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Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Allgemeine Informationen
Wie ist die Zauberkiste entwickelt worden? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Was ist die Zauberkiste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Zielgruppe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Wer kann die Zauberkiste anwenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Ziele der Zauberkiste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Bestandteile der Zauberkiste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Schema . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Begleittext Praktischer Teil
Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Phasen der Spielhandlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Zusammenstellung der Materialien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Empfehlung zur Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Empfehlung bei Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Zeitpunkt der Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Beschreibung der Spielhandlung
Erläuterung zu den graphischen Darstellungsformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Spielhandlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Anhang: Erklärungen zu den sprachlichen Kategorien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Beobachtungshilfen beim Freien Sprechen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Begleittext Beobachtungsbogen
Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Inhalt und Empfehlung zur Anwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Auswertung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Begleittext Gesamtauswertung
Übersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Festlegung von Handlungsschritten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Literaturliste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Handbuch Zauberkiste • Inhaltsverzeichnis
1
Vorwort
Sprachförderung als Bildungsauftrag
Sprachförderung ist in vielen Kindertagesstätten durch die Diskussion um frühkindliche Lern- und Bildungschancen in den Mittelpunkt gerückt.
Eine kommunikations- und sprechfreudige Kindertagesstätte mit dem Angebot
gezielter sprachlicher Lernchancen leistet einen wichtigen Beitrag zur sprachlichen Bildung der Kinder.
Spracherwerb ist die Schlüsselkompetenz und unabdingbare Voraussetzung für schulischen und beruflichen
Erfolg sowie für soziale Integration.
Aus diesem Grund brauchen Kinder mit Förderbedarf sprachpädagogische Zusatzangebote, die sich an den
kulturellen, sozialen und familiären Lebensbedingungen der Kinder orientieren.
Zur Einleitung entsprechender Maßnahmen, muss jedes Kind in seiner sprachlichen und kommunikativen
Kompetenz genau beobachtet werden. Hierzu bedarf es geeigneter Instrumente zur systematischen
Erfassung des Sprachentwicklungsstandes.
Die Stadt Wiesbaden hat im Rahmen ihres Auftrages zur weiteren Verbesserung der Bildungschancen
u. a. auch für den Bereich Sprachförderung eine trägerübergreifende Projektgruppe gebildet, die eine
Untergruppe einer AG nach § 78 SGB VIII darstellt.
Das konkrete und praxisnahe Ergebnis dieser Projektgruppe ist die hier vorliegende Sprachstandsbeobachtung „Zauberkiste“.
Die „Zauberkiste“ ist ein Instrument zur Beobachtung und Dokumentation des Sprachentwicklungsstandes
und der kommunikativen Fähigkeiten von 4-jährigen Kindern.
Das Instrument ist eine Antwort auf die bildungspolitische Notwendigkeit den Sprachstand von Kindern
möglichst frühzeitig zu dokumentieren und Handlungsschritte einzuleiten.
„Sprachtests“ im Rahmen der Einschulungsuntersuchungen greifen für den Elementarbereich zu spät.
Unser Ziel ist es, für Kinder mit Besonderheiten im Sprachlernprozess oder benachteiligten sprachlichen
Lernerfahrungen frühzeitig pädagogische Sprachförderung anzubieten.
Diese Maßnahmen müssen im Alter von vier Jahren einsetzen. Zu diesem Zeitpunkt bleibt noch ausreichend
Zeit, um durch intensivierte Förderung zu erreichen, dass die Kinder bis zum Übergang in die Schule eine
altersgemäße Sprachkompetenz entwickeln (Präventionsansatz).
Durch die frühe Beobachtung findet auch eine erhöhte Sensibilisierung der pädagogischen Fachkräfte für
die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder statt.
2
Handbuch Zauberkiste • Vorwort
Das Verfahren „Zauberkiste“ ist ein weiterer Baustein, um die im Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan
genannten Ziele zur Dokumentation kindlicher Lernprozesse und zur Implementierung und Evaluierung von
Sprachfördermaßnahmen in die Praxis umzusetzen.
Die „Zauberkiste“ ist durch die trägerübergreifende Zusammenarbeit von Mitarbeiterinnen aus Wiesbadener
Kindertagesstätten zustande gekommen.
Das Verfahren wird in der hier vorgelegten Form seit Frühjahr 2006 in vielen Wiesbadener
Kindertagesstätten angewendet.
Viele Träger von Kindertagesstätten in Wiesbaden haben die Empfehlung ausgesprochen, die „Zauberkiste“
als verbindliches Arbeitsmittel einzusetzen.
Mein persönlicher Dank geht an die Kindertagesstätten und pädagogischen Fachkräfte, die seit 2005 am
Pilotprojekt „Zauberkiste“ teilgenommen haben.
Vielen Dank auch an die Mitglieder der Projektgruppe „Zauberkiste“.
Dank ihrer langjährigen beruflichen Erfahrung ist ein praxisnahes und methodisch kindgerechtes Verfahren
mit hoher Akzeptanz entstanden. Ein Verdienst auch der Projektleitung, Frau Beate Kobold, der es gelungen
ist, ihr logopädisches Fachwissen gewinnbringend mit den pädagogischen Anforderungen zu verbinden.
Mittlerweile haben sich auch viele Träger außerhalb Wiesbadens, der Qualitätszirkel der Kinderärzte in der
Region Wiesbaden und das Hessische Sozialministerium für das Konzept interessiert. Die ausgesprochene Anerkennung soll allen Beteiligten Ansporn sein, das Konzept ständig weiterzuentwickeln und zu optimieren.
Der Abteilungsleiter Kindertagesstätten im Amt für Soziale Arbeit, Harald Engelhard, hatte den Anstoß
gegeben, in Wiesbaden ein selbstentwickeltes Verfahren zur systematischen Erfassung des Sprachstandes
bei 4-jährigen Kindern zu konzipieren. Das Ziel, alle 4-jährigen Kinder in Wiesbaden trägerübergreifend
mit einem gleichen Arbeitsmittel zu beobachten, konnte erreicht werden.
Damit ist ein weiterer fachlicher Standard in Bezug auf die Bildungsqualität in den Wiesbadener
Kindertagesstätten entwickelt.
Wolfgang Hessenauer
Sozialdezernent
Handbuch Zauberkiste • Vorwort
3
Allgemeine Informationen
Wie ist die Zauberkiste entwickelt worden?
Die Zauberkiste wurde von einer trägerübergreifenden Projektgruppe Wiesbadener Kindertagesstätten und
Fachleuten entwickelt.
Der Bedarf nach einem pädagogischem Arbeitsmittel zur frühzeitigen Beobachtung und Dokumentation der
sprachlichen Fähigkeiten und des Kommunikationsverhaltens von Kindern im Kindergarten gab den Anstoss
zur Entwicklung der Zauberkiste.
