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An Tagen wie diesen Pfarrfest 22./23. 9.2012 Textsammlung

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Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 1
Ministranten & Friends
An Tagen wie diesen
Pfarrfest
22./23. 9.2012
Textsammlung
Stand 27. August 2012
Inhaltsverzeichnis
1Turmbläser/Intro....................................................................................................................... 4
2Lied: Tage wie diese ................................................................................................................ 4
3Rahmschnitzel .......................................................................................................................... 7
4Mittagsgebet ............................................................................................................................. 9
5Schon wieder Betrunken! ......................................................................................................... 9
6Ein Sliwowitz .......................................................................................................................... 9
7Mit 80 über die Straße .............................................................................................................. 9
8Die Bank ist grün! .................................................................................................................. 10
9Postamt ................................................................................................................................... 10
10Der Flugbegleiter.................................................................................................................. 11
11Lied: Wann wird’s mal wieder richtig Sommer................................................................... 13
12Aufbruch............................................................................................................................... 15
13Im Hotel................................................................................................................................ 17
14Nebenwirkungen .................................................................................................................. 18
15Hier Kommt der Koch.......................................................................................................... 21
16Nachrichten .......................................................................................................................... 23
17Tasse und Kännchen............................................................................................................. 24
18Gespräch beim Frühstück..................................................................................................... 26
19Kosakenzipfel....................................................................................................................... 27
20Steptanz Hannah................................................................................................................... 32
21Die Inhaltsangabe ................................................................................................................. 33
22Das Regenlied ...................................................................................................................... 35
23Pause..................................................................................................................................... 36
24Marius Klarinette.................................................................................................................. 36
25Heavens Rock....................................................................................................................... 36
26Mami geht es gut .................................................................................................................. 37
27Die Diskussionsrunde “Ist Gott ne Kölsche?” ..................................................................... 39
28Aber bitte mit Weihrauch ..................................................................................................... 47
29Drei Männer auf dem Klo (Pinkelnummer) ......................................................................... 48
30Trottel in Uniform ................................................................................................................ 49
31Isabel .................................................................................................................................... 52
32Das Wort zum Sonntag ........................................................................................................ 53
33Der Konzertbesuch - Loriot.................................................................................................. 54
34Lied: Stääne.......................................................................................................................... 57
35Zugabe .................................................................................................................................. 58
1 Turmbläser/Intro
2 Lied: Tage wie diese
Chor und Strophen Joni, Mattis und Emmi
Mattis:
Ich wart seit Wochen, auf diesen Tag
und tanz vor Freude, um die Kirche herum
Als wär's ein Rythmus, als gäb's ein Lied
Das mich immer weiter, durch die Straßen zieht
Komm dir entgegen, dich abzuholen, wie ausgemacht
Zu der selben Uhrzeit, am selben Treffpunkt, wie letztes mal
Emmanuel;
Durch das Gedränge, der Menschenmenge
Bahnen wir uns den altbekannten Weg
Entlang der Mitte , mit würdgem Schritte
Über die Stufen, bis hin zu dem Altar
Wo alles cool ist, wo alle drauf sind, um durchzudreh'n
Wo die Gläubigen warten, um mit uns zu starten, und abzugeh'n
An Tagen wie diesen, spürt man die Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
Spür ich die Unendlichkeit
Jonathan:
Das hier ist ewig,ewig für heute
Wir stehn nicht still, bei der Prozession
Jesus ich trag dich, durch die Leute
Hab keine Angst, ich gebe auf dich Acht
Wir lassen uns treiben, beten munter, schwimmen mit der Prozession
Dreh'n unsere Kreise, kommen nicht mehr runter, sind schwerelos
An Tagen wie diesen, spürt man die Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns so viel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
Kein Ende in Sicht
Kein Ende in Sicht
Kein Ende in Sicht
An Tagen wie diesen, wünscht man sich Unendlichkeit
An Tagen wie diesen, haben wir noch ewig Zeit
In dieser Nacht der Nächte, die uns so viel verspricht
Erleben wir das Beste, kein Ende ist in Sicht
Erleben wir das Beste, und kein Ende ist in Sicht
Kein Ende in Sicht
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
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3 Rahmschnitzel
2 Personen
Mann= Elias
Verkäufer: Jonas
1:
Tag, ich hätte gern nen Rahmschnitzel mit Pommes Frites und Salat
2:
Wir führen kein Rahmschnitzel
1:
Aber keinen gemischten Salat bloß grün
2:
Aber ich sage Ihnen doch
1:
Oder von mir aus, Sie können auch en bisschen Gurkensalat beitun
2:
Gnädigster Herr
1:
Vielleicht noch Kresse, Kresse esse ich ja für mein Leben gern. Ah, soll ja so
jesund sein
2:
Was soll ich sagen?Wir haben weder Kresse noch Gurken- noch grünen Salat
1:
Ach, das haben Sie gar nicht. Haben Sie denn Tomatensalat? Ja, haben Sie
Tomaten?
2:
Tomaten? Ja, aber...
1:
Wunderbar, dann nehm ich en Rahmschnitzel mit Pommes Frites und
tomatensalat.
2:
Tja, wir haben kein Rahmschnitzel.
1:
Dann nehm ich ein Jägerschnitzel, wenn keine Pommes dabei, dann möchte ich
diese Dingens wie heißen die noch: Spätzles, Haben Sie Spätzles?
2:
Wir führen weder Pommes Frites noch Spätzle und erst recht kein Jägerschnitzel.
1:
Nehm ich en Rahmschnitzel, vielleicht mit Reis, Curryreis. Haben Sie Curryreis?
2:
Mein werter Herr, dies ist eine Pizzaria.
1:
Ach, dann jib et hier garnix zum Essen?
2:
Natürlich gibt es hier etwas zu essen.
1:
Dann jeben Sie mir doch en Rahmschnitzel.
2:
Wir haben kein Rahmschnitzel. Wir führen nur Pizza!
1:
Pizza? Pizza, wat is dat? Kann man das Essen?
2:
Selbstverständlich kann man das Essen. Das ist eine italienische Spezialität?
1:
Ah, Sie ich hab mal in einem italienischen Spezialitätenrestaurant gegessen. Die
hatten ein Rahmschnitzel.
2:
Aber hier gibt es nur Pizza.
1:
Pizza, auch das war mir neu
2:
Das sag ich Ihnen doch dauernd.
1:
Ist dat denn wat jutes?
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 7
2:
Pizza? Hervorragend!
1:
Kann ich das mal sehen? Zeigen Sie mal!
2:
Klar. Hier!
1:
Ah, das ist Pizza. Sieht aber aus wie Kuchen. Ich mag doch nix Süsses.
2:
Das ist überhaupt nichts süsses. Da ist Käse drauf, Tomaten,Champignons, Oliven,
Salami, Pepperoni. Was Sie wollen.
1:
Doll, nehm ich so en Pizza.
2:
Was soll ich Ihnen drauf tun?
1:
Rahmschnitzel!!!
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
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4 Mittagsgebet
Diether Krebs
Jenny sucht aus den kurzen Sketchen die passenden raus für
Johannes & Markus
Kind= K Pfarrer= P
(Pfarrer schlendert mit zufriedenem Gesicht über die Bühne/ Schulkind kommt angelaufen)
K:
Guten Tag, Herr Pfarrer!
P:
Na (Name) schon Schule aus?
K:
(nickend) Mh
P:
Betest du denn auch immer schön vor dem Mittagessen?
K:
Ne, ist nicht nötig. Meine Mama kann kochen (geht schnell ab/Pfarrer guckt
verständnislos)
5 Schon wieder Betrunken!
Diether Krebs 2 Personen
Jugendlicher= J, Pfarrer= P
(Pfarrer steht verständnislos neben J( J ist sichtlich betrunken)
P:
Mein Gott Frau (Name) schon wieder Betrunken!
(hängt sich an die Schulter des Pfarrers)
J:
(lacht ) Das macht doch nichts Herr Pfarrer ich auch (lacht/ küsst P auf die Wange /
Pfarrer guckt schockiert)
6 Ein Sliwowitz
Diether Krebs
Mann=M Frau=F
(sitzen im Restaurant gucken sich die Speisekarte an/ beide glücklich)
M:
(verkündet) Jetzt etwas Delikates zu essen aber vorher einen Sliwowitz!
F:
(freudig) Oh ja! Erzähl mal!
7 Mit 80 über die Straße
Diether Krebs
2 Personen
Polizist= P
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
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Dame= D (älter)
(Reifen quietschen/ P bläst in seine Trillerpfeife und eilt schnell zu dem Auto das jetzt hält)
P:
(entgeistert) Sind Sie wahnsinnig?! Mit 80 durch die Innenstadt Sankt Augustins zu
Rasen?
D:
(nimmt Sonnenbrille ab und guckt entsetzt) 80?! Oje. Macht mich die Frisur denn so
alt?
(besorgt)
8 Die Bank ist grün!
Diether Krebs
2 Personen
alter Herr= H, alte Dame= D
(D sitzt auf einer grünen Bank wo ein Schild drauf hinweist das die Bank frisch gestrichen ist.
Sie hat eine Tüte mit Brot in der Hand und füttert Vögel/ H kommt)
D:
(macht entsprechende Handbewegung) Put Put Put Put...
H:
(bleibt vor ihr stehen und haut mit Stock gegen die Bank ) Hey du alte Schabracke di
Bank ist
frisch gestrichen! (deutet mit seinem Stock auf das Schild)
D:
(holt ein altes Hörgerät/ Art Trichter aus ihrer Taschen und hält es an ihr Ohr) Wie?
H:
(grinst) Grün! (geht ab)
9 Postamt
Diether Krebs
2 Personen
alte Dame= D, Postbeamter= P
(P sitzt am Schalter und ist beschäftigt/ D kommt herein und stellt sich an den Schalter)
D:
Guten Morgen
P:
(blickt kurz von seiner Arbeit auf) Guten Morgen
D:
Ich hätte gerne eine 50ct Briefmarke
P:
(murmelnd) Eine 50ct Briefmarke (reißt eine Marke ab und gibt sie der Frau) Bitte
schön!
D:
Och, können Sie mir bitte den Preis abmachen, es soll nämlich ein Geschenk sein!
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
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10 Der Flugbegleiter
Jürgen Welzel
Sprecher: noch offen
FlugbegleiterInnen: Bella, Hannah, (Emmanuel)
Sehr geehrte Damen und Herren,
Pfarrer Emontzpohl und seine Crew begrüßen Sie zum Flug durch den ErstkommunionsGottesdienst. Danke, dass Sie Spiritus-Airline gewählt haben, die einzige Gesellschaft, die Sie
direkt in den Himmel bringt.
Bevor wir starten, bitten wir Sie um ihr Aufmerksamkeit für einige wichtige
Sicherheitshinweise für den Gottesdienst.
Bitte vergewissern Sie sich, dass schweres Handgepäck, (Stewardessen zeigen Mac-donalds
Tüten, Picknick- Körbe etc.) sicher unter Ihrem Vordersitz verstaut ist.
Die Gepäckablagefächer vor Ihnen sind nur für leichte Gegenstände, wie Gebetbuch &
Liedzettel geeignet. Stellen Sie das Kaugummi-kauen ein. Verbleibendes Kaugummi
schlucken sie entweder runter oder spucken Sie es dem Vordermann in die Haare.
Schliessen Sie nun Ihre Klappe und ziehen sie diese fest zu. Da jederzeit Turbulenzen
auftreten können, sind Sie verpflichtet, sitzen zu bleiben, sobald Sie Ihren Sitzplatz
eingenommen haben. Dies dient zu Ihrer eigenen Sicherheit.
Bitte schalten Sie nun alle elektronischen Geräte aus. Gerne können Sie diese wieder in
Betrieb nehmen sobald die Weihrauchzeichenzeichen ausgeschaltet worden sind.
Wir möchten Sie darüber informieren, dass Mobiltelefone während des gesamten
Aufenthaltes in der Kirche ausgeschaltet bleiben müssen.
Unsere Kirche hat vier Notausgänge. Diese sind mit dem Wort "Exitus" gekennzeichnet. Der
rote Teppichstreifen im Kabinenboden zeigt Ihnen den Weg dorthin.
Dies ist eine Nichtraucher-Messe und Rauchen ist zu keiner Zeit an Bord erlaubt. Dies
schließt die Empore, die Vorräume und die Sakristei ein, in denen das Rauchen besonders
gefährlich ist. Zur Sicherheit aller Passagiere sind diese mit Rauchmeldern
ausgestattet.(Weihrauchfass) Die Manipulation von Rauchmeldern ist dem Bordpersonal
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
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vorbehalten.
