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Alle ins Boot holen: Wie das Handwerk - Ruhr-Service AG

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Das Magazin der Kreishandwerkerschaft Ruhr
Nr. 110/2/2012/// K 4217
Alle ins Boot holen:
Wie das Handwerk Fachkräfte gewinnt // Seite 14
Stabilität auf hohem Niveau: Konjunktur im Ruhr-Handwerk // Seite 6
Die neue Kreishandwerkerschaft Ruhr: Gemeinsam in die Zukunft // Seite 8
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Editorial
Inhalt
Fachkräfte finden und halten:
Wer nichts wagt, verliert!
Inhalt
04 //Splitter
Die Sorge um Fachkräfte ist nicht neu: Das
Handwerk hat als Deutschlands wichtigster Ausbilder
(mit fast einer halben Million Lehrstellen) und größter
Arbeitgeber des Landes (mit über 5 Millionen Beschäftigten) schon oft um qualifizierte Fachkräfte werben
müssen. Mal mehr, mal weniger – das hing zumeist
von der jeweiligen Konjunkturlage ab. Und von der
zahlungskräftigen Konkurrenz aus der Industrie, die
gut ausbildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus
dem Handwerk abzuwerben versucht.
Soweit, so vertraut. Aber die Situation heute ist grundlegend anders. Brisanter.
Denn die deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Jahren mit einem Fachkräftemangel konfrontiert, wie es ihn zuletzt vielleicht in den fünfziger Jahren des vorigen
Jahrhunderts gegeben hat. Auf dem Arbeitsmarkt tut sich eine Lücke auf – und sie
wird auf Dauer bleiben und größer, vielleicht sogar klaffend werden. Denn anders als
früher sind es heute langfristig wirkende, nur schwer zu ändernde Faktoren, die
Fachkräfte knapp werden lassen: der demographische Wandel, die hohe Quote von
Schulabgängern ohne Abschluss, der vergleichsweise niedrige Anteil berufstätiger
Frauen – all das wird auf Jahre die Personalsuche erschweren.
Nach Jahrzehnten, in denen der Abbau von Arbeitslosigkeit im Fokus stand,
zeichnet sich jetzt ein historischer Umbruch ab. Und diese Situation hat viel
Positives: Für Hauptschüler (lange eher Stiefkinder auf dem Ausbildungsmarkt) steigen
die Chancen auf eine Lehrstelle, titelte die WAZ am 5. Juni. Konzerne wie die Deutsche
Bahn oder RWE interessieren sich plötzlich für eine Klientel, die als schwer vermittelbar
galt – Jugendliche mit einfachem oder keinem Schulabschluss.
Für das Handwerk birgt die Situation ein großes Risiko: Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in praktisch allen Gewerken der entscheidende Erfolgsfaktor. Was, wenn diese künftig dem Handwerk fernbleiben, weil andere Branchen
attraktiver erscheinen? Allein bis 2020 wird der Anteil junger Menschen zwischen 15
bis 20 Jahren, also die Kerngruppe für eine Ausbildung, in unserer Region um ein
Viertel zurückgehen. Deshalb wird es künftig nicht reichen, auf solide oder pfiffige
Nachwuchswerbung zu setzen. Betriebe müssen gezielt andere Potenziale erschließen
– Ältere, die qualifiziert werden können, Arbeitslose, denen ein beruflicher Neubeginn
ermöglicht wird, Zuwanderer, die eine Chance suchen, oder Frauen, die noch nie oder
lange nicht mehr erwerbstätig waren. Wer nichts wagt, verliert.
Das Handwerk kann dabei seine Stärken nutzen – vor allem die große Kraft
zur Integration, die diesen Wirtschaftszweig immer ausgezeichnet hat. Die
Bildungszentren des Handwerks eignen sich besonders, um Langzeitarbeitslose zu aktivieren. Hier kann auch die überbetriebliche Ausbildung Jugendliche mit Defiziten an
die Berufswelt heranführen. Und der Anteil der Migrantinnen und Migranten ist seit
jeher überproportional groß – denn im Handwerk zählt Zukunft statt Herkunft.
Stefan Prott
3
04
05
06
07
Treffen der Innungsvertreter
des Handwerks Ruhr//
Konditorennachwuchs bei Wettstreit
Neue Trends im Friseurhandwerk//
Tischler auf Tour// Konjunktur
bleibt auf hohem Niveau
Auszeichnung für
Nachwuchsförderung
08 //Aktuell
08
Fusion Kreishandwerkerschaft Ruhr
10 //Neue Märkte
10
11
12
13
Berufsbildungsmesse: „Was geht?“
Dienstjubiläum Heinrich Eichenauer
Moderne Bestattung:
Zeit für den Abschied
Sparkassen-Immobilia 2012
14 //Schwerpunkt
Personalmanagement:
Wettbewerb um Fachkräfte
18 //Innungen
18
19
Orthopädietechnik Arnsberg:
Zwischen Handwerk und Medizin
Energieberatung: Maler- und
Lackiererinnung Ennepe-Ruhr
20 //Marktplatz
20
21
Geberit bringt frischen Wind//
Beschaffungsportal für das Handwerk
Wollschläger: Maschinen mieten// MEWA: Outfit für den Sommer
22 //Special: Altbausanierung
26 //Unter uns
26
27
29
29
Goldener Meisterbrief
für Klaus Karwowski//
Unis für Meister und Gesellen
KH Ruhr trauert um Erwin Platzmann
//Recht
Kündigung per Einschreiben
30 //Zuletzt
30 19 Fragen an Dr. Arnim Brux
Impressum
Treffen der Innungsvertreter
im Haus des Handwerks
Die Verschmelzung der KH Bochum und der
KH Ennepe-Ruhr zur Kreishandwerkerschaft
Ruhr ist offiziell vollzogen. Nun muss der Zusammenschluss mit Leben gefüllt und gelebt werden.
Deshalb lud die Kreishandwerkerschaft alle
Obermeister, Stellvertreter und Lehrlingswarte
zu einem lockeren Austausch in geselliger Runde
in das Haus des Handwerks an der Bochumer
Springorumallee. Im Lehrbauhof der Akademie
des Handwerks Ruhr standen neben dem gegenseitigen Kennenlernen auch Anregungen,
Wünsche und Ideen für die Zukunft im Mittelpunkt der Gespräche.
Der Lehrbauhof in der Akademie des Handwerks Ruhr bildete den zünftigen Rahmen für das gesellige
Treffen von Obermeistern, Stellvertretern und Lehrlingswarten.
Europa – wunderschön
und zuckersüß
S
o schmeckt Europa auch allen Kritikern: zuckersüß und wunderschön verziert waren die Torten des Konditorennachwuchses ein Gaumen- und Augen-
schmaus zugleich. Europa erwies sich als besonders inspirierendes Thema für
den diesjährigen Tortenwettbewerb der Konditoren-Innung Bochum, Dortmund
und Lünen im Alice-Salomon-Berufskolleg. Das zeigte das Ergebnis vieler wunderschön gestalteter und ausgefallener Torten der Auszubildenden im dritten
Lehrjahr, die die Juroren vor eine schwierige Aufgabe stellten.
Zwölf Auszubildende hatten drei Stunden Zeit, um die schönste Torte zum Thema
Europa zu kreieren. Den Preis für die beste Torte bekam Wolfgang Bleckmann von
der Konditorei Peter Hegh. Für sein Kunstwerk hatte er die Zwei-Euro-Jubiläumsmünze zum zehnjährigen Bestehen des Euros als Vorlage gewählt.
Zwei Wochen zuvor hatten die Azubis das Thema erfahren und konnten ihre
Kreationen entwerfen und vorzeichnen. Das Grundgerüst der Torte durften sie
mitbringen. Verziert wurde diese allerdings erst im Wettbewerb.
Michael Müller ist
„Pokalsieger“ der Fleischer
D
er Große Ehrenpreis des Fleischerinnungsverbandes Nordrhein-Westfalen für die
beste Fleischwurst 2012 geht in diesem Jahr an
die Fleischerei Michael Müller in Hattingen.
Michael Müller, der 2004 die Fleischerei von
Die Preisträger des 3. Ausbildungsjahres (von links) 2. Platz Antje Schröder ,
1. Platz Wolfgang Bleckmann, 3. Platz Katrin Hilfer.
seinem Vater, Obermeister und Landesinnungsmeister Emil Gustav Müller, übernahm, ist damit
Jedes Jahr stellt der Fleischermeister seine
Wurst beim Qualitätswettbewerb den Prüfern
vor. „Das dient der eigenen Qualitätssicherung
und ist ein erfolgreiches Marketinginstrument“,
erklärt Michael Müller. Die Kunden wissen es
zu schätzen.
Die Ansprüche sind hoch: Am FleischwurstPokalwettbewerb dürfen nur fein zerkleinerte
Fleischwürste ohne stückige Einlagen im
Kunst- oder Naturdarm aus eigener Herstellung
teilnehmen.
4
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Fotos: Privat, Objektivpress, Sabine Strohmann, Joachim Hanisch
bereits zum dritten Mal „Pokalsieger“.
Splitter
Die Wiederkehr
der weichen Welle
Die Mode ist launisch – im besten Sinne des Wortes. Sie bringt immer
wieder mit neuen Farben und Formen frischen Wind in die Frisur. Damit
die Bochumer Hair-Stylisten immer auf dem neuesten Stand sind, lädt
der Bochumer Obermeister Edgar Pferner im Frühjahr und Herbst zur
Demonstration der neuen Frisurenmoden und Schnitttechniken.
Ü
ber 100 Friseure, Azubis und Betriebsinhaber sowie Gäste folgten
seinem Ruf in die Akademie des Handwerks Ruhr. Dort demonstrie-
ren junge Kolleginnen und Kollegen die neuesten modischen Schnitte für
Damen und Herren – quer durch Haarlängen und alle Altersgruppen.
Für einen natürlichen und fransigen Schnitt macht schon lange das
Messer der flinken Schere Konkurrenz. Nachdem Jahrzehnte die Dauerwelle out war, feiert sie so langsam
als leichte Umformung fürs lange
Haar ihr Comeback. Für besondere
Anlässe – wie Bälle oder auch
feierliche Abschlussfeiern – sind
Steckfrisuren heute sehr gefragt.
Neben diesem handwerklichen Teil
gab Edgar Pferner seinen Kollegen
auch noch Tipps für die Ausweitung
der Dienstleistung im Friseurhandwerk mit auf den Weg.
Das Messer zaubert
diesen fransigen Schnitt.
Obermeister Edgar Pferner erklärt die neue Schnitttechnik am Modell.
Der SHK-Nachwuchs hatte besonders viel Spaß
beim Ausmarsch der Maischützen.
SHK-Innung marschiert
unter blau-weißem Himmel
A
uch in diesem Jahr war das SHK-Handwerk mit
eigenem blau-weiß geschmückten Wagen beim Aus-
marsch der Maischützen dabei – gemeinsam mit den Familienangehörigen und jüngsten Vertretern.
Bei viel Sonnenschein marschierten und fuhren die
Mitglieder in bester Stimmung im Zug in Richtung
Bochumer Innenstadt, wo sie wieder gebührend
empfangen wurden. Am Ziel überreichte die SHK-Innung
Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz ein kleines
Präsent. Beim Treffen in der Innenstadt feierten die
Mitglieder den Ausklang des Tages bei Livemusik und
abschließendem Feuerwerk.
5
Splitter
Bochumer Tischler auf Tour
Spannende drei Tage verbrachte die
Bochumer Tischler-Innung in Franken.
N
eben der Besichtigung des Furnierwerks Kohl in Karstadt am
Main, einer Visite beim Holzbearbeitungsmaschinenhersteller
Weinig in Tauberbischofsheim und im Schulmuseum der Vereinigten
Schulmöbelwerke, war ein Besuch im „Weingut am Stein“ in Würzburg
ein Höhepunkt des Ausflugs. Zuvor hatten die Bochumer bereits die
Schnitz- und Bildhauerkunst von Tillmann Riemenschneider auf der
Festung Marienberg kennengelernt. In ungezwungener Athmosphäre
und fernab des beruflichen Alltags standen insbesondere das nähere
Kennenlernen und der Austausch unter Kollegen im Mittelpunkt
der Reise.
