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Brennholz gesucht wie noch nie - und Waldbesitzervereinigungen

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Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen e.V.
Humbach 7, 83623 Dietramszell
Telefon 0 80 27 / 90 46 57, Telefax 0 80 27 / 90 46 58
Mail info@wbv-wolfratshausen.de, Internet www.wbv-wolfratshausen.de
Mitteilungsblatt Nr. 154
März 2013
Tagesordnung:
Eröffnung und Begrüßung durch den Ersten
Vorsitzenden
2. Jahres- und Kassenbericht 2012
3. Bericht der Rechnungsprüfer
4. Entlastung Kassenwart und Vorstandschaft
5. „Moderner ökologischer Holzbau mit Holz aus
unserer Region“, Dipl. Ing. (FH) Alexander
Schröter und Reinhard Binder
6. Grußwort der Ehrengäste
7. Aktuelles aus den ÄELF Miesbach, Ebersberg
8. Aktuelles aus dem Waldbesitzerverband
9. Holzmarktbericht und Aktuelles aus der WBV
10. Wünsche und Anträge
Sehr geehrte WBV-Mitglieder,
1.
am Donnerstag, den 11. April 2013
findet um 19.30 Uhr
im Gasthaus Holzwirt in Ascholding
die
WBV-Jahreshauptversammlung 2013 statt,
zu der ich Sie im Namen der
Vorstandschaft recht herzlich einlade.
zung“ der Wälder verwendet und beschrieben.
Hintergrund war die zunehmende Holz- oder
Ressourcenknappheit im Land. Der Begriff Nachhaltigkeit wird mittlerweile in der Forstwirtschaft
viel umfassender betrachtet. Alle Waldfunktionen
von Ökonomie, Ökologie und Soziales sollen hier
Sehr geehrtes Mitglied,
das Forstjahr 2013 steht unter dem Zeichen der
Nachhaltigkeit. Vor 300 Jahren hat erstmalig der
sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von
Carlowitz den Begriff der „nachhaltenden Nut1
abgedeckt werden. Man spricht dabei von dem
magischen Dreieck. Dass dies der Privatwald
kann, hat er in der Vergangenheit bewiesen. In
Bayern haben wir im Privatwald die größten Vorräte in Europa. Unsere Wälder werden zunehmend, auch dank der forstlichen Beratung, naturnäher bewirtschaftet. Dies beweist, dass unsere
Betriebe weit in die Zukunft und generationsübergreifend denken und handeln.
Ihr Johann Killer
Große Lehrfahrt nach Südtirol vom 06.09
bis 08.09.2013
ILOGA in WOR vom 12. – 14. April
Dieses Jahr beabsichtigen wir, nach Südtirol zu
fahren. Voraussichtlich werden wir ein Weingut
und einen Obstbaubetrieb besuchen. Auch ein
Waldtag in Eppan ist geplant und die Besichtigung des wunderbaren botanischen Gartens
Trauttmansdorff in Meran.
Der Impuls Forst und Holz präsentiert sich wie im
Jahr 2011 auf der ILOGA in Wolfratshausen.
Schwerpunkt sind verschiedene Aspekte von 300
Jahr Nachhaltigkeit. Mit dabei unser vor allem bei
Kindern beliebtes Sägefahrrad, mit dem möglichst
genau“ 0,1 Liter Heizöl“ von einem Stamm abgesägt werden soll. Über zahlreichen Besuch an
unserem Stand würden wir uns freuen.
Internationale Anerkennung für Bergwaldoffensive-Projekt Bichl
Am 25. Januar 2013 erhielt das Bergwaldoffensive-Projekt Bichl bei der Verleihung des Alpinen
Schutzwaldpreises 2012 in Ossiach, Kärnten den
zweiten Platz in der Kategorie Öffentlichkeitsarbeit. Von 26 eingereichten Projekten aus dem
gesamten Alpenraum wurde es mit zehn anderen
nominiert. Dies ist eine hohe Auszeichnung für
die zahlreichen Beteiligten, insbesondere für die
Gemeinde Bichl. Der Erfolg war nur möglich, weil
die Waldgenossenschaft und die Gemeinde Bichl
von Anfang an hinter dem Projekt standen und es
begeistert unterstützten. Auch die reibungslose
Holzabfuhr und die bestmögliche Holzvermarktung durch die WBV trugen zu dem Erfolg bei.
