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Entdecken & Erleben Wie aus Tannenzapfen Kunst wird - LWB

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Das Kundenmagazin für zeitgemäßes Wohnen der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH www.lwb.de
Top-Thema
Wohlfühlklima und Sicherheit:
Warum gute Nachbarn wichtig sind
wohnzeit
Nummer 2 | 2014 Wohnen & Wohlfühlen
Radler wünschen sich Parkplätze
Kiosk mit Leipziger Originalen
Jahrgang 25
Entdecken & Erleben
Wie aus Tannenzapfen Kunst wird
Kulturloge öffnet Türen
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Vorwort
Aus dem Inhalt
Notiert & Nachgefragt Seiten 4 bis 11
Internationale Party im LWB-Hof
LWB ist familienfreundliches Unternehmen
Bilanz: Aufgaben werden nicht leichter
Grabungen schließen Lücke in Stadtgeschichte
Frühjahrsputz: Kletterburg, Farbe und Blumen
Historie: Erlebniseinkauf bei Hortex
Wohnen & Wohlfühlen Seiten 12 bis 17
Baubeginn in der Morgensternstraße
Fahrradfreundliches Kreuzstraßenviertel
ServiceKiosk Dürrstraße mit Leipziger Originalen
Kompliment für den kleinen Mieterbeirat
Frauenhaus eröffnet Chance für Neuanfang
Porträt: Geschäftsstelle Nord/West neu
Top-Thema Seiten 18 und 19
Warum die Nachbarschaft so wichtig ist
Team & Technik Seiten 20 und 21
Heraus aus dem Teufelskreis: LWB-Sozialmanage- ment kümmert sich nicht nur um Mietschuldner
Entdecken & Erleben Seiten 22 bis 25
Kulturloge und Familienfreundlichkeitspreis
Viel Annerkennung für besonderes Engagement
Am Roßplatz „terra rossa“ begegnen
Ökofete / Einladung zum LWB-Parkeisenbahnfest
Kunst aus Natur
Tipps & Trends Seiten 26 bis 29
Was die „Tour de Sol“ mit der LWB zu tun hat
Viele Anbieter von Hausnotrufen
Leipzigs Osten kommt in Schwung
Sommer voller Kultur in Grünau
Grübeln & Gewinnen Seiten 30 und 31
LWB-Fotorätsel: Erkennen Sie .......?
Kind & Kegel Seite 32
Wo, Wohin und Warum?
Mieten & Mehr Seiten 33 und 34
Die ServiceKioske der LWB / Wohnungsanzeigen
Die „wohnzeit“ im Internet
www.lwb.de/unternehmen/kundenmagazin
Impressum
Herausgeber Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH
Prager Straße 21, 04103 Leipzig
Redaktion Samira Sachse (V.i.S.d.P.), Kristin Hensel, LWB
Telefon 0341-9 92 42 01 Fax 0341-9 92 42 09
E-Mail presse@lwb.de
Titelfoto Peter Usbeck / Rückseite Waltraud Grubitzsch
Erscheinungsweise quartalsweise / Auflage 37.000
Papier Recyclingpapier Circle matt White
ausgezeichnet mit dem Blauen Umweltengel und EU Eco-Label
Akzidenz Tony Findeisen, creaface.de
Druck Druckerei Vetters GmbH & CO. KG
Vertrieb Betrieb LWB Hausmeisterservice
Anzeigen MCS Marketing & Communication-Service
Telefon 0341-46657545 Fax 0341-4 11 21 97, wohnzeit@email.de
Es gilt die Anzeigenpreisliste 13.
Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos sowie für Anzeigeninhalte wird keine Haftung übernommen. Die Redaktion behält sich
vor, Leserbriefe zu kürzen.
Liebe Mieterinnen
und Mieter,
willkommen beim Lesen
der aktuellen „wohnzeit“.
Mit diesem Heft sind wir
ein paar Tage später als ursprünglich geplant bei Ihnen angekommen. Die geringe Verzögerung erfolgte
jedoch mit gutem Grund:
Wir wollten Ihnen ganz aktuell über zwei wichtige LWB-Termine berichten. Da wäre zum
einen die Ökofete im Clara-Park am 15. Juni. Nachdem die LWB
dort im vorigen Jahr zum Pflanzen kleiner Bäumchen einlud,
stand die Fete 2014 ganz im Zeichen der Sonnenblume. Warum? Wir sehen die Blume als Symbol für die Sonnenkraft:
Wussten Sie eigentlich, dass die LWB 48 Photovoltaik­anlagen
auf ihren Dächern betreibt? Andererseits steht die Sonnenblume stellvertretend für die vielen Grünflächen und Blumen rund
um die LWB-Häuser. Rein statistisch kommen 20 Quadrat­
meter Wiese auf jede Wohnung. Ein toller Wert.
Neben der Ökofete berichten wir zum anderen über die Grundsteinlegung für den LWB-Unternehmenssitz am 20. Juni. Wir
haben viele Fotos für Sie zusammengetragen – nicht nur
Aufnahmen von der Baustelle, sondern auch vom Bauzaun,
denn der ist ein echter Star. 80 Sprayer haben den Zaun in
die derzeit wahrscheinlich umfangreichste Graffiti-Open-AirAusstellung der Stadt verwandelt. Das Farbfeuerwerk ist ein
wahrer Hingucker. Wir sind begeistert von der Kreativität der
Szene und unterstützen gern deren Suche nach mehr legalen
Graffiti­flächen. Natürlich finden Sie darüber hinaus wieder
jede Menge Geschichten von LWB-Mietern und Mitarbeitern in
Ihrer „wohnzeit“. Wir lösen das Fotorätsel der letzten Ausgabe
auf und hören von der 12-jährigen Sarah aus Möckern, was
ihr in ihrem Haus gefällt und was nicht – und, und, und ...
Diese „wohnzeit“ ist etwas dicker als die anderen. Ich wünsche Ihnen ausreichend Zeit zum Lesen und Anschauen und
freue mich wie immer auf Ihre Post.
Einen schönen Sommer und bis später. Mit herzlichen Grüßen
aus der LWB.
Samira Sachse, Pressesprecherin der LWB
3
Notiert & Nachgefragt
Internationale Party im LWB-Hof
Zum 2. Großen Hoffest in der Konradstraße hatten im Mai der Frauenkultur
leibliche Wohl kümmerten sich ebenfalls die Vereine und Anwohner. Es gab
e.V., der Mädchen-Freizeittreff „MiO“ und der Internationale Frauen e.V.
asiatische Spezialitäten und alpenländischen Kaiserschmarrn, Würstchen
eingeladen. Das Fest, das von der LWB unterstützt wurde – die LWB vermie-
vom Grill, hausgebackenen Kuchen und Eis. LWB-Geschäftsstellenleiterin
tet die umliegenden Häuser –, hat mehrere hundert Gäste angelockt. Einen
Rosita Osman und Jens Eßbach, Leiter des Sozialmanagement der LWB, zogen
Nachmittag lang hatte sich der Hof in einen bunten Marktplatz verwandelt.
gemeinsam mit Dr. Anke Kästner vom Verein Internationale Frauen e.V. ein
Im Zentrum eine kleine Bühne. Dort zeigten neben jungen Akrobatinnen aus
positives Resümee. Das Hoffest sei ein toller Beitrag für die Integration und
dem Viertel auch Sängerinnen und Tänzerinnen ihr Können. Gleich daneben
für ein gutes Zusammenleben der Nachbarn gewesen. Allen Beteiligten ein
wurde gebastelt und geschminkt, gerätselt und um die Wette gehüpft. Um das
herzliches Dankeschön. Fotos: S. Sachse
LWB als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert
Die LWB darf das Gütesiegel als familienfreundliches Unternehmen tragen.
Festlich übergeben wurde es Mitte Juni
2014 von der berufundfamilie gGmbH.
Damit tragen laut der gemeinnützigen
Gesellschaft in Leipzig 13 Unternehmen
das Zertifikat, darunter die VNG AG, die
Hochschule für Technik, Wirtschaft und
Kultur Leipzig, die Kommunalen Wasserwerke Leipzig und das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. Die Zertifizierung bescheinigt der LWB ihr bisheriges
4
Enga­g ement für die Vereinbarkeit von
Beruf und Familie. Alle drei Jahre soll die
Überprüfung wiederholt werden. Damit
ist die Aufgabe verbunden, die positive
Entwicklung fortzusetzen.
Familienbewusste Unternehmenskultur
und Personalpolitik zeichnen sich laut Grit
Goldacker, Beauftragte der LWB für Beruf
und Familie, dadurch aus, dass sie sich
an den Bedürfnissen des Unternehmens
und der Mitarbeiter immer wieder neu
orientieren. Ein Ziel ist es, die Arbeitsbe-
dingungen so zu gestalten, dass die LWB
für die Mitarbeiter in allen Lebensphasen
attraktiv ist und dies optimal mit den
Unternehmenszielen und den Kundenbedürfnissen in Einklang gebracht wird.
„Dabei ist uns wichtig, dass wir sowohl
die Situation von Familien mit Kindern als
auch die von Mitarbeitern mit pflegebedürftigen Angehörigen im Blick haben“,
betont sie. „Familie ist für die LWB dort,
wo Menschen Verantwortung füreinander
samira sachse
übernehmen.“ wohnzeit 2/2014
Notiert & Nachgefragt
LWB-Bilanz und Ausblick: Aufgaben werden nicht leichter
Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) hat den mit der strategischen Unternehmensplanung 2020 eingeschlagenen Konsolidierungs- und Entschuldungskurs erfolgreich umgesetzt und 2013
den Wechsel zur Investitionsstrategie und
Vermögenssicherung eingeleitet. „Zum dritten Mal in Folge wurde im zurückliegenden
Jahr mit rund 2,3 Millionen Euro ein positives operatives Ergebnis erzielt“, so Ute
Schäfer, Geschäftsführerin Finanzen und
Vermögenssteuerung anlässlich der Gesellschafterversammlung am 4. Juni 2014. „Die
Mieteinnahmen sind mit rund 115 Millionen
Euro stabil geblieben, der Leerstand konnte
2013 weiter gesenkt werden und lag bei
rund sechs Prozent“, erklärte Dr. Gabriele
Haase, Geschäftsführerin Wohnungswirtschaft und Bau.
„Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung
der LWB und danke den Mitarbeitern und
der Geschäftsführung für die gute Leistung“,
sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard
Jung als Gesellschaftervertreter der LWB.
In den zurückliegenden Jahren hat die LWB
eine signifikante Entschuldung erreicht.
Seit 2006 ist die Summe der Kreditverbindlichkeiten um mehr als ein Drittel auf 617,9
Millionen Euro gesunken. 2013 sind zusätzlich zum geplanten Abbau von Bankverbindlichkeiten erneut eine Kredit-Sondertilgung
durchgeführt und eine Altschuldenentlastung erreicht worden. Zum Vergleich: Vor
sieben Jahren war die LWB nicht in der Lage,
die Zinsen für ihre Bankkredite aus eigener
Kraft zu zahlen.
Die LWB ist auf dem Weg in die Normalität
vorangekommen, betonen die Geschäftsführerinnen. Zugleich warnen sie vor Euphorie, denn die Aufgaben werden keinesfalls leichter. Schäfer: „Der Wechsel von der
Entschuldungsstrategie der vergangenen
Jahre hin zur Investitionsstrategie und Vermögenssicherung ist eine große Herausforderung, denn alle Ausgaben müssen auch
erwirtschaftet werden und die LWB plant
mittelfristig keine weiteren Verkäufe.“
Darüber hinaus muss die LWB im Zusammenhang mit der Energiewende bei der
energetischen Sanierung ihrer Häuser vorankommen. „Finanziell ist das ein schwieriges Unterfangen. Einerseits steigen aufgrund gesetzlicher Auflagen die Kosten
wohnzeit 2/2014
Drei Hochhäuser im neuen Outfit: Rund zwölf Millionen Euro wurden investiert.
für die Sanierungsprojekte, andererseits
muss die LWB entsprechend ihres Gesellschafterauftrages für sozial Schwächere die
Wohnkosten niedrig halten“, so Dr. Haase.
Laut Geschäftsführung übernimmt die LWB
in vielfältiger Weise soziale Verantwortung
in der Stadt – von der Unterstützung gemeinnütziger Vereine und Initiativen bis hin
zur Schaffung seniorenfreundlicher Quartiere und Asylbewerberunterkünfte. In den
nächsten Jahren dürfte in dieser Hinsicht
noch deutlich mehr zu leisten sein. So ist
geplant, dass das Unternehmen die Stadt
bei der Schaffung von Kita-Plätzen unterstützt. Außerdem ist die LWB ein wichtiger
Partner der Kommune bei der dezentralen
Unterbringung von Asylbewerbern in Wohnungen.
Vorbereitet wird Dr. Haase zufolge der Wiedereinstieg in den Mietwohnungsneubau
– nach jahrelanger Pause. Für zwei Wohngebäude am Wintergartenhochhaus laufen die
Vorbereitungen. Weitere Projekte befinden
sich in Planung. Zudem soll die Instandsetzung beziehungsweise Sanierung bestehender Quartiere vorankommen. „Das sind
wir unseren Mietern in den teilsanierten
Häusern schuldig“, so Dr. Haase. Bereits
2013 waren die Ausgaben für die Instandhaltung pro Quadratmeter Wohnraum um
fast ein Zehntel auf zehn Euro gestiegen.
Foto: W. Grubitzsch
Insgesamt wurden rund 21 Millionen Euro
für die Instandhaltung ausgegeben. Ein
Betrag, der auch 2014 etwa erreicht werden
soll. Insgesamt sind 2014 Bauausgaben in
Höhe von 40 Millionen Euro vorgesehen,
davon sollen 29 Millionen Euro in die Sanierung, Instandhaltung und Modernisierung
des Wohnungsbestandes fließen. „Zu den
größeren Projekten gehört 2014 die Sanierung in der Morgensternstraße im denkmalgeschützten Dunckerviertel“, so Dr. Haase.
Kurzzeitig wird zudem in der Wächterstraße
36 noch einmal Baustellenatmosphäre herrschen. Am Fuße des Hochhauses entsteht
ein Anbau, in dem die Volkssolidarität Senioren betreut. Erst im zurückliegenden
Jahr wurde mit der Wächterstraße 36 die
rund zwölf Millionen Euro teure Sanierung
der drei 16-Geschosser am Johanna- und
Clara-Zetkin-Park abgeschlossen. Im innenstadtnahen Kreuzstraßenviertel ging
die energetische Sanierung in die vierte
Bauetappe. Für diesen Abschnitt des Modellprojektes sind 2014 etwa drei Millionen
Eur0 kalkuliert.
Die LWB gilt als wichtiger Auftraggeber in
der Region Leipzig-Halle. 2013 erhielten
heimische Firmen Aufträge in Höhe von mehr
als 83 Millionen Euro. Dies entspricht etwa
85 Prozent des gesamten Auftragsvolumens
von nahezu 98 Millionen Euro. s. sachse
5
Grabungen am Fuß des Wintergartenhochhauses schließen
Zwölf Wochen hatte das Team des Landesamtes für Archäologie Sachsen Zeit, die
Baugrube für den entstehenden LWB-Unternehmenssitz am Fuß des Wintergartenhochhauses mit Schaufel und Kelle nach Hinterlassenschaften vergangener Jahrhunderte
zu durchforsten. Während der Grabungsbericht entstand, fragte die „wohnzeit“ nach
einem ersten Fazit.
Der letzte wissenschaftlich geführte Beweis
stehe noch aus, sagt Grabungsleiterin Petra
Schug. Doch ließe sich aus dem Gefundenen
unter Rückgriff auf vorhandenes Wissen und
manche Publikation ein Bild vom Leben und
Geschehen anno dazumal zeichnen. Mit viel
Feinarbeit beförderte ihr Team bei parallel
laufenden Tiefbauarbeiten ein Stück ungestörter Stadtgeschichte zu Tage, aus dem
sich lesen lässt.
