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Frust wie Freuden geteilt - Dienstag 18.11.2014 - Surseer Woche

EinbettenHerunterladen
Donnerstag, 15. September 2011
20. Jahrgang
heute Grossauflage
Wochenzeitung für Stadt und Region Sursee
Nummer 37
AZ-6210 Sursee
Einzelpreis Fr. 3.50
www.landisursee.ch
Redaktion/VerlagAnzeigenInternet
redaktion@surseerwoche.ch
Telefon 041 921 85 21
Telefon 041 921 30 91
Telefax 041 921 75 33
Telefax 041 921 42 81
www.surseerwoche.ch
Kommentar
Mit meiner Gross­
mutter haben wir
Kinder vor jedem
Essen ein «Vater­
unser» und ein «Ge­
grüsst seist Du Ma­
ria» gebetet. Die
Hände gefaltet, den Blick auf den
Tisch gerichtet, streng, wie der
gleichmässige Rhythmus und Ton
der Gebete. Nach dem Kreuzzei­
chen gabs Fleisch und Butterbrote,
was uns das langweilig erscheinen­
de Nachplappern erdulden liess.
Am nächsten Sonntag, 18. Septem­
ber, findet, wie jedes Jahr, der Eid­
genössische Dank-, Buss- und Bet­
tag statt. Passt ein solcher Tag noch
in die moderne Welt, in der sich
Der Bettag bietet
auch Chancen
VON Thomas STillhart
zwar Fussballer bekreuzigen und
Schulzimmer ohne Kreuze verpönt
sind, doch das Gebet aus der Öf­
fentlichkeit verbannt ist?
Zweifler können berechtigte Argu­
mente einwerfen: Obwohl in der
Präambel der Bundesverfassung
Gott angerufen wird, muss der
Staat keinen Bettag verordnen, das
soll, wenn überhaupt, den Kirchen
vorbehalten bleiben; Massengebete
tragen den Schleier von Fanatis­
mus; früher ruhten am Bettag die
Autos, es war ein Tag der Familie
und der Ruhe. Heute ist der Bettag
vielen ein Tag wie jeder andere.
Nichts Besonderes.
Andererseits wird am Sonntag nie­
mand gezwungen, am Bettag teilzu­
nehmen und miteinander zu feiern.
Der ökumenische, mehrere Religio­
nen umfassende Charakter des Bet­
tags bietet zudem auch Chancen.
Wenn Katholiken und Reformierte
mit Muslimen zusammen beten,
d.h. feiern, sprechen, innehalten,
essen und trinken, kann das ein
kleiner Schritt zum besseren Ver­
ständnis sein. Und meine liebe
Grossmutter hätte wahrscheinlich
auch Freude, zu sehen und zu hö­
ren, dass ihre Nachkommen wäh­
rend des Betens fröhlich sind.
Thomas.stillhart@surseerwoche.ch
Tel. 041 921 18 18
www.agrolasursee.ch
Frust wie Freuden geteilt
Lebensraum-preis 2011 für esther und hanspeter bisig aus sursee
nicht im Scheinwerferlicht stehen».
«In Sursee – und darüber hinaus –
sind zahllose kulturelle, ökologische
und soziale Initiativen ohne die umsichtige und uneigennützige Mitwirkung von Esther und Hanspeter BisigBächler undenkbar», begründet die
Stiftung.
Für ihre «engagierte, nachhaltige und kreative Kulturarbeit auf
dem Lande» werden Esther und
Hanspeter Bisig mit dem Lebensraum-Preis 2011 ausgezeichnet.
«Wir sind aus allen Wolken gefallen,
als wir von dieser Ehre erfahren haben», sagt Hanspeter Bisig. Und seine
Frau Esther fügt an, dass sie speziell
erfreut darüber seien, dass auch die
Vielfältigkeit ihrer Engagements gewürdigt werde.
Sei es bei den Frauenräumen, dem
Frauenforum, dem Luzerner Asylnetz,
der Spielgruppe, dem Kinoclub, der
Arbeitsgruppe Solidar oder anderen
Initiativen – das Ehepaar Bisig hat
sich in den vergangenen Jahrzehnten
in und um Sursee für sehr vieles stark
gemacht, und das meist im Hintergrund. «Wir haben dabei Frust und
Freuden geteilt», sagt Esther Bisig.
Dies entspricht denn auch der Absicht
der Stiftung «Luzern – Lebensraum
für die Zukunft». Die Zielsetzung
Esther und Hanspeter Bisig werden für
ihr vielseitiges Engagement mit dem Lebensraum-Preis 2011 geehrt. Foto rs
heisst «quer» und der Preis soll an
Menschen gehen, die «gewöhnlich
Viel Überzeugungsarbeit
«Besondere Freude haben wir am
Wort ’quer’», sagt Hanspeter Bisig.
«Denn der Weg», erklärt Esther Bisig,
«war nicht immer einfach, wir stiessen teils auf grosse Widerstände und
mussten oft Überzeugungsarbeit leisten.» Beide Preisträger betonen, dass
ihre Initiativen immer gemeinsam mit
anderen zustande gekommen seien.
«In der Gemeinschaft ist es uns am
wohlsten, weil dies erfüllend ist»,
sagt Esther Bisig.
Die öffentliche Preisübergabe findet
am Samstag, 26. November, um 17.30
Uhr, im Stadttheater Sursee statt.
Seite 11/rs
Charly Freitag für
Edgar Fischer
Sursee-Mittelland Edgar Fischer, bald abtretender Gemeinderat
von Büron, gibt per Ende Jahr auch
das Präsidium des Regionalen Entwicklungsträgers (RET) Sursee-Mittelland ab. Seine Nachfolge soll der Beromünsterer Gemeindepräsident und
Kantonsrat Charly Freitag am 13. Dezember übernehmen. Der designierte
Präsident skizziert im Interview mit
dieser Zeitung die Rolle des Entwicklungsträgers. «Er muss ein Raum werden, wo sich die Gemeinden treffen
und Aufgaben koordinieren.» Weiter
ist Freitag überzeugt, dass viele Gemeinde-Aufgaben nur noch regional
Seite 3/sti
gelöst werden können. Tagesstrukturen ab
2012 flächendeckend
Sursee Auf das Schuljahr 2012/2013
setzt die Stadt Sursee die kantonalen
Vorgaben um und führt die Tagesstrukturen an den Stadtschulen flächendeckend ein. Zum Schulhaus St. Martin,
wo seit einem Jahr erfolgreich ein Pilotbetrieb läuft, kommen die Schulhäuser
Neufeld II und Kotten hinzu. Dafür
sind räumliche und organisatorische
Umstrukturierungen nötig, welche im
Budget 2012 berücksichtigt sind. Bis
2013 sollen für die Sicherstellung von
Betreuung, Mittagstisch und Hausaufgabenhilfe vier Vollzeitstellen geschaffen werden. Seitens der Schulen liegt
die Gesamtleitung der Tagesstrukturen
bei Kurt Schäfer, die operative Leitung
Seite 23/DZ
bei Carmen Brunner.
Zweifel am Nutzen
der Securitastruppe
Geschäftige Frauen im Fokus
Beilage Die neuste Ausgabe von «Wirtschaft im Fokus» widmet sich den Geschäftsfrauen und Unternehmerinnen in der Region in Wort und Bild. Thema sind auch Kommunikationsunterschiede zwischen Frau und Mann.Foto Ana Birchler-cruz
Sursee Seit über zehn Jahren sorgen
private Sicherheitskräfte im Dienst
der Gemeinde für Ruhe und Ordnung
in der Altstadt. «Das grösste Problem
sind die Lärmemissionen», erklärt
Marcel Büeler, Bereichsleiter Öffentliche Sicherheit. Ähnlich sehen das
auch die Restaurant- und Barbetreiber. Für Martin Blum vom Restaurant
Malou sind die Kompetenzen der Securitasangestellten nicht weitreichend genug. «Sie müssten eingreifen
können, anstatt nur Rapporte zu verfassen.» Büeler hingegen betont, dass
die Präsenz der Securitaspatrouille zu
weniger Sachbeschädigungen geführt
habe. Positive Rückmeldungen erhält
er auch von der Polizei. Seite 23/OH
Reklame
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<wm>10CFWMvQ4CMQyDn6iVHRqTkhHddroBsXdBzLz_RI4NyV4-_-x7esfP9-14bo8kGGiYZkDSLx1XzGSMbm6JWQnIG1VIQ_obtBAQwDo7xUqLavQ2tMK1yPOhGAXrn9f7CwhAotqBAAAA</wm>
Helen Leumann ist
nicht zufrieden mit
der aktuellen Politik
der FDP Schweiz.
Seite 5
Todesanzeigen
Seite 36
Kirchenanzeiger
Seite 37
Mit der barocken Oper
«Orfeo» sorgte der
Jugendchor Sursee für
grosse Begeisterung.
Die Polyathlon-Teilnehmer dürfen sich in
diesem Jahr auf neue
Disziplinen freuen.
Die Auktion von Cañameras-Werken brachte
die Summe von 58’000
Franken ein.
Seite 11
Seite 20
Seite 21
Veranstaltungen
S. 38–39
Wetter
Seite 38
Notfalldienst
Seite ••
38
Seite
Forum
2
Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche • 15. September 2011
BRIEFKASTEN
Klimawandel:
Zeit zum Handeln!
Am vergangenen Donnerstag lud die
Gruppe Solidar zu einer Informationsveranstaltung in den Bürgersaal des
Rathauses Sursee. Professor Thomas
Stocker (Uni Bern, Co-Präsident des
Uno-Klimarates) trug ein hervorragendes, wissenschaftlich fundiertes und
dennoch sehr verständliches Referat
mit Fakten und möglichen Optionen
zum Thema «Klimawandel» vor.
Fakten: Die Temperaturerwärmung insbesondere seit 1970, parallel dazu die
stete Zunahme der CO2-Konzen­tration
in der Atmosphäre – weit über die üblichen Schwankungen während der letzten Eiszeiten hinaus – und der kausale
Zusammenhang zwischen CO2-Konzentration und Erwärmung sind bewiesen und werden von der Wissenschaft
nicht mehr in Frage gestellt.
Optionen für die Zukunft: Wir passen
uns laufend an oder wir «basteln» an
der Umwelt (zum Beispiel Schwefelstaub als Schutzschild) – beides verbunden mit gravierenden Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft
und mit unüberschaubarem Risiko und
Nebenwirkungen. Oder wir ändern unser Verhalten, reduzieren die fossilen
Energieträger und ersetzen sie durch
erneuerbare Energien – je schneller (sofort) umso sanfter, je später (in zehn bis
20 Jahren) umso drastischer.
Fazit: Nehmen wir unsere Verantwortung wahr und unser Wahlrecht für
einen Wandel in Anspruch. Jeder
kann im Kleinen beginnen, die Technik ist vorhanden. Die Tatsachen zu
leugnen wäre grobfahrlässig. Treten
wir für eine Veränderung ein – unseren Kindern und Enkeln zuliebe.
Claus Zimmermann, Eich
Stilstudie am Rathaus Sursee in Schwarz und Weiss.
Braucht Asylpolitik
viele Schubladen?
Politik ist einfach, jedenfalls wird der
Eindruck immer wieder mit einfachen
Formeln auf Plakaten vermittelt. Die
SVP lässt an den Nachfolgerinnen von
Christoph Blocher im Justiz- und
Leserfoto Jonas Wyss
Polizeidepartement jeweils kein gutes
Haar. Unter Bundesrat Blocher seien
die Kosten im Asylbereich massiv gesenkt worden, während die Nachfolgerinnen durch ihre angeblich lasche Praxis diesen Erfolg wieder zunichte
gemacht hätten, so die gängige Kritik.
Die äusseren Umstände – und dies ist
der Vorteil der vereinfachenden Politik
– werden dabei einfach ausgeblendet.
Spinnen wir in dieser einfachen Denkweise weiter, so war die Praxis der Senkung von Asylgesuchen unter Bundesrat Blocher simpel. Gesuche von Irakern
in die Schublade und einfach nicht behandeln. Aus den Augen, aus dem
Sinn. Natürlich scheint der Vorfall komplizierter zu sein, sonst würde die Unter-
suchung dieser Vorkommnisse nicht
drei Monate Zeit beanspruchen. Auch
die Rolle von Bundesrätin WidmerSchlumpf ist in dieser Affäre noch zu
klären. Zurück bleiben viel ungutes Gefühl, ein Rechtsverstoss sowie die einfache und doch zutreffende Erkenntnis,
dass der Fisch immer vom Kopf her zu
stinken beginnt. Pascal Merz, Sursee
Inserate
Genuss ’11
Sursee
Veranstaltungen vom 12. August bis 25. September 2011
Samstag, 24. September, 2. Herbstmärt, 9 bis 17 Uhr in Sursee, zwischen Untertor und Martigny-Platz
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Fokus
15. SEptember 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
Das Heubeerimoos
hat wieder Saft
Naturschutz Im Schlierbacher
Weiler Etzelwil befindet sich das
national geschützte Hochmoor
Heubeerimoos. Nachdem es in
den vergangenen Jahren beinahe verwaldet ist, kann die Renaturierung diesen Herbst erfolgreich abgeschlossen werden.
Ein Hochmoor braucht Licht und Wasser; und es verträgt keine intensive
forstliche Nutzung. Diese Bedingungen waren im Schlierbacher Heubeerimoos in den letzten Jahrzehnten nicht
mehr gegeben: Der Wald war zwar immer noch sehr feucht, aber mit Gräben
zusehends entwässert worden; sein
Blätterdach gestaltete sich dicht und
der Untergrund stark verbuscht. Die
Moorvegetation reduzierte sich.
Folge der Rothenturm-Initiative
Wer diesen Frühling oder Sommer
den Weg ins Moos bei Etzelwil gefunden hat, ist hingegen schon auf ein
ganz anderes Bild gestossen: Das Heubeerimoos präsentiert sich wieder
licht; Rodungsspuren sind unübersehbar. Die Natur holt sich im Surental
ein Gebiet zurück, so wie es die
Schweizerinnen und Schweizer in einer Volksabstimmung 1987 mit einem
Ja für den Schutz der Hochmoore auf
Verfassungsebene gefordert hatten
(sog. Rothenturm-Initiative).
Projekt läuft seit 2009
Die ersten Veränderungen im Heubeerimoos fanden im Herbst 2009 statt –
und heuer werden die Renaturierungsarbeiten fortgesetzt, wie von der
kantonalen Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa) zu erfahren
ist.
Die bisherigen Arbeitsschritte umfassten
vorab Entbuschungsarbeiten.
serdem wurden EntwässerungsAus­
gräben mit Torf aufgefüllt; das dazu
notwendige Material konnte von einem Aushub in einer Nachbargemeinde wiederverwendet werden.
Wasserstand ist regulierbar
«Schliesslich haben wir das Moor mit
zwei sogenannten Spundwänden abgedichtet, so dass wir heute das Wasser auf den gewünschten Stand regulieren können», erklärt Thomas
Stirnimann, Abteilungsleiter Natur
und Landschaft beim Lawa. Diese
Spundwände befinden sich – dies sei
für Ortskundige angeführt – bei der
kleinen Hütte im Heubeerimoos.
Weitere Waldarbeiten im Oktober
Die Verwässerung ist also wieder da,
ebenso das für die Entwicklung eines
Hochmoors wichtige Licht. Damit dies
auch so bleibt, und die Natur das Gebiet wieder vollständig als Moor zurückerobern kann, sind diesen Herbst
weitere Entbuschungsarbeiten vorgesehen. Diese finden vom 10. bis am
14. Oktober durch Zivildienstarbeitende statt.
Andrea Willimann
3
«Gemeinden sind einander ähnlich»
Interview Warum Charly Freitag Präsident des Regionalen Entwicklungsträgers werden will
Edgar Fischer gibt das Präsidium des Regionalen Entwicklungsträgers (RET) Sursee-Mittelland Ende Jahr ab. Sein
Nachfolger steht bereit in der
Person von Charly Freitag. Den
Beromünsterer Gemeindepräsidenten reizt die Aufgabe. Er
steht für die Region ein.
Über viele Jahre mit
Weitsicht präsidiert
Edgar Fischer Seit Bestehen
des Regionalen Entwicklungsträgers hat ihn der Büroner Gemeinderat Edgar Fischer präsidiert –
«über viele Jahre hinweg mit
Weitsicht», wie ihn der Vizepräsident und der Geschäftsführer loben. Der Rücktritt kommt nicht unerwartet, hat er doch bereits seinen
Rücktritt aus dem Gemeinderat von
Büron per Frühling 2012 angekündigt. Eine Findungskommission
hat einen Nachfolger gesucht und
den 33-jährigen Charly Freitag gefunden. Dieser vereine die geforderten Eigenschaften in idealer
Weise. An der Delegiertenversammlung des RET vom 13. Dezember steht die Wahl von Charly
Freitag auf der Traktandenliste. red
Charly Freitag, warum wollen
Sie Präsident des RET werden?
Weil der Regionale Entwicklungsträger wichtige Aufgaben für die Region
leistet. Ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam mehr zustande bringen als
alleine. Die Aufgabe des Präsidenten
ist sehr spannend, aber auch herausfordernd.
Was ist denn so spannend in der
regionalen Zusammenarbeit?
Ohne diese Zusammenarbeit geht gar
nichts mehr. Wir müssen miteinander
kooperieren. Zugleich stehen wir Gemeinden aber auch in einem Wettbewerb zueinander. Spannend ist es nun,
aus dieser Konstellation eine Win-winSituation für alle zu kreieren.
Haben Sie sofort zugesagt, als
Sie als Präsident des RET angefragt wurden?
Nein. Als ich angegangen wurde, habe
ich den RET als Delegierter von Beromünster gekannt. Ich habe die Anfrage in aller Ruhe beurteilt und auch
mein Umfeld damit konfrontiert. Der
Reiz des Amtes hat schliesslich den
Ausschlag für meine Zusage gegeben.
Politiker wollen gerne etwas bewegen
und weiterbringen. Wenn dies gelingt,
macht das doppelt Freude.
Im Gespräch mit unserer Zeitung haben Sie am 30. Dezember 2010 gesagt, Sie besässen
immer mindestens tausend Ideen. Welche Idee schwant ihnen
für den RET vor?
Der RET muss ein Raum werden, wo
sich die Gemeinden treffen und Aufgaben koordinieren.
Was wollen Sie in der Region
Sursee-Mittelland erreichen?
Zuerst ist mir wichtig, einen Konsens
zu finden, wohin wir wollen. Gemeinsam müssen wir erkennen, dass wir
nur vorwärts kommen, wenn alle am
gleichen Strick ziehen.
Da müssen Sie aber noch konkreter werden. Wie sieht die ideale Region für Sie aus?
Ein Punkt ist sicher die regionale
Identität. Das Bewusstsein für die Region muss bei der Bevölkerung geweckt werden. Wir müssen den Gemeinden bewusst machen, dass jede
eine gewisse Funktion in der Region
übernimmt. Sursee und Sempach
etwa haben eine ganz andere Funkti-
gar nicht mehr so heterogen. Beispiele
hierzu sind die Raumplanung und der
Verkehr. Solche Aufgaben können wir
nur gemeinsam lösen.
Charly Freitag, 33-jähriger Gemeindepräsident von Beromünster und seit diesem Jahr
FDP-Kantonsrat, will auf dem Präsidentenstuhl des Regionalen Entwicklungsträgers
Sursee-Mitteland Platz nehmen. Foto Archiv Suwo
on als Grosswangen oder Neudorf.
Was wünschen Sie sich sonst
noch von der Bevölkerung?
Die Bevölkerung sollte offen sein für
die Region. Schön wäre es, wenn sie
mitdenkt, sich auch kritisch einbringt
und sich aktiv am Prozess beteiligt.
Der RET hat eine Vielzahl von
Projekten angestossen oder angedacht. Welches Projekt liegt
Ihnen besonders am Herzen?
Die Breite der Projekte gefällt mir. Ich
will daher kein Einzelnes in den Vordergrund setzen.
Eines der Projekte ist mit «Lancierung
eines
gemeinsamen
Events zur Stärkung der regionalen Identität» umrissen. Was
soll daraus entstehen?
Damit wollen wir die Tätigkeiten des
Regionalen Entwicklungsträgers bewusster werden lassen. Wie dieser
Event aussehen wird, ist aber noch
unklar. Erste Ideen sind zwar schon
vorhanden, etwa ein zentrales Regiofest, mehr kann aber derzeit noch
nicht gesagt werden.
An der Regionalkonferenz vom
3. September kursierte die Idee
eines Regionalrats. Könnte der
RET zur vierten Staatsebene
werden?
Nein, ich sehe diese Entwicklung als
Staatsebene nicht. Eine solche ist im
Kanton Luzern nicht vorgesehen. Die
Koordination der Aufgaben, die die
Gemeinden übernehmen, steht im
Zentrum des RET. Dies kann auch in
Form eines Rates erfolgen.
Der Büroner Gemeinderat Edgar
Fischer war seit dem Bestehen
des RET 2009 ihr Präsident. Was
können Sie von ihm lernen?
Edgar Fischer hat es sehr gut fertig gebracht, die verschiedenen Parteien
und Interessen an einen Tisch zu bringen. Er hat immer die Region in den
Vordergrund gestellt und nicht die
einzelne Gemeinde.
Im Regionalen Entwicklungsträger sind 19 Gemeinden von Beromünster bis Wauwil angeschlossen. Ist das nicht ein allzu
heterogenes Gebilde?
Das ist eine Frage des Standpunktes.
Wenn man den RET aus einiger Distanz betrachtet, so stehen wir vor ähnlichen Herausforderungen und sind
Im nächsten Jahr soll laut Aufgabenplanung das Präsidium zu
einem Teilpensum aufgestockt
werden. Braucht der Präsident
einen Lohn?
Ja! Der Präsident soll in einem 20-Prozent-Pensum arbeiten können. Der
Hintergedanke ist, die Zielsetzung der
Stärkung der Regionalpolitik nach innen sowie nach aussen. So, dass der
Präsident sich mehr im Politischen
und den Strukturen des RET einbringen und gezielter arbeiten kann.
Der Kanton Luzern muss sparen. Betreffen die Kürzungen
auch den RET?
Der Regionale Entwicklungsträger
Sursee-Mittelland wird von den 19 Gegetragen. Wir sind nicht direkt abhängig vom Kanton. Gerade im Bereich
der Finanzen macht aber die regionale Zusammenarbeit besonders Sinn.
Die Einsparungsmöglichkeiten sind
immens, wenn wir den RET stärken.
Projekte über das gesamte Verbundsgebiet hinweg ermöglichen einen grossen Synergieeffekt.
Sie sind Gemeindepräsident,
Amtsparteipräsident der FDP,
Kantonsrat, Student und wahrscheinlich ab Januar 2012 noch
Präsident des Entwicklungsträgers. Haben Sie nicht langsam
genug Ämter gesammelt?
Es hat mir den Ärmel reingenommen.
Ich finde die Arbeit sehr spannend
und interessant, wie ich schon erwähnt habe. Im Studium bin ich zudem sehr flexibel.
Interview Thomas Stillhart
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15. SEptember 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
5
«Besonders stolz bin ich auf die Uni Luzern»
Helen Leumann Die luzerner Ständerätin hat derzeit Mühe mit der gegenwärtigen FDP-Politik und Fulvio Pelli
Die Luzerner Ständerätin Helen
Leumann ist derzeit an ihrer
letzten Session im Bundeshaus
anzutreffen. Mit dieser Zeitung
blickt sie zurück und voraus –
auf die Wahlen im Herbst.
Helen Leumann, diesen Montag
begann die letzte Session in
Bern mit Ihnen als Ständevertreterin des Kantons Luzern. Wie
sind Sie in die erste Sessionswoche gestartet?
So, wie es wohl zu erwarten ist nach
fast dreissig Jahren politischer Tätigkeit auf kantonaler und nationaler
Ebene: mit einem lachenden und mit
einem weinenden Auge.
Sie freuen sich auf mehr Freizeit?
... und ich bin auch etwas wehmütig,
weil ich mein Amt doch sehr gerne
ausgeführt habe.
Die Herbstsession ist thematisch happig: Es stehen noch gewichtige Entscheide an, beispielsweise zum Atomausstieg.
Lehnen Sie sich jetzt einfach zurück oder werden Sie noch für
eine Position kämpfen?
Das Wesen der politischen Arbeit ist
es, zu wichtigen Fragen Position zu
beziehen. Das hat mit der inneren
Überzeugung zu tun, weshalb ein Zurücklehnen gar nicht möglich ist.
In welchen anderen Themen
wollen Sie sich noch eingeben?
In allen, die in irgendeiner Form mit
Bildung und Wirtschaft zu tun haben,
das heisst in Themen aus meinen politischen Kernbereichen.
Sie sind 1995 gewählt worden
und haben in den ersten drei Legislaturen wichtige Geschäfte
begleitet. Welche waren für Sie
persönlich die Wichtigsten?
Besonders stolz bin ich auf die Entwicklung der Universität Luzern, die
ich kantonal und national massgeblich
mitprägen konnte. Ja, und sonst fällt
mir die Auswahl schwer: Es waren so
viele interessante Themen in 16 Jahren, die Gentechnologie, die Fristenlösung, für die ich mich engagierte, all
die Bildungsreformen und so weiter.
Indem sie sich endlich auf ihre Kernbereiche konzentriert: Wirtschaft,
Bildung und Umwelt. Als Ständevertreterin – und eben nicht als Nationalrätin – konnte ich es mir leisten,
diese Maximen zumindest in meiner
eigenen Politik im Ständerat zu leben und musste mich weniger der
Parteiführung unterordnen.
Täuscht der Eindruck oder gingen Sie die vergangenen vier
Jahre etwas ruhiger an?
Das haben Sie richtig beobachtet. Ich
bin gesundheitlich nicht mehr ganz
auf der Höhe und muss daher etwas
zurückstecken.
Als Ständerätin waren Sie auch
Mitglied der Bundesversammlung und als solche auch bei
wichtigen Wahlen dabei. Welche
Bundesratswahl der letzten Jahre ging Ihnen am meisten unter
die Haut?
Ganz klar die Abwahl von Ruth Metzler. Hier hat man aus parteipolitischen Gründen eine Frau geopfert, die
sehr gute Arbeit geleistet hat. Das war
meines Erachtens nicht richtig. Die
damalige Justizministerin war zwar
nicht in meiner Partei, aber ich habe
sehr gut mit ihr zusammengearbeitet.
Bedauern Sie, dass Sie bei der
nächsten, spannenden Bundesratswahl nicht dabei sein können?
Nein! Ich freue mich jetzt wirklich,
mein Leben anders gestalten zu können, beispielsweise mit meinen zwei
kleinen Grosskindern. Ich glaube
überhaupt, dass es mir gut gelungen
ist, den Abschied aus der Politik vorzubereiten, indem ich sowohl das Privatleben wie auch das Berufsleben in
der Collano in Sempach Station stets
sehr gepflegt habe.
In Ihren 16 Amtsjahren ist der
Stern Ihrer Partei, der FDP, markant gesunken. Weshalb?
Ach, da hat so viel mitgespielt, so dass
ich mich nicht auf ein paar Gründe
FDP-Ständerätin Helen Leumann. Foto
MS
beschränken möchte. Aber ich gebe es
zu: Auch ich habe derzeit Mühe mit
der gegenwärtigen Parteipolitik der
FDP und dem aktuellen Präsidenten
Fulvio Pelli, dem es einfach nicht gelingen will, unsere eigenen Leute und
die Wähler zu mobilisieren.
Sie befürchten ein schlechtes
Wahlergebnis Ihrer Partei?
Sicher keines, das uns alle irgendwie
beflügeln würde. Ich will hier nicht
schwarzmalen, und die Luzerner Liberalen sind ja auch nicht gleich wie die
FDP Schweiz. Bezüglich meiner Kantonalpartei bin ich zuversichtlicher:
die Stimmung ist gut, die Kandidaten
sind motiviert, wie ich gerade jüngst
an einer internen Veranstaltung in
Egolzwil sehen konnte.
Was könnte die Situation der
FDP noch verbessern?
129 Nationalratskandidatinnen
und -kandidaten bewerben sich
am 24. Oktober.
Welchen
Tipp
haben Sie für
Politiker,
die
aus dieser Masse
herausstechen und gewählt
werden
möchten?
Seien Sie immer
ehrlich und sich
selbst! Verdrehen
Sie sich nicht aufgrund parteipolitischer Vorgaben!
Sie sind in der Region auch als
Geschäftsfrau und Mitbesitzerin der Collano AG bekannt. Inwiefern konnten Sie sich in Bern
auch für die Region einsetzen?
Ehrlich gesagt, wirkte ich wohl eher
weniger regional als kantonal. Beispielsweise bei der Universitätspolitik
eben sehe ich mich – gemeinsam mit
alt Regierungsrätin Brigitte Mürner,
CVP – wirklich als eine der Mütter der
Luzerner Uni. Auf dieses Engagement
bin ich stolz, denn
es
gibt
nichts
Wichtigeres, als in
die Bildung zu investieren.
«Als Luzerner Ständevertreterin – und
eben nicht als Nationalrätin – konnte ich
es mir leisten, meine
Maximen zumindest
in meiner eigenen Politik im Ständerat zu
leben.»
Falls die FDP bei den nationalen
Wahlen schlechter abschneidet
als die CVP, will Fulvio Pelli einen der FDP-Bundesräte «opfern». Unterstützen Sie diesen
Rückzug?
Ja, es ist Pellis öffentliches Versprechen; auch wenn es mir eine Ecke von
meinem Herzen abschneidet, wenn
der einst so stolze Freisinn dann noch
ein einziges Regierungsmitglied auf
Bundesebene stellen würde.
Eine Fusion mit einer anderen
Bundesratspartei wäre für Sie
nie eine Option gewesen?
Oh, doch. Ich wäre da offener gewesen, als mancher meiner Parteikollegen. Ich habe es beispielsweise auch
sehr bedauert, dass es im Kanton Luzern zwischen CVP und FDP bei den
anstehenden Wahlen nicht zu einer
Listenverbindung kam.
Sie werden sich
demnach – ab
Dezember
im
Ruhestand als
Ständerätin
–
Ihrer
eigenen
Weiterbildung
widmen?
Es würde mich
reizen, mein Italienisch zu verbessern, nachdem ich
mich in Französisch und Englisch
schon sehr gut ausdrücken kann.
Wo wird man Sie sonst noch in
der Öffentlichkeit antreffen?
Ich werde weiterhin die politischen
und wirtschaftlichen Aktivitäten in
unserem Kanton mit Interesse beobachten und begleiten. Ausserdem behalte ich meine Funktion in unserem
Unternehmen Collano, wo ich dafür
sorge, dass unseren Mitarbeitenden
nichts fehlt.
Ihr Kalender bleibt also voll?
Auf jeden Fall, wenn auch nicht mehr
randvoll. Ganz sicher werde ich aber
dafür sorgen, dass nun endlich genug
Zeit bleibt für meine Grosskinder und
für Reisen zusammen mit meinem
Mann.
Interview andrea Willimann
Neue Fliege bedroht regionale Früchteernte
Schädling Die Kirschessigfliege dringt vom Süden her ins SchweizerLand ein und ist schwer zu bekämpfen
Als ob die Schweiz nicht schon
genug unter der Wespenplage
leidet, die Kirschessigfliege ist
im Anflug. Diese japanische Fliege frisst vorwiegend Beerenund Obst, für die Menschen ist
sie jedoch ungefährlich.
«Ich will nicht schwarzmalen, aber
diese Fliege könnte zu riesigen wirtschaftlichen Schäden führen, wenn
sie sich irgendwo in einem Gebiet etablieren würde», sagt Markus Hunkeler, zuständig für Spezialkulturen bei
der Dienststelle Landwirtschaft und
Wald (lawa) des Kantons Luzern. Was
Hunkeler bekümmert ist die Kirschessigfliege (Drosophila suzukii). Diese
japanische Fruchtfliege wurde in diesem Juli erstmals in der Schweiz festgestellt. Zwar ist der Schädling aus
Italien her kommend erst im Tessin
und in Graubünden nachweislich aufgetaucht, doch wird es für ihn ein
Leichtes sein, den Gotthard zu überwinden und sich im Mittelland zu
befallenen Früchte in sich zusammenfallen. Die Kirschessigfliege mag vor
allem Erdbeeren, Heidelbeeren, andere
Beeren, Kirschen, Pfirsiche, Aprikosen
und anderes Steinobst. «Auch der
Weinbau könnte von dieser Fliege betroffen sein», weiss Hunkeler. Alle
Früchte mit relativ weicher Schale seien akut gefährdet.
Ein ausgewachsenes
Kirschessigfliege. Männchen
der
Foto zvg
verbreiten. Die Fliege ist bekannt für
ihre rasche Verbreitung und daher
auch auf der europäischen Warnliste.
Im Schnitt 400 Eier
Vorwiegend wütet die zwei bis drei cm
grosse Kirschessigfliege in Fruchtplantagen. Sie legt ihre Eier – im Schnitt
sind es pro Weibchen 400 – in gesunde
Früchte. Die geschlüpften Larven ernähren sich vom Fruchtfleisch. Sie
saugen es regelrecht aus, so dass die
Eine Frage der Zeit
Gewarnt von Schäden in Italien und
Frankreich 2010 bildete die Forschungsanstalt Agroscope ChancingsWädenswil in diesem Frühling eine
Arbeitsgruppe, die schweizweit Insekten-Fallen in Obstbauregionen aufgestellt hat. Verschont blieb bisher der
Kanton Luzern. «Es ist aber eine Frage
der Zeit, bis sie auch bei uns gesichtet
wird», meint Markus Hunkeler.
Bereits im Februar hat das lawa daher
an der Pflanzenschutztagung die Beeren- und Früchtebauer über die neue
Gefahr aus dem Fernen Osten orientiert. Falls Beeren oder Früchte befal-
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len sind, müssen sie entsorgt werden.
Und zwar sofort. Markus Hunkeler
verrät: «Ob man sie kompostieren
kann oder nicht, klären wir derzeit
noch ab.» Die Bekämpfung der Kirschessigfliege erscheint schwierig, da sie
die Fähigkeit hat, gesunde Früchte
kurz vor der Ernte zu befallen. Agroscope arbeitet derzeit an der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln.
Zehn Fallen im nächsten Jahr
Im nächsten Jahr, so Markus Hunkeler, will der Kanton Luzern rund zehn
Fallen aufstellen. Diese locken mit Essig die Insekten an. Das Fallenmonitoring soll helfen, mehr über die Verbreitung der Fliege zu erfahren. Ein
Trost kann der Spezialkulturen-Experte Hunkeler trotz der alarmierenden
Nachrichten ausrichten: «Dass Personen durch die Kirschessigfliege erkranken, kann ich ausschliessen.»
Und er verspricht, dass sie dran bleiben bei der Suche nach Bekämpfungsmöglichkeiten. Thomas Stillhart
Bekämpfung des
Maiswurzelbohrers
Verfügung Die Dienststelle
Landwirtschaft und Wald (lawa)
verfügt, dass zur Bekämpfung des
Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera virgifera) um Parzellen mit
befallenen Maispflanzungen Kernzonen mit einem Radius von fünf
Kilometern und Sicherheitszonen
mit einem Radius von zehn Kilometern festgesetzt werden. In den
Kernzonen sind Maistransporte
jeglicher Art ab sofort bis am 30.
September verboten. Ausnahmen
sind im Luzerner Kantonsblatt vom
10. September veröffentlicht. Auf
Parzellen, auf denen 2011 Mais angebaut wurde, ist der erneute Maisanbau im Jahre 2012 verboten. Gleiches gilt auch in den SicherheitsRED
zonen. 6
Fokus
Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche • 15. SEptember 2011
«Betet, freie Schweizer, betet!»
BETTAG Über das Beten in der öffentlichkeit zu sprechen, fällt heute vielen sehr schwer
Beten heisst mehr als bitten
oder danken. Beten ist eine Kommunikationsform. Darüber sprechen scheint aber schwierig zu
sein. Der diesjährige Dank-,
Buss- und Bettag thematisiert
diese Hemmungen.
kennt.» Viele würden das Bibelwort
befolgen und das Gebet ins stille Kämmerlein verlegen. Die Tabuisierung
des Betens sei aber vorbei. «Beten ist
heute viel mehr als Hände falten.»
Persönlich ist ihm das Beten sehr
wichtig und wertvoll, wie er erklärt.
Im Schweizerpsalm heisst es in der
ersten Strophe: «Betet, freie Schweizer, betet!» Dieser Befehl aus dem 19.
Jahrhundert können und dürfen alle
am nächsten Sonntag befolgen, wenn
der Dank-, Buss- und Bettag wieder
stattfindet. Verschwunden ist das Beten in der Öffentlichkeit nicht, wie
drei Beispiele zeigen.
Barack Obama hielt am letzten Sonntag in New York, am zehnten Jahrestag
von 9/11, inne, betete. Fussballer rund
um den Globus bekreuzigen sich vor
wichtigen Spielen, beten. Im Stift Beromünster feiern Propst, Custos sowie
die Chorherren täglich die Laudes, die
Terz und die Vesper, sie beten. Unzählig sind die Formen von Beten, ein jeder kann für sich herausfinden, welche ihm passt. Dass viele Mühe haben,
über ihr Beten zu sprechen, beschreibt
Stefan Sägesser, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit der Reformierten
Kirche Kanton Luzern: «Beten als Teil
der religiösen Praxis ist aus dem sichtbaren Alltag verschwunden, tabuisiert
worden. Man spricht nicht darüber.»
«Es kommt auf mich an»
Maria Graf-Huber aus Oberkirch ist
Synodalratspräsidentin der katholischen Landeskirche Kanton Luzern.
«Ich bete in allen Lebenssituationen:
beim Velofahren, wenn ich auf den
Zug warte, vor und in einer Sitzung»,
erklärt sie offen. Im Rhythmus des
Atems spreche sie innerlich die beiden Worte «Gott, Liebe». Für Graf-Huber ersetzt Beten nie das Handeln. Es
verleiht ihr aber Vertrauen und Kraft.
Aus ihrer Erfahrung weiss sie: «Es
kommt auf mich an, aber es hängt
nicht von mir ab.»
Dankbarkeit im Herzen scheint Maria
Graf-Huber wichtiger als mit Worten
zu danken. Und in einem Segensgebet
liege grosse Wirkkraft: «Es ist wie jemandem Gutes wünschen, nur stärker.
Gott segne und behüte dich.» Die Synodalpräsidentin betet alleine und in
der Gemeinschaft. Ihr fröhlichstes Gebet ist das Singen. Ab und zu besuche
sie eine einsame Kapelle, um dort zu
singen. «Singen ist doppelt beten»,
fügt sie an.
«Das ist mir zu persönlich»
In der Kampagne zum diesjährigen
eidgenössischen Dank-, Buss- und
Bettag (kurz: Bettag) schalteten die beteiligten Kirchen einen Blog auf (siehe: www.auch-du-betest.ch). Dort
können Gläubige ihre Erfahrungen mit
Beten niederschreiben. Dominik Thali, Leiter der Kommunikationsstelle
der römisch-katholischen Landeskirche, stellt ernüchtert fest, dass nur
wenige diese Gelegenheit nutzen.
Gleiches hat diese Zeitung erfahren,
als sie bei kantonal und regional bekannten Persönlichkeiten nach ihren
Die Hände gefaltet, die Augen geschlossen, konzentriert. Beim Beten sind die Formen
sehr zahlreich. Foto ZVG
Betgewohnheiten und -rhythmen
nachfragen wollte. «Das ist mir zu
persönlich», lautete die Antwort.