Erfahrene Leiterinnen und Erzieherinnen von Wiesbadener Kindertagesstätten, eine Kinderärztin des Kinderund jugendärztlichen Dienstes und eine Logopädin der Abteilung Kindertagesstätten haben im Jahr 2004
die Zauberkiste konzipiert.
Im Jahr 2005 wurde die Praxistauglichkeit des Verfahrens in einer Pilotphase in 19 Wiesbadener Kindertagsstätten erprobt und bestätigt.
Die Pilotphase wurde evaluiert und dokumentiert. Die Ergebnisse dienten der Optimierung der Zauberkiste.
Die jetzt vorliegende Form der Zauberkiste in diesem Handbuch ist das Ergebnis eines dreijährigen
intensiven Prozesses.
Die langjährige Praxiserfahrung der Konzept-Entwicklerinnen und die direkte Rückkopplung mit den
pädagogischen Fachkräften im Rahmen der Pilotphase hat dieses Verfahren aus der Praxis für die Praxis
möglich gemacht.
4
Handbuch Zauberkiste • Allgemeine Informationen
Was ist die Zauberkiste?
Ein pädagogisches Arbeitsmittel
zur Sprachstandsbeobachtung von
vierjährigen Kindern.
Zielgruppe
Alle Kinder im Alter von 4 Jahren.
Für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund eignet sich das Verfahren als
erstes Beobachtungsinstrument.
In diesem Alter bleibt ausreichend Zeit,
um intensivierte sprachliche Förderung im
Elementarbereich zu installieren, falls die
Anwendung der Zauberkiste dies als erforderlichen Handlungschritt aufzeigt.
Handbuch Zauberkiste • Allgemeine Informationen
5
Wer kann die Zauberkiste anwenden?
Pädagogische Fachkräfte, die an einer
eintägigen Schulung teilgenommen haben.
Ziele
Beobachtung und Überprüfung der sprachlichen
und kommunikativen Fähigkeiten von
vierjährigen Kindern.
Frühzeitige Präventionsarbeit in Bezug
auf Sprache.
Sensibilisierung der Pädagogischen Fachkräfte
für die sprachlichen Kompetenzen und
Besonderheiten der Kinder.
Sensibilisierung der Eltern für die sprachlichen
Kompetenzen und Besonderheiten der Kinder.
Einleiten von Handlungsschritten.
6
Handbuch Zauberkiste • Allgemeine Informationen
Bestandteile der Zauberkiste
3 Bausteine
–
–
–
Praktischer Teil
Beobachtungsbogen
Gesamtauswertung
Zeitbedarf
–
–
–
Praktischer Teil
ca. 20 - 30 Minuten
Beobachtungsbogen ca. 15 Minuten
Gesamtauswertung ca. 10 Minuten
Zauberkiste -
Beobachtungsbogen
Gesamtauswertung der Zauberkiste
Ergänzende Fragestellungen
zum allgemeinen Sprachverhalten
Name des Kindes: ___________________________________________________
Name des Kindes:
Familiensprache(n): ________________________________ Durchführung Zauberkiste: ______________
Geb.-Datum: _____________________________________
• praktischer Teil
• Durchführungsbogen
Trifft
nicht zu
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1. Das Kind ist mitteilsam
2. Das Kind stellt viele Fragen aus Interesse
3. Das Kind orientiert sich bei Aufträgen an anderen Kindern
(hat Mühe, sich mündliche Aufforderungen zu merken)
4. Informationen/Aufträge werden oft falsch verstanden
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5. Das Kind versteht Spiel- und Arbeitsanweisungen richtig
6. Das Kind spricht nur, wenn es aufgefordert / gefragt wird
7. Das Kind vermeidet das Sprechen
8. Das Kind spricht nur mit Erwachsenen
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11. Das Kind kann sich Texte obiger Spielformen leicht merken
13. Das Kind spricht überwiegend laut
14. Das Kind hat Blickkontakt beim Sprechen
15. Das Kind fragt häufig nach
(weil es nicht versteht?/weil es Aufmerksamkeit will?)
–1–
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Sehen Sie Handlungsbedarf?
Ja
Nein
Beobachtungsbogen:
Sehen Sie Handlungsbedarf?
Ja
Nein
Zusammenfassung beider Teile:
Ja
Nein
Ja, welche Handlungsschritte sind notwendig:
(Mehrere Möglichkeiten können angekreuzt werden)
Teamgespräch/kollegiale Beratung
Datum: ________________________
Elterngespräch
Datum: ________________________
Kleingruppenförderung
Diagnostikbedarf
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12. Das Kind spricht überwiegend leise
Wiederholung:
Praktischer Teil:
Wenn
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10. Das Kind kann sich Bewegungsfolgen obiger Spielformen leicht merken
Erste Anwendung:
Handlungsbedarf:
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9. Das Kind hat Spaß an Fingerspielen, Versen und Liedern
Handbuch Zauberkiste • Allgemeine Informationen
Trifft
selten zu
_____________________________________________________________________________________
Trifft zu
Zauberkiste
spezifischer Beobachtungsbogen für Migrantenkinder (sismik)
Wiederholung der Zauberkiste
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in einem halben Jahr
Datum: ________________________
© Projektgruppe Zauberkiste (trägerübergreifend)
Info über: Amt für Soziale Arbeit, Telefon: 0611 31-26 55
kindertagesstaetten@wiesbaden.de
7
Zauberkiste
Baustein
Materialien
Beschreibung
im
8
Praktischer Teil
Beobachtungsbogen
Gesamtauswertung
Rollenspiel
Erzieherin – Kind
Ergänzende Fragestellungen
zum allgemeinen
Sprachverhalten.
Zusammenfassung der
Ergebnisse aus
praktischem Teil und
Beobachtungsbogen.
Vordruck
Durchführungsbogen
Vordruck
Beobachtungsbogen
Vordruck
Gesamtauswertung
Handbuch
Handbuch
Handbuch
Seite 9
Seite 28
Seite 31
Zauberkiste
Handbuch Zauberkiste • Allgemeine Informationen
Begleittext Praktischer Teil
Übersicht
Der Praktische Teil beinhaltet ein gelenktes Rollenspiel mit dem Kind
mit dem Ziel seine sprachlichen Fähigkeiten zu beobachten.
Materialien:
die Zauberkiste
der Durchführungsbogen
Die Zusammenstellung der Zauberkiste mit den konkreten Materialien erfolgt in den Kindertagesstätten.
Der Durchführungsbogen wird während der Anwendung ausgefüllt und dient der Dokumentation.
Der praktische Teil wird mit dem Kind durchgeführt.
