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Alles klar oder volles Risiko: Wie zuverlässig ist ein Jaguar wirklich

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Dauertest
AUF DEM
SPRUNG
Alles klar oder volles
Risiko: Wie zuverlässig
ist ein Jaguar wirklich? Der XF
im 100 000-Kilometer-Test
aguar? Im Dauertest? Bei AUTO
BILD? Ja, warum denn nicht?
Schließlich gibt es viele gute Gründe, dem Engländer auf den Zahn
zu fühlen.
Seine Funktion als Nonkonformistenauto zum Beispiel. Sie können sich eine Limousine der oberen
Mittelklasse leisten (laut Zulassungszahlen sind Sie damit in
Deutschland einer von vielen)?
Möchten aber auf gar keinen Fall
einen Wagen, der an jeder Ecke
steht – also nicht Audi A6/5er-BMW/
Mercedes E-Klasse? Dann spricht
vieles für einen XF, den mit der
springenden Katze auf dem Heckdeckel.
Der taugt gar nichts
Dauerärgernis Touchscreen, der Bildschirm zum Antippen: schlecht ablesbar,
nervtötende Bedienlogik, ablenkend,
langsam und kombiniert mit einem antiquierten Navigationssystem. Einziger
Vorteil: kostengünstig für den Hersteller
Was umgehend zum Dauertestgrund Nummer zwei führt: Historisch gesehen ist der Besitz eines
Jaguar ja nicht nur ein exklusives,
sondern zugleich ein risikoreiches
Vergnügen. Die Dinger kränkelten
häufig und hinterließen gern Pfützen auf dem Boden. So auch der
letzte Dauertest-Jaguar, ein S-Type
von 2002. Der Hersteller, sowie di-
44
www.autobild.de · Nr. 27 · 6. Juli 2012
verse Statistiken versprechen indessen Besserung, bis hin zur heilen Jaguar-Welt. Dürfen wir das wirklich
glauben?
Die Antwort, sie schreit nach
einem Dauertest. 18 Monate und
100 000 Kilometer im harten Redaktionseinsatz, das geht an die Subs­
tanz, das halten nur die Besten
klaglos aus. Unser Kandidat, dunkelgrau, edel, in der Fast-all-inklu­
sive-Version namens Premium Luxury kostete zum Starttermin 69 550
Euro – sehr stolz, aber immer noch
weniger, als die deutsche Oberklasse-Konkurrenz für ein vergleichbar ausgestattetes Produkt verlangt. Und unter seinem Powerdome (so heißt der Blechberg auf
der Haube) steckt der Top-Turbodiesel mit 275 PS. Motto: Wennschon, dennschon.
Erster Eindruck: schön schlicht
und schnörkellos die Form, coupéschlank. Wir haben ihn noch ohne
das Facelift vom Sommer 2011, aber
das ändert nicht viel. Innen kühle
Eleganz, erfrischend im Vergleich
zum üblichen Schwulst. Da sind wir,
die Redaktion, uns einig.
Der Automatikwählknopf, der
beim Start aus der Mittelkonsole
wächst, ist ein Gag, witzig und stört
nicht. Wenige geräumige Ablagen,
aber entspannte Position auf dem
bequemen Fahrersitz, dessen Komfort, wie sich zeigt, auch auf Langstrecken anhält und bis zum Dauertestende nicht nachlässt. Hinten
reist es sich nicht so angenehm,
auch weil der Platz knapp ausfällt.
Schon bald tauchen freilich jene
Kommentare im Fahrtenbuch auf,
wie sie den XF über den Dauertest begleiten: „Steif, stößig, unharmonisch“, „ruppige Federung“, „gefühllose Lenkung“ waren die Dauer- Einer von mehreren Abstechern in die englische Heimat. Dort gehören Jaguar XF
brenner im Kritikerchor. Und es . zum Straßenbild wie die „hanging baskets“ (Blumenkörbe) an den Häusern
Er fährt und fährt und fährt ...
