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2 0 1 3 So aktiv wie am 1. Tag - Bayerisches Rotes Kreuz

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150 Jahre
So aktiv wie am 1. Tag
JAHRESBERICHT
2013
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
MIT NEUEM ZUHAUSE
Hier kann alles.
Wir feiern Geburtstag – Sie bekommen die Geschenke.
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S K
reissparkasse
Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013

Vorwort unseres 1. Vorsitzenden Michael Lidl
Das Rote Kreuz hat im vergangenen Jahr seinen 150. Geburtstag gefeiert. Ein gutes Jahr, um unseren lange ersehnten Traum eines neuen und eigenen Rotkreuzhauses in Garmisch-Partenkirchen erfüllt zu sehen. Mit großer Freude und etwas
Stolz konnten wir am 29. September 2013 die offizielle Einweihung unseres neuen
Zuhauses feiern. Es war in den 10 Jahren meiner bisherigen Amtszeit das größte
Vorhaben und ich danke allen von Herzen, die unermüdlich darum gekämpft haben
zeitgemäße Arbeitsbedingungen in unseren Rotkreuzaufgaben herzustellen. Ein
großes Dankeschön auch an alle Spender, Firmen und Unterstützer sowie die Gemeinden und den Landkreis.
In einer Atmosphäre des Miteinanders ist im Frühjahr 2013 der Kreisvorstand für
weitere vier Jahre neu gewählt worden. Erfreulicherweise hat die Mitgliederversammlung in zahlreichen Positionen für Konstanz gestimmt und ich danke sehr für das entgegengebrachte Vertrauen. Mit
den neu aus den Gemeinschaften in den Kreisvorstand entsandten Vorstandsmitgliedern sind wir wieder ein schlagkräftiges Team. Ich bin überzeugt, dass wir für den Kreisverband weiter gute Fortschritte
erreichen werden.
Das wird nicht einfach werden, da trotz guter Konjunktur der Einsparungsdruck im Gesundheitswesen
enorm ist und gelegentlich Gefahr läuft die Bedürfnisse der Menschen zu übersehen. Ein Zweites wird
die unablässige Herausforderung sein dauerhaft Menschen jeden Alters für unsere Idee und unsere
zahlreichen unterschiedlichen Aufgaben zu gewinnen. Als Wohlfahrtsverband in der Sozialen Arbeit
und als Hilfsorganisation liegt die Zukunft unserer Hilfen im ehrenamtlichen Potential und der engen
Zusammenarbeit mit dem Hauptamt. Und schließlich stehen z.B. mit dem Digitalfunk und dem G8Gipfel große Aufgaben vor uns. Daher gilt mein Dank besonders all unseren aktiven Mitstreitern für
ihre großartige Arbeit im Zeichen des Roten Kreuzes. Wir haben wichtige Ziele erreicht, es bleibt aber
noch viel zu tun. Helfen auch Sie weiter mit!
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Michael Lidl
Vorsitzender BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
_____
Grußwort Stellvertreter des Landrates, Anton Speer
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe aktive und ehemalige Hauptamtliche, Mitglieder und Förderer,
das vergangene Jahr war ereignisreich. Zu den größten Herausforderungen des
BRK-Kreisverbands zählt sicherlich der Einsatz bei der Hochwasserkatastrophe in
Niederbayern. Auch konnte nach jahrelanger Planung die neue Zentrale bezogen
und feierlich eröffnet werden. In ihr kann der Kreisverband seine Ressourcen optimal bündeln und für Einsätze vorhalten. Mit insgesamt fast einer Million Mitarbeiter,
ehrenamtlicher Helfer und Fördermitglieder ist das Rote Kreuz aus dem Helferland
Bayern – so der Titel einer Broschüre des BRK-Landesverbandes – nicht wegzudenken. Knapp ein Zehntel der Landesbevölkerung engagiert sich also für das Rote Kreuz. Auch für
die soziale Infrastruktur unseres Landkreises ist das Rote Kreuz eine tragende Säule.
Stellvertretend für alle, die sich im Kreisverband engagierern, danke ich dem Kreisvorsitzenden Michael Lidl und dem Kreisgeschäftsführer Arnd Hansen, sowohl im Namen des Landkreises als auch
persönlich. Hervorheben möchte ich auch den Beitrag aller Ehrenamtlichen zum sozialen Leben und
zur Sicherheit in unserem Landkreis, ihre vorbildliche Einsatzbereitschaft und ihren Idealismus. Nicht
zuletzt deshalb können sie auch Nachwuchskräfte für die Hilfe am Menschen begeistern. Als Anerkennung dafür beschloss der Kreistag einen jährlichen Zuschuss von 52.500 Euro.
Für das Jahr 2014 wünsche ich Ihnen Gesundheit und alles Gute.
Ihr
Anton Speer
Stellvertreter des Landrats
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
3


Jahresbericht 2013
Inhaltsverzeichnis
1
BRK KREISVERBAND GARMISCH-PARTENKIRCHEN .................... 5
1.1
1.2
1.3
1.4
1.5
1.6
1.7
2
NEUBAU ROTKREUZHAUS GARMISCH-PARTENKIRCHEN ........................................... 5
DAS JAHR IM RÜCKBLICK .......................................................................................... 7
ROTKREUZ-AUFGABEN .............................................................................................. 9
BRK-STRUKTUR IM LANDKREIS .............................................................................. 10
STRATEGISCHE ENTWICKLUNG ................................................................................ 11
BRK KREISVERBAND IN ZAHLEN ............................................................................ 13
FÖRDERMITGLIEDER ................................................................................................ 13
GEMEINSCHAFTEN ................................................................................. 15
2.1
2.2
2.3
2.5
2.5
2.5
3
BEREITSCHAFTEN .................................................................................................... 15
WASSERWACHTEN ................................................................................................... 17
JUGENDROTKREUZ ................................................................................................... 18
SCHULBEZOGENE JUGENDARBEIT ............................................................................ 19
JUGENDSOZIALARBEIT AN DEN MITTELSCHULEN MURNAU UND OBERAMMERGAU 20
NACHMITTAGSBETREUUNG OBERAMMERGAU ......................................................... 21
RETTUNGSDIENST .................................................................................. 22
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
4
EHRENAMT IM RETTUNGSDIENST ............................................................................ 22
FORTBILDUNG ......................................................................................................... 24
QUALITÄTSMANAGEMENT ....................................................................................... 24
EINSÄTZE ................................................................................................................. 25
DIENSTJUBILÄEN...................................................................................................... 26
AUSBILDUNG IN 1. HILFE ...................................................................... 27
4.1
4.2
4.3
4.4
5
KURSE UND STATISTIK.............................................................................................. 27
ZAHLEN UND DATEN ................................................................................................ 28
AUSBILDUNG IM NEUBAU ........................................................................................ 29
DAS WICHTIGSTE: UNSERE AUSBILDER ................................................................... 29
SOZIALE ARBEIT ..................................................................................... 30
5.1
5.2
5.3
5.4
5.5
5.6
5.7
5.8
5.9
5.10
6
SOZIALE ARBEIT ...................................................................................................... 30
FAHRDIENST ............................................................................................................ 30
30 JAHRE HAUSNOTRUF ........................................................................................... 33
HAUSWIRTSCHAFTLICHE HILFEN ............................................................................. 34
BLUTSPENDEN ......................................................................................................... 35
ALTENHILFE............................................................................................................. 36
PROZENT-MARKT .................................................................................................... 36
SONSTIGE HILFEN/AKTIONEN .................................................................................. 37
AUSLANDSHILFEN .................................................................................................... 38
LEBENSLUST E.V...................................................................................................... 39
Impressum
Auflage:
Ex. 1.000,
Druck: Fa. Pfuhler, Mittenwald
Redaktion: Hans Steinbrecher
u.a.,
Franz
Manghofer, Evi Buchwieser, Birgit Tichatschke,
Sieglinde Vianden, Vera
Karner, Michael Debertin,
Markus Achtner, Arnd
Hansen und andere BRKMitarbeiter
Wir danken der AOK, dem
Autohaus Hornung und
der Kreissparkasse für Ihre Unterstützung bei den
Druckkosten und bitten
um Beachtung des Werbeeindruckes.
Verantwortlich: Kreisgeschäftsführer Arnd Hansen, BRK Kreisverband
GAP, Falkenstr. 9, 82467
Garmisch-Partenkirchen.
VERGELT´S GOTT! .................................................................................. 40
HIER EINFÜGEN:
4
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013