Die pädagogische Fachkraft und das Kind suchen einen ruhigen, separaten Raum auf.
Die pädagogische Fachkraft gestaltet mit dem Kind ein gelenktes Rollenspiel:
das Spiel mit der „Zauberkiste“
Die pädagogische Fachkraft dokumentiert während des Spiels die sprachlichen Äußerungen
des Kindes im Durchführungsbogen
Der praktische Teil dient der Überprüfung der im
sprachwissenschaftlichen Sinne engeren Sprachkategorien:
• Sprachverständnis (Sprachrezeption)
• Aktives Sprechen (Sprachproduktion)
Handbuch Zauberkiste • Begleittext Praktischer Teil
9
Phasen der Spielhandlung:
Das gelenkte Rollenspiel Zauberkiste gliedert sich in sechs Phasen:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Motivationsphase
Laute und Nomen
Pluralbildung und Adjektive
Satzbildung, Sprachverständnis und Hör-Merk-Spanne
Freies Sprechen
Ende der Spielsituation
Der Durchführungsbogen und die Beschreibung der Spielhandlung (ab Seite 15) sind nach diesen
Phasen gegliedert.
Im Anhang (Seite 25) sind kurze sprachtheoretische Erklärungen zu den Phasen 2. – 5. zu finden.
10
Handbuch Zauberkiste • Begleittext Praktischer Teil
Zusammenstellung der Materialien
Der Inhalt der Zauberkiste ist so gestaltet, dass Alltagsgegenstände aus dem pädagogischem Angebot der
Kindertagesstätte genutzt werden können.
Folgende Mittel brauchen Sie:
• eine flache überschaubare Kiste, in der alle Gegenstände nebeneinander sichtbar liegen können.
(es eignet sich auch ein Koffer oder Korb)
• ein schönes Zaubertuch zum Abdecken der Kiste,
• einen Zauberhut und einen Zauberstab.
In der Kiste sind:
- 2 kleine Bälle/ein harter (Plastik)
und ein weicher (Stoff)
- ein trockenes Brötchen/Brot
- ein Dinosaurier
- ein Vogel
- ein Teelöffel und ein Esslöffel
- eine Katze (Kuscheltier)
- eine transparente Dose mit einem Nagel und einer Nadel darin
- eine Klingel oder Glocke
- Gummibärchen
- ein Ring
- eine Kinderschere rund und eine große Schere spitz
- eine Sonne
- ein Stück Pflaster
- eine Tasse
- eine Spritze
Sie können während der Durchführung einen Kassettenrekorder/Videokamera nutzen, der die
Spielsituation aufnimmt, so dass Sie anschließend nachhören können, was das Kind gesprochen hat.
Handbuch Zauberkiste • Begleittext Praktischer Teil
11
Tipp aus der Praxis
• Achten Sie auf die Eindeutigkeit der Gegenstände:
Der Vogel sollte kein Papagei sein, die Katze eindeutig wie eine Katze aussehen.
• bei den Gegenständen Nagel und Nadel: Ziehen Sie einen Faden durch das Nadelöhr,
das hilft den Kindern beim Erkennen.
• anstatt „echter“ Gummibärchen können Sie Gummibärchen aus Holz verwenden
(Zubehör für den Kaufladen).
Empfehlung zur Anwendung
Wenn Sie sich mit dem praktischen Teil der Zauberkiste vertraut machen, empfehlen wir Ihnen dieses
gelenkte Rollenspiel erst einmal mit zwei oder drei sprachlich fitteren Kindern durchzuspielen, so dass
Sie etwas Übung in der Fragestellung bekommen können.
Die Spielhandlung ist so konzipiert, dass sie nach linguistischen Kriterien von einem altersgemäß entwickelten 4 jährigen Kind mit Deutsch als Erstsprache gut zu bewältigen ist.
Sicherlich wird es bei der Anwendung der Zauberkiste vorkommen, dass einzelne Kinder in der gelenkten
Spielsituation einige Aufforderungen noch nicht altersgemäss verbalisieren können oder der Spielhandlung
nicht folgen.
Gestalten Sie hier die Spielsituation so, dass die Motivation des Kindes erhalten bleibt.
Weichen Sie gegebenenfalls vom geplanten Spielverlauf ab!
Nutzen Sie die Spielsituation, um in der Einzelsituation mit dem Kind etwas vom sprachlichen Wissen des
Kindes zu erfahren!
Sie können dies individuell unter „Bemerkungen“ im Durchführungsbogen notieren.
Ziel der Zauberkiste ist es festzustellen, ob das Sprachverhalten des Kindes altersgerecht ist, oder ob
Handlungsbedarf bezüglich der sprachlichen Entwicklung besteht.
Spielhandlungen, die anders als konzipiert verlaufen, beinhalten immer auch eine bedeutsame Information.
Sie können diese in der Gesamtauswertung berücksichtigen und entsprechende Handlungsschritte festlegen.
Wichtig: die Zauberkiste sollte immer mit einem positiven Erlebnis für das Kind beendet werden.
12
Handbuch Zauberkiste • Begleittext Praktischer Teil
Empfehlung bei Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund
Es gibt bedeutsame Unterschiede bei der sprachlichen Entwicklung von Kindern mit Deutsch als
Muttersprache und Kindern aus mehrsprachigen Familien.
Bei mehrsprachig - aufwachsenden Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund ist das Verfahren als
ein erstes Instrument einzusetzen.
Die Praxis mit der Zauberkiste zeigt aufschlussreiche Beobachtungen bei der Anwendung mit
Migrantenkindern und dient einer ersten Orientierung.
Das Arbeitsmittel kann in seiner Kürze der Komplexität der Entwicklung des Mehrspracherwerbs nicht
umfassend gerecht werden.
Wichtig:
Wenn bei der Anwendung der Zauberkiste mit Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund
Handlungsbedarf deutlich wird,
ist begleitend ein spezifischer Beobachtungsbogen für Migrantenkinder einzusetzen.
(Empfehlung: sismik, siehe Literaturliste)
Zeitpunkt der Anwendung
Die Zauberkiste wird mit allen Kindern einer Kita-Gruppe im Alter von 4 Jahren durchgeführt.
Der Zeitpunkt der Anwendung liegt kurze Zeit nach dem 4. Geburtstag.
Tipp aus der Praxis:
Zur Organisation der Durchführung:
Um den Arbeitsaufwand so gering wie möglich zu halten und bessere Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen,
haben sich folgende Wege in der Praxis als empfehlenswert erwiesen:
• Die Zauberkiste wird immer kurze Zeit nach dem vierten Geburtstag eines Kindes durchgeführt.
Dadurch verteilt sich der Arbeitsaufwand übers Jahr.
