close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Integrative Schule – wie weiter? - Kanton Thurgau

EinbettenHerunterladen
Departement für Erziehung und Kultur
Integrative Schule – wie weiter?
Medienkonferenz vom 25. Oktober 2006 SZ AMH Frauenfeld
Departement für Erziehung und Kultur
Ablauf Medienkonferenz
11.00
Begrüssung und Einführung, Überblick
„Integrative Schule“
RR Stark
11.15
Rückblick Reorganisation sonderpäd. Angebot
W. Berger
11.20
Rechtliche Grundlagen / Projekt RoSA 2010
M. Dörig
11.30
Ausblick: Praxis des Kantons bis 2010
W. Berger
11.40
Fragerunde
alle
12.00
Schluss der MK, anschliessend individuelle Interviews
2
Departement für Erziehung und Kultur
Termine
a. Neuregelung gesamter sonderpädagogischer Bereich
2006 2007
Versuchs- und Untersuchungsphase RosA mit Erarbeitung
Entscheidungsgrundlagen:
• Schlussbericht
• Gesetzesentwurf
„Alte“ Rahmenbedingungen
für Schulgemeinden und
Sonderschulen (bekannt,
konstant)
2008 2009
Diskussions- und Entscheidungsphase mit:
• Vernehmlassung Gesetzesentwurf
• Beratung und Beschlussfassung
im Grossen Rat
• Allfällige Volksabstimmung
„Alte“ Rahmenbedingungen
für Schulgemeinden und
Sonderschulen (bekannt,
konstant)
1.1.2010
Neue Gesetzesgrundlagen in
Kraft: Beginn Umsetzungsphase
Neue Rahmenbedingungen für
Schulgemeinden und
Sonderschulen
3
Departement für Erziehung und Kultur
Termine
b. Konkordat Sonderpädagogik
1.10. –
15.11.06
• Orientierung Öffentlichkeit
• Forum offen
• Aufforderung an Verbände für Stellungnahmen
Dez.
2006
• Verabschiedung Vernehmlassung durch Regierungsrat
2007
• Verabschiedung durch EDK
• Beschlussfassung im Grossen Rat (RR für Beitritt ermächtigen zu
gegebenem Zeitpunkt)
1.1.2011
• Frühester Zeitpunkt für Inkraftsetzung (sobald 10 Kantone
beigetreten sind)
4
Departement für Erziehung und Kultur
Termine
c. Übergangsregelung Sonderschulen für den Zeitraum
2008 - 2010
1. Hälfte
2007
• Ausarbeitung Übergangs-Rechtsgrundlagen (v.a. Sonderschulverordnung) und neue Verträge mit Sonderschulen in enger Zusammenarbeit
mit den Sonderschulen; voraussichtlicher Verzicht auf
Vernehmlassung
Okt. 2007 • Verabschiedung Übergangs-Rechtsgrundlagen (v.a. Sonderschulverordnung) und neue Verträge durch Regierungsrat
1.1.2008
• Übergangs-Rechtsgrundlagen in Kraft
5
Departement für Erziehung und Kultur
Rückblick:
Reorganisation sonderpädagogisches Angebot
6
Departement für Erziehung und Kultur
2003: AVK-Vorprojekt RoSA
•
Zielsetzungen / Aufträge:
– Wirkungsanalyse: Notwendigkeit und Wirkung bisheriger Angebote
– Qualitätsorientierte Steuerung mit vertretbarem Mitteleinsatz
– NFM: Integration der sonderpädagogischen Massnahmen
– Auswirkungen Lehreraus- und weiterbildung
– Gesamtkonzept mit Vorgaben / Zielen für Schulen unter Einbezug
Krisenintervention, Rahmenkonzept SHP und Begabtenförderung
•
Projektgruppe:
Herbert Wyss (AVK), Ruedi Buzek (AVK), Hansjörg Besimo (VTGS),
Peter Bachmann (KHL), Karin Bernath und Peter Lienhard (HfH)
•
Bericht mit Anhang vom 31.10.2003, Entscheidungsfragen an LA
Nov. 2003 (RR Koch, GS Lang, AC Berger, PL Wyss)
7
Departement für Erziehung und Kultur
Sommer 2004: Kein Start Hauptprojekt RoSA
•
Grund: Kostenentwicklung Sonderschulung und übrige Beiträge