Für eine Antwort auf die klassische
Jaguar-Frage „Aber wie lange
noch?“ bekommt der Dauertest-XF
ausgiebig Gelegenheit
Fotos: T. Bader (2), M. Klangwald, R. Raetzke, U. Sonntag, W. König
J
Erfrischend kühl: Innen gefällt dieser Jaguar durch modernen Luxus. Ansprechend
auch die Verarbeitung, die nach 100 000 Kilometern kaum Verschleiß zeigte
Die Katze ruht. Und wenn sie aufwacht, dann schnurrt sie: Vorurteile gegen den
Ölbrenner unter der wohlgeformten Schnauze kann der XF gründlich zerstreuen
Nr. 27 · 6. Juli 2012 · www.autobild.de
45
DAUERTEST
Das fiel uns auf
1
3
4
Verarbeitungsmangel: lose Dachverkleidung am Schiebedach durch
fehlerhafte Clipverbindung
2
6
Losgetreten: beschädigte
Kunststoffverkleidung im Fußraum vor dem Beifahrer
Mit Eigenleben: beweglicher Tank­
einfüllstutzen – aus Gründen der
Crashsicherheit, sagt der Hersteller
7
5
Jaguar filetiert: kaum Verschleiß, kein Rost
1
2
3
4
Sitze nicht durchgesessen, elektrische
Verstellung ohne Probleme, Lederbezüge
gut erhalten. Scheinwerfer (darunter) mit mäßi­
ger Leuchtkraft, aber ohne Ausfälle (inzwischen
im Rahmen des Facelifts modifiziert).
46
www.autobild.de · Nr. 27 · 6. Juli 2012
Straff abgestimmte Federn und Dämp­
fer ohne Ermüdungserscheinungen,
ebenso die Lagerung der Achsen (darunter).
Hydraulische Servolenkung dicht, vordere
Bremsscheiben verschleißfreudig.
Hohlräume der Karosserie ausgiebig
rostgeschützt. Ordentliche Verarbei­
tung, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau
der Klassenbesten. Schiebedach dicht und
geräuschfrei, Elektrik störungsfrei.
Rücksitzbank mit geteilt umklapp­
barer Rückenlehne (Entriegelung
vom Kofferraum aus) von mäßiger Qualität.
Auspuffanlage (Bildmitte) ohne Mängel, hin­
ten nur geringer Bremsenverschleiß.
5
V6-Diesel mit sehr geringen Abnutzungs­
erscheinungen, minimaler Ölverbrauch,
trockene Abdichtungen, Verschmutzungen durch
unsachgemäßen Ölfilterwechsel. Leistung unter
Werksangabe, aber innerhalb der Toleranz.
6
Sechsstufenautomatik vom Zuliefe­
rer ZF in tadellosem Zustand, ein­
wandfreie Abdichtungen, bei Testende mit un­
verändert guter Schaltqualität. Inzwischen in
der Serie durch Achtstufenautomatik ersetzt.
7
Zahnriemensteuerung ohne Mängel,
Wechselintervall: 180 000 Kilometer.
Kühler für Wasser, Öl und Ladeluft ohne Auf­
fälligkeiten. Auch die Elektrik (rechts im Bild)
bereitete im Dauertest keine Probleme.
