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Liebe Leserinnen und liebe Leser! Wie auch in den letzten Jahren

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Liebe Leserinnen und liebe Leser!
Wie auch in den letzten Jahren, möchte Sie das Zentrale Koordinationsbüro der MEPA über die
abgelaufenen Aktivitäten des ersten Halbjahres 2013 informieren.
Vorweg eine chronologische Zusammenfassung über Kurse, Seminare und Sitzungen der MEPAGremien bis zum Juli 2013:
 MEPA-Kuratoriumssondersitzung über die Zukunft der MEPA
 Deutsch - Sprachkurs zur Vorbereitung auf den 21. MEPA-Hauptkurs 2013
 21. MEPA-Hauptkurs zur Vorbeugung und Bekämpfung von international relevanter
Kriminalität
 Sitzung des MEPA-Vorstandes
 MEPA-Fachseminar „Quo vadis Schengen“
 Kursleiterkonferenz für den 19. MEPA Spezialkurs „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
bei Ausgleichsmaßnahmen sowie bei grenzpolizeilichen Aufgaben
 MEPA-Fachseminar „Internetkriminalität – bestimmte Straftaten über das Internet“
 MEPA-Fachseminar „Strategische Kriminalanalyse – Early Warning Capabilities“
 MEPA-Fachseminar „Vermögensabschöpfung im europäischen Vergleich“
 MEPA Fachseminar „Joint Investigation Teams“
 Konferenz „Aktualitäten der internationalen praktischen polizeilichen Zusammenarbeit”
 MEPA Fachseminar „International organisierte Rauschgiftkriminalität“
 Sitzung des Redaktionskomitees und MEPA-Online Schulung
MEPA-Kuratoriumssondersitzung über die Zukunft der MEPA
Die Sondersitzung des Kuratoriums fand in der Zeit von 21. bis 22.01.2013 in Budapest statt. Es
wurde über die zukünftige strategische Ausrichtung der MEPA angesichts der veränderten
polizeilichen Bildungslandschaft in Europa und der geänderten Rahmenbedingungen diskutiert. Bei
dieser „Zukunftswerkstatt“ wurden 14 Rahmenpunkte erarbeitet, die die MEPA in den nächsten
Monaten noch professioneller und in der Ausbildung effizienter arbeiten lassen werden. Zusätzlich
wurde über den Hauptkurs der MEPA und die Fachseminare für organisierte und
grenzüberschreitende Kriminalität diskutiert, um diese Ausbildungsmodule den neuen
Anforderungen und Erscheinungen anzupassen. Die erarbeiteten Rahmenpunkte wurden dem MEPAVorstand am 04.03.2013 zur Genehmigung und Entscheidung vorgelegt.
Deutsch - Sprachkurs zur Vorbereitung auf den 21. MEPA-Hauptkurs 2013
Der für polizeiliche Praktiker aus den nicht deutsch sprechenden MEPA-Ländern konzipierte Kurs
fand vom 28. Januar bis 8. Februar 2013 bei der Bereitschaftspolizeidirektion Böblingen/Deutschland
statt. Bei diesem Kurs wurden zehn Polizeiangehörigen aus Ungarn, der Slowakei und Tschechien
sprachlich auf den bevorstehenden MEPA-Hauptkurs vorbereitet.
Der Deutsch-Kurs orientierte sich an den Bedürfnissen und Kenntnissen der Teilnehmer und
trainierte vorwiegend die mündliche Kommunikation. Neben Vorträgen mit anschließender
Diskussion standen sprachpraktische Seminarsequenzen, Rollenspiele, Kurzpräsentationen und
andere Übungsteile auf dem Programm.
Nach Beendigung dieses Sprachkurses absolvierten die zehn Teilnehmer zusammen mit weiteren
MEPA-Kollegen den am 4. März 2013 beginnenden 21. MEPA-Hauptkurs in den sieben MEPAStaaten.
21. MEPA-Hauptkurs zur Vorbeugung und Bekämpfung von international relevanter Kriminalität
Den aus sieben Mitgliedsländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Slowenien, Slowakei, Tschechien
und Ungarn) delegierten 23 Kriminalbeamten wurde die einzigartige elfwöchige Fortbildung zwischen
4. März und 17. Mai mit dem Themenschwerpunkt Vorbeugung und Bekämpfung der organisierten
und grenzübergreifenden Kriminalität gewährleistet. Zu den Veranstaltungsorten zählten Wien,
Berlin, Prag, Bratislava, Biel, Gotenica und Budapest.