Konjunktur bleibt auf hohem Niveau
Positive Nachrichten konnten Kreishand-
Nach einer leichten Steigerung der Ge-
Optimistisch in die Zukunft
werksmeister Johann Philipps und sein
schäftslage um zwei Prozent gegenüber
Insgesamt konnten 81 Prozent der Hand-
Stellvertreter Frank Flörecke bei der Vor-
dem Frühjahr 2011 rechnen 86 Prozent
werksbetriebe ihre Umsätze stabilisieren
stellung des Konjunkturberichtes für das
der Unternehmen für das zweite Halbjahr
oder gar steigern. Der Vergleich zum Früh-
Frühjahr 2012 vermelden: „Die Konjunktur
2012 mit einem im Wesentlichen gleich­
jahr 2011, als 73 Prozent der Handwerker
im Ruhr-Handwerk hat sich auf hohem
bleibenden Geschäftsverlauf.
von gestiegenen oder gleich gebliebenen
Niveau stabilisiert.“
78 Prozent der befragten Betriebe geben
Umsätzen berichteten, zeigt sich eine
aktuell einen konstanten oder gestiegenen
deut­liche Verbesserung der Situation um
2 Prozent der Unternehmen bewerten
Auftragsbestand an. Das Ergebnis des
8 Prozentpunkte. Für das kommende Halb-
ihre Geschäftslage mit gut oder befrie­
Vorjahreszeitraums (Frühjahr 2011: 74 Pro-
jahr hoffen 80 Prozent der Unternehmen
digend. Auch in allen weiteren Konjunkturin-
zent) konnte nochmals gesteigert werden.
auf eine gleichbleibende oder sich sogar
dikatoren wurden positive Ergebnisse gemel-
Für die kommenden Monate allerdings
bessernde Entwicklung (Frühjahr 2011:
det. „Wenn auch die Entwicklung nicht mehr
gehen noch 82 Prozent der Unternehmen
85 Prozent).
so kraftvoll wie vor einem Jahr verläuft, so
(statt 90 Prozent in 2011) davon aus, dass
Von gleich gebliebenen oder leicht gestie­
blickt das Ruhr-Handwerk dennoch optimis-
sich ihr Auftragsbestand auf hohem Niveau
genen Verkaufspreisen für handwerkliche
tisch in die Zukunft“, ist Philipps mit dem
verfestigen wird.
Produkte und Leistungen sprechen im
Berichtszeitraum 89 Prozent der Befragten;
Ergebnis zufrieden.
Kreishandwerkerschaft Ruhr
–
–
–
–
über 5.770 Handwerksbetriebe
im Zuständigkeitsbereich der
Kreishandwerkerschaft Ruhr
mehr als 43.300 Beschäftigte
rund 4.380 Auszubildende über alle Lehrjahre hinweg
über 3,3 Mrd. Euro jährlicher Umsatz
Einzugsbereich: Bochum, Breckerfeld,
Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen,
Herdecke, Schwelm, Sprockhövel,
Wetter und Witten
Die Beschäftigungssituation bei den Hand-
ein Wert der sich im Vergleich zum Frühjahr
werksunternehmen im mittleren Ruhrgebiet
2011 (87 Prozent) ebenfalls verbessert hat.
ist Spiegelbild der guten Stimmung im Hand-
Optimismus spiegelt sich auch in der
werk. 85 Prozent der Betriebe geben an,
Zukunftsbetrachtung: 90 Prozent der Be-
dass die Zahl ihrer Mitarbeiter gleichgeblie-
fragten rechnen mit gleichbleibenden oder
ben (69 Prozent) oder aber gestiegen
leicht steigenden Preisen (Frühjahr 2011:
(16 Prozent) sei. Dies stellt im Vergleich
93 Prozent).
zum Frühjahr 2011 eine Verbesserung um
Die Investitionstätigkeit der Handwerksunter-
vier Prozentpunkte (81 Prozent) dar. Für
nehmen ist um 7 Prozentpunkte gestiegen,
das kommende Halbjahr gehen 93 Prozent
dennoch zeigt sich die Unternehmerschaft
der Unternehmen davon aus, dass sich ihre
eher zurückhaltend. Ingesamt berichten 80
Beschäftigungszahlen auf hohem Niveau
Prozent der Handwerksbetriebe von gestie-
verfestigen werden (Frühjahr 2011 ebenfalls
gener oder gleich gebliebener Investitions­
93 Prozent).
tätigkeit (Frühjahr 2011 77 Prozent).
6
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Fotos: Objektivpress
8
Splitter
Auszeichnungen
und Trophäen
E
rstmalig wurde ein Ausbildungs-Oscar von Volks­
wagen Service Deutschland verliehen, und zwar
an Uwe Gehrmann von der Autohaus Wicke GmbH in
Bochum-Linden.
Die Auszeichnung würdigt die herausragenden
Verdienste im Bereich der Nachwuchsförderung von
Uwe Gehrmann, der neben seiner GeschäftsstellenleiterTätigkeit auch noch Mitglied in verschiedenen Ehrenäm-
Uwe Gehrmann (r.) und Stefan Rams (2.v.l.) vom Lindener Autohaus Wicke haben sich für
1650 Euro zugunsten der Ostafrika-Hilfe des DRK bei einer A(u)ktion der Hattinger Zeitung
das signierte Trikot von Basketball-Weltstar Dirk Nowitzki gesichert.
tern rund um das Thema Ausbildung in der Kfz-Branche
ist. Bereits zweimal wurde dieses außergewöhnliche
Engagement mit dem Bundesbildungspreis belohnt.
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Zwei interessante Seminare bekommen
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Grundlagen Arbeitsrecht für die Praxis
Innungsmitglieder in der Akademie des
am 27. + 28.06. 2012 jeweils von 17:00
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7
Aktuell
Betonen die Bedeutung des Handwerks als tragende Säule in der Region: Johannes Motz, Geschäftsführer KH Ruhr, Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz,
Dr. Armin Brux, Landrat Ennepe-Ruhr-Kreises und Kreishandwerksmeister Johann Philipps (v.l.).
Ohne Handwerk geht es nicht
D
er Dialog und das Spinnen von Netzwer­
ken zwischen den einzelnen Innungen
und den beiden KHs stehen seit Jahren
im Vordergrund. Verschiedene Kompetenzen im
Bereich der Ausbildung wurden gemeinsam
gebündelt, zum Beispiel durch übergreifende
Prüfungsausschüsse und die überbetriebliche
Ausbildung einiger Gewerke in der Akademie
des Handwerks Ruhr. Mehrere Innungen arbei­
ten bezirksübergreifend und auch das Mitglieder­
magazin KH AKTUELL wird seit zwei Jahren
gemeinschaftlich herausgeben. So bereiteten sich
die Kreishandwerkerschaften Bochum und
Ennepe-Ruhr bereits seit 2009 intensiv auf die
Fusion vor, denn „jede Fusion ist ein individueller
Prozess – und wir wollten ziel- und zukunfts­
orientiert arbeiten“, sagte Kreishandwerksmeister
Philipps im Rückblick.
Am 29. Februar 2012 wurde der Zusammen­
schluss offiziell besiegelt. Kreishandwerks­
meister Philipps stellte klar, dass die Fusion
nicht aus der Not geboren sei: „Früher war es
wichtig, dass es um jeden Kirchturm eine
eigene Kreishandwerkerschaft gegeben hat“,
erinnert sich Philipps. Heute erwarten Mit­
glieder von ihrer Kreishandwerkerschaft
bestmögliche Betreuung zu niedrigen Kosten.
Deshalb war die Fusion ein freiwilliger Schritt
in die richtige Richtung – zur Modernisie­
rung, um noch leistungsfähiger und noch
stärker kundenorientiert zu sein. „Wir sind
Fotos: Tischler NRW
„Die Gemeinsamkeit ist und bleibt die Stärke des Handwerks!“ Mit diesen Worten eröffnete Kreishandwerksmeister Johann Philipps
den offiziellen Festakt zur Gründung der
Kreishandwerkerschaft Ruhr. Durch die
Fusion der Kreishandwerkerschaften Bochum
und Ennepe-Ruhr sei eine der bedeutendsten
Mittelstandsvereinigungen des Ruhrgebiets
entstanden, sagte Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz. Die neue KH Ruhr
repräsentiert 5.770 Handwerksbetriebe mit
43.300 Beschäftigten und 4.380 Auszubildenden und steht für einen Umsatz von
3,3 Milliarden Euro. Ein eindrucksvoller
Beleg für den Slogan: „Das Handwerk –
die Wirtschaftsmacht von nebenan.“
8
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Aktuell
Links: Angeregte Gespräche unter
Obermeistern beim Empfang der
KH Ruhr: Volker Platzmann, OM
Fleischer Bochum, diskutiert mit
seiner Schwester, der Bochumer
Bürgermeisterin Astrid Platzmann,
und Emil Müller, Landesinnungsmeister und OM Fleischer
Ennepe-Ruhr (v.l.).
Rechts: Engagieren sich nun
gemeinsam für das Handwerk:
die Vorstandsmitglieder der neuen
KH Ruhr Jörg Dehne, Udo Vaupel,
Ernst August Hackert und
Wolfgang Zimmermann (v.l.).
eine schlanke, starke und schlagfertige Hand­
werksorganisation“, sagte Johann Philipps.
Den Geist des Handwerks versprühen
Die KH Ruhr will zukünftig noch selbstbe­
wusster auftreten: „Ohne Handwerk geht es
nicht – das muss mehr ins Rampenlicht ge­
rückt werden und es muss sich mehr Gehör
bei Politikern, in der Verwaltung und in den
Kommunen verschaffen“, forderte der Kreis­
handwerksmeister. Auch die Vertretung in
Aufsichts­räten oder in Gerichtsbarkeiten ist
Philipps ein wichtiges Anliegen: „Der Geist
des Handwerks muss überall wirken“, fordert
der Kreishandwerksmeister. Eine Botschaft, die
die des Handwerks, denn sie seien oftmals
besser durch die Finanz- und Wirtschafts­krise gekommen als manch andere.
Zukunft in die Hand nehmen –
Perspektiven schaffen
Landrat Dr. Arnim Brux betonte die Bedeu­
tung der Kreishandwerkerschaft für die
Ausbildung: Auch im Ruhrgebiet stehe das
Handwerk längst nicht mehr im Schatten der
Industrie. Deshalb müsse eine handwerkliche
Die Gemeinsamkeit ist
und bleibt die Stärke
des Handwerks
Ausbildung in den Augen junger Leute
an Attraktivität gewinnen – ganz nach
dem Motto der Bildungsoffensive: „Nimm
deine Zukunft in die Hände!“ Die KH Ruhr
plant dafür schon die nächsten Schritte: Sie
will künftig mit den Nachbar-Kreishandwerk­
erschaften Hellweg und Dortmund sowie mit
der Handwerkskammer Dortmund eine Bil­
dungsgemeinschaft formen, um jungen Leuten
noch bessere Perspektive zu eröffnen.
Jana Thiemann
Fachgroßhandel für
elektrotechnische Erzeugnisse
GmbH & Co. KG
Kreishandwerksmeister Johann Philipps
Industriestraße 36 a
44894 Bochum
sicher auch bei den Abgeordneten des Bunde­s­
tages Christel Humme und Axel Schäfer, der
Landtagspräsidentin Carina Gödecke und
den Landtagsabgeordneten Thomas Eiskirch
und Prof. Dr. Rainer Bovermann ankam.
Telefon
Telefax
02 34/9 27 90-0
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Internet
gerhold@elektro-brisch.de
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Tragende Säule der Region –
auch in Krisenzeiten
Auch die Bochumer Oberbürgermeisterin
Dr. Ottilie Scholz und der Landrat des Enne­
pe-Ruhr-Kreises, Dr. Arnim Brux, betonten
immer wieder, dass das Handwerk die „tra­
gende Säule in der Region“ sei und maßgeb­
lich zum wirtschaftlichen Erfolg beitrage. Im
Gegensatz zu manchem rein profitorientierten
Großunternehmen sei das Handwerk ein
Partner, auf den man sich verlassen könne,
sagte Dr. Ottilie Scholz. Besonders in schwie­
rigen Zeiten brauche man starke Betriebe wie
Das Ladenlokal für das Elektrohandwerk
Grünstraße 89
58239 Schwerte
Internet
www.elektrowelt-schwerte.de
Member of
9
Neue Märkte
Ankündigung:
die 4. Ausbildungsmesse
Ennepe-Ruhr „Für die
Zukunft aus­bildEN“ findet
am 26. Oktober 2012
von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr
im Busdepot der VER
in Ennepetal statt.