Im nächsten Mitteilungsblatt wird das konkrete
Programm vorgestellt. Den Termin sollten Sie
sich aber schon einmal vormerken.
Bayerische Waldbauernschule Kelheim
Die bayerische Waldbauernschule in Kelheim
bietet Ihnen ein umfangreiches Programm rund
um den Wald an. Gerade der mehrwöchige
Grundkurs vermittelt die grundlegenden Kenntnisse im Waldbau. Diesen Kurs bezuschusst die
WBV Wolfratshausen mit 100,00 € für Mitglieder
und deren Kinder. Das Jahresprogramm der
Schule können Sie im Internet abrufen unter
www.waldbauernschule.de.
In der Klimawoche vom 21. bis 28. April werden
erneut klimatolerante Mischbaumarten gepflanzt,
um für die Zukunft stabilere Mischwälder zu
schaffen.
Veranstaltungen
Jahresbilanz 2012 des Bereich Forsten am
AELF Miesbach
300 Jahr Nachhaltigkeit ist eine weitere gute Gelegenheit, den Wald und die Forstwirtschaft in
den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu bringen. Das
AELF Miesbach und die WBV Wolfratshausen
haben zahlreiche Veranstaltungen geplant. Eine
Übersicht finden Sie in unseren Internetauftritt
www.wbv-wolfratshausen.de unter Aktuelles.
Die Pflege des Waldes, seine verbesserte Anpassung an den Klimawandel, aber auch den
Schutz des Waldes konnte der Bereich Forsten
mit der WBV und den Waldbesitzern im Jahr
2012 erfolgreich voranbringen.
Hierzu führten wir 1.976 Einzelberatungen und
Sammelberatungen/Fortbildungen mit 3.197 Teil2
nehmern durch. Letztere meist in Zusammenarbeit mit der WBV. Die ausbezahlten Fördermittel
erreichten mit insgesamt 1.431.188 € in etwa die
Größenordnung von 2011. Schwerpunkte waren
2012 die Besonderen Gemeinwohlleistungen im
Staatswald (rd. 375.000 €), gefolgt von der Seilkranbringung (rd. 339.000 €) und der Wegebauförderung (rd. 320.000 €). Die übrigen waldbaulichen Förderungen betrugen rd. 195.000 €,
der Fördermitteleinsatz für die Bergwaldoffensive
rd. 220.000 €.
die Jagdreviere erstellt und 84 Jagdrevierbegänge mit rd. 520 Teilnehmern durchgeführt.
Wenige Fichten stark durchforsten
Was bringt für die Stabilität von gepflanzten Fichtenreinbeständen mehr: Ein weiter Pflanzverband
oder mehrere (sehr) starke Durchforstungen?
Wenn Sie sich für die Durchforstungen entscheiden, haben Sie die gleiche Einschätzung wie fast
alle Lehrfahrtsteilnehmer am 14.12.12. Dennoch
liegen Sie falsch – wenn man sich die Ergebnisse
der Fichtenversuchsflächen des Lehrstuhls für
Waldwachstumskunde der TU München ansieht.
Im gesamten Amtsbereich konnten rd. 63.000
Festmeter Holz unter Mitwirkung des AELF Miesbach mobilisiert werden. Beachtenswert ist dabei,
dass gut die Hälfte dieser Menge über Seilbrin-
Seit 1974 wurde untersucht, wie sich die Ausgangspflanzenzahl und verschiedene Durchforstungsarten und –stärken auf Wachstum und Stabilität der Fichte auswirken. Es wurden zwischen
10.000 und 400 (!) Fichten je ha gepflanzt. Bei
der Durchforstung (bei einer einheitlichen Ausgangspflanzenzahl von 2.500 Fichten je Hektar)
reicht die Spannweite vom „Nichtstun“ bis zu einer reinen Z-Baum-Durchforstung mit 700 (!)
Fichten/ha im Alter 43.
Martin Nickel von der TU München stellte uns
sehr engagiert und anschaulich die Ergebnisse
der nun 43-jährigen und gerade frisch durchforsteten Fichten vor.
