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Kickers müssen in Chemnitz ran Wie aus einem Guss - Sportregion

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Schaufenster 3. Liga
14. November 2012
MERKT AN
STUTTGARTER KICKERS HAUTNAH
Kickers müssen
in Chemnitz ran
Keine Ausreden
mehr
»Es war einmal eine Fußballmannschaft, sie kam aus
Stuttgart. ‘Ne blutjunge
Truppe, technisch und taktisch hervorragend ausgebildet, gut besetzt in Breite
und Spitze. Ihr Trainer
sprach ihre Sprache, führte
sie besonnen, fordernd und
zielstrebig durch die Saison.
Dazu zwei führungsstarke
und erfahrene Haudegen,
die Chefs im Rudel. Sie
spielten guten Fußball, attraktiv und mit viel Herz.
Doch sie brillierten stets nur
auswärts, daheim war‘n sie
ein Witz ...« Mit diesen Worten könnte man in ein paar
Jahren wohl die Geschichte
der Saison des VfB Stuttgart
II eröffnen, um sie dann Revue passieren zu lassen.
Welche Negativserie endet hier?
Soufian Benyamina erzielte in Bielefeld sein fünftes Tor
im vierten Spiel hintereinander. Bild: Lommel/vfb-exklusiv.de
Wie aus einem
Guss
VfB II: 1:1 gegen Bielefeld / Aachen zu Gast
Der VfB II spielt auswärts
erneut bärenstark, holt einen Punkt in Bielefeld und
hat nun Aachen vor der
Brust.
VON PHILIPP MAISEL
Philipp Maisel blickt hinter
Foto: cf
die VfB-Kulissen.
Jungens, jetzt mal ehrlich: Wollt ihr das wirklich?
Wollt ihr, dass man euch auf
alle Zeit nachsagen kann:
»Ja, damals, die Benyaminas, Hemleins, Janzers, Röckers und Co. – das war ‘ne
richtig feine Truppe. Aber in
Stuttgart haben sie nie was
gebacken bekommen.« Das
nehm ich euch nicht ab, dazu hat euch Karlsruhe zu
sehr gefallen. Am Wochenende kommt Aachen, da kokelt es seit dem ersten Spieltag. Viel vor und nix dahinter, die schlingern nur so
durch die Runde. Wenn ihr
die nicht endlich wegmacht,
ist euch wirklich nicht mehr
zu helfen. Und noch was: Ihr
wollt doch auch, dass mehr
Zuschauer kommen? Dann
bietet ihnen was!
sport@sstaz.de
Wie gut der VfB II in den ersten
45 Minuten in Bielefeld aufgetreten ist, konnte man am
besten an Jürgen Kramny ablesen. Der Fußballlehrer, der
normalerweise immer etwas
zu korrigieren hat, stand mit
verschränkten Armen vor der
Stuttgarter Bank und bewegte
sich höchstens, wenn er seiner
Rasselbande Beifall spendete.
Stuttgart spielte wie aus einem Guss, war hellwach, bissig, aggressiv, schaltete blitzschnell um und ließ eine absolute Spitzenmannschaft der 3.
Liga in deren eigenem Stadion
überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Lediglich die
Durchschlagskraft in der Offensive ließ etwas zu wünschen übrig und so stand es
zur Pause nur 1:0 für die Württemberger. Bielefeld kam in
der zweiten Halbzeit zwar
zum Ausgleich, mehr war je-
doch nicht drin für die Arminen. »Bis zur 60. Minute hatten wir alles unter Kontrolle.
Dann hat Bielefeld den Druck
deutlich erhöht und uns keine
Luft zum Atmen mehr gegeben. Hinten raus wurde das
Spiel etwas hektisch, aber der
Punkt ist hochverdient für
uns«, lautete Kramnys Fazit.
Für den VfB II gilt es nun,
eine solche Leistung am kommenden Wochenende endlich
auch mal in Stuttgart abzurufen. Der Gegner ist Alemannia
Aachen, der Tabellensechzehnte. Bei den Gelb-Schwarzen, vor Rundenstart als Geheimtipp auf den Aufstieg gehandelt, läuft seit Wochen
nichts zusammen. Es herrscht
permanent Unruhe im Umfeld, die Ergebnisse stimmen
hinten und vorne nicht, die
Truppe von van Eck läuft den
eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. Am Wochenende verlor man zu Hause gegen Halle sang- und klanglos
mit 0:3. Auswärts hat man erst
zwei Spiele gewonnen. Genau
der richtige Gegner für Stuttgart, um endlich mal wieder
ein Heimspiel zu gewinnen.
