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Burnout bei Ärztinnen und Ärzten - wie ist dies messbar und wie

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Burnout bei Ärztinnen und Ärzten – wie ist dies
messbar und wie stellt sich die Situation dar?
Dr. Matthias Nübling
FFAS: Freiburger Forschungsstelle Arbeits- und
Sozialmedizin
Bertoldstr. 27
D-79098 Freiburg
Tel: (0761) 894421, Fax: (0761) 83432
nuebling@ffas.de
www.ffas.de  www.copsoq.de
Kammerkolloquium, Düsseldorf 16.7.2011
Nübling, AEKNO 16.7.2011
1
Vorstellung M. Nübling
• Soziologe, Promotion am Lehrstuhl Arbeitsmedizin Uni Wuppertal
• Themengebiet: Arbeits- und Sozialmedizin
• Entwicklung und Validierung Messinstrumente
• Durchführung großer epidemiologischer Studien
• Z.Z.: Psychische Belastungen und Beanspruchungen (z.B. Burnout)
im Beruf (COPSOQ-Studien in D., COPSOQ international network,
und COPSOQ-Datenbank; > 80.000 Befragte)
Nübling, AEKNO 16.7.2011
2
1
AEKNO 16.7.2011
Themen heute
I.
Modell: Belastung – Beanspruchung, Theorien
II.
Messung von Burnout
III.
Die Arbeitssituation von Ärztinnen / Ärzten
IV.
Zusammenfassung
Nübling, AEKNO 16.7.2011
3
Hintergrund
•
Veränderungen der Arbeitswelt
–
•
Psychische Belastungen nehmen zu
–
•
DL-Sektor wächst, Druck nimmt zu
Psychische Beschwerden / Diagnosen (AU) nehmen
zu
–
•
neue Technologien, Just in time, Kundenorientierung
Z.B.: DAK 2005: + 70 % zw. 1997 und 2004
Wie kann man das messen?
Nübling, AEKNO 16.7.2011
4
2
Definitionen, Theoretische Modelle
(Psychische) Belastungen und Beanspruchungen
+
„Belastungen“
„Beanspruchungen“
+, -
Gesamtheit der
erfassbaren
äußeren
Einflüsse
(Ursache)
Individuelle
Auswirkungen
auf Menschen
(Wirkung)
Persönliche
Ressourcen
Richter 2000, Cox et al 2000,
Harrach 2000
(Moderator)
Nübling, AEKNO 16.7.2011
5
Viele Modelle / Inhalte
• Job characteristics model
• Michigan Organizational Stress Model
• Demand-Control (-Support) Model (DCM, DCSM)
• Sociotechnical Approach
• Action- Theoretical Approach
• Effort-Reward Imbalance Model (ERI)
• Vitamin Model
• Neue integrierende / umfassende Modelle
Kompier 2003, Kristensen
2005
Nübling, AEKNO 16.7.2011
6
3
Theoretische Klassiker (1)
Control - Demand - (Support) - model
Anforderungen
(demands)
+
+
Beanspruchungen
+, Handlungsspielraum
(control)
Pers.
Faktoren
Unterstützung
(support)
Karasek 1979, Johnson 1989
Nübling, AEKNO 16.7.2011
7
Theoretische Klassiker (2)
Effort - Reward - Imbalance (ERI)
Anstrengungen
(efforts)
+
Belohnungschancen
(reward)
-
+
Beanspruchungen
+, Pers.
Faktoren
Siegrist 1996, 2001
Nübling, AEKNO 16.7.2011
8
4
Vergangenheit: Outcomes (Burnout) - statt
belastungsfokussierte Forschung
Konzentration auf Belastungsfolgen (outcomes) statt Faktoren
am Arbeitsplatz (Anforderungen, Unterstützung…)
• Gesundheit / Lebensqualität (SF36, GHQ, EQ5D, etc.)
• Arbeitsfähigkeit (WAI; Ilmarinen / Tuomi)
• Persönlichkeit, Coping (AVEM; Schaarschmidt)
• Burnout (MBI, CBI)
– Psychometrisch „gut“, aber Folgen statt Ursachen.