1 BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
1.1 Neubau Rotkreuzhaus
Garmisch-Partenkirchen
Rotes Kreuz auf weißem Grund ....
(fast) alles unter einem Dach in der
Falkenstraße.
Der BRK Kreisverband GarmischPartenkirchen erbringt als Wohlfahrtsverband und Hilfsorganisation im
Landkreis und in all seinen Gemeinden
zahlreiche Aufgaben. Insbesondere
sind wir in der sozialen Arbeit, im Rettungswesen, der Förderung des Ehrenamtes und der Jugendarbeit sowie
der Ausbildung in 1. Hilfe engagiert.
Ein großer Teil dieser Aufgaben wird in
alle Gemeinden des Landkreises
räumlich vom neuen Rotkreuzhaus in
Garmisch-Partenkirchen als Kreisort
geleitet sowie organisiert, betreut und
finanziell ausgestattet. Es wäre weder
organisatorisch noch wirtschaftlich
sinnvoll ist in jeder Gemeinde dazu eigene Dienststellen vorzuhalten.
•
Ausbildung in 1. Hilfe u.a. für Betriebe, Führerscheinneulinge, Kindergärten, Schulen und Schulsanitätsdienste, ehrenamtliche Sanitäter, u.a.
•
Kreisleitung des Ehrenamtes in
Bereitschaft, Wasserwacht und
Jugendrotkreuz
Unterstützung und Förderung des
Ehrenamtes und der Jugendarbeit
in organisatorischer, finanzieller,
materieller Art sowie Ausbildung,
Logistik, etc.
Hausnotrufdienst und soziale Hilfen für Bedürftige jeden Alters im
Landkreis
Organisation des Blutspendens
Fahrdienste für Menschen mit Behinderung und/oder Krankheit sowie Begleitung behinderter Schülerinnen und Schüler
Jugendsozialarbeit und Unterstützung des Ganztagsangebotes an
der Mittelschule
Sanitätsdienste und Absicherung
von Veranstaltungen oftmals ohne
Entgelt
Koordination des Komplexen Hilfeleistungssystems
für
größere
Schadenslagen bis hin zum Katastrophenschutz
(organisierte 1. Hilfe durch Helfer
vor Ort, Schnelleinsatzgruppen
und Hilfsstelle, Betreuungsdienst,
Gefahrstoffe, Rettungshunde, Sanitätseinsatzleitung mit Unterstüt-
•
•
•
•
•
Auf dem 3.400 qm großen Grundstück
mit einer Geschossfläche von knapp
2.100 m2 und einem umbauten Raum
von rund 9.600 m3 mit 20 Garagenplätzen und 24 Stellplätzen öffnen auf
insgesamt drei Etagen rund 80 Türen
den Blick auf die beinahe gesamte
Rotkreuzarbeit:
• Leitung des Rettungsdienstes im
Landkreis und Betrieb der Rettungswache für das obere Loisachtal
•
•
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
5

Jahresbericht 2013
zungsgruppe
bis hin zur Auslandsrückholung
von Landkreisbürgern)
In diesem Haus sind zu unterschiedlichen Zeiten gut 25 hauptamtliche Mitarbeiter, über 30 geringfügig Beschäftigte, eine Handvoll Bundesfreiwilligendienst Leistende mit zwei Praktikanten
tätig. Gut 60 ehrenamtliche Mitglieder
sind regelmäßig hier aktiv und schaffen
die Grundlagen für eine Einsatzbereitschaft von mehreren hundert weiteren
Helfern, wenn es darauf ankommt. In
allen Bereichen werden wir jedes Jahr
von der Falkenstraße aus gut 10.000
Menschen ansprechen, die unsere Hilfe brauchen. Dafür, meinen wir, lohnt
sich diese Investition.
1.1.1 WARUM DER ABSCHIED VON
DER FÜRSTENSTRAßE MIT
EINEM NEUBAU?
Was
auf
dem
Foto
romantisch
aussieht,
entsprach
im Betrieb,
insbesondere im Rettungswesen, nicht
mehr den Erfordernissen oder gar zeitgemäßen Anforderungen. Seit 1984
hatte sich vieles verändert: Vorschriften waren andere, Fahrzeuge mehr
und viel größer, technische und räumliche Anforderungen haben sich stark
entwickelt.
Zudem reichten in praktisch keinem
der Arbeits-Bereiche die vorhandenen
Räumlichkeiten auch nur annähernd
aus; Platz für eine Erweiterung war
nicht vorhanden.
So waren viele Einheiten, Fahrzeuge
und Ausstattung in der ganzen Region
verteilt, standen an öffentlichen Straßen, in angemieteten oder privaten
Garagen und waren ungenügend zu
warten und schwer zusammenzuführen.
6

Der Druck auf Ebene von Region und
Landkreis andere räumliche Lösungen
zu finden, um die bestehenden Aufgaben ordnungsgemäß weiterführen, den
notwendigen Bedarf an Hilfeleistung
erfüllen zu können und die Einsatzeinheiten für den ganzen Landkreis zu unterhalten, wuchs beständig.
1.1.2 CHRONIK DES NEUBAUS
14.11.2005 Strategische Entscheidung für
einen Neubau
12.01.2006 erste Verhandlung mit dem
Markt zum Supplygelände
03.12.2007 Beginn Kaufverhandlungen zum
Grundstück
28.01.2008 Bauvoranfrage mit erstem Planentwurf
21.02.2008 Bauvorbescheid Markt GAP
02.09.2009 Genehmigung des BRK zum
Grundstückskauf
12.10.2009 Zustimmung des Landkreises
13.10.2009 Berufung
des
BRKBauauschusses
02.12.2009 grundsätzliche
Zustimmung
Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF)
01.02.2010 Aufruf zu Planvorschlägen an
Architekten
05.08.2010 Präsentation verschiedener Planideen vor dem Vorstand
15.11.2010 Kauf des Grundstückes von
der BIMA
25.03.2011 Genehmigung zum Umzug der
Rettungswache durch ZRF
25.03.2011 Zustimmung der Krankenkassen
zum Umzug Rettungswache
26.04.2011 Genehmigung
durch
BRK
K.d.ö.R.
28.09.2011 Bauantrag
19.11.2011 Baugenehmigung des Marktes
GAP
11.06.2012 Spatenstich und Baubeginn
16.11.2012 Hebauf
19.03.2013 Antrag Tekturänderung Außenflächen
01.08.2013 Einzug und Aufnahme des Betriebes
28.09.2013 Einweihung und Tag der offenen Türe
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013
1.1.3 KOSTEN
Baukostenstand vor Schlussrechnung
Erdarbeiten
355.000,00 €
Bau
2.690.000,00 €
Außenanlagen
290.000,00 €
Ausstattung
140.000,00 €
Nebenkosten
475.000,00 €
Gesamte Baukosten 3.950.000,00 €
Finanzierung
BRK insgesamt, inkl.
BRK Darlehen
1.765.000,00 €
Zuschüsse und Spenden
485.000,00 €
Darlehen
1.700.000,00 €
Gesamtfinanzierung 3.950.000,00 €
Ein besonderes Dankeschön gilt den
zahlreichen Spendern und Unterstützern in der Bauphase sowie den Baufirmen. Gerade der Landkreis und fast
alle Gemeinden haben nach Kräften
dazu geholfen, dass die Finanzierung
unseres neuen zuhause bewältigt werden kann.
1.1.4 DER ERFOLG BRAUCHT VIELE VÄTER
… und so sagen wir ein riesiges „Vergelt´s Gott!“ an unsere ehren- und
hauptamtlichen Mitarbeiter, die sich an
ihrem Platz und mit ihren Möglichkeiten für den Neubau eingesetzt und die
Mühen des Umzugs im laufenden Betrieb geschultert haben. Der Bauausschuss hat über die Jahre das ganze
Vorhaben intensiv begleitet. Dafür
herzlichen Dank an Thomas Schwarzenberger und Anton Böswald (Stellvertr. Vorsitzende), Michael Benedikt
und Stefan Rössner (Schatzmeister),
Alexander Jaud (Justitiar), Christoph
Sörgel (Kreisbereitschaftsleitung), Andreas Geuther (Katastrophenschutz),
Mathias Oberpriller und Markus
Achtner (Kreiswasserwacht), Hans
Steinbrecher (Rettungsdienst), Franz