Mehr Infos dazu in der
nächsten Ausgabe.
Viele Informationen erwarten die Besucher
auch auf der nächsten Berufsbildungsmesse.
„Was geht?“ auf Erfolgskurs
Deshalb ist diese Messe für Handwerksbetriebe eine gute
Möglichkeit, sich zu präsentieren und junge Menschen für sich zu
gewinnen – sei es zunächst für ein Praktikum oder gar für einen
Ausbildungsplatz.
Damit eine erfolgreiche Integration ins Berufsleben gelingen
kann, ist die richtige Berufswahl ein wichtiger Baustein.
H
ier hilft die Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet „Was
geht“ im RuhrCongress seit einigen Jahren weiter – mit
großem Erfolg. Mithilfe gezielter Informationen zu Anfor­
derungen, Dauer und Inhalten der einzelnen Ausbildungen oder
Studiengänge können Ideen für einen Traumjob geschaffen, oder
auch neue Perspektiven und Alternativen geboten werden.
Kreishandwerker­
schaft Ruhr,
„Was geht“, RuhrCongress Bochum
Handwerkskam­
www.bbm-was-geht.de
mer Dortmund
Mittwoch, 12. September 2012, 9 bis 16 Uhr,
und die Tischler-­
Donnerstag, 13. September 2012 , 9 bis 16 Uhr
Innung Bochum
Ansprechpartner: Thomas Teipel,
informieren an
Akademie des Handwerks Ruhr, Tel. 0234-3240-201,
einem gemeinsa­
Mail: t.teipel@handwerk-ruhr.de
men Stand über
die handwerk­
lichen Ausbildungsberufe. Beim gleichzeitig stattfindenden Berufs­
parcours liegt in diesem Jahr der Schwerpunkt beim Handwerk.
„Was geht?“ ist als Marktplatz für die Ausbildungs- und Studien­
möglichkeiten in der Region zu betrachten. In den vergangenen
Jahren besuchten durchschnittlich rund 13.500 Menschen die Messe
im RuhrCongress Bochum.
Unsere Küche bietet für Veranstaltungen ein umfangreiches, saisonales und
frisches Speisenangebot; jedes Menü
oder Buffet für Ihre Feier wird individuell nach Ihren Wünschen zusammengestellt.
NEU ab Juni 2012:
jeden Freitag Abend
BARBECUE
Auf der Handwerkermeile können die Schüler einzelne Handwerks­
berufe näher kennen­lernen und ihre handwerklichen Fingerfertigkei­
ten austesten. Folgende Innungen aus Bochum sind auf dem Parcour
vertreten: SHK, Elektro, Friseure, KFZ, Maler- und Lackierer und
Dachdecker.
„Wir präsentieren uns dort mit unseren Obermeistern, Lehrlingswar­
ten, Betriebsinhabern und Auszubildenden“, kündigt Thomas Teipel
von der Akademie des Handwerks Ruhr an. „Ein Hauptaugenmerk
für die zukünftige Arbeit der KH Ruhr und der Akademie wird in
der Nachwuchswerbung für das Handwerk liegen“, so KH-Geschäfts­
führer Johannes Motz.
Turmzimmer, Steinsaal, Rittersaal und
Scheune bieten den exclusiven Rahmen
für Ihre Feier von 8-400 Personen.
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KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Fotos: Joachim Haenisch, objektivpress
Termin: Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet
Neue Märkte
Heinrich Eichenauer: Arbeit hält jung !
Ein ungewöhnliches Dienstjubiläum feierte Heinrich Eichenauer am 1. April: Der Bochumer arbeitet seit 75 Jahren bei
der Malerfirma Gerhard Mohr.
I
n seinem 90. Lebensjahr stellt er seinen Erfahrungsschatz
noch Tag für Tag der Firma zur Verfügung. „Man kann die
Uhr danach stellen, wann er morgens kommt“, schmunzelt
Seniorchef Dr. Gerd-Bernd Mohr.
Als 14-Jähriger trat Heinrich Eichenauer seine Lehre bei Mohr an.
Nach Wehrdienst und russischer Gefangenschaft kehrte er in das
Unternehmen zurück und war dort bis zu seinem 65. Lebensjahr
in verantwortlicher Stelle tätig. Fast jedes Industrieunternehmen
in Bochum kannte er von innen und leitete dort Maler­arbeiten,
Korrosionsschutz- und Verglasungsarbeiten. Auch in Verwal­
tungen, Krankenhäusern und Siedlungsgesellschaften betreute
er die Aufträge der Firma Mohr. Seine besondere berufliche Liebe
gilt und galt den Malerarbeiten in Kirchen.
„Die Anbahnung und Pflege von Kundenkontakten war und ist
seine große Stärke“, betont Mohr. Zielstrebig und fleißig absol­
vierte Heinrich Eichenauer neben der Arbeit in Abend- und
Wochenendkursen die Meisterschule. Im Januar 1966 erhielt
er den Meisterbrief im Maler- und Lackiererhandwerk.
Ohne Arbeit geht es auch im Ruhestand nicht. „Wer seine Gedan­
ken nicht bewegt und nicht arbeitet, geht ein“, ist sein Motto. Je­
den Tag brauche er eine Zielsetzung, und der Wille müsse da sein,
um etwas erfolgreich zu Ende zu bringen. Deshalb arbeitet Hein­
rich Eichenauer als Freiberufler in seinem alten Beruf weiter: Das
hält jung. Privat engagierte sich der Bochumer Junge viele Jahre
im Vorstand des VfL Bochum. Bis heute ist er begeisterter Jäger.
BEI IHRER
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Gratulation für den Jubilar: Seniorchef Dr. Gerd-Bernd Mohr, Heinrich Eichenauer,
Juniorchef Christian Mohr und Wolfgang Zimmermann, Obermeister der Maler und
Lackierer-Innung Bochum.
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11
Neue Märkte
Jörg Rumberg und seine Frau Beate haben
sich in den letzten Jahren auf Bestattungen
spezialisiert. Klaus Dieter Albers (links),
Obermeister der Tischlerinnung, und KHGeschäftsführer Johannes Motz übergeben
die Urkunde zum 50-jährigen Bestehen des
Unternehmens.
Zeit für den Abschied erleichtert die Trauer
Floristin. Das gehe aber nur, wenn man sich von ihm richtig verab­
schieden kann, ist sie überzeugt. Deshalb ermöglicht sie mit ihrem
Mann, Bestatter-Meister Jörg Rumberg, den Lebenden einen würde­
vollen Abschied von dem Verstorbenen. „Bis zum Tag vor der Beer­
digung können die Angehörigen in einem unserer beiden Abschieds­
räume so viel Zeit am offenen Sarg verbringen wie sie möchten oder
brauchen“, sagt Beate Rumberg-Behrendts. Voraussetzung ist der
Versorgungsraum: Dort wird der Verstorbene gewaschen, gekleidet
und hergerichtet. Auch unter Beteiligung der Angehörigen. Großen
Wert legt die Bestatterin auf die richtige Kleidung: „Wenn Kinder
ihren Opa in seinem Lieblingsanzug sehen, den er noch kürzlich
auf einem schönen Familienfest trug, dann hilft das, den Tod mit
angenehmen Erinnerungen zu verbinden.“
Eine vor 50 Jahren als Tischlerei gegründete Firma präsentiert sich
heute als modernes und innovatives Bestattungsunternehmen.
P
ünktlich zum Jubiläum lud die Firma Rumberg in ihre neuen
Räume in Witten-Herbede ein, die so gar nicht trist und traurig
wirken. Lichtdurchflutet und in warmen, hellen Farben verraten
sie ein vergessenes, jetzt wiederbelebtes Bestattungs-Konzept: Und das
holt den Tod ins Leben zurück.
„Während früher die Verstorbenen für die Abschiedsnahme zu Hause
aufgebahrt wurden, die Kinder um den Sarg sprangen, Freunde und
Nachbarn kamen, ist der Tod in den letzten Jahrzehnten aus dem Leben
verschwunden“, erklärt Beate Rumberg-Behrendts. Das möchte die
Firma Rumberg wieder ändern. Nach umfangreichen Umbauten und
Erweiterungen ist das durch die Einrichtung von zwei Abschieds­
räumen, einer Trauerhalle und einem Versorgungsraum möglich.
Bestattungen Rumberg
Kattenjagd 37, 58456 Witten-Herbede, Telefon: 02302 97040, www.bestattungen-rumberg.de
„Das wichtigste für die Trauerbewältigung ist es, den Tod eines gelieb­
ten Menschen zu spüren und zuzulassen“, betont die Bestatterin und
ALLES, WAS HANDWERKER BRAUCHEN.
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12
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Fotos: Objektivpress, S. Strohmann
226,
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Neue Märkte
Immobilia
Fast jeder träumt von den eigenen
vier Wänden. Viele kamen auf der
Sparkassen-Immobilia 2012 diesem Ziel näher. 75 süße Rotznasen
aber bekamen ein Haus geschenkt.
M
ärchenschloss, Zauberer­
haus, Zwergenhütte – Ideen
für die Bespielung des
Musterhauses der 12. Immobilia hat
die ev. Kinder­tagesstätte Oberdahl­
hausen. Sandra Jansen hatte sich im
Namen der Elternschaft, Erzieher
und Kinder um das Spielhaus bewor­
ben, das der Nachwuchs der Zimme­
rer und Dachdecker gebaut hatte.
Während der Immobilia im April de­
monstrierten Dachdecker und das
SHK-Handwerk in und auf dem
Musterhaus neueste Technologien zum
Thema Energiesparen. Im Anschluss
wurde es als gemeinsame Spende der
Innungen, der Holzhandlung Hopp aus
Duisburg und der Sparkasse Bochum
auf der Kindergartenwiese an der
Gaußstraße aufgebaut.
Trends und Technik
Auf der Immobilia hatte SparkassenVorstandsmitglied Jürgen Hohmann
die Bedeutung der „größten Messe für
Bauen, Wohnen, Modernisieren und
Finanzieren in Bochum“ hervorgeho­
ben. Er dankte dem Handwerk für die
langjährige erfolgreiche Zusammenar­
beit. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie
Scholz betonte den hohen Nutzen für
alle Inter­essierten: „Neben einem Über­
blick über den Bochumer Immobilien­
markt finden Sie die neuesten Trends
und Techniken zu den Themen energe­
tisch oder barrierefrei bauen und um­
bauen auf einer Plattform anschaulich
präsentiert,“ lobte sie den hohen Infor­
mationswert der Immobilia.
Kreishandwerksmeister Johann Philipps
ergänzte die qualifizierte Beratung, die
das umfangreiche Angebot aller Partner
abrundet. Aus dem Handwerk standen
neun Innungen des Bau- und Ausbau­
gewerbes Interessierten zwei Tage lang
Rede und Antwort.
75 süße „Rotznasen“ überzeugten die Jury: Das Musterhaus der 12. Immobilia wurde einer Abordnung der ev. Kindertagesstätte
Oberdahlhausen übergeben. Links: Kreishandwerksmeister Johann Philipps und Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz.
Rechts: Sparkassen-Vorstandsmitglied Jürgen Hohmann und Sandra Jansen, Elternschaft des ev. Kindergartens Oberdahlhausen.
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13
Schwerpunkt
Personalmanagement:
Die neue Disziplin im
Wettbewerb um Fachkräfte
Das deutsche Handwerk ist wie kein anderer Wirtschafts­
bereich auf eine ausreichende Zahl hoch qualifizierter Fachkräfte angewiesen. Denn sie sind der Garant dafür, dass die
Unternehmen auch künftig mit einer vielgestaltigen, hochwertigen Angebotspalette im Markt bestehen können. Wachsende
Engpässe zeichnen sich jedoch schon seit einigen Jahren ab.
Und bereits heute ist absehbar: Die Herausforderungen der
kommenden Jahrzehnte wird das Handwerk nur mit einem
konsequenten Personalmanagement bewältigen können.