Im unwahrscheinlichen Fall eines Aufmerksamkeitsverlust während des Erstkommunionsflug,
fallen automatisch Pappnasen aus der Kabinendecke. In diesem Fall ziehen Sie eine der Nase
ganz zu sich heran und drücken Sie die Öffnung fest auf die Nase. Danach helfen Sie
mitreisenden Kindern. Erst dann fangen Sie mit leichten Schunkelbewegungen an, um den
Kreislauf in Schwung zu bringen.
Unter jedem Sitz befindet sich zudem eine Karnevalweste.
Auf Anweisung der Besatzung ziehen sie die Weste über den Kopf.
Haken Sie die Knöpfe wie vorgeführt ein. Ziehen Sie dann die Gurte straff.
Unmittelbar nach Verlassen der Kirche, ziehen Sie an den roten Griffen, um Konfetti
rauszublasen.
Falls erforderlich benutzen Sie die roten Mundschläuche.(Tröte)
Weitere wichtige Informationen entnehmen Sie bitte dem Gotteslob, das sich in den
Sitztaschen vor ihnen befinden.
Zum Start stellen Sie bitte Ihr Bierglas beiseite, packen Sie Ihr Frühstück weg und halten Sie
die Klappe und die Ihres Nebenmannes bzw die Ihrer Nebenfrau gleich mit.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Wir wünschen Ihnen nun einen angenehmen Flug
durch die Erstkommunions-Messe. Danke, dass Sie heute mit Pfarrer Emontzphol und seinem
Team von Spiritus-Airline dem Himmel entgegen fliegen.
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11 Lied:
Wann wird’s mal wieder richtig Sommer
Refrain: Chor - Strophen: Tim
Wir brauchten früher keine große Reise.
Wie wurden braun auf Borkum und auf Sylt.
Doch heute sind die Braunen nur noch Weiße.
Denn hier wird man ja doch nur tiefgekühlt.
Ja früher gab's noch Hitzefrei.
Das Freibad war schon auf im Mai.
Ich saß bis in die Nacht vor unserem Haus.
Da hatten wir noch Sonnenbrand
und Riesenquallen an dem Strand, und Eis
und jeder Schutzmann zog die Jacke aus.
Wann wird's mal wieder richtig Sommer - ein Sommer wie er früher einmal war?
Ja mit Sonnenschein von Juni bis September
und nicht so nass und so sibirisch wie im letzten Jahr.
Und was wir da für Hitzewellen hatten
Pulloverfabrikanten gingen ein.
Da gab es bis zu 40 Grad im Schatten
Wir mussten mit dem Wasser sparsam sein
Die Sonne knallte ins Gesicht
da brauchte man die Sauna nicht.
Ein Schaf war damals froh wenn man es schor
Es war hier wie in Afrika, wer durfte machte FKK
Doch heut, heut summen alle Mücken laut im Chor
Wann wird's mal wieder richtig Sommer - ein Sommer wie er früher einmal war?
Ja mit Sonnenschein von Juni bis September
und nicht so naß und so sibirisch wie im letzten Jahr.
Der Winter war der Reinfall des Jahrhunderts
Nur über tausend Meter gab es Schnee
Seite 12
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Mein Milchmann sagt: Dies Klima hier wen wunderts,
denn Schuld daran ist nur die SPD.
Ich find das geht ein bißchen weit doch bald ist wieder Urlaubszeit
und wer von uns denkt da nicht dauernd dran
Trotz allem glaub ich unbeirrt, dass unser Wetter besser wird
nur wann, und diese Frage geht uns alle an!
Wann wird's mal wieder richtig Sommer - ein Sommer wie es früher einmal war?
Ja mit Sonnenschein von Juni bis September und nicht so naß und so sibirisch
wie im letzten Jahr. (Wdh.)
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Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 14
12 Aufbruch
Sie:
Jenny
Er:
Tim
Das Ehepaar sitzt festlich gekleidet Wohnzimmer. Er liest. Sie lackiert sich die Fingernägel.
ER
Liebling, wann müssen wir bei Blöhmeiers zum Essen sein?
SIE
Um acht . ..
ER
Wenn wir nicht hetzen wollen, müssen wir jetzt das Haus verlassen ...
SIE
Ich bin fertig!
ER
Dann können wir ja gehen . . .
SIE
Ja ... und bitte versprich mir, dass du heute abend nicht wieder über Politik redest
...
ER
Ich? ..Über Politik?
SIE'
Versprich es mir ...
ER
Jaja, aber du weißt doch, daß ich jede politische Meinung respektiere ...
SIE
Und wenn Doktor Blöhmeier wieder davon anfangt und sagt, dass...
ER
Von dieser CDU-Flasche lasse ich mir nichts sagen. " .
SIE
Unterhalte dich lieber mit dem netten Fräulein Zapf ...
ER
Nett? .. Das ist eine knallrote SPD-Schnepfe ... mit Basisarbeit und so ... die legt
sich doch immer an mit diesen Pfeifen von der FDP und den Grünen und dem
anderen Gemüse ...
SIE
Liebling, eben weil du keine politische Meinung hast, behalte sie doch lieber fü r
dich . ..
ER
Ich ... ich habe keine politische Meinung? Liebes Kind, ich bin gottseidank kein
Politiker, ich leite eine Waschmittel-Generalvertretung. .. aber ich habe saubere,
klar umrissene politische Ansichten!
SIE
Ja, mein Schatz .. .
ER
Ich mache dieses Affentheater einfach nicht mehr mit . ..
SIE
Ja, mein Schatz ...
ER
Und das stecke ich heute abend der sauberen Gesellschaft!
Sie:
Ja, mein Schatz ...
ER:
Also können wir gehen?
SIE:
Jaaa ...
ER:
Und warum kommst du nicht?
SIE:
Weil du da noch liest .. .
ER:
Ich lese hier nur, weil du deine Fingernägel lackierst ...
SIE:
Solange du da noch liest, kann ich mir wohl meine Fingernägellackieren.. .
ER:
Solange du deine Fingernägel lackierst, kann ich wohl noch lesen . ..
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
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SIE:
Wie spät ist es denn?
ER:
Halb acht ...
SIE:
In einer halben Stunde fängt das Essen an . ..
ER:
Ja .. .
SIE:
Aber du möchtest eben lieber noch lesen ...
ER:
Ich möchte eben nicht lieber noch lesen!
SIE:
Du weißt ja auch nicht, was du willst . ..( Pause)
SIE
Karl-Heinz!
ER
Ja ...
SIE
Ich wollte nur sagen: an mir liegt es nicht!
ER
Also dann gehen wir, und zwar sofort . ..
SIE
Möchtest du, dass deine Frau heute abend einigermaßen hübsch aussieht?
ER
Ja . . .
SIE
Dann .. . hetz ... mich . .. nicht!
ER
Mooment! . .. Ich habe gesagt, dass wir jetzt das Haus verlassen müssen, wenn wir
nicht hetzen wollen ... und da hast du gesagt, dass du fertig wärst, und da habe ich
gefragt, warum wir nicht gehen, und dann hast du gesagt, dass du nur wartest, bis
ich aufstehe, und da habe ich gesagt, dass ich so lange sitzen bleibe, bis du fertig
bist . . . ich hetze dich also eben nicht!
SIE
Warum bist du denn so gereizt?
ER
Gereizt? Hahaha! Ich bin nur immer wieder ü berrascht von der Tatsache, dass
Frauen den Sinn fü r einfache, klare Zusammenhänge offensichtlich verloren
haben!
SIE
Aha!?
ER
Sie wissen eigentlich nie, worum es geht!
SIE
Jetzt geht es zum Beispiel darum, dass wir pü nktlich zum Essen kommen ..
ER
Nein, darum geht es eben nicht!! Es geht um die Frage, warum Frauen am Kern
einer Sache grundsätzlich vorbeidiskutieren!
SIE
Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen ...
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 16
13 Im Hotel
Diddi Hallervorden
Er: Thomas, Sie: Sarah
Er:
Entschuldigung, ich möchte nicht unverschämt sein. Aber darf ich Sie zu einem Drink
einladen.
Sie:
Ins Hotel?
Er:
Äh, nein, Sie haben mich mißverstanden. Ich wollt Sie fragen, ob Sie einen Kaffee mit
mir trinken
Sie:
Wie bitte? Ins Hotel?
Er:
(geht zurück an seinen Tisch und ist ganz verschämt:
Sie:
(kommt nach einer Weile zu seinem Tisch) Entschuldigen Sie, dass ich Sie eben in
eine peinliche Situation gebracht habe aber ich bin Soziologiestudentin und ich wollte
das Verhalten der bürglichen Leute hier testen.
Er:
(Laut) Was denn? 150 Euro?
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14 Nebenwirkungen
Jürgen Welzel
Arzt: Nina Sie: offen, Er: offen
Sie:
(liegt im Bett, dunkel, die Tür geht auf, Er kommt rein) Schatzi, bist du es. Wo warst
du so lange. Ich warte seit Stunden auf dich. Du wolltest doch nur kurz zum Arzt. Wie
war es?
Er:
Wie war was?
Sie:
Na, der Arztbesuch?
ER:
Wie solls schon gewesen sein. Neben mir sass einer, der mir ausgibigst seine Wunde
gezeigt hat. Gegenüber war eine alte Frau, die frug, wie lange ich denn noch zu leben
hätte. Und daneben eine Dicke, die schwörte, Sie könne nix für ihr Gewicht. Sinn alles
nur die Drüsen? So dick ävver nur die Drüsen? „Isch muss nur ne Praline angucke und
paff han isch 10 Kilo drauf.“ Dann kam noch ein Notfall rein. Der junge blutete wie
ein Schwein, musste ne halbe Stunde warten, war ja nur Kassenpatient. Meine ganze
Jacke ist jetzt blutig. Aber ansonsten, ja, war ganz nett. Danke der Nachfrage:
Sie:
Ich meine, was hat der Doktor gesagt.
Ich:
Also das kann ich dir genau sagen. Ich wurde aufgerufen und dann ging ich in das
Behandlungszimmer.
(Ausblenden – Arztszene einblenden)
Arzt: (sitzt am Schreibtisch und kramt in seinen Papieren, schaut nicht auf) Bitte setzen. Sie
wünschen?
Er:
Eine Portion Pommes!
Arzt: Einen Moment haben wir gleich (geht an den Arnzeischrank oder wühlt in der
Schublade:) P- Po. Papaguia, Plasterol-forte, Pornosan (stutzt) Ach, war ein kleiner
Witz, ha, ha, Pommes, gut, köstlich, Ein frischer Scherz am Morgen vertreibt Kummer
und Sorgen ha, ha!!!
Er:
Im Ernst. Herr Doktor, ich habe was am ...
Arzt: Halt sagen Sie nicht (läuft durch den Raum, versucht Telepathie) Sie leiden an, an, an
einem Unbehagen.
ER:
Richtig Herr Doktor, woher wissen Sie das?
Arzt: Nicht umsonst Eines Abi gemacht und studiert.Wir Ärzte sind die Elite. Hier nehmen
Sie das täglich 3mal und alles läuft wieder wie geschmiert. (gibt ein Medikament) Auf
Wiedersehen! (zu sich) Ich bin genial. Der nächste bitte! (stutzt weil ER noch im
Zimmer steht) Was ist? Sie stehlen mir mein Geld, pardon meine Zeit! Sie wissen
doch, der Konkurrenzkampf wird immer härter und die Krankenkassen setzen uns zu.
Stellen Sie sich vor: Mein Freund verdient jetzt 3.000 € monatlich weniger als zuvor.
ER:
Nein, ehrlich. Ist das wahr?
Arzt: So wahr, wie ich hier vor Ihnen stehe. Beim heiligen Hippokrates, 3.000 €, das sind
fast 10 % weniger Gehalt. Seine arme Tochter muss das jetzt ausbaden.
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
ER:
Seite 18
Nein, wirklich?
Arzt: Hat sich so sehr zum Geburtstag einen Lamborghini gewünscht. Muss sich jetzt wohl
mit nem BMW Z3 begnügen. Harte Zeiten und Leute wie Sie, die nicht wissen, was
Sie wollen, machen die Zeiten noch härter.
ER:
Ich wollte nur fragen: Ich habe entsetzliche Rückenschmerzen und Sie verschreiben
mir ein Abführmittel.