– Wenig ergiebig für Prävention: Maßnahmen, Interventionen,
Verbesserungen?“
Krause 2007
Nübling, AEKNO 16.7.2011
9
Bsp.: BIBB/IAB 1999, 35.000 Beschäftigte;
Faktor: „schlechte psychische Gesundheit“
4
0
1
2
3
Nicht unfair sein: Outcomes waren und sind fruchtbare
Forschungsfelder
- Für Prävention (BGM / GB) wollen wir vor allem die
„Ursachen“, nicht die Symptome wissen
Lehrer Sonderschule
Berufsschullehrer
andere Lehrer
Lehrer Realschule
Lehrer Grundschule
Lehrer Hauptschule
Schulleiter
Kindergärtnerinnen
Krankenpflegehelfer
Altenpflegerinnen
Briefträger
Sozialarbeiter
Lehrer Gymnasium
Verwaltung, höher
Architekt
Zahnärzte
Krankenschwester
angest. Ärzte
Polizisten
Pfarrer
Kneipiers
Lokomotivführer
selbst. Ärzte
Chemiearbeiter
Bereichsleiter
Geschäftsführer
Redakteure, Journalisten
Verwaltungsfachl. mittl. Dienst
MTAs
Verwaltung, gehoben
Künstler
Maschinenführer
Maler
Hochschule: Lehrer, Assist.
Makler
Sekretäre
kaufm. Angestellte
Buchhalter
Softwareentwickler
Ingenieure
Wächter, Wärter, Aufseher
Fahrer
Fleischer
Manager
Übrige
Metallarbeiter
Bäcker
Gastronomie, Bedienung
Landwirt
Schlosser Mechaniker
KFZ-Mechaniker
Verkäufer
Odds ratio für
Ill Mental Health .
5
6
(outcome-fokussiert, nicht validiert; Hasselhorn / Nübling, ASU 2004)
Nübling, AEKNO 16.7.2011
10
5
Lehrer Sonderschule
Bäcker
Lehrer Realschule
Krankenschwester
Lehrer Hauptschule
Pfarrer
Lehrer Gymnasium
Altenpflegerinnen
Ärzte
Lehrer Grundschule
Schulleiter
Krankenpflegehelfer
Architekt
Gastronomie,
Kindergärtnerinnen
Wächter, Wärter,
Sozialarbeiter
Reinigungspersonal
Chemiearbeiter
MTAs
Landwirt
Polizisten
Redakteure,
Fahrer
kaufm. Angestellte
Selbst. Ärzte
Friseur
Verkäufer
Maschinenführer
Makler
Buchhalter
Elektriker
Einzelhandelskaufmann
Bereichsleiter
Übrige
Metallarbeiter
KFZ-Mechaniker
Verwaltungsfachl.
Arzthelferin
Verwaltung, gehoben
Briefträger
Maurer
Zahnärzte
Schlosser Mechaniker
Geschäftsführer
Köche
Bankangestellte
Kneipiers
Hochschule: Lehrer,
Sekretäre
Steuerberater
Soldat
Künstler
Fleischer
Softwareentwickler
0
1
2
3
4
5
OR (95%CI) Psychische Erschöpfung
6
Bsp.: BIBB/BAuA 2006, 20.000 Beschäftigte;
Faktor: „schlechte psychische Gesundheit“
(Nübling, 2010: ASU 45,6,313)
Psychosomatische Beschwerden (>=2 von 6 Symtomen) nach Berufsgruppen
Berufsgruppe
Nübling, AEKNO 16.7.2011
Nübling, AEKNO 16.7.2011
11
AEKNO 16.7.2011
II. Messung von Burnout
12
6
Burnout (aus Wikipedia)
• Definition: ICD: Z73.0 Ausgebranntsein, Burn-out
deutsch: "Zustand der totalen Erschöpfung"; englisch (Original): "state
of vital exhaustion„ („outcome“, Reaktion)
• Zunächst: helfende Berufe
• Klassisch: MBI (Maslach Burnout Inventory): Emotionale Erschöpfung
(em. exhaustion), Depersonalisierung (depersonalization),
Leistungszufriedenheit (personal accomplishment)
• FFAS / COPSOQ: CBI (Copenhagen Burnout Inventory) alle Personen,
alle Berufsgruppen: personal burnout, work related burnout, client
related burnout
Nübling, AEKNO 16.7.2011
13
Feldzugang / Erhebung
• Diagnose durch Experten (z.B. Ärzte/Ärztinnen,
Psychologen/innen)
– Einzelfalldiagnose, notgedrungen Entscheidung: ja oder nein
• Subjektive Einschätzung durch Betroffene
(Beschäftigte selbst)
– Einzelfallbewertung: cutoff
– Gruppenbewertung / Vergleiche: z.B. Berufsgruppen, Betriebe,
kontinuierliche Skalenwerte
Nübling, AEKNO 16.7.2011
14
7
Genauigkeit
• ISO 10075-3: 3 Stufen
– Orientierende Verfahren
– Screening Verfahren (Gruppenbewertung -> FFAS/COPSOQ)
– Genaue Messung (ärztliche Einzelfalldiagnose -> Sie)
• ISO: je unterschiedliche Anforderungen an Messeigenschaften
Nübling, AEKNO 16.7.2011
15
Übersicht Methoden: BAuA - Toolbox
Nübling, AEKNO 16.7.2011
16
8
www.copsoq.de
Infos zu COPSOQ
Fragebögen download
Online Fragebogen
Infos zu Kooperationsmodell
Download: Forschungsbericht
Fb 1058
Bestellung als Buch
Nübling, AEKNO 16.7.2011
17
COPSOQ Fragebogen (dt. Standardversion)
Anforderungen
87 Items
ca. 20 Min
- Quantitative Anforderungen
- Emotionale Anforderungen
- Anford., Gefühle zu verbergen
- Work - privacy conflict
Einfluss und
Entwicklungsmöglichk.