Manghofer und Heiner Zann (Soziale
Dienste) sowie Arnd Hansen (Kreisgeschäftsführer).
1.2 Das Jahr im Rückblick
Neben den Neuwahlen und dem Kraftakt des Neubaus waren unsere ehrenund hauptamtlichen Mitstreiter in vielen
Bereichen gefordert.
Im Rettungsdienst konnte die Zusammenarbeit mit den ärztlichen Leitern Rettungsdienst intensiviert werden. Mit den Krankenkassen ist eine
bayernweite Vereinbarung zum Qualitätsmanagement unterzeichnet worden, deren Umsetzung bei uns reibungslos läuft, da wir bereits seit 2007
nach der EN ISO zertifiziert sind. Als
Damoklesschwert hängt über der rettungsdienstlichen Versorgung eine
neue Trend – und Strukturanalyse des
Institutes für Notfallmedizin und Medizin Management, die in 2014 erscheinen wird und bei der wir nicht wissen,
inwieweit Sie unseren Rettungsdienst
verändert.
Mit der so genannten RetterGleichstellung ist ein wichtiger Schritt
in Richtung Gleichbehandlung ehrenamtlicher Helfer in den Hilfsorganisationen gemacht worden, mit dem der
Anspruch auf Freistellung von der Arbeit bei Lohnausgleich verankert ist.
Im Katastrophenschutz konnte der im
Dezember 2012 ausgelieferte Gerätewagen Sanität 25 von der Bereitschaft
Oberammergau eingerichtet und in Betrieb genommen werden. Die Leistungsfähigkeit bei Großschadenslagen
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
7

Jahresbericht 2013
haben unsere Einheiten wieder mit einigen Führung Simulationstrainings erprobt. Dabei zeigt sich immer wieder
die Stärke eines Systems, bei dem alle
ehren- und hauptamtlichen Kräfte zusammenarbeiten.
Im Juni dieses wieder einmal: Land unter! Auch unsere Helfer aus Betreuungsdienst und Sanitätseinsatzleitung
sowie Rettungsdienst haben sich über
fast zwei Wochen im Raum Deggendorf engagiert.
Beinahe alle kleinen und großen Veranstaltungen, bei denen ein Sanitätsdienst notwendig ist, werden übers
Jahr von uns betreut. Verschiedene
Großveranstaltungen haben hier eindeutig kommerziellen Charakter und es
werden große Summen umgesetzt.
Umso erstaunlicher ist es, wenn sich
die Veranstalter „zieren“, die Auslagen
für den Sanitätsdienst zu erstatten. Da
unzählige Sanitätsdienste für Vereine
und Gemeinden ohnehin kostenfrei
durchgeführt werden, ist ein Entgelt bei
gewinnorientierten
Veranstaltungen
Wir danken unserem Landrat a.D, Harald
Kühn für die partnerschaftliche Zusammenarbeit und wünschen alles Gute als Mitglied
des Landtages
unumgänglich.
Während wir in der ersten Hilfe Ausbildung wieder gut 2000 Personen Schu-
8

len konnten, hat die Begeisterung für
Schulung und Fortbildung bei unseren
aktiven Mitgliedern deutlich zugelegt.
Rotkreuz-Einführung und Aufbauseminare, Sanität Kurse, Führungslehrgänge, Wasserretter – und Betreuungslehrgänge sowie nach sieben Jahren
mal wieder ein kompletter Fachlehrgang Rettungsdienst sind eindrucksvoller Beleg für das Qualifizierungsniveau.
Nach über 30 Jahren in den verdienten Ruhestand: Ellen Kaul
In der sozialen Arbeit sind unserer
Helferinnen und Helfer das ganze Jahr
über unermüdlich in ganz praktischen
Hilfeleistungen aktiv. Spendenaktionen, Kleiderladen, Mithilfe bei der Tafel
unter Tags und Weihnachtsaktionen
sowie unzählige Besuche und Beratungshilfen gehören zu unserem Auftrag. Einen stolzen 30. Geburtstag
konnte unser Hausnotrufdienst SOSfon
feiern. Hier greifen mittlerweile fast 500
Teilnehmer rund um die Uhr an 365
Tagen im Jahr auf dieses Hilfsangebot
zurück. Im behinderten und Patientenfahrdienst haben sich die Arbeitsbedingungen Dank des Neubaus deutlich
verbessert. Bei den schulbezogenen
Hilfen stand der gesamtgesellschaftlich
diskutierte Inklusionsansatz im Vordergrund. In der stationären Pflege arbeiten wir eng mit den beiden Seniorenheimen in Murnau und Oberammergau
zusammen, die in Trägerschaft der
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen


Jahresbericht 2013
landesweiten Rotkreuz-Tochter Seniorenservice-Gesellschaft stehen.
In der Jugendhilfe befürworten wir die
Wiederaufnahme des Prozesses der
Jugendhilfeplanung im Landkreis sehr.
Die Lebenswelten junger Menschen
verändern sich ständig und so müssen
die bedarfsorientierten Angebote dafür
auch immer neu hinterfragt und weiter
entwickelt werden.
Dies erleben wir gerade in der Jugendsozialarbeit und der schulischen
Nachmittagsbetreuung täglich und so
sind wir froh, dass es gelungen ist zum
Beispiel für die Mittelschule Murnau eine weitere halbe Stelle für eine Fachkraft der Jugendsozialarbeit bewilligt
zu bekommen. Derzeit sind wir in Gesprächen mit dem Jugendamt und dem
sonderpädagogischen Förder-Zentrum
Farchant zur Übernahme der Jugendsozialarbeit für die Christophorusschule.
Eine vielgestaltige aber auch wechselhafte Angelegenheit ist die Jugendarbeit in unseren Gemeinschaften. Während sich die Wasserwacht-Jugend
und die Bereitschafts-Jugend guter
Beliebtheit erfreut, braucht das Jugendrotkreuz an verschiedenen Stellen
Unterstützung. Eine landkreisweite
Daueraufgabe ist die Koordination der
Jugendarbeit in den Gemeinschaften.
Alleine das weit reichende und insbesondere mediale Angebot an junge
Menschen ihre Zeit zu ver(sch)wenden
macht – gepaart mit der geringeren
Geburtenrate – einen deutlich größeren Aufwand nötig, um junge Menschen in gleicher Zahl und Dauer für
das rote Kreuz zu begeistern und zu
gewinnen.
Im Verein mit all unseren ehren- und
hauptamtlich Aktiven stellen wir dankbar fest, dass im Landkreis und Gemeinden die Unterstützung und das
Wohlwollen gegenüber ehrenamtlichen
und bürgerschaftlichen Engagement
sogar noch zunimmt. Gelebte Initiati-
ven wie die Ehrenamtscard sind lebendiges Beispiel dafür. Es bleibt zu
hoffen dass die derzeitige breite Entwicklungs-Diskussion beispielsweise
im Rahmen der Kreisentwicklungsgesellschaft oder europäischer FörderInitiativen wie Leader oder Euregio
auch dazu genutzt wird ehrenamtliches
Engagement zu
stärken.
Unsere ehrenamtlichen engagieren sich
unentgeltlich.
Diese Leistung
gibt es keinesfalls kostenfrei,
aber sie zahlt
sich in jedem
Falle aus!
1.3 Rotkreuz-Aufgaben
Der BRK Kreisverband GarmischPartenkirchen erfüllt als Gliederung
des Bayerischen Roten Kreuzes, Körperschaft des öffentlichen Rechts, auf
Landkreisebene die Aufgaben von
Hilfsorganisation und Wohlfahrtsverband. Satzungsgemäß ist unser Dienst
in der Gesundheits- und Wohlfahrtspflege beschrieben als „Verhütung und
Verhinderung menschlicher Leiden, die
sich aus Krankheit, Verletzung, Behinderung oder Benachteiligung ergeben“:
Mitwirkung im DRK als nationale Rotkreuz-Gesellschaft
• Schutz der Bevölkerung und Hilfe
für Kriegsopfer; Suchdienst
• Familienzusammenführung
und
Auskunft bei Katastrophen
• Teilnahme an nationalen und internationalen Hilfsaktionen
• Unterrichtung Genfer Abkommen
Rettungs- und Gesundheitswesen
• Notfallrettungsdienst und Krankentransport
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
9

