close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Kupfer: Wie geht es weiter mit dem roten Metall? - Commerzbank

EinbettenHerunterladen
ideas
April 2013 | Ausgabe 132
www.ideas.commerzbank.de
Werbemitteilung
Anlageideen für Selbstentscheider
Kupfer: Wie geht es weiter
mit dem roten Metall?
» Im Interview: Peter Willbrandt, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG
inhalt
In dieser Ausgabe:
4
Aktuelles
6
Marktbericht
Indizes weltweit auf Rekordjagd!
8Kupfer
Wie geht es weiter
mit dem roten Metall?
14
Interview
»Im Kupferrecycling
weltweit führend«
16
Technische Analyse
Dow Jones Industrial Average
und Allianz
8 K upfer – Wie geht es weiter mit dem roten Metall?
20
Akademie
Übernahmeangebot (Tender Offer)
2 2Invest 2013
Wir laden Sie ein nach Stuttgart
24Aurubis
Mit dem Werkstoff des
Fortschritts zum Erfolg
26
Nicht verpassen
Alle Termine auf einen Blick
27
Direktbroker
Faktor meets Scoach
28 A
ktienstrategie
DAX trotz Euroschuldenkrise
auf Rekordkurs
3 0 W
ährungsstrategie
Osteuropäische Währungen –
Im Windschatten der
deutschen Konjunktur
14 Interview: Peter Willbrandt, Vorstandsvorsitzender
der Aurubis AG
33
ideasTV
Commerzbank Aktientrend
Deutschland – Neue Kaufsignale,
neues Allzeithoch!
3 4 R
ohstoffstrategie
Der Ölboom in Nordamerika
und die Folgen
3 8
Pinnwand
4 0
Der direkte Draht
41
Service
4 2
Bestellkupon
28 Aktienstrategie: DAX trotz Euroschuldenkrise
auf Rekordkurs
editorial
Kupfer: Wie geht es weiter
mit dem roten Metall?
Kupfer, Aluminium, Nickel und Zink zählen zu den wichtigsten Metallen überhaupt. Von kaum
­einer Rohstoffgruppe sind wir im alltäglichen Leben so umgeben wie von den Industriemetallen.
Ob Aluminium im Auto, Stahl als Bauträger oder Kupfer in Stromleitungen – überall spielen
­Industriemetalle eine große Rolle. Die Wertentwicklung dieser Rohstoffe ist stark von der konjunk­
turellen Entwicklung abhängig und die Metallpreise reagieren entsprechend sehr sensibel auf
­Veränderungen der Weltkonjunktur. So ist es nicht verwunderlich, dass im Zuge der Eintrübung
der konjunkturellen Lage aufgrund der Auswirkungen der Finanz- und Schuldenkrise auch die
Preise für Industriemetalle unter Druck geraten sind.
Folgt man dieser Argumentation, müsste man davon ausgehen, dass sich die in den letzten Mona­ten auf globaler Ebene kontinuierlich verbessernden Konjunkturdaten positiv auf die Metallpreise
auswirken müssten. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn seit Anfang Februar geht es für die
­Metallpreise sogar bergab. Stellvertretend für Industriemetalle hatte Kupfer innerhalb weniger
Wochen rund 7,1 Prozent an Wert verloren und blieb damit auch hinter anderen zyklischen
­Rohstoffen zurück. So sorgt die unterdurchschnittliche Entwicklung von Kupfer angesichts der
sich immer weiter ­verbessernden Konjunkturdaten für Aufsehen.
Viele Experten gehen aufgrund der aktuell niedrigen Kupferpreise davon aus, dass sich die
­Stimmung der Marktteilnehmer bald wieder aufhellen dürfte, was sich in steigenden Kupferpreisen
bemerkbar machen sollte. Erfahren Sie mehr über die Einschätzungen unserer Rohstoffexperten
und erfahren Sie, wie es mit dem roten Metall weitergeht.
Werfen Sie ebenfalls einen Blick auf das Vortrags- und Bühnenprogramm der Invest in Stuttgart –
der größten Privatanlegermesse Deutschlands. Das Expertenteam der Commerzbank, bestehend
aus Volkswirten, Analysten und Produktexperten, steht Ihnen zu
Fragen wie »Was bedeutet das Abebben der Staatsschuldenkrise
für den Investor?«, »Welche Aktienmärkte haben aus technischer
Sicht das meiste Potenzial?«, »Wie viel Potenzial haben die Roh­
stoffmärkte?« und »Wann steht der DAX bei 10.000 Indexpunkten?«
Rede und Antwort.
Deutschlands jährlicher Pflichttermin für private und institutionelle
Anleger findet am 19. und 20. April in der Neuen Messe Stuttgart
statt. Sichern Sie sich jetzt Ihre kostenfreie Eintrittskarte: dazu
­einfach unter www.invest-messe.de/aktionscode mit dem Code
»commerzbank« registrieren.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der Invest in Stuttgart und
wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen der aktuellen Ausgabe!
Laura Schwierzeck
Chefredakteurin
3
aKtuelleS
BEST Turbo-Zertifikate auf
neue Währungspaare
Seit Anfang März hat die Commerz­
bank neue BEST Turbo­Zertifikate
auf die Währungspaare Euro/Singa­
pur­Dollar, US­Dollar/Singapur­
Dollar und Euro/Hongkong­Dollar
im Angebot. Sie möchten von der
künftigen Wertentwicklung der
Währungspaare profitieren? Mit
den neuen BEST Turbo­Zertifikaten
haben Sie die Möglichkeit, über­
proportional an steigenden oder
fallenden Wechselkursnotierungen
partizipieren zu können.
Eine komplette Übersicht aller
BEST Turbo­Zertifikate auf Währun­
gen steht Ihnen im Internet unter
www.zertifikate.commerzbank.de
zur Verfügung.
Basiswerte
EUR/SGD (Euro/Singapur-Dollar)
USD/SGD (US-Dollar/Singapur-Dollar)
EUR/HKD (Euro/Hongkong-Dollar)
Der Countdown läuft –
Zertifikate Award
Austria 2013
Save the Date:
19. und 20. April 2013
Besuchen Sie uns auf der Invest 2013 – wir
laden Sie zu einem kostenlosen Messebe­
such ein und freuen uns, Sie am Commerz­
bank­Stand sowie zu den einzelnen Semina­
ren und Workshops begrüßen zu dürfen.
sichern sie sich jetzt ihre kostenfreie
eintrittskarte: dazu einfach unter
www.invest­messe.de/aktionscode mit
dem code »commerzbank« registrieren.
Weitere Informationen zur Messe sowie zum
Vortrags­ und Bühnenprogramm finden Sie
ab Seite 22.
Im Mai werden in Wien bereits
zum siebten Mal die begehrten
Zertifikate Awards Austria für die
besten Emittenten und Zertifikate
Österreichs verliehen. In diesem
Jahr haben 19 Anbieter ihre
Serviceleistungen und Produkte
zur Abstimmung angemeldet. Das
Zertifikate Forum Austria und
sein Partner vergeben die Awards
in insgesamt zehn Kategorien.
Der Zertifikate Award Austria, der
2007 ins Leben gerufen wurde,
hat als Ziel, dem Anleger als
Wegweiser im immer dichter
werdenden Zertifikate­Dschungel
zu dienen.
publikumspreis –
ihre meinung ist gefragt!
So haben Sie die Möglichkeit,
bis zum 28. April 2013 unter
www.zertifikateaward.at das
»Zertifikate­Haus des Jahres« zu
wählen.Machen Sie mit und stim­
men Sie ab. Unter allen Teilneh­
mern wird ein Wochenende für
zwei Personen im Fünf­Sterne­
Hotel Balance Resort Stegersbach
verlost.
Wir freuen uns über Ihre Stimme!
4
aktuelles
Sie wollen mobil auch
immer auf dem Laufenden sein?
Sie wollen auch mobil immer auf dem Laufenden
rund um die Commerzbank-Zertifikate sein?
Scannen Sie jetzt den QR-Code mit Ihrem Handy
oder Tablet-PC ein und öffnen Sie die Z
­ ertifikate-App
der Commerzbank. So können Sie jederzeit live
Marktindika­tionen und Charts,
Realtime-Kurse oder aktuelle
News und Informationen rund
um die Zertifikate der Commerz­
bank verfolgen.
Der Umfang der App wird dabei
sukzessive erweitert, sodass
der Funktionsumfang weiterhin
zunimmt.
Turbo-Zertifikate auf den
VSTOXX-Future
Nach einem erfolgreichen Start der neuen Unlimited
Turbo-Zertifikate auf den CBOE Volatility Index Future
(VIX-Future) hat die Commerzbank das Angebot an
Basiswerten bezogen auf Volatilitätsindizes weiter
­ausgebaut. So stehen Ihnen seit kurzem auch TurboZertifikate auf den EURO STOXX 50 Volatility Index
Future (VSTOXX) zur Auswahl. Der VSTOXX basiert
auf Optionen bezogen auf den EURO STOXX 50-Index,
die an der Eurex gelistet sind, und reflektiert die
­erwartete zukünftige Volatilität des EURO STOXX
50-Index über 30 Tage.
Faktor-Zertifikate
– Handeln ohne
Transaktionskosten
Kunden der DAB bank haben im gesamten
April die Möglichkeit, alle Faktor-Zertifikate
der Commerzbank ohne Transaktions­kosten
zu kaufen und zu verkaufen. Dies gilt ab
einem Order­volumen von 1.000 Euro im
außerbörslichen Direkthandel.
Weitere Free Trade- und Flat Fee-Aktionen
finden Sie auf unserer Pinnwand auf
Seite 39.
Eine Übersicht aller Unlimited Turbo-Zertifikate auf
den VIX-Future und VSTOXX-Future steht Ihnen im
Internet unter www.zertifikate.­commerzbank.de
zur Verfügung.
5
Marktbericht
»Wer aktuell an den Aktienmarkt glaubt, kann
breit gestreut in Indizes weltweit investieren.«
Anouch Alexander Wilhelms, Produkt­manager
Equity Markets & Commodities
Indizes weltweit auf Rekordjagd!
DAX ist Ausnahme-Index
Anouch alexander wilhelms
Der Dow Jones hat es geschafft, der DAX steht kurz
davor. Ein Rekordstand ist immer wichtig für den
Aktienmarkt und es gibt dabei einiges zu beachten.
Zuerst zum amerikanischen Aktienindex. 1990 lag
der Index bei etwa 3.000 Punkten. Zehn Jahre später
notierte er bei etwa 11.500 Punkten, um weitere
zehn Jahre später ebenfalls um die Marke von 11.500
Punkten zu stehen. Zwischenzeitlich erreichte er das
vorläufige Allzeithoch von 14.198,10 Punkten. Im
März 2013 war es dann so weit, eine neue Bestmarke
wurde aufgestellt oberhalb von 14.300 Punkten. Zu
beachten gilt hierbei, dass der Dow Jones ohne Divi­
denden berechnet wird. Schütten die 30 US-Großkon­
zerne Dividenden aus, sinkt der Index. Somit spiegelt
die Kursentwicklung des Dow Jones ausschließlich
die tatsächliche Kursentwicklung der Aktien im Index
wider. Trotzdem hat es der Index geschafft und be­
glückt die Aktionäre mit ordentlichen Kursgewinnen.
Der DAX dagegen steht noch kurz vor dem Über­
6
schreiten der Marke von 8.151,57 Punkten, seines
Allzeithochs aus dem Jahr 2007. Allerdings, das
­vergessen die meisten häufig, ist der DAX ein soge­
nannter Performaceindex. Man könnte ihn auch als
Grafik 1: DAX-Kursindex – noch weit entfernt vom
Allzeithoch aus dem Jahr 2000
Indexpunkte
7.200
6.200
5.200
4.200
3.200
2.200
1.200
200
1988
1991
1994
1997
2000
2003
2006
2009
2012
Stand: 12. März 2013; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates &
Markets. Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator
für die künftige Wertentwicklung.
Marktbericht
geeignet. Zur Historie: Die Berechnung
beider Indizes (DAX und DAX-Kursindex)
startete zum gleichen Zeitpunkt, am 31.
Dezember 1987 bei 1.000 Punkten. Heute,
mehr als 25 Jahre später, hat sich zwi­
schen beiden eine ordentliche Lücke auf­
getan. 3.634 Punkte Unterschied haben
sich im Laufe der Zeit durch die Dividen­
den angesammelt. Der DAX-Kursindex
notiert mit nur
etwa 4.350 Punk­
»Im Kursverlauf erkennt man, dass
ten deutlich
der DAX noch lange nicht sein Allzeit- ­niedriger als
der DAX-Perfor­
hoch in Angriff genommen hat.«
manceindex.
Dividendenindex beschreiben. Konkret
bedeutet das Folgendes: Im Gegensatz
zum Dow Jones sinkt der Wert des DAX
nicht, wenn einer der Konzerne eine Divi­
dende ausschüttet. Die gezahlte Dividen­
de wird in Aktien reinvestiert. Bei einer
aktuellen Dividendenrendite von rund
3,23 Prozent ist dieser Effekt insbeson­
dere im langfristigen Bereich von hoher
Bedeutung.
Die Deutsche Bör­
se in Frankfurt ist
verantwortlich für
die Indexzusam­
mensetzung und
Berechnung des DAX. Was viele Anleger
nicht wissen: Neben dem allseits bekann­
ten DAX wird ebenfalls ein DAX-Kursin­
dex berechnet. Dieser verzichtet wie der
Dow Jones auf die Reinvestition von Divi­
denden und ist zum Vergleich mit dem
amerikanischen Börsenbarometer besser
Im Kursverlauf erkennt man dann sehr
deutlich ­(siehe Grafik 1), dass der DAXKursindex noch lange nicht sein Allzeit­
hoch in Angriff genommen hat, wie bei­
spielsweise der Dow Jones. Im März 2000
notierte der Index oberhalb der Marke
von 6.260 Punkten. So viel schaffte er nie
Ausgewählte Index-Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit
WKN
Basiswert
CZ2 3ZC
LevDAX
Wertentwick- Geld-/Briefkurs
lung in 2012
61,00 %
60,41/60,41 EUR
DR2 UN9
DJ Turkey Titans 20
53,73 %
36,10/36,40 EUR
DR9 8LK
S-BOX Sicherungsverwahrung
52,80 %
174,87/176,63 EUR
DR0 REL
DAXsector Media
47,33 %
21,91/21,95 EUR
DR0 REA
DAXsector Automobile
42,25 %
99,23/99,43 EUR
CB7 8ZX
EURO STOXX Automobiles & Parts
39,55 %
52,40/52,45 EUR
CZ2 3ZA
ATX Five
37,18 %
14,54/14,57 EUR
CB4 449
MDAX
33,73 %
134,67/134,75 EUR
702 979
DAX
29,33 %
79,77/79,77 EUR
CB1 TBL
ComTrend Bull Index
29,14 %
142,52/142,80 EUR
CM5 FEF
DJ Banks Titans 30 Quanto
27,41 %
7,38/7,40 EUR
DR0 NUM
S-BOX Luxus & Lifestyle
26,55 %
209,10/209,80 EUR
CB7 67P
DJ Financial Services Titans 30 Quanto
26,40 %
27,42/27,53 EUR
719 448
Biotech
24,76 %
56,10/57,23 EUR
160 902
Gold
3,79 %
124,00/124,05 EUR
wieder. Im Jahr 2007 überwand er gerade
mal 5.300 Punkte und aktuell liegt er
unterhalb von 4.500 Punkten. Die Frage,
ob der Aktienmarkt in Deutschland sich
auf neue Höhen schwingt, kann also nicht
einfach durch einen Vergleich mit der
Situation in Amerika beantwortet werden.
Wenn der DAX die Marke von 8.151,57
Punkten überwindet, bedeutet dies zwar
ein neues Allzeithoch. Aber nur unter
Zuhilfenahme der Dividenden. Blickt man
auf den DAX-Kursindex, ist das Allzeit­
hoch für den deutschen Aktienmarkt noch
in weiter Ferne.
Was sollten Investoren gegenwärtig tun?
Wer aktuell weiter an den Aktienmarkt
glaubt, der kann breit gestreut in Indizes
weltweit investieren. Dabei spielen die
Dividenden natürlich eine große Rolle und
somit ist der DAX für Investoren attraktiv,
da der Index die Dividenden reinvestiert
und Anleger, die beispielsweise ein IndexZertifikat auf den DAX gekauft haben, so
über die Kursentwicklung in den Genuss
von Dividenden kommen. Da das Zerti­
fikat ohne Managementgebühren und
Ausgabeaufschlag angeboten wird,
eignet es sich besonders für preissensible
Investoren.
Die Commerzbank bietet aber noch viele
weitere Index-Zertifikate an. Die Auswahl
umfasst über 430 Produkte. Angefangen
von einem Afrika Top 10 Index-Zertifikat
über Gold, Öl und andere Rohstoffe bis
hin zu Branchen-Indizes. Grundsätzlich
werden die meisten Index-Zertifikate ohne
Managementgebühren angeboten. Im
Jahr 2012 gab es beispielsweise mehrere
Indizes, deren Entwicklung über der des
DAX lag. Rund 29 Prozent hatte das deut­
sche Börsenbaro­meter im vergangenen
Jahr hinzugewonnen.
Stand: 19. März 2013; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen sowie ein Überblick über das gesamte Spektrum an Index-Zertifikaten steht Ihnen im Internet
unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
7
KuPfeR
Kupfer
»Kupfer ist ein elementarer
Bestandteil unseres Alltags und
daraus nicht mehr wegzudenken.«
8
Wie Geht eS
WeiteR Mit
DeM Roten
M e ta l l?
Kupfer
Laura Schwierzeck,
Daniel Briesemann (CM Commodity Research)
Kupfer, Gold, Silber und Zinn waren die ersten Metalle, welche
die Menschheit in ihrer Entwicklung kennengelernt hat. Da
­Kupfer leicht zu verarbeiten ist, wurde es bereits von den
­ältesten bekannten Kulturen vor über 10.000 Jahren verwendet.
So zählt Kupfer zu den am längsten und bis heute am stärksten
vom Menschen genutzten Metallen. Es ist korrosionsbeständig,
biostatisch, unbeschränkt recyclebar und hat eine hervorragende
Leitfähigkeit für Elektrizität. Damit ist Kupfer vielseitig ein­
setzbar, wobei der weit überwiegende Teil der Nachfrage auf
Elektro- und Sanitärinstallationen (Bau) sowie auf die Elektro­
industrie entfällt.
»Kupfer ist ein elementarer Bestandteil unseres Alltags. Beim
Duschen stellen Kupferrohre sicher, dass Wasser fließen kann,
im Auto begleitet es uns zur Arbeit, im Büro macht es Computer­
technik überhaupt erst möglich und zu Hause sorgen Kupfer­
drähte dafür, dass abends das Licht leuchten kann. Kupfer ist
das drittwichtigste Metall für die industrielle Fertigung und aus
unserem Alltag nicht mehr wegzudenken«, so beschreibt es
das Deutsche Kupferinstitut.
Im Folgenden geben unsere Rohstoffanalysten einen kleinen
Überblick über die aktuellen Tendenzen am internationalen
­Kupfermarkt. Nutzen Sie die Anregungen unserer Experten,
gewinnen Sie neue Perspektiven und entdecken Sie Investiti­
onsmöglichkeiten, um an der Entwicklung des roten Metalls
zu partizipieren.
9
Kupfer
Fundamentaldaten sprechen
weiter für höhere Kupferpreise
(Commodity Research Commerzbank)
Die jüngsten Konjunkturdaten deuten weiter auf
eine Erholung der globalen Wirtschaft hin. Dies
dürfte sich in einer steigenden Nachfrage nach
­Metallen im Allgemeinen und nach Kupfer im
­Spe­ziellen bemerkbar machen. Hierzu sollte auch
das Wiederanziehen der Wirtschaftsaktivitäten in
China nach dem Neujahrsfest beitragen. Daneben
könnten stark steigende Kosten zu Produktions­
kürzungen oder Projektverzögerungen führen,
sodass gerade bei Kupfer die Angebotslage ange­
spannter bleibt, als es derzeit den Anschein hat.
entwickelten sich damit ebenfalls besser als die
­Metallpreise im Allgemeinen und Kupfer im Spezi­
ellen (Grafik 1).
