland, mit Mut und Menschlichkeit“, so hatte 2005 die damalige große Koalition ihren
Koalitionsvertrag überschrieben. Dieser eher prosaische
Slogan findet sich im Ergebnis der letzten Legislatur nur sehr bedingt wieder. Die Gemeinsamkeiten hielten sich, vor allem den Themenbereich des Landwirtschafts- sowie
des Umweltministeriums betrachtend, sehr in Grenzen. Entsprechend groß bleibt die
Liste der nicht abgearbeiteten „Restposten“. Unter dem Zwang, immer wieder Kompromisse zwischen zwei dem Grundsatz nach konträr denkenden Parteiprogrammen zu
finden, blieben mutige Entscheidungen meist auf der Strecke. Dass auch die Menschlichkeit spätestens nach der weltweiten Immobilien- und Finanzkrise für viele Betroffene
zu einer Wunschvorstellung wurde, ist sicher nicht nur der Politik anzulasten.
Der neue Koalitionsvertrag betitelt sich denn auch eher nüchtern: „Wachstum, Bildung,
Zusammenhalt“, so heißen die Prämissen, unter denen die neue Bunderegierung die
Politik der nächsten vier Jahre gestalten will. Dass nach den Erfahrungen der Finanzkrise, deren Wurzeln sicher im überzogenen Gewinn- und Wachstumsstreben der internationalen Finanzwirtschaft lagen, dieses Ziel wiederum uneingeschränkt an erster Position steht, erstaunt doch. Hier fehlt der Begriff „Nachhaltig“, denn die Finanzpolitik der
letzten Jahre war alles andere als nachhaltig, und ein „Weiter so“ kann es nun wirklich
nicht geben. Die Bildung als vorrangiges Ziel zu formulieren, findet sicher unser aller Zuspruch und vielleicht schafft der Begriff „Zusammenhalt“ ja mehr politische Erfolge, als
die „Gemeinsamkeit“ der letzten vier Jahre.
Durchforstet man dann den Vertrag auf forstlich relevante Ziele, so stellt man ernüchternd fest, dass die einzigen konkreten Aussagen die Novellierung des Bundeswaldgesetzes sowie die Umsetzung der BioDivStrategie betreffen, also Themen, die bereits
seit Jahren auf der politischen Agenda stehen.
Allerdings verschwinden forstpolitische Themen ja nicht dadurch, dass sie in einem Koalitionsvertrag nicht genannt werden. Beispielsweise wird Umweltminister Röttgen im
Dezember in Kopenhagen darum kämpfen müssen, dass konkrete Ziele für den „Kyoto-Folgeprozess“ vereinbart werden, die neben weiter reichenden Zielen bei der Reduktion der Treibhausgase auch Regelungen für den zukünftigen Zertifikatehandel unter Berücksichtigung der deutschen Wälder als CO2-Senke beinhalten.
Wir sollten also nicht zu sehr auf den Inhalt des Vertrages vertrauen, sondern die uns
betreffenden Themen selbstbewusst der Politik gegenüber ansprechen. Wie das Interview mit Frau Dr. Happach-Kasan zeigt, welches krankheitsbedingt leider erst nach
Redaktionsschluss vorlag und daher auf der Homepage (www.bdf-online.de) veröffentlicht wird, kommt es bei manchen Themen zusätzlich noch darauf an, wie sich die
Koalitionäre inhaltlich verständigen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, das Schiff der Bundespolitik gewinnt langsam wieder
an Fahrt, und das in einer Zeit, die eigentlich der eigenen Besinnung und der Besinnlichkeit vorbehalten ist. Auch wenn Temperatur- und Niederschlagsrekorde uns alles
andere als vorweihnachtlich stimmen, sollten wir uns und unseren Familien wie Freunden die Chance geben, ein wenig inne zu halten. Nutzen auch Sie die bevorstehenden
Advents- und Weihnachtstage für die schönen und wirklich wichtigen Dinge im Leben.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns allen ein besinnliches, hoffentlich winterliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich freue mich auf das
nächste Jahr und die Arbeit für den BDF und seine Mitglieder! ■
Ihr
Hans Jacobs
■ Koalitionsvertrag und Forstpolitik –
wie weiter nach der Wahl?
Forstpolitik
3
Wachstum, Bildung, Zusammehalt
3
Leserbrief
Dr. Lutz Fähser: Verhältnis Forstwirtschaft
und Naturschutz endlich entlastet
Angestelltenvertretung
6
8
Eingruppierungsverhandlungen zum TV-L
Senioren
9
Vorsorgevollmacht
Aus den Ländern
10
Unser Förster in Berlin
19
Otto von Hagen
Restauriertes Denkmal übergeben
20
Freud & Leid
34
Spruch des Monats
Der Standpunkt macht es nicht,
die Art macht es,
wie man ihn vertritt.
Theodor Fontane
FORSTPOLITIK
Wachstum, Bildung, Zusammenhalt
Mit diesen Begriffen ist der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP für
die 17. Legislaturperiode des deutschen
Bundestages überschrieben. Wieder
einmal spielen Wald und Forstwirtschaft
nur eine verschwindend geringe Rolle.
Man könnte hieraus schlussfolgern, dass
es um diesen Bereich so gut bestellt ist,
dass es keiner weiteren Regelungen und
politischer Initiativen bedarf. Doch wissen wir nur zu gut, dass diesem nicht so
ist.
Die Charta für Holz soll weiter entwickelt werden, und die Gleichberechtigung der Zertifizierungssysteme in Hinsicht auf die Beschaffungsrichtlinie des
Bundes soll Anwendung finden.
2. Naturschutz
Der Vertragsnaturschutz soll weiter ausgebaut werden, Ökokonten werden unterstützt. Dieser Aussage steht allerdings
die Ankündigung, den Ländern Kompe-
Die schwarz-gelbe Koalition hat in der laufenden Legislaturperiode einiges zu heben.
Foto: Chris, pixelio.de
Andererseits schaffen konkrete Festlegungen in einem solchen Vertrag, der
die politische Arbeit der nächsten vier
Jahre maßgeblich begleiten soll, unter
Umständen Rahmenbedingungen, die
die politischen Verhandlungen zwischen
den Koalitionären zukünftig unnötig einengen. In den folgenden Abschnitten
sind Bezüge zu unseren forstlichen Belangen festzustellen:
1. Forstwirtschaft:
Das Bundeswaldgesetz soll endlich novelliert werden, die Bereiche Verkehrssicherungspflicht, Definition von Kurzumtriebsplantagen sowie die Vermarktungsmöglichkeiten der forstlichen Zusammenschlüsse sollen neu geregelt werden. Die Definition eines allgemeinen
forstlichen Bewirtschaftungsstandards
nach dem Vorbild vieler Ländergesetze
ist nach wie vor nicht gewollt.
tenzen zu geben, das Ersatzgeld als Instrument der Eingriffs-/Ausgleichsregelung dem Ersatz gleichzustellen, komplett entgegen. Damit wird die Ausgleichskaskade aufgeweicht und die
Möglichkeiten, Dritte an den Ausgleichsund Ersatzmaßnahmen teilhaben zu lassen, eingeschränkt. Viele Behörden nutzen das Ersatzgeld für Naturschutzmaßnahmen auf eigenen Flächen oder für
Maßnahmen spezieller Naturschutzstiftungen. Hier gilt es gegenzusteuern, um
dem Prinzip der Kooperation mit den Betroffenen vor Ort auch zukünftig nachkommen zu können.
Zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie wird ein Bundesprogramm angekündigt, das mit Ländern, Kommunen,
Landeigentümern und Verbänden abgestimmt werden soll. Hierin setzt der BDF
große Hoffnung. Die genannte Strategie
der Bundesregierung hat teilweise tiefe
Gräben zwischen Naturschutz und
Forstseite geschaffen, anstatt pragmatische Ansätze für einen konsensualen
Naturschutz zu bieten. Der BDF wird sich
gemeinsam mit dem DFWR intensiv einbringen und vor allem die sozialen Aspekte herausstellen.
3. Klimaschutz
Die neue Bunderegierung hält an dem
Ziel fest, die Erderwärmung auf maximal
2 °C zu begrenzen. Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990, bis 2050 um 80 % reduziert werden. Konkretere Angaben fehlen
völlig. Der Emissionshandel, die Verwendung der hierdurch generierten Mittel sowie die Zielsetzung für den anstehenden
Kyoto-Folgeprozess werden nicht angesprochen.
Hier setzt sich der BDF gemeinsam
mit dem DFWR für die Einrichtung eines
Wald-Klima-Fonds ein, der es ermöglicht, Teile der Emissionshandelsgelder
zweckgebunden wieder in den Wald zurückführen zu können.
In einer Reihe weiterer Bereiche
(Nachhaltigkeitsstrategie, Erneuerbare
Energien, Landwirtschaft und ländlicher
Raum, u.a.) lässt sich ein Bezug zur Forstwirtschaft herstellen. Diese Beziehung
wird jedoch davon abhängen, wie vehement und nachhaltig wir unsere Belange
dort einbringen können und werden.
live
Es bleibt festzustellen, dass der Stellenwert des Waldes im Koalitionsvertrag
nur marginal ist. Es wäre sicher wünschenswert gewesen, wenn zumindest
allgemeine Ziele in Punkto „Wald und Klimawandel“, „Wald als CO2-Senke“, „Wald
und Holzmobilisierung“ oder „Wald und
Naturschutz“ formuliert und damit dokumentiert worden wäre, dass diese Themen erkannt wurden.
Wir gehen davon aus, dass es die
Aufgabe der forstlichen Verbände im und
mit dem DFWR sein wird, diese Themen
voranzubringen. Hierfür werden wir uns
in der Bundesleitung in Berlin intensiv
einsetzen. ■
HJ
BDFaktuell 12•2009
3
FORSTPOLITIK
Höher – Dicker – Älter!
Alles im Lot im deutschen Wald?
Nach den Ergebnissen der aktuellen Inventurstudie des deutschen Waldes sind die Vorräte im
Vergleich zur BWI II weiter angestiegen, ebenso der Anteil älterer Bestände sowie der Totholzvorrat. Die Nutzung erreicht fast den Zuwachs. Allerorten klopft man sich für die Ergebnisse auf die
Schulter. Wird jetzt alles gut im deutschen Wald?
Vor einigen Wochen wurden die Ergebnisse der Inventurstudie zur Kohlenstoffbilanz des Johann Friedrich von ThünenInstituts (vTI) vorgestellt. Auf Basis der
Bundeswaldinventur (BWI) wurde im
Jahr 2008 die Kohlenstoffinventur durchgeführt, um im Rahmen der Klimaberichterstattung gemäß dem Kyotoprotokoll (Artikel 3 Absatz 4) eine CO2-Eröffnungsbilanz zu erstellen. Die BWI III im
Jahr 2012 soll dann die Schlussbilanz am
Ende der Verpflichtungsperiode des Kyotoprotokolls liefern.
Durch ihre Kompatibilität zur BWI ermöglicht sie darüber hinaus jedoch auch
einige Kernaussagen über die Entwicklung der deutschen Waldverhältnisse in
einer Zeitreihe von der BWI II (2002) bis
zur BWI III. Zum ersten Mal können auch
Aussagen über die Entwicklung von Zuwachs und Nutzung des gesamtdeutschen Waldes getroffen werden, da die
BWI II in den neuen Bundesländern als
Erstinventur durchgeführt wurde.
Verstärkte Nutzung reduziert
Nadelholz
Der Waldumbau weg vom Nadelholz hin
zu mehr Laubholz zeigt weiter Wirkung.
Die Fläche der Laubbäume hat um zwei
Prozent zugenommen, während die der
Nadelbäume entsprechend abgenommen hat. Diese Entwicklung, die nicht
nur aus forstlichen sondern auch aus
naturschutzfachlichen Gesichtspunkten
gefordert wird, resultiert aus einer stärkeren Nachfrage nach Nadelholz und
den in der Vergangenheit aufgetretenen
Sturmschäden, vor allem durch Kyrill.
Der Totholzanteil ist ebenso angestiegen. Über alle Eigentumsarten liegt er
jetzt bei 24 Kubikmetern pro Hektar (ab
10 cm Durchmesser). Flächenbezogen
findet sich das meiste davon im Landes-
1,23 Milliarden Tonnen
Kohlenstoff im deutschen
Wald gespeichert
Insgesamt sind 1,23 Milliarden Tonnen
Kohlenstoff in den lebenden Bäumen
des Waldes gespeichert. Dies entspricht
etwa 120 Tonnen pro Hektar. Für den
Zeitraum zwischen 2002 und 2008 haben die Wälder eine rechnerische Gesamtsenkenwirkung von 4,7 Millionen
Tonnen Kohlenstoff pro Jahr. Die Experten rechnen damit, dass der in Biomasse
gespeicherte Kohlenstoff in den nächsten Jahren abnimmt. Nach den gültigen
Anrechnungsregeln des Kyotoprotokolls
droht demnach der deutsche Wald von
einer Kohlenstoffsenke zu einer Quelle zu
werden. Nicht nur der BDF fordert vor
diesem Hintergrund die Anerkennung
von langlebigen Holzprodukten als Kohlenstoffsenke, um die positive Wirkung
des Waldes und des nachwachsenden
Rohstoffs Holz für das Klima herauszustellen und abzubilden.
4
BDFaktuell 12•2009
Mit dem Totholzanteil nimmt die Biodiversität zu. Foto: Jens Düring
FORSTPOLITIK
Auch der Borkenkäfer leistet seinen Beitrag zum Anstieg des Laubholzanteils. Foto: Jens Düring
wald und das wenigste im Privatwald.
Der Anstieg ist zunächst durch ein geändertes Aufnahmeverfahren begründet
(Kluppschwelle von 20 cm auf 10 cm reduziert). Doch auch das Totholz mit über
20 cm Durchmesser hat um 19 Prozent
zugenommen. Diese Zunahme ist vorwiegend durch frisch abgestorbenes
Totholz zu erklären und resultiert zu fast
50 Prozent aus Sturmschäden oder
Nassschneeereignissen und nur zu 25
Prozent aus Mortalität.
Holzeinschlag deutlich zugelegt hat. Die
Gesamtbilanz ist weiter positiv und macht
deutlich, dass 10 Prozent mehr Holz zugewachsen ist als entnommen wurde.
Ungenutzte Reserven gibt es trotz
der gestiegenen Nutzungsintensität immer noch im Kleinprivatwald (bis 20 Hektar Größe). Es ist also weiter notwendig,
die Holzmobilisierung voran zu treiben.
Gleichzeitig muss die Charta für Holz der
deutschen Bundesregierung ernsthaft
weiter entwickelt und gelebt werden und
gehört zurück auf die politische Agenda
der neuen Bundesregierung. Durch die
Abschaffung des Holzabsatzfonds (HAF)
ist hier ein wichtiges Instrument verloren
gegangen. Alle betroffenen Institutionen
tun gut daran, sich an einer Nachfolgeorganisation mit hohem Engagement zu
beteiligen, wenn die Nutzung von Holz
als Rohstoff ernsthaft gefördert werden
soll.
Dies alles kann aber insbesondere
von den Bundesländern und waldbewirtschaftenden Institutionen nur geleistet werden, wenn auch eine nachhaltige
Personalpolitik für die ausreichende Personalausstattung sorgt. Nur so kann der
Wald als natürliche Lebensgrundlage
des Menschen weiter alle an ihn gestellten Anforderungen gleichermaßen erfüllen. ■
JD
Vorrat auf 330 Kubikmeter pro
Hektar gestiegen
Auch der Vorrat ist zwischen den verschiedenen Studien gestiegen, wenn
auch das Steigerungsmaß abgenommen hat. Der Vorrat beträgt jetzt durchschnittlich 330 Kubikmeter pro Hektar.
Dies sind etwa zwei Prozent mehr als
noch 2002. Der Zuwachs ist hingegen
auf nunmehr 11,1 Kubikmeter pro Jahr
und Hektar gesunken, während der
Trotz Erhöhung des Einschlags gibt es weiterhin Nutzungsreserven, vor allem im Kleinstprivatwald. Foto: Karl-Heinz Liebisch, pixelio.de
WILHELM PFEIL UND DIE KIEFER
Eine Kommentierung aus gegenwärtiger Sicht von Joachim-Hans Bergmann (ehem. Prof. für Waldbau an der
FH Eberswalde).
Herausgegeben vom Brandenburgischen Forstverein e. V. aus Anlass des 150. Todestages von Wilhelm Pfeil,
dem Begründer der Eberswalder Forstwissenschaften in einer Auflage von 1000 Stck.
104 Seiten, 15 x 21 cm, brosch. Mit s/w Fotos; Unkostenbeitrag.
Zu beziehen: Brandenburgischer Forstverein e. V. Alfred-Möller-Straße 1
16225 Eberswalde; Fax.-Nr.: 0 33 34/6 52 06.
Aus dem Vorwort:
In den wissenschaftlichen Arbeiten Pfeils nimmt die Kiefer einen breiten Raum ein. Eine schier unerschöpfliche
Fundgrube stellen dabei die von ihm seit 1822 herausgegebenen „Kritischen Blätter für Forst- und Jagdwissenschaft“ dar. In Band 37 aus dem Jahre 1856 ist darin de facto eine Kiefernmonografie enthalten.
Diese wurde vom Autor ausgewertet, neu gegliedert und eigenen Schlussfolgerungen unterzogen. Danach erweist sich Pfeil als ein
scharfer Beobachter, der die „kritische Methode“ als Voraussetzung jeglichen Fortschritts praktizierte. Er wurde damit, so wie es Karl
Hasel (1992) formulierte, zum Begründer „eines freien Stils des Waldbaus“ der den denkenden, sich an kein Schema gebunden
fühlenden Forstmann verlangt, der auf eigene Beobachtungen und Erfahrungen setzt. Damit ist er in seinen Auffassungen auch aus
heutiger Sicht sehr modern und durchaus selbstkritisch...: „Es ist immer besser einen Irrtum einzugestehen, als hartnäckig darauf zu
beharren...“
Fazit: Die Zukunft der Kiefer ist der Mischbestand. (rh)
BDFaktuell 12•2009
5
FORSTPOLITIK
Leserbrief zu „Ein Beitrag zur Vorbildfunktion des öffentlichen Waldbesitzes?“ in BDFaktuell 10/2009:
Das Verhältnis zwischen Forstwirtschaft und
Naturschutz endlich entlastet!
Ein anonymer Autor in „BDF aktuell
10/2009“ beklagt, dass sich Bundesumweltministerium (BMU) und Bundesamt
für Naturschutz (BfN) auf einer Pressekonferenz im August 2009 positiv zur
Volkswagen startet Mittelstandsprogramm:
FULL-SERVICE-LEASING-PRODUKT
FÜR SELBSTSTÄNDIGE
Dienstleistungen rund um das Geschäftsfahrzeugleasing –
das gab es in Deutschland bisher nur für Großkunden. Jetzt
hat Volkswagen im Rahmen eines Mittelstandsprogramms
erstmals auch ein umfassendes Mobilitätsprodukt für gewerbliche Einzelkunden entwickelt: Mit „Professional Class“
bietet die Volkswagen Leasing Selbstständigen daher nicht
nur günstige Leasingraten. Umfangreiche Service-Module wie
zum Beispiel die „Wartung und Verschleiß-Aktion“ mit einem
Preisvorteil von bis zu 50 Prozent sparen Kosten und verschaffen Unternehmern finanziellen Spielraum.
Weitere Informationen unter
www.volkswagen.de/selbststaendige.