Verschleißfreudig: starke Riefenbildung an den Innenseiten der vorderen Bremsscheiben
Nr. 27 · 6. Juli 2012 · www.autobild.de
47
Fotos: DEKRA (4), M. Klangwald, U. Sonntag
Verschwitzt: Fehlerhaft montierte
Ablassschraube verursacht leichten
Ölverlust – ein Serviceproblem
Dauertest
Höhe 0,47 m
Breite 1,08 m
Tiefe max. 1,94 m
Testwerte
Beschleunigung 0–50 km/h
0–100 km/h
0–130 km/h
Elastizität
60–100 km/h
80–120 km/h
Bremsweg
aus 100 km/h kalt
aus 100 km/h warm
Innengeräusch
bei 50 km/h
bei 100 km/h
bei 130 km/h
Testverbrauch – COπ (Teststrecke)
Leistungsmessung (Testende)*
Verbrauchsmessung (Testende)*
Tiefe min. 1,06 m
Testbeginn
Testende
  2,5 s
  7,1 s
10,9 s
  3,8 s
  4,6 s
35,3 m
34,5 m
58 dB (A)
66 dB (A)
71 dB (A)
7,6 l Diesel – 201 g/km
  2,7 s
  7,5 s
11,4 s
  3,9 s
  4,8 s
38,7 m
40,1 m
57 dB (A)
65 dB (A)
70 dB (A)
7,4 l Diesel – 196 g/km
195,5 kW (266 PS)
6,8 l
* Messungen erfolgten auf dem Prüfstand des DEKRA Technology Center Klettwitz
stimmt ja: Die Geschmeidigkeit, früher markentypisch, fehlt der XFFederung komplett. Bei Stadttempo
stelzt das Auto hölzern über die Unebenheiten, selbst auf der Autobahn
verteilt es ständig kleine Stöße. Keine Frage: BMW 5er und Mercedes
E-Klasse bieten hier deutlich mehr
Komfort.
Die Eigenheiten der Lenkung sind
hingegen auch Geschmacksache:
Sie arbeitet sehr leichtgängig mit
viel Servounterstützung und spricht
in der Mittellage spontan an – eine
Kombination, die Gewöhnung erfordert. Wer sich darauf einlässt,
kann Straßenbiegungen aber mit
geringem Lenkaufwand und – bei
Bedarf – sehr schnell bewältigen.
Überhaupt gehören Agilität und
Handlichkeit zu den Vorzügen, die
das Fahren im Jaguar prägen und
einem ans Herz wachsen. Keineswegs zierlicher als die Konkurrenz,
fühlt er sich unterwegs schon fast
eine Nummer kleiner an. Nur beim
Parken nicht, denn die Übersicht
nach hinten ist (dem Fließheck geschuldet) miserabel.
Lob hagelt es unterdessen auf
Langstrecken: „Ein ganz wunderbarer Reisewagen“, „toller Motor“,
klasse Automatik“, so der Tenor der
redaktionellen Benutzer, was zugleich beweist, dass die Fede- .
Reparaturen
Garantie
24 096 km
Bremsscheiben und -beläge vorn im
Rahmen der Wartung ersetzt
Garantie
49 400 km
Bremsscheiben und -beläge vorn und
hinten im Rahmen der Wartung ersetzt
Garantie
91 585 km
Bremsscheiben und -beläge vorn
ersetzt, Bremsbeläge hinten ersetzt
Und wie sieht’s von innen aus?
Auch die Hohlraumuntersuchung
gibt keinerlei Anlass zur Sorge
Zuverlässigkeitswertung
Für jeden Defekt sammelt der DauertestKandidat Punkte. Je weniger Fehler-Punkte
am Ende auf dem Konto stehen, desto besser
ist die Platzierung
Fahrzeug nicht fahrbereit 0 x 10 Punkte
Unplanmäßiger
Werkstattaufenthalt
1 x 5 Punkte
Defekte Funktionsteile
1 x 3 Punkte
Geringfügige Defekte
0 x 1 Punkt
NOTE: 2+
Leserbriefe
Sportlich, aber teuer
‡ Der Jaguar XF ist ein sehr gelungenes und
gut verarbeitetes Fahrzeug. Vor allem im
Innenraum kommen die hochwertigen Mate­
rialien schön zur Geltung. Mein persönliches
Fazit: sportlicher und doch eleganter Wagen
mit guter Verarbeitung. Der hohe Kaufpreis
ist für viele Interessenten aber sicherlich eine
zu hohe Hürde.