Die Stuttgarter Kickers
schlittern immer tiefer in
die Krise. Beim 0:2 gegen
Preußen Münster verloren
sie ihr viertes Heimspiel in
Folge, insgesamt die sechste von sieben Partien. Dadurch rutschte das Schuster-Team auf den 17., den
letzten Nichtabstiegsplatz.
VON JAN SIMECEK
Nach drei Minuten geriet eine
Faustabwehr von Daniel Wagner zu kurz, Dimitrij Nazarov
sagte danke. In der zweiten
Minute der Nachspielzeit
missglückte ein Befreiungsschlag von Wagner – Matthew
Taylor bediente Addy-Waku
Menga, der zum 2:0 einschoss.
Dazwischen waren die Kickers
zwar bemüht, doch meist zu
ungenau. Und die zwei besten
Chancen wurden von Marcos
Alvarez und Tobias Rühle fahrlässig vergeben.
Rühle durfte zum ersten
Mal in der Liga von Beginn an
ran. Geschuldet war dies auch
den zahlreichen Verletzungen
im Team. Rühle nutzte seine
Chance so gut es ging, zeigte
viel Präsenz und Laufbereitschaft und war an den beiden
gefährlichsten Angriffen beteiligt. Für einen Einsatz im
Nachholspiel gegen Unterhaching am Dienstag (nach Redaktionsschluss
beendet)
dürfte er sich empfohlen haben, zumal außer dem zuletzt
gelbgesperrten Sandrino Braun
keiner zurückkehren dürfte.
Vermutlich wird sich daran
auch bis Samstag kaum etwas
ändern. Da müssen die Kickers bei Dirk Schusters Heimatverein, dem Chemnitzer
FC, antreten. Die Sachsen stehen im Mittelfeld der Tabelle
und weisen eine nahezu ausgeglichene Bilanz auf. Von den
letzten drei Partien in Offenbach, gegen den KSC und in
Erfurt haben die Chemnitzer
allerdings keine gewonnen,
lediglich in Offenbach sprang
ein Punkt heraus.
Startelfdebüt genutzt: Tobias Rühle war mit viel Laufbereitschaft und Präsenz einer der besten Kickers-Spieler
Foto: Timo Raiser
gegen Münster.
Einlaufkinder gesucht: Deine Mannschaft will einmal mit den Fußballprofis des VfB II
oder der Kickers einlaufen? Bewerbung an einwurf@kick-s.de und sport@sstaz.de
Neue Baustelle für
Dirk Schuster
In den vergangenen Wochen
haben Sie an dieser Stelle öfter einmal Zweifel von mir
an der Qualität des Kaders
der Stuttgarter Kickers, zumindest was die Tiefe betrifft, lesen müssen. Über eine Position wurde dabei allerdings nie geredet.
Nein, es geht ausnahmsweise mal nicht um den
Trainerposten. Dirk Schuster macht eigentlich immer
noch einen ganz guten Job
bei den Kickers – immer in
Anbetracht dessen, dass die
Degerlocher mit den kleinsten Etat in der 3. Liga haben.
Diesmal soll es um die
Position des Torhüters gehen. Bislang ist es noch
nicht so sehr aufgefallen,
doch Daniel Wagner ist we-
Jan Simecek blickt hinter die
Kickers-Kulissen.Foto: Tzourtzou
der bei hohen Bällen der Allersicherste noch hat er eine
allzu gute Spieleröffnung.
Gegen Münster passte beides nicht. Das 1:0 ging auf
Wagners Kappe, das 2:0 war
zwar kein hoher Ball, war
aber auch ein Torwartfehler
und jeder lange Ball von ihm
kam postwendend zurück.
Doch gerade wenn die Vorderleute verunsichert sind,
sollte der Torwart Ruhe ausstrahlen und nicht auch
noch dafür sorgen, dass alle
Bälle direkt zurückkommen.
Vielleicht wartet Schuster
ja händeringend auf die Genesung von Günay Güvenc,
um nicht eventuell zweimal
in der Saison die Nummer
eins wechseln zu müssen.
Nachdenken sollte er vielleicht dennoch mal darüber.