Arzt: Tja, mein Lieber. Sigmund Freud der große Psychologe sagte schon: was raus muss,
muss raus, sonst gibt es Neurosen und die wollen wir doch erst gar nicht aufkommen
lassen, oder?
ER;
Nein Natrülich nicht. Aber...
Arzt: Sehen Sie. Und überdies sind die Nebenwirkungen dieses Mittels gering. Aber wenn
Sie unbedingt darauf bestehen, verschreibe ich Ihnen für Ihr Rücken ein komplett
neues Bett. Für die Folgen übernehme ich allerdings keine Garantie. Hier das Rezept
und der Beipackzettel. Und jetzt packen Sie sich fort. Der Nächste bitte!
ER:
Danke“ (licht aus, wieder im Schlafzimmer)
ER:
Das war der Besuch. Danach bin ich stundenlang durch die Stadt gelaufen.
SIE:
Du Armer. Dann komm endlich ins Bett und ruhe dich aus. Du musst ja völlig
erschöpft sein.
ER:
(panisch) Nein, da bekommst du mich nicht mehr rein.
SIE;
Stell dich nicht so an. Morgen kaufen wir ein neues Bett. Aber eine Nacht wirst du ja
wohl hier noch schlafen können.
ER:
Ich gehe nie mehr, in irgendein Bett.
Sie:
Was?
ER:
Ich betrete, bzw. beliege kein Bett, das ist lebensgefählrlich.
Sie:
Spinnst du?
Er:
Da lies selber. Der Beipackzettel.
Sie
(liest)
Gebrauchsinformation: Information für den Anwender
Arnzeimitel: Schlafbett forte
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie dieses Arnzeimittel
anwenden.
Die Nebenwirkungen:
Wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie
Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind, stellen
Sie den Gebrauch des Bettes unverzüglich ein und informieren Sie bitte Ihren Arzt oder
Apotheker.
Häufig auftretende Nebenwirkungen
Vor allem bei älteren Patienten kann es während des Gebrauchs des Bettes zur Einstellung
lebensnotwendiger Körperfunktionen kommen, die mit dem Tode enden können. (Haben Sies
gewusst: 80% der Deutschen sterben im Bett) Die Todesgefahr ist zwischen 2 und 6 Uhr
Morgens am größten. Meiden sie nach Möglichkeit in dieser Zeit das Bett. Gängigste
Todesursache im Bett ist der Herzstillstand. Dem können Sie wirksam vorbeugen, wenn Sie
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 19
jede 20 Minuten Ihren Puls messen. Sollten sie Ihren Puls nicht mehr fühlen, sollten Ihre
Mitmenschen das Beerdigungsinstitut informieren.
Bitte Beachten Sie, dass es bei exzessiver Nutzung von Schlafbett forte zu unkontrolliertem
Tiefschlaf kommen kann.
Nehmen Sie keine Mütze mit ins Bett, sonst besteht die Gefahr eine SchlafmützenErkrankung.
Vermeiden Sie das Niesen im Bette, um die Gefahr eines ungewollten Bettgenossen zu
vermeiden.
Wechselwirkung mit anderen Medikamenten/Menschen
Wenn Sie Nikotin und Teer oral einnehmen, wenn Sie also Raucher sind ist bei gleichzeitiger
Einnahme von Zigarette und Bett äußerste Vorsicht angebracht. Es kann zur unkontrollierter
Hitzeentwicklung kommen, die mehr als ein Fieberschub Ihren Körper schädigen kann und im
Extremfall auch die Körper Ihrer Mitmenschen. Sollte die Zimmertemperatur auf über 50
Grad ansteigen, brechen Sie die Betttherapie unverzüglich ab und rufen Sie die Feuerwehr.
Bei gleichzeitiger Doppelnutzung des Bettes mit einer anderen Person, vor allem wenn diese
von attraktiver Erscheinung ist, können schwere Nebenwirkungen auftreten, als da wären
− Erschöpfung durch Überanstrengung
− unkontrollierte Muskelzuckungen
− nicht gewollte Schwangerschaft – Der Hersteller übernimmt keinerlei Folgekosten
Um dem Vorzubeugen gehen Sie am besten nur vollständig bekleidet ins Bett und vermeiden
Sie sämtlichen Körperkontakt.
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Schlaf.
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
15 Hier Kommt der Koch
Lisa, Tim, Sabine, Jenny? noch ein paar vom Chor,
Ich erzähl euch die Geschichte von einem, den ihr kennt.
Er ist ein Bischof, immer zur Firmung rent
er trägt Purpur und ist größer als ein kleiner Elefant
und schon das ganz allein macht die Sache interessant.
Habt ihr ihn erkannt? Wißt ihr, wen ich meine?
Lang ist die Nase und kurz sind die Beine.
Er ist ein Star. Er hat ein Nasenloch
Meine Damen und Herren: Hier kommt der Koch!
Er weiß Bescheid, der Koch, die kleine süße Maus:
Wie kommt der Christ in die Kirche und wie kommt er wieder raus?
Warum verschwindet die Jugend nach dem Firmsakrament?
Warum der Katholik bei seiner Predigt pennt?
Wie kommt der Bischof an die Mitra und wo kommt die Mitra her?
Und warum mag der Kölner den Kardinal nicht sehr?
Die Antwort bekommst du, direkt und ohne Joch
Visitation ist, denn hier kommt der Koch
Hey, hier kommt der Koch! Hier kommt der Koch!
Hey, hier kommt der Koch! Hier kommt der Koch!
Hey, hier kommt der Koch! Hier kommt die Koch!
Hie-Hier kommt der Koch! Hie-Hier kommt der Koch!
Hey, ihr werdet es nicht glauben, doch ich habe es gesehn,
wie der Pastor sich um den Bischof im Kreise tut drehn
Die Visitation wird auch Gesinnungscheck genannt,
der Koch prüft die Pfarre, ob die richtig glauben kann
Die Frauen, die Männer, die Kinder und der Hund,
sind total begeistert und singen aus vollem Mund:
Wenn etwas faul ist, dann gibt’s nur einen der das roch
Meine Damen und Herren: Hier kommt der Koch
Hey, hier kommt der Koch! Hier kommt der Koch!
Seite 20
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Hey, hier kommt der Koch! Hier kommt der Koch!
Hey, hier kommt der Koch! Hier kommt die Koch!
Hie-Hier kommt der Koch! Hie-Hier kommt der Koch!
Mach der Fernseh an - Hier kommt der Koch!
Mach der Fernseh an - Hier kommt die Maus!
Schalt der Fernseh an - Hier kommt die Maus!
Schalt der Fernseh an - Hier kommt die Maus!
Hie-Hie-Hier kommt die Maus!
Die Party geht ab alle wippen wie verrückt
Pastor, und sein Team und die Gemeinde sind entzückt
Der Koch nagt zufrieden an einem Stückchen Käse.
Pastor und die Ministranten machen eine Polonaise.
Die Chor singt begeistert, der Küster fegt den Saal
Von vorne nach hinten und das ganze noch einmal.
Die Glocken läuten, dem Bischof zur Ehre - OOOOchhh
Danke schön! Hier kommt der Koch!
Hey, hier kommt der Koch! Hier kommt der Koch!
Hey, hier kommt der Koch! Hier kommt der Koch!
Hey, hier kommt der Koch! Hier kommt die Koch!
Hie-Hier kommt der Koch! Hie-Hier kommt der Koch!
Seite 21
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 22
16 Nachrichten
Otto Walkes
Jonathan
Washington – Bei den neuesten Umfragen zum beliebtesten Politiker in den USA liegt
Klillary Hinten vorn, ähm äh, nein, liegt Klillary vorne hinten, Moment nein, liegt Klillaries
Hintern vorn. Dazu erklärte der frühere US-Präsident Bushido – Bushido? Ach der frührere
US Präsident Busch – Idol der amerikanischen Rüstungsindustrie.
Zum Sport: Was erwartet? Was erwartet? Ach, Wasser wartet. (trinkt) Was erwartet uns in der
Champignons-league? Hier sind die Paarungen des Achselfinales
Mainz05 gegen Deins04
Werner Bremen gegen Hansis Rohrstock
Realkauf Madrid gegen FC Lidlpool
1 FC Kaiserschmarn gegen Bayer Lebkuchen
Hamburger Spukverein gegen Rotzweis Essen
Herpes BSC Berlin gegen FC Warzelona
Energie Kotzbus gegen Reiher München
Juventus Urin gegen Lokusmotive Moskau
Manscheister United gegen Tottenham Bremsspur
Ständer Lüttich gegen Blasemal London und
Hintern Mailing empängt zuhause Benfica Lissabums
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
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17 Tasse und Kännchen
Wolfgang Pampo
Kellner: Florian, Gast: Mattis
Personen: Kellnerin, Gast
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Kellner:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellnerin:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Bitte schön?
Ich hätte gerne eine Tasse Kaffee.
Wir haben leider nur Kännchen!
Das ist aber schade!
Soll ich Ihnen ein Kännchen bringen?
Gast: Ja bitte sehr - wenn Sie keine Tassen haben!
Kommt sofort!
So bitte sehr ihr Kaffee, mein Herr!
Ach, Sie haben doch noch eine Tasse gefunden!
Eine was?
Eine Tasse! Sie sagten doch Sie hätten keine!
Wieso haben wir keine Tassen?
Ja das habe ich mich auch gefragt.
Also, was wollen Sie nun eigentlich?
Entschuldigen Sie Fräulein, Sie sagten - als ich eine Tasse Kaffee
bestellen wollte, Sie hätten leider nur Kännchen. Und jetzt sehe ich,
dass Sie mir eine Tasse mitgebracht haben!
Natürlich. Wollen Sie denn den Kaffee aus dem Kännchen trinken?
Nein! Ich wollte ja auch eine Tasse haben! Aber da sagten Sie, Sie hätten
nur Kännchen!
Entschuldigen Sie, zu einem Kännchen gehört eine Tasse!
Das meine ich auch. Aber wenn Sie nur diese eine Tasse haben - die Sie
jetzt für mich aufgetrieben haben - besitzen? Was machen Sie denn
dann, wenn plötzlich 50 Leute auf einmal ein Kännchen Kaffee
bestellen?
Das ist noch nie passiert! Die bestellen alle erst immer eine Tasse - bis
ich dann sage, wir haben nur Kännchen!
Aber hier gibt es doch keine Tassen!
Deshalb sage ich ja, dass wir keine Tassen haben!
Das ist doch fürchterlich für Sie. Hören Sie, ich wohne nicht weit von
hier. Zehn bis zwölf Tassen könnte ich schon aufbringen.
Aber wir brauchen keine Tassen!
Sie brauchen keine - wenn 50 Leute auf einmal bestellen!?
Mein Gott! Sie kriegen doch eine mit Kännchen!
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Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
Gast:
Kellner:
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Ich denke Sie haben keine?
Ohne Kännchen haben wir auch keine!
Wieso, müssen Sie immer Kännchen dazu nehmen, wenn Sie eine Tasse
einkaufen?
Sagen Sie mal, wollen Sie mich jetzt auf den Arm nehmen? Sie haben
doch jetzt ihre Tasse und ihr Kännchen!
Wieso mein Kännchen? Das ist doch ihr Kännchen. Ich wollte doch gar
keins. Schütten Sie mir bitte jetzt die Tasse voll und nehmen sie das
Kännchen mit!
Das geht nicht!
Warum geht das nicht?
Weil im Kännchen immer zwei Tassen sind.
Nun reicht es aber Fräulein! Sie wollen mir doch nicht sagen, dass im
Kännchen gar kein Kaffee, sondern zwei Tassen drin sind?
Zwei Tassen Kaffee!
Vorhin hatten sie nicht mal eine Tasse. Mit der die jetzt schon auf dem
Tisch steht, hätten Sie dann drei!
Sie machen mich verrückt! Macht Drei Euro zehn!
Wieso dreizehn? Ich will nur eine! Und bringen Sie das Kännchen wieder
weg!
Bitte schön!
Halt, Sie haben ja vergessen, die Tasse voll zugießen!
Wir haben keine Tassen, mein Herr!
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18 Gespräch beim Frühstück
Er: Marc, Sie: Lara
Sie:
Was würdest Du machen, wenn ich sterben würde?
Er:
Um dich trauern.
Sie:
Lange?
Er:
Sehr lange!
Sie:
Warum?
Er:
(mit ernstem Gesicht) Weil ich dich liebe und dein Verlust sehr schmerzlich für mich
wäre. Warum!
Sie:
(mit einem Lächeln) Das ist lieb. – Würdest du wieder heiraten?
Er:
Nein.