„Mit Blick auf die 300 dokumentierten archäologischen Befunde können wir heute
sagen, dass sich auf dem Baufeld vier voneinander zu trennende Siedlungsphasen
abzeichnen“, erklärt die studierte Ur- und
Frühgeschichtlerin. Mit Ausnahme einer
rund 4.000 Jahre alten Wasserschöpfstelle
scheine das Areal bis ins 16. Jahrhundert
Ein sogenanntes Bärengefäß. Im 17. Jahrhundert
wurde darin vermutlich Süßes aufbewahrt.
eine freie Fläche mit ein paar Bäumen und
einem kleinen Erdhügel gewesen zu sein.
So zeigt es auch Leipzigs älteste Stadtansicht von 1547.
„Eine erste Nutzung des Geländes ist um
1550 archäologisch nachweisbar “, so
Schug. Ihr Team fand beispielsweise eine
Ofenkachel, die den Reformationsjahren
1530 bis 1560 und damit auch der Zeit kurz
nach dem Schmalkaldischen Krieg zugeordnet werden kann. Damals wurde Leipzig
zerstört und der Hausschutt direkt vor den
Toren der Stadt entsorgt.
Eine sehr viel umfassendere Nutzung habe
das Baufeld im 17. Jahrhundert erfahren.
Zwei lange Pfostenreihen und die sich daran anschließenden Bruchsteinfundamente
zeugten davon. In einigen Pfostengruben
fanden die Archäologen Tonmurmeln, in
einer lag eine runde Steinkugel. „Wahr-
Ins Bild gerückt: Das Grabungsteam ...
Das Grabungsteam um Leiterin Petra Schug (rechts).
Foto: Kristin Hensel
6
… zählte sieben Experten, die in wechselnden Konstellationen seit Jahren für
das Landesamt für Archäologie Sachsen
(LfA) arbeiten. Im Bild vorne v.l.n.r.: Janine
Näthe (27; Archäologin), am Wintergartenhochhaus (Wiga) als Ausgräberin
eingestellt, fand als Studentin eine filigrane Haarspirale aus der Spätbronzezeit.
Alex Jazug (28; Facharbeiter Hochbau),
ebenfalls Ausgräber, ist der fitteste beim
Schaufeln und Schleppen. Petra Schug
(40; Archäologin mit Magisterabschluss
in Ur- und Frühgeschichte), übernahm am
Wiga die wissenschaftliche Grabungsleitung. Ihre Aufgaben: Planung und Koor-
dination der Arbeitsabläufe, Auswertung
der Befunde und Funde, Verfassen des
Grabungsberichtes. Hinten v.l.n.r.: Immanuel Leibe (27; Archäologe), hat als Ausgräber am Wiga die Pfeilspitze gefunden.
Lars Krentz (37; Diplom-Museologe), der
„Ausgräber“ mit dem größten Finderglück
führt eine lange Liste an Highlight-Funden;
darunter: ein goldener Fingerring, eine
Hellebarde. Knut Pleger (37; Grabungstechniker), zuständig für Vermessung und
Befunddokumentation. Oben im Bild ist
Ausgräber Nummer 5 zu sehen: Christian
Böwe (38). Der Ägyptologe promoviert
derzeit an der Universität Leipzig.
kh
wohnzeit 2/2014
Notiert & Nachgefragt
550 Kilogramm Keramikscherben beförderten
die Archäologen am Fuße des Wintergartenhochhauses zu Tage. Die Funde mussten gewaschen,
getrocknet, sortiert, geklebt und beschriftet
werden. Fotos: Petra Schug/LfA
Lücke in Leipzigs Stadtgeschichte
scheinlich Musketen-Geschosse und eine
Kanonenkugel“, weiß die Expertin. „Etliche
Stadtansichten, vor allem aus dem Dreißigjährigen Krieg, zeigen eine Belagerung der
Nordostecke der Stadt, an der die Schönfelder Bastei lag. Das Gros der Befunde
dür f te demnach zu einer militärischen
Anlage, einem Schützengraben, einem
Laufgang oder einer Schanze gehören.“ So
sei bei Gustav Wustmann zu lesen, dass
Bürgermeister Carl Wilhelm Müller 1785 die
im Volksmund „Katze“ genannte Schanze
gegenüber dem Georgenhaus abreißen
ließ. Mit den Resten wurde der nordöstliche
Festungsgraben verfüllt.
Auf dem so entstandenen freien Gelände
legte Christian August Breiter im Jahre
1809 den Namen gebenden botanischen
( Winter-)Gar ten an. Die Archäologen
holten Beete, Wege und steinerne Fun-
damente ans Tageslicht, die die Darstellungen des Hortus Breiterianus – ein Verzeichnis aller Gewächse, die von Breiter
aufgezogen und gepflegt wurden, das wie
ein Versandhandelskatalog funktionierte
– stützen. „Erst nach der Beräumung des
Gartens wurde Mitte des 19. Jahrhunderts
eine geschlossene Wohnbebauung ange-
Fragmente eines Hochzeitstellers. Wann und warum
er zu Bruch ging, ließ sich nicht ermitteln.
legt“, so Schug. Davon zeugen Grundmauern und Keller.
Nach der intensiven Feldphase reinigte,
trocknete, sortierte und inventarisierte
Schug gemeinsam mit drei Kollegen die
letzten Funde. „Besonderen Spaß machte,
wenn dabei eine Jahreszahl, ein Name oder
eine figürliche Darstellung zum Vorschein
kamen, so dass sich einzelne Stücke zusammensetzen, datieren und zuweisen
lassen konnten“, erzählt sie begeistert.
Alle Ergebnisse der Untersuchungen werden dieser Tage in einem Grabungsbericht
zusammengefasst und unter www.archaeologie.sachsen.de/1133.htm veröffentlicht.
Die Fundstücke sollen danach den Weg ins
Archäologische Archiv nach Dresden antreten, wo sie für wissenschaftliche Zwecke
oder etwaige Sonderausstellungen einsehund ausleihbar bleiben. kristin hensel
Was nach den Archäologen kam
Der erste Kran dreht sich seit April,
Nummer 2 kam im Mai hinzu. Seitdem
schweben regelmäßig Schalungs- und
Bewehrungselemente über den wachsenden Rohbau. Inzwischen wurden zwei
von drei Segmenten der Bodenplatte
gegossen. Die bis dato verbauten 2.350
Kubikmeter Beton tragen zukünftig nicht
nur den neuen LWB-Unternehmenssitz,
sondern neben der Tiefgarage auch die
Wohnbebauung, die an der Einmündung
von Wintergarten- und Querstraße ab
2016 entsteht. Das letzte Segment wird
voraussichtlich Mitte Juli folgen und ein
weiteres Mehrfamilienhaus aufnehmen.
wohnzeit 2/2014
„In den kommenden Wochen werden wir
eine sprunghafte Entwicklung sehen“,
prognostiziert Bauleiter Jörg Bräuer. Das
Bürogebäude solle bis September um
jeweils zwei Etagen pro Monat wachsen.
Teile der ersten Geschossdecke sind
bereits fertig und die ersten Stützen und
Wände des Erdgeschosses zu sehen. Im
Außenbereich des zukünftigen Siebengeschossers wurde mit dem Verfüllen der
Außenwände begonnen und dabei die
ersten Lichtschächte eingesetzt.
kh
Das Baufeld am 20. Juni 2014. Links im Bild die erste
• Das Baugeschehen lässt sich im Web verfolgen: www.lwb.de/unternehmen/neubau
Geschossdecke, rechts oben die Tiefgarage unter der
zukünftigen Wohnbebauung. Foto: Peter Usbeck
7
Notiert & Nachgefragt
Bunter Rahmen für die Großbaustelle am Wintergartenho
„Hier wächst was“: Unter diesem Motto hatten die beiden Geschäftsführerinnen der LWB, Dr. Gabriele Haase
(li.) und Ute Schäfer, zur symbolischen Grundsteinlegung eingeladen.
Foto: Heinz Report
Ein reichliches halbes Jahr nach Beginn der
Arbeiten ist am 20. Juni 2014 der symbolische
Grundstein für den Neubau des LWB-Unternehmenssitzes gelegt worden. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung wertete in seiner
Festrede die Bauprojekte der LWB als Symbole
für das Wachstum in Leipzig: „Schön, dass auf
dem Areal in einem weiteren Bauabschnitt
auch Mietwohnungen entstehen, die Kräne
werden sich also noch einige Zeit weiterdrehen, das ist ein Zeichen für die Dynamik in
unserer Stadt. Leipzig ist auf Wachstumskurs –
dem trägt auch die kommunale Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft Rechnung. Das
Unternehmen dient als wichtiges Instrument
der Wohnungspolitik und Stadtentwicklung.“
Um die Bebauung des Platzes am Wintergartenhochhaus, auf dem vor 100 Jahren das Hotel
Stadt Rom stand, wurde lange gerungen. „Es
gab nach 1990 verschiedene Investorenpläne,
doch umgesetzt wurde nichts“, so Dr. Gabriele
Haase, Geschäftsführerin Wohnungswirtschaft
und Bau der LWB. Im Zusammenhang mit der
Sanierung des Hochhauses im Jahr 2004 wurde das Grundstück von den alten Gewerbeanbauten am Fuß des Gebäudes befreit. „Im Jahr
2010 führte die LWB einen städtebaulichen
Wettbewerb fürs Wintergartenareal durch. Die
Straßenkunst am LWB-Bauzaun in der Wintergartenstraße (Bild unten). Die Tafeln entstanden bei einem Workshop, an dem rund 80 junge sowie erfahrene Graffiti- und
Streetart-Künstler teilnahmen. Die besten Sprayer, Maler und Nachwuchskünstler gestalteten Anfang Juni den Bauzaun am Georgiring (Bild oben). In der Gemeinschaftsproduktion – zu sehen ist eine Filmrolle mit lang ausgezogener Filmrolle – sind neben vielen Motiven auch Aussagen von Passanten über Leipzig festgehalten. Die Zitate
8
wohnzeit 2/2014
Notiert & Nachgefragt
chhaus – LWB legt Grundstein
Siegerentwürfe haben den Rahmen für die
Bebauung mit drei Gebäuden vorgegeben“, so
Dr. Haase. Es folgte 2012 ein Architektenwettbewerb. Im Frühjahr 2013 votierte schließlich
der Aufsichtsrat der LWB für den Büroneubau.
Für den Unternehmenssitz sind inklusive der
darunter liegenden Tiefgarage 19,1 Millionen
Euro veranschlagt. Richtfest soll im Spätherbst
dieses Jahres sein, der Umzug der LWB ins
neue Gebäude ist ein Jahr später geplant.
Die Investitionen am Wintergartenhochhaus
markieren zugleich den Kurswechsel der LWB.
„War der Erfolg des Unternehmens in den
vergangenen Jahren vom Erfolg der Finanzierung und Entschuldung geprägt, so wird er in
der Zukunft sehr wesentlich von erfolgreich
umgesetzten Baumaßnahmen geprägt sein“,
erklärte Ute Schäfer, Geschäftsführerin Finanzen und Vermögenssteuerung der LWB.
Mit der Grundsteinlegung hat die LWB eine
der größten Streetart-Open-Air-Schauen in der
Region – bei den Fotos am oberen und unteren
Seitenrand handelt es sich um Montagen –
symbolisch an die Stadt Leipzig übergeben.
Das bunte Werk entstand auf Initiative der
LWB, wurde von der Stadt unterstützt und vom
Jugendhaus Leipzig e.V. und dem Eduventis –
sh
Bildung erleben e.V. organisiert. Die Rohbau-Verantwortlichen nutzten die Bühne für ein Gruppenbild. Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau
und Oberbürgermeister Burkhard Jung hielten Festreden anlässlich der Grundsteinlegung Fotos: Peter Usbeck
stammen aus einer Befragung, die in der Innenstadt während der Gestaltung des Bauzauns von den Organisatoren durchgeführt wurde. Das Gesamtkunstwerk (hier als
Bildmontage) ist rund 130 Meter lang und eine der größten Street-Art-Galerien in der Region. Das Projekt entstand auf Initiative der LWB, wurde vom Jugendhaus Leipzig
e.V. und dem Eduventis – Bildung erleben e.V. organisiert und von der Stadt Leipzig unterstützt. wohnzeit 2/2014
Fotomontagen: Peter Usbeck
9
Notiert & Nachgefragt
Eine Kletterburg, frische Farbe und viele Blumen
Viele Wege führen zum Frühjahrsputz: Die LWB-Hausmeister machen Bänke flott, Mieter bepflanzen Kästen und Rabatten und ein großes Klettergerüst wurde aufgestellt.
Fotos: LWB/S. Ruhland/W. Grubitzsch/K. Hensel
Beim diesjährigen Leipziger Frühjahrsputz
haben sich vom 21. März bis 17. April erneut
zahlreiche Mitarbeiter und Kunden der LWB
engagiert. Parkbänke wurden gestrichen und
Grünflächen von Müll befreit, Keller entrümpelt und zahlreiche bunte Pflänzchen in die
Erde gesetzt. Mehrere Geschäftsstellen der
LWB luden ihre Mieter zu einer kostenlosen
Pflanzaktion für den privaten Balkon und das
gemeinsame Blumenbeet vor dem Haus ein.
In der Wohnanlage Kiebitzmark in LeipzigNordost wurde anlässlich der Putzaktion
nicht nur der Spielplatz gereinigt, sondern
eine funkelnagelneue Kletterburg aufgestellt.
Die Steppkes haben die bunte Konstruktion
sh
sofort in Besitz genommen. Japaner erkunden das Kreuzstraßenviertel
Das Modellprojekt zur energetischen Sanierung des Kreuzstraßenviertels hat das
Interesse japanischer Studenten und Wissenschaftler geweckt. Nach einer Exkursion
durch das Wohngebiet – es gehörte zu den
Schauplätzen eines zweiwöchigen deutschjapanischen Workshops – wurden 2014 die
Ergebnisse in einer zweisprachigen, 54-seitigen Broschüre veröffentlicht. Organisiert
hat den Workshop das „Japanische Haus“.
Es handelte sich um die zweite WorkshopAuflage des gemeinnützigen Vereins. Das
„Japanische Haus“ in der Leipziger Eisenbahnstraße ist nach eigenen Angaben ein
10
Rosita Osman erklärt Studenten und Wissenschaftlern
die Geschichte des Viertels. Foto: Japanisches Haus e.V.
Zwischennutzungsprojekt zur Wiederbelebung leerstehender Räume und wird unterstützt von japanischen Architekten, Künstlern, Städtedesignern und Studenten der
Japanologie der Universität Leipzig.
Rosita Osman, für das Kreuzstraßenviertel
zuständige LWB-Geschäftsstellenleiterin,
hat unter anderem Fragen zur Geschichte
des Viertels und dessen Sanierung beantwortet. Für Osman war die deutsch-japanische Exkursion vermutlich nicht das letzte
Treffen: „Die Leute vom Japanischen Haus
wollen wissen, wie es mit unserem Kreuzstraßenviertel weitergeht.“ sh
wohnzeit 2/2014
Notiert & Nachgefragt
Erlebniseinkauf bei Hortex
Mit dem „Einkaufszentrum am Hauptbahnhof“ verbinden viele alteingesessene Leipziger ganz persönliche Erinnerungen. An den Kassen bildeten sich häufig lange
Schlangen, denn die Kaufhalle galt als Geheimtipp. Im Zuge der Sanierung wurden die Anbauten am Fuß des Hochhauses abgerissen. Als höchstes Wohnhaus der DDR hat das
Wintergartenhochhaus der LWB Baugeschichte geschrieben. Viele Einheimische
jedoch erinnern sich eher an die anderen
Geschichten des Ortes. Zum Beispiel als
Gaststätte oder als Einkaufsziel. In den
nächsten „wohnzeit“-Ausgaben soll darüber berichtet werden.