Eine Naturverjüngung der Mischbaumarten ist sinnvoller als Pflanzung. Bei
fehlenden Samenbäumen ist Pflanzung notwendig und erfolgreich: wie hier
ein ca. 20-jähriger Tannenvoranbau, der auch finanziell gefördert werden
kann. gungsmaßnahmen gebracht wurden.
Die Umweltbildung nimmt eine wichtige Stellung
ein. Ein Schwerpunkt dabei waren die waldpädagogischen Führungen: Insgesamt fanden 58 Veranstaltungen mit 1.158 Teilnehmern statt.
Um die Hintergründe und Ziele einer nachhaltigen
und naturnahen Forstwirtschaft einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, spielt die Öffentlichkeitsarbeit eine zunehmend wichtige Rolle. Wir
konnten erreichen, dass insgesamt 118 Artikel in
der Presse erschienen sind, die in Zusammenhang mit dem AELF Miesbach von Wald und
Forstwirtschaft berichteten.
Die „10.000er Variante“ wurde seit dem Alter 22 vier Mal extrem scharf durchforstet (der letzte Eingriff: 210 EFm/ha!!). Dennoch ist sie instabiler als die
„2.500er-Varainte“, die bisher undurchforstet blieb.
Ein kurzer Auszug aus den wirklich interessanten
Zahlen der 43-jährigen Fichten:
1. Bei Ausgangs-Pflanzenzahlen von 10.000
Fi/ha beträgt der BHD der Z-Bäume 28 cm,
bei 2.500 Fi/ha 33 cm (+5 cm im Vergleich
zur 10.000er Variante), bei 1.000 Fi/ha 38 cm
(+10 cm), bei 400 Fi/ha sogar 44 cm (+16
cm!!).
2. Frühe und starke Durchforstungen erhöhen
den BHD um 7 cm, schwächere um 3-4 cm.
3. Die Qualität ist bei 2.500 Fi/ha noch Massenware (B/C). Ein weiteres Absenken der
Zum Schutz der Wälder gehören auch die hoheitlichen Tätigkeiten, die rund 1/5 des zeitlichen
Aufwandes der Mitarbeiter in Anspruch nahmen.
Einen Schwerpunkt bildete 2012 die Erstellung
des „Forstlichen Gutachtens zur Situation der
Waldverjüngung“. Insgesamt wurden 515 Verjüngungsflächen in den 15 Hegegemeinschaften
beider Landkreise aufgenommen. Zusätzlich wurden 208 detaillierte revierweise Aussagen über
3
4.
Pflanzenzahlen führt zu deutlichen Qualitätseinbußen. Bei 400 Fi/ha wird nur noch DQualität erreicht.
Die Stabilität und der Durchmesser der ZBäume ist auf der undurchforsteten Fläche
(2.500 Fi/ha) höher als auf der viermalig sehr
stark durchforsteten Fläche mit Ausgangspflanzenzahlen von 10.000 Fi/ha.
ideologischer, sondern ein rein ökonomischer:
man wollte endlich weg von den Katastrophen,
war nicht mehr bereit, die großen Einkommensverluste durch gebrochenes Holz und kahle Flächen sowie die Mehrkosten für die Aufarbeitung
und Pflanzung zu tragen.
Konsequenzen:
Die Ausgangspflanzenzahl muss stärker als
bisher beachtet werden. Bei Naturverjüngung
sollte möglichst ein Altholzschirm stehen
bleiben, damit sich die Verjüngung selbst differenziert. Bei den – bei uns seltenen - Fichtenpflanzungen sollten 3.500 Fi/ha keinesfalls überschritten werden.
Durchforstungen müssen noch früher ansetzen und konsequent die Besten begünstigen.
Stabil werden Fichten bei geringer Ausgangspflanzenzahl und konsequenter Durchforstung!
Da viele unserer Lehrfahrtteilnehmer von den
Fichtenflächen sehr beeindruckt waren, wollen wir 2013 eine weitere Fahrt mit unseren
jungen Waldbesitzern (Alter bis 40 Jahre)
durchführen. Der Termin wird noch bekannt
gegeben.