„Naturnahen Waldnutzung“ im 5.000
Hektar großen Stadtwald von Lübeck
geäußert haben. Solche öffentlichen
Äußerungen würden das Verhältnis zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz
unnötig belasten, besonders, weil die betriebswirtschaftlichen Vorteile der Lübecker Waldwirtschaft nicht bewiesen seien.
Es ist wahr, dass die BfN-Presseerklärung die seit 15 Jahren konsequent
verfolgte Lübecker „Naturnahe Waldnutzung“ als ein zukunftsweisendes, vorbildlich umgesetztes Modell für Waldwirtschaft einstuft. Dieses gelte besonders
unter den heute wichtigen Erfordernissen
der Biodiversitätsstrategie, der Anpassung an ein sich änderndes Klima und
des notwendigen betriebswirtschaftlichen Erfolges von Waldwirtschaft.
Es ist also der langersehnte Fall eingetreten, dass das für Naturschutz zuständige Bundesministerium und die ihr
nachgeordnete Fachbehörde für Naturschutz (BfN) einem Forstbetrieb bescheinigt, dass aus Sicht der Regierung Naturschutz und Forstwirtschaft miteinander übereinstimmen. Die Harmonie von
Ökologie und Ökonomie wird bestätigt.
Und das gilt nicht nur für den öffentlichen
Forstbetrieb Lübeck, sondern für viele
weitere öffentliche Forstverwaltungen mit
6
BDFaktuell 12•2009
demselben Konzept wie diejenigen von
Berlin, München, Saarbrücken, Bonn,
Wiesbaden, Hannover, Göttingen und
andere. Auch die rd. 400.000 Hektar
Forstbetriebsflächen, die in Deutschland
nach FSC zertifiziert sind, können im
Prinzip diese Anerkennung der Bundesregierung auf sich beziehen. Und es gibt
viele weitere „Förster“ und Betriebe, die
ähnlich wirtschaften, auch wenn die vorgesetzte Stelle das eigentlich nicht erlaubt.
Und dennoch schreibt der anonyme
BDF Autor: „Das Verhältnis zwischen
Forstwirtschaft und Naturschutz ist unnötig belastet.“
Das lässt sich nur als Dialektik, nicht
aber als Logik verstehen.
Dazu kommt, dass alle großen, kritischen Umweltverbände wie Greenpeace, BUND, NABU, WWF und Robin
Wood das Lübecker Modell ebenfalls als
vorbildlich einstufen – zumindest in
Schleswig-Holstein – und keine Belastung des Verhältnisses von Naturschutz
und Forst durch die Praxis und die Ergebnisse der Lübecker Waldwirtschaft
erkennen – eher das Gegenteil.
Früher schon hatten andere durchaus forstkritische Stellen das Lübecker
Konzept mit Preisen bzw. Berichterstattung als vorbildlich herausgestellt wie die
Europäische Papierindustrie (Wien 1996),
die Bundesumweltministerin Merkel
(Bonn 1998) und das „Handelsblatt“.
Der anonyme BDF Autor bestreitet
allerdings auch nicht die ökologischen
Werte der Lübecker Waldnutzung. Er
sieht aber keinerlei wissenschaftliche Beweise für deren ökonomischen Vorteile.
Nun würde es für ein erfolgreiches Konzept ja schon ausreichen, wenn es bei
höherer ökologischer Wertschöpfung
gleich hohe ökonomische Erfolge aufwiese wie vergleichbare Forsten. Zahlreiche empirische Befunde, Inventuren
und wissenschaftliche Untersuchungen
haben nach 15 Jahren allerdings die Theorie/Hypothese von 1994 bestätigt: Die
streng naturnahe und eingriffsminimierende Waldnutzung in Lübeck vermag
bei derzeitigen Wirtschaftsverhältnissen
auch das ökonomische (erwerbswirtschaftliche) Ergebnis gegenüber seiner
bisherigen „klassischen“ Bewirtschaftung zu verbessern. Schon rein theoretisch lässt sich dieses aus den typischen
Charakteristika der Urproduktion mit begrenzten Steigerungsmöglichkeiten (abnehmender Ertragszuwachs) und risikobehafteten Eingriffen in selbstorganisierte
Systeme begründen. Betriebswirtschaftliche Vergleichsuntersuchungen verschiedener üblicher Waldwirtschaftskonzepte mit dem Lübecker Konzept („Prozessschutz“) liegen mittlerweile vor, u. a.
von KAISER u. STURM (1999), DUDA
(2006) und HAMPICKE (2008).
Eine 250.000 EUR teure interdisziplinäre wissenschaftliche Untersuchung
der Buchenwald-Betriebsklasse im Lübecker Stadtwald, gefördert durch die
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU),
hat eben diese Zusammenhänge zwischen ökologischen Potenzialen und ihrer
ökonomisch-betrieblichen Realisierung
zum Thema gehabt (http://www.schleswigholstein.de/AFNU/DE/Service/Doku
mentationen/Seminar__22/Abschluss
bericht__Buchenwaldstudie,templateId=
raw,property=publicationFile.pdf).
Die Erkenntnisse hieraus lassen gerade im Hinblick auf weitere ertragskundliche Optimierung durch Naturnähe, Vorratsanreicherung und Extensivierung
noch günstigere ökonomische Resultate
erwarten (Dissertation FICHTNER 2009).
Es gibt wohl kaum einen Forstbetrieb, der in den vergangenen 15 Jahren
mehr dokumentiert und erforscht wurde
als der Lübecker. Wenn der anonyme
BDF Autor nirgendwo „Beweise“ findet,
dann wird er sie nicht finden wollen.
Wir Forstleute sollten uns von diesem
verdrossenen Autor nicht die Freude darüber nehmen lassen, dass in der Presseäußerung von BMU und BfN „vorbildliches“ Forstwirtschaften im Sinne einer
Harmonisierung von Ökologie und Ökonomie anerkannt und begrüßt wurde:
Das Verhältnis zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz wurde endlich
entlastet! ■
Dr. Lutz Fähser, Leitender Forstdirektor Stadtwald
Lübeck, Kronsforder Hauptstr. 80, 23560 Lübeck
E-Mail: stadtwald@luebeck.de
ARBEITSKREISE/VERTRETUNGEN
ANGESTELLTENVERTRETUNG
Fortsetzung der Tarifverhandlungen
in Berlin wieder vertagt
Vertreter der dbb tarifunion und des
Senats von Berlin sind am 28. Oktober
2009 zur Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die mehr als 50 000 Tarifbeschäftigten des Landes Berlin erneut zusammengekommen.
Das Angebot des Senats aus der
vorhergehenden Runde vom 29. September 2009 wurde dabei von der dbb
tarifunion zwar als Schritt in die richtige
Richtung anerkannt, insgesamt jedoch
als völlig unzureichend abgelehnt.
Joachim Jetschmann, Vorsitzender
des dbb berlin, forderte den Senat auf,
den deutlichen Bezahlungsrückstand zu
den übrigen Bundesländern schnellstmöglich aufzuholen.
Die dbb tarifunion fordert insbesondere einen Stufenplan zur vollständigen
Angleichung der Entgelte der Beschäftigten Berlins mit den Beschäftigten der
anderen Bundesländer. Zusätzlich muss
die Angleichung von Ost- und Westregelungen vereinbart werden. Innensenator
Körting gab sich zwar verhandlungsbereit,
wollte sein Angebot jedoch nicht verbessern.
Um zwischen den Tarifvertragsparteien die strittigen Punkte zu definieren
und für die kommenden Verhandlungsrunden aufzulisten, haben sich auf Spitzenebene die Verhandlungsführer der
dbb tarifunion, Willi Russ und Joachim
Jetschmann, am 29. Oktober 2009 mit
den Verhandlungsführern des Senats zu
Sondierungsgesprächen getroffen. Es
wurde vereinbart, bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 30. November
2009, weitere Details auf der Arbeitsebene zu klären
Einen Tag vor den Verhandlungen
am 28. Oktober 2009 hat die Arbeitsgruppe von Senat und dbb tarifunion, die
die „technische“ tarifvertragliche Übernahme des bundesweiten Tarifrechts
vorbereitet, getagt.
Vor der Übernahme von TV-L beziehungsweise TVöD bedarf es erheblicher
Anpassungen. Diese ergeben sich allein
live
schon daraus, dass TV-L und TVöD in
den anderen Bundesländern bereits seit
einigen Jahren in Kraft sind. Die in der
Arbeitsgruppe erarbeiteten Entwürfe
werden dann in die Verhandlungen eingebracht.
Die Angestelltenvertretung des BDF
wird das weitere Geschehen gewohnt
kritisch begleiten und aktuell berichten.
■
V.C.
Landesgeschäftsstelle
Telefon 0 30-40 81 67 00
brandenburg-berlin@bdf-online.de
Eingruppierungsverhandlungen zum TVöD
erneut vertagt
Verschiedene
Verhandlungstermine
zwischen den Arbeitgebern (Bund und
Kommunen) und den Tarifparteien zur
neuen Entgeltordnung zum TVöD sind in
den letzten Monaten ergebnislos verlaufen. Es hat keinerlei Annäherungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften
in der Frage der Neugestaltung des Eingruppierungssystems gegeben.
Im September hat ein Verfahrensgespräch im kleinen Kreis stattgefunden,
welches am 15. Oktober 2009 fortgeführt wurde. Neben zwei Vertretern der
dbb tarifunion sind an den Gesprächen
zwei ver.di-Vertreter und jeweils zwei
Vertreter von Bund und Kommunen beteiligt.
In diesem so genannten „8-er Kreis“
wurde die aktuelle Situation intensiv besprochen. Siglinde Hasse, stellvertretende
Vorsitzende der dbb tarifunion, hat in den
Gesprächen erneut darauf hingewiesen,
dass beispielsweise seit dem 1. Oktober
2005 eingestellte und auch umgruppierte
Beschäftigte in ihren Entgeltgruppen
ohne jedwede Perspektive verharren.
Um in der Sache weiterzukommen,
muss daher geprüft werden, ob ein „dritter Weg“ neben den bisherigen Modelldiskussionen möglich ist. Die Gewerkschaften haben hierzu gefordert, dass
die materielle Wirkung der bisherigen tariflichen Aufstiege wie Zeit-, Tätigkeitsoder Bewährungsaufstiege und der Ver-
gütungsgruppenzulagen erhalten bleiben. Auf dieser Basis können dann die
Verhandlungen über eine Entgeltordnung
zum TVöD geführt werden.
In weiteren Gesprächen will der „8-er
Kreis“ nun eine Grundlagenverständigung erarbeiten.
Diese Grundlagenverständigung soll
Basis für den Fortgang der Verhandlungen zu einer Entgeltordnung des
TVöD werden. Neben dem reinen Verfahren sind hierin auch konkrete Aussagen über materielle Punkte aufzunehmen.
Über die weiteren Fortschritte wird
die Angestelltenvertretung beraten und
weiter berichten. ■
V.C
BDFaktuell 12•2009
7
ARBEITSKREISE/VERTRETUNGEN
Eingruppierungstarifverhandlungen zum TV-L
Am 28. und 29. September 2009 fand
die zweite Runde der Verhandlungen zur
Neugestaltung des Eingruppierungs-
benen Tätigkeitsmerkmalen kaum noch
etwas gemeinsam haben.
Die Arbeitgeberseite hat sich in den
letzten Jahren stets geweigert, diese Tätigkeitsbeschreibungen entsprechend
den tatsächlichen Gegebenheiten anzupassen und Korrekturen dieser Missverhältnisse zu vereinbaren.
Eingruppierungssystem muss
justiziabel werden
Knut Bredendiek,
Geschäftsführer der TdL
und Helmut Overbeck,
stellv. Vorsitzender der
dbb tarifunion,
im Zwiegespräch.
Foto: dbb tu
rechts mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) statt. Ziel dieser Verhandlungen ist es, die überalterten Eingruppierungsvorschriften des BAT durch
eine neue Entgeltordnung zu ersetzen.
Die Verhandlungen fanden zunächst im
kleinen Sondierungskreis statt.
Den Verhandlungsstart gab bereits
die Umsetzung der Vereinbarung des
Potsdamer Tarifkompromisses vom 1.
März 2009. Darin einigten sich dbb tarifunion und TdL auf einen konkreten Verhandlungsfahrplan zur Neugestaltung
des Eingruppierungsrechts. Hierzu gehört auch der bislang tariflose Zustand
bei der Bezahlung der Lehrkräfte. Deren
Bezahlung erfolgt aktuell ausschließlich
nach Arbeitgeberrichtlinien.
Das derzeitige Eingruppierungsrecht
genügt nicht den Anforderungen an einen zukunftsfähigen öffentlichen Dienst.
Viele der in den Vergütungs- und Lohngruppen dargestellten Tätigkeiten sind
kaum oder schon nicht mehr im öffentlichen Dienst vorhanden. Darüber hinaus
sind viele Tätigkeiten im Laufe der Zeit
hinzugekommen bzw. haben sich derart
verändert, dass sie mit den beschrie-
Um Eingruppierungsansprüche für die
Beschäftigten des öffentlichen Dienstes
auch in Zukunft durchsetzbar zu machen, muss das neue Eingruppierungssystem justiziabel sein.
Damit das geforderte transparente
und tätigkeitsbezogene System gerecht
wird, muss in einem neuen Eingruppierungsrecht für alle Qualifikationsstufen
eine komplette Durchlässigkeit bestehen.
Beschäftigte, die über die jeweils geforderte Ausbildung nicht verfügen, aber
aufgrund entsprechender Fähigkeit die
gleiche oder eine gleichwertige Tätigkeit
(„Sonstige“) ausüben, müssen denjenigen mit der jeweiligen Ausbildung gleichgestellt werden. Die Eingruppierungsregelungen müssen daneben diskriminierungsfrei sein und insbesondere den Anforderungen des Gender-Mainstreaming
gerecht werden.
Etwa 17 000 Eingruppierungsmerkmale und über 5 000 Entscheidungen allein des Bundesarbeitsgerichts machen
die Verhandlungen nicht einfach. Daher
wurde vereinbart, sich dem gemeinsamen Ziel der Neugestaltung schrittweise zu nähern. Zunächst sollen veraltete
und gegenstandslos gewordene Tätigkeitsmerkmale bereinigt werden. Nach
Abschluss dieser detailreichen Arbeit
sollen die Grundlagen einer neuen Entgeltordnung gebildet und ein so entwickeltes Modell in der Praxis erprobt wer-
den. „Wir fordern ein zügiges Voranschreiten der Verhandlungen, um die tariflichen Bestimmungen endlich an die
tatsächlichen Anforderungen anzupassen und so die Neugestaltung des Tarifrechts zu vollenden“, so Helmut Overbeck, Verhandlungsführer und stellvertretender Vorsitzender der dbb tarifunion
am Rande der Verhandlungen.
In diesem Zusammenhang hat auch
der BDF Forderungen zur Neugestaltung
des Tarifrechts formuliert und wird an
dieser Stelle weiter über den Fortgang
der Verhandlungen berichten. ■
V.C.
BDF FORDERUNGEN
ZUR NEUGESTALTUNG DES
TARIFRECHTS:
• Änderung der Wiedereinführung der
Bewährungsaufstiege und Fallgruppenaufstiege dahingehend, dass
das Merkmal der Bewährung immer
erforderlich ist (kein „Absitzen“)
• Wegfall der speziellen Fallgruppen
für den Forstbereich (Vb = Fallgruppe 19, IVb = Fallgruppe 12 und IVa =
Fallgruppen 7, 8) für eine gerechtere
Eingruppierung im Revierdienst
nach Arbeitsanfall und Schwierigkeiten im Revier
• Hinweis in den künftigen Vorbemerkungen zur Entgeltordnung zum
TVL auf den technischen Dienst für
den Forstbereich im gehobenen
Dienst (Sicherstellung der Eingruppierung in die EG 10 bei Einstellung
in den gehobenen Forstdienst, vgl.
Bayern und Hessen)
• Wegfall der (Mindest-)Personenzahl
bei den Unterstellungsmerkmalen,
da die Verwaltungen schlanker werden und weniger Personal zur Verfügung steht
• Wegfall der unterschiedlichen Bewertungsprozente bei der selbstständigen Tätigkeit und eine einheitliche Festlegung auf 25 % ab BAT
Vc Fallgruppen 1a bzw. 1b (für Wegfall der ständigen Diskussion über
Anteil der selbstständigen Tätigkeit
in Arbeitsvorgängen)
NEUERSCHEINUNG:
Wolf Hockenjos: Tannenbäume – Eine Zukunft für Abies alba
232 Seiten, 162 Farbabbildungen, Format 19 x 26 cm, gebunden
29,90 €, ISBN 978-3-87181-723-6
Erhältlich beim DRW-Verlag Weinbrenner (www.drw-verlag.de) oder im Buchhandel.
Suchen Sie noch ein passendes Weihnachtsgeschenk? Mit dem Buch über die Tanne haben Sie es gefunden.
Ein qualitativ hochwertiges Buch, mit einmaligen Aufnahmen, spannend geschrieben.
In 17 Kapiteln beschreibt der ehemalige Leiter des Forstamtes Villingen-Schwenningen die Geschichte und die
Zukunft der Weißtanne. Er folgt den Spuren der Tanne in der Malerei ebenso wie in der Literatur, in der Wirtschaftsgeschichte und in seinem eigenen beruflichen und ehrenamtlichen Wirken. Lassen Sie sich von den gut recherchierten Details zum „Charakterbaum des Schwarzwaldes“ einfangen und sorgen damit für eine Zukunft der Tanne.
8
BDFaktuell 12•2009
ARBEITSKREISE/VERTRETUNGEN
SENIORENVERTRETUNG
. . . Vorsorgevollmacht
Wenn zur richtigen Zeit ein anderer für
einen Sterbenskranken handeln soll, damit der in der Patientenverfügung niedergelegte Wille auch tatsächlich umgesetzt
wird, so muss ein weiteres Schriftstück
vorhanden sein. Das geschieht mit einer
„Vorsorgevollmacht“.
Sie wird zweckmäßig zeitlich mit der
Patientenverfügung geschrieben. Damit
kann ein Ausersehener ermächtigt werden, in Fragen der Heilbehandlung bis
hin zur Entscheidung, wann sie beendet
werden soll, für den Kranken einzutreten,
grundsätzlich jedenfalls.
Denn nach einem Urteil des BGH,
das auch heute noch Bestand hat, kann
auch in einem solchen Fall die Zustimmung des Vormundschaftsgerichts zum
Absetzen lebensverlängernder oder -erhaltender Maßnahmen verlangt werden,
wenn die Ärzte der Meinung sind, dass
der in der Patientenverfügung niedergelegte Wille vielleicht doch nicht auf die
aktuelle Situation angewendet werden
könne (Az: XII ZB 2/03).
Zur Regelung der geschäftlichen
Dinge sollte eine Betreuungsverfügung
abgefasst werden. Das heißt: Wer für
den Bedarfsfall geschäftliche oder persönliche Angelegenheiten keinesfalls
durch einen Fremden erledigt sehen will,
was der Fall sein könnte wenn nicht
rechtzeitig auch für diesen Fall vorgesorgt wurde, der kann das mit der Betreuungsverfügung regeln. Damit wird
mit dem Amtsgericht, das gegebenenfalls für die Bestellung eines offiziellen
Betreuers zuständig ist, eine vertraute
Person als Betreuer vorgeschlagen, z. B.
der Ehepartner, eines der Kinder oder ein
Freund.