Welche Kaufhalle leistete sich schon einen eigenen Namen, noch dazu in Form
von schön gestalteten Metallbuchstaben?
Es war das „Einkaufszentrum“ am Hauptbahnhof. Der markante Schriftzug schwang
sich in sattem Gelb über das Anthrazit der
Fassade, der i-Punkt und das O im Namen
brillierten in leuchtendem Rot.
Es hätte der optischen Anreize nicht bedurft,
um Kunden anzulocken. Dieses Einkaufszentrum wirkte magnetisch. Kaufwillige aus allen
Teilen der Stadt und dem Umland zog es in
Scharen hierher. Immer parkte eine Flotte
von Kinderwagen im Vorraum und neben
der Treppe. Oft genug begann die eigentliche
Kaufhandlung damit, auf einen freien Einkaufswagen zu warten. Ob junge Leute das
heutzutage glauben oder ob sie die einstigen
Versorgungsrituale für Übertreibung halten?
Das Einkaufsparadies – nach damaligen
Maßstäben – erstreckte sich über zwei Etagen, oben die durch Bündel von Leuchtröhren hell strahlende „normale“ Kaufhalle,
im Erdgeschoss als echte Besonderheit
„der Hortex-Laden“. Der Mensch im Osten
sollte schließlich gesund leben, und er verweigerte sich dem empfohlenen Vitaminwohnzeit 2/2014
Genuss auch nicht. Nur das Angebot war
– freundlich formuliert – dünn. Importe
mussten her, auf kurzem Weg aus Polen.
Nur konnten die Nachbarn im Osten keine
Aprikosen oder Letscho wie die „Bruderländer“ Bulgarien oder Ungarn anbieten, aber
geschäftstüchtig waren sie durchaus, die
Polen. Sie hatten sogar einen Spezialbetrieb unter dem Namen Hortex gegründet,
der alles veredelte, was auf Polens Feldern
und in den Wäldern wuchs. Von dort kamen
dann auf direktem Weg in Kühllastwagen
zum Beispiel Pilzkonserven, pikant eingelegter Kürbis und Gemüse, das in Leipzig
angeboten wurde. Inmitten des straffen
staatlichen Außenhandelsmonopols trug
der Direktbezug sympathisch flexible Züge.
Dass die würzig konservierten Pilze gut
schmeckten, sprach sich schnell herum.
Noch besser mundeten die in Butter eingelegten Champignons. Deshalb musste der geneigte Feinschmecker schon ein
bisschen Geduld mitbringen, um die begehrten Portionsgläser zu ergattern. Wieder
könnten junge Leute, die im SupermarktUniversum aufwachsen, fragen, ob die Konsumenten denn damals nichts Besseres zu
tun hatten, als schmackhaften eingelegten
Pilzen hinterherzujagen, die man heutzutage in jedem schnöden Lebensmittelregal findet. Nun, wer sich damals eifrig an
der Jagd betei-ligte, könnte durchaus die
wahre Geschichte erzählen, dass es eben
nur einen „Hortex-Laden“ in der ganzen
Stadt gab und dass es dort wegen der
frischen Ware immer ein bisschen appe-
Fotos: H. Lachmann/U.Pullwitt
titlicher roch im Vergleich zur KaufhallenEinheitskost. Und wer sich strategisch auf
die Jugendweihe, Weihnachten oder ein
anderes Familienfest vorbereitete, tat gut
daran, lange vorher so oft wie möglich bei
Hortex vorbeizuschauen, um pünktlich zur
nahenden Festivität einen kleinen Delikatessen-Vorrat auf- und anbieten zu können.
Welches Eintauchen in die Warenflut kann
einen solchen „Erlebniskauf“ der etwas
anderen Art kompensieren?
Hortex war ein Kind seiner Zeit. Die spezialisierte Kaufhalle entstand zusammen
mit dem Wohnhochhaus Wintergartenstraße 1970 bis 1972. Zu Füßen des höchsten
Wohngebäudes der DDR sollte es eine besondere Einkaufsgelegenheit geben. So kam
die gleichförmige Kaufhallen-Landschaft zu
einer exklusiven Landmarke. Doch als sich
ab 1989 alles zu ändern begann, strahlten
die einst verlockenden Angebote aus Polen
nichts Verlockendes mehr aus. Der Rest der
geschätzten Kaufhalle glitt in Tristesse ab.
Das Einkaufszentrum am Hauptbahnhof verlor an Glanz; es war wohl unter den neuen
Kalkulationskriterien nicht mehr rentabel zu
betreiben. Hortex, der pfiffige Vermarkter,
verschwand aus dem Einkaufsalltag. In den
Jahren 2004 und 2005 wurde das frühere
Einkaufszentrum im Zuge der Sanierung des
Wintergartenhochhauses abgerissen.
Frage zum Schluss: Lebt denn eigentlich
Hortex noch? Schauen Sie ins Internet: Kühlkost und Fruchtsäfte werden bis heute unter
der putzmunteren Marke in Polen hergestellt
und angeboten. dr. helge-heinz heinker
11
Aus Alt mach neu: Bevor die Rohbauarbeiten an den Wohnungen beginnen können, muss entrümpelt und abgebrochen werden. Neues Leben für denkmalgeschützte Gebäude
In der Morgensternstraße 15 bis 25 haben
im Juni die Sanierungsarbeiten begonnen.
Bis Mitte 2015 werden von der LWB rund
vier Millionen Euro in das Bauwerk, das
zum denkmalgeschützten Dunckerviertel
in Leipzig-Neulindenau gehört, investiert.
Jahrelang stand das in den 1950-er Jahren
errichtete Gebäude in der Morgensternstraße leer. Die letzten Mieter hatten ihre DreiRaum-Wohnungen – es gab nur einen Wohnungstyp in dem Ensemble – schon vor
langer Zeit verlassen. Einige waren in die
sanierten Nachbarhäuser im beliebten Dunckerviertel umgezogen. Die Wohnanlage gilt
aufgrund ihrer vielfältigen Angebote für alle
Altersklassen, vom Studenten bis zum Seniorenhaushalt, als gefragter Ort zum Leben.
„Wir sind sehr froh darüber, dass wir nun
die Sanierung des Dunckerviertels vollenden können“, sagt Heiko Schröder, Teamleiter Bauprojektsteuerung bei der LWB.
„Nach der Morgensternstraße ist nur noch
die Leidholdstraße dran, dann sind wir hier
zunächst fertig.“
Bislang wurden im Dunckerviertel 571
Wohnungen in mehreren Bauabschnitten
saniert und modernisiert. Innerhalb des
Flächendenkmals, das in den Jahren von
1953 bis 1958 erbaut worden ist, sind zudem
im Rahmen des Stadtumbaus Ost mehrere
Gebäude abgerissen worden. Entstanden
ist ein Wohngebiet mit viel Grün, schönen
Innenhöfen und parkähnlichen Flächen.
Orte zum ruhigen Verweilen sind ebenso
zu finden wie Spielplätze für die Kinder
und kleine Mietergärten. Auch die Morgensternstraße soll für ganz unterschiedliche
Wohnbedürfnisse hergerichtet werden. Sowohl die große Fünf-Raum-Wohnung als
auch die kleine Zwei-Raum-Wohnung sind
neben Drei-Raum-Wohnungen konzipiert.
Derzeit lässt sich allerdings nur mit viel
Phantasie erahnen, welche Metamorphose die alten Gemäuer durchlaufen sollen.
Presslufthammer sind in diesen Junitagen
am Werk. Schutt wird in große Container
geschüttet.
Schröder zufolge beginnt nach den Entkernungs- und Abbrucharbeiten der Rohbau.
Teilweise werden Trennwände entfernt,
neue Öffnungen eingestemmt, Putz-, Betonund Estricharbeiten durchgeführt. Wenn
das Ensemble hergerichtet ist, folgen die
Außenanlagen. Kleine Mietergärten und ein
größerer Gemeinschaftsgarten sind unter
anderem vorgesehen. samira sachse
Bei der Sanierung denkmalgeschützter Substanz wird mit viel Fingerspitzengefühl vorgegangen. Auf dem Foto links sind die Resultate umfangreicher Farbfassungsuntersuchungen im Treppenhaus zu sehen. Die Aufgänge sind von außen durch die orange-rote, aufwändige Fassadengestaltung (Mitte) gut zu erkennen. Auf dem Foto rechts
ist ein ungewöhnlicher Baum zu sehen. Er hat ein Geländer am Kellereingang des Hauses in seinen Stamm „integriert“ statt es zu „umgehen“. 12
Fotos: S. Sachse
wohnzeit 2/2014
Wohnen & Wohlfühlen
Radler wünschen sich mehr Abstellplätze im Quartier
Als eine der fahrradfreundlichsten Städte
Deutschlands bietet Leipzig ein dichtes Netz
an Radwegen. Die Bikertrassen verbinden
nicht nur die Stadtteile miteinander, sondern führen auch ins Umland. „Mehr als ein
Zehntel des Individualverkehrs wird derzeit
in Leipzig per Fahrrad absolviert“, berichtet
Andreas Boos. Er gehört zur gemeinsamen
Arbeitsgruppe Rad des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) und der Stadt
Leipzig. Während Boos zufolge die öffentliche
Infrastruktur für die Radler verbessert wurde,
gibt es in den meisten Wohnquartieren noch
viel zu tun. „Es fehlen geeignete Abstellplätze
für die Räder“, sagt Boos. Diese Plätze sollten
auch für Ältere gut erreichbar und sicher sein.
Parkplätze sind Mangelware
Bikes auf dem Wäscheplatz: So sollte es in keinem Wohngebiet aussehen. Überdachte Fahrradabstellanlagen
mit einem ebenen Zugang am Hauseingang stehen ganz oben auf der Mieter-Wunschliste.
An der Situation in den Wohnanlagen habe
sich seit Jahren nicht viel verändert. In einer
von der Verbraucherallianz „fürs klima“ beauftragten bundesweiten repräsentativen
Basiserhebung von Prognos aus dem Jahr
2009 sei das Manko republikweit deutlich
benannt worden. Fast die Hälfte der Befragten
(46,4 Prozent) gaben an, dass „ein Hemmnis für die Fahrradnutzung unzureichende
Fahrradabstellmöglichkeiten“ sind, so Boos.
Das betreffe die Ziele als auch die Ausgangspunkte des Bikens.
Rosita Osman, Geschäftsstellenleiterin Südost bei der LWB, kann das aus eigener Erfahrung bestätigen. Im Zusammenhang mit der
energetischen Sanierung sowie familien- und
seniorenfreundlichen Modernisierung des
Kreuzstraßenviertels hatte sich die LWB um
eine kostenlose Mobilitätsberatung bei der
Deutschen Energie-Agentur beworben. „Im
Rahmen dieser Beratung, für die wir den Zuschlag erhalten haben, wurden die Mieter
2010 vor Beginn der Bauarbeiten unter anderem danach befragt, was sie sich hinsichtlich
der öffentlichen Verkehrsmittel und der Mobilitätsangebote wünschen“, so Osman. Die Ergebnisse seien teils überraschend gewesen.
dachte Fahrradabstellanlagen mit ebenem
Zugang am Hauseingang“. „Und 29 Prozent
würden öfter mit dem Rad fahren, wenn die
Anlagen gebaut würden“, zitiert Osman aus
der Untersuchung für ein Mobilitätskonzept
für das Kreuzstraßenviertel.
Inzwischen sind erste Maßnahmen umgesetzt. „Kellerräume wurden für Kinderwagen
als auch Bikes auf Vordermann gebracht und
mit Abstellbügeln ausgerüstet und vor den
sanierten Häusern sowie teilweise zusätzlich
auf der Hofseite sind neue Fahrradabstellplätze entstanden“, berichtet Osman. So
soll es bei den anderen Häusern im Viertel
weitergehen. Darüber hinaus werde derzeit geprüft, ein früheres Trafohäuschen zu
einem Fahrradhäuschen umzufunktionieren
und weitere überdachte Abstellflächen zu
schaffen. Zudem sind in den sanierten Anlagen bereits die Flächen, auf denen kleine
Fahrradboxen aufgestellt werden können,
vorbereitet. Sogar in einer geplanten AutoGaragenanlage könnte künftig Platz für Bikes
geschaffen werden. „Vorstellbar wäre, den
Bewohnern des Viertels für kleine Mietpreise
Garagenparkplätze fürs Rad anzubieten“,
sh
sagt Osman. Mobilitätskonzept für Wohnviertel
• „wohnzeit“-Aufruf: Wir bitten Sie, liebe
Leserinnen und Leser, um Ihre Tipps für mehr
Fahrradfreundlichkeit vor der eigenen Haustür. Oder haben Sie bereits das eine oder
andere kleine Projekt umgesetzt? Die besten
Zuschriften, gerne auch mit Fotos, werden
Während die Bedeutung des eigenen Autos
eher zurückhaltend bewertet wurde, gab es
viele Wünsche für mehr Fahrradfreundlichkeit
im Quartier. Jeder Fünfte votierte für „überwohnzeit 2/2014
Foto: LWB/Archiv
mit Einkaufsgutscheinen für Fahrradzubehör
prämiert und in der „wohnzeit“ zur Diskus­
sion gestellt. Wir freuen uns auf Ihre Ideen
fürs Radeln in Leipzig.
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13
Wohnen & Wohlfühlen
Kiosk mit Leipziger Originalen
Das Viertel und die Stadt auf der Scheibe – Spielecke für Kinder im Haus
Vom Rundling über die Gartenstadt bis ins Zentrum – Die Fenster des Serivcekioskes in der Dürrstraße laden zur Entdeckungsreise ein. Unten Links ist die neugestaltete Spielecke zu sehen, rechts der Schaufensterbereich mit den aktuellen Vermietungsangeboten.
Seit Ende Mai empfangen die LWB-Mieterbetreuer in Alt-Lößnig ihre Kunden in einem
erweiterten und modernisierten Servicekiosk. Freundlich eingerichtet und mit einer
Kinderspielecke ausgestattet haben sich die
Bedingungen sowohl für die Mieter als auch
für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
deutlich verbessert. In die Neugestaltung
ihres Kioskes, der sich in einem denkmalgeschützten Gebäude in der Dürrstraße
befindet, hat die LWB viel Geld investiert.
Neben den umfangreichen Veränderungen
im Innenbereich hatte in der Dürrstraße
14
eine neue Außengestaltung Premiere. Ziel
war es, für die rund 15 Meter lange Fensterfront ein „Outfit“ zu entwerfen, welches
dem LWB-Leitspruch „Zuhause in Leipzig“
treu bleibt und zugleich Raum bietet für die
Angebote der LWB-Vermietung.
Entstanden sind verschiedene Bilder mit
viel Lokalkolorit. Inspiriert wurden etliche
Entwürfe von Bauten aus dem umliegenden
Quartier. Neben dem Rundling und der Gartenstadt dienten Häuser aus Neu-Lößnig als
Vorlage. Ideengeber waren unter anderem
LWB-Mitarbeiter. Das Cityhochhaus und das
Fotos: W. Grubitzsch
Völkerschlachtdenkmal, das Wintergartenhochhaus oder auch das Panometer sind
daneben zu entdecken – Leipzig hat schließlich viele beeindruckende Wahrzeichen.
Witzig, wenn die Kunden an den Fenstern
die Bauwerke „identifizieren“.