L
aut aktuellem Berufsbildungsbericht
der Bundesregierung ist die Zahl der
nichtstudienberechtigten Schulabgän­
gerinnen und Schulabgänger – Hauptklientel
der dualen Berufsausbildung – seit 2005 im
Bundesgebiet um mehr als 154.000 zurück
gegangen. Die Zahl der unbesetzten Berufs­
ausbildungsstellen lag in den alten Bundes­
ländern im September 2011 um 54 Prozent
über dem Vorjahresniveau. Umso mehr wächst
auch im Handwerk des Reviers die Sorge, ob
und wie sich der Mitarbeiterbedarf in den
kommenden Jahrzehnten decken lässt. Denn
nicht nur Unternehmen, sondern ganze
Regionen werden um junge Talente und
erfahrene Köpfe wetteifern.
Künftig deutlich weniger
Erwerbstätige mit
abgeschlossener
Berufsausbildung
Das Fachkräftedefizit wird jedoch
nicht nur wegen rückläufiger Schul­
abgängerzahlen wachsen. Hinzu
kommt: ein großer Teil der berufs­
14
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Fotos: Kurhan/fotolia.com
Bereits im Jahr 2009 verwies eine ge­
meinsame Studie des Instituts Arbeit
und Technik (IAT) der Fachhoch­
schule Gelsenkirchen und der RuhrUniversität Bochum auf Nach­
wuchsprobleme des Handwerks
im nördlichen Ruhrgebiet:
35 Prozent der befragten
Unternehmen meldeten
Probleme bei der Findung
geeigneter Bewerber/innen
mit Hauptschulabschluss.
52 Prozent hatten Schwierig­
keiten bei der Suche nach Real­
schulabsolventen und Abiturienten.
Und: sogar Handwerksbranchen, „die
als besonders attraktiv gelten, wie z. B.
das Metall- und Elektrogewerbe, hatten
Probleme bei der Rekrutierung“.
Schwerpunkt
erfahrenen, qualifizierten Mitarbeiter aus der
deutschen Wirtschaft geht in Rente. Laut
aktuellem Report des Bundesinstituts für
Berufliche Bildung (BIBB) werden im
Zeitraum 2010 bis 2030 rund 19 Millionen
Erwerbspersonen den Arbeitsmarkt aus Alters­
gründen verlassen, aber nur rund 15,5 Mil­
lionen neu hineinkommen. Besonders alarm­
ierend für das Handwerk ist die Entwicklung
in der so genannten mittleren Qualifikation­
sebene: Der Rückgang beträgt bei Erwerb­
spersonen mit einer abgeschlossenen Beruf­
sausbildung 19,3 Prozent und bei
Fachschulabsolventen, Meistern und
Technikern 9,3 Prozent.
Die Attraktivität des Arbeitsplatzes
wird zum Wettbewerbsfaktor
Der empfindliche Rückgang bei den Erwerb­
stätigen mit abgeschlossener Berufsausbildung
wird den Wettbewerb um qualifiziertes Person­
al anheizen. Künftig wird es nicht nur darum
gehen, freie Stellen zu besetzen, sondern auch
darum, Fachkräfte dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Deshalb verstärken viele
Industrieunternehmen seit geraumer Zeit ihre
Bemühungen, die Zufriedenheit ihrer Mit­
arbeiterinnen und Mitarbeiter durch eine at­
traktive Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestal­
tung, Weiter­bildungsmaßnahmen, materielle
Anreize, Gesundheitsmanagement, Hilfen bei
der Wohnungssuche und ähnliche Anreize zu
fördern. Oder sie richten Betriebskindergärten
ein, um Frauen die Vereinbarkeit von Beruf
und Familie zu erleichtern. Auch das Hand­
werk ergreift zunehmend Maßnahmen zur
Fachkräftesicherung, wie eine 2011 veröffent­
lichte Sonderumfrage des Zentralverbandes
des Deutschen Handwerks (ZDH) belegt:
Anwerbung ausländischer Fachkräfte ver­
gleichsweise wenig genannt.
Neue Ansätze zur strategischen
Fachkräftesicherung in der
Emscher-Lippe-Region
Das nördliche Ruhrgebiet hebt sich durch be­
sondere Strukturmerkmale von anderen Re­
gionen des Landes ab und erfordert deshalb
ganz spezielle Maßnahmen. In einem gemeinsa­
men Strategiepapier haben der Kreis Reckling­
hausen, die Städte Bottrop und Gelsenkirchen,
die Handwerkskammer Münster, die Industrieund Handelskammer Nord-Westfalen, der
Deutsche Gewerkschaftsbund Region EmscherLippe, die Arbeitsagenturen Gelsenkirchen und
Recklinghausen und die WIN Emscher-Lippe
diese Strukturmerkmale analysiert und einen
Handlungsplan zur Fachkräftesicherung erarbeitet.
Auch in der Zeitarbeitsbranche
werden Fachkräfte knapp
Der wachsende Mangel an Fachkräften ist auch für die Zeitarbeitsfirmen in Deutschland
eine Herausforderung. Wie die Branche darauf reagiert, erläutert der Hauptgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), Werner Stolz:
Werner Stolz,
Hauptgeschäftsführer IGZ
„Der iGZ hat mehrere Projekte initiiert, damit die Mitgliedsunternehmen auf die sich ändernden Ansprüche reagieren können. Mit
den DGB-Gewerkschaften wurde im Tarifvertrag eine Qualifizierungs- und Weiterbildungsklausel verabschiedet. In diesem Zusammenhang wurde eine Projektgruppe gegründet, die mittlerweile
einen Kompetenzpass für alle Zeitarbeitnehmer entwickelt hat.
Mithilfe dieses Kompetenzpasses können die Zeitarbeitnehmer ihre
Qualifikationen nachweisen. Die Zeitarbeitsunternehmen werden
durch die Dokumentation zudem motiviert, ihre Mitarbeiter
vermehrt zu Weiterbildungsmaßnahmen zu schicken. Den
Kundenunternehmen werden dadurch die Qualifikation des
Zeitarbeit­nehmers sowie die Aktivitäten und das Engagement
der Zeitarbeitsfirma transparent gemacht.“
G
erade von Handwerksbetrieben werde schnelles Handeln,
gepaart mit einem hohen Maß an Flexibilität und fach­
licher Kompetenz, erwartet. Bei den rund 2.500 iGZ-Mitgliedern, die größtenteils Mittel-
An der Spitze lag dabei mit deutlich über 50
Prozent der Nennungen die Verstärkung der
Aus- und Weiterbildung, gefolgt von einer
Anpassung der Arbeitszeiten, auch in Form
der Flexibilisierung. Eine zunehmend wich­
tige Rolle spielten auch familienfreundliche
Maßnahmen und die längere Beschäftigung
älterer Arbeitnehmer. Und immerhin 17,4
Prozent der Unternehmen nannten den Ein­
satz von Zeitarbeitskräften und die
Inanspruchnahme von „Kollegenhilfe“.
Hingegen wurden überregionale Stellen­
ausschreibungen, die verstärkte Einstellung
bzw. Ausbildung von Migranten oder die
standsunternehmen seien, betrage der Anteil z. B. an Elektrikern 6,3 Prozent, an Technischen Berufen 6 Prozent, an Verwaltungs- und Büroberufen 6,6 Prozent. „Aber“, so fügt
Stolz hinzu, „wenn sie in den Handwerksbetrieben fehlen, dann werden sie natürlich auch
in der Zeitarbeitsbranche knapp“.
Die Übernahmerate bei Fachkräften steigt. So werden laut Stolz etwa in der Elektrobranche
überwiegend Arbeitnehmer mit einer abgeschlossenen Ausbildung gesucht. Daraus ergebe
sich auch ein ‚Klebeeffekt‘: Die Übernahmerate liege derzeit bei rund 35 Prozent. Von 100
Elektrikern kämen nur 65 zurück – der Rest bleibe in der Kundenfirma. Bei IT-Fachleuten liege
die Übernahmequote sogar bei 70 bis 80 Prozent, „ebenso bei hochqualifizierten Schweißern,
die etwa ohne Naht schweißen können – um diese Arbeitnehmer herrscht ein regelrechter
Wettbewerb unter den Arbeitgebern.“ Konsequenz für die iGZ-Mitgliedsunternehmen:
„Firmen suchen intensiv solche Mitarbeiter, und sobald diese ein paar Wochen irgendwo
bleiben, sind sie weg. Als Hilfe gegen Fachkräftemangel hat sich die Zeitarbeit bewährt.“
15
Einige wichtige Ergebnisse:
Der Anteil der jungen Bevölkerung im Alter
von 15 bis 20 Jahren wird in den kommenden
acht Jahren um fast ein Viertel zurückgehen.
Deshalb kommt es darauf an, dass möglichst
viele Schulabgänger die Schulen ausbildungs­
reif verlassen und ins Arbeitsleben integriert
werden.
Die Fachkräftesicherung im Bereich der
Altersgruppe 50+ wird immer wichtiger.
Denn dies ist die einzige Altersgruppe im
erwerbsfähigen Alter, die auf absehbare Zeit
noch Zuwächse verbuchen kann.
Die Fachkräftesicherung in der Region bedarf
auch der Einbeziehung derjenigen, die bisher
seltener erwerbstätig sind. Die Region weist
die niedrigste Beschäftigungsquote in NRW
aus, sowohl allgemein als auch bei Frauen,
Älteren sowie Migranten. Dieses Potenzial
könnte genutzt werden.
Aber: von mehr als 57.280 SGB II-Empfän­
gerinnen und Empfängern (Stand Januar
2012) in den Jobcentern Bottrop, Gelsen­
kirchen und dem Kreis Recklinghausen haben
nur 923 „Marktprofil“, d. h. große Chancen,
innerhalb von sechs Monaten wieder in den
Arbeitsmarkt integriert zu werden. Über
44.600 hingegen, also fast 78 Prozent, gelten
als „marktferne Gruppen“, haben also beson­
deren Entwicklungs-, Stabilisierungs- und
Unterstützungsbedarf.
Das Handwerk muss mit seinen
Stärken punkten
Um bei den beiden letztgenannten Gruppen
verstärkt Erfolge zu erzielen, kulturelle und
sprachliche Barrieren abzubauen, bedarf es vor
allem geeigneter schul-, bildungs- und arbeits­
marktpolitischer Maßnahmen. Auch Vorbilder
von Persönlichkeiten – Männern wie Frauen –,
die es geschafft haben, sich aus schwierigen Ver­
hältnissen hochzuarbeiten und im Handwerk
Karriere zu machen, können Anreize setzen.
Der Recklinghauser Kreishandwerksmeister
Heinrich Kinzler ist zudem überzeugt, dass sich
das Handwerk auch für unkonventionelle Wege
stark machen muss: „Warum soll man nicht ei­
nem Ausbildungs­abbrecher, der seinen Fehler
eingesehen hat, eine zweite Chance geben?
Warum sollen nicht Mitarbeiter auf dem Bau,
die nie eine Gesellenprüfung absolviert, aber
dafür als Hilfsarbeiter Erfahrung gesammelt
haben, die Möglichkeit erhalten, die Prüfung
nachzuholen? Sie könnten doch ergänzende
Kurse in Kooperation mit der Agentur für
Arbeit und den Berufsschulen absolvieren.“
Um jedoch im Wettbewerb um qualifiziertes
Personal zu punkten, wird es für das Handwerk
mehr denn je darauf ankommen, seine beson­
deren Stärken deutlich herauszustreichen. Zu
diesen Stärken zählen insbesondere die über­
schaubaren Betriebseinheiten mit einem oft
familiären, von hohem Teamgeist geprägten
16
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Da immer mehr jungen Paaren die Vereinbar­
keit von Familie und Beruf wichtig ist, muss
das Handwerk seine besonderen Chancen in
diesem Bereich noch stärker nutzen. Eine
Familienfreundlichkeit
ist ein Erfolgsfaktor
für das Handwerk
von der Prognos-AG im Auftrag des Bundes­
familienministeriums und des ZDH durchge­
führte Untersuchung zum Thema „Familien­
freundliche Maßnahmen im Handwerk“
kommt zu dem Schluss:
„Familienfreundlichkeit ist ein Erfolgsfaktor
für das Handwerk. Es zeigt sich deutlich, dass
Handwerksbetriebe mehr von familienfreun­
dlichen Maßnahmen profitieren, als sie dafür
aufwenden müssen. Der Nutzen für Hand­
werksbetriebe besteht dabei vor allem
- in der langfristigen Bindung wertvoller
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den
Betrieb,
- der Vermeidung des Ausscheidens qualifi­
zierter Beschäftigter, denen Familie und
Beruf nicht vereinbar erscheinen, wobei
der Aufwand und die Kosten für die
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Fotos: kkgas/istockphoto.com, Philipps/Objektivpress
So wird das Handwerk auch für Hochschulabgänger interessant: Die Firma Philipps GmbH & Co. KG verleiht seit
1996 gemeinsam mit der Hochschule Bochum einen „Transferpreis Handwerk“ für Bachelor- und Masterarbeiten,
die herausragenden Praxisbezug aufweisen oder eine besonders gelungene Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Unternehmen darstellen (v.r.: Geschäftsführerin Christina Philipps, Preisstifter Johann Philipps,
Prof. Susanne Stark, Preisträgerin Jeannette Arnoldi, Preisträgerin Nora Voß und Präsident der Hochschule
Bochum Prof. Martin Sternberg).