Beispiel: Für den Fall, dass eine gerichtliche Betreuung notwendig werden
sollte, wünsche ich, dass X zum Betreuer
bestellt wird, bei seiner Verhinderung Y.
Der Betreuer soll vor allem mein Aufenthaltsbestimmungsrecht
wahrnehmen
(etwa einen Mietvertrag oder die Überweisung in eine Pflegeheim betreffend),
ferner meine finanziellen Angelegenheiten regeln sowie Zugriff auf meine
Post haben. Die Gerichte folgen den Vorschlägen regelmäßig.
Ausführliche Informationen (mit Mustervordrucken) zur Vorsorgevollmacht,
zum Betreuungsrecht wie auch zur Pati-
(Fortsetzung aus Heft 11/2009)
entenverfügung wurden kürzlich vom
Bundesjustizministerium (BJM) herausgegeben.
Publikationsbestellung: INTERNET:
www.bmj.bund.de/Publikationen
PUBLIKATIONSVERSAND
DER BUNDESREGIERUNG:
Postfach 481009, 18132 Rostock.
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aus dem deutschen Festnetz, abweichender Mobilfunktarif möglich) Fax
0 30/1 81 05 80 80 00.
Infos über die Suchfunktion im Internet unter dem entsprechenden Stichwort: Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung. ■ Senvt/rh.
Seniorenvertretung
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Das Verhältnis zwischen Menschen und Bäumen hat eine lange Tradition: Einst galten Bäume als heilig,
jeder hatte seinen eigenen Hausbaum, unter Bäumen wurden Gerichte abgehalten, Feste gefeiert. Die
meisten der im Kalender abgebildeten Baumgestalten befinden sich im direkten Umfeld des Menschen. (rh)
Historische Fotos
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Wie schnell doch die Zeit vergeht, leicht
zu erkennen an den Fotos die in Alben
und lose bei unseren Lesern schlummern. Gerne veröffentlichen wir Ihr persönliches Zeitdokument. Zum Beispiel
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vierzig oder mehr Jahren. Gerne erwarten wir Ihre Zusendung, die wir an dieser
Stelle einmal im Monat veröffentlichen
wollen. ■
Red.
BDFaktuell 12•2009
9
AUS DEN LÄNDERN
BAYERN
Beeindruckendes Ergebnis
für Förster Josef Göppel
Josef Göppel hat im Bundestagswahlkreis Ansbach-Weißenburg-Gunzenhausen zum dritten Mal das Direktmandat
gewonnen. Mit über 47 % der Stimmen
setzte er sich klar gegen die anderen Bewerber durch. Das Ergebnis liegt um
über 7 % über dem Zweitstimmenanteil
der CSU in seinem Wahlkreis.
Der BDF gratuliert seinem langjährigen Mitglied (über 40 Jahre!) sehr herzlich. Der Einsatz von Göppel für den Wald
und seine nachhaltige Bewirtschaftung
sowie für die Forstleute kann nicht hoch
genug geschätzt werden.
Göppel gilt als das „grüne Gewissen
der CSU“. Seine hohe Glaubwürdigkeit,
seine Geradlinigkeit und Unabhängigkeit
sind wohl wesentliche Faktoren für seine
Beliebtheit.
Wir wünschen Josef Göppel eine
weitere gute und erfolgreiche Legislaturperiode. ■
„Unser Förster“ in Berlin: Josef Göppel erzielte ein weit beachtetes Wahlergebnis.
Gerhard Eck ist neuer Innenstaatssekretär
MdL Gerhard Eck (links) wurde von
Ministerpräsident Horst Seehofer zum
Innen-Staatssekretär ernannt.
Der BDF gratuliert herzlich.
Gerhard Eck, bislang Vorsitzender des
Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bayerischen Landtag, ist als Staatssekretär des Inneren
berufen worden.
Er tritt damit die Nachfolge von Bernd
Weiß an, der vor Kurzem zurückgetreten
ist.
Der BDF gratuliert Gerhard Eck zu
seinem neuen Regierungsamt und
wünscht eine erfolgreiche Arbeit.
Wir hoffen, dass MdL Eck die bisherigen guten Kontakte zu den Förstern
hält und sich weiterhin ein offenes Ohr für
Wald und Forstwirtschaft behält. ■
live
Albert Füracker
neuer Agrarsprecher der CSU-Landtagsfraktion
Der Oberpfälzer Albert Füracker ist der
neue Vorsitzende des Ausschusses für
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
im Bayerischen Landtag.
Der BDF gratuliert Füracker zur neuen Position und hofft auf eine ähnlich vertrauensvolle Zusammenarbeit wie mit
dem bisherigen Vorsitzenden MdL Gerhard Eck. Der BDF bemüht sich um einen baldigen Gesprächstermin.
Bei der Wahl erhielt Füracker von der
Fraktion 91,2 % der gültigen Stimmen.
Die Neuwahl war notwendig geworden,
weil der bisherige Vorsitzende Gerhard
Eck zum Innen-Staatssekretär berufen
wurde. Füracker gilt als Landwirtschafts-
10
BDFaktuell 12•2009
fachmann, der zwar erst relativ kurz im
Landtag sitzt, aber schon langjährige Erfahrung in der Landwirtschaftspolitik und
vor allem in der Kommunalpolitik hat.
In seinem Internetauftritt verspricht
Füracker „Ich will hören, was Sie auf dem
Herzen haben und im Landtag so handeln und entscheiden, dass es möglichst
allen Menschen zu Gute kommt.“ Mit dieser Einstellung wird der Wald, seine unverzichtbaren Leistungen für die Gesellschaft sowie eine nachhaltige Forstwirtschaft sicherlich ein Schwerpunkt
der politischen Arbeit werden. Wir vom
BDF bieten hierzu unsere Unterstützung
an. ■
Der BDF gratuliert Albert Füracker zu
seiner neuen Funktion als Vorsitzender
des Agrarausschusses.
AUS DEN LÄNDERN
Meinungsaustausch mit den Freien Wählern
Den Besuch im Landtag nutzte der BDF
zu einem Meinungsaustausch über aktuelle forstpolitische Themen mit der Fraktion der Freien Wähler. Dem kurzen Treffen mit dem Landesvorsitzenden der
Freien Wähler – Hubert Aiwanger – folgte
ein längeres Hintergrundgespräch mit
Günther Felbinger, MdL und Petra Ranke, Referentin der FW für Haushalt, Finanzen und Fragen des öffentlichen
Dienstes.
Einigkeit bestand darüber, dass die
Forstwirtschaft in Bayern eine hohe
Bedeutung sowie der Waldumbau aufgrund des Klimawandels eine große Herausforderung für die Politik und Gesellschaft darstellen. Hierfür sind auch die
Tatkraft und die Motivation der Beschäftigten unverzichtbar. Die Fraktion der FW
wird sich daher bei den anstehenden
Diskussionen wie auch bei der Evaluie-
rung der Forstreform für die Belange der
Förster und des Waldes einsetzen. An
einem weiteren Meinungsaustausch besteht großes Interesse. ■
V. l.: Günther Felbinger, MdL; Robert Nörr; Heinrich Schmidt; Klaus Wagner; Hubert Aiwanger,
MdL; Petra Ranke, Referentin der FW; Gunther Hahner
Neue Dienstfahrzeuge für die Forstverwaltung
Eine jahrzehntelange Forderung des
BDF und seiner Mitglieder wurde nun
erfüllt: Der Einstieg in die Dienstwagenbeschaffung auch in der Forstverwaltung
(BayFV) wurde erreicht. In erster Linie
werden die Fahrzeuge für die Revierleiter
beschafft. Damit gibt es sowohl in der
BaySF wie in der BayFV Dienstfahrzeuge.
Unzählige Initiativen in dieser Angelegenheit blieben lange Jahre ohne Erfolg.
Viele Kollegen glaubten auch diesmal
nicht, dass Dienstwägen eingeführt würden. Wie schon bei der Erhöhung der
Kfz-Entschädigung, hat sich auch hier
Beharrlichkeit ausgezahlt.
Eine weitgehende private Mitbenutzung gegen Entgelt – wie sie in den
BaySF gewählt werden kann – war in der
BayFV leider aus rechtlichen und versicherungstechnischen Gründen nicht
möglich. Der BDF hatte hierzu zahlreiche
Gespräche u. a. auch mit dem BDF Sozialwerk geführt. Dennoch: Bereits die im
Einzelfall zu genehmigende Möglichkeit,
das Kfz für die Fahrstrecke zwischen
Wohnort und Dienstort gegen entspre-
chendes Entgelt zu nutzen, ist eine für
die Beschäftigten und die Verwaltung
sinnvolle Regelung.
Die Beschaffung der 136 BMW X 3
ist das Ergebnis einer EU-weiten Ausschreibung. Sicherlich wird dieses Modell zu Diskussionen führen.
Festzustellen ist aber
• Die Firma BMW hatte in der Ausschreibung das wirtschaftlichste Angebot
abgegeben.
• Mit einem Fahrzeug der Marke BMW
wird ein deutsches Fabrikat beschafft,
wodurch deutsche und europäische
Arbeitsplätze gesichert werden.
• Der Verbrauch mit 6,2 l Diesel (kombiniert) liegt unter dem Durchschnitt vieler handelsüblicher Geländewagen.
Seit der Interessensabfrage im Februar
2009 hat sich für einige die Situation und
damit auch das Interesse an einem
Dienstfahrzeug verändert. Wir hoffen,
dass es hier zu flexiblen und einvernehmlichen Lösungen kommt. ■
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BDFaktuell 12•2009
11
AUS DEN LÄNDERN
Geschäftsjahr 2009 der BaySF
„Gutes Ergebnis trotz globaler Holzmarktkrise“
(Pressemitteilung
der
BaySF), „Weniger eingeschlagen – Gewinn 43 % geringer“ (Holzzentralblatt
vom 23. Oktober 2009), „Finanzminister
schöpft Gewinne aus dem Staatswald
ab“ (SZ vom 17. Oktober 2009), so unterschiedlich werden die Zahlen des
Geschäftsjahres 2009 der BaySF dargestellt.
Die Bayerischen Staatsforsten ziehen nach eigenen Angaben für das Geschäftsjahr 2009 eine positive Bilanz für
Wald und Unternehmen.
„Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren schwierig. Trotzdem hat
das Unternehmen wieder den Spagat
zwischen ökologisch anspruchsvoller
und ökonomisch erfolgreicher Forstwirtschaft geschafft“, so Aufsichtsratsvorsitzender Staatsminister Helmut Brunner
über das Gesamtergebnis.
Der Einschlag blieb nach Unternehmensangaben mit 4,66 Millionen Kubikmeter Holz unter dem jährlichen Zuwachs von 6,1 Millionen Kubikmeter, die
Vorgaben bei Pflanzung und Jugendpflege übertrafen die Vorgaben.
Gewinne in den Wald
reinvestieren
Die BaySF meldete, dass das Unternehmen trotz einer reduzierten Holzverkaufs-
menge, eines Preisdrucks auf den Holzmärkten aufgrund der globalen Wirtschaftskrise und nach Erfüllung aller
forstfachlich notwendigen Waldpflegemaßnahmen einen Gewinn nach Steuern
von 35,1 Millionen Euro (Geschäftsjahr
2008: 62,0 Millionen Euro) ausweisen.
Dies sind 43 % weniger als 2008. Doch
nicht an der Höhe, sondern an der Verwendung der Gewinne entzündet sich
die Diskussion. Der BDF hatte schon immer gefordert, dass die Gewinne vor
allem in den Wald (aller Waldbesitzarten)
und in den Waldumbau reinvestiert werden. Diese Forderung erhebt Sepp Daxenberger, der Chef der Landtagsgrünen
ebenso wie Maria Noichl, die forstpolitische Sprecherin der SPD. Noichl
machte klar: „Der Staatswald ist nicht
das Girokonto des Finanzministers“.
2 623 Hektar Pflanzung viel
oder wenig?
Mit über elf Millionen Bäumen (85 Prozent Laubbäume und Tannen) wurden
2 623 Hektar Pflanzungen (4 200 Pflanzen je Hektar) realisiert und 8 283 Hektar
junge Wälder gepflegt.
„Das ist ein Beleg, wie ernst wir es
mit dem Waldumbau meinen“, betonte
Vorstand Reinhardt Neft. Anders sieht es
Hubert Weiger vom Bund Naturschutz:
„Bei diesem Schneckentempo dauert es
80 Jahre, bis die 200 000 Hektar schadanfälliger Fichtenwald im Bayerischen
Staatswald in stabilen Mischwald umgewandelt wird“.
Weitere Abnahme
der Beschäftigten
Laut Personalvorstand Reinhardt Neft
bietet das Unternehmen trotz Wirtschaftskrise sichere Arbeitsplätze: „Wir
wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng an das Unternehmen binden und
setzen deshalb überwiegend auf unbefristete Arbeitsverträge und eine kontinuierliche Einstellung von Nachwuchskräften“. Aus Sicht des BDF besteht trotz der
verbesserten Einstellungen im letzten
Jahr allerdings noch weiter Nachholbedarf. Insgesamt ist die Beschäftigtenzahl
um 39 auf 2 912 Personen gesunken. ■
KURZMELDUNG
Verschiebung
der Landesversammlung
Die nächste Landesversammlung
wird auf das Jahr 2011 verschoben.
Nach einem einstimmigen Beschluss
des Landeshauptvorstandes am
29. Oktober 2009 soll durch die Verschiebung eine Angleichung an die
Personalratswahlen erfolgen.
Evaluierung auf KW ausweiten
Der Bayerische Städte- und Gemeindetag hat gefordert, die kommunalen Wälder in die Evaluierung mit einzubeziehen
und die Auswirkungen des „Kommunalwaldpaktes“ von 2004 zu überprüfen.
Die derzeitige Beschränkung der Evaluierung halten die Gremien für politisch
nicht akzeptabel.
Aus Sicht der Kommunen werden
Staats- und Kommunalwald eklatant ungleich behandelt. So wurde 2007 die
Zahlung von Personalkostenzuschüssen
für Kommunen mit eigenem Forstpersonal eingestellt. Ab 2010 kann der Staat
eine Bewirtschaftung der Kommunalwälder nur noch im Rahmen der verfüg-
12
BDFaktuell 12•2009
baren Personalkapazität anbieten. Hier
sind Ungerechtigkeiten und Ungleichbehandlungen zu erwarten.
Staatliche Beförsterung und
Personalzuschuss gefordert
Der Bayerische Städte- und Gemeindetag hatte daher gefordert,
• die Evaluierung auch auf den Körperschaftswald auszuweiten,
• dass eine Bewirtschaftung der Kommunalwälder auf Wunsch der Kommunen auch weiterhin durch die staatliche
Forstverwaltung erfolgen kann,
• die Entgelte für die staatliche Betriebsleitung und -ausführung dauerhaft bei
einem Anteil der Kommunen von 60 %
zu belassen,
• einen Bewirtschaftungszuschuss von
mindestens 40 % der Betriebskosten
wieder einzuführen.
Bei einem Treffen mit rund 25 Bürgermeistern kündigte der (aus heutiger Sicht
damalige) Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses MdL Gerhard Eck
an, „mit allem, was möglich ist, dafür zu
kämpfen, dass man auf die Argumente
der Gemeinden reagiert“.
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verwendet. Gezahlt werden die Versicherungsprämien
plus Zinsen, getilgt wird das Darlehen bei Ablauf der
Versicherung. Der Verwendungszweck ist frei wählbar, auch
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dahin angefallenen Überschüsse aus der Versicherung
ausbezahlt. Außerdem ist das Darlehen von Anfang an für
den Todesfall abgesichert: Im Ernstfall wird das Darlehen
durch die Comfort-Rentenversicherung sofort getilgt, und
die Angehörigen werden so vor finanziellen Problemen
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AUS DEN LÄNDERN
MdL Ingrid Heckner: Stellen aus
Arbeitszeitverlängerung werden zurückgegeben
Alle bereits eingesparten Stellen aus
der Arbeitszeiterhöhung von 40 auf 42
Wochenstunden werden in gleicher Wertigkeit zurückgegeben“ versichert MdL
sage besteht hier nun Sicherheit.
Neben Heckner nahmen an dem Gespräch noch MdL Walter Nadler sowie
Michael Mayer, Leiter des Referats für
Landwirtschaft und Forsten in der Geschäftsstelle der CSU-Landtagsfraktion,
teil.
Personaleinsparungen
notwendig
V. l.: Heinrich Schmidt, Klaus Wagner,
Robert Nörr, MdL Ingrid Heckner,
Gunther Hahner
Ingrid Heckner, Vorsitzende des Ausschusses für Fragen des öffentlichen
Dienstes, bei einem Gespräch mit dem
BDF. Seitens des BDF bestand die Sorge, dass bereits erbrachte Stelleneinsparungen nicht berücksichtigt und angerechnet würden. Durch diese klare Aus-
Wenig Hoffnung machte Heckner hingegen darauf, dass die im Zuge der Forstreform beschlossenen Stellenkürzungen
ausgesetzt würden. Der Staat käme um
Personaleinsparungen nicht herum, auch
wenn diese nicht aus Selbstzweck betrieben werden dürften. Für Einsparungen in den Bereichen Bildung und Innere Sicherheit würde es aus ihrer Sicht
keinen öffentlichen Konsens geben. Die
Vertreter des BDF wiesen darauf hin,
dass sich ihrem Eindruck nach die Aufgaben weiter mehren, während jedoch
bis zum Abschluss der Verwaltungsreform jede zweite Stelle im Forstbereich
wegfallen würde und damit die stärksten
Einschnitte im Vergleich der Verwaltungen erfolgen würden.
Argumente des BDF
interessiert aufgenommen
Erstaunt zeigte sich Heckner darüber,
dass in den BaySF nicht bei allen Mitarbeitern eine Arbeitszeiterfassung erfolgt.
Eine Vertrauensarbeitszeit ist laut Heckner eigentlich nur in höheren Führungspositionen mit entsprechender (außertariflicher) Dotierung üblich. Hier wollte
Heckner nähere Informationen einholen.
Zusammenfassend betonte die Ausschussvorsitzende, dass die Verwaltungsreformen nicht „zurückgedreht“,
aber „korrigiert“ und optimiert werden
könnten. Sie versprach, sich bei dem
neuen Vorsitzenden des Landwirtschaftsausschusses – MdL Albert Füracker – dafür einzusetzen, dass die Evaluierung der Forstreform umfassender
erfolgen sollte. Der BDF erläuterte seine
umfassende Stellungnahme hierzu und
übergab das Papier.
Wir danken Frau Heckner für ihre
Aufmerksamkeit, ihre klaren Worte und
dass sie sich deutlich mehr Zeit genommen hatte als zunächst angesetzt war.
Unser Wunsch auf einen regelmäßigen
Austausch traf auf offene Ohren. ■
Kreisversammlung Ingolstadt
Am 30. September 2009 fand in der
Mitterbachl-Hütte im Geisenfelder Forst
die diesjährige Kreisversammlung des
BDF Kreisverbandes Ingolstadt statt. Bei
schönem Herbstwetter konnte der Kreisvorsitzende Peter Donabauer knapp
20 Mitglieder begrüßen. Bei einem Waldbegang rund um die Hütte wurde das
„Naturschutzkonzept der Bayerischen
Staatsforsten“ ausführlich vorgestellt und
lebhaft diskutiert. Anschließend traf man
sich in der warmen Hütte zur Brotzeit
und zum Informationsaustausch. Die
Bezirksvorsitzenden Herbert Rudolf und
Tobias Büchner informierten die versammelten Mitglieder über aktuelle berufsständische Aktivitäten. Sowohl für die
Kollegen der BaySF (Arbeitsbelastung,
Kreisvorsitzender Peter Donabauer (links) mit Teilnehmern beim Waldbegang vor der
Mitterbachl-Hütte.