Die Gestaltung des ebenfalls erweiterten
Kioskes in der Heiterblickallee im Leipziger
Nordosten soll nun nach dem gleichen Muster erfolgen. Zwar gibt es dort längst nicht
so viel Schaufensterfläche wie in der Dürrstraße. Dennoch wird es Platz für Quartiertypisches geben. sh
wohnzeit 2/2014
Wohnen & Wohlfühlen
Kompliment für den kleinen Mieterbeirat
Der 18-köpfige Mieterbeirat der LWB hat
einen kleinen „Bruder“: Im Grünauer Titaniaweg 3, 5, 9 und in der Jupiterstraße 2
setzen sich acht Senioren gemeinsam für
die Interessen ihrer Nachbarn und ihrer
Quartiere ein. Für die zuständige LWB-Geschäftsstellenleiterin Nord/West neu, Barbara Zappe, und die Mieterbetreuer ist das
Achtergespann ein wichtiger Partner für die
Arbeit vor Ort. „So können wir auf kurzem
Weg gemeinsam Probleme lösen und uns
gegenseitig helfen“, sagt Zappe. Sie berichtet, dass der kleine Mieterbeirat einmal im
Quartal zusammentrifft, aber auch darüber
hinaus jederzeit zur Verfügung steht.
Die LWB wiederum informiert die acht Ehrenamtlichen regelmäßig über aktuelle
Projekte. Zappe: „Im Vorfeld der Legionellenprüfung haben wir zum Beispiel
einen Fachmann gebeten, vor dem kleinen Mieterrat den technischen Ablauf der
Tests zu erklären.“ Da es zu den Themen
Hausordnung, Wachschutz und Grünpflege
Ein Ziel des kleinen Mieterbeirates ist ein gutes Zusammenleben der Nachbarn. ganz regelmäßig Nachfragen und manchmal
Ärger gibt, standen auch dazu die dafür
Verantwortlichen Rede und Antwort. Zappe: „So lassen sich Missverständnisse verhindern.“ Der kleine Mieterbeirat sei nicht
zuletzt auch deshalb ein „toller Partner“,
Foto: LWB /Archiv
weil sich die Mitglieder für ein gutes Nachbarschaftsverhältnis einsetzen und gegenseitige Unterstützung organisieren. „Wenn
wir noch mehr solcher Beiräte hätten, ließe
sich vieles einfacher regeln“, meint Zappe.
sandy ruhland
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Zu Hause in Grünau
Auch im Alter noch zu Hause wohnen – das wünschen sich viele Senioren. Die ambulante Pflege
der AWO Leipzig unterstützt Menschen in ihrem
Alltag und ermöglicht ein sorgenfreies und langes
Leben daheim.
Und wenn die eigene Wohnung den sich verändernden Bedürfnissen nicht mehr gerecht wird,
lohnt sich vielleicht ein Umzug: das Servicewohnen bietet weitgehend seniorenfreundliche Wohnungen und verschiedene Dienstleistungen rund
um das Wohlbefinden pflege- und hilfebedürftiger
Bewohner. Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr.
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wohnzeit 2/2014
15
Wohnen & Wohlfühlen
Frauenhaus eröffnet Chance für Neuanfang
In diesem LWB-Haus hat in den vergangenen 25 Jahren für Hunderte Frauen und
ihre Kinder eine neue Zukunft begonnen.
Eine Zukunft ohne Angst vor Gewalt und
Missbrauch.
Die Adresse des Frauenhauses ist geheim.
„Zum Schutz der Bewohnerinnen“, sagt
Marlies Sonntag vom „Frauen für Frauen
e.V.“ als Träger der Einrichtung. Die Betroffenen wenden sich entweder an den rund
um die Uhr besetzten Notruf des Vereins
unter der Telefonnummer 0341-4798179
oder an die Polizei, die sich dann mit der
Einrichtung in Verbindung setzt, um eine
Aufnahme zu organisieren. „Wir haben 15
Zimmer unterschiedlicher Größe für Frauen
mit Kindern“, erklärt Sonntag. Wenn alle
Betten belegt sind, werde entweder das
zweite Frauenhaus, das es in Leipzig gibt,
um Übernahme gebeten oder eine Adresse
im Umland angefragt. Alle Einrichtungen
arbeiten eng zusammen.
Sonntag zufolge ist „ihr Frauenhaus“ nicht
selten ausgebucht. „Leider“, betont die Frau
mit den kurzen Stoppelhaaren und der modernen Brille. Für sie ist es „erschreckend,
dass das Gewaltlevel seit vielen Jahren immer gleich bleibt“. Nicht nur in Leipzig, sondern bundesweit. Sonntag hat, bevor sie
vor zweieinhalb Jahren nach Leipzig kam,
im Landkreis Cuxhaven viele Jahre lang ein
kleineres Frauenhaus geleitet. Den einzigen
Unterschied zu Cuxhaven sieht sie in der
größeren Selbständigkeit von Frauen in der
Großstadt. „Was aber nichts mit Selbstwert-
gefühl und Selbstbewusstsein zu tun hat.“
„Viele Betroffene halten sich für wertlos,
geben sich selbst die Schuld, wenn es in
der Beziehung nicht klappt und es immer
wieder zu gewalttätigen Übergriffen durch
den Ehemann kommt“, erklärt die Sozialpädagogin. Nicht wenige Frauen würden
berichten, dass nach der Heirat oder der Geburt des ersten Kindes die Situation gekippt
sei. Und dann würden für das Verhalten des
Mannes viele Entschuldigungen ins Feld
geführt. Eifersucht, Stress, Unzufriedenheit, Überforderung, Angst: Die Liste der
Erklärungsversuche und vermeintlichen
Entschuldigungen ist lang. Die Opfer häuslicher Gewalt kommen zudem aus allen
sozialen Schichten. Die Beamtin und die
Lehrerin gehören ebenso dazu wie die Langzeitarbeitslose oder die Hausfrau aus einem
Geringverdienerhaushalt. Frauen aus gutbe-
Die Gäste des Frauenhauses benötigen oft Hilfe, um ein
neues Leben beginnen zu können. Foto: A. Raths, Fotolia.
tuchten Verhältnissen suchen seltener die
Hilfe des Vereins, weil sie über bessere Ressourcen – Freundinnen mit Gästezimmer,
Geld für Hotel oder Wohnung – verfügten.
Sonntag: „Bevor Betroffene ihr altes Leben
hinter sich lassen und eine Partnerschaft
beenden wollen, vergehen oft Jahre und
der Leidensdruck ist enorm angewachsen.
„Dann gebe es freilich stets viel Verbindendes mit dem Mann und dem Zuhause.
So erkläre sich, dass einige Gewaltopfer
nach einer Auszeit in der Kriseninterventionseinrichtung wieder zu ihrem Peiniger
zurückkehren. „Je schlimmer das Selbstwertgefühl angeschlagen ist, umso größer
ist die Abhängigkeit und umso schwerer fällt
der Weg in ein eigenverantwortliches Leben“, erzählt Sonntag. Den meisten Frauen
jedoch gelinge mit Hilfe der Sozialarbeiterinnen, -pädagoginnen und Beraterinnen
des Vereins „Frauen für Frauen“ ein „echter
Neuanfang“.
30 bis 35 Tage bleiben Betroffene im Schnitt
im Frauenhaus. In dieser Zeit werde viel
gesprochen und beraten, vielfach müssten
Therapien begonnen und juristische Schritte
gegen den Peiniger eingeleitet werden. Für
die Kinder werden neue Schulen oder Kitas
gesucht. Und stets drängt die Zeit, denn die
Zimmer im Frauenhaus sind knapp. „Wir suchen derzeit nach einem größeren Quartier,
damit die Frauen wirklich die Chance haben,
bei uns ein wenig zur Ruhe zu kommen“, so
Sonntag. Derzeit teilen sich pro Etage fünf
Mütter und ihre Kinder eine Küche mit einem
Kühlschrank sowie ein Bad. s. sachse
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wohnzeit 2/2014
Wohnen & Wohlfühlen
Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle Nord/West neu von hinten links nach rechts: Ines Pechstein, Sandra Graichen, Peggy Juszcak, André Dahl, Uwe Rieck, Torsten Kurtzer,
vorne von links nach rechts: Rolf Zschau, Manuela Damm, Geschäftsstellenleiterin Barbara Zappe und Ute Srba. Foto: Heinz Report
„Wir sind der erste Ansprechpartner für die Grünauer“
Mit der Geschäftsstelle Nord / West neu
wird die Tour durch die LWB-Geschäftsstellen fortgesetzt.
Ein ganz normaler Vormittag. Die Mieterbetreuer des Servicekioskes Grünau sind
entweder unterwegs oder sie sitzen an den
Schreibtischen. Ihnen gegenüber die Mieter
mit ihren Anliegen: Eine ältere Dame beklagt
sich über die Kinder, die beim Fußballspielen im Hof Lärm machen. Der LWB-Mitarbeiter, auf der Suche nach einem Kompromiss,
verspricht, vorbeizukommen. Nebenan geht
es um den kaputten Balkongriff und um eine
Wohnungsübergabe. Die Ausziehenden wollen wissen, was sie alles selbst in Ordnung
bringen müssen und was die LWB erledigt.
Ein anderer Mitarbeiter brütet über einem
Stapel Reinigungsverträge.
Ein ganz normaler Vormittag, außer dass
Barbara Zappe heute hereinschaut. Sie leitet
die Geschäftsstelle Nord/West neu, zu der
4.600 Wohnungen gehören. Ihr unterstehen
zwei Kioske, der in der Ludwigsburger Straße in Grünau und der in der Axis-Passage
in der Georg-Schumann-Straße. Die Wohngebiete, in denen beide Kioske angesiedelt
sind, könnten unterschiedlicher nicht sein.
In die Axis-Passage kommen Mieter aus
Eutritzsch, Gohlis, Möckern und Wahren.
Die Häuser in diesen Standteilen sind bis zu
einhundert Jahren alt und stehen teils unter
wohnzeit 2/2014
Denkmalschutz. Das bedeutet unter anderem, dass die meisten Treppenhäuser nur in
bestimmten Farbtönen gestrichen werden
dürfen und dass an die Fassaden keine
zusätzliche Wärmedämmung angebracht
werden darf. Da das Gros der Wohnungen
in diesen Gebieten ihre erste Sanierung im
bewohnten Zustand hinter sich gebracht
haben, wird jetzt jeder Mieterwechsel für
umfassende Instandsetzungsarbeiten genutzt. „Die können schon mal um die 15.000
Euro kosten“, so Barbara Zappe. „Die Bäder
und Fenster sind zwar alle neu, aber so
manche alte Tür oder die Fußböden sind
fällig.“ Parallel laufen planmäßige Arbeiten,
die ganze Häuser betreffen. So bekommen
in den Wahrener LWB-Anlagen die Türen
und Fenster in diesem Jahr einen neuen
Außenanstrich.
Die Grünauer Häuser der LWB sind in der
Mehrzahl teilsaniert, das heißt, mit neuen Heizungen und Aufzügen ausgerüstet
und renoviert. Für 2014 ist viel geplant: im
Schönauer Ring die Sanierung der Freitreppen und der Dachentwässerungen; im Dölziger Weg 4 der Ersatz der Wohnungstüren
durch Brandschutztüren; in der Jupiterstraße und im Titaniaweg der Ersatz der Rauchmelder durch modernere Geräte und überall
wo nötig die Anpassung der Aufzüge an den
aktuellen Stand der Technik.
Ein ganz normaler Vormittag. Kommen und
Gehen. In Grünau gab es früher drei Kioske.
„Natürlich waren manche Mieter unzufrieden, dass wir die zusammengelegt haben“,
gesteht Zappe. „Aber hier sitzen alle Mieterbetreuer zusammen; immer ist jemand
ansprechbar. Auch die Mitarbeiterin der
Abteilung Sozialmanagement hat hier ihren
Platz. Wir sind verkehrsgünstig gelegen –
und wenn ein Mieter gehandicapt ist, fahren
wir nach wie vor zu ihm hin.“
Der Kiosk kann über Gästemangel nicht
klagen. „Wir sind der erste Ansprechpartner für die Grünauer“, so Zappe. „Bei uns
werden sie ihre Wünsche los und auch mal
ihren Frust. Wenn sie eine andere Wohnung
möchten, kommen sie oft zuerst zu uns, und
wir binden dann die Vermieter ein. Viele
unserer Mieter wollen in Grünau umziehen,
wollen nicht auf Vorzüge des Stadtteils wie
das viele Grün, die nahen Kitas oder Arztpraxen verzichten. Besonders gefragt sind
derzeit ganz große und kleine Wohnungen.“
Barbara Zappe, die heute im Leipziger
Westen lebt, hat selbst 20 Jahre in Grünau gewohnt und weiß, wovon sie spricht:
„Diese Gegend ist mit dem Grünau von vor
35 Jahren oder von Anfang der Neunziger
nicht mehr zu vergleichen. Es gibt Kneipen,
Geschäfte, Dienstleister. Wenn ich mal eine
neue Wohnung suche, dann könnte ich mir
vorstellen, wieder in meine alte Ecke, den
WK 5.1, zu ziehen.“ marlis heinz
17
Wohlfühlklima und Sicherheit: „Nachbarschaften sind
Ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn ist
vielen Mietern wichtig. Auch die LWB kann
davon profitieren.
Wirklich weg wollte Beatrix Wenzel nie. Sie
mag das viele Grün rund um die Häuser und
die Ruhe, die Nähe zur Leipziger Innenstadt
und sie schätzt das freundliche Klima in
ihrem Quartier. „Ich wohne seit mehr als
20 Jahren in der Erlasiedlung“, so die Geschäftsfrau. „Als mein Haus abgebrochen
wurde, bin ich nur ein Stück weiter in ein
saniertes Haus umgezogen.“ Eine moderne
Wohnung, dazu die schöne Terrasse samt
kleinem Gärtchen: „Das ist mein Rückzugsraum“, sagt sie. Zum Wohlfühlklima gehöre
aber noch mehr. „Ohne eine gute und aufmerksame Nachbarschaft ist die schönste
Wohnung nur halb so gut.“
Manfred Niziolek gehört zu dieser „guten
Nachbarschaft“ und er nimmt das Kompliment mit einem Lächeln entgegen. Der
79-Jährige, der nicht nur von Beatrix Wenzel als „der Opi“ und „die gute Seele“ des
Hauses bezeichnet wird, lebt quasi Wand
an Wand mit ihr. Den Job als „gute Seele“
habe er von seiner vor drei Jahren verstorbenen Ehefrau übernommen. Fast wie ein
Vermächtnis. Dabei habe er zunächst selbst
die Hilfe und Zuwendung der Nachbarn gebraucht. „Wenn du nach so vielen Jahren
auf einmal allein in deiner Wohnung bist,
weißt du gar nicht, wie es weitergehen soll“,
erinnert sich Niziolek. „Manchmal hat mich
schon ein freundliches Hallo von den Nachbarn aufgemuntert oder die Einladung auf
einen Kaffee.“ Das Gefühl, nicht wirklich
allein zu sein und sich im Notfall auf die
Menschen, die unterm gleichen Dach leben,
verlassen zu können, ist dem Senior wichtig.
Ein Umzug, sagt er, komme für ihn nicht
mehr in Frage.
Wenzel und Niziolek sind keine Einzelfälle.
Von wegen Anonymität im Mietshaus. Ganz
gleich, ob jung oder alt, ob im Hochhaus, im
Siedlungshaus aus den 30er Jahren oder im
Plattenbau: Unter den LWB-Mietern gibt es
viele Hausgemeinschaften, die zusammen-
halten, sich gegenseitig helfen, gemeinsam
etwas bewegen oder auch regelmäßig miteinander feiern. Dabei handelt es sich nicht
um Überbleibsel aus der Vergangenheit, die
immer seltener werden, sondern um einen
echten Zukunftstrend.