Von Berufs wegen gibt der Surseer Gemeindeleiter Markus Heil Auskunft.
Für ihn ist beten eher ein Stille halten
als das Herunterlesen eines klassischen Gebetes. «Es ist mehr ein Hören
als ein Reden. Ich werde so wacher,
auch für meine Mitmenschen», erklärt
Heil. In seiner Diakonatszeit hat Markus Heil versprochen, ein Mann des
Gebets zu sein. Dieses Versprechen
versucht er täglich einzulösen. Als besonderen Ruhepunkt in der Woche bezeichnet der Gemeindeleiter das «Stille Sitzen» in der Gruppe. Jeden
Freitagabend treffen sich Interessierte
im Kapuzinerkloster von 17 bis 18
Uhr. «Dieses Erlebnis vertieft die tägliche Übung», sagt Heil. Das christliche Prinzip des miteinander Beten
werde so intensiver. Wenn Markus
Heil im Gebet um etwas bittet,
schliesst er dies immer auch mit ei-
nem Dank ab. «Wenn dann der Dank
nicht kommen würde, wäre das Aberglauben», sagt er überzeugt. Besondere Freude hat der katholische Gemeindeleiter von Sursee, wenn Christen
wieder mehr durch äussere Zeichen
wie den Glockenschlag der Kirchen
zum Beten finden.
«Das Gebet ist keine Wunscherfüllungsmaschine», findet Ulrich Walther, Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Sursee. Er
hält sich ganz an den Reformator Martin Luther, wenn er weiter erklärt:
«Beten ist Reden mit Gott.» Das sei in
ganz verschiedenen Situationen möglich: «In Gedanken, in einem Minutenblitz, während eines Spaziergangs,
mit Freunden oder in der Stille».
Mehr Leute beten als bekannt ist
Ulrich Walther ist überzeugt, dass viel
mehr Menschen beten als sie zugeben.
«Man erzählt nur denjenigen etwas
über das Beten, die man auch gut
Das Beten gibt Kraft
«Ich lasse den eigenen Gedanken
spontan freien Lauf und bete weniger
drei Vaterunser», sagt Marianne Kurmann, Fraktionspräsidentin Sursee
der katholischen Landeskirche aus
Sempach. Dieses Gedankenaustauschen geschieht bei Marianne Kurmann morgens, tagsüber und am
Abend. «Manchmal täglich, bestimmt
wöchentlich bete ich so», verrät sie.
Dieses Beten gibt ihr Kraft. Marianne
Kurmann dankt und bittet im Gebet.
«Ich gebe mir Mühe, dass ich danke»,
Thomas stillhart
meint sie. Wo am Sonntag beten?
Programm Die Tradition des
«Grossen Gebets der Eidgenossen»
ist erstmals 1517 schriftlich überliefert. Im Jahr, als Martin Luther
seine 95 Thesen veröffentlichte.
1796 wurde angesichts der drohenden Revolution auf Antrag Berns
erstmals eine allgemeine, katholische und reformierte Festfeier am
8. September durchgeführt. Die
Tagsatzung von 1832 legte den Bettag erstmals auf den dritten Sonntag im September. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in den
1960er-Jahren wird der Eidgenössische Buss-, Dank- und Bettag als
ökumenischer Festtag begangen.
In Sursee sind alle zum ökumenischen Gottesdienst um 10.30 Uhr
beim Marienbrunnen in der Oberstadt und anschliessendem Mittagessen eingeladen. Pfarrer Ulrich
Walther und Diakon Markus Heil
gestalten diesen ökumenischen
Gottesdienst. Die Pfarreien BüronSchlierbach, Knutwil, Winikon
und die reformierte Kirchgemeinde
Triengen gestalten am Sonntag, 18.
September, um 10.30 Uhr in Bad
Knutwil einen ökumenischen Gottesdienst zum Bettag, zusammen
mit dem Theaterinstitut von Christoph Schwager, Mime und Theologe, Härkingen. Tabea Wullimann
wird die Pantomimenpredigt (ohne
Worte) zum Thema «Berufung», gestalten. Um 9.30 Uhr startet der
Bettagsgottesdienst der katholischen Pfarrei Triengen, an welchem der Männerchor singt. In
Sempach in der Pfarrkirche findet
um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit Erntedank statt.
Hansueli Hauenstein und Bernhard
Stadler predigen, der Kirchenchor
singt. Anschliessend wird ein Apéro gegeben. Auch in Eich beginnt
der Bettag-Gottesdienst in der
Pfarrkirche um 10 Uhr, ebenfalls
mit dem Kirchenchor. In Nottwil
wird im Anschluss an den Wortgottesdienst um 9.30 Uhr zum
«Zwetschgenwähenessen» ins ViRED
kariatshaus geladen. Als Knutwil noch eine Landvogtei war
GemeindeGrenzen Ein KNAPPER geschichtlicher Überblick über Geuensee, Knutwil, Mauensee und Sursee
Die Grenzen von Geuensee,
Knutwil, Mauensee und Sursee
haben sich im Verlaufe ihrer Geschichte verändert. Knutwil und
Mauensee bildeten gar bis 1819
eine Gemeinde.
Napoleon Bonaparte steht am Anfang
der politischen Gemeinde in der
Schweiz. Ohne seine starke Hand
wäre die politische Gemeinde – auch
als Einwohner-Gemeinde bekannt –
als Körperschaft nicht vor rund 200
Jahren geschaffen worden. Schon vorher wurden in den Dörfern Ammänner, Brunnenmeister, Förster oder
Waisenvögte gewählt. Ein Quentchen
Selbstverwaltung war so trotz obrigkeitlicher Herrschaft möglich.
Knutwil und Mauensee fusioniert
Betrachtet man die Entwicklung der
vier Gemeinden Geuensee, Knutwil,
Mauensee und Sursee, tauchen Verzahnungen, aber auch Trennendes
auf. Während sich Sursee seit 1299
mit einem Stadtrecht mit weitreichenden Kompetenzen schmückte, schlossen sich Knutwil und Mauensee zur
Landvogtei Knutwil zusammen. Geuensee gehörte als Exklave zur Grafschaft Rothenburg, ebenfalls eine
Landvogtei. Das Dorf Geuensee mit
dem Hof Krumbach war um 1300 Teil
der habsburgischen Verwaltungseinheit Sempach. Nach 1416 geriet es unter die Vogtei Rothenburg, zwischenzeitlich mit dem Weiler Hunzikon
zusammen. 1798 wurde die Gemeinde
Geuensee dem Distrikt und späteren
Amt Sursee zugeteilt.
Eine weitere Insel im Herrschaftsbereich von Sursee war Knutwil, dem
Die Verwaltung der Region Sempachersee im 17. und 18. Jahrhundert. M = Michelsamt; R = Rothenburg, W = Willisau. Die gestrichelten Linien sind Landvogteigrenzen,
die als politische Grenzen heute verschwunden sind.
Foto: Die Luzerner Pfarreien und Landvogteien
Stift Zofingen als Niedergerichtsherrschaft gehörend. 1453 protestierte
Bern als eigentlicher Schutzherr Zofingens in Luzern, weil der Luzerner
Rat die Knutwiler besteuern wollte.
Erst 1579 gelangte Knutwil an Luzern.
Um seinem Bedürfnis nach Eigenständigkeit entgegenzukommen, errichtete
Luzern die Landvogtei Knutwil. In ihr
eingeschlossen war bis 1819 das heutige Gebiet der Gemeinde Mauensee.
Damals schlossen sich Mauensee,
Kaltbach und Bognau zur politischen
Gemeinde Mauensee zusammen. Vorher war der Weiler Bognau Teil der
Landvogtei Willisau. Seit 1299 ist Sursee eine Stadt, im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie mit zusätzlichen
Markt- und Zollfreiheiten ausgestattet, ab 1417 gar mit der Blutgerichtsbarkeit. Zwei Jahre zuvor stoppte die
Stadt Luzern Ausdehnungsgelüste
Sursees im Michelsamt und eroberte
das Surenstädtchen.
Vor 1798 fühlten sich die Menschen
mehr einer Pfarrei als einer politischen Gemeinde zugehörig. Deckungsgleich sind diese beiden Arten
von Gemeinden noch heute nicht. Wie
Max Huber in einem 1999 verfassten
Aufsatz schreibt, war das Gefüge der
Pfarrei «subjektiv wohl mindestens
ebenso bedeutsam wie die Einteilung
in Vogteien». Die katholische Pfarrei
Geuensee besteht erst seit 1935, vorher war sie Bestandteil der Pfarrei
Sursee. Mauensee hat zwar seit 1723
eine Kapelle, gehört aber zur Pfarrei
Sursee. Die erste Kirche in Knutwil
stammt aus dem 13. Jahrhundert. 1325
wurde sie dem Stift Zofingen angegliedert. Nach der Reformation wechselte der Kirchensatz (mittelalterlicher Rechtsbegriff, Mitwirkungsrecht
bei der Besetzung der Pfarrstelle) nach
Bern und 1577 an das Kloster St. Urban. Nach der Klosteraufhebung 1841
übernahm der Staat Luzern die Rechte
und Vermögen. 1966 konnte die Kirchgemeinde die Pfrundliegenschaften
mit Kirche, Pfarr- und Sigristenhaus
sowie Land und Wald übernehmen.
Zur Pfarrei Knutwil zählt seit 1807
auch das Bad Knutwil, politisch jedoch zu Triengen gehörend.
Grosse Kirchgemeinde
Erstmals 1228 werden in Sursee ein
Leutpriester und ein Vikar erwähnt.
Von 1399 bis 1841 besass das Kloster
Muri das Patronatsrecht (dem Kir-
chensatz ähnlich) über die Pfarrkirche. Die Pfarrei Sursee besitzt noch
heute verschiedene Filialkirchen und
Kapellen. Schenkon, Mauensee, der
Oberkirchberg und einige Weiler der
Gemeinde Beromünster bilden mit
Sursee die Pfarrei Sursee.
Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Sursee, 1895 errichtet, umfasst 27 Ortschaften und vier Pfarrämter. Zum Pfarramt Sursee gehören
unter anderem Geuensee, Knutwil,
Mauensee und Sursee.
thomas STillhart
Verwendete Literatur: Fritz Glauser/Jean Jacques Siegrist, Die Luzerner Pfarreien und
Landvogteien. Luzerner Historische Veröffentlichungen, Band 7, Luzern 1977; Max Huber,
Das Gefüge der Gemeinden. Ein verwaltungsgeschichtlicher Beitrag zum Gemeindewesen
im Kanton Luzern, Luzern 1999. Historisches
Lexikon der Schweiz, www.hls.ch, Artikel
über die Gemeinden Geuensee, Knutwil, Mauensee und Sursee.
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Fokus
15. September 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
Kaltbach weiterhin
nicht erschlossen
Die Lehre aus dem Konflikt
Gemeinsam für den
Energieumbau
Kantonsrat Misstöne im Spitalrat sorgten für dringliche Anfragen
Gemeindetag Eine sichere und
bezahlbare Energieversorgung
ist die wohl grösste Herausforderung der kommenden Jahrzehnte. Am schweizweit ersten
«Gemeindetag Energie» in Sempach wurde aufgezeigt, wie der
Energieumbau umzusetzen ist.
Der Konflikt um die personellen
Veränderungen im Spitalrat des
Luzerner Kantonsspitals provozierte im Kantonsrat drei dringliche Anfragen. Die Regierung
zeigte unter anderem auf, welche Lehre sie daraus zieht.
Nach Kaltbach fahren auch weiterhin
keine Postautos.
Foto christian berner
Öffentlicher Verkehr Im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens zum Fahrplan 2012 gingen beim Verkehrsverbund Luzern rund 170 Stellungnahmen
ein. Einige Wünsche im Regionalverkehr konnten nachträglich
noch berücksichtigt werden.
Die Änderungen im Angebot des öffentlichen Verkehrs bei Bahn und Bus auf
den Fahrplanwechsel im Dezember
2011 bleiben im Wesentlichen jene, welche diese Zeitung bereits vorgestellt hat:
• Durchgehend modernes, klimatisiertes
Rollmaterial für den Regio-Express Luzern–Olten und die S8 Sursee–Olten.
• Neues Bus-Angebotskonzept im Surental mit annäherndem Zwanzigminutentakt zwischen Sursee und
Triengen sowie Direktkursen zwischen Triengen und Schöftland
während der Hauptverkehrszeit und
Halbstundentakt am Wochenende.
• Die direkte Buslinie Ruswil–Sursee
bedient die Haltestelle SPZ Nottwil
nicht mehr. Dafür wird die Linie
Sursee–Oberkirch nach Nottwil
Oberdorf verlängert, wobei sie auch
das SPZ Nottwil bedient.
• Auf der Achse Kantonsspital–Bahnhof–Campus verkehrt in Sursee die
neue Ortsbuslinie 86 mit Kleinbussen.
Mehr Doppelstockzüge
Auf der Strecke bleiben einmal mehr
der Wunsch, die S-Bahn zwischen Luzern und Olten wieder durchgehend
fahren zu lassen, und die Anträge auf
Verbesserungen im Fernverkehr der
SBB. So lässt der Halbstundentakt
Richtung Bern – diese Linie gehört zu
jenen mit den höchsten Zuwachsraten
im gesamten Netz – noch mindestens
bis 2025 auf sich warten. Dafür soll der
Einsatz zusätzlicher DoppelstockKompositionen das Platzproblem entschärfen. Nicht umgesetzt werden zudem die Forderung nach einem Halt
der Interregios und ICN Basel–Tessin
in Sursee, jene nach der Weiterführung
der Basler Interregios zwischen 22 und
24 Uhr von Zofingen nach Sursee–Luzern, sowie jene nach mehr direkten
Verbindungen zwischen SempachNeuenkirch und Olten sowie nach
einem Halt des Regio-Express Luzern–
Olten in Nottwil. Dafür hält der erste
Regio-Express am Morgen (Sursee ab
5.21 Uhr) neu auch in St. Erhard.
Weiter auf der Strecke bleibt die geforderte Buserschliessung von Kaltbach,
weil auf der Linie Sursee–Dagmersellen
aus betrieblichen Gründen keine Zusatzschlaufe möglich ist und die geringe
Nachfrage zusätzliche Kosten nicht
rechtfertigen würde. Immerhin können
beim Busangebot punktuelle Verbesserungen umgesetzt werden. So wird die
erste Verbindung am Sonntagmorgen
von Triengen (ab 6.04 Uhr) nach Sursee
(von Mitarbeitern des Kantonsspitals
gefordert) wieder eingeführt, zwischen
Sursee und Beromünster ein zusätzliches Kurspaar nach 21 Uhr angeboten
und von Montag bis Freitag ein zusätzlicher Frühkurs Eich–Sempach-NeuenDaniel Zumbühl
kirch eingeführt.
Die detaillierten Stellungnahmen zur Fahrplanvernehmlassung können im Internet unter
www.verkehrsverbund-luzern.ch/dienstleistungen/fahrplan-2012 heruntergeladen werden.
7
Beim Konflikt um die Neuwahl des
Spitalrates sei es nicht um Kompetenzstreitigkeiten gegangen, sondern
um den Vorwurf des ehemaligen Spitalratspräsidenten Hans Amrein, das
Gesundheits- und Sozialdepartement
habe die Variantenvorschläge für die
Neuausrichtung des Spitals Wolhusen
nicht rechtzeitig an den Regierungsrat
weitergeleitet. So umschreibt der Regierungsrat in der Antwort auf eine
der Anfragen den springenden Punkt,
der zu den Querelen geführt hat. Aus
Sicht der Regierung sei dieser Vorwurf
Nachtragskredit
abtraktandiert
Sicherheitszentrum Sempach
Am Montag traktandierte der Kantonsrat den Nachtragskredit von zwei
Millionen Franken zum Staatsvoranschlag 2011 für die Projektierung des
Sicherheitszentrums Sempach ab. Gegen diese Massnahme wehrte sich
Heidi Frey (CVP, Sempach) erfolglos.
Die Regierung wolle Klarheit darüber,
ob es dem Parlament ernst sei mit der
Realisierung des Zentrums, aber auch
die Bevölkerung und das Gewerbe
bräuchten ein Zeichen, machte sie
geltend. Der Abtraktandierungsantrag
war pikanterweise aus CVP-Kreisen
eingereicht worden – aus finanziellen
Gründen und weil noch zu viele Fragen offen seien. Wie es jetzt weitergeht, ist laut Finanzdirektor Marcel
Schwerzmann unklar. Ursprünglich
war geplant, mit dem Bau des rund 50
Millionen Franken teuren Zentrums
DZ
2014 zu beginnen.
indessen unbegründet, da erst im Juni
sämtliche Akten vorhanden gewesen
seien, damit sich der Regierungsrat an
seiner Klausur im Juli mit dem Geschäft habe befassen können.
Kompetenzen klar geregelt
Überdies seien die Kompetenzen zwischen Kantonsrat, Regierungsrat und
Spitalrat im Spitalgesetz klar geregelt.
«Ähnlich wie bei der SBB oder der
Post gibt die Politik die strategischen
Zielvorgaben bekannt, und der Spitalrat führt das Unternehmen innerhalb
dieser Vorgaben», so der Regierungsrat. Gemäss seiner Beurteilung könne
dem Spitalrat eine «eigentliche Kompetenzüberschreitung» nicht vorgeworfen werden. Aber: «Sehr problematisch erachten wir hingegen die
Tatsache, dass der Spitalratspräsident
die vom Regierungsrat in Auftrag ge-
gebenen Berichte aus seiner Sicht in
den Medien auszugsweise dargelegt
und kommentiert hat.»
Vertrauensverhältnis verbessern
Im Vorstoss wurde der Regierungsrat
auch mit der Frage konfrontiert, welche
Lehre er aus dem Konflikt ziehe. «Das
Vertrauensverhältnis zwischen Spitalrat
und Regierungsrat, vertreten durch den
Gesundheitsdirektor, muss verbessert
werden», lautet die klare Antwort. So
sei vorgesehen, dass der Gesundheitsdirektor in Absprache und zu ausgewählten Traktanden an den Sitzungen des
Spitalrates teilnimmt. Verbesserungswürdig sei auch der Austausch zwischen dem zuständigen Departement
und dem Spitalrat beziehungsweise
dem Unternehmen Luzerner Kantonsspital in der externen Kommunikation,
so der Regierungsrat. Daniel Zumbühl
Im Stillen gearbeitet
Zusammenarbeit Luzern/Aargau Anfrage Müller
Mehr als 60 Projekte sind seit der
Rahmenvereinbarung über dieZusammenarbeit zwischen den
Kantonen Luzern und Aargau
Ende 2006 aufgegleist worden.
Die ehemalige Kantonsrätin Erna Müller-Kleeb (CVP, Rickenbach) richtete
im letzten November an den Regierungsrat eine Anfrage über die Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Luzern und Aargau. Der Vorstoss wurde
am Dienstag im Rat behandelt. Wie aus
der Antwort des Regierungsrates hervorgeht, konnten seit der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarnung zwischen den beiden Regierungen Ende
2006 40 Projekte abgeschlossen oder in
den ordentlichen Verwaltungsbetrieb
überführt werden. Weitere 26 Vorhaben umfasst die Liste der laufenden
Zusammenarbeitsprojekte. Etwas mehr
als die Hälfte betrifft die Bereiche Bau,
Planung, Umwelt und Wirtschaft (zum
Beispiel Wasserbau oder grenzüberschreitendes Buskonzept).
Wie der Regierungsrat weiter ausführt, hätten sich, wenn sie einmal gestartet waren, keine Projekte als
schwierig erwiesen, und ebenso hätten keine abgebrochen werden müssen. Unter den aktuellen Projekten
steht neben den Kennzahlen der Kantonshaushalte in den Bereichen Gesundheit und Bildung, der Informatik,
den Fachhochschulen und dem Bibliothekswesen auch der Unterhalt der
Nationalstrassen zur Diskussion. Bei
Letzterem wird die Mitgliedschaft Luzerns in der selbstständigen Gesellschaft der Nordwestschweizer KantoDZ
ne geprüft.
Tribüne
Alle sollen die Prämien bezahlen
Endlich – was lange
währt, wird endlich
gut. Noch müssen zwar die Ände­
rung des Einführungsgesetzes zum
Bundesgesetz über die Krankenversi­
cherung und die Änderung des Prä­
mienverbilligungsgesetzes in die
zweite Runde, doch zeichnet sich be­
reits ab, dass künftig Prämienverbil­
ligungen direkt an die Versicherer,
das heisst an die Krankenkassen be­
zahlt werden. Damit ist die Anpas­
sung an die bundesrechtlichen Be­
stimmungen vollzogen und meine
Motion M 153 vom Februar 2008
endlich umgesetzt.
Gemäss bundesrechtlichen Bestim­
mungen ist es den Kantonen auch
erlaubt, über säumige Prämienzah­
ler eine schwarze Liste zu führen.
Die Motion M 717 von Romy Odoni
(FDP.Die Liberalen) hatte genau dies
im Januar 2011 gefordert. Jetzt ist
diese Bestimmung im Gesetz aufge­
nommen. Wer künftig also seine
Krankenkassenprämien trotz Betrei­
bung nicht bezahlt, wird auf einer
schwarzen Liste registriert. Sind die
Schulden berappt, wird der Eintrag
wieder gelöscht. Doch nicht nur das:
Personen, welche auf dieser schwar­
zen Liste sind, müssen künftig nur
noch in Notfällen behandelt wer­
den. Wann es sich um eine Notfall­
behandlung handelt, wird im Gesetz
noch genauer definiert werden müs­
sen. Die vorberatende Kommission
wird sich mit der genauen Defini­
tion noch vor dem November befas­
sen.
Eigentlich ist es äusserst bedenklich,
dass mit «schwarzen Listen» ope­
riert werden muss, handelt es sich
doch nicht um zahlungsunfähige,
sondern um zahlungsunwillige Mit­
bürger. Bei Bezügern von Sozialhilfe
oder Ergänzungsleistungen werden
die Krankenkassenprämien nämlich
immer direkt bezahlt. Folglich ent­
stehen bei ihnen keine Ausstände.
Sie, Kinder und Jugendliche unter 18
Jahren, werden nicht auf der schwar­
zen Liste aufgeführt sein.
Für die Zahlungsunwilligen wird die
Allgemeinheit, sprich die Steuerzah­
ler, auch weiterhin in die Tasche grei­
fen müssen. Die jährlichen Kosten für
die Betreibung der Liste werden auf
250’000 bis 300’000 Franken ge­
schätzt. Für den Aufbau kommen
einmalig rund 200’000 Franken dazu.
Ob und wie viel die Leistungserbrin­
ger für die Einsicht in die schwarze
Liste bezahlen müssen, ist noch nicht
klar. Unter dem Strich aber lohnt sich
der Aufwand alleweil, sind doch die
Debitorenverluste beim Kantonsspi­
tal Luzern mit fünf Millionen Fran­
ken pro Jahr eher tief bemessen und
die Zahlungsausstände bei den pri­
vaten Leistungserbringern, sprich
Haus- und Spezialärzten, Physiound Ergotherapeuten sowie Ernäh­
rungsberatern, gar nicht berücksich­
tigt. Ebenso wenig sind die
innerbetrieblichen Kosten für die (un­
nötig) aufgewendeten Bürostunden
für Mahnwesen und entsprechende
Umtriebe schwer in Franken zu bezif­
fern. Die effektiven Debitorenverlus­
te, welche säumige Prämienzahler
verursachen, belaufen sich im Kan­
ton Luzern schätzungsweise auf über
zehn Millionen Franken. Dass dies
die Allgemeinheit trägt, kann es ja
wohl wirklich nicht sein.
Wie die privaten Leistungserbringer
künftig mit «Listenpatienten» umge­
hen werden, wird sich zeigen. Ausser
in Notfällen können sie nämlich
nicht zu einer Leistung verpflichtet
werden. Die Definition des «Notfalls»
wird massgebend sein, wie viel Kos­
ten künftig bei den Gemeinden anfal­
len oder weiterhin bei den Leistungs­
erbringern als Debitorenverluste
hängen bleiben. Es ist zu hoffen, dass
die Massnahme der schwarzen Liste
die erhoffte Wirkung zeigt und die
Krankenkassenprämien künftig von
allen bezahlt werden, so wie Artikel
im Einkaufsgeschäft, die Prämie der
Autoversicherung oder die Strom­
rechnung. Im Kantonsrat fiel wäh­
rend der Debatte die Bemerkung, die
schwarze Liste sei eine Erziehungs­
massnahme. Zum Glück muss sich
die Mehrzahl der Bürgerinnen und
Bürger dieser nicht unterziehen, son­
dern ist verantwortungsbewusst, han­
delt korrekt und bezahlt anstehende
Rechnungen zeitgerecht. Ich appel­
liere an die künftigen Zahlungsun­
willigen, Eigenverantwortung zu
übernehmen, den Zahlungspflichten
nachzukommen, unser System nicht
auszunutzen und die Allgemeinheit
nicht zu schröpfen. Anderes Handeln
kann
möglicherweise
ziemlich
schmerzhaft werden.
regelmässig stellen wir Kantonsratsfraktionen eine Tribüne zur Verfügung. Heute: Angela Pfäffli (FDP, Grosswangen)
Am 28. September tagt der Ständerat.
Das wichtigste «Traktandum»: Der
Atomausstiegsentscheid des Bundesrats soll gekippt werden. Das ist gar
nicht nach dem Geschmack des Kantons Luzern und seiner Gemeinden.
Am Gemeindetag «Energie», der am
Freitag vom Verein Energieallianz und
dem Verband Luzerner Gemeinden
(VLG) in der Festhalle Sempach durchgeführt wurde, setzten prominente Referenten aus Wirtschaft und Politik sowie die anwesenden Gemeindevertreter ein deutliches Signal: Sie sind der
Überzeugung, dass es in naher Zukunft auch ohne Kernkraftwerke geht
und wollen sich mit allen Mitteln für
den Energieumbau einsetzen.
Bereits sind verschiedene Projekte am
Laufen. So lancierte der von FDP-Nationalrat Otto Ineichen gegründete
Verein Energieallianz ein Projekt, das
im ganzen Kanton energieautonome
Regionen schaffen will, so genannte
«Energietäler». Ineichen selber präsentierte den Anwesenden das
13-Punkte-Programm, mit dem der
Verein Energieallianz den Energieumbau gesamtschweizerisch voranzutreiben gedenkt. Sein Credo: «Das Gute
muss an der Basis passieren.» Das Signal, das hier vom Kanton Luzern ausgehe, soll sich möglichst rasch in weiteren Kantonen ausbreiten.
70 Prozent weniger CO2
Pascal Previdoli, Vizedirektor des
Bundesamtes für Energie, präsentierte
in Sempach die vom Bundesrat vorgelegte «Energiestrategie 2050». Er ist
der Überzeugung, dass damit die CO2Emissionen um bis zu 70 Prozent reduziert werden könnten. Um die Energieeffizienz zu steigern und den
Anteil der erneuerbaren Energien auszubauen, müssten in naher Zukunft
der Bereich Forschung und Entwicklung erweitert und die internationale
Zusammenarbeit ausgedehnt werden.
Kanton Luzern mit Vorreiterrolle
Mit Freude berichtete Regierungsrat
Robert Küng, dass mittlerweile 16 Gemeinden im Kanton Luzern mit total
140’000 Einwohnern das Label «Energiestadt» tragen. In diesen Kreis gehört
seit zwei Wochen auch die Gemeinde
Wauwil. Geht es nach Küng, soll der
Kanton Luzern in Sachen Energieumbau schon bald eine Vorreiterrolle einnehmen. Bereits hat der neue Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements dem Parlament
eine Lockerung der Bewilligungspflicht für Solardächer vorgeschlagen:
Diese sollen erst ab einer Grösse von 20
m2 bewilligungspflichtig werden, und
nicht schon bei zehn m2, wie es die
heutige Regelung vorsieht. Küng
schwebt zudem vor, dass bis ins Jahr
2030 der Anteil an erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch verDaniel Schwab/RED
doppelt wird.
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Wirtschaft
15. SEptember 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
9
Noch nie so viele Kartoffeln wie heuer
Hilfe für arbeitslose
KV-Abgänger
Landwirtschaft Optimale Wetterverhältnisse in diesem Jahr führen zu Rekordergebnis
Stiftung Speranza Die kaufmännische Lehre ist bei Schweizer Jugendlichen sehr beliebt.
Nach der Abschlussprüfung findet jedoch jeder vierte KV-Lernende keinen Job. Die Stiftung
Speranza bietet konkrete Hilfe.
Die Prognosen für die diesjährige Kartoffelernte fallen sehr
hoch aus. Doch der erwartete
Rekordertrag bereitet nicht allen Freude. Zu viele Kartoffeln
verderben den Preis.
der beliebtesten Sorte in der Schweiz,
bekommen die Produzenten 47.85
Franken – Stand 1. September 2011.
Da die meisten Produzenten mit ihren
Abnehmern Verträge über die lieferba-
«Unter dem Strich
bleibt den Produzenten weniger übrig als
sonst.» Marie-Thérèse Lütolf,
«Sicherlich hat die Witterung im
Frühling zum hohen Ertrag beigetragen», erklärt Stefan Heller, Geschäftsführer des Luzerner Bäuerinnen- und
Bauernverbandes. Die Kartoffeln hätten früh gepflanzt werden können,
und die Böden seien warm gewesen.
«Zudem war dann in der Hauptwachstumsphase wieder genügend Wasser
vorhanden», beschreibt Heller die
idealen Bedingungen für die Kartoffel.
Derzeit gehen die Experten davon aus,
dass die Kartoffelernte mit 511’800
Tonnen sehr gross ausfallen wird.
re Menge aushandeln, nützen Anton
Gut die höheren Erträge also wenig. Er
erklärt: «Ich muss rund 20 Prozent des
Ertrages den Kühen verfüttern.» Der
Trienger Landwirt erwartet auf seinen
2,5 Hektaren eine Ernte von rund 125
Tonnen Kartoffeln.
142 Hektaren Kartoffeln
Der Kanton Luzern ist keine klassische Kartoffelhochburg. «1,7 Prozent
der Anbaufläche befinden sich im
Kanton Luzern», weiss Ruedi Fischer,
Präsident der Vereinigung Schweizer
Kartoffelproduzenten. Bern und Freiburg gehören zu den grossen Kartoffel-Kantonen. Weiter folgen die Westschweiz und die Ostschweiz. In der
Zentralschweiz und somit auch im
Kanton Luzern dominiert die Graswirtschaft (Kühe, Milch, Fleisch).
«Die geringe Zahl an Kartoffelbauern
hat auch damit zu tun, dass die Abnehmer weit weg von den Produzenten liegen», erklärt Fischer. Seit 2003
sei die Anbaufläche im Kanton Luzern
halbiert worden. Im letzten Jahr haben
285 Produzenten auf 142 Hektaren
Kartoffeln angebaut, wie Bernhard
Koch, Fachleiter Direktzahlungen in
der Abteilung Landwirtschaft bei der
Dienststelle Landwirtschaft und Wald,
Kanton Luzern, erklärt. «Die Zahlen
für dieses Jahr ermitteln wir erst im
Oktober definitiv», fügt Koch an.
Einer der grösseren Produzenten
wohnt in Triengen, heisst Anton Gut
und hat derzeit praktisch keine freie
«Der Erntesegen ist ein Problem»
Von Kartoffeln und ihren Produzenten
versteht Marie-Thérèse Lütolf, die
Leiterin der Obsthalle Sursee, einiges.
Sie leidet mit den Produzenten mit:
«Der Erntesegen ist ein Problem. Der
Aufwand ist grösser, unter dem Strich
bleibt ihnen aber weniger übrig als
sonst.» Zudem brächten die idealen
Wetterbedingungen eine weitere Konkurrenz auf den Markt. «Die Hausgärten erzielten ebenfalls sehr gute Erträge. Viele Hobbygärtner verschenken
ihren Nachbarn Kartoffeln», weiss
Lütolf aus Erfahrung.
In der Obsthalle treffen täglich Kartoffeln ein. Marie-Thérèse Lütolf bezeichnet die Ernte 2011 als «sehr gut
und exzellent». Statt im Schnitt 300
bis 450 kg pro Are erwartet sie rund
600 kg Kartoffeln pro Are. Ihr ist auch
bewusst, dass die Übermengen verfüttert und nicht auf den Markt geworfen
werden. Den Kartoffelkonsum der
Schweizer beurteilt Lütolf kritisch.
Die Konkurrenz durch Teigwaren und
Reis sei gross. Kritisch sagt sie: «Je höher das Bruttosozialprodukt eines
Landes, desto geringer der KartoffelThomas Stillhart
konsum.» Nach dem Fleischberg und der Milchschwemme folgt nun im Herbst der Kartoffelüberfluss. Rösti, Geschwellti und Raclette sind angesagt. Foto zvg
Minute. Über den Mittag hat er ein
kleines Zeitfenster, Auskunft über die
diesjährige Ernte zu erteilen. «Unser
Ertrag ist rund 20 Prozent höher als in
anderen Jahren», schätzt Anton Gut,
wohnhaft im Marchstein, spitz an der
Grenze zum Kanton Aargau. Der hohe
Kartoffelertrag korrespondiert jedoch
nicht mit der Qualität. Diese sei in
diesem Jahr sehr unterschiedlich aus-
gefallen, meint er. Der Boden, die Saaten und das Wetter beeinflussen diese.
Der Kartoffelpreis wird gedrückt
Einen Nachteil erfahren die Kartoffelproduzenten heuer wegen des tiefen
Preises. Die Abnehmer würden diesen
drücken, klagt Anton Gut. Der Markt
senkt die Einzelpreise, wenn das Angebot hoch ist. Für 100 kg Charlotte,
Leiterin Obsthalle Sursee
«Der fährt sicher einen Ferrari»
Sursee Henrik Belden am Montagsgespräch der Bision über Vorurteile gegenüber Musikern
Sie gilt als «zum Schwelgen
schön», die Musik von Henrik
Belden. Tatsächlich lehnte sich
so mancher Gast des Bison Montagsgesprächs entspannt in seinem Stuhl zurück, als er seine
Lieder anstimmte.
Einen echten Lokalmatadoren konnte
Rudolf Fehlmann, CEO der Bison
Schweiz AG, den rund 50 Gästen des
Montagsgesprächs diesmal ankündigen: Den Vitznauer Musiker Henrik
Belden. Seit dem Erscheinen seines
Debutalbums «On The Way To My
Guiding Lights» Anfang 2008 zeigt die
Karrierekurve steil nach oben. Denn
nicht nur die Fans, auch die Musikkritiker sind von der angenehm rauen
Stimme und den sanften, eingängigen
Liedern des 29-jährigen Singer/Songwriters begeistert. Die zweite CD «My
favourite ghost» konnte nahtlos an
den Erfolg des Erstlings anknüpfen,
und insbesondere der Song «Cathleen», den Belden als Einstieg ins
Montagsgespräch spielte, entwickelte
sich schnell zum Ohrwurm. Er wurde
nicht nur von zahlreichen Lokalradios, sondern auch von DRS 3 rauf
und runtergespielt.
Gute Chancen bei den Frauen
Dass er voll auf die Karte Musik setzen möchte, war für Lukas Linder, wie
Belden mit bürgerlichem Namen
heisst, schon früh klar. «Ich habe
schnell gemerkt, dass Musiker gute
Chancen bei den Frauen haben», verriet er gleich zu Beginn schelmisch.
Tatsächlich war es denn auch ein Kon-
zertauftritt, der ihn mit seiner Frau,
Radio Pilatus-Moderatorin Selina Linder-Schürch zusammenbrachte. Die
beiden haben eine elf Monate alte
Tochter. «Es hat also funktioniert», so
Belden lachend. Mit seiner Musik und
seiner erfrischenden, authentischen
Art eroberte er aber nicht nur die Damenwelt, sondern auch das Bison-Publikum im Sturm.
Zum Singen kam Henrik Belden mehr
aus einer Notsituation heraus: «Ich
war Schlagzeuger in einer Punkband,
machte also richtig laute und wilde
Musik. Als wir einen neuen Sänger
brauchten, schlugen meine Kollegen
vor, dass ich doch diesen Part übernehmen könnte.» In nur drei Monaten
brachte er sich autodidaktisch das Gitarrespielen bei, «weil ich mir komisch vorkam, so ganz ohne Instrument.»
Auch mal einen Spruch klopfen
Der Gitarre ist er bis heute treu geblieben, die Musik dagegen hat sich markant verändert – weg vom Punk hin zu
ruhigen, fast schon melancholisch angehauchten Liedern. «Das ist aber nur
eine Seite von mir. Im Gegensatz zu
anderen Singer/Songwritern bin ich
ein sehr geselliger Mensch, der auch
mal gern einen Spruch klopft auf der
Bühne.» Nicht selten werde ein Konzert von ihm fast zum Comedyprogramm. Wer ihn im Gespräch erlebt,
glaubt es ihm aufs Wort.
Ebenso, dass er in der Musik seine Erfüllung gefunden hat. Wenngleich
dieser Weg nicht immer einfach ist:
«Sobald deine Songs im Radio ge-
Ende August waren in der Schweiz
18’076 Jugendliche arbeitslos gemeldet. Übermässig stark betroffen sind
ausgelernte Kaufleute. 25 Prozent der
KV-Lernenden finden nach der Lehrabschlussprüfung keine Stelle. Viele
sind in der falschen Branche oder im
falschen Betrieb gelandet. Die Stiftung
Speranza hat in Beratungsgesprächen
festgestellt, dass für eine KV-Lehre oft
zu wenig Abklärungen getroffen werden. Junge Erwachsene sind durch die
Vielfalt der KV-Branchen schnell
überfordert. Ihnen fehlt der Überblick
über die einzelnen Berufsbilder und
deren Weiterbildungsmöglichkeiten.
Den KV-Absolventen ist oft nur klar,
dass sie keinen handwerklichen Beruf
ausüben möchten.
Hilfe bei der Berufswelt
Die Stiftung Speranza ist überzeugt,
dass man mit einer frühzeitigen Karriere- respektive Weiterbildungsplanung die Zahl der stellenlosen KV-Abgänger reduzieren kann. Mit dem
Angebot «Berufliche Neuorientierung» hilft sie jungen Erwachsenen,
sich im Dschungel der Berufswelt zurechtzufinden. Mit einem Assessment,
in dem die schulischen und sozialen
Kompetenzen erfasst werden. Der Fokus liegt auf den beruflichen Plänen
und Perspektiven sowie auf der arbeitsmarktlichen Ausgangslage. Mit
Assessment und Interview wird eine
individuelle Laufbahnplanung erstellt. Der Unterschied zur herkömmlichen Berufs- und Laufbahnplanung:
Dank einem Gespräch mit Wirtschaftsexperten und Vertretern der Berufsverbände können sich die Jugendlichen
ein fundiertes Bild des angestrebten
Berufs machen. Den Branchenvertretern ist es möglich, die Eignung des Jugendlichen besser zu beurteilen.