Sie:
(mit gekränktem Gesichtsausdruck) Warum nicht? Bist Du nicht gerne
Er:
Doch, bin ich.
Sie:
Also würdest Du wieder heiraten?
Er:
(räuspert sich) Ich denke, wenn ich lange genug Getrauert habe und mein
Leben wieder einen Sinn ergibt, ja.
Sie:
Würdest du mit ihr auch in unserem Bett schlafen?
Er:
Wäre doch angebracht, oder?
Sie:
Würdest Du mein Bild durch ihres auf deinem Nachttisch ersetzen?
Er:
Ich würde beide Bilder aufstellen
Sie:
Du würdest auch Sex mit ihr machen? In unserem Bett?
Er
(trinkt einen Schluck Kaffee): Würde sich sicherlich so ergeben. Ja.
Sie:
Würdest du auch mit ihr Golf spielen?
Er:
Ja, würde ich.
Sie:
Würdest Du ihr meine Schläger geben?
Er:
Nein, sie ist Linkshänderin.
Sie:
???
Er:
Scheiße
verheiratet?
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19 Kosakenzipfel
Frau Pröhl: Sabine, Herr Pröhl: Tim
Frau Hoppenstedt: Lisa, Herr Hoppenstedt: Elias, Kellnerin: Jenny
Die Ehepaare Hoppenstedt und Pröhl feiern in einem eleganten Restaurant das fünfjährige
Bestehen ihrer Freundschaft. Sie haben soeben in gehobener Stimmung das Hauptgericht zu
sich genommen.
Frau Pröhl
Ach war das köstlich!
Herr Hoppenstedt
Ganz ausgezeichnet . . .
Herr Pröhl
(gießt gleichzeitig den Rest Wein in die Gläser) Der darf nicht
umkommen!
Frau Hoppenstedt
Herr Pröhl, Sie müssen noch von den Böhnchen nehmen . . .
Herr Pröhl
Vielen Dank, gnä’ Frau . . .
Frau Pröhl
Herr Hoppenstedt . . .! (schiebt ihm die Platte mit einem Fleischrest zu)
Herr Hoppenstedt
. . . Räumlich unmöglich . . .
Frau Prühl
Ach . . .
Herr Hoppenstedt
(klopft ans Glas)
Herr Pröhl
. . . Pscht . . .
Herr Hoppenstedt:
Verehrte gnädige Frau, lieber Herr Pröhl . . .
Ober
(unterbricht) Wünschen die Herrschaften noch ein Dessert?
Herr Pröhl
Etwas Süßes in Ehren kann niemand verwehren! (allgemeines dummes
Gelächter)
Frau Hoppenstedt
Was gibt es denn Schönes?
Ober
Flambierte Himbeeren, Creme Caramel, Birne Helene . . .
Frau Pröhl
Köstlich . . .
Frau Hoppenstedt
Ich hätte gern eine Creme Caramel . . .
Frau Pröhl
Das nehme ich auch!
Herr Hoppenstedt
Sie hatten doch immer so eine Spezialität . . .
Ober
Kosakenzipfel . . .
Herr Hoppenstedt
Kosakenzipfel! Das ist das Größte!
Frau Hoppenstedt
Den müssen Sie probieren!
Herr Hoppenstedt
(zum Ober) Zwei Kosakenzipfel!
Herr Pröhl
Kosakenzipfel?
Ober
Das ist ein Mokka-Trüffel-Parfait mit einem Zitronencreme-Bällchen…
Herr Pröhl
Hervorragend!
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Ober
Zwei Creme Caramel. . .zwei Kosakenzipfel. (ab)
Frau Hoppenstedt
Ach, was werden wir heute verwöhnt!
Herr Hoppenstedt
(klopft ans Glas)
Frau Pröhl
Jetzt aber!
Herr Pröhl
Pscht!
Herr Hoppenstedt
Verehrte gnädige Frau, lieber Herr Pröhl, es ist heute fünf Jahre her,
daß meine Gattin und ich Ihre Gattin und Sie auf dem Campingplatz in
Klagenfurt kennengelernt haben . . . und daß wir seitdem . . . und daß
uns . . . jawohl, so etwas wie eine Freundschaft verbindet . . . Das ist ein
Grund zum Feiern . . . und ich möchte . . . und wenn wir jetzt das Glas
erheben . . . ich meine, wir sollten das förmliche »Sie« . . . also, ich
heiße Walter . . .!
Herr Pröhl
Bravo! (erhebt sein Glas, allgemeines Anstoßen, Zuprosten mit Anrede
durch Vornamen) . . . Nein, so geht das nicht! (Austausch von Küssen)
Ober
Es tut mir leid, aber wir haben nur noch einen Kosakenzipfel!
Alle
Ooooch . . .
Herr Pröhl
Dann nimmst du ihn, Walter!
Herr Hoppenstedt
Kommt nicht in Frage, Erich . . .
Herr Pröhl
Dann wird eben brüderlich geteilt . . .
Frau Hoppenstedt
Geteilte Freude ist doppelte Freude . . .
(dummes Gelächter)
Herr Hoppenstedt
Ober
Herr Pröhl
Frau Hoppenstedt
Herr Pröhl
Frau Hoppenstedt
Herr Pröhl
Frau Hoppenstedt
Frau Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Frau Hoppenstedt
Herr Hoppenstedt
Frau Pröhl
Frau Hoppenstedt
Ober
(zum Ober) Zwei Löffel, bitte!
Sehr wohl. (ab)
. . . und du stehst in der Berufsausbildung, Lieselotte?
Ja . . . zwei Jahre Jodelschule . . .
Sehr vernünftig!
Dann hab ich mein Jodeldiplom . . .
Sehr vernünftig!
. . . und ich hab dann wirklich was Eigenes . . .
. . . und du bist unabhängig . . .
Erich, deine Frau ist doch vormittags auch berufstätig . . .
Ja . . . Roswitha reitet dreimal die Woche . . .
Toll!
Sehr gut! Als Frau braucht man eine sinnvolle Aufgabe . . .
Zu Hause komme ich mir völlig überflüssig vor . . .
. . . und Reiter werden ja immer gebraucht . . .
Zwei Creme Caramel . . . ein Kosakenzipfel . . .
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Frau Pröhl
Frau Hoppenstedt
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
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Köstlich . . .
Der sieht gut aus!
Vielen Dank . . .
Danke schön . . . fang doch an, Erich . . .
Neinnein . . .
Ich bestehe darauf!
Also gut, Walter . . . genau bis hier! (deutet mit dem Löffel die Hälfte
an)
(Gelächter; Pröhl ißt)
Frau Hoppenstedt
(essend) Ach, ist das gut!
Frau Pröhl
Köstlich!
Frau Hoppenstedt
(hält ihrem Mann einen Löffel hin) Walter, du mußt mal probieren!
Herr Hoppenstedt
Danke, danke . . . ich bin ja gleich dran! (trinkt seinen Wein aus und
beobachtet den essenden Pröhl)
Frau Pröhl
(zu ihrem Mann) . . . Na, dir schmeckt‘s aber! Erich!
Frau Hoppenstedt
Laß ihn doch . . .
Herr Pröhl
(essend) Vorzüglich! Genau die Hälfte . . . (schiebt den mehr als
halbgegessenen Kosakenzipfel zu Hoppenstedt)
Herr Hoppenstedt
(leicht indigniert) Na ja . . . genau die Hälfte . . .?
Herr Pröhl
(heiter) Also abgewogen habe ich es nicht!
(Alle lachen, außer Hoppenstedt)
Herr Hoppenstedt
Die Hälfte war ausgemacht!
Herr Pröhl
Willst du damit sagen, daß ich dich übervorteilt habe . . .
(Alle lachen, außer Hoppenstedt)
Herr Hoppenstedt
(zieht sich den Teller heran) Neinnein . . .
Herr Pröhl
Es klang aber so!
Frau Hoppenstedt
. . . Mit seinem Kosakenzipfel versteht Walter keinen Spaß . . . (Die
Damen lachen)
Herr Hoppenstedt
. . . und wo ist das Zitronencreme-Bällchen?
Herr Pröhl
Vielleicht habe ich es versehentlich verschluckt, mein Gott . . .
Frau Pröhl
Du hast aber auch wirklich zugelangt, Erich . . .
Herr Hoppenstedt
(entrüstet) Versehentlich!! Es gab nur noch einen Kosakenzipfel, und
den wollten wir teilen . . .
Herr Pröhl
Ja doch . . .
Frau Hoppenstedt
Nu laß doch, Walter!
Herr Hoppenstedt
. . . also auch das Zitronencreme-Bällchen!
Herr Pröhl
(verunsichert) . . . Dafür habe ich weniger von den Mokka-Trüffeln
genommen . . .
Herr Hoppenstedt
Weniger? Haha!. . .(zeigt drauf) Hier wäre die Hälfte gewesen . . .wäre!
Herr Pröhl
Wo?
Herr Hoppenstedt
Hier . . .
Herr Pröhl
Aber diese Hälfte ist dicker . . . sie ist dicker als die, die ich gegessen
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Frau Pröhl
Herr Hoppenstedt
Frau Hoppenstedt
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Frau Pröhl
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Frau Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Frau Hoppenstedt
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Ober
Herr Hoppenstedt
Frau Hoppenstedt
Herr Pröhl
Ober
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Ober
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habe . . .
Erich!
Du kannst ja gar nicht beurteilen, wie dick die Hälfte war, die nicht
mehr da ist!
Walter, nu laß doch!
Aber ich kann beurteilen, wie dick die Hälfte ist, die noch da ist . . .
Offensichtlich kannst du das eben nicht!
Ich bitte dich, Erich . . .
. . . Du hast doch darauf bestanden, daß ich den Kosakenzipfel teile . . .
Weil ich dummerweise mit deiner Zuverlässigkeit gerechnet habe!
Nein, weil du damit gerechnet hast, daß ich mir aus Höflichkeit die
kleinere Hälfte nehmen würde und du dann die größere kriegst . . .!
Das ist doch . . .
. . . Aber nicht mit mir!
Erich, wie kannst du so etwas sagen!
Das ist doch . . .
Nicht mit mir!
Ihr verderbt uns den ganzen Abend!
(zunehmend erregt) Sie haben mir vom Kosakenzipfel kaum was
übriggelassen . . . Sie haben mir das Zitronencreme-Bällchen
weggegessen und wagen es noch . . .
. . . Ich wage es zu behaupten, daß Sie mich übervorteilen wollten . . .!
Das ist eine bodenlose Unverschämtheit, die ich mir in dieser Form
verbitten muß . . .
(eilt beladen herbei und setzt im Vorbeigehen einen zweiten
Kosakenzipfel ab) . . . Und den zweiten Kosakenzipfel, die Herren . . .
Aha!
Na, Gott sei Dank!
Herr Ober, Sie werden bestätigen können, daß dies doch wohl die
Hälfte von diesem Kosakenzipfel ist . . . ?
Bitte?
(zum Ober) Halt! Antworten Sie nicht . . . Sie sind durch diese infame
Art der Fragestellung schon beeinflußt! Die Frage ist die: Wäre eine
Hälfte der zwei gleich großen Hälften von diesem Kosakenzipfel größer
als diese kleine Hälfte . . .
(unterbricht) . . . als diese absolut gleich große Hälfte!
. . . oder wäre die kleinere Hälfte . . .
. . . diese gleich große Hälfte!
. . . wäre diese Hälfte etwa größer als eine von den beiden gleich großen
Hälften?
Den Kosakenzipfel habe ich eben serviert und den anderen vorhin . . .
(eilig ab)
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Frau Hoppenstedt
Frau Pröhl
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Herr Hoppenstedt
Herr Pröhl
Frau Pröhl
Frau Hoppenstedt
Frau Pröhl
Frau Hoppenstedt
Frau Pröhl
Frau Hoppenstedt
Frau Pröhl
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(hebt ihr Glas) . . . Wohlsein!
(hebt ihr Glas) . . . Wohlsein!
Kann man hier wohl noch ein vernünftiges Gespräch führen, ohne
ständig unterbrochen zu werden?!
Ich verbiete Ihnen, in diesem Ton mit meiner Frau zu reden!
Dann erlauben wir uns, zu gehen . . . ! (Pröhls springen auf,
Hoppenstedts folgen)
Die Rechnung bitte . . .
Erlauben Sie . . .
Bitte sehr . . .
(bezahlt im Gehen)
Man soll eben auf Campingplätzen keine Bekanntschaften machen!
(Die Ehepaare stehen sich auf der nächtlichen Straße gegenüber)
(laut) Sie haben uns doch zuerst angequatscht!
