close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Erlössteigerung – gewusst wie !

EinbettenHerunterladen
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Erlössteigerung – gewusst wie !
Erste Arbeitsunterlagen zum Impulsreferat
im Rahmen der Mitgliederversammlung
der Caritas-Arbeitsgemeinschaft der
Sozialstationen in Rheinland-Pfalz und
im Saarland
am 12. November 2013
in Wittlich
Referent:
Thomas Sießegger
Alle relevanten Dateien, diese Unterlagen, weitere ausführlichere
Unterlagen, eine Literaturliste und noch viel mehr sind auf der Seite
www.siessegger.de/downloads/erloese-steigern.htm
kostenlos verfügbar. Diese Seite ist nicht verlinkt und steht somit
nur Ihnen zur Verfügung.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
1
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Zukünftig werden die Preise steigen müssen, jedes Jahr!
Kunden werden mehr bezahlen und höhere Eigenanteile leisten müssen
Die Kommunikation muß dahingehend entwickelt werden
Sie werden keine Unterstützung durch die Politik (erfahren).
Sie müssen alles selbst machen.
Entwicklung der Kosten und der Erlöse eines Pflegedienstes
Kosten- und Vergütungsindex
150
140
In dieser Phase
befinden sich ..
130
120
110
.. die Pflegedienste in
Deutschland
100
90
80
70
60
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020
Jahre seit Einführung der Pflegeversicherung
Entwicklung der Kosten eines Pflegedienstes
Entwicklung der Vergütungen im SGB XI
© 2013 Thomas Sießegger, Hamburg
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
2
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Die 4 (+ 1) Leistungsbereiche eines ambulanten Pflegedienstes
SGB V
Privat
Erlöse gem. der PBV
in die Pflegestufen
I
II
III
III+
Patienten
SGB XII
Sozialhilfe
+
Caritas
= Trägerspezifische
Leistungen
Pflegekasse
Selbstzahler
Sozialhilfe
Übrige
Erlöse für die Investitionskosten von …
Personalkosten 400.000 €
1. Land(kreis), Stadt,
Kommunen - oder
2. Patienten - oder
3. Sozialhilfeträger
Sachkosten
100.000 €
Kosten 500.000 €
Erlöse 500.000 €
Krankenkasse
(Sozialhilfe)
(Patienten)
SGB XI
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
.. mit Investitionskosten
.. o. Investitionskosten
3
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Zusammensetzung der Erlöse – und Erlös-Kennzahlen
Ermittlung von Erlöskennzahlen
Ermittlung von Erlöskennzahlen
1.) Eintragen der Erlöse (Jahreszahlen!)
2.) Ermitteln und Interpretieren der Kennzahlen
Erlöse Pflegeversicherung SGB XI
Summen
Pflegestufe 0 (nur Menschen mit EAK)
Pflegekasse
Sozialhilfe
Selbstzahler
Übrige
Auswertung Pflegeversicherung
in Prozent
Summen
in Prozent
1.203 €
1.111 €
134 €
34 €
Summe = 2.482 €
48,5%
44,8%
5,4%
1,4%
100%
52.783 €
6.357 €
19.242 €
0€
Summe = 78.382 €
67,3%
8,1%
24,5%
0,0%
100%
75.643 €
20.989 €
9.780 €
0€
Summe = 106.412 €
71,1%
19,7%
9,2%
0,0%
100%
87,2%
9,8%
3,1%
0,0%
100%
Beratungseinsätze § 37.3 SGB XI
19.234 €
2.152 €
681 €
0€
Summe = 22.067 €
1.823 €
Verhinderungspflege § 39 SGB XI
Pflegestufe 1 (inkl. Menschen mit EAK)
Pflegekasse
Sozialhilfe
Selbstzahler
Übrige
Pflegestufe 2 (inkl. Menschen mit EAK)
Pflegekasse
Sozialhilfe
Selbstzahler
Übrige
Pflegestufe 3 inkl. Härtefälle
Pflegekasse
Sozialhilfe
Selbstzahler
Übrige
2.482 €
78.382 €
1,1%
34,0%
Auswertung
gesamt
in Prozent
0,7%
23,5%
Kennzahlen zu den Erlösen
Zusammensetzung der Erlöse
Erlöse Pflegeversicherung SGB XI
Erlöse Krankenversicherung SGB V
Erlöse Sozialhilfe SGB XII
Erlöse Privatzahler-Leistungen
= gesamte ordentliche Erträge = Erlöse
Außerordentliche Erträge
Gesamte Erträge =
106.412 €
46,1%
31,9%
22.067 €
9,6%
6,6%
1.823 €
0,8%
0,5%
4.245 €
4.245 €
1,8%
1,3%
Schulungen nach § 45a SGB XI
1.117 €
1.117 €
0,5%
0,3%
Betreuungsleistungen § 45b SGB XI
2.536 €
2.536 €
1,1%
0,8%
0€
10.267 €
1.287 €
0€
10.267 €
1.287 €
5,0%
3,5%
Summen
230.618 €
79.114 €
7.697 €
16.481 €
333.910 €
Prozent
69,1%
23,7%
2,3%
4,9%
100%
in Prozent
97,1%
10.001 €
2,9%
343.911 €
100%
Weitere Eingaben, um zusätzliche Kennzahlen zu errechnen
Anzahl der Patienten (ohne Beratungsgespräche nach § 37 Abs. 3 SGB XI):