14
BDFaktuell 12•2009
Dienstwohnung, Beförderung) als auch
für die der Mitglieder an den AELF (Evaluierung, Aufgabenhäufung, Dienst-Kfz)
waren interessante Ausführungen der
Bezirksvorsitzenden zu hören und wurden auch angeregt besprochen.
Die Kreisversammlung zeigte wieder
einmal deutlich, wie wichtig ein starker
Berufsverband für uns Forstleute ist, weil
er für die Mitgliedern eine Plattform darstellt, auf der man sich über gegenseitige
Probleme und Ansichten austauschen
kann. Besonders die Pensionisten
freuten sich über die persönlichen Einladungen. Kreisvorsitzender Donabauer
dankte allen für ihr Kommen und die rege
Diskussion. ■
Klaus Müller-Würzburger
Landesgeschäftsstelle
Telefon 0 97 20-7 43
bdf.bayern@t-online.de
AUS DEN LÄNDERN
BADEN-WÜRTTEMBERG
Frohe Weihnachten
Für viele klingt dieser Wunsch abgedroschen, banal, ohne Tiefgang – er plärrt
aus den Lautsprechern der Kaufhäuser
und wird millionenfach gedankenlos auf
vorgedruckten Grußkarten verschickt.
Der BDF Landesvorstand wünscht dennoch allen Mitgliedern, Freunden und
Partnern eine „Frohe Weihnacht“: Wenige Tage im Jahr, in denen nicht die Arbeit, die Auseinandersetzung – womit
auch immer – im Vordergrund stehen,
sondern die Entspannung, die Ruhe, die
Besinnung! Wir lassen uns trotz aller
Schwierigkeiten die Freude an Weihnachten nicht nehmen.
Wir freuen uns über das was wir erreicht haben, auch wenn noch viele Aufgaben vor uns stehen! Berufsständische
Arbeit ist immer Arbeit der kleinen
Schritte und benötigt einen langen Atem.
Der BDF kann einige Erfolge im letzten
Jahr verbuchen: die Erhöhung der Kilometerpauschale und die breite Diskussion um die Dienstwageneinführung sind
sicher zuerst zu nennen. Wir haben mit
der Teilnahme an der Protestkundgebung unseren Beitrag zur Gehaltserhöhung geleistet. Es scheint so, daß unsere
Forderung nach Aufnahme der Diensthose ins Dienstkleiderkonto Gehör gefunden hat. Aber auch anderes, weniger
in Euro und Cent zu messendes war
wichtig und erfolgreich. Die Gespräche
mit der Spitze der Landesforstverwaltung im Zusammenhang mit der Betriebsgründung von ForstBW gehören
hier sicherlich dazu. Der BDF hat sich auf
allen Ebenen als der Interessensvertreter
der Forstleute profiliert.
Herzlichen Dank zuerst an die Gruppenvorsitzenden und ihre Stellvertreter!
Sie bilden mit ihrer Arbeit das Rückgrat
des BDF. In den Stadt- und Landkreisen
stehen sie unmittelbar an der Schnittstelle zwischen Dienstherrn und Kollegen.
Sie setzten sich ein für die berufsständischen und gewerkschaftlichen Angelegenheiten in ihren Dienststellen. Dies erfordert Mut, Geschick und Ausdauer.
Danke den Bezirksvorsitzenden, den Stellvertretern und unseren Fachbereichsvorsitzenden. Ihre Arbeit entlastet die Landesleitung erheblich. Für solide finanzielle
Grundlagen des Verbandes haben die
Kassenverwalter gesorgt. Auch ihnen
eine paar zahlenfreie Feiertage! Unermüdlich wie gewohnt agierten die Seniorenvertreter – herzlichen Dank! Ohne die
stillen Arbeiten des Webmasters und des
Schriftleiters im Hintergrund würde unsere Kommunikation zum Erliegen kommen. Wir alle wissen dies zu schätzen.
Zu guter Letzt herzlichen Dank an die
Leiterin der Geschäftsstelle für ihre stets
erfrischende Art, mit der sie ihre Arbeit
im Sinne aller Mitglieder erledigt. Mit dem
BDF Sozialwerk hat uns auch im letzten
Jahr ein kompetenter und verläßlicher
Partner zur Seite gestanden.
Die Arbeit im kommenden Jahr in
den Kreisen und auf der Ebene der Betriebsleitung wird uns allen wieder einiges
abverlangen. Um erfolgreich zu sein,
werden wir in der gewerkschaftlichen Ar-
beit zukünftig themenorientiert mit dem
BTB zusammenarbeiten. Die ersten, sehr
positiven Gespräche hierzu haben stattgefungen. Ein Thema wird sicherlich der
technische Dienst sein, aber auch die
Stärkung der technischen Kompetenz in
allen Verwaltungsebenen. Den besonderen Schwerpunkt werden die Personalratswahlen bilden. Hier schulen wir gemeinsam mit dem BTB die Bewerber.
Ziel des BDF ist es, so viele Kollegen wie
möglich in die Personalräte zu bekommen. Jedes aktive Mitglied ist aufgerufen, seine Bereitschaft zur Kandidatur zu
prüfen. Der BDF lebt vom und durch das
Engagement seiner Mitglieder! Im kommenden Jahr wird die AGWald ihre Arbeit für eine Waldwirtschaft auf ökologischer Grundlage fortführen. Zusammen mit dem Forstverein, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und dem
Verein für forstliche Standortkunde werden wir im Rahmen der Landesgartenschau in Villingen-Schwenningen den 5.
Baden-Württembergischen Waldgipfel
Ende September 2010 durchführen.
Dieses Mal wollen wir uns selbst und unseren Berufsstand in den Fokus stellen.
Wundern Sie sich also nicht wenn wir
uns bei diesem Waldgipfel fragen: „Sind
wir Förster noch zu retten?“. Beteiligen
Sie sich mit Ihrer Anwesenheit an der Beantwortung dieser Frage!
Mit diesem Ausblick wünschen wir
allen Mitgliedern, Freunden und Gesprächspartnern Frohe Weihnachten und
ein gutes Neues Jahr!
Ihre Landesleitung
Dietmar Hellmann, Bernadette Jochum,
Georg Jehle
AM 27. APRIL 2010
stehen die Personalratswahlen für die
Beschäftigten des Landes und der
Kommunen in Baden-Württemberg
an.
Wir bitten unsere Mitglieder, sich auf
die Wahl einzustellen und sich als
Kandidaten anzubieten.
Der BDF wird gemeinsam mit dem
bbw und dem BTB (Bund Technischer Beamter) Ihre Bewerbungen
unterstützen.
Als Eingangsveranstaltung findet am
17. November 2010 in Stuttgart eine
Personalrätekonferenz statt, zu der
wir allle amtierenden Personalräte des
BDF einladen werden.
BDFaktuell 12•2009
15
AUS DEN LÄNDERN
BDF Senioren
in Weikersheim
Am 15. Juli 2009 trafen sich die BDF
Senioren der Gruppe Hohenlohe-Franken in Weikersheim.
24 Personen (darunter auch ein Ehepaar aus Rheinland-Pfalz!) fanden sich
kurz vor 14 Uhr auf dem vor dem Schloss
gelegenen Marktplatz ein.
Nach der Begrüßung durch Friedrich Buchmüller begab sich der ganze
Tross zur Besichtigung in die von der
Wasserburg zum Renaissance-Schloss
umgestalteten Anlage.
Es folgte eine gekonnte Führung
durch die prächtig ausgestalteten Räume. Der Rittersaal war einer der Höhepunkte, die Jagdszenen und lebensgroßen Tierplastiken wurden ausgiebig
bestaunt.
Nach der anstrengenden Führung
treppauf, treppab, lustwandelten alle im
stilvoll angelegten „Schlossgarten“.
Im Gasthaus Grüner Hof wurde bei
Kaffee und Kuchen, Bier und Sonstigem
entspannt.
Durch den Bericht des stellvertretenden Vorsitzenden der Gruppe Hohenlohe-Franken, Ulrich Weiland, konnten
wir die heutige Situation der aktiven Förster bedauern.
Zum Schluss der Veranstaltung
dankte Friedrich Buchmüller den anwesenden Kollegen und ihren Frauen für
ihre Teilnahme an diesem Seniorentreffen und kündigte das nächste Treffen
2010 in Stuttgart an. ■
Fritz Wolf
Gemeinsame Versammlung
der Gruppen Oberschwaben und Neckar-Alb
Am 1. Oktober 2009 trafen sich 25 Interessierte im Gasthaus „Älbler“ in Münsingen um sich über die aktuellen berufständischen Aktivitäten und über das neue
Biosphärengebiet „Schwäbische Alb“ zu
informieren.
Herr Jehle aus dem Landesvorstand gab
einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten des Landesvorstandes. Im letzten
Herbst haben letztlich die langandauernden Bemühungen unseres Verbandes
wesentlich dazu beigetragen, endlich die
Erhöhung der Kilometerentschädigung
durchzusetzen. Im Zusammenhang mit
der Neuorganisation des Landesbetriebes „Forst BW“ war der Landesvorstand aufgefordert sich mit vielen verschiedenen Themen zu befassen und
den Prozess soweit als möglich zu be-
16
BDFaktuell 12•2009
gleiten um die Interessen der Beschäftigten einzubringen. Angefangen von
Stellungnahmen zu einzelnen Fragestellungen, der Teilnahme an Arbeitsgruppen (z. B. Öffentlichkeitsarbeit oder Entwicklung der künftigen Ziele von ForstBW) bis hin zu Besuchen der Mitarbeiter
der Forstdirektionen um deren Befindlichkeiten im Neuorganisationsprozess
kennen zu lernen reichten die Aktivitäten.
Für die Mitarbeiter der neuen Betriebsleitung, welche sich aus dem Personal der
beiden Forstdirektionen, des EBZI bzw.
der ZS-LFV und dem MLR rekrutiert,
läuft gerade das Interessenbekundungsverfahren. Die hiermit verbundenen Stellenbesetzungen in den neuen Referaten
und Sachgebieten soll bis zum 1. Oktober
2010 abgeschlossen und umgesetzt sein.
Anschließend wurden in der Runde
von den anwesenden Mitgliedern die
wichtigsten Themen, welche in den
Landkreisen auf der Tagesordnung stehen kurz vorgestellt. Je nach „Stand der
Reform“ im jeweiligen Kreis sind die „Befindlichkeiten“ zu Themen wie Stellenbewertungen, Revier-PC, Dienstfahrzeuge
für Förster und Waldarbeiter, Revierorganisation, Beförderung oder Neueinstellungen usw. sehr unterschiedlich. Es war
für die Teilnehmer interessant zu hören
was denn ein oder zwei Kreise weiter
alles läuft (oder auch nicht läuft).
Die in der Gruppe „Neckar-Alb“ notwendige Neuwahl des Gruppenvorstandes wurde zügig durchgeführt und
brachte mit Reiner Knecht und Rainer
Wiesenberger als Vorsitzendem und
Stellvertreter keine Veränderungen.
Nach kurzem Gedenken für unsere
verstorbenen Mitglieder folgten die Ehrungen. Für 25-jährige Mitgliedschaft
wurden Thomas Keller, Georg Jehle und
Günter Jochum, für 40-jährige Mitgliedschaft Max Hunger und Norbert Fischer
und für 50-jährige Mitgliedschaft Carl
Wilhelm von der Osten-Fabeck geehrt.
Nach der Pause gab Herr Brammer vom
Startteam des Biosphärengebietes einen
kurzen Überblick über die Kulisse und
die Ziele des Gebietes. Ein wesentliches
Alleinstellungsmerkmal und gleichzeitig
eine große Herausforderung ist die Tatsache, dass im Biosphärengebiet viele
Gemeinden mitsamt deren Siedlungsflächen inbegriffen sind. Die künftige Entwicklung soll und muss die Menschen
mit einbinden. Eine kurze Exkursion in
den ehemaligen Truppenübungsplatz,
der eigentlichen Keimzelle des Biosphärengebietes, rundete den gelungenen
Vortrag ab. ■
Reiner Knecht
Landesgeschäftsstelle
Telefon 0 62 62-92 51 25
geschäftsstelle@bdf-bw.de
www.bdf.de
AUS DEN LÄNDERN
BRANDENBURG
BERLIN
BDF im Gespräch mit der Betriebsleitung
Am 23. Oktober 2009 fand ein erstes Gespräch mit dem Direktor des Landesbetriebes Forst
Brandenburg in Hangelsberg statt. Alle Basisgruppen waren im Vorfeld aufgerufen worden, dazu
entsprechende Themenvorschläge an den Landesvorstand zu übergeben. Aus den Zusendungen
und den Überlegungen des Vorstandes wurde ein Paket aus sieben Fragen zusammengestellt,
welches die Vertreter des BDF, André Jander und Jörg Dechow, dem Direktor des Landesbetriebes Hubertus Kraut an diesem Tag übergaben.
Die erste Frage des BDF bezog sich
auf die Art und Weise der Informationspolitik gegenüber den Mitarbeitern und
das organisatorische Umsetzungskonzept zum laufenden Reformprozess der
Forstverwaltung durch die Leitung des
Betriebes. Anfänglich gute Ansätze wurden nicht weitergeführt, die Aussagen
verloren an Inhalt und Klarheit. Der BDF
hätte z. B. erwartet, dass die Nachricht
über die Verschiebung des Zeitpunktes
zur Einnahme der Zielstruktur nicht als
Bestandteil eines Protokolls verkündet
wird. Hier wäre eine klare Information
durch die Betriebsleitung angebracht gewesen. Hubertus Kraut verwies in diesem Zusammenhang auf die recht
schwierige politische Situation der vergangenen Monate, die durch die Landtagswahl geprägt war. Er selbst will die
Informationspolitik verbessern.
Wesentlich brisanter war der zweite
Teil der Frage. Hier stellte der BDF eindeutig fest, dass eine taktisch handwerkliche Linie zur praktischen Umsetzung
der Forstreform vor Ort nicht erkennbar
ist. Ausdruck dafür ist die zunehmende
Überlastung der Mitarbeiter durch zusätzliche Aufgabenübertragung bei Weggang von Personal. Hubertus Kraut erklärte, dass es hier zu Lösungen in den
Betriebsteilen kommen muss und verwies auf die Verantwortung der Führungskräfte vor Ort. Mit der Einberufung
von Führungskräftekonferenzen in den
Regionen wird sich die Betriebsleitung
diesem Problem widmen.
Analyse der Personalsituation
Der BDF forderte von der Betriebsleitung,
dass umgehend eine Analyse zur Personalsituation und zur Zahl des so genannten „Personalüberhangs“ zu erarbeiten
ist. Eine eindeutige Darstellung aller „verliehenen“ Mitarbeiter an andere Dienststellen und die Quantifizierung des Zeit-
aufwandes für zusätzlich übertragene
nicht forstliche Aufgaben, ist bei der Bilanzierung möglicher Personalüberhänge
grundsätzlich zu berücksichtigen. Herr
Kraut bezeichnete in diesem Zusammenhang die personelle Situation im geho-
motiviert und nicht an jedem Bahnhof
zählt wer aussteigt.
Der BDF verwies auf den Altersdurchschnitt des Personals und vertrat
den Standpunkt, dass ohne einen Einstellungskorridor über alle Beschäftigten-
Hubertus Kraut im Gespräch mit André Jander
benen Dienst als angespannt und verwies als Beispiel auf die zu besetzenden
Stellen der Fördermittelstelle im Betriebsteil Kyritz.
Der Komplex Personal, Personalentwicklung, Aufgabenkritik und Übertragung von Aufgaben aus forstfremden
Bereichen war ein zentrales Thema
dieses Gespräches. Der BDF forderte
hier eine deutlichere Positionierung der
Betriebsleitung gegenüber den Mitarbeitern und den Forderungen aus dem öffentlich-politischen Raum. Der Zug Landesforstbetrieb sollte wieder einen festen
Fahrplan erhalten, der die reisenden Mitarbeiter durch klare Ziele und Strategien
gruppen die Lösung oben benannter
Probleme nicht gelingen wird. Vereinbart
wurde gemeinsam beim ersten Gespräch mit der neuen Ministerin einen
Einstellungskorridor zu fordern.
Rahmenbedingungen aus
Sicht der Betriebsleitung
Zu den noch offenen Regelungen der
Betriebsanweisung benannte Hubertus
Kraut als wichtigste Themen die Fragen
zum Forstvermögen, Rückstellungen,
Rücklagen, Dienstleistungen für Dritte
und die kaufmännische Buchführung.
Besonders unterstrich Hubertus Kraut
BDFaktuell 12•2009
17
AUS DEN LÄNDERN
an dieser Stelle die Bedeutung der
Leistungen für Dritte zur Finanzierung
des jährlichen Finanzhaushaltes. Grundsätzlich stimmten die Vertreter des BDF
diesem zu, äußerten jedoch Bedenken,
wie mit weniger Personal auf der Fläche
diese Leistung realisiert werden soll.
Beförderungen
Die notwendige Beförderung von Beamten und Beamtinnen im Eingangsamt
war ein Diskussionspunkt, den der BDF
in dieser Runde nochmals aufgegriffen
hat. Es wurde mit Nachdruck vom Leiter
des LFB gefordert, hier Möglichkeiten zu
finden, um den jahrelangen Beförderungsstau in der Landesforstverwaltung
zu beenden. Insbesondere deshalb, weil
gerade die jüngeren Kolleginnen und
Kollegen zu dem Personenkreis gehören, die unbedingt zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit des LFB benötigt werden,
aber auch bevorzugt aus anderen Bereichen abgeworben werden.
Damit eng verbunden sind das Konzept und die Vorstellung zur Bewertung
der neu zu bildenden Reviere. Der BDF
konnte hier auf eine eigene Studie zur
Revierbewertung und zur Eingruppierung der Revierförster (Angestellte und
Beamte) auf Bundesebene verweisen.
Als wesentliche Inhalte benannte Hubertus Kraut dazu die Beibehaltung der
Bandbreite und eine Bewertung nach
Tarifrecht.
Internationaler Klimaschutz
Bei der Betrachtung internationaler Umweltthemen war die Umsetzung der
Beschlüsse zum Kyoto-Prozess bei der
Bewirtschaftung des Landeswaldes
Mittelpunkt und der allgemeinen Verwaltung des Landesbetriebs. Der BDF hat
seine aktive Mitarbeit bei der weiteren
Qualifizierung der waldbaulichen Ausrichtung des Landeswaldes angeboten
und hofft, dass die Betriebsleitung dieses
zur Bestimmung gemeinsamer Strategien annimmt.
Unter dem Punkt Sonstiges wurde
die bisher nicht dargestellte Schaffung
einer Landeswaldoberförsterei mit anhängender Inspektion als A16-Stelle und
die im Gespräch befindliche Änderung
der Dienstkleidungsverordnung angesprochen.