Die unterdurchschnittliche Entwicklung von Kupfer
mag angesichts der besseren Konjunkturdaten über­
raschen. Denn die Nachfrage nach Kupfer und damit
dessen Preis hängen normalerweise stark von der
Konjunktur ab. Zieht man jedoch China als wichtigs­
ten Marktteilnehmer in die Überlegungen mit ein,
relativiert sich die Preisschwäche. Denn aufgrund des
chinesischen Neujahrsfests waren Mitte Februar die
Märkte im Reich der Mitte für eine Woche geschlos­
Die sich in den letzten Monaten auf globaler Ebene
sen. Dies machte sich in teilweise deutlich geringe­
kontinuierlich verbessernden Konjunkturdaten haben ren Handelsvolumina auch an den Börsenplätzen
sich bislang nicht in den Metallpreisen widergespie­
außerhalb Chinas bemerkbar. Schon im Vorfeld der
gelt. Im Gegenteil, seit Anfang
Feierlichkeiten wurden die Wirt­
Februar geht es für die Metall­
schaftsaktivitäten stark reduziert.
»Die Nachfrage nach Kupfer
preise sogar bergab. Stellvertre­
Ebenso dauerte es einige Tage,
und damit dessen Preis hängen bis die Aktivitäten wieder die
tend für Industriemetalle hatte
Kupfer seitdem innerhalb
Ausgangsniveaus erreicht hatten.
normalerweise stark von der
von vier Wochen 7,1
Konjunktur ab.«
Prozent verloren und
Die Zurückhaltung seitens der
blieb damit auch
chinesischen Händler machte
hinter anderen zyklischen Rohstoffen
sich unter anderem in der Importstatistik für Januar
zurück. Brent-Öl verlor in diesem Zeit­
und Februar bemerkbar. So lagen die Einfuhren von
raum zum Beispiel »nur« 5,4 Prozent.
Kupfer im Februar deutlich unter dem Niveau des
Die Aktienmärkte, gemessen am S&P
Vormonats und des Vorjahres (Grafik 2). Die Statistik
500, zeigten sich in dieser Zeit mit
war allerdings durch das chinesische Neujahrsfest
einem Plus von 0,3 Prozent stabil und
stark verzerrt. Für ein klareres und besser vergleich­
Grafik 1: Kupferpreis mit Aufholpotenzial
Grafik 2: Noch verhaltene chinesische Importaktivitäten
Indexpunkte
11.000
US-Dollar
1.600
10.000
1.400
9.000
8.000
1.200
7.000
1.000
5.000
4.000
800
3.000
2009
2010
2011
Kupfer (US-Dollar je Tonne), links
2012
2013
600
400
200
100
0
Jan 09
Jan 10
Jan 11
Jan 12
S&P 500-Aktienindex, rechts
Stand: 6. März 2013; Quelle: S&P, Bloomberg, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für die künftige
Wertentwicklung.
10
500
300
6.000
2.000
2008
in Tsd. Tonnen
600
Stand: 8. März 2013; Quelle: Chinesischer Zoll, Bloomberg,
Commerzbank Corporates & Markets
Jan 13
Kupfer
bares Bild der Lage empfehlen wir, den Durchschnitt
des ersten Quartals zu betrachten. Wir gehen davon
aus, dass saisonbedingt ab März die Nachfrage in
China wieder anziehen wird, was sich auch in höhe­
ren Importaktivitäten niederschlagen sollte.
werden. Ebenfalls im Januar gab der weltweit größte
Kupferproduzent, Codelco, aufgrund von höheren
Energiekosten und niedrigeren Metallgehalten in
den Erzen für das letzte Jahr Kostensteigerungen um
30 Prozent bekannt. Die steigenden Kosten könnten
zu Produktionskürzungen führen, sodass die Ange­
botsausweitung nicht so stark ausfallen könnte wie
von vielen Marktteilnehmern erwartet (Grafik 3).
Daneben sollten auch die zahlreich bewilligten
­Infrastrukturprojekte in den kommenden Monaten
zusätzliche Nachfrage nach Metallen und Kupfer im
Eine enorme Mehrbelastung für die Minenproduzen­
Speziellen generieren. So werden Autobahnen, Häfen
ten bedeuten auch merkliche Lohnsteigerungen.
und Flughäfen sowie U- und S-Bahnen in den großen
Jüngst machte BHP Billiton,
Städten des Landes gebaut.
das weltweit größte Minen­
Außerdem wird das laufende
»Die zahlreich bewilligten Infrastrukunternehmen,
Wohnungsbauprogramm
turprojekte in China sollten in den
seinen Arbeitern in der
vorangetrieben. Darüber
»Escondida«-Mine in Chile
hinaus gibt die zuletzt wie­
kommenden Monaten zusätzliche
umfassende Zugeständnisse.
der gesunkene Inflations­
Nachfrage nach Metallen und Kupfer
Um Streiks vor dem Aus­
rate der chinesischen
im Speziellen generieren.«
laufen des aktuellen Tarif­
­Regierung und Zentralbank
vertrags Mitte des Jahres
theoretisch Spielraum für
zu vermeiden, hat das ­Unternehmen frühzeitig
weitere fiskalpolitische Maßnahmen. Viel Beachtung
mit seinen Arbeitern einen neuen Lohnabschluss
hat zwar der offizielle Regierungswechsel in China
ausgehandelt. Neben einer Lohnerhöhung um 5 Pro­
gefunden – im März haben der neue Staatspräsident
zent erhalten die Arbeiter eine Bonuszahlung von
Xi Jinping und der neue Premierminister Li Keqiang
die Amtsgeschäfte übernommen –, die Auswirkungen umgerechnet fast 50.000 US-Dollar. Dies ist eine bis
dahin beispiellose Aktion und könnte auch andern­
auf die Wirtschaftsaktivitäten sollten aber begrenzt
orts Begehrlichkeiten wecken. Nach einem kurz­
sein. Denn die neue Regierung dürfte spätestens seit
zeitigen Streik, der Androhung weiterer Arbeitsnie­
dem Parteikongress im Oktober in die Entscheidun­
derlegungen und mehrmonatigen Verhandlungen
gen mit einbezogen worden sein.
hat sich schlussendlich auch Southern Copper, der
größte Kupferproduzent in Peru und Mexiko, mit
Sah es in den letzten Monaten zunächst so aus, dass
sich trotz der erwarteten Nachfragebelebung die
Angebots-Nachfrage-Situation am globalen Kupfer­
markt in diesem Jahr entspannen könnte, gab es in
den vergangenen Wochen gegenteilige Meldungen.
Grafik 3: Angebotsüberschuss bei Kupfer wird zu hoch eingeschätzt
So stehen immer mehr Minenproduzenten deutlich
in Tsd. Tonnen
steigenden Produktionskosten gegenüber. Ende
?
500
­Januar gab zum Beispiel Antofagasta, ein chileni­
scher Kupferproduzent mit einer Jahresproduktion
300
von rund 700.000 Tonnen, bekannt, dass die Pro­
100
duktionskosten in diesem Jahr wahrscheinlich um
36 Prozent steigen werden. Der Grund hierfür sind
–100
in erster Linie höhere Stromkosten, nachdem in der
größten Mine des Unternehmens ein Tarifvertrag
–300
mit dem Stromversorger ausgelaufen ist. Schon im
Dezember berichtete Antofagasta überraschend, die
–500 2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012*
2013*
Erschließung der »Antucoya«-Kupfermine vorüber­
gehend auszusetzen, da die angestrebten Kosten von
* = geschätzt
1,7 Milliarden US-Dollar wohl deutlich überschritten
Stand: 20. Februar 2013; Quelle: ICSG, Commerzbank Corporates & Markets
11
KuPfeR
seinen Arbeitern auf einen neuen Tarifvertrag
geeinigt. Dabei wurden ebenfalls merkliche Lohn­
steigerungen für die nächsten Jahre ausgehandelt.
Dies, gepaart mit zum Beispiel höheren Energie­
kosten und niedrigeren Metallgehalten in den Erzen,
dürfte in den nächsten Jahren zu steigenden Kupfer­
preisen führen.
überschuss am globalen Kupfermarkt in diesem Jahr
nicht so hoch ausfällt wie erwartet. Denn ein nicht
unerheblicher Teil der prognostizierten Angebots­
ausweitung beruht auf der Inbetriebnahme der
»Oyu Tolgoi«­Mine. Dadurch könnte sich auch China
gezwungen sehen, das benötigte Kupfer anderweitig
am Weltmarkt zu beziehen.
Sollte der Konflikt eskalieren, könnte es im schlimms­
Mit Problemen anderer Art sieht sich derzeit das
ten Fall auch in der Mongolei gemäß »afrikanischem
weltweit zweitgrößte Minenunternehmen, Rio Tinto,
Vorbild« zur Enteignung kommen. Gemäß eigenen
konfrontiert. So möchte die mongolische Regierung
Angaben hat Rio Tinto bislang 6,6 Milliarden US­
mehr Kontrolle über die sich derzeit im Bau befind­
Dollar in die Erschließung der
liche Kupfermine »Oyu Tolgoi«
Mine investiert, knapp 1 Milliarde
(siehe Kasten) erhalten, nach­
»Aussagen von BHP Billiton
US­Dollar mehr als ursprünglich
dem die Kosten eigenen Anga­
zufolge sind die bekannten,
geplant. »Oyu Tolgoi« könnte
ben zufolge auch dort explo­
zugleich für lange Zeit das letzte
dieren. Der Minenbetreiber
qualitativ hochwertigen Vornennenswerte Kupfervorkommen
Rio Tinto, dem 66 Prozent des
kommen nahezu erschlossen.«
sein, das erschlossen wird. Denn
Projekts gehören, hat bereits
Aussagen von BHP Billiton zufolge
mit einem vorübergehenden
sind die bekannten, qualitativ hochwertigen Vor­
Baustopp gegen die Pläne der Regierung gedroht.
kommen nahezu erschlossen. Einhergehend mit den
Zudem soll die Produktion erst gestartet werden,
sinkenden Metallgehalten in den Erzen schätzt das
wenn die Unstimmigkeiten mit der Regierung bei­
Unternehmen, dass im Durchschnitt der nächsten
gelegt sind. Damit könnte sich die Inbetriebnahme
Jahre jährlich 1 Million Tonnen neues Kupferangebot
der Mine – die kommerzielle Produktionsaufnahme
an den Markt gebracht werden muss, um mit der
war für das erste Halbjahr 2013 geplant – verzögern.
Auch dies könnte dazu beitragen, dass der Angebots­ Nachfrage Schritt zu halten.
Fazit:
Das Kupfer-Gold-Projekt »oyu tolgoi«
»Oyu Tolgoi« ist seit vielen Jahren das
erste nennenswerte Kupfervorkommen,
das entwickelt wird. Es liegt in der SüdGobi-Region der Mongolei in der Nähe der
chinesischen Grenze und ist das weltweit
größte unerschlossene Kupfer-GoldVorkommen. Daten per Mitte November
zufolge umfasst das Vorkommen rund
18,6 Millionen Tonnen Kupferreserven und
nochmals ebenso viele Kupferressourcen.
Darüber hinaus liegen in »Oyu Tolgoi«
gut 650 Tonnen Goldreserven und knapp
780 Tonnen Goldressourcen. Angaben des
Minenbetreibers zufolge sollen während
des Minenlebens durchschnittlich 425.000
Tonnen Kupfer und 460.000 Unzen Gold
pro Jahr produziert werden.
12
Unseres Erachtens stellen die aktuell niedrigen
Kupferpreise von 7.600 US-Dollar je Tonne attraktive Kaufgelegenheiten dar. Sollte sich die Stimmung
der Marktteilnehmer wieder aufhellen, dürfte sich
dies in merklich steigenden Kupferpreisen bemerkbar machen. Zum Jahresende erwarten wir einen
Kupferpreis von 8.550 US-Dollar je Tonne.
KuPfeR
anlaGeiDee: ZeRtifiKate auf KuPfeR
Um an der Entwicklung des roten Metalls partizipieren zu können, bietet die Commerzbank verschiedene
Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit an. Damit haben
Anleger die Möglichkeit, an steigenden oder fallenden
Notierungen des Industriemetalls zu partizipieren –
sowohl positiv als auch negativ.
Die Kupfer-Zertifikate der Commerzbank beziehen
sich auf die sogenannten Copper Future-Kontrakte,
die an der CME-Terminbörse (Chicago Mercantile
Exchange) gehandelt werden. Bei Futures handelt
es sich um Terminkontrakte. Je nach Ausgestaltung
verpflichten sie den Erwerber des Kontrakts, eine
bestimmte Menge des zugrunde liegenden Basiswerts
zu einem bestimmten in der Zukunft liegenden Zeitpunkt zu einem bei Abschluss festgelegten Preis zu
liefern oder zu kaufen. Der Verkäufer des Kontrakts
unterliegt den gleichen Pflichten spiegelbildlich.
Anleger auszuschalten, bietet die Commerzbank häufig neben einer nicht währungsgesicherten Variante
(Non-Quanto) auch eine währungsgesicherte Variante
(Quanto) an. Allerdings ist hier zu beachten, dass für
die Währungssicherung Kosten anfallen können, die
den Wert des Zertifikats mindern. Anleger haben also
die Wahl, sollten aber bedenken, dass bei der nicht
währungsgesicherten Variante neben dem Risiko
natürlich auch die Chance entfällt, mit einem fallenden Euro/US-Dollar-Wechselkurs eine höhere Rendite
zu erzielen.
Bei dem aktuell maßgeblichen Kontrakt handelt es
sich um den Future mit Fälligkeit im Mai 2013. Da
die gehandelten Kontrakte mit einer festen Laufzeit
versehen sind, die Commerzbank Zertifikate und ETCs
aber eine unbegrenzte Laufzeit besitzen, rollen diese
regelmäßig in einen der nächstfälligen Futures.
Da die von der Commerzbank angebotenen Zertifikate
in Euro notieren, der Handelspreis der Kupfer-Futures
aber in US-Dollar, besteht für den Investor ein Währungsrisiko, wenn der Euro/US-Dollar-Wechselkurs
steigen sollte. Um das Wechselkursrisiko für den
Weitere Informationen zu den Copper FutureKontrakten wie aktuelle Kursinformationen sowie
Kontraktspezifikationen und Fälligkeitstermine
stehen Ihnen im Internet unter www.cmegroup.com
zur Verfügung.
Partizipations-Zertifikate
WKn
Basiswert
CM8 4WT
Kupfer-Future Mai 2013
Bezugsverhältnis laufzeit
1,0638:1 Unbegrenzt
Währungssicherung Geld-/Briefkurs
Nein
2,47/2,49 EUR
CM8 6EU
Kupfer-Future Mai 2013
1,0638:1 Unbegrenzt
Ja
3,21/3,23 EUR
Stand: 19. März 2013; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets
BeSt turbo-Zertifikate
WKn
Basiswert
typ
Basispreis/Knock- hebel
out-Barriere
laufzeit
Währungs- Geld-/Briefkurs
sicherung
CK4 EWG
Kupfer-Future Mai 2013
Bull
2,621 USD
4,2 Unbegrenzt
Nein
6,28/6,33 EUR
CK4 EAM
Kupfer-Future Mai 2013
Bull
3,121 USD
10,8 Unbegrenzt
Nein
2,39/2,44 EUR
CK1 HH9
Kupfer-Future Mai 2013
Bull
3,229 USD
16,2 Unbegrenzt
Nein
1,58/1,63 EUR
Stand: 19. März 2013; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets; Bezugsverhältnis 0,1:1
faktor-Zertifikate
WKn
Basiswert
Strategie
CZ3 3DM
Kupfer-Future Mai 2013
Long
CZ3 3DN
Kupfer-Future Mai 2013
Long
faktor
laufzeit
Währungssicherung
Geld-/Briefkurs
3
Unbegrenzt
Nein
30,06/30,44 EUR
4
Unbegrenzt
Nein
16,06/16,30 EUR
Stand: 19. März 2013; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets; Indexgebühr 0,75 % p.a.
Ein Überblick über das gesamte Spektrum an Zertifikaten auf Kupfer steht Ihnen im Internet unter
www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
13
Interview
Im Kupferrecycling
weltweit führend
Interview mit Peter Willbrandt, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG
markt weltweit und Aurubis ist hier in der
Nach meinem Studium der Metallhütten­
ideas: Herr Willbrandt, seit der Über­
Kup­ferproduktion die Nummer 1. Unser
kunde an der Technischen Universität
nahme des belgischen Kupferproduzen­
Interesse hinsichtlich möglichen weiteren
Clausthal-Zellerfeld fing ich 1988 bei
ten Cumerio 2008 durch die Norddeut­
externen Wachstums ist weniger an ein­
Aurubis (damals noch Norddeutsche Affi­
sche Affinerie AG, mit anschließender
zelnen Ländern, sondern mehr an Wachs­
nerie) in Hamburg als Betriebsassistent in
Umfirmierung in Aurubis AG im Jahr
tumsregionen festzumachen. Ein weiterer
der Rohhütte an. Nach dem Durchlaufen
2009, gehört Aurubis zu den führenden
Faktor ist die Nähe zu Rohstoffen. Dies
internationalen Kupferunternehmen. Wo verschiedener Hierarchiestufen wurde
bedeutet, dass wir uns vornehmlich in
ich 2007 Mitglied des Vorstands und seit
liegt das Kerngeschäft der Aurubis AG?
Südamerika und Asien umschauen. Wir
etwas mehr als einem Jahr bin ich Vorsit­
Peter Willbrandt: Nach der Übernahme
stehen dabei aber unter keinerlei Druck.
der Cumerio ist 2011 noch die Akquisition zender dieses Gremiums. Jeder Abschnitt
Und ein konkretes Projekt muss auch
meiner Laufbahn bei Aurubis hatte seine
der Flachwalzsparte von Luvata hinzuge­
­optimal zu Aurubis passen.
kommen. Bei Aurubis sind nun rund 6.400 Herausforderungen und spannenden
­Momente. Langeweile im Job kenne ich
Mitarbeiter an 14 Produktionsstandorten
Kupfer spielt ja besonders aufgrund
in Europa und den USA damit beschäftigt, überhaupt nicht und jede Aufgabe hatte
seiner hervorragenden Wärme- und
seine Reize, auch wenn
aus diversen Rohstof­
Stromleitfähigkeit für die Industrie eine
es nicht immer nur Spaß
fen, wie zum Beispiel
»Jeder Abschnitt meiner
bedeutende Rolle. Welche Faktoren
macht. Das ist auch
Kupferkonzentrat und
bestimmen Ihrer Meinung nach zurzeit
Recyclingmaterial,
Laufbahn bei Aurubis hatte heute noch so.
den Kupferpreis?
Kupfer und Kupfer­
seine Herausforderungen.«
Der Kupferpreis ist durch physisches
In einem Interview
produkte herzustellen.
Angebot und Nachfrage, teilweise aber
hatten Sie kürzlich
Aurubis verarbeitet
auch durch Finanzinvestoren, bestimmt.
bekannt gegeben, dass Aurubis seine
Kupferkonzentrate aus vielen internatio­
Durch den wachsenden Bedarf in China
Abhängigkeit von Europa verringern
nalen Minen und Recyclingmaterial,
ist der Kupferpreis in den letzten Jahren
möchte. Dabei erwähnten Sie, dass
­welches auch sehr komplex sein kann,
stark angestiegen und hat sich inzwischen
­Aurubis sich vor allem darauf konzen­
zu hochreinen Kathoden, die dann weiter­
bei etwa 8.000 US-Dollar pro Tonne ein­
trieren möchte, seine Position in den
verarbeitet werden zu Kupferprodukten
gepegelt. Bei gestiegener Volatilität sehen
Emerging Markets auszuweiten. Welche
für die Kupferhalbzeugindustrie, die
wir den Kupferpreis durch die anhaltende
Länder stehen dabei im Fokus und was
­Elektro-, Elektronik- und die Chemie­
Nachfrage aber nach unten gut gestützt,
genau versprechen Sie sich davon?
industrie sowie für Zulieferer für die
weshalb deutlich sinkende Preise aus
Seit unserem letzten Wachstumsschritt
Branchen Erneuerbare Energien, Bau2011 haben wir auch einen großen Stand­ meiner Sicht nicht zu erwarten sind. Welt­
und Automobilindustrie. In den Kupfer­
ort im amerikanischen Buffalo und produ­ weit gibt es immer noch einen jährlich um
konzentraten und im Recycling­material
3 bis 5 Prozent steigen­
zieren erstmals auch
sind aber auch Edelmetalle wie Gold und
den Kupferbedarf, so­
außerhalb Europas.
Silber enthalten, mit deren ­Ausbringung
»Durch den wachsenden
dass zwischen 2013 und
Damit hat sich der ­
wir auch in diesem Bereich zu einem
Bedarf in China ist der
2020 mit einem Anstieg
Anteil Europas in unse­
weltweit namhaften Produzenten gewor­
rem Umsatz von rund
den sind. Unser Kerngeschäft ist und
Kupferpreis in den letzten des Jahresbedarfs von 21
85 Prozent auf etwa
bleibt jedoch Kupfer.