Anzahl der Patienten mit
Pflegestufe I
Anzahl der Patienten mit
Pflegestufe II
Anzahl der Patienten mit
Pflegestufe III
54 Pat.
10 Pat.
9 Pat.
2 Pat.
Hieraus ergeben sich folgende Umsatzkennzahlen:
Investitionskosten-Erstattungen SGB XI
Bundesland oder Landkreis
Kunden / Patienten
Sozialhilfeträger
Summe der Erlöse Pflegeversicherung =
Durchschnittlicher Erlös pro Patient und
Monat (über alle Erlösarten)
Durchschnittlicher Erlös pro Patient und
Monat (in Pflegestufe I)
Durchschnittlicher Erlös pro Patient und
Monat (in Pflegestufe II)
Durchschnittlicher Erlös pro Patient und
Monat (in Pflegestufe III)
515 €/Pat.
= 145% der 450 € an
an Sachleistungen in Pflegestufe I
= 90% der 1.100 € an
985 €/Pat.
an Sachleistungen in Pflegestufe II
= 59% der 1.550 € an
919 €/Pat.
an Sachleistungen in Pflegestufe III
653 €/Pat.
230.618 €
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
4
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Zusammensetzung der Erlöse – und Erlös-Kennzahlen
Erlöse Krankenversicherung SGB V
Behandlungspflege § 37.1 SGB V
Behandlungspflege § 37.2 SGB V
Haushaltshilfe § 38 SGB V
Sonstige Leistungen SGB V
Summe der Erlöse Krankenversicherung =
Summen
49.342 €
29.460 €
234 €
78 €
79.114 €
Auswertung Krankenversicherung
in Prozent
62,4%
37,2%
0,3%
0,1%
14,8%
8,8%
0,1%
0,0%
100%
Erlöse Sozialhilfe SGB XII
Leistungskomplexe ohne Pflegestufe
Sonstige Leistungen SGB XII
459 €
7.238 €
2,3%
849 €
15.632 €
4,9%
Erlöse Privatzahler-Leistungen
Leistungskomplexe ohne Pflegestufe
selbst definierte Leistungen und Pakete
100,0%
Außerordentliche Erträge
Spenden
Mitgliedsbeiträge Verein
Zuschüsse Kirche
Zuschüsse Gemeinde
Erbschaften
sonstige außerordentliche Erträge
Summe der außerordentlichen Erträge =
Gesamte Erträge =
5.200 €
559 €
1.000 €
0€
0€
3.242 €
in Prozent
52,0%
5,6%
10,0%
0,0%
0,0%
32,4%
100%
10.001 €
343.911 €
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
5
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Möglichkeit 1 der Erlössteigerung
Download
Möglichkeiten für die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB
XI durch die Beratungsgespräche nach § 37 Abs. 3 SGB XI
Berechnung der Möglichkeiten der stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
für die
Beispiel-Pflegedienst
Berechnung auf Grundlage der Zahlen des Jahres
2013
Anmerkung: Die bisher aufgelaufenen Zahlen
wurden auf das gesamte Jahr hochgerechnet
Grundsätzliche Angaben
Anzahl Patienten im Durchschnitt
Anspruch pro Jahr
300 Pat.
1.550 €
1.) Berechnung des möglichen Umsatzes aus dem bestehenden Patientenstamm
Es ist davon auszugehen, dass
50% der bestehenden Patienten
Leistungen der stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI in Anspruch nehmen könnten.
Daraus ergeben sich 150 Kunden
mit einem Gesamt-Anspruch auf Leistungen in Höhe von
232.500 €
Realistisch ist die Annahme, dass hiervon
50%
realisiert werden können
durch entsprechende Beratung, Pflegevisiten und Beratungsgespräche nach § 37 Abs. 3 SGB XI.
116.250 €
Das entspricht einem möglichen Volumen von
… verteilt über das Jahr.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
6
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Möglichkeit 1 der Erlössteigerung
Download
Möglichkeiten für die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB
XI durch die Beratungsgespräche nach § 37 Abs. 3 SGB XI
2.) Berechnung des möglichen Umsatzes aus dem Kundenstamm
mit Beratungsgesprächen nach § 37 Abs. 3 SGB XI
Zusätzlich zu 1) kommt das Potential der Kunden mit Beratungsgesprächen nach § 37 Abs. 3 SGB XI.
Diese Menschen können vor allem über die Beratungsgespräche nach § 37 Abs. 3 SGB XI erreicht werden.
Jeder Kunde in diesem Kontext ist im Prinzip ein potentieller Kunde für stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI.
Sie haben derzeit ca. 60 Kunden
pro Monat im Durchschnitt an Beratungskunden.
Das entspricht 20,0% der monatlich versorgten Patienten.