Besoldungsumlagerung
•
Einsetzung einer internen Expertengruppe
•
Zusammensetzung:
Experten DEK / AVK, Leitung GS H. Lang
•
Ziele:
– Gesamtkonzept für Schulen mit grösstmöglicher Integration für alle
– Optimaler Ressourceneinsatz
– Massnahmen zur Begrenzung Kostenentwicklung
– Vorbereitung NFA (Ausstieg IV => Chancen zur Neugestaltung der
Angebote)
– Einbindung der Entscheidungsträger in die Finanzierung
8
Departement für Erziehung und Kultur
Bericht Januar 2005:
•
9 Kurzfristige Massnahmen:
– Plafonierung der Gesamtkosten (sofort)
– Keine Bewilligung von neuen Kleinklassen (sofort)
– Bewilligung SHP mit Bedingungen (sofort)
– Fortführung der Reservationspraxis HfH (20/18 Plätze pro Jahr)
– Mengenbegrenzung KG/PS/SS im Bereich Stütz- und
Förderunterricht
– Psychomotoriktherapie nicht mehr anerkannte Therapieform (So 05)
– Reduktion der Sonderschulplätze in Sprachheilschulen (ab So 05)
– Plafonierung der Internatsplatzierungen (sofort)
– Regelmässige Überprüfung der Angebote durch Schulaufsicht /
Schulevaluation (bereits früher eingeleitet)
9
Departement für Erziehung und Kultur
Bericht Januar 2005:
•
Mittelfristige Massnahmen per 1.1.2008:
–
–
–
–
–
–
–
•
Pauschalierung der sonderpäd. Aufwendungen mittels Sozialindex
Einbezug der Schulgemeinden in Finanzierung Sonderschulung
Zuständigkeit Schulgemeinden bei Behinderten von Geburt bis 20. LJ
Anreize für integrative Massnahmen
Neuordnung der Sonderschulfinanzierung
Finanzierung heilpäd. Früherziehung analog Sonderschulen
Gleichbleibender Kostenanteil der Gemeinden
Langfristige Massnahmen per 2020:
– Integration als Forderung an die ganze Schule
– Integrativere Schulen dank Entwicklung von Unterricht, Organisation,
Team und Personal
10
Departement für Erziehung und Kultur
RRB 245 März 2005
•
Zustimmung zu den vorgeschlagenen Massnahmen
•
Auftrag zur sofortigen Umsetzung der kurzfristigen Massnahmen
•
Vorbereitung der mittel- und langfristigen Massnahmen,
Inkraftsetzung bis 1.1.2008 (NFA)
•
Langfristige Kostensenkung im Einklang mit Schülerrückgang
11
Departement für Erziehung und Kultur
RRB 637 August 2005
•
Stand der Umsetzung kurzfristige Massnahmen
•
Änderung Beitragsverordnung, Begrenzung Stütz- und
Förderunterricht gemäss § 23 RRV Volksschule und Kindergarten
12
Departement für Erziehung und Kultur
Februar 2006: Unterrichtsentwicklung Integrative
Schule (UIS)
•
Berichte der Expertengruppe:
1 Gesetzgebung und Finanzierung
2 Unterrichtsentwicklung und Integrative Schule
(=> UIS kein Projekt, Perspektive einer langfristigen Entwicklung)
•
Hearings mit VTGS, VSL TG, B TG, Sonderschulen
•
Beratung des Berichtes zur Entwicklung des Thurgauer
Bildungswesens im GR
13
Departement für Erziehung und Kultur
RRB 299 April 2006: RoSA 2010
•
Neue Situation:
– Verschiebung des Projektstarts
– Inkraftsetzung der neuen Gesetzgebung 2010 statt 2008
– Beginn eines Projekts frühestens 2011/2012
– Auftrag zur Förderung der Unterrichtsentwicklung in den Schulen
(=> Permanente Aufgabe jeder Schule gemäss LP und Vorgaben
Qualitätsentwicklung)
– Projekt RoSA 2010: Ausarbeitung weiterer Entscheidungsgrundlagen
unter Einbezug der Betroffenen: VTGS, BTG, VSL TG,
Sonderschulen
=> Keine präjudizierenden Massnahmen!