(lauter) . . . Um Sie von ihrem besoffenen Gatten loszueisen!
(sehr laut) Nein, weil Ihr sauberer Herr Gemahl, dieser
Campingcasanova, hinter allem her ist, was Beine hat!
(Die Herren ziehen ihre Gattinnen in entgegengesetzte Richtnngen, so
daß die Paare auf der Straße Abstand gewinnen)
(schreiend) . . . Jo . . . del . . . schnep . . . fe!!
(schreiend) . . . Win . . . sel . . . stu . . . te!
(schreiend) . . . Rat . . . te!
(Die Paare verlieren sich in der Dunkelheit)
20 Steptanz Hannah
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21 Die Inhaltsangabe
Loriot
Lisa
Ansagerin
(mit gewinnendem Lächeln) Guten Abend, meine Damen und Herren! Heute
sehen Sie die achte Folge unseres sechzehnteiligen englischen Fernsehkrimis
>Die zwei Cousinen<. Zunächst eine kurze Übersicht über den
Handlungsablauf der bisher gesendeten sieben Folgen.
Auf dem Landsitz North Cothelstone Hall von Lord und Lady HeskethFortescue befinden sich außer dem jüngsten Sohn Meredith auch die Cousinen
Priscilla und Gwyneth Molesworth aus den benachbarten Ortschaften Nether
Addlethorpe und Middle Fritham, ferner ein Onkel von Lady HeskethFortescue, der neunundsiebzigjährige Jasper Fetherston, dessen Besitz
Thrumpton Castle zur Zeit an Lord Molesworth-Houghton, einen Vetter von
Priscilla und Gwyneth Molesworth, vermietet ist.
Gwyneth Molesworth hatte für Lord Hesketh-Fortescue in Nether Addlethorpe
einen Schlipth . . . Verzeihung . . . einen Schlips besorgt, ihn aber bei Lord
Molesworth-Houghton in Thrumpton Castle liegenlassen. Lady HeskethFortescue verdächtigt ihren Gatten, das letzte Wochenende mit Priscilla
Molesworth in Middle Fritham verbracht zu haben.
Gleichzeitig findet Meredith Hesketh-Fortescue auf einer Kutschfahrt mit
Jasper Fetherston von Friddle . . . äh . . . Fiddle Mith . . . Middle Fritham nach
North Cothelstone Hall in Thrumpton Castle den Schlipth aus Nathel . . .
Naddle . . . Entschuldigung . . . Nether Addlethorpe . . . Nach einer
dramatischen Auseinandersetzung zwischen Lady Hesketh-Fortescue und
Priscilla Molesworth in North Cothelstone Hall eilt Gwyneth Molesworth nach
dem zwei Meilen entfernten South Thoresby, um ihre Tanten Amelie
Hollingworth und Lucinda Satterthwaite aufthuthu . . . aufzusuchen.
Diese sind jedoch nach North Thurston zu ihrem Schwager Thomas Thatcham
gefahren, der als Gärtner in Thrumpton Castle bei Lord Molesworth-Houghton
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
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arbeitet. Gwyneth Molesworth fährt nach North Cothelstone Hall zurück, aber
nicht über Maddle . . . Middle Addlethorpe, thondern über North Thurston,
Thrumpton Castle, Middle Fritham und Nether Addlethorpe. Dort triffth thie
Priscilla Molesworth, die mit Lord Molesworth-Houghton noch nachth von
Naddle . . . Thaddle Nather . . . Thoddle Nether . . . Noddle . . . (Verzweifelter
Blick in die Kamera. Abblende)
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22 Das Regenlied
Rudi Carrell & Heinz Erhardt
1: Jonathan , 2: Emmanuel, Klavier: Utha
1:
Meine Damen und Herren, wir wollen jetzt einen kleinen Sängerwettstreit machen.
Wer weiß die meisten Lieder über ein bestimmtes Thema. Ich habe mir in
Anbetracht des Wetters das Thema Sonne und Regen ausgesucht. Also ich singe
Sonnenlieder und mein Mitkandidat muss entsprechend Regenlieder singen. Wer
die meisten Lieder kennt, gewinnt. Wer möchte das machen? Ah Sie, dann
kommen Sie nach vorne. Applaus.
1:
Sie kennen viele Lieder
2:
Es geht, so
1:
Und wie sieht es mit Regenliedern aus? Kennen Sie da ein paar?
2:
Doch ja
1:
Gut, dann fang ich an mit einem Sonnenlied: Wochenend und Sonnenschein und
dann mit Dir im Wald allein, weiter brauch ich nichts zum glücklich sein.
Wochenend und Sonnenschein. Und jetzt Sie ein Regenlied?
2:
Ich ein Regenlied: ich steh im Regen – (regnet) Ja, das war ein Regenlied
1:
Jetzt ich wieder ein Sonnenlied.
2:
Ein Sonnenlied
1:
Ja, ein Sonnenlied: Und immer immer wieder geht die Sonne auf, ja wieder bringt
der Tag ein neues Licht. Und jetzt Sie wieder ein Regenlied.
2:
Jetzt ich wieder ein Regenlied?
1:
Ja
2:
Regentropfen, die an mein Fenster klopfen.
1:
Jetzt sing ich wieder ein Sonnenlied.
2:
Jetzt singen Sie wieder ein Sonnenlied
1:
Ja, Sonnenlied: Im Sommer scheint Sonne, im Winter da schneits, In der Schweiz
in der Schweiz in der Schweiz. Jetzt Sie wieder ein Regenlied.
2:
Ja, ich weiß. Wieder ein Regenlied, ja: Unterm Regenschirm am abend, wickelt
man sich erstens gerne ein. Hahaha Unterm Regenschirm am Abend (regnet
wieder). So, das finden, Sie komisch, wie. Sauer bin ich, ganz sauer bin ich.
1:
Ach, Sie können doch Spaß vertragen.
2:
Spaß, ich hab sogar Humor, ich hab sogar trockenen Humor aber nicht in einer
nassen Hose.Das regnet auf Raten. Wissen Sie, wissen Sie was? Jetzt singen Sie
mal ein Regenlied und ich sing mal ein Sonnenlied, jawohl. Und wir tauschen die
Plätze. Ich geh mal rüber und Sie stellen sich mal hierher. Hahaha Jawohl.Sie
singen jetzt ein Regenlied und ich sing ein sonnelied, jawohl.
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1:
Ich jetzt
2:
Ich sing ein Sonnenlied und Sie ein Regenlied.Ja der sonnenschein, der
Sonnenschein hat´s fein.Jetzt Sie.
1:
Ich jetzt, ja?
2:
Als Büblein klein an der Mutterbrust …. äh wie geht es weiter
1:
Jucheisa bei Regen und Wind (regnet)
23 Pause
24 Marius Klarinette
25 Heavens Rock
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Seite 35
26 Mami geht es gut
Peter Frankenfeld
Melissa
Business-Frau kommt ins Büro, zieht Ihren Mantel aus, dann klingelt das Telefon
Guten Morgen Mein Güte, lasst mich doch wenigstens mal eintreffen. DeutschÖsterreichischen Änderungsschneiderrei Schniedel & Schroer, Schnatz am Apparat. Ja, Ja –
Ach Sie sind es Herr Direktor Jaaah. Höhöhöhö, Ja Herr Direktor, Ja, was is... Jawohl Herr
Direktor, Hmja, Hmja, Hmja. Das heißt ich habe den Vertrag.. Ich habe den Vertrage gestern
noch einmal mit ….Jawohl, Hmja , Äh Herr Direktor., ich habe den Vertrag – Jawohl, ich
hab ihn gestern auf seine Richtigkeit... äh... Ja und ich hab ihn auf seine Richtigkeit gepr....
Jawohl Herr Direk... Auf Was? Auf Wiedersehen! Um 11.
Will der den Vertrag um 11.00 Uhr haben. (sucht) Wo ist der Vertrag? Wo ist der Vertrag Um
11 will er ihn haben, no das wird knapp. Wo ist der Vertrag? Ich hab ihn doch .. ich hab ihn
doch hier irgendwo. Ich habe doch diesen Vertrag gestern … Ich hab den Vertrrag mit nach
Haus genommen, dann hab ich ihn heute... nein!!! Ich hab den Vertrag zuhause liegen
gelassen. Jesses, wenn der das erfährt, dass ich den Vertrag nach Hause genommen habe. Er
darf es nie erfahren.
(greift zum Telefon und wählt): Werner pass auf, ich, ich habe auf dem Korbtisch zuhaus hab
ich den, hab ich den … Ja, die Mami ist da, ja Uschilein. Ja mein Schätzchen, Mami geht es
gut. Ja, es geht mir gut, mein Schatzilein. Uschilein, was.... Es geht mir gut mein Schatz. Geh,
su... Es geht mir gut, Ja, mein Schatz, Ja und ich möchte dich bitten, ruf doch etzt mal den
Papi und – Es geht mir gut – Ruf doch mal den Papi und sag dem Papi, er möchte doch...
Liebes Kind, Uschilein GUUT, gut, gut, gut,gut ich sagte es doch schon und deswegen, ruf
mal den Papi und sag ihm. Aber du darfst jetzt den Hörer, du darfst den Hörer nicht auf
de,da.... Hallo. Ich werde wahnsinnig. Dieses Kind (wählt wieder) Hoffentlich jetzt mein
Mann… Werner, bist d... Ja, die Mami ist da, Gut geht es der Mami, gut ja, weißt du die
Mami sucht nur kleinen Vertragili, kleinen Vertrag hier, jaaa und jetzt geht mal und hol mal
den Papi und sag ihm– ES GEHT MIR GUT – und sag mal dem Papi, Sie möchte den....
Uschilein, du musst nicht weinen, die Mami ist dir nicht böse. Buddibuddibuddibuddibuddi
Joa, aber jetzt hol mal den Papi aber diesmal darfst du nicht wieder den Hörer, leg ihn mal
ganz weit, leg ihn … Uschil.... Halloo, hallo.
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Seite 36
Es ist nicht zu fassen. Wie soll ich je an den Vertrag kommen. Ich schaff es nie mit der Zeit,
dies ist der schwärzeste Tag in der Woche, der so beginnen muss.
… Ja butschi, butschi, butsch da ist die Mamilein und pass mal auf die Pupi... Ach, du bist es
Werner, ja hör mal. Ach was heißt denn .. ich schrei ja gar nicht. Hör mal, nicht in dem Ton.
Ich habe eben mit deiner Tochter gesprochen. Ja, es ist, ich, weiß, ich weiß, ich weiß, es ist
auch meine .. Was soll denn das? Ich darf doch noch anrufen, wann ich will! Was soll denn
der Ton? Was heißt den überhaupt, ich schreie.... Was ich wollte? Das hab ich vergessen.
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27 Die Diskussionsrunde “Ist Gott ein Rheinländer?”
Jürgen und Elias Welzel
Thomas Gottschalk: Marah, Angela Merkel: Lara
Weihbischof Koch: Emmanuel, Gregor Gysi: Jan
Carmen Geissen: Bella, Robert Geissen: Elias
Zwei, drei Surfer-Tänzer: noch offen
Gottschalk, Merkel, Weihbischof Koch, Gregor Gysi, Carmen und Robert Geis
Thomas Gottschalk: Marah, Angela Merkel: Lara
Weihbischof Koch: Emmanuel, Gregor Gysi: Jan
Carmen Geissen: Bella, Robert Geissen: Elias
Zwei, drei Surfer-Tänzer: noch offen
Gottschalk, Merkel, Weihbischof Koch, Gregor Gysi, Carmen und Robert Geis
Gottschalk: Herzlich Willkommen, liebe Freunde guter Unterhaltung. Jaaaa, das ist,.... ja,
was ganz tolles. Es ist schön, wieder bei Ihnen zu sei. Ich begrüße Sie zu meiner
Talkrunde: Die Welt und so, erklärt von Haribo. Nach so peinlichen Shows wie
Gottschalk-live, und Das Supertalent, feier ich mit dieser Sendung meine
Wiederauferstehung.
Ich verspreche Ihnen auch heute eine illustre Runde. Heute dreht sich alles um
die Frage: Ist Gott ein Rheinländer?. “Das, ja das klingt fast unmöglich. Mal
sehen, was meine Gäste dazu sagen.