• Alle zwei Monate wird ein Zauberkisten Tag geplant, an dem alle Kinder, die in der Zwischenzeit 4 Jahre
alt geworden sind, mit der pädagogischen Fachkraft die Zauberkiste anwenden dürfen.
Handbuch Zauberkiste • Begleittext Praktischer Teil
13
Beschreibung der Spielhandlung
Erläuterung zu den graphischen Darstellungsformen:
In der folgenden Beschreibung der Spielhandlung werden unterschiedliche graphische Darstellungsformen
verwendet (kursiv und gerahmt). Jede Form beinhaltet eine spezifische Bedeutung und strukturiert die
Durchführung und die Auswertung.
Kursive Schrift:
Bedeutung: Hier wird der Handlungsablauf beschrieben und es gibt Hinweise, wie die Äußerungen des Kindes
im Durchführungsbogen zu dokumentieren sind.
Rahmen, farblich hinterlegt
Bedeutung: Hier sind die Dialoge zwischen Erzieherin und Kind beschrieben;
der Text der Erzieherin ist normal gedruckt, die Antworten des Kindes sind fett gedruckt.
Im Anschluss an die Beschreibung der Spielhandlung finden Sie den Anhang mit folgenden Inhalten:
Erklärungen zu den sprachlichen Kategorien (Seite 25)
Hier finden Sie Basisinformationen zu den abgefragten sprachlichen Kategorien.
Beobachtungshilfe beim Freien Sprechen (Seite 26)
Hier finden Sie einen Leitfaden, der Ihnen Unterstützung gibt, um die Fähigkeiten des Kindes bei der
Satzbildung und Grammatik einzuschätzen.
14
Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
Spielhandlung
Vorbereitung:
Wir empfehlen Ihnen die Spielsituation in einem Raum durchzuführen, wo Sie nicht gestört werden können.
Stellen Sie die Kiste auf den Boden/Tisch.
Legen Sie alle Gegenstände in die Zauberkiste und decken Sie sie mit dem Zaubertuch ab.
Legen Sie Zauberhut, Zauberstab und Durchführungsbogen bereit.
1. Motivationsphase
Setzen Sie sich möglichst seitlich vom Kind auf den Boden/an den Tisch, damit das Kind nicht die Möglichkeit
hat, Ihnen von den Lippen abzulesen. Sie stellen dadurch eher fest, ob das Kind alles hört.
Setzen Sie sich den Zauberhut auf und kommentieren Sie:
Erzieherin:
Ich bin jetzt ein Zauberer.
Wenn Du kannst, mach deine Augen zu.
Mik – mak – mek, das Zaubertuch ist weg
Tuch von der Kiste ziehen.
2. Laute und Nomen
Erzieherin:
Was siehst Du?
Das Kind benennt nun alle Gegenstände. Kreuzen Sie im Durchführungsbogen an, ob das Kind alle
Gegenstände ohne Hilfe benennen kann und ob es die entsprechenden Laute gebildet hat oder nicht.
Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
15
Fachliche Erläuterung: Überprüfung der Laute / Nomen:
Zur Einschätzung der Nomen:
Wenn ein Kind einen Gegenstand spontan nicht benennen kann, notieren Sie dieses Wort
im Durchführungsbogen.
In der Weiterarbeit mit dem Kind ist folgendes Vorgehen hilfreich:
Ihr Ziel ist es, trotz der nicht spontanen Benennung des Gegenstands zu erfahren, ob das Kind die
Lautbildung des Zielworts beherrscht.
Sagen Sie dem Kind nicht einfach die Benennung des Gegenstands vor, sondern bieten sie ihm eine
Alternative zum Zielwort an und zwar in der Form, dass das Gesuchte an zweiter Stelle genannt wird.
Beispiel: Zielwort
- Schere –
Sie sagen: „Schau mal, ist das ein Messer oder eine Schere?“
Erfahrungsgemäß benennen Kinder, wenn sie noch nicht sicher in ihrem Wissen von Begriffen sind,
den Gegenstand des zuletzt genannten Wortes.
Mit dieser Methode erreichen Sie, dass
- das Kind ein Erfolgserlebnis hat („ich hab’s gewusst“) und
- das Kind das Wort artikuliert hat und Sie ein Ergebnis in den Lautbogen eintragen können.
Zur Einschätzung der Lautbildung:
Die Altersangaben zur Lautbildung (Fox, 1999) bedeuten, dass 90% der Kinder den Laut im angegebenen
Alter korrekt bilden.
Die Altersangaben auf dem Durchführungsbogen bedeuten z. B. bei 4, dass das Kind an seinem
4. Geburtstag diesen Laut können sollte.
Wie gehen Sie vor, wenn ein Kind einen Laut fehlbildet?
Besteht die Fehlbildung eines Lautes länger als 5 Monate über das angegebene Alter hinaus, muss eine
fachliche Abklärung erfolgen. Es kann eine von Laien nicht erkennbare auditive Verarbeitungsstörung
zugrunde liegen.
Werden mehrere Laute fehlgebildet, muss mit 4 Jahren eine fachliche logopädische Abklärung erfolgen.
Klingen die Laute -m- -n- oder -ng- durchgängig „als wenn das Kind Schnupfen hätte“, muss eine
Abklärung durch den Kinder- oder Hals-, Nasen- Ohrenarzt erfolgen.
Die S-Laute (Sonne, Tasse/Eis, Zange) sind im Deutschen die schwierigsten Laute. Sie werden mit 5. 11
Jahren (also mit 6) von 65% der Kinder korrekt gebildet. D. h., dass bei 1/3 der Kinder noch ein Lispeln
bestehen kann.
Eine logopädische Beratung sollte erfolgen, um eine ev. zugrunde liegende Muskelfunktionsstörung abzuklären.
Es gibt eine Form der Fehlbildung der S- und Sch-Laute, die unbedingt vor der Einschulung behandelt
werden muss.
Sie liegt vor, wenn sich die Laute wie ein „seitlich durch die Zähne gepresstes Zischen“ anhören
(laterale Zischlautstörung).
16
Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
3. Pluralbildung und Adjektive
Erzieherin:
Wovon sind zwei Sachen da?
Wie heißen sie?
Kreuzen Sie auf dem Bogen „ja“ an, wenn das Kind eine Veränderung bei der Bildung des Plurals
vorgenommen hat.
Fachliche Erläuterung:
Ein 4-jähriges Kind sollte erkennen können, dass die Tatsache, dass von einem Gegenstand mehrere da sind,
sich sprachlich in einer veränderten Form ausdrückt. Es kommt in diesem Alter noch nicht auf die richtige
Pluralbildung an, sondern auf die Veränderung.
Bsp.: „Balls“ und „Löffels“ sind daher als altersgemäß richtige Pluralbildungen anzukreuzen. (Penner, 2003)
Achtung: „Löffel“ ohne „s“ ist nicht falsch!