Erfahrungswerte liegen jedoch zwischen 15% und 40%, was ausgehend von den aktuellen Patientenzahlen
an monatlichen Beratungsgesprächen nach § 37 Abs. 3 SGB XI stattfinden kann.
Für die Berechnung werden im folgenden
25%
Wir rechnen nun im Folgenden also auf der Basis von
als realistischer Wert angenommen.
75 Kunden,
= 25% von
den aktuellen + ständig versorgten Patienten.
Um die Kundenanzahl pro Jahr zu errechnen, also die Anzahl der Köpfe, müssten die Kunden mit Beratungsgespräche
in den Pflegestufen I und II mit 6 multipliziert werden, und diejenigen in Pflegestufe III mit 3 multipliziert.
Diese Ihre derzeit möglichen 75 Kunden
verteilen sich erfahrungsgemäß folgendermaßen:
= 56 Beratungsgespräche monatlich.
auf Pflegestufe I:
75%
auf Pflegestufe II:
15%
= 11 Beratungsgespräche monatlich.
= 8 Beratungsgespräche monatlich.
auf Pflegestufe III:
10%
100%
Anmerkung: Hier können kleine Rundungsfehler auftreten.
Kunden mit Beratungsgespräche nach § 37 Abs. 3 SGB XI müssen in Pflegestufe I und in Pflegestufe II alle 6 Monate ein Beratungsgespräch
nach § 37 Abs. 3 SGB XI abrufen, die Kunden mit Pflegestufe III alle 3 Monate; deshalb die Multiplikation mit 6 bzw. mit 3:
56 Beratungsgespräche x 6
11 Beratungsgespräche x 6
8 Beratungsgespräche x 3
Anmerkung: Beratungskunden in den Pflegestufen I und II müssen
= 336 Kunden
alle 6 Monate ein Beratungsgespräch nach § 37 Abs. 3 SGB XI
= 66 Kunden
abrufen, diejenigen in Pflegestufe III sogar alle 3 Monate.
= 24 Kunden
= 426 Kunden gesamt.
Daraus ergeben sich 426 Kunden
mit einem Gesamt-Anspruch auf Leistungen in Höhe von
660.300 €
für die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI.
In der Praxis zeigt sich, dass "nur" 40% bis 75% davon tatsächlich realisiert werden können bei einem enstprechenden Konzept.
Realistisch ist die Annahme, dass hiervon
40%
realisiert werden können
durch entsprechende Beratung in Beratungsgesprächen nach § 37 Abs. 3 SGB XI.
Das entspricht einem möglichen Volumen von
264.120 €
… verteilt über das Jahr.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
7
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Möglichkeit 1 der Erlössteigerung
Download
Möglichkeiten für die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB
XI durch die Beratungsgespräche nach § 37 Abs. 3 SGB XI
3.) Berechnung des gesamten möglichen (und realistischen!) Umsatzes
mit stundenweiser Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
aus 1)
aus 2)
Gesamt
Mögliches Volumen
116.250 €
264.120 €
Tatsächliches Volumen
hochgerechnet auf Basis der
Halbjahreszahlen:
380.370 €
50.000 €
4.) Auswertung und Bewertung Ihrer bisherigen Tätigkeit im Rahmen der Beratungsgespräche
nach § 37 Abs. 3 SGB XI für die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
Sie hatten durchschnittlich an Beratungsgesprächen pro Monat:
Möglich wären an Beratungsgesprächen pro Monat:
das entspricht einer Volumen-Ausschöpfung von
= 60 Beratungsgespräche
= 75 Beratungsgespräche
80%
Insgesamt können Sie Ihre Umsätze mit der stundenweisen Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI noch steigern,
von
50.000 €
auf
380.370 €
Das entspricht einem Steigerungspotential von
+ 660,7%
Wenn Sie tatsächlich einen Umsatz von
380.370 € mit der stundenweisen Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
erwirtschaften, können Sie bei einer angenommenen Rendite von
40%
einen Reingewinn in Höhe von
152.148 €
erlösen.
Für diesen Mehrumsatz muß natürlich Personal zur Verfügung gestellt werden (dessen Kosten hier aber schon berücksichtigt sind!),
und es muß ein Konzept erarbeitet werden, wie die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI "verkauft" werden soll.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
8
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Möglichkeit 1 der Erlössteigerung
Download
Konzept für die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
Grunddaten für die Planung der stundenweisen Verhinderungspflege nach
§ 39 SGB XI im Jahr 2013
Pflegedienst Beispiel-Pflegedienst Hintertupfingen
Jahr
2013
Preis für eine Stunde Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
39,50 €/Std.
"Budget", welches pro Jahr zur Verfügung steht
1.550 €
Bei 100%-iger Nutzung des "Budgets" ergibt dies39,24 Std. pro Jahr.
das entspricht ….
3,27 Std. pro Monat.
Anleitung mit Anmerkungen
Das Modell der Verteilung funktioniert nur, wenn Sie einen Stundensatz verwenden, und nicht nach
Leistungskomplexen abrechnen.