In der Studie „Wohntrends 2030“ des GdW
Bundesverband deutscher Wohnungs- und
Immobilienunternehmen e.V., in der unter
anderem über die Entwicklung der Kundenwünsche berichtet wird, spielt das Thema
eine wichtige Rolle. Unter anderem heißt es
unter der Überschrift „Die Stadt der Quartiere 2030“: „Nachbarschaften sind etwas
Besonderes“. Als „ein soziales Netz, ein
System von persönlichen Beziehungen zwischen Personen“ bieten „Nachbarschaften
das, was ansonsten nur verwandtschaftliche Beziehungen bieten können: Anerkennung, Freundschaft und sogar Liebe“. Als
Beleg wird unter anderem eine Befragung
angeführt, nach der mehr als 80 Prozent der
Teilnehmer Nachbarschaftshilfe und gegenseitige Unterstützung als wichtig und sehr
Gemeinsam für eine schöne Umgebung: In der Mozartstraße hat eine Hausgemeinschaft den Hinterhof bepflanzt. Auch die Haustiere profieren von guten Nachbarn.
Wenn Frauchen oder Herrchen mal nicht zuhause sind, sorgen vielleicht die Mieter von gegenüber für den Vierbeiner. 18
Fotos: LWB/S. Sachse
wohnzeit 2/2014
Top-Thema
Beatrix Wenzel erhält von Manfred
Niziolek (Foto links) oft Hilfe bei der
Pflege ihres kleinen Mietergartens.
In der Yorckstraße 45 (Foto Mitte)
sind die Mieter eine eingeschworene
Gemeinschaft, die gerne gemeinsam
feiert. Dr. Brita Will aus dem Wintergartenhochhaus (Foto rechts) schätzt
den tollen Ausblick von ihrem Balkon
und die gute Nachbarschaft. Neben
den schönen Geburtstagsfesten ist
ihr die gegenseitige Unterstützung
sehr wichtig. Fotos: LWB/S. Sachse
etwas Besonderes“
wichtig bewertet haben. Drei Viertel fanden
es zudem wichtig, dass man Nachbarn hat,
mit denen man jederzeit reden kann und die
man öfters trifft.
„Für mich ist das auch eine Art Wohlfühlfaktor“, sagt Dr. Brita Will aus dem Wintergartenhochhaus. Die gegenseitige Aufmerksamkeit, die sie in ihrer 22. Etage spürt, ist
ihr enorm wichtig. Dr. Will wohnt seit 1972
im Wiga, wie das einst höchste Wohnhaus
der DDR auch genannt wird. „Mit einigen Familien leben mein Mann und ich schon seit
vielen Jahrzehnten unter einem Dach“, erzählt sie und fügt hinzu, dass natürlich aber
auch jeder „Neuankömmling“ stets freundlich empfangen werde. Dass der eine oder
andere eher für sich allein sein möchte und
weniger Kontakt wünsche, „sollte man als
guter Nachbar auch akzeptieren können“.
Dr. Will: „Die Menschen sind verschieden
und das muss man tolerieren.“ Nicht jeder
habe Lust auf gemeinsame Geburtstagsfeiern im Flur, den Cherry am Wochenende
oder das Tässchen Kaffee.
Andererseits betont die Seniorin, dass gute
Nachbarschaft nicht automatisch entstehen
kann. Ein wenig Zeit und Mühe sollte jeder
investieren: „Man muss auch bei aller gebotenen Zurückhaltung aufeinander zugehen.“
Dr. Will liebt die Gemeinschaft in ihrer 22.
Etage, auf der es acht Wohnungen gibt.
Sie spricht von Geborgenheit und davon,
dass sie ein gewisses Sicherheitsgefühl
hat, wenn sie weiß, dass sie im Notfall an
vielen Türen klingeln und um Hilfe bitten
kann. „Für mich ist gute Nachbarschaft eine
Voraussetzung dafür, dass ich in den eigenen vier Wänden alt werden kann“, sagt sie
und liegt damit auf gleicher Welle mit Herrn
Niziolek aus der Erlasiedlung. Von Vermieterseite werden funktionierende Nachbarschaften ebenso hoch geschätzt. Für Sandra
Stöckig tragen sie zum Wohnklima bei. Die
Mieterbetreuerin in der LWB-Geschäftsstelle
Mitte 1 kennt viele Beispiele für ein „tolles
Miteinander in den Wohnanlagen“. In der
Universitätsstraße 20 etwa gebe es mit Frau
Krause und Frau Tautz wirklich gute Seelen.
Das Duo kümmere sich um eine erkrankte
Nachbarin und halte darüber hinaus viele
Fäden im Haus zusammen. „Oder auch die
Mozartstraße 5: Da wurde von einer rührigen
Hausgemeinschaft der Hinterhof liebevoll
bepflanzt“.
Gute Nachbarn sind nicht zuletzt gute Partner der Vermieter, sagt Sandra Stöckig.
Die Leute, die Tür an Tür leben, würden
miteinander auch über Probleme reden.
„Und wenn es mal in einem Haus klemmt,
erhalten wir umgehend eine Information
und wir können uns kümmern.“ Die Mieterbetreuerin ist sich sicher, dass gute Hausgemeinschaften entscheidend sind fürs
Wohlbefinden. Deshalb kann es durchaus
auch vorkommen, dass sie selbst Kontakte
zwischen Mietern fördert. „In der Burgstraße
habe ich zwei Damen miteinander bekannt
gemacht“, erzählt sie. Beide haben viel
Sinn für Kunst und Kultur, beide waren allein. „Nun verabreden sich die Frauen für
Opernbesuche oder fürs Theater“, berichtet
Stöckig. samira sachse
Gute Nachbarschaft fördert Wohnzufriedenheit und Gesundheit
Unter dem Titel „Engagement für gute
Nachbarschaft“ hat der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. das
Zusammenleben in Wohnquartieren unter
unterschiedlichen Aspekten beleuchtet. Im
Vorwort der Publikation heißt es: „Funktionierende Nachbarschaften sind eine wichtige Grundlage für stabile Wohnquartiere
und die Wohnzufriedenheit der Bewohner.
Nachbarschaften beeinflussen die Wohnwohnzeit 2/2014
und Lebensqualität und wirken sich auch
auf die Gesundheit aus.“ Zudem ist die
Rede davon, dass Wohnungsunternehmen
durch Feste und Angebote in Treffs und Vereinen das Zusammenleben fördern. „Sie
schaffen Kommunikationsorte, an denen
sich die Nachbarn kennenlernen können.“
Auch die LWB kann in dieser Hinsicht viele
Beispiele beisteuern. Unter anderem organisieren die LWB-Geschäftsstellen jedes
Jahr Mieterfeste in zahlreichen Wohnanlagen. Das Unternehmen engagiert sich in
Vereinen, die sich in den Quartieren für ein
verständnisvolles Zusammenleben einsetzen oder auch Hilfen für Mieter organisieren. Die Vereine, die sich der Seniorenbetreuung widmen, gehören ebenso dazu wie
jene, die zum Beispiel im Jugendbereich
tätig sind oder die sich um die Integration
von Migranten bemühen. sh
19
Das LWB-Sozialmanagement von links nach rechts: Bianka Beck, Anka Trinks, Stefan Wagner, Karla Stoll, Jens Eßbach, Christine Heidrich und Jana Schreiner.
Heraus aus dem Teufelskreis: „Wir müssen mit den Men
Das LWB-Sozialmanagement kümmert sich
nicht nur um Mietschuldner. In Notfällen
wird ein „Mechanismus der Hilfe“ in Gang
gesetzt.
Rosemarie M. war am Ende: Mit solch einer
Summe für die Nachzahlung ihrer Nebenkosten hatte sie nicht gerechnet. Wo sollte sie
bei ihrer winzigen Rente das Geld hernehmen? Irgendwann saß sie dann Bianka Beck
gegenüber, einer Mitarbeiterin der Abteilung
Sozialmanagement der LWB. „Ich wusste
sofort: Dieser Frau kannst du alles erklären,“
erinnert sich die Siebzigjährige. „Die versteht, wie du in diese Lage gekommen bist.
Sie war mehrmals bei mir. Und mehrmals bin
ich beim Erzählen in Tränen ausgebrochen.
Und das war mir bei ihr nicht mal peinlich.“
Ihre ganze lange Lebensgeschichte hat die
verzweifelte Mieterin der Sozialarbeiterin erzählt. Da war die Berufstätigkeit als Tierpflegerin und Küchenkraft, immer wieder unterbrochen von Zeiten, in denen sie für ihre drei
Kinder da war. Später wurde sie arbeitslos.
Da war ihre Krankheit, die sie zwang, selbst
in der stark geheizten Wohnung dicke Sachen
zu tragen. Da waren Einsamkeit und Armut.
Und dann eben diese Nebenkosten-Rechnung. Unbezahlbar. „In solchen Fällen greift
ja oft das Sozialamt den Schuldnern unter
die Arme“, erläutert Bianka Beck. „Aber das
überprüft natürlich erst, inwieweit der außergewöhnliche Verbrauch gerechtfertigt
ist. Im Falle unserer Mieterin muss ein Gesundheitsgutachten belegen, dass bei ihrem
20
Krankheitsbild eine höhere Raumtemperatur
lindernd wirkt. Da sind wir jetzt noch dran.“
„Frau Beck hat mir geholfen, alle Formulare
richtig auszufüllen“, so Rosemarie M. „Sie
hat mir immer wieder Mut gemacht und das
mit der Ratenzahlung der Schulden geregelt. Ich wollte doch meine Wohnung nicht
verlieren. Seit dem Jahr 2000 lebe ich hier
im Haus, erst in einer Wohngemeinschaft
mit einer Bekannten, dann alleine in dieser
Ein-Raum-Wohnung. Und demnächst ziehe
ich hier im Haus sogar mit meinem Freund
in eine etwas größere Wohnung. Das wäre
ohne Frau Beck auch nicht so einfach gewesen, weil es Probleme mit der Kaution gab.“
Und dann erzählt Rosemarie M. noch: „Ich
habe sie auch schon gefragt, ob ich sie mal
umarmen darf. Und dann bin ich ihr glücklich
um den Hals gefallen“.
Bianka Beck ist eine von sechs Mitarbeitern
der Abteilung Sozialmanagement der LWB.
Kontakt
Sozialmanagement
Wenn Sie Schwierigkeiten mit Ihren Mietzahlungen haben oder jemanden kennen, der sich in einer Notlage befindet,
sprechen Sie die Mitarbeiter des LWBSozialmanagements gerne an.
Sie erreichen Jens Eßbach via E-Mail anjens.essbach@lwb.de oder telefonisch
unter der Nummer 0341-992 3310. Zwei im Team sind studierte Sozialarbeiter, die anderen haben sich dem Arbeitsgebiet aus Richtung Immobilienverwaltung
genähert. Unabhängig von den beruflichen
Wurzeln eint sie ihre Aufgabe: Kein Mieter
soll seine Wohnung verlieren, weil er in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Keiner soll
ohne Hilfe bleiben, wenn ihn Probleme in die
Ecke drücken, wenn er krank ist, wenn er von
den Drogen nicht wegkommt… „Nur selten
treibt die anderen Mieter die Empörung. Und
kaum einmal verlangen sie von uns schnelle Abhilfe, sprich: einen Rausschmiss des
Ruhestörers“, erläutert Jens Eßbach, Abteilungsleiter Sozialmanagement. „Meist ist es
deren ehrliche Sorge um ihren Nachbarn. Sie
wissen, wie der Mann war, als er noch seine
Arbeit und seine Frau hatte. Sie erinnern sich
an die nette alte Dame, die jetzt dement ist
und ununterbrochen an die Heizung klopft.
Aber sie sind ratlos und rufen uns an. Und so
ist es auch gedacht, die Mieter können sich
jederzeit mit eigenen Sorgen oder für ihre
Nachbarn mit auffälligen sozialen Problemen
an das Sozialmanagement der LWB wenden.
Wir setzen dann den Mechanismus der Hilfe
in Gang. Wir können den Ratsuchenden nicht
in jeder Beziehung helfen, aber wir können
sie an die Hand nehmen und ihnen zeigen,
wo es Unterstützung für sie gibt. Das sind
Behörden, medizinische Einrichtungen, Treffpunkte im Wohngebiet, Selbsthilfegruppen,
Vereine – oder auch die Nachbarn eine Tür
weiter.“ Nur in wenigen Fällen, beispielsweise wenn das Wohl eines Kindes gefährdet
wohnzeit 2/2014
Team & Technik
Drei Fragen an: Jens Eßbach
Abteilungsleiter Sozialmanagement
Fotos: Heinz Report
schen ins Gespräch kommen“
scheint, greifen die Sozialarbeiter der LWB
umgehend zum Telefon und rufen das entsprechende Amt oder die Polizei an.
Meist häufen sich die Probleme aber langsam: Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung,
alte Schulden, neue Ausgaben. Irgendwann
quellen die Rechnungen aus dem Briefkasten. Wird die Miete zum zweiten Mal nicht
bezahlt, flattert die Kündigung ins Haus.
Doch eine Räumung erfolgt nicht, ohne dass
das Sozialmanagement alle Register gezogen
hat. Da geht es um mehr als das Geld für die
Mietschulden. Beck: „Wir müssen mit den
Menschen ins Gespräch kommen. Zuerst
gilt es herauszufinden, wo die Zahlungsprobleme herkommen. Da müssen wir auch
jene Mieter erreichen, die den Kopf in den
Sand stecken. Wichtig ist, zu zeigen: Wer
sich um Miete und andere Forderungen nicht
kümmert, zahlt später drauf. Mit Mahngebühren, Kosten für Gerichtsvollzieher, Vollstreckungen, Zinsen und zum Schluss vielleicht der Räumung kommt viel zusammen.
Und wir müssen Augen und Ohren offen
halten: Wie geht es dem Menschen? Welche Medikamente stehen in Griffweite?
Müsste das Kind, das da vor dem Fernseher
liegt, nicht eigentlich in der Schule sitzen?
Versucht die Mutter ihre Verzweiflung mit
Alkohol zu dämpfen?“ Oft gelingt es den
Sozialarbeitern der LWB, den Menschen aus
dem Teufelskreis herauszuhelfen. Manchmal nicht. Und manchmal wollen sich die
Betroffenen nicht helfen lassen. Wie lebt
das Team mit Misserfolgen? „Sie sind nicht
die Quelle für Frust, schließlich ist es unser
Beruf“, meint Bianka Beck. „Mich frustriert
eher, wenn ich Menschen begegne, die sich
hundertprozentig sicher sind, dass sie nie
in so eine ausweglose Situation geraten
könnten.“
Als sich die Sozialarbeiterin von Rosemarie
M. verabschiedet, dreht sie sich nochmal
um: „Und wenn was ist …“ – „Ja natürlich,
dann melde ich mich sofort“, antwortet ihr
die Mieterin und winkt. marlis heinz
Das LWB-Sozialmanagement setzt „Mechanismen der Hilfe“ in Gang. wohnzeit 2/2014
Die Mieter, mit denen Sie Kontakt haben,
sind in der Regel Menschen in schwierigen
Lebenssituationen, sind die Mietschuldner,
die Kranken und Süchtigen, die Entwurzelten. Wie weit sehen Sie das Wohnungsunternehmen in die Pflicht genommen?
Wir müssen ständig abwägen: Da ist einerseits die absolute Mehrzahl unserer Mieter,
die pünktlich zahlen, sich in die Gemeinschaft einbringen und ihren Nachbarn gegenüber rücksichtsvoll sind. Und da sind die
wenigen anderen, die uns Sorgen machen,
die wir aber nicht einfach auf die Straße stoßen wollen. Es sind die Menschen, die – oft
nur in einer bestimmten Lebenssituation –
allein nicht mehr zurecht kommen. Natürlich
geht es uns auch darum, unsere Mieten
einzunehmen. Aber allein dazu braucht
ein Unternehmen wie unseres keine sechs
Sozialarbeiter.
Wie muss man sein, um diese Arbeit zu
machen?
Man muss Mitgefühl für die Menschen empfinden können, muss gewillt sein, die Ursachen für deren missliche und manchmal
sogar dramatische Situation zu suchen.