Jahren stark angestiegen.« auf 27 Millionen Tonnen
gerechnet wird. Aller­
76 Prozent verringert.
dings stellt die Volatilität
Das ist angesichts von
Ihrem Lebenslauf nach zu urteilen
des
Preises
eine
Herausforderung
dar,
Krisen in unserem europäischen Umfeld
­könnte man Sie als Urgestein der
was
sicher
auch
darauf
zurückzuführen
von Vorteil. Aber natürlich hat Aurubis
­Metallbranche bezeichnen. Können
ist, dass zunehmend Finanzinvestoren
auch weiterhin einen starken europäi­
Sie sagen, welcher Abschnitt während
Rohstoffe wie Kupfer für ihre Geschäfte
schen Fokus, mit dem wir uns wohlfühlen,
Ihrer beruflichen Laufbahn der span­
entdeckt haben.
denn Europa ist der zweitgrößte Kupfer­
nendste für Sie war?
14
Interview
»Es liegt in der Verantwortung unserer
Gesellschaft, die komplexen, schwierig
zu recycelnden Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen.«
Kupferrecycling – der schonende Um­
gang mit knappen Ressourcen spielt
angesichts des »Hungers« aufstrebender
Kontinente und Länder eine ganz be­
sondere Rolle. Aurubis gilt als weltgröß­
ter Recycler von Kupfer: Welche Rolle
spielt denn die Wiederverwertung von
Kupfer in Ihrem Konzern im Verhältnis
zum traditionellen Geschäft?
Recycling spielt für Aurubis schon seit
Jahrzehnten eine große Rolle. Das Thema
wird mit wachsender Weltbevölkerung
und zunehmendem Wohlstand in Schwel­
lenländern auch eine immer größere
­Bedeutung gewinnen und künftig einen
noch größeren Beitrag leisten müssen
zum Stillen des wachsenden Rohstoff­
hungers, zur Ressourcenschonung und
zur Ressourceneffizienz.
Aurubis hat sich im Recycling ein erheb­
liches Know-how aufgebaut und ist als
eines der weltweit wenigen Unternehmen
in der Lage, sehr komplexe Materialien
möglichst umweltschonend zu verarbei­
ten. Hinzu kommt, dass in Europa nur
wenig primäre Rohstoffe verfügbar sind.
Es liegt aber auch in der Verantwortung
unserer Gesellschaft, insbesondere die
komplexen, schwierig zu recycelnden
Rohstoffe in den Wirtschaftskreislauf
zurückzuführen. Aurubis ist hier beim
Kupferrecyceln gut aufgestellt.
teilweise schon nach zwei bis drei Jahren
erfolgt, kommt bei anderen Anwendungen
die Langlebigkeit des Materials zum
­Tragen. Kupferrohre sind zum Beispiel
teilweise weit über 30 Jahre im Einsatz.
Wir recyceln heute also das Kupfer, das
vor 10, 20 oder mehr Jahren bei einer
deutlich geringeren Weltproduktions­
menge produziert wurde.
Kupfer ist auch ein besonders geeignetes
Material, denn es lässt sich im Gegensatz
zu vielen anderen Materialien ohne Qua­
litätsverlust unendlich häufig recyceln.
Bereits ca. 40 Prozent unserer Produktion
bestreiten wir heute aus Recycling und
liegen damit weit über dem weltweiten
Durchschnitt von 15 bis 16 Prozent. Aller­
dings wird Recycling nie die Primärkup­
fererzeugung vollständig ersetzen kön­
nen, weil die Menge an recycelfähigem
Kupfer nicht ausreicht, den wachsenden
Bedarf zu decken. Während der Rücklauf
aus kurzlebigen elektronischen Geräten
Gestatten Sie uns zum Abschluss noch
eine persönliche Frage: Wie legt der
Privatmann Peter Willbrandt sein Geld
in 2013 an?
Diese Frage stellt sich für mich momentan
nicht, da ich gerade dabei bin, mir für
den Eigenbedarf eine Wohnimmobilie
zu kaufen. Aber natürlich freue ich mich
als Besitzer von Anteilscheinen über die
überzeugende Entwicklung der AurubisAktie in den letzten Monaten.
Vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Laura Schwierzeck.
15
Technische Analyse
Dow Jones
Industrial
Average:
In Rekordlaune
Achim Matzke, Leiter Technical
Analysis & Index Research
Der Dow Jones Industrial Average (Dow Jones) ist
der wohl weltweit bekannteste Aktienindex. Aus
­technischer Sicht war der Index nach der BilderbuchHausse der Achtziger- und Neunzigerjahre in eine
übergeordnete Seitwärtsbewegung eingetreten.
­Hierbei ergab sich eine Handelsspanne im Bereich
von 7.000 Punkten (Unterstützungszone) bis 14.200
Punkten. Nach einem Test der Unterstützungszone
(Kursrückgang auf 6.470 Punkte) im März 2009
konnte der Dow Jones eine neue Haussebewegung
etablieren. Nach einer sehr ausgeprägten Erholungs­
Dow Jones Industrial Average
»Aus technischer Sicht ist der Dow
Jones mit einem neuen Kaufsignal
angesprungen und arbeitet nun
am nachhaltigen Verlassen der
langfristigen Seitwärtsbewegung
seit dem Jahr 2000.«
Punkte
18.000
17.000
16.000
15.000
14.000
Neues Allzeithoch
Widerstand
14.198 Pkt.
13.000
12.000
TP
11.000
10.000
12.876 Pkt.
200-Tage-Linie
V
11.258 Pkt.K
K
V
14.198 Pkt.
TP
12.035 Pkt.
K
11.500 Pkt.
10.404 Pkt.
9.000
K
8.000
Haussetrends
8.087 Pkt.
7.000
K = Kaufsignal
V = Verkaufssignal
TP = Take-Profit-Signal
6.470 Pkt.
6.000
2008
2009
2010
2011
2012
Stand: 13. März 2013; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
16
12.775 Pkt.
2013
Technische Analyse
Anlageidee – Spekulativ
Mit dem Faktor-Zertifikat 3x
Long auf den Dow Jones Future
können Anleger gehebelt an
der Wertentwicklung des Dow
Jones Futures partizipieren.
Die Laufzeit des Zertifikats ist
unbegrenzt. Steigt der Dow
Jones Future, steigt der Wert
des Faktor-Zertifikats circa um
den jeweiligen Faktor (Hebel)
und umgekehrt. Zu beachten
ist, dass das Zertifikat nicht
währungsgesichert ist, das
heißt, Veränderungen des
Euro/US-Dollar-Wechselkurses werden
im Preis des Zertifikats berücksichtigt.
Produkttyp
Faktor-Zertifikat
WKN
Basiswert
CZ3 3B8
Dow Jones Future
Juni 2013
Strategie
Long
Bezugsverhältnis
1:1
Laufzeit
Unbegrenzt
Indexgebühr
0,50 % p.a.
Währungsgesichert
Nein
Geld-/Briefkurs
209,39/209,81 EUR
Faktor
3
Anlageidee – Neutral
phase im Früh­sommer 2009 ergab sich eine mittel­
fristig m
­ oderatere Aufwärts­dynamik, sodass der zent­
rale Aufwärts­trend dieser Haussebewegung aktuell
im Bereich von 11.500 Punkten liegt. Im Umfeld der
US-Präsidentschaftswahlen sowie der Diskussionen
um das US-Haushaltsdefizit hatte der Index im
Herbst 2012 eine Konsolidierung durchlaufen. Diese
hatte einen trendbestätigenden Charakter nach oben
und wurde im Dezember 2013 mit einem neuen
­Kaufsignal abgeschlossen. Die folgende Jahresendbzw. Jahresauftaktrallye führte den Dow Jones zum
Monatswechsel Januar/Februar 2013 bis an die lang­
fristige Widerstandszone im Bereich der Allzeithochs
(14.198 Punkte im Jahr 2007) heran. Zuletzt ist der
Dow Jones mit einem neuen Kaufsignal angesprun­
gen und arbeitet nun am nachhaltigen Verlassen der
langfristigen Seitwärtsbewegung seit dem Jahr 2000.
Als Konsequenz ergibt sich damit im global führen­
den Aktienindex Dow Jones Industrial Average die
technische Chance, seinem »Vorgänger«, dem Dow
Jones Transportation, in die technische Neubewer­
tung (nach­haltiges Erreichen neuer historischer
Höchstkurse) zu folgen. Kurse um 15.000 Punkte
sollten im Dow Jones Industrial Average deshalb
nur das nächste technische Etappenziel darstellen.
Mit Blick auf den deutschen und europäischen
­Aktienmarkt liegt vor diesem Hintergrund techni­
scher Rückenwind von der Weltleitbörse vor.
Mit dem Unlimited Index-­
Zertifikat auf den Dow Jones
Industrial Average können
Anleger eins zu eins an der
Wertentwicklung des Dow
Jones Industrial Average parti­
zipieren – sowohl positiv als
auch negativ. Die Laufzeit des
Zertifikats ist unbegrenzt. Zu
beachten ist, dass das Zertifikat
nicht währungsgesichert ist,
das heißt, Veränderungen des
Euro/US-Dollar-Wechselkurses werden
im Preis des Zertifikats berücksichtigt.
Produkttyp
Unlimited
­Index-Zertifikat
WKN
Basiswert
628 018
Dow Jones Industrial
Average-Index
Bezugsverhältnis
100:1
Laufzeit
Unbegrenzt
Währungsgesichert
Nein
Geld-/Briefkurs
111,90/111,92 EUR
Anlageidee – Konservativ
Beim Kauf des Classic Dis­
count-Zertifikats auf den Dow
Jones Industrial Average er­
halten Anleger einen Preis­
abschlag (Discount) auf den
aktuellen Wert des Dow Jones
Industrial Average-Index. Im
Gegenzug für diesen Discount
verzichtet der Anleger auf die
Möglichkeit, unbegrenzt an
Kurssteigerungen des Dow
Jones Industrial Average-Index
zu partizipieren. Der maximale
Rückzahlungsbetrag entspricht
145,00 US-Dollar. Zu beachten
ist, dass das Zertifikat nicht
währungsgesichert ist, das
heißt, Veränderungen des Euro/USDollar-Wechselkurses werden im Preis
des Zertifikats berücksichtigt.
Produkttyp
Classic
­Discount-Zertifikat
WKN
Basiswert
CZ1 SP0
Dow Jones Industrial
Average-Index
Cap
14.500 Punkte
Bezugsverhältnis
100:1
Bewertungstag
19.09.2013
Fälligkeit
26.09.2013
Währungsgesichert
Nein
Geld-/Briefkurs
107,35/107,36 EUR
Discount
4,01 %
Max. Rendite p.a.
8,45 %
Stand: 19. März 2013; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets.
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter
www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
17
Technische Analyse
Allianz:
Neues InvestmentKaufsignal
SOPHIA Wurm,
Technical Analysis & Index Research
Die Aktie von Allianz hatte ab dem Sommer 2007
eine ausgeprägte Baissebewegung durchlaufen, die
sich im Sommer 2008 noch nach unten beschleunigte
und einen Gesamtkursrückgang von 180,3 Euro (im
Juni 2007) auf 45,2 Euro (im November 2008) produ­
zierte. Erst nach dem Erreichen dieses Niveaus sta­
bilisierte sich die Aktie und bildete ein langfristiges
technisches Aufwärtsdreieck heraus. Dieses wurde
einerseits durch die übergeordnete Widerstandszone
um 109,0 Euro (vorherige Unterstützungszone aus
dem Jahr 2008) und andererseits durch einen mode­
Allianz
»Zuletzt hat Allianz die langfristige
Widerstandszone um 109,0 Euro
mit einem neuen Investment-Kaufsignal überwunden.«
EUR
200
190
180
170
160
150
140
130
120
110
100
180,3 EUR
Neues Kaufsignal
Baissetrend
V
109,0 EUR
109,0 EUR
90
V
K
V
78,2 EUR
80
70
K
60
K
200-Tage-Linie
64,0 EUR
56,2 EUR
Aufwärtsdreieck
45,2 EUR
2008
2009
2010
2011
Stand: 13. März 2013; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
18
K
K
50
40
K
94,9 EUR K
96,0 EUR K
2012
2013
Technische Analyse
Anlageidee – Spekulativ
Mit dem Faktor-Zertifikat 3x
Long auf die Allianz-Aktie kön­
nen Anleger gehebelt an der
Wertentwicklung der AllianzAktie partizipieren. Die Laufzeit
des Zertifikats ist unbegrenzt.
Steigt die Allianz-Aktie, steigt
der Wert des Faktor-Zertifikats
circa um den jeweiligen Faktor
(Hebel) und umgekehrt.
Produkttyp
Faktor-Zertifikat
WKN
CZ2 4NZ
Strategie
Long
Bezugsverhältnis
1:1
Laufzeit
Unbegrenzt
Indexgebühr
0,70 % p.a.
Geld-/Briefkurs
126,11/126,73 EUR
Faktor
3
Produkttyp
Capped
­Bonus-Zertifikat
WKN
CZ5 A4B
Barriere
95,00 EUR
Bonuslevel/Cap
122,00 EUR
Höchstbetrag
122,00 EUR
Bezugsverhältnis
1:1
Bewertungstag
19.09.2013
Fälligkeit
26.09.2013
Geld-/Briefkurs
110,08/110,09 EUR
Anlageidee – Neutral
raten Haussetrend (Trendlinie aktuell um 64,0 Euro)
begrenzt. Innerhalb des langfristigen Dreiecks ergab
sich ein Wechselspiel aus mittelfristigen Auf- und
Abwärtstrends. Nach einem Test des moderaten
Haussetrends im Sommer 2011 (Kursrückgang auf
56,2 Euro) etablierte Allianz eine neue mittelfristige
Aufwärtsbewegung. Diese führte den Versicherer
bis zum Jahreswechsel 2012/2013 an die langfristige
Widerstandszone heran. Anschließend ging die Aktie
im direkten Umfeld der Widerstandszone in eine
Konsolidierung (Unterstützung um 100,0 Euro) über.
Diese hatte aus technischer Sicht einen trendbestäti­
genden Charakter nach oben. Mit dem Rückenwind
der weiter verbesserten technischen Lage an den
internationalen und deutschen Aktienmärkten (zum
Beispiel Dow Jones Industrial Average auf neuen
Allzeithochs, DAX auf 5-Jahres-Hoch) hat Allianz
zuletzt sowohl diese Konsolidierung als auch das
langfristige Aufwärtdreieck mit einem neuen Invest­
ment-Kaufsignal abgeschlossen. Als technische
­Konsequenz deutet sich mittelfristig weiteres Kurs­
potenzial bis in den Bereich von 125,0 bis 130,0 Euro
an. Da Allianz zusätzlich eine ansprechende Dividen­
denrendite von etwa 4,0 Prozent aufweist, bleibt die
Aktie aus technischer Sicht ein (Zu-)Kauf.
Mit dem Capped Bonus-Zer­­
tifikat können Anleger an der
Wertentwicklung der AllianzAktie bis zum Cap partizipie­
ren. Zudem erhält der Anleger
den Bonusbetrag, solange
die Barriere bis zum Bewer­
tungstag nicht erreicht oder
unterschritten wird. Bei Unter­
schreitung der Barriere folgt
das Zertifikat der Allianz-Aktie
bis zum Cap. An Kurssteige­
rungen über den Cap hinaus
nehmen Anleger nicht teil.
Abstand zur Barriere
13,36 %
Bonusrendite p.a.
20,65 %
Produkttyp
Classic
Discount-Zertifikat
WKN
CK1 4G0
Cap
110,00 EUR
Bezugsverhältnis
1:1
Bewertungstag
19.09.2013
Fälligkeit
26.09.2013
Geld-/Briefkurs
101,14/101,15 EUR
Discount
7,77 %
Max. Rendite p.a.
16,72 %
Anlageidee – Konservativ
Beim Kauf des Classic Dis­
count-Zertifikats auf die Alli­
anz-Aktie erhalten Anleger
einen Preisabschlag (Discount)
auf den aktuellen Wert der
Allianz-Aktie. Im Gegenzug
für diesen Discount verzichtet
der Anleger auf die Möglich­
keit, unbegrenzt an Kursstei­
gerungen der Allianz-Aktie zu
partizipieren. Der maximale
Rückzahlungsbetrag entspricht
110,00 Euro.
Stand: 19. März 2013; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets.
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter
www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
19
akademie
Übernahme angebot
(Tender Offer)
Jan schneider
Anfang Februar wurden Börsianer von
einem Gerücht überrascht: Die Dow Che­
mical Company, ein international tätiges
Chemieunternehmen mit Sitz in den USA,
sei angeblich an einer Übernahme von
Lanxess interessiert. Das Gerücht stellte
sich schnell als falsch heraus. Nichts­
destotrotz wollen wir dies heute in der
Akademie zum Anlass nehmen, um uns
einmal genauer mit Übernahmeangeboten
und ihren Auswirkungen auf Zertifikate
und Optionsscheine zu beschäftigen.
Die Pflichten eines Erwerbers von Antei­
len an einer Gesellschaft, wenn dieser die
Kontrolle über die Gesellschaft ausübt
oder erlangen möchte, sind im Wert­
papier­erwerbs- und Übernahmegesetz
(WpÜG) geregelt.
Mit Ausnahme des Freiverkehrs sind alle
Börsensegmente im Inland von dem Ge­
setz erfasst. Bevor es 2002 in Kraft trat,
existierte lediglich ein »Übernahmeko­
dex«, der Empfehlungen enthielt, aber
nicht gesetzlich geregelt war. Das Gesetz
soll durch konkrete Leitlinien ein geord­
netes Verfahren schaffen und so insbe­
sondere Klein- und Minderheitsaktionäre
20
vor wirtschaftlichen Nachteilen schützen.
Die Transparenz für die betroffenen
­Aktionäre und Arbeitnehmer wird zusätz­
lich gestärkt.
Das Gesetz unterscheidet zwei Arten von
Angeboten – das Übernahmeangebot und
das Pflichtangebot:
• Übernahmeangebot (freiwillig)
Nach dem WpÜG sind Übernahmeange­
bote Angebote, die auf den Erwerb der
Kontrolle gerichtet sind. Die »Kontrolle«
ist definiert als das Halten von mindestens
30 Prozent der Stimmrechte an der
­Zielgesellschaft. Mit diesem Anteil der
Stimmrechte wird meist schon die Mehr­
heit der vertretenen Stimmrechte auf
einer Hauptversammlung erreicht.
Das WpÜG schreibt dem Bieter in § 31
vor, »den Aktionären der Zielgesellschaft
eine angemessene Gegenleistung anzu­
bieten«. Die Gegenleistung hat in einer
Geldleistung in Euro oder in liquiden
Aktien zu erfolgen, wobei ein bestimmter
Mindestwert nicht unterschritten werden
darf. Der Mindestwert orientiert sich am
umsatzgewichteten durchschnittlichen
Börsenkurs der Zielgesellschaft drei
­Monate vor der Veröffent­lichung des
­Angebots. Die Annahmefrist des Angebots
beträgt mindestens vier bis höchstens
zehn Wochen.
• Pflichtangebot
Wer als »Bieter« mehr als 30 Prozent
der Stimmrechte an der Zielgesellschaft
besitzt und damit die Kontrolle im Sinne
des WpÜG erlangte, muss den Aktionären
nach spätestens sieben Tagen ein Pflicht­
angebot unterbreiten. Die Gegenleistung,
die den Aktionären anzubieten ist, ent­
spricht der des freiwilligen Übernahme­
angebots. Wird die Kontrolle durch ein
freiwilliges Übernahmeangebot erlangt,
entfällt der gesetzliche Zwang zur Abgabe
eines Pflichtangebots.
Was bedeutet dies nun für Aktionäre
oder Optionsschein-Inhaber?
Nun könnte man meinen, der Kurs der
Zielgesellschaft wird nach solch einem
Angebot in jedem Fall steigen. Das ist
aber nicht immer der Fall. Unmittelbar
nach der Ankündigung eines solchen
Übernahme­angebots kann der Kurs der
zu übernehmenden Zielgesell­schaftsaktie
heftig schwanken. Auch die implizite
­Volatilität, die man mithilfe der an der
Eurex gehandelten Optionen berechnen
kann, schwankt in einem solchen Fall
mitunter stark. Zwei Beispiele sollen dies
verdeutlichen.
Akademie
Beispiel 1:
Im Frühjahr 2007 beispielsweise stockte der Sport­
wagenhersteller Porsche seinen Stimmrechtsanteil
für den Autobauer Volkswagen auf und hielt nun
31 Prozent, unmittelbar darauf wurde wie gesetzlich
vorgeschrieben ein Pflichtangebot an die Aktionäre
veröffentlicht. Das Angebot allerdings lag ca. 15 Pro­
zent unter dem damaligen Kurs der Volkswagen AG.
Gleichzeitig betonte die Porsche AG, nicht an einer
kompletten Übernahme interessiert zu sein. Der Kurs
der Aktie reagierte auf diese Nachricht kaum, auch
die kurzfris­tige Volatilität stieg nur leicht an.