Sollte mehr stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI "verkauft" werden können, als der "Zuschuß"
der Pflegeversicherung, sprechen Sie bitte von "Eigenanteilen" und nicht von "Zuzahlungen".
siehe folgenden Link (bitte klicken): http://www.haeuslichepflege.vincentz.net/blogbw/index.cfm?mode=entry&entry=9EBD1CD2-7D68-41B7-A766738D4F631B6B
Grundsätzlich sollte diese Datei von den Mitarbeitern oder Leitungskräften geführt werden, welche die
Beratungsgespräche nach § 37 Abs. 3 SGB XI durchführen.
Alternativ können natürlich auch Verwaltungskräfte diese Datei führen. Die Daten hierfür sind jedoch von den
Mitarbeitern oder Beraterinnen zu nennen.
Grundsätzlich gilt: In der Anwendung müssen Sie nur die gelb hinterlegten Felder eingeben.
Alle anderen Zellen sind gesperrt mit einem Kennwort, das hier nicht genannt wird.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
9
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Möglichkeit 1 der Erlössteigerung
Download
Konzept für die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI
Planung der stundenweisen Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI für alle Kunden im Jahr 2013
Wichtige Ereignisse für alle Kunden
Januar
Monats-"Budget" =
Jahres-"Budget" =
bei einem Stundensatz von
3,27 Std. pro Monat
39,24 Std. pro Jahr
39,50 € pro Stunde.
Februar
März
Karneval
April
Mai
Ostern
Pfingsten
Juni
Juli
August
September Oktober
Sommerferien
Sommerferien
Sommerferien
November Dezember
Weihnachten
Schützenfest
(Beispiel)
Nr. 000
Hans
Müller
Straße:
PLZ, Ort:
Telefon:
Pflegestufe:
Januar
Planung
geplante Stunden Verhinderungspflege
= Nutzen des monatlichen "Budgets"
= Auslastung des Jahresbudgets
= kummuliertes Nutzen des Jahresbudgets
Februar
März
April
Mai
0,50 Std. 0,00 Std. 3,00 Std. 5,00 Std.
= 15,3%
= 0,0% = 91,7% = 152,9%
= 0,0%
= 1,3%
= 0,0%
= 7,6% = 12,7%
= 0,0%
= 1,3%
= 1,3%
= 8,9% = 21,7% = 21,7%
Besuchs-Datum (1):
Besuchs-Datum (2):
Datum: 20. März 2013
22. Juni 2013
Argumentationen: Ostern wurde empfohlen, wollten aber
Hauptstraße 12
88085 Langenargen
07543/123456
1
Juni
Juli
August
3,00 Std. 7,60 Std. 3,24 Std.
= 91,7% = 232,4% = 99,1%
= 7,6% = 19,4%
= 8,3%
= 29,3% = 48,7% = 56,9%
Besuchs-Datum (3):
18. September 2013
September Oktober
3,00 Std.
= 91,7%
= 7,6%
= 64,6%
November Dezember
Gesamt
3,00 Std. 2,50 Std. 8,00 Std. 38,84 Std.
= 91,7% = 76,5% = 244,6%
= 7,6%
= 6,4% = 20,4%
= 72,2% = 78,6% = 99,0%
Besuchs-Datum (4):
16. Dezember 2013
lieber 1 x pro Monat
Ergebnisse:
wollten aber lieber freitags, für je 3
Stunden Entlastung
Januar
Tatsächliche Nutzung
= Nutzen des monatlichen "Budgets"
= Auslastung des Jahresbudgets
= kummuliertes Nutzen des Jahresbudgets
tatsächlich genutzte Stunden Verhinderungspflege
Februar
= 30,6%
= 2,5%
= 2,5%
1,00 Std.
März
= 0,0%
= 0,0%
= 2,5%
= 0,0%
= 0,0%
= 2,5%
April
Mai
= 0,0% = 122,3%
= 0,0% = 10,2%
= 2,5% = 12,7%
4,00 Std.
Juni
= 0,0%
= 0,0%
= 12,7%
Juli
= 0,0%
= 0,0%
= 12,7%
August
= 0,0%
= 0,0%
= 12,7%
September Oktober
= 0,0% = 550,5%
= 0,0% = 45,9%
= 12,7% = 58,6%
18,00 Std.
November Dezember
= 0,0%
= 0,0%
= 58,6%
Gesamt
= 0,0%
= 0,0%
= 58,6%
23,00 Std.
Planung und Realität der stundenweisen Verhinderungspflege
35 Std.
30 Std.
25 Std.
20 Std.
15 Std.
10 Std.
5 Std.
geplante Stunden Verhinderungspflege (Nr. 1 - 100)
er
N
ov
em
be
r
D
ez
em
be
r
O
kt
ob
r
be
Se
pt
em
Au
gu
st
li
Ju
Ju
ni
ai
M
ril
Ap
är
z
M
ua
r
br
Fe
Ja
nu
a
r
0 Std.
tatsächliche Stunden Verhinderungspflege (Nr. 1 - 100)
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
10
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Möglichkeit 2 der Erlössteigerung
Download
Die große Bedeutung der erneuten Kundenbesuche (= Priorität 1)
Bitte hier grundsätzliche Eingaben machen
Jahr
Für wen?