Als erstes begrüße ich die Frau, die härter ist als jeder Euro, die Euro-Queen aus
Berlin, unsere Bundeskanzlerin Carmen Geiss – äh, wie??? Sorry ich meine
natürlich Angela Merkel. Sie ist Pastorentochter. Man nennt sie auch die Mutter
Gottes der EU: Sie wirft den Euro in den Klo, verteilt statt Schulden, Haribo Angela Merkel
Herzlich Willkommen, Frau Bundeskanzlerin. Bitte keine Statements, dazu
kommen wir später.
Merkel:
Guten Abend Herr Gottschalk, schön Sie wieder in einer Sendung mit Format zu
sehen. Es ist auch schön, dass wieder so viele Besucher hier sind. Darf ich ein
paar Grüße loswerden.
Gottschalk Nun, eigentlich nich
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Merkel:
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Das ist schön. Liebe Bürgerinnen und Bürger, als Ihre Kanzlerin verspreche ich
Ihnen, dass ich mich für Ihr Geld einsetzen werden. Ihre Steuern, die Sie sich im
Schweiße Ihres Angesichts erarbeitet haben, werden wir nicht der Mafia in
Italien, Griechenland oder Spanien geben. Darauf können Sie sich verlassen. Ihr
Geld bleibt in meinen Taschen und in denen meiner Regierung. Dafür stehe ich
Ihre Bundeskanzlerin.
Gottschalk: Schön, aber können sie sich jetzt setzen.
Merkel
Gerne Herr Gottschalk, ohne viel Geld in der Tasche, ist man direkt erleichtert
und es sitzt es sich auch viel besser.
Gottschalk: Kommen wir nun zu meinem nächsten Gast. Auch er ist Politiker. Wenn auch
klein an Wuchs, so ist er doch ein politisches Schwergewicht mit erstaunlicher
Beweglichkeit. Als Wendehals machte er sowohl in der DDR als auch im
vereinten Deutschland Karriere. Hier ist Gregor Gysi, Parteivorsitzender der
Linken: Den Klassenfeind bekämpft er froh, mit Gummibärchen von Haribo
Gysi:
Liebe Genossinnen und Genossen, ich grüße alle ArbeiterInnen Deutschlands.
Lassen sie mich das gerade noch sagen– (singt) Brüderinnen hört die Signale,
auf zum letzten Gefecht – Die Linke Nationale bekämpft das Menschenrecht –
Jawohl.
Gottschalk: Respekt, Respekt. Ich sag immer national, international, scheißegal. Als Dritten
im Bunde, begrüße ich einen, der es wissen muss, ob Gott ein Rheinländer ist. Er
ist Weihbischof dieser Erzdiözese, kommt aus Düsseldorf und weilt zur Zeit im
Seelsorgebereich Sankt Augustin. Wir freuen uns, dass er die Zeit gefunden hat,
bei uns vorbei-zuschauen: Weihbischof Heiner Koch: Er ist der Weihbischof aus
Düsseldooo - liebt Hostien und zwar die von Haribo.
Koch:
Seid mir gegrüßt ihr Mitchristen aus St. Maria Königin. Hier habt Ihr Euch also
versteckt. Mir ist zu Ohren gekommen, dass sich Einige von Euch morgen um
die große Messe anlässlicher meiner Visitation in der Steyler Klosterkirche
drücken wollen, nur weil Ihr hier Pfarrfest feiert. Das könnt Ihr nicht machen.
Euer Pastor hat sich so viel Mühe gegeben. Er hat extra das Hochamt anlässlich
Eures Pfarrfest gestrichen, damit Ihr Zeit habt, mit dem Stellvertreter Christi auf
Erden eine Messe zu feiern.
Gottschalk: Ich dachte, dass wäre der Papst
Koch:
Wer?
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 39
Gottschalk: Der Stellvertreter Christi auf Erden
Koch:
Sie sind aber pingelig. Ok, dann bin ich also der Enkel des Stellvertreter Christi,
Koch:
Wieso Enkel?
Koch:
Na mein Papa ist der Kardinal und der ist der Sohn vom Papst.
Gottschalk. Nehmen Sie bitte Platz neben Herrn Gysi.
Koch:
Ist das der von den Linken?
Gysi:
Ja, in der Tat.
Koch:
Wo ist er denn?
Merkel:
Wo er immer ist: Ganz unten!!!
Koch:
Ach, jah, da gibt es doch ein Sprich Worte:
Wenn dir von unten, ein Fremder tut winken, ist es ganz sicher Gysi, der Chef
von den Linken. Höhöhö
Gysi:
Hahaha, sehr lustig! Kennen Eure Eminenz vielleicht das andere Sprichwort:
Hörst du jemanden Dummes Zeug von der Kanzel schrein, wird es wohl der
lustige Weihbischof Koch sein.
Gottschalk: Ich bitte Sie, meine Herren. Sparen Sie sich Ihren Esprit für später auf.
Wir hatten Viktoria Beckham als Gast zu dieser Sendung eingeladen. Jaaa, sie
hat aber abgesagt. Ich versteh das: Bei der sag ich: Bleib zuhause und iss erst
mal was. Wenn Viktoria Beckham nichts zu beißen hat, unsere nächsten Gäste
haben genug zu Beißen: Sie sind Millionäre und aus dem Rheinland. Es sind die
Geissens. Dieses Paar schreibt Fernsehgeschichte.: Sie lieben den Jet Set, das ist
eben so und vernaschen Goldbeeren von Haribo
Robert und Carmen Geiss
Robert:
Jo, schön habt eret hier!
Gottschalk Wo haben Sie denn Ihre Frau gelassen.
Robert:
(guckt sich um) Typisch Frau, wenn et drauf ankommt, kommt gar nix.
CARMEN
Stimme:
Wat ess?
Robert:
Nu komm, wir warten.
Stimme:
Ich bin so aufgeregt. Sind viele im Publikum?
Robert:
Ach watt.Da hinten ist nur einer mit nem Schild Carmen ist Scheiße
Stimm:
Wat, ehrlich?
Robert:
War nur Spaß, nu komm.
Carmen:
(tritt auf) Jet Set tanz
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Thomas:
Seite 40
Was für ein Auftritt. Das, ja das klingt fast unmöglich. Mein Lieber, Jaaaaaa,
Respekt, Respekt. – Dann sind wir komplett. Wir wollen heute über das Thema
reden: Ist Gott ein Rheinländer. Herr Weihbischof, Sie als gebürtiger
Düsseldorfer…
Robert:
Wat der kütt us Düsseldorf? Der Ärmste, kannste nix für, ävver schön is anders.
Koch.
Wie... Was?
Robert:
Frage an Euch: Was ist eine Blondine zwischen zwei Düsseldorfern? - Nicht
mehr die dümmste
Carmen:
Roooobert. Das ist der Burner, ehrlisch.
Gottschalk: Ich bitte doch um Toleranz. Der Wert eines Menschen ist doch nicht Abhängig
von seiner Herkunft
Robert:
Jo find isch auch. Isch han kein Problem mit Afrikaner, Asiaten, Amerikaner,
ävver Düsseldorfer….
Carmen:
Isch sach immer, dat Beste von Düsseldorf ist die Autobahn nach Köln. Ehrlisch.
Koch:
Meine Tochter, ich vergebe dir und werde mich nicht auf das Niveau herab
begeben und deshalb auch nicht diese dummen Vorurteile von mir geben, wie
die Frage: Warum können Kölner nicht an BSE erkranken? Weil Sie kein Gehirn
haben.
Gysi:
Das stimmt, der Kölner Erzbischof ist das beste Beispiel dafür.
Gottschalk: Mein Lieber, das war jetzt aber nicht fair. Widmen wir uns doch lieber unserem
Thema: Herr Weihbischof. Ist Gott ein Rheinländer?
Koch:
Gott spricht alle Sprachen, also ist er auch Rheinländer, ebenso wie er Berliner,
Holländer oder Chinese ist. Für Gott gibt es keine Grenzen. Seine Sprache ist die
Liebe, und die versteht jeder.
Carmen:
Also, wenn Gott mit mir chinesisch quatscht, versteh isch janix.
Robert:
Dat du nix verstehst ist ja nix neues. Dein ganzes Leben läuft dir schon die
Intelligenz hinterher, aber du schaffst es immer, noch einen Schritt schneller zu
sein
Carmen:
Rooobert! Dat i jetzt aber nicht lieb!!!!
Gysi:
Darf ich auch mal was sagen?
Carmen:
Wer ist denn der Kleine? Süsss!
Gysi:
Ich bin weder Süss noch klein! Lassen Sie mich das gerade noch sagen.. Wahre
Größe misst sich nicht in Zentimeter. Napoleon der Große war nur 150 cm lang.
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 41
Ich bin verdienter Politiker und habe es nicht nötig mich von so einer LuxusHupfdohle blöd anmachen zu lassen.
Merkel:
Sie und ein verdienter Politiker? Phhhh
Carmen:
Wer ist ne Hupfdohle? Napoleon? Kenn isch gar nischt!
Gysi:
Ah, Frau Merkel hat auch wieder Ihren Senf dazu zu geben. Kümmern Sie sich
lieber darum, wie Sie unseren Euro retten. Wissen Sie, wie man sich neuerdings
die Auskunft 11 88 0 merkt? 11 Millionen Griechen,erhalten 88 Milliarden Euro
und geben Null davon zurück,
Merkel:
Koch:
Sie wollen mich belehren Herr Kniesi, dass ich nicht lache.
Apropos lachen. Ich finde wir sollten alle fröhlich sein, uns vertragen und lieb
haben. Denn Gott liebt alle groß und klein ….. und auch die winzigkleinen
Hahahahaha
Merkel:
Herr Gysi, Sie sollten einen Strohhut tragen. Der stünde Ihnen hervorragend, wie
aus dem Kopf gewachsen. Sie kommunistischer Gartenzwerg.
Thomas:
Also Jaaa, Das ist …. Jetzt nicht zielführend. Bitte mehr Respekt, Respekt. Herr
Gysi, was meint Deutschlands Linke: Ist Gott ein Rheinländer.
Gysi:
Definitiv ja. Gott muss ein Rheinländer sein, sonst wär die Welt nicht so ein
Chaos.
Thomas:
Respekt, Respekt, mein Lieber, Jaaaaa, ---- Äh Wie meinen Sie das?
Gysi:
Nun die Rheinländer sind unzuverlässig, korrupt, haben nur Karneval, Kölsch
und Fußball im Kopf, können nix organisieren und finden alles toll, selbst den
größten Scheiß. Ich denke Gott ist so ähnlich. Lassen Sie mich das gerade noch
sagen
Robert:
Dat losse mir doch – Wat will der eigentlisch..
Carmen:
Der kleine Napoleon do ist der Burner, ehrlisch.
Gysi:
Also bitte. Lassen Sie mich das gerade noch sagen. Während wir hier unten im
Elend versinken, schunkelt Gott da oben und findet alles toll, was er gemacht
hat.
Koch:
Apropos schunkeln, lasst uns in den Arm nehmen, uns vertragen und ein frisches
Liedchen singen: Trink, Trink Brüderlein trink, lass doch den Kleinen zuhaus….
Höhöho
Gottschalk Also ich muss doch bitten nicht immer auf die Kleinen. Er kann doch nix dafür.
Gysi:
Lieber ein Trinkbruder, als ein warmer Bruder, nicht wahr Herr Bischof. Lassen
Sie mich das gerade noch sagen. Auch die Klimakatastrophe ist ein Zeichen
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 42
dafür, dass Gott ein Rheinländer ist. Hier unten verhagelt es uns die Ernte, bloss,
weil der Jeck da oben Kölner Rosenmontagszug spielt und Kamelle wirft, die als
Hagel auf die Erde kommen.
Koch:
Ich bitte Sie, Gott ist kein Jeck, Gott ist der Allmächtige und für die
Klimakatastrophen sind wir Menschen verantwortlich.
Carmen:
Nee, isch hab gehört, dat sind die Kühe Schuld, mit ihrer ewigen Pupserei.
Merkel
Mit Verlauf Frau Geiss. Das Problem der Klimaerwärmung lässt sich nicht auf
die Verdauungsdämpfe unserer Rindviehcher reduzieren.
Gysi:
Sie kümmern sich doch einen Furz um die Klimakatastrophe.
Merkel:
Ach tue ich das. Wir haben dafür gesorgt, dass ab nächstes Jahr jedes Rindviech
einen Furzbeutel bekommt. Die Abgase werden gesammelt und in das
Fraktionsbüro der Linken geleitet. Da fällt der Gestank nicht weiter auf.
Koch:
Aus einem verklemmten Hintern kommt selten ein froehlicher Furz.
Gysi:
Was soll das denn?