•
•
•
•
•
Jahresbericht 2013
Erste Hilfe bei Not- und Unglücksfällen
Blutspendedienst
Katastrophenschutz und -hilfe
Mitwirkung im Natur- und Umweltschutz
Ausbildung
der
Bevölkerung
Soziale Arbeit
• Gesundheitshilfe und vorbeugende
Gesundheitspflege
• Krankenpflege
• Jugendhilfe und Sozialarbeit für
Kinder, Mütter, alte Menschen und
Behinderte
Ehrenamtliche und hauptberufliche
Mitarbeiter verwirklichen mit den Rotkreuz-Grundsätzen unseren Auftrag im
täglichen Wirken:

Vorstand und Haushaltsausschuss und
beschließt über die grundlegende Ausrichtung des Kreisverbandes.
Am 19. April 2013 war es wieder soweit: Knapp 200 Delegierte des Roten
Kreuzes aus dem Landkreis wählten in
der Bayernhalle den Kreisvorstand und
Haushaltsausschuss für die Wahlperiode bis 2017 neu.
Satzungsgemäß bestimmt der in dieser
Funktion unentgeltlich tätige Vorstand
Menschlichkeit, Unparteilichkeit,
Neutralität, Unabhängigkeit,
Freiwilligkeit, Einheit, Universalität
Seit 2007 sind
wir im Rettungsdienst, der sozialen Arbeit und
Mitgliederbetreuung gemäß
EN ISO erfolgreich zertifiziert.
Die kontinuierliche Verbesserung
unserer
Dienstleistungen
für Kunden, Patienten, Klienten und
Hilfsbedürftige ist uns ein dauerhaftes
Anliegen, das wir weiter verfolgen werden.
die strategische Entwicklung des
Kreisverbandes. Er beschließt die Mittelverwendung und kontrolliert das
operative Geschäft. Die Außenvertretung trägt nach der Satzung der Vorsitzende und für das operative Geschäft
der Kreisgeschäftsführer. Die ehrenamtlichen Gemeinschaften bestimmen
ihre Arbeit nach eigener Ordnung. Der
Kreisgeschäftsführer ist zuständig für
das operative Geschäft im Kreisverband und leitet die Kreisgeschäftsstelle. Die Bergwachten gliedern sich nicht
nach Landkreisgrenzen, sondern in eigene Abschnitte. Sie sind daher organisatorisch nicht Teil eines Kreisverbandes.
1.4 BRK-Struktur im Landkreis
Die Mitgliederversammlung wählt für
eine Amtsperiode von vier Jahren den
1.4.1 NEUWAHLEN VORSTAND
Seit April 2013 besteht der Kreisvorstand nun aus folgenden Mitgliedern:
1. Vorsitzender
Altbürgermeister Michael Lidl
1. Stellv. Vorsitzender
Bürgermeister Thomas Schwarzenberger
10
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013

2. Stellv. Vorsitzender
Chefarzt
Stellv. Chefarzt
Schatzmeister
Stellv. Schatzmeister
Justitiar
Kreisbereitschaftsleitung
Kreisbereitschaftsleitung
Kreiswasserwacht
Kreiswasserwacht
Bergwacht
Bergwacht
Leitung der Jugendarbeit
Leitung der Jugendarbeit
Berufene Persönlichkeit
Rotkreuzbeauftragter
Kreisgeschäftsführer
Anton Böswald
Dr. Werner Leidinger
Dr. Vincens Weingart
Michael Benedikt
Stefan Rösner
Alexander Jaud
Michael Debertin
Christoph Sörgel
Markus Achtner
Tobias Gröbe (bis Nov. 2013)
Anton Gehringer
Erwin Hagn
Peter Strötz
Simon Parzhuber
Peter Lenz
Andreas Geuther (beratend)
Arnd Hansen (beratend)
In den wurden gewählt:
Vorsitzender
Helmut Greif
Stellvertreter
Jürgen Mueck
Beisitzer
Benno Fieger, Dirk Kühler (ab Januar 2014), Dr. Klaus Lüddecke, Hans Schmidt, Martina Strauß (bis Dez. 2013), Peter Weihrauch
In seiner konstituierenden Sitzung hat der Kreisvorstand neben dem Kreisvorsitzenden als Delegierte berufen:
Delegierte für die BRK Bezirksversammlung: Michael Benedikt, Andreas Geuther,
Arnd Hansen und Alexander Jaud
Delegierte für die BRK Landesversammlung: Michael Benedikt und Arnd Hansen
Organisationsstruktur BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
Mitgliederversammlung
Vorstand
Haushaltsausschuss
Ehrenamt
Kreisgeschäftsstelle
Bereitschaften
Rettungswache Garmisch
Wasserwachten
Rettungswache Mittenwald
Jugendrotkreuz
Rettungswache Murnau
Bergwacht
Rettungswache Oberammergau
1.5 Strategische Entwicklung
Der Vorstand hat sich in 2013 mit allen wesentlichen laufenden Vorgängen im Kreisverband und dem BRK befasst und in insgesamt 5 Sitzungen (Januar, April, Juli, Ok-
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
11


Jahresbericht 2013
tober, Dezember) die für unsere Arbeit nötigen Beschlüsse getroffen. Dazu kommt
die Teilnahme an unzähligen weiteren Terminen und Sitzungen.
Zur Festlegung der grundsätzlichen strategischen Orientierung der Arbeit des Kreisverbandes in der laufenden Wahlperiode hat der Kreisvorstand in den jeweiligen
Haupt Aufgabenfelder sowie den Querschnittsaufgaben „Öffentlichkeitsarbeit“ und
„Qualitätsverbesserung“ Entwicklungsziele formuliert.
Die Haupt Aufgabenfelder sind:
1. Hilfen für Menschen in akuten Notlagen Katastrophen
Rettungsdienst mit Notfallrettung und Krankentransport
Berg und Wasserrettung
Katastrophenschutz
Breitenausbildung
Sanitätsdienst
Betreuungsdienst und
Blutspenden
2. Hilfen für alte Menschen, Menschen
mit Behinderung oder Benachteiligung
und Bedürftige
ambulante soziale Hilfen
Fahrdienste
Kleiderladen und Versorgungshilfen
Besuchsdienste
Spenden Aktionen
Erst Rettungsdienst, dann Verkehrsminister
Hausnotruf
Alexander Dobrindt beim BRK Rollentausch im
Einsatz
3. Hilfen für Kinder, Jugendliche und Familien
Jugendarbeit, insbesondere in den Gemeinschaften
Freizeit-, Bildungs- und Kulturangebote
Jugendsozialarbeit und Schulsozialarbeit
4. Verbreitungs-Arbeit Suchdienst und sonstige
900
872
849
816
811
806
786
800
700
630
624
618
588
582
600 586
500
400
300
191
200
177
172
165
136
100
77
0
2008
2009
2010
2011
2012
2013
Bereitschaft
Wasserwacht
Jugendrotkreuz
Die Schwerpunkte für die Weiterentwicklung hat die Vorstandschaft insbesondere auf
Qualitätsverbesserung, einheitliche Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit gelegt.
12
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013
1.6 BRK Kreisverband in Zahlen
Stand 31.12.2013
1.6.1 AKTIVE EHRENAMTLICHE:
Hier unsere aktiven Mitglieder:
12 Bereitschaften, Mitgl. 588
11 Wasserwachten, Mitgl. 806
8 JRK-Gruppen
Mitgl. 136
Gem. Satzung §7,2: Mitgl. 96
Die Zahl der ehrenamtlichen tätigen
Mitglieder liegt bei nun gut 1.600 Aktiven. Die leichte Reduzierung liegt in der
Hauptsache an einem Rückgang beim
JRK, als auch an einer Bereinigung der
Kreisverbandsmitglieder.
Mit über 2.000 rein ehrenamtlichen
Einsätzen in den Gemeinschaften sind
alle Aktiven weiter stark gefordert.. Sieht
der Mitglieder- und Leistungsbestand
auch relativ stabil aus, so müssen wir
dennoch beachten, dass weniger junge
nachkommen und die zeitlichen Möglichkeiten für ehrenamtliche Arbeit mehr
und mehr eingeschränkt werden.
1.6.2 HAUPTAMTLICHE
MITARBEITER (31.12.2013)
Mitarbeiter
64 (63)
BFD-Leistende und
Freiwilliges Soziales Jahr
7 (12)
Praktikanten
2 (2)
Geringfügig Beschäftigte
48 (42)
Bei relativ gleichbleibender Anzahl sozialversicherungspflichtig
Beschäftigter
haben wir aufgrund der Unsicherheit bei
Besetzung und Interesse die Anzahl der
BFD-Leistenden reduziert sowie die geringfügige Beschäftigung etwas erhöht.
Der Wechsel erfolgte praktisch ausschließlich im Bereich Soziale Dienste,
sodass von den verbliebenen BFD-lern
nun einer in Blutspendedienst und Verwaltung und sechs im Rettungsdienst
beschäftigt sind.
1.7 Fördermitglieder
Kreisverband 31.12.: 7.629 (VJ: 7.003)
Wasserwachten 31.12.: 356 (VJ: 312)