Das Assessment der Stiftung Speranza
richtet sich an arbeitslose Personen
unter 25 Jahren mit einer abgeschlossenen Erstausbildung. Es ist für die
Teilnehmer kostenlos. Seit der Lancierung der «Beruflichen Neuorientierung» wurden 700 Assessments
durchgeführt. Die Stiftung Speranza
rechnet jährlich mit 1000 Assessments an verschiedenen Standorten in
der Schweiz. Weitere Infos und Anmeldung auf www.stiftungsperanza.
ch unter «Assessment-Center». red
Die Marke Emmi ist
vertrauenswürdig
Henrik Belden kam zur Musik wegen den Frauen, wie er erzählte.
spielt werden und du ein paar Mal in
den Medien gewesen bist, denken viele Leute: Der fährt sicher einen Ferrari
und wohnt in einer Villa.» Diesbezüglich würden sich gerade junge Künstler oft Illusionen machen. In der
Schweiz sei es nun mal schwer, von
der Musik zu leben. «Für viele ist das
nicht mal ein Beruf. Wenn du jemandem erzählst, dass du Musiker bist, ist
die Reaktion häufig: Ach ja, und was
arbeitest du?»
Trotzdem könnte sich Belden kein anderes Leben vorstellen. «Ich habe
zwar die Wirtschaftsmittelschule absolviert, aber ich glaube nicht, dass
ich in einem Bürojob glücklich wäre.»
Lieber arbeitet er an seinem dritten
Album, das im Februar erscheinen
Foto zvg
soll. Zwei Songs sind Tochter Mena
gewidmet, die sein Leben «total verändert hat», wie er bekennt. «Ich mache mir über vieles intensiver Gedanken, das widerspiegelt sich natürlich
auch in meiner Musik.»
Ein Risotto rettete den Tag
Hie und da verstecken sich hinter seinen Liedern aber auch ganz banale
Geschichten: Bevor Belden zum Abschluss «You make my day» anstimmte, antwortete er auf die Frage, wer
hier seinen Tag gerettet hat: «Meine
Frau Selina mit einem herrlichen Risotto.» Wie schön einfach das Leben
doch manchmal sein kann, schmunzelte wohl so mancher Bison-Gast auf
RED
dem Weg zum Apéro. Pegasus Award Der Markenname
«Emmi» kann gleichzeitig mit Coca
Cola, Ricola oder Lindt & Sprüngli genannt werden. Alle diese Marken geniessen in der Schweiz das grösste
Vertrauen, wie an der Verleihung des
Pegasus Award bekannt wurde. Dieser
Award wird an Unternehmen verliehen, deren Marken das grösste Vertrauen der Schweizer Konsumenten
geniessen. 1700 Befragte ermittelten
die Sieger. Geschenkt werde einem
dieses Vertrauen nicht, wurde an der
Verleihung klar. Nur diejenigen Konsumenten, die immer wieder aufs
Neue in ihrem Vertrauen bestätigt
würden, blieben einer Marke treu. red
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kultur
15. september 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
11
Die Geschichte einer grossen Liebe
stadttheater der jugendchor Sursee führte am wochenende erfolgreich «Orfeo» auf
Mit grosser Begeisterung feierte
das Publikum am Wochenende
im Stadttheater die meist jugendlichen Sängerinnen und
Sänger. Orfeus und Eurydike,
diesmal in Barockversion, spielten und sangen sich in die Herzen der Zuschauer.
Es war eigentlich ein gewagtes Projekt: Auf der Landschaft mit einem Jugendchor eine barocke Oper aufzuführen. Das Risiko sollte sich aber lohnen.
Was am vergangenen Wochenende im
Stadttheater Sursee unter der musikalischen Leitung von Peter Meyer und
der Regie von Dirk Vittinghoff über
die Bühne ging, verdient die Prädikate
«aussergewöhnlich» und «überragend».
Antike immer noch aktuell
Humanistisch Gebildete kennen die
Geschichte aus der Schulzeit: Da ist
Orfeus, der sich unsterblich in Eurydike verliebt hat. Diese wird ihm
durch den Tod jedoch entrissen. Orfeus kann und will ohne seine Geliebte nicht leben. Er beschliesst aus diesem Grund, Eurydike aus dem Reich
des Todes, dem Hades, zu holen.
Dank seines wunderbaren Gesanges
kann er sogar den Herrscher des Hades von seinem Vorhaben überzeugen.
Da Orfeus der Sache aber nicht so
recht traut, blickt er auf dem Weg
nach oben ans Licht zurück, um sich
zu vergewissern, ob Eurydike ihm
auch tatsächlich folgt – und verliert
sie deshalb für immer.
Unzählige haben dieses Thema im
Verlaufe der Kulturgeschichte des
Abendlandes verarbeitet. So auch
Claudio Monteverdi mit seiner Barockoper.
Musikalisch meisterlich
Die Aufführung begeisterte in mehrfacher Hinsicht. Da ist sicher zuerst der
Chor zu nennen. Was die – meist – jugendlichen Sängerinnen und Sänger
boten, war beeindruckend, gesanglich
wie theatralisch. Der Chorklang war
ausgeglichen, die Intonation jederzeit
überzeugend und die Aussprache –
Ein magisches
Freiheitstheater
somehuus Gilbert und Oleg präsentieren im Somehuus Sursee am
Samstag, 17. September, um 20.15
Uhr, ihr Stück «Die hohle Gasse».
Zum 250. Geburtstag von Friedrich
Schiller wagen sich die beiden quirligen Komödianten Gilbert und Oleg
erstmals an einen Theaterklassiker. In
Schillers «Hohlen Gasse» tobt der
Kampf um die künstlerische Freiheit
von Gilbert und Olegs Befreiung aus
seiner sklavischen Statistenrolle. Gilbert will eine klassische Inszenierung,
Oleg hat den Statisten satt ...
Für Zündstoff ist gesorgt, das Drama
wird zur Tragödie, und sie treffen sich
in der hohlen Gasse wieder. Die Freiheit erhält eine neue Dimension und
das Land zwei neue Helden. Ein Stück
frei nach Schiller. red
trotz der italienischen Sprache – einwandfrei. Toll auch die vier Solisten:
Die einheimische Sopranistin Marianne Steffen verkörperte die liebliche
Eurydike vortrefflich. Sie ist es ja, die
Orfeus verzaubert und bezirzt.
Positive Reaktionen
aus dem Publikum
umfrage Pausengespräche bei
der Aufführung von «Orfeo» des
Jugendchors Sursee zeigten: Die
Geschichte von Orfeus und Eurydike ist bekannt. Vielleicht nicht im
Detail, aber zumindest ansatzweise. Und die Leute gehen nicht so oft
in die Oper. Aber einmal drin, gefällt diese einem dann eigentlich
schon.
Überzeugende Solisten
Dieser wurde in Sursee vom Engländer Jonathan Sells absolut überzeugend gegeben: Orfeus, der stürmisch
Liebende, Verlangende, Begehrende.
Er, der lieber im Hades bei Eurydike
bleibt als ohne sie in der Oberwelt des
Lichtes zu leben. Aber auch die Mezzosopranistin Kathrin Lüthi als Botschafterin und Prosperina wie auch
der Argentinier Lisandro Abadie
(Bass) als Charon und Pluto gefielen
durch ihre kräftigen und ausdrucksstarken Stimmen.
Sie wurden begleitet von einem Orchester, das sich aus Musikern aus der
ganzen Schweiz zusammensetzte. Die
musikalische Leitung hatte Peter Meyer, der mit sichtlichem Engagement
Orchester, Chor und Solisten jederzeit
souverän führte.
Überzeugende Inszenierung
Orfeo im Allgemeinen und eine Barockoper im Speziellen kann man
nicht zur Gattung der leichten Muse
zählen. Dass die Aufführung trotzdem
so gut ankam, ist auch ein Verdienst
der Inszenierung als Gesamtwerk.
Hier drückte der Regisseur Dirk Vittinghoff der Oper seinen Stempel auf.
Zu gefallen wusste vor allem die bewusste Reduktion auf das Wesentliche. Die Geschichte ist so zeitlos, so
dramatisch, dass sie in der Tat allein
jederzeit im Fokus des Betrachters stehen soll. So war es denn auch in Sursee: Die Sängerinnen und Sänger waren alle in Weiss gekleidet, allein die
Darsteller der vier Hauptrollen trugen
schlichte farbige Gewänder.
Reduziert aufs Maximum
Die Handlung war auf das absolut
Notwendige reduziert, und die Bewegungen waren schemenhaft langsam.
Entschleunigung als Maxime und stilistisches Mittel quasi. Dazu passte
Monika Huber-Flückiger, Sursee:
«Dass Junge eine Barockoper aufführen, finde ich gerade das Spannende. Es ist ja eine zeitlose Geschichte. Das Thema Liebe spricht
doch Jung und Alt an.
Ich höre sonst eher zeitgenössische
Musik. Mit drei kleinen Kindern
kommt man eh nicht so oft ins Konzert. Aber mir gefällt die Aufführung sehr gut.»
Philipp Koller, Sursee:
«Ich bin hier, weil mein Bruder mitsingt, und kenne die Geschichte
von der Schule her. Mir gefällt an
dieser Aufführung vor allem das
Zusammenspiel von Chor, Solisten
und Orchester.
Bisher habe ich vor allem ’querbeet’ gehört, von Country bis zu
Rock. Mein letzter Deutschlehrer
an der Kanti hat uns aber auch die
klassische Musik näher gebracht.»
«Orfeo» bestach auch durch seine schlichte Kulisse. das schon fast spartanisch anmutende
Bühnenbild. Auch hier keine optische
Überreizung, die Nebensächliches
plötzlich in den Mittelpunkt gestellt
hätte. Dadurch gewann das Stück eindeutig noch mehr an Ausdruckskraft.
Das Publikum zeigte sich äusserst angetan, feierte die Aufführung mit minutenlangem warmem Applaus und
forderte zu Recht eine Zugabe, die
verdientermassen gewährt wurde.
lukas bucher
Mensch, Medizin, Musik Preis für Surseer Paar
Soirées fleckenstein am 17. und 18. september
luzern Ehre für Esther und Hanspeter Bisig
Unter dem Titel «Mensch Medizin
Musik» versucht der Zyklus Soirée
Fleckenstein am Wochenende die
menschliche Existenz thematisch in
einen philosophischen Kontext mit
Medizin und Musik zu stellen.
Den Auftakt der zwei eigenständigen
Anlässe macht jeweils eine Führung
durch die Sammlung von Doktor Müller im Haus zum Dolder in Beromünster. Zu sehen sind medizingeschichtliche Objekte und Instrumente sowie
die Bibliothek mit Werken aus dem
15. bis 20. Jahrhundert.
Danach ist ein gemeinsamer Cartransport nach Buttisholz geplant, bei dem
Ludwig Suter historische Erläuterungen zur Geschichte des Schlosses gibt,
bevor ein Referat ansteht. Am Samstag
Die Stiftung «Luzern – Lebensraum für die Zukunft» ehrt drei
Preisträger für ihre «engagierte,
nachhaltige und kreative Kulturarbeit auf dem Lande». Darunter
sind auch Esther und Hanspeter
Bisig aus Sursee.
spricht der ehemalige Chefarzt der
Kieferchirurgie am Luzerner Kantonsspital, Nicolas Hardt, über «Die habsburgischen Hofmusikkapellen und
ihre kaiserlichen Mäzene». Am Sonntag referiert Gabriela Pfyffer, Chefmikrobiologin am Kantonsspital, über
«Komponisten des 19. Jahrhunderts
und ihre Infektionskrankheiten».
An beiden Abenden spielen Sue HessLoh, Klavier, Daniel Dodds, Violine,
Regula Dodds, Viola, sowie Kurt Hess,
Violoncello, Kammermusik von Gabriel Fauré und Robert Schumann. red
Treffpunkt: Beromünster, Haus zum Dolder.
Samstag, 17. September, 18.30 Uhr, Sonntag,
18. September, 17 Uhr. Weitere Informationen:
Für ihren Lebensraum-Preis 2011 hat
die Stiftung drei Preisträger ausgewählt, die für Kulturarbeit auf dem
Lande einstehen. Es sind neben Esther
und Hanspeter Bisig aus Sursee, Beat
Bossert von Willisau sowie Rachel
und Rebekka Bünter aus Neuenkirch,
die mit je 10’000 Franken geehrt werden. Die Preisverleihung findet am 26.
November in Sursee statt.
www.arcocelle.ch.
«Die Leipzigerin»
in Sursee
sankturbanhof Die in Buttisholz aufgewachsene Autorin Lydia
Guyer-Bucher liest am Freitag, 16.
September, um 19.30 Uhr, im Sankturbanhof in Sursee aus ihrem neuen
Buch «Die Leipzigerin».
Darin erzählt sie die Geschichte einer
alten, reichen und gebildeten deutschen Frau, die ihren Lebensabend im
Altersheim in Sursee verbringt (Ausgabe vom 14. Juli). Einsam und voller
wehmütiger Gedanken an ihre prunkvolle Vergangenheit findet sie in einer
jungen Coiffeuse aus dem Städtchen
red
eine Freundin. Foto zvg
Lea Häfliger, Schenkon:
«Die Geschichte ist zweifellos eine
Geschichte für Junge. Die Liebe ist
natürlich ein Dauerthema. Ich höre
sonst grundsätzlich eher wenig
klassische Musik, sondern mehr
zeitgemässe und von dieser auch
einen guten Mix.
Für mich ist diese Aufführung auch
eine gute Abwechslung zur MonteRosa-SAC-Hütte, in der ich diesen
lb
Sommer verbringe.» Der Zyklus «Soirée Fleckenstein» reist zum Schloss Buttisholz. Foto zvg
Kultur auf dem Lande
«Im Zeichen seiner Zielsetzung ’quer’
verleiht der Stiftungsrat den Lebensraum-Preis mit Vorliebe an Personen
und Institutionen, die gewöhnlich
nicht im Scheinwerferlicht stehen»,
heisst es in der Medienmitteilung.
Das gelte für die Preisvergabe 2011 in
besonderem Masse: Ausgezeichnet
werden fünf Personen in Sursee, Willisau und Neuenkirch, die für drei unterschiedliche, aber vergleichbar lebendige Konzepte ländlichen Kulturschaffens gelten dürfen.
«In Sursee – und darüber hinaus –
sind zahllose kulturelle, ökologische
und soziale Initiativen ohne die umsichtige und uneigennützige Mitwirkung von Esther und Hanspeter BisigBächler undenkbar. Ihrem jahrzehn-
telangen Engagement gilt der Lebensraum-Preis 2011», teilt die Stiftung
mit.
In Willisau sorgt Beat Bossert, Betreiber des Kinos «Mohren» und der Cinébar, seit Jahren nicht nur für ein attraktives Filmprogramm, sondern
auch erfolgreich für das Überleben
des einzigen Luzerner Landkinos –
nebst dem Kinoclub in Sursee. Und in
Neuenkirch wächst dank den theaterspielenden Geschwistern Rachel und
Rebekka Bünter ein Begegnungsort heran, der bereits nach wenigen Jahren
neben dem «Theater bunterbünter»
ein spannendes und vielfältiges Kulturprogramm beheimatet.
Der Lebensraum-Preis wird am Samstag, 26. November, um 17.30 Uhr, im
Stadttheater Sursee übergeben. Der
Anlass ist öffentlich.
Querköpfe und Kreative
Unter dem Motto «quer» fördert und
anerkennt die Stiftung «Luzern – Lebensraum für die Zukunft» Initiativen
und Leistungen, die etwas quer in der
Landschaft stehen. Preiswürdig sind
danach «Projekte, die das Lebendige,
Kreative umsetzen wollen» sowie
«Querköpfe, die risikofreudig das Ungewohnte wagen» und «mit queren
Ideen sich selber und andere herausfordern». Die Stiftung verleiht ihren
Lebensraum-Preis seit 1992. Sie ist im
Gefolge der Jubiläumsaktivitäten 1991
durch den Luzerner Regierungsrat gegründet worden und seither unabhängig tätig. red
kultur
15. september 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
13
So harmlos wie der Wolf im Schafspelz
stadttheater gastspiel «leonce und lena» am Freitag, 23. September, um 19.30 Uhr
Im Stadttheater Sursee wird am
Freitag, 23. September, Georg
Büchners Komödie «Leonce und
Lena» aufgeführt. Der Abend
verspricht leichte Unterhaltung
– oder etwa doch nicht?
der Flucht vor der geplanten Heirat
sind. Ohne von der jeweiligen Identität der anderen Person zu wissen,
verlieben sich die beiden.
Das Schicksal schlägt zu
Mit dem Entschluss, aus Liebe zu
heiraten, die Hochzeitspläne ihrer
Väter zu vereiteln und damit ihr
Schicksal in die eigenen Hände zu
nehmen, kehren sie wieder an den
heimatlichen Königshof zurück. Am
Hofe erscheinen sie verkleidet und
werden nicht erkannt. Erst durch
ihre Demaskierung werden die Identitäten von Leonce und Lena vor
dem ganzen Hofstaat geklärt. Beide
müssen etwas zerknirscht, aber
schicksalsergeben anerkennen, dass
sie mit ihrer Liebesheirat nun doch
der arrangierten Standesvermählung
gefolgt sind.
Als Georg Büchner 1837 mit gerade
mal 24 Jahren von der Typhus dahingerafft wurde, war sein literarischer
Ruhm noch bescheiden. Seine zentrale Position in der deutschen Literatur
festigte sich erst später. Im letzten Lebensjahr schrieb Büchner die Komödie «Leonce und Lena».
Ausbruch aus der heilen Welt
Das Stück, das vom tunichtguten Prinzen Leonce handelt, der immer wieder
mal halbherzige Ausbruchsversuche
aus seiner heilen Prinzenwelt wagt,
hört sich nach leichter Kost an. Doch
«Leonce und Lena» ist keineswegs
harmlos. Büchners vermeintlich leichte Ironie demaskiert einen Adel, der
alleine seine Privilegien verwaltet
und sich selbst überdrüssig geworden
ist. Die bissige Kritik an der Provinzialität der deutschen Kleinstaaten zu
Büchners Zeit ist zwar naheliegend,
aber durch den komödiantischen Ton
des Stücks geschickt getarnt. Büchner
selbst hat die Uraufführung nicht
mehr erlebt – erst 60 Jahre später fand
das Stück den Weg auf die Bühne.
Heute gilt «Leonce und Lena» als eine
der wichtigsten klassischen Komödien überhaupt.
Der melancholische Träumer Prinz
Leonce vom winzigen Königreich
Popo wird vor die vollendete Tatsa-
Mit Live-Band
Das Wiener Tourneetheater «Der grüne Wagen» führt das Stück unter der
Regie von Thomas Stroux in bearbeiteter Fassung auf, unter anderem mit
musikalischer Live-Begleitung. Die
Hauptfiguren Leonce und Lena werden von Christof Arnold und Ivanka
Brekalo gespielt, beides bekannte
Schauspieler in der Telenovela
«Sturm der Liebe».
Szenenbild aus «Leonce und Lena» des Tourneetheaters «Der grüne Wagen». Foto zvg
markus züger
che gestellt, dass er die ihm unbekannte Prinzessin Lena vom Königreiche Pipi heiraten soll. Nicht
gewillt, diesen Bund einzugehen,
flieht er mit seinem treuen, aber arbeitsscheuen und stets leicht angetrunkenen Diener Valerio nach Italien. Auf der Flucht begegnen sie zwei
Damen, bei denen es sich – ganz Verwechslungskomödie, die Büchners
Stück ist – um Lena und ihre Gourvernante handelt, die ebenfalls auf
Stadttheater Sursee, Freitag, 23. September,
19.30 Uhr, Einführung um 19.00 Uhr. VV:
Wollenhof, Sursee, Telefon 041 921 21 40, Fax
041 921 70 71. wollenhofsursee@bluewin.ch.
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FDP
Angela Pfäffli
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Romoos
bisher
neu
FDP
Ebikon
neu
SVP
neu
CVP
bisher
Peter Schilliger
Martin Schwegler
Albert Vitali
Josef Wyss
Pius Zängerle
Udligenswil
Menznau
Oberkirch
Eschenbach
Adligenswil
neu
...in den Ständerat
CVP
Willisau
FDP
neu
CVP
neu
FDP
Mehr Informationen zu
unseren Kandidaten erhalten
Sie in der Wahlzeitung
«Gewerbe
Luzern», die Sie
nächste Woche in Ihrem
Konrad Graber
Kriens
bisher
Georges Theiler
CVP
Luzern
neu
Briefkasten vorfinden.
FDP
neu
CVP
neu
SVP
Grosswangen
neu
FDP
neu
SVP
Lisa Zanolla
CVP
Luzern
Arbeitsplätze sichern –
Gewerbler wählen!
sport
15. september 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
Starke Surseer an
Jubiläumsregatta
Rudersport Der Schweizerische Ruderverband feierte sein
125-jähriges Bestehen mit einer
Jubiläumsregatta auf dem Rotsee. Mitgemacht haben auch Ruderer vom Seeclub Sursee.
Der Schweizerische Ruderverband organisierte am Samstag und Sonntag
auf dem Rotsee in Luzern eine Jubiläumsregatta.
Für den Seeclub Sursee starteten
Achim Gsell und Hubert Wagner in
der Kategorie «Doppelzweier Masters
C». Das Duo beendete das Rennen auf
dem guten dritten Rang.
Bei den U19-Rennen bildeten die Surseer Ruderer Fahrgemeinschaften mit
dem Seeclub Sempach. Reto Albisser
(ehemals Sursee) fuhr mit seinem alten Teamkollegen Joel Schürch im
Doppelzweier auf den ersten Platz.
Die zweite Renngemeinschaft im Doppelvierer mit Reto Albisser, Joel
Schürch, Roman Röösli und Fabian
Stählin konnte ihre Serie ebenfalls gewinnen. Und der U15-Doppelzweier
mit Dario Heller und Benjamin Loosli
fuhr auf den sechsten Platz.
Am Sonntag traten die Seeclub-Sursee-Ruderer Achim Gsell und Hubert
Wagner zu einem Rennen über 1000
Meter an. Am Ende fuhren sie als
Zweite über die Ziellinie.
Am übernächsten Wochenende findet
im Surseer Triechter die traditionelle
Herbstregatta statt. Auf dem Programm stehen der GP vom Sempachersee und die Sprint-Regatten. red
Spono Nottwil wird
ausgezeichnet
Handball Benevol Luzern, die
Fachstelle für Freiwilligenarbeit, hat
zum Jahr der Freiwilligenarbeit den
Prix Benevol 2011 lanciert. Stellvertretend wird damit einzelnen Personen und Vereinen die ausserordentliche Leistung in der Freiwilligenarbeit
verdankt.
Eine Jury, vertreten aus dem Vorstand
Benevol Luzern sowie die Luzerner
Ständerätin Helen Leumann, Regierungsrat Guido Graf und Kantonsratspräsident Leo Müller, haben in der
Sparte «Verein Jugend und Freizeitgestaltung Sport» den Handballverein
Spono Nottwil als Sieger erkoren.
Die Preisübergabe findet am Samstag,
24. September, um 10.30 Uhr in der
Brockenstube des Gemeinnützigen
Frauenvereins in Wolhusen statt. red
Schliifer II glänzen
an Hobbyturnier
Eisstockschiessen 27 Mannschaften, darunter zwei der Soorsischliifer, nahmen am 3. September am
internationalen Stockturnier für Hobbymannschaften in Dornbirn (A) teil.
Spielberechtigt waren pro Team ein
Lizenz- und drei Hobby­
spieler. Das
Schliiferteam eins mit Kurt Boss,
Christian und Sebastian Martin sowie
Markus Nick fand leider nie zu einer
geschlossenen Mannschaftsleistung.
Mit bloss sechs Spielpunkten aus der
Vorrunde verpassten sie den Einzug in
die Finalrunde deutlich. Der Platz im
hinteren Ranglisten­
drittel war weniger als von diesem Team erwartet werden durfte.
Sechster Rang für Schliifer II
Die zweite Mannschaft des ESC Soorsischliifer kämpfte weit besser. Die
Spieler Toni Arnold, Peter Christ,
Paul Christen und Albert Meyenberg
belegten nach der Vorrunde den sehr
guten zweiten Platz. In den Finalspielen lief es den Surseern nicht mehr
ganz so gut, und es mussten einige
knappe Punkteeinbussen in Kauf genommen werden. Der sechste Schlussrang löste in diesem Team jedoch viel
Freude aus. Als Früchte für den erfolgreichen Turniereinsatz ernteten
die Soorsischliifer einen wertvollen
Naturalpreis sowie einen schönen
RED
Pokal.
«Ich verdanke dem UHC Sursee viel»
Unihockey Der Neue Spielertrainer Reto Schnidrig im Interview
Reto Schnidrig begann seine Karriere
beim UHC JW Sursee ’86, wechselte
als 17-Jähriger zu den Elitejunioren
von Lok Reinach, schaffte dort nach
einem Jahr den Sprung in die erste
Mannschaft und den Aufstieg in die
Nationalliga A. In den letzten zwölf
Saisons war er Stammspieler bei vier
Nationalliga A- und B-Klubs. Bei ULA
und Reinach sogar als Captain. Nun
ist der 30-jährige Turnlehrer als
Spielertrainer in seine UnihockeyHeimat zurückgekehrt. Gegenüber
dieser Zeitung nennt Reto Schnidrig
die Gründe dafür.
Reto Schnidrig, warum sind Sie
trotz Angeboten von Vereinen
aus der Nationalliga A nach Sursee zurückgekehrt?
Ich verdanke dem UHC Sursee meine
Leidenschaft fürs Unihockey und viele
geniale Jahre in diversen Schweizer
Spitzenteams. Darum wusste ich immer, dass ich einmal zurückkommen
werde, um dem Verein etwas zurückzugeben, was er mir damals gegeben hat.
Sie haben das Fanionteam im
letzten Mai übernommen. Wie
würden Sie dieses Team beschreiben?
Es ist eine motivierte Gruppe mit einem tollen Mix aus jungen und erfahrenen Akteuren, aus ruhigen Spielern
und Antreibern, aus Kämpfern und
Spielern mit Übersicht und Spielverständnis. Und, die Mannschaft ist
auch gespickt mit einigen grossartigen
Charaktertypen, die wohl jeder Mannschaft gut tun würden.
Sie sind Spielertrainer. Ist das
ein Vor- oder Nachteil?
UHC Sursee startet
mit Knüller in Saison
Unihockey Am Wochenende
beginnt für den UHC Sursee
die neue Saison. Das Fanionteam mit dem ehemaligen Nati-A-Spieler Reto Schnidrig als
Spielertrainer strebt einen
Spitzenplatz an.
Trotz Angeboten aus der Nationalliga A ist Reto Schnidrig zu
seinem Stammverein, dem UHC
Sursee zurückgekehrt. Gestos­
sen ist er auf eine motivierte
Truppe mit grossem Erfolgshunger.
Als Jugendlicher meinen Sie?
Der Verein ist für Jugendliche aus der
Region enorm wichtig. Nicht nur, dass
sie sich bewegen und einer sinnvollen
Freizeitbeschäftigung
nachgehen,
auch Attribute wie Teamfähigkeit,
Leistungsbereitschaft und Durchhaltewillen, welche immer mehr auch in
der Arbeitswelt verlangt werden, können in einer Teamsportart ausgezeichnet geschult werden.
17
Spielertrainer Reto Schnidrig hat mit der 1. Mannschaft vor allem taktisch hart
gearbeitet.
Foto ZVG
Beides. Von Vorteil ist, dass ich alle
Übungen mitmache und selber auch
das leiste, was ich von meinen Jungs
fordere. Da ich aber auch emotional
und physisch sehr stark ins Spiel involviert bin, ist es schwierig, alles zu
sehen und allen gerecht zu werden.
Darum sind wir immer noch auf der
Suche nach einem Assistenztrainer,
der mich ergänzen und unterstützen
kann.
Als ehemaliger Nati-A-Spieler
trainieren Sie nun eine 3.-LigaMannschaft. Eine grosse Herausforderung?
Ein solches Team mit vielen neuen
Spielern zu leiten, ist eine Gratwanderung zwischen Professionalität und
Plausch. Gemeinsam haben wir in
den letzten Monaten mit harten Trainings, viel Theorie und Übungen die
taktischen Grundlagen erarbeitet.
Am Anfang ging das natürlich nicht
so schnell, wie ich mir das aus den
letzten Jahren gewohnt war. Doch in
den letzten vier Wochen und dank
dem Trainingslager vom letzten Wochenende haben wir grosse Fortschritte gemacht.
Wie zufrieden sind Sie denn generell mit dem Trainingslager?
Ich bin sehr zufrieden mit dem Gezeigten. Wir haben die Zeit intensiv
genutzt. Und dass wir nach zwei anstrengenden Tagen im abschliessenden
Freundschaftsspiel gegen Oberägeri
ein taktisch gutes Spiel absolvieren
konnten, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Und wohin führt dieser Weg?
Ich denke, dass mit diesem Team alles
möglich ist. Eine Saison ist aber lange,
und es kann viel passieren. Am Trainingsweekend haben wir besprochen,
dass wir vorne mitspielen wollen und
dafür in jedem Spiel unser Bestes geben werden. Interview David Huber
Das Fanionteam startet mit einem
Knüller in die Saison, nämlich mit
dem Derby gegen Ruswil. Spielertrainer Reto Schnidrig (siehe Interview) ist zuversichtlich: «Wir haben hart gearbeitet, und in den
letzten Wochen enorme Fortschritte gemacht.» Captain Hannes
Feucht ist nicht nur wegen der taktischen Inputs begeistert von seinem neuen Trainer: «Reto hat uns
zu einer schlagkräftigen Einheit geformt.» Darum ist für den ehemaligen Nati-A-Crack Schnidrig klar:
«Mit diesem Team ist alles möglich.» Vom Aufstieg spricht jedoch
niemand. Ein Platz unter den besten Drei ist das gemeinsam festgelegte Ziel.
Anders bei den U18-Junioren. Diese
sollen den Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse schaffen. «Aufgrund der Saisonvorbereitung und
des starken Teams ein realistisches
Ziel», weiss Juniorenobmann Michael Egli. Die U16-Junioren werden es
da einiges schwerer haben. Nach ihrem Aufstieg in die höchste Spielklasse bekommen sie es mit Schweizer Top-Teams wie GC und Wiler
Ersigen zu tun. «Trotz der starken
Leistungen in Vorbereitungsturnieren werden die Jungs gegen den Abstieg kämpfen müssen», so Egli.
Zuversichtliches Damenteam
Auch das erste Damenteam schaut
mit Zuversicht dem Saisonstart entgegen. Trotz, oder gerade wegen dem
knappen Cup-Out gegen den 1.-Ligisten Muotathal. So können sich die
Damen nun ganz auf die Meisterschaft konzentrieren. Der Aufstieg in
die 1.-KF-Liga ist ihnen durchaus zuzutrauen. Und für die Damenabteilung hat Michael Egli noch ein weiteres Ziel für diese Saison, nämlich
die Gründung eines B-JuniorinnenTeams. «Die Anfragen haben sich in
den letzten Monaten gehäuft und wir
hoffen, dass wir bald regelmässige
Trainings für diese Mädchen anbieDavid Huber
ten können.»
Fotos, Videos, Resultate und Spielberichte
jeweils auf: www.uhc-sursee.ch.
Premiere in der Surseer Eishalle
Eisstockschiessen Soorsischliifer führten zum ersten Mal ein internationales Turnier durch
ESC Worb und ESC Solothurn
heis­sen die Sieger des ersten internationalen Eisstock-Turniers
in der Surseer Eishalle. Die Gastgeber schlugen sich beachtlich.
Am letzten Samstag fand in der Surseer Eishalle das erste Eisstockturnier
der Wintersaison 2011/12 statt. Der
Gastgeber, der ESC Soorsischliifer, lud
Teams aus Deutschland, Österreich
und der Schweiz ein. Elf Duo-Teams
und sieben Mannschaften wetteiferten
um die beiden Wanderpokale.
Favorit setzte sich durch
Im Mannschaftswettkampf stand auch
ein Team des ESC Soorsischliifer im
Einsatz. Das neu in dieser Zusammensetzung spielende Team konnte dabei
wertvolle Erfahrungen für kommende
Turniere sammeln. Es gelang den Surseern sogar, das für den Damen-Europacup qualifizierte Damenteam zu
schlagen. Gewonnen wurde der Teamwettkampf vom ESC Worb vor dem
ESC Zweisimmen-Rinderberg.
Bei den Duos siegte der hohe Favorit
ESC Solothurn vor dem ESC Zweisimred
men-Rinderberg. Albert Meyenberg stand beim Eisstockturnier in der Surseer Eishalle für die Soorsischliifer im Einsatz.
Foto Christian Berner
sport
15. september 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
Sportsplitter
SCHIESSEN
FSV Schlierbach führt ein
Herbstschiessen durch
Am Samstag, 17. und 24. September, findet jeweils von 14 bis 17
Uhr das traditionsreiche Herbstschiessen des Feldschützenvereins Schlierbach statt. An beiden
Schiesstagen ist eine Festwirtschaft in Betrieb.
Wer von den Schützen am besten
ins Schwarze getroffen hat, erfahren die Teilnehmer am Samstag,
22. Oktober, um 20 Uhr. Dann
nämlich wird das Absenden
RED
durchgeführt. Reise ins Tessin hat sich nicht gelohnt
Fussball 2. Liga Inter Vedeggio Calcio – FC Sursee 2:1 (1:1)
Bei der Aufholjagd zur Tabellenspitze muss Sursee einen Rückschlag verkraften. Boden gutmachen können die Surseer am
nächsten Samstag, im Heimspiel
gegen Baar.
In der fünften Runde der laufenden
Meisterschaft musste der FC Sursee
zum ersten Mal ins Tessin reisen. Im
Gepäck das Selbstvertrauen eines
4:2-Sieges gegen Buochs. Die Surseer
wussten jedoch den Aufwind nicht zu
nutzen und suchten gegen Vedeggio
Calcio das Tor mit weniger Entschlos-
Eine Lehrstunde erteilt
Fussball 3. Liga Nottwil – Luzerner SC 1:4 (0:1)
Ein temporeiches Spiel wurde
vom hungrigeren Team gewonnen. Nottwil konnte zwar spielerisch mit dem favorisierten Luzerner SC mithalten, in Sachen
Einsatz und Wille erhielt es allerdings eine Lektion erteilt.
Partien zwischen ländlichen und
städtischen Klubs sind seit jeher mit
Klischees behaftet. Während die Zuschauer Kampffussball gegen Filigrantechnik erwarten, verhöhnen sich die
Teams gerne gegenseitig etwa als
«Landeier» oder «Stadtbuben».
An diesem lauen Spätsommerabend
hoch über dem Sempachersee wurde
dann allerdings ein jeder verwirrt,
wer solche Ammenmärchen glaubte
und dabei mit den Dressfarben nicht
bekannt war. Vom Spielaufbau her
zeigte nämlich Nottwil den gepflegteren Fussball, während die in traditionell Grün-Schwarz spielenden Allmend-Kicker energischer in die
Zweikämpfe stiegen.
Luzerner Biss
Mit welchem Biss der LSC ans Werk
ging, belegten zwei Torszenen. Nach
einem Missverständnis zwischen
Monzee und Werlen ging Erick Krummenacher resolut dazwischen und arbeitete den Ball allein durch seine
Entschlossenheit über die Linie.
Entscheid korrigiert
Nur wenige Zeigerumdrehungen später enteilte der schnelle rechte Flügel
der Nottwiler Hintermannschaft und
schlenzte den Ball zur Mitte. Etwas
gar furchtlos stürzte sich Krütli dem
mit Handschuhen bewaffneten 90-Kilogramm-Hünen im Tor des FCN in
den Weg. Und dies im FünfmeterRaum, dem Hoheitsgebiet eines jeden
19
Torhüters. Zum Entsetzen der Einheimischen zeigte der Schiedsrichter mit
ausgestrecktem Arm zum Anstosspunkt. Während der mehrminütigen
Behandlungsdauer Werlens liess sich
der Unparteiische über den tatsächlichen Hergang informieren, kam auf
seinen Entscheid zurück und gab korrekterweise Freistoss für den FC Nottwil. Das Gästeteam verhielt sich nicht
nur in dieser Szene absolut fair. Obwohl ein wichtiges Tor, akzeptierten
sie den legalen Meinungsumschwung
des Referees äusserst sportlich.
Prellung behinderte Torhüter
Zwischen der 56. und der 64. Minute
erhöhte der Luzerner SC scheinbar mühelos auf 0:4. Die beim Zusammenstoss in der ersten Hälfte erlittene Prellung behinderte Werlen offensichtlich.
Dazu wurde er von seinen Vorderleuten auch noch sträflich im Stich gelassen. Dilettantisch wie das Heimteam in
dieser Phase verteidigte.
Verdienter Ehrentreffer
Klar schraubte der LSC danach einen
Gang zurück. Dennoch muss den
Schürmann-Jungs zugute gehalten
werden, sich nicht willenlos in die
Niederlage gefügt zu haben. Denn die
«Notteler» spielten weiter nach vorne
und brachten so die Stadtluzerner einige letzte Male in Verlegenheit. Dem
agilen Matthias Trüssel gelang dabei
in der 84. Minute der völlig verdiente
Ehrentreffer.
Heimspiel gegen Sempach
Beim nächsten Heimspiel am Samstag, 24. September, gegen den FC Sempach, sind dann hoffentlich wieder
mehr Zuschauer zugegen. Denn ansehnlich ist er, der Nottwiler KombiMatthias Trüssel
nationsfussball.
senheit als gewöhnlich. Zwar gingen
sie in der zwölften Minute durch Miga
Dedic in Führung, konnten allerdings
nach dem umgehenden Ausgleich
durch Tagliati nicht reagieren.
Surseer Reaktion blieb aus
Nur zwei Minuten nach Anpfiff der
zweiten Halbzeit erzielten die Tessiner den Führungstreffer. Die Reaktion
und Chancen der Surseer blieben
auch in dieser Spielphase aus. Dem
Ausgleichstor noch am nächsten kam
Patrick Peter, der in der 63. Minute
den Ball an den Pfosten setzte.
Die Heimmannschaft konnte die Führung bis zum Schlusspfiff verteidigen
und zwang den Surseern «eine etwas
unnötige Niederlage auf», wie Sportchef Lucio Tilli nach dem Spiel resümierte.
Heimspiel gegen Aufsteiger Baar
Die Surseer müssen die Reise ins Tessin möglichst schnell vergessen, um
konzentriert das Heimspiel gegen Baar
vorbereiten zu können. Der Aufsteiger
befindet sich in einer guten Form und
belegt zurzeit in der Tabelle den dritten Rang. Doch der FC Sursee hat in
zwei Heimspielen bereits sechs Tore
erzielt und wird es auch den Zugern
nicht leicht machen. Das fünfte Zentralschweizer Duell dieser Saison wird
am Samstag, um 17.30 Uhr, auf der
Schlottermilch angepfiffen.
André Moita Saraiva
Vedeggio Calcio - FC Sursee 2:1 (1:1). - Comunale, Cadempino. – 100 Zuschauer. – Tore:
12. Dedic 0:1. 13. Tagliati 1:1. 47. Tagliati 2:1.
– Sursee: Meier; Dahinden, Celik, Winiker (57.
Hauri), Kistler; Peter, Mamede, Wyder (68.
Joos), Michael Bättig; Dedic, Steinmann (46.
Mendes). – Bemerkungen: 63. Pfostenschuss
Peter; 87. Platzverweis Kistler (gelb-rot/Foul).
Erster Heimsieg der Saison
Fussball 3. Liga SC Eich – fC Schötz II 4:0 (2:0)
Der Sportclub Eich empfing den
FC Schötz II zum zweiten Heimspiel auf dem Sportplatz Brand.