Dieser Wald sollte 1970 nach sehr starkem Schneebruch komplett eingeschlagen werden. Heute stehen 400 Fm Holz auf der Fläche, dicke neben dünnen
Bäumen, kleine neben großen. Ein Wald, der dem Plenterwald sehr nahe
kommt. Ein Wald, der ständig wertvolles Holz liefert, aber kaum Kosten (wie
Pflege und Pflanzung) verursacht. Ein Wald, bei dem man auch bei Stürmen
noch ruhig schlafen kann.
Stabil wird ein Wald nur, wenn er aus stabilen
Einzelbäumen besteht. Wachsen die Bäume zu
dicht auf, werden sie instabil, jeder Eingriff wird
risikoreich. Der Weg zu einem stabilen und wertvollen Wald geht daher immer über die Stabilisierung der Einzelbäume.
Auch in Schlägl wird deshalb seit Jahrzehnten die
Z-Baumdurchforstung konsequent durchgeführt.
Man setzt dort aber nicht nur auf 200 Z-Bäume je
Hektar (Z1), sondern fördert ein bis zwei Reservebäume (Z2) in den Zwischenfeldern.
Z2
Martin Nickel von der TU München stellt die Ergebnisse der früh und stark
durchforsteten Parzelle (Ausgangspflanzenzahl 2.500 Fi/ha) vor. Heute sind
noch 700 (stabile!) Bäume/ha vorhanden.
In St. Ottilien besichtigten wir noch die neue
Energiezentrale, das Melkkarussell und die Kirche.
Z1
Lehrfahrt Oberösterreich
Entnahme
Stabiler Wald = stabile Einzelbäume. Dazu werden 200 Z-Bäume je ha durch
Entnahme der zwei stärksten Bedränger gefördert (=Z1). In den Zwischenfeldern werden 200 sogenannte Z2-Bäume ausgewählt, die von der starken
Förderung der Z1 ebenfalls profitieren.
Unsere Lehrfahrt nach Oberösterreich war nicht
nur abwechslungsreich und unterhaltsam, sondern brachte für den eigenen Betrieb viele Anregungen und Ideen.
Stift Schlägl beispielsweise hatte bereits in den
1960er Jahren jeden Kahlschlag und Saumschlag
eingestellt und war zu einer einzelstammweisen
Nutzung übergegangen. Der Grund war kein
Um eine regelmäßige und konsequente Pflege
sicherzustellen, hat Stift Schlägl alle Bestände in
sechs Blöcke eingeteilt. Jedes Jahr wird ein Block
vollständig durchgearbeitet. Vergessen wird so
nichts mehr….
4
Die Waldpflege von Stift Schlägl ist im Prinzip in
jedem Betrieb anwendbar. Egal ob klein oder
groß, egal ob junge oder alte Bestände. Auf alle
Fälle werden die Wälder mit dieser Behandlung
stabiler, wertvoller und vielfältiger.
Wir besichtigten noch das Papier/Zellstoffwerk in
Laarkirchen, ein bäuerlich genossenschaftliches
Biomassekraftwerk in Grieskirchen sowie die
Passauer Altstadt.
schreibung. 79 % des Holzes bzw. 31 Bieter erhielten einen Zuschlag. Die Hauptholzarten waren
Bergahorn (116 m³), Eiche (105 m³), Esche
(104 m³) Fichte (21 m³) und Kirsche (10 m³).
Holzart
Maxpreis Mittel Mittel Geliefert
2013
2013
2012
[Fm]
Bergahorn
13300
416
410 116 Fm
Birne
417
417
298
9 Fm
Eibe
1526
1526
0
0,17 Fm
Eiche
888
309
350 105 Fm
Esche
382
140
160 104 Fm
Fichte
205
156
196
21 Fm
Kiefer
202
182
0
4 Fm
Kirsche
422
242
240
10 Fm
Lärche
402
253
562
8 Fm
Linde
134
127
151
2 Fm
Mooreiche
650
650
0
0,5 Fm
Nussbaum
634
346
371
6 Fm
Schwarzerle
292
191
181
10 Fm
Tanne
102
102
0
2 Fm
Ulme
476
342
287
8 Fm
Gesamt
359
361 409 Fm
15. Wertholzversteigerung - Rekordpreis
für einen Riegelahorn mit 13.300 €/m³
Bessere Preise für Bergahorn, Kirsche und Ulme
als im Vorjahr und einen Umsatz von 116.000 €
erzielte die 15. Oberland-Wertholzversteigerung
für die Waldbesitzer. Die WBV Wolfratshausen
hatte dieses Jahr Eichen, Bergahorn und Nussbaum auf die Submission geliefert. Mit den Erlösen können die Waldbesitzer sehr zufrieden sein.