Betriebsklima; die Eigenständigkeit, mit der
handwerkliche Fachkräfte in der Kunden­
beratung, im Service, auf den Bau­stellen, in
den Werkstätten und Ateliers ihre Arbeit aus­
führen; die vielfältigen Möglichkeiten der Fortund Weiterbildung, insbesondere auch die
wachsende Durchlässigkeit der handwerklichen
Berufsausbildung für weiterführende Studien­
gänge; die hohe Bereitschaft des Handwerks,
seine Mitarbeiter auch in wirtschaftlich schwie­
rigen Zeiten zu halten; und die Familienfreund­
lichkeit der Handwerksunternehmen. So
forderte die Bundesvorsitzende der Unternehm­
erfrauen im Handwerk (UfH), Heidi Kluth, auf
dem Bundeskongress des Verbandes 2010 in
Saarbrücken die Unternehmerfrauen auf, diese
Stärken in die Öffentlichkeit zu tragen und
verwies auf eine Studie des Ludwig-FröhlerInstituts, nach der knapp 15 Prozent der Mit­
arbeiter in Handwerksbetrieben Familienange­
hörige sind und der Anteil der weiblichen
mitarbeitenden Lebenspartner sogar bei
90 Prozent liegt.
Schwerpunkt
-
-
-
-
­ nwerbung, Nachschulung und Einarbei­
A
tung neuer Arbeitskräfte eingespart wird,
der Erhöhung der Motivation und Zufrie­
denheit und der Reduzierung der Stressb­
elastung der Beschäftigten, was sich un­
mittelbar in der Qualität der Arbeit
niederschlägt und Reklamationen der
Kunden vermeidet,
der höheren Attraktivität auf dem regio­
nalen Arbeitsmarkt und damit der
Chance, leichter qualifizierte Arbeitskräfte
zu gewinnen,
der Erhöhung der Bereitschaft bei den Be­
schäftigten, wenn nötig flexibel für den
Betrieb zur Verfügung zu stehen,
einem positiven Image im lokalen Um­
feld, aus dem viele Kunden stammen.“
Mitarbeiter über 50 Jahre alt – weniger als
im Bundesdurchschnitt aller Beschäftig­
ten. Eine mögliche Ursache sah das Insti­
tut in der körperlichen Belastung, die in
manchen Gewerken eine Beschäftigung
bis ins hohe Alter ausschließt.
- Und: Politische Förderinstrumente zur
Beschäftigung älterer Arbeitnehmer (z. B.
finanzielle Leistungen im Rahmen der Al­
tersteilzeit, die erleichterte befristete Bes­
chäftigung älterer Arbeitnehmer etc.)
wurden kaum genutzt. Als Gründe wur­
den fehlende Transparenz und ein hoher
bürokratischer Aufwand genannt.
Diese Probleme lassen sich lösen. Und die
­längere Beschäftigung älterer Mitarbeiter
trägt nicht nur zur Schließung der Fach­
kräftelücke bei, sondern erschließt dem
Handwerk auch zusätzliche Marktchancen.
Denn ältere Arbeitskräfte verfügen über be­
sondere Kompetenzen und Erfahrungen in
der Beratung der wachsenden und damit auch
für das Handwerk immer wichtigeren Ziel­
gruppe der Senioren.
Agnete Geißdörfer
Beschäftigung älterer Arbeitnehmer
Ältere Mitarbeiter stehen bei den meisten
Handwerksbetrieben hoch im Kurs, wie eine
Untersuchung des Ludwig-Fröhler-Instituts
aus dem Jahr 2008 belegt. Danach
- waren 62 Prozent der befragten Hand­
werksunternehmen der Ansicht, dass äl­
tere Arbeitnehmer höhere fachliche Kom­
petenzen haben als jüngere. Sie rechnen
ihnen aber auch Eigenschaften wie Zuver­
lässigkeit, Pflichtbewusstsein und Gewis­
senhaftigkeit zu.
- gaben zwei Drittel an, dass die Älteren das
Betriebsklima bereichern. Und sogar 68
Prozent wollten versuchen, ältere Arbeit­
nehmer so lange wie möglich im Betrieb
zu halten. Aber: nur knapp ein Viertel erg­
riffen hierfür gezielte Maßnahmen wie die
Verminderung körperlicher Belastungen
oder die Verlagerung der Tätigkeit auf an­
dere Schwerpunkte. Dabei wäre dies wich­
tig, denn im Handwerk waren zum Um­
fragezeitpunkt knapp 26 Prozent der
Ältere Arbeitnehmer besitzen Erfahrung
und bereichern das Betriebsklima.
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¹
17
Innungen
Zwischen Handwerk und Medizin
Wer ans Handwerk denkt, dem fallen wohl nicht zuerst Kompressionsstrümpfe, Prothesen und Orthesen
ein. Doch genau die sind sein Handwerk. Helmut
Röper ist Obermeister der Innung für Orthopädie­
technik für den Regierungsbezirk Arnsberg. Eine
kleine, aber bislang recht krisensichere Branche.
Doch auch auf sie warten Herausforderungen.
B
ereits in der zweiten Generation führt Helmut Röper das Sanitätshaus Röper
im sauerländischen Menden. Das 1955 gegründete Familienunternehmen
übernahm er 1992 von seinem Vater. 14 Mitarbeiter arbeiten in dem Betrieb,
der die gesamte Bandbreite medizinisch-technischer Hilfsmittel abdeckt: von
Bandagen, Korsetts bis hin zu speziellen Rollstühlen und Krankenbetten.
Neben seiner handwerklichen Tätigkeit ist Röper als Obermeister der Innung
dafür zuständig, Leistungen und Preise mit den Krankenkassen zu verhandeln –
stellvertretend für die 62 Mitgliedsbetriebe der Fachinnung Orthopädietechnik.
Ein Beruf, der einfach Freude macht
Die Branche gilt bisher als recht krisensicher – und beliebt beim Nachwuchs: „Wir
haben immer mehr Anfragen auf Stellen, als wir Plätze zu vergeben haben“, so
Helmut Röper. Für ihn kein Wunder. Schließlich handele es sich um einen Beruf,
„der einfach Freude macht“, und das Männern und Frauen gleichermaßen. Dabei
sind die Erwartungen an potenzielle Bewerber durchaus nicht gering. Die Ausbil­
dungszeit beträgt dreieinhalb Jahre und erfolgt im dualen Ausbildungssystem.
Ein Abitur sei zwar keine Pflicht, aber gerne gesehen, erklärt Röper. „Die Azubis
müssen sich auch schon mal mit Ärzten unterhalten und auch die lateinischen
Fachausdrücke verstehen.“ Fast noch wichtiger sei aber Sozialkompetenz, denn
die meiste Zeit arbeite man direkt mit den Patienten.
Obermeister Helmut Röper in seinem Element:
bei der Arbeit direkt am Patienten.
Ob auch zukünftig immer genügend Nachwuch da sein wird, ist ungewiss. Denn
der Bedarf an orthopädischen Produkten wird durch den demografischen Wandel
in den nächsten 10 bis 15 Jahren vermutlich wachsen, während es immer weniger
Schulabgänger gibt. „Dann könnte es eng werden“, fürchtet auch Röper und sieht
noch ein weiteres Problem: „Da die Kassen immer mehr Leistungen streichen, um
Geld zu sparen, werden wir zukünftig ein Problem haben, unsere Mitarbeiter ver­
nünftig zu bezahlen.“ Genau dies sei aber notwendig, wenn der Beruf des Ortho­
pädietechnikers auch in Zeiten des Fachkräftemangels noch attraktiv bleiben soll. jjs
Kontakt: Helmut Röper
Neumarkt 7a, 58706 Menden, Telefon: (0 23 73) 15 66 6
Staffel Group
Finanzen
Vermögen
Handwerker-Konzepte
Fotos: Jürgen Appelhans
Assekuranz
18
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Innungen
Mehr als ein schöner Anstrich
Bedeutung gewinnen. Die ohnehin schon vielfältige Angebotspalette, die
Fachbetriebe unseres Gewerks bieten, wird damit noch umfang­reicher“,
erklärt Obermeister Dirk Ständeke.
In Zeiten stetig steigender Energiepreise ist das Thema Energie­
einsparung durch Wärmedämmung stets aktuell. Schmuckvolle
Fassaden, eine individuelle Raumgestaltung und kreative Malertechniken sind daher längst nicht mehr alle Leistungen, die Kunden von ihrem Maler- und Lackiererunternehmen erwarten – viele
der insgesamt 58 Betriebe der Maler- und Lackiererinnung EnnepeRuhr haben bereits entsprechend auf diese Entwicklung reagiert.
Aus diesem Grund wird eine qualitativ hochwertige und breit gefächer­
te Ausbildung für das Maler- und Lackierer-Gewerbe zukünftig noch
wichtiger: „Das Malerhandwerk ist enorm vielseitig. Darum ist es nicht
immer einfach, qualifizierte Nachwuchskräfte zu finden, die nicht nur
die fachlichen Voraussetzungen für den Job erfüllen, sondern auch die
nötige Sozialkompetenz besitzen. Diese Erfahrung macht auch die
Mehrzahl der anderen Innungsbetriebe immer wieder. Darum wird die
Suche nach geeigneten Nachwuchskräften und der Qualitätsstandard
ihrer Ausbildung in Zukunft für das gesamte Maler- und Lackierer­
handwerk noch stärker in den Mittelpunkt rücken. Dies ist eine
Herausforderung, der wir uns alle gemeinsam stellen werden“, sagt
Dirk Ständeke. Julia Müller
A
uch Dirk Ständeke, Obermeister der Maler- und Lackierer­innung
Ennepe-Ruhr und Inhaber des Malergeschäfts Voosen in Schwelm,
hat den Trend zum energieeffizienten Wohnen früh erkannt und
sich 2002 zum Energieberater im Malerhandwerk weiterbilden lassen.
Fachkompetenz, Kundenfreundlichkeit und Arbeitsqualität bestimmen
seit 38 Jahren die Unternehmensphilosophie des Malergeschäfts Voosen:
„Diese Qualitäten bilden auch noch heute die Basis für unser Unterneh­
men. Die Wünsche der Kunden an das Maler- und Lackiererhandwerk
haben sich in den vergangenen Jahren jedoch verändert. Dies hören wir
auch von anderen Mitgliedsfirmen unserer Innung: Neben den vielfältigen
Innen- und Außenarbeiten hat das Thema Energieeffizienz entschieden an
Bedeutung gewonnen. Auf eine fachgerechte Wärmedämmung wird daher
vermehrt Wert gelegt – doch diese erfordert in der Praxis viel fachliches
Know-How“, sagt Obermeister Dirk Ständeke.