Über die gesamte Spieldauer behielten die Gastgeber die Oberhand und siegten am Ende verdient.
Bereits von Beginn weg zeigten die
Platzherren, wer auf dem Sportplatz
Brand das Sagen hat. Schon nach
neun Spielminuten stand es 1:0 für
den SC Eich. Nachdem Dario Schwizer
im Schötzer Strafraum regelwidrig zu
Fall gebracht wurde, verwandelte Jonas Mehr den daraus resultierenden
Elfmeter souverän zur Eicher Führung. Nur fünf Minuten später erhöhte
Dario Schwizer auf 2:0 (14.).
Die Schötzer Reserven kamen dem Eicher Strafraum nur sehr selten nahe
und konnten auf den Rückstand nicht
reagieren. Der SC Eich seinerseits kam
immer wieder zu guten Chancen,
konnten aber bis auf zwei Aluminiumtreffer in der 26. und 43. Minute
kein Tor mehr erzielen.
Eich dominant
Auch in der zweiten Halbzeit war die
Rollenverteilung klar. Die Eicher dominierten die Partie, und der Aufsteiger aus Schötz verbrachte den grössten Teil des Spieles mit Abwehrarbeit.
Auf der anderen Seite stand die Defensive des SC Eich kompakt und
machte den Schötzer Angreifern das
Leben schwer.
Offensiv spielte die Künzli/MehrTruppe einen abwechslungsreichen,
erfrischenden Fussball. Es dauerte jedoch über eine halbe Stunde, ehe das
nächste Tor fiel. Der eingewechselte
Leo Saliqunaj verwertete einen mustergültigen Angriff eiskalt zum 3:0 für
Volle Kraft voraus. Dank dem 4:0-Sieg gegen Schötz II rückt der SC Eich auf den zweiten Platz vor. Der Rückstand auf Altbüron-Grossdietwil beträgt drei Punkte. Foto ZVG
seine Farben (78.). Nur ein paar
umdrehungen später erzielte
Zeiger­
derselbe Spieler mit einem herrlichen
Schlenzer ins rechte obere Eck das 4:0
(83).
SC Eich – FC Schötz II 4:0 (2:0). – Sportplatz
Brand, Eich; 85 Zuschauer. – Tore: 9. Jonas
Mehr 1:0 (Foulpenalty), 14. Dario Schwizer
2:0; 78. Leonard Saliqunaj 3:0; 83. Leonard
Saliqunaj 4:0. SC Eich: Maurice Gassmann;
Silvan Nietlisbach (85. Manuel Schärli),
Auswärts gegen Reiden
Dank diesem wichtigen Sieg steht der
SC Eich nun auf dem 2. Tabellenrang
und bleibt am Leader, dem FC Algro,
dran. Am Samstag, 17. September, ist
die Brand-Elf zu Gast beim SC Reiden.
Anpfiff auf dem Sportplatz Kleinfeld
Roger Bannwart
ist um 17 Uhr.
Mauro Schwizer, Raphael Bannwart, Roger Bannwart; Jonas Mehr, Adrian Häfliger
(58. Simon Roos), Roger Graber, Christian
Zimmermann, Kemal Adiller (68. Leonard
Saliqunaj); Dario Schwizer. – Bemerkungen: 26. und 43. Lattenschüsse SC Eich.
Eich ohne Thomas Hess, Oliver Stöckli
(beide verletzt), Matthias Kurmann und
Enrico Heini (beide abwesend).
Sieg in letzter Minute vergeben
Junioren-Fussball Matchberichte des Teams Sempachersee
Während das C-Team sein Spiel
in letzter Minute für sich entschied, mussten die ältesten Junioren den Ausgleich zu Spielende entgegennehmen.
Gute Surseer Karatekas
Karate Das U18-Frauenteam der Karateschule Sursee-Wolhusen mit Ramona
Muff, Michelle Stirnimann und Daniela Truttmann (von links im Bild) sowie
Claudia Bucher (fehlt), gewann an der Schweizermeisterschaft in Windisch die
Silber­medaille. Fast genauso erfolgreich war das Surseer U16-Team. Auf dem
guten dritten Schlussrang platzierten sich Fabienne Kaufmann, Gina Rogger
und Martina Hofstetter. Keine Chance auf eine Medaille hatten die Herrenteams
RED
der Surseer Karateschule. Alle schieden bereits in der Vorrunde aus. TSS A – SC Kriens 2:2 (2:0)
Das Team Sempachersee A war im
Spiel gegen die Krienser die spielbestimmende Mannschaft. Durch ein intensives Pressing wurden die Gäste in
ihrer Spiel­
entwicklung wirkungsvoll
gestört. Nach schnellen Balleroberungen leiteten sie immer wieder gute
Offensiv­aktionen ein, woraus bis zur
Pause zwei Torchancen ausgenutzt
wurden.
Das Heimteam setzte nach dem Seitenwechsel seine Taktik fort und kontrollierte über weite Strecken die Partie, verpasste es aber den Vorsprung
auszubauen. Gegen Schluss zeichnete
sich ab, dass seine Spielweise viel
Kraft gekostet hatte. Diesen Leistungs-
abbau nutzte der SC Kriens aus und
brachte mit seinen Toren das TSS um
seinen Voll­erfolg.
TSS B – SG Buochs/Stans 0:4 (0:4)
Das TSS ist in der B-Klasse mit einer
sehr jungen Mannschaft in die Meisterschaft gestiegen. Dass für einige
Spieler der Wechsel in die höhere
Spielklasse ein grosser Schritt ist,
zeigte sich in dieser Partie deutlich.
Insbesondere in der ersten Spielhälfte
gelang es ihnen nicht, die Altersgenossen aus Nidwalden in Schach zu
halten. Im Spielaufbau machten die
Luzerner zu viele Fehler, welche von
den Gästen kaltblütig, oft auch glücklich ausgenutzt wurden. Die Raumaufteilung stimmte in dieser Spielphase
schlecht, man liess dem Gegner zu
viel Spielraum. Nach der Pause stiegen die Luzerner mit neuer Moral in
die Partie. Sie liessen dem Gegner
kaum mehr Torchancen zu, konnten
das Spiel ausgeglichen gestalten, aber
mehr liessen die Gäste nicht mehr zu.
TSS C – Team Rontal 2:1 (0:1)
Mit dem Team Rontal trafen die Jungs
vom Sempachersee auf ein renommiertes Team der CCJL. Es entwickelte
sich eine ausgeglichene Partie, die
knappe Pausenführung der Gäste kam
eher glücklich zustande. Nach dem
Seitenwechsel konnte das mit mehr
Konzentration aufspielende TSS seinen Druck gegen die körperlich überlegenen Gäste erhöhen. Der sehenswerte Ausgleichstreffer bedeutete
zugleich den Start zu einer engagierten Schlussoffensive. Vor allem im
Mittelfeld wurden mehr Zweikämpfe
gewonnen, und das spielerische Element konnte jetzt ausgespielt werden.
Der schon aus der letzten Saison bekannte Siegeswille wurde kurz vor
Schluss mit dem verdienten SiegtrefRED
fer belohnt.
20
sport
Cup-Out trotz
toller Leistung
Hüpfburg wird zum speziellen Hindernis
Handball Das Spiel gegen LägernWettingen bildete den Höhepunkt und
Abschluss eines intensiven Trainingswochenendes, in welchem sowohl die
Taktik als auch der Teamgeist gefördert wurden.
Sursee konnte von Beginn weg gut mit
dem etablierten Aargauer Zweitligisten
mithalten. Die Partie war intensiv, und
das Heimteam konnte sich dank viel
Kampfgeist in der Abwehr im Spiel halten. Verbesserungspotenzial gibt es bei
den Surseern aber in der Chancenauswertung. Beste Möglichkeiten wurden
leichtsinnig vergeben. So gelang es Sursee nie, sich vom Gegner abzusetzen.
Zur Pause lag Sursee mit zwei Toren im
Hintertreffen.
Polyathlon Der Anlass für polysporttive Kinder, Jugendliche und Familien
Steigerung in Halbzeit zwei
Zu Beginn der zweiten Halbzeit steigerten sich die Surenstädter und
konnten sogar mit einigen Toren in
Führung gehen. Zehn Minuten vor
Schluss führten sie mit 17:13. Doch
plötzlich hatte der BSV mit einer altbekannten Schwäche zu kämpfen –
dem Verwalten des Vorsprungs. Das
Team wurde nervös, und es schlichen
sich viele Fehler ein, welche die Gäste
gnadenlos ausnutzten. Zehn Sekunden vor Schluss erzielten die Aargauer den Führungstreffer zum 19:18. Abwenden konnten die Surseer
die
unverdiente Niederlage nicht mehr.
Heimspiel gegen Borba Luzern
Der Start in die neue Meisterschaft erfolgt am Samstag, 17. September. Der
BSV RW Sursee trifft auf Borba Luzern
treffen, das sein erstes Spiel gegen
Dagmersellen bereits gewonnen hat.
Angepfiffen wird die Partie in der
Kottenmatten-Halle um 18 Uhr.
Yves Meyer
Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche • 15. september 2011
Rund 500 Kinder und Jugendliche treten am Samstag, 24. September, zum 19. Polyathlon in
der Surseer Stadthalle an. Die
Kinder dürfen sich über neue
Disziplinen freuen.
und Nidwalden. Die jüngsten Teilnehmer haben Jahrgang 2003, die ältesten 1995. Gestartet wird in vier
Kategorien.
Zum dritten Mal gibt es am Poly­athlon
einen Funparcours, wo Gruppen mit
drei bis fünf Mitgliedern den Parcours
auf freiwilliger Basis noch einmal absolvieren können. Und auch ganze Familien können sich anmelden. Auf
Punktejagd gehen können zwei Elternteile mit einem Kind oder zwei Kinder
und ein Elternteil. Und wer genug
vom Postenlauf hat, kann sich nach
dem Wettkampf mit Spielen aus der
Ludothek oder im Gerätepark polysportiv beschäftigen.
Am Samstag, 24. September, baut der
STV Sursee in Zusammenarbeit mit
dem Turnverband Luzern, Ob- und
Nidwalden in der Stadthalle Sursee
eine Welt auf, die für die Kinder und
Jugendlichen einzigartig ist. Dafür
scheuen
sie
keinen
Aufwand.
«Schliesslich soll der Polyathlon ein
parcours sein, der den TeilnehFun­
mern gros­sen Spass bereitet.
Es ist dann auch der Spass und nicht
der Wettkampf, der beim Polyathlon
im Mittelpunkt steht.«Bei uns können
die Kinder einen Tag lang spielen,
ohne ständig an die Zeit oder die
Punkte denken zu müssen», erzählt
OK-Präsident Lukas Stöckli.
Jeder kann gewinnen
Einen Gewinner gibt es am Ende trotzdem. Die Veranstalter legen aber Wert
darauf, dass am Polyathlon auch Kinder oder Jugendliche siegen können,
die an einem Jugitag ohne eine Chance auf eine Medaille bleiben. Wer es
am Polyathlon auf das Podest schafft,
braucht neben Kondition und Geschick auch eine gehörige Portion
Glück.
Einen grossen Stellenwert erhält beim
Polyathlon auch in diesem Jahr das
Teamwork. Jede der acht Disziplinen
ist so ausgelegt, dass die Gruppen
nur Erfolg haben können, wenn die einzelnen Mitglieder zusammenarbeiten.
Am 24. September können die Polyathlon-Teilnehmer in der Stadthalle Sursee Spass
haben und sich so richtig austoben.
Foto ZVG
Neue Disziplinen
In diesem Jahr dürfen sich die Teilnehmer am Polyathlon über sieben
neue Disziplinen und einen überarbeiteten Hindernisparcours freuen.
Als Höhepunkt ist in den Hindernisparcours eine Hüpfburg integriert.
Doch Lukas Stöckli macht es spannend: «Wie genau die Aufgabe auf der
Hüpfburg aussieht, verraten wir erst
am Wettkampftag.»
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<wm>10CFWMMQ6DQAwEX-TT2mvMOS4RHaJA9NdEqfP_KpAOaacZjXbbamr4s6z7uR6lgFOck6dXV7QZWWFsYVZIpEH1pWR6psWjlx5AB8bdCPLaUApnAYeFDdX74XLs0PZ9f36ambS7gAAAAA==</wm>
Weitere neue Disziplinen am dies­
jährigen Polyathlon sind Frisbee-Golf,
der Reifenstapel oder Federball. «Bei
Letzterem müssen die Teilnehmer
nicht weit schiessen, sondern genau
zielen», erläutert der OK-Präsident.
«De schnöuscht Soorser»
Mit dem Polyathlon wird auch «De
schnöuscht Soorser» eruiert. Je nach
Alter absolvieren die Teilnehmer den
Schnelllauf über 60 oder 80 Meter. Die
Vorläufe finden während dem Wettkampftag auf der Sportanlage des
Schulhauses St. Georg statt. «Die Vorläufe bestreiten dürfen selbstverständlich auch Kinder, die nicht am Polyathlon teilnehmen», sagt Lukas
Stöckli.
Die Schnellsten der Vorläufe dürfen
um 16.15 Uhr in der Stadthalle im Finallauf um den ehrenvollen Titel «De
schnöuscht Soorser» laufen. Nachmeldungen sind am Wettkampftag, bis
zum Mittag, direkt auf dem Areal des
Schulhauses St. Georg möglich.
Christian Berner
Funparcours für Familien
Beim Polyathlon am Start sind rund
500 Kinder und Jugendliche aus dem
ganzen Verbandsgebiet Luzern, Ob-
Der Polyathlon beginnt um 9 Uhr. Nachmeldungen sind am Wettkampftag in der Stadthalle möglich. Weitere Informationen gibt es im
Internet unter www.turnvereinsursee.ch.
STADT SURSEE
15. September 2011
21
Surseer Woche Trienger Woche Sempacher Woche
Wochenzeitung für IHRE GEMEINDE,
STADT und REGION
«Silber blue sky» erzielte 6000 Franken
Franz GRossert y caÑAMERAS Grosses INteresse für Verkauf und Auktion aus dem Nachlass des Surseer Künstlers
Ungewohnt lebhaft reagierten
die Surseer auf den Verkauf und
die Versteigerung von Werken
des Künstlers Franz Grossert y
Cañameras (1936–2009). Schon
am Donnerstag war binnen einer
Stunde der grösste Teil der Werke in der Ankenwaage verkauft.
me Bild den Besitzer für 3800 Franken
gewechselt hatte, erzielten die fünf
plastischen Werke aus Cañameras’
Hinterlassenschaft eher gehobene
Preise.
Am Samstagmorgen war in der Tuch­
laube die Auktion von 45 Werken des
Künstlers angesagt. Mit rund 70 Per­
sonen wurde sie sehr gut besucht. Vie­
le Freunde des Künstlers befanden
sich darunter. Kurt Heimann, der Aus­
stellung und Versteigerung im Auftrag
der Stadt Sursee organisierte, betonte,
dass es insgesamt um eine Veranstal­
tung zum Gedenken an den «ebenso
begnadeten wie fanatischen Künstler,
aber auch an einen fanatischen Men­
schen und Weltverbesserer» gehe.
Gespannte Ruhe und Bietgefecht
Wie am Donnerstag griffen die Besu­
cherinnen und Besucher auch am
Samstag zu, wenn vorerst auch noch
etwas zögerlich. Die Preise blieben bei
den ersten Losen unten. Dann aber
brachte der Auktionator, Paul Glogg­
ner, Zug in das Bietgeschäft. Der Fun­
ke sprang über, und die Gebote klet­
terten wie im Fieber in die Höhe. Das
schöne, in erdigem Ton gehaltene Bild
«Lebensgenuss» aus dem Jahr 1965
blieb zwar noch bei 1400 Franken ste­
Parteien
Elisabeth Zürcher Heil
stellt sich der Wahl
CVP Stadt Sursee Am 23. Ok­
tober findet in Sursee gemeinsam
mit den eidgenössischen Wahlen
eine
Ersatz­
wahl in die
Schulpflege
statt. Der Wahl
für den Rest
der Amtsdauer
2008–2012
stellt sich – ne­
ben der Kandi­
datin der Grünen, Daniela Bucher –
auch Elisabeth Zürcher Heil als
Vertreterin der CVP Stadt Sursee.
Elisabeth Zürcher Heil bringt für die­
ses Amt grosse Erfahrung aus Studi­
um und Beruf mit. Sie hat sich am
Seminar in Brugg zur Hauswirt­
schaftslehrerin ausbilden lassen, trat
dann in die Armee ein, wo sie das
Führen von Menschen unterschied­
lichster Herkunft faszinierte. Zehn
Jahre lang unterrichtete sie in den
Kantonen Aargau und Zürich als
Lehrerin für Hauswirtschaft. Sie freu­
te sich, jungen Menschen die Arbeit
im Haushalt schmackhaft und sinn­
voll zu machen. Sie holte die Matura
nach und begann parallel zur Unter­
richtstätigkeit das Studium der
Kunstgeschichte, das sie 2010 ab­
schloss. Eine breite, aber auch prakti­
sche Bildung bedeutet ihr sehr viel.
Diese Offenheit kann sie in die Schul­
pflege von Sursee einbringen.
Elisabeth Zürcher wurde 1964 in
Baden geboren und ist dort aufge­
wachsen. Musizieren und Singen
nahmen in ihrer Jugend einen gros­
sen Platz ein. Als Blauringleiterin
begann sie früh, das Leben der Pfar­
rei aktiv mitzugestalten. Sie heirate­
te 1998 Markus Heil, den heutigen
Pfarreileiter von Sursee. Zusammen
mit ihrem Gatten engagiert sie sich
regelmässig an vorderster Front für
die Aufgaben der Pfarrei. Seit dem
Sommer 2008 wohnt sie in Sursee,
der Heimatstadt ihrer Grossmutter.
Sie ist Mutter eines Sohnes, kennt
die Schule also auch von der Warte
RED
der Eltern aus.
Am Auktionstisch der Auktionator Paul Gloggner (Mitte) und Kurt Heimann (rechts), der Organisator von Bilderverkauf und -versteigerung.
Foto Willi Bürgi
hen. Dann erreichte das breitformatige
Ölbild, das den Mantel des Katalogs
schmückt, 3000 Franken. Während
die kleinformatigen Ölbilder zwi­
schen 80 und 260 Franken erzielten,
zogen die Preise bei den ebenfalls
kleinen Lackbildern beträchtlich an
und erreichten dann mit letzten gros­
sen Formaten die Höchstpreise.
Gespannte Ruhe lag über dem Saal
beim hochformatigen «Figure stan­
ding», das schliesslich 4200 Franken
löste. Und zu einem regelrechten Biet­
gefecht kam es beim grossen Ölbild
«Silber blue sky» aus dem Jahre 1983.
Es erzielte mit 6000 Franken den
Höchstpreis der ganzen Auktion, ein
eher introvertiertes Bild, das aus dem
sonst lauten Wettstreit der Farben bei
Cañameras herausfällt. Nachdem
schliesslich das singuläre monochro­
Ausstellung und Erinnerungen
Gemäss Kurt Heimann brachte der
Verkauf 27’000, die Auktion 58’000
Franken ein. Im Durchschnitt lagen
die Gebote etwa zweimal über dem
Ausrufpreis. Heimann drückte im Na­
men der Organisatoren die Befriedi­
gung über dieses Ergebnis aus. Der Ge­
winn geht nun – nach Abzug der
Spesen – an den Sankturbanhof. Das
Museum wird den Künstler damit in
Erinnerung behalten können, indem
es das Werk aufarbeitet und eine Do­
kumentation erstellt. In den nächsten
zwei Jahren ist eine Cañameras-Aus­
stellung im Gespräch. Dabei kann der
Sankturbanhof auf die 80 Werke zu­
rückgreifen, die aus dem Nachlass an
ihn übergegangen sind.
Cañameras war kein einfacher Künst­
ler. Er hat angeeckt. Unvergesslich sei
sein schallendes Lachen, meinte Hei­
mann, und mit diesem Lachen seien
viele Erinnerungen verbunden. An ei­
nem Abend im Oktober sollen im
Stadtcafé diese Erinnerungen erzählt
werden, sollen die Surseer und Sur­
seerinnen aus dem Leben des Künst­
lers berichten, damit sein Leben noch­
willi Bürgi
mals präsent werde.
Eine Bacchantin ist zurückgekehrt
Amlehn-Skulptur Marmorstatue erhielt in der Weinhandlung Fischer einen würdigen Platz
konstanter Temperatur in einem Aus­
senlager auf», betont Fischer.
Dem Surseer Bildhauer und Restaura­
tor Vitus Wey oblag es, die Bacchantin
zu reinigen und sanft zu restaurieren.
«Die Figur war 20 Jahre lang Wind und
Wetter ausgesetzt und hatte ziemlichen
Pflanzenbewuchs und Verfärbungen»,
berichtet Wey. Im weissen Carrara-Mar­
mor festsitzende Kupfer­
partikel seien
überdies Anzeichen dafür gewesen,
dass die Statue einmal mit Goldbronze
bemalt worden war. Der Weinhandlung
Fischer sei es hoch anzurechnen, eines
der «markanteren Werke» von Paul
Amlehn an seinen Entstehungsort zu­
rückgeholt zu haben, so Wey.
Wein ermöglicht sinnliche Genüsse. Gleiches gilt für weibliche
Rundungen. Beides kann man in
der Weinhandlung Fischer erleben: Eine aus dem Entlebuch zurückgeholte Bacchantin von Paul
Amlehn machts möglich.
Die Sache ins Rollen brachte die EMail einer Zahnarzt-Witwe aus dem
Entlebuch an die Surseer Bildungsund Kulturvorsteherin Ruth Balmer.
Sie habe im Garten eine grosse Mar­
morfigur von Paul Amlehn und möch­
te diese verkaufen, liess die Entle­
bucherin die Stadträtin wissen.
Balmer kam in der Folge auf die Wein­
handlung Fischer zu und erkundigte
sich, ob diese allenfalls an einem Er­
werb der Statue Interesse habe. Eine
Besichtigung des Objekts im Entle­
buch brachte schnell Klarheit, wie
Thomas Fischer zurückblickt: «Die
Skulptur der Bacchantin passt ausge­
zeichnet zu unserer Weinhandlung.
Zudem bot sich hier die Chance, ein
qualitativ hochstehendes Kunstwerk
an seinen Entstehungsort Sursee zu­
rückzuholen.»
Ein Fenster eigens für die Statue
Die Fischers kauften die Statue und
fanden in ihrem Laden am Bahnhof­
platz einen Ehrenplatz für sie. Doch
damit nicht genug: Auf dass die Figur
nicht nur von Kundinnen und Kun­
den, sondern jederzeit auch von Pas­
santen bewundert werden kann, er­
setzten sie die Türe, die den Eingang
zum ehemaligen Postbüro bildete,
durch ein grosses Fenster. «Die histo­
rische Türe warfen wir natürlich nicht
weg, sondern wir bewahren sie bei
Vitus Wey (links) und Thomas Fischer mit der Bacchantin.
Auf einer Velotour der
Arbeitsgruppe Solidar
gabs Informationen
zum Klimawandel.
Seite 22
In Büron diskutiert
die Bevölkerung Ende
Oktober über die Zukunft der Gemeinde.
Seite 27
Foto Daniel Zumbühl
Gut hundert Jahre auf dem Buckel
Paul Amlehn (1867–1931) verkörperte
die mittlere Generation der bekannten
Surseer Bildhauerdynastie. Er führte in
der Surenstadt auch Arbeiten am Stadt­
theater aus. Ausserdem stammen aus
seiner Hand neben vielen Grabdenkmä­
lern und Porträtbüsten der Georgsbrun­
nen vor dem Schulhaus Alt St. Georg
sowie der Brückenkopf an der Sure
beim Untertor, von welchem im ver­
gangenen April eine durch Wey ange­
fertigte Kopie eingeweiht wurde (diese
Zeitung berichtete darüber). Paul Am­
lehn gelangte aber auch über die Hei­
matstadt hinaus zu Bekanntheit. So
weihte man 1914 in Buenos Aires sein
Monument der schweizerisch-argenti­
nischen Freundschaft ein.
Steinmetz Vitus Wey geht davon aus,
dass die repatriierte Bacchantin gut
100-jährig ist – «rund 15 Jahre jünger
als das Gebäude, in welchem sie jetzt
steht», wie Thomas Fischer ergänzt.
Daniel Zumbühl
Dank dem Gewerbeverein entsteht im
Soppenseewald ein
Sportparcours.
Gemeindeversammlung Schenkon heisst
1,2-Millionen-Kredit
für Werkhof gut.
Seite 31
Seite 33
22
Stadt Sursee / Mauensee
Philipp Kochs Foto
unter den Besten
Sensibilisierung als zentrales Anliegen
Sursee Erfolg für den Surseer Fotografen Philipp Koch, der seit April
2011 an der Merkurstrasse 13 das
«Imagestudio» betreibt: Im Rahmen
des grossen Awards «The Look of
Switzerland» – 800 Fotografen schossen im April rund 7000 Bilder –
schaffte es ein Bild seiner Serie «Catch
the look» ins «Look Book». Dieses
Bild ist somit eine der 100 besten Aufnahmen – und laut Koch der persönliche Favorit der Kommunikationsleiterin des Modeunternehmens PKZ
Schweiz, welches den Wettbewerb
veranstaltete. Es zeigt eine Frau mit
Frisur à la New Yorker Freiheitsstatue, die an eine Wand geklebt und mit
der Kamera eingefangen wurde. Der
stützende Stuhl unter dem rechten
Bein wurde übrigens nachträglich
DZ
wegretuschiert …
Sursee Mit dem Velo und der Arbeitsgruppe Solidar auf den Spuren des Klimawandels
Mit diesem Bild schaffte es Philipp Koch
in das «Look Book».
Foto zvg
Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche • 15. September 2011
Nach dem eindrücklichen Referat des Klimaforschers Thomas
Stocker vergangene Woche lud
die Arbeitsgruppe Solidar am
Sonntag zur «Klimatour». Diese
bot Gelegenheit, sich vor Ort mit
Fragen zum Klimawandel aus­
einanderzusetzen.
Am Sonntagnachmittag traf sich eine
Gruppe Interessierter mit dem Velo
beim Kloster Sursee, um zur «Klimatour» aufzubrechen. Hanspeter Bisig,
Mitglied der Arbeitsgruppe Solidar,
begrüsste die Interessierten und lud
sie ein, sich auf der «Klimatour» den
Spuren des Klimawandels zu stellen.
Per Velo erkundeten die Interessierten
rund um Sursee die Gegend und hatten auch Gelegenheit, sich an fünf
Etappenorten über aktuelle Fragen
des Klimawandels zu informieren. An
den fünf Posten regten Referate, Texte
und Bilder zum Denken und Diskutieren an.
Koordinierte Zusammenarbeit
Es referierten folgende Experten: Peter
Häfliger zu Klima und Ernährung, Peter Muri zur Solarenergie, Andreas
Hofer zum Wasser, Otto Ineichen zum
«energieautarken Surental» und Bruno Strebel zum «Klimawandel hier
und dort». «Die Sensibilisierung der
Bevölkerung ist unser grösstes Anliegen», meinte Otto Ineichen an seinem
Posten «energieautarkes Surental».
Ineichen gab sich überzeugt, dass Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels eine koordinierte Zusammenarbeit erforderten, was durch die
Sursees Bauvorsteher Bruno Bucher, Hanspeter Bisig von der Arbeitsgruppe Solidar und Nationalrat Otto Ineichen waren drei Protagonisten der «Klimatour».
Foto Werner Mathis
eigens dazu gegründete «Energie-Allianz» sichergestellt sei. «Es geht da­
rum, Projekte anzustossen, zu organisieren und zu finanzieren.» In diesem
Sinne seien solche Anlässe wertvoll
und wichtig.
Ökosystem Sempachersee
Die Anwesenden genossen aber auch
die Fahrt mit dem Velo nach Geuensee.
Im Sonnenhof wurde ihnen von Bruno
Strebel das Konzept der Wohnsiedlung
erläutert. Die Route führte auch an den
See zur Fischerei Hofer. Andreas Hofer
forderte nicht nur, zum Rohstoff Wasser
Sorge zu tragen. Er verriet den Anwesenden auch die Geheimnisse der Fischerei und wies auf das komplexe
Ökosystem des Sempachersees hin. WM
Defensive Entwicklung Fast wie mit echten Boliden
Mauensee Infos zur Ortsplanungsrevision
Am vergangenen Mittwoch informierte der Gemeinderat über
den Stand der Ortsplanungsrevision. Gemeindepräsident Urs
Niffeler wies darauf hin, dass in
Mauensee eine defensive Entwicklung angestrebt werde.
«Die Mitwirkung der Bevölkerung ist
für eine fundierte Ortsplanungsrevision
unumgänglich», meinte Gemeindepräsident Urs Niffeler zur Begrüssung. In
diesem Sinne wurde zur Informa­
tionsveranstaltung eingeladen. Anschliessend nahm der Gemeindepräsident Stellung zum Siedlungsleitbild
und erläuterte die Zielsetzung sowie die
Auswirkungen auf Gemeinde und Bevölkerung. Die vorliegenden Unterlagen
wurden von der Ortsplanungskommission unter der Mitarbeit von Peter Fellmann, Michael Gisler, Markus Hüsler,
Jost Troxler, Jakob Tschopp, Urs Leupi,
Gemeindeschreiber Othmar Lussi und
Urs Niffeler erarbeitet. Die Ortsplanungskommission begleitete Romeo Venetz von der Surseer Kost + Partner AG.
Vorsichtiges Vorgehen
Einleitend erläuterte Niffeler einige
Punkte der Ortsplanung. Vorerst aber
stellte er fest: «Der Arbeitsgruppe ist
es gelungen, mit der Ortsplanung eine
Grundlage für die Planung der erwünschten räumlichen Entwicklung
zu erarbeiten.» Zur strategischen Auswirkung der Ortsplanung meinte er:
«Das Siedlungsleitbild skizziert ein
vorsichtiges Vorgehen in Raumentwicklung und Raumnutzung.» Dafür
erntete der Gemeindepräsident durchaus Zustimmung, denn die Anwesenden zeigten sich nicht nur damit einverstanden, dass sich eine Erweiterung
von Bauzonen an den bestehenden
Siedlungen orientiert, sie forderten
auch, dass auf Landschaft und Naturschutz Rücksicht zu nehmen sei.
Naherholungsgebiet Sorge tragen
Die Anliegen der Anwesenden zeigten
einmal mehr auf, dass es den Bewohnerinnen und Bewohnern von Mauensee wichtig ist, an einer sanften Weiterentwicklung festzuhalten und zum
Naherholungsgebiet Mauensee Sorge
zu tragen. Nachdem Romeo Venetz
einige Details der Zonenpläne Siedlung und Landschaft, des Bau- und Zonenreglements sowie des Erschlies­
sungsrichtplans
erläutert
hatte,
informierte Niffeler darüber, dass nach
der öffentlichen Auflage im Dezember
2011 an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 14. März
2012 über die Ortsplanung entschieden wird. Anschliessend sei aber noch
die Genehmigung durch den Regierungsrat im Frühling oder Frühsommer 2012 abzuwarten. Werner Mathis
Mauensee erfolgreiches Trätti-Go-Kart-Rennen
Am Samstag fand bei idealem
Rennwetter das 3. Trätti-Go-KartRennen beim Schulhaus statt.
Über 80 Fahrer lieferten sich in
fünf Kategorien mitreissende
Duelle auf der anspruchsvollen,
200 Meter langen Rennstrecke.
Schon um 10.30 Uhr starteten die ersten Pilotinnen und Piloten zum TrättiGo-Kart-Rennen beim Schulhaus Mauensee. An diesem Rennen stimmte
wirklich alles: die anspruchsvolle Strecke, die Start-Boxen und vor allem die
glänzenden neuen Karts. Und hätten
die Karts vor dem Start «aufgeheult»,
die Fahrer hätten sich in Monaco oder
am Grossen Preis von Spanien gewähnt. Die Verantwortlichen des Rennens enttäuschten die Piloten und Zuschauer nicht, denn es wurde an der
diesjährigen Ausgabe einiges geboten.
Neuer Vereinsraum eingeweiht
Das Wetter sorgte dafür, dass die Fans
sich vor allem in der Zone der legendären Kurvenbar aufhielten, denn da
gab es kühle Drinks, und es war dennoch möglich, die tollkühnen Rennfahrer anzufeuern. Am Rennen wurde
auch erstmals der neue Vereinsraum
in der ehemaligen Feuerwehrgarage
eingeweiht. In diesem kühlen «Restaurant» wurden feine Grilladen und süs­
se Desserts angeboten. OK-Präsident
Christoph Heer zeigte sich sehr zufrieden mit dem Anlass: «Das Trätti-GoKart-Rennen war ein voller Erfolg.
Dank dem super Rennwetter konnten
wir in diesem Jahr zahlreiche Piloten
und Zuschauer für den Anlass begeistern und so an die Erfolge der letzten
Werner Mathis
Jahre anknüpfen.»
Rangliste: Mixed: 1. 7-Sieche, 2. Juma, 3. Babygroppe, 4. Bärgschnägge, 5. Hot Wheel, 6.
Insalifääger Mouesee. Champion: 1. GoliathTeam, 2. Bauwagenfreunde, 3. Wild Boyz, 4.
Oldie Raser Team, 5. Exgüsi – bule nä?!, 6. FC
Sursee 3. Jugendliche: 1. Töfflibuebe, 2. Hot
Wheel. Traktoren: 1. Joel Uhlmann, 2. Gina
Ineichen, 3. Sara Wüest, 4. Lukas Bossert.
Schüler: 1. UHC-Sursee, 2. Jugi, 3. The 4 racers, 4. Wolfschnellen Tigerhasen, 5. Speedi’s.
ziter Genehmigung der Redaktion gestattet.
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Herausgeber: Surseer Woche AG,
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1
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Sempacher Woche 2426 ). Grossauflage
23’500 Expl. Mitglied der Inserate­kombi­
nation «Luzerner Landzeitungen»
(Auflage: 33’152) und «Kombi Amt Sursee»
(Auflage: 15’317). WEMF-beglaubigt 30.09.10
Die Piloten der Trätti-Go-Karts fühlten sich wie in Monaco.
Foto Werner Mathis
•
Wochenzeitung für Stadt
und Region sursee /Surental
Publikationsorgan der Gemeinden Sursee,
Oberkirch, Schenkon und Triengen sowie
des Entwicklungsträgers Sursee-Mittelland
Redaktionsteam: Andrea Willimann (Redak­
20. Jahrgang Surseer Woche
tionsleiterin, awi), Thomas Stillhart (sti), Roland
3. Jahrgang Trienger Woche
Stir­­­nimann (Rs), Daniel Zumbühl (dz); redak­
tio­n el­ler Mitarbeiter: Chris­t ian Berner (be);
Surseer Woche, Unterstadt 22,
Praktikant: Oliver Huwyler (oh). Ständige
Postfach, 6210 Sursee
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Impressum
Stadt Sursee
15. September 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
23
Lärmemissionen sind das Hauptproblem
Altstadt Seit über zehn Jahren lässt die Stadt Sursee Eine Private Sicherheitsfirma patrouillieren
In 337 Fällen mussten die städtischen
Sicherheitskräfte
einschreiten. Während einige Wirte
das Dispositiv der Stadt für zu
klein halten, sehen andere nur
einen kleinen Nutzen dahinter.
begeben oder sich nicht mehr davor
aufzuhalten». Nicht ganz im Klaren
ist sich Erni über die Aufgabe der
städtischen
Sicherheitsfachkräfte.
«Die Securitasangestellten der Stadt
rapportieren meistens nur.» Er
wünscht sich deshalb, dass sie vermehrt eingriffen.
Seit über zehn Jahren unterstützen Sicherheitsfachleute der Securitas AG
die Arbeit der Polizei in der Altstadt
in Bezug auf die öffentliche Ruhe und
Sicherheit im öffentlichen Raum. An
vier bis fünf Abenden zwischen Ostern und Oktober sind sie auf Patrouille. Anfangs Saison werden verschiedene
Einsatzgebiete
in
Sursee
festgelegt. Eines davon ist die Surseer
Altstadt. «Wo es zum Einsatz kommt,
ist situationsabhängig», weiss Marcel
Büeler, Bereichsleiter Öffentliche Sicherheit der Stadt Sursee. Die Angestellten der Securitas verrichteten in
erster Linie Präventivarbeit. «Sie beobachten das Geschehen in der Altstadt und alarmieren bei Bedarf die
Luzerner Polizei oder halten bei Gefahr in Verzug Personen bis zum Eintreffen der Polizei an.»
Lärm ist grösstes Problem
Über ihre Einsätze informiert die Securitas die Stadt Sursee mit schriftlichen Rapporten. Jeweils im Herbst
findet eine Auswertung der Saisonzahlen statt. Im Jahr 2010 verzeichnete die private Sicherheitsfirma in Sursee 1136 Vorfälle. Mehr als ein Viertel
der Meldungen, 337, entfielen auf die
Altstadt. In 203 Fällen musste die private Sicherheitsfirma in der Altstadt
einschreiten.
«Hauptproblem sind für uns die Lärmemissionen», gibt Büeler Auskunft.
Grosse Menschenmengen, die sich in
der Nacht im Freien aufhielten, seien
die bedeutendste Lärmquelle. Verschärft worden sei die Lage durch das
Rauchverbot in geschlossenen, öffentlich zugänglichen Räumen. Dieses trat
im Mai letzten Jahres in Kraft. «Das Verbot treibt zusätzliche Leute ins Freie.»
Weniger Sachbeschädigungen
Eine positive Auswirkung haben die
Securitaspatrouillen in der Altstadt
auf die Anzahl der Sachbeschädigungen. «Es gelingt uns, mehr Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen»,
meint Büeler. Nebst Vandalenakten
müssten die Sicherheitskräfte auch
wegen tätlichen Auseinandersetzungen einschreiten. Jedoch liegen diese
nicht an der Tagesordnung.
Nachtleben an einem Wochenende in Sursee. Ein Türsteher sorgt um 1.30 Uhr für Ordnung vor der Goose Bar. Foto
«Pöbeleien unter Alkoholeinfluss
kommen vor, jedoch in unbedeutendem Ausmass.» Gute Rückmeldungen
für die Sicherheitstruppe, welche im
Auftrag der Stadt präventiv für Ruhe
und Ordnung sorgt, erhält Büeler von
der Polizei. «Uns wurde bestätigt,
dass die sichtbare Präsenz der Securitas Wirkung zeigt», erklärt er. Ohne
die Unterstützung eines privaten Sicherheitsunternehmens stünde der
Polizei personell nicht derselbe Spielraum zur Verfügung.
Wirte sollen Beitrag leisten
Eine enge Zusammenarbeit besteht
mit dem Gastgewerbe. «Die Wirte dürfen die Securitaspatrouillen auch um
Hilfe bitten», belegt er die Kooperation mit den Gaststätten. Im Gegenzug
kontrolliert die Sicherheitsfirma, ob
die Betriebe rechtzeitig ihre Gartenwirtschaften räumen. «Gerne würden
wir einen finanziellen Beitrag von den
Wirten verlangen.» Jedoch sollten die
Abgaben, so der Bereichsleiter Öffentliche Sicherheit, auf die Gastbetriebe
mit permanenten verlängerten Öff-
nungszeiten beschränkt sein. Im Moment fehlt allerdings die gesetzliche
Grundlage dazu.
Zum jetzigen Zeitpunkt fliessen die
Gelder erst in umgekehrter Richtung.