Wolfgang Wieser, per E-Mail
Die Bremse hält
‡ Ich bin den ersten Jaguar XF 2.7 D Premium
Luxury in zwei Jahren gut 48 000 Kilometer
gefahren und habe den Wagen verkauft,
48
www.autobild.de · Nr. 27 · 6. Juli 2012
ohne dass die Bremsscheiben übermäßig
abge­nutzt waren. Jetzt fahre ich seit gut einem
Jahr einen Jaguar XF 3.0 V6 Diesel S mit 275
PS. Der Kilometerstand beträgt momen­tan 31 000. Beim Räderwechsel von Winterauf Sommerbereifung ließ ich bei meiner
Jaguar-Vertragswerkstatt auch die Bremsen
kontrollieren. Und die Mechaniker stellten
dabei fest, dass die Bremsbe­läge noch für
mindestens weitere 50 000 Kilometer gut sind.
Ich fahre meinen Jaguar stets zügig und
nutze das Leistungspotenzial voll aus. Mein
Jaguar XF ist außerordentlich standfest, und
ich kann mir für mich kein besseres Auto
vorstellen.
Schwächen im Alltag
Graf v. Thun u. Hilden, per E-Mail
Dipl.-Ing. Erich Tomich, 82151 Martinsried
‡ Seit über einem Jahr fahre ich einen Jaguar
XF 3.0 V6 Diesel S. Im Prinzip ja ein feines Au­
to. Was aber permanent nervt, sind Konstruk­
tionsmängel und Design-Irrwitzigkeiten, die
einen täglich auf die Palme bringen können.
Front- und Heckscheibenheizung schalten sich
selbsttätig ein, die Einparkhilfe piept grund­
los, der Regensensor lässt die Scheibenwischer
über eine trockene Scheibe wischen. Die
Bedienung der Sitzheizung via Touchscreen
ist eine Zumutung, die Scheibenwaschanlage
reinigt bei hohem Tempo unzureichend. Jagu­
ar bezeichnet das Auto als Stand der Technik.
... zum Thema Bremsen:
Die Riefenbildung auf der Innenseite der
Scheiben ist ungewöhnlich, schränkt die
Funktion der Bremse aber nicht ein.
Schutzschilder gegen Verschmutzung
können einer Riefenbildung besonders
bei hohen Geschwindigkeiten vorbeugen,
weshalb wir deren Einsatz erneut prüfen
werden. Darüber hinaus werden wir das
Ergebnis des Dauertests einer detaillierten Untersuchung unterziehen, um Verbesserungen in die Entwicklung des
Bremssystems einfließen zu lassen.
... zum Thema Touchscreen:
Wir haben uns für die TouchscreenTechnologie auch in Zukunft entschieden, denn unsere Kunden schätzen die
leichte Bedienbarkeit des Systems.
Fotos: M. Puthz, T. Bader, U. Sonntag
Das sagt der Hersteller
Die aufpreispflichtigen 19-Zoll-Räder schmücken den Jaguar, rauben ihm aber Geschmeidigkeit
Dauertest
ZuverlässigkeitsRangliste
Kommentar von AUTO BILD-Autor Götz Leyrer
„Mit dem XF hat sich die Nobel­
marke völlig neu definiert“
‡ Vergessen Sie alles, was bisher Ihr Bild von
der Firma Jaguar prägte. Wer sich abheben
möchte vom süddeutschen Dreierlei in der
gehobenen Klasse, muss deswegen keine
Zugeständnisse an die Zuverlässigkeit machen.
Jaguar hat erreicht, was der ehemalige
Firmenchef John Egan schon in den Achtziger­
jahren wider besseres Wissen verkündete: ein
Über die Sitze spannt sich weiches Leder.