Ähnlich wie die Volatilität reagierten die Preise der
Call Optionsscheine: Zuerst stiegen sie aufgrund der
leicht ansteigenden impliziten Volatilität an, als diese
kurz ­darauf wieder fiel, fielen auch die Preise der
Optionsscheine wieder nahezu auf ihren ursprüng­
lichen Wert vor Veröffentlichung des Angebots.
Volatilität (30 Tage)
45
115
40
110
Volatilität (30 Tage)
120
100
20
80
18
60
16
40
15
14
20
10
12
Mrz 12
30
100
Kurs in Euro
24
22
35
105
Sowohl der Kurs als auch die Volatilität stiegen
durch diese Nachricht sehr stark an (siehe Grafik 1).
Dies wirkte sich natürlich auch preissteigernd auf
Call Optionsscheine aus. Ungefähr zwei Monate
­später gab Frese­nius SE bekannt, dass die Über­
nahme g
­ escheitert sei. Der Kurs reagierte und
brach an den darauffolgenden Tagen stark ein;
mit negativen Folgen für die Preise der Call
Optionsscheine.
Grafik 2: Rhön-Klinikum vs. Volatilität 30 Tage
Grafik 1: Volkswagen-Stammaktien vs. Volatilität 30 Tage
Kurs in Euro
120
Beispiel 2:
Ende April 2012 unterbreitete Fresenius SE den
­Aktionären der Rhön-Klinikum AG ein freiwilliges
Übernahmeangebot in Höhe von 22,50 Euro pro
­Aktie in bar. Damit lag das Angebot 52 Prozent über
dem Schlusskurs des Vortages. Gleichzeitig betonte
Frese­nius SE, die Rhön-Klinikum AG komplett über­
nehmen zu wollen und sie mit ihrer Tochtergesell­
schaft Helios zu fusionieren.
25
95
20
90
85
80
März 2007
April 2007
Aktienkurs VW-Stammaktien (linke Skala)
Volatilität 30 Tage (rechte Skala)
Mai 2007
Stand: 18. März 2013; Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen sind kein
zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Grafik 3: Wertentwicklung der vergangenen fünf Jahre
Kurs in Euro
1.000
900
Kurs in Euro
24
22
800
700
20
600
500
18
400
16
300
200
14
100
0
12
Mrz 08 Okt 08 Jun 09 Jan 10 Sep 10 Apr 11 Dez 11 Jul 12 Mrz 13
Aktienkurs VW-Stammaktien (rechte Skala)
Aktienkurs Rhön-Klinikum (linke Skala)
Stand: 18. März 2013; Quelle: Reuters. Frühere Wertentwicklungen
sind kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Apr 12
Mai 12
Jun 12
Aktienkurs Rhön-Klinikum (linke Skala)
Volatilität 30 Tage (rechte Skala)
Jul 12
0
Stand: 18. März 2013; Quelle: Bloomberg. Frühere Wertentwicklungen sind kein
zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Wie man an den beiden Beispielen beob­
achten kann, ist eine generelle Aussage
über die Bewegung von Zertifika­ten und
Optionsscheinen bei einem Übernahme­
angebot nicht möglich, denn das hängt
stark von den konkreten Absichten und
der Vorgehens­weise des Bieters ab.
Dem Optionsschein- und Zertifikate-Inha­
ber sollte indes bewusst sein, dass der
Emittent unter Umständen bei der Ankün­
digung von Übernahmen gezwungen ist,
den Spread der Produkte zumindest vor­
übergehend auszuweiten. Sollte die Über­
nahme gelingen, sind meist Ä
­ nderungen
der Zertifikate nötig, dann müssen bei­
spielsweise Basispreise, Kursschwellen,
Knock-Out-Barrieren und Bezugsverhält­
nisse angepasst werden. Auch beziehen
sich die Zertifi­kate danach oft auf die
übernehmende Gesellschaft oder auf einen
Aktienkorb (Basket). Die Änderungen wer­
den von der Commerzbank zeitnah veröf­
fentlicht. Informationen zu den entspre­
chenden Anpassungen finden Options­
schein- und Zertifikate-Inhaber im Internet
unter www.zertifikate.­commerzbank.de
unter Aktuelles/Bekanntmachungen.
Bei Fragen und Informationswünschen
steht Ihnen das Derivate-Team der
­Commerzbank börsentäglich von 8.00
bis 18.00 Uhr auch telefonisch unter
069 136-47845 zur Verfügung.
21
inVeSt 2013
eie Eintrittskarte:
Sichern Sie sich jetzt Ihre kostenfr
sse.de/aktionscode
Dazu einfach unter www.invest-me
registrieren.
mit dem Code »commerzbank«
Wir laden Sie ein –
Invest 2013 in Stuttgart
lauRa SchWieRZecK
Die Invest, Deutschlands jährlicher
Pflichttermin für private und institutio­
nelle Anleger, findet am 19. und 20. April
auf der Neuen Messe Stuttgart statt.
Die Veranstaltung rund um die Themen
Finanzen und Geldanlage stellt für Bör­
senneulinge wie für Finanzexperten die
ideale Plattform dar, sich über aktuelle
Entwicklungen rund um das Thema Börse
zu informieren und auszutauschen.
Die Commerzbank lädt alle ideas­Leser
zu einem kostenlosen Messebesuch ein
und freut sich, interessierte Besucher am
Commerzbank­Stand sowie zu den einzel­
nen Seminaren und Workshops begrüßen
zu dürfen. Es erwarten Sie spannende
Themen und Top­Referenten. Wir freuen
uns auf Ihren Besuch!
unsere referenten vor ort
• Thomas Timmermann, Bereichsleiter
Equity Markets & Commodities
• Dr. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der
Commerzbank
• Achim Matzke, Leiter Technische
Analyse & Index Research
• Sophia Wurm, Technische Analystin
• Eugen Weinberg, Leiter Rohstoffanalyse
• Andreas Hürkamp, Leiter Aktienmarkt­
strategie
• Thomas Meyer zu Drewer, Geschäfts­
führer ComStage ETFs
• Andreas Neumann, Leiter Aktives Asset
Management
• Anouch Alexander Wilhelms, Produkt­
experte Equity Markets & Commodities
fach- unD VoRtRaGSPRoGRaMM
freitag, 19. april 2013
uhrzeit
Referenten
Raum
13.00–14.30 Thomas Timmermann, C5.3
Sophia Wurm
15.00–15.30 Achim Matzke
termin: 19. bis 20. April 2013
EUWAX-Bühne, Dividendenstrategie als Basisinvestment
Halle 4
Samstag, 20. april 2013
Öffnungszeiten: 9.00 bis 18.00 Uhr
uhrzeit
Raum
thema
ort: Landesmesse Stuttgart GmbH,
Neue Messe Stuttgart (Flughafen),
Messepiazza, 70629 Stuttgart,
Halle 4, Standplatz F31
09.30–10.00 Achim Matzke
BörsendinoBühne, Halle 4
Technische Analyse: Aktuelle Lage an den
internationalen Aktienmärkten
12.30–13.00 Achim Matzke
EUWAX-Bühne, Dividendenstrategie als Basisinvestment
Weitere informationen:
www.messe-stuttgart.de/invest/
22
thema
Kapitalmarkttrends, technische Markteinschätzung und aktuelle Anlagestrategien
Referenten
Halle 4
13.00–14.30 Thomas Timmermann, C5.3
Sophia Wurm
13.30–14.00 Achim Matzke
Kapitalmarkttrends, technische Markteinschätzung und aktuelle Anlagestrategien
EUWAX-Bühne, Wall Street in Rekordlaune
Halle 4
Invest 2013
Bühnenprogramm Commerzbank Messestand, Halle 4, Stand F31
Freitag, 19. April 2013
Uhrzeit
Referenten
ab 9.00
Messebeginn
11.00 – 11.30
Dr. Bernhard Jünemann
Moderation: Thomas Meyer zu Drewer
11.30 – 12.00
Pause
12.00 – 12.30
Dr. Jörg Krämer
Moderation: Thomas Timmermann
12.30 – 13.00
Pause
13.00 – 13.30
Achim Matzke
Moderation: Anouch Wilhelms
13.30 – 14.00
Pause
14.00 – 14.30
Andreas Hürkamp
Moderation: Anouch Wilhelms
14.30 – 15.00
Pause
15.00 – 15.30
Eugen Weinberg
Moderation: Anouch Wilhelms
15.30 – 16.00
Pause
16.00 – 16.30
Sophia Wurm
Moderation: Thomas Timmermann
16.30 – 16.45
Pause
ab ca. 16.45
–A
ufzeichnung ideasTV-Sendung – Gast: Achim Matzke
Moderation: Thomas Timmermann
–A
ufzeichnung ideasTV-Referenten auf der Invest 2013
(Dr. Jörg Krämer, Achim Matzke, Eugen Weinberg,
­Andreas Hürkamp, Sophia Wurm;
Moderation: Thomas Timmermann)
18.00 Uhr
Ende des Bühnenprogramms/Messeende
Thema
Mit ETFs intelligenter investieren
Was bedeutet das Abebben der Staatsschuldenkrise
für den Investor?
Welche Aktienmärkte haben aus technischer Sicht
das meiste Potenzial?
Welche deutschen Unternehmen sind unterbewertet?
Wie viel Potenzial haben die Rohstoffmärkte?
Die attraktivsten europäischen und deutschen Aktien
und Branchen & Anlagestrategie
ideasTV-Sendung »Den Trends auf der Spur«
Ausstrahlung auf n-tv am 24. April 2013 um 19.45 Uhr
Samstag, 20. April 2013
Uhrzeit
Referenten
ab 9.00
Messebeginn
11.00 –11.30
Achim Matzke
Moderation: Anouch Wilhelms
11.30 –12.00
Pause
12.00 –12.30
Dr. Jörg Krämer
Moderation: Thomas Timmermann
12.30 –13.00
Pause
13.00 –13.30
Eugen Weinberg
Moderation: Anouch Wilhelms
13.30 –14.00
Pause
14.00 –14.30
Andreas Hürkamp
Moderation: Anouch Wilhelms
14.30 –15.00
Pause
15.00 –15.30
Thomas Meyer zu Drewer & Andreas Neumann
15.30 –16.00
Pause
16.00 –16.30
Sophia Wurm
Moderation: Thomas Timmermann
ab ca. 16.45
Ende des Bühnenprogramms/Messeende 18.00 Uhr
Thema
Technische Analyse: Aktuelle Lage an den
internationalen ­Aktienmärkten
Auf welche Anlageklassen sollte man jetzt setzen?
Geld in Rohstoffe anlegen, aber richtig!
Wann steht der DAX bei 10.000 Indexpunkten?
Aktives vs. passives Management
Die attraktivsten europäischen und deutschen Aktien
und Branchen & Anlagestrategie
23
aurubis
Aurubis – Mit dem Werkstoff
Laura Schwierzeck, uwe Treckmann
(Investmentstrategie Privatkunden)
Unternehmensporträt
Nach Übernahme des belgischen Kupferproduzenten
Cumerio durch die Norddeutsche Affinerie AG firmiert das
Unternehmen seit dem 1. April 2009 als Aurubis, wodurch
der Konzern zum größten Kupferveredler in Europa und
weltgrößten Kupferrecycler aufgestiegen ist. Das Kern­
geschäft ist die Gewinnung von Kupferkathoden aus
Kupferkonzentraten, Altkupfer und Recyclingstoffen
(Kupferraffination). Daran schließt sich die Weiterverar­
beitung zu Gießwalzdraht, Stranggussformaten, Walz­
produkten und Kupferlegierungen an. Edelmetalle sind
ebenfalls ein wichtiger Produktbereich von Aurubis. Als
weitere Spezialprodukte erzeugt und vermarktet der
Aurubis-Konzern alle Begleitelemente aus der Kupfer­
erzeugung. Daraus werden unter anderem Schwefelsäure
und Eisensilikatgestein hergestellt. Zu den Kunden zählen
Unternehmen der Kupferhalbzeugindustrie, der Elektround Elektronik- sowie der Chemieindustrie und Zulieferer
der Branchen Erneuerbare Energien, Bau- und Auto­
mobilindustrie.
DAX, MDAX und Aurubis im Vergleich (Wertentwicklung normiert)
in Prozent
240
220
Aurubis-Aktie
DAX-Index
MDAX-Index
200
180
160
140
120
100
80
60
40
Mrz 08 Sep 08 Mrz 09 Sep 09 Mrz 10 Sep 10 Mrz 11 Sep 11 Mrz 12 Sep 12 Mrz 13
Stand: 6. März 2013; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für die künftige
Wertentwicklung.
24
»Aurubis leistungsfähiger und krisenfester gemacht
– Für weiteres Wachstum intern wie extern sehr
gut aufgestellt«, so titelte die Presseinformation zur
Hauptversammlung vom 28. Februar 2013 der Auru­
bis AG. Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen
Umstände im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte
Aurubis seine ohnehin anspruchsvollen Ziele noch­
mals übertreffen. Wirft man einen Blick auf die
­Aktienkursentwicklung der vergangenen Monate,
überzeugt Aurubis nicht nur absolut, sondern auch
im Vergleich zum Gesamtmarkt mit einer sehr
­positiven Entwicklung.
Doch wie geht es weiter?
Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Einschät­
zungen sowie einen kleinen Ausblick zur Entwicklung
der Aurubis AG präsentieren:
Einschätzung und Ausblick der
­Commerzbank Investment­strategie
­(Privatkunden)
Konzern profitiert vom »Urban Mining«, aber leidet
derzeit unter den verhaltenen Kupferpreisen
Aurubis verfügt über ein attraktives Geschäftsmodell
mit einer gut diversifizierten Kundenbasis, die meh­
rere Branchen umfasst. Die Energieversorgung ist
durch einen langfristigen Vertrag mit Vattenfall zwar
sichergestellt, allerdings bereiten die seit langer Zeit
steigenden Energiekosten dem Unternehmen durch­
aus ernste Sorgen. Positiv wirken sich dagegen hohe
Kupferpreise aus. Dies führt zu einem verstärkten
Recycling von Kupferschrott (unter anderem durch
die Verwertung von Elektroschrott: In einer Tonne
Handy- und Computerplatinen befindet sich ein we­
sentlich höherer Anteil beispielsweise an Gold als in
einer Tonne Erz, dieses Recycling wird als »Urban
Mining« bezeichnet), wodurch Aurubis für gewöhn­
lich höhere Gewinne einfahren kann und gleichzeitig
bei den anfallenden Beiprodukten (unter anderem
Aurubis
des Fortschritts zum Erfolg
Edelmetalle) verdient. Die zwischenzeit­
lichen Kursrückgänge beim Kupferpreis
konnten teilweise sogar durch höhere
Gold- und Silberpreise (im Jahresver­
gleich) ausgeglichen werden. Der Kauf
der belgischen Cumerio hat darüber hin­
aus die Marktposition gestärkt, zudem
können umfangreiche Kostensynergien
gehoben werden. Die vorhandenen Über­
kapazitäten der Branche können so teil­
weise kompensiert werden. Problematisch
stellt sich jedoch der Vormarsch der
­chinesischen Wettbewerber dar, die
­zumindest bei einfacheren Produkten
zunehmend auf den europäischen Markt
drängen. Durch sein hohes technisches
Know-how ist der Kupferschmelzer der­
zeit aber noch recht gut geschützt. Wir
gehen davon aus, dass Aurubis sich sei­
nerseits durch eine Akquisition in einer
der Wachstumsregionen verstärken wird.
Aurubis hat zudem nach den soliden
­Ergebnissen für das Geschäftsjahr
2011/2012 die Dividende auf 1,35 Euro
(Vorjahr 1,20 Euro) angehoben. Auch für
das laufende Geschäftsjahr rechnet der
Vorstandsvorsitzende Willbrandt mit einer
»zufriedenstellenden Ertragslage«. Das
Geschäftsfeld Kupferrecycling will der
Konzern ausbauen, um sich von Rohstoff­
lieferungen aus dem Ausland unabhän­
giger zu machen. Die Verarbeitung wird
aufgrund von Wartungsarbeiten im Sep­
tember und Oktober dieses Kalender­
jahres allerdings vorübergehend ruhen,
was sich zwangsläufig auch in den Zahlen
niederschlagen wird, daher unter ande­
rem die niedrigeren Gewinnschätzungen
im Vergleich zum entsprechenden Vor­
jahreszeitraum.
bei der ein formales Übernahmeangebot
unterbreitet werden müsste, sei nicht
tabu. Eine kurzfristige Übernahme von
Aurubis durch Salzgitter gilt derzeit
­jedoch für weniger wahrscheinlich.
Unterstützend wirken Äußerungen seitens
des Großaktionärs Salzgitter. Bei starken
Kursrückgängen würde man zukaufen,
so der Salzgitter-Vorstandsvorsitzende
Fuhrmann. Auch die 30-Prozent-Marke,
Partizipieren Sie an der Entwicklung der Aurubis-Aktie
Anleger, die an der Entwicklung der Aurubis-Aktie partizipieren möchten,
können dies zum Beispiel mit Zertifikaten umsetzen. Die Commerzbank
bietet verschiedene Zertifikatstypen an, mit denen Anleger je nach ihrem
persönlichen Chance-Risiko-Profil ihre Anlagestrategie umsetzen können.
Discount-Zertifikate
WKN
Cap
Fälligkeit
Discount
Max.
Rendite p.a.
Geld-/Briefkurs
CZ2 Q3F
50,00 EUR
30.12.2013
9,66 %
8,26 %
46,93/46,98 EUR
CZ2 Q3J
56,00 EUR
30.12.2013
4,57 %
16,14 %
49,66/49,71 EUR
Stand: 19. März 2013; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets; Bezugsverhältnis 1:1
Capped Bonus-Zertifikate
WKN
Bonuslevel/ Barriere
Cap
Fälligkeit
Abstand
Bonus­­
zur Barriere rendite p.a.
Geld-/Briefkurs
CZ2 HY5
56,00 EUR
39,00 EUR 30.12.2013
25,13 %
6,26 %
53,35/53,40 EUR
CZ2 HY7
64,00 EUR
45,00 EUR 30.12.2013
13,77 %
18,33 %
55,93/55,98 EUR
Stand: 19. März 2013; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets; Bezugsverhältnis 1:1
BEST Turbo-Zertifikate
WKN
Typ
Basispreis/KnockOut-Barriere
Hebel
Laufzeit
Geld-/Briefkurs
CZ0 8E9
Bull
36,28 EUR
3,2
Unbegrenzt
1,62/1,63 EUR
CZ1 HGV
Bull
44,09 EUR
6,1
Unbegrenzt
0,84/0,85 EUR
CZ3 H7G
Bull
47,93 EUR
11,1
Unbegrenzt
0,46/0,47 EUR
Stand: 19. März 2013; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets; Bezugsverhältnis 10:1
Ein Überblick über das gesamte Spektrum an Zertifikaten auf Kupfer steht
Ihnen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
25
nicht VeRPaSSen
2. november 2013
Börsentag Hamburg
Handelskammer Hamburg
Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg
www.boersentag.de
19. oktober 2013
Börsentag Berlin
bbc – berliner congress center
Alexanderstraße 11, 10178 Berlin
www.boersentag-berlin.de
19.–20. april 2013
Invest Stuttgart
Landesmesse Stuttgart, Halle 4
Messepiazza 1, 70629 Stuttgart
www.messe-stuttgart.de/invest/
17.–18. oktober 2013
GEWINN-Messe Wien
Messe Wien Congress Center,
Eingang CC, Messeplatz 1, 1020 Wien
www.gewinnmesse.at
26
8.– 9. november 2013
Internationale Edelmetall- und
Rohstoffmesse München
Event-Arena im Olympiapark München
Spiridon-Louis-Ring 21, 80809 München
www.edelmetallmesse.com
DiReKtBRoKeR
Faktor meets Scoach
Free Trade-Aktion im ScoachPremium-Segment mit der comdirect bank
chRiStoPheR MaaSS
Scoach
Scoach ist eine führende europäische Börse für strukturierte
Produkte, an der Zertifikate, Optionsscheine und Aktienanleihen gehandelt werden können. Am Börsenplatz
Frankfurt bietet der Qualitätsstandard Scoach Premium
maximale Liquidität, schnellste Orderausführung und
transparente Handelsentgelte im Handel mit strukturierten
Produkten. Um die hohen Standards zu gewährleisten,
stellt Scoach sehr hohe Anforderungen an die Emittenten,
die ihre Produkte dort listen.
• Grundsätzlich muss der Emittent fortlaufend An- und
Verkaufspreise für die eigenen Produkte von 9.15 bis
19.55 Uhr bereitstellen. So ist sichergestellt, dass die
Produkte jederzeit handelbar sind, auch wenn über
längere Zeiträume hinweg keine Umsätze in einem
Produkt stattfinden.