«Einige Bars und Restaurants beschäftigen freiwillig einen Türsteher», erläutert Büeler. An den Kosten für diese Sicherheitskräfte beteiligt sich die
Stadt finanziell.
Einfluss der Öffnungszeiten
Fast problemlos ziehen Altstadtabende am El Mosquito vorbei. Vereinzelt
sind im Aussenbereich Fackeln entwendet und Gläser zerschlagen worden. «Damit muss man rechnen»,
meint Geschäftsführer Patrick Purtschert nüchtern. Einen Türsteher beschäftigen wie die Betreiber anderer
Gaststätten möchte er nicht. «Wir wollen erwachsene Gäste anlocken.» Dass
sein Lokal von nächtlichen Störungen
verschont bleibt, schreibt er teilweise
den Öffnungszeiten zu: «Das Lokal
schliesst um 0.30 Uhr.» Die Securitaspatrouille sei zwar zugegen, deren
Hilfe hätte er aber noch nie benötigt.
Oliver Huwyler
Urinspuren an den Mauern
Nicht spürbar ist die Anwesenheit
des städtischen Sicherheitsdienstes
für Caroline Faes, Besitzerin des Hotel Hirschen. Dieses schliesst wie das
El Mosquito um 0.30 Uhr. «Wenn etwas passiert, kümmern wir uns selbst
darum», hält sie fest. Probleme bereiten ihr die Lautstärke urinierender
Nachtschwärmer. «Die Flecken an
den Hausmauern sind gut sichtbar.»
Leider sei es ihr noch nie gelungen,
einen Übeltäter in flagranti zu erwischen.
Sicherheitsdienst sorgt für Ruhe
Sachbeschädigungen sind für die Betreiber der Goose Bar kein Thema.
«Seit drei Monaten setzen wir auf die
Dienste einer Sicherheitsfirma», verrät Geschäftsführer Jan Erni. An Freitagen und Samstagen sorgen jeweils
zwischen 23 und 3 Uhr zwei Türsteher für Ruhe und Ordnung. «Unser Sicherheitsdienst passt auf, dass keine
Gläser mit nach draussen genommen
werden. Zudem weisen sie die Gäste
an, sich nach Mitternacht ins Lokal zu
Vorjahrespräsenz wirkt nach
«Nein, wirklich zufrieden sind wir
nicht», gesteht Martin Blum, stellvertretender Geschäftsführer des Restaurants Malou, als er auf die städtische
Sicherheitstruppe angesprochen wird.
Er schätze zwar deren Präsenz. «Aber
wenn etwas passiert, notieren sie den
Vorfall nur und können nicht eingreifen», umreisst er die Lage.
Um 2.30 Uhr sei das Lärmproblem
besonders gross. Blum begrüsste es
deshalb, wenn die Sicherheitsfirma
zu dieser späten Stunde vermehrt für
Ruhe sorgte. Einen eigenen Sicherheitsdienst beschäftigten die Betreiber des Malous dieses Jahr nicht.
«Wir hatten 2010 den ganzen Sommer einen Sicherheitsdienst unter
Vertrag. Heuer hatten wir keinen Bedarf dafür.» Die Gründe seien vielseitig. «Einerseits war der Sommer
nicht wirklich grossartig, anderseits
wirkte die starke Vorjahrespräsenz
der Securitas nach», ist sich Blum sicher.
Hausverbot für Randalen
Ein ganz anderes Bild als Blum präsentiert sich Ismail Ilazi. «Wir mussten im Juli, August und in der ersten
Septemberwoche zwei Türsteher beschäftigen», offenbart der Geschäftsführer des Hotel Rössli. Die Auslagen
für sein Sicherheitsdispositiv betrugen diesen Sommer 4400 Franken.
Auf den städtischen Sicherheitsdienst
könne er nicht zählen. «Früher unterhielten wir gemeinsam mit drei anderen Betrieben einen Sicherheitsdienst.» Dieses Jahr seien sie auf sich
alleine gestellt gewesen.
Kopfzerbrechen bereiten Ilazi junge,
männliche Randalierer im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. «Die alkoholisierten Unruhestifter agieren meistens in drei- bis vierköpfigen
Gruppen.» Vielen der Ruhestörern hat
er deshalb Hausverbot erteilt. «Mit
Hilfe der Sicherheitskräfte ist es uns
gelungen, den Betrieb zu normalisieren.» In diesem Jahr hätte es noch keine negativen Rückmeldungen gegeben.Oliver Huwyler
Tagesstrukturen bald an allen Primarschulen
stadtSchulen Schulpflege und Stadtrat verabschiedeten Neues Konzept, das auf das Schuljahr 2012/13 umgesetzt wird
Der Stadtrat hat das Konzept zur
Umsetzung des flächendeckenden Angebots von Tagesstrukturen an den Primarschulen verabschiedet. Es wird räumliche
Umnutzungen und organisatorische Anpassungen geben.
«Mit den Tagesstrukturen antworten
die Schulen auf die Zeichen der Zeit –
auf die Veränderungen in Familie und
Gesellschaft», bringt Sursees Bildungsvorsteherin Ruth Balmer den
Hintergrund der neuen Angebote Betreuung, Mittagstisch und Hausaufgabenhilfe auf den Punkt. Bereits im
zweiten Jahr läuft am Schulhaus St.
Martin ein vom Bund finanziell unterstützter Pilotversuch mit Tagesstrukturen. «Über das erste Jahr des Versuchs
können wir eine sehr positive Bilanz
ziehen. 66 Kinder nutzen mindestens
eines der Angebote, und der Bedarf ist
steigend», sagt Balmer. Die Angebote
kämen bei den Kindern sehr gut an.
Räume werden umgenutzt
In den vergangenen Wochen erarbeitete die Steuergruppe des Pilotversuchs
die Grundlagen für die Ausdehnung
der Tagesstrukturen auf die Schulhäuser Neufeld und Kotten, wofür sie
durch Vertretungen der Schulleitungen, der Lehrerteams und Elternforen
der beiden Schulstandorte erweitert
worden war. Folgende räumliche
Massnahmen sind vorgesehen:
• Im Schulhaus Neufeld II (ehemalige
Zigarrenfabrik), wo bisher die im
Zuge der Integrativen Förderung per
Sommer 2012 aufzulösenden Kleinklassen unterrichtet wurden, sollen
Räume für den Mittagstisch, die
Hausaufgabenhilfe und die Betreuung sowie ein Aussenbereich eingerichtet werden. Diese Lösung wird so
lange Bestand haben, bis der Neubau
für die Tagesstrukturen im Rahmen
der Erweiterung des Schulhauses
Neufeld I realisiert ist. Anschlies­
send gedenkt die Stadt das Schulhaus Neufeld II zu veräus­sern.
• Im Schulhaus Kotten kommen die
Räume für die Betreuung und die
Hausaufgabenhilfe in den bestehenden Kindergarten, der seinerseits in
die Primarschule integriert wird.
Der Mittagstisch findet in bestehenden Räumlichkeiten der Heilpädogischen Schule Platz.
Am Mittagstisch des Schulhauses St. Martin gehts ab und zu auch recht lustig zu und
her.
Foto Oliver Huwyler
Vier Vollzeitstellen
Das neue Konzept ist vergangene Woche auf Antrag der Schulpflege vom
Stadtrat verabschiedet worden. Es
wird auf das Schuljahr 2012/2013
umgesetzt, wie dies die kantonale
Gesetzgebung vorgibt. «Dann können
alle Kinder vom Kindergarten bis zur
6. Klasse tagsüber betreut werden»,
stellt Balmer in Aussicht. An die
Stelle der bisherigen Steuergruppe
tritt eine Begleitgruppe, in welcher
die Stadt, die Schulpflege, die
Lehrerteams und die Elternforen vertreten sind. Die Gesamtleitung der
Tagesstrukturen hat seitens der Schulen Sursee Kurt Schäfer inne, die
operative Leitung liegt bei Carmen
Brunner.
Die Kosten für die Anpassungen in
den Schulhäusern Neufeld II und Kotten seien im Budget 2012 berücksichtigt, so die Bildungsvorsteherin. Bezüglich Personalbedarf zur Umsetzung
des Konzeptes wurden für das Jahr
2013 insgesamt vier Vollzeitstellen errechnet. An die Kosten der Tagesstrukturen leistet der Kanton einen
jährlich wiederkehrenden Beitrag.
Daniel Zumbühl
PUBLIREPORTAGE
15. SEPTEMBER 2011 • SURSEER WOCHE / SEMPACHER WOCHE / TRIENGER WOCHE
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Für mehr Sicherheit und weniger Lärm
TEMPO 30 FLÄCHENDECKENDE ZONEN IN DEN QUARTIEREN STEHEN VOR DER UMSETZUNG
In der Gemeinde Schlierbach stehen flächendeckende 30er-Zonen in den Quartieren kurz vor der Realisierung. Damit wird ein Anliegen des kommunalen
Verkehrsrichtplans umgesetzt. Auf Verbindungs- und Haupterschliessungsstrassen bleibt das Temporegime
unverändert.
Die Bewohner von Wohnquartieren haben für Höchstgeschwindigkeiten spezielle Bedürfnisse. Obwohl in den meisten Quartieren mit Vernunft ohnehin
nicht mehr als 30 Stundenkilometer gefahren werden kann, ist die Verfügung
und Signalisation dieser Höchstgeschwindigkeit für viele Bewohnerinnen
und Bewohner ein grosses Anliegen.
Die wichtigsten Argumente dafür sind
Sicherheitsaspekte und weniger Lärm.
Der Gemeinderat Schlierbach hat das
Anliegen der flächendeckenden 30erZonen in den Quartieren deshalb auf
Antrag der Ortsplanungskommission in den kommunalen Verkehrsrichtplan aufgenommen. Diese Massnahme soll nun umgesetzt werden. Der
Gemeinderat hat das Umsetzungskonzept zur Diskussion mit der Bevölkerung freigegeben.
Die aktuelle Strategie sieht insbesondere folgende Massnahmen vor:
• Flächendeckende 30er-Zonen in den
Quartieren
• Sperrung der Käppelistrasse als Verbindungsstrasse durch ein Fahrverbot
• Zusätzliche Verkehrsberuhigung der
Käppelistrasse mit einfachen Mitteln
• Neukonzeption des Verkehrsknotens
bei der Rochuskapelle
• Aufwertung der Einfahrt Winkelstrasse in die Kantonsstrasse
Nicht in die 30er-Zonen aufgenommen
werden die Durchgangs- und Haupterschliessungsstrassen. So bleibt die
Höchstgeschwindigkeit beispielsweise
auf der Gemeindestrasse Schlierbach–
Rehag und auf der Etzelwilerstrasse unverändert bei 50 Kilometern pro
Stunde. Hingegen soll die Käppelistrasse Teil der 30er-Zone werden. Diese Massnahme wurde von zahlreichen
Externe Revisionsstelle statt RGPK
NEUSTRUKTURIERUNG Der Gemeinderat Schlierbach beantragt der Gemeindeversammlung vom 24. November, die Rechnungsprüfung einer
externen Revisionsgesellschaft zu übertragen. Gleichzeitig soll eine Controlling-Kommission eingeführt werden.
Diese begleitet den politischen Führungskreislauf und amtet als Bindeglied
zwischen Gemeinderat und Gemeindeversammlung. Die externe Revisionsstelle prüft hingegen die Rechnung
auf die arithmetische Richtigkeit und
Vollständigkeit.
Um diese Neustrukturierung zu vollziehen, wird die Gemeindeversammlung verschiedene Beschlüsse fällen
müssen (unter anderem Änderung der
Gemeindeordnung).
Die heutige Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) wird aufgelöst. Zwei der drei bisherigen Mitglieder der RGPK stellen sich als
Mitglieder der neuen Controlling-Kommission zur Verfügung. Der Gemeinderat wird die Bevölkerung im Rahmen
der Botschaft über die geplanten Änderungen der rechtlichen Grundlagen informieren.
RED
Auch die Käppelistrasse als wichtiger Schulweg soll in der 30er-Zone liegen. FOTO
Anstössern schon vor Jahren gefordert.
Verkehrsmessungen haben ergeben,
dass einige Fahrzeuge hier heute massiv zu schnell unterwegs sind. Deshalb
ist auf dieser Strasse eine zusätzliche
Verkehrsberuhigung notwendig. Diese
kann ohne hohe Kosten durch einfache
Bepflanzungen erzielt werden.
Schulhaus und Rochuskapelle in Zone
Eine separate 30er-Zone soll im Gebiet
Rochuskapelle – Schulhaus – Egg ausgeschieden werden. Der Verkehrsknoten
ZVG
bei der Kapelle stellt dabei eine spezielle Herausforderung dar. Aufgrund des
geringen Verkehrs überfahren einige
Primarschüler die Kreuzung, ohne auf
den Rechtsvortritt zu achten. Dies hat
bereits mehrfach zu sehr gefährlichen
Situationen geführt. Automobilisten,
welche vom Gschweich her kommen,
sehen die Kreuzung und die Schüler
sehr spät und müssen regelmässig abrupt abbremsen.
Die Art der Neukonzeption des Knotens beim Schulhaus ist noch nicht
Die blauen Gebiete sollen Teil der neuen 30er-Zonen werden.
abschliessend beurteilt. Eine Möglichkeit besteht jedoch darin, die Kreuzung
als Kreisverkehr zu führen. Damit hätten die Automobilisten vom Gschweich
gegenüber den Schülern vom Schulhaus keinen Vortritt mehr. Die Kreuzung
würde aufgrund des Hindernisses in
der Mitte aber auch für alle Beteiligten
sichtbarer. Abschliessend würde dieses Konzept zu einer weiteren Verkehrsberuhigung beitragen. Ein allfälliger
Kreisverkehr würde aber sicher mittels
Provisorium einem Test unterzogen.
GRAFIK ZVG
Bevölkerung kann mitwirken
Zur Umsetzung wird der Gemeinderat
vorgängig einen Informationsabend für
die Bevölkerung durchführen. Dort sollen
umfassende Informationen zu den Wirkungen von 30er-Zonen und zum konkreten Vollzug in der Gemeinde Schlierbach
präsentiert werden. Selbstverständlich
werden der Gemeinderat und der begleitende Ingenieur an diesem Abend auch
Rückmeldungen und Anliegen entgegennehmen. Der Informationsabend wird
Ende Oktober stattfinden.
PD
Im November heissts wieder «Vorhang auf!»
THEATERGRUPPE PROBEN FÜR LUSTSPIEL «BIS DOCH NED SO DUMM!» LAUFEN AUF HOCHTOUREN
Im November öffnet sich wieder der
Vorhang der Schlierbacher Theaterbühne. Für das Lustspiel «Bis doch ned so
dumm!» wird seit Ende August unter
der Regie von Susanna Meli und der
Regieassistenz von Daniela Kaufmann
geprobt.
Im Lustspiel mit drei Akten dreht sich
mehr oder weniger alles um Fritz Steiner. Er ist ein älterer, jedoch keinesfalls
seniler Herr. Die Familie ist einstimmig
der Meinung, dass Fritz nicht mehr in
der Lage ist, sich und das kleine Häuschen alleine zu versorgen. Soll eine
Haushälterin her oder soll er ins Heim?
Die Proben für das Lustspiel «Bis doch ned so dumm!» laufen auf Hochtouren.
Gegen beides sträubt sich Vater Steiner
ganz energisch. Hilflos ist er den Streitereien seiner Kinder Peter, Hans und
Gerda ausgeliefert.
FOTO ZVG
Auf eine Annonce der Kinder tanzen
nun der Reihe nach einige sehr unterschiedliche Bewerberinnen für den
Posten als Haushälterin an: Rosa, die
Obdachlose, oder Lilo, die weder putzt,
kocht, noch wäscht, im Hinblick auf
ihre nicht zu übersehenden äusserlichen Qualitäten dem Vater Steiner aber
am liebsten wäre. Und da ist noch Irma
Streitt, eine resolute und tatkräftige
Frau, die entschlossen ist, diesen Posten zu bekommen. Es bahnen sich ungewöhnliche Situationen zwischen Liebe und Machtkämpfen an. Und doch,
Fritz findet zur Entrüstung seiner «Lieben» den Mut, sein Leben nochmals
selbst in die Hand zu nehmen.
Sie ahnen es schon – es kommt ganz
anders, als man denkt. Lassen Sie sich
überraschen, liebe Theaterfreunde. Eines ist heute schon klar: Es erwartet
Sie ein lustiger Abend, an welchem von
Herzen gelacht werden darf. Die Theatergruppe Schlierbach freut sich, Sie an
ihren Aufführungen begrüssen zu dürfen. Reservieren Sie sich schon heute
eines der folgenden Daten: Samstag,
19. November, Sonntag, 20. November,
Dienstag, 22. November, Freitag, 25.
November, oder Samstag, 26. November 2011.
RED
Surental
15. September 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
27
Bevölkerung soll Zukunft mitgestalten
Wohnwagenfirma
baut neues Zuhause
Büron am 29. Oktober findet im Träff-Ponkt eine Tageskonferenz statt, Eingeladen sind alle
St. Erhard Die Alco Wohnmobile
AG hat kürzlich das Land von Fridolin Krummenacher, St. Erhard, definitiv übernommen. Wie das Luzerner
Kantonsblatt offenbart, handelt es
sich um zwei Parzellen im Umfang
von rund 84 Aren im «Teretermoos»,
unmittelbar neben dem Surseer Wald.
Soll Büron eine Insel im Surental
bleiben? Welche Schulen braucht
die Gemeinde? Wie wird der
Dorfkern attraktiver? Diese und
andere Fragen kann die Bevölkerung Ende Oktober zusammen
diskutieren. Der Gemeinderat
erhofft sich davon Leitplanken
für die künftige Entwicklung.
schrieben. Ist die Bevölkerung gleicher Meinung? «Die politische Eigenständigkeit darf auch etwas kosten.
Wie viel ist der Bürger bereit, dafür zu
«Die Bürger sollen
sagen, wohin der Weg
gehen soll.» Fritz Wyss,
«Wir wollen den Puls der Bevölkerung spüren, in welche Richtung sich
die Gemeinde entwickeln soll», erklärt Gemeindepräsident Fritz Wyss.
Der Titel der dazu organisierten Veranstaltung, «Büron – die Zukunft beginnt!», soll den Bürgern Mut machen
und ihnen mitteilen, dass jede Meinung wichtig ist.
Freie Diskussion geplant
Ende letztes Jahr ist die Idee im Gemeinderat formuliert worden, die Bevölkerung mehr in die Entscheidungsfindung einzubinden und zwar auf
eine spezielle Art: Eine zehnköpfige
Spurgruppe mit Vertretern von Vereinen, interessierten Personen, Jung
und Alt soll einen geeigneten Anlass
mit Forumscharakter organisieren.
Seit der ersten Sitzung im Juni bereitete diese Gruppe mit einem Spezialisten eine tätige Konferenz vor, an der
in kleinen Gruppen und im Plenum
über die Zukunft der Gemeinde frei
diskutiert werden kann. «Der Gemeinderat wird zwar auch anwesend sein,
wir wollen aber mehr beobachten und
Gemeindepräsident Büron
zahlen», fasst Fritz Wyss eine der zu
besprechenden Fragen zusammen.
Der Büroner Gemeindepräsident Fritz Wyss zeigt auf den Dorfkern, der in den nächsten Jahren eine grosse Entwicklung erleben wird. Foto Thomas Stillhart
zuhören, als aktiv mitdiskutieren»,
ordnet sich Fritz Wyss eine passive
Rolle zu. «Wir wollen nicht, dass es
heisst, der Gemeinderat will dies oder
das. Die Bürger sollen sagen, wohin
der Weg gehen soll», so Wyss.
Büron steht vor wichtigen Schritten.
Nur drei Beispiele sollen die Herausforderungen skizzieren: Im Budget
2011 weist die Gemeinde einen Aufwandüberschuss von rund 1,5 Millionen Franken aus. Das Zentrum wird
mit einer neuen Überbauung und einem Kreisel modernisiert. Wann der
Baustart erfolgt, ist noch immer unklar. Eigenständig bleiben hat sich der
Gemeinderat anfangs der vierjährigen
Legislatur 2008 auf die Fahne ge-
Was heisst Lebensqualität?
Die Büroner sind bekannt dafür, dass
an den Gemeindeversammlungen lange und kontrovers argumentiert wird.
Volle Traktandenlisten verunmöglichen aber den etwas längeren Blick in
die Zukunft. Die am 29. Oktober, von
8 bis 16 Uhr, im Träff-Ponkt stattfindende Veranstaltung setzt dort an, wo
die Gemeindeversammlung aufhört.
«Was verstehen die Einwohner beispielsweise unter dem Begriff Lebensqualität?», gibt Fritz Wyss ein weiteres Beispiel. Die 2250-EinwohnerGemeinde im Surental wirbt mit dem
Slogan «Büron – Ein Flecken fürs Leben.» Was das heisst, könnte auch zur
Sprache kommen. Thomas Stillhart
Wer an der Konferenz teilnehmen möchte,
kann sich bei der Gemeindekanzlei oder per
Mail gemeindeverwaltung@bueron.lu.ch bis
am 17. Oktober anmelden.
Zu eng geworden
Rico Ortis, Marketingleiter der Wohnwagenhändlerfirma mit Sitz in Sursee, bestätigt den Umzug: «Der Hauptgrund, dass wir umziehen, liegt in
dem zu eng gewordenen Platz am Kottenring 3. Am neuen Standort der Firma können wir zudem Werkstatt und
Büro nebeneinander bauen.» Zweieinhalb mal grösser sei der neue Platz.
Wenn es gut gehe, so Ortis, erfolge der
Baustart bereits im November. Im April, spätestens im Juni 2012 soll der
neue Geschäftssitz in Betrieb genomthomas Stillhart
men werden. Kinderkleider- und
Spielwarenbörse
Geuensee Am Samstag, 17. September, von 9 bis 10.30 Uhr, findet im Gemeindesaal Geuensee eine Kinderkleider- und Spielwarenbörse statt. «Junge
Familien Geuensee» tritt als Organisatorin auf. Gut erhaltene, saubere
Herbst- und Winterkleider (ab Grösse
80), Kleinkinderzubehör, Spielsachen,
Skis und anderes werden am Freitag,
16. September, zwischen 17.30 und 19
red
Uhr, entgegengenommen. Die Engstligenfälle bestaunt
Uhren, Wein und Doubs
Geuensee Frauenturnverein reiste nach Adelboden
Schlierbach Vereinsreise in den Jura
Bei wunderbarem Herbstwetter stiegen am Samstag, 3. September, 18 Turnerinnen, begleitet von den beiden
kompetenten Reiseführerinnen Lisbeth Muri und Anita Steiger, voller
Vorfreude in den Car. Bereits nach anderthalb Stunden erreichten sie ihren
Zielort Adelboden, wo im Café Bauete
schon Plätze für sie reserviert waren.
Kaffee, kalte Getränke und Gipfeli
warteten auf die Geuenseer Turnerinnen, spendiert von Marianne Bucheli.
Frisch gestärkt wanderten sie bis zur
Talstation «Unter der Birg» und zur
Grillstelle, welche sich in unmittelbarer Nähe der Engstligenfälle befindet.
Bei einem feinen Apéro, beim Grillieren, Plaudern und Lachen verging die
Zeit im Nu.
Und schon schwebten die Frauen mit
der Luftseilbahn rund 600 Meter hinauf, vorbei an steilen Felswänden. Dabei bestaunten sie die gewaltigen
Engstligenfälle und die prächtige Aussicht über das ganze Engstligental
Richtung Frutigen. Oben auf dem
Hochplateau genoss es jede Turnerin
auf ihre Art, sei es mit einer Rundwanderung oder einfach bei einem
Kaffee an der wärmenden Sonne.
Die Luftseilbahn brachte die Frauen
dann wieder ins Tal hinunter, wo der
Car schon wieder bereitstand. Über
Konolfingen, Langnau i. E., Entlebuch, Wolhusen erreichten sie Geuensee und liessen im «Stromboli» bei einem Nachtessen und einem Glas Wein
den wunderschönen, gemeinsamen
red
Tag gemütlich ausklingen.
Schule machte Ausflug ins Grüne
Büron Herbstwanderung der Oberstufe entlang der Sure
Das Schöne liegt so nahe. Nach
diesem Motto wanderten die
Schüler der Oberstufe in die Weiler der Region.
Das sonnige Spätsommerwetter zeigte
sich von seiner besten Seite und hat
alle eingeladen, die traditionelle
Herbstwanderung unter die Füsse zu
nehmen. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe waren gestaffelt und
klassenweise in Richtung Wellnau,
Kulmerau, Mooslerau losmarschiert.
Unterwegs, verteilt auf zwei Posten,
galt es, knifflige Wettbewerbsfragen
zu beantworten. Zum Beispiel, wer
der erste Mensch im Weltraum gewesen sei. Nein, nicht Neil Armstrong,
der erste Mensch auf dem Mond. Es
war der Russe Juri Gagarin. Eine andere Frage lautete, nach wie vielen Jahren die eiserne Hochzeit gefeiert werde? Nach 65 Ehejahren. Immerhin ein
Schüler wusste dies. Bei einem dritten Posten wurden die Muskelkräfte
beim Seilziehen getestet.
Der Muskelkater gehört dazu
Der Sure entlang ging es wieder zurück nach Büron. Am anderen Tag
machte sich bei einigen Jugendlichen
der Muskelkater bemerkbar. Aber
auch das gehört ab und zu dazu. aw/Red
Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust, auch die Büroner Oberstufenschüler zeigten Freude am Erkunden der näheren Umgebung. Foto zvg
Fröhlich verlässt die Schlierbacher Reisegruppe das Doubs-Schiff. Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk
ist die gut gelaunte Reisegruppe um
7.15 Uhr in Schlierbach Dorf mit einem Car gestartet. Mit Kaffee und Gipfeli wurden die 42 Teilnehmer von der
Roggenzunft und der Theatergruppe
schon während der Fahrt zur ersten
Etappe nach Col-des-Roches bestens
versorgt. Die Fahrt führte durch den
Schweizer Jura, mitten durch das Zentrum der Schweizer Uhrenindustrie
mit Orten wie Le Locle und La Chauxde-Fonds, in den Kanton Neuenburg.
Dort wurden die in Jahrzehnte langer
Arbeit aufwendig restaurierten, unterirdischen Mühlen von Col-des-Roches
besichtigt. Bei nur 7°C in den Höhlen
war es eindrucksvoll zu erleben, wie
ein ausgetüfteltes System aus Kanälen, Wasserrädern und Transmissionswellen vor zirka 400 Jahren konstruiert und betrieben wurde.
Bootstour auf dem Doubs
Zurück an der Sonne, die die Ausflügler den ganzen Tag begleitet hat, ging
es dann weiter an den nahegelegenen
Lac-de-Brenets, durch dessen Mitte
die Grenze zwischen Frankreich und
der Schweiz verläuft. Eine kurze
Bootstour über den vor 14’000 Jahren
durch einen Bergsturz aufgestauten
Doubs brachte die Mitglieder der beiden Vereine zum Restaurant Rives des
Doubs. Bevor es aber zum z’Mittag
ging, stand noch ein kurzer Fussmarsch zum 27 Meter hohen Wasserfall Saut du Doubs auf dem Programm.
Foto zvg
Nach der Mittagspause marschierte
der grösste Teil der Ausflügler zurück
zum Car, während ein kleinerer Teil
die Dienste der Doubs-Schifffahrt in
Anspruch nahm – das Alter der Teilnehmer verteilte sich vom jüngsten
Teilnehmer mit fünf Jahren bis hin
zum 77- jährigen Senior.
Die Weindegustation
Auf dem Weg zur nächsten Etappe –
einer Weindegustation auf dem Chapfgut der Familie Soland – führte die
Route über den Col de la Vue des Alpes, der seinem Namen mit einem
grandiosen Blick auf die Alpen alle
Ehre machte. Mit fünf ausgesuchten
Weinen aus eigenem Anbau und einer
wundervollen Aussicht über den Bielersee ging das erste Mal an diesem
Tag das Gefühl für die Zeit verloren.
Mit einer kleinen Verspätung zum eigentlichen Plan endete die Reise gegen 20.30 Uhr in Schlierbach Dorf.
Eine besondere Würdigung in Form
von grossem Applaus erhielten der
Organisator der Reise Peter Steiger,
sowie der Chauffeur, der alle sicher
und mit viel Humor durch den Tag begleitet hat.
Angetrieben von der tollen Stimmung
und den Eindrücken des Tages nahm
gut die Hälfte der Reisteilnehmer die
Gelegenheit zu einem gemütlichen
und fröhlichen Ausklang beim Nachtessen im Panorama Restaurant wahr.
Nun sind alle gespannt, wohin die
red
Reise 2012 führen wird. PUBLIREPORTAGE
15. SEPTEMBER 2011 • SURSEER WOCHE/SEMPACHER WOCHE/TRIENGER WOCHE
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GEUENSEER DORFZYTIG
EDITORIAL
PAUL GERIG
Wenn das Gute so nahe liegt ...
GEMEINDEPRÄSIDENT
PRODUKTE AB HOF GEUENSEERINNEN UND GEUENSEER UNTERSTÜTZEN IHRE LANDWIRTSCHAFT
Spätabends aus den
Ferien zurück und
keine Milch im Kühlschrank. Kein
Problem. Direkt an der Kantonsstrasse gibt es dieses Naturgetränk zu jeder Tages- und Nachtzeit. Oder, keine Zeit mehr, den obligaten Sonntagszopf selber zu backen? Unsere
Direktvermarkter ab Hof springen in
die Lücke. Wussten Sie übrigens,
dass auf unserer alten Dorfmühle
Bio-Getreide aus der Region gemahlen wird? Das traditionelle Handwerk wird im Oberdorf gepflegt.
Wenn Sie Glück haben, können Sie
sogar zusehen, wie das Mehl gemahlen wird. Die schmackhaften und gesunden Mehle kann man gleich vor
Ort erstehen.
In unseren Hofläden gibt es auch
köstliches Fleisch, Kartoffeln, Gemüse für die anstehende Grillparty oder
die Einladung vom kommenden
Samstagabend. Sie können Ihr Geburtstagsfest auch den kompetenten
Händen in der Rosenstube überlassen. Wollten Sie schon lange einmal
Zwetschgenkonfitüre selber machen?
Auch hier finden Sie die notwendigen
Zutaten oder das fertige Produkt vor
Ort. Im Herbst auch sehr zu empfehlen und neuerdings wieder in Mode
ist der selbstgepresste Apfelsaft, den
Sie ebenfalls leicht finden. Heizen Sie
in der kälteren Jahreszeit mit Holz?
Ein vielfältiges Angebot an Brennholz
liegt direkt vor Ihrer Haustüre bereit.
Warum so weit gehen, wenn alles
ohne lange Transportwege auch bei
uns vorhanden ist?
Ob am Dorfanfang oder Dorfende,
im Unter- oder Oberdorf oder in
Krumbach: Jede(r) findet viele feine
und natürlich produzierte Produkte
für den täglichen Bedarf in unmittelbarer Nähe. Halten Sie einmal
inne, schauen Sie vorbei. Sie werden überrascht sein, welch vielfältiges Angebot Sie in unserer Gemeinde erwartet.
GEMEINDEPRAESIDENT@GEUENSEE.LU.CH
Ob Milch, Obst, Gemüse, Fleisch- und
Wurstspezialitäten: In Geuensee können viele Produkte des täglichen Bedarfs frisch ab Hof bezogen werden.
Ein Überblick über das vielfältige Angebot.
Auf dem Heimweg noch schnell eine Flasche frische Milch besorgen: Dies ist in
Geuensee 24 Stunden am Tag möglich.
Beim Bauernhof der Familie Albisser an
der Kantonsstrasse 17 steht seit mehreren
Jahren ein Milchautomat. «Anhalten, selber bedienen und gleich wieder weiterfahren. Direkt an der Hauptstrasse gelegen
sind unsere Produkte leicht zu erreichen»,
erklärt Martin Albisser. Neben der frischen
Milch bietet der Landwirtschaftsbetrieb
das ganze Jahr Kartoffeln an. Erdbeeren,
Kirschen, diverse Gemüsesorten aus dem
Garten, Äpfel und Birnen sowie Speiseund Zierkürbisse sind jeweils saisonal erhältlich.
Bio-Produkte vom Müli-Hof
Ein breites Angebot von Bio-Produkten
gibts beim Müli-Hof von Ruedi und Alice
Bucheli–Gasser im Oberdorf. Milchprodukte wie Frischmilch, Quark, Joghurt und Trutiger Käse, aber auch Saison-Gemüse, Kirschen, Birnen und Äpfel gehören zum breiten Bio-Angebot. Weitere Eigenprodukte
sind Sirup, Konfi, Müli-Tee, Eingemachtes,
Dörrobst, Rindfleisch, Süssmost und Gebäck. Erhältlich ist auch regionales Bio-Getreide (Dinkel, Weizen, Roggen). Am Mittwoch ist zudem Brot-Tag. «Unsere Produkte sind alle mit Liebe zur Natur produziert,
schonend verarbeitet, köstlich im Geschmack und günstig im Preis», erklärt Alice Bucheli–Gasser. Es verstehe sich von
selbst, dass alle Produkte giftfrei und ohne
Genmanipulation hergestellt würden. Von
März bis November bietet die Familie Bucheli–Gasser ihre Produkte jeden Samstag
von 8 bis 12 Uhr auch am Städtlimärt in Sursee an.
Das ganze Jahr über gibt es bei der Familie Bremgartner–Burri im Haldenhof Kar-
toffeln, Äpfel, Eier, und Honig. Gerade aktuell sind Zwetschgen, Birnen, Süssmost
(pasteurisiert oder frisch) und Äpfel.
Bei der Familie Urs und Annegret Elmiger
an der Hinterdorfstrasse 2 können auf Bestellung Mischpakete mit Natura-BeefFleisch bezogen werden. Zudem werden
verschiedene Obstsorten angeboten.
Rosenstube an idyllischer Lage
In Krumbach, dem kleinen Weiler von
Geuensee, liegt der Landwirtschaftsbetrieb der Familie Arnold. Die wunderbare
Lage hoch über dem Sempachersee, die
kleine St. Wendelins-Kapelle und das
wunderschöne Rosengärtli laden zum Feiern und Verweilen ein. Das heimelige Stübli bietet den perfekten Rahmen für Geschäfts-, Familien- oder Vereinsanlässe.
Gastgeberin Ruth Arnold verwöhnt ihre
Gäste mit hausgemachten, herzhaften
Spezialitäten in einem einzigartigen Ambiente. Ruth und ihr Team bewirten im
Stübli bis zu 50 Gäste. Für Hochzeitsapéros bietet das grosse Entrée bis zu 300 Personen Platz. Die Lieblingsblume von Ruth,
die Rose, dient nicht nur als Name für ihr
Stübli, sondern begleitet auch die Gäste
durch den ganzen Abend. Ruth Arnolds
verschiedene Kreationen aus Rosen wurden mit dem Emmi-Innovationspreis ausgezeichnet.
Natura-Beef aus Krumbach
Ebenfalls in Krumbach, im Hofladen von
Silvia und Xaver–Sidler, gibt es NaturaBeef aus tierfreundlicher Mutterkuhhaltung sowie Wurstspezialitäten und Trockenfleisch. Frisch vom Bauernhof kommen Freiland-Eier, Sirup, Konfi, Bienenhonig, süss-saure Zucchettis, das
«Chriesi-Dessert» und der ZwetschgenTopf. Aber auch diverse Gewürze, Teesorten, Dinkelmehl, Teigwaren sowie Liköre, Schnaps und Süssmost werden im
Hofladen angeboten. Etwas Besonderes
sind die vielfältigen Geschenkkörbe für
jeden Geschmack oder die originellen
Chriesistei-Säckli.
FABIAN ZUMBÜHL
Bei Landwirt Martin Albisser ist frische Milch 24 Stunden am Tag erhältlich.
Natura-Beef und viele andere Köstlichkeiten gibt es im Hofladen der Familie
Furrer–Sidler in Krumbach.
PRODUKTE AB HOF BEI:
Veranstaltungen
September/Oktober
• Familie Albisser, Kantonsstrasse 17,
Telefon 041 921 27 50
16. September 2011
Datenkonferenz
• Ruedi und Alice Bucheli–Gasser, Müli,
17. September 2011
Kinderkleider- und -Artikelbörse,
Sonnenwirbel
• Familie Bremgartner–Burri, Halden-
18. September 2011
Geuenseer Zobigmärt, Frauenbund
• Urs und Annegret Elmiger, Hinter-
23. September 2011
Fürobebier-Party,
Guuggenmusig Geugguseer
• Ruth Arnold, Rosenstube, Krumbach,
24. September 2011
Begrüssung Neuzuzüger
• Silvia und Xaver Furrer–Sidler,
Telefon 041 921 84 69
hof, Telefon 041 920 19 85
dorfstrasse 2, Telefon 041 921 10 19
Telefon 041 921 99 84
Krumbach,Telefon 041 921 95 85
24. September 2011
Kilbi Geuensee
24. September 2011
Chäuerloch-Party,
Guuggenmusig Geugguseer
Beim Müli-Hof gibts Bio-Produkte.
Die Rosenstube der Familie Arnold in Krumbach.
FOTO ZVG
8. Oktober 2011
Fuchsschwanzjagd, Reitclub
Frauenbund lädt zum Marktbummel
20. Oktober 2011
Wendelinschilbi, Krumbach
FRAUENBUND GEUENSEE GEUENSEER ZOBIGMÄRT FINDET AM SONNTAG, 18. SEPTEMBER 2011, IM GEMEINDESAAL STATT
Geuensee gratuliert
85 JAHRE am 11. Oktober:
Bertha Müller–Schaffer, Chäppelimatt 6.
80 JAHRE am 29. September:
Pia Sidler–Häfliger, Letziweg 5.
Impressum
Die Geuenseer Dorfzytig erscheint zwölfmal
jährlich und wird in alle Haushaltungen der
Gemeinde Geuensee zugestellt.
Redaktion: Fabian Zumbühl (fz),
fabian.zumbuehl@surseerwoche.ch
Adresse: Surseer Woche AG, Geuenseer
Dorfzytig, Postfach, 6210 Sursee
Nächste Ausgabe: 20. Oktober 2011
Einsendeschluss: 4. Oktober 2011
An verschiedenen Marktständen bieten
14 Ausstellerinnen und Aussteller ein
vielfältiges Angebot an selbstgemachten Produkten an.
Selbstgemachte Nahrungsmittel, Kleider, Schmuck, Gebasteltes, Gemaltes
und vieles mehr gibt es am diesjährigen
Geuenseer Zobigmärt. Dieser findet am
Sonntag, 18. September, im Gemeindesaal beim Schulhaus Kornmatte statt.
Neben dem Marktbummel werden die
Besucher im Beizli mit Getränken und
feinen Desserts verwöhnt. Der Erlös des
Beizlis fliesst vollumfänglich in den
Hilfsfonds des Frauenbundes. Mit diesem Fonds werden hilfsbedürftige Frauen in Geuensee unterstützt.