Das sieht auch am Schluss noch gut aus
Fotos: T. Bader (2), G. Leyrer, M. Klangwald, Roman Rätzke
Götz Leyrer hält den XF für eine Alternative zum deutschen Premium-Angebot
Gag: der ausfahrbare Wählknopf für die Automatik auf der Mittelkonsole (links). Wenn es in der Werkstatt etwas zu tun gab, dann war es der Wechsel der Bremsscheiben
rungsschwächen den positiven Gesamteindruck nicht nachhaltig trüben. Stattdessen dominieren andere Faktoren: der stabile Geradeauslauf, die gepflegte, angenehm
ruhige Geräuschkulisse mit geringen Windgeräuschen, aber vor
allem die Vorzüge des Antriebs.
Diesel im Jaguar, ein Sakrileg? Verfechter dieser Doktrin dürfte der Biturbo-V6 das letzte Lüftchen aus
den Segeln nehmen. Denn diese
Botschaft hinterließ der DauertestXF ganz ohne Zweifel: Souveräne
Kraftreserven gepaart mit erstklassiger Laufkultur und einer optimal
abgestimmten Sechsstufenautomatik – da schnurrt die Katze, und der
Mensch freut sich. Zumal sogar der
Durchschnittsverbrauch mit 9,0 l/
50
www.autobild.de · Nr. 27 · 6. Juli 2012
100 km (über die Gesamtdistanz) in
An­be­tracht der meist sehr zügigen
Fahrweise die Mundwinkel nach
oben treibt. Weniger angenehm der
bescheidene Aktionsradius: 69 Liter
Tankvolumen sind für einen Langstreckenbomber, der auf eiligen
Autobahnetappen auch schon mal
zehn l/100 km verköstigt, zu wenig.
Drastischer Verschleiß
an den Bremsscheiben
Was fehlt uns? Das Vertrauen in
die Bremsen, um ehrlich zu sein.
Nein, nicht in ihre Wirkung, die den
Fahrleistungen gewachsen war,
auch wenn die Bremswege bei der
Schlussmessung deutlich zunah-
men: Daran waren die geringen Außentemperaturen schuld. Beunruhigend vielmehr der drastische Verschleiß der Scheiben, die schon
nach kurzer Laufzeit markante Riefen aufwiesen. Verschmutzungsbedingt, aber unbedenklich, behauptet Jaguar. Eher auf Schwingungen am Bremssattel hinweisend, vermuten wir. Dazu passt:
Rubbelnde Bremsen wurden mehrfach beanstandet.
Ärger Nummer zwei: der Touchscreen, der per Berührung gesteuerte Bildschirm also, mitsamt Navigation. Schlecht ablesbar mit verwirrender, zum Teil unleserlicher
Grafik, immer verschmiert, oft zu
langsam und stark ablenkend,
entpuppt sich die Jaguar-Lösung
im Alltag sehr schnell als das
schlechteste aller Bediensysteme.
Trost: Beim Facelift gab es Verbesserungen. Kein Trost: Es bleibt leider beim Touchscreen.
Und sonst? Nichts, schon gar
nichts, was die Legende vom ewig
kaputten Jaguar bestätigen könnte.
Keine Liegenbleiber, keine Klappereien, kein Elektromalheur à la
Joseph Lucas, Erfinder der Intervallschaltung (geht – geht nicht). Kein
nennenswerter Ölverbrauch und
kaum Verschleiß an der Ausstattung. Entsprechend wehmütig der
letzte Eintrag ins Fahrtenbuch bei
Kilometer 99 000: „Bitte zerlegt mich
nicht!“ Es tut uns leid, aber diesen
Gefallen konnten wir unserem Kätzchen nicht gewähren.