Mit einem Festakt im Innenministerium in Wien wurde am 4. März 2013 der 21. Hauptkurs der
Mitteleuropäischen Polizeiakademie (MEPA) eröffnet. Hochrangige Vertreter der sieben MEPAMitgliedsländer nahmen an der Eröffnung teil. Die Eröffnungsrede wurde von Herrn Sektionschef Dr.
Franz Einzinger, Leiter der Sektion I (Präsidium) im Bundesministerium für Inneres, in dessen Sektion
die Ausbildungsangelegenheiten fallen, gehalten.
Im Fokus der Kurswochen standen die Auftrittsmöglichkeiten gegen die Suchmittel- und
Eigentumskriminalität sowie die Erstellung und Verwendung einer Gemeinsamen Ermittlungsgruppe
(JIT – Joint Investigation Team). Die Schulung erfolgte auf hohem Niveau und praxisorientiert.
Während des Kurses wurden fallbezogene Workshops zu aktuellen Themen ausgearbeitet.
Die Ergebnisse der Workshops wurden von den teilnehmenden Kriminalbeamten sowohl schriftlich
ausgearbeitet, als auch am letzten Tag des Lehrgangs vor einem internationalen Gremium
präsentiert.
Die schriftlichen Versionen der Workshops wurden mit dem Ziel erstellt, dass die Kriminalbeamten in
den Mitgliedsländern, auch wenn sie am Kurs nicht teilnahmen, die Ergebnisse der Arbeiten bei der
alltäglichen kriminalpolizeilichen Arbeit verwenden und diese dadurch erfolgreicher durchführen
können.
Die stellvertretende Staatssekretärin Frau Dr. Krisztina Berta, Vorstandsmitglied der MEPA in Ungarn,
überreichte den Teilnehmern am Ende des MEPA-Hauptkurses die Urkunden über die erfolgreiche
Absolvierung.
Die Abschlussrede wurde von Herrn Oberst Andreas Wolf, Leiter des Zentralen Koordinationsbüros
der MEPA, gehalten.
Sowohl die Eröffnungs- als auch die Abschlussrede kann unter www.mepa.net „Publikationen,
nachgelesen werden.
Sitzung des MEPA-Vorstandes
Im Anschluss an die Eröffnung des 21. MEPA-Hauptkurses fand am 04.03.2013 die Sitzung des MEPAVorstandes in Wien statt.
An dieser Vorstandssitzung nahm der neue österreichische MEPA Vorstand Generaldirektor für die
öffentliche Sicherheit MMag. KOGLER Konrad teil. Die ranghohe Teilnehmerliste setzte sich aus
Vertretern der 7 MEPA Ländern, Deutschland, Ungarn, Slowenien, Schweiz, Slowakei, Tschechien und
Österreich zusammen, die sich mit der Zukunft und der Entwicklung der MEPA auseinandersetzten.
Herr Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit MMag. KOGLER Konrad, der die
Weiterentwicklung und Neupositionierung der MEPA mit neuen Vorschlägen und seiner Erfahrung
aktiv unterstützte, lobte die gute internationale Zusammenarbeit und die Professionalität des
Vorstandes. Herr Generaldirektor MMag. Kogler Konrad und die Experten aus allen Ländern
arbeiteten an einem 14 Punkte Programm, dass nunmehr von einer internen Arbeitsgruppe mit Hilfe
von weiteren Experten aus Deutschland und Österreich umgesetzt werden soll. In erster Linie geht es
um eine Vergrößerung des Bildungsprogrammes und um effizientere und schnellere Handlungswege.
Die MEPA zeichnet bereits jetzt Flexibilität und rasches Reagieren auf neue Kriminalitätsphänomene
aus. Diese Stärke soll noch verbessert werden und den Teilnehmern von Kursen, Seminaren und
Aktivitäten der MEPA zugutekommen. Die neu installierte Arbeitsgruppe wird hat ihre Arbeit
begonnen und die Ergebnisse werden dem Vorstand mit Vertretern aus allen MEPA-Ländern in den
nächsten Monaten präsentiert. Die Organisation der Arbeitsgruppe wird vom zentralen
Koordinationsbüro in Wien übernommen, die zusätzlich von Experten aus den MEPA unterstützt
werden.
MEPA-Fachseminar „Quo vadis Schengen
Vom 11. bis 15. März 2013 fand in Bratislava und Brno das MEPA-Fachseminar „Quo vadis,
Schengen?“ statt, das in der Zusammenarbeit von den Nationalen Verbindungsstellen der Slowakei
und Tschechien veranstaltet wurde. Insgesamt nahmen 18 Polizisten aus sechs MEPA-Ländern daran
teil.
Zielsetzung:

Verbesserung der internationalen polizeilichen Zusammenarbeit bei der Bekämpfung
illegaler Migration

Vorstellung technischer Systeme in den Mitgliedsländern

Neue Strategien und Methoden bei der Kontrolle von Migranten im Inland

Beschreibung von Problemen bei der Realisierung der Readmission
Themenschwerpunkte:

Internationale polizeiliche Zusammenarbeit bei der Bekämpfung illegaler Migration
(Monitoring der Staatsgrenzen, RALEN)

Effektivität der Kontrollen von Migranten im Inland

Readmission
In der Slowakei wurden die Fallpräsentationen von den Vertretern des Amtes der Grenz- und
Fremdenpolizei des Polizeipräsidiums und des Dezernats für Verkehrspolizei vorgenommen. In der
Tschechischen Republik stellten die Experten aus der Direktion des Fremdenpolizeidienstes ihre
Präsentationen vor. Das Seminar hat sehr intensiv für die Zusammenarbeit innerhalb der MEPAStaaten im Bereich Ausgleichsmaßnahmen und Polizeiarbeit innerhalb Schengen beigetragen.
Kursleiterkonferenz für den 19. MEPA Spezialkurs „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei
Ausgleichsmaßnahmen sowie bei grenzpolizeilichen Aufgaben
In der Zeit vom 03. bis 05. April 2013 fand in Rosenheim die Kursleiterkonferenz der
grenzpolizeilichen Experten statt. Die Konferenz diente der Vorbereitung des 19. MEPA-Spezialkurses
„Grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei Ausgleichsmaßnahmen sowie bei grenzpolizeilichen
Aufgaben“.
Bei diesem vierwöchigen Spezialkurs werden die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer die
Arbeitsbedingungen in den einzelnen MEPA-Mitgliedsländern vor Ort näher kennenlernen.
Beginn wird dieser MEPA-Kurs am 16.September 2013 am Standort Holešov/CZ, danach reisen die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Rosenheim/D, weiter nach Zagreb/HR und beendet wird die
Fortbildung in Budapest/H am 11. Oktober 2013 mit einem feierlichen Abschluss.
Hauptthemenbereiche des 19. MEPA-Spezialkurses wurden festgelegt:

Grenzüberwachung/grenzüberschreitende Kriminalität

Ausgleichsmaßnahmen und fremdenpolizeiliche Kontrollen

Europäische Maßnahmen an Außengrenzen

Illegale Migration und Dokumentenfälschung
Zu diesen Themen werden fallbezogene Workshops behandelt, die von den Kursteilnehmerinnen und
Kursteilnehmer erarbeitet und als Ergebnis am Ende des Kurses präsentiert werden.
MEPA-Fachseminar „Internetkriminalität – bestimmte Straftaten über das Internet“
Die Nationale Verbindungsstelle in Ungarn veranstaltete in der Zeit vom 15. bis 19. April 2013 in
Budapest, im Zentrum für Internationale Fortbildungen des Innenministeriums von Ungarn, das
Internationale Fachseminar „Internetkriminalität – Bestimmte Straftaten über das Internet“.
Die 36 Teilnehmer aus Österreich, Deutschland, Tschechien, der Schweiz, Ungarn und Rumänien
hatten die Möglichkeit die verschiedenen Begehungsformen der Internetkriminalität
kennenzulernen.
Zielsetzung:

Vorstellung des allgemeinen Lagebildes unter Berücksichtigung besonderer Schwerpunkte
und Erscheinungsformen in den Teilnehmerländern

Austausch von praxisorientierten Informationen und Erfahrungen über die Straftaten
bezüglich Internet bzw. Aktualisierung des Informations- und Wissensstandes zum Thema.
Täterspezifische Elemente und spezifische Modus operandi

Austausch von praxisbezogenen Erfahrungen und Erkenntnissen bezüglich der Umstände und
der beeinflussenden Faktoren der Strafverfolgung. Darstellung besonderer Probleme in der
Strafverfolgung.