Kontakt: Dirk Ständeke
Barmer Str. 5, 58332 Schwelm,Tel.: 02336 10313
Eine Technik, die sich in diesem Bereich besonders etabliert hat, ist
die Wärmedämmung im Verbundsystem (WDVS). Eine zuverlässige
Orientierungshilfe in punkto Qualitätsstandard bietet Kunden das
RAL Gütesiegel. Mit dem Siegel ausgezeichnete Fachbetriebe müssen
ihre Leistungsfähigkeit in Sachen WDVS kontinuierlich unter Beweis
stellen. Hierfür braucht es vor allem qualifizierte Fachkräfte, die sich
mit der Planung und Produktauswahl auskennen und die Arbeiten
auch handwerklich perfekt ausführen können: „Aus diesem Grund
werden Aus- und Fortbildungen auf dem Gebiet der Wärmedämmung
und im Bereich des energieeffizienten Wohnens allgemein zunehmend an
Obermeister Dirk Ständeke bei der Arbeit.
19
Marktplatz
Geberit DuoFresh bringt
Moderne Beschaffung
frischen Wind ins Badezimmer für das Handwerk
Mit Geberit DuoFresh gibt es eine kostengünstige Frische- und
„Alles, was Handwerker brauchen. So, wie es Handwerker brauchen“,
Hygienelösung für Bad und WC, die unerwünschte Gerüche im
verspricht das Beschaffungsportal www.neueswerkzeug.de, das
Handumdrehen beseitigt.
nun in Dortmund auch ein Handwerker-Fachcenter eröffnet hat.
Hinter der Sigma40
Betätigungsplatte verbirgt sich platz­sparend
und unauffällig die
Lüftungs- und Steuer­
einheit.
In Kombination mit einem Reinigungswürfel sorgt Geberit DuoFresh
In dem neuen Fachcenter im Dortmunder Industriegebiet Wambel
zusätzlich für Frische. Ohne Außenluftanschluss saugt es Gerüche
finden Handwerker rund 2.000 Profi-Werkzeuge von Markenher­
genau dort ab, wo sie entstehen: in der Sanitärkeramik. Die Luft
stellern wie Makita, DeWalt, Milwaukee, Knipex, Wera und vielen
im Bad bleibt jederzeit frisch, und die Fenster können im Winter
mehr.
geschlossen bleiben. Kernstück des innovativen Moduls ist eine
Absaugeinheit, die sich platzsparend und unauffällig hinter einer
Das Sortiment reicht von Werkstattbedarf, Arbeitsschutz, Messtech-
Geberit Sigma40 Betätigungsplatte mit Anti-Fingerprint-Beschichtung
nik, Elektro-, Hand- und Fliesenwerkzeugen über Verbrauchsproduk-
verbirgt. Ein Aktivkohlefilter hält Gerüche zuverlässig zurück, nichts
te wie Putztücher und Monatekleber bis hin zur Berufsbekleidung –
als frische Luft wird über Öffnungen rund um die Betätigungsplatte
auf Wunsch auch mit dem Firmenlogo.
zurück in den Raum geleitet. Bedient wird die Geruchsabsaugung über
Geschäftsführer Jörg Kluth freut sich besonders über den Fachbeirat,
eine Taste am Rand der Platte, nach zehn Minuten schaltet sich der
der in Kooperation mit Handwerkern aus den verschiedenen Gewer-
Motor von selbst wieder aus. Zusätzlich ist ein Einwurfschacht für
ken entstanden ist. „Die Mitglieder werden dabei stetig in die Auswahl
Reinigungswürfel integriert.
und Erweiterung des Produkt- und Herstellersortiments miteinbezogen. Ziel ist es, mit diesem Dialog zwischen neueswerkzeug.de und
den Handwerkern ein fachgerechtes Sortiment für die einzelnen
Gewerke aufzubauen und zu erweitern.“
neueswerkzeug.de bietet den Handwerkern die notwendige Flexibilität
beim Bestellen der hochwertigen Werkzeuge und Maschinen. Die
Lieferungen ohne Mindestrechnungswert erfolgen innerhalb von
24 Stunden und ab einem Netto-Warenwert von 100 Euro versand­
kostenfrei – bei Bedarf sogar direkt zur Baustelle.
Wer den persönlichen Kontakt bevorzugt, ist im Ladenlokal herzlich
willkommen. Für kompetente Beratung sowie die Bestellaufnahme
steht Hans-Joachim Plotke zur Verfügung.
Natürlich können Werkzeuge aber auch bequem von zu Hause, dem
gekauft werden. Hier finden die Handwerker über 10.000 Artikel im
eigenen Zentrallager.
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20
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Fotos: Privat, MEWA, Wollschläger
Büro oder von unterwegs im Onlineshop www.neueswerkzeug.de
Marktplatz
Mieten statt kaufen: Mit
neuen Ideen in die Zukunft
Mitarbeiter sommerlich
einkleiden
Vom Händler für klassische Eisenwaren zum internationalen
Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, werden Latzhose und
Beschaffungsdienstleister und Systemanbieter in der Material­
Bundjacke gern gegen kurze Hosen und T-Shirts eingetauscht. Dafür
wirtschaft: Seit Gründung der Erstniederlassung 1937 in Danzig
bietet der Berufsbekleidungshersteller MEWA nun eine Lösung.
ist die Wollschläger GmbH &
Co. KG stetig gewachsen.
2012 feiert das Bochumer Fachhandelsunternehmen sein
75-jähriges Bestehen und startet
im Jubiläumsjahr mit einer
neuen Strategie in die Zukunft.
1946 gründete Heinz Wollschläger die Firma Wollschläger in
Herne – 11 Jahre nachdem er
in Danzig mit dem Verkauf von
Eisenwaren begonnen hatte.
Das Familienunternehmen in
dritter Generation feiert seinen
75. Geburtstag: Geschäftsführer
Frank Wollschläger mit seiner
Frau Brigitte und seinem Sohn
Carsten.
Mewa bietet Berufskleidung für alle Fälle.
Seine erste Niederlassung in
Bochum eröffnete Heinz Woll-
Im Sortmiment sind Bermuda-Shorts, ¾-Hosen und ärmellose Westen
schläger im Jahr 1959. 16 Jahre
in unterschiedlichen Farben und Farbkombinationen. Praktisch sind
später übernimmt sein Sohn
Cargo-, Doppelzollstock- sowie Seitentaschen mit schrägen Eingriffen
Frank den Betrieb mit 25 Mitarbeitern. In den folgenden Jahren baut
mit viel Platz für Werkzeug. T-Shirts und Polohemden gibt es in einem
er insbesondere die Sparten Schweiß- und Schneidtechnik weiter aus
breiten Farbspektrum – passend zu jeder Firmenfarbe und jedem
und gründet Mitte der 1990er-Jahre das Universal-Schleifzentrum in
Firmenlogo. Hosen wie Oberteile sind aus tragefreundlichen Materia­
Bochum. Seit 2009 gehört Wollschläger nach dem Bau eines neuen
lien gefertigt, in denen man jede Hitzwelle angenehmer übersteht.
Schleifzentrums zu den größten Schleifereien der Branche. Dort
arbeitet das Unternehmen Werkzeuge auf oder fertigt Sonderwerk-
Unverzichtbar in einem heißen Sommer ist der regelmäßige Klei-
zeuge nach Kundenwunsch.
dungswechsel. Für garantiert sauberen Nachschub sorgt das MEWA
Full-Service-System. Im vertraglich vereinbarten Rhythmus wird die
Ein sichtbares Zeichen des Unternehmenserfolgs ist der Neubau der
getragene Berufskleidung abgeholt, gewaschen, auf Qualität kontrol-
Firmenzentrale, die die Verwaltung und ein großes Logistik- und
liert und sauber wieder angeliefert – auf Wunsch bis ins Schrankfach.
Lagerzentrum an einem Standort bündelt. Im Herbst 2013 zieht
Wollschläger in die Bochumer Carolinenglückstraße um. Im Jubi­
MEWA stattet Handwerker mit praktischer und passender Kleidung
läumsjahr perfektioniert Wollschläger seinen Mietservice: Kunden
aus. Dabei wird die Kleidung im Full-Service (inkl Pflege der Textilien)
erhalten nun alles aus einer Hand – von der Lieferung über Anwen-
angeboten.
derschulungen bis zum Reparatur- und Wartungsdienst. Und das
rund um die Uhr. Der Beschaffungsdienstleister stellt auch komplette
Werkzeugsortimente für Baustellen zusammen. Die monatliche Miete
wird kommissionsbezogen berechnet.
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21
Rubrick
Special: Altbausanierung
In den kommenden Jahren steht
Städteplanern und -entwicklern,
Immobilienbesitzern und -Betreibern
im wahrsten Sinne des Wortes eine
enorme Herausforderung ins Haus:
Die Anpassung des Gebäudebestandes an die demografischen und energetischen Herausforderungen der
Zukunft. Das erfordert allein beim
Wohnungsbestand in NRW ein Investitionsvolumen von rund 140 Milliarden
Euro. Und dem Handwerk kommt bei
der Bewältigung dieser Zukunftsaufgaben eine Schlüsselrolle zu.
E
rstens: Die Wohngebäude müssen an
die Bedürfnisse der alternden Bevölke­
rung angepasst, das heißt möglichst
barrierearm umgestaltet werden. Hierfür
sind nach Angaben des Bundes Deutscher
Baumeister (BDB) allein in unserem Bundes­
land ca. 50 Milliarden Euro erforderlich,
wenn nur ein Drittel des vorhandenen
Wohnungsbestandes altengerecht umgerüstet
bzw. entsprechender Wohnraum neu geschaf­
fen werden soll. Die Kosten für die Anpas­
sung des Wohn- und Lebensumfeldes, also
eine seniorengerechte Infrastruktur,
sind dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
Zweitens: Der Altbaubestand bedarf drin­
gend einer energetischen Nachrüstung. Mehr
als 80 Prozent der Gebäude wurden vor dem
Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverord­
nung, also vor November 1977 errichtet.
Das bedeutet für NRW, dass allein von den
knapp 3,67 Millionen Wohngebäuden fast
2,94 Millionen nicht den aktuellen Standards
entsprächen. Jahr für Jahr wird in Deutsch­
land aber nur rund ein Prozent der Altbauten
saniert. Der BDB geht davon aus, dass in
NRW etwa 90 Mrd. Euro aufgewendet wer­
den müssen, um ca. 70 Prozent der Bestände
energetisch nachzurüsten.
Altbaumodernisierung:
Fotos:
Ein Milliardenschwerer Markt
wartet auf
ErschlieSSung
22
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Special: Altbausanierung
Förderpolitik
verunsichert Investoren
S
o benannten 50 Prozent der Hausbesitzer bei einer EmnidUmfrage „geringe bzw. unstete Fördermittel“ sowie auch „eine
geringe Kenntnis“ dieser Mittel als wesentliche Gründe dafür,
warum sie sich noch nicht für eine Heizungsmodernisierung entschie­
den haben. Konsequenz: 59 Prozent der Befragten wünschen sich höhe­
re Fördermittel oder die steuerliche Absetzbarkeit von Sanierungsmaß­
nahmen als Modernisierungsimpuls. Aber genau da hakt es:
Während der Haushaltsausschuss des Bundestages am 21. März die
Mittel für die Kf W-Sanierungsprogramme freigegeben hat und damit
von diesem Jahr an bis 2014 jährlich 1,5 Milliarden Euro bereit stehen,
blocken die Bundesländer nach wie vor einen Steuerbonus für die
Gebäudesanierung ab. Und je länger das politische Gerangel andauert,
desto stärker wird im Handwerk der Unmut.
Der Bereich der Altbausanierung und -modernisierung eröffnet
also auf Jahre hinaus ein enormes Auftragspotenzial, das jedoch
nur sehr zögerlich erschlossen wird. Eine wesentliche Ursache
hierfür benennt das VdZ Forum für Energieeffizienz in der
Gebäudetechnik e. V. in seinem „Modernisierungsbarometer
für Hausbesitzer 2012“: das politische Gerangel um die öffent­
liche Förderung der Gebäudesanierung.