Durch eine Mitgliederwerbung vom Juli
bis August 2013 ist die Fördermitgliederzahl wieder auf gut 7.600 Mitglieder
gestiegen. Wir konnten fast 1.000 neue
Förderer der Rotkreuzarbeit im Land-
Unsere Mitglieder erleben was!
Z.B. beim Ausflug nach Solferino zum
Denkmal der Vereinten Nationen
kreis gewinnen. Auch haben viele bestehende Mitglieder ihre Unterstützung
erhöht. Ein herzliches „vergelt´s Gott!!“
dafür.
Leider haben wir nach wie vor sehr viele
Kündigungen oder Austritte durch Tod,
Wegzug aus unserem Landkreis oder
aus finanziellen Gründen. Wir werden
auch
weiterhin
Werbemaßnahmen
durchführen müssen, um den Mitgliederbestand aufrecht zu halten. Die Beiträge unserer Förderer sind die wichtigste Einnahmequelle, um unseren
Aufgaben als Rotes Kreuz gerecht zu
werden.
1.7.1.1 Rückholung aus dem Ausland
Die Rückholung aus dem Ausland organisiert unsere rund um die Uhr erreichbare Leitstelle in Bonn.
Die medizinisch-technische Ausstattung
der von uns eingesetzten Flugzeuge,
zum Beispiel Challenger und Lear Jet,
bieten ein Optimum an Versorgungsmöglichkeiten für die Patienten. Kernstück ist ein spezielles Transportmodul
mit allen erforderlichen Geräten zur
Kontrolle der Vitalfunktion und für notfalltherapeutische Maßnahmen. Dazu
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
13

Jahresbericht 2013
kommt eine komplette Ausstattung für
Intensivpatienten.
Verlässlich wie unsere Technik sind die
Menschen, die sie anwenden: Ein flugerfahrener Notarzt und weiteres medizinisches Personal sowie erfahrene Piloten sorgen für die bestmögliche Betreuung und einen schonenden Transport
der Patienten.
Oberstes Gebot ist dabei die medizinische Versorgung auf dem gesamten
Weg bei schneller, lückenloser Transportabwicklung.
Auch Kinder und hilfsbedürftige Angehörige bringen wir betreut nach Hause.
Um mitgereiste Angehörige kümmert
sich im Notfall erfahrenes und gut ausgebildetes Fachpersonal des Roten
Kreuzes. In kürzester Zeit steht vor Ort
eine Betreuung zur Verfügung, die sich
sowohl um das seelische Wohlergehen
kümmert als auch um die Organisation
und Begleitung einer sicheren Rückreise zum Heimatort.
Wir können mehr als andere bieten: Alter und Vorerkrankung von Personen,
die wir versichern, spielen bei uns überhaupt keine Rolle. Besonders interessant für Langzeiturlauber und Weltenbummler: die Rückholversicherung über
die BRK-Mitgliedschaft gilt für ununterbrochene Auslandsaufenthalte von bis
zu sechs Monaten.
Außerdem genießt das Rote Kreuz
weltweit den Status der Neutralität. Wir
haben damit mehr Möglichkeiten, Patienten sogar aus Krisengebieten nach
Deutschland zurückzuholen.
14

1.7.1.2 Rückholung im Inland
Reisen in Deutschland wird immer beliebter. Was aber ist, wenn die Tour
durch Unfall oder Krankheit ein jähes
Ende nimmt? Am Urlaubsort trägt die
eigene Krankenversicherung die Kosten
– sowohl für den Rettungsdienst als
auch für die stationäre und ambulante
Behandlung. Doch was geschieht bei
einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus, weit entfernt von zu Hause?
Viele Betroffene befinden sich schnell in
einer misslichen Lage. Die vertraute
Umgebung fehlt und die wichtige Unterstützung durch Angehörige ist kaum
möglich. Die Krankenversicherung deckt
die Kosten für eine Verlegung in ein
Heimatkrankenhaus nicht ab.
Mit dem Inlands-Rückholdienst ist diese
Aller Ehren wert sind unsere Jubilare, die
bei der Mitgliederversammlung
ausgezeichnet wurden
Lücke im System geschlossen. Wir
bringen unsere Mitglieder und deren
Familienangehörige von der Klinik am
Urlaubsort zur Klinik am Heimatort
wohlbehalten zurück; Vorerkrankungen
spielen dabei überhaupt keine Rolle.
Sie wollen das Rote Kreuz
unterstützen?
Werden Sie Mitglied bei uns!
Tel. (08821) 94321-0 oder -13
oder nutzen Sie den Aufnahmeantrag
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013

2 Gemeinschaften
2.1 Bereitschaften
Die zehn BRK-Bereitschaften, sowie
die Fachdienste Betreuung, Rettungshundestaffel und Gefährliche Stoffe
und Güter im Landkreis GarmischPartenkirchen können auf ein ereignisreiches Jahr 2013 zurückblicken. Im
Rotkreuz-Wahljahr bestimmten die Bereitschaften auf Orts- und Kreisebene
ihre Führungsmannschaften zum Teil
neu. Als Kreisbereitschaftsleitung wurden gewählt Michael Debertin und
Christoph Sörgel. Mit der Berufung am
15. Mai stand die neue Mannschaft für
vier Jahre.
Neben unzähligen Stunden an Ausbildung, Einsätzen und Sanitätswachdiensten war die erste Bewährungsprobe die Teilnahme am größten Einsatz des BRK in diesem Jahr: dem
Hochwassereinsatz in Deggendorf.
Am 5. Juni machte sich eine Betreuungseinheit mit Logistik-LKW, Feldküche, Mannschaftstransportwagen und
10 Helfern aus den ganzen Landkreis
zusammen mit der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UGSanEL) auf den Weg zum Bereitstellungsraum nahe Passau. Am Einsatzort in
einer Deggendorfer Turnhalle versorgten wir ca. 1.000 Einsatzhelfer vom
Frühstück über Lunchpackete und Mittagessen (1000 Schnitzel backen!) bis
hin zum Abendessen. Die UGSanEL
unterstützte indes die Einsatzleitung
der Wasserwacht bei der Führung von
6 Wasserrettungszügen.
Einen Tag nach deren Rückkehr wurde
am 10. Juni der Rettungswagen der
Bereitschaft Oberammergau nach
Deggendorf abkommandiert, um dort
den Rettungsdienst und die Sanitätseinsatzleitung zu unterstützen.
Trotz der sehr kurzfristigen Anforderung haben alle höchst motiviert und
schnell gehandelt, so dass der Einsatz
gut geklappt hat. Die Einladung zum
Helfergrillen war ein würdiger Abschluss dieser Erlebnisse.
Ende Juni bildete sich unsere Rettungshundestaffel bei einem Fachdienstlager in Landsberg am Lech mit
Flächen- und Trümmersuchhundeteams aus ganz Oberbayern fort.
Bei den Feierlichkeiten zum 150jährigen Jubiläum des Roten Kreuzes
am 13. Juli in München sind wir mit
mehreren Tausend anderen „Sanis“
aus ganz Bayern angerückt.
Am selben Tag präsentierte sich die
Kreisbereitschaftsjugend bei der Jugendmeile in Garmisch-Partenkirchen
interessierten Jugendlichen. Unser Betreuungsdienst sorgte mit Bratwürsten
und Getränken für das leibliche Wohl
der Besucher.
Ein Kraftakt war der Umzug von der alten Kreisgeschäftsstelle und zwei Aus-
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
15