• Der Emittent ist verpflichtet die Geld- und Briefkurse
über zwei redundante Standleitungen an die technische
Infrastruktur der Börse zu übermitteln.
• Die Kurse müssen für feste Mindestvolumen gültig sein.
Bei Anlageprodukten liegen diese Mindestquotierungsvolumen bei 10.000 Euro, bei Hebelprodukten bei
3.000 Euro. In der Regel werden auch deutlich größere
Orders zum aktuellen Geld- bzw. Briefkurs ausgeführt.
Kunden der comdirect bank können vom 1. bis 30.
April 2013 alle Faktor­Zertifikate der Commerzbank
im börslichen Handel über Scoach ohne Ordergebüh­
ren handeln. Das Mindestvolumen pro Transaktion
beträgt 1.000 Euro. Das börsenplatzabhängige Ent­
gelt und die Courtage bleiben allerdings weiterhin
als Kostenfaktor pro Transaktion erhalten.
eleKtRoniScheR hanDel
Seit April 2008 werden exklusiv am Börsenplatz Frankfurt
auch Anlage- und Hebelprodukte (voll)elektronisch auf
Xetra gehandelt. Xetra ist mit mehr als 1,3 Millionen Trades
pro Tag und mehr als 4.000 Xetra-Händlern aus 18 Ländern
eines der schnellsten und leistungsstärksten Handelssysteme der Welt. Es setzt Standards hinsichtlich Liquidität,
Transparenz und Geschwindigkeit – und das zu niedrigsten
Kosten.
Auf der Internetseite www.scoach.de finden interessierte
Anleger weitere Informationen zum Scoach-PremiumSegment, Realtime-Pushkurse aller in diesem Segment
gehandelten Produkte, Tools zur Produktsuche und
Szenarioberechnungen sowie detaillierte Einsteigerinformationen zu allen wichtigen Produkttypen.
27
aktienstrategie
DAX trotz
Euroschuldenkrise
auf Rekordkurs
andreas hürkamp, Leiter Aktienmarktstrategie (CM Research)
Rückschläge in der Euroschuldenkrise wie der
­Wahlausgang in Italien werden den DAX wahrscheinlich regelmäßig im Börsenjahr 2013
­ausbremsen. Dennoch sehen wir gute Chancen,
dass der DAX im Jahresverlauf Richtung
8.500 Punkte steigen wird, da sich das
­Wirtschaftswachstum außerhalb des
­Euroraums ­deutlich beleben sollte.
Seit Mitte 2011 zeigt der DAX einen Gleichlauf mit
dem Bondmarkt in Italien (Grafik 1). Die Kursreaktion
am Tag nach der Wahl in Italien zeigte, dass der DAX
weiterhin auch ein politisch getriebener Index ist:
Der DAX korrigierte um 2,3 Prozent, während die
Rendite für zehnjährige italienische Anleihen um
40 Basispunkte auf 4,9 Prozent stieg.
Neben der anhaltenden politischen Unsicherheit
verweisen Pessimisten an den Aktienmärkten auf die
politische Börsen
DAX-Gewinnerwartungen für 2013 und 2014, in Indexpunkten
9.000
4,0
8.000
5,0
7.000
6,0
6.000
7,0
5.000
8,0
4.000
9,0
Jan 08
3.000
Jan 09
Jan 10
Jan 11
Bondrendite Italien 10 Jahre, links
Jan 12
DAX, rechts
Jan 13
Stand: 11. März 2013; Quelle: Datastream, Commerzbank Research
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
28
Die Bären an den Aktienmärkten verweisen auf das
Börsenjahr 2011, als die Euroschuldenkrise und fal­
lende Gewinnerwartungen eine scharfe DAX-Korrek­
tur ausgelöst haben. Wir halten 2013 einen solchen
Rückschlag für unwahrscheinlich. Im Gegensatz zu
Grafik 2: DAX-Gewinnerwartungen fallen weiter
Grafik 1: Italienische Bondrendite beeinflusst den DAX
DAX und Bondrendite Italien, 10 Jahre, in Prozent (inverse Darstellung)
3,0
weiter fallenden DAX-Gewinnerwartungen, nachdem
DAX-Globalisierungsgewinner wie BASF, Lanxess,
SAP und Volkswagen vorsichtige Gewinnausblicke
gegeben haben (Grafik 2).
850
800
750
700
650
Jan 12
Apr 12
2013
Jul 12
Okt 12
2014
Stand: 11. März 2013; Quelle: I/B/E/S, Commerzbank Research
Jan 13
aktienstrategie
2011 erwarten wir, dass sich dank der weltweit wie­
der expansiven Geldpolitik die Frühindikatoren für
die USA, für Asien und für Lateinamerika von der
anhaltend schwachen Entwicklung in Italien, Frank­
reich und Spanien abkoppeln können. Schwächere
Tage sind unserer Meinung nach daher auch in den
kommenden Monaten Nachkaufgelegenheiten in den
Sektoren Auto, Chemie und Industrie, da gerade jene
Sektoren im Jahresverlauf von der von uns erwarte­
ten Erholung der Weltwirtschaft profitieren sollten.
Zudem sind robuste bzw. steigende Dividenden in
diesen Sektoren der Grund, warum die DAX-Unter­
nehmen trotz Euroschuldenkrise für das Geschäfts­
jahr 2012 mit 27,7 Milliarden Euro wahrscheinlich
insgesamt eine höhere Dividendensumme ausschüt­
ten werden als für das Geschäftsjahr 2011, als 27,5
Milliarden Euro ausgeschüttet wurden.
Alles in allem sehen wir daher weiterhin gute Chan­
cen für neue DAX-Rekordhochs im Jahresverlauf,
auch wenn die Euroschuldenkrise weiter regelmäßig
für Rückschläge sorgen könnte: In Italien lassen
durchgreifende Arbeitsmarktreformen auf sich war­
ten, Spanien könnte 2013 erneut den Zielwert für das
Budgetdefizit verfehlen, und Deutschlands größter
Exportmarkt Frankreich könnte 2013 stagnieren.
Tabelle 1: Dividendensumme der DAX-Unternehmen steigt wahrscheinlich von 27,5 auf 27,7 Milliarden Euro
HVTermin
2013
18.01. ThyssenKrupp
Preis
Dividende für das Geschäftsjahr in Euro
in Euro
2004 2005 2006 2007 2008 2009
17,0
0,60
0,80
1,00
1,30
1,30
Rendite Anzahl
Dividendenin %
Aktien im
summe in
2010 2011
2012
DAX in Mio. Mio. Euro
0,30 0,45
0,45
0,00
0,00
514
0
23.01.
Siemens
82,0
1,25
1,35
1,45
1,60
1,60
1,60
2,70
3,00
3,00
3,66
881
2.531
28.02.
Infineon
6,5
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,10
0,12
0,12
1,83
1.081
20130
10.04.
Daimler
46,5
1,50
1,50
1,50
2,00
0,60
0,00
1,85
2,20
2,20
4,73
1.068
2.349
15.04.
Henkel Vz.
70,3
0,43
0,45
0,50
0,53
0,53
0,53
0,72
0,80
0,95
1,35
178
169
18.04.
Beiersdorf
67,7
0,53
0,57
0,60
0,70
0,90
0,70
0,70
0,70
0,70
1,03
252
176
18.04.
RWE
28,5
1,50
1,75
3,50
3,15
4,50
3,50
3,50
2,00
2,00
7,03
576
1.110
25.04.
Münchener Rück
143,5
2,00
3,10
4,50
5,50
5,50
5,75
6,25
6,25
7,00
4,88
179
1.255
168,5
1,11
1,21
1,31
1,86
1,99
1,66
2,26
3,06
3,56
2,11
170
606
73,5
0,85
1,00
1,50
1,95
1,95
1,70
2,20
2,50
2,60
3,54
918
2.388
25.04.
Volkswagen Vz.
26.04.
BASF
26.04.
Bayer
78,2
0,55
0,95
1,00
1,35
1,40
1,40
1,50
1,65
1,90
2,43
827
1.571
26.04.
Merck
109,1
1,00
0,85
1,05
3,20
1,50
1,00
1,25
1,50
1,70
1,56
65
110
03.05.
E.ON
2.013,0
0,75
0,92
1,12
1,37
1,50
1,50
1,50
1,00
1,10
8,44
2.001
2.201
07.05.
Allianz
109,0
1,75
2,00
3,80
5,50
3,50
4,10
4,50
4,50
4,50
4,13
456
2.052
07.05.
Lufthansa
15,5
0,30
0,50
0,70
1,25
0,70
0,00
0,60
0,25
0,00
0,00
460
0
08.05.
adidas
71,7
0,33
0,33
0,42
0,50
0,50
0,35
0,80
1,00
1,35
1,88
209
282
08.05.
HeidelbergCement
53,8
0,55
1,15
1,25
1,30
0,12
0,12
0,25
0,35
0,40
0,74
188
75
14.05.
BMW
71,6
0,62
0,64
0,70
1,06
0,30
0,30
1,30
2,30
2,50
3,49
602
1.505
14.05.
K+S
35,5
0,33
0,45
0,50
0,50
2,40
0,20
1,00
1,30
1,35
3,81
191
258
15.05.
Continental
93,9
0,77
0,97
1,94
1,94
0,00
0,00
0,00
1,50
2,25
2,40
200
450
49,2
0,35
1,05
1,70
2,10
2,10
2,10
2,10 2,30/1,00
2,10
4,27
193
405
8,3
0,62
0,72
0,72
0,78
0,78
0,78
0,70
0,70
0,70
8,45
4.321
3.011
0,37
0,41
0,47
0,54
0,58
0,61
0,65
0,69
0,75
1,43
303
227
158
15.05.
Deutsche Börse
16.05.
Deutsche Telekom
16.05.
Fresenius Medical Care
52,3
17.05.
Fresenius
95,7
0,45
0,49
0,57
0,66
0,70
0,75
0,86
0,95
1,10
1,15
144
22.05.
Commerzbank
1,4
0,25
0,50
0,75
1,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
5.830
0
23.05.
Deutsche Bank
34,0
1,70
2,50
4,00
4,50
0,50
0,75
0,75
0,75
0,75
2,21
930
697
23.05.
Lanxess
66,9
0,00
0,00
0,25
1,00
0,50
0,50
0,70
0,85
1,00
1,49
83
83
29.05.
Deutsche Post
29.05.
Linde
04.06.
SAP
17,8
0,50
0,70
0,75
0,90
0,60
0,60
0,65
0,70
0,70
3,92
1.209
846
140,6
1,19
1,34
1,50
1,70
1,80
1,80
2,20
2,50
2,70
1,92
185
500
63,4
0,28
0,36
0,46
0,50
0,50
0,50
0,60 0,75/0,35
0,85
1,34
1.229
1.021
2011
2012
26.169
Ausschüttung im DAX in Mio. Euro
26.186
+ BMW Vz., Fresenius Medical Care Vz., Henkel, RWE Vz., Volkswagen
1.308
1.488
Gesamtausschüttung in Mio. Euro
27.494
27.657
Stand: 6. März 2013; Quelle: Commerzbank Research; rot: bis 11. März angekündigte Dividenden
29
WähRunGSStRateGie
Osteuropäische
Währungen –
Im Windschatten
der deutschen
Konjunktur
caRolin hecht, FX Strategy Research
Allen krisenbedingten Rückschlägen
zum Trotz besitzen die osteuropäischen
Währungen Aufwertungspotenzial. Mit der
Erholung in Deutschland und der Eurozone dürften auch die Volkswirtschaften
in Osteuropa die konjunkturelle Talsohle
überwinden – und das schneller, als viele
momentan erwarten. Die Aussicht auf
positive Wachstums- und Zinsdifferenzen
spielt den osteuropäischen Währungen
mittelfristig in die Karten. Langfristig birgt
die weitere Konvergenz zum Euroraum
Aufwertungspotenzial.
Der Beginn der Staatsschuldenkrise in der Eurozone
hat 2010 verhindert, dass die CE3­Währungen unga­
rischer Forint, polnischer Zloty und tschechische
Krone ihre Erholung nach der globalen Finanzmarkt­
krise 2008/2009 fortsetzen konnten (siehe Grafik 2).
Der Einbruch der Konjunktur, die expansive Geld­
politik und der Anstieg der globalen Risikoaversion
haben eine Erholung auf Vorkrisenniveaus bisher
verhindert (siehe Grafik 3). Da diese Belastungsfakto­
ren in naher Zukunft wegfallen dürften, besteht für
die Währungen mittelfristig Aufwertungspotenzial.
Grafik 1: Der Ifo-Index signalisiert: Das Wachstum in Osteuropa
steht kurz vor der Wende
Ifo-Index, Industrieproduktion CE3 (Ungarn, Polen, Tschechische Republik),
gleitender 3-Monats-Durchschnitt, monatlich
116
15
112
10
108
5
104
0
100
–5
96
–10
92
Ifo-Index
CE3-Industrieproduktion
88
84
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
–15
–20
Stand: 11. März 2013; Quelle: Global Insight, Bloomberg, Commerzbank Research
30
ifo­index signalisiert trendwende für wachstum
und Geldpolitik
Die jüngste Trendwende beim deutschen Ifo­Index
steht im Zentrum unserer optimistischen Sicht auf
die osteuropäischen Währungen. Grafik 1 verdeut­
licht den beeindruckenden Gleichlauf des deutschen
Geschäftsklimaindex mit der Industrieproduktion in
Ungarn, Polen und Tschechien. In seiner Eigenschaft
als Frühindikator ist das Signal des Ifo­Index der
vergangenen Woche eindeutig: Auch die osteuro­
päischen Länder stehen dank der kräftigen Konjunk­
turerholung im Hauptexportmarkt Deutschland vor
dem konjunkturellen Wendepunkt: die einen mehr
(Ungarn, Tschechien), die anderen weniger (Polen).
Spätestens in der zweiten Hälfte dieses Jahres dürfte
die konjunkturelle Stimmung in Osteuropa damit
währungsstrategie
wieder ins Positive drehen. Vor allem
die ungarischen und tschechischen BIPWachstumsraten dürften dieses Jahr mit
respektive 1,1 Prozent und 0,8 Prozent
nach oben überraschen. 2014 dürften
die CE3-Volkswirtschaften dank einer
Erholung der globalen Nachfrage stärker
wachsen als die Eurozone.
Ganz im Gegensatz zur EZB verfügen die
osteuropäischen Zentralbanken über den
nötigen geldpolitischen Handlungsspiel­
raum, um auf derartige konjunkturelle
Trendwenden zu reagieren. Die Andro­
hung der tschechischen Zentralbank,
gegen eine zu starke Aufwertung der
Krone vorzugehen, dürfte mit einem An­
ziehen der Wirtschaftsindikatoren wegfal­
len. Die vergangenes Jahr eingeleiteten
Zinssenkungszyklen dürften bald enden
(Ungarn) oder haben bereits ein Ende
gefunden (Polen). Mögliche unkonventio­
nelle geldpolitische Lockerungsmaßnah­
men seitens des neuen ungarischen Zent­
ralbankpräsidenten könnten dem Forint
kurzfristig noch stark zusetzen. Im Laufe
des Jahres dürfte der Belastungsfaktor
einer expansiveren Geldpolitik für die
osteuropäischen Währungen jedoch an
Bedeutung verlieren, sobald sich der bes­
sere konjunkturelle Ausblick durchsetzt.
Stattdessen stehen im kommenden Jahr
Zinserhöhungen ins Haus, die die positive
Zinsdifferenz zum Euroraum (wieder)
ausbauen dürften (siehe Grafik 4).
Stand: 11. März 2013;
Quelle: Bloomberg L.P., Commerzbank Research
Stand: 11. März 2013
Quelle: Bloomberg, Commerzbank Research
Rückgang der Risikoprämien
­entscheidend
Dank der Ankündigung der EZB, gege­
benenfalls unlimitiert Staatsanleihen der
Peripherieländer zu kaufen, und dem
daraus folgenden Abebben der Staats­
schuldenkrise sind die Risikoprämien
auf osteuropäische Währungen deutlich
gesunken und die Wechselkursvolatilität
ist gefallen (siehe Grafik 5). Das macht die
Währungen gerade für Investoren wieder
attraktiv, die mittels ihrer Investitionen
den Zinsvorteil einer Hochzinswährung
gegenüber einer Niedrigzinswährung
einstreichen wollen, die sogenannten
»Carry Trader«. Denn je niedriger die
Volatilität, desto niedriger das Risiko,
dass Wechselkursschwankungen den
Zinsvorteil zunichtemachen. Kurzfristig
stellt das Wahlpatt in Italien in dieser
Hinsicht einen Rückschlag dar. Solange
der schwierige Regierungsbildungspro­
zess nicht abgeschlossen und der Risiko­
appetit der Anleger gezügelt ist, dürfte
das Aufwertungspotenzial der osteuropäi­
schen Währungen kurzfristig begrenzt
sein. Da wir jedoch davon ausgehen, dass
die Staatsschuldenkrise in der Eurozone
nicht wieder eskaliert, dürften vor allem
die Hochzinswährungen ungarischer
F­orint und polnischer Zloty von einer
Stabilisierung der Situation in der Euro­
zone profitieren.
Grafik 4: Die geldpolitische Lockerung
dürfte bald ein Ende finden
Grafik 6: Noch besteht weiterer Nachholbedarf beim Preisniveau
Grafik 7: Osteuropäische Währungen haben
Aufwertungspotenzial gegenüber dem Euro
Grafik 2: Erholung der Währungen pausiert
Tägliche Wertentwicklung der Kassakurse gegenüber
Euro, indexiert, 100 = 1. Januar 2007
130
Griechenland-Bailout
120
110
100
90
80
70
60
2007 2008
HUF
2009
PLN
2010 2011
CZK
2012
Stand: 11. März 2013;
Quelle: Bloomberg L.P., Commerzbank Research
Grafik 3: Verluste noch nicht wieder
aufgeholt
2013
Grafik 5: Der Rückgang der Volatilität macht
Forint und Zloty attraktiver für Carry Trader
Maximale Abwertung während der Finanzkrise
Juli 2008 bis Februar 2009; bisherige Erholung
6-Monats-Volatilität Kassakurse, indexiert,
100 = 1. Januar 2010, täglich
in Prozent
60
180
50
140
40
120
30
100
20
80
10
60
0
160
HUF
PLN
Max. Abwertung
CZK
40
Apr 10
Bisherige Erholung
Leitzins in Prozent, Prognose ab März 2013
8
7
Okt 10
EUR/HUF
Apr 11
Okt 11
Apr 12
EUR/PLN
Okt 12
EUR/CZK
Preisniveauindex (Kaufkraftparität/nominaler
Wechselkurs) in Prozent, Euroraum = 100
Aufwertungserwartung gegenüber Euro bis Ende 2014
gemäß Commerzbank-Prognose in Prozent
100
9
8
90
6
7
5
80
4
70
5
60
4
3
2
1
50
0
2010
40
2011
Ungarn
Polen
2012
2013
2014
Tschechische Republik
Euroraum
Stand: 11. März 2013;
Quelle: Bloomberg L.P., Commerzbank Research
6
3
2
2000
2002
Ungarn
Polen
2004
2006
2008
2010
Tschechische Republik
Euroraum
Stand: 11. März 2013; Quelle: Eurostat
1
0
PLN
HUF
CZK
Stand: 11. März 2013; Quelle: Commerzbank Research
Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für die
künftige Wertentwicklung.