Dann kommt man ins Gespräch und dann
erst kann man helfen.
Welche Trends beobachten Sie?
Es scheinen immer mehr ganz junge Leute mit ihrem Lebensalltag nicht zurecht zu
kommen. Sie haben es oft von ihren Eltern
nie gelernt. Und es sind immer mehr ganz
alte Menschen, mit Anzeichen von Altersverwirrtheit oder dem Beginn von demenziellen
Erkrankungen.
interview: mhz
21
Entdecken & Erleben
Kulturloge erhält Förderpreis „Kultur für Familien“
Die LWB hat auch 2014 die Verleihung des
Familienfreundlichkeitspreises der Stadt
Leipzig unterstützt. Mit der Auszeichung,
die zum sechsten Mal vergeben wurde,
wird besonderes Engagement für Familien
mit Kindern gewürdigt. Vergeben wurden
insgesamt sechs Auszeichnungen, darunter
ein Förderpreis „Kultur für Familien“, den
die „Kulturloge Leipzig & Region“ des soziokulturellen Zentrums „die Villa“ erhielt.
Der Geschäftsführer des gemeinnützigen
Vereins, Oliver Reiner, erklärt das Projekt.
Erfahren Sie, wie es den Leuten gefallen
hat?
Ja, sehr oft sogar. Über diese tollen Mails,
Karten oder auch Anrufe freuen wir uns sehr.
Wie viele Menschen haben die Angebote
der Kulturloge bereits genutzt?
Fast 5.000 seit Start der Loge 2012.
Und wie viele Gäste sind bislang registriert?
Es sind knapp 600.
Auch die Oper beteiligt sich an den Aktivitäten der
Kulturloge Leipzig. Wohnzeit: Wie engagiert sich die Kulturloge?
Oliver Reiner: Sie vermittelt sozial Schwächeren ähnlich dem Tafel-Prinzip kostenlos
ganz unterschiedliche Kulturerlebnisse.
Wer spendet diese Erlebnisse?
Die Kulturstätten, vom großen Gewandhaus
bis zum kleinen Szenetheater. Mittlerweile
beteiligen sich mehr als 30 Einrichtungen in
zehn verschiedenen Interessenkategorien.
Sie stellen ihre nicht verkauften Karten der
Kulturloge zur Verfügung.
Und dann kann kommen wer will?
Nein, Voraussetzung für eine Vermittlung
ist, dass der Interessent bei uns als Gast
registriert ist. Gast wiederum kann werden, wer einen Leipzig-Pass besitzt. Wenn
Foto: LWB/Archiv
wir die Ticketmeldungen vorliegen haben,
rufen die ehrenamtlichen Mitarbeiter der
Kulturloge bei den potenziellen Gästen an,
stellen das Angebot vor, erklären, was man
zu erwarten hat. Das baut Berührungs- oder
Schwellenängste ab.
Warum Schwellenängste?
Viele, die wir ansprechen, waren Jahre lang
nicht mehr in einem Konzert oder im Theater. Hinzu kommt, dass die Termine stets
recht kurzfristig sind. Es kann ganz viele
Bedenken geben, bis dahin, dass der eine
oder andere gar nicht weiß, was er anziehen
soll. Wir machen Mut und ermuntern zum
Test des Angebotes. Es kann ja nichts passieren. Und wenn es nicht gefällt, dann ist
man beim nächsten Mal schlauer.
Klingt nicht besonders viel bei rund 20.000
Leipzig-Pass-Inhabern. Wie soll es weitergehen?
Auf die 600 sind wir schon recht stolz, weil
wir auch kaum die finanziellen Möglichkeiten haben für spürbare Werbung. Natürlich wollen wir mehr erreichen. Unser Ziel
sind 5.000.
Wie ist derzeit der Zulauf?
Der ist richtig gut. Bis zu 40 neue Anmeldungen kommen pro Woche rein. Wir prüfen zunächst, ob die Voraussetzung, also
der Leipzig-Pass, erfüllt ist. Das ist wichtig,
um Missbrauch vorzubeugen. Auch andere
Nachweise für die Bedürftigkeit gelten.
Ist die Loge eine Leipziger Erfindung?
Nein, es gibt fünf, sechs weitere, unter anderem in Dresden. interview: s. sachse
Viel Anerkennung für besonderes Engagement und kreative Ideen
Der mit 3.000 Euro dotierte Hauptpreis des
Familienfreundlichkeitspreises ging an das
Kindermuseum Unikatum in der Zschocherschen Straße. Seit 2010 wird hier jedes Jahr
eine Ausstellung konzipiert und gestaltet.
2014 lädt Unikatum zu einer Expedition
unter dem Motto „Papperlapapp! Abenteuer im Dschungel der Sprache“ ein. Zum
Museum gehört ein Familiencafé, in dem
sonntags ein Familienbrunch stattfindet.
Den zweiten Platz (2.000 Euro) hat das
Nachbarschaftszentrum „Die Tür“ in der
Georg-Schumann-Straße errungen. Vor zwölf
Jahren gründeten drei Familien das Zentrum,
um in Gemeinschaft kreativ zu sein und dabei die Nachbarschaft einzubeziehen. Mitt22
lerweile ist daraus ein Treffpunkt für die ganze Familie in Gohlis geworden. Verschiedene
Kurse, ob sportlich oder künstlerisch, gemeinsames Frühstück oder Krabbelgruppen
– alle Angebote der „Tür“ sind kostenfrei.
Man kann auch eigene Ideen und Fähigkeiten einbringen. Alle arbeiten ehrenamtlich
mit und wollen mit ihrer Arbeit das Gemeinschaftsgefühl in der Nachbarschaft stärken.
Den dritten Platz (1.000 Euro) erhielt das
Kinder-und Jugendkulturzentrum O.S.K.A.R.
im Leipziger Osten. Mit einer großen Bandbreite an Kursen in den Bereichen Technik/
Medien, Bildende und Darstellende Kunst,
mit generationsübergreifenden Projekten
sowie Senioren- und Familienangeboten
bietet das Kulturzentrum viele verschiedene
Aktivitäten und Veranstaltungen. Engagiert
und ideenreich wird die ganze Familie und
das Wohnumfeld in die Arbeit einbezogen.
Im Vordergrund steht das Ziel, kulturelle
Bildung für alle Kinder, Jugendlichen und
ihre Familien – und das zum kleinen Preis
– anzubieten.
Eine Kinderjury, die vom Leipziger Kinderbüro unterstützt wurde, bewertete ebenfalls
alle Vorschläge. Sie vergab ihren Preis ans
Kindersportzentrum „Purzelbaum“. Hier
stehen Bewegung und gesunde Ernährung
für die Familie im Mittelpunkt. Einen weiteren Sonderpreis erhielt die Schulleiterin der
Schule am Adler, Ines Fiedler. pm/sh
wohnzeit 2/2014
Entdecken & Erleben
Am Roßplatz „terra rossa“ begegnen
Mitte Juni fand der erste „Keramikmarkt
Leipzig im Grassi“ statt. Im Museumsinnenhof boten ausgewählte Keramiker aus ganz
Deutschland ihre Arbeiten an. Darunter auch
Ulrike Linke, die ihre Werkstatt in Räumen der
LWB eingerichtet hat. Hier schafft sie Begegnungsorte und sorgt für Leben.
Die gebürtige Thüringerin kam 2010 zum
terra rossa e.V., dem Kunstverein, der die
gleichnamige Galerie am Roßplatz 12 betreibt. Die Räume wurden zum Mittelpunkt
ihres Schaffens. „Ich wollte schon immer,
dass meine Hände etwas machen“, erzählt
die studierte Bildhauerin und Keramikerin
über ihre Leidenschaft, die mit dem Besuch
einer Töpferwerkstatt im Nachbardorf begann. „Ton ist ein tolles Material, das bei der
Bearbeitung eine Metamorphose durchlebt,
wenn aus der formbaren Masse ein fester
Gegenstand wird.“ Während ihres Studiums an der Hochschule der Künste in Bremen und den damit verbundenen Ausstellungen wurde ihr bewusst, wie wichtig der
Austausch zwischen Künstlern und Kunstinteressierten ist. Linke wollte kreativ sein
und diesen Austausch anregen, pflegen.
Der terra rossa e.V. und die Räume unter
dem Ringcafé boten diese Gelegenheit. Hier
richtete sich die Künstlerin nicht nur ein,
sondern baute mit ihrem Atelier zugleich
die Vereinswerkstatt auf. Seit 2012 arbeiten
in der Galerie nun Vereinsmitglieder und
bieten Interessierten individuelle Keramikkurse an. „Unter meiner Leitung entstehen
kleinere Gefäßgruppen an der Töpferschei-
Bildhauerin und Keramikerin Ulrike Linke an der Töpferscheibe. Hier entsteht Geschirrkeramik wie die Serie
„Gesichtspunkte“. Fotos: Kalinka Gieseler; Kristin Hensel
be, aber auch größere Gefäße und Formen
durch verschiedene Aufbautechniken oder
frei modellierte Plastiken“, so Linke. Im
Kreis von maximal vier Teilnehmern könne
bei intensiver Betreuung experimentell und
frei gearbeitet werden.
Die Vereinsmitglieder kümmern sich zudem um die Ausstellungen, die im ein- bis
zweimonatigen Wechsel in den Galerieräumen stattfinden. Dann sind – neben den
Werken der Vereinsmitglieder in der Verkaufsausstellung – beispielsweise Ergebnisse von Symposien oder Arbeiten ausgewählter Kunstschaffender zu sehen. „Für
die Einzelausstellungen müssen sich die
Künstler beim Verein bewerben“, berichtet
Linke. „Wir entscheiden gemeinsam, welche
Arbeiten in das aktuelle Ausstellungskonzept der Galerie passen.“ In der zweiten
Jahreshälfte werden noch Werke von Sylvia
Bohlen, Martin McWilliam, Andrea Schürgut
und Mario Howard zu sehen sein.
Die Keramikgalerie hat sich darüber hinaus
auch einen Namen als Lese-Ort der Buchmesse gemacht und wird gerne für kleine
Konzerte im Rahmen von Vernissagen genutzt. Begegnungsorte zu schaffen, sei eine
Aufgabe der Kunst, meint die Bildhauerin
und Keramikerin. So wie die Galerie heute
geführt werde, sei sie ziemlich einmalig in
Deutschland, weiß Linke. Deshalb ziehe sie
regelmäßig Künstler wie Besucher aus der
ganzen Republik und von weiter her an. kh
• Schauen Sie doch mal rein. Geöffnet ist
von Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr, und
am Samstag, 11 bis 15 Uhr. Internet: www.
terra-rossa-leipzig.de
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wohnzeit 2/2014
23
Entdecken & Erleben
Fotos: LWB.
Mit Sonnenblumen zur Ökofete
Mit der Einladung zum Sonnenblumenpflanzen, Stifteschnitzen und Apfelspiralendrehen hat die LWB auf der diesjährigen
Ökofete einen Gästeansturm ausgelöst. Mit
der Blumenaktion sollte darauf aufmerksam
gemacht werden, dass das Unternehmen
nicht nur der größte Vermieter in Leipzig ist,
sondern auch für das grüne Wohnumfeld
Verantwortung trägt. Rein rechnerisch kommen auf jede der 35.500 Wohnungen rund
20 Quadratmeter Grün. Zudem steht die
Sonnenblume symbolisch für das UmweltEngagement der LWB, die zum Beispiel 48
Photovoltaikanlagen auf den Dächern ihrer
Häuser betreibt. Die LWB unterstützt die
Ökofete seit drei Jahren. Organisiert wird
das Fest vom Umweltbund Ökolöwe mit Hilfe
von städtischen Zuschüssen und Standgebühren. Insgesamt 130 Stände waren zur
25. Auflage der Ökofete am 15. Juni 2014 im
Clara-Park aufgebaut. Tausende Besucher
waren auf Achse, um sich über Trends im
Umwelt- und Klimaschutz, Bio-Anbau und
Vereinsprojekte zu informieren. sh
Bahnhof Auensee: Bitte aussteigen zum LWB-Parkeisenbahnfest
Für das 7. LWB-Parkeisenbahnfest am 12. Juli
laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das
Familienfest, zu dem tausende Gäste erwartet
werden, bietet ein buntes Unterhaltungsprogramm. Zudem lädt die Wohnungsgesellschaft
zwischen 10 und 18 Uhr zu kostenlosen Zugfahrten ein. Auf dem Festprogramm stehen unter anderem Anna-Carina Woitschack (bekannt
aus DSDS), Show und Zauberei für Kinder,
eine Comedy-Show, der Neugier-Express mit
Mitmach-Experimenten, eine Bastelstraße,
Bungee-Trampolin, Feuerwehr zum Anfassen,
Ponyreiten sowie Kinderschminken. Nach 19
24
Gültig für eine Lampionfahrt
mit der Parkeisenbahn
am 12. 7. 2014 ab 19:00 Uhr.
Gültig für ein Kind und
2 Begleitpersonen.
Uhr gibt es Lampionfahrten; für Kinder mit
Lampion und „wohnzeit“-Leser, die den hier
abgedruckten Coupon mitbringen, sind diese
Fahrten kostenfrei. Der Parkeisenbahn Auensee e. V. wird seit Jahren von der LWB unterstützt. Der Verein engagiert sich besonders
für junge Leute. Derzeit sind 20 Mädchen und
Jungen als Freizeit-Eisenbahner am Auensee
aktiv. Sie halten gemeinsam mit den alten
Hasen den Fahrbetrieb aufrecht und pflegen
die Anlage. Um das ehrenamtliche Wirken zu
fördern, hat die LWB 2012 einen Kooperationsvertrag mit dem Verein abgeschlossen. sh
wohnzeit 2/2014
Entdecken & Erleben
Tannenzapfen und -nadeln statt Pinsel und Farben: Horst Wittig erstellt Bilder aus Naturmaterialien. Foto: Julia Hermerschidt
Kunst aus Natur
Horst Wittig schafft aus Tannenzapfen und
-nadeln Kunstwerke. Der Senior kreiert so
mit Hilfe der Natur fantasievolle Bäume und
Skulpturen.
Ausgerechnet ein Ärgernis vieler Gärtner fasziniert Horst Wittig immer wieder aufs Neue.
Er findet für Tannenzapfen und -nadeln, die
zuhauf auf der Erde liegen, eine ungewöhnliche Verwendung. Wittig gestaltet daraus
Bilder. Seinen Kunstbedarf muss er nicht
aufwendig kaufen, er geht einfach durch die
Natur und sammelt.
Nicht nur die Idee ist ungewöhnlich, auch
wie er darauf kam, ist ausgefallen. Der
Rentner liest viel und ließ sich von Goethes
Naturschauen und Schillers Briefen „Über
die ästhetische Erziehung des Menschen“
inspirieren, die Natur wirklich wahrzunehmen, als nur durch sie hindurch zu gehen.
„Gerade Bäume haben es mir angetan“,
sagt er, „vielleicht deshalb, weil immer mehr
von ihnen durch Erosion und Versiegelung
zerstört werden.“ Da lag die Überlegung
nah, aus Naturmaterialien Kunst zu machen
– auch, um auf die Zerstörung aufmerksam
zu machen.
wohnzeit 2/2014
So entstanden in den vergangenen Monaten
Bäume aus Nadeln und Zapfenschuppen,
ein Drache, der an die Reise der Wittigs nach
China erinnert, und Werke, die Grafiken
ähneln. Nach Vorlagen kann der Rentner
nicht arbeiten, diese Art der Kunst hat er
sich selbst erarbeitet. „Ohne Fantasie geht
es nicht“, erklärt er. Doch auch die brauche
mehrere Anläufe, bis Wittig mit dem Bild
zufrieden ist. Als Werkzeuge dienen ihm
unter anderem Sandpapier, Hobel und Feilen. Und die hat der Naturfreund noch aus
seiner Lehrzeit.