Erzieherin:
Schau mal der eine Ball ist aus (Schaum-) Stoff
und der andere ist aus Plastik.
Wie fühlt sich das an? Was ist unterschiedlich?
Fragen Sie in dieser Form auch die Adjektive zu den Löffeln (groß/klein), den Scheren (groß/klein (Wdh.)
spitz/rund) und vermerken Sie es im Bogen.
Fachliche Erläuterung:
Es geht hierbei um die Beobachtung, dass das Kind Adjektive kennt. Auch wenn es andere Eigenschaften
als die im Durchführungsbogen vermerkten benennt, ist dies zu dokumentieren. Viele Kinder sagen hier
z. B. spontan die Farben, wenn sie diese schon kennen.
Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
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4. Satzbildung, Sprachverständnis und Hör-Merk-Spanne
Erzieherin:
Mach Deine Hand auf und die Augen zu,
ich zaubere dir etwas in die Hand.
„Mik - mak - mei, Ball herbei.“
Legen Sie dem Kind den Ball auf die Hand.
4.1 Auftrag „Zauberer sein“ verstanden
Geben Sie dem Kind den Hut und den Zauberstab.
Erzieherin:
Möchtest du jetzt der Zauberer sein?
Dokumentieren Sie, ob das Kind den Auftrag versteht oder ob Sie weitere Erklärungen und Hilfestellungen
geben müssen.
Erzieherin:
Ich wünsche mir auch einen Ball.
Zaubere mir den anderen Ball in die Hand!
4.2 Nachsprechen des Zauberspruchs
Das Kind muss nun den Zauberspruch lernen und Ihnen den Ball auf die Hand zaubern.
Lassen Sie das Kind die Situation spielen
Kind:
18
„Mik - mak - mei, Ball herbei.“
Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
4.3 Präposition „unter“ verstanden
Erzieherin:
Nun zaubere unsere Bälle unter die Stühle:
Ich sag dir den Zauberspruch:
„Mik – mak – mek , die Bälle sind weg“
Kind:
„Mik - mak - mek, die Bälle sind weg.“
Erzieherin:
Leg die Bälle unter die Stühle.
Tragen Sie auf dem Bogen ein, ob das Kind die Präposition „unter“ verstanden hat.
Fachliche Erläuterung:
Bitte zeigen Sie nicht mit einer Handbewegung „unter die Stühle“, da das Kind Sie sonst durch die
Geste verstehen könnte und nicht, weil es Ihren Wortlaut versteht.
4.4 Zauberspruch selbständig anwenden
Erzieherin:
Zaubere den Dino herbei. Der Zauberspruch
„Mik – mak – mei“ hilft Dir.
Kind:
„Mik - mak - mei, Dino herbei.“
Dokumentieren Sie, ob das Kind den Zauberspruch schon selbständig anwendet.
Wenn „nein“, notieren Sie bei Bemerkung, welche Unterstützung das Kind braucht.
4.5 Nachsprechen von Kunstnamen
Erzieherin:
Der Dino heißt Kalifeng*
Lassen Sie das Kind den Kunstnamen wiederholen und tragen Sie ein, ob es das Wort richtig nachsprechen
kann. Dies müßte auch für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache haben, möglich sein.
* entlehnt aus Grimm, H. Sprachscreening für Vorschulkinder (SSV), 2003
Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
19
4.6 Zauberspruch jetzt selbstständig
4.7 Satzbildung
4.8 Präposition „hinter“ verstanden
4.6
4.7
4.8
Erzieherin:
Kalifeng schreit ich habe Hunger,
zaubere mir ein Brötchen.
Kind:
„Mik - mak - mei, Brötchen herbei.“
Erzieherin:
Was macht der Kalifeng jetzt?
Kind:
„Er frisst das Brötchen.“ (Brötchen fressen)
Erzieherin:
Nun zaubere den Dinosaurier weg.
Zaubere den Dino hinter den Tisch/Schrank…
Kind:
„Mik - mak - mek, der Dinosaurier ist weg.“
4.6 Tragen Sie ein, ob das Kind jetzt den Zauberspruch selbständig verwendet.
4.7 Tragen Sie ein, wie das Kind den Satz bildet.
Für den Verlauf der Spielhandlung ist es notwendig, dass beim „Fressen“ ein paar Brotkrümel entstehen.
Fachliche Erläuterung:
Es kann sein, dass das Kind in der verkürzten Satzform antwortet (Brötchen fressen). Natürlicherweise
kommt es vor, dass Kinder bei der Satzbildung anders antworten, als wir es erwarten. Kinder antworten
auf Fragen häufig in verkürzten Satzformen. Das liegt unter anderem daran, dass es einen unterschiedlichen Gebrauch von mündlicher Sprache und Schriftsprache gibt. Lassen Sie sich davon nicht irritieren. Es
bedeutet noch nicht, dass das Kind nicht in vollständigen Sätzen spricht.
Nutzen Sie dieses Item als Erinnerungsstütze dafür, dass sie beobachten wollen, in welchen Satzformen das
Kind spricht und ob es Verben konjugiert (fressen – frisst).
4.8 Tragen Sie ein, ob das Kind die Präposition „hinter“ versteht.
Fachliche Erläuterung:
Zeigen Sie bitte nicht „hinter den Tisch“, da das Kind sonst durch die Geste verstehen könnte, was gemeint
ist, und nicht, weil es Ihren Wortlaut versteht.
20
Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
4.9 Wer-Frage verstanden
Erzieherin:
Der Dino hat ja lauter Krümel gemacht.
Nun brauchen wir jemanden, der die
Krümel wegpickt.
Wer kann die Krümel fressen?
Zaubere das Tier herbei!
Kind:
„Mik - mak - mei, der Vogel herbei.“
Das Kind sucht sich den Vogel heraus und zaubert ihn herbei.
Tragen Sie auf dem Durchführungsbogen ein, ob das Kind die Frage verstanden hat.
4.10 Ronterklabe*
Erzieherin:
Der Vogel heißt Ronterklabe. Ruf ihn mal!
Lassen Sie das Kind den Kunstnamen wiederholen und tragen Sie ein,
ob es das Wort richtig nachsprechen kann.
4.11 Was-Frage verstanden
Erzieherin:
Was macht der Ronterklabe jetzt?
Tragen sie auf dem Bogen ein, ob das Kind die Frage verstanden hat.
Wenn es nicht reagiert, spielen Sie ihm mit dem Vogel die Handlung vor.
* entlehnt aus Grimm, H. Sprachscreening für Vorschulkinder (SSV), 2003
Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
21
4.12 Warum-Frage verstanden
4.13 Nebensatz mit „weil“ gebildet
Kind:
„Er pickt nun alle Brotkrümel auf.“
Erzieherin:
Warum macht der Ronterklabe das?