Am Ende bedankte sich Hubertus
Kraut bei den Vertretern des BDF für die
offene und konstruktive Gesprächsführung. Er habe Verständnis für die Sorgen
und Nöte der Beschäftigten. Weitere
Reforminhalte werden sich konkret nach
der Konstituierung der Landesregierung
ergeben. Der BDF wird bei der neuen
Landwirtschaftsministerin in den nächsten Tagen um einen Gesprächstermin
bitten. Zentrales Thema wird die Forstreform sein. Welche Gestaltungsmöglichkeiten sich dabei ergeben, bleibt abzuwarten. Die zentralen Forderungen des
BDF und die Kritikpunkte an der neuen
Struktur sind bekannt. ■
Jörg Dechow
LANDTAGSWAHL 2009
Koalition der SPD und der Linken
Was haben die Brandenburger Bürger,
die Brandenburger Holz- und Forstwirtschaft, die Waldbesitzer und die im Wald
Beschäftigten von der neuen gemeinsamen
Forstpolitik der Regierungskoalition der
SPD und der Linken zu erwarten?
Aus Sicht des BDF kann, muss es
nach den Irren und Wirren der letzten vier
Jahre hinsichtlich der Zerschlagung der
Brandenburger Gemeinschaftsforstverwaltung besser werden. So gilt es, dem
nun fast seit einem Jahr bestehenden
Landesbetrieb Forst Brandenburg (LB)
endlich die existenziellen Grundlagen wie
den Errichtungserlass und die Betriebsanweisung nach Einvernehmen mit dem
Finanzministerium so zu gestalten, dass
der Landesbetrieb den gesetzlichen Auftrag zur Erfüllung seiner Aufgaben mit
besseren wirtschaftlichen und finanziellen Handlungsräumen umsetzen kann.
Das Finanzministerium (MdF) wollte
die Bildung eines Landesbetriebes, behandelt aber sein eigenes Wunschkind
wie ein Stiefkind, verweigert ihm die notwendige Mitgift und will ihn mittellos arbeiten lassen. Das gefährdet die Be-
18
BDFaktuell 12•2009
schäftigung der Kolleginnen und Kollegen.
Beispielhaft sind die bis heute ausstehende Überlassung aller Einrichtungen, Geschäftsausstattungen und sonstigen Wirtschaftsgüter zum wirtschaftlichen Eigentum des LB. Die Risikorücklage des LFB aus Mehreinnahmen, die
sich aus der Bewirtschaftung des Landeswaldes ergeben, soll nach Vorstellungen des MdF nur 5 % der Jahreseinnahme betragen. Über die Höhe anderer
Rücklagen aus dem Wirtschaftsplan wird
ebenfalls noch gestritten.
Nach Vorstellung des MdF muss der
LFB vorläufig weiterhin kameral arbeiten.
Der LFB braucht eine zügige Einführung
der kaufmännischen Buchführung unter
Einbeziehung des Forstbetriebsmanagementsystems (FBMS).
Neben diesen intern zu lösenden
Problemen bleibt aber die Frage, ob das
derzeit angedachte Strukturmodell der
Trennung der Landeswaldbewirtschaftung (Landeswaldoberförstereien mit eigentumsreinen Revieren) von den übrigen Aufgaben der Hoheit, des Allge-
meinwohls und der Beratung und Betreuung des Privatwaldes bestehen
bleibt.
Wenn man die engagierten Stellungnahmen und politischen Bemühungen
der Fraktion der Linken zur „Forstreform“
im alten Landtag kennt, kann es vielleicht
zu leichten Kursänderungen kommen.
An der Außenwirkung der Landesforstverwaltung, an ihren Dienstleistungen für die Holz- und Forstwirtschaft
und an ihrer Aufgabenwahrnehmung bei
nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten wird die
Leistungsfähigkeit des LFB und der Erfolg der Umgestaltung gemessen.
Wer realistisch ist, weiß aber, dass
die bestehenden finanziellen und personellen Rahmenvorgaben zur Neugestaltung der Landesforstverwaltung im Gesamthaushalt Brandenburgs keine wesentlichen Spielräume lassen.
live
AUS DEN LÄNDERN
So kann man gespannt sein, was in
den Koalitionsverhandlungen zur Entwicklung des LFB besprochen wurde.
Vorerst müssen die Aussagen aus den
Wahlprogrammen der beiden Parteien
herhalten, wobei die der alten und neuen
Regierungspartei sehr einfach und übersichtlich sind:
Aus dem Wahlprogramm der
SPD zur Forstwirtschaft
„Die Forstreform wird umgesetzt, dabei
bleibt das Landeswaldeigentum in vollem
Umfang erhalten. Die nachhaltige Bewirtschaftung des Landeswaldes wird gewährleistet.“
Aus dem Wahlprogramm der
Linken zur Forstwirtschaft
„Brandenburg ist ein waldreiches Land.
Diesen Reichtum nachhaltig zu bewahren, ergibt sich aus seinen Funktionen als
Rohstofflieferant und als Erholungsraum
sowie seiner Fähigkeit CO2 zu binden.
Wir lehnen die Stellenkürzungen im Zuge
der Forstreform ab. Die Erschließung der
Holzreserven vor allem im Kleinprivatwald muss unterstützt werden. Wir werden ein umfassendes Projekt auf den
Weg bringen, das den Forst- und Holzsektor allseitig entwickelt. Es geht um die
Nutzung der natürlichen Potenziale, den
Aufbau einer Forstverwaltung, die sich
hinsichtlich Struktur und Umfang an den
zu erfüllenden Aufgaben und Perspektiven misst, statt an einseitigen Einspar-
vorgaben, denen immer weitere Stellenkürzungen folgen.
Im Landeswald sollen Gemeinwohlleistungen wie Waldumbau, Waldpädagogik und Naturschutz in besonderem
Maß erbracht und eine zuschussfreie
Holzbewirtschaftung erreicht werden.
Dazu bedarf es einer leistungsstarken
modernen Landesforstverwaltung.
Gleichermaßen sind Gartenbau, Fischerei und die Jagd als Bestandteile der
Agrarpolitik so zu fördern, dass durch
eine nachhaltige und umweltgerechte
Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen ein aktiver Beitrag für die Arbeit
und Leben im ländlichen Raum geleistet
wird. Wir streben an, dass die Verwendung von bleihaltiger Munition in der
Jagd schrittweise reduziert wird.“
Kurz vor Redaktionsschluss
erschien der Koalitionsvertrag
der Regierungsparteien:
Allgemein wird der ländliche Raum, die
Waldbewirtschaftung und damit die
Forstverwaltung als Partner in mehreren
Themenbereichen angesprochen. Dies
betrifft zum Beispiel den Klimaschutz, die
Nutzung regenerativer Energien, die Entwicklung eines Moorschutzprogramms,
die integrierte Entwicklung des ländlichen
Raums und die Umsetzung der Erstellung der FFH-Managementpläne usw.
Folgende konkretere Aussagen zur Forstwirtschaft finden sich im Koalitionsvertrag.
Auszug: „Bei der Umsetzung der
Forstreform muss die Aufgabenerfüllung
in der Fläche gesichert sein. Das Landeseigentum bleibt in vollem Umfang erhalten. Der Landeswald soll nach den
gängigen Standards zertifiziert werden.
Die nachhaltige Bewirtschaftung des
Waldes wird gewährleistet. Das Waldumbauprogramm wird weitergeführt. Die
Nutzung von Holz als Bau- und Werkstoff bei öffentlichen Bauten wird unterstützt.“
Vollkommen unerwartet kommt die
Entscheidung, die Abteilung Ländliche
Entwicklung, Landwirtschaft und Forsten, in der sich die Forstwirtschaft und
der Landesbetrieb erst seit Beginn 2009
befanden, in das neu geschaffene Ministerium Infrastruktur und Landwirtschaft
zu übernehmen. Als Ministerin für dieses
Ministerium ist Frau Jutta Lieske (SPD)
designiert. Der Bereich Naturschutz, mit
dem die Forstwirtschaft bis Ende 2008
eine gemeinsame Abteilung bildete, verschmilzt nun mit den Abteilungen Verbraucherschutz, Naturschutz, Wasserund Bodenschutz, sowie der Abteilung
Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit
und der Abteilung Gesundheit zum
Ministerium für Umwelt, Gesundheit und
Verbraucherschutz.
Das vor zehn Jahren geschaffene
MLUV wird damit aufgelöst.
Ob sich diese erneute Trennung der
Landnutzer von den Bereichen des Umwelt- und Naturschutzes aufgrund der zu
lösenden Probleme bewährt, bleibt abzuwarten. Mit Sicherheit wird die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten nicht
einfacher. ■
André Jander
Liebe Leserinnen und Leser,
eine besinnliche Weihnachtszeit wünschen
Ihnen BDF Bundesleitung, Redaktion und
Vereinigte Verlagsanstalten.
Für den bevorstehenden Jahreswechsel
sowie für 2010 alles Gute, Erfolg, Gesundheit
und viel Freude am BDF aktuell.
BDFaktuell 12•2009
19
AUS DEN LÄNDERN
LANDKREIS, STADT UND FORSTVEREIN ÜBERGEBEN RESTAURIERTES DENKMAL
Otto von Hagen:
„Staatswald muss dem Allgemeinwohl dienen“
Das Denkmal für Otto von Hagen am Schwappachweg in Eberswalde erstrahlt im neuen Glanz.
Die feierliche Übergabe fand am 23. Oktober 2009, genau 125 Jahre nach der Einweihung, statt.
In Würdigung der herausragenden und zukunftsweisenden Verdienste Otto von Hagens wurde das
Hagen-Denkmal auf Initiative des Brandenburgischen Forstvereins mit Spendenmitteln sowie der
Unterstützung des Landkreises Barnim und der Stadt Eberswalde restauriert.
hardt (Die Linke), Axel Vogel (B 90 Die
Grünen) und Gregor Beyer (FDP), die zur
Erinnerung an den Tag gemeinsam eine
Eiche pflanzten.
Hubertus Kraut: Otto von Hagen hat in seiner Zeit und darüber hinaus Maßstäbe für eine multifunktionale Forstwirtschaft gesetzt.
„Otto von Hagen ist nicht nur für Forstleute ein echtes Vorbild, denn er hat als
Erster gefordert, dass der Staatswald
nicht nur Wirtschaftskapital und Holzacker
sein darf, sondern auch dem Gemeinwohl zu dienen hat.“ erläuterte Hubertus
Kraut, Direktor des Landesbetriebes Forst
Brandenburg in seinem Grußwort vor
rund 50 Gästen, darunter der Landrat
des Landkreises Barnim, der Bürgermeister der Stadt Eberswalde und der Präsident der Fachhochschule sowie zahlreiche
aktive und pensionierte Forstkollegen
und Nachfahren Otto von Hagens.
Die Verbundenheit zu Wald und
Forstwirtschaft zeigten auch die vier
Eberswalder
Landtagsabgeordneten
Margitta Mächtig und Dr. Michael Lut-
20
BDFaktuell 12•2009
Über 3 500 Euro von Privatpersonen und
Firmen standen für die Restaurierung zur
Verfügung, die um 9.600 Euro aus Mitteln der Denkmalpflege des Landkreises
Gemeinsam für den Wald anpacken: Diesen Einsatz wünschen sich Forstleute in Zukunft von
ihren Landtagsabgeordneten. V. l. n. r.: Gregor Beyer, Axel Vogel, Margitta Mächtig und Michael
Luthardt.
Wie bereits 1884 sind erhebliche private Spenden von Forstleuten zusammengekommen, um einst das Denkmal
zu erbauen bzw. nun zu restaurieren.
Barnim aufgestockt werden konnten,
wobei sich die Stadt Eberswalde als Antragsteller einbrachte. ■
Jan Engel, Basisgruppe Eberswalde
„ALTER PREUSSE“ IM BESTEN SINNE
Otto von Hagen (1817–1880) gehört zu den herausragenden forstlichen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Als erster Oberlandforstmeister ohne vorherige
militärische Laufbahn stand er von 1863 bis zu seinem frühen Tod 1880 an der
Spitze der preußischen Forstverwaltung.
Nach seinen Wirtschaftsgrundsätzen, den „Goldenen Worten“, in denen er sich
vom Prinzip des Bodenreinertrages distanzierte und zur Gemeinwohlverpflichtung
der Staatsforsten bekannte, führte er die Forstwirtschaft zu hohen Ertrags- und finanziellen Leistungen, die der Forstwirtschaft hohes Ansehen im Staat eintrugen.
Als Kurator der Forstakademie Eberswalde war er der forstlichen Ausbildung und
der Forschung in besonderer Weise verbunden. Ihm ist es zu verdanken, dass die
Eberswalder forstliche Lehrstätte in den 70er-Jahren des 19. Jahrhunderts nicht in
eine Universitätsstadt verlegt wurde, wie es dem Trend jener Zeit entsprach.
AUS DEN LÄNDERN
Zum neuen Jahr
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wieder ist ein Jahr wie im Fluge vergangen.
Ob im Arbeitsleben stehend oder bereits
in Rente oder Altersteilzeit, fragen wir uns
am Jahresende, was uns das alte Jahr
gebracht hat und das neue Jahr bringen
wird. Bei steigendem Altersdurchschnitt
unserer Mitglieder spielt die eigene Gesundheit eine immer wichtigere Rolle und
jeder ist froh, wenn er das Jahr gesundheitlich gut übersteht.
Trotz des Stolzes auf unseren Berufsstand und einer gewissen Abgeklärheit, die unser Beruf und die Lebenserfahrung vieler von uns mit sich bringt,
entnehme ich aus den Gesprächen mit
Kolleginnen und Kollegen, dass vielen
der Glaube an die Beständigkeit und die
Richtigkeit der derzeitigen allgemeinen
Entwicklung, die in der Forstwirtschaft
eingeschlossen, fehlt.
Dies hat nicht unbedingt mit Resignation und Jammern, sondern vielmehr
mit einer nüchternen Sicht auf die Geschehnisse zu tun, verbunden mit der Einsicht, dass es nur besser werden kann.
Zeit wird es für die im Landesbetrieb
Forst Beschäftigten, dass klare Aussagen und Entscheidungen zur weiteren
Entwicklung getroffen werden, die es jedem ermöglichen, seinen weiteren persönlichen und beruflichen Werdegang zu
bestimmen.
Notwendig für den Landesbetrieb
Forst und eine moralische Verpflichtung
für das Land als größter öffentlicher Ausbilder und Arbeitgeber ist die Einstellung
junger MitarbeiterInnen, um auch ihnen
eine Chance zu geben.
Wenn es an dem guten Willen nicht
scheitert, kann es nicht am Geld liegen,
denn das war bisher immer da. Schon
jetzt ist vorauszusehen, dass mit dem
rasanten Personalabbau im Forstbereich
früher als erwartet der Generationenwechsel radikal einsetzt und mit einem
Mal Erfahrungsträger in beträchtlichen
Umfang fehlen werden, ohne ihr Wissen
weitergegeben zu haben.
Darauf heißt es vorbereitet zu sein
und so haben wir uns als BDF für 2010
vorgenommen, uns gemeinsam mit den
anderen Gewerkschaften und der Leitung des Landesbetriebes für Neueinstellungen einzusetzen.
Unterstützen Sie uns dabei!
Der BDF Landesverband Brandenburg-Berlin wünscht Ihnen ruhige und
erholsame Feiertage und ein gesundes
neues Jahr. ■
André Jander
Landesgeschäftsstelle
Telefon 0 30-40 81 67 00
brandenburg-berlin@bdf-online.de
HESSEN
Mehr Gleittage in Hessen
Die Hessische Arbeitszeitverordnung
(HAZV) soll in soweit geändert werden,
dass bei entsprechendem Zeitguthaben
bis zu drei Gleittage pro Monat genommen werden können, maximal jedoch 24
Gleittage pro Jahr. Gleichzeitig werden
die auf den nächsten Monat übertragbaren Zeitguthaben von 16 auf 40 Stundenwochen erhöht und auch der Wert
zulässiger „Zeitschulden“ von 16 auf 20
Stunden angehoben werden.
Der dbb hessen unterstützt dies,
macht aber gleichzeitig darauf aufmerksam, dass derzeit die Wochenarbeitszeit
der Beamten immer noch von der tariflich vereinbarten Arbeitszeit der Angestellten abweicht. Er schlägt vor, dass,
wenn schon keine Angleichung der Arbeitszeiten auf 40 Stunden möglich ist,
zumindest das Lebensarbeitszeitkonto
mit dem Gleitzeitkonto in der Weise „vernetzt“ wird, dass Zeitguthaben vom Le-
bensarbeitszeitkonto auf das Gleitzeitkonto übertragen werden können. Damit
würde der Problematik Rechnung getragen, dass es Beamte mit einer 42-Stunden-Woche schwerer haben, Gleittage
herauszuarbeiten. ■
WUSSTEN SIE ...?
…dass der BDF im PEFC-Revisionsprozess Ihre Interessen und die
Interessen aller Beschäftigten vertritt?
TV-H tritt zum 1. Januar 2010 in Kraft
Am 6. November 2009 wurde das Tarifvertragswerk TV-H von den Tarifparteien unterschrieben und tritt nun zum
1. Januar 2010 in Kraft. Er folgt in wesentlichen Punkten dem TV-L, z. B. auch
in der Entgelttabelle. Wichtige Punkte
sind die Festlegung der 40-Stunden-Woche für den überwiegenden Teil der An-
gestellten, die Festlegung der Jahressonderzahlung auf 90% für die Entgeltgruppen E1 – E8 und auf 60 % für die
Entgeltgruppen E9 – E15. Weiterhin wurden eine Kinderzulage und eine Öffnungsklausel für leistungsorientierte Bezahlung eingeführt. Genaueres ist auf der
Internetseite des dbb unter www.
dbbhessen.de zu erfahren. Gleichzeitig
wurde die Erhöhung der Entgelte um
1,2 % am 1. März 2010 beschlossen. ■
TERMINE
27. Januar 2010, Rainrod, Gasthof
Kupferschmiede, 9.30 Uhr, mitgliederoffene Vorstandssitzung
TV-Forst Hessen beschlossen
Am 1. Januar 2010 tritt auch der neue
Tarifvertrag-Forst Hessen für die Forstwirte
sowie der TVA-Forst Hessen für die Auszubildenden in Kraft. Am 13. November
wurde die Tarifeinigung erzielt. Wesentliche
Punkte sind: Die Festlegung der 38,5-Stunden-Woche für Tarifpersonal, eine Forstzulage von 94,80 €, eine Jahressonderzahlung von 90 %, eine Kinderzulage, eine
Kfz-Entschädigung von 0,35 €/km sowie
unter bestimmten Bedingungen eine
Schlechtwegepauschale. ■
Landesgeschäftsstelle
Telefon 0 66 31/70 82 60
bdf-hessen@t-online.de
BDFaktuell 12•2009
21
AUS DEN LÄNDERN
RHEINLAND-PFALZ
Versammlung des Regionalverbandes Hunsrück
Am 27. August fand in Kastellaun die
diesjährige Versammlung des Regionalverbandes Hunsrück statt. Nach einem
Begrüßungskaffee im Forstamt Kastellaun und einem Rundgang durch die neu
gestalteten Räume begaben sich die Teilnehmer zunächst zum Kyrill-Lehrpfad im
Stadtwald Kastellaun. In einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen Stadt
Kastellaun und Landesforsten wurde ein
800 m langer Pfad durch eine Windwurffläche angelegt. Die Besucher haben hier
Gelegenheit, über Holzstege mitten in einen Windwurfverhau aus dem Kyrill-Sturm
von 2007 zu gelangen. Auch für „sturmerprobte“ Kollegen war es ein äußerst informativer und interessanter Rundgang.