Schule mit Selbstgebasteltem
Folgende Ausstellerinnen und Aussteller nehmen am diesjährigen Zobigmärt
teil:
Margrit Bremgartner: Obst; Richard Bucheli: Bienenhonig; Petra Eicher:
Schmuck; Renate Fischer: Kindermützen; Susanne Geissbühler: Bilder;
Astrid Gisler: Acryl-Bilder; Kurt Güntensperger: Bilder; Walter Muri: Würste
und Trockenfleisch vom Schaf; Monja
Petteruti: Stickereien; Lorly Rittiner:
Gestricktes, Genähtes, DVDs; Romy
Schmidlin: Diverse Sirupe, Kirschentopf; Schule Geuensee (5. und 6. Klasse: Selbstgebasteltes; Sandra Smit:
Kinderbörse; Heidi Troxler: Aloe-VeraProdukte.
RED
14 Aussteller sorgen für ein vielfältiges Angebot am Geuenseer Zobigmärt.
FOTO ZVG
Sempachersee
15. September 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
31
Gemeinde erhält einen funktionellen Werkhof
Schenkon Gemeindeversammlung heisst 1,2-Millionenkredit gut
Im April steht ausgangs Schenkon der neue Werkhof. Das
haben am vergangenen Mittwoch die 103 Stimmbürger an
der Gemeindeversammlung beschlossen. Zudem wurde über
die Revision der Ortsplanung informiert.
Auf dem Areal des alten Kindergartens
in Schenkon wird bekanntlich die
Überbauung «Wohnen im Alter» reali­
siert. Weichen muss aus diesem Grund
auch der bisherige Werkhof – das alte
Feuerwehrlokal – der Gemeinde.
Am Mittwoch, 7. September, präsen­
tierte der Gemeinderat die neue Lö­
sung: Auf dem Gelände vor der Auto­
bahnunterführung, das die Gemeinde
im Jahre 2006 erworben hatte, soll ein
moderner zweckdienlicher Bau ent­
stehen.
Gesucht wurde im Sinne einer weit­
sichtigen regionalen Planung die Zu­
sammenarbeit mit Eich oder Sursee.
Mit Eich hätte man einen gemeinsa­
men Werkhof bauen oder als Alterna­
tive sich bei Sursee einmieten wollen.
Beide Verhandlungen führten aber zu
keinem Ergebnis.
Zweigeschossiges Gebäude
Nach den gescheiterten Verhandlun­
gen hatte das Schenkoner Architektur­
büro Rast von der Gemeinde den Pla­
nungsauftrag für den Bau eines eigenen
Werkhofs erhalten. Der rechteckige
Baukörper mit vertikaler Holzverscha­
lung ist zweigeschossig und erfüllt die
Anforderungen an ein modernes
Zweckgebäude, ohne den ästhetischen
Aspekt zu vernachlässigen. Die Kosten
für den rund 4300 Kubikmeter gros­sen
Bau werden auf 1,2 Millionen Franken
veranschlagt. Im Preis inbegriffen sind
die Baunebenkosten und die Kosten
für die Umgebungsarbeiten. Das Land
Im nächsten April soll der neue Werkhof von Schenkon bezugsbereit sein.
gehört schon der Gemeinde und verur­
sacht deshalb keine Kosten.
Erneuerbare Energie aufs Dach?
Aus der Versammlung kam der Vor­
schlag, das Flachdach des neuen
Werkhofs für die Produktion von Ener­
gie zu nutzen. Bauvorsteher Markus
Strobel könnte sich vorstellen, dass
dereinst Dritte (Private oder Unterneh­
men) die Fläche für eine FotovoltaikAnlage nutzen. Für Gemeindepräsi­
dent Patrick Ineichen ist klar, dass
– wenn die Gemeinde selber einstei­
gen würde – eine solche Installation
ein neues Projekt wäre und dies eine
neue Abstimmung verlangen würde.
Einstimmig genehmigt
In der abschliessenden Abstimmung
wurde das Projekt einstimmig geneh­
migt. Das Baubewilligungsverfahren
läuft schon, im Oktober soll Baube­
ginn sein. Nach sieben Monaten soll
der neue Werkhof dann im April be­
zugsbereit sein.
Viel Lob für neue Ortsplanung
Vor der offiziellen Gemeindever­
sammlung orientierte der Schenkoner
Gemeinderat über die Revision der
Ortsplanung. Projektleiter Hansueli
Remund vom Planteam S AG sagte,
dass die Gemeinde nach der ersten In­
formation im Frühjahr viel Lob erhal­
ten habe. Das Ziel von Schenkon ist,
einen guten Mix aus verdichteter und
lockerer Bauweise zu erhalten. Re­
mund lobte bereits den aktuellen
Stand und meinte auch, dass Schen­
kon diesbezüglich zu Unrecht einen
zweifelhaften Ruf geniesse und gegen­
über anderen Gemeinden fast schon
als Musterknabe dastehe.
Visualisierung ZVG
Drei Entwicklungs-Schwerpunkte
Der Kanton gibt vor, wo die Gemeinde
noch wachsen kann. Der Gemeinderat
hat nun in erster Priorität drei Schwer­
punkte definiert: Die Striegelhöhe
(gehobeneres Wohnen), der südliche
alte Dorfkern (verdichtetes Wohnen)
und die untere Haldenweid (junge
Familien).
Zu reden gab die vorgesehene Über­
bauung gegenüber dem neuen Werk­
hof und bei der Einfahrt zur Striegel­
gasse. Ein markanter, länglicher Bau
soll die Einfahrt ins Dorf Schenkon si­
gnalisieren. Bei der unteren Halden­
weid (neu Obstgarten) läuft zurzeit
der Projektwettbewerb. Im Rennen
sind noch drei Architekturbüros. An
der Gemeindeversammlung vom 24.
November wird der Gewinner präsen­
tiert. Die Vorgabe ist weiterhin, für
junge Familien des Mittelstandes er­
schwingliches Wohneigentum zu rea­
lisieren. Die Aufgabe des Gemeinde­
rates wird sein, aus den Bewerbern
die richtige Auswahl zu treffen.
Abstimmung im November
In der abschliessenden Diskussion ga­
ben etwa die Lärmbelastung der Tann­
bergstrasse, der Bachabstand in der
künftigen Überbauung Obstgarten, die
Höhe der Laubbäume in den Sied­
lungsgebieten (in Zukunft nur noch
bis zur maximalen Firsthöhe) und das
Projekt Dorf Süd zu reden.
Die Abstimmung über die revidierte
Ortsplanung ist voraussichtlich an der
erwähnten
Gemeindeversammlung
vom 24. November. Wenn es nach dem
Fahrplan des Gemeinderates geht, soll
sie dann im Frühjahr nach der Geneh­
migung durch den Regierungsrat in
Lukas Bucher
Kraft treten. Umfassende Sanierung
Eich Mehrzweckgebäude erhält neues Gesicht
Ein Baugerüst schränkt zurzeit
den Blick auf die Schulanlage in
Eich ein. Noch bis Ende der
Herbstferien wird das Mehrzweckgebäude einer umfassenden Sanierung unterzogen.
Fensterfront, die ersetzt wird, werden
auch die Innenräume saniert.
Nach über dreissig Jahren wurden
beim Mehrzweckgebäude umfassende
Sanierungsarbeiten fällig. So ent­
sprach die Gebäudehülle nicht mehr
den heutigen energetischen Anforde­
rungen, die Fenster müssen ersetzt
werden. Im Zuge dieser Massnahmen
bot sich eine umfassende Sanierung
an. Ein entsprechender Sonderkredit
in der Höhe von rund 1,4 Millionen
Franken wurde im vergangenen
Dezember vom Stimmvolk gutge­
heissen.
Tagesstrukturen berücksichtigt
Angrenzend an den bestehenden Ge­
räteraum der Turnhalle entsteht ein
neuer Mehrzweckraum, der auch au­
tonom benutzt werden kann. «Wird
als Folge der anstehenden Tagesstruk­
turen die Betreuung von Schülern
notwendig, eignet sich der Raum ide­
al», erklärt Galliker einen der Beweg­
gründe für den Neubau. Die bestehen­
de Küche wird ebenfalls saniert und
den aktuellen Bedürfnissen angepasst.
Durch den Anbau des Mehrzweck­
raums mit Vorraum wird der beste­
hende Geräteraum zu klein. Der neue
Geräteraum schliesst an die westliche
Längsfassade der Mehrzweckhalle an.
Sanierungsarbeiten im Plan
«Im Moment sind wir sowohl zeitlich
als auch finanziell im Plan», erklärt
der Geschäftsführer der Gemeinde
Eich, Franz Galliker, auf Anfrage die­
ser Zeitung.
Neben der Gebäudehülle, die gemäss
den neuen Standards isoliert wird
und der nach Westen ausgerichteten
Turnhalle nach Ferien bereit
«Wir rechnen damit, dass die Arbeiten
bis zum Ende der Herbstferien abge­
schlossen sind», so Galliker, «und wir
zumindest die Turnhalle wieder dem
Schulbetrieb und den Vereinen über­
geben können.» Bis dahin steht die
Halle für den Sportbetrieb weiterhin
Reto Berner
nicht zur Verfügung. Chöubi – für die Kleinen das Grösste
Oberkirch Putschautobahn, Zuckerwatte oder doch eine Rose für die Freundin schiessen? Die Kinder und Jugend­
lichen hatten an der «Dorfchöubi Oberchöuch» die Qual der Wahl, in welche Attraktion oder Schleckerei sie ihren
«Chöubibatzen» investieren. Während beim Nachwuchs Erlebnis und Action im Vordergrund standen, nahmen es die
Erwachsenen eher gemütlich. Die verschiedenen Bars und Beizen, geführt durch die Oberkircher Dorfvereine, waren
der richtige Ort, um angeregte Gespräche zu führen, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen oder bei einem kühlen
Fotos und Text Christian Berner
Drink die lauen Spätsommerabende zu geniessen. Nach 30 Jahren wurden beim Mehrzweckgebäude Sanierungsarbeiten fällig.
Foto RB
sempachersee
32
In Kürze
Regierungsrat sagt Ja
zur Teilrevision
Eich Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat die Teilrevision
des Bau- und Zonenreglementes in
Eich genehmigt. Beschlossen wurde die Änderung des Bau- und Zonenreglements am 7. Juni von der
RED
Gemeindeversammlung.
Moderne Büros statt
altes Gebäude
Sempach / Sursee Auf dem Areal
der
stillgelegten
Grast­rocknungsanlage soll der neue
Firmenstandort der Interessengesellschaft für gesunde Schweine AG entstehen. Hierzu ist eine
Teilrevision der Ortsplanung
nötig.
Die heute in Sursee angesiedelte Interessengesellschaft für gesunde Schweine
AG (IGA) will ihren Firmenstandort auf
das Areal der stillgelegten Grastrocknungsanlage verlegen (diese Zeitung berichtete bereits). Die vorgesehenen Gebäude umfassen ein Bürogebäude mit
zwei bis drei Wohnungen sowie eine
Einstellhalle für Fahrzeuge. Tiere werden am Betriebsstandort keine gehalten.
Noch bis Oktober läuft ein Projektwettbewerb mit vier eingeladenen Architekturbüros.
Zonenwidrig gebaut
Der Stadtrat von Sempach ist sich –
wie er in der aktuellen Botschaft
schreibt – der sehr exponierten Lage
bewusst. Er will verhindern, dass an
diesem Ort das Erscheinungsbild negativ geprägt wird. Klare Regeln können aber nur aufgestellt werden, wenn
die Grundstücke einer Bauzone mit
entsprechenden Zonenbestimmungen
angehören, in diesem Fall einer Wohnund Arbeitszone.
Das ist derzeit nicht der Fall: Die bestehenden Gebäude und Anlagen sind
an diesem Standort planungsrechtlich
zonenwidrig gebaut, deren Bestandjedoch gesetzlich geschützt. Sie können
erneuert, teilweise geändert, massvoll
erweitert oder wieder aufgebaut werden. Es besteht jedoch keine gesetzliche Grundlage, diese Bauten und Anlagen abzubrechen und die Fläche wieder
landwirtschaftlich nutzbar zu machen.
Strenge Auflagen
Die künftige Nutzung des Grundstücks werde die Art des Neubaus, die
Umgebung und das Erscheinungsbild
stark prägen. Zudem sei aus landschaftlichen und ökologischen Gründen ein Zusammenwachsen der Siedlungsgebiete von Sempach und des
Ortsteils Sempach Station nicht erwünscht. Umso mehr wolle man auf
eine hohe Qualität der Gebäude und
der Umgebungsgestaltung achten und
ökologische Massnahmen entlang der
grossen Aa sicherstellen.
Im Rahmen der letzten Gesamtrevision der Ortsplanung Sempach waren
dies Gründe, warum ein Antrag der
Grundeigentümer auf Einzonung in
diesem Gebiet abgelehnt wurde.
Marcel Schmid
Der revidierte Teilzonenplan sowie die entsprechenden Änderungen des Bau- und Zonenreglementes und die Ergänzung des Erschliessungsrichtplans liegen noch bis 27.
September beim Bauamt der Stadt Sempach öffentlich auf.
Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche • 15. september 2011
20’000 Besucher am Schauplatz
Sempach Das Gewerbe am oberen Sempachersee zeigte am Schauplatz seine Leistungsvielfalt
Der Wirtschaftsstandort Oberer
Sempachersee lebt – und wie!
Der Schauplatz 2011, die grösste Gewerbeschau auf der Luzerner Landschaft, verdeutlichte
dies eindrücklich.
Über 20’000 Besucher liessen sich am
Wochenende die Leistungsvielfalt
aufzeigen, die am oberen Sempachersee angeboten wird. Das Publikum
wurde von 130 Ausstellern durch viel
Ideenreichtum und Engagement belohnt. Nebst attraktiven, zum Teil mit
sehr viel Aufwand gestalteten Ständen, waren die Gastregionen Schwarzwald und Goms, kulturelle und sportliche
Aufführungen
und
die
Sonderausstellung Energie weitere
Anziehungspunkte.
Auf dem Hebekran wird die Dimension
der Ausstellung sichtbar.
Hauptprobe für die Berufsweltmeisterschaften Anfang Oktober: Automechaniker
Flavio Helfenstein aus Hildisrieden.
Für Öffentlichkeit leisten
«Auch in einem intakten, dörflichen
Umfeld ist es unerlässlich, dass sich
die Gewerbler von Zeit zu Zeit präsentieren und zeigen, was sie leisten und
anbieten», sagte Ruedy Scheidegger,
Präsident des Gewerbeverbandes Kanton Luzern in seiner Eröffnungsrede
am Freitagnachmittag. Mindestens so
wichtig sei aber auch, dass die Bevölkerung spüre, was die Gewerbler für
die Öffentlichkeit leisten, dass sie Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze
anbieten und letztendlich als Kunde
von anderen Betrieben auch regionalwirtschaftlich von grossem Wert sind.
Eine positive Bilanz
Zwei Tage später zog OK-Präsident Joe
Furrer aus Eich überglücklich eine positive Bilanz: «Wir wollten eine einmalige Gewerbeschau bieten, das ist uns
gelungen.» Überwältigt zeigte sich der
OK-Präsident über die Rückmeldungen der Aussteller. Der Tenor war einhellig, die gemeinsame Ausstellung
der vier Gemeinden Eich, Hildisrieden, Sempach und Neuenkirch sei wie
schon 2004 ein klares Bedürfnis und
Linus Wolfisberg aus Neuenkirch freute sich über ein Autogramm des prominenten
Marathon-Europameisters Viktor Röthlin.
FOTOS Reto Berner / Marcel schmid
Glitzersterne basteln bei der Collano –
mit Weissleim als Grundlage.
solle idealerweise in rund fünf Jahren
in dieser Form wiederholt werden.
werbe sind in diesen drei Tagen näher
zusammengerückt. Mit dem Schauplatz konnten deutliche Impulse für
einen starken Wirtschaftsstandort
Oberer Sempachersee gesetzt werden», so Joe Furrer. Marcel Schmid
Überraschte Besucher
Profiteure sind nebst den Ausstellern
auch die Einwohner am oberen Sem-
pachersee. «Viele Besucherinnen und
Besucher waren überrascht über die
vielseitigen Produkte und Dienstleistungen, die man in unserer Region beziehen kann», sagt Joe Furrer. Er ist
sich sicher: «Die Region und das Ge-
Fünf neue Ministranten aufgenommen
Eich Ministranten-Schar wächst auf 36 Kinder
Mit einem feierlichen Gottesdienst hat die Pfarrei Eich die
neuen Altardiener aufgenommen.
Musikalisch
umrahmt
wurde die Feier von den Lord
Singers.
Am letzten Samstag konnten in einem
festlichen Gottesdienst drei Mädchen
und zwei Buben aus der vierten Klasse neu als Ministranten in der Pfarrei
Eich aufgenommen werden. Die Lord
Singers aus Emmenbrücke begeisterten mit ihrem Gesang und ihren modernen Rhythmen die Gottesdienst­
besucher in der gut besetzten Eicher
Pfarrkirche.
Von neun bis 22 Jahre
Mit den neuen Ministranten wächst
die Schar der Eicher Altardiener auf
36 Buben und Mädchen im Alter von
neun bis 22 Jahren. Ein kräftiger Applaus der Pfarreiangehörigen zeigte
ihnen, wie sehr doch ihr Dienst gered
schätzt wird.
Die fünf neuen Ministranten Dominik Näf, Nicola Gebistorf, Ann-Sophie Bieber, Sarah Amrein und Alina Jost (von links) mit den
Ministrantenleitern und Pfarreileiter Gregor Dötsch.
Foto ZVG
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15. september 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
33
Der Bevölkerung etwas zurückgeben
Fotowettbewerb für
die Bevölkerung
Buttisholz Die Idee zur Umsetzung DES Parcours Im Soppenseewald hat Form Angenommen
rickenbach Wer sich auch im
nächsten Jahr wieder an einem einmaligen, originellen Rickenbacher Kalender erfreuen, will, kann sich selber
am Rickenbacher Fotowettbewerb beteiligen. Einsendeschluss ist der
1. Oktober. Unter dem Motto «Licht
und Schatten in Rickenbach» sind
Bilder gefragt, die im konkreten oder
übertragenen Sinn etwas mit diesem
Thema zu tun haben; Aufnahmen von
Landschaften, Menschen, Tieren oder
Begebenheiten.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer
können ihre besten Aufnahmen im
Querformat senden an: fotowettbewerb@rickenbach.ch oder per Post an
«Die Rickenbacher im Kalender», Fotowettbewerb, Postfach 122, 6221 Rickenbach. Die Teilnahmebedingungen
befinden sich auf der Homepage www.
red
rickenbach.ch. Letztes Jahr initiierte der Gewerbeverein Buttisholz die Planung
des
«Sport-Gwärb-Parcours».
Nun sind die Pläne ausgereift.
«Wir wollen der Bevölkerung etwas
Bleibendes zurückgeben», meint Markus Bösch, Präsident des Gewerbevereins Buttisholz. Dies soll in Form des
sogenannten «Sport-Gwärb-Parcours»
geschehen. Für das Projekt werden
vorwiegend bereits bestehende Strassen und Wege genutzt. «Die Umsetzung soll möglichst naturschonend
vonstatten gehen», ist Bösch überzeugt. «Den Tieren sollen Freiräume
gelassen werden.»
Parcours mit zwölf Posten
Neu errichtet werden sollen zwölf
Parcours-Posten. «Darunter finden
sich Stationen für Liegestützen, Ringturnen sowie Gleichgewichtsübungen», führt er als Beispiele auf. Zudem sind auch mehrere neue
Sitzbänke geplant. «Wir wollen mit
dem Angebot bewusst alle Altersgruppen ansprechen», gibt er sich bestimmt.
Geschenk an die Bevölkerung
Projektinitiant ist der Gewerbeverein
Buttisholz. «Im Jahr 2008 führte der
Gewerbeverein Buttisholz eine Gewerbeausstellung durch», erklärt
Bösch. Bei dieser hatte ein bedeutender Gewinn erwirtschaftet werden
können. Ziel sei es gewesen, mit diesem Überschuss etwas Bleibendes zu
schaffen. «Für uns war es wichtig, der
Bevölkerung etwas zurückzugeben»,
bestätigt er. Bei dem Projekt des Gewerbevereines handelt es sich nicht
um dessen erstes. In den Neunzigerjahren stellte er eine Weihnachtsbeleuchtung her. Diese Beleuchtung
kommt alljährlich entlang des Dorfbaches zum Einsatz. Unterstützung findet das jetzige Projekt auch bei der
Sportvereinigung Buttisholz. «Wir unterstützen das Vorhaben finanziell»,
verrät Claudia Hebler, Präsidentin des
Die Waldbesitzer sowie ein Teil des OKs «Sport-Gwärb-Parcours» bei der Besichtigung im Soppenseewald (Karte unten). Foto
ZVG
buttisholz «Ein Nein ist oft die
liebevollste Antwort, die wir geben
können», sagt der Bestsellerautor in
Sachen Erziehung, Jesper Juul.
Wie können Eltern Nein sagen, damit
die Kinder und Jugendlichen es verstehen und sich auch daran halten?
Dieser Frage geht das Erziehungstheater im Zentrum Mühle in Buttisholz unter dem Titel «Nein aus Liebe» vom Freitag, 16. September, von
9 bis 11 Uhr, auf den Grund. Dazu
hält Helena Weingartner Brunner ein
Referat, und Lisa Birrer-Brun spielt
entsprechende Konflikt-Situationen
theatralisch vor.
Vereins, der alle örtlichen Sportklubs
umfasst.
Auf Gegenwehr sei der Plan nicht gestossen, sagt Markus Bösch. Kleinere
Hürden hätten zwar genommen werden müssen, doch vor grösseren sei
das Projekt verschont geblieben. «Die
Idee und der Bau werden auch von
den betroffenen Waldbesitzern begrüsst», weiss er.
Geld, Material und Fronarbeit
Für die Ausführung zuständig ist das
OK «Sport-Gwärb-Parcours», das sich
aus Mitgliedern der Sportvereinigung
und des Gewerbevereins zusammensetzt. Für die Installation des neuen
Freizeitangebots steht ihm ein Budget
von 40’000 Franken zur Verfügung.
Mitglieder des Gewerbevereins unterstützen das Projekt mit kostenlosem
Material und Arbeitseinsätzen. «Somit entsteht ein Gemeinschaftsprojekt, an dem alle Freude haben können», ist sich Bösch gewiss.
Nach der Eröffnung im kommenden
Frühling ist die Gemeinde für den
Unterhalt der Anlage zuständig. Dass
der Sport-Parcours Vandalen zum
Opfer fallen könnte, glaubt er nicht.
«Wir haben bei der Planung bewusst
auf Elemente wie Grillstellen oder
Hütten verzichtet.» So werde versucht, dem Problem der Sachbeschädigung aus dem Weg zu gehen.
Oliver Huwyler
Ehre für realitätsbezogenen Ansatz
Kanti Sursee Kommunikationsarbeit wurde mit dem höchstpreis ausgezeichnet
Am vergangenen Freitag erhielt
die Kanti Sursee in Bern für ihre
Eingabe zum Thema «Kommunikation an der Schule: im Kreuzfeuer zwischen Aufwand und Ertrag» den Höchstpreis.
«Der erste Eindruck zählt und bleibt
haften: Wer geht schon in Flip-Flops
und kurzen Hosen an ein Vorstellungsgespräch!» Marlies Eggen, seit 2008
Kommunikationsbeauftragte der Zentralstelle für die Weiterbildung von Mittelschullehrpersonen (WBZ), brachte in
ihrer Ansprache zur Preisverleihung
die Voraussetzung gelungener Kommunikation auf den Punkt. Die in einer gediegenen Box eingereichten Informationen
und
Druckerzeugnisse
zur
Kommunikation an der Kanti erweckten ganz offensichtlich ebenfalls einen
positiven ersten Eindruck bei der Jury.
Diese bestand neben Eggen aus Cla Martin Caflisch, Kommunikationsexperte
und Dozent am Swiss Public Relations
Institute (SPRI), und aus Barbara Haller
Rupf, Prorektorin an der Neuen Kantonsschule Aarau.
Auffallendes Engagement
«Im letzten Jahrzehnt wandelte sich die
Schweiz zu einer Informationsgesellschaft.» Eltern, Behörden und die Öffentlichkeit ganz allgemein erwarteten
deshalb auch von Schulen gezielte Informationen, schreibt Haller Rupf in einem Artikel zum Thema «Public Relations
von
Schulen».
In
ihrer
Abschlussarbeit an der Fachhochschule
St. Gallen verglich sie die Möglichkeiten schulischer Kommunikation in Ka-
Jurymitglied Marlies Eggen übergibt Rektor Michel Hubli die Preisurkunde.
Foto fabrizio
nada und der Schweiz. Ihre Folgerung:
Sowohl im kanadischen System, das
die Informationsvergabe ganz zentral
steuert, wie im föderalistisch-schweizerischen, das den einzelnen Schulen viel
Freiraum bei der Ausgestaltung ihrer
Kommunikation belässt, sind gleichermassen gute Leistungen möglich.
Unter den elf Eingaben schwang jene
der Kanti Sursee obenaus, weil sie einer vertieften Sichtung standhielt. Die
Jury erwähnte in ihrer Begründung zur
Vergabe des Höchstpreises von 6000
Franken das «auffallend hohe Engagement» der «Hüter des Netzwerks Kom-
Erziehungstheater
und aktive Senioren
Brentini
munikation». Dabei pflege die Kanti
bewusst einen realitätsbezogenen,
«den Möglichkeiten der Schule entsprechenden» Ansatz. Belohnt für
ihre Kommunikationskultur wurden
mit zwei weiteren Preisen nebst der
Kanti das schweizerisch-italienische
Kunstgymnasium Liceo Artistico aus
Zürich und die Schweizerische Alpine Mittelschule Davos. Das Liceo setzt
gezielt Schüler als Kommunikationsbotschafter ein, die Alpine Mittelschule überzeugte, weil sie eng mit einer versierten PR-Agentur zusammenarbeitet.
Mehrstufiges Modell
Ausgehend vom Schlagwort der 90erJahre, jenem der «wirkungsorientierten
Schulführung», habe die Kanti ihre
Kommunikation grundlegend neu ausgerichtet, wie Rektor Michel Hubli darlegte. Ziel dieser Neupositionierung
seien «prägnante, kostengünstige und
identitätsstiftende Produkte» gewesen.
Er erwähnte beispielsweise den mit
rund 100 Seiten umfangreichen Jahresbericht, der jeweils auf den Infotag hin
terminiert aufliegt, und die zweimal
pro Schuljahr veröffentlichte Zeitschrift «Einblicke», die jeweils einem
spezifischen, mitunter durchaus launigen Thema wie «Jahrgang 1957» oder
den Aktivitäten einer Fachschaft verhaftet ist. Identitätsstiftend wirkt dabei
das unverkennbare Label «kanti sursee», das die Schaffhauser Grafikerin
Gabriela Kupferschmidt Mäder ausgehend vom Entwurf einer Schülerin entworfen hat.
«Enten legen ihre Eier in aller Stille.
Hühner gackern wie verrückt. Was ist
die Folge? Alle Welt isst Hühnereier.»
Das bei der Feier im «Haus der Kantone» von Caflisch zitierte kernige Statement Henry Fords liess sich durchaus
auf die Kanti übertragen. Die Öffentlich-Machung von Schulkultur und
Identität habe dazu geführt, dass die
«Schülerzahlen trotz geburtenschwacher Jahrgänge» nicht abgesunken seien, so Hubli, sondern im Gegenteil
immer noch leicht zunähmen. Ein Effekt, den die von Webmaster Marcel
Brücker professionell aufgebaute neue
Homepage bestimmt unterstützt.
David Lienert
Senioren im Internet
Auf der Homepage der Gemeinde
(www.buttisholz.ch) ist nun auch der
Verein «Senioren Aktiv» präsent. Die
Seiten geben einen Überblick über
den Verein und seine Aktivitäten. Zu
finden sind auch Berichte und Fotos,
wobei die Inhalte laufend weiter ausgebaut werden. Zu finden ist die Seite
red
unter «Soziales». Erfolgreiche
Jungmusikanten
michelsamt Am 5. Schweizerischen Slow Melody Wettbewerb vom
10. September in Solothurn haben
neun Musikschülerinnen und -schüler aus dem Michelsamt erfolgreich
teilgenommen.
In ihrer jeweiligen Kategorie erreichten die Nachwuchsmusiker folgende
Resultate: Kategorie P1: 2. Sandra
Boog, Posaune, Rickenbach; 3. Samuel
Meyer, Posaune, Beromünster; 4. Pascal Schnider, Posaune, Beromünster;
5. Sven Rogger, Posaune, Beromünster; 6. Dana Stadelmann, Posaune, Beromünster. Kategorie P2: 4. Kilian Elmiger, Bass-Posaune, Beromünster; 5.
Ruedi Schmidlin, Posaune, Gunzwil.
Kategorie 1: 4. Livia Stirnemann,
Trompete, Beromünster. Kategorie 2:
13. Larissa Rogger, Bariton, Berored
münster. Die Gesamtrangliste: www.ssmw.ch
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34
tipps und trends
Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche • 15. september 2011
Mit Weiterbildung beruflich fit sein
BBZ Weiterbildung Kanton Luzern Im Oktober start für neue bildungsgänge
Beruflich fit machen im Bereich Wirtschaft, Technik und Gewerbe? Weiterbilden in Marketing und Verkauf? Update
im Bereich Informatik? Am kantonalen
Berufsbildungszentrum Weiterbildung
starten ab Oktober 2011 verschiedene
neue Bildungsgänge. Dazu finden am
19., 21. und 22. September 2011 in Luzern, Sursee und Willisau die Infoabende statt. Start ist jeweils um 19 Uhr.
Eine Teilnahme ist unverbindlich, kostenlos und ohne Anmeldung möglich.
Beruflich am Erfolg teilhaben: Das gelingt mit einem Bildungsgang oder
Kurs beim BBZ Weiterbildung Kanton
Luzern. An den Standorten Luzern,
Sursee, Willisau und Hohenrain starten ab Oktober 2011 diverse neue Lehrgänge. Sie umfassen die Bereiche Personal, Finanzen, Marketing, Verkauf,
Technik und Gewerbe sowie Informatik.
Infoabende
Die nächsten Informationsanlässe am
BBZ Weiterbildung Kanton Luzern finden wie folgt statt: am Montag, 19.
September, in Luzern (Robert-ZündStrasse 4, Ostflügel des Bahnhofs Lu-
«München lässt grüssen»
Geschafft! Starten auch Sie Ihre Karriere mit einem Bildungsgang beim BBZ Weiterbildung
Kanton Luzern.
Foto zvg
zern), am Mittwoch, 21. September, in
Sursee (Kottenmatte 4) und am Donnerstag, 22. September, in Willisau
(Schlossfeldstrasse 8). Die Veranstaltungen starten jeweils um 19 Uhr. Eine
Teilnahme ist unverbindlich, kostenlos
und ohne Anmeldung möglich.
bau (Eidg. Fachausweis), InformatikAnwender/in II SIZ (Zertifikat SIZ) und
Sachbearbeiter/in Marketing und Verkauf (Zertifikat edupool.ch). Alles super
Angebote für Kurzentschlossene: Wer
schnell reagiert, kann profitieren – es
hat noch wenige Plätze frei.
pd
Für Kurzentschlossene Plätze frei
Beim kantonalen Berufsbildungszentrum Weiterbildung in Sursee starten im
September und Oktober 2011 die Bildungsgänge Garten- und Landschafts-
Detailinformationen zu diesem sowie allen
anderen Bildungsgängen und Kursen mit
Seminarhotel Sempachersee Nottwil Zum zweiten Mal findet vom 22. bis
25. September das Oktoberfest in Nottwil statt. Musi, Stimmung, Gaudi, Schmankerls… Das Programm mit den Mariazellern, Musik aus der Region, kulinarischen
Köstlichkeiten usw. ist zusammengestellt. Das Seminarhotel Sempachersee freut sich
darauf, vielen Gästen aus der Region original Münchnerstimmung zu bieten. Die
Highlights sehen wie folgt aus: Donnerstag, 22. September, ab 18 Uhr, um 19 Uhr
«Azapfete»; Freitag, 23. September, ab 17.30 Uhr, Ankunft Feldschlösschen-Pferdegespann und «Azapfete»; Samstag, 24. September, ab 18 Uhr; Sonntag, 25. September,
ab 9 Uhr «Bayerischer Weissbier-Frühstücks-Brunch» und Unterhaltung aus der Region. Nageln, Lebkuchenherzen und ein Gompischloss für Kinder runden das Angebot
ab. Das Seminarhotel Sempachersee freut sich, auch Sie an unserem Oktoberfest zu
begrüssen. Das Programm und Reservationsmöglichkeiten findet man unter www.
dasseminarhotel.ch. FOTO zvG
Startdatum Januar 2012 und sind erhältlich
unter www.weiterbildung.lu.ch oder Telefon
041 925 29 29.
Neue Plug-and-Play-Lösung
sursee Beo-Sound 5 Encore bei Bang & Olufsen
dementsprechend wird das Senderangebot automatisch angepasst.
Mit der Beo-Sound 5 Encore präsentiert
Bang & Olufsen Sursee eine neue Plugand-Play-Lösung, die schnell und komfortabel den Zugang zur digitalen Musiksammlung und zu über 13'000
Internetradiosendern ermöglicht. Die
Beo-Sound 5 Encore ist äusserst benutzerfreundlich und bietet dank der MotsTechnologie (intelligente Wiedergabelisten) immer wieder aufs Neue ein
überraschendes Hörvergnügen.
Die Beo-Sound 5 Encore dient als zentrales Audiosystem mit Verbindung zum
Internet – auf Wunsch auch drahtlos –
und bietet Zugriff auf Internetradiosender, Server oder per USB angeschlossene Festplatten. Alle Musikstücke werden
nach Album, Künstler, Titel oder Favoriten sortiert und sind im Handumdrehen
abspielbar. Beo-Sound 5 Encore bietet
Zugang zu über 13'000 Internetradio-
Bei Bang & Olufsen am Rathausplatz 3 in
Sursee kann man das neue Beo-Sound 5
Encore-Audiosystem erleben. Foto zvg
sendern aus aller Welt, die alle Genres
und Sprachen abdecken. Die Qualität
der angezeigten Radiosender wird vom
Audiosystem laufend überprüft und
Neue Herbst-/Wintermode
beromünster Mode Wicky präsentiert neueste Trends
Jetzt lassen sich vorteilhaft bei Mode
Wicky in Beromünster die neuen Trends
der Herbst-/Wintermode geniessen.
Im modischen Rendezvous der kommenden Herbst-/Wintersaison ist alles
irgendwie harmonischer aufeinander
abgestimmt und wirkt auf eine überzeugende Art feminin. Camel und Grau
in allen Schattierungen stehen im Blickpunkt einer eher zurückhaltenden Farbpalette, die aber mit kräftigem Rot und
Beerentönen kontrastiert. Insgesamt
lässt sich sagen: Dem modischen Spiel
sind kaum Grenzen gesetzt.
Verschiedene Stilarten
Dem strengen Uniformen-Look stehen
natürlich rustikale Elemente entgegen,
aber auch der harmonische Mix mit
dem Übereinander verschiedener Stoffe beflügelt die modische Inspiration.
Die Jacken in Schwarz und schmeichelnden Grautönen wirken sportiv, fallen tailliert aus und unterstreichen figurbetont die weiblichen Vorzüge.
Wolljacken stehen voll im Trend. Bei
den Jupes, die in dieser Saison zum
modischen Highlight avancieren, kommen unterschiedliche Längen ins Spiel.
Die Wicky-Modeberaterinnen sind nicht
nur top ausgebildet, sondern verstehen
es, ihre Kundinnen hervorragend zu be-
Die Neuerfindung des Rads
Optisch besticht die Beo-Sound 5 Encore
mit einem 10,4-Zoll-Vollgrafik-Display,
auf dem Details wie beispielsweise Internetradiostationen, Alben, Künstler angezeigt werden. Der Zugriff auf die Musikquellen erfolgt über ein elegantes
Navigationsrad, mit dem die Musik mühelos gesteuert werden kann. Beo-Sound
5 Encore bietet unterschiedliche Platzierungsoptionen: ob an der Wand, auf einem Tisch oder auf dem Boden – sie fügt
sich stets harmonisch in jeden Raum ein.
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in den Winter ist ohne Anzahlung möglich. Aber es gibt noch mehr gratis dazu: Lieferung und Montage der neuen, Demontage und Entsorgung der alten Möbel.
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das Surseer Unternehmen bis zu 40 verschiedene Bademöbel zu fairen Preisen
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welchen man sich sofort überzeugen
muss. Varianten wie Betonabdeckungen,
Glasabdeckungen, Keramikwaschtische
mit Unterbauten oder Mineralgussabdeckungen – Badewell AG zeigt alles. Erleben Sie die Faszination «Alles für Ihr Bad»
in der unvergleichbaren grossen Ausstellung im Wassergrabe 3 in Sursee!
SW
Wunder geschehen
immer wieder
Sibylle Estermann präsentiert neue Modetrends bei Mode Wicky, Beromünster. Foto zvG
raten. Da wird die modische Begegnung im renommierten Beromünsterer
Modehaus zu einem echten Erlebnis.
Dienstleistung von Mode Wicky: Bei einer neu gekauften Hose wird bis zum
gleichen Datum kostenlos gekürzt. Womit wieder einmal bewiesen wäre: Bei
Mode Wicky kann man neben toller
Mode und aufmerksamer Beratung
auch auf einen vorbildlichen Service
rund um den Kauf vertrauen.
te
Sursee «Wunder geschehen doch. Ich
zeige dir wie». Manuela Vogt-Ramseier
aus St. Gallen spricht über ihr Buch am
Dienstag, 20. September, 20 Uhr, im katholischen Pfarreiheim in Sursee. Durch
die angeborenen Begabungen kann die
Heilerin und Autorin die Ressourcen in
ihrem Gegenüber wahrnehmen und aktivieren, damit sich die Gedanken und
Einstellungen positiv verändern können. Am Ende des Vortrages beantwortet sie Fragen und überträgt Heilenergien auf einige Freiwillige aus dem
Publikum. Es lädt ein: Verein für Gesundheit Sursee und Umgebung. SW
20 Jahre Chäsi-Lade
St. Erhard Hedy und Robert Ruch arbeiten seit 20 Jahren unentwegt mitten im
Dorf St. Erhard in ihrem «Chäsi-Lade». Bereits um sechs Uhr früh öffnet Robert Ruch
an der Kantonsstrasse die Türen, streicht Sandwiches und verkauft frisches Brot an
Frühaufsteher. Seine Frau Hedy füllt inzwischen die Regale mit Gemüse und Milch
von der Napf-Chäsi auf. Wichtig ist den beiden «Verkaufsleuten», dass sie ihren Kunden regionale Produkte anbieten können. So erstaunt es wenig, dass sie an ihren Jubiläumsanlass am Samstag vor einer Woche die regionalen Produzenten eingeladen
haben, vor Ort in Kontakt mit den Kunden zu treten. Während der Club 1213 (Endzahlen der Postleitzahl von St. Erhard und Knutwil) die beiden tatkräftig unterstützte (im
Bild), durften Hedy und Robert Ruch ein Schwätzchen mit den vielen anwesenden
Gästen halten. Sie haben es redlich verdient.
Text sti/Foto zvg
tipps und trends
15. september 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
35
Startschuss für neue Firmenära
estermann ag bauunternehmung neuer hauptsitz in geuensee eröffnet
Am letzten Wochenende lud die Estermann AG Bauunternehmung zur feierlichen Eröffnung ihres neuen Hauptsitzes
in Geuensee ein. Verschiedene Attraktionen und eine interessante Hausführung sorgten für eine gelungene Neueröffnung.