Koch:
Wollte mich nur geistreich in die Diskussionsrunde einbringen und daran
erinnern, dass Gott Mensch und Tier als furzende Wesen geschaffen hat. Ihre Art
wie sie über diese göttliche Gabe reden, stinkt zum Himmel.
Carmen:
Ich furze nie, der Umwelt zuliebe, es sein denn es gab Kohl. Also ich sach
immer. Rooooobert, sag ich. Roooobert lass uns umwelt sparen und den PrivatJet zuhause lassen und mit dem Auto fahren. Aber…
Robert:
Richtisch also isch bin auch für Umwelt und so en Kram. Umwelt ist klasse. Ich
fliege gern um die Welt.. Dat is jeil.
Carmen:
Das ist der Burner
Koch:
Was ist ein Burner?
Carmen:
Nix für Düsseldorfer Bischöfe.
Thomas:
Meine Lieben Das ist …. Schön. Aber zurück zum Thema. Unser Weihbischof
hält Gott für einen Internationalen, der Linke glaubt an einen Rheinländer. Was
meinen Sie Frau Bundeskanzlerin? Hält die Bundesregierung es für möglich,
dass Gott ein Rheinländer ist.
Merkel:
Liebe Bürgerinnen und Bürger, die Bundesregierung verhandelt mit jedem
Menschen, warum sollten wir uns an einem Rheinländer im Himmel stören. Uns
drücken im Moment aber andere Sorgen, als die Frage, ob der Himmel von
einem Rheinländer regiert wird.. Ich sage nur Euro. Denn eines, liebe
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 43
Bürgerinnen und Bürger ist doch klar und das sollten sie auch berücksichtigen,
wenn im nächsten Jahr Wahl ist: Der Euro muss hart bleiben.
Robert:
Nur die Harten kommen im Garten
Carmen
Roooobert, doch nicht vor allen Leuten. Das ist. Unanst….
Merkel:
Liebe Bürgerinnen und Bürger, noch nie war die Lage der Nation so prekär.
Carmen:
Wat is dat prekär? Wat unanständiges?
Gysi:
Prekär ist zum Beispiel die Frisur von Frau Merkel.
Carmen:
Welche Frisur?
Gottschalk: Bitte, jetzt nicht in die Haare kommen. Frau Bundeskanzlerin bitte:
Merkel.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, ich werde dafür sorgen, dass der Euro hart bleibt
und wir alle gemeinsam harten Zeiten entgegegen gehen. Dafür stehe ich Ihre
Bundeskanzlerin.
Robert:
Frau Merkel, öhem
Merkel:
Ja Herr Geis
Robert:
Hat Ihnen schon mal einer gesagt, dass Sie aussehen wie Heidi Klum?
Merkel:
(errötend) Öh, Nein
Robert:
Dat dacht isch mir.
Carmen:
Roooobert. Dat is der Burner, ehrlisch.Also darf isch jetzt auch mal was sagen.
Thomas:
Gleich Frau Geis, gleich sind sie dran.
Carmen:
Wieso bin ich dran? Ich hab doch nix getan. Robert, tu doch mal was. Isch wird
hier bedroht.
Robert:
Carmen, Carmen, man merkt: Du bist nicht blond gefärbt, du bist blond
Koch:
Herr Geis, Sie sollten Ihre Frau mit mehr Respekt behandeln. Gott hat Ihrer Frau
die wunderschönen Haare auf dem Kopf geschenkt.
Robert:
Hat leider vergessen darunter das Hirn einzubauen.
Carmen:
Rooooobert! Dat ist ein Anti/Burner!
Koch:
Also bitte. Herr Geis, ich hoffe nicht, dass Sie jetzt noch auf Kosten Ihrer Frau
Blondinenwitze erzählen. Die wollen wir hier nicht hören. Auch nicht den von
der Blondine , die zu einer anderen Blondine sagt: "Weisst du was , gestern
steckte ich 1 Stunde wegen Stromausfall im Aufzug fest." Darauf die andere:"Ich
steckte gestern sogar 2 Stunden auf der Rolltreppe wegen Stromausfall fest."
Hahahahah -.Öhen Das finden wir gar nicht lustig.
Carmen:
Kann dat sein, dat dä Düsseldorfer Weihbischdingensbums sich über misch
lustisch mäht. Pass up do verkappte Nikolaus..
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 44
Robert:
Carmen, lass et jut sein.
Gysi :
Mir wird es hier jetzt zu blöd. Zwischen Kirche, Kölner und Kapitalisten– das
halte ich nicht aus. Lassen Sie mich das gerade noch sagen
Robert:
Ey, der ist ja der Knaller, mit dem „ Lassen Sie mich das noch gerade sagen“..
Gleich hat es sich ausgeredet, du rotes Erdmännchen.
Gysi:
Herr Geiss, als aufrechter Sozialist verabscheue ich Kapitalisten wie Sie aufs
tiefste.
Carmen.
Wat is ne Kapitalist? Su jett, wie ne winzigkleine Karnevalist
Robert:
Carmen
Carmen:
Von Nachfragen ist noch keiner blöd geworden.
Gysi:
Die Blödheit tut ja schon weh! Lassen Sie mich as gerade noch sagen:: Ich
gehe!!!(hüpft vom Stuhl)
Koch:
Ja Kleiner, geh mit Gott
Gottschalk: Herr Gysi, bleiben Sie doch. Lassen Sie uns doch wie vernünftige Menschen…
Merkel:
Vernünftig der? Dass ich nicht laache
Gysi:
Ach, Sie, Sie kriechen den Reichen doch in den Hintern, so wie Ihre Frisur
aussieht. Wenn man die Buchstaben in "Bundeskanzlerin" umstellt kommt
"Bankzinsenluder" raus. Genau das sind Sie, ein Bankzinsenluder.
Merkel:
Das muss ich mir nicht anhören ich gehe.
Gysi:
Ich auch.
Merkel:
Sie nach links und ich nach rechts.
Koch:
Und wo soll ich hingehen.
Beide:
Nach oben.
Carmen:
Rooobert: Dat ist der Burner.
Robert:
Scheint so, als ob die Party zuende ist. Komm lass uns auch gehen
Carmen:
Moment: Also ich glaube fest daran, dass Gott der Burner ist.
Robert:
Caarmen, komm, wir müssen
Carmen:
Nur noch ein Gedicht zum Schluss
Robert:
Nein, bitte
Carmen:
Haste Kohle ist es nett – denn dann gehörste zum Jet Set huhuhuhu
Thomas:
Äh, liebes Publikum. Das war es anscheindend für heute. Meine Gäste sind
gegangen, dann gehe ich auch. Ich freue mich, wenn es Ihnen gefallen hat.
Respekt, Respekt Denken Sie daran
Hast du Größe und Niveau, liegt das Gewiss am Haribo
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
28 Aber bitte mit Weihrauch
Melodie: Aber bitte mit Sahne (Udo Jürgens)
Chor:
Wir treffen uns sonntags um zwanzig nach neun - oho, oh-yeah
Herr Grabka holt Kerzen und putzt auch den Kelch - oho, oh-yeah
Herr Thomas versinkt hinter Bergen von Noten
der Kirchenchor tuschelt laut, das ist schon verboten
Ob Ostern, ob Weihnachten, was für ein Fest auch ... aber bitte mit Weihrauch.
Der Priester zieht ein, es ist kaum was zu sehen - oho, oh-yeah
Die Orgel erklingt, jetzt muss es losgehen - oho, oh-yeah
Aus dem Nebel erscheint, man kann's kaum erkennen,
ein Priesterlein fein, es wird doch nicht brennen?
Der Friede des Herren, er sei mit dir auch ... aber bitte mit Weihrauch.
Durch die Nebelwand ist so gut wie gar nichts zu sehn -oho, oh-yeah
Als Nebelwerfer sieht man die Messdiener stehen - oho, oh-yeah
In Reihe und Glied, und von groß bis nach klein,
in der Mitte der Priester. Wer wird es wohl sein?
Keine Noten zu sehen, der Chor steht auf dem Schlauch – wegen des Weihrauch
Es ist der Weihbischof, wir haben's geahnt - oho, oh-yeah
Er hat sich den Weg durch den Weihrauch gebahnt - oho, oh-yeah
Das Husten hört nicht auf, geräuspert wird immer,
die Augen trän' stark, die Übelkeit wird schlimmer.
Das Rote Kreuz baut vor der Kirche das Zelt auf ... aber bitte mit Weihrauch.
Zum Schluss kommt der Segen, man kann alles sehen - 0ho, oh-yeah
Wer nicht rausgetragen wird, kann ja jetzt gehen - oho, oh-yeah
Und alle erzählen, das war heute schön
und nächstes Mal werden wir wieder hingehen.
Ob Ostern, ob Weihnachten, was für ein Fest auch aber bitte mit Weihrauch.
Seite 45
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
29 Drei Männer auf dem Klo (Pinkelnummer)
Florian, Oliver, Offen
Seite 46
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 47
30 Trottel in Uniform
Didi Hallervorden
Budicke (1): Elias, Polizist (2): Jan
1:
sitzt rauchend auf einer Parkbank, Polizist kommt von hinten
2:
Jetzt hab ich dich Budike. Ich hab es gesehen
1:
Mein Angstgegner. Ich liebe ihn. Was haben Sie gesehen, Herr
Kontakbereichbeamter?
2:
Die Kippe da ist deine, Budike!
1:
Die Kippe? Ich kenne die Kippe nicht, also...
2:
Nicht anfassen. Die brauchen wir vielleicht noch für ne DNA-Analyse.
1:
Was?
2:
Wir können das immer nachweisen, dass es deine Kippe ist. Die qualmt ja sogar noch.
1:
Die qualmt? Die qualmt doch nicht mehr. Tatsächlich, die qualmt ja noch. Das ist ja
en Ding. Also weißte was, pass mal auf. Du läufst da lang, ich geh da lang, damit wir
den noch kriegen, der die weg geschmissen hat, ja?
2
Klar! Du denkst ich bin blöde, was?
1:
Joa, äh Nein
2:
Aber ich bin nicht blöde
1:
Dasmeine ich, das sieht man ja auch.
2:
Nun lass mal nicht ablenken.
1:
Jo
2:
Kippe auf dem Parkweg, macht 20 Euro Bußgeld.
1:
Was denn, für eine Kippe 20 Eier? So wird der Bürger ausgeplündert.
2:
Kannst du das bitte noch mal wiederholen und sag bitte statt ausgeplündert „staatliche
Wegelagerer“ Dazu gibt es nämlich schon ein Gerichtsurteil.
1:
Ne, ne, ne, ich sag gar nichts. Keine Beamtenbeleidigung mehr. War ja früher mal eine
Sucht von mir, Beamte zu beleidigen. Kaum hatte ich einen Beamten gesehen, musste
ich ihn ausführlich beleidigen, sonst habe ich mich nicht wohlgefühlt. Aber jetzt ist
schluss. Jetzt bin ich clean, wa? Ne,ne keine Beleidung mehr. … Hm, nur mal so
interessehalber, was würde denn so eine Beleidigung kosten, so
2:
Stattlicher Wegelagerer zwei Tagessätze.
1:
Ist ja eigentlich billig. Da hätte ich ja direkt noch mal Lust, wenn ich dich so anschaue.
2
:lUSTIG
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
1:
Seite 48
Ne, ne, aber doch nicht. Letzte Woche, weißte ja, hat ein Vermögen gekostet, nicht.
Also erst mal der bewusste Finger 30 Euro, dann „Sie Holzkopf“ 30 Euro und Trottel
in Uniform noch mal 40 Euro.
2:
Macht zusammen 80 Euro.
1:
Klar 30 plus 30 plus 40 macht 80.
2:
Du bist ganz schön blöde, mich schon wieder zu beleidigen.
1:
Was? Wieso?
2:
Hast mir doch gerade eben den Finger gegeben und zu mir Holzkopf und Trottel in
Uniform gesagt.
1:
Stopp mal, ich habe gar nichts gesagt. Ich habe nur zitiert.
2:
Wat? Zitiert? Du hast mir den Finger gegeben.
1:
Ich habe so gemacht.
2:
Sag ich doch. Du zeigst mir den finger und das kostet. So will es das Gesetz.
1:
Aber ich hab dir den finger nicht gezeigt. Ich hab dir nur vorgemacht, wie ich dir den
Finger letzte Woche gezeigt habe.
2:
Ich hab doch den finger gerade eben gesehen!
1:
Ja, aber es war der Finger von letzter Woche, für den ich schon gezahlt habe, siehste?