Jahresbericht 2013
senlagern in Oberau und der Partenkirchner Unterfeldstrasse in das neue
Gebäude an der Falkenstrasse. Nach
Entrümpelung des alten Hauses konnte das Büro der Kreisbereitschaftsleitung in die neuen Büroräume umgezogen werden. Es folgte am 27. August
das neue Lager für den Katastrophenschutz: Streichen, Einpacken, aussortieren, Einräumen, usw., damit zur Eröffnung am 28. September alles für die
Öffentlichkeit gezeigt werden konnte.
Im Neubau gibt es für das Ehrenamt
sowohl drei Multifunktionsräume, als
auch acht neue Garagenstellplätze.
Hier kommt für den Landkreis die Betreuungseinheit, die UGSanEL, die
Schnelleinsatzgruppe Gefährliche Güter und Stoffe (SEG-GSG) sowie ein
Geräteanhänger unter.
Am 7. September fand mit den Feuerwehren eine Großübung am Klinikum
Garmisch-Partenkirchen statt. Hier übten alle BRK Einheiten aus dem Landkreis mehrere schwere Unfälle in und
an dem Gebäude.
Anfang Oktober wurden alle Helfer, die
mit Lebensmitteln in Kontakt kommen
vom Gesundheitsamt über Lebensmittelhygiene geschult. Außerdem fand in
Grafenaschau ein Eignungstest für
Rettungshunde statt.
Für die neuen Leitungs- und Führungskräfte, wurde im November ein
Rotkreuzaufbauseminar
abgehalten,
das die Grundlage für weitere Lehrgänge ist.
Die Gruppen- und Truppführer der Bereitschaften trainierten im November
16

bei einem Führungssimulationstraining
(Sandkastenspiel) an einem Großschadenszenario, wie mit Hilfe der
vorhandenen Fahrzeuge und Helfer ein
Einsatz bewältigt werden kann. Dem
ein oder andren stand trotz der Trockenübung der Schweiß auf der Stirn,
wenn er als verantwortlicher Abschnittsleiter den Einsatz zu koordinieren hatte.
Dass der Wahlspruch „Rotes Kreuz auf
weißem Grund – Hilfsbereit zu jeder
Stund“ nicht nur eine Floskel ist, haben
unsere Helfer-Vor-Ort bewiesen. Sie
kommen bei jeder Tages- und Nachtzeit zum Einsatz, wenn der Rettungsdienst durch hohes Einsatzaufkommen
länger für die Anfahrt braucht - im Jahr
2013 mit landkreisweit 700 Einsätzen,
bei denen den Patienten bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes
geholfen wurde.
Dazu kommt noch der Hintergrundund Betreuungsdienst für unsere
Hausnotruf-Teilnehmer und die Organisation und Verpflegung der Blutspendetermine.
Unser Dank gilt nicht nur allen Führungskräften aus dem Haupt- und Ehrenamt sondern insbesondere allen
Helfern unserer Gliederungen. Ohne
den unermüdlichen Einsatz wäre dieses vielfältige Einsatzspektrum nicht zu
bewältigen.
Herzlichen Dank für das Engagement !
Eure Kreisbereitschaftsleitung
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013

2.2 Wasserwachten
Die Wasserwacht im BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen setzt
sich aus den 11 Ortsgruppen in Farchant, Garmisch-Partenkirchen, Grainau,
Krün-Wallgau,
Mittenwald,
Oberammergau, Oberau, Ohlstadt,
Riegsee, Seehausen und Uffing zusammen.
Von diesen Ortsgruppen werden die
größeren Seen des Landkreises, an
denen Badebetrieb stattfindet, betreut,
sowie in einigen Frei- und Hallenbädern regelmäßiger Wachdienst zur Unterstützung der Bademeister geleistet.
Neben den Ortsgruppen unterhält die
Wasserwacht auch vier jederzeit über
Funkmeldeempfänger (Piepser) alarmierbare Schnelleinsatzgruppen mit
Standorten in Grainau, Krün-Wallgau,
Seehausen und Uffing, die in Notfällen
die Rettung aus fließenden Gewässern. oder Seen regelmäßig durchführen können.
Ebenso steht in der Garage im neuen
Kreisverband der Mannschaftstransporter der Kreiswasserwacht, welcher
vorrangig der WW Grainau überlassen
wurde. Dieser dient dazu, die SEG
Mitglieder aus Grainau und Krün, welche in Garmisch-Partenkirchen wohnen, zum Einsatz zu bringen und reduziert dadurch die Privat PKW´s im
meisst beengten Einsatzraum. Mit
Blaulicht wird die Einsatzstelle auch
schneller erreicht und der Anfahrtsweg
ist kürzer.
Auch für den Einsatzleiter WRD wurde
ein gebrauchtes Fahrzeug angeschafft
und umgebaut. Der Opel Astra steht an
der Fürstenstraße, in den Garagen des
alten Kreisverbandes. Der Umbau ist
noch nicht komplett abgeschlossen,
doch musste dieses Fahrzeug schon
3x zum Einsatz kommen. Künftig wird
dieser auch im neune Rotkreuhaus untergebracht.
Neben den Wasserrettungsdienst mit
insgesamt 13.400 Wachstunden im
Jahre 2013 haben die Wasserwachten
noch weitere Aufgaben bewältigt. Zu
zahlreichen Sanitätsdienstlichen Absicherungen stellen die Wasserwachten
Krün-Wallgau und Uffing in Ihren Heimatgemeinden den Helfer vor Ort.
Die größte Herausforderung nach der
Neuwahl im Frühjahr 2013 war der
überraschende Rücktritt des Technischen Leiters und der Jugendleiterinnnen in der Kreiswasserwacht. Doch im
Februar 2014 konnten diese Positionen wieder neu besetzt werden. So hat
sich nun diese neue engagierte junge
Truppe gefunden:
Auf dem Foto v.l.n.r.:
Sandro Leitner (stellv. Techn. Leiter), Marc
Lehmann (techn. Leiter), Szilvia Ogon (stellv.
Jugendleiterin), Markus Achtner (Vorsitzender), Simone Beu (Jugendleiterin)
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
17

Jahresbericht 2013

2.3 Jugendrotkreuz
Das Jugendrotkreuz ist der anerkannte Träger der Jugendarbeit innerhalb des Bayerischen Roten Kreuzes. Folgende Grundsätze bestimmen seine Arbeit:
M enschlichkeit
U nparteilichkeit
N eutralität
U nabhängigkeit
F reiwilligkeit
E inheit
U niversalität
Im Jugendrotkreuz und den anderen Jugendgemeinschaften des BRK lernen Kinder
und Jugendliche nicht nur erste Hilfe. In zahlreichen unterschiedlichen freizeitstrich,
Kultur – und Bildungsangeboten haben Sie jede Menge Spaß miteinander. Sie lernen
Verantwortung für sich und andere zu übernehmen sowie selbstständig Veranstaltungen und Projekte zu planen und durchzuführen. Rund 350 Kinder, Jugendliche
und junge Erwachsene erwerben in 19 Jugendgruppen wichtige Schlüsselkompetenzen für sich, die ihnen auch im späteren Berufsleben von Nutzen sein werden und
entwickeln ihre Persönlichkeit weiter. Sie setzen sich in JRK, Bereitschaften und
Wasserwacht für Frieden, Gesundheit
und Umwelt und kooperieren mit Jugend- Maßnahmen/Aufgaben JRK
Regelmäßige Gruppenstunden:
gruppen aus aller Welt.
Bei Wettbewerben vergleichen sich die Ausbildung in Erster Hilfe
Kindergarten: „Trau Dich“
Wettkämpfer mit anderen Jugendgruppen Grundschule: „Juniorhelfer“
und stellen ihr Wissen und Können in ver- Ab 6. Klasse reguläre Erste Hilfe Ausbildung
schiedenen Bereichen unter Beweis. Ers- Erste Hilfe am Kind, für Behinderte, etc.
te Hilfe in Theorie und Praxis lernen sie Heranführung an den Rotkreuzgedanken „Helab dem Grundschulalter und sind so in fen nach dem Maß der Not“
Hinführung zu ehrenamtlichem Engagement
der Lage, anderen Menschen zu helfen.
Projekte u.a.: Streitschlichter, BabysitterausbilDas soziale und politische Engage- dung, Suchtprävention
ment verbinden Jugendrotkreuzler mit
vielen Freundschaften, Abwechslung und hohem Erlebniswert in ihrer Jugendgruppe.
In 2013 ist die Jugendarbeit des BRK stark von der Hans und Klementia Langmatz
Stiftung unterstützt worden, wofür wir ein herzliches „Dankeschön!“ sagen.
18
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013