Nun sind die Räumlichkeiten im Gewerbegebiet Schäracher in Geuensee bezogen und die letzten Umzugskisten ausgepackt: Das Team der Estermann AG
Bauunternehmung ist bereit, die Geschichte des Unternehmens am neuen
Standort erfolgreich weiterzuschreiben.
Aus diesem Anlass lud das Unternehmen am vergangenen Freitag Kunden,
Geschäftspartner,
Behördenvertreter
und Nachbarn zur Eröffnung des neuen
Hauptsitzes ein. Die Feierlichkeiten am
Samstag standen ganz im Zeichen der
160-köpfigen Belegschaft und der am
Bau beteiligten Handwerker. Und am
Sonntag war schliesslich die ganze Bevölkerung eingeladen, sich ein Bild
vom neuen Firmensitz und Werkhof zu
machen. Diverse Spiel-Attraktionen,
Gratis-Würste und musikalische Unterhaltung sorgten für einen gelungenen
Sonntagnachmittag bei bestem Wetter.
Fitness für junge Frauen
Bei Kindern wie Erwachsenen besonders beliebt war der Modell-Kran, den es gezielt
zu steuern galt.
Foto fz
Moderne Bauten begeisterten
Das Areal mit seinen funktionellen Bauten
und modernsterTechnik begeisterte die Besucher. Ein Highlight stellten die 655 Quadratmeter umfassenden Photozellen auf
dem Dach der Lagerhalle dar. Diese liefern
pro Jahr rund 100'000 Kilowattstunden
und decken damit mehr als den gesamten
Energiebedarf der Bauunternehmung.
«Wir freuen uns, dass wir den Kunden und
der Bevölkerung unseren neuen Standort
präsentieren durften. Die Leute fühlten sich
wohl bei uns», sagt Inhaber und Verwaltungsratspräsident Jost Estermann. «Das
Eröffnungswochenende geriet zum gelungenen Startschuss für eine neue Ära
unseres Unternehmens in Geuensee.»
sursee Der Frauenturnverein Sursee bietet wöchentlich ein abwechslungsreiches
Turnprogramm für verschiedene Altersgruppen an. Infolge grosser Nachfrage wird
das attraktive Angebot wie folgt ergänzt: Neu besteht für junge Frauen die Möglichkeit, am Dienstagabend von 19.15 bis 20.15 Uhr ein vielseitiges Training mit Pilates,
Aerobic oder Bauch-Beine-Po-Übungen zu besuchen. Die Turnerinnen freuen sich auf
fitnessbegeisterte junge Frauen. Unverbindliche Probelektionen sind jederzeit möglich. Jeweils dienstags, 19.15 – 20.15 Uhr, obere Turnhalle St.Georg, Sursee. Nähere
Auskunft: Susanne Stöckli, Telefon 041 921 07 79, stoecklisus@bluewin.ch.
Bild: Neues Fitnessangebot für Frauen bereits ab Lehrlingsalter.
FOTO zvG
fabian zumbühl
In sechs Wochen zum Kapitän
Nauticsports Nottwil Bootsfahrlehrer Livio Arnold feiert Jubiläum
Seit zehn Jahren gibt es die Bootfahrschule Nauticsports in Nottwil schon.
Zum Jubiläum offeriert Inhaber Livio Arnold noch bis Ende Jahr zehn Prozent Rabatt auf die Ausbildung.
2001 liess sich der Surseer Livio Arnold
beim Verein Schweizerischer Motorbootfahrschulen (VSMS) in Hergiswil erfolgreich zum Bootsfahrlehrer ausbilden.
2011 feiert er sein zehnjähriges Jubiläum
als selbstständiger Bootsfahrlehrer der Firma Nauticsports in Nottwil. Zusammen mit
Kurt Durscher bildet er eine Fahrschulgemeinschaft. Als Boot dient eine «Ocqueteau, ursprünglich ein französisches Fischerboot. «Weil es einen flachen Boden
mit einem Kiel hat, weist es selbst bei Wellengang sehr gute Fahreigenschaften auf»,
erklärt Livio Arnold die Vorzüge des Bootes.
20 bis 25 Fahrstunden im Durchschnitt
Wer sich zum Kapitän ausbilden lassen
will, muss dafür eine theoretische und
praktische Prüfung absolvieren. «Wobei
die theoretische begleitend zur praktischen Prüfung gemacht werden kann»,
sagt Livio Arnold. Zwischen 20 und 25
Fahrstunden braucht es, bis der Bootsfahrlehrer seine Schüler zur praktischen
Modernste Landtechnik
Ein gutmütiges Boot und flaches Wasser. Auf dem Sempachersee findet Bootsfahr­
lehrer Livio Arnold ideale Ausbildungsbedingungen. Foto Christian Berner
Prüfung anmelden kann. «In der Regel
dauert die gesamte Ausbildung zwischen
sechs und acht Wochen», erklärt Livio Arnold. Wer die Theorieprüfung schon habe,
könne es mit einer Intensivausbildung
schon in zwei Wochen schaffen. Die Theorie kann anhand eines Lernprogramms ab
CD gelernt werden. Wer noch in diesem
Jahr mit der Ausbildung zum Kapitän be-
ginnt, erhält auf die gesamte Ausbildung
zehn Prozent Jubiläumsrabatt. «Frieren
muss auch im Herbst oder Winter niemand auf dem Sempachersee, denn die
Kabine ist geheizt», berichtet Bootsfahrlehrer Livio Arnold. Christian Berner
Informationen: Telefon 079 375 80 07 oder
www.nauticsports.ch.
Reiki – wirkungsvolle Selbsthilfe
Physiobus ist gestartet
physioswiss Am 8. September 2011, dem internationalen Tag der Physiotherapie, lancierte physioswiss, der Schweizer Physiotherapieverband, zum zweiten Mal den Physiobus – ein Promotionsfahrzeug, das durch die ganze Schweiz
fährt. Gestartet wurde am Donnerstag letzter Woche auf dem Martigny-Platz in
Sursee. Passanten hatten die Möglichkeit, unter fachkundiger Begleitung einen
Parcours zum Thema Rücken zu absolvieren. Als Ansprechpartner für Bewegung, körperliche Funktionsstörungen und Schmerz boten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten im Bereich Rückengesundheit konkrete Hilfestellungen und Tipps zur Prävention und Gesundheitsförderung (Bild).
text und bild fabian zumbühl
Nottwil Reiki – eine einfache Methode
zur Förderung der Selbstheilungskräfte,
wird heute etwa von zirka einem Prozent
der Bevölkerung in Zentraleuropa praktiziert. Der nachhaltige Erfolg basiert auf
der Einfachheit, jedermann kann sich diese Methode aneignen. Danach kann der
Teilnehmer sich selbst, andere Menschen,
Tiere und Pflanzen behandeln. Reiki kann
helfen, Mut und Zuversicht zu schöpfen
und Kraft zu tanken durch einen erholsamen Schlaf. Reiki kann auch den Zugang
zu brachliegenden Fähigkeiten öffnen und
verhilft oft zu einem neuen Selbstwertgefühl, mehr Lebensfreude und Gelassenheit. Ebenso kann Reiki den Heilungsprozess nach Operationen, Krankheiten oder
Unfällen unterstützen oder bringt Linderung von chronischen Schmerzen. Reiki
holt den Menschen da ab, wo er gerade
steht und begleitet ihn auf seinem Weg,
ersetzt aber weder den Arzt noch können
Heilverspechen gemacht werden. Vortrag
von Reiki-Meister-Lehrerin Monika Villa:
Mittwoch, 21. September, 20 Uhr im
Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil. Auskunft: Telefon 071 422 53 83 oder
www.reiki-villa.ch. pd
buttisholz Mit einer faszinierenden Traktoren und Landmaschinen-Ausstellung
wusste die Martin Ruckli AG am Wochenende zu begeistern. Das Unternehmen, welches sich auf den Import, Handel und Service spezialisiert hat, zeigte einen breiten
Querschnitt durch die modernste Landtechnik. Bärenstark, flexibel und als zuverlässiger Partner, so präsentierte sich das Unternehmen an der Ausstellung. «Wir haben allen Interessierten eine grosse Auswahl an Neu- und Occasionsmaschinen gezeigt,
von Regionalvertretungen bis hin zu Importprodukten», so Geschäftsinhaber Martin
Ruckli. Auch in den Genuss von vielen Aktionsangeboten und Schnäppchen kamen
die Besucherinnen und Besucher. Dank des tiefen Wechselkurses gewährte die Martin
Ruckli AG zudem auf die Importmaschinen einen zehn Prozent-Euro-Rabatt. Mehr Infos gibt es auch unter www.martinruckli.ch oder Telefon 041 928 16 16. FOTO zvG
Englisch, beliebteste Umfangreiche
Zweitsprache
Zahnsanierung
Willisau Es gibt viele wichtige Gründe,
sein Englisch zu verbessern: Im Willisauer «English Language House» (ELH) werden interessante, lehrreiche und günstige Englischkurse unter kundiger Führung
von Karin und Chris Richards angeboten.
Das ELH befindet sich in Willisau an der
Ostergauerstrasse 5 im ersten Stock.
Beim Betreten der Räumlichkeiten merkt
man schnell, dass es sich um eine ganz
spezielle Sprachschule handeln muss.
Karin und Chris Richards führen seit
1990 mit grossem Erfolg das «English
Language House». Chris Richards ist in
England geboren und aufgewachsen
und ausgebildeter Sprachlehrer. Karin
Richards, Agnes Wüest, Sandra Blum
und Brigitte Grüter-Bühlmann sind ebenfalls bestens für ihre Aufgaben als
Sprachlehrerinnen ausgebildet. Erwachsenen wird das Erlernen der englischen
Sprache in Abendkursen angeboten: Um
18 bis 19.50 Uhr und von 20 bis 21.50 Uhr
werden die Lernwilligen ausgebildet.
Weitere Angebote: Privatunterricht, Firmenkurse, Vermittlung von Sprachaufenthalten zu Originalpreisen. English
Language House hilft zudem mit, einen
geplanten Sprachaufenthalt im Ausland
zu realisieren. Es werden auch Sprachaufenthalte zu Originalpreisen und ohne
Vermittlungsgebühren in England, Irland, Schottland, Neuseeland vermittelt.
pd
Medicum Das Medicum-Angebot ist
vielfältig: Günstige, umfangreiche und
preiswerte Zahnsanierung mit hochwertigen Materialien: Kronen, Brücken,
Prothesen, Zahnimplantate, computergestützte Herstellung von Zahnersatz,
ästhetischer Zahnersatz. Knochenaufbau, Behandlung von ängstlichen Patienten, Vollnarkose, Zahnfleischbehandlung, Kariesbehandlung, ästhetische
Füllungstherapie,
Amalgam-Entfernung, Keramikinlays oder Kunststofffüllungen,
Veneers-Porzellanschalen,
schonende Zahnaufhellung, Laserbehandlungen, Dentalhygiene. In Medicum-Partnerpraxen wird aber nicht nur
Zahnersatz angeboten, sondern alle
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rund um Zähne und Zahngesundheit.
Medicum, Bösgass 8, Buttisholz (info@
medicum.ch), bietet die Möglichkeit,
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aufzubauen. Kostenlose Informationen
erhält man bei Medicum, Telefon 041
410 07 02, www.medicum.ch.
pd
Impressum
Die PR-Seite Tipps & Trends informiert
über Marktneuheiten und Dienstleistungen
unserer Inserenten.
Redaktion: Georges Achermann
Anmeldung: English Language House, Oster-
georges.achermann@surseerwoche.ch
gauerstrasse 5, 6130 Willisau, Telefon 041 970
Adresse: Verlag Surseer Woche AG Tipps &
35 15, oder E-Mail sekretariat@elh-willisau.
Trends, Postfach, 6210 Sursee
ch, www.elh-willisau.ch.
Telefon 041 921 85 21
15. September 2011
ZUM SCHLUSS
Surseer Woche Trienger Woche Sempacher Woche
Wochenzeitung für IHRE GEMEINDE,
STADT und REGION
Pflanzen-«Duftkönig» lädt zum Referat
Kanti Sursee Roman Kaiser spricht am nächsten Montag über Düfte bedrohter Pflanzenarten
Am nächsten Montag gibt es
einen Abendvortrag der besonderen Art: Der renommierte
Riechstoffchemiker Roman Kaiser entführt die Zuhörer in die
vielfältige Welt der Naturdüfte.
«Jeder Häusermakler kennt den Trick.
Wer ein Haus zu verkaufen hat, bäckt
vor Eintreffen des Interessenten einen
Kuchen, und der potenzielle Käufer
fühlt sich wie bei Mutter an Weihnachten.» Der Journalist Peter Rüedi
weist in seinem Artikel über Roman
Kaiser im «NZZ-Folio» auf die prägende Rolle von Düften im Leben hin.
Deutliche Hinweise auf diese grosse
Bedeutung gibt auch ein Blick in den
Duden: Als Verben, die sich eng mit
«riechen» verknüpfen lassen, gibt er
etwa «duften», «stinken», «fischeln»,
«brandeln», «dünsten» oder «böckeln» an – die Sprache gibt allerdings eine wahre Holzhammer-Einteilung vor.
Unendlich viel feineren und auch
sorgfältiger umschriebenen Duftnuan-
cen als solche von verschwitzten Körpern, Rosen ganz allgemein und angebranntem Essen, welche die «sinn- und
sachverwandten Wörter» zu «riechen» zu fassen versuchen, ist seit
mehr als 40 Jahren der Duftstoffexperte Roman Kaiser auf der Spur. Besonders angetan haben es ihm dabei
Pflanzendüfte. Dies verdeutlicht bereits der Blick auf den Titel seines Referats: «Düfte der Natur – neue und
ungewöhnliche Duftstoffe in den unterschiedlichsten bedrohten Pflanzenarten.»
Düfte bedrohter Pflanzen
In einem TV-Porträt erwähnte Kaiser
2006, er wolle die Düfte von Pflanzen,
die vom Aussterben bedroht seien, der
Nachwelt erhalten, «damit wenigstens
die Erinnerung an ihren Duft bleibt». In
der Kantiaula präsentiert er nun in konzentrierter Form Ergebnisse dieses Forschungsprogramms, das ihn während
der vergangenen zehn Jahre beschäftigte. Er wird den Zuhörern elf dieser
überaus gefährdeten Arten in Wort,
Der «Duftkönig» Roman Kaiser referiert an der Kanti Sursee.
Bild und Duft vorstellen. Elf, eine geringe Zahl, die nur stellvertretend für
die gigantische Zahl von potenziell untergehenden Pflanzenarten stehen
kann: Kaiser selbst spricht im Begleitmaterial zum Referat von 100’000, rund
einem Drittel der bekannten 300’000
Arten von Blütenpflanzen.
Foto zvg
Keinen Aufwand gescheut
Der Riechstoffchemiker ist ein wahrer
Könner in der Kunst, Düfte auf sanfte
Art aufzufangen. Er wendet dabei nicht
«zerstörerische» Methoden an, die aus
den Pflanzen alle flüchtigen Bestandteile extrahieren. Vielmehr isoliert er aus
Polymeren, die sich mit dem jeweiligen
Duft vollgesogen haben, jeweils eben
nur die Duftstoffe, die unsere Nasen
wirklich riechen können. Wenn er anschliessend zur Einordnung die herausgelösten Düfte liebevoll als «citrusartig», «an Kampfer erinnernd» oder
«etwas pilzig» bezeichnet, hat ihm
nicht die ausgefeilte Technik, sondern
einmal mehr die Sprache – und unsere
Wahrnehmung – Grenzen gesetzt:
«Denn Düfte lassen sich nur mit bereits
gemachten Dufterfahrungen beschreiben», erläutert Kaiser.
Um Pflanzendüften habhaft zu werden,
scheute der Orchideenliebhaber keinen
Aufwand: So überflog er die Baumkronen des Regenwalds in Madagaskar mit
einem Zeppelin, da sich die Düfte der
Flora so besonders gut einfangen liessen. Um den das Referat abrundenden
Duft-Parcours der Fachschaft Chemie
zu durchstreifen, muss indes niemand
nach Madagaskar reisen: Er wartet im
Foyer auf die Zuhörer. David Lienert
Montag, 19. September, 19.30 Uhr, Aula der
Kantonsschule Sursee. Eintritt frei.
UMFRAGE
«Bei Gülle denke ich an meinen Grossvater»
Oliver Huwyler Fragte Passanten nach ihren Vorlieben und Abneigungen bei Düften
Rebekka schüpfer, Beromünster
«Mein Lieblingsduft ist ein Parfüm.
Der Duft heisst One und stammt von
Calvin Klein. Mir gefällt daran, dass
er so frisch riecht. Beim Parfümieren
ist mir allerdings wichtig, dass nicht
zu viel verwendet wird. Schliesslich
gilt, weniger ist mehr. Nicht sonderlich begeistert bin ich von Lavendelduft. Ich bringe ihn mit alten Menschen in Verbindung. Einen Duft, an
dem ich seit meiner Kindheit hänge,
ist jener von frisch gebackenem Zopf.
Jeden Sonntag morgen gab es bei uns
fein duftenden Zopf. Das hat sich bis
heute nicht geändert.»
Fabian roos, St. Erhard
Rosa Huwiler, Sursee
«Eine schöne Erinnerung verbinde ich
mit Plätzchen- und Lebkuchengeruch.
Den habe ich immer in meiner Kindheit in der Weihnachtszeit gerochen.
Dank meinem Nachwuchs riecht es in
der Weihnachtszeit immer noch so lecker. So können wir den Duft an die
nächste Generation weitergeben. Was
ich gerne einmal riechen möchte, sind
exotische Düfte. Etwas, das ich überhaupt nicht mit der Schweiz in Verbindung bringe. Das könnten der süssliche Geschmack von tropischen
Pflanzen oder Kaffee in einem Land
Süd- oder Mittelamerikas sein.»
«Ich mag alles, was in der Natur blüht.
Hauptsächlich gefallen mir Rosen.
Früher besass ich selbst einen grossen
Garten. Heute kümmere ich mich um
ein Beet, in dem ich Sonnenblumen,
Dahlien, Zienien und natürlich Rosen
anpflanze. Was ich allerdings überhaupt nicht mag, ist Fenchelgeruch.
Ob im Garten oder auf dem Teller. Als
ich klein war, gab es bei uns nie Fenchel. Heute ist die Nahrungsmittelauswahl viel grösser. Vor zehn Jahren
hatte ich zum ersten Mal bei einer Einladung Fenchel auf dem Teller. Aus
Höflichkeit ass ich ihn.»
Christoph Leisibach, Geuensee
«Am besten riecht Vanille. Damit assoziiere ich Glacé und Frappé. Aber
auch den Duft von Basilikum mag ich.
Ich schnuppere gerne daran und verinnerliche ein mediterranes Gefühl.
Allerdings habe ich auch positive Erinnerungen, wenn ich an den Geruch
von Gülle denke. Er ist etwas ganz
Einzigartiges. Es weckt in mir Gedanken an meinen Grossvater, der einen
Bauernhof besass. Daneben bringe ich
diesen sonderbaren Duft mit Ferienerlebnissen im Bündnerland in Verbindung, wo sich unsere Ferienwohnung
neben einem Bauernhof befand.»
Angela Rogger, Oberkirch
«Was ich überhaupt nicht ausstehen
kann ist der penetrante Duft der kleinen Tannenbäume, die am AutoRückspiegel befestigt werden. Es
spielt mir keine Rolle, welche Geschmacksrichtung das Bäumchen
hat. Was ich hingegen sehr gerne rieche, sind Beeren. Eine bestimmte
Lieblingssorte habe ich nicht. Ich
mag Beeren allgemein – auch zum
Essen. Einen weiteren Geruch, der
schöne Erinnerungen in mir weckt,
ist jener von frisch gemähtem Gras.
Er versetzt mich zurück in meine
Kindheit auf einem Bauernhof.»
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Donnerstag, 15. September 2011
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Kommentar
Mit meiner Grossmutter haben wir
Kinder vor jedem
Essen ein «Vaterunser» und ein «Gegrüsst seist Du Maria» gebetet. Die
Hände gefaltet, den Blick auf den
Tisch gerichtet, streng, wie der
gleichmässige Rhythmus und Ton
der Gebete. Nach dem Kreuzzeichen gabs Fleisch und Butterbrote,
was uns das langweilig erscheinende Nachplappern erdulden liess.
Am nächsten Sonntag, 18. September, findet, wie jedes Jahr, der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag statt. Passt ein solcher Tag noch
in die moderne Welt, in der sich
Der Bettag bietet
auch Chancen
VON Thomas Stillhart
zwar Fussballer bekreuzigen und
Schulzimmer ohne Kreuze verpönt
sind, doch das Gebet aus der Öffentlichkeit verbannt ist?
Zweifler können berechtigte Argumente einwerfen: Obwohl in der
Präambel der Bundesverfassung
Gott angerufen wird, muss der
Staat keinen Bettag verordnen, das
soll, wenn überhaupt, den Kirchen
vorbehalten bleiben; Massengebete
tragen den Schleier von Fanatismus; früher ruhten am Bettag die
Autos, es war ein Tag der Familie
und der Ruhe. Heute ist der Bettag
vielen ein Tag wie jeder andere.
Nichts Besonderes.
Andererseits wird am Sonntag niemand gezwungen, am Bettag teilzunehmen und miteinander zu feiern.
Der ökumenische, mehrere Religionen umfassende Charakter des Bettags bietet zudem auch Chancen.
Wenn Katholiken und Reformierte
mit Muslimen zusammen beten,
d.h. feiern, sprechen, innehalten,
essen und trinken, kann das ein
kleiner Schritt zum besseren Verständnis sein. Und meine liebe
Grossmutter hätte wahrscheinlich
auch Freude, zu sehen und zu hören, dass ihre Nachkommen während des Betens fröhlich sind.
thomas.STillhart@surseerwoche.ch
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Öfter, direkter, schneller
Öffentlicher Verkehr Markante Fahrplanänderungen im Surental
Praktisch ein Zwanzigminutentakt Richtung Sursee, Direktkurse während der Hauptverkehrszeit von und nach Schöftland und
ein Halbstundentakt am Wochenende bringt der Fahrplan 2012
auf der Buslinie durchs Surental.
Der Verbundrat des Verkehrsverbundes Luzern hat dem neuen Fahrplan
zugestimmt. Die markantesten Änderungen gibt es ab Dezember 2011 auf
der Buslinie durchs Surental: Annähernd ein Zwanzigminutentakt Richtung Sursee, Direktkurse während der
Hauptverkehrszeit von und nach
Schöftland und ein Halbstundentakt
am Wochenende sind die wichtigsten
Verbesserungen. Wie der Gemeinderat
Triengen mitteilt, ist die Buslinie 85
im Surental ein Erfolgsmodell. Sie gehört heute zu den am besten frequentierten Landlinien in der Zentralschweiz und weist in den letzten
Jahren eine der grössten Steigerungsraten auf.
Charly Freitag für
Edgar Fischer
Präsidium Edgar Fischer, im Frühling 2012 abtretender Gemeinderat von
Büron, gibt per Ende Jahr auch das Präsidium des Regionalen Entwicklungsträgers (RET) Sursee-Mittelland ab.
Seine Nachfolge soll der Beromünsterer Gemeindepräsident und Kantonsrat
Charly Freitag an der Delegiertenversammlung vom 13. Dezember übernehmen. Der designierte Präsident skizziert im Interview mit dieser Zeitung
die Rolle des RET. «Er muss ein Raum
werden, wo sich die Gemeinden treffen und Aufgaben koordinieren.» Weiter ist Freitag überzeugt, dass viele Gemeinde-Aufgaben nur noch regional
Seite 3/sti
gelöst werden können.
Bürger sollen über
Zukunft diskutieren
Auf der Buslinie durchs Surental gibt es im Fahrplan 2012 markante Änderungen.
Foto christian BErner
Wie die soeben veröffentlichten Stellungnahmen zur Fahrplanvernehmlassung 2011 durchblicken lassen, können
bei der Bahn und auf dem übrigen Busnetz einige der Forderungen punktuell
umgesetzt werden. Seiten 7 und 21/DZ
Büron Der Gemeinderat und eine
zehnköpfige Spurgruppe laden die
ganze Bevölkerung am 29. Oktober
ein, über die Zukunft der Gemeinde
zu diskutieren. In kleinen Gruppen
werden «brennende Themen» wie die
Eigenständigkeit, Schulen und Dorfkern besprochen, wie Gemeindepräsident Fritz Wyss im Gespräch bestätigt.
Auch Zeit für persönliche Anliegen
und Anregungen habe man an diesem
Tag Ende Oktober. Die Ergebnisse aus
dieser Konferenz will der Gemeinderat dann in seine Strategie für die
kommenden Jahre einfliessen lassen.
Um die Konferenz breit abzustützen,
sollen 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht werden. Seite 27/sti
Schulsozialarbeit
wurde evaluiert
Geschäftige Frauen im Fokus
Beilage Die neuste Ausgabe von «Wirtschaft im Fokus» widmet sich den Geschäftsfrauen und Unternehmerinnen in der Region in Wort und Bild. Thema sind auch Kommunikationsunterschiede zwischen Frau und Mann.Foto Ana Birchler-cruz
Trienger Schulen Eine interne
Evaluation der Trienger Schulsozialarbeit zeichnet ein sehr positives Bild.
Diese wurde Anfang 2009 eingeführt
und ist heute vorab für Schüler und
Lehrer eine wichtige Institution. Von
der Schülerschaft hatten schon rund
20 Prozent in irgendeiner Form Kontakt mit ihr; Hilfsangebote sind gesucht bei Problemen in der Freizeit
und zu Hause mit den Eltern. Auch
die Lehrer sind froh um Unterstützung bei schwierigen Schülern, familiären Problemen der Kinder oder
wenn ein Schüler in der Klasse gemobbt wird. Für die weitere Zukunft
der Schulsozialarbeit wurden Massseite 22/awi
nahmen erarbeitet.
Reklame
<wm>10CAsNsjY0MLQw0DWwNDIyMAAAqW-Y_g8AAAA=</wm>
<wm>10CFWMvQ4CMQyDn6iVHRqTkhHddroBsXdBzLz_RI4NyV4-_-x7esfP9-14bo8kGGiYZkDSLx1XzGSMbm6JWQnIG1VIQ_obtBAQwDo7xUqLavQ2tMK1yPOhGAXrn9f7CwhAotqBAAAA</wm>
Helen Leumann ist
nicht zufrieden mit
der aktuellen Politik
der FDP Schweiz.
Seite 5
Todesanzeigen
Seite 36
Kirchenanzeiger
Seite 37
Die Kartoffelernte
2011 ist beim Trienger
Landwirt Anton Gut
riesig ausgefallen.
Der FC Triengen
verliert gegen den Aufsteiger FC Wolhusen
gleich mit 1:5.
Kinder lassen Ballone tanzen: Die Kilbi
in Kulmerau bot für
Gross und Klein etwas.
Seite 7
Seite 19
Seite 23
Veranstaltungen
S. 38–39
Wetter
Seite 38
Notfalldienst
Seite
Seite38
••
sport surental
15. september 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
19
Aufsteiger führt den FC Triengen vor
VBC Triengen
startet in Saison
Fussball 3. Liga FC Wolhusen – FC Triengen 5:1 (1:1)
Volleyball Diesen Samstag, 17.
September, ist es endlich so weit: der
VBC Triengen startet gut vorbereitet
und voller Elan in die neue Saison.
Den Auftakt bilden die beiden Spiele
der U23-Juniorinnen aus der 2. Liga
und der 4.-Liga-Damen auswärts gegen Knutwil-­St. Erhard. Die Juniorinnen spielen um 17 Uhr, die Damen um
RED
19 Uhr.
Nach den zwei Siegen in den
letzten beiden Spielen reiste Triengen mit viel Selbstvertrauen
zum Aufsteiger Wolhusen. Nach
90 Minuten war dieses wohl
nicht mehr ganz so gross.
Achtung, fertig, los … Triengen zeigte
in den ersten Minuten seine ganze
Klasse. So war es Martin Fischer, der in
der fünften Minute allen enteilte und
im gegnerischen Strafraum nur noch
regelwidrig zu Fall gebracht werden
konnte. Stefan Guedes versenkte den
Foulpenalty souverän zum 1:0.
Die Wolhuser waren es, die nun aufs
Gas drückten. Bereits in der zehnten
Minute spielten sie einen weiten Ball
in den Strafraum der Trienger, wo ein
Wolhuser den Ball fast ungehindert
zum 1:1 einköpfen konnte. Von da an
schenkten sich beide Mannschaften
nichts mehr. Wolhusen erhöhte den
Druck mehr und mehr, Triengen hielt
jedoch dagegen. Triengen gelang es immer wieder, gute Chancen zu kreieren.
Tore resultierten daraus aber keine.
Guter Start in Halbzeit zwei
Die Trienger starteten auch in die zweite Halbzeit stark. Sie verpassten es jedoch auch jetzt, eine der sehr gut herausgespielten Chancen zu nutzen.
Nach der Trienger Druckphase war es
der FC Wolhusen, der das Zepter übernahm. In der 62. Minute brachte
Triengen den Ball nicht aus dem Strafraum, und Wolhusen erhöhte zum 2:1.
Im weiteren Spielverlauf wurde es
hektisch und laut. So griff der Unparteiische hin und wieder zum gelben
Karton. Obwohl sie sich bemühten,
Matchberichte des
Teams Sempachersee
TSS A – SC Kriens 2:2 (2:0)
Das Team Sempachersee A war im
Spiel gegen die Krienser die spielbestimmende Mannschaft. Nach schnellen Balleroberungen leiteten sie immer wieder gute Offensiv­aktionen ein,
woraus bis zur Pause zwei Torchancen ausgenutzt wurden.
Das Heimteam setzte nach dem Seitenwechsel seine Taktik fort und kontrollierte über weite Strecken die Partie,
verpasste es aber, ihren Vorsprung auszubauen. Gegen Schluss zeichnete sich
ab, dass die Spielweise viel Kraft gekostet hatte. Diesen Leistungsabbau
nutzte der SC Kriens aus und brachte
mit seinen Toren das TSS um seinen
Voll­erfolg.
Tessin-Reise hat
sich nicht gelohnt
Fussball 2. Liga Inter Bei der
Aufholjagd zur Tabellenspitze
muss Sursee einen Rückschlag
verkraften. Boden gutmachen
können die Surseer am nächsten
Samstag, im Heimspiel gegen
Baar.
Vor allem in der zweiten Halbzeit war die Trienger Abwehr öfters einmal überfordert. den Ausgleich zu erzielen, war den Trienger Spielern der Schock, ausgelöst
durch den Rückstand, anzumerken.
Wieder waren es einzelne gute Chancen, welche die Trienger ausliessen.
Doch objektiv gesehen war Triengen
zu diesem Zeitpunkt für die Wolhuser
zu ungefährlich. In der 76. Minute
wurde die unsichere Trienger Abwehr
ausgespielt und eiskalt mit dem 1:3
bestraft. Wolhusen spürte die Unsicherheit der Trienger und nütze diese
voll aus. In der 83. und 85. Minute
wurden die Surentaler zweimal eiskalt ausgekontert. Und so hiess das
Resultat fünf Minuten vor Schluss 5:1
für Wolhusen.
Heimspiel gegen Willisau
Am Samstag, 17. September, um 18
Foto ZVG
Uhr, ist der FC Willisau zu Gast im
Trienger Schäracher. Will der FC Triengen den Drittplatzierten der vergangenen Saison schlagen, braucht es auf
sämtlichen Positionen eine deutliche
Leistungssteigerung.
In der Tabelle belegt Triengen aktuell
den siebten Platz.
Thomas Müller
Mit dem Floss in den See gestochen
Turnen Turnerfahrt des TV Triengen
Wieder einmal war die Turnerfahrt des TV Triengen ein spezielles Ereignis. Anstatt in die Ferne zog es die Sportler in diesem
Jahr in die Umgebung des Sempachersees.
Zum Auftakt der Turnerreise besichtigten die TV-Triengen-Mitglieder das
Schweizerische Paraplegikerzentrum
in Nottwil. Die interessante, eindrückliche und lehrreiche Führung regte
die Sportler zum Nachdenken an.
Nach einer gemütlichen Mittagspause
am See reiste die Gruppe weiter Richtung Rickenbach. Von dort wanderten
die Turner etwa eine Stunde den Berg
hoch. Auf naturbelassenen Strassen
und durch schöne Wälder führte sie
der Weg zum Ziel, dem Tipidorf, wo
sich jeder einen Schlafplatz im Zelt
sichern konnte. Die Aussicht war
fantastisch und die Atmosphäre unbeschreiblich gut. Vor einem Lagerfeuer
genossen die Trienger ein paar gemütliche Stunden bei Wein, einem guten
Essen vom Grill und angeregten Gesprächen.
Eine einmalige Möglichkeit
Trotz der kurzen Nacht erschienen
alle pünktlich zum Frühstück. Doch
schon bald ging es zu Fuss weiter zum
Sempachersee. Das Trekkingteam bot
den TV-Triengen-Mitgliedern die einmalige Möglichkeit, zwei Flosse zu
bauen und diese auch gleich auszuprobieren. Auf dem See lieferten sich
die Trienger spannende Wasserschlachten und lustige Wettrennen.
Keiner blieb trocken, doch dies störte
bei den warmen Temperaturen nieRED
manden. TSS B – SG Buochs/Stans 0:4 (0:4)
Das TSS ist in der B-Klasse mit einer
sehr jungen Mannschaft in die Meisterschaft gestiegen. Dass für einige Spieler der Wechsel in die höhere Spielklasse ein grosser Schritt ist, zeigte
sich in dieser Partie deutlich. Insbesondere in der ersten Spielhälfte gelang es ihnen nicht, die Altersgenossen
aus Nidwalden in Schach zu halten. Im
Spielaufbau machten die Luzerner zu
viele Fehler, welche von den Gästen
kaltblütig ausgenutzt wurden.
Nach der Pause stiegen die Luzerner
mit neuer Moral in die Partie. Sie liessen dem Gegner kaum mehr Torchancen zu, konnten das Spiel ausgeglichen gestalten, aber mehr liessen die
Gäste nicht mehr zu.
TSS C – Team Rontal 2:1 (0:1)
Mit dem Team Rontal trafen die Jungs
vom Sempachersee auf ein renommiertes Team der CCJL. Die knappe Pausenführung der Gäste kam eher glücklich
zustande. Nach dem Seitenwechsel
konnte das mit mehr Konzentration aufspielende TSS seinen Druck gegen die
körperlich überlegenen Gäste erhöhen.
Der sehenswerte Ausgleichstreffer bedeutete zugleich den Start zu einer engagierten Schlussoffensive. Der schon
aus der letzten Saison bekannte Siegeswille wurde kurz vor Schluss mit dem
RED
verdienten Siegtreffer belohnt.
In der fünften Runde der laufenden
Meisterschaft musste der FC Sursee
zum ersten Mal ins Tessin reisen. Im
Gepäck das Selbstvertrauen eines
4:2-Sieges gegen Buochs. Die Surseer
wussten jedoch den Aufwind nicht
zu nutzen und suchten gegen Vedeggio Calcio das Tor mit weniger
Entschlossenheit als gewöhnlich.
Zwar gingen sie in der zwölften Minute durch Miga Dedic in Führung,
konnten allerdings nach dem umgehenden Ausgleich durch Tagliati nicht
mehr reagieren.
Surseer Reaktion blieb aus
Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff
der zweiten Halbzeit erzielten die Tessiner den Führungstreffer. Die Reaktion und Chancen der Surseer blieben
auch in dieser Spielphase aus. Dem
Ausgleichstor noch am nächsten kam
Patrick Peter, der in der 63. Minute
den Ball an den Pfosten setzte.
Die Heimmannschaft konnte die Führung bis zum Schlusspfiff verteidigen
und zwang den Surseern «eine etwas
unnötige Niederlage auf», wie Sportchef Lucio Tilli nach dem Spiel resümierte.
Heimspiel gegen Aufsteiger Baar
Die Surseer müssen die Reise ins Tessin möglichst schnell vergessen, um
konzentriert das Heimspiel gegen Baar
vorbereiten zu können. Der Aufsteiger
befindet sich in einer guten Form und
belegt zurzeit in der Tabelle den dritten Rang.
Doch der FC Sursee hat in zwei Heimspielen bereits sechs Tore erzielt und
wird es auch den Zugern nicht leicht
machen. Das fünfte Zentralschweizer
Duell dieser Saison wird am Samstag,
um 17.30 Uhr, auf der Schlottermilch
angepfiffen.
André Moita Saraiva
Vedeggio Calcio- FC Sursee 2:1 (1:1). - Comunale, Cadempino. – 100 Zuschauer. – Tore:
12. Dedic 0:1. 13. Tagliati 1:1. 47. Tagliati 2:1.
– Sursee: Meier; Dahinden, Celik, Winiker (57.
Hauri), Kistler; Peter, Mamede, Wyder (68.
Joos), Michael Bättig; Dedic, Steinmann (46.
Mendes). – Vedeggio: Docourt; Rivera, Bizzozero, Erbetta, Di Francesco; Alves, Pallone, Tagliati, Senkal (80. Bianchi); R. Santillo (82. Pandurevic), Mario Santillo. Bemerkungen: 63.
Pfostenschuss Peter; 87. Platzverweis Kistler
(gelb-rot/Foul).
Sportsplitter
SCHIESSEN
Auf ihrer Turnerreise bauten die TV-Triengen-Mitglieder zwei Flosse. Auf dem Sempachersee wurden darauf wilde Wasserschlachten und lustige Wettrennen gemacht. Foto ZVG
FSV Schlierbach führt ein
Herbstschiessen durch
Am Samstag, 17. und 24. September, findet jeweils von 14 bis 17
Uhr das traditionsreiche Herbstschiessen des Feldschützenvereins Schlierbach statt. An beiden
Schiesstagen ist eine Festwirtschaft in Betrieb.
Wer von den Schützen am besten
ins Schwarze getroffen hat, erfahren die Teilnehmer am Samstag,
22. Oktober, um 20 Uhr. Dann
nämlich wird das Absenden
RED
durchgeführt. Triengen
Offizielle Mitteilung
Publikation von
Aufnahmegesuchen
15. September 2011
21
Surseer Woche Trienger Woche Sempacher Woche
Wochenzeitung für IHRE GEMEINDE,
STADT und REGION
Landkarte, Ledereimer und Laterne
Ausstellungsvernissage in Triengen Winikon zeigt einen Teil seiner preziosen im Gemeindehaus
Bürgerrechtskommission Gemäss Artikel 8 der Verordnung
für die Bürgerrechtskommission der Gemeinde Triengen werden folgende einbürgerungswillige Personen zur Aufnahme in
das Bürgerrecht von Triengen
veröffentlicht:
•
Krasniqi Ylberina, geb. 16. Januar
1994 in Sursee LU, serbische
Staatsangehörige, ledig, wohnhaft
in 6234 Triengen, Gislerfeld 43,
in der Schweiz seit Geburt und in
Triengen seit 1. Juli 1998.
•
Krasniqi Albesa, geb. 7. Mai 1997
in Sursee LU, serbische Staatsangehörige, ledig, wohnhaft in 6234
Triengen, Gislerfeld 43, in der
Schweiz seit Geburt und in Triengen seit 1. Juli 1998.