31
währungsstrategie
Langfristig: Euro-Beitritt ist aufge­
­Nachholbedarf. In Tschechien und Polen
schoben, aber nicht aufgehoben
wurden in den vergangenen Jahren Fort­
Auch wenn die Staatsschuldenkrise in der
schritte erzielt (siehe Tabelle). Sofern
Eurozone die Bereitschaft der osteuropäi­
sich die Lage in der Eurozone weiter sta­
schen Länder, dem Euroraum beizutreten, bilisiert, dürfte auch der Widerstand der
zuletzt deutlich ge­
Regierungen abebben.
schmälert hat, ist lang­
»Langfristig ist mit einem Die erwartete Besserung
fristig dennoch mit
der konjunkturellen Lage
Beitritt der CE3-Länder
­einem Beitritt der CE3dürfte zudem die Erfül­
zu rechnen.«
Länder zu rechnen,
lung der Konvergenz­kri­
wenn die Konvergenz­
terien erleichtern. Damit
kriterien erfüllt sind. Dazu haben sich
sollte ein Beitritt zum Wechselkursmecha­
die Länder mit ihrem EU-Beitritt 2004
nismus II innerhalb der kommenden fünf
vertraglich verpflichtet. Im Gegensatz zu
bis zehn Jahre möglich werden, was für
Dänemark und Großbritannien haben sie
eine Fortsetzung der Dynamik des lang­
nicht das Recht, sich dem Euro-Beitritt
fristigen ökonomischen Konvergenz­
zu verwehren. Bezüglich der Konvergenz­
prozesses der CE3-Länder zur Eurozone
kriterien hat vor allem Ungarn noch
und damit einer weiteren nominalen
Konvergenzkriterien (in Prozent)
Jahr
Maastricht-Kriterium
bzw. Rereferenzwert**
Budget­
defizit
Staatsver- Inflation
schuldung
Langfristige Teilnahme
Zinsen
am WKM II
–3,0
60,0
2,8
5,7
Ungarn
2012
–2,4*
78,6*
5,4
7,6 Nein
Polen
2012
–3,5*
55,8*
3,5
4,9 Nein
Tschechien
2012
–5,2*
45,5*
3,4
2,7 Nein
* Winterprognose der Europäischen Kommission; **Aktuelle Referenzwerte (Februar 2012 bis Januar 2013)
berechnet gemäß Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union und Anwendung durch EZB
Quelle: Europäische Kommission, EZB, Commerzbank Research
Konvergenz zum Euroraum begründet langfristig nominale Aufwertung
Da der Aufholprozess der osteuropäischen Volkswirtschaften zu den
Indus­trieländern der EU in der Regel mit höheren Produktivitätszuwächsen
einhergeht, stehen die Preise in den jeweiligen Ländern tendenziell unter
Aufwärtsdruck. Gleichzeitig lässt ein Beitritt zur Eurozone erwarten, dass
sich das Preisniveau der Beitrittsländer dem der Eurozone graduell anpasst.
Wie Grafik 6 verdeutlicht, bestehen zwischen den CE3-Ländern und der
Eurozone noch immer erhebliche Unterschiede in den Preis­niveaus.
Die Anpassung dieser Preisniveauunterschiede könnte entweder über
1) Inflation oder
2) eine Aufwertung der heimischen Währung vonstattengehen.
Da die Preisstabilität eines der Konvergenzkriterien für den Euro-Beitritt
ist, ist die Anpassungsfähigkeit über eine höhere Inflationsrate gekappt
bzw. würde nur quälend langsam vonstattengehen.
Alternativ lässt sich die Anpassung des Preisniveaus jedoch auch über eine
nominale Aufwertung der heimischen Währung erzielen – ein wesentlicher
unterliegender Treiber für eine weitere reale und nominale Aufwertung der
osteuropäischen Währungen.
32
­ ufwertung der osteuropäischen Wäh­
A
rungen gegenüber dem Euro spricht
(siehe Infobox).
Fazit: Osteuropäische Währungen
­sollten ­mittel- bis langfristig aufwerten
Die osteuropäischen Währungen verfügen
trotz der krisenbedingten Rückschläge
der vergangenen Jahre über Aufwertungs­
potenzial. Die Wende beim deutschen
Ifo-Index signalisiert einen positiven
­Stimmungsumschwung für die osteuropä­
ischen Volkswirtschaften. Die Lockerung
der Geldpolitik dürfte im Laufe dieses
Jahres als Belastungsfaktor an Bedeutung
verlieren. Gegenüber dem Euroraum dürf­
ten die Volkswirtschaften bis 2014 eine
positive Wachstums- und Zinsdifferenz
aufbauen. Damit sollte der langfristig
unterliegende Aufwertungstrend im Zuge
des Konvergenzprozesses zum Euroraum
wieder durchschlagen.
Ein erneuter Anstieg in der Risikoaversion
stellt das größte Risikoszenario für unsere
Prognose dar. Kurzfristig könnten extrem
unkonventionelle geldpolitische Maßnah­
men zusätzlich zu den bisher ergriffenen
Maßnahmen die Aufwertung der Währun­
gen verzögern.
ideasTV
Commerzbank Aktientrend Deutschland –
Neue Kaufsignale,
neues Allzeithoch!
Jürgen band
Die Börsianer in den USA und in Europa
haben sich allem Anschein nach entschie­
den. Die lange Zeit als äußerst bedrohlich
eingeschätzte US-Haushaltsklippe wird
lediglich als eine sanft geschwungene
Bodenwelle wahrgenommen. Selbst das
unbefriedigende Wahlpatt in Italien ver­
unsicherte den Kapitalmarkt nur so lange,
wie es dauert, ein gutes Glas Chianti zu
trinken. Angesichts der positiven Grund­
haltung an den Börsen schloss der Dow
Jones Industrial Average am 5. März auf
einem neuen Rekordhoch. Drei Tage nach
dem wichtigsten US-Aktienindex kletterte
der DAX erstmals seit dem 2. Januar 2008
wieder über die Marke von 8.000 Index­
punkten.
Warum es 2013 anders kommen könnte
Wer nur auf die Kursmarken schaut, den
erinnert das aktuelle Szenario stark an
den März 2000 und den Juli 2007, als die
Aktienkurse nach kräftigen Kursgewinnen
für viele Jahre den Rückwärtsgang ein­
legten. Warum es 2013 anders kommen
könnte? Kapitalmarktexperten verweisen
vor allem auf die Politik des billigen Gel­
des der großen Notenbanken, die gleich­
zeitig zu extrem niedrigen Renditen an
den Anleihemärkten führt. Nach Ansicht
von Volkswirten fehlen zur Anlageklasse
Aktien selbst auf längere Sicht schlicht
die geeigneten Alternativen.
Commerzbank Aktientrend Deutschland
(ETF 1CB)
Wer nicht bereit ist, das zweifelsohne
selbst zu besten Börsenphasen vorhan­
dene Aktienmarktrisiko in vollem Umfang
mitzutragen, dem bietet der Commerz­
bank Aktientrend Deutschland (ETF 1CB)
eine interessante Anlagealternative. Je
nach Marktlage wird im Fonds auf Basis
der technischen Analyse zwischen chan­
cenreichen Aktien
und sicheren
­Geldmarkt-ETFs
(Exchange Traded
Funds) umge­
schichtet. Je nach
identifiziertem
Trend kann der
Fonds vollständig
aus ETFs bestehen,
die Aktienindizes
wie den DAX,
MDAX oder den
Stand: 12. März 2013; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
TecDAX abbilden.
Frühere Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für die
Dieser Anteil spie­
künftige Wertentwicklung.
gelt im Fonds die
der Basiswerte wurde fortgesetzt, indem
Aktienquote wider. In unsicheren
beispielsweise am 11. März die Position
­Bör­senphasen wird das Anlagekapital
im MDAX-ETF (593 392) reduziert und
in ­geldmarktnahen Produkten oder
ebenfalls in den DAX-ETF (ETF L01)
als Kasseposition gehalten.
­umgeschichtet wurde. Die technische
Analyse lieferte zu diesem Zeitpunkt
TecDAX hängt DAX ab
­Signale, die darauf schließen ließen, dass
In diesem Zusammenhang setzte der
der MDAX langsam seine Relative Stärke
TecDAX die mittelfristige Relative Stärke
gegenüber dem DAX verliert. Im Zuge der
gegenüber dem DAX fort und markierte
Umschichtung verringerte sich der Anteil
am 25. Februar zunächst ein 21-Monatsdes MDAX von über 9 Prozent auf gut
Hoch. Als Konsequenz wurde die Position
6 Prozent, die Gewichtung des DAX legte
im TecDAX-ETF (593 397) weiter aufge­
entsprechend zu.
stockt, was sich angesichts der fortgesetzt
besseren Entwicklung des TecDAX gegen­
Exponierung nähert sich der
über dem DAX als richtig erwies. Der
­100-Prozent-Marke
Anteil des Technologie-Barometers am
Summa summarum führten die Anpas­
Gesamtportfolio lag nach der Anpassung
sungen in den vergangenen Wochen
bei rund 6 Prozent.
dazu, dass beim Commerzbank Aktien­
trend Deutschland Fonds die Exponierung
Relative Stärke des MDAX schwindet
auf den Rekordwert von 98 Prozent und
Mit dem Überwinden der 7.900-Punktedamit in die Nähe der maximal möglichen
Marke am 6. März generierte der DAX
100 Prozent angehoben wurde. Aufgrund
ein neues Kaufsignal, was einen weiteren
der getroffenen Maßnahmen sieht das
Ausbau der Position im DAX-ETF
Allokationsteam den Fonds für die zu
(ETF L01) zur Folge hatte. Das Alloka­
erwartende weitere Aufwärtsbewegung
tionsteam erhöhte zu diesem Zeitpunkt
am deutschen Aktienmarkt sehr gut
den Partizipationsgrad am Aktienmarkt
­positioniert.
(Exponierung). Das aktive Management
33
Rohstoffstrategie
Der Ölboom in Nordamerika
und die Folgen
Carsten Fritsch, CM Commodity Research
Die US-Rohölproduktion ist Anfang 2013 dank der Förderung von Schieferöl auf ein
20-Jahres-Hoch gestiegen. Auch wenn die USA in wenigen Jahren vorübergehend zum
weltgrößten Ölproduzenten werden sollten, werden sie auch weiterhin auf Ölimporte
angewiesen sein. In Kanada steigt die Ölproduktion aus Schieferöl und Ölsanden
ebenfalls deutlich. Das lokale Überangebot drückt auf die Preise für WTI und für
schweres Öl aus den kanadischen Ölsanden. Neue Pipelinekapazitäten könnten das
Angebot für den Weltmarkt verfügbar machen, falls die bestehenden Exportbeschränkungen für US-Öl gelockert werden.
Nachdem die US-Rohölproduktion im Jahr
2008 mit 5 Millionen Barrel pro Tag einen
Tiefststand erreicht hatte, verzeichneten
die USA 2012 laut US-Energiebehörde
EIA eine durchschnittliche Rohölproduk­
tion von knapp 6,5 Millionen Barrel pro
Tag. Damit lag sie gut 800.000 Barrel pro
Tag höher als im Vorjahr und auf dem
höchsten Niveau seit 1995. Ende 2012
überschritt die US-Rohölproduktion erst­
mals seit fast 20 Jahren wieder die Marke
von 7 Millionen Barrel pro Tag. Der Groß­
teil des Produktionsanstiegs im vergan­
genen Jahr war auf die Bundesstaaten
Texas und North Dakota zurückzuführen
(Grafik 1). In beiden Bundesstaaten gibt
es größere Schieferölvorkommen, welche
Aktuellen EIA-Prognosen zufolge wird
dank neuer Fördertechnologien wie
sich der durch Schieferöl getriebene
horizon­tales Bohren und hydraulische
­Anstieg der US-Rohölproduk­tion in den
Frakturierung abge­
kommenden Jahren
baut werden können
fortsetzen. Das Produk­
»Ab 2017 sollen die USA,
und somit das rasante
tionsvolumen soll dem­
Produktionswachstum begünstigt durch die Schiefer­ nach 2013 auf durch­
ölproduktion, sogar vorüber- schnittlich 7,3 Millionen
erst möglich machen.
Die Dynamik wurde
Barrel pro Tag steigen
gehend zum weltgrößten
dabei deutlich unter­
und 2014 sogar 7,8 Mil­
Ölproduzenten aufsteigen.«
schätzt. Vor einem
lionen Barrel pro Tag
Jahr ging die EIA
erreichen, was dem
noch davon aus, dass die US-Rohölpro­
höchsten Produktionsniveau seit dem Jahr
duktion bis 2020 auf 6,7 Millionen Barrel
1988 entsprechen würde. Zwar hat die
pro Tag steigen wird. Dieses Niveau ist
EIA Ende letzten Jahres auch ihre Produk­
bereits jetzt überschritten.
tionsschätzung für 2019 auf 7,5 Millionen
Grafik 1: US-Ölproduktion steigt dank Schieferölförderung in Texas und North Dakota
Grafik 2: Erfolge bei Schieferöl lassen
US-Rohölproduktion bis 2020 kräftig steigen
Grafik 3: US-Importabhängigkeit bei Rohöl
geht zurück
in Millionen Barrel pro Tag
3,0
7,5
in Millionen Barrel pro Tag
8
Anteil der Importe am US-Ölverbrauch in Prozent
70
7,0
7
6,5
6
6,0
5
5,5
4
5,0
3
4,5
2
2,5
2,0
1,5
1,0
0,5
60
Schieferöl und Öl aus anderen
dichten Gesteinsschichten
40
Übrige Produktion Festland
30
20
Förderung vor der Küste
4,0
1
3,5
0,0
1992
1996
2000
2004
2008
2012
North Dakota, links
Texas, links
USA, rechts
0
1990
Stand: Dezember 2012; Quelle: EIA,
Commerzbank Corporates & Markets
Stand: Dezember 2012; Quelle: EIA,
Commerzbank Corporates & Markets
34
50
2000
2010
2020
2030
Prognose
10
Alaska
2040
0
1980
1988
1996
2004
2012
2020
Stand: Dezember 2012; Quelle: EIA, Commerzbank
Corporates & Markets. Prognosen sind kein zuverlässiger Indikator für die künftige Wertentwicklung.
RohStoffStRateGie
Barrel pro Tag angehoben (Grafik 2).
Angesichts des inzwischen für 2013 und
2014 erwarteten Produktionsniveaus
erscheint diese Schätzung aber schon
wieder zu niedrig, sodass eine nochma­
lige Aufwärtsrevision zu erwarten ist. Ab
2017 sollen die USA, begünstigt durch
die Schieferölproduktion, sogar vorüber­
gehend zum weltgrößten Ölproduzenten
aufsteigen. Selbst zum Höhepunkt der
Schieferölproduktion im Jahr 2019 wer­
den die USA laut EIA aber noch immer
6,8 Millionen Barrel Rohöl pro Tag impor­
tieren müssen. Das entspricht 34 Prozent
des erwarteten Bedarfs und nahezu dem
Niveau der derzeitigen US­Rohölproduk­
tion (Grafik 3). Vorhersagen einiger Markt­
beobachter, wonach die USA in wenigen
Jahren weitgehend unabhängig von aus­
ländischem Öl würden, sind daher nicht
zutreffend.
Der Boom bei Schieferöl hat zu einem
Anstieg der Rohölbestände vor Ort ge­
führt. Die Rohölvorräte in Cushing er­
reichten Mitte Januar ein Rekordniveau
von knapp 52 Millionen Barrel. Die ge­
samten US­Rohölvorräte liegen aktuell
auf dem höchsten Niveau zu dieser Jahres­
zeit seit mehr als 30 Jahren. Das dadurch
dokumentierte Überangebot drückt auf
den WTI­Preis. Dieser notiert derzeit mit
einem Abschlag von ca. 20 US­Dollar
je Barrel gegenüber Brent und anderen
seewärtig gehandelten Ölsorten (Grafik 4).
Dank neuer Pipelinekapazitäten wird es
ab Jahresende möglich sein, hinreichend
Rohöl von Cushing an die US­Golfküste
zu transportieren. Zu nennen sind hier
insbesondere die erweiterte Seaway­Pipe­
line und der derzeit im Bau befindliche
Südabschnitt der Keystone­XL­Pipeline.
Aufgrund von gesetzlichen Vorschriften
darf dieses Öl allerdings nicht oder
nur eingeschränkt exportiert werden.
Das lokale Überangebot ließe sich zwar
auch dadurch abbauen, indem die Raffi­
nerien das Öl verarbeiten und die fertigen
Grafik 4: Lokales Überangebot drückt
Preise für WTI und kanadisches Rohöl
Grafik 5: Ölproduktion in Alberta steigt
deutlich dank Fördererfolgen bei Ölsanden
Grafik 6: US-Rohölimporte bereits deutlich
gesunken
in US-Dollar je Barrel
140
120
in Millionen Barrel pro Tag
in Millionen Barrel pro Tag
5
12
4
10
100
8
3
80
6
60
2
40
1
20
Jan 09
Jan 10
Jan 11
Western Canada Select
Jan 12
WTI
Stand: 11. März 2013; Quelle: Bloomberg,
Commerzbank Corporates & Markets
Jan 13
Brent
0
52-Wochen-Durchschnitt
4
2
2003
2007
Konventionell
2011
2015
2019
0
1991 1994 1997 2000 2003 2006 2009 2012
Ölsande
Stand: Juni 2012; Quelle: ERCB,
Commerzbank Corporates & Markets
Stand: 1. März 2013; Quelle: EIA, Bloomberg,
Commerzbank Corporates & Markets
35
Rohstoffstrategie
Ölprodukte exportieren, was gesetzlich
erlaubt ist. Die meisten Raffinerien an
der US-Golfküste sind allerdings auf die
Verarbeitung von schwerem Öl speziali­
siert und dürften das leichte Schieferöl
aus dem Mittleren Westen daher wenn
überhaupt nur eingeschränkt nachfragen.
Somit droht ohne die Möglichkeit von
Exporten lediglich eine Verlagerung des
Überangebots an die US-Golfküste. Nach
der Fertigstellung der Keystone-XL-Pipe­
line dürfte daher der Druck auf die USRegierung zunehmen, die seit der Ölkrise
Ende der Siebzigerjahre bestehenden
Exportbeschränkungen zu lockern.
Die Chefin der Internationalen Energie­
agentur (IEA) hat kürzlich den USA emp­
fohlen, den Export von Rohöl zu erlauben.
Nach Ansicht der IEA-Chefin stehen die
USA vor der Entscheidung, entweder das
Rohöl zu exportieren oder das Schieferöl
im Erdboden zu belassen. Industrieschät­
zungen zufolge liegen die Förderkosten
bei Schieferöl in den USA zwischen 50
und 80 US-Dollar je Barrel. Fällt der zu
erzielende Ölpreis unter dieses Niveau, ist
mit einer Einschränkung der Produktion
zu rechnen. Dann wären auch die oben
genannten optimistischen Produktions­
schätzungen Makulatur. Aufgrund des
starken Rückgangs der Ölproduktion pro
Bohrloch von 70 bis 90 Prozent im ersten
36
Jahr nach der Produktionsaufnahme
erreichte die kanadische Schieferölpro­
­müssen hin­reichend neue Bohrlöcher in
duktion 190.000 Barrel pro Tag. Die IEA
Betrieb ­genommen werden, um diesen
prognostiziert einen weiteren Produkti­
Rückgang auszugleichen und die Produk­
onsanstieg auf über 500.000 Barrel pro
tion darüber hinaus
Tag bis zum Jahr
zu steigern. Um das
»Die gesamten US-Rohölvorräte 2035. Der Großteil
lokale Überangebot
liegen aktuell auf dem höchsten des Anstiegs der
an leichtem Öl zu
Ölproduktion in Ka­
Niveau zu dieser Jahreszeit seit nada geht allerdings
reduzieren, sollten
mehr als 30 Jahren.«
die USA dem Chef der
von den Ölsanden
EIA zufolge US-Schie­
aus. Kanada verfügt
feröl nach Mexiko exportieren und dafür
einschließlich der nicht konventionellen
schweres mexikanisches Rohöl einführen.
Vorkommen über die drittgrößten Ölreser­
Dafür ist allerdings eine Lockerung der
ven der Welt. 97 Prozent dieser Reserven
Exportbeschränkungen nötig, welche
sind in Ölsanden gebunden. Ölsande sind
bislang nur den Export von US-Rohöl
ein natürliches Gemisch bestehend aus
mindestens gleicher Qualität erlauben.
Sand, Wasser, Ton und Bitumen. Das Öl
wird durch zwei Fördermethoden gewon­
Auch Kanada ein wichtiger Garant
nen: Tagebau und Bohrung. 20 Prozent
für den Anstieg der Ölproduktion in
der Vorkommen sind nahe genug an der
Nordamerika
Erdoberfläche, um über Tage abgebaut
Die vielbeachtete These der IEA, dass der
zu werden. Die r­ estlichen 80 Prozent der
nordamerikanische Kontinent inklusive
Vorkommen müs­sen durch Bohrungen
Mexiko 2030 zum Netto-Exporteur von
zutage gefördert werden.