- Einfluss
- Entwicklungsmöglichkeiten
- Entscheidungsspielraum
- Bedeutung der Arbeit
- Verbundenheit mit Arbeitsplatz
Weitere Parameter
- Unsicherheit des Arbeitsplatzes
Soziale Beziehungen
und Führung
- Vorhersehbarkeit
- Rollenklarheit
- Rollenkonflikte
- Führungsqualität
- Soziale Unterstützung
- Feedback
- Soziale Beziehungen
- Gemeinschaftsgefühl
- Mobbing
Belastungsfolgen
(Outcomes)
- Arbeitszufriedenheit
- Allg. Gesundheitszustand
- Burnout
- Kognitiver Stress
- Lebenszufriedenheit
- Gedanke an Berufsaufgabe
COPSOQ: breite Synthese, „Theoriebasiert aber nicht auf
Nübling, AEKNO 16.7.2011
EINER Theorie basierend“ (Kristensen 2005)
18
9
CBI – Test, personal burnout
Immer
(100)
oft
(75)
manchmal
selten
(25)
(50)
nie /
fast nie
(0)
1. Wie häufig fühlen Sie sich müde?
2. Wie häufig sind Sie körperlich
erschöpft?
3. Wie häufig sind Sie emotional
erschöpft?
4. Wie häufig denken Sie: „Ich kann
nicht mehr“?
5. Wie häufig fühlen Sie sich
ausgelaugt?
6. Wie häufig fühlen Sie sich schwach
und krankheitsanfällig?
CBI= Durchschnitt. Merken Sie sich Ihren Wert!
Nübling, AEKNO 16.7.2011
19
Was wäre ohne Vergleichswerte?
Skala: Personal Burnout (CBI)
100
Mittelwert (95% Konfidenz Intervall)
90
Betrieb / Gruppe XXX
80
70
60
50
40
30
20
35
10
0
Betrieb / Gruppe XXX
Nübling, AEKNO 16.7.2011
20
10
Vergleiche
• „Vergleiche anzustellen ist ein gutes Mittel, um
sich sein Glück zu vermiesen.“ (F. Lelord: Hectors
Reise oder die Suche nach dem Glück, Lektion Nr. 1)
• Aber: wir haben kaum eine andere Chance, da es
keine cutoffs für psychosoziale Belastungen und
selten verbindliche, belastbare, valide für
Beanspruchungen gibt
– z.B. CBI: > 50 / 100 Punkten (38% aller)
– NAV-Studie: alle 5 Items bejaht (ca. 4-5% der Personen)
– Studie in Österreich (6.000 Ärzte): 54% mit Burnout
Symptomen (http://derstandard.at/1302745219723/Studie-Hohes-Burnout-Risiko–
bei-Aerzten)
…
Nübling, AEKNO 16.7.2011
21
Ursachenforschung
• Vergleiche mit demselben Instrument,
Vergleiche sind umso besser, je besser die
Vergleichsdaten sind
• Vergleiche ersetzten nicht die inhaltliche /
politische Auseinandersetzung (Normative
Kraft des Faktischen)
• Messung auch der Ursachen –
Burnoutmessung alleine bringt wenig
Nübling, AEKNO 16.7.2011
22
11
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ru
fe
Mittelwert (95%
Konfidenzintervall)
AEKNO 16.7.2011
III. Arbeitssituation von Ärztinnen und Ärzten
Nübling, AEKNO 16.7.2011
90
80
20
Wert Berufsgruppe
Unter Schnitt
Nübling, AEKNO 16.7.2011
23
Berufsvergleiche COPSOQ Datenbank
100
Copenhagen Burnout Inventory (CBI)
Durchschnitt COPSOQ
Über Schnitt
70
60
50
40
30
47
42 37 43 42 43
42 45 42 42 42 43 45
42 37 39
37
37 41 41
35 40
10
0
Berufsgruppe (KdB 92)
24
12
Woran liegt es?