Kosten
Haftpflicht 20 (100 %)
1089 €
Vollkasko 29 (500 € SB)
2302 €
Teilkasko 24 (150 € SB)
238 €
Kfz-Steuer
423 €
Kraftstoffkosten für 100021 km
9004,16 Liter Diesel (= 9,0 l/100 km)12 695,87 €
Motoröl-Nachfüllbedarf 1,5 Liter
48,50 €
Inspektionskosten (inklusive Ölwechsel)
26 000 km
363,72 €
52 000 km
536,14 €
78 000 km
391,21 €
Reifenkosten (inklusive Montage)
ein Satz Sommerreifen 245/40 R 19 Y
Dunlop SP Sport 01
ein Satz Winterreifen 245/40 R 19 V
Pirelli Sottozero W240
Die beliebtesten Extras
Technische Daten
Betriebskosten/Garantien
Fixkosten pro Jahr
1270 €
1564 €
Preise/Wertverlust
Testwagenpreis 9/10 (inkl. Extras)
69 550 €
Aktueller Neupreis
70 225 €
Schätzpreis 6/12
33 695 €
Wertverlust des Testwagens
35 855 €
Gesamtkosten für zwei Jahre
auf 100 021 km
24 497 €
Kosten pro km
0,24 €
Kosten pro km mit Wertverlust
0,60 €
Motor
V6, Biturbo
Ventile/Nockenwellen
4 pro Zylinder/4
Hubraum/Ventilsteuerung 2993 cmÍ/Zahnriemen
kW (PS) bei U/min
202 (275)/4000
Nm bei U/min
600/2000
Höchstgeschwindigkeit
250 km/h
Abgasnorm – Abgas COπ (EU-Mix) Euro 5 – 179 g/km
Getriebe/Antrieb
Sechsstufenautomatik/Heck
Tankinhalt/Kraftstoffsorte
69 l/Diesel
Kofferrauminhalt
500–923 l
Leergewicht/Zuladung
1936/424 kg
Anhängelast gebremst/ungebremst 1850/750 kg
Ausstattungsvarianten
Bond-Grain-Interieur
Soft-Grain-Interieur
Basis-Interieur
Portfolio-Interieur
mit dem deutschen Premium-Klub vergleich­
bares Qualitätsniveau. Vergessen Sie auch,
dass ein Jaguar eine Limousine mit katzenhaf­
ter Federung darstellt. Der XF folgt dem zeit­
genössischen Dynamik-Pfad, er fährt sich
leichtfüßig und präzise, bleibt aber im Fede­
rungskomfort von den Besten seiner Klasse
entfernt. Unangenehm straff allerdings ist er
nicht, und so bietet er beste Voraussetzungen
für eine lange und stressfreie Reise. Dazu trägt
in erster Linie die Antriebseinheit bei: ein kraft­
voll antretender und über den gesamten Dreh­
zahlbereich sehr kultiviert laufender Sechszy­
linder, dazu das komfortabel arbeitende
Automatikgetriebe, dessen nur sechs Fahr­
stufen angesichts der üppigen Drehmoment­
entwicklung vollkommen ausreichen. Dass man
sich wohl fühlt im Jaguar, ist auch ein Verdienst
des stilvoll gestalteten Interieurs, das mit tech­
nisch-kühlem Design und ohne Holz-Herrlich­
keit der Jaguar-Tradition gleichfalls Adieu ge­
sagt hat. Was stört? Das umständ­liche NaviSystem und der zu kleine Tank. Götz Leyrer
48 Prozent
35 Prozent
13 Prozent
4 Prozent
Navigationssystem
Metallic-Lackierung
umklappbare Rücksitze
2490 Euro
1080 Euro
500 Euro
Farben
Ultimate Black (M)*
Stratus Grey (M)*
Ebony
Polaris White
30 Prozent
20 Prozent
14 Prozent
12 Prozent
* Metallic/Mineraleffektlackierung
Motorvarianten
Benzin
5.0 V8 „R“
5.0 V8
Diesel
2.2 Diesel
3.0 V6 D 202 kW
3.0 V6 D 177 kW
Verkaufsanteil
2%
2%
51 %
24 %
21 %
Die Katze ist gesund
Die Vergangenheit lastet schwer auf Jaguar. Folglich musste auch der XF
anfangs Häme aushalten – Motto: Warum nicht
gleich zwei, dann fährt wenigstens einer. Aber
nach 100 000 Kilometern hat er sie alle überrascht: keine besonderen Vorkommnisse,
(fast) alles bestens, Glückwunsch.