Im Anschluss an die Exkursion fand in
der Burggaststätte Kastellaun die diesjährige Regionalversammlung statt, zu der
Forstamtsleiter Michael Diemer führte über den Kyrill-Pfad Kastellaun.
mit 25 Personen erfreulich viele Kollegen
erschienen waren. Nach dem Bericht
des Vorsitzenden über die Aktivitäten
des Regionalverbandes stand die Neuwahl des Vorstandes auf dem Programm. Vorsitzender Jochen Raschdorf,
sein Stellvertreter Michael Franzmann,
sowie Schriftführer Marco Auner-Fellenzer wurden in ihren Ämtern einstimmig
bestätigt. Der Landesvorsitzende Micha-
el Schimpgen berichtete anschließend
über die Verbandsarbeit und diskutierte
mit den Teilnehmern über aktuelle berufsständische Themen, bevor der Nachmittag in gemütlicher Runde ausklang. ■
Landesgeschäftsstelle
Telefon 0 65 31-48 21
bdf.rheinland-pfalz@t-online.de
www.bdf-rlp.de
MECKLENBURG-VORPOMMERN
Bilanz 2009 – nach dem Spurt ist mittendrin
In der Sonderausgabe zum 60. Jubiläum
des BDF haben wir eine kleine Bilanz der
letzten zehn Jahre gezogen. Nachlesenswert! Zehn Jahre intensiver Einsatz, um
bei der auch im Nordosten geführten bundesweiten grässlichen Reformolympiade
der Forstverwaltungen zu bewahren, was
uns das Wichtigste ist – und bleibt. Das
Minimalziel wurde auch durch den Einsatz
unseres Berufsverbandes gut erreicht.
Landeswald und Landesforst sind „sicher“ und weiterhin auf der Basis der Einheitsforstverwaltung dem Gemeinwohl
verpflichtet. Das ist bundesweit vielleicht
„Platz 1“. Auch die Kurz-Bilanz 2009 fällt
besser aus, als mancher es aus der persönlichen Sicht vielleicht empfinden mag.
Seit Jahresbeginn erhalten alle eine gerechtere Entschädigung für den Einsatz
des privaten Kfz, insbesondere die Kollegen im Außendienst! Der dbb, unser
Dachverband, hat für alle Tarifbeschäftigten im Landesdienst im Frühjahr einen
beachtenswerten Lohnabschluss erreicht.
Der Landes-dbb hat sich sofort dafür eingesetzt, diesen Abschluss auch für die
22
BDFaktuell 12•2009
Beamten in M-V durchzusetzen. Heute
haben wir alle etwas davon! Die Kürzungen des für viele Angestellte so ungerecht empfundenen Tarifvertrages zur sozialen Absicherung könnten mit dessen
Auslaufen bald ein Ende haben.
Bei den Wahlen zu den Personalräten
bei der Landesforstanstalt haben wir viele
Mitglieder in die Vertretungen gebracht,
Zeichen der Wertschätzung von allen
Forstkollegen! Im Verwaltungsrat hat unser Mitglied Rüdiger Neise uns Achtung
erworben und kompetentes Gewicht. Der
BDF ist in allen wichtigen Gremien und
Arbeitsgruppen vertreten und dort aktiv
dabei. Wir leisten, was wir können, sind
gefragt und könnten dennoch sicher einen vor allem breiteren Einsatz schaffen.
So weit so gut, so soll es weiter sein.
Zum Jahresende ist aber auch Zeit zum
Besinnen über das, was drückt und über
neue Ziele. Wie sieht der Alltag nach diesen Veränderungen aus? Die Anstalt – so
nennt man „locker“ unsere Landesforst
inzwischen nicht nur in Schweriner Ministerialstuben – läuft nach drei Jahren
doch ganz gut. Große Spektakel über
Probleme jedenfalls sind nach außen nicht
zu hören. Der Holzpreis war mal besser,
ja. Die bedeutendste „schwarze Null“ war
auch schon kurz am Horizont. Für die Krise können wir ja nichts, aber die schwarze Null muss trotzdem kommen. 2012 !?
Und dennoch gibt es ernste Probleme, die durch uns geschultert werden
(sollen). Nicht alles ist dabei hausgemacht. Manches aber doch. Die steigenden Aufgaben hinsichtlich Umfang
und Vielfalt sind durch immer weniger
Försterinnen und Förster zu leisten. Das
Schwierigste sind bekanntlich die ganz
neuartigen Aufgaben, aber auch neue
Methoden, Verfahren, die letztlich oft zum
gleichen (alten) Ziel führen. Mancher hat
Angst, dass wir vor Zahlen und Regelungen den Wald aus den Augen verlieren. Mancher zeigt aber auch ganz richtig
auf die Bedeutung des gesellschaftlich
übertragenen Wirkungskreises, ohne den
die schwarze Null dann wirklich nichts
wert wäre. Alles Neue, auch das, was Effizienzsteigerungen – manchmal auch „Er-
AUS DEN LÄNDERN
leichterung“ bringen soll – bedeutet je
nach dem Einzelfall unterschiedlich lange
Zeiträume mit erhöhtem Aufwand. Wer
viel will, will schnell auch zu viel. Ein paar
Schlagworte für alle Eingeweihten:
MaPlex und Co, FFH, Forsteinrichtungs-Warteschleife, ELER, DSW 2, KLR
und SAP... Neues hier und da, alles zur
gleichen Zeit und auf hohem Niveau, oft
gebunden an neue Software, die sich
manchmal als Hartware erweist. Viele Begleitregelungen, Hinweise, Korrekturen,
Neuversionen, Austauschseiten, Ergänzungen. Wehe dann, wenn jemand fehlt.
Tendenz hier stark steigend! Vertreten, ja
klar, aber in diesen Zeiten nicht zu lange.
Vor allem bei den Spezialisierungen ist
dies nicht mehr zu leisten. Fehler passieren häufiger, Termine werden nicht erreicht.
Nicht selten stellt sich aber auch die
Frage der Notwendigkeit und des Schrittmaßes der Einführung von neuem. Vieles
hätte zunächst bestimmt weniger Tiefe
und Perfektion nötig. Oft ist der harte Kaltstart im Echtbetrieb der Garant für Ärger
und Verdruss, Terminverschiebungen und
andere Zeichen einer Überforderung der
Praxis durch die „Ideenschmieden“. Abstimmungen quer durch die Bereiche erfolgen manchmal unzureichend oder erst
im Nachgang, die Endfassung ist es selten schon. Warum leisten wir uns kaum
Probeläufe? Eile ist kein Zeichen von Professionalität! Der Bezug zur Praxis geht so
mitunter verloren. Terminstellungen machen Hektik, die zunächst keiner zu schaffen glaubt, bis dann die Fristverlängerung
automatisch gewährt wird. Vermeidbar
sollte dies alles sein, solange uns nicht Dritte dazu zwingen. Aber auch mit den „Dritten“ sollten wir uns auseinandersetzen.
Produktives Stundensoll von 50 Prozent, Punktlandungen nach Wirkungskreisen, dabei beachte man den Überhang, die „Verrieselung“ von Gemeinkosten und die Hinweise der Mail vom soundsovielten. Es könnte ja eine Kontrolle
kommen, und damit ist wohl nicht die
gute alte Inspektion gemeint.
Wo bleibt der Wald? – kann mancher
da wirklich fragen, der diesen dabei aus
den Augen verliert. Wir arbeiten nicht für
den Wald, sondern mit ihm für die Menschen. Genau das meinen wir mit „Für
den Wald“! Ja, uns ist die „Beschaulichkeit“ des Berufes längst weitgehend abhanden gekommen. Dies ist sicher nicht
gut, aber vielleicht erst dann schlimm,
wenn es im Wald zu sehen wäre oder gar
im Ergebnis auch die Menschen etwas
von unserem genauen Hinschauen und
Tun vermissen würden.
Alles läuft, alle machen mit, doch wie
(un)zufrieden ist der einzelne? Die Stimmung könnte besser sein, als sie ist, meint
der BDF. Hoffnungen vor allem aber Einsatz verbinden wir mit den – wohl aus der
Wahrnehmung der zuvor geschilderten
Lage – ins Leben gerufenen Arbeitsgruppen. Zum einen die AG CI (CI, das sind
Wir!) mit einer demnächst folgenden Mitarbeiterbefragung, einem neuen? Leitbild
und weiteren Initiativen vom Erscheinungsbild bis zur Unternehmens- und
Kommunikationskultur. Zum anderen die
AG „Aufgabenkritik“, hier sollen alle Aufgaben hinsichtlich Aufwand, Umsetzung
und Sinnhaftigkeit auf den Prüfstand.
Noch sind wir gespannt, wohin das führt.
Hauptsache nicht hinters Licht sondern
dorthin. Manches hat dennoch auch den
Beigeschmack einer „Ablenkfütterung“.
Wir nehmen das für uns ableitbare Ziel jedoch ernst und werden dabei sein, wenn
es dann ernsthafte Diskussionen gibt.
Das Wichtigste zum Schluss. Was wir
brauchen ist nachhaltige Verjüngung beim
Personal. Natürlich freuen wir uns über
die guten Neueinstellungen der letzten
Jahre, in der Summe und über jedes einzelne Gesicht. Wir haben ja selbst diese
Forderungen immer ganz nach vorn gestellt. Trotzdem darf dabei nicht die Relation verloren gehen. Wenn wir an der Belastungs- oder besser Auslastungsgrenze
sind, dann reicht ein Einstellungskorridor
eben nicht (mehr). Allein das Wort Korridor zeigt eine gewisse Halbherzigkeit. Wir
brauchen voll besetzte Reviere und Bürodienstposten, keine Feuerwehrtruppe auf
dem Korridor, die sich greift, wer die größte Hitze oder Rauch erzeugt. Der Rest
bleibt unbesetzt und die Vertreter im Nebel. Alle nehmen das Wort der Nachhaltigkeit vollmundig in den Mund. Sogar
wenn es sachlich nicht passt. In der Personalpolitik passt es jedoch perfekt. Bei
gleicher Aufgabendichte muss in etwa in
der Höhe des Ausscheidens von Beschäftigten eingestellt werden, nicht befristet und nicht zu anderen Konditionen als
für die im Boot sitzende kleiner werdende
Mannschaft. Das muss erreicht werden,
genauer und zeitkorrekter als der Zielwald
in der 100-jährigen Waldbauplanung.
Wir freuen uns, dass wir auch im BDF
wieder eine Vertretung für die Jugend gewinnen konnten. Kollegin Ina Gilow hat
schon das erste Treffen auf Bundesebe-
ne genutzt, um für die Betreuung der jüngeren Mitglieder vor allem aber auch der
jungen Beschäftigten, die noch zum BDF
finden wollen, Erfahrungen zu sammeln.
Wir wünschen Ihr viel Erfolg und unterstützen sie.
Was uns fehlt, ist nach wie vor ein
Vertreter der (Un)ruheständler. Diese
Gruppe ist in allen Regionalgruppen stark
vertreten. Es wäre schön, wenn sich jemand ein Herz fassen würde, um im Landesvorstand und bei Bedarf auch als Ansprechpartner für den Bundesarbeitskreis
dabei zu sein.
Auch bei den Angestellten hat sich
vor allem im Tarifbereich einiges geändert,
noch längst ist nicht alles klar mit TV-L
und TV-Forst. Wir suchen jemanden, der
im Land für Fragen der Angestellten als
Ansprechpartner bereit ist. Auf Bundesebene ist Frau Veronica Cleve sehr aktiv
und benötigt dringend eine Adresse, um
mindestens die wichtigen Informationen
an unsere Angestellten weiter zu geben.
Der BDF ist als Tarifpartner am Tisch, da
müssen wir auch auf Landesebene dabei
sein.
Unsere landespolitischen Ziele werden wir wie bisher auch weiter wahrnehmen. Die Kontakte stehen und sind 2010
in allen Regionen zu pflegen, damit die
Landesforst als Satellit der Landesbehörden auf dem Kurs bleibt, auf den wir ihn
2006/7 gebracht haben.
Es wäre deshalb schön und wichtig,
wenn noch mehr (alte) Bekannte oder
neue Kolleginnen und Kollegen den Weg
zum BDF finden, um das einzige Steuer
forstlicher Berufsinteressen mit in die
Hand zu nehmen. „Blinde Passagiere“
sind uns keine Last, haben aber niemals
das Gewicht, das unser Schiff in unruhigem Wasser auf nicht immer bekanntem
Kurs „kielunten“ hält. Silvester wäre ein
guter Tag, um sich zu entscheiden und ab
Neujahr der Solidargemeinschaft des
BDF zur Seite zu stellen. Unsere neue Geschäftsstelle führt mit fleißiger Hand weiterhin Frau Schätzel, die Landesleitung
und die Regionalgruppen freuen sich auf
neue Mitglieder. Werben wir unseren
„Raumteiler“ im Büro oder den Kollegen
im Nachbarrevier. Wir haben dazu einen
neuen Flyer (Faltblatt), am besten geht es
jedoch mit Wort und Tat, 2009 ff. ■
Die Landesleitung
Landesgeschäftsstelle
Telefon 0 38 43-85 53 32
bdf-m/v@web.de
BDFaktuell 12•2009
23
AUS DEN LÄNDERN
NORDRHEIN-WESTFALEN
BDF Waldspaziergang 2009 – Umweltausschuss
zeigt großes Interesse an Belangen des Waldes
Nach einjähriger Unterbrechung fand am 29. Oktober in diesem Jahr wieder der traditionelle
BDF Waldspaziergang mit den Mitgliedern des Umweltausschusses des Landtages statt.
Neben der Ausschussvorsitzenden Frau
Marie-Luise Fasse waren weitere neun
Abgeordnete und drei Fraktionsassistenten der Einladung des BDF zum Forsthaus Steinhaus im Königsforst östlich
von Köln gefolgt. Eine so große Beteiligung hat es in der Vergangenheit noch
nicht gegeben – ein gutes Zeichen für
das Interesse der Politik, sich außerhalb
der Sitzungssäle im Düssseldorfer Landtag ein Bild vor Ort im Wald zu machen.
Zahlreiche Abgeordnete
folgten der Einladung
zum Waldspaziergang
im Königsforst
24
Nach einer kurzen Begrüßung und
Einführung durch BDF Vorstandsmitglied
Stephan Schütte wurden in einer Kombination aus kurzer Busfahrt und Fußwegen drei Exkursionspunkte zu den Themen Wiederaufforstung nach Kyrill,
Durchforstungen im klein strukturierten
Privatwald sowie Waldbau und Klimawandel angesteuert.
Am ersten Waldbild wurde den Abgeordneten eine Kyrill-Aufforstungsfläche
im Staatswald Königsforst mit Buche gezeigt. Anschließend wurde dann im benachbarten Privatwald eine weitere KyrillAufforstungsfläche angesteuert, die nach
dem Willen des Waldbesitzers mit 31%
Buche und 69% Fichte aufgeforstet war.
Im direkten Vergleich der beiden Bilder
konnte dabei der Unterschied der waldbaulichen Zielsetzung und insbesondere
BDFaktuell 12•2009
des zeitlichen Aufwandes für Planung
und Durchführung durch den jeweils örtlich zuständigen Forstbetriebsbeamten
aufgezeigt werden. Lebhaft wurde dabei
die Frage diskutiert, warum nur so wenige Waldbesitzer auf ihren Kyrillflächen die
Chance der Anlage von Mischkulturen
nutzen und vielfach wieder reine Fichtenaufforstungen vornehmen.
Als nächstes stand ein für das Bergische Land typische Fichtendurchforstung in einem ca.
45-jährigen Fichtenbestand auf
dem Programm,
an dem das Problem der Durchforstungen
im
klein
strukturierten und oft
nicht durch Wege
erschlossenen
Privatwald vorgestellt wurde. Der
Leiter des FBB
Rösrath,
Herr
Burkhard Bunse,
beschrieb den Abgeordneten detailliert
den Ablauf der Durchforstungsmaßnahme vom Herausfinden der Adressdaten der Waldbesitzer über das Beratungsgespräch und die Holzernte bis hin
zu der Erlaubnis des Wieseneigentümers, über dessen Eigentum das Holz
gerückt und abtransportiert werden
musste. Alle Anwesenden waren sich
dabei einig, dass die politisch angestrebte Privatisierung der Privatwaldbetreuung für den klein strukturierten Privatwald in NRW ein völlig untaugliches
Mittel darstellt.
Beim letzten Waldbild im Königsforst
wurde das Thema Wald und Klimawandel erläutert. Der Leiter des FBB
Broichen-Steinhaus, Herr Jürgen Greißner, stellte zunächst die Vielfalt der
Baumarten in einem stufigen Mischbe-
stand vor. Anschließend wurden am Beispiel des Modells der von der bayerischen LWF entwickelten Klimahüllen
die Klimatoleranz und das Risiko der einzelnen Baumarten dargestellt. Der BDF
forderte die Abgeordneten auf, den Wald
viel stärker in das Klimaschutzprogramm
des Landes mit einzubinden und nach
dem Vorbild Bayerns ein Sonderprogamm für den klimabedingten Waldumbau
auch für NRW aufzulegen. Eine Schlüsselrolle für die notwendige Klimaschutzberatung der Waldbesitzer kommt dabei
dem forstlichen Fachpersonal zu. Nur mit
einer ausreichenden Zahl von qualifizierten Forstleuten kann diese elementare Zukunftsaufgabe zur Sicherung des
grünen Drittels unseres Landes gemeistert werden.
Beim abschließenden Imbiss in der
Scheune des Forsthauses wurde dann in
kurzen Beiträgen von zwei FBB-Leitern
sowie dem Leiter des örtlich zuständigen
Regionalforstamtes Bergisches Land,
Herrn FD Günter Dieck, eine erste vorläufige Bilanz der ersten 600 Tage nach
der Forstreform gezogen. Dabei wurde
insbesondere auf das Problem der erforderlichen Entfristung der bestehenden
Zeitverträge im Außen- und Innendienst
hingewiesen.
Bei allen angesprochenen Themenbereichen konnte seitens des BDF Landesvorstandes immer wieder deutlich
gemacht werden, dass eine fachlich
qualifizierte Waldpflege und Privatwaldbetreuung nur durch eine ausreichende
Anzahl von forstlichem Fachpersonal in
der Fläche sichergestellt werden kann.
Es bleibt zu hoffen, dass die teilnehmenden Politiker bei den anstehenden
Haushaltsberatungen diese Erkenntnis
zur Grundlage ihrer Entscheidung machen und den angekündigten weiteren
Personalabbau mit klarem Votum ablehnen. ■
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Stand 10/2009
AUS DEN LÄNDERN
Vielfalt im Bürgerwald –
Erste BDF Fachtagung Kommunalwald
Die erste Fachtagung unseres Landesverbandes für die Beschäftigten im
kommunalen Forstdienst fand am 18.
September auf dem Gelände der Landesgartenschau (LGS) 2010 in Hemer
statt.
Nach der Begrüßung durch unseren
Kommunalwaldbeauftragen Axel Freude
und den Leiter des Forstbetriebes der
Stadt Hemer, Dirk Basse, führte der
Technische Beigeordnete Peter Friedrich
die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer
in einem Rundgang
über die hochinteressante Großbaustelle
der ersten LGS in
Südwestfalen.
Im Anschluss begann der sehr konstruktive Themenworkshop
unter
der
Moderation unseres
Mitgliedes
Roland
Haering mit einer persönlichen und beruflichen Vorstellungsrunde. Es ist erstaunlich, wie vielfältig sich
die Arbeit und die
Struktur in den kommunalen Forstbetrieben unserer Mitglieder gestaltet. Vom
Forstwirt bis Leitenden Forstdirektor vertraten die Teilnehmer Betriebe zur Forst,
Freiflächen und Baumpflege von
kleineren Gemeinden, Großstädten und
großen kommunalen Zusammenschlüssen in waldarmen und waldreichen Bereichen unseres gesamten Landes.