2.4 Schulbezogene Jugendarbeit
2.4.1.1 Schulsanitätsdienste
Es ist eine erfreuliche Meldung: die
Schulen im Landkreis GarmischPartenkirchen ohne Schulsanitätsdienst und ohne regelmäßige Erste Hilfe Schulung auch für die Lehrkräfte
werden immer weniger. Auch 2013
wurden wieder 200 Schülerinnen und
Schüler altersgerecht in Erster Hilfe
ausgebildet. Ausgestattet mit dem nötigen Handwerkszeug (einer Schulsanitätsdiensttasche mit Verbandmaterial,
Pflaster und Eisbeutel) sowie 3 Westen
für die diensthabenden Schüler sorgen
die Schulsanitäter mit großem Eifer für
mehr Sicherheit im Schulalltag.
Die stete Ausund Fortbildung
kann nur dank
vieler ehrenamtlicher Kräfte der
örtlichen
Rot
Kreuz
Gemeinschaften und dem
Interesse der Schulen aufrecht erhalten und gewährleistet werden. Dies ist
vor allem der Verdienst, unserer ehrenamtlichen Helfer, die immer wieder
ihre Freizeit einbringen und den Kindern ihr Wissen in Erster Hilfe kindgerecht vermitteln. Dafür ein herzliches
Dankeschön. Besonders aktive Schulen konnten mit Unterstützung der
Langmatz-Stiftung mit einer neuen
Schulsanitätsdiensttasche ausgestattet
werden.
Nicht nur in den Grundschulen, sondern auch an Real-, Mittelschulen und
Gymnasien ist der Schulsanitätsdienst
mittlerweile ein selbstverständlicher
Teil der Schule. Im Rahmen von Projektarbeiten vertiefen die Schülerinnen
und Schüler die Erste Hilfe Kenntnisse
bis hin zum Sanitätskurs.
Beim jährlichen JRK-Kreiswettbewerb
beteiligten sich auch Gruppen aus dem
Schulsanitätsdienst und bewiesen sehr
erfolgreich ihr Können. Dafür ein Dan-
keschön an die Lehrerinnen und Lehrer, die durch ihr Engagement und die
Unterstützung den Schülern ein gutes
Vorbild sind.
2.4.1.2 Juniorhelfer
Wie erkenne ich, dass ein Mensch in
Not ist? Wer und wie macht man den
Notruf? Was ist die Rettungskette?
Was mach ich bei Bauchschmerzen?
Wie kann ich Unfälle vermeiden? Was
mach ich bei Verbrennungen? Wie
versorge ich stark blutende Wunden?
Dies ist nur ein Teil der Fragen, die die
Juniorhelfer am Ende eines Kurses
wissen müssen. Im Jahr 2013 haben in
4 Kursen 114 Kinder und Jugendliche
einen Juniorhelfer-Kurs besucht und
somit den Beginn der Ersten Hilfe
Maßnahmen erlernt. Es ist immer wieder erstaunlich wie engagiert die Kinder dabei sind. In verschiedenen Aktionen und Schulveranstaltungen konnte
das Können und Wissen präsentiert
und gezeigt werden. Dank der großen
Unterstützung des Rettungsdienstes
konnten die Kinder einen Rettungswagen besichtigen.
2.4.1.3 Babysitter
Wie wickele ich einen Säugling? Was
tun bei Kinderkrankheiten? Was erwarten die Eltern von mir? Wer als Babysitter auf anderer Leute Kinder aufpassen möchte, dem stellen sich viele
Fragen. Deshalb fand der von Lebenslust e.V. angebotene Babysitter-Kurs
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
19

Jahresbericht 2013
auch in diesem Jahr wieder mit Anna
Thiele, Fach-Lehrerin für Erziehungskunde am St. Irmengard zum achten
Mal großen Anklang und war gut besucht.
Die 30 Teilnehmerinnen beschäftigen
sich an vier Tagen mit Pädagogik und
Entwicklungspsychologie und übten
Säuglings- und Kinderpflege. Das richtige Verhalten bei Kinderkrankheiten
und 1. Hilfe bei Kindern stand genauso
auf dem Programm wie Fragen der
Haftung und Aufsichtspflicht oder den
organisatorische Punkten wie die Vereinbarung mit Eltern, Versicherungen,

usw.. Neben der richtigen Ernährung
runden Tipps zur Beschäftigung mit
Spielen und Basteln den Kurs ab. Dazu kam ein Praktikum zur Erprobung in
einer Kinderkrippe. Als Referenten waren Fachkräfte von BRK und Sozialdienst Katholischer Frauen, aktiv, darunter ein Kinderarzt und der BRKJustitiar, die überwiegend ehrenamtlich
dozierten. Wer alle theoretischen und
praktischen Teile absolviert hatte, erhielt ein Zertifikat und war damit
zum/zur Rotkreuz-Babysitter,-in ausgebildet.
.
2.5 Jugendsozialarbeit an den Mittelschulen Murnau und
Oberammergau
Integration des/der Einzelnen wird gezielt durch Kontakte im Gemeinwesen
angebahnt und unterstützt.
Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS)
wendet sich nach den Richtlinien an
junge Menschen, die durch ihr Verhalten, insbesondere durch erhebliche erzieherische, psychosoziale und familiäre Probleme, Schulverweigerung, erhöhte Aggressivität und Gewaltbereitschaft auffallen, deren soziale und berufliche Integration aufgrund von individuellen und/oder sozialen Schwierigkeiten sowie auf-grund eines Migrationshintergrundes erschwert ist.
Junge Menschen und deren Eltern
werden bei Bedarf beraten (Einzelfallhilfe), um Lebensbewältigungsstrategien für den Alltag, Schule, Ausbildung
und Beruf zu entwickeln. Der Erwerb
von sozialen Kompetenzen und Arbeitstugenden sowie die Befähigung
zur Konfliktbewältigung sollen mit Methoden der sozialen Gruppenarbeit
sowie durch Angebote von Trainingskursen ermöglicht werden. Die soziale
20
Was recht theoretisch klingt, bietet das
BRK in Zusammenarbeit mit Jugendamt, Schulamt und den Schulen als
Partnern ganz praktisch den Schülerinnen und Schülern an den Mittelschulen Murnau und Oberammergau an.
Zum 01.12.2012 konnte nicht nur die
durch Elternzeit frei gewordene Teilzeitstelle in Oberammergau mit der
Sozialarbeiterin Eva Krapf wieder besetzt werden. Frau Krapf konnte auch
für die für Murnau genehmigte Erweiterung um eine zweite halbe Stelle gewonnen werden.
In Murnau sind nun mit Eva Krapf und
Anke Stöhrer (Bild oben) zwei staatlich
anerkannte Fachkräfte für die großen
und kleinen Probleme der Schüler da,
damit auch an den Nachmittagen eine
Ansprechpartnerin vor Ort sein kann.
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013
In 2013 bot die Jugendsozialarbeit unterschiedlichste Hilfeleistungen an.
Insbesondere galt es, einige zum Teil
schwerwiegende Fälle von (Cyber-)
Mobbing – teils mit ganzen Klassen,
teils mit einzelnen Gruppen - zu einem
guten Ende zu bringen. Nicht nur bei
Mobbing besteht neben der Arbeit mit
belasteten Kindern ein großer Teil der
JaS in der Arbeit mit deren Familien.
Denn nur in der Zusammenarbeit mit
Elternhaus, Schule und anderen Institutionen kann den Kindern wirkungsvoll
und nachhaltig
geholfen werden.
Wichtige
regelmäßige Aufgabe der Jugendsozialarbeit
ist
die
Funktion
als
„Feuerwehr“.
Das bedeutet,
schnelle und möglichst unbürokratische Hilfe bei akuten Problemlagen
anzubieten. Dies ist Dank des großen
Engagements von Schulleitung und
Lehrerkollegium möglich und führt
meist auch zu nachhaltig Erfolgen.
In der offenen (Gesprächs-) Atmosphäre und mit dem Engagement von
Schulleitung und Lehrerkollegium gelingt mit der Jugendsozialarbeit an
Schulen (JaS) eine erfolgreiche soziale
Arbeit.
Um die Entstehung schwieriger Probleme von vornherein zu verhindern oder aber auch sichtbar zu machen,
konnten wieder einige Präventionspro-