So formulierte der Nordrhein-Westfälische Handwerkstag (NWHT)
Ende April ganz klare „Erwartungen an die neue Landesregierung“:
„Wir brauchen ein Ende der monatelangen Hängepartie um die steuer­
liche Abschreibung von Investitionen in die energetische Sanierung des
Gebäudebestandes“. Zudem forderte er die „Sicherstellung einer hinrei­
chenden Sensibilisierung und Beratung der Eigentümer zur ganzheitli­
chen Gebäudesanierung“. Ferner verlagt er die „verbindliche Einfüh­
rung zeitabhängiger und lastenabhängiger Tarife zur Unterstützung des
smart meterings“ (intelligenter Energiezähler) sowie eine Einbindung
der Energieausweis­ersteller im Sinne des § 21 EnEV (Energieberater
aus dem Handwerk) als Sachkundige, „um in begründeten Einzelfällen
die Einhaltung von Anforderungen der Energieeinsparverordnung an
energetische Sanierungsmaßnahmen zu überprüfen.“
Wohngebäude in NRW
am 31. Dezember 2009 Quelle: Statistische berichte /
Information und Technik NRW
3.669.899
Gebäude insgesamt
782.281
Gebäude mit 3 und mehr Wohnungen
Geberit DuoFresh
8.420.688
Frischluft
pur.
darin Wohnungen insgesamt
746.103
2.141.515
Gebäude mit 1 Wohnung
Fotos: Andreas F./photocase.com,
Gebäude mit 2 Wohnungen
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23
Special: Altbausanierung
Überzeugungsarbeit
wird wichtiger denn je
Die Fachhandwerke haben den unmittelbaren Kontakt
zum Verbraucher. Sie haben damit eine große Chance,
durch persönliche Beratungsgespräche, durch Vortragsveranstaltungen auf Innungs- oder Kreishandwerkerschaftsebene, durch ihre Präsenz auf Regionalmessen
und eine aktive Pressearbeit Immobilienbesitzer und
-Betreiber noch stärker für das Thema Altbaumodernisierung zu sensibilisieren.
Überzeugende Argumente für den Nutzen geeigneter Sanie­
rungs- und Modernisierungsmaßnahmen gibt es genug:
Werterhaltung der Immobilie
Je unsicherer die Finanzmärkte, desto besser ist das Kapital in
der Werterhaltung der eigenen Immobilie aufgehoben. Wer in
die Modernisierung seines Eigenheims investiert, verbessert
Wohnqualität und -komfort und steigert den Wiederverkaufs­
wert, wenn die Immobilie irgendwann einmal verkauft werden soll. Moderne energetische Standards sind dabei aufgrund des geforderten Energieausweises unerlässlich. Auch
lassen sich in gepflegten Objekten höhere Mieten durchsetzen.
Wem darüber hinaus an einer langfristigen Wertsteigerung der
Immobilie gelegen ist, sollte sich nicht auf Ersatzinvestitionen
beschränken, sondern auch Maßnahmen im Auge haben,
die das Objekt marktgerecht aufwerten wie z. B. Anbauten,
Balkone oder Wintergärten.
Werterhalt, Wohnkomfort und Energieersparnis sind entscheidende Argumente für
Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen.
Wohnkomfort und Lebensqualität bis ins hohe Alter
Wer so lange wie möglich in seiner vertrauten Wohnung leben möchte,
kommt gar nicht umhin, sie möglichst barrierefrei und komfortabel um­
zurüsten. Vorausschauende Planung und Variabilität sind die wichtigsten
Komponenten eines generationengerechten Wohnkonzeptes, das intelligente,
vernetzte Elektrotechnik ebenso umfasst wie das perfekt durchdachte
Komfortbad oder die optimal geplante Komfortküche.
Tipp: Der „Tag des Bades“ am 15. September 2012 ist für das Fachhandwerk ein ideales Forum, um rund um das Thema „Komfortbad“ zu infor-
Tipp: Im Rahmen eines speziellen Förderprogramms
mieren. „Das diesjährige Konzept stellt sich konsequent der in Zukunft
„KfW-Effizienzhaus Denkmal“ werden Wohngebäude geför-
vielleicht wichtigsten Branchenaufgabe überhaupt: der eindeutigen
dert, die als Baudenkmal nach den Denkmalschutzgesetzen
Differenzierung gegenüber preisaggressiven Wettbewerbern wie Online-
der Bundesländer (Denkmalliste oder per Gesetz) oder
Shops“, sagt Andreas Dornbracht, Vorsitzender der Vereinigung Deutsche
durch die Kommune als sonstige besonders erhaltenswerte
Sanitärwirtschaft (VDS). Weitere Informationen und Aktionsmittel stellt
Bausubstanz eingestuft werden. Gefördert wird die Kom-
die VDS unter www.sanitaerwirtschaft.de zur Verfügung.
auch Einzelmaßnahmen.
Vorrausschauende Planung und Variabilität sind die wichtigsten
Komponenten eines generationsgerechten und barrierefeien
Wohnkonzepts.
Bei der Badplanung kann das Handwerk auf vielfältige Planungshilfen der
Handwerksorganisation zurückgreifen. So bietet der ZVSHK beispielsweise
den rund 30.000 Mitgliedsunternehmen der SHK-Organisation ein Start­
paket für das Geschäftsfeld „Barrierefreies Bad und WC“, das aus einem
Produktkatalog und einem Planungsleitfaden besteht. In Vorbereitung ist
eine Schulungsmaßnahme, die den SHK-Handwerkern neben der sachund fachgerechten Planung und Installation von barrierefreien Bädern
auch medizinische Fachkenntnisse vermitteln soll. Ziel ist es, die dazu
erforderlichen Schulungsinhalte festzulegen und eine bundesweite Einheit­
lichkeit zu erreichen, die den Handwerkern für Maßnahmen zur altenund behindertengerechten Wohnraumanpassung im Bad und WC
(Montage- und Instandhaltungsleistungen etc.) eine Kostenübernahme
bzw. Bezuschussung durch die Krankenkassen sichert. Der Förder­k redit
„Altersgerecht umbauen“ der Kf W-Bank erleichtert Handwerks­kunden
die Realisierung ihrer Vorhaben.
24
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Fotos: uomo/photocase.com, erwo1/clipdealer.com
plettsanierung zum „KfW-Effizienzhaus Denkmal“, aber
Schutzausrüstung
von Mewa.
Schließlich weiß man
ja nie, was kommt.
Bei Schutzkleidung ist Fachwissen gefragt: Wir von MEWA haben das
Beste zum Standard gemacht und liefern unsere Produkte ganz auf Ihre
Bedürfnisse zugeschnitten. Kein Wunder, dass man da selbst die größte
Herausforderung leicht nimmt.
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Unter uns
Goldener Meisterbrief
für Klaus Karwowski
Im Rahmen der Frühjahrsinnungsversammlung der
Maler- und Lackierer-Innung Bochum erhielt Klaus
Karwowski am 9. Mai den Goldenen Meisterbrief durch
Obermeister Wolfgang Zimmermann überreicht. Der
Jubilar war über Jahrzehnte als Schulungsleiter für
den Malernachwuchs zuständig und wurde im Jahre 2011
für seine Verdienste rund um die Ausbildung zum Ehrenmitglied der Bochumer Fachinnung ernannt.
Die besten Hochschulen für das Handwerk:
alle Unis für Meister und Gesellen auf einen Blick
Handwerker können inzwischen an den meisten Univer-
‚handwerk magazin‘ hat diese handwerksspezifischen
sitäten in Deutschland problemlos studieren. Es gibt
Studiengänge kompakt und übersichtlich in einem Stu­
jedoch zahlreiche Studiengänge, die speziell auf die
dienverzeichnis zusammengestellt. Wer sich also über
Qualifizierungsbedürfnisse von Handwerkern zuge-
Aus- und Weiterbildungen genauer informieren möchte,
schnitten sind: Wer sich informieren möchte, findet auf
sollte sich einmal im Internet auf www.handwerk-maga-
www.handwerk-magazin.de/studiengaenge-fuer-hand-
zin.de/studienverzeichnis umschauen. Die Mehrzahl der
werker eine Übersicht geeigneter Angebote – je nach
hier angebotenen Studiengänge sind duale Studiengänge
Bundesland, Branche und Studienart (Voll-/Teilzeit,
(bundesweit 58), die für einen Handwerksberuf konzipiert
berufsbegleitend) geordnet.
sind. Darüber hinaus werden 45 Vollzeitstudiengänge und
I
16 berufsbegleitende Studiengänge angeboten. Meistern
n vielen Handwerksberufen sind die Anforderungen in
und Gesellen, die auf der Suche nach einem geeigneten
den letzten Jahren gestiegen. Wer sich als Meister oder
Studienangebot sind, bietet das Studienverzeichnis
Geselle weitergehend qualifizieren möchte, dem bieten
Auskunft über Studienart, -dauer, -kosten sowie -voraus-
Hochschulen eine Vielzahl von Studiengängen an – z.B in
setzungen.
den Bereichen Technik oder Unternehmensführung. Über
100 Studiengänge werden mittlerweile in Kooperation mit
einer Handwerkskammer oder einem handwerklichen
Fachverband angeboten.
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AKTUELL
Ansprechpartner: Redaktion handwerk magazin, Marion Henig
E-Mail: marion.henig@handwerk-magazin.de, Tel.: 08989826116
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Unter uns
Ein leuchtendes Vorbild
Das Ruhr-Handwerk trauert um Erwin Platzmann, der
am 24. März 2012 im Alter von 82 Jahren verstarb.
M
schaft Bochum an, davon zehn Jahre in
der Funk­tion des stellvertretenden Kreis­
handwerks­meisters. Während dieser Zeit
it ihm verliert das Gesamthandwerk eine herausra-
hat sich Erwin Platzmann im Besonderen
gende Persönlichkeit, die sich über Jahrzehnte an
um die berufliche Bildung und Qualifizierung
vorderster Stelle in der Region für die Interessen des
des handwerklichen Nachwuchses verdient
Handwerks, insbesondere des Fleischerhandwerks,
gemacht. Dazu gehörte insbesondere
eingesetzt hat. Ehrenamtliches Engagement war für
auch sein herausragendes Engagement
Erwin Platzmann eine Selbstverständlichkeit. Es war
bei der Errichtung der Bildungseinrichtung
ein bestimmender Teil seines Lebens – aus tiefster
„Akademie des Handwerks Ruhr“ im
Über­zeugung und aus großer Leidenschaft. In diesem
Innovationspark Springorum.
Engagement war er ein leuchtendes Vorbild. Über zwei
Jahrzehnte prägte Erwin Platzmann als Obermeister
Seine Kompetenz und seinen Sachverstand
den Geist, die Politik und die Geschicke der Fleischer-
brachte er in vielen weiteren Institutionen
Innung Bochum entscheidend. Er war ein Visionär,
ein. So war er Mitglied des Gesamtvorstandes
voller Ideenreichtum und Gestaltungskraft.
des Fleischerinnungsverbandes Nord­rhein-Westfalen, Vorsitzender der Tarif­
Noch bis vor kurzem stand Erwin Platzmann ab früh morgens in der Wurstküche.
In Würdigung dieses Engagements wurde Platzmann
kommission, Mitglied der Vertreterver-
1999 zum Ehrenobermeister der Bochumer Fachinnung
sammlung zur Innungskrankenkasse
ernannt. In der Zeit von 1986 bis 2004 gehörte Erwin
sowie im Vorstand der Fleischer-Berufs­
Platzmann zudem dem Vorstand der Kreishandwerker-
genossenschaft.
Welche Krankenkasse macht gute Arbeit,
wenn ich mal nicht arbeiten kann?
SIGGI, die innovative fondsgebundene Rentenversicherung der SIGNAL IDUNA, macht das Leben leichter.
Denn SIGGI steht für Sicherheit, Rendite und Flexibilität in
einem. Ein Vorsorgekonzept, das Ihnen alle Sorgen
abnimmt – zumindest die großen Sorgen rund um
Ihre Zukunft.