Der Workshop versprach eine dementsprechend vielfältige Themenfindung.
In der ersten Workshopphase formulierten die Teilnehmer im Brainstorming
die brennendsten Themen im Kommunalwald und seinen bewirtschaftenden
Forstbetrieben aus den unterschiedlichen Perspektiven von Bürger/in, Eigentümer und Bediensteten.
Parallel dazu sollten in diesem Kontext auch die Erwartungen an den BDF
formuliert werden.
Die anschließend gebildeten fünf Arbeitsgruppen bereiteten die zu Themen-
26
BDFaktuell 12•2009
blöcken gebündelten Ergebnisse des
Brainstormings möglichst weit zu Thesen, gezielten Fragestellungen und konkreten Lösungsansätzen auf. Jeder Teilnehmer konnte in der abschließenden
Bewertungsrunde mit fünf Gewichtungspunkten persönlich priorisieren und dem
BDF die Themen zur weiteren Behandlung ans Herz legen.
So kristallisierten sich die folgenden
drei Schwerpunkte heraus:
Die abschließende Exkursion unter
Leitung von Dirk Basse ins NSG Felsenmeer stand unter dem Arbeitstitel Verkehrssicherung in einem diesbezüglich
extrem gefährlichen Karstgebiet mit
einem teilweise extrem vergreisten
Baumbestand. Das Felsenmeer wird im
Rahmen der LGS mit neuen Wegen und
Brückenbauwerken weitgehend für Besucher geöffnet. Man war sich einig,
dass die mittels Hubschrauber erfolgten
• Verstärkte Öffnung des Forstberufes
und Einbindung der Bürgerinnen und
Bürger in die Bewirtschaftung des Bürgerwaldes
• Persönliche Rechtssicherheit in Bezug
auf die Verkehrssicherung
• Förderung des forstlichen Nachwuchses auf allen Ebenen zur Abwendung der bestehenden Überalterung in
den kommunalen Betrieben
Der geschäftsführende Landesvorstand
hat bereits signalisiert, dass im kommenden Jahr auf jeden Fall eine Veranstaltung mit einem der genannten Schwerpunkte durchgeführt werden soll. Die
Entscheidung hierzu wird Ende Januar
2010 durch den Hauptvorstand erfolgen.
In der abschließenden FeedbackRunde gab es viel Lob für den BDF, da
sich nun endlich ein Forum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kommunalen Forstbetriebe gefunden hat.
Verkehrssicherungsmaßnahmen im Winter 2008/09 keinesfalls Garant für die Sicherheit der in 2010 erwarteten 100.000
Besucher sein können. Diese einhellige
Aussage stärkt unser Mitglied Dirk Basse
als Verkehrssicherungspflichtigen konkret in seinem Bemühen, die notwendigen Schritte zu seiner persönlichen Absicherung einzuleiten.
Bei wunderschönem Wetter endete
die harmonische Veranstaltung im gefährlichen, aber eindrucksvollen Felsenmeer mit dem Wunsch auf eine fruchtbare Weiterentwicklung der kommunalen
Plattform im BDF im kommenden Jahr.
■
NB
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AUS DEN LÄNDERN
SAARLAND
Erfolgreiches FSC-Audit 2009
In der Zeit vom 26. bis zum 29. Oktober
fanden im Rahmen des FSC-Audits 2009
für den SaarForst Landesbetrieb die 9.
Folgekontrolle und die FSC-Waldzertifizierungsgruppe Saarland die 6. Folgekontrolle statt. Günter Heins vom Institut
für Marktökologie bereiste mit dem FSCBeauftragten des Betriebes, Walter Matheis die Staatsforstreviere Warndt-Nord,
Warndt-Süd, Nohfelden, Wadern-Nonnweiler,St. Ingbert und Bliesgau, die Waldbetriebe der Städte Wadern und St. Ingbert sowie der Gemeinden Eppelborn
und Illingen. Die aus dem vergangenen
Jahr formulierten Auflagen wurden sowohl im SFL als auch in der Gruppe termingerecht erfüllt. Die Prüfung vollzogener Wirtschaftsmaßnahmen, die Kontrolle laufender Hiebsmaßnahmen in
Regie und durch Unternehmer unter besonderer Bewertung von Sicherheitsaspekten sowie die Prüfung der Einhaltung von Sicherheitsvorgaben durch pri-
vate Brennholzwerber standen im Mittelpunkt des Audits. Mit besonderem Interesse wurden gezielte Waldumbaumaßnahmen zur Renaturierung ehemaliger
Moorflächen und von Fließgewässern
auf mehr als 50 ha Fläche im Forstrevier
Nohfelden in Augenschein genommen.
Als Ergebnis der Abschlussbesprechung
kann festgehalten werden, dass eine
Verlängerung der Zertifikate für den SFL
und die Gruppe für das Jahr 2010 erfolgen wird. ■
W.M.
Walderlebnistage – Chance genutzt!
Vor den Galerie-Kaufhof-Filialen in Saarbrücken und Neunkirchen waren im Oktober die Förster und Forstwirte zu Gast
und brachten sich im Rahmen einer bundesweiten Kooperation zwischen Galeria
Kaufhof, der Fa. Playmobil, der bundesweiten Forstinitiative „Treffpunkt Wald“
sowie dem SaarForst Landesbetrieb mit
viel Engagement in spannende Aktionen
ein. Der Vorstand begleitete von Beginn
an diese Initiative sehr positiv und so gelang es auch, dass die Aktion in Saarbrücken an beiden Tagen komplett durch
BDF Mitglieder betreut wurde. Die Kollegen Bernd Bard, Mathias Beidek, Peter
Schneider, Carsten Federspiel, Sebastian Auler und Johannes Neu standen
den Besuchern am 10. und 11. Oktober
für alle Fragen zur Verfügung. Immer
wenn Sebastian Auler und Johannes
Neu zur Motorsäge griffen, dann war das
Interesse gewaltig. Alle Kollegen waren
von der Resonanz der Besucher begeistert und einhellig der Meinung, dass
28
BDFaktuell 12•2009
dies eine gute Gelegenheit war, der Bevölkerung Wald und Waldwirtschaft nahe
zu bringen.
Von gleich guten Erfahrungen berichtete Konrad Funk, der mit den Forstwirten Egbert Schug und Gabriel Wern
die Veranstaltung zwei Wochen später in
Neunkirchen betreute. ■
B.B.
Landesvorsitzender
Telefon 06 81-9 71 70 16 d.
urban.backes@saarforst.saarland.de
AUS DEN LÄNDERN
WECHSEL AN DER MINISTERIUMSSPITZE:
SACHSEN-ANHALT
Agrarministerin Wernicke tritt zurück
Sachsen-Anhalts Agrarministerin Petra
Wernicke ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Ministerpräsident
Wolfgang Böhmer hat sie auf eigenen
Wunsch am 12. Oktober von ihren Aufgaben entbunden. Die 56-jährige CDUPolitikerin war seit einigen Wochen wegen einer schweren Krankheit nicht mehr
im Dienst. Wernicke war seit 2002 Agrarministerin im Kabinett Böhmer, zunächst
in einer CDU/FDP-Regierung, von 2006
an in der CDU/SPD-Koalition.
Ihr Nachfolger ist ihr bisheriger
Staatssekretär und Parteifreund Hermann Onko Aeikens. Der 58-jährige
Agrarökonom ist seit 1990 im Magdeburger Landwirtschaftsministerium in
verschiedenen Funktionen tätig. Seit
2002 ist der gebürtige Friese Staatssekretär und damit Wernickes offizieller
Stellvertreter.
Unter der Leitung von Wernicke hatte die Forstwirtschaft ihre schärfste
Strukturreformen erlebt. Wernicke über-
nahm das Ressort im Jahre 2002 als der
Landesforstbetrieb (LFB) als LHO-Betrieb in der Einheitsverwaltung frisch gegründet war. Trotz großer Erfolge wurde
der LFB im Jahr 2006 geteilt und die Einheitsforstverwaltung aufgegeben.
Ihr Nachfolger Minister Hermann
Onko Aeikens war als Staatssekretär
maßgeblich an den Reformen beteiligt.
Der BDF erwartet daher keinen Kurswechsel. Neuer Staatssekretär ist Jürgen
Stadelmann. ■
Landesvorstand
Abschied
aus der BDF
Bundesleitung
Mit einem Buchgeschenk wurde Helmut Haferland (rechts) vom Bundesvorsitzenden Hans Jacobs aus der Mitarbeit
im Bundesvorstand verabschiedet. In
seiner Dankesrede hob Jacobs die gute,
kollegiale und vertrauensvolle Zusammenarbeit besonders hervor. Mit Matthias Formella aus Halberstadt wurde in
Göttingen auch gleich der Nachfolger
herzlich in dem Gremium begrüßt. ■
Goldenes Verbandsabzeichen für Gerhard Henke
Auf dem Landesverbandstag 2009 im
Haus des Waldes auf Schloss Hundisburg hat der ehemalige Vorsitzende Helmut Haferland zahlreiche Mitglieder für
ihre Verdienste ausgezeichnet. Gerhard
Henke, Leiter des Betreuungsforstamtes
Letzlingen, erhielt das Verbandsabzeichen in Gold.
Landesgeschäftsstelle
Telefon 03 94 85-9 71 11 (d)
bdf-lsa@gmx.de
BDFaktuell 12•2009
29
AUS DEN LÄNDERN
SACHSEN
Fachseminar Flechten – Indikatoren der Luftgüte
Der BDF Sachsen veranstaltet mit Partnern am 27. Februar 2009 im Erzgebirge
ein Fachseminar zu Flechten und deren
Eigenschaft als Indikator für die Luftgüte.
In einem theoretischen Teil wird eine Einführung gegeben. Die praktische An-
gerade diese Lebewesen die wohl am
stärksten gefährdete Organismengruppe
im Erzgebirge dar. Der Grund dafür ist in
der extremen Sensibilität der Organismen gegenüber Luftverschmutzungen
zu suchen. Luftverunreinigungen wie
Flechten - die am stärksten gefährdete Organismengruppe im Erzgebirge? Foto: BDF Sachsen.
schauung erfolgt an einer Monitoringfläche in der Nähe von Rübenau im Kammgebiet des Erzgebirges.
Aufgrund ihrer Unscheinbarkeit und
Seltenheit in der erzgebirgischen Natur
werden Flechten von den meisten Menschen wohl übersehen oder für Moose
gehalten. Doch gab es auch schon seit
dem späten Mittelalter Heimatforscher,
die sich mit dieser Organismengruppe
im Erzgebirge auseinandersetzen. Dieser
ehemals weiten Verbreitung der Flechten
und ihrer fast unglaublichen Widerstandsfähigkeit aber ungeachtet, stellen
Schwefeldioxid aus den Abgasen der
Verbrennungsprozesse in Industrie und
Haushalt sowie saurer Regen machten
den Flechten am meisten zu schaffen.
Insbesondere die Rauchgase der Braunkohlekraftwerke im Böhmischen Becken
haben in der Vergangenheit Flechten im
Erzgebirge äußerst selten werden lassen.
Flechten reagieren deshalb so sensibel
auf Luftbelastungen, da sie eigentlich keine einheitlichen Organismen darstellen,
sondern Assoziationen aus Pilzen mit
Algen oder Bakterien. Damit nehmen sie
eine Sonderstellung im Pflanzenreich ein.
Die Förster sind wieder da!
In Thüringen wurde am 4. November
2009 durch die erste CDU-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht das neue
Kabinett und ein neuer Minister für den
Bereich Forst ernannt. Der vorherige
Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz
(CDU) wechselt den Aufgabenbereich
30
BDFaktuell 12•2009
und ist nun „Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz“. Die Koalition aus CDU und SPD
hat nun wieder der Bereich Forst im Namen des Ministeriums eingeführt. Damit
wird hoffentlich nicht nur im Namen die
Bedeutung der Forstwirtschaft wieder
Die Flechten findet man jetzt aber in
der heimischen Natur wieder häufiger.
Noch vor wenigen Jahren verschollen,
kehren mit der Verbesserung der Luftgüte am Erzgebirgskamm auch die Bewohner von Baumrinde wieder zurück. Aufgrund ihrer ausgesprochen sensiblen
Reaktion gegenüber Luftschadstoffen
erkannte man schon Ende des 19. Jahrhunderts, dass Flechten als Indikatoren
für die Qualität der Luft dienen können.
Inzwischen hat sich die Kartierung auf
Baumstämmen wachsender Flechten in
Mitteleuropa zu einem Standardverfahren für die Darstellung der biologischen
und für den Menschen relevanten Immissionssituation entwickelt.
Im unserem Seminar, welches sich
aus einem Theorie- und einen Praxisteil
zusammensetzt, wird die Methode der
Luftgütebestimmung durch Flechtenanalyse demonstriert und kann selbst
praktisch erprobt werden. Beginn ist
10:00 Uhr und es wir voraussichtlich bis
gegen 16:00 Uhr dauern. Wir treffen uns
in der alten Schule im Zentrum. Eine Anmeldung wäre aus organisatorischen
Gründen angebracht. Wer also Interesse
hat, teilzunehmen, der melde sich bei der
Landesgeschäftsstelle des BDF Sachsen. Die Anschrift lautet: Siedlung 14,
09456 Mildenau. Telefon 037343/219766;
Email: bdf-sachsen@gmx.de ■
Udo Mauersberger, Geschäftsführer
Landesgeschäftsstelle
Telefon 03 73 43-21 97 66
bdf-sachsengmx.de
THÜRINGEN
hervorgehoben. Vom neuen Minister
wird insbesondere die Anerkennung der
Bedeutung des Clusters Holz in Thüringen mit 40.000 Beschäftigten und der
Wertschöpfungslinie von ca. 200 € je
Festmeter Holz erwartet. Dazu gehört
sicher die Wiederherstellung einer ange-
AUS DEN LÄNDERN
messenen Personalausstattung im Forstbereich.
Jürgen Reinholz stammt aus Thüringen,
ist Diplomingenieur für Verfahrenstechnik
Jürgen Reinholz
und war seit 2003 Minister für Wirtschaft,
Arbeit und Infrastruktur, ab 2004 bis
2009 Minister für Wirtschaft, Technologie
und Arbeit. Minister Reinholz ist bisher
kein Jäger. Gleichzeitig wechselte der
Staatssekretär. Neuer „Forststaats“ ist
Roland Richwien (CDU), Thüringer, ausgebildeter Diplomingenieur für Feintechnik und Berufspädagoge. Nach 1990
Bürgermeister in Zöllnitz, Mitglied des
Bundestages 1994-97 und seit 1997
Staatssekretär. Richwien ist seit 1993
Vorsitzender der Jagdgenossenschaft
Zöllnitz.
Mit der Berufung der neuen Führungsspitze wurde Deutschlands dienstältester Landwirtschaftsminister Dr. Volker Sklenar wenige Tage vor seinem 65.
Geburtstag in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Sklenar gehörte als
einzigster Minister allen Thüringer Kabinetten von 1990 bis 2009 an. Seinen Bemühungen ist maßgeblich der Erhalt des
Einheitsforstamtes in Thüringen zu verdanken.
Welche Zielsetzung ergibt sich aus
dem Koalitionsvertrag?
Starkes Thüringen – innovativ, nachhaltig und weltoffen, so der Leitsatz.
Landwirtschaft (13.), Forst (14.), Naturschutz und Umwelt (16.) haben als Extrapunkte Eingang in die koalitionäre Vereinbarung gefunden.
CDU und SPD wollen die Attraktivität
grüner Berufe vor allem für jüngere Menschen erhöhen. Entsprechend der
Bundes-Biodiversitätsstrategie sollen bis
2012 Flächen des Landeswaldes identifiziert und spätestens bis 2029 Waldumbaumaßnahmen abgeschlossen und die
forstliche Nutzung eingestellt sein. Das
Gemeinschaftsforstamt wird erhalten
und das Forstliche Bildungszentrum
Gehren soll gefördert werden. Das Thüringer Forstprogramm (Struktur- und
Personalentwicklung) wird bereits 2010
(alt bis 2012) fortgeschrieben. Die Eigentums überschreitende Holzvermarktung
und Holzmobilisierungsprojekte unter
Beachtung einer stofflichen vor energetischen Nutzung sollen fortgeführt werden. Weitergehende Forderungen über
das ThürWaldG oder PEFC hinaus sind
abzulehnen.
Dadurch wird gleichzeitig die Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur gewährleistet und über eine gezielteÖffentlichkeitsarbeit,Umweltbildung
und Waldpädagogik der Ausgleich zwischen Waldbesitz und Gesellschaft ermöglicht.
Wenn denn dann das angekündigte
langfristige Personalentwicklungskonzept mit dem zeitnahen Einstellungskorridor für Forstbedienstete und Waldarbeiter nicht nur geschaffen sondern auch
umgesetzt wird…
Man könnte meinen, der BDF hätte
da mitgewirkt…
Wir werden sehen…
PS: Nun werden die Statements der
Parteien und Führungskräfte erst als
Neujahresgeschenk vorliegen. ■
Andreas Schiene
Landesgeschäftsstelle
Telefon 03 44 92-4 46 42
info@bdf-thueringen.de
Interesse am Besuch der Fachoberschule?
Die GEORGSANSTALT, Berufsbildende
Schule II des Landkreises Uelzen, am
Standort Ebstorf ist die einzige Schule in
Niedersachsen, die die Fachoberschule
Forstwirtschaft führt und dies seit mehr
als 20 Jahren.
Folgende Wege führen zum Besuch dieser Fachoberschule (FOS):
1. Für Realschulabsolventen wird in Ebstorf die FOS Klasse 11 angeboten. Diese setzt sich aus sieben Monaten Praktikum in ausgewählten Revierförstereien
und vier Monaten fachbezogenem Unterricht in den Wintermonaten an der
Ebstorfer Schule zusammen. Dieser
schulische Ausbildungsteil wird auch
von Forstamtsleitern und Revierförstern
gestaltet. Anschließend erfolgt der Unterricht in der Klasse 12 der FOS in Ebstorf.
2. Schüler, die nach der Realschule zu-
nächst eine Ausbildung zum Forstwirt
absolvieren, können danach sofort in
die Klasse 12 der FOS einsteigen. Im
Mittelpunkt dieses Schuljahres stehen
allgemeinbildende Fächer, deren Inhalte
mit den fachspezifischen Kenntnissen
verknüpft werden.
Die Ebstorfer Schule pflegt die Zusammenarbeit mit dem zuständigen
Forstamt und den Revierförstereien der
Region. Es werden jagdliche Veranstaltungen ebenso wie projektbezogene
Arbeiten durchgeführt, um auch im Unterrichtsalltag die Verbindung zur forstlichen Praxis immer wieder herzustellen.
Die GEORGSANSTALT in Ebstorf ist
eine kleine, übersichtliche Schule, die einen hohen Bildungsstandard bietet.
Die Quartiersuche im Klosterflecken
Ebstorf ist kein Problem, auf Wunsch
leistet die Schule Hilfe. Weiterhin bietet
die Georgsanstalt im Bereich der Fachoberschulen die Fachrichtungen Agrarwirtschaft mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft. Die Fachhochschulreife, die
an diesen Fachoberschulen erlangt werden kann, berechtigt grundsätzlich zum
Studium aller Studiengänge an Fachhochschulen in Deutschland. Es könnten
also auch z. B. technische und sozialpädagogische Fachrichtungen (nach
einem entsprechenden zusätzlichen
Praktikum) belegt werden.