Pflegevisiten-Check August 2013
2013
DRk Pflegedienst Schwerin
1
Umsätze gesamt aus SGB V, SGB XI (inkl. Selbstzahler und Sozialhilfe),
DRk Pflegedienst Schwerin
Bitte nur die gelben Felder eingeben, die anderen sind geschützt.
Nr. Name des Patienten
1 Maier
2 Schmidt
3
2
XXXXX
Privatzahlerleistungen und SGB XII
Datum der
Pflegevisite
7. Aug. 13
7. Aug. 13
Umsätze 2 Monate
vor der Pflegevisite
Umsätze 2 Monate nach der Pflegevisite
September
Oktober
Juni
Juli
345,45 €
329,67 €
401,34 € + 18,9%
403,65 € + 19,6%
1.234,56 € 1.324,66 € 1.452,99 € + 13,5% 1.342,20 € + 4,9%
1.580,01 €
1.654,33 €
1.854,33 €
1.745,85 €
Auswertung der Umsatzveränderungen durch Pflegevisiten im August 2013
Pflegevisiten-Check Zusammenfassung 2013
3
Umsätze gesamt aus SGB V, SGB XI (inkl. Selbstzahler und Sozialhilfe),
DRk Pflegedienst Schwerin
Privatzahlerleistungen und SGB XII
monatlicher Umsatz
"vorher" =
monatlicher Umsatz
"danach" =
1.617 €
1.800 €
absolut:
in %:
+ 183 €
+ 11,3%
Auswertung der Erfolge der Pflegevisiten in den Monaten des Jahres 2013
absolut, in €
Januar 2013
Februar 2013
März 2013
April 2013
Mai 2013
Juni 2013
Juli 2013
August 2013
September 2013
Oktober 2013
November 2013
Dezember 2013
+0€
+0€
+0€
+0€
+0€
+0€
+0€
+ 183 €
+0€
+0€
+0€
+0€
in Prozent
+ 11,3%
Gesamt-Erfolg, hochgerechnet auf das Jahr
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
für den
Monat
--------------+ 183 €
---------
Summen
kummuliert
+0€
+0€
+0€
+0€
+0€
+0€
+0€
+ 183 €
+ 366 €
+ 549 €
+ 732 €
+ 915 €
+ 915 €
11
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Möglichkeit 3 der Erlössteigerung
Eine neue Definition von Privatzahler-Leistungen
Aufteilung der Leistungen außerhalb des SGB V, SGB XI und SGB XII
Nicht abrechenbare
Leistungen
Abrechenbare, aber
nicht abgerechnete
Leistungen
Trägerspezifische Leistungen
Privatzahlerleistungen
= das Ziel
Diese Leistungen werden
„stillschweigend“ [meist im
Zusammenhang mit anderen
Leistungen] erbracht.
Oft erfolgen sie auf unbedarftes Nachfragen der Patienten
– oder die Mitarbeiter können
nicht mit ansehen, daß ein
Patient unterversorgt ist, und
erbringen diese Leistung
heimlich, auch weil sie den
subjektiven Eindruck haben,
etwas Gutes zu tun, ehrenamtlich – obwohl es in der
bezahlten Arbeitszeit stattfindet.
Prinzipiell sind diese Leistungen privat, mit der Krankenversicherung oder v.a.
der Pflegeversicherung
abzurechnen. Oft geschieht
es aber im Laufe der Zeit
[oder durch einen fehlerhaften Abschluß beim Erstgespräch], daß sich der Leistungsumfang erhöht und die
vereinbarten Leistungen
nicht angepasst werden.
z.B. Diakonische oder Caritative Leistungen
Hier handelt es sich um alle
privat vereinbarten Leistungen außerhalb des Bereichs
der Pflegeversicherung und
Krankenversicherung.
Die Gefahr besteht, daß die
"nicht abrechenbare Leistungen" im Laufe der Zeit immer
mehr werden.
Beispiele sind:
- Mülleimer mit „runter“ nehmen,
- Haustiere füttern,
Brötchen mitbringen,
usw
Hier liegt die Lösung im
richtigen Beraten und Verkaufen der Leistungen, va.
beim Erstgespräch und in
den erneuten Kundenbesuchen in den Folgejahren.
Trägerleistungen sind spezifische Leistungen, die dem Trägerprofil dienen,
aber nicht mit dem Patienten direkt
abgerechnet werden. Für einen Pflegedienst sollte es von großer Bedeutung
sein, ihr eigenes Profil zu zeigen. Dazu
muss dieses zunächst einmal definiert
und anschließend umgesetzt und gelebt
werden. Die Leistungen müssen, abgleitet aus dem Trägerprofil und/oder dem
Leitbild, über das Maß des in § 11 SGB
XI genannten Rechts auf eigenes Profil
hinausgehen, und in besonderem Maße
dazu dienen, als eigenständige Leistungen außerhalb der Kassenleistungen in
Anspruch genommen zu werden.