Kind:
„Weil er Hunger hat (z. B.).“
Es geht darum, ob das Kind die Frage versteht und ob es im Nebensatz mit „weil“ antwortet.
Tragen Sie das entsprechend ein.
4.14 Wo-Frage verstanden
Erzieherin:
Wo fliegt der Vogel hin?
Kind:
„Der Vogel fliegt…“
Tragen Sie auf dem Bogen ein, ob das Kind die Wo-Frage verstanden hat
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Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
5. Freies Sprechen
Wichtig ist, bei der Durchführung von Freies Sprechen darauf zu achten, ob das Kind überwiegend in vollständigen Satzformen spricht und ob es die Verben richtig konjugiert.
Fachliche Erläuterung:
Die Beobachtung der Satzbildung während der freien Sprechsituation setzt erfahrungsgemäss spezielles
Fachwissen und ein diesbezüglich geübtes Ohr voraus.
Lassen Sie einen Kassettenrecorder mitlaufen und schreiben Sie hinterher ein paar exemplarische Sätze auf.
Nutzen Sie die Beobachtungshilfen zum Freien Sprechen im Anhang.
Anhand dieser wird die Auswertung des Freien Sprechens erleichtert.
Erzieherin:
Ein Zauberer hat immer eine Katze, kannst du
mir meine Katze auf den Schoß zaubern?
Kind:
„Mik - mak - mei, Katze herbei.“
Erzieherin:
Das ist meine Katze Kapselistong*
Lassen Sie das Kind den Kunstnamen wiederholen und tragen Sie ein,
ob es das Wort richtig nachsprechen kann.
Erzieherin:
Kapselistong ist krank.
Es geht ihr gar nicht gut.
Schau mal in unsere Kiste, was kannst du denn
machen, damit meine Katze wieder gesund wird?
Nun kommt es darauf an, dass das Kind möglichst frei erzählt.
Stellen Sie möglichst solche Fragen, auf die das Kind ausführlich antworten muss,
d.h. keine Fragen, die man mit „ja“ oder „nein“ beantworten kann.
Lassen Sie es umschreiben, was es tut.
Notieren Sie anschließend auf dem Durchführungsbogen, wie das Kind frei gesprochen hat.
Die Beobachtungshilfen zum Freien Sprechen ermöglichen Ihnen eine altersgemäße Einschätzung.
* entlehnt aus Grimm, H. : SSV, 2003
Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
23
6. Ende der Spielsituation
Erzieherin:
So jetzt geht es meiner Katze aber wieder
richtig gut. Danke!
Jetzt müssen wir alle Sachen wieder in die
Zauberkiste zaubern.
Kannst Du das machen?
Kind:
„Mik - mak - mek,
die Sachen sind jetzt weg.“
Sammeln Sie mit dem Kind alle Gegenstände wieder in die Kiste.
Läuten Sie abschließend die Glocke oder Klingel.
Erzieherin:
Mik - mak - Maus, die Zauberei ist aus.
Decken Sie abschließend das Zaubertuch wieder über die Kiste.
Ende
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Handbuch Zauberkiste • Beschreibung der Spielhandlung
Anhang:
Erklärungen zu den sprachlichen Kategorien
Laute/Nomen:
Die Bildung der Laute unterliegt einem natürlichen Entwicklungsprozess. Die Abfolge, zu welchem Zeitpunkt welche Lautfolge erworben wird, steht im Zusammenhang mit der mundmotorischen Entwicklung
und der Hörwahrnehmung.
Laute werden immer in Worten überprüft. Wir haben Nomen und die Wortanfangsposition gewählt.
Adjektive und Pluralbildung:
Adjektive und Nomen fallen unter die sprachliche Kategorie Wortschatz.
Dieser hängt stark mit dem Erfahrungsumfeld des Kindes zusammen.
Die Pluralbildung fällt unter die sprachliche Kategorie Grammatik.
Ein Kind lernt im Alter zwischen 2 und 5 Jahren, dass ein Wort sich verändert,
wenn vom gleichen Gegenstand mehrere Sachen da sind. Dies ist ein kognitiver Prozess.
Satzbildung:
Die Satzbildung geschieht in einem systematischen Entwicklungsprozess vom Ein-Wort Satz bis zu
komplexen Satzmustern mit Nebensätzen.
Sie ist eng verknüpft mit der Entwicklung der grammatikalischen Fähigkeiten.
Die Satzbildung lässt sich natürlicherweise am besten in der freien Kommunikationssituation beobachten.
Sprachverständnis:
Sprachverständnis ist die Fähigkeit gesprochene Sprache zu verstehen ohne zu Hilfenahme von
Körpersprache (Gestik und Mimik).
Hier haben wir als Items für das Sprachverständnis explizit
das Verstehen von W-Fragen (nach Penner) und
das Verstehen von Präpositionen (unter und hinter) ausgewählt.
W-Fragen sind Fragen, die mit den Fragepronomen: wo, wie, was, wer, wann, warum, wen etc. beginnen.
Die Fragen können nicht nur mir „ja“ oder „nein“ beantwortet werden und erfordern ein gutes
Sprachverständnis.
Natürlicherweise ergeben sich während der Durchführung spontane Möglichkeiten zu beobachten,
welche rein sprachlichen Informationen das Kind sicher verarbeitet.
Hör-Merk-Spanne:
Die Hör- Merk-Spanne ist der Arbeitsvorgang bei dem das „Gehirn“ lautliche Einheiten (Silbenund Wortfolgen) im Kurzzeitgedächtnis abspeichert, verarbeitet und sprachlich wiedergibt.
Wir haben die Überprüfungsform des Nachsprechens von Kunstwörtern (nach Grimm, 2003) und
des Reims (Zauberspruch) gewählt.
Handbuch Zauberkiste • Erklärungen zu den sprachlichen Kategorien
25
Anhang:
Beobachtungshilfen beim Freien Sprechen
Satzbildung:
Kreuzen Sie die folgenden zwei Fragen an und folgen Sie dem Schema
Das Kind spricht in vollständigen Sätzen
in richtiger Wortreihenfolge:
ja
nein
Die Verben sind im Satz richtig konjugiert:
ja
nein
wenn ja:
altersgerecht
Das Kind bildet einfache Sätze, 3-4 Wörter
3 Jahre
Bsp.: Ich will essen / Ich hole den Ball
Das Kind spricht in längeren Sätzen, 4- mehr Wörter
4 Jahre
Bsp.: Peter kann von der Treppe springen
Ich hole das Spiel aus dem Schrank
Das Kind verwendet Nebensätze
(mit Verbindungswörtern wie: weil, dass)
ab 4 1/2 Jahre
Bsp.: Ich hab ein Pflaster (am Knie), weil ich hingefallen bin
Die will, dass ich rausgehe (aus der Bauecke)
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Handbuch Zauberkiste • Beobachtungshilfen beim Freien Sprechen
wenn nein: Das Kind hat Probleme in der Sprachentwicklung
Das Kind spricht einzelne Wörter
Bsp.: Da, Puppe;
nein essen;
haben ich!