SPORTNACHRICHTEN KURZ NOTIERT
»sport talk«: Videoberichte online
Hockey: Turniergewinn für VfB-Nachwuchs
Rugby: Stuttgart empfängt Frankfurt
Der zwölfte »sport talk« der
SportRegion Stuttgart fand
Ende Oktober im interkommunalen Gewerbegebiet
Eichwald in Sachsenheim
statt. Vor rund 100 geladenen ZuhörerInnen stand der
von Valeska Homburg moderierte »sport talk #12« unter dem Motto »Paralympics
– vom Nischenereignis zum
Medienspektakel«. Zwei Vi-
Kürzlich reisten die vier B- und
C-Jugend-Hockeyteams des
VfB Stuttgart zum »Next Generation Cup« des ASV München. Die Mädchen hatten es
schwer und belegten am Ende
der Vorrunde jeweils den
Im deutschen Rugby-Sport
hat es eine Neustrukturierung der Ligen gegeben: Das
Stuttgarter Team spielt jetzt
in der »Bundesliga Liga-Pokal Süd/West«.
Im letzten Heimspiel vor
der Winterpause empfängt
deos zu der Veranstaltung
sind inzwischen online. Eines ist auf der Homepage
von Regio TV zu sehen, das
andere ist im SportRegionYoutube-Kanal zu finden.
www.sportregion-stuttgart.de
www.regio-tv.de/video/
225663.html
www.youtube.com/user/
SRStuttgart
Neuer OSP-Kalender jetzt bestellbar
Bereits zum vierten Mal
nach 2010, 2011 und 2012
gibt es das Kalenderprojekt
des Olympiastützpunktes
Stuttgart (OSP) mit sportlichen Motiven. Zu sehen
sind im OSP-Kalender 2013
unter anderem die Stars aus
London, Marcel Nguyen, Jo-
chen Wollmert und Maria
Kühn. Der Kalender im
A 3-Format kann ab sofort
für 16 Euro zuzüglich 4,50
Euro für Versand und Verpackung bestellt werden. Bestellungen nimmt der OSP
per E-Mail an bock@ospstuttgart.org entgegen.
sechsten Platz. Die Knaben C
beendeten das Turnier mit einem guten vierten Platz und
die Knaben B konnten gar den
Siegerpokal
entgegennehmen. Weitere Infos auf www.
vfbhockey.de
Gesundheitssport in Bad Cannstatt
Auch während der kalten Jahreszeit sollte man auf Sport
und Bewegung nicht verzichten. Mitten im Stadtbezirk, in
der Nähe des Cannstatter Carrés, bietet der TV Cannstatt in
der Elwertstraße Reha- und
Gesundheitssportkurse an.
Darunter sind Ganzkörpergymnastik, »Tai Chi/Qi Gong«
und »Aktiv gegen Osteoporose«. Weitere Informationen
gibt es beim TV Cannstatt unter Telefon 07 11/52 08 94 60.
cofoxturnier. Beginn ist um
13 Uhr, die Hauptrunden
und das Finale starten gegen 16 Uhr.
Petanque: Bouleclub Stuttgart steigt auf
Die Region Stuttgart freut
sich über einen weiteren
Bundesligisten: Als Meister
der Baden-Württemberg-Liga nahm der Bouleclub
Stuttgart an der Aufstiegsrunde in Düsseldorf teil.
Dort gewannen die Stuttgarter in der Gruppenphase
alle drei Spiele: 4:1 gegen
Kreuzberg, 4:1 gegen Bremen und 5:0 gegen Regensburg. In der Finalrunde folgten weitere Siege gegen Lintorf mit 4:1 und Wittlich mit
5:0. Ungeschlagen in der
Aufstiegsrunde steigt der
Bouleclub Stuttgart somit in
die Petanque-Bundesliga
auf.
Taekwondo: Hedelfingen beim K-M Cup
Tanzen: Discofoxturier beim TV Cannstatt
Die Tanzsportabteilung des
TV Cannstatt veranstaltet
am Samstag, 17. November,
im Bürgerhaus Rot ein Dis-
der Stuttgarter RC am Samstag, 17. November, die zweite Mannschaft des SC
Frankfurt. Gespielt wird ab
15 Uhr im Stadion Hohe Eiche in Hoffeld. Weitere Infos
im Internet auf www.rugbystuttgart.de
Beim STB-Cup Süd in Ostfildern-Kemnat ertanzten sich die »Dancing Teens« der Sportkultur Stuttgart den dritten Platz und
Foto: cf
schlossen mit der Bewertung »gut« ab.
Kürzlich konnte der Nachwuchs der Sportschule Hedelfingen beim KorntalMünchinger Cup überzeugen: Gökhan Özten erreichte in der Jugend A bis 63 Kilogramm den zweiten Platz.
Emin Bolat, der in der Jugend A bis 59 Kilogramm
angetreten ist, durchlief das
Turnier komplett ungeschlagen und konnte sich
damit über den Turniersieg
freuen.
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