14
Departement für Erziehung und Kultur
Rechtliche Grundlagen
Departement für Erziehung und Kultur
Volksschulgesetz
• § 9 Absatz 2: „Ist ein Kind in der Regelklasse dauernd
überfordert, ist es in eine Sonderklasse oder Sonderschule
einzuweisen, sofern seine Schulschwierigkeiten nicht mit
anderen Massnahmen behoben werden können.“
• Ziel:
– Förderung integrativer Bemühungen, ohne konkrete
Vorgabe der Intensität
– Integration vor Separation, v.a. mit Bezug auf SHP und
Sonderklassen
• Rechtsprechung: Im Wesentlichen bestimmt nicht
Kanton das Mass an Integration, sondern die
Schulgemeinde
16
Departement für Erziehung und Kultur
Behindertengleichstellungsgesetz
(BehiG, in Kraft seit 2004)
• Art. 20 Abs. 2 BehiG: „Die Kantone fördern, soweit dies
möglich ist und dem Wohl des behinderten Kindes oder
Jugendlichen dient, mit entsprechenden Schulungsformen
die Integration behinderter Kinder und Jugendlicher in die
Regelschule.“
• Ziel:
– Umfassende Förderung integrativer Bemühungen;
Grenzen: Finanzierbarkeit, Sinn einer Integration
– Auftrag an Kantone mit Spielraum
• Rechtsprechung: noch keine Urteile ergangen
17
Departement für Erziehung und Kultur
Konkordat Sonderpädagogik
(Vereinbarung über die Zusammenarbeit im sonderpädagogischen
Bereich, voraussichtlich ab 2011)
• Integrative Lösungen werden separativen vorgezogen
– Anweisung an Kanton für Umsetzung im kantonalen Recht
– Erheblicher Spielraum für Umsetzung
• Art. 48a Abs. 1 BV: Bund kann Konkordate für
„Institutionen zur Eingliederung und Betreuung von
Invaliden“ (also auch Sonderschulung) allgemein
verbindlich erklären
18
Departement für Erziehung und Kultur
Heutige Möglichkeiten der Schulgemeinden
• Kein Integrationsverbot
• Keine festen Vorgaben zum Grad der Integration
Î Schulen sind grundsätzlich frei
Wichtig für Übergang bis 2010:
– Finanzierung ist nicht auf Entwicklung zu Integration ausgerichtet
(finanzielle Gleichbehandlung von separativen und integrativen
Schulen)
– Qualitätsvorgaben für alle Schulen gleich
– In jedem Fall lange Umsetzungs- und Anpassungsfristen mit neuem
Gesetz, so dass aus eingeschlagenem Weg keine Nachteile
entstehen sollten
19
Departement für Erziehung und Kultur
RosA 2010
Departement für Erziehung und Kultur
Auftrag
• NFA-Umsetzung vorbereiten
– Anpassung Sonderschulverordnung / -verträge
– Übergangsregelungen auf Ebene Verordnung / RRB
• Gesetzesvorlage
– Entwurf zu Handen Regierungsrat bis Anfang 2008
– Anschliessend Vernehmlassung und in Grossen Rat
• Abklärung verschiedener Fragen
– Auswirkung verstärkte Integration auf Finanzen
– Mögliche Entwicklung für Sonderschulen (Kompetenzzentren)
– ...