Aber auch die Preise der anderen Laub- und Nadelhölzer zeigen, dass es sich wirklich lohnt,
durch Waldpflege Wertholz zu erzielen.
Der teuerste Stamm – die sogenannte Braut – ist
ein Riegel-Ahorn. Der nur ca. 80-jährige Ahorn
erzielte
einen
neuen
Rekordpreis
von
13.300 €/m³ bzw. 22.344 €/Stamm und kommt
aus Glonn (WBV Ebersberg).
Quelle: WBV Holzkirchen
Holzmarkt
Rohstoffknappheit setzt sich fort!
Da der sogenannte Bauernbuckel, d. h. viel Holz
aus dem Privatwald in den Monaten Januar bis
April, in diesem Jahr weitestgehend ausbleibt,
bleibt die Lage auf dem Rundholzmarkt für uns
Waldbesitzer weiterhin komfortabel. Das heißt:
Die Nachfrage nach Rundholz jeder Art ist nach
wie vor sehr groß und auch die Preise sind auf
ordentlichem Niveau stabil.
Aus Sicht der Sägewerke stellt sich jedoch eine
etwas unkomfortablere Situation. Läuft der
Schnittholzabsatz, rein mengenmäßig aufgrund
der guten Wirtschaftslage, recht ordentlich (auch
der USA Export zieht wieder merklich an), so ist
deren größte Angst die ausreichende Versorgung
an Rundholz im kommenden Frühjahr und Sommer. Vor allem kleine und mittlere Sägewerke
(dazu zählen schon Sägewerke bis 500.000 Fm
Einschnitt) sind aufgrund ihres kleineren Netzwerkes sehr stark von Unterversorgung betroffen
und kämpfen ums Überleben, gerade im globalen
Wettbewerb mit internationalen Großkonzernen.
Jedoch ist für uns Waldbesitzer eine vielschichtige, gut funktionierende Sägewerkslandschaft
enorm wichtig. Es gibt wenige Wirtschaftszweige
wo das Gesetz: „Angebot und Nachfrage regeln
den Preis“, noch so gut funktioniert wie auf dem
Holzmarkt.
Teurer als ein neuer VW Golf – der Riegel-Ahorn brachte
22.344 Euro.
Der teuerste Nussbaum mit 634 €/Fm, ein hervorragender Durchschnittspreis von über 700 €/Fm
bei der Eiche und knapp 450 €/Fm beim Bergahorn, dieses Ergebnis der WBV Wolfratshausen
kann sich sehen lassen. Die Strategie der WBV,
nur beste Qualitäten zu liefern, hat sich bewährt:
Alle Hölzer wurden verkauft. Selbst bei dem billigsten Stamm hat sich der hohe Aufwand gelohnt, da er noch 258 €/Fm erlöste. Bei einem
Einzelverkauf im Wald wären diese Preise nur
schwer zu erzielen gewesen.
409 Kubikmeter wertvollsten Holzes wurden angeliefert. 34 Bieter aus dem gesamten Bundesgebiet und Österreich beteiligten sich an der Aus5
Hinsichtlich dieser Situation möchten wir Sie
durchaus auffordern, über die eine oder andere
Hiebsmaßnahme im kommenden Sommer nachzudenken. Gerade nach diesem verregneten
Herbst und Winter mit wenigen Frosttagen bieten
sich trockene Tage im Frühjahr bzw. Sommer
hervorragend an, Maßnahmen Boden schonend
durchzuführen.
Wir gehen davon aus, dass auch preislich nach
Ausliefern der Quartalsverträge Ende März von
den Sägewerken Anreize eingefordert werden
können, dass solche Maßnahmen auch finanziell
attraktiv ausfallen.
Sortimente und Aushaltung
Seilkranbringung
Aufgrund der ordentlichen Holzpreise und der
Fördermittel ist es nach wie vor interessant, aufwendigere und teurere Hiebsmaßnahmen im
Bergwald durchzuführen.