Öl werden könnte, ist nicht allein auf den
Schieferölboom in den USA zurückzu­
In den letzten 30 Jahren hat sich die kana­
führen. Als zweiter wesentlicher Treiber
dische Ölproduktion auf aktuell ca. 3,2
kommt eine steigende Ölproduktion in
Millionen Barrel pro Tag mehr als verdop­
Kanada hinzu. Dies ist unter anderem auf
pelt. Der Anstieg war dabei größtenteils
eine steigende Schieferölproduktion in
auf die Ausweitung der Ölsandproduktion
den Provinzen Manitoba und Saskatche­
zurückzuführen. In Kanadas wichtigster
wan zurückzuführen, in welche sich Teile
Ölprovinz Alberta, auf die rund 80 Prozent
der Bakken-Formation erstrecken. 2011
der landesweiten Ölproduktion entfallen,
Rohstoffstrategie
könnten. Die Entscheidung der US-­
hat sich die Ölsandproduktion binnen der
Regierung zur Genehmigung des Nord­
letzten zehn Jahre auf rund 2 Millionen
abschnitts, welcher Alberta mit dem
Barrel pro Tag verdoppelt (Grafik 5). Die
­Lagerort in Cushing verbinden soll, steht
Entwicklung dürfte sich in den kommen­
noch aus. Der US-Bundesstaat Nebraska,
den Jahren beschleunigt fortsetzen. Den
welcher das Projekt aufgrund von Um­
Prognosen der Vereinigung der Ölprodu­
weltbedenken lange Zeit blockierte, hat
zenten in Kanada (CAPP) zufolge steigt
dem Bau bereits z­ ugestimmt. Im Falle
die Ölsandproduktion auf 4,2 Millionen
Barrel pro Tag im Jahr 2025 und 5,0 Milli­ eines baldigen Baubeginns rechnet der
Pipelinebetreiber TransCanada mit einer
onen Barrel pro Tag in 2030. Der Anteil
Inbetriebnahme der Pipeline im Jahr
der Ölsande an der gesamten Ölproduk­
2015. Dann würden die kanadischen
tion in Kanada soll 2030 einen Anteil von
­Ölsandvorkommen für die Raffinerien
über 80 Prozent erreichen, verglichen mit
53 Prozent im Jahr 2011. Die Ölsandförde­ an der US-Golfküste verfügbar sein und
rung in Kanada ist ab Ölpreisen von 45 bis die USA könnten nach einer Lockerung
70 US-Dollar je Barrel rentabel. Der Preis der Exportbeschränkungen im Gegenzug
das überschüssige
für schweres kanadi­
sches Öl der Marke
»In den letzten 30 Jahren hat ­US-Schieferöl via Golf
von Mexiko exportie­
Western Canada Select
sich die kanadische Ölproduk- ren. Ohne die Keystonebewegt sich seit Mitte
XL-Pipeline drohen die
Oktober in dieser Span­ tion mehr als verdoppelt.«
kanadischen Ölpreise
ne. Zeitweise war kana­
auf ein noch niedrigeres Niveau abzusin­
disches Rohöl bis zu 40 US-Dollar je Bar­
ken und die Ölsandproduktion teilweise
rel billiger als WTI und mehr als 60 USDollar je Barrel billiger als Brent (Grafik 4). nicht mehr rentabel zu sein. In diesem
Falle könnte sich Kanada nach alternati­
Der Grund hierfür liegt in mangelnden
ven Absatzmärkten im asiatisch-pazifi­
Pipelinekapazitäten, um das steigende
schen Raum umsehen. Die USA werden
Angebot von Alberta abzutransportieren.
dies unseres Erachtens kaum riskieren
wollen. Mit Exporten von durchschnittlich
Abhilfe könnte die Keystone-XL-Pipeline
2,4 Millionen Barrel pro Tag war Kanada
schaffen, durch welche 700.000 Barrel
im vergangenen Jahr der wichtigste Öl­
Rohöl pro Tag von Alberta via Cushing
lieferant der USA.
an die US-Golfküste transportiert werden
Die geschilderten Entwicklungen auf dem
nordamerikanischen Ölmarkt haben auch
Auswirkungen auf den Weltmarkt. Bereits
jetzt importieren die USA ca. 2 Millionen
Barrel pro Tag weniger Rohöl als vor fünf
Jahren (Grafik 6). Das frei werdende An­
gebot drängt auf andere Absatzmärkte
und wirkt dort somit preisdämpfend. In
der Folge ist der Brentölpreis trotz niedri­
ger freier Förderkapazitäten und zahlrei­
cher Angebotsrisiken in den vergangenen
Jahren nicht stärker gestiegen. Den
­Prognosen der EIA zufolge könnten die
US-Ölimporte in den kommenden sieben
Jahren um weitere 1,5 Millionen Barrel
pro Tag zurückgehen. Der preisdämpfen­
de Effekt dürfte daher anhalten. Dies gilt
insbesondere für den Fall, dass die USA
den Export von Rohöl erlauben sollten
bzw. das kanadische Öl direkt oder in
verarbeiteter Form auf den Weltmarkt
gelangt. Mit fallenden Ölpreisen rechnen
wir infolge der Angebots­ausweitung in
Nordamerika allerdings nicht. Zum einen
dürfte die wachsende Nachfrage in den
asiatischen Schwellenländern das zusätz­
liche Angebot absorbieren. Zum anderen
darf nicht vergessen werden, dass bei
niedrigeren Ölpreisen die Schieferöl- und
Ölsandproduktion weniger rentabel ist,
sodass in diesem Fall mit einem geringe­
ren Produktions­anstieg zu rechnen wäre
als derzeit u
­ nterstellt.
37
PinnWanD
Mehr Geld verdienen mit
Rohstoffen – simplified
Rohstoffe sind nicht nur in unsicheren
Zeiten eine gute Alternative zu klassi­
schen Investments wie Aktien oder Anlei­
hen. Wer zudem nicht direkt in Unter­
nehmen investieren will, kann mit gutem
Gewissen in Metalle, Öl oder Seltene
Erden investieren. Rohstoffe können nicht
pleitegehen, sind unabhängig von der
Qualität des Managements und werden
mit dem steigenden Bedarf der Schwel­
lenländer langfristig knapp und damit
teurer.
der inhalt im überblick
Vaupel zeigt dem Leser, wie man von
steigenden Rohstoffpreisen profitieren
kann. Hierbei kann man aus mehreren
Investitionsmöglichkeiten am Rohstoff­
markt wählen. Zunächst einmal können
Rohstoffe in physischer Form erworben
werden. Dies ist insbesondere bei den
Edelmetallen eine praktikable Option und
bietet sich auch für einige strategische
Metalle an. Rohstoffe, die sich ideal für
die physische Lagerung eignen, sind
unter anderem Gold, Silber, Platin, Tantal,
Wismut, Chrom, Kobalt und Indium.
Eine andere Möglichkeit, an steigenden
Rohstoffpreisen zu partizipieren, sind
Zertifikate, eine »nicht« physische Form
des Investments. Seit dem Siegeszug der
Zertifikate an der Stuttgarter Börse (der
EUWAX) und der Frankfurter Zertifikate­
börse (Scoach) explodierte die Zahl der
Basiswerte. Goldoptionsscheine hatte es
schon länger gegeben, auch Erdöl war als
Basiswert bekannt. Aber jetzt kamen Edel­
metalle wie Silber, Platin und Palladium
hinzu. Es folgten die Industriemetalle:
Kupfer, Zink, Aluminium und dergleichen.
Und schließlich auch die Rohwaren. Ob
gefrorenes Orangensaftkonzentrat, Soja­
bohnen, Baumwolle oder Kakao – auf alle
diese Basiswerte kann man nun setzen.
Insgesamt ist die Zertifikateauswahl an
der EUWAX und der Scoach innerhalb
weniger Jahre gigantisch gewachsen. So
wurden dort Ende August 2012 insgesamt
(alle Basiswerte) 185.113 unterschiedliche
Bonus­Zertifikate gehandelt. Aus diesen
Gründen ist das Rohstoffuniversum an der
EUWAX und der Scoach mittlerweile sehr
gut abgedeckt und die notwendige Infra­
struktur für Privatanleger zum Investieren
in Rohstoffe ist damit vorhanden.
Im weiteren Verlauf des Buchs geht Vaupel
auch auf den Einsatz und die Gefahren
von Rohstoff­Futures ein und behandelt
die Vor­ und Nachteile des Kaufs von
Rohstoffaktien.
Im letzten Abschnitt beschreibt der Autor
eine wichtige Informationsquelle für Roh­
stoffprofis, den »Commitment of Traders
Report«, kurz CoT. Er gibt an, wie viele
Michael Vaupel
Mehr Geld verdienen mit Rohstoffen – simplified
So profitieren Sie von Gold, Silber, Kaffee, Zucker, Mais, Indium und Palladium
144 Seiten, Hardcover, 14,99 Euro
ISBN 978-3-89879-790-0
FinanzBuch Verlag, München 2013
38
Kommerzielle und Spekulanten in einem
bestimmten Rohstoff­Future »long« ge­
gangen sind und wie viele »short«. Daraus
lassen sich laut Vaupel auch für den Privat­
anleger wichtige Rückschlüsse für das
eigene Investitionsverhalten ziehen.
Abgerundet wird das Buch mit einer aus­
führlichen Beschreibung von verschiede­
nen wichtigen Rohstoffen. Hier bekommt
der Leser Fakten über die Vorkommen
und Eigenschaften von Gold & Co. an
die Hand.
Fazit:
Michael Vaupel zeigt als langjähriger
Rohstoffexperte übersichtlich und praxis­
nah, wie Anleger sich mit Rohstoffen ein
solides Fundament ihres Portfolios schaf­
fen. Er benennt Trends und Besonder­
heiten dieser Anlageklassen und erklärt,
wie Rohstoffe an den Börsen gehandelt
werden. Neben Klassikern wie Gold,
Silber und Öl widmet er sich auch Kaffee,
Zucker, Mais, Indium und Palladium.
der aKtionär, 27.02.2013,
thomas bergmann:
»Aus der Reihe der DAX-Konzerne
eignet sich der Industriegasespezialist Linde sehr gut als
Basiswert für eine Long-Spekulation. Die Aktie hat nicht nur
hohes Kurspotenzial, sie weist
auch eine der niedrigsten impliziten Volatilitäten auf. Sollte Linde
in den kommenden 24 Monaten
nur das Aktionär-Kursziel von
165 Euro erreichen – und sich
die Volatilität nicht verändern –,
dürfte das Papier (CZ3 QG6) rund
60 Prozent auf 2,10 zulegen.
Steigt die implizite Volatilität
auf 33 Prozent, stünde der Call
theoretisch bei 2,35 Euro.«
PinnWanD
Trade Sponsoring
& Free Trade-Aktionen
Partner
aktion*
commerzbank-Derivate
Zeitraum
ordervolumen
comdirect bank Kauf und Verkauf zu einer Pauschal- Alle Optionsscheine, Zertifikate und Bis 30.06.2013 > 1.000 €
gebühr von 3,90 Euro
Aktienanleihen bezogen auf Aktien
DaB bank
Kauf und Verkauf ohne Transaktionskosten
Alle Faktor-Zertifikate
Bis 30.04.2013 > 1.000 €
Kauf und Verkauf zu einer Pauschal- Alle Optionsscheine, Zertifikate und Dauerhaft
gebühr von 4,95 Euro
Aktienanleihen
Kein Minimum
direktanlage.at Kauf und Verkauf zu einer Pauschal- Alle Optionsscheine, Zertifikate und Dauerhaft
gebühr von 5,85 Euro
Aktienanleihen
Kein Minimum
flatex
Kauf und Verkauf ohne Transaktionskosten (gratis pro Kunde
je Monat: 300 Transaktionen in
Faktor-Zertifikaten und 100 Transaktionen in Anlageprodukten)
Faktor-Zertifikate sowie
ausgewählte Anlageprodukte
Dauerhaft
> 1.000 €
inG-DiBa
Kauf und Verkauf ohne Transaktionskosten
Alle Bonus-Zertifikate
Bis 30.06.2013 > 1.000 €
S Broker
Kauf ohne Transaktionskosten
Alle Bonus- und Discount-Zertifikate Bis 30.06.2013 > 1.000 €
sowie alle Aktienanleihen
1822direkt
Kauf und Verkauf ohne Transaktionskosten
Alle Optionsscheine, Zertifikate und Bis 30.04.2013 > 1.000 €
Aktienanleihen
* Alle Aktionen beziehen sich auf den elektronischen außerbörslichen Direkthandel über die angegebenen Partner.
Pressestimmen
zertifi kateJournal, 08.02.2013, martin Grimm:
»Die Münchener Rück hat ihren Gewinn im vergangenen Jahr vervierfacht – trotz Wirbelsturm
›Sandy‹. […] Eine spannende Anlagemöglichkeit
für diesen Basiswert ist ein Discount Plus ProZertifikat der Commerzbank (WKN CZ2 N7L). Das
aktuell zu Briefkursen um 126,14 Euro gehandelte
Papier wird im Juni 2014 zum Maximalbetrag von
170,00 Euro (Cap) getilgt, sofern die Aktie im letzten Laufzeitmonat (19. Mai bis 19. Juni 2014) permanent über der Barriere bei 140,00 Euro notiert.
Was sie vorher macht, ist für das Auszahlungsprofil irrelevant. Gelingt dies, erzielen Anleger
eine Rendite von 25,2 Prozent p.a.«
aufgelesen von floRian Vincent fÖRSteR
börse online, 13.02.2013, peter schweizer:
»Mit einem Tracker können Anleger auf einfache
Weise den gesamten TecDAX abbilden. […] Da
inzwischen beinahe jeder Zertifikateemittent ein
solches Papier im Programm hat, können Anleger
aktuell aus 25 verschiedenen TecDAX-Trackern
wählen. Bei der Investmententscheidung hilft ein
Blick auf die Geld-Brief-Spanne (Spread). Besonders günstige Konditionen bieten die Indexzertifikate von HypoVereinsbank und Commerzbank
(WKN 703684) mit Spreads von 0,07 Prozent
beziehungsweise 0,11 Prozent. Außer den banküblichen Spesen beim Kauf fallen für Anleger
keine Gebühren an, zudem werden die Dividenden angerechnet.«
39
Der direkte draht
Ihr direkter Draht
in den Handelsraum
Was sagt die Risikokennzahl »Value at Risk« (VaR) aus?
Der Deutsche Derivate Verband (DDV) hat zusammen
mit der European Derivatives Group (EDG) eine ein­
heitliche Risikoeinschätzung auf der Basis des in
anderen Finanzbereichen bereits etablierten Value at
Risk (VaR) entwickelt und für derivative Wertpapiere
übernommen. Der VaR ermittelt auf der Grundlage
historischer Daten das Verlustrisiko einer Anlage.
Nach einer definierten Haltedauer wird dieser ange­
nommene Verlust nur mit einer geringen Wahr­
scheinlichkeit überschritten. Zur Berechnung des
VaR werden die folgenden fünf Risikokomponenten
herangezogen:
• Bonitäts- bzw. Emittentenrisiko (Veränderung
des Risikoaufschlags bei Anleihen)
• Kursrisiko (Veränderung des Kurses des
­Basiswerts)
• Volatilitätsrisiko (Veränderung der impliziten
­Volatilität des Basiswerts)
• Währungsrisiko (Veränderung des Wechselkurses
bei Währungskomponenten)
• Zinsrisiko (Veränderung des Zinsniveaus am Markt)
Der VaR bezieht sich auf eine Haltedauer von zehn
Tagen und ein Anlagekapital in Höhe von 10.000 Euro.
40
Der aus den Risikokomponenten errechnete VaRWert wird einer Risikoklasse und einem Anlegerprofil
zugeordnet. Der DDV unterscheidet dabei fünf Risiko­
klassen:
Umsetzung der Value at Risk-Werte in Risikoklassen
Risiko­
klasse
1
Value at Risk
Anlegerprofil
1 < VaR ≤ 250
sicherheitsorientiert
2
250 < VaR ≤ 750
begrenzt risikobereit
3
750 < VaR ≤ 1.250
risikobereit
4
1.250 < VaR ≤ 1.750
vermehrt risikobereit
5
1.750 < VaR ≤ 10.000
spekulativ
Quelle: Deutscher Derivate Verband
Beispiel:
Ein VaR von 200 (Risikoklasse 1) sagt aus, dass bei
einer Haltedauer von zehn Tagen der Verlust mit
einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent nicht höher
als 200 Euro ausfallen wird. Die VaR-Kennzahl wird
entsprechend frühestens am zehnten Tag nach der
Ausgabe erstmals berechnet. Zusätzlich wird für
Produkte mit einer längeren Laufzeit der »VaR 250«
berechnet. Dieser bezieht sich auf einen Zeitraum
von 250 Tagen.
Service
Disclaimer
Diese Information ist eine Marketingunterlage im ­Sinne
des Wertpapierhandelsgesetzes, das heißt, sie genügt
nicht allen Anforderungen für Finanzanalysen und für
die Commerzbank AG oder ihre Mitarbeiter besteht kein
gesetzliches Verbot, vor Veröffentlichung der Informa­
tion in den darin genannten Wertpapierprodukten zu
handeln.
Die hier wiedergegebenen Informationen und Wertun­
gen (»Information«) sind ausschließlich für Kunden der
Commerzbank AG in Kontinentaleuropa bestimmt. Ins­
besondere ist die Information nicht für Kunden oder
andere Personen mit Sitz oder Wohnsitz in Großbritan­
nien, den USA, in Kanada oder Asien bestimmt und darf
nicht an diese Personen weitergegeben bzw. in diese
Länder eingeführt oder dort verbreitet werden.
Nicht namentlich gezeichnete Beiträge stammen aus
der Redaktion. Diese behält sich vor, Autorenbeiträge zu
bearbeiten. Die in der Ausarbeitung enthaltenen Infor­
mationen wurden sorgfältig zusammengestellt. Wesent­
liche Informationsquellen für diese Ausarbeitung sind
Informationen, die die Commerzbank AG für zuverlässig
erachtet. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollstän­
digkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Ein­
schätzungen und Bewertungen reflektieren die Mei­
nung des Verfassers im Zeitpunkt der Erstellung der
Ausarbeitung.
Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisie­
rung dieser Ausarbeitung ­erfolgt, ist vorab nicht fest­
gelegt worden.
Bei Briefen an die Redaktion wird das Recht zur – auch
auszugsweisen – Veröffent­lichung vorausgesetzt.
Für die Erstellung dieser Ausarbeitung ist der Bereich
Corporates & Markets der Commerzbank AG, Frankfurt
am Main, bzw. etwaig in der Ausarbeitung genannte
Konzerngesellschaften verantwortlich.
Diese Ausarbeitung dient ausschließlich Informations­
zwecken und stellt weder eine individuelle Anlageemp­
fehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von
Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar.
Sie soll lediglich eine selbstständige Anlageentschei­
dung des Kunden erleichtern und ersetzt nicht eine an­
leger- und anlagegerechte Beratung.
Die genannten Finanzinstrumente werden lediglich in
Kurzform beschrieben. Eine Anlageentscheidung sollte
nur auf der Grundlage der Informationen in den End­
gültigen Bedingungen und den darin enthaltenen allein
maßgeblichen vollständigen Emissionsbedingungen
­getroffen werden. Die Endgültigen Bedingungen sind
im Zusammenhang mit dem jeweils zugehörigen Basis­
prospekt zu lesen und können zusammen mit dem Ba­
sisprospekt unter Angabe der WKN bei der Commerz­
bank AG, GS-MO 5.4.2, Neu­
emissionen, Kaiserplatz,
60261 Frankfurt am Main, angefordert werden. Die Ver­
kaufsprospekte der ComStage ETFs sind kostenlos bei
der Commerzbank AG, Kaiserplatz, 60261 Frankfurt am
Main, erhältlich.
Die Commerzbank AG erhält für den Vertrieb der ge­
nannten Wertpapiere den Ausgabeaufschlag und/oder
Vertriebs-/Vertriebsfolgeprovisionen von der Fondsge­
sellschaft oder Emittentin bzw. erzielt als Emittentin
oder Verkäuferin eigene Erträge. In der Konditionenge­
staltung ist eine Marge der Bank enthalten, die neben
dem Aufwand für die Strukturierung und Absicherung
den Ertrag der Bank abdeckt.
Die Commerzbank AG ist nicht dazu verpflichtet, diese
Publikation zu aktualisieren, abzuändern oder zu ergän­
zen oder deren Empfänger auf andere Weise zu infor­
mieren, wenn sich ein in dieser Publikation genannter
Umstand oder eine darin enthaltene Stellungnahme,
Schätzung oder Prognose ändert oder unzutreffend
wird.
Die in der Vergangenheit gezeigte Kursentwicklung von
Finanzinstrumenten ­erlaubt keine verlässliche Aussage
über deren zukünftigen Verlauf. Eine Gewähr für den
zukünftigen Kurs, Wert oder Ertrag eines in dieser Pub­
likation genannten Finanz­
instruments oder dessen
Emittenten kann daher nicht übernommen werden. Die
Commerzbank AG, ihre Geschäftsleitungsorgane, leiten­
den Angestellten oder Mitarbeiter übernehmen keiner­
lei Haftung für Schäden, die gegebenenfalls aus der
Verwendung dieses Dokuments, seines Inhalts oder in
sonstiger Weise entstehen. Die Commerzbank AG kann
auf eigene Rechnung mit Kunden Geschäfte in diesen
Finanzinstrumenten tätigen oder als Market Maker für
diese agieren, Investmentbanking-Dienstleistungen für
diese Emittenten erbringen oder solche anbieten.
