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(beg)leiten. Adventszeit ist in WLZ-FZ daher

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http://www.wlz-fz.de/Lokales/Landkreis/Stern-ueber-dem-Waldecker-Land
Wie einst die Weisen aus dem Morgenland lassen sich Menschen auch heute von Sternen
(beg)leiten. Adventszeit ist in WLZ-FZ daher in diesem Jahr „Sternenzeit“. Heute geht es um
die Symbolik des achtzackigen Waldecker Sterns.
Der Waldecker Stern in verschiedenen Ausführungen mit Wittekind Fürst zu Waldeck und
Pyrmont. In seinen Händen hält er einen von einem seiner Söhne vor zehn Jahren gebastelten
Zettelkasten.
© Armin Haß
Bad Arolsen. Und wer sonst außer dem Chef des Hauses Waldeck und Pyrmont, Fürst
Wittekind, könnte dazu aus nächster Nähe Auskunft geben? Doch ist die Sterndeutung in
diesem Fall nicht so ganz einfach, weil das heraldische Symbol vor gut 1000 Jahren in das
Wappen derer von Schwalenberg, heute in Ostwestfalen-Lippe, integriert wurde. Als
Nachkommen haben die Waldecker Grafen und die späteren Fürsten den Stern in das Hausund Familienwappen aufgenommen, in dem er heute noch seinen Platz hat.
Der achtstrahlige Stern und der Name Waldeck sind sozusagen die Markenzeichen der
Region: Alle waldeckischen Gemeinden tragen den Stern in den offiziellen Wappen. Manche,
wie Bad Arolsen, führen den halben Waldecker Stern im Wappen. Dieses ist übrigens erst in
den 30er Jahren geschaffen worden. Bevor die Eiche in das Wappen aufgenommen wurde,
blickte das Auge Gottes über die untere Hälfte des Sterns.
Schwarz auf Gelb
04.09.2013 11:01
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http://www.wlz-fz.de/Lokales/Landkreis/Stern-ueber-dem-Waldecker-Land
Wie sieht er nun aus, der echte Waldecker Stern? „Schwarz auf gelbem Grund und immer
achtstrahlig“, erklärt Fürst Waldeck. Damit ist in erster Linie das im Wappen der Familie
enthaltene Sternensymbol gemeint. Doch existieren zahlreiche Varianten - auch im Schloss
selbst: ob nun als Intarsie im Fußboden, als Zierde am Eingang zur Hauptverwaltung oder auf
dem Zettelkästchen, das einer der Söhne vor etwa zehn Jahren selbst gebastelt hat. Sie alle
symolisieren auch ein Stück Verbundenheit mit den Waldecker Grafen respektive dem
Fürstenhaus. Als guter Stern auf allen Straßen ziert das Zeichen auch manche Karosse. Ein
„Renner“ sind die Autoaufkleber „Fürstentum Waldeck“ mit Stern gewesen, und auf das WA im
Kfz-Kennzeichen achten auch gebürtige Waldecker, wenn sie schon anderswo in der Republik
leben.
Der Waldecker Stern begleite jeden Familienangehörigen von Kindheit an, sagt Fürst Waldeck.
Damit sind auch die unzähligen Ausführungen auf Wappen der Gemeinden, Fahnen der
Schützengesellschaften oder handge-machten Wandtellern gemeint.
„Ich annektiere die immer als unseren Waldecker Stern“, witzelt das Oberhaupt des
Fürstenhauses. Geschenke der Familie würden zudem gerne mit dem Stern geschmückt.
Über die genaue Bedeutung des achtstrahligen Sterns speziell im Waldecker Land lässt sich
nach so langer Zeit spekulieren. In einer Gelnhäuser Urkunde von 1180 nennt sich erstmalig
der Schwalenberger Widukind III. nach der Burg Wal-deck, die in der Mitte des 11.
Jahrhunderts hoch über dem Tal der Eder errichtet wurde. Etwa 1226 übernahm Adolf I.
Wal-deck, und in seiner 45-jährigen Regentschaft dehnte er seinen Herrschaftsbereich aus.
Weitere territoriale Veränderungen folgten. Mit dem Namen Waldeck - von Wald-Eck - wurde
auch der bereits von den Schwalenbergern geführte Stern in Siegel und Wappen
übernommen.
Nicht exklusiv
Ein exklusives Nutzungsrecht gibt es freilich nicht. Sterne in verschiedenen Abwandlungen, ob
halb oder mit 24 Strahlen, rot, schwarz oder blau - wie bei der nach dem ehemaligen
Fürstentum benannten Wal-deckischen Landeszeitung - Sterne werden gerne als Sym-bol
genutzt. „Bedauerlicherweise können wir keine Lizenzgebühren kassieren“, erklärt Fürst
Waldeck schmunzelnd.
04.09.2013 11:01
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Seele and Geist
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