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3D - und wie! - Airmix

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3D - und wie!
Autor: Christian Lang
Fotos: Robert Hill
Yak 54 von Thunder Tiger
Christian Lang, Mitglied der Fliegergruppe Hochtaunus, ist seit 27 Jahren Modellflieger. Kunstflug
betreibt er seit ungefähr 25 Jahren. Mit „Wings Unlimited“, seinem Modellbaufachgeschäft in
Neu-Anspach, hat er sein Hobby zum Beruf gemacht. Er konnte ein Vorserienmuster der Yak 54
von Thunder Tiger testen. Hier sein Bericht:
Einbauposition zu ermöglichen. Für
den Einbau der Schalldämpfer ist
ein ausreichend großer Schacht
vorhanden, in den auch nur die
individuell
zum
Schalldämpfer
passenden Halterungen eingebaut
werden müssen. Hier wurde ein
Spant im hinteren Drittel des
Schachtes eingebaut, der mit
zwei runden Aussparungen für die
Schalldämpfer und vier Schlitzen
für
die
Silikonschlauchauflage
versehen ist. Den Motordom und den
Schalldämpferraum habe ich dann
noch mit Porenfüller und grauem Lack
versiegelt. Als Kraftstofftank wie auch
Der
Aufbau
gestaltet
sich
stressfrei, da man das Modell
aus der „Schachtel“ komplett
zusammenstecken kann. Sämtliche
Verschraubungen von Tragflächen,
Leitwerken und Verkleidungen sind
betriebsfertig vorbereitet, allerdings
leider mit zölligen Schrauben
versehen. Da die Einschlagmuttern
absolut
fachgerecht
eingebaut
und teilweise schwer zugänglich
sind, wurde auf deren Austausch
verzichtet,
insbesondere
da
sie wohl nur mit roher Gewalt
entfernt werden könnten. Auch der
Kabinenhaubenrahmen
(vorderer
Rumpfrücken)
kann
komplett
passend verschraubt werden, es
muss nur noch die Haube mit dem
Rumpfrücken verklebt werden. Der
Motoreinbau ist die einzige größere
„Aufgabe“, der Motordom muss aus
beiliegenden Holzteilen aufgebaut
werden. Dies ist erforderlich, um für
den jeweiligen Motor die passende
Christian Lang von www.wings-unlimited.de hat ein Vorserienmodell der Yak 54 von Thunder Tiger gebaut und freut sich auf
den Erstflug
für den Rauch wurden Colaflaschen
eingebaut und mit Tankverschlüssen
von Richter versehen, da sich diese
schon in anderen Modellen bewährt
haben. Die Lüftungsschlitze in
der Motorhaube wurden alle mit
einer Fräse „ausgedremelt“, um
Kühlproblemen vorzubeugen.
bereiten sollte. Denn das Rad des
für meine Yak 54 gekauften, und
für 3-Meter-Modelle ausgelegte,
CFK Spornfahrwerks war den
Belastungen nicht gewachsen.
Insgesamt vier Räder wurden
„verbraucht“ bis ein ausreichend
stabiles gefunden wurde.
Kunststoffgabel auf dem Gewinde
gelingt es recht problemlos die
Einhängepunkte so anzupassen,
dass alle an einem Ruder
angeschlossenen Servos eben nicht
gegeneinander arbeiten. Dies ist
extrem wichtig wenn man sich vor
Servoausfällen schützen möchte.
Die Hauptfahrwerksaufnahme ist
serienmäßig noch mit Aluwinkeln
verstärkt und sollte allen auftretenden
Belastungen
gemütlich
standhalten. Die Radschuhe werden
mit dem Fahrwerksbein verschraubt,
sollten aber besser vom Modellbauer
innen mittels Glasgewebe verstärkt
werden. Sie erscheinen mir doch
sehr weich, was sie auch später
durch Risse quittierten. Leider liegt
dem Bausatz kein Spornfahrwerk
bei, was später noch einige Probleme
Das Einkleben der Ruderscharniere
klappt unter Verwendung von
wasserfestem Weißleim dank der
gefrästen
Schlitze
problemlos.
Die beiliegenden Ruderhörner,
bestehend aus langen Schrauben, Muttern und einer aufzuschraubenden
Kunstoffgabel,
muten erst mal fremdartig an,
versehen ihren Dienst aber zusammen mit den gelieferten
Kugelgelenken wunderbar. Gerade
durch die Einstellmöglichkeit der
Die beiliegenden Servoarme aus
Aluminium
funktionieren
sehr
gut, leider gab es für die Thunder
Tiger Servos keine passenden
Aluminium Servoscheiben, so dass
die verstärkten Kunstoffhebel mit
eben diesen Aluarmen verschraubt
wurden. Bis jetzt hält das ganze trotz
riesiger Ausschläge tadellos. Die
Servos für Quer- und Höhenruder
werden einfach stehend in die
Aussparungen
geschraubt,
im
Falle der Thunder Tiger Servos
musste wegen der bauchigen Form
die Aussparungen etwas mittels
einer Halbrundfeile ausgeweitet
werden. Für die Seitenruderservos
wurde, auch wegen der geringeren
Baugröße als vom Konstrukteur
geplant, die Servohalterung mittels
Sperrholzstreifen angepasst. Das
Gasservo wurde im Motordom
in
unmittelbarer
Nähe
zum
Heckvergaser des 3W-150 PM in
eine selbst erstellte Servohalterung
eingebaut.