Wenn Sie an diesem Bildungsgang interessiert sind oder in einem persönlichen
Gespräch beraten werden wollen, wenden Sie sich bitte an folgende Adresse:
Georgsanstalt,
BBS II des Landkreises Uelzen
Fischerstraße 1, 29574 Ebstorf
Tel. 0 58 22/39 91, Fax 0 58 22/30 75
homepage: www.georgsanstalt.de
BDFaktuell 12•2009
31
AUS DEN LÄNDERN
VERBAND DER BUNDESFORSTBEDIENSTETEN
NATIONALES NATURERBE WIRD FORTGESETZT
Koalitionsvertrag
Im Koalitionsvertrag zwischen CDU/
CSU und FDP wurde unter anderem vereinbart, dass zur Sicherung des Nationalen Naturerbes die Übertragung der
noch ausstehenden 25 000 ha national
wertvoller Naturflächen fortgeführt wird
(so genannte zweite Tranche). Der BDF
Bundesforst geht davon aus, dass diese
Flächen zum Großteil im Bestand der
BImA identifiziert werden. Der Verband
wird sich dafür einsetzen, dass diese Flächen zwar vor einer Privatisierung gesichert werden, jedoch im Eigentum der
BImA verbleiben. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages
hatte in seiner Sitzung am 1. Juli 2009
den Abschlussbericht des BMF zum Nationalen Naturerbe (NNE) zustimmend
zur Kenntnis genommen und beschlossen, dass für die bisher noch offenen
16.000 ha der so genannten ersten Tran-
che aus dem Bestand der Bundesanstalt
für Immobilienaufgaben eine „Bundeslösung“ unter dem Dach der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verwirklicht werden soll (siehe BDF aktuell
08/2009). Dies wäre der einfachste, unbürokratischste, kostengünstigste und
risikoärmste Weg auch für die weiteren
Flächen. Zusätzlich ist zu prüfen, ob statt
einer reinen Prozessschutzstrategie im
Wald nicht einer Definition als „Vorrangflächen für den Naturschutz“ der Vorzug
zu geben ist. ■
U.D.
BImA: Neues Unternehmenskonzept
32
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat, nach dem ersten Unternehmenskonzept aus dem Jahr 2007, ein
weiteres in Form einer erheblich gestrafften Fortschreibung in Kraft gesetzt. Wesentliche Aufgaben sind die Schaffung
eines Überblicks über das bisher Erreichte, den aktuellen Stand der BImA
und ein mittelfristiger Ausblick über die
geplante Entwicklung. Den Beschäftigten
soll ferner eine klare Perspektive und
Leitlinien gegeben werden. In der Rückschau kommt der Vorstand zu dem
Schluss, dass die Beschäftigten der
BImA in allen Sparten und Stabsbereichen die Aufgaben mit beachtlichen
Erfolgen bewältigt haben. Die Aufbauphase gilt nach vier Jahren als weitgehend abgeschlossen.
sächlich zu dem Immobiliendienstleister
des Bundes entwickeln kann. Bedeutendster Aufgabenschwerpunkt ist deshalb die Realisierung des Einheitlichen
Liegenschaftsmanagements (ELM). Dabei hat der BImA-Vorstand erkannt, dass
die Erreichbarkeit dieses Ziels entscheidend von der Kompetenz und dem Engagement der Beschäftigten abhängt.
Diese Einschätzung teilt der BDF Bundesforst. Dabei kommt es neben der
Qualität der Beschäftigten bei einer Flächenverwaltung auch ganz entscheidend
auf eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten an, denn Dienstleistung findet
auf der operativen Ebene statt und diese
kann man nur mit Dienstleistern erbringen, die vor Ort präsent sind und kundenorientiert agieren, sonst bleibt sie virtuell.
Dienstleistung im Vordergrund
Sparte Bundesforst
Im Vordergrund steht weiterhin unternehmerisches Denken und der Dienstleistungsgedanke, damit sich die BImA tat-
Neben den durch das Errichtungsgesetz
vorgegebenen Aufgaben ist die Sparte
Bundesforst im Auftrag des BMF weiter-
BDFaktuell 12•2009
hin für die Herausgabe land- und forstwirtschaftlicher Wert- und Entschädigungsrichtlinien zuständig. Im Unternehmenskonzept wurde endlich unmissverständlich klargestellt, dass neben den
Flächen des „Nationalen Naturerbes“
auch Flächen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen der Eingriffsregelung des Bundesnaturschutzgesetzes
von Verkaufsvorhaben ausgeschlossen
sind! Dies sichert nachhaltig die Rolle
von Bundesforst als größter Geländedienstleister für die Bundesressorts. In
diesem Zusammenhang wünscht sich
der Berufsverband allerdings hinsichtlich
der Beteiligungsführung der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH
(BVVG) und ihrer Tochterunternehmen
(LAFOS) eine schlüssige forstliche Strategie aus einem Guss. ■
U.D.
Geschäftsstelle BDF Bundesforst
Telefon 0 33 01-53 94 17
info@bdf-bundesforst.de
www.bdf-bundesforst.de
FIRMENPORTRAIT
Der Baumdoktor
Man bezeichnet ihn meist der Einfachheit halber als „Baumdoktor“. Dabei ist
diese Bezeichnung eigentlich gar nicht
so schlecht; was macht denn ein Doktor
als Humanmediziner oder ein Veterinär?
Er untersucht seine Patienten und behandelt sie erforderlichenfalls nach Kräften. So ist es hier prinzipiell auch.
Der Baumdoktor untersucht bzw.
bewertet Bäume, je nach Erfordernis des
jeweiligen Auftraggebers. Das können
einfache katastermäßige Erfassungen
von Bäumen sein, was meist für Kommunen der Fall ist, die eine Übersicht
über ihren Baumbestand haben wollen.
Ausgehend davon werden dann Maßnahmenempfehlungen gegeben oder
weitergehende Untersuchungen festgelegt. Dementsprechend können dann
Pflegekonzepte erstellt und erforderliche
Ausschreibungen gemacht werden.
Bei eingehenden Untersuchungen
kommen spezielle Diagnosegeräte zum
Einsatz, mit denen der Holzzustand ermittelt werden kann und somit Aussagen
zur Verkehrssicherheit bzw. zur Erhaltenswürdigkeit möglich sind.
Gleiches ist mit entsprechenden Geräten selbstverständlich auch bei verbautem Holz, Maibäumen und Holzspielgeräten möglich. Insbesondere in den
letzten Jahren müssen auch vielfach
Baumbestände in ihrer Eignung für Klettergärten beurteilt werden.
Schadensgutachten
und Gehölzwertermittlung
Der Baumdoktor Udo Kaller macht als
Sachverständiger aber auch Schadensgutachten nach erfolgten Baumunfällen
für diverse Auftraggeber, so auch für Versicherungen und Gerichte. Hierbei wird
die Vorhersehbarkeit bzw. die Vermeidbarkeit von Baumstürzen beurteilt.
Umgekehrt werden aber auch Bäume beurteilt, an denen Schäden durch
mutwillige Sachbeschädigung, Verkehrsunfälle oder unsachgemäße Bauarbeiten
im Baumumfeld entstanden sind. In die-
sen Fällen werden Gehölzwertermittlungen – meist für Schadensersatzansprüche – durchgeführt. Üblich ist hierbei
eine Wertermittlung nach der Methode
Koch. Im Gegensatz zu forstlichen Gutachten – die Udo Kaller natürlich ebenso
macht – wird hier nicht der forstliche Ertragswert ermittelt sondern es erfolgt
eine Verzinsungsberechnung der erforderlichen Entwicklungskosten, bis der jeweilige Baum seine Funktion voll erfüllt
hat, ggf. unter Abzug von Vorschäden
bzw. unter Berücksichtigung der Alterswertminderung. Im Gegensatz zu forstlichen Berechnungsansätzen kommen
hier oft Baumwerte von 5–stelligen Summen bei Einzelbäumen zusammen, die
unter rein forstlichen Gesichtspunkten
vielleicht allenfalls 100 Euro Brennholzwert ausmachen würden.
Baumkletterei
und Standortmelioration
Andererseits behandelt ein Baumdoktor
seine Patienten meist auch selbst. So hat
Udo Kaller eine eigene Baumpflegefirma
mit Baumkletterern, sodass auch Pflegemaßnahmen im Kronenbereich von Bäumen möglich sind, die mit technischem
Gerät nicht erreichbar sind. Spezielle
Standortmeliorationsmaßnahmen
wie
beispielsweise Tiefenbelüftungen auf verdichteten Standorten mit der Druckluftlanze sind dabei ebenso an der Tagesordnung wie das Abtragen von Bäumen
zwischen Häusern oder technische
Baumsicherungsmaßnahmen bei wertvollen bruch- oder umsturzgefährdeten
Einzelbäumen. Ebenso werden auch
größere Bäume gepflanzt oder verpflanzt
– je nach Erfordernis maschinell oder
manuell.
Zudem ist Udo Kaller als BDF-Mitglied und früheres Fachverbands-Vorstands-Mitglied auch Dozent an der FH
Weihenstephan und bringt dort u.a. den
Forststudenten in zweisemestrigen Vorlesungen im Fach „Baumsicherheit“ den
korrekten Umgang mit wertvollen Einzel-
bäumen bei. Überdies bietet der „Baumdoktor“ Udo Kaller verschiedenste Vorträge und Schulungen rund um Bäume
an: vom Obstbaumschnittkurs über
(auch gewerbliche) Motorsägenschulungen bis hin zu VTA-Seminaren, in denen man die Grundlagen hinsichtlich der
Beurteilung der Verkehrssicherheit von
Bäumen lernen kann. ■
Baumdoktoren
müssen manchmal
hoch hinaus.
Foto:
Christine Braune,
pixelio.de
KONTAKTDATEN:
Udo Kaller
Pfarrer-Vogg-Straße 3
89358 Kammelta
E-Mail: udo.kaller@bdf-online.de
Internet: www.baumdoctor.com,
www.baumdoktor.com und
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BDFaktuell 12•2009
33
FREUD UND LEID PERSONELLES
Wir gratulieren und wünschen allen beste Gesundheit, Motivation und Freude
HESSEN
70 Jahre: Lothar Wudtke, Alsfeld (29.12.)
NIEDERSACHSEN
73 Jahre: Horst Wißmann, Hess.-Oldendorf (2.12.)
74 Jahre: Eckhard Seebaß, Lüchow
(25.12.)
82 Jahre: Dietrich Schulze, Brietlingen
(6.12.)
83 Jahre: Franz Oberwandling, Bleckede (23.12.)
84 Jahre: Kurt Kaase, Bad Essen (2.12.);
Helmut Schmidt-Harries, Wienhausen
(16.12.)
87 Jahre: Klaus Bode, Hatten-Sandkrug
(4.12.)
NORDRHEIN-WESTFALEN
Das Leserfoto des Monats kommt von Kirsten Jaas, Niederseeon: „Schlehe“.
BADEN-WÜRTTEMBERG
65 Jahre: Ortgies Heider, Waldkirch
(23.12.); Bruno Gallmann, Staufen
(25.12.); Volker Gräfe, Obersontheim
(27.12.)
75 Jahre: Peter Weidenbach, Bad Liebenzell (25.12.)
76 Jahre: Arnold Kreutner, Breisach
(2.12.)
77 Jahre: Gerhard Schulz, WaldbronnEtzenrot (13.12.)
78 Jahre: Zäzilia Birk, Gengenbach
(13.12.); Hermann Pfaff, Tennenbronn
(20.12.); Walter Hauf, Stuppach (30.12.)
79 Jahre: Günther Richter, Karlsruhe (10.12.);
Hans Weiberle, Künzelsau (13.12.); Erwin
Lauterwasser, Kirchzarten (16.12.); Josef
Heinzler, Wutöschingen (25.12.); Reinhard Stebner, Nollingen (28.12.)
81 Jahre: Renate Eisenlohr, Aalen (1.12.);
Dr. Erich Bauer, Freiburg (20.12.)
82 Jahre: Wilhelm Stolz, Immendingen
(8.12.)
88 Jahre: Adolf Baumann, Dauchingen
(6.12.)
89 Jahre: Dr. Max Scheifele, StuttgartBotnang (13.12.)
93 Jahre: Rainer Winter, Müllheim (6.12.)
94 Jahre: Gotthilf Schmid, Tübingen
(9.12.)
34
BDFaktuell 12•2009
BAYERN
65 Jahre: Eduard Messmer, Bernhardswald (14.12.); Rudolf Fischer, Pfronten
(22.12.); Manfred Müller, Schwarzenfeld
(31.12.)
80 Jahre: Richard Melichar, Auerbach
(22.12.); Albert Remetter, Partenstein
(30. 12.)
82 Jahre: Helmut Engelhardt, Forchheim
(12.12.); Heribert Högner, Regensburg
(19.12.)
83 Jahre: Rudolf Dimpflmeier, Teisendorf
(3.12.); Ulrich Schmidt, Dießen (18.12.);
Hans Butz, Pleystein (19.12.); Gunda Rasp,
Würzburg (28.12.)
84 Jahre: Hubertus Wild, München (24.12.)
90 Jahre: Joachim Clemenz, Pleystein
(31.12.); Ludwig Stich, Regensburg (31.12.)
91 Jahre: Werner Wiesend, Würzburg
(16.12.)
BRANDENBURG
80 Jahre: Eberhard Priem, Melchow
(18.12.)
71 Jahre: Siegfried Kühne, Bagow,
(15.12.)
82 Jahre: Günter Helm, Burg (17.12.)
60 Jahre: Felix Meyer, Monschau (7.12.);
Franz Bongartz, Rheinbach (24.12.)
61 Jahre: Klaus Böhmer, Willebadessen
(6.12.); Detlev Reiprich, Harsewinkel
(14.12.); Werner Richter, Euskirchen
(29.12.)
62 Jahre: Lothar Steinrücken, Münster
(3.12.)
63 Jahre: Hans Lenzen, Rheinbach
(26.12.)
68 Jahre: Karl Meinberg, Lichtenau
(15.12.); Adolf Althaus, Bad Laasphe
(25.12.)
73 Jahre: Manfred Smolibocki, Höxter
(15.12.)
79 Jahre: Rolf Lüttich, Alfter (13.12.)
81 Jahre: Eberhard Dehmel, Radevormwald (8.12.)
83 Jahre: Hans-Dietrich Wuttke, Bergisch Gladbach (2.12.); Hubert Sadowski, Sendenhorst (16.12.)
91 Jahre: Hermann Morgenroth, Paderborn (10.12.)
92 Jahre: Hubertus Frhr. von Wrede, Bad
Driburg (12.12.); Peter van Cuick, Hürtgenwald (24.12.)
RHEINLAND-PFALZ
70 Jahre: Udo Klein, Kirchen (3.12.); Bernhard Ullmann, Merxheim (14.12.)
81 Jahre: Hermann Bornmüller, Wittlich
(22.12);HelmutPaganetti,Leutesdorf(26.12.);
Kurt Caspari, Schauren (31.12.)
FREUD UND LEID PERSONELLES
82 Jahre: Jakob Scherr, Altleiningen (9.12.)
83 Jahre: Herbert Kaiser, Naunheim (18.12.)
86 Jahre: Karl Knobloch, Bad Dürkheim
(13.12.)
87 Jahre: Rudolf Bechthold, Mayen (15.12.)
88 Jahre: Nikolaus Röhlinger, St. Wendel
(5.12.); Karl Gerheim, Cramberg (26.12.)
94 Jahre: Josef Noll, Winden (4.12.)
SAARLAND
86 Jahre: Willi Molter, Schwalbach
(29.12.)
SACHSEN
75 Jahre: Rolf Naumann, Thalheim
(19.12.); Eckhard Riedel, Wermsdorf
(31.12.)
76 Jahre: Siegfried Hertrampf, Dippoldiswalde (2.12.); Werner Schramm, Marienberg (14.12.)
79 Jahre: Volker Mayer, Possendorf
(22.12.)
80 Jahre: Egon Stark, Mühlleithen
(16.12.)
81 Jahre: Wolfgang Zscheile, Stolpen
(18.12.)
Wir gedenken
unserer Verstorbenen
Franz Bruder
Herbolzheim, 69 Jahre, Juni 2009
Josef Demel
Sinsheim-Hilsbach, 87 Jahre,
Oktober 2009
Walter Schweinlin
Wutöschingen, 80 Jahre,
Oktober 2009
Ernst Reischmann
Simonswald, 86 Jahre, Oktober 2009
Gerhard Mayer
Bretten, 72 Jahre, Oktober 2009
Wilhelm Albicker
Emmendingen, 88 Jahre,
Oktober 2009
Waldemar Matthias
Ruhpolding, 89 Jahre,
Oktober 2009
Ernst Reischmann
Simonswald, 86 Jahre, Oktober 2009
Josef Demel
Sinsheim-Hilsbach, 87 Jahre,
Oktober 2009
Rudolf Seidel
Dörverden, 83 Jahre,
September 2009
Renate Eisenlohr
Aalen, 80 Jahre, Oktober 2009
Wilhelm Albicker
Emmendingen, 88 Jahre, Oktober 2009
Heinz Barelmann
Engden, 88 Jahre, Oktober 2009
SACHSEN-ANHALT
76 Jahre: Peter Kruber, Roßdorf (6.12.)
79 Jahre: Günter Finke, Obersdorf
(9.12.)
81 Jahre: Hans Thiele, Cobbelsdorf
Walter Schweinlin
Wutöschingen, 80 Jahre, Oktober 2009
Gerhard Mayer
Bretten, 72 Jahre, Oktober 2009
Herbert Pieke
Chemnitz, 82 Jahre
SCHLESWIG-HOLSTEIN
69 Jahre: Fritz Abel, Mönkloh (16.12.)
70 Jahre: Jochen Günther, Mölln
(31.12.);
81 Jahre: Hans Martin Riechers, Rosdorf (19.12.)
83 Jahre: Erich Nehlsen, Nordhastedt
(31.12.)
84 Jahre: Günter Hennings, Wentorf
(12.12.); Hans Wehde, Schönwohld
(31.12.)
VERBAND DER
BUNDESFORSTBEDIENSTETEN
65 Jahre: Gerd-Henrich Rickes, Sien
(21.12.)
70 Jahre: Rosemarie Eckert, Klietz
(16.12.)
IMPRESSUM
Herausgeber: Bund Deutscher Forstleute (BDF), Geschäftsstelle, Friedrichstraße 169/170, 10117 Berlin, Telefon (0 30) 40 81-65 50, Telefax (0 30) 40 81-65 65,Info@bdfonline.de – Fachgewerkschaft für Forstbeamte und
-beschäftigte im Deutschen Beamtenbund (DBB).
Verantwortlicher Chefredakteur: Armin Ristau, Silberborner Str. 1, 37586 Dassel, Telefon (0 55 64) 9 11 24 (p),
Telefax (0 55 64) 9 11 23 (p), bdf.aktuell@t-online.de.
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Vertrieb: Heike Lohe, Telefon (02 11) 73 57-8 54
Anzeigentarif Nr. 35 vom 1. Juni 2009
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Joas (S. 34).
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für den Einsatz in PEFC und FSC zertifizierten Wäldern und in FFHSchutzgebieten geeignet
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Energieholzanlagen
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Pflanzung, Ernte, Vertrieb, Logistik
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Kooperation in europäischen Netzwerken
www.baumschule.de
www.energieholzanlagen.de
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