Aufzeigen von neuen Mitteln und Methoden bei der Verfolgung und Prävention von
bestimmten Straftaten über das Internet

Aufzeigen von Möglichkeiten für eine Optimierung der regionalen und internationalen
Zusammenarbeit

Austausch praktischer Erfahrungen unter den Teilnehmern und mit den Referenten.
Integrierung von fachspezifischen Erkenntnissen, Schaffung von Mehrwissen

Pflege und Vertiefung der beruflichen und persönlichen Kontakte - Stärkung der
internationalen Zusammenarbeit durch Kontaktaufnahme mit Experten
Themenschwerpunkte:

Allgemeine und länderspezifische Erscheinungsformen der Internetkriminalität inkl. der
Befugnisse und Kompetenzen der zuständigen Polizeibehörden in den Herkunftsländern

Rechtliche Grundlagen und rechtliche Mittel der zuständigen Strafverfolgungsbehörden

Darstellung neuerster Entwicklungen, praktischer Erfahrungen, Verfahren und
Lösungsmöglichkeiten in den einzelnen MEPA-Staaten sowie in Rumänien, Bulgarien und
Kroatien

Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden mit den Internetprovidern

Internet als Plattform für die Tätergruppierungen "Skimming" - "Phishing". Neue
Erscheinungsformen der Kriminalität im Zusammenhang mit unbaren Zahlungsmitteln

CNP fraud - Missbrauch mit Debit- und Bankkartendaten über das Internet und Post-Terminal

ID theft - Identitätsdiebstahl

Data security breach - illegaler Zugriff auf Serverdaten (z.B.: Kontodaten)

"Online Casino" als mögliches Instrument der Geldwäsche

Soziale Netzwerke als Risikofaktor

Internet und soziale Netzwerke als Unterstützungsinstrument der modernen
Kriminalitätsbekämpfung - spezifische Problemlösung
MEPA-Fachseminar „Strategische Kriminalanalyse – Early Warning Capabilities“
Insgesamt nahmen 30 Polizisten aus den MEPA-Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Slowakei,
Slowenien, Tschechien und Ungarn, sowie ein Kollege aus dem Gastland Bosnien Herzegowina am
MEPA-Fachseminar vom 13. bis 17. Mai 2013 in Wien teil.
Zielsetzung:

Vermitteln eines allgemeinen Wissensstandes über die Verrichtung von strategischer
Kriminalanalyse bei Europol

Aufzeigen von Möglichkeiten für eine Optimierung der regionalen und internationalen
Zusammenarbeit

Pflege und Vertiefung der beruflichen und persönlichen Kontakte
Themenschwerpunkte:

Überblick über das European Police Office (Europol)

Strategische Kriminalanalyse bei Europol

The Early Warning System

Vorstellung E-SCAN EPE (Europol Platform for Experts)

Vorstellung von Beispielen strategischer Analysen in den Teilnehmerländern

Erfahrungsaustausch
MEPA-Fachseminar „Vermögensabschöpfung im europäischen Vergleich“
Vom 13. bis 17. Mai 2013 trafen sich 18 Experten aus der Schweiz, Österreich, Tschechien, Ungarn
und Deutschland zum MEPA-Fachseminar „Vermögensabschöpfung im europäischen Vergleich“ in an
der Akademie der Polizei in Wertheim.
Zielsetzung:

Darstellung der rechtlichen und taktischen Grundlagen der Vermögensabschöpfung in den
Mitgliedsstaaten

Vermittlung, Erweiterung und Vertiefung von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten, die
bei der Bearbeitung von Ermittlungsverfahren mit Vermögensabschöpfung notwendig sind

Vermittlung rechtlicher und organisatorische Bedingungen, praktischer Möglichkeiten und
Formen internationaler polizeilicher Zusammenarbeit in den MEPA-Staaten

Identifizierung von (weiteren) Kriminalitätsformen im Bereich der OK zur
Vermögensabschöpfung, z.B. im Zusammenhang mit Finanzspekulationen und
Finanzmärkten

Vorstellung und Erweiterung der Datei mit Rechtsvergleichen in Europa

Vermittlung von gesellschaftlichem, wirtschaftlichem und politischem Hintergrundwissen
über die einzelnen MEPA-Mitgliedsländer

Erarbeitung der Möglichkeiten über die Nutzung des Internets zu Zwecken der
Informationsbeschaffung/-austausches und als Ermittlungshilfe bei Maßnahmen zur
Vermögensabschöpfung

Aufbau, Ausbau und Erhalt persönlicher Kontakte zur Vertrauensbildung und künftigen
Gewähr für eine unbürokratische und rasche Informationsweitergabe im Rahmen der
bestehenden Gesetze und Dienstvorschriften
Themenschwerpunkte:

Rechtsgrundlagen der Vermögensabschöpfung in den MEPA-Ländern

Vermögensabschöpfung im Rechtsvergleich

Organisatorische Umsetzung und Möglichkeiten der Feststellungen von Vermögenswergen

Optimierung der Zusammenarbeit bei Ermittlungsverfahren

Vorläufige Vermögenssicherung bis zur endgültigen Entscheidung

Internationale Bestimmungen

Europarat Abkommen und Rechtshilfe

Fallbearbeitungen nach nationalen Vorschriften mit Präsentation und Diskussion

Informationsaustausch zu Aus- und Fortbildung

Vorstellung und Erweiterung der Datei mit Rechtsvergleich in Europa

Nutzung des Internets bei der Vermögensabschöpfung
Die „rechtliche Bestandaufnahme“ ergab, dass die Gesetze zur Vermögensabschöpfung in einigen
Mitgliedsländern neu entwickelt wurden, bzw. Änderungen und Anpassungen in Vorbereitung sind.
Die Vorstellung von Ermittlungsverfahren aus den Teilnehmerländern war geeignet, die
Möglichkeiten der angestrebten Zusammenarbeit auf MEPA-Ebene zu verdeutlichen.
Übereinstimmungen und Unterschiede bei der Lösung nach nationalen Vorgaben, wurden als
wichtiges Ergebnis erfasst und den teilnehmenden Ländern in vergleichender Darstellung zur
Verfügung gestellt.
Auch die Optimierung einer „gerichtsverwertbaren“ internationalen Zusammenarbeit und
gegenseitigen Unterstützung waren Inhalt des Seminars. Vorgestellt durch den Referenten des
Bundeskriminalamtes Wiesbaden wurden Wege der Zusammenarbeit aufgezeigt und nationale
Bestimmungen wie auch europäische Rechtshilfevorschriften sehr anschaulich erläutert.
MEPA Fachseminar „Joint Investigation Teams“
Das Bundeskriminalamt in Berlin führte im Rahmen der MEPA vom 27. bis 31. Mai 2013 das
Fachseminar zum Thema „JIT – Joint Investigation Teams“ durch.
An dem Seminar nahmen erfahrene polizeiliche Praktiker aus den MEPA-Mitgliedstaaten
(Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Slowenien, Slowakei, Ungarn) teil, die im Rahmen
ihrer täglichen Arbeit bereits in einem JIT mitwirkten, aktuell in einem tätig sind bzw. sich mit dieser
noch relativ unbekannten Form der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit vertraut machen
wollten.
Während des Seminars wurde ein praxisbezogener Workshop zum Thema „JIT“ durchgeführt.
Der Workshop war in vier Teile gegliedert:

Vermittlung von allgemeinen, rechtlichen Grundlagen, Unterstützungsmöglichkeiten
durch EU-Agenturen, Darstellung der Thematik am Beispiel eines aktuellen JIT-Verfahren

Erarbeitung einer JIT-Vereinbarung und verschiedener Fragestellungen auf Basis eines
fiktiven, anonymisierten Falles

Präsentation der Ergebnisse

Darstellung des JIT-Verfahren auf dessen Grundlage der zu bearbeitende Fall basiert
Die konzeptionelle Ausgestaltung erfolgte in enger Abstimmung mit verschiedenen Fachexperten.
Diese wirkten aktiv und engagiert an der Durchführung des Seminars mit und standen den
Teilnehmern als Ansprechpartner zur Verfügung. Darüber hinaus konnten für das Fachseminar zwei
Staatsanwälte gewonnenen werden, die mit ihrem umfassenden Fachwissen den Teilnehmern Rede
und Antwort standen.
Die Evaluierung am Ende des Seminars ergab eine sehr positive Rückmeldung von Seiten der
Teilnehmer. Die Kombination aus Wissensvermittlung und die anschließende Anwendung sowie
damit einhergehende Vertiefung der erlangten Kenntnisse haben sich bewährt.
„Konferenz „Aktualitäten der internationalen praktischen polizeilichen Zusammenarbeit”.”
Die Nationale Verbindungsstelle der MEPA in Ungarn veranstaltete in der Zeit von 30. bis 31. Mai
2013 die Konferenz „Aktualitäten der internationalen praktischen polizeilichen Zusammenarbeit”.
Zielsetzung der Konferenz war die Erweiterung der beruflichen Kenntnisse der ungarischen MEPAKursabsolventen, die Förderung der Durchführung von praktischen Aufgaben sowie die Auffrischung
der Fremdsprachenkenntnisse.
Die Veranstaltung wurde im Namen der Leitung des Landespolizeipräsidiums von Herrn
Generalmajor Dr. Attila Petőfi eröffnet.
Referenten:

Polizeiattaché der Republik Österreich

Verbindungsbeamte der Bundespolizei der Bundesrepublik Deutschland

Leiter der Nationalen Verbindungsstelle der MEPA in Ungarn

Direktors der Zentrale für Internationale Kriminalpolizeiliche Zusammenarbeit in Ungarn

Vertreters der Hauptabteilung Grenzpolizei der Generaldirektion Schutz- und Grenzpolizei
des Landespolizeipräsidiums Ungarns
Themen:

Aktuellen Fragen der praktischen polizeilichen internationalen Zusammenarbeit

Mögliche Formen und fördernden Faktoren der Kooperation

Rechtsnormen sowie Herausforderungen und die damit zusammenhängenden Aufgaben und
Lösungsmöglichkeiten
Die MEPA-Absolventen hatten an diesen zwei Tagen - der MEPA-Philosophie entsprechend - die
Möglichkeit, ihre eigenen praktischen Erfahrungen auszutauschen.
Der Charakter und der berufliche Inhalt der Veranstaltung waren für die Wissenspflege der
Kursabsolventen von großer Bedeutung und entsprachen der im Rahmen der MEPA-Strategie neu
ausgearbeiteten Maßnahmen.
MEPA Fachseminar „International organisierte Rauschgiftkriminalität“
Vom 10. bis 14. Juni 2013 fand an der Akademie der Polizei Baden-Württemberg in Wertheim das
internationale Fachseminar zum Thema „International organisierte Rauschgiftkriminalität“ statt.
23 Experten aus sechs MEPA-Mitgliedsstaaten und von EUROPOL nahmen an diesem Seminar teil.
Zielsetzung:

Vermittlung der allgemeinen Grundlagen und praktischer Erfahrungen bei der Bekämpfung
internationaler OK-Rauschgift

Austausch von aktuellen Informationen bei der Bekämpfung der internationale RGKriminalität mit Schwerpunkt "Legal Highs"

Intensivierung der länderübergreifenden Zusammenarbeit bei der Drogenbekämpfung

Pflege und Vertiefung der dienstlichen und persönlichen Kontakte
Themenschwerpunkte:

Darstellung der Phänomens "Legal Highs" / Research Chemicals

Lagedarstellung "Legal Highs" in den MEPA-Ländern durch die Seminarteilnehmer

Ermittlungsansätze bei BtM-Handel über das Internet (offene und verdeckte Ermittlungen)

Erfolgsbeeinflussende Faktoren und Problemstellungen bei länderübergreifender
Zusammenarbeit im Deliktsbereich OK-Rauschgift
Sitzung des MEPA-Redaktionskomitees und MEPA-Online Schulung
Das MEPA-Redaktionskomitee tagte am 10. und 11. Juni 2013 in Wien. Zu dieser Zeit wurde auch die
MEPA-Online Schulung durchgeführt.
Inhaltlich ging es vorrangig um die Überarbeitung der neuen Ausgabe des MEPA-Buches 2014, der
Kapitel für die Ausgabe 2014 und der neuen Abschnitte. Es wurde entschieden, dass das MEPA-Buch
2014 nicht mehr in Papierform erscheinen wird.
Zum Thema MEPA-Fachjournal wurden die zu erwartenden Beiträge für die Ausgaben im Jahr 2013
angesprochen und Themenvorschläge für das Fachjournal 2014 erstellt. Es wurde beschlossen, dass
das MEPA-Fachjournal graphisch neu gestaltet wird.
Im Zuge der Sitzung konnte die Einigung erzielt werden, dass in Zukunft auf die Erstellung und den
Vertrieb des jetzigen MEPA-Newsletters verzichtet wird und der MEPA-Flyer überarbeitet wird.
Laut Entscheidung des MEPA-Vorstandes wird ab 2014 die Sitzung des Redaktionskomitees
gemeinsam mit der Kuratoriumssitzung abgehalten, weshalb die Konferenz in dieser Form in Wien
zum letzten Mal stattfand.
Sowohl das MEPA-Buch als auch das MEPA-Fachjournal sind unter www.mepa.net Publikationen
ersichtlich.
In die Sitzung des Redaktionskomitees wurde die MEPA-Online Schulung der Mitglieder der
Nationalen Verbindungstellen aufgenommen. Grund dieser Schulung war die technische Umstellung
der MEPA-Homepage.
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