Nach dem Krieg machte Wittig, der in der
Landsberger Straße zuhause ist, eine Lehre
in einer Tischlerei für Kunstgewerbe, wurde später Spezialist für Schmuckschatullen. „Und mein Beruf lässt mich nicht los“,
macht er mit Blick auf seine Werke deutlich.
Holz ist für ihn nicht nur Brennholz und Baumaterial, sondern ein Stoff, der die Fantasie
beflügelt.
In den vergangenen Jahren schuf er aus
Holzresten Skulpturen, die er bereits ausgestellt hat. Doch hier legt er großen Wert
darauf, nicht der eigentliche Künstler zu
sein: „Die Natur hat es so geschaffen, ich
habe nur noch ein bisschen nachgeholfen.“
Die Natur als Kunst-Lieferant will er auch
anderen näher bringen. Er appelliert daher
vorrangig an Eltern, mit ihren Kindern mit
offenen Augen durch die Landschaften zu
gehen, Details zu entdecken, die nicht sofort
offensichtlich werden. „Natur zu entdecken
ist die beste Grundlage, um sie in Zukunft zu
schützen“, ist er sich sicher. Denn nur, wer
etwas schätze, könne das auch bewahren.
Und seine Technik gibt er auch gleich weiter.
Von den Kiefern-Zapfen bricht er vorsichtig
die einzelnen Schuppen ab, legt damit zunächst die Grundrisse seines Motivs auf
eine mit Stoff bezogene Hartfaserpappe und
klebt die Schuppen dann mit einer Heißklebepistole auf. Neulingen dieser Kunst rät er
aber, Motive zunächst vorzuzeichnen.
Für Wittig liegt der Reiz dieser Bilder nicht in
einer akkuraten Umsetzung, sondern darin,
die Natur mit all seinen Facetten zu zeigen.
„In der heutigen Zeit werden Landschaften
zu wenig beachtet, bei der Schnelllebigkeit gerät die Natur völlig in den Hintergrund.“ Und genau das könne durch das
Bas­teln mit Naturmaterialien verhindert
werden. julia hermerschmidt
25
Tipps & Trends
Was die „Tour de Sol“ mit der LWB zu tun hat
Exkursion mit dem Förderverein zu den Mühlgräben der Inneren Westvorstadt. Fotos: Förderverein UiZ Leipzig
Annette Körner führt die UiZ Vereinsgeschäfte.
Mit der Unterstützung des Fördervereins
„Umweltinformationszentrum Leipzig – UiZ“
bekennt sich die LWB seit Jahren zum Umweltschutz und zur ökologischen Bildung.
Der Verein organisiert zum Beispiel seit
zwölf Jahren gemeinsam mit vielen Partnern spezielle Exkursionen, wie Vereinsgeschäftsführerin Annette Körner im Interview
mit der „wohnzeit“ berichtet. Die Touren
sind nur ein Weg, die Leipziger für ihre Umwelt zu sensibilisieren.
und Fauna in der Großstadt beschäftigen,
immer sehr gut an. Oft greifen wir auch vermeintlich abwegige Themen auf. Wir haben
zum Beispiel gemeinsam erforscht, was mit
dem Schutt aus Hausabrissen wird. Raten
Sie mal?
Ausflüge mit dem UiZ-Förderverein – da
denkt man gleich an Schule und die unvermeidlichen Bio-Exkursionen.
Annette Körner: Was aber so nicht stimmt.
Zum einen kreiert der Verein Angebote ausschließlich im Freizeitbereich. Alle kommen
freiwillig. Zum anderen greifen wir eine breite Palette an Umweltbildungsthemen auf,
die mit dem Leben in Leipzig zu tun haben.
Das geschieht nicht nur im Rahmen von Exkursionen, sondern auch auf Foren und bei
Veranstaltungen des UiZ, das ja eine städtische Einrichtung ist. Der Verein fördert
also auf unterschiedliche Art und Weise die
Umweltbildung in der Stadt Leipzig.
Wie macht der Verein das konkret?
Körner: Zum Beispiel mit Exkursionen. Wir
bieten im Schnitt ein bis zwei Führungen
pro Monat an.
Wohin führten diese zuletzt?
Körner: Wir waren unter anderem auf Spurensuche an den Mühlgräben der Inneren
Westvorstadt. In unserer Reihe „Führung mit
Ehrenamtlichen“ hatten wir mit Gerhard Zim26
mermann einen guten Kenner der Entwicklung der Leipziger Mühlgräben gewonnen.
Zu dem Spaziergang waren 50 interessierte
Gäste gekommen. Sie glauben gar nicht, worüber die Teilnehmer alles gestaunt haben.
Oder auch unsere „Tour de Sol“ am Samstag
nach Pfingsten.
Eine Sonnen-Exkursion in Leipzig?
Körner: Es handelt sich um eine familienfreundliche Radtour zu unterschiedlichen
Solaranlagen in Leipzig, die der Förderverein
gemeinsam mit Bernd Felgentreff vom Team
Solarenergie des Clusters Energie und Umwelt organisiert hat.
Solarzellen angucken klingt nicht so spannend.
Körner: Irrtum. Das Thema ist extrem spannend und es gibt unheimlich viel Interesse.
Die Bürger wollen wissen, wie sie regenerative Energien besser nutzen können, womit
sich am besten sparen lässt und ob es sich
zum Beispiel noch lohnt, auf Solarenergie
zu setzen.
Und lohnt es sich?
Körner: Ja, natürlich, aber man muss die
Energie selbst nutzen. Die Zellen sind zudem
in den letzten Monaten billiger geworden.
Welche Themen sind außerdem gefragt?
Körner: Alles, was mit Gesundheit und der
Ernährung zu tun hat, gehört dazu. Auch das
gesunde Wohnen ist ein großes Thema, etwa
im Zusammenhang mit dem Vermeiden von
Schimmel im Wohnraum. Darüber hinaus
kommen Angebote, die sich mit der Flora
Wege oder Straßen?
Körner: Vielleicht. In unserem konkreten Fall
waren es aber Blumentöpfe.
Wie alt ist ein typischer Gast der Vereinsexkursionen, Foren und Informationsveranstaltungen?
Körner: Typisch gibt es da nicht. Vom Kind
bis zum Großvater kommen alle. Wir können
aber sagen, dass wir besonders viel Interesse bei den jüngeren Senioren spüren. Die
Auseinandersetzung mit Umweltthemen ist
in diesem Altersbereich sehr intensiv.
Welche Themen will der Förderverein in den
nächsten Monaten aufgreifen?
Körner: Im Herbst werden wir die Naturerlebnistage im Schulbiologiezentrum haben,
die regenerativen Energien beschäftigen
uns weiter.
Wo kann ich mehr über das Programm erfahren?
Körner: Sie können auf unserer Homepage
unter www.umwelt-leipzig.de nachschauen. Gut ist es auch, sich für den monatlich
erscheinenden Newsletter per E-Mail zu
registrieren. Die Anmeldungen zu unseren
Veranstaltungen sind auch unter der Telefonnummer 0341-1236711 (UiZ) möglich.
interview: samira sachse
wohnzeit 2/2014
Tipps & Trends
Viele verschiedene Anbieter von Hausnotrufen
Wer daheim häufig alleine ist und sich
gesundheitlich angeschlagen fühlt, hat
ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis. Was
tun, wenn man hinfällt oder der Kreislauf
versagt und das Telefon nicht erreichbar ist? Eine Möglichkeit sind technische
Assistenzsysteme, von der vollautomatisierten Seniorenwohnung mit Sensoren
für alle Eventualitäten bis hin zum videoüberwachten und betreuten Wohnbereich.
Doch nicht jeder kann sich die mitunter
kostspielige Hightech leisten. Hausnotrufsysteme können da eine gute Alternative
sein.
Via Knopfdruck organisiert die Technik – je
nach vertraglicher Regelung – eine Verbindung zum Hausarzt oder zu Verwandten
und Bekannten. Der Alarm lässt sich per
Funksender, den man am Armband, einer
Kette oder etwa als Handy am Körper trägt,
auslösen. Das Koordinieren der Hilfe übernimmt eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale.
In Deutschland gibt es viele unterschiedliche Anbieter von Hausnotrufen. Bevor man
sich für einen der Dienstleister entscheidet,
sollten deren Angebote gut verglichen werden. Als die Stiftung Warentest vor knapp
drei Jahren zwölf Hausnotrufdienste – vier
Hilfsorganisationen und acht private Anbieter – unter die Lupe nahm, ermittelte sie
unter anderem auch deren unterschiedliche
Preisgestaltung.
Die monatlichen Kosten der Grundleistungen für Selbstzahler wurden mit 14 bis
25 Euro angegeben, einmalige Anschlussko-
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, den Notrufknopf zu tragen. Foto: Gina Sanders, Fotolia.de
sten lägen meist zwischen 10 und 78 Euro.
Drei Testsieger (Qualitätsurteil gut) wurden
laut Test 9/2011 ermittelt: das Deutsche Rote
Kreuz erhielt die beste Note, es folgte der
Malteser Hilfsdienst gefolgt von der Johanniter-Unfall-Hilfe.
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Miteinander - Füreinander
Sozialstation: Hilfe, Beratung und Betreuung
häusliche Kranken- und Altenpflege
Pflege- und Sozialberatung
n
ambulante und stationäre Einzel- und
Gruppenbetreuung von Demenzerkrankten
n
Unterstützung bei der Hauswirtschaft
n
Hausnotruf für die Hilfe auf Knopfdruck
n
n
www.volkssolidaritaet-leipzig.de
wohnzeit 2/2014
Ihr Kontakt zur Sozialstation der
Volkssolidarität:
Schenkendorfstraße 17a, 04275 Leipzig
Telefon: 0341 3915514
sozialstation@volkssolidaritaet-leipzig.de
Infrage gestellt werden die Vorteile der Hausnotruftechnik weder von den Verbraucherschützern noch von Ärzten. Vor kurzem sind
in einer forsa-Umfrage Hausärzte um ihre
Meinung gebeten worden. Auftraggeber war
in diesem Fall die Johanniter-Unfall-Hilfe. Befragt wurden insgesamt 150 niedergelassene
Mediziner unterschiedlicher Disziplinen
in ganz Deutschland. Ihr Urteil: 94 Prozent
der Befragten sind der Meinung, dass der
Hausnotruf älteren, chronisch kranken oder
gehbehinderten Menschen rund um die Uhr
Sicherheit in den eigenen vier Wänden bieten kann. 97 Prozent der Teilnehmer würden
ihren Patienten die Nutzung einer solchen
Technik empfehlen. Mit 87 Prozent ist die
Mehrheit darüber hinaus der Auffassung,
dass die Nutzung eines Hausnotrufdienstes
den Umzug in ein Seniorenwohnheim oder
eine Pflegeeinrichtung hinauszögern kann.
In den LWB-Quartieren sind verschiedene
Anbieter von Hausnotrufen vertreten. „Das
hängt auch ein bisschen davon ab, welche Betreuungsdienste in den Häuser aktiv oder gar beheimatet sind“, erklärt Jana
Schreiner, Seniorenbeauftragte im LWBSozialmanagement. Sie betont ebenfalls
die vielen sinnvollen Funktionen, die über
den „reinen Notrufdienst“ hinausgehen.
Man könne zum Beispiel auch Personen
orten lassen und überwachen oder kontrollieren, ob bestimmte Alltagsabläufe – vom
morgendlichen Aufstehen bis zum Essen –
eingehalten werden.
„Seit mehr als 30 Jahren tragen Hausnotrufe
in Deutschland dazu bei, dass Menschen
so lange wie möglich sicher in den eigenen
vier Wänden leben können“, teilt die Initiative Hausnotruf mit. Ebenso wie die Technik
sich kontinuierlich immer weiterentwickelt
habe, seien die Geräte kleiner und bedienerfreundlicher geworden. Der Hausnotruf sei
im Laufe der Jahre zu einem professionellen
wie auch leistungsstarken Dienst ausgebaut
worden.
Die Initiative Hausnotruf vereint nach eigenen Angaben „professionelle Notrufspezialisten, bekannte und qualitätsorientierte
Hilfsorganisationen sowie namhafte Hersteller technischer Geräte.“ Gemeinsam
werde das Ziel verfolgt, älteren Menschen
ein sicheres und unabhängiges Leben zu
ermöglichen. samira sachse
27
Tipps & Trends
Leipzigs Osten kommt in Schwung
Stadt, Vereine und Krankenversicherungen
bringen Familien in Bewegung.
Tanzen, Radfahren, Spazieren gehen oder
Selbstverteidigung: In den nächsten Monaten kommt der Leipziger Osten so richtig
in Schwung. Mit der Kampagne „Familie in
Bewegung“ wollen die Stadt Leipzig, Vereine und Krankenversicherungen Eltern,
Großeltern und Kinder zu mehr Sport motivieren. Bis zum 11. Oktober haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit, fit
zu werden. Angebote gibt es etliche: denn
die 20 teilnehmenden Vereine bieten rund
200 verschiedene Aktionen an. Und die
reichen von Aerobic, Fußball, Volleyball
über Zumba, Seniorentanz, Ballett bis hin
zu Rücken-Fit-Kursen, Tai Chi, Qigong, Yoga
und Gehirnjogging.
Initiiert hat die Kampagne der Verein Internationale Frauen, der in der Konradstraße
ansässig ist. „Uns geht es vor allem darum,
die Möglichkeiten im Stadtteil bekannter
zu machen. Viele Familien wissen gar nicht,
welche Sportangebote es hier gibt“, begründet Yesim Sanli vom Verein. Ein wichtiger
Aspekt war für sie, die ganze Familie zu
motivieren. Denn nur gemeinsam mache
Sport richtig Spaß. „Für jeden ist etwas dabei, und dann können Eltern zusammen mit
ihren Sprösslingen Seil springen, Fußball
spielen und tanzen.“ Allerdings sollen nicht
nur Eltern motiviert werden, auch Nachbarn,
Freunde und Verwandte sind gefragt.
Die Aktion solle laut Sanli viele sozial benachteiligte Bewohner locken, „die Menschen nutzen die Angebote in ihrem Stadt-
Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen eignet sich die Sportart Tenbu Ryu, eine junge asiatische Kampfkunst, die der Tanz- und Sportclub Leipzig S/O anbietet. teil viel seltener, weil sie sich nicht trauen“,
sagt sie. Daher sei die Kampagne so angelegt, dass jeder zu den Sportstunden ohne
Anmeldung kommen könne.
„In den vergangenen Jahren sind die Themen Bewegung und gesunde Ernährung immer weiter in den Hintergrund geraten“, sagt
Thomas Fabian, Bürgermeister für Jugend,
Soziales, Gesundheit und Schule sowie
Schirmherr der Aktion. Vor allem ärztliche
Untersuchungen in Kindergärten hätten
einen Handlungsbedarf im Leipziger Osten
ergeben. Zwar sei Sport kein Allheilmittel, aber „die entscheidende Grundlage
für Gesundheit und Wohlbefinden“. Die
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beteiligten Krankenkassen AOK Plus, IKK
classic und Barmer GEK wollen mit der Aktion ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen
und Chancengerechtigkeit ermöglichen.
„Gerade hier im Stadtteil haben wir einen
hohen Anteil an Migranten und an sozial
benachteiligten Bewohnern“, sagt Ronald
Oelsner von der IKK classic. Ihnen soll durch
sogenannte niedrigschwellige Angebote
ermöglicht werden, Sport zu treiben. „Die
Angebote sind im Alltag der Menschen integriert“, macht Matthias Schirmer vom Quartiersmanagement deutlich. Die Broschüre
mit den Terminen für Sport und Bewegung
liegt im Infocenter Eisenbahnstraße, im
Gesundheitsamt Kleeblatt, Hermann-Liebmann-Straße 73, und bei den Internationalen Frauen aus. Mit der Broschüre gibt es
eine Bonuskarte, mit der alle zukünftigen
Bewegungslustigen Stempel sammeln können. Für mindestens fünf Punkte kommen
die Karten nach der Kampagne in einen
Lostopf. Zu gewinnen gibt es unter anderem
Karten für den Kletterwald, für Bäder und
ein Fahrrad. Damit dann auch nach dem 11.