Das Kind verkürzt die Sätze
(es läßt einzelne grammatikalische Wörter aus)
Bsp.: Ich Ball holen
Die weinen, hinfalle
Springen Treppe ich kann
Ich hole den Ball
Die weint, weil sie hingefallen ist
Ich kann von der Treppe springen
Verben:
Das Verb hat im Deutschen eine entscheidende Position bei der Entwicklung von Sätzen.
Die Beobachtung an welcher Position das Verb im Satz steht und mit welcher Endung es gebildet wird,
ist wichtig.
Beobachten sie, ob das Kind das Verb schon an die zweite Stelle
im Satz stellt.
ich hole (den) Ball oder ich Ball holen
altersgerecht 2, 6
Beobachten sie, ob das Kind dem Verb die korrekte Endung anhängt.
ich singe, du singst, er/sie singt, etc.
Ein 4 jähriges Kind sollte alle Formen im Präsens richtig
bilden können.
Beobachten sie, welche Vielfalt an Verben das Kind benutzt oder
ob es überwiegend „machen“ und „tun“ verwendet.
Handbuch Zauberkiste • Beobachtungshilfen beim Freien Sprechen
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Begleittext Beobachtungsbogen
Der Beobachtungsbogen beinhaltet:
Ergänzende Fragestellungen zum allgemeinen Sprachverhalten
Material:
Beobachtungsbogen
Der Beobachtungsbogen wird von der pädagogische Fachkraft (Gruppenerzieherin) in der Vorbereitungszeit
bearbeitet.
Wenn die Zauberkiste nicht von einer Kollegin aus der Gruppe durchgeführt wird, wird der
Beobachtungsbogen zusammen mit einer Gruppenerzieherin beantwortet.
Es ist gut möglich, dass einige Beobachtungsfragen nicht spontan beantwortet werden können. Die pädagogische Fachkraft nutzt dann zeitnah den Gruppenalltag zur Ergänzung der ausstehenden Fragen.
Ergänzende Beobachtungen von anderen Kolleginnen können hierbei hilfreich sein.
Der Beobachtungsbogen bezieht sich auf die im sprachwissenschaftlichem Sinn weiteren sprachlichen Ebenen:
• Kommunikationsverhalten und
• Sprachanwendung
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Handbuch Zauberkiste • Begleittext Beobachtungsbogen
Inhalt und Empfehlung zur Anwendung:
Die Beobachtungsfragen beziehen sich auf folgende Aspekte des Sprachverhaltens im Alltag.
Wie wendet das Kind Sprache an?
Unter welchen Rahmenbedingungen spricht das Kind gerne/nicht gerne/garnicht?
Mit wem spricht das Kind?
Zu welchem Zweck spricht das Kind?
Wie setzt es Körpersprache/metasprachliche Elemente ein?
Die letzten 4 Fragen des Bogens beziehen sich auf grundsätzliche körperliche Voraussetzungen für Sprache.
Beim Ausfüllen des Beobachtungsbogens stoßen Sie auf Fragen, die Sie in die Reflektion bringen werden,
welche Bedeutung das Verhalten des Kindes hat.
Sicherlich werden Sie darüber nachdenken, ob das beobachtete Verhalten
die Ebene des Sprachverhaltens berührt oder
die Ebene des Sozialverhaltens.
Dieses Innehalten beim Bearbeiten und die damit verbundene Reflektion ist beabsichtigt.
Es hilft erfahrungsgemäss, um zu einer klaren Einschätzung des Kommunikationsverhalten des
Kindes zu kommen.
Es kann eine fruchtbare Ergänzung sein, den eigenen Standpunkt in einer Teamsitzung zu reflektieren.
Manchmal bedarf es einer längeren Beobachtungsphase, um zu unterscheiden, ob es sich um eine pädagogische Fragestellung oder eine sprachliche Fragestellung handelt.
Handbuch Zauberkiste • Begleittext Beobachtungsbogen
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Auswertung des Beobachtungsbogen:
Die Fragen werden nach den 3 Kategorien beantwortet :
• Trifft zu
• Trifft selten zu
• Trifft nicht zu
Die entsprechenden Felder sind hell, gestreift oder gepunktet markiert
und werden dementsprechend ausgezählt.
Die Anmerkungen auf dem Bogen beschreiben, wie die markierten
Felder bzgl. der Einschätzung des Verhaltens zu interpretieren sind.
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Der Beobachtungsbogen ist so gestaltet, dass ein Wechsel zwischen
positiv und negativ formulierten Fragen auftritt.
Dieser Wechsel der Frageform und des Ankreuzschemas irritiert
möglicherweise bei der ersten Anwendung.
Die Wirkung ist beabsichtigt.
Der Perspektivenwechsel bewirkt, dass die Tendenz des schematischen
Ankreuzens unterbrochen wird.
Dadurch wird eine genaue professionelle Beobachtung unterstützt.
Trifft
nicht zu
Tipp aus der Praxis:
Trifft
selten zu
Trifft zu
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Handbuch Zauberkiste • Begleittext Beobachtungsbogen
•
Begleittext Gesamtauswertung
Die Gesamtauswertung beinhaltet
• die Zusammenführung der Ergebnisse beider Teile und
• eine Entscheidung über weitere Handlungsschritte.
Material:
Gesamtauswertung
Der Gesamtauswertungsbogen wird nach der Durchführung des Praktischen Teils und des
Beobachtungsbogens ausgefüllt.
Die Ergebnisse beider Teile werden übertragen und zusammengeführt.
Dadurch entsteht eine klare Übersicht über das Ergebnis.
Dieses wird in Form von Handlungsbedarf: ja / nein festgehalten
Handbuch Zauberkiste • Begleittext Gesamtauswertung
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Festlegung von Handlungsschritten:
Liegt als Ergebnis Handlungsbedarf ja vor,
wird anhand folgender Handlungsschritte das weitere Vorgehen festgelegt:
Teamgespräch/kollegiale Beratung
Elterngespräch
Kleingruppenförderung
Diagnostikbedarf
Spezifischer Beobachtungsbogen für Migrantenkinder (sismik)
Wiederholung der Zauberkiste in einem halben Jahr
(nur bei der ersten Durchführung möglich)
Mehrfachnennungen sind möglich.
