close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

168 verhalten sich übereinstimmend wie Schnecken gegen die

EinbettenHerunterladen
168
Physiologie, Biologie, A n a t o m i e u.
Morphologie.
verhalten sich übereinstimmend wie Schnecken g e g e n die chemisch
und g e g e n die mechanisch geschützten Pflanzen.
D i e Borsten der Asperifolien, ferner die H ö c k e r h a a r e von
Cruciferen, Deutzia, Nymphaea etc. üben eine feilende W i r k u n g
aus und werden daher v o m Verf. als „ F e i l h a a r e " bezeichnet.
2. N u t z e n d e r V e r k a l k u n g v o n Z e l l h ä u t e n
kommt in Betracht bei den Feilhaaren vieler Cruciferen, ferner v o n
Pastinaca sativa, Toriiis anthriscus, bei Ohara fragilis.
Entfer­
nung des K a l k s durch Essigsäure macht die Pflanzen für Schnecken
zugänglich.
3. V c r k i e s e l u n g v o n Z e l l h ä u t e n
ist ein wesentliches Schutzmittel, gewissermassen die „conditio sine
qua n o n " für die Existenz der Gräser und C y p e r a c e e n . S o wurden
die Blätter einer kieselfrei erzogenen Maispflanze begierig v o n
Schnecken verzehrt, während sie der kieselhaltigen Pflanzen sich
nur langsam bemeistern konnten.
4. S c h l e i m a l s
Schutzmittel
gegen
Schneckenf r a s s kommt in Betracht bei Cacteen, S y m p h y t u m , Valerianella
olitoria.
5. G a l l e r t b i l d u n g e n .
Bei einer grossen Zahl v o n A l g e n ,
ebenso auch an Eiern vieler Wasserthiere finden sich Gallerthüllen
v o r , w e l c h e den Wasserschnecken g e g e n ü b e r relativen Schutz g e ­
währen, indem sie die Radula abgleiten lassen.
Erst nach vielen
vergeblichen Anstrengungen gelingt es grosseren L i m n a e e n , bei­
spielsweise die Internodien v o n Nitella s y n c a r p a ,
anzubeissen.
D e r im Innern v o n Pflanzen enthaltene Schleim wirkt ähnlich.
6. R h a pIi i d e n .
Arum maculatum,
Narcissus p o e t i c u s , L e u c o j u m
Vernum,
Impatiens noli tangere werden v o n H e l i x - A r t e n sowohl im frischen
wie im ausgelaugten Zustande verschmäht und verdanken ihre
Immunität den Rhaphiden, die durch ihre scharfen Spitzen den
brennenden G e s c h m a c k der betreffenden Pflanzentheile bewirken.
Letzteres wurde für A r u m experimentell sicher gestellt.
Entfernt
man die Raphiden durch Behandlung mit Salzsäure und wäscht
letztere fort, so verzehren die Schnecken so behandelte Blattfrag­
mente rasch.
A n a l o g e Versuche und Beobachtungen mit gleichem Resultat
wurden angestellt mit Scilla maritima, mit Amaryllideen, Orchideen,
Onagraceen (bei denen auch Gerbstoff als Schutzmittel hinzu k o m m t ) ,
A m p e l ideen.
D i e Gestalt der Rhaphiden ist sehr geeignet, das Einbohren in
die zarten Mundtheile der Thiere zu erleichtern.
D i e constante
Vereinigung v o n Schleim und Rhaphiden hat wesentlich biologische
Bedeutung, ersterer wirkt als E x p u l s o r der letzteren.
D i e Rhaphiden wirken auch g e g e n Nager und W i e d e r k ä u e r , sogar,
wie es scheint, g e g e n Heuschrecken.
D e r Schutz der Rhaphiden ist nur ein relativer, indem l j nicht
alle Omnivoren Thiere gleich stark ferngehalten werden und 2 ) in­
dem es manche Thiere giebt, die mit V o r l i e b e Rhaphidenpflanzen
fressen (Raupen v o n Deilephila).
Document
Kategorie
Gesundheitswesen
Seitenansichten
9
Dateigröße
375 KB
Tags
1/--Seiten
melden