2:
Du willst mich verarschen
1:
Bleib ruhig
2:
Ich bin ruhig
1:
Ja, watt denn?
2:
Du denkst, ich bin Blöde!
1:
Joneeeiin, wie kommste denn darauf. Noch mal ganz langsam von vorne: Ich habe dir
doch letzte Woche den Finger gezeigt, nicht. Und jetzt zeige ich dir diese Woche, den
Finger von letzer Woche. Sooo!
2:
Siehste, da ist er doch der Finger.
1:
Ja, aber das ist so, als würdest den im Fernsehen sehen. Wenn jeman im Fernsehen
sagt: Trottel in Uniform. Dann nimmst du das auch nicht persönlich, oder?
2:
Nö, ist ja im Fernsehenl (stzutzt) Sag mal, hast du eben Trottel in Uniform zu mir
gesagt.
1:
Also, bitte lassen wir das.
2:
Aber hab ich eben die Worte „Trottel in Uniform“ gehört, oder nicht?
1:
Ja
2:
Und was bin ich? - - - Ich hab dich was gefragt, Budike!
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 49
1:
Kontaktbereichsbeamter
2:
Und was hast du vorher gesagt.
1:
Ich hab gar nichts gesagt.
2:
Du hast doch was gesagt.
1:
Ich hab gesagt Im Fernsehen hat das einer gesagt.
2:
Aber es kam aus deinem Mund.
1:
O, aber ich würde es nicht sagen.
2:
Wieso, wenn es aus deinem Mund kommt, sagst du es doch.
1:
Ok, ich sage es, aber nicht zu dir.
2:
Wieso? Aber ich sitz doch hier neben dir.
1:
Wenn der das im Fernsehen sagt, dann sagt der das doch auch nicht zu dir. Der kennt
dich doch gar nicht.
2:
Aber du kennst mich.
1:
Joho.
2:
Und du bist seiner Meinung.
1:
Natürlich bin ich seiner Meinung.
2:
Jetzt bist du dran
1:
Äh, wieso?
2:
Du bist seiner Meinung, wenn er sagt: Ich bin ein Trottel in Uniform
1:
Jetzt sagst du es ja schon selber
2:
Was?
1:
Äh, Es?
2:
Ich?
1:
Ja? Wieso?
2:
Ich kann doch nicht selber sagen: Ich bin ein Trottel in Uniform.
1:
Hast du eben schon wieder gesagt.
2:
Gesagt ja, aber meinst du vielleicht, das ist meine Meinung?
1:
Jo, könnte ja sein. Du könntest vielleicht auch mal Recht haben..
2:
Da wär ich ja blöde, wenn ich meinen würde, ich wär ein Trottel in Uniform.
1:
Ja, und wenn du doch mal Recht hättest?
2:
Du meinst also, wenn ich denken würde, ich wär ein Trottel in Uniform, dann hätte ich
Recht?
1:
Hm, könnte ja sein, oder?
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
2:
Seite 50
Gut, ich finde, dann solltest du auch den Mut haben, es offen zu sagen: Sie sind ein
Trottel in Uniform.
1:
Nä, nicht ich, du!
2:
Sag: Ich bin ein Trottel in Uniform.
1:
Ich bin ein Trottel in Uniform.
2:
Scheiße, doch nicht du, ich.
31 Isabel
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 51
32 Das Wort zum Sonntag
Otto
Aline
Meine Damen und Herren. Wir alle haben unsere eigenen Sorgen und Nöten und lassen uns
nicht mit billigem Trost über die Last des Alltags hinwegtrösten. Aber als ich neulich in
meiner Musikbox blätterte, da stieß ich auf folgende kleine Zeile: „Theo, wir fahrn nach
Lodz!“
Nun, was wollen uns diese Worte sagen? Da ist von einem Menschen die Rede, von einem
ganz bestimmten Menschen. Nicht Herbert, nicht Franz, nicht Willi, nein Theo ist gemeint.
Aber um welchen Theo handelt es sich? Ist es nicht auch jener Theo in uns allen, der in so
wunderbaren Worten vorkommt, wie Theologie, Theodorant, Tee oder Kaffee. Und an diesen
geheimnisvollen Theo ist eine Botschaft gerichtet.
“Theo, wir fahrn nach Lodz“ Vier fahrn! Da sind also vier Menschen unterwegs. Und wer
sind diese vier? Sind es die vier Jahreszeiten? Die vier Musketiere? Oder sind es vier alle? Da
fällt mir in diesem Zusammenhang eine Geschichte ein. Ich besuchte neulich einen Freund,
einen Millionär. Er glaubte der unglücklichste Mensch der Welt zu sein, weil ihm sein
Rasierpinsel ins Klo gefallen ist.
Da nahm ich ihn beiseite und sprach: Freilich bist du übel dran, dass dir dein Rasierpinsel ins
Klo gefallen ist aber es gibt Leute, die sind noch viel, viel schlechter dran als du: die haben
noch nicht mal einen Bart. Da fiel es im wie Schuppen aus den Haaren.Und sollte nicht auch
einer von uns oder morgen oder vielleicht nicht? Wer weiß. Schönen Guten Abend!
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 52
33 Der Konzertbesuch - Loriot
Konzertsaal kurz vor Konzertbeginn. Herr I drängt sich durch eine gefüllte Reihe Zu einem
leeren Klappsitz in der Mitte und nimmt Platz.
HERR I
(Zu seinem rechten Nachbarn) Ach, entschuldigen Sie, was gibt's heute hier
eigentlich?
HERR II Bitte?
HERR I
Ich meine ... nur Musik ... oder noch irgendwas? (holt knisternd eine Bonbontiite
am der linken Tasche)
HERR II Sie befinden sich in einem Konzert ...
HERR I
A .. . ha! (steckt einen Bonbon in den Mund, lutscht beim Sprechen) Wissen Sie,
ich habe nämlich in einem Preisausschreiben ... (da Herr 11 in seinem
Programmheft liest, wendet er sich an die Dame zu seiner Linken) ich habe in
einem Preisausschreiben von der Firma Salamo ... Salamo Bratfett . .. habe ich die
richtige Lösung eingesandt .. .
DAME I Ach ...
HERR I
... Brat fettlos mit Salamo ohne ... (bietet ihr einen Bonbon an) Möchten Sie einen?
DAME I Nein danke . ..
HERR I
... Und die Preise Nummer 50 bis raa waren je eine Eintrittskarte fü r eine
kulturelle Veranstaltung ...
DAME I Aha ...
HERR I
... Man mußte die Silben in die richtige Reihenfolge bringen ... da stand nämlich ...
oh mo ne la Sa mit los fett Brat ... oder so ähnlich, und das mußte dann heißen:
brat fettlos mit Salamo ohne . .. gar nicht einfach ... nein, warten Sie, es mußte
heißen . .. brat ohne Fett mit Salamo
Bratfett ohne ... aber es stand da ... mo la Sa mit ohne los fett Fett brat Brat ... oder Brat brat
ohne los mit mit ...
DAME I (betrachtet ihn sprachlos)
HERR III (drängt sich durch die Reihe, bleibt vor Her'rn I stehen) Entschuldigen Sie, könnte
es sein, daß Sie sich im Platz geirrt haben .. .
HERR I
Nein ... Platz Nummer 9, sehen Sie ... (zeigt seine Karte) Nummer 9!
HERR III Aber Reihe 14! Dies ist Reihe 15! Das ist Ihr Platz ... (zeigt auf den freien Sitz in
der Reihe vor ihm)
HERR I
Ach so . .. (steht auf und sieht unschlü ssig die Reihe hinunter) Ja dann .. . ( Die
Inhaber der benachbarten Plätze machen Anstalten, sich zu erheben) Ach behalten
Sie nur Platz, ich steige einfach so hinü ber ... (Herr I schwingt ein Bein über die
Lehne des Platzes vor ihm und bleibt mit dem Hosenboden an etwas hängen. Er
steht nun mit dem linken Bein in Reihe 14, mit dem rechten in Reihe 15)
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 53
HERR IV (der links neben diesem Platz sitZt) Würden Sie wohl die Güte haben, Ihren Platz
jetzt einzunehmen?
HERR I
Ich hänge an etwas fest ... (greift sich an die Hose)
HERRIV Wo?
HERR I
Im Schritt ...
HERR IV Na, dann machen Sie irgendwas .. :
HERR I
Wie... machen?
HERR IV Hier . . . (greift hin)
HERR I
Neinnein ... nicht ... bitte nicht .. . es ist schon etwas eingerissen
In diesem Augenblick betritt der Pianist das Podium. Applaus. Stille. Der Pianist
beginnt Zu spielen. Herr I verbleibt in seiner mißlichen Lage. Derfolgende Dialog
findet im Flüsterton statt.
HERR IV Ja was denn nun?
HERR I
Mo ... ment! ... Wenn ich ganz vorsichtig ... (hebt langsam
sein rechtes Bein an, wobei die Hose etwas weiter einreißt)
HERR IV Bleibt Ihr Bein jetzt so liegen?
HERR I
Das hängt von meiner Hose ab .. .
HERR III Entschuldigen Sie, könnten Sie sich wohl etwas kleiner machen?
HERR I
(bückt sich, IJJobei er mit dem Kopf auf die Schulter der Dame Zu seiner Rechten
gerät)
HERR III Jetzt ist es hinten so hoch!
DAME II (gedämpft, ohne den Pianisten aus den Augen Zu lassen) Was machen Sie
eigentlich hier?
HERR I
Ich bin Preisträger des Salamo-Preisausschreibens ... Salamo nBratfett ...
DAME II Sie setzen sich jetzt sofort auf Ihren Platz!
HERR I
Es geht nicht ... wenn Ihre Hose irgendwo hängt, können Sie auch nicht so einfach
weg!
DAME II Sie essen bei Schubert?!
HERR I
Das ist ein Fruchtbonbon .. . mit Vitamin C ...
(Starker Akkord des Pianisten/ Herr I verschluckt sich an seinem Bonbon und r'ingt
halberstickt nach Luft)
DAME III (der Musik lauschend Zu Herrn IV ) Ist das Schubert?
HERR IV Nein, irgend jemand von einem Bratfett-Preisausschreiben ...
DAME III Ach...
HERR I
(ringt nach Luft)
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
Seite 54
DAME II Pschscht!
HERR I
(zeigt auf seinen Kehlkopf) Bon ... bon ...(weiter starker Akkord. Herr I hustet
erschreckt. DerBonbon wird frei und klebt Dame II auf der dekolletierten Schulter)
Hoppsa!
DAME II Machen Sie das sofort weg!
HERR I (entfernt das Bonbon und steckt ihn in den Mund) Möchten Sie einen frischen?
DAME 11 Ich bitte Sie!
HERR I
Moment!
Bei dem Versuch, die Bonbontüte aus der Jackettasche Zu nesteln, prasselt ihr Inhalt
zwischen die Parkettreihen. Herr I verliert im Nachgreifen mit dem Kopf nach unten das
Gleichgewicht, Wodurch sich seine Hose gellJaltsam von der Lehne löst. Durch eine
ebensounwürdige wie zufällige Bewegung seines ganzen Kärpers fällt er genau mit dem
Schltlßakkord des Pianisten auf seinen Sitzlatz. Im einsetzenden Applaus erhebt sich Herr I
und verbeugt sich nach allen
Seiten.
Pfarrfest – Textbuch 27.8.2012
34 Lied: Stääne
Komponist/Texter: F. Binninger, R. Kowalak
Chor:
Die janze Welt han isch gesinn
Isch wullt nur weg, woanders hin
Isch wor jung hat winnisch Jeld
Isch wullt wohin, wo et mir jefällt
Aanjekumme, dat bin ich nie
Woss miehstens nit, wat mich su drief
Doch ming Sehnsucht wo näher dran
Ich jläuv, ich fang von vürre aan
Wenn am Himmel die Stääne danze
und uns Kirsch sing Jlocke spillt
Jo, dann weiß ich, dat isch doheim bin
in - Maria Königin
Usjewandert un weg jetrocke
Minsche jonn un Minsche kumme
E Stöck vum Hätz bliev für immer heh
Doch dat merkste ez pöh a pöh
Die Pfarrei und die Ministranten,
all die Misch, die mich jut kannten
Dat ist das kleine – dat wahre Jlück
Ich pack in un jon zoröck
Wenn am Himmel die Stääne danze
und uns Kirsch sing Jlocke spillt
Jo, dann weiß ich, dat isch doheim bin
in - Maria Königin
3 5 Zugabe
Seite 55
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Seele and Geist
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