• Was sind die Ursachen?
• Wo kann man ansetzen (Prävention)?
Nübling, AEKNO 16.7.2011
25
COPSOQ Datenbank gesamt
Primäre Einflussfaktoren für Burnout
Soziale Beziehungen
und Führung
Anforderungen
- Quantitative Anforderungen
- Emotionale Anforderungen
- Anford., Gefühle zu verbergen
- Work - privacy conflict
Einfluss u. Entwicklungsmöglichkeiten
- Einfluss
- Entscheidungsspielraum
- Entwicklungsmöglichkeiten
- Bedeutung der Arbeit
- Verbundenheit mit Arbeitsplatz
- Vorhersehbarkeit
- Rollenklarheit
- Rollenkonflikte
- Führungsqualität
- Soziale Unterstützung
- Feedback
- Soziale Beziehungen
- Gemeinschaftsgefühl
- Mobbing
Belastungsfolgen
Weitere Parameter
Burnout
- Unsicherheit Arbeitsplatz
Nübling, AEKNO 16.7.2011
26
13
COPSOQ Datenbank gesamt
Burnout (best 5: R²=0.37)
Soziale Beziehungen
und Führung
Anforderungen
- Vorhersehbarkeit
- Rollenklarheit
- Rollenkonflikte
- Führungsqualität
- Soziale Unterstützung
- Feedback
- Soziale Beziehungen
- Gemeinschaftsgefühl
- Mobbing (+) 5
- Quantitative Anforderungen
- Emotionale Anforderungen (+)
- Anford., Gefühle zu verbergen
- Work - privacy conflict (+)
3
1
Einfluss u. Entwicklungsmöglichkeiten
- Einfluss
- Entscheidungsspielraum
- Entwicklungsmöglichkeiten
- Bedeutung der Arbeit (-)
- Verbundenheit mit Arbeitsplatz
4
Belastungsfolgen
Weitere Parameter
2
Personal Burnout (CBI)
- Unsicherheit Arbeitsplatz (+)
Nübling, AEKNO 16.7.2011
27
Work-privacy Conflict und Burnout
Work-privacy Conflict und Burnout (CBI)
70
COPSOQ Datenbank
ANOVA: p< 0.001
mult. Reg: 1. Prädiktor
Mittelwert (95% Konfidenzintervall)
60
50
40
30
57
48
41
20
32
10
0
sehr niedrig (0-25)
eher niedrig (26-50)
eher hoch (51-75)
Work-privacy Conflict gruppiert
Nübling, AEKNO 16.7.2011
sehr hoch (76-100)
28
14
Arbeitssituation Ärzte (KH)
Anforderungen: Gesamtwerte Skalen
100
COPSOQ DB: Krankenhausärzte
90
COPSOQ DB: alle Berufe
Skalenmittelwert (95%
Konfidenzintervall)
80
70
60
50
40
71
30
72
67
55
52
52 46
20
42
10
0
Quantitative
Anforderungen
Emotionale
Anforderungen
Emotionen
verbergen
Work-Family
Conflict
Skala
Nübling, AEKNO 16.7.2011
29
Arbeitssituation Ärzte (KH)
Einfluss und Entwicklungsmöglichkeiten:
Gesamtwerte Skalen
100
Skalenmittelwert (95%
Konfidenzintervall)
90
COPSOQ DB: Krankenhausärzte
80
70
COPSOQ DB: alle Berufe
60
50
40
75
30
20
38 42
44
67
77 74
56 57
53
10
0
Einfluss bei der Arbeit Entscheidungsspielraum
Entwicklungsmöglichkeiten Bedeutung der Arbeit
Verbundenheit mit
Arbeitsplatz (commitment)
Skala
Nübling, AEKNO 16.7.2011
30
15
Arbeitssituation Ärzte (KH)
100
Soziale Beziehungen und Führung: Gesamtwerte
Skalen (1)
Skalenmittelwert (95%
Konfidenzintervall)
90
COPSOQ DB: Krankenhausärzte
80
COPSOQ DB: alle Berufe
70
60
50
40
30
20
72 73
48 54
50
44
46 50
10
0
Vorhersehbarkeit
Rollenklarheit