Berend Sanders/Wolfgang König
‡ Seit 2000 erfassen wir die Dauerläufer in
einer Zuverlässigkeitsliste. Bereits 90 Autos
sind hier geparkt. Zu viele für diese Randspalte. Deshalb stehen an dieser Stelle auszugsweise nur die neueren Modelle. Die komplette Liste finden Sie unter www.autobild.de
Platz
Punkte | Note
BMW 130i
0 1+
1. Mazda 6 Sport 1.8 MZR
Mazda 3 1.6 MZR High-Line
1 1
  3. Mazda 5 2.0 MZR-CD Top
Toyota Prius II HSD Executive
Toyota Prius III Life
2 1
  6. Seat Ibiza 1.4 16V Sport
VW Golf 1.4 TSI Comfortline
BMW 320i Touring
Kia Ceed 1.6 CRDi EX
3 1
9. Toyota Verso 1.8 Life
VW Tiguan 2.0 TSI Sport & Style
Fiat Bravo 1.9 MJT Emotion
4 1–
13. Honda Accord Tourer 2.2i-DTEC Executive
BMW X1 xDrive 18d
5 1–
15. Skoda Octavia II Combi 1.6 FSI
Mercedes E 320 CDI T Elegance
6 2+
17. Opel Astra 1.7 CDTI
Jaguar XF 3.0 V6 Diesel S Premium Luxury
8
19. Mercedes GL 420 CDI
2+
8
Ford S-Max 2.0 TDCi Trend 9 2
22. Opel Vectra 2.2
Skoda Roomster 1.9 TDI Comfort
10
26. BMW 745i
2
11
27. Mercedes C 180 K
Dacia Logan MCV 1.5 dCi Lauréate
Honda Civic 1.8i Sport 12 2–
28. Honda Jazz 1.4 Toyota Auris 1.6 Executive
Audi A4 2.0 TDI Avant Ambition
Fiat Panda 1.1 8V Active
13 2–
34. Kia Soul 1.6 Spirit
Renault Laguna Grandtour 2.0 dCi
Citroën C5 Tourer HDi 140 Exclusive
14 2–
38. Hyundai Getz 1.1
Opel Insignia Sports Tourer 2.0 CDTI EcoFlex
Toyota Avensis 2.0 D-Cat
15 2–
42. VW T5 2.5 TDI Multivan
Audi A6 Avant 2.7 TDI
17 3+
47. Nissan Qashqai 2.0 Tekna
Opel Meriva Cosmo 1.7 CDTI
18 3+
50. Mini Cooper
19 3+
51. Ford Fiesta 1.25 Titanium
20 3
52. Hyundai i30cw 1.6 Style
22 3
55. Fiat Grande Punto 1.3 MJT
23 3–
57. BMW X3 2.0d
24 3–
61. Ford Mondeo Turnier 2.0 TDCi (Bj. 2007)
25 3–
65. Volvo XC90 D5
26 4+
67. VW Golf V 1.4
Alfa Romeo 159 SW 2.4 JTDM
28 4+
69. Opel Astra (H) 1.9 CDTI
Ford C-Max 2.0 TDCi
30 4
73. Ford Fusion 1.6
33 4–
78. Re­nault Mégane 1.6
34 4–
82. Peugeot Partner Tepee Tendance 110
35 4–
83. Fiat 500 1.4
41 5
85. VW Passat Variant 2.0 TDI Comfortline
42 5
86. VW Fox 1.2
45 5–
87. Citroën C8 2.2 HDi SX FAP
46 6
88. Peugeot 307 HDi 110 FAP
56 6
89. VW Polo 1.2 Comfort
77 6
90. VW Touran 2.0 TDI Trendline
Nr. 27 · 6. Juli 2012 · www.autobild.de
51
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