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Aber wie lange? - INFINA

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risControl 02/13
KOMMENTAR
Frankenschuldner
atmen durch -
Aber wie lange?
Binnen weniger Wochen hat sich der Schuldenberg von
Frankenkreditnehmern um knapp 4% verringert und steigende
Aktienkurse wirkten sich positiv auf die Wertentwicklung der
Tilgungsträger aus. Doch die bekannten Risiken bleiben bestehen.
Kreditnehmer haben weiterhin umfassenden Informationsbedarf
woraus zusätzliches Geschäftspotenzial für Berater resultiert.
D
er Anstieg des Frankens war
auf nachhaltig sinkende Verbraucherpreise in der Schweiz
und auf leicht steigende Zinsdifferenzen zwischen der Schweiz und der
Eurozone zurückzuführen, denn: Erstmals
können Banken ihre dreijährigen Refinanzierungsgeschäfte (LTROs) vorzeitig zurückzahlen, was aufgrund des faktischen
Nullzinsniveaus am Geldmarkt durchaus
Sinn macht. Aktuell steht einem Refinanzierungssatz von 0,75% bei der EZB ein
1-Monats-Euribor von nur noch 0,13% gegenüber. Im Hinblick auf vorzeitige Rückzahlungen der LTROs (Geld wird knapper)
zogen die Euribor-Sätze dann auch etwas
an. Der 3-Monats-Euribor stieg von seinem Tief von 0,181% im Dezember 2012
bis zum 6. Februar auf 0,233% an, während
der 3-Monats-Franken-Libor im Gegensatz
dazu auf 0,022% verharrte.
Doch es ist noch nicht aller Tage Abend:
Wir befinden uns inmitten eines globalen
Währungsabwertungswettlaufes, der selbst
von seriösen Analysten als „Währungskrieg“ bezeichnet wird und somit das Potenzial des Euro gegenüber Franken begrenzen könnte. Kaum ziehen nämlich die
kurzfristigen Eurozinsen an, wird der Ruf
nach Interventionen der EZB laut. Wird
diese dem Wunsch dann auch gerecht,
droht wieder eine Annäherung des Währungspaares EUR/CHF an die Untergrenze
von 1,20. Hinzu kommen Euro-feindliche
Wahlkampftöne aus Italien. Steht jedoch
ein Euro-Austritt von Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal oder Italien
ernsthaft zur Debatte, ist der Franken wieder eine beliebte Fluchtwährung
Die FX-Kredit-Thematik kann jeder
Berater erfolgreich aufgreifen
Daraus resultiert ein akuter Informationsund Beratungsbedarf bei Frankenschuldnern, deren Konvertierungsbereitschaft
stark zunimmt. Dies lässt sich aus der Entwicklung des CHF-Kreditvolumens in Euro
ablesen. Trotz des Frankenanstieg ging das
CHF-Kreditvolumen von 2008 bis 2012
von 36,9 auf 30,7 Milliarden Euro zurück.
Beschleunigt haben diese Entwicklung
auch günstige Umschuldungsangebote diverser Kreditinstitute.
Berater mit entsprechendem Know How
können profitieren, sofern sie dem Kreditnehmer im Rahmen einer umfassenden
Marktinformation neben dem konkreten
Finanzierungserfolg (Zinsersparnis minus
Wechselkursverluste) und der Tilgungsträger-Entwicklung auch mögliche Szenarien
und individuelle Lösungsansätze aufzeigen.
Michael Kordovsky,
INFINA Credit Broker GmbH, Head of Research
Die Arbeit wird dabei durch einschlägige
Software-Lösungen erheblich erleichtert.
Vom Fremdwährungs-Kreditrechner bis
hin zu Programmen zur Darstellung alternativer Finanzierungsmodelle in Euro
und einem historischen Backtest von Interbanken-Refinanzierungssätzen reicht beispielsweise das Spektrum der Werkzeuge
für Berater im Experten-Netzwerk von INFINA. Diese Tools verknüpfen Fakten mit
Bildern und ermöglichen einen zielgerichteten und strukturierten Verlauf von Beratungsgesprächen.
Möchte sich ein Vermögensberater oder ein
Versicherungsmakler nicht selbst intensiv
mit dem Finanzierungsgeschäft beschäftigen, so bieten sich alternative Lösungsmodelle an um nicht zur Gänze auf die Erträge aus diesem Geschäftsfeld verzichten zu
müssen. Durch die Zusammenarbeit mit
überregionalen Expertennetzwerken oder
lokalen Kreditmaklern ergibt sich eine
professionelle und lückenlose Beratungsdienstleistung. Mittlerweile sind derartige
Experten in jedem Bundesland Österreichs
vertreten. Dies ermöglicht, dass beispielsweise Versicherungsmakler- oder Agenten
ohne hohen Aufwand erhebliche CrossSelling-Potenziale aus dem Finanzierungsgeschäft heben und sich die Kundenbeziehung nachhaltig absichern.
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Bildung
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