21
Departement für Erziehung und Kultur
Organisation
• Lenkungsausschuss (Leitung DEK-Chef)
Î Grundsatzentscheide, Leitlinien
• Projektleitung (Personen aus Verwaltung und Lehrerin,
Schulleiter Primar, Schulleiter Sonderschule sowie
Schulpräsident)
ÎUmsetzung Entscheide, Koordination der Aktivitäten
• Verschiedene Arbeitsgruppen mit Einzelauftrag
(Einbezug betroffene Verbände)
Î Bearbeitung Einzelfrage
• Ständige Arbeitsgruppe (7 Personen aus Verwaltung, 20
Personen aus betroffenen Verbänden)
Î Diskussionsgremium, Einbezug Praxis
22
Departement für Erziehung und Kultur
Sonderpädagogische Angebote:
Praxis des Kantons bis 1.1.2010
23
Departement für Erziehung und Kultur
Schulische Heilpädagogik (SHP)
•
Gezielte heilpädagogische Unterstützung von Kindern mit
Schulschwierigkeiten im Rahmen der Regelklasse durch Arbeit am
Kind und in der Klasse sowie durch Beratung und Unterstützung der
Lehrperson (Förderdiagnostik, Förderplanung)
Praxis Kanton Primarschule / Kindergarten:
⇒ Voraussetzung: vom AVK bewilligtes SHP-Konzept
⇒ Bewilligung volles Pensum SHP pro 6 Abteilungen ohne Angebot
von Kleinklassen
24
Departement für Erziehung und Kultur
Schulische Heilpädagogik (SHP)
•
•
Bewilligung volles Pensum SHP pro 8 Abteilungen mit Angebot von
Kleinklassen
Befristete Bewilligungen bei klar sinkenden Schülerzahlen
Praxis Kanton Sekundarschule:
⇒ Bewilligung eines Pensums je nach Angebot von Kleinklassen und
Grad der Durchlässigkeit
⇒ Befristete Bewilligungen bei klar sinkenden Schülerzahlen
25
Departement für Erziehung und Kultur
Kleinklassen (Sonderklassen, Einschulungsklassen)
•
Berücksichtigung besonderer Förderbedürfnisse in Folge allgemeiner
Lernbehinderung, verzögerter Entwicklung oder Verhaltensstörung in
separaten Kleinklassen
(Richtgrösse 11 Schülerinnen und Schüler)
Praxis Kanton:
⇒ In der Regel keine Bewilligung neuer Klassen, Ausnahmen nur bei
Vorliegen triftiger Gründe
⇒ Abbau von Kleinklassen bei Schülerrückgang und Ausbau des
integrativen Angebots (SHP, Schulsozialpädagogik)
26
Departement für Erziehung und Kultur
Integrative Schulen und Kindergärten
•
Integrative Förderung aller Kinder mit Sonderschulstatus im Sinne
der IV
•
Bestehende Schulen in Hohentannen, Neuwilen, Tobel
Praxis Kanton:
⇒ Neue Integrative Schulen sind möglich bei Freiwilligkeit, wenn keine
Mehrkosten für den Kanton entstehen und die Schule bereit ist zu
späterer Anpassung des Modells.
27
Departement für Erziehung und Kultur
Integrationslösungen im Einzelfall
•
Integration von einzelnen Kindern mit Sonderschulstatus
•
Erfahrungen
– Positive Erfahrungen mit körperlich und schulbildungsfähig geistig
behinderten sowie sinnesbehinderten Kindern, schwierige Integration
von verhaltensauffälligen Kindern
– Fehlende Anschlusslösung bei der Nachfolgestufe
– Durch Einzelintervention wird die Klasse nicht unbedingt tragfähiger.
– Schule schafft Präjudiz und gerät in Zugzwang bei andern
Situationen
28
Departement für Erziehung und Kultur
Integrationslösungen im Einzelfall
Praxis Kanton:
Auch in Zukunft unter folgenden Bedingungen möglich:
⇒ Diagnostizierte Sonderschulbedürftigkeit durch PPD
⇒ Einverständnis der Eltern, Unterstützung durch die Schule
⇒ Heilpädagogische Betreuung durch Sonderschule
(ca. 5 Lektionen SHP, 4 Lektionen Klassenhilfe / Woche)
⇒ Kanton vermittelt, keine proaktive integrative Haltung
⇒ Prozessbegleitung durch Schulberatung / PPD empfohlen
29
Departement für Erziehung und Kultur
Sonderschulen: Entwicklung zu Kompetenzzentren
•
Sonderschulen bieten den Regelschulen Fachpersonal zur
Betreuung von Sonderschülern im Einzelfall oder von andern
Schülern mit Schulschwierigkeiten (SHP, PTM) an
(Möglichkeit der Weiterbeschäftigung von Personal trotz
Schülerrückgang), Grundsatz: Freiwilligkeit
Praxis Kanton:
⇒ Keine aktive Steuerung, höchstens Vermittlung, Sonderschulen und
Schulgemeinden kooperieren direkt
30
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
69
Dateigröße
558 KB
Tags
1/--Seiten
melden