•
Krasniqi Elmaida, geb. 19. Dezember 1998 in Sursee LU, serbische Staatsangehörige, ledig,
wohnhaft in 6234 Triengen, Gislerfeld 43, in der Schweiz und in
Triengen seit Geburt.
Stellungnahmen zu diesen Einbürgerungen sind bis 30. September 2011
schriftlich und begründet mit Absender an die Bürgerrechtskommission
Triengen, Franz Kost, Präsident, Oberdorf 2, 6234 Triengen, oder per E-Mail
an buergerrechtskommission@triengen.lu.ch einzureichen.
Die Bekanntmachung der zur Behandlung vorliegenden Einbürgerungsgesuche erfolgt gleichzeitig auch im Anschlagkasten der Gemeindekanzlei,
wo die Gesuchsteller mit Foto publi PD
ziert sind. aktuelle Sobz-Termine
Beratungsangebote
im zweiten Halbjahr
Mütter-/Väterberatung
Triengen:
Donnerstag, 13.10., 10.11. und
1.12, 10 bis 11.30 Uhr (mit Anmeldung*), 13.15 bis 17 Uhr (ohne
Anmeldung) im Betagtenzentrum
Lindenrain. Ebenso am Donnerstag, 22.9., 27.10., 24.11. und 22.12.
ab 10 Uhr nur mit Anmeldung an
gleichem Ort.
Mütter- und Väterberatung
Winikon:
Mittwoch, 28.9., 26.10., 23.11. und
21.12, 13.30 bis 14.30 Uhr (mit Anmeldung*) im Kindergarten des früheren Gemeindehauses.
Mütter- und Väterberatung
Büron:
Mittwoch, 12.10., 9.11. und 14.12.,
jeweils 10.10 bis 11.30 Uhr (mit
Anmeldung*), 13.30 bis 15.30 Uhr
(mit Anmeldung*) und 15.30 bis
16.30 Uhr (ohne Anmeldung) im
Spitexzimmer am Blumenweg 3.
Erziehungsberatung
Telefonische Beratung: Dienstag, 8
bis 9 Uhr, sowie Donnerstag, 8.30
bis 9.30 Uhr, unter Tel. 041 925 18
33.
Persönliche Beratung: Donnerstag
oder nach Absprache, 10 bis 18
Uhr, unter Tel. 041 925 18 33.
Mütter-, Väter-, Elterngruppe, Anmeldung und Auskunft: Donnerstags: Tel. 041 925 18 33; übrige
Tage: 041 925 18 25.
*Anmeldungen: Tel. 041 925 18
20, Mo. bis Fr., 8 bis 11.45 Uhr und
14 bis 17 Uhr. Tel. Beratungen:
Mo. bis Fr., 8 bis 9.30 Uhr.
Aktiver Verein
Historischer Verein Winikon
Dass ein kleines Dorf wie Winikon,
rund 750 Einwohner, einen Historischen Verein hat, ist eher aussergewöhnlich. Und wohl auf das Engagement einiger geschichtsbewusster
Menschen im Dorf zurückzuführen.
Jedenfalls hat der Verein rund 85
Mitglieder, auch Heimweh-Winikoner, die auswärts wohnen. Die Erhaltung von Kulturgütern, die Förderung des Geschichtsbewusstseins
und die Erforschung der Gemeindegeschichte sind die Ziele des Vereins. Präsident ist Hanspeter Fischer. Der Verein führt das kleine
Ortsmuseum «Spycher» und gibt
sporadisch historische Schriften
heraus.
Da es Winikon als Gemeinde seit
der Fusion mit Triengen nicht mehr
gibt, kann der Verein die Webadresse www.winikon.ch führen, wo
weitere Infos zu finden sind. PWG
Hanspeter Fischer, Präsident des Historischen Vereins Winikon, hatte am Samstag allen Grund zur Freude. Foto
Der Historische Verein Winikon
bringt im Gemeindehaus Triengen der Bevölkerung Winikoner
Geschichte näher und zeigt unter anderem: Auch Winikon hatte
seine Römer.
Roli Frei trompetet eine Fanfare in
den Park hinter dem Gemeindehaus
Triengen. Die Vernissage des Historischen Vereins Winikon im Gemeindehaus Triengen ist eröffnet. Zumindest
der Apéro unter Bäumen, mit Trienger
Weisswein von Hans Barmet.
Wie kommt Winikon dazu, sich in Triengen zu präsentieren? Vereinspräsident Hanspeter Fischer erinnert sich
an das entsprechende Angebot des damaligen Trienger Gemeindepräsidenten Georg Dubach; da habe man «nicht
lange gefackelt». Zumal mit Viktor
Stampfli ein Grafiker im Vorstand des
Vereins sitzt.
Herzstück ist eine Karte von 1866
Rund dreissig Personen kann Viktor
Stampfli zum Rundgang begrüssen.
Die Ausstellung will Winikon den Triengern, aber auch den Winikonern
selber näher bringen. Zu diesem Zwe-
cke hat Stampfli aus dem Ortsmuseum im Spycher interessante Exponate
ausgewählt. «Das Herzstück ist diese
Karte von Franz Xaver Bachmann aus
dem Jahre 1866», sagt Stampfli. Der
Lehrer hat sie selber gezeichnet, «zunächst f. d. Schulgebrauch», wie auf
der Karte zu lesen ist. Akribisch genau
sind da Liegenschaften und Flurnamen verzeichnet. Daneben prangt ein
Gemälde von August Kaufmann mit
der Kirche im Zentrum. Auf der Wand
gegenüber sind Flugaufnahmen des
Dorfes aus verschiedenen Zeiten zu
sehen und zu vergleichen.
Ausstellungsobjekte aller Zeiten
Mosaikteile, Teile von Gefässen römischen Ursprungs, ein Bronzemesser,
ein römischer Ziegel, den Paul
Stampfli, der Vater des Ausstellungsmachers, gefunden hat: Das ist in Vitrinen zu sehen. Ein Schmunzeln geht
durch die Reihen, als Viktor Stampfli
einen ledernen Feuereimer aus dem
Jahre 1751 hochhält: Damit soll man
gegen Feuer etwas ausrichten können?
Ein Bügeleisen, ein Schlittschuh zum
Anmontieren an die Schuhe, ein Kaffeeröstgerät, ein alter Schlüssel, eine
Peter Weingartner
Laterne mit weisser Original-Militärkerze wecken Erinnerungen; bei den
ausgestellten Klassenfotos und den
Aufnahmen von Häusern werden sie
noch deutlicher.
Winikon ist präsent in Triengen
Am Boden steht eine alte Urne. Der
Abstimmungszettel darauf zeigt, wo­
rum es am 12. Mai 1929 gegangen ist:
um die Initiative für ein Kantons- und
Gemeindeverbotsrecht für gebrannte
Wasser! Auch im Treppenhaus und im
Obergeschoss ist Winikon präsent, sei
es in Gemälden des Malers Hans Bachmann, eines ehemaligen Direktors der
Kunstgewerbeschule Luzern, oder in
der Hutte, mit der Bäcker Stampfli,
der 1936 nach Winikon gekommen ist,
das Brot ausgetragen hat.
Lesung von Franz Bachmann
Als «einer der fanatischsten Gegner
der Fusion» mit Triengen bezeichnet
sich Franz Bachmann. Er hat im Gemeinderatszimmer die Gelegenheit,
aus seinem Büchlein mit Jugenderinnerungen an die Kriegszeit die eine
und andere Geschichte zu bringen. Da
werden Erinnerungen wach, und gross
ist das beipflichtende Nicken. Sogar
Elsi, sein geheimer Schulschatz, sitzt
im Publikum. Mal erzählt er, mal liest
er, und offensichtlich hat er die «Niederlage» mit der Fusion überwunden:
«Ich habe bald das Gefühl, die Trienger verwöhnen uns!»
Während Roli Frei draussen die
Schlussmelodie intoniert, tauschen
am Tisch etliche eine 20er-Note gegen
ein Buch ein. (Mehr zum Buch in der
«Triwo» vom 1. September.)
Gibts gar ein Ortsmuseum?
Bevor die Gesellschaft ins Restaurant
Bahnhöfli disloziert, wirft Franz Kost,
der ehemalige Trienger Gemeindeammann und mittreibende Kraft beim
Sammeln und Archivieren historischen Gutes in Triengen, einen Blick
in die Geschichte des Gemeindehauses. Natürlich gespickt mit Exkursen
in alle Himmelsrichtungen. Es ist
einiges im Tun in Sachen Trienger
Ortsmuseum. Als Prunkstücke zeigt er
das erste Verhandlungsprotokollbuch
der Gemeinde Winikon aus den Jahren 1831 bis 1841 und das Buch mit
den ältesten Trienger Gemeinderats­
Peter Weingartner
protokollen.
Offizielle Mitteilung
Surentaler Bus ist und bleibt Erfolg
Aus dem GEmeinderat Die meisten Trienger Öv-Anliegen werden im neuen FAhrplan berücksichtigt
Der Gemeinderat freut sich: Das
Engagement für einen verbesserten öffentlichen Verkehr in
Triengen hat sich gelohnt.
Der im Frühjahr in die Vorvernehmlassung gelangte Fahrplanentwurf der Surentaler Buslinie gab bekanntlich zu einiger Kritik Anlass und wurde
dementsprechend auch breit diskutiert.
Der Gemeinderat unterstützte die berechtigten Verbesserungsbegehren mit
Nachdruck beim Verkehrsverbund Luzern. Die Behörde darf nun nach diversen Gesprächsrunden mit Freude feststellen, dass ihre Anliegen bestmöglichst
übernommen wurden. Der Verbundrat
des Verkehrsverbundes Luzern hat dem
neuen Fahrplan zugestimmt: Praktisch
ein Zwanzigminutentakt Richtung Sursee, Direktkurse während der Hauptverkehrszeit von und nach Schöftland und
ein Halbstundentakt am Wochenende
sind die wichtigsten Verbesserungen.
Zudem wird auch ein zusätzlicher Gelenkbus angeschafft. Der Verkehrsverbund Luzern, Postauto Schweiz und
der Gemeinderat werden vor dem Fahr-
planwechsel im Dezember detailliert
informieren.
Der Gemeinderat nimmt diese Verbesserungen des Busverkehrs mit Genugtuung
zur Kenntnis und hofft sehr, dass diese
Optimierungen möglichst viele Pendler
aus dem Surental zu begeisterten öV-Benützern werden lassen. Dies nicht zuletzt
auch deshalb, weil die grosse Anzahl der
zusätzlichen Haltestellenabfahrten den
Kostenanteil der Gemeinde Triengen
merklich ansteigen lässt.
Die Buslinie 85 im Surental ist übrigens
ein Erfolgsmodell. Sie gehört heute zu
den am besten frequentierten Landlinien
in der Zentralschweiz und weist in den
letzten Jahren eine der grössten Steigerungsraten auf. Eine Delegation des Gemeinderates durfte deshalb kürzlich
auch einen Vertreter des Bundesamtes
für Verkehr in der Gemeinde begrüssen,
der sich zusammen mit dem für die Angebotsgestaltung zuständigen Bereichsleiter des Verkehrsverbundes Luzern ein
Bild vor Ort machte.
wurden in den letzten Monaten saniert
und mit einem neuen Belag versehen.
Bei der Schlussabnahme letzte Woche
zeigten die erneuerten Strassen ein
sehr erfreuliches Bild. Die Strassenbauunternehmung Schumacher und
Partner sowie die Wiprächtiger Fachstelle Strassenerhalt AG (Bauleitung)
leisteten sehr gute Arbeit. Die Strassen­
eigentümer, Unterhaltsgenossenschaft
und Einwohnergemeinde Triengen
freuen sich, wieder praktisch neuwertige Strassen übernehmen zu dürfen.
Diese stehen den Benützern wieder
während einer bis zwei Generationen
zur Verfügung.
Erfreulich ist auch, dass bei allen drei
Teilprojekten die Kostenvoranschläge
trotz unvorhergesehenen Zusatzarbeiten eingehalten werden können. Der
Gemeinderat und der Vorstand der
UHG danken den beteiligten Firmen
für die gute Arbeit und den Anwohnern für das Verständnis für die zeitweisen Behinderungen während der
Bauzeit. Sie bitten die StrassenbenütStrassensanierungen
zer um rücksichtsvolles Befahren der
Die Rütihof- und die Wellnauerstrasse Strassen, damit diese trotz des neuen
Belages nicht als Schnellfahrstrecken
missbraucht werden. Auf der Wellnauerstrasse wurde aus Kostengründen bewusst auf das Anbringen der Leitlinie
verzichtet. Der Gemeinderat hofft, dass
dies zu einer gemässigten Fahrweise
beiträgt.
In Kürze
•
Der Gemeinderat gratuliert Bruno Müller
zum erneuten Kunstflug-Schweizermeistertitel.
•
Der Gemeinderat bittet Landwirte und
Grundeigentümer mit Maisfeldern und
anderen hoch wachsenden Kulturen die
Sichtzonen entlang von Strassen im Interesse der Verkehrssicherheit zu überprüfen. Nötige Schneidarbeiten sind unverzüglich vorzunehmen. Dasselbe gilt für
Hecken, Sträucher und Bäume.
•
Die Spitex Triengen bietet ab Sommer
2012 neu eine Lehrstelle als Fachfrau/
Fachmann Gesundheit (FaGe) an. Das
vollständige Inserat ist unter www.triengen.ch, Rubrik Neuigkeiten, aufgeschaltet. Interessierte melden sich bitte direkt
bei der Spitex (041 933 25 25).
Tobias Lingg/Josef Fischer
Triengen
22
Lindenrain-News
Marie Rast durfte
90. Geburtstag feiern
Gratulation Am Mittwoch, 7.
September, feierte Marie Rast im
Betagtenzentrum Lindenrain ihr
90. Wiegenfest. Die Jubilarin erfreut
sich guter Gesundheit. Sie liest täglich ihre Zeitung und nimmt auch
Anteil am Heimleben. Mit grosser
Leidenschaft übt sie noch das
Strick- und Nähhandwerk aus.
Die Familie, die Gemeindeschreiberin von Schlierbach, Pfarrer Reiner Krieger, Maya Wyss von der
Verbandsleitung sowie die Zentrumsleitung feierten die Jubilarin
bei einem gemeinsamen Apéro (siehe Bild unten). Alle wünschten ihr
alles Gute, Gesundheit und viele
schöne Momente im Betagtenzentrum Lindenrain.
Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche • 15. september 2011
Schulsozialarbeit – ohne gehts nicht
Schule Triengen Auswertung der internen Evaluation der Schulsozialarbeit
Bei Schülern, Lehrpersonen, Behörden und Schulleitung: Die
Schulsozialarbeit geniesst in
Triengen einen sehr guten Ruf.
Und wird als Hilfestellung und
wichtige Dienstleistung empfunden.
Die Schulen des Kantons Luzern haben die Aufgabe, jedes Jahr einen Teilbereich zu evaluieren. Bei der Einführung der Schulsozialarbeit in
Triengen auf den 1. Januar 2009 wurde vereinbart, nach der Einführungsphase diese neue Institution zu prüfen. Es sollten unter anderem vor
allem die Bedeutung und der Bekanntheitsgrad untersucht werden.
Silvia Schaller-Bass/RED
Feuerwehrübung im
Betagtenzentrum
Weiterbildung Am Mittwoch,
7. September, führte die Regiowehr
Triengen eine Feuerwehrübung im
Betagtenzentrum Lindenrain in
Triengen durch. Die Mitarbeiter des
Betagtenzentrums Lindenrain lies­
sen sich bezüglich Brandbekämpfung und Brandverhütung schulen.
Es galt die Aufgabe, verschiedene
Brände zu löschen. Ebenso wurde
man eingehend über die Notfallorganisation geschult und erhielt die
nötige Instruktion zur Brandmeldeanlage.
Im Rahmen der Schlussbesprechung bedankten sich der Feuerwehrkommandant Patrick Illi und
sein Team bei der Zentrumsleitung
für den reibungslosen Ablauf der
Übung. Silvia Schaller-Bass/RED
Arbeitsgruppe war tätig
Unter den fast 80 Lehrkräften der
Schule Triengen ist jeweils eine Arbeitsgruppe für die Durchführung der
internen Evaluation (Ineva) verantwortlich. Samora Licini-Bugari, Vera
Schärli, Thomas Gehri, Oskar Zimmermann und Schulleiter Lukas Bucher bilden dieses Team.
Die erste Arbeit war das Ausschaffen
von Fragebögen. Man wollte alle Zielgruppen der Schulsozialarbeit (SSA)
erreichen: Schüler/Schülerinnen, Eltern und Erziehungsberechtigte, Lehrpersonen und Behörden. Es ging klar
um die Institution Schulsozialarbeit
und nicht um die Personen, die dahinterstehen. Auch wenn natürlich
die Schulsozialarbeit mittlerweile automatisch mit dem Stelleninhaber Daniel Huwiler (und bis zum Sommer
2011 Simona Bächtiger) gleichgesetzt
wird.
Probleme mit anderen Kindern
sind Hauptursache
Die allermeisten Schülerinnen und
Schüler wissen, wo und wie die
Schulsozialarbeit zu erreichen ist.
Rund 20 Prozent hatten in irgendeiner
Form schon Kontakt mit ihr.
Die Gespräche werden grossmehrheitlich als nützlich bezeichnet. Die Terminvereinbarung wird als unkompliziert bezeichnet.
Die Hauptgründe für das Aufsuchen
der SSA sind interessant: Probleme
mit anderen Kindern, Stress mit den
Lehrpersonen, Probleme in der Freizeit und Probleme zu Hause mit den
Der aktuelle Trienger Schulsozialarbeiter Daniel Huwiler vor seinem Pavillon im Hofacker.
Eltern. Trotzdem: Wenn die Kinder
Probleme haben, suchen die meisten
nach wie vor zuerst den Rat bei den
eigenen Eltern. Dies stellt den Eltern
in Triengen ein gutes Zeugnis aus.
Eltern sind nur teilweise über das
Angebot informiert
Weniger gut sieht es bei den Eltern
aus. Sie wissen zum Teil noch nicht,
dass die Schulsozialarbeit im Hof­
acker (Pavillon) untergebracht ist,
wann sie ihre Ansprechzeiten hat
oder vor allem auch, dass die Dienste
der SSA kostenlos sind. Einmal in
Kontakt mit der Schulsozialarbeit getreten, ist man von ihr überzeugt.
Bei den Lehrpersonen ist das Ansehen
und die Akzeptanz der Schulsozialarbeit sehr gut: 87 Prozent bezeichnen
sie als «sehr wichtig». Sie nehmen die
Schulsozialarbeit vor allem als Entlastung wahr. Gründe zum Kontaktieren
sind Unsicherheiten im Umgang mit
schwierigen Schülern, das Einholen
einer Zweitmeinung, familiäre Probleme der Kinder und Ausgrenzung/
Mobbing in der Klasse.
Gewünscht wird eine Ausdehnung
auf alle Stufen und eine Präsenz in allen Schulhäusern. Damit soll die sogenannte Niederschwelligkeit – einfache Erreichbarkeit und Nähe zur
Schule — gewährleistet bleiben.
Massnahmen zur Optimierung
sind bereits erarbeitet
Die Ineva soll natürlich nicht zum Papiertiger verkommen. Aus diesem
Grund wurde ein Massnahmenkatalog
Foto ZVG
erarbeitet. Die wichtigsten Punkte
sind: Teilnahme der SSA an den
Teamsitzungen der Lehrpersonen der
verschiedenen Schulhäusern, Ausarbeiten eines Flyers mit den Eckdaten
für Schüler, Eltern und Lehrpersonen,
Bekanntmachen der drei Schwerpunkte (Niederschwelligkeit, Freiwilligkeit, Schweigepflicht).
Wenn die Schulsozialarbeit dereinst
auf die ganze Schule ausgedehnt werden soll (Vorgabe des Kantons), so
kommt man kaum darum, über eine
Erhöhung des Pensums zu reden.
Denn: Eine SSA kann nur dann ihre
Dienste – Beratung, Intervention,
Früherkennung und Prävention – versehen, wenn sie über die notwendigen
Ressourcen verfügt.
Lukas Bucher
Kolumne
Es war einmal: Eine statt zwei Drogerien
Kürzlich war in dieser
Zeitung die Rede von
der einzigen, glücklicherweise nun
weiterbestehenden Drogerie in Triengen. Hier ein Rückblick auf das Thema
«Körperpflege» zu früheren Zeiten:
einer Drogerie kaufen, wie beispielsweise Zahnpasta, Watte oder Seife,
waren exklusiv nur hier erhältlich.
Weiter wurden damals Nischenartikel
wie Fleckenwasser oder hochgradiger
Alkohol als Spezialitäten angeboten.
Dass ein 2000-Seelendorf wie Triengen vor Jahrzehnten noch gleich zwei
Drogerien hatte, war nicht grundlos.
Erstens hatten alle Nachbargemeinden bis tief in den Kanton Aargau hinein keine solche Geschäfte, und
zweitens waren die Kundschaft und
damit natürlich auch das Sortiment
ganz anders als heute. Viele Sachen,
die in der heutigen Zeit nur wenige in
Drogist Hans Fiechter an der Kirchgasse war ein stattlicher Mann mit einer tiefen Stimme, seine Frau war
eher ein zierliches Wesen. Irgendjemand hat diesen Leuten erzählt, dass
ich ein leidenschaftlicher Bastler sei.
So erhielt ich immer wieder Überreste von Verpackungen oder Schaufensterdekorationen aus Plastik oder
Holz, in der Meinung, dass ich dar-
aus irgendetwas konstruieren könnte. Zu Hause war man davon auch
nicht begeistert, und das Material
landete meistens kurze Zeit später
unbenutzt im Abfall.
Mehr gefallen hat mir jeweilen das
Kindergeschenk, das waren so kleine
süsse Kügelchen, die man bei jedem
Einkauf erhielt. Der zweite Drogist Max
Fischer war anfänglich der direkte
Nachbar von Fiechters, er hatte seinen
Laden im südlichen Teil des stattlichen Rämelihauses. Bald aber wurden
die Lokalitäten zu eng, und der Drogist
konnte in die grösseren Räumlichkeiten der ehemaligen Papeterie Fries, direkt beim Dorfschulhaus, zügeln.
Max Fischer war ein richtiger «Apotheker- oder Buchhaltertyp». Akribisch genau erfasste er alle Vorgänge
in seinem Betrieb und notierte sie in
einem Heft. Ich hatte damals nie begriffen, warum er eine von mir gekaufte Zahnpasta in seinem Büchlein vermerken musste. Heute weiss
ich, dass all die medizinischen und
kosmetischen Produkte ein Ablaufdatum haben und wirklich auch verfallen können. Da das Angebot an
solchen Artikeln schon damals ziemlich breit war, bestand eine grosse
Gefahr von Verlust durch Verderb
oder aber durch sogenannte unverkäufliche Ladenhüter. Dem versuchte
man durch genaue Abverkaufskontrollen vorzubeugen.
In der Drogerie Fischer konnte man
ausserdem Filme zum Entwickeln abgeben und auch wieder neue kaufen.
Von meinem Götti Sigfried, der Fotograf war, habe ich einmal als Weihnachtsgeschenk eine Kamera aus Bakelit erhalten. Lange Zeit habe ich
dann mit dem gleichen Film geübt
und festgestellt, dass es zum Fotografieren sowohl Freude und Talent als
auch Geld braucht. An all dem hat es
mir allerdings gemangelt, und so
habe ich dieses Hobby bald wieder
aufgegeben...
Franzpeter Willi Ist in Triengen Aufgewachsen (Jg. 1946, Lehrer Willis) und lebt in Zürich. Die «trienger Woche» publiziert Regelmässig seine Erinnerungstexte zum früheren Alltag in Triengen.
•
Wochenzeitung für Stadt
und Region sursee /Surental
Publikationsorgan der Gemeinden Sursee,
Oberkirch, Schenkon und Triengen sowie
des Entwicklungsträgers Sursee-Mittelland
Redaktionsteam: Andrea Willimann (Redak­
20. Jahrgang Surseer Woche
tionsleiterin, awi), Thomas Stillhart (sti), Roland
3. Jahrgang Trienger Woche
Stir­­­nimann (Rs), Daniel Zumbühl (dz); redak­
tio­n el­ler Mitarbeiter: Chris­t ian Berner (be);
Surseer Woche, Unterstadt 22,
Praktikant: Oliver Huwyler (oh). Ständige
Postfach, 6210 Sursee
freie Mitarbeiter: Fabian Zumbühl (fz),
Tel. 041 921 85 21, Fax 041 921 75 33,
Redaktionsmitglieder der «Sempacher Woche».
Internet:www.surseerwoche.ch
Korrektorat: Edith Wüst
www.triengerwoche.ch
E-Mail:redaktion@surseerwoche.ch Redaktionsschluss: Dienstag, 18 Uhr.
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit expliredaktion@triengerwoche.ch
Impressum
ziter Genehmigung der Redaktion gestattet.
Für unverlangt eingesandte Manu­skripte wird
keine Verantwortung übernommen.
Herausgeber: Surseer Woche AG,
Unterstadt 22, Postfach, 6210 Sursee
Tel. 041 921 85 21, Fax 041 921 75 33,
E-Mail: admin@surseerwoche.ch
Verlagsleiter: Georges Achermann
Geschützter Titel: Luzerner Landbote
Abos: Jahresabonnement: CHF 138.–,
Halbjahr: CHF 81.–, Einzelnummer:
CHF 3.50 (inkl. MWST), Abo-Service: Tel. 041
921 85 21, E-Mail: admin@surseerwoche.ch
Inserate: Publicitas, Unterstadt 22,
6210 Sursee, Tel. 041 921 30 91,
Fax 041 921 42 81, E-Mail: sursee@publicitas­.c­h
Anzeigenleitung: Gusti Naef
Millimeter-Grundpreis 2011 ( exkl. MWST ):
Annoncen 85 Rp. / mm; Stellen 90 Rp./mm;
Grossauflage 95 Rp. / mm; Publi­reportage
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Satz Text: Surseer Woche AG, Sursee
Satz Inserate: Wallimann Druck+Verlag AG,
Beromünster
Druck: Neue Luzerner Zeitung AG, Luzern
Auflage: 8606 Expl. ( Surseer Woche 6180,
Sempacher Woche 2426 ). Grossauflage
23’500 Expl. Mitglied der Inserate­kombi­
nation «Luzerner Landzeitungen»
(Auflage: 33’152) und «Kombi Amt Sursee»
(Auflage: 15’317). WEMF-beglaubigt 30.09.10
Triengen
15. September 2011 • Surseer Woche / Sempacher Woche / trienger woche
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Kinderturnen startet
nach den Ferien
Grill-Abend bei herrlicher Sicht
Muki-Vaki-Turnen
Nach den
Herbstferien startet das Mutter-KindTurnen bzw. Vater-Kind-Turnen. Angesprochen sind Eltern und ihre Kinder zwischen drei und vier Jahren. Es
sind fröhliche Stunden vorgesehen –
die Kinder sollen springen, singen,
rennen und toben dürfen.
Es sind alle herzlich eingeladen, mitzumachen und so auch fit zu bleiben.
Start ist am Montag, 17. Oktober, in
der Turnhalle Hofacker. Die Turnstunde dauert von 9 bis 10 Uhr. Anmeldungen nimmt die Sportgruppe Triengen resp. Manuela Ulrich unter Tel.
RED
041 933 08 15 entgegen. FDP Triengen Zum vierten Mal schon fand der Herbstanlass bei der Jagdhütte Toggelistei statt
Jubla-News
Einladung zum
Lagerrückblick
Vorschau Am
kommenden
Samstag, 17. September, ist es endlich Zeit für den Lagerrückblick.
Somit haben alle Lagerteilnehmerinnen und -teilnehmer die
Chance, sich noch einmal so richtig
in die einzigartige Lagerstimmung
hineinzuversetzen und all die schönen und lustigen Erinnerungen aufleben zu lassen. Natürlich können
die Lagerteilnehmer auch ihre Eltern, Geschwister und Freunde mitbringen, um sie ebenfalls an dieser
unvergesslichen Zeit teilhaben zu
lassen. Der Lagerrückblick findet
um 19.30 Uhr im Pfarreiheimsaal
statt. Danach sind wie immer alle
herzlich zu Kaffee und Nussgipfel
RED
eingeladen. Am 9. September traf sich die
FDP Triengen bei der Jagdhütte
Toggelistei in Winikon zum Grillieren. Bei fantastischer Sicht
vom Schwarzwald bis zur Pilatuskette genossen die Anwesenden einen herrlichen, warmen
Sommerabend.
Bereits zum vierten Mal lud die FDP
Triengen ihre Chargierten und alle anderen Interessierten zu einem Grill­
abend bei der Toggelistei-Hütte in Winikon. Wie bei allen früheren Anlässen
beim Toggelistei meinte es der Wetterverantwortliche wieder gut. Ein heis­
ser Spätsommertag, am Himmel fanden sich keine Wolken, und kein
aufziehendes Gewitter drohte den
Abend zu vermiesen.
Werden FDPler Gipfelexperten?
Beim Eintreffen der ersten Gäste lag
die Hütte bereits im angenehm kühlen
Schatten, und man konnte so der Hitze des Tages entgehen. Wer seine Blicke über das Surental schweifen liess,
konnte eine fantastische Fernsicht geniessen sowie Berggipfel und Höhenzüge vom Feldberg im Schwarzwald
über die Juraketten, Säntis, Tödi bis
zum Pilatus bestaunen. Noch ein paar
Wiederholungen dieses Anlasses, und
die FDPler aus Triengen werden wahre Gipfelexperten sein.
Würste – nicht in der Parteifarbe
Obwohl das Feuer bereits Grill-Niveau aufwies, begann der Anlass mit
Knabbereien und mit einem Gläschen
Wein oder einem kleinen Bier. Ge-
Kinder genossen Chöubi
Kulmerau Kirchweihfest am 10. und 11. September
Während die Bergmusik die Besucher an der Kulmerauer Kilbi
musikalisch verwöhnte, war die
Chommerouer
Guuggenmusik
Ratteschwänz für das leibliche
Wohl der Chöubigänger besorgt.
Nachfolgend ein paar Eindrücke.
n «Mami, Mami, ich möchte so ein
Wunderpäckli», wendet sich ein kleines brünettes Mädchen mit vorgezogener Schmolllippe an seine Mutter. Einige Meter weiter strahlen weitere
Kinder auf Pferden, Raketen oder
Schlümpfen auf dem Karussell um die
Wette und winken fröhlich den ihnen
zusehenden Eltern zu. Freudige «Lange nicht mehr gesehen»-Ausrufer sind
von überallher zu hören.
Kinder ihren Pferden- oder Traktorenballons nachjagen, gönnen sich die
Erwachsenen ein wenig Spielerfreude
beim Lebkuchendrehen – jeder hofft
auf ein grosses Stück des traditionellen Kulmerauer Lebkuchens.
n Eigentlich könnte alles perfekt sein:
Die Sonne scheint, der Duft von Zuckerwatte liegt in der Luft, fröhliche
Stimmen und Lacher prägen die Tonkulisse. Dennoch: «So wie früher ist es
nicht mehr», meint ein etwas älterer
Herr. «Früher fand sich kaum ein
Platz im Festzelt, so viele Leute waren
hier.» Auch der Mohrenkopfschiessstand sieht eher etwas verwaist aus.
Die zahlreichen Kinder scheint dies
derweil kaum zu kümmern: Sie genies­
sen diesen Tag in vollen Zügen.
n Es ist wieder Chöubi in Kulmerau,
ein Fest für Jung und Alt. Während die
Tina Tuor
Jubla übte das Dealen
Jubla Triengen Spielnachmittag im Wald
Am vergangenen Samstag ging
wieder einmal ein Herbstanlass
der Jubla Triengen in die Geschichte ein. Ein kurzer Erlebnisbericht.
Mit dem Velo machten sich die Jublaner auf den Weg zum Niederhölzliwald. Die Kinder wurden in vier
Gruppen aufgeteilt und waren alle
aufgefordert, ihre mutigste Seite hervorzuholen, um möglichst viele Drogen zu kaufen und diese zu den Dealern zu bringen.
Bei den Dealern musste man sein gutes Verkaufstalent unter Beweis stellen, um wieder an Geld zu kommen.
Doch aufgepasst! Einfach war das
Schmuggeln der Drogen auf keinen
Fall, denn die Polizei war auf Streife
und konnte sogar den einen oder anderen unter den 32 Drogenschmugg-
lern fassen. Um wieder aus dem Gefängnis freizukommen, musste die
jeweilige Gruppe ihr Schmuggelmitglied aus dem Gefängnis freikaufen.
Auch die Gruppen untereinander
machten es sich nicht einfach, indem
sie versuchten, sich die Drogen untereinander wegzunehmen.
Nach viel Action und Spass, Schoggi
und Brot und einigen Brennesselstichen begaben sich alle wieder glücklich
rahel Wyss/Red
auf den Heimweg.
An einem lauen Sommerabend lassen sich in gemütlicher Atmosphäre lockere und interessante Gespräche führen. Foto
spräche über Vergangenes, Aktuelles
und Zukünftiges wurden geführt, bis
der Grillmeister die Anwesenden aufrief, sich bei ihm zu melden, um die
Würste zu holen, bevor sie die Farbe
der einladenden Partei annehmen
würden.
In der aufziehenden Dämmerung war
es immer noch angenehm warm, und
niemand verspürte das Bedürfnis,
sich in die Hütte zurückzuziehen. Der
weitere Verlauf des Abends blieb so
mild, dass man bis zum Ende des Anlasses auf dem neu erstellten Vorplatz
der Jagdhütte den wunderschönen
Sommerabend draussen geniessen
konnte.
Am klaren Nachthimmel konnte man
die vom Flughafen Kloten startenden
Flugzeuge erkennen, und als der übli-
F. Ehrler
che 11-Uhr-Flieger am Horizont hörbar wurde, machten sich die meisten
Anwesenden wieder auf den Heimweg. Der Kern hingegen hielt es noch
bis nach Mitternacht aus und genoss
den Abend bis zum Ende so richtig,
um dann selbstverständlich auch
noch die nötigen Aufräumarbeiten zu
erledigen.
FRanz Ehrler
Tribüne
Der Vorwurf des Luzerner
Finanzdirektors Schwerzmann
Im Kantonsrat des Standes Luzern
hat über ein Viertel der Mitglieder
ein Gemeinderats- oder Gemeindeschreibermandat. Diese erstaunliche
Tatsache führt regelmässig zu angeregten Diskussionen – insbesondere
dann, wenn die Gemeindevertreter
über die Parteigrenzen hinweg auf
akute Probleme der Gemeinden hinweisen oder versuchen, Vorlagen zugunsten der Gemeinden zu beeinflussen. «Wir machen hier Kantonspolitik – nicht Gemeindepolitik»
hört man dann die «Nicht-Gemeindevertreter» etwas enerviert sagen –
zumindest jene, die bei der entsprechenden Frage auf der Verliererseite
standen. Doch diese häufige Kritik
ist fast immer ungerechtfertigt.
Die Ausgangslage ist klar – ein Kantonsrat muss das Wohl des Kantons
im Auge haben. Er ist nicht gewählt,
um einfach die vielleicht egoistischen Interessen der eigenen Gemeinde zu vertreten. Das wissen alle
gewählten Gemeindevertreter und
handeln auch entsprechend. Natürlich tragen sie zu jedem Zeitpunkt
zwei verschiedene Hüte. Doch sie
wissen im Durchschnitt damit umzugehen – die einen besser, die anderen etwas weniger gut.
Das Vertreten der Interessen der Gemeinden ist in der Regel nicht einfach simpler Eigennutz, nicht nur
«Glocken der Heimat». Die Gemeindevertreter im Kantonsrat haben gegenüber den anderen Kantonsratsmitgliedern
einen
wichtigen
Informationsvorsprung. Sie wissen
genau, wie eine Vorlage bei den Gemeinden wirkt, welche Gemeinden
zu den Gewinnern und welche zu
den Verlierern zählen werden. Die-
sen ausgewiesenen Informationsvorsprung versuchen sie in die Waagschale zu werfen und dort Einfluss
zu nehmen, wo sie so grosse Nachteile für einzelne Gemeinden befürchten, dass der Kanton als Ganzes darunter leiden wird.
Ob es nun der Wissensvorsprung ist
oder ob knallharte Gemeindeinteressenvertretung gemacht wird, ist zuweilen auch umstritten. Klar zu Tage
trat dies im Rahmen der Debatte
über die Revision des kantonalen Finanzausgleichs. CVP und SVP versuchten, mittels eines dringlichen
Postulats die Reduktion des topografischen Lastenausgleichs zu verhindern. Dieser wird den Gemeinden in den Hügelzonen und im
Berggebiet ausgerichtet. Pius Kaufmann, Gemeindeammann von Marbach, unterstützte den von mir eingereichten Antrag für den Verzicht
und wies in seinem gut fundierten
Votum auf die Probleme des Entlebuchs und des Hinterlandes hin. Die
auch sonst schon genug gebeutelten
Gemeinden dieser Gebiete würden
durch die ganze Vorlage bereits genug geschwächt. Finanzdirektor
Marcel Schwerzmann war ob dieser
Argumentation gar nicht erfreut. Er
liess sich zur Aussage hinreissen:
«Hier habe ich nicht den Kantonsrat
Kaufmann gehört – hier habe ich einen Gemeinderat gehört.»
Dieser offene Vorwurf war nicht
ganz fair. Die Kantonsräte des Hinterlandes wissen um die Strukturschwäche ihrer Gebiete. Sie weisen
zurecht darauf hin, dass diese Gemeinden die höchsten Steuersätze
im Kanton aufweisen und nur selten
vom früheren Maximalsatz von 2.4
Einheiten wegkommen. Ziel des Finanzausgleichs ist es, die finanziellen Disparitäten innerhalb des Kantons abzubauen und die Steuerschere zu verringern. Mit der vorliegenden Botschaft werden jedoch
eher die Gemeinden mit tiefen Steuerfüssen profitieren. Es wird also
tendenziell Umverteilung von unten
nach oben beziehungsweise von der
Landschaft hin zu den grös­seren Agglomerationsgemeinden betrieben.
Der Versuch eines Entlebucher Vertreters, wenigstens den Gemeinden
in den ausgewiesenen topografischen Erschwerniszonen ihren Lastenausgleich zu belassen, war deshalb richtig. Dafür wurde er vom
Volk gewählt – und diesen Auftrag
hat er wahrgenommen. Auch der
Kanton hat einen Anreiz, die strukturschwachen Gebiete nicht ganz
abzunabeln. Pius Kaufmann wies
dabei zu Recht auf die Präambel der
Bundesverfassung hin, welche besagt: «... und dass die Stärke des
Volkes sich misst am Wohl der
Schwachen».
Der unverständliche Vorwurf des Finanzdirektors fusst auch auf dem
oben geschilderten Vorwurf, Gemeindevertreter würden nur Gemeindepolitik betreiben. Wie falsch
dieser Vorwurf ist, lässt sich nicht
nur am Einzelfall Finanzausgleich
aufzeigen, sondern auch am generellen politischen Trend. Die vermutete Allianz der Gemeindevertreter
spielt letztlich nur selten. Nur so ist
es zu erklären, dass die Gemeinden
in den letzten Jahren so viele neue
Aufgaben bekommen haben und die
meisten im Jahr 2012 mit teilweise
grossen Defiziten dastehen werden.
Armin Hartmann, SVP-Kantonsrat Aus schlierbach, schreibt regelmässig über das Sessionsgeschehen in Luzern.
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Seele and Geist
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