Offenlegung möglicher Interessenkonflikte der Com­
merzbank AG, ihrer Tochter­
gesellschaften, verbunde­
nen Unternehmen (»Commerzbank«) und Mitarbeiter
in Bezug auf die Emittenten oder Finanzinstrumente,
die in diesem Dokument analysiert werden, zum Ende
des dem Veröffentlichungszeitpunkt dieses Dokuments
vorangegangenen Monats*:
2. Die Commerzbank hält 1 Prozent oder mehr (wobei
die Berechnung nach US-Vorschriften erfolgt) an einer
Aktiengattung von Allianz, Aurubis AG.
7. Die Commerzbank AG und/oder mit dieser verbun­
dene Unternehmen haben innerhalb der letzten zwölf
Monate als Manager oder Co-Manager ein öffentliches
Angebot für Allianz durchgeführt.
Telefon
Telefax
E-Mail
Internet 8. Die Commerzbank AG oder mit dieser verbundene
Unternehmen haben innerhalb der letzten zwölf Monate
Entgelte für die Erbringung von InvestmentbankingDienstleistungen von der Allianz erhalten.
Für Angaben zu den in Kompendien genannten Unter­
nehmen bzw. den von den Analysten der Commerzbank
analysierten Unternehmen folgen Sie bitte diesem Link:
https://research.commerzbank.com/portal/de/site/equity/
disclaimer_1/index.jsf*
*Die Aktualisierung dieser Informationen kann bis zu
zehn Tage nach Monatsende ­erfordern.
Als Universalbank kann die Commerzbank AG oder
eine andere Gesellschaft der Commerzbank-Gruppe mit
Emittenten von in der Information genannten Wert­
papieren in einer umfassenden Geschäftsverbindung
stehen (zum Beispiel Dienstleistungen im Investment­
banking; Kreditgeschäfte). Sie kann hierbei in Besitz von
Erkenntnissen gelangen, die in der Information nicht
berücksichtigt sind. Ebenso können die Commerzbank
AG, eine andere Gesellschaft der Commerzbank-Gruppe
oder Kunden der Commerzbank AG ­Geschäfte in oder
mit Bezug auf die hier angesprochenen Wertpapiere
­getätigt haben.
Die Commerzbank AG unterliegt der Aufsicht der Bundes­
anstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Grau­
rheindorfer Straße 108, 53117 Bonn und Lurgi­allee 12,
60439 Frankfurt.
DAX® ist eingetragene Marke der Deutsche Börse AG.
Alle weiteren verwendeten Indizes sind Eigentum des
jeweiligen Indexsponsors. Deren Benutzung ist der
Commerzbank AG und deren Konzerngesellschaften
durch einen Lizenzvertrag gestattet worden.
©Commerzbank AG, Frankfurt am Main.
Die in ideas veröffentlichten Beiträge sind urheberrecht­
lich geschützt. Nachdruck – auch auszugsweise – nur
mit schriftlicher Genehmigung der Redaktion.
069 136-47845
069 136-47595
zertifikate@commerzbank.com
www.zertifikate.commerzbank.de
Soziale Medien www.facebook.com/commerzbank.derivate
www.twitter.com/coba_derivate
www.youtube.com/ideasDailyTV
Reuters
COBA
Impressum
Herausgeber: Commerzbank AG, Corporates & Markets – Equity Markets & Commodities, Mainzer Landstraße 153, 60327 Frankfurt am Main
Redaktion: Jürgen Band, Daniel Briesemann, Florian Vincent Förster, Carsten Fritsch, Carolin Hecht, Andreas Hürkamp, Christopher Maass, Achim Matzke,
Jan Schneider, Laura Schwierzeck, Uwe Treckmann, Anouch Alexander Wilhelms, Sophia Wurm
Redaktionsschluss: 19. März 2013
Kontakt: Telefon 069 136-47845, Telefax 069 136-47595, E-Mail ideas@commerzbank.com
Design und Realisation: ACM Unternehmensgruppe, 65205 Wiesbaden-Nordenstadt, www.acmedien.de, grafische Leitung: J. Dreizehnter-Ringer
Bildnachweis: Masterfile (Titel, Seite 8/9, 13), Jörg Ladwig (Seite 3), Schrex TV (Seite 6, 16, 18), Fotolia (Seite 10, 12, 24/25), Aurubis AG (Seite 15),
Plainpicture (Seite 20), iStockphoto (Seite 27, 32, 35), Veer (Seite 28, 36/37, 38/39, 41), Corbis (Seite 30), Photocase (Seite 42/Fotograf: rolleyes)
ideas erscheint als Werbemitteilung des Bereichs Corporates & Markets – Equity Markets & Commodities einmal monatlich.
Für Adressänderungen und Zustellungswünsche benutzen Sie bitte den Bestellkupon auf Seite 42.
41
Bestellkupon
Bestellen Sie unsere Publikationen
frei Haus
Broschüren
Aktienanleihen
Bonus-Zertifikate
Das 1 x 1 der Optionsscheine,
Zertifikate und Aktienanleihen
Discount-Zertifikate
Edelmetall-Zertifikate
ETCs & ETNs
Faktor-Zertifikate
ideasTV
Index-Zertifikate
I ndex-Zertifikate auf Short Indizes
Optionsscheine
Turbo-Zertifikate
Zins-Zertifikate
Magazine
ideas-Magazin (monatlich)
E-Mail-Newsletter
ideasdaily (täglich)
ideas-Magazin (monatlich)
Intraday Turbos (täglich)
Einfach den Kupon ausfüllen und per Post an:
Commerzbank AG, Corporates & Markets –
Equity Markets & Commodities,
Mainzer Landstraße 153,
60327 Frankfurt am Main
Name, Vorname
Firma
Straße, PLZ, Ort
E-Mail
42
CDs/DVDs
Bonus-Zertifikate (DVD)
Turbo-Zertifikate (DVD)
Zertifikate und Hebelprodukte (CD)
Bücher
Handbuch der Indizes
Handbuch der Rohstoffe
per Post
per E-Mail
oder:
per Fax an:
069 136-47595
per E-Mail an:
zertifikate@commerzbank.com
telefonisch unter: 069 136-47845
im Internet unter: www.zertifikate.commerzbank.de/publikationen
BeStellKuPon
Broschüren
Magazine/e-Mail-newsletter
aktienanleihen
Aktienanleihen
Gemeinsam mehr erreichen
Aktienanleihen sind festverzinsliche
Wertpapiere und bieten Ihnen
unabhängig vom Aktienkursverlauf
deutlich über dem aktuellen Niveau
liegende Verzinsung. Die Rück­
zahlung der Aktienanleihen ist
im Gegenzug von der Aktienkurs­
entwicklung abhängig.
bonus­zertifi kate
Bonus-Zertifi kate
Gemeinsam mehr erreichen
Bonus­Zertifi kate ermöglichen
Anlegern eine attraktive Ertrags­
chance in seitwärts tendierenden
Märkten bei gleichzeitiger Teil­
nahme an positiven Kursentwick­
lungen. Ein Sicherheitspuffer
schützt vor ersten Kursverlusten.
ideas
ideas­magazin
April 2013 | Ausgabe 132
www.ideas.commerzbank.de
Werbemitteilung
Anlageideen für Selbstentscheider: Das monatliche Magazin für
Optionsscheine, Zertifi kate und Aktienanleihen. Informieren Sie
sich per Post oder E­Mail über die aktuellen Trends am Derivate­
markt mit Experteninterviews, Rohstoff­ und Aktienstrategien.
Anlageideen für Selbstentscheider
Kupfer: Wie geht es weiter
mit dem roten Metall?
» Im Interview: Peter Willbrandt, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG
Ihr täglicher Infobrief für Optionsscheine
ideasdaily
und Zertifikate
Zertifi kate und Aktienanleihen
Gemeinsam mehr erreichen
discount­zertifi kate
Discount-Zertifi kate
In der heutigen Finanzwelt stehen
Anlegern eine Vielzahl von Investi­
tionsmöglichkeiten zur Verfügung.
Neben Aktien, Anleihen oder
Investmentfonds konnte sich mit
»Strukturierten Produkten« eine
Form der Geldanlage etablieren,
die traditionellen Anlagen in vielen
Bereichen – wie etwa der Risiko­
minimierung und der Ertragskraft
– oft einen Schritt voraus ist.
Gemeinsam mehr erreichen
Die US-Indizes verabschiedeten sich trotz enttäuschender
Bund Future
letzter
Indizes
Veränderung zum Vortag
absolut
prozentual
7.143,45
+65,39
+0,92%
10.382,32
+106,63
Schlusskurs
Aktienmärkte weltweit
DAX30
MDAX
TecDAX
890,04
EURO STOXX 50
2.945,62
Dow Jones
11.837,93
Nasdaq 100
2.328,79
S&P 500
1.295,02
Nikkei 225
10.557,10
+12,13
+1,04%
+1,38%
+34,99
+1,20%
+50,55
+0,43%
+5,36
+0,23%
+1,78
+0,14%
+38,11
+0,36%
Währungen
EUR/USD
1,3383
EUR/JPY
110,50
+0,0106
+0,70
+0,80%
+0,64%
EUR/GBP
0,8387
+0,0029
+0,36%
EUR/CHF
1,2894
+0,0082
+0,64%
USD/JPY
82,58
-0,11
-0,14%
Rohstoffe
In Asien tendierten die Aktienmärkte heute früh dank der positiven US-Vorgaben fest, konnten allerdings keine neuen Bewegungshochs markieren.
Produktideen
EUR/USD
Typ
WKN
Öl (WTI) 03/11
Öl (Brent) 03/11
Gold
Am Devisenmarkt profitierte der Euro vom besser als erwarteten ZEW-Index sowie der Spekulation auf eine Verbesserung
des Finanzstabilisierungsfonds (EFSF). Gegenüber dem USDollar notierte die Gemeinschaftswährung am Abend 0,80 Prozent fester und attackiert nun die wichtige Widerstandszone
1,3430/1,3500.
BEST Unlimited Turbo
Bull
CM90W8
BEST Unlimited Turbo
Bear
CM7H7K
92,21 USD
-0,36
-0,39%
Laufzeit
open end
open end
97,56 USD
+0,13
+0,13%
Basispreis
1,3126 USD
1,3823 USD
Barriere
1.366,90 USD
+6,50
+0,48%
28,85 USD
+0,54
+1,93%
Hebel
51,30
29,86
124,24 EUR
-0,46
-0,37%
Preis
1,95 EUR
3,35 EUR
Silber
1,3126 USD
1,3823 USD
+ + + Heute bei ideasTV auf ntv um 18:54 Uhr „Bremst zu hoher Optimismus die DAX-Rallye aus?“ Dazu Andreas Hürkamp, Leiter der Aktienmarktstrategie der Commerzbank + + +
19. Januar 2011 Ausgabe 1396 Seite 1 von 4
www.zertifikate.commerzbank.de
Impressum/Disclaimer
Vor Börseneröffnung bestens informiert. Mit dem
täglichen Newsletter ideasdaily erhalten Sie alle
handelsrelevanten Informationen für den aktuellen
Börsentag. Vom Marktüberblick über charttechnische
Analysen bis hin zu aktuellen Trends und Anlageideen.
intraday turbo­zertifi kate
Mit dem Intraday Turbo­Zertifi kate­Newsletter erhalten
Sie zweimal täglich Informationen zu den neuesten
Turbo­Zertifi kate Classic. Ad hoc informiert: mit den
aktuellen Emissionen, topaktuellen Basispreisen und
deutlich höheren Hebeln.
edelmetall­zertifi kate
Mit Edelmetall­Zertifi katen haben
Anleger die Möglichkeit, an den
Kursveränderungen der Edelmetalle
Gold, Silber, Platin und Palladium
teilzuhaben. Die Zertifi kate sind
mit unbegrenzter Laufzeit ausge­
stattet und werden sowohl wäh­
rungsgesichert als auch nicht
währungsgesichert angeboten.
Discount­Zertifi kate ermöglichen
dem Anleger, einen Basiswert mit
einem Abschlag (Discount) zu
kaufen. Im Gegenzug partizipiert
der Anleger nur an Kurssteigerun­
gen bis zu einem festgelegten Cap.
DAX 30 Chart-Analyse
das 1x1 der optionsscheine,
zertifi kate und aktien­
anleihen
Quartalszahlen von Citigroup ebenfalls mit grünen Vorzeichen
aus dem Handel. Der Dow verbesserte sich um 0,43 Prozent
auf 11.838 Zähler.
Marktidee
Das 1 x 1 der Optionsscheine,
Indexstände
Marktüberblick
Marktüberblick
Der deutsche Aktienmarkt setzte am Dienstag seinen Aufwärtstrend fort. Für den DAX ging es bei hohen Umsätzen um 0,92
Prozent auf 7.143 Punkte nordwärts. Der Anstieg auf ein neues 32-Monats-Hoch wurde gestützt von der Hoffnung auf eine
Verstärkung des Rettungsschirms für finanziell ins Straucheln
geratene Euro-Länder. Daneben stützte ein besser als erwartet
hereingekommener ZEW-Index. Die Konjunkturerwartungen
der deutschen Finanzanalysten und Investoren haben sich im
Januar überraschend kräftig aufgehellt. Der Index stieg von 4,3
Punkten im Dezember auf 15,4 Punkte. Volkswirte hatten im
Vorfeld einen Stand von 8,0 Punkten prognostiziert. Stärkster
DAX-Wert war Infineon mit einem Kurssprung um 5,37 Prozent auf 7,79 EUR. Das Papier reagierte damit auf eine Kurszielanhebung durch die Analysten von Goldman Sachs auf
11 EUR nach zuvor 8,80 EUR. Metro verteuerte sich um 4,04
Prozent nach guten Umsatzzahlen des französischen Konkurrenten Casino. Deutsche Post profitierte von Gerüchten um die
mögliche Zahlung einer Sonderdividende und einem angeblich
geplanten Aktienrückkauf. Die Aktie legte 2,44 Prozent zu. Der
TecDAX zeigte am Berichtstag mit einem Plus von 1,38 Prozent
auf 890 Punkte relative Stärke. Getrieben wurde der Index von
starken Zugewinnen bei einigen Aktien aus dem Bereich der
Erneuerbaren Energien.
etcs & etns
ETCs & ETNs
Gemeinsam mehr erreichen
Bei Exchange Traded Commodi­
ties (ETCs) und Exchange Traded
Notes (ETNs) handelt es sich um
an der Börse handelbare besicher­
te Schuldverschreibungen ohne
Laufzeitbegrenzung. Sie bieten
Anlegern die Möglichkeit, einfach
und transparent auf steigende
oder fallende Kursbewegungen
von Rohstoff­Futures (ETCs) oder
Index­Futures (ETNs) zu setzen.
cDs/DVDs
bonus­zertifi kate (dVd)
Bonuszertifikate verstehen und
Anlagechancen optimal nutzen
ideas academy
Ihr Einstieg in die spannende Welt der Bonus­Zertifi kate.
Lernen Sie in 20 unterhaltsamen Filmminuten die Funktions­
weise von Bonus­Zertifi katen näher kennen und erfahren Sie,
wie Sie Bonus­Zertifi kate optimal einsetzen können.
Gemeinsam mehr erreichen
Faktor­zertifi kate
Faktor-Zertifi kate
Gemeinsam mehr erreichen
Mit Faktor­Zertifi katen partizi­
pieren Anleger mit einem festen
Hebel an der Entwicklung ver­
schiedener Basiswerte. Die Zer­
tifi kate haben eine unbegrenzte
Laufzeit und bieten die Möglich­
keit, sowohl auf steigende als auch
fallende Kurse zu setzen.
ideastV
ideasTV
Börsenprofis reden Klartext
Gemeinsam mehr erreichen
ideasTV – nicht nur ein erfolg­
reiches TV­Format, sondern auch
ein cleveres Anlagekonzept. Die
ideasTV­Zertifi kate verfolgen
das Ziel, Derivate auf Grundlage
technischer Analyse optimal in
Aktienorientierten Musterdepots
einzusetzen.
turbo­zertifi kate (dVd)
Turbozertifikate verstehen und
Hebelwirkung optimal nutzen
ideas academy
Gemeinsam mehr erreichen
index­zertifi kate
Unlimited
Index-Zertifi kate
Gemeinsam mehr erreichen
Index­Zertifi kate ermöglichen es,
an der Kursentwicklung eines
Index eins zu eins teilzuhaben.
Sie beziehen sich in der Regel auf
Basiswerte, bei denen ein Direkt­
investment entweder nicht mög­
lich oder mit hohem Aufwand
verbunden ist.
Unlimited Index-Zertifikate auf
Short Indizes
Gemeinsam mehr erreichen
optionsscheine
Optionsscheine
Gemeinsam mehr erreichen
Mit Optionsscheinen können
Anleger sowohl auf steigende als
auch auf fallende Kurse spekulie­
ren. Sie bieten aufgrund einer
Hebelwirkung überproportionale
Gewinnchancen und sind mit
einer festen Laufzeit ausgestattet.
turbo­zertifi kate
Turbo-Zertifi kate
Gemeinsam mehr erreichen
zertifi kate und hebelprodukte (cd)
index­zertifi kate auf
short indizes
Index­Zertifi kate auf Short Indizes
gleichen in der Funktionsweise
normalen Index­Zertifi katen. Sie
sind mit unbegrenzter Laufzeit
ausgestattet und ermöglichen
dem Anleger, an fallenden Index­
ständen (Short) zu partizipieren.
Zertifikate und Hebelprodukte
verstehen
Lernen Sie die interessante Welt der Optionsscheine und Zertifikate kennen!
ideas
academy
Gemeinsam mehr erreichen
Mit Zins­Zertifi katen haben Anle­
ger die Möglichkeit, ohne Lauf­
zeitbegrenzung an Veränderun­
gen von Wechselkursen oder
kurzfristigen Geldmarktzinsen
verschiedener ausländischer
Währungen zu partizipieren.
Lernen Sie die Welt der Zertifi kate und Hebelprodukte
näher kennen. In der 78­minütigen Produkt­CD erfahren
Sie alles über die grundsätzlichen Funktionalitäten der
verschiedenen Zertifi katstypen und Optionsscheine.
Bücher
Mit Turbo­Zertifi katen haben
Anleger die Möglichkeit, an stei­
genden oder fallenden Kursen zu
partizipieren. Sie besitzen einen
Hebel, der eine überproportionale
Partizipation ermöglicht, und
können mit fester oder unbegrenz­
ter Laufzeit ausgestattet sein.
handbuch der indizes
Ihr Nachschlagewerk für erfolgreiche Indexinvestments.
– Das Handbuch der Indizes bietet einen kompakten
Überblick über das weltweite Indexuniversum und erleichtert
die Suche nach einem passenden Indexinvestment.
zins­zertifi kate
Zins-Zertifikate
Ihr Einstieg in die spannende Welt der Turbo­Zertifi kate.
Lernen Sie in 30 unterhaltsamen Filmminuten die
Funktionsweise von Turbo­Zertifi katen näher kennen
und erfahren Sie, wie Sie mit Turbo­Zertifi kate gehebelt
investieren können.
handbuch der rohstoffe
Handbuch der Rohstoffe
Ihr Leitfaden für erfolgreiche Rohstoffinvestments
Gemeinsam mehr erreichen
Ihr Leitfaden für erfolgreiche Rohstoffi nvestments.
– Das Handbuch der Rohstoffe bietet einen kompakten
Überblick über den Rohstoffmarkt und erleichtert die
Suche nach einem passenden Investment.
43
Sie bestimmen die Richtung.
Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Ziele zu erreichen.
Als führende Emittentin von Optionsscheinen, Zertifikaten und Aktienanleihen bietet die Commerzbank
ein breit gefächertes Spektrum an derivativen Finanzinstrumenten. Sie finden bei uns ein umfangreiches
Angebot an Basiswerten wie Aktien, Indizes, Währungen, Zinsen und Rohstoffen – von deutschen Blue
Chips bis hin zu Nebenwerten, nicht nur aus Deutschland oder Europa, sondern weltweit. Genauso wie
eine Vielzahl an Varianten, um Ihr persönliches Risiko- und Renditeprofil abzubilden. Ganz gleich, ob
Sie mit Hebelprodukten auf schnelle und kurzfristige Marktveränderungen setzen möchten oder mit
Anlage­produkten eine intelligente Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei der Commerzbank
werden Sie fündig. Dabei verpflichten wir uns zu höchsten Qualitäts- und ­Servicestandards. So stellen
wir auch im außerbörslichen Handel verlässliche Preise mit attraktiven Spreads.
Ein Blick auf unsere Internetseite www.zertifikate.commerzbank.de lohnt sich. Hier finden Sie Ihr
optimales Investment. Gerne stehen wir Ihnen auch telefonisch unter 069 136-47845 zur Verfügung.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
40
Dateigröße
4 492 KB
Tags
1/--Seiten
melden