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Kritik an Innenstadtsperre „Fiasko wie vor 20 Jahren“ - svz.at

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2
Konnie
Aistleitner
ZUR
SACHE
Wer erinnert sich noch an das
Jahr 1992? Das war jenes
Jahr, in dem Josef Dechant
schwarzer Bürgermeister von
Salzburg wurde, weil sich die
Roten zerstritten hatten. Und
das Jahr, in dem (übrigens
ganz gegen Dechants Willen)
die (damals als Maßnahme
gegen die Ozonbelastung
gedachte) Sperre der Salzburger Innenstadt für den Individualverkehr in Kraft getreten
ist – wenn auch nur an Sonnund Feiertagen.
In der Innenstadt war es dann
ziemlich leer, während es sich
rundherum einigermaßen gestaut hat. Sonst hat die Innenstadtsperre nicht viel gebracht,
und so wurde sie 1993 wieder
Schon wieder
vergessen?
teilweise und 1994 ganz aufgehoben – übrigens auf vehementes Betreiben des damaligen
Vizebürgermeisters
Heinz
Schaden.
Schaden kann sich daran offenbar nicht mehr erinnern. Der
grüne Stadtrat Padutsch offenbar schon. Er hat schon 1993
eine Ausdehnung der Sonntagssperre auf die ganze
Woche gefordert, ist aber an
der Vernunft der andern
gescheitert. Fast zwei Jahrzehnte später wittert er eine
neue Chance, seinen Traum
zumindest für die Festspielmonate Juli und August umzusetzen.
Wirkliche Probleme gibt es nur
an sommerlichen Regentagen.
Mit dem Vorhaben, den Touristen aus dem Umland an solchen Tagen beizubringen, dass
sie ihre Autos besser am Stadtrand abstellen statt die Stadt
damit zustauen sollen, ist
Padutsch gescheitert. Dafür
sollen jetzt offensichtlich alle
büßen.
aistleitner@svz.at
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Samstag, 25. Februar 2012
Sabotage an
Lkw: Rad weg
ZELL AM SEE – Bereits zum
dritten Mal sind Radmuttern
eines Lastwagens im Pinzgau
offenbar mutwillig gelockert
worden. Am vergangenen
Montagmorgen löste sich
während der Fahrt in Zell am
See ein Zwillingsrad und prallte gegen einen entgegenkommenden Pkw. An beiden Fahrzeugen entstand schwerer
Sachschaden. Die Polizei
ersucht jetzt um Hinweise.
Ein technischer Defekt könne
nicht ausgeschlossen werden,
sagte gestern ein Beamter der
Polizeiinspektion Saalfelden.
Der Lkw gehört zu einem
Betrieb in Leogang, dort war
er vor dem Unfall auch abgestellt. Der Sachschaden am
Lkw beträgt 4600 Euro. Hinweise an die Polizei werden
vertraulich behandelt, so die
Sicherheitsdirektion.
Die 20-jährige
Teresa
Verwanger
aus
Anif ist eine der
Kandidatinnen,
wenn es heute
Abend ab 19
Uhr bei Autoitalia in der
Sterneckstraße
um die Wahl
der Miss Salzburg 2012 geht.
Die
Siegerin
bekommt eine
Vespa für zwei
Jahre und (wie
auch die Zweitplatzierte) die
Chance, am 30.
März in Baden
Miss Austria zu
werden.
Foto: Wohlschlager
Kritik an Innenstadtsperre
„Fiasko wie vor 20 Jahren“
SALZBURG – Auf die erwartete
Kritik stießen gestern die Überlegungen des Salzburger Bürgermeisters Heinz Schaden und des
Bürgerliste-Stadtrates
Johann
Padutsch, die Salzburger Innenstadt in der sommerlichen Festspielzeit für den Autoverkehr zu
sperren. Gesperrt werden soll ja
der Bereich zwischen dem Rehrlplatz (Unfallkrankenhaus) im
Süden und der Müllner Kreuzung (Landeskrankenhaus) im
Norden. Zwischen 10 und 15 Uhr
sollen hier von Montag bis Freitag keine Autos fahren – Taxis
und Linienbusse ausgenommen.
Für die Stadt-ÖVP ist das ausgeschlossen. „Das Fahrverbot würde die Altstadtwirtschaft ins
Mark treffen, an das Verkehrschaos will ich gar nicht denken“,
sagt VP-Gemeinderatsklubchef
Christoph Fuchs, der eine solche
Sperre für „verkehrstechnisch
undurchführbar“ hält. Die Innenstadtsperre würde zu massiven
Mehrbelastungen etwa in Parsch,
Lehen oder in der Sinnhubstraße
führen. Nur der Kapuzinerbergtunnel könne die Innenstadt spürbar vom Verkehr entlasten, ist
Fuchs überzeugt.
Die Innenstadtsperre würde sich
massiv auf den Verkehr in der
ganzen Stadt auswirken, ist sich
auch FP-Klubobmann Andreas
Schöppl sicher. Er erwartet auf
den Umleitungsstrecken einen
„Megastau“, der dort auch die
öffentlichen
Verkehrsmittel
betreffen würde.
„Faschingsscherz“
„Verspäteter
Faschingsscherz
oder verfrühter Aprilscherz?“,
fragt sich WirtschaftskammerVerkehrssprecher Peter Tutschku. Die Sperre wäre nicht nur ein
Anschlag auf die Altstadtwirtschaft, sondern auf die gesamte
Salzburger Bevölkerung. „Die
Herren Schaden und Padutsch
sind alt genug, dass sie sich daran erinnern können, in welchem
Fiasko die Innenstadtsperre
Anfang der 1990er Jahre geendet
hat“, erinnert Tutschku an eine
ähnliche Sperre, die aber nur
sonn- und feiertags gegolten hat.
Der Verkehr würde auf den
Umfahrungsrouten zusammenbrechen, meint Tutschku. „Das
war vor zwanzig Jahren so und
das wird wieder so sein.“
Nicht begeistert ist auch die
Geschäftsführerin des Altstadtverbandes, Inga Horny: „Bevor
man darüber nachdenkt, wie man
einen Besuch der Salzburger Altstadt verhindern kann, sollten
Maßnahmen gesetzt werden, die
Kunden,
Mitarbeitern
und
Gästen das ganze Jahr über komfortabel den Zugang zur Altstadt
ermöglichen. Wir brauchen
begleitende Maßnahmen und
zusätzliche Parkplätze in innerstädtischer Nähe für Zeiten, in
denen die Altstadt besonders viel
frequentiert wird.“
Enttäuscht ist auch der interimistische Altstadtverbandsobmann
Werner Salmen: Schaden und
Padutsch falle nicht Besseres ein
als Sperren, sagt der frühere Bürgerliste-Gemeinderat.
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