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27
Unter uns
HERZLICHE GLÜCKWÜNSCHE ZUM
85. Geburtstag
05.05. Gerhard Müller
Maler- und Lackierer-Innung Bochum
27.03. Peter Tubbesing
Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Bochum
29.04. Michael Timmermann
Elektro-Innung Bochum
04.04. Carl Ludwig Hebler
Buchbinder-Innung für den Bezirk der Handwerkskammer Dortmund - Ehrenobermeister
07.05. Frank Michael Hoffmann
Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Bochum
70. Geburtstag
50. Geburtstag
21.04. Monika Bielfeld
Bildhauer- und Steinmetz-Innung Bochum
25.02. Ulrich Somberg
Baugewerbe-Innung Ruhr - Vorstand
19.03. Manfred Hardes
Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Ennepe-Ruhr
08.03. Detlef Pleger
Fachinnung für Elektrotechnik Ennepe-Ruhr
22.03. Berthold Honermann
Innung für Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Ennepe-Ruhr
22.03. Franz Josef Museler
Fein- und Zweiradmechaniker-Innung Bochum
01.04. Heinz-Dieter Steinert
Maler- und Lackierer-Innung Bochum
28.03. Dirk Hoffmann
Elektro-Innung Bochum
21.04. Marianne Maassen
Friseur-Innung Bochum
05.04. Adolf Zipp
Baugewerbe-Innung Ruhr
21.04. Manfred Adelberger
Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Ennepe-Ruhr
07.04. Heinz-Achim Riepe
Innung für Orthopädietechnik
für den Regierungsbezirk Arnsberg
29.04. Norbert Foik
Ehrenobermeister Friseurinnung Ennepe-Ruhr
08.04. Michael Sümnik
Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Bochum
04.05. Manfred Trinckert
Innung für Orthopädietechnik
für den Regierungsbezirk Arnsberg
10.04. Ralf Baudach
Bäckerinnung Ennepe-Ruhr
03.03. Jürgen Schmidt
Innung für Sanitär-, Heizungsund Klimatechnik Bochum
08.03. Rainer Bottmer
Fleischerinnung Ennepe-Ruhr
29.03. Dieter Einicke
Baugewerbe-Innung Ruhr
10.05. Lothar Seibel
Friseur-Innung Bochum
55. Geburtstag
26.02. Hermann Braunsberg
Baugewerbe-Innung Ruhr und
Gastmitglied der Elektro-Innung Bochum
Maler- und Lackierer-Innung Bochum
Sven Droth
Günnigfelder Str. 104, 44866 Bochum
Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Bochum
Peter Schwindt
Hattinger Strasse 985, 44879 Bochum
27.03. Andreas Kreuzburg
Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Ennepe-Ruhr
60. Geburtstag
Bedachungen Kreutzer GmbH
Auf der Klippe 3, 58453 Witten
07.04. Anita Witzke
Friseur-Innung Bochum
75. Geburtstag
65. Geburtstag
Innung für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik Ennepe-Ruhr
13.04. Michael Kuckuck
Dachdecker-Innung Bochum
16.04. Andreas Plotzki
Konditoren-Innung Bochum,
Dortmund und Lünen
Innung für Orthopädietechnik für den Regierungsbezirk Arnsberg
Petra Fiskal-Steinke
Sanitätshaus Schulz, Hauptstrasse 34, 58313
Herdecke
Innung für Sanitär-,
Heizungs- und Klimatechnik Bochum
Judith GmbH
Am Sattelgut 62, 44879 Bochum
Betriebsjubiläen
65 Jahre
19.04. Michael Rossbach
Elektro-Innung Bochum
25 Jahre
14.01. Udo Brück
Dachdecker-Innung Bochum
11.03. Anette Weber
Friseur-Innung Bochum
11.03. Hans-Jürgen Brojahn
Innung für Informationstechnik Bochum
22.04. Joachim Jakob GmbH
Dachdecker-Innung Bochum
25.04. Michael Sodenkamp
Bauinnung Ennepe-Ruhr
02.05. Reinhard Tschöpe
Vorstand Bauinnung Ennepe-Ruhr
06.05. Hans Heinrich Kost
Tischlerinnung Ennepe-Ruhr
Mitarbeiterjubiläen
75 Jahre
01.04. Heinrich Eichenauer
Maler und Lackierer
Gerhard Mohr GmbH & Co KG
Neue Innungsmitglieder
Bäcker-Innung Ennepe-Ruhr
Kliemczak Backwarenvertriebs GmbH
Hauptstrasse 11, 58300 Wetter
28.02. Marion Holthaus
Maler- und Lackierer-Innung Bochum
Carla Arenhövel
In der Liethe 29, 45527 Hattingen
01.03. Ursula van Doren
Tischlerinnung Ennepe-Ruhr
Dachdecker-Innung Bochum
Frank-Dagobert Müller DWA GmbH & Co KG
Urbanusstrasse 38, 44892 Bochum
28
KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Recht
Meldungen
Kündigung per „Einschreiben“ gilt ab Aushändigung
Wird eine Kündigung per „Einschreiben“
einem Arbeitnehmer zugestellt und wird
das Schreiben von dem betreffenden
Arbeitnehmer auch nach entsprechender
Benachrichtigung durch den Postzusteller
nicht abgeholt, gilt diese nicht als zugegangen, sodass ihr dementsprechend auch keine
rechtliche Bedeutung zukommt.
Die Kündigung tritt erst mit der Aushändi­
gung des Briefes ein. Nach ständiger Recht­
sprechung – zuletzt Urteil LAG RheinlandPfalz vom 04.08.2011, Aktenzeichen 10 Sa
156/11 – kann sich ein Arbeitgeber nicht
darauf berufen, dass der Arbeitnehmer eine
fristlose Kündigung per Übergabe-Einschrei­
ben nicht vom Postamt abholt und somit den
Zugang vereitelt.
Die Benachrichtigung des Postzustellers un­
terrichtet den Empfänger lediglich darüber,
dass für ihn eine „eingeschriebene Sendung“
bei dem Zusteller zur Abholung bereit liegt –
sie enthält keinerlei Hinweis auf den Absender
des Einschreibe-Briefes und lässt den Adres­
saten im Ungewissen darüber, welche Ange­
legenheit die Einschreibe-Sendung zum Ge­
genstand hat. Deshalb liegt eine treuwidrige
Zugangsvereitelung bei einem erfolglos geblie­
benen Zustellungsversuch durch den Post­
zusteller nicht immer schon dann vor, wenn
der vorgesehene Empfänger zwar eine Benach­
richtigung erhalten hat, sich aber nicht zum
Postamt begibt, um sie dort einzulösen.
Bis zur tatsächlichen Aushändigung des
Schreibens kann sich der Arbeitnehmer zu
Recht auf den Nichtzugang der Kündigung
berufen.
Tipp: Soweit möglich, die Zustellung von
rechtlich erheblichen Schreiben durch einen
„neutralen“ Boten vorzunehmen, nicht aber
durch den Arbeitgeber selbst.
Schadensersatzanspruch bei Rufbereitschaft
Ein Arbeitnehmer verunglückte bei der
Fahrt von seiner Wohnung zur Arbeitsstätte
während einer bestehenden Rufbereitschaft
mit seinem Privatfahrzeug und machte den
hieraus entstandenen Schaden gegenüber
seinem Arbeitgeber gerichtlich geltend.
Nachdem die Vorinstanzen die Klage des
Arbeitnehmers abgewiesen hatten, entschied
das BAG in seinem Urteil vom 22.06.2011 ­
– 8 AZR 102/10 – zugunsten des Arbeit­
nehmers.
Zur Begründung des Urteiles führte es aus,
dass zwar grundsätzlich jeder Arbeitnehmer –
soweit nichts anderes vereinbart wurde – seine
Aufwendungen für Fahrten zwischen seiner
Wohnung und der Arbeitsstelle selbst zu
tragen habe, wozu auch Schäden an seinem
Fahrzeug gehören. Es stelle jedoch eine Aus­
nahme hiervon dar, wenn der Arbeitnehmer
während seiner Rufbereitschaft vom Arbeitge­
ber zum Arbeitsantritt aufgefordert wird und
er die Benutzung seines Privatfahrzeuges für
erforderlich halten durfte, um rechtzeitig am
Arbeitsort zu erscheinen.
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29
Zuletzt
19 Fragen an Dr. Arnim Brux
Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises
Dr. Arnim Brux
25.06.1952
Beruf: Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises
Familienstand: verheiratet,
3 Töchter, 2 Enkelkinder
Am Handwerk schätze ich, dass …
man mit Kopf und Hand produktiv tätig sein
und gestalten kann
Meinen Beruf liebe ich …
Sternzeichen: Krebs
Hobbys: Jazz sowie Kunst und Kultur
allgemein, Sport (Fußball und Golf),
Hunde
Ich tanke auf, wenn …
ich bei netten Gesprächen mit Familie und
Freunden oder einem interessanten Buch in unserem Garten sitze.
wegen der Vielfalt der Aufgaben, der politischen
Gestaltungsmöglichkeiten und der Kontakte zu
vielen Menschen.
In meiner Freizeit …
Mein Traumberuf als Kind war …
Ich lebe gerne im Ennepe-Ruhr-Kreis
und im Ruhrgebiet …
ganz prosaisch: Lehrer
Landrat sollte man werden …
um einen kleinen Beitrag zur Gestaltung und
Entwicklung des unmittelbaren Lebensumfeldes
und der Region zu leisten
Meine Mitarbeiter schätzen an mir …
darüber spekuliere ich nicht, zumindest nicht
öffentlich.
Ich schätze an meinen Mitarbeitern …
Zuverlässigkeit, Loyalität und fachliche
Kompetenz
Ich gerate in Rage, wenn …
ich merke, dass man versucht, mich zu linken
bin ich sportlich und kulturell aktiv, wandere
mit unseren Hunden, spiele Saxophon und s. o.
wegen der urbanen, kulturellen Vielfalt,
verbunden mit landschaftlichen Reizen und
bodenständigen Menschen.
Wenn nicht hier, würde ich am liebsten leben …
irgendwo im Süden, wo häufiger die Sonne
scheint und Wein angebaut wird.
Urlaub mache ich am liebsten …
mit dem Wohnmobil in England,
in Frankreich, aber auch in vielen
Gegenden Deutschlands.
Auf eine einsame Insel …
muss ich nicht, würde mir schnell zu langweilig.
Mein größtes Laster …
verrate ich nicht, aber Schwächen: Ungeduld
und ein gewisser Hang zum Perfektionismus.
Drei Dinge, die ich überhaupt nicht mag, sind …
Gewalt, Unrecht und Verlogenheit.
Drei Wünsche, die mir die Fee erfüllen soll,
sind …
Gesundheit für meine Familie und mich (privat),
solide Kommunalfinanzen (dienstlich) und eine
sozial gerechtere Gesellschaft (beides)
Mein/e Lieblingsschriftsteller ist/sind …
auch weiterhin Günter Grass (begleitet mich
schon durch mein ganzes Leben), aber auch
Marten`t Hart, John von Düffel u. a.
Im Theater/Kino/TV sehe ich mir am liebsten …
ästhetisch gut gemachte Produktionen
mit tiefsinnigem Humor an.
Für einen Tag möchte ich in die Haut von …
Sonny Rollins (Jazz-Saxophonist) schlüpfen
und und ein geniales Konzert geben.
Impressum
KH Aktuell – Offizielles Magazin der Kreishandwerkerschaft Ruhr
Herausgeber:
Kreishandwerkerschaft Ruhr
Springorumallee 10 · 44795 Bochum
Tel.: 02 34-3240-0
Redaktion:
Johannes Motz und Britta Klein,
KH Ruhr (verantw. für den Inhalt),
Karl F. Augustin, Sabine Strohmann
Verlag:
RDN Verlags GmbH & Co. KG
Anton-Bauer-Weg 6
45657 Recklinghausen
Tel.: 02361-490491-10
Fax: 02361-490491-29
www.rdn-online.de · E-Mail: redaktion@rdn-online.de
Anzeigen: Bernd Stegemann
Tel. 02361-9061145 · Fax 02361-5824190
E-Mail: b.stegemann@rdn-online.de
Chefredaktion: Stefan Prott
Titelfoto: moodboard/istockphoto.com
Satz und Lithografie:
Typoliner Media
Druck und Vertrieb:
Silber Druck, Niestetal
Bezugsbedingungen:
Für die Innungsmitglieder
ist der Bezugspreis im Mitglieds­beitrag enthalten.
Einzelbezug über den Verlag zum Preis von 2,– Euro.
Erscheinungstermin:
Vierteljährlich – März, Juni, September, Dezember
Anzeigenschluss:
Jeweils am 15. des Vor­monats. Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 13. Nachdruck nur unter Quellenangabe
und mit Belegexemplar an den Verlag.
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KH AKTUELL// Nr. 110 // 2/2013
Fotos: R. Spangenberg
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