Rollenkonflikt
Führungsqualität
Skala
Nübling, AEKNO 16.7.2011
31
Arbeitssituation Ärzte (KH)
Soziale Beziehungen und Führung: Gesamtwerte
Skalen (2)
100
COPSOQ DB: Krankenhausärzte
Skalenmittelwert (95%
Konfidenzintervall)
90
80
COPSOQ DB: alle Berufe
70
60
50
40
30
75 75
63 64
38 41
20
48 52
23 21
10
0
Soziale
Unterstützung
Feedback /
Rückmeldung
Soziale
Beziehungen
Gemeinschaftsgefühl Mobbing-Indikator
Skala
Nübling, AEKNO 16.7.2011
32
16
Arbeitssituation Ärzte (KH)
Weitere Aspekte: Gesamtwerte Skalen
100
90
COPSOQ DB: Krankenhausärzte
Skalenmittelwert (95%
Konfidenzintervall)
80
COPSOQ DB: alle Berufe
70
60
50
40
30
20
32
10
18
0
Arbeitsplatz-Unsicherheit
Skala
Nübling, AEKNO 16.7.2011
33
Arbeitssituation Ärzte (KH)
100
Belastungsfolgen, Beschwerden: Gesamtwerte
Skalen
Skalenmittelwert (95%
Konfidenzintervall)
90
COPSOQ DB: Krankenhausärzte
80
COPSOQ DB: alle Berufe
70
60
50
40
78
60 63
30
71
66 65
47 42
20
10
29 29
20 16
0
Gedanke an
Berufsaufgabe
Arbeitszufriedenheit Gesundheitszustand
Burnout
kognitive
Lebenszufriedenheit
Stresssymptome
Skala
Nübling, AEKNO 16.7.2011
34
17
AEKNO 16.7.2011
IV. Zusammenfassung
Nübling, AEKNO 16.7.2011
35
Überblick: Situation Ärzte (KH)
– Burnout bei Krankenhausärzten im Vergleich zu
anderen Berufsgruppen erhöht
– Schutzfaktoren
• Niedrige Angst vor Arbeitsplatzverlust
• Gute Entwicklungsmöglichkeiten
• Zwiegespalten: Nur leicht erhöhte Bewertung der „Bedeutung
der Arbeit“ (sinkend?, helfender Beruf)
Nübling, AEKNO 16.7.2011
36
18
Überblick: Situation Ärzte (KH)
– Treiber:
• Hoher Work-privacy-conflict (strukturell)
• Hohe emotionale Anforderungen (strukturell)
• Arbeitsplatzunsicherheit, Mobbing (nicht strukturell, evtl.
punktuell)
• Geringer Einfluss bei der Arbeit
Nübling, AEKNO 16.7.2011
37
Übertragbarkeit auf Niedergelassene?
– Einige Studien sagen: niedrigerer Burnout für NG (BIBB/IAB
1999, BIBB/BAuA 2006, Böhle et al., 2001, J Urology), bzw.
sinkend in letzten Jahren (NAV 2010)
• Mehr Entscheidungsspielraum (?)
• Weniger WFC (?)
– Evtl. zusätzliche Risikofaktoren Niedergelassene, Kandidaten:
• Alleine arbeiten (Einzelkämpfertum), Berthelsen, Diss. 2003: ng. Zahnärzte:
Einzelpraxis 47% - Gemeinschaftspraxis 19% mit CBI > 50
• Kollegialität / Kooperation
• Praxisorganisation (Brendan-Schmittmann-Stiftung / NAV-Studie, 2010)
• Wirtschaftliche Unsicherheit
Nübling, AEKNO 16.7.2011
38
19
Übertragbarkeit auf Niedergelassene?
– „Harte“ Daten fehlen
– Vergleich mit anderen Berufen im Querschnitt und
Längsschnitt (mit gleichem Instrument)
– Kombination Befragung mit anderen Verfahren
(Expertenverfahren)
Nübling, AEKNO 16.7.2011
39
Ende
nuebling@ffas.de
COPSOQ:
www.copsoq.de
www.copsoq-network.org
Nübling, AEKNO 16.7.2011
40
20
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