Tipp aus der Praxis:
• Zur Intensivierung der Elternarbeit nutzen einige Einrichtungen die Anwendung der Zauberkiste
grundsätzlich für ein Elterngespräch über die Entwicklung des Kindes.
• Der Vordruck Gesamtauswertung wird nach dem Festlegen der Handlungsschritte und der Planung der
notwendigen Maßnahmen wie andere „Terminsachen“ auf Wiedervorlage gelegt. Damit ist garantiert,
dass geplante Handlungsschritte zeitgerecht umgesetzt werden und nichts in Vergessenheit gerät.
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Handbuch Zauberkiste • Begleittext Gesamtauswertung
Literaturliste
Baumgartner, S. Füssenich, I. (Hrsg.): Sprachtherapie mit Kindern, 1999.
Butzkamm, W. Butzkamm, J.: Wie Kinder sprechen lernen, 1999.
Clahsen, H.: Normale und gestörte Kindersprache, 1988.
Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V. (Hrsg.)
Die kindliche Sprachentwicklung von der U3 bis zur U9, 2006.
Fox, A. V.; Dodd, B. J.: Der Erwerb des phonologischen Systems in der deutschen Sprache, 1999.
In: Sprache-Stimme-Gehör 23, S. 183 - 191.
Grimm, H.: Sprachscreening für das Vorschulalter (SSV). Kurzform des SETK 3 -5. 2003.
Holler-Zittlau, I.; Dux, W.; Berger, R.: Marburger Sprach-Screening für 4 - 6 jährige Kinder (MSS), 2003.
Kracht, A.; Lehmann,R.; Wellings, A.: Sprachpädagogische Diagnostik bei mehrsprachigen Vorschulkindern:
Ausgewählte Leitfragen, 2002.
Küspert, P.; Schneider, W.: Hören, Lauschen, Lernen.
Beobachtungsbogen zum Würzburger Trainingsprogramm, 1999.
Penner, Z.: Neue Wege der sprachlichen Förderung von Migrantenkindern, 2003.
Ulich, M.; Mayr, T.: sismik; Beobachtungsbogen für Sprachverhalten und Interesse an Sprache bei
Migrantenkindern in Kindertageseinrichtungen, Herder Verlag 2004.
Handbuch Zauberkiste • Literaturliste
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Impressum
Herausgeber:
Landeshauptstadt Wiesbaden
Amt für Soziale Arbeit, Abteilung Kindertagesstätten
Text:
Beate Kobold
Annett Dölbl
Beate Miorandi
Barbara Ulbricht
Kerstin Ziegelmeyer
Redaktion: Beate Kobold
Projektgruppe Zauberkiste:
Projektleitung:
Beate Kobold, Amt für Soziale Arbeit, Abt. Kindertagesstätten, Fachreferentin für Sprachpädagogik
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:
Annett Dölbl, Leiterin der Städtische Kindertagesstätte Auringen
Dr. Helga Frey, Gesundheitsamt, Leiterin des Kinder- und Jugendämtlichen Dienstes
Waltraud Frick-Lorenz, Erzieherin im Montessori-Kinderhaus Freudenberg
Beate Miorandi, Leiterin der Kath. Kindertagesstätte „Herz-Jesu“
Barbara Ulbricht, Leiterin der Evang. Kindertagesstätte „Petrus-Gemeinde“
Barbara Metzler, Leiterin der Kindertagesstätte des Deutschen Kinderschutzbundes
Gabriele Wendler, Leiterin der Kindertagesstätte „Betty Coridass“, Arbeiterwohlfahrt
Kerstin Ziegelmeyer, Leiterin der Kindertagesstätte Nachbarschaftshaus Wiesbaden e.V.
Kindertagesstätten, die am Pilotprojekt beteiligt waren:
Evangelische Kitas:
Evangelische Kindertagesstätte Stephanusgemeinde: Steffi Heidig, Heidi Bitzer
Evangelische Kindertagesstätte Petrusgemeinde: Gerlinde Beil, Helga Herrmann, Barbara Ulbricht
Evangelische Kindertagesstätte Sauerland, KBS, Kinder und Beratungszentrum: Ursula Rudbach
Katholische Kitas:
Katholische Kindertagesstätte Herz-Jesu-Gemeinde: Eva Erlsbacher, Beate Miorandi
Katholische Kindertagesstätte St. Bonifatius: Nicole Gilbert, Verena Schwab
Katholische Kindertagesstätte Don Bosco: Ines Brem, Ilka Trenkler
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Handbuch Zauberkiste • Impressum
Kindertagesstätten der AWO:
Kindertagesstätte der AWO Betty Coridass: Anita Deuser, Gabriele Wendler
Kindertagesstätte der AWO Maria Juchacz: Monika Reinold
Kindertagesstätte der AWO Gabelsbergerstraße: Erika Schneider, Sandra Zimmer
Freie Träger:
Kindertagesstätte des Nachbarschaftshauses Biebrich: Kerstin Ziegelmeyer
Montessori Kinderhaus Freudenberg: Natalie Grenz, Sigrid Henß, Waltraud Frick-Lorenz
Montessori Kinderhaus Elsässer Platz: Brigitte Bedharzyk
Kindertagesstätte des Deutschen Kinderschutzbundes: Petra Dähne, Angela Ruppert
Städtische Kitas:
Kindertagesstätte Auringen: Anja Oberländer, Petra Fösken, Annett Dölbl
Kindertagesstätte Breckenheim: Ute Metzler
Kindertagesstätte Klarenthal: Christiane Wuttke, Sigrid Spitzhorn
Kindertagesstätte Münchnerstraße: Heidi Schneider, Patricia Ponto
Kindertagesstätte Wallauerstraße: Nicole Cernik, Ulrike Scheitler
Kindertagesstätte Wolfsfeld: Emma Wuitschik, Manuela Zapf
Graphische Gestaltung:
Wiesbaden Marketing | Postfach 6050 | 65050 Wiesbaden
Illustration Titelbild:
Beate Miorandi
Druck:
Druck-Center-Rathaus
3. Auflage:
August 2007
Bestellung:
Stadt Wiesbaden – Amt für Soziale Arbeit
Abteilung Kindertagesstätten
Dotzheimer Straße 99 | 65197 Wiesbaden
Eine Schutzgebühr wird erhoben.
30 Euro; für Wiesbadener Kindertagesstätten 10 Euro
Telefon: 0611 31-2037 (Frau Kobold)
Telefon: 0611 31-2655 (Sekretariat)
E-Mail: beate.kobold@wiesbaden.de
© 2007 Stadt Wiesbaden. Nachdruck oder Vervielfältigung nur mit Genehmigung möglich.
Handbuch Zauberkiste • Impressum
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36
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