Kurzholz wird nach wie vor gut nachgefragt!
• Fichte/Tanne Güte B/C/D
• Mindestzopfdurchmesser 15 cm o. R.
• schwache Durchforstungen (< 35 cm Ø),
grundsätzlich 4,10 m
• stärkere Durchforstungen, bis 35cm Ø 5,10m
schneiden,ab 35cm Ø immer 4,10m
• Gipfelholz: 4,10 m, D-Holz: 4,10 m
Preis bis 98,-€
Langholz gesucht!
Jahreszeitlich bedingt ist der Einschnitt gerade
nicht auf höchstem Niveau. Jedoch herrscht auf
dem Bausektor eine positive wirtschaftliche Lage
und somit gute Absatzmöglichkeiten für Bauholz.
• Länge 16 m bis 20 m, Zumaß 40 cm
• Mindest-Zopfdurchmesser 20 cm
• Güte C besser zu Kurzholz schneiden
• Wichtig: Immer absolut gesund schneiden!
• Gipfelholz, Teilnutzholz: immer 4,10 m
Preis 100,-€ bis 103,-€/fm
Papierholz wird gut nachgefragt!
• Längen 2 m oder 3 m, Mindestzopf 8 cm o. R.
Preis 34,- €/rm (neuer Jahresvertrag gültig bis
Dez 2013)
Laubholz
Traditionell geht die Nachfrage nach Laubholz
zum Frühjahr spürbar zurück. Wir bitten Sie
deshalb
ihr
Laubstammholz
rechtzeitig
bereitzustellen!
Staketenholz dringend gesucht!
Wir bitten Sie, bei Schwachholzdurchforstungen
verstärkt auf die Aushaltung von Staketen zu
achten!
• Gerade, gesund, ohne Wurzel-Anlauf!
• Länge 2,60m, 3,10m und 3,60m, Zopf 6-12 cm
• Länge 4,10m und 5,10m, Zopf 8 – 16 cm
Bei Interesse Absprache mit Geschäftsstelle
Preis 46,- bis 48,-€/ rm
Erfolgreiche Seilkranbringung in Bad Heilbrunn
Aushaltung ISK (WBV- Energieholz)
• Länge 2 m oder 4 m
• Alle Holzarten, egal ob frisch, verblaut,
stammtrocken oder rotfaul
• Material muss entastet und frei von Reisig sein
• Aufnahme, Maßermittlung und Abrechnung
wie beim Papierholz in Raummetern
• Mindestmenge 10 rm
• Transport mit Papierholz- (2 m) oder Kurzholz(4 m) LKW
Preis ab Waldstraße 26,- €/ rm
In Zusammenarbeit mit unseren hervorragenden
Einschlagsunternehmen bieten wir Ihnen nicht
nur gerne die komplette Durchführung von
Hiebsmaßnahmen im Steilgelände an. Auch kaufen wir gerne Ihr auf Eigenregie bereitgestelltes
Seilbahnholz ab Waldstraße bei schnellstmöglicher Abfuhr und Spitzenpreisen.
Gerade aufgrund unserer „schlanken Verwaltung“, haben wir hinsichtlich unserer doch beachtlichen Vermarktungsmenge sehr geringe Betriebskosten. Dadurch sind wir in der Lage, bei
allen Sortimenten Höchstpreise zu bieten.
Impressum:
Verantwortlich für die Mitteilungen der WBV: 1. Vorsitzender Johann Killer,
für die Mitteilungen der Forstverwaltung: Forstdirektor Wolfgang Neuerburg
Berichte von Thilo Rothkegel, Korbinian Häsch, Johann Killer und dem AELF.
Herausgeber: WBV Wolfratshausen, Adresse siehe Titelseite.
Der Bezugspreis für das Mitteilungsblatt ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Jegliche Form
des Nachdrucks nur mit Genehmigung des Herausgebers und mit Quellenangabe.
Häckselholz/ Daxenmaterial
Für unser Heizwerk in Tölz-Flinthöhe suchen wir
laufend frisches Häckselmaterial.
Preise je nach Menge und Qualität.
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Kunst und Fotos
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