Oktober die Teilnehmer sportlich bleiben.
Wer Lust bekommt, verschiedene Sportarten auszuprobieren, kann zu den entsprechenden Terminen ohne Anmeldung vorbeikommen. Mitzubringen sind nur Sportzeug
und Getränke.
julia hermerschmidt
wohnzeit 2/2014
Tipps & Trends
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Sommer voller Kultur in Grünau
Ein abwechslungsreiches Programm aus Lesungen und Festen, Ausstellungen, Theater,
Tanz, Sommerkino und Konzerten erlebt der
Leipziger Stadtteil Grünau bis zum 21. September 2014. Im Rahmen des 19. Grünauer
Kultursommers finden seit dem 21. Juni
nahezu täglich an ganz unterschiedlichen
Orten Veranstaltungen statt.
Der vom Kulturamt veranstaltete Grünauer
Kultursommer lebt vom hohen ehrenamtlichen Engagement der hier wirkenden Vereine, Einrichtungen, Schulen und Kirchen.
Dem koordinierenden Vorbereitungsteam
gehören unter anderen an: das KOMM-Haus,
das Caritas-Familienzentrum Grünau, der
KOMM e.V., das Theatrium, die Volkshochschule, die Ev.-Luth. Pauluskirchgemeinde,
die Leipziger Städtischen Bibliotheken und
das Quartiersmanagement Grünau. Der beliebte und traditionsreiche Veranstaltungsreigen zeigt, dass Grünau ein lebenswerter
Stadtteil für Jung und Alt ist und bleiben
wird. Seit 1996 findet der Kultursommer
statt. Das Programm des Stadtteilfestivals
zieht alle an, die in Grünau und Umgebung
wohnen, Gäste von nah und fern sind herzlich willkommen.
Ein besonderer Höhepunkt, der bereits jetzt
im Kalender vermerkt werden sollte, ist das
Schönauer Parkfest am 23. und 24. August
2014. Bis zum Picknick auf dem Rodelberg
am Kulkwitzer See, dem traditionellen Abschluss des Kultursommers, am 21. September gibt es jede Menge zu erleben. Das
Programm des Grünauer Kultursommers
erhalten Sie ab sofort im KOMM-Haus, im
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Zur Eröffnung des Grünauer Kultursommers wurde
das Kindermusical „Der Rattenfänger von Hameln“
gezeigt.
Foto: Ev.-Luth. Pauluskirche
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Das LWB-Fotorätsel: Wo leuchtet diese Werbung?
Liebe „wohnzeit“-Leserinnen und -Leser,
heute wollen wir auf unserem rätselhaften
Spaziergang testen, ob Ihnen ein Licht aufgeht. Wissen Sie, wo diese LWB-Werbung
leuchtet? Nur soviel sei verraten: Es ist nicht
die am Bayrischen Platz.
Was Ihnen vielleicht weiterhilft: Die Zeile ist
rund 44 Meter lang und bis zu 3,50 Meter
hoch. Sie besteht aus rund 63 Metern Glasröhren von etwa zwei Zentimetern Durchmesser. Gebaut wurde der Schriftzug im Jahr
2002 von der NEL Neontechnik Elektroanlagen Leipzig GmbH. Das Unternehmen ging
aus der 1961 gegründeten PGH Neontechnik
hervor. Dass die Leuchtspur, welche die
Firma seitdem gezogen hat, gerade in den
1960ern begann, war kein Zufall. Damals
gönnte sich die Messestadt einen Hauch
von Metropole und entfachte dafür einen
regelrechten Leuchtwerbungs-Boom.
Ein Teil der Schöpfungen ist zwar verloschen, aber eine – die Zündkerze – schaffte es ins Bildermuseum und nicht wenige
sind noch oder wieder an den Fassaden zu
finden: das Doppel-M auf dem Wintergartenhochhaus, der Biertrinker in der ArthurHoffmann-Straße oder die Werbung in der
Windmühlenstraße, die sich wieder „Wie
aus dem Ei gepellt“ gibt. Die Löffelfamilie in
der Karl-Liebknecht-Straße, seit 1993 offizielles Kulturdenkmal, wird sogar von einem
eigenen Verein beschützt. Der sorgt unter
anderem dafür, dass die vier eifrigen Löffler
30
Foto: Heinz Report
immer ihre Stromrechnung bezahlen können. Die meisten der überlebenden Anlagen
stehen inzwischen unter Denkmalschutz.
Das heißt allerdings nicht, dass derjenige,
der das Haus mit der erhellenden Botschaft
besitzt, automatisch auch für das Denkmal
aufkommen muss. „Derzeit suchen wir beispielsweise jemanden, der das ‚Buchmännchen‘ am ehemaligen LKG-Gebäude in der
Prager Straße finanziert“ erzählt Dr. Uwe
Teichert, Geschäftsführer von NEL.
Mit der Licht-Lust der LWB ist der Beleuchtungsexperte allerdings zufrieden: „Das Unternehmen lässt nicht nur neue Leuchtwerbungen bauen, wie die heute zu erratende.
Überall dort, wo historisch interessante
vorhanden sind, engagiert es sich für deren
Sanierung und Wartung. Beispielsweise
haben wir für die LWB den Pinguin an der
Eisbar in der Katharinenstraße wieder flott
gemacht oder den Schriftzug ‚Ringcafé‘.“
An der Technik der Leuchtreklame hat sich
übrigens in den vergangenen einhundert
Jahren nur wenig geändert: „Nach wie vor
ist ein farbloses oder getöntes Glasrohr
mit einem Neon-Argon-Gemisch gefüllt.
Das wird über Elektroden zum Leuchten
gebracht“, beschreibt Teichert die Funktionsweise. Und auch die Produktion blieb
klassisch: Neonglasbläser erwärmen Glasrohre mit einer Flamme und biegen die in
die gewünschte Form. Montage und Wartung bringen die NEL-Mitarbeiter zumeist
in luftige Höhen. Der windigste Arbeitsplatz
ist auf dem LWB-Wintergarten-Hochhaus,
wo die Messe ihr Logo kreisen lässt. Aber
auch die Leuchtschrift, nach der wir heute
fragen, ist weit oben zu finden, in etwa 35
Metern Höhe.
Und was ist besonders knifflig am Schreiben
mit Licht? „Derzeit arbeiten wir an Anlagen
am Museum der Bildenden Künste. Die müssen zu dimmen sein, damit die Hotelzimmer
der Umgebung nicht zu viel Helligkeit abbekommen. Und dann ist es zum Beispiel
unmöglich, Schwarz zum Leuchten zu bringen, wie es sich manche unserer Kunden
wünschen. Da lob ich mir die LWB. Blau und
Gelb sind kein Problem.“
Na, liebe Leserinnen und Leser, wissen Sie
jetzt, wo die abgebildete Werbung zu finden
ist? Falls Sie uns sogar eine Geschichte dazu
erzählen können, werden wir in der nächsten „wohnzeit“ gern darüber berichten.
Unter allen richtigen Einsendern verlosen
wir drei mal zwei Karten für das Jubiläumskonzert des Akademischen Orchester Leipzig am 24. November 2014 im Gewandhaus
sowie den Bildband „Plaste und Elaste –
Leuchtreklame in der DDR.“marlis heinz
• Ihre Rätselpost senden Sie bis 31. Juli 2014 an presse@lwb.de oder an LWB
Unternehmenskommunikation, Prager
Straße 21, 04103 Leipzig. Wenn Sie gewonnen haben, werden Sie schriftlich informiert. LWB-Mitarbeiter sind vom Rätsel
ausgeschlossen.
wohnzeit 2/2014
Grübeln & Gewinnen
Viele Zuschriften zum jüngsten Fassaden-Fotorätsel
„Erkennen Sie dieses Haus?“, lautet die
Frage beim letzten Fotorätsel. Rund 100
„wohnzeit“-Leser konnten mit „Ja“ antworten. Einige haben neben dem Lösungswort
„Ringcafé“ eine kleine Geschichte beigesteuert. Dafür ein herzliches Dankeschön.
Hier ein paar Auszüge aus den vielen liebevollen Zuschriften mit persönlichen Erinnerungen an den legendären Veranstaltungsort. Doris Rieger schrieb: „War dort in
meiner Jungend sehr häufig zum Tanzen und
habe auch dort im Wonnemonat Mai meinen Ehemann kennen und liebengelernt.
Liebe auf den ersten Blick.“ Karin Märten
konnte berichten: „Die Plastiken schufen
die Leipziger Bildhauer Thiele und Oelzner.“
Christina Leistner: „Als junge Frau ging ich
mit meinem Mann gern dorthin tanzen. Es
fanden auch regelmäßige Modeschauen
statt. Ein sehr beliebter Ort mit kulturellen
Darbietungen. Auch heute noch gehe ich
ab und zu zum Tanztee. Peter Bahner „Mir
ist das Gebäude auch als „Ulbrichtbauten“
bekannt.“ Taiki Murai, Student aus Tokio ist
neugierig aufs Innenleben der Ringbebauung und hofft, dass ihm irgendwann mal
jemand die Tür öffnet und „wie schön wäre
es, wenn ein preisgünstiges und täglich
geöffnetes Café im Haus Ring-Café eröffnet
werden könnte. Der Standort wäre ideal vor
allem für Studenten und die Aussicht von
der ersten bzw. zweiten Etage sollte auch
fantastisch sein.“ Peter Conrad schwelgt in
Erinnerung „Auch die Silvesterparties waren
immer große Ereignisse.“ Er freut sich, dass
der Springbrunnen wieder in alter Schönheit
sprudelt. Für die Zukunft wünscht er sich:
„Wenn es nun noch wieder einen Freisitz
vor dem Ringcafe geben würde ...“ sr
• Die drei Gewinner unseres Fotorätsels
wurden unter Ausschluss des Rechtsweges
ausgelost. Es handelt sich um Doris Rieger,
Regina Biels sowie Familie Porath & Engel.
Sie erhielten jeweils zwei Eintrittskarten für
den Leipziger Zoo. Viel Freude!
Ein Detail von der Ringbebauung. Foto: W. Grubitzsch
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Kind & Kegel
Wo wohnst Du, Sarah?
Ich wohne mit meiner Mutti seit meinem
ersten Lebensjahr hier in Möckern. Jetzt bin
ich 12. Auch mein Vati und meine beiden
Omas leben in der Nähe, da können wir uns
prima besuchen. Ich habe ein eigenes Zimmer. Das hat sich regelmäßig verwandelt.
kaufen mussten wir nur den Schreibtisch.
Früher hatte ich ein Hochbett, jetzt ein
schönes Himmelbett. Das hat Papa gebaut.
Was gefällt Dir an Eurem Haus?
Dass immer alles so schön sauber ist und
kein Lärm. Und unser Hof; früher habe ich
da gern mit meinen Freundinnen mit dem
Meerschweinchen oder mit Puppen gespielt oder wir sind auf dem Klettergerüst
herumgeturnt. Jetzt sitzen wir gemütlich
und quatschen. Auch die Geburtstage feiern wir im Sommer draußen.
Erzähl mal über Dein Zimmer. Was heißt
verwandelt?
Na, je nachdem wie alt ich war, hat sich die
Mutti immer etwas Neues ausgedacht. Als
ich noch klein war, strahlte alles in Gelb,
bis vor kurzem dominierte Pink. Und jetzt
sind der Schrank und die Regale weiß, die
Wand mit bunten Streifen und die Kissen
und Gardinen darauf abgestimmt.
Habt Ihr da jedes Mal alle Möbel rausgeschmissen?
Nein, diesmal haben wir sie mit Folie beklebt. Meine Mutti arbeitet bei der Post,
aber sie ist eine tolle Handwerkerin. Neu
Sarah (12) wohnt mit ihrer Mutti in einer LWB-Anlage in Leipzig-Möckern
Foto: Marlis Heinz
Und was gefällt Dir nicht an Eurem Haus?
Dass wir im Winter morgens in den Fenstern
Wasser aufwischen müssen. Und dass
mehr alte Leute als junge hier wohnen.
Aber das hat auch Vorteile: Ich bin das einzige Kind und wenn Ostern oder Nikolaus
ist, finde ich vor unserer Tür immer jede
marlis heinz
Menge Süßes. Wohin gehen wir?
Warum sind Schmetterlinge bunt?
Leipzig liegt nicht am Meer, das weiß jeder.
Und trotzdem nennt es sich Wasserstadt.
Das ist keine Angeberei. Es hat am Rande
große Seen und mittendurch fließen Flüsse
und Kanäle. Die Flüsse gibt es schon immer
und die Kanale haben die Leipziger gegraben. Auf denen konnten sie mit Schiffen
Holz, Kohle und Eisen durch die Stadt zu
den Fabriken schaffen. Das ist schon so
lange her, dass nicht mal Eure Uroma sich
daran erinnern kann. Heute wird alles mit
LKW transportiert, so dass auf den Kanälen
freie Bahn für Boote ist. Die Seen waren
erst einmal nur riesige Löcher. Da hatten
die Menschen viel Kohle herausgebaggert,
weil sie die zum Heizen und zum BenzinHerstellen brauchten. Das haben sie dann
aufgegeben. Weil sie dann aufhörten das
Wasser aus den großen Löchern, den Tagebauen, zu pumpen, liefen die voll und
mhz
wurden richtige Seen. Wer kennt sie nicht, die wunderschönen
Schmetterlinge, die im Sommer von Blüte zu Blüte flattern? Warum sie sich diese Mühe machen? Sie haben Appetit auf
den süßen Nektar in den Blüten. Würden
sie an den Stielen krabbeln, kämen sie
nur schwer voran. Um an die
Köstlichkeiten in den Blüten zu
kommen, haben sie einen Saugrüssel. Den rollen sie beim Umherfliegen unter dem Kopf ein.
Aber habt Ihr schon mal gesehen, dass nicht nur die Farbe,
sonder n auch die For m der
Schmetterlingsflügel unterschiedlich ist?
Es gibt Vorder- und Hinterflügel. Bei den
meisten Arten sind die Vorderflügel länger.
Die Nachtfalter, also Schmetterlinge die
vor allem in der Dunkelheit unterwegs sind,
können ihre Vorder- und Hinterflügel koppeln. Die Tagfalter pressen ihre gleichzeitig
schlagenden Flügelteile einfach aufeinander. Auch wenn sie sich ausruhen, sitzen
die Schmetterlinge unterschiedlich da, mit
zusammengeklappten oder ausgebreiteten
Flügeln. Das machen sie nicht, wie sie ge-
• Wer wissen will, wo man gut baden oder
sich ein Boot leihen kann, findet Infos unter
www.leipzigerneuseenland.de/entspannung-in-familie/spass-am-wasser
32
rade Lust haben. Die Sitzhaltung hängt
davon ab, zu welcher Art sie gehören.
Dass die zarten Flügel der Schmetterlinge
of t so farbenfroh aussehen, hat viele
Gründe. Sie sind auf der Ober- und der
Unterseite mit vielen winzigen Schuppen
bedeckt. Dadurch schillern sie so schön.
Außerdem enthalten sie Pigmente, das
sind winzige Farbpunkte. Schmetterlinge
können mit ihren Flügeln sogar Düfte aussenden. So finden sich die Männer und
die Frauen besser. Wer einen Schmetterling an den Flügeln anfasst, kann diese
kleinen Kunstwerke beschädigen, selbst
wenn er noch so behutsam zugreift. Dann
fällt den Schmetterlingen das Fliegen
schwerer. Malt doch lieber Eure Lieblingsschmetterlinge.
mhz
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