Beispiel:
Beispiele:
Beispiele:
 Begleitung zum Gottesdienst
10,00 Euro für die Organisation der Verordnungen
 Eine „Große Pflege“ wird
erbracht, aber nur eine
„Kleine Pflege“ abgerechnet.
 Gebete mit den Patienten sprechen
 Begleitung zu Aktivitäten in der Kirchengemeinde
Sterbebegleitung über das Maß der
„Finalpflege“ hinaus
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
Prinzipiell ist ein Pflegedienst
vollkommen frei, diese Leistungen mit den Patienten
[zusätzlich] zu vereinbaren.
38,50 Euro pro Monat für das
Paket „Kleine Einkäufe und
Besorgungen“
12
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Möglichkeit 3 der Erlössteigerung
Eine neue Definition von Privatzahler-Leistungen
Pakete
Einzelleistungen (ggf. mit
Monats- oder
Wochenpauschalen)
Schlüsselverwahrung
„Mein Haustier ist
versorgt“
„Ich lasse es mir gut
gehen“ (wenn ich
schon pflegebedürftig
bin, oder: „Jetzt ist die
Zeit gekommen, wofür
ich immer gespart
habe“)
„Kleinere
Besorgungen“
(Rezepte, 1 x kleiner
Einkauf pro Woche),
mit oder ohne
Besorge von
Verordnungen
Rund um die
Wohnung
Betreutes Wohnen in
der eigenen Wohnung
usw.
Organisation und Besorgen
von ärztlichen
Verordnungen (evtl. auch
als Einzelleistung
abzurechnen)
Blumen gießen
Rollläden hoch- und runter
ziehen
Briefkasten leeren und Post
mitbringen
Mülleimer leeren und
runter/raus bringen
Brötchen mitbringen (bis zu
x mal pro Woche oder
Monat)
Medikamentenmanagement
Einstufungsbegleitung und beratung
Versorgung der Wohnung
bei Abwesenheit
usw.
Anmerkungen:
Bei der Zusammenstellung
von Paketen sollten Sie
einerseits darauf achten,
dass die Inhalte der
Pakete voluminös klingen,
andererseits aber dafür
sorgen, dass im Normalfall
nicht alle Leistungen im
Paket gleichzeitig
abgefragt werden. Insofern
können Sie auch ganz
bewusst das Eine oder
Andere in diese Pakete
hineinpacken, was nicht
unbedingt und 100%ig
hinein passt.
Anmerkungen:
Bestimmte hauswirtschaftliche
Tätigkeiten (z.B. Fenster putzen)
sollten nur im Zusammenhang
mit einer Pflegeversorgung
angeboten werden.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
Zeit-Leistungen
(Abrechnung in
ganzen Stunden)
Begleitung zu
Theater, Kino, Oper
oder anderen
kulturellen
Veranstaltungen
Einfache
Anwesenheit, zum
Sicherheitsgefühl des
Kunden
Spaziergänge
Leistungen können auch
im ¼ - oder ½-StundenTakt abgerechnet werden:
Private Pflege (ohne
Pflegestufe)
Hilfestellung beim
Ausfüllen von
Anträgen und
Formularen
usw.
Anmerkungen:
Bei den Zeitleistungen gibt
es sicherlich noch sehr
viele weitere Möglichkeiten
Sie können auch
kombinieren oder
modifizieren:
- „mindestens eine
Stunde“, darüber hinaus
pro angefangener halben
Stunde
Grenzen Sie Ihre ZeitLeistungen von einer
Guthabenkarte ab (z.B.
„Ihre Zeit“, siehe
www.syspra.de)
Veranstaltungen
Männer-Nachmittag
allgemeine Kaffee/Tee-Nachmittage
Computer-Kurs für
Pflegebedürftige und
deren Angehörige
Gehirn- und
Gedächtnistraining*
(Übungen und Spiele)
Demenz-Café
Tanzabend
usw.
Anmerkungen:
Der Kostenbeitrag ermittelt
sich durch eine Kalkulation
der Personalkosten (mit
Gewinnzuschlag), dividiert
durch die voraussichtliche
Anzahl der Teilnehmer.
13
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Weitere Möglichkeiten der Erlössteigerung
Tipps zum Jahreswechsel 2013 // 2014
Das sind die Veränderungen, welche Sie einbringen möchten
 Sie passen den Privatzahler-Katalog an, und reduzieren sich auf
 3 bis 4 Leistungspakete,
 5 bis 10 Einzelleistungen, die pro Monat angeboten werden,
 2 oder 3 verschiedene Formen von Zeitleistungen.
Kalkulieren Sie grob und schnell einen internen Stundenpreis für die Privatzahlerleistungen. Dieser dürfte
bei ca. 45 – 50 Euro pro Stunde liegen*.
 Passen Sie die Preise für die stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI auf ca. 40 bis 45
Euro pro Stunde an*. Rechnen Sie die stundenweise Verhinderungspflege nicht mehr nach Leistungskomplexen ab. Bieten Sie keine ½ - oder ¼ - Stunden an, nur noch ganze Stunden.
 Ein angemessener Preis für die Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI beträgt 20 bis 30 Euro*.
Bieten Sie nur halbe oder ganze Stunden an.