Die Flugeigenschaften sind sehr
neutral. Das Modell benötigt im
Messerflug keinen Mischer und
lässt sich auch langsam noch sehr
präzise steuern. Das Stoppen
aus gerissenen Figuren erfolgt
unmittelbar beim Loslassen der
Knüppel. Das ist sicher auch ein
Verdienst der sehr schnellen Servos.
3D Figuren wie auch klassischer
Kunstflug gelingen, entsprechende
Rudereinstellung
vorausgesetzt,
so gut wie es der Pilot vermag.
Die Motorleistung des von mir
verwendeten 3W-150 Powermaster
ist mehr als ausreichend.
Erfahrung nach 20 Flügen
Die Seitenruderservos, 2x Futaba
S9152 (Stellkraft je 200 Ncm
Haltekraft je 500 Ncm), sind nicht
ausreichend. Für alle Figuren, die
mit Halbgas oder weniger geflogen
werden, genügt die Kraft der beiden
Servos voll. Beispielsweise im
Turn dreht das Modell wie auf dem
Teller. Im Messerflug bei Vollgas ist
das Seitenruder jedoch kaum aus
der Neutralstellung zu bewegen.
Deswegen wird hier noch ein drittes
Servo nachgerüstet. Die Radschuhe
mussten nach einigen Landungen
verstärkt werden, da sich Risse
zeigten. Die Rumpfseitenwand ist im
Bereich der Kabinenverschraubung
zu weich, die Schrauben ziehen
eine unschöne Delle in den Rumpf.
Fotoalbum
Punktlandung:
Yak 54 von Thunder Tiger
Modelltyp
3D fähiges Kunstflugmodell, ARF-Modell aus Holz mit Folie bespannt
Lieferumfang
Rumpf, geteilte Tragfläche mit Querrudern, Höhen- und Seitenruder alles
mehrfarbig mit Folie bespannt, Hauptfahrwerk mit Rädern, GFK-Radverkleidung, Aluspinner, Alusteckrohr für
Tragflächen und Leitwerke, GFK-Motorhaube mehrfarbig lackiert, Kleinteilebeutel mit: Schrauben, Anlenkmaterial,
Tank, Bauanleitung
Preis: ca. € 1.500.-Antrieb im Testmodell
Motor:
3W 150 Power Master 2 Zyl. Boxer
Zündungsakku:
4,8V Sanyo Eneloop 2000mAh
Zündungsschalter
Emcotec DPS
Schalldämpfer
2x Pefa
Luftschraube:
32x12 Mejzlik CFK Zweiblatt
Technische Daten
Spannweite: 3.007mm
Rumpflänge: 2.750 mm
Abfluggewicht lt. Hersteller: ab 17 kg
Abfluggewicht lt. Testmodell: 18 kg
Aufbau
Rumpf
Holzrumpf mit eingebauten Steckungen,
mit Folie bespannt
Tragfläche
zwei Hälften in Rippenbauweise mit
Servohalterungen, mit Folie bespannt,
Steckung und Verschraubung betriebsfertig, Scharnierschlitze ausgefräst
Pro & Contra
+ hoher Vorfertigungsgrad
+ sehr gute Qualität
+ sauber konstruiert
+ voll 3D tauglich
Leitwerk
abnehmbar, Rippenbauweise mit Servohalterungen, mit Folie bespannt, Stekkung und Verschraubung betriebsfertig,
Scharnierschlitze ausgefräst
+ neutrales Flugverhalten
Motorhaube
GFK-Haube, lackiert
Fernsteueranlage
Robbe/Futaba FX-30 2,4 Ghz
Kabinenhaube
tiefgezogene klare Haube, Rumpfoberteil aus Holz bespannt bzw. grau lackiert
Empfänger
Futaba R6014 2,4Ghz
Motoreinbau
Motordom aus beiliegenden Holzteilen
muss gebaut, weil ggf. angepasst werden
Einbau Empfängergakku
je nach Schwerpunkt, hier rechts und
links vor dem Steckungsrohr, Zündungsakku hinter dem Motorspant
Geeignet für:
Kunstflugpiloten mit Großmodellerfahrung
Bezug:
Fachhandel
- Radschuhe und Rumpfseiten-
wand im Bereich der Kabinen-
verschraubung zu weich
Empfängerakku
2x Nosram Vtec 5300mAh 7,4 V LiPo
Akkuweiche
Emcotec DPSI RV
RC-Komponenten im Testmodell
Höhenruder
4x Thundertiger DS 1015
Seitenruder
2x (3x) Futaba S9152
Querruder
6x Thundertiger DS 1015
Gas
Hitec HS 5625
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