* Für Pflegedienste in den neuen Bundesländern sollten Sie die Preise ca. 15% bis 20 niedriger ansetzen.
Für die neuen Preise bei der stundenweise Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI, den Betreuungsleistungen
nach § 45 b SGB XI und den Privatzahlerleistungen müssen Sie sich nicht rechtfertigen und auch keine Nachweise erbringen. Kalkulieren Sie grob, rechnen Sie kalkulatorische Risiken mit ein, einen Unternehmerlohn und einen
angemessenen Gewinn. Insgesamt können und sollten Sie 20% bis 40% an kalkulatorischen Kosten mit einrechnen.
Diese Renditen können Sie in dem riesengroßen Finanzierungstopf im Rahmen der Mischkalkulation gut gebrauchen für andere Leistungen, die sich „nicht so gut rechnen“. Trotzdem sollten die anderen Leistungen im Prinzip
natürlich leistungsgerecht bzw. kostendeckend sein – aber die Realität ist eben anders.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
14
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Weitere Möglichkeiten der Erlössteigerung
Tipps zum Jahreswechsel 2013 // 2014
Alle Veränderungen gleichzeitig
Jede Veränderung und Anpassung verunsichert die Kunden tendenziell, ruft auch öfters Ärger und Diskussionen hervor. Deshalb ist es nicht sinnvoll, die eine Veränderung zum 1. Januar anzubringen, die
nächsten zum 1. Quartal und weitere zu Mitte des Jahres. Ändern Sie bitte möglichst vieles auf einen
Schlag.
Leider ist es so, dass die Finanzierung und Organisation der Pflege so kompliziert geworden ist, dass
kaum noch ein Mensch vollkommen durchblickt. Selbst im Pflegedienst selbst ist es oft schwierig, alle Mitarbeiter für die unterschiedlichen Finanzierungsformen zu interessieren und sie ständig auf dem Laufenden zu halten. Noch viel schwerer ist die ständige Kundeninformation.
Führen Sie „erneute Kundenbesuche“ durch
Führen Sie erneute Kundenbesuche durch. Anlässlich des Jahreswechsels 2013/2014 besuchen Sie ausnahmslos alle Pflegebedürftigen noch einmal neu, so (intensiv) als wären es Erstgespräche. Diese sollten Sie in einem Zeitrahmen von Dezember 2013 bis Februar 2014 Kunden durchführen, bis Sie alle informiert haben. Wie Sie gesehen haben, es gibt genug Gründe, neue Kundenbesuche zu veranlassen
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
15
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Weitere Möglichkeiten der Erlössteigerung
Tipps zum Jahreswechsel 2013 // 2014
(1) Sprechen Sie von „Preisanpassungen“, nicht sofort von Preiserhöhungen.
(2) Eine weitere Redewendung könnte sein: „Wir haben anlässlich der gesetzlichen Änderungen unser Leistungsspektrum besser an die Bedürfnisse und Wünsche der
Pflegebedürftigen Menschen angepasst. Hierüber möchten wir Sie informieren und
beraten“.
(3) Führen Sie alle Preis- und Leistungsänderungen gleichzeitig zum 1. Januar 2014 ein.
(4) Schriftlichkeit: Erstellen Sie neue Preislisten und Leistungsbeschreibungen, so dass
sich die Kunden (aber auch die Mitarbeiter, Leitungskräfte und Beratungskräfte) alles
„vor Augen“ halten können.
(5) Entwickeln Sie
a) ein Konzept für das Verkaufen von stundenweiser Verhinderungspflege nach § 39
SGB XI und
b) eines für die Betreuungsleistungen nach
§ 45 b SGB XI.
(6) Lassen Sie sich die erneuten Kundenbesuche von Ihrer Verwaltungskraft terminieren. So tricksen Sie sich selbst aus – und die erneuten Kundenbesuche werden nicht
Opfer des Alltags.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
16
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Strategische Erfolgspotentiale - I
Wachstum
Organigramme und Struktur
natürliches Wachstum, demografisch
bedingt, um Marktanteile zu halten oder
auszuweiten,
Strukturen und Aufgaben müssen so
ausgerichtet sein, daß Wachstum
kontinuierlich möglich sein wird.
Verdrängungswettbewerb (andere
Pflegedienste, stationäre Pflegedienste,
pflegende Angehörige, ..),
Kauf von anderen Pflegediensten und
Integration in den eigenen.
Der Generationenwechsel, Weggang von
Leitungskräften, und eine Verdoppelung der
Leitungskräfte müssen bewältigt werden.
Die optimale Größe berücksichtigen,
immer steuern können,
Leitungs-Quote = 13% +/-3%,
Verwaltungs-Quote = 4-6%,
angemessen Pflegefachkraft-Quote,
heute besser bei 50%-90%,
in 15 Jahren eher bei 30%,
 Personalentwicklungskonzept.
angemessene Beschäftigungsumfänge,
nicht zu viele Vollzeitkräfte,
nicht so viele GfBs oder auch nicht zu
viele Mitarbeiter mit Übungsleiterpauschale.
Abschaffen von Stellenplänen; besser ist das
Steuern mit Kennzahlen
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
17
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Strategische Erfolgspotentiale - II
Bewußte Personalentwicklung im Mittelpunkt der strategischen Entwicklung
Finanzierung der Ausbildung für neue
Pflegedienstleitungen,
immer 2 potentielle Leitungskräfte „in
Reserve“ haben, pro Team oder
Pflegedienst
mit Projekten und Sonderaufgaben
herausfordern,
EDV-Kurse, um Leitungen (aber auch
Verwaltungskräfte) auf dem Laufenden zu
halten,
das vorhandene EDV-Programm nutzen,
Fördern und Fordern der potentiellen
Leitungskräfte,
gezielte Personalentwicklung, Stärken
und Schwächen der Mitarbeiter
einbeziehen,
Mitarbeiter-Zufriedenheit, bei Einstellung
und in Mitarbeiter-Jahresgesprächen
sicherstellen,
Fachzeitschriften und Internet nutzen.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
Angebot eigener Ausbildungen,
Angebot eigener Praktika,
Gründung einer eigenen Akademie,
Leistungs- und Ergebnisorientierte
Bezahlung (Prämien) für Leitungen, aber
auch für die Pflege-Mitarbeiter,
flexible und Familienfreundliche
Arbeitszeiten,
Pflegefachkräfte werden zu Anleiterinnen,
die einarbeiten und kontrollieren und nur
noch die schweren Pflegen übernehmen
 Konzept,
„Helferinnen“ und angelernte Mitarbeiter
werden zu verantwortlichen Pflegekräften
und/oder -assistenten  Konzept,
Charisma und Ausstrahlung der
Pflegedienstleitung sind entscheidend, ggf.
sogar der örtliche Bezug (auf dem Land).
18
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Übersicht zu „idealen Werten“ eines Pflegedienstes, Teil 1
1.) Die optimale bzw. maximale Betriebsgröße oder Organisationseinheit (innerhalb eines
Pflegedienstes) liegt bei ca. 100 – 150 ständig versorgter Patienten pro Pflegedienst oder für
ein Team.
2.) Die Pflegefachkraftquote sollte zw. 60% und 90% liegen, den Bereich des „klassischen“
Pflegedienstes betreffend, ausgegliederte Bereiche müssen gesondert betrachtet werden.
In 10 Jahren wird die PFK-Quote wohl eher bei 30% bis 40% liegen. Personalentwicklung ist
notwendig.
3.) Der durchschnittliche Beschäftigungsumfang sollte bei ca. 29 - 34 Std./Woche liegen, das
entspricht einer so genannten „Flexi-Quote“ von ca. 1,3 - 1,7 (= 1,3 bis 1,7 Mitarbeiter pro
Vollzeitstelle)
4.) Die Anzahl der Patienten dividiert durch die 5 und dividiert durch 4 ergibt idealer Weise die
Anzahl der Mitarbeiter, ohne Pflegedienstleitung und Verwaltungskräfte
(Beispiel: 100 : 5 = 20 und
100 : 4 = 25,
also wird die Anzahl der Mitarbeiter hoffentlich zwischen 20 und 25 liegen)
5.) Die Quote „Leitung zu Pflege“ sollte bei 12% bis 15% liegen
6.) Die Quote „Verwaltung zu Pflege“ sollte bei 4% bis 8% liegen
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
19
Impulsreferat von Thomas Sießegger
Erlössteigerung - gewusst wie!
// Zerrissen zwischen christlichem Auftrag, eigenem Anspruch und Wirtschaftlichkeit?
im Rahmen der Mitgliederversammlung am 12. November 2013 in Wittlich
Übersicht zu „idealen Werten“ eines Pflegedienstes, Teil 2
7.) Die Organisationszeiten liegen idealer Weise bei 8% +/-2%
8.) Der Durchschnitt des Anteils der Fahrt- und Wegezeiten wird 25% +/-15% betragen. Große
Unterschiede gibt es zwischen den verschiedenen Qualifikationen.
9.) Die Schnittmenge der Hausbesuche mit SGB V und SGB XI sollte mindestens > 25%
betragen.
10.) Die Korrelation der Entwicklung der Pflege-Erträge und der IST-Stunden (D) sollte bei
einem Wert > +0,95 liegen.
11.) Der Umsatz pro Patient liegt bei ca. 500 Euro pro Monat, ist aber schwer zu interpretieren,
und nicht alleine aussagekräftig. Ein Steigerung ist jedoch immer gut.
12.) Der Anteil der Privatzahlerleistungen an den Gesamterlösen sollte > 5% sein.
Das Potential liegt in Städten bei 15%, in Großstädten wie z.B. München bei deutlich > 20%.
13.) Der Anteil der Erlöse aus stundenweiser Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI kann bis
zu 20% der Erlöse aus dem SGB XI betragen.
14.) Der Anteil der Erlöse aus Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI kann 3% bis 6% der
Erlöse aus dem SGB XI betragen.
caritas@siessegger.de • www.siessegger.de
20
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
7
Dateigröße
1 070 KB
Tags
1/--Seiten
melden