jekte durchgeführt werden. In den 7., 8.
und 9. Klassen wurden Projekte zu
Cybermobbing, Sucht- und Gewaltprävention initiiert, außerdem wurde in
einzelnen Klassen die Förderung sozialer Kompetenzen trainiert.
Zum Ende des letzten Schuljahres galt
es sowohl Thomas Matches als langjährigen Schulleiter der Mittelschule
Murnau, als auch Stefan Haas als
Schulleiter der Grund und Mittelschule
Oberammergau zu verabschieden. Mit
ihren Nachfolgern, Markus Köpf für
Murnau und Maria Hochenleitner für
Oberammergau, konnte sogleich die
bewährte vertrauensvolle Zusammenarbeit fortgeführt werden.
In Murnau wurde erneut das bereits
seit 2010 laufende Patenprojekt begleitet, bei dem allen neuen 5.Klässlern je
ein Pate aus einer höheren Jahrgangsstufe Hilfe in alltäglichen Schulsituationen bietet. Insgesamt konnten
auch dieses Schuljahr hierzu wieder
über 100 Schüler eingebunden werden.
2.6 Nachmittagsbetreuung Oberammergau
2.6.1 ERWEITERTE MITTAGSBETREUUNG AN DER GRUNDSCHULE
Seit dem Schuljahr 2010/11 wird in der
Grundschule Oberammergau die erweiterte Mittagsbetreuung angeboten.
stalteten Räumen im Grundschulgebäude betreut.
Die Kinder kommen nach dem Unterricht in unsere Gruppenräume und
können sich bis zum gemeinsamen
Mittagessen frei beschäftigen.
Im Schuljahr 2012/13 wurden 21 Kinder der Klassen 1- 4 von Montag bis
Donnerstag bis 15:30 in zwei neu ge-
Nach dem Essen erledigen sie unter
Aufsicht und, wenn nötig, mit unserer
Hilfestellung ihre schriftlichen Haus-
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
21

Jahresbericht 2013

aufgaben. Für ein reibungsloses Funktionieren sorgt hier die enge Zusammenarbeit mit den Lehrkräften.
„Wir bieten nicht nur: leckeres Mittagessen, individuelle Hausaufgabenhilfe und Projekte…“
Anschließend stehen Entspannung
und Erholung, Aktivitäten und Kommunikation im Vordergrund. Wir bieten regelmäßig gezielte Möglichkeiten der
Freizeitgestaltung an. Spielen, Basteln
und Lesen stehen hier im Vordergrund.
Die Beschäftigung mit bestimmten
Themenkreisen und jahreszeitlich gebundenen Aktivitäten, wie Plätzchen
backen oder Osterbasteleien, sind
nicht nur sehr beliebt, sondern fördern
auch die Kreativität und stärken das
Gemeinschaftsgefühl der Kinder.
Wichtig ist es uns auch, den Bewegungsdrang der Kinder zu stillen.
Wenn es das Wetter erlaubt, gehen wir
nach draußen. Dort stehen der Pausenhof und der angrenzende, ebenfalls
neu gestaltete, Spielplatz zur Verfügung.
…sondern auch Spaß an der Schule,
wirken unterstützend beim Erwerb von
Kreativität, Neugier und Teamgeist,
aber vor allem sind wir eine familienergänzende Einrichtung. Wenn die anderen Kinder und Jugendlichen mittags
nach Hause gehen, fängt für einige
Schüler der Spaß erst richtig an.
An den ersten vier Tagen jeder Woche,
also von Montag bis Donnerstag, bleiben die Kinder bis 16.00 Uhr in der
Schule. Momentan betreuen wir ca. 45
Schüler und Schülerinnen der Klassen
5 - 9. Wir verfolgen ein offenes und
nicht „Jahrgangsbezogenes Konzept“.
Besondere Highlights waren für die
Kinder die Besichtigung eines BRK
Rettungswagens, ein kleiner Erste Hilfekurs und ein Picknick an der Ammer.
2.6.2 OFFENE GANZTAGSSCHULE
Seit September 2010 bietet die Mittelschule Oberammergau in Kooperation
mit dem BRK Kreisverband GarmischPartenkirchen in zwei Gruppen dieses
Angebot. Ein warmes Mittagessen wird
täglich frisch zubereitet und von einem
ortsansässigen Anbieter.
22
So können
die Kinder
der
verschiedenen
Altersklassen beim
Mittagessen, bei den Hausaufgaben oder in der
Freizeit sich gegenseitig unterstützen
und voneinander lernen.
Fast wöchentlich führen wir mit den
Schülern unterschiedliche Projekte
durch und fördern: Kreativität, Teamgeist und Motorik. Es wurden unter anderem, „Kerzen gedreht“, „alkoholfreie
Cocktails geshaked “, „Marmelade gekocht“, „Fahrradtouren gemacht“, „die
neue Slackline ausprobiert“ und „gekickert“ .
Abschließend kann gesagt werden:
„Wir freuen uns auf ein weiteres ereignisreiches Jahr!“
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013

3 Rettungsdienst
3.1 Ehrenamtlichkeit im Rettungsdienst – Steig ein!
Lebensretter gesucht!
Das Ehrenamt ist ein sehr wichtiger
Bestandteil des Bayerischen Roten
Kreuzes und nimmt auch im Rettungsdienst einen bedeutenden Platz ein.
Mit einem Anteil von 20% unterstützen
Freiwilligendienst und das Ehrenamt
die Aufgaben und Ausführungen des
BRK Rettungsdienstes und sichern
gleichzeitig die besondere Qualität des
komplexen Hilfeleistungssystems. Als
großer Tätigkeitsbereich dient er den
Ehrenamtlichen als wichtige Quelle für
Erfahrung, Ausbildung, Qualität und
Sicherheit.
Diese Erfahrung ist in anderen Bereiche^n im BRK wie z.B. Katastrophenschutz und Sanitätsdiensten lebenswichtig. Um den Erhalt und Ausbau
von Qualität auch in Zukunft halten zu
können, ist ein starkes Ehrenamt sowie
ein leistungsfähiger Rettungsdienst
notwendig. Deshalb hat sich der BRK
Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
entschieden ein Konzept zur Neugewinnung von Ehrenamtlichen umzusetzen. Wir werben deshalb intensiv dafür, dass alle Interessierten, die wichtige und unerlässliche Arbeit im Bayerischen Roten Kreuz mit unterstützen
und Menschen in Notlagen helfen. Wir
bieten neben gründlicher Ausbildung in
einem sympathischen Team Gemein-
schaft, Sinnerfahrung, neue Horizonte,
Wissen und Sicherheit.
3.1.1 FACHLEHRGANG RETTUNGSDIENST
Nach 160 Lehrgangsstunden und zahlreichen Übungsabenden haben 18
Mitglieder aus BRK-Bereitschaften und
Wasserwachten im Landkreis die
schriftliche und praktische Prüfung
zum Fachlehrgang Rettungsdienst bestanden und dürfen nun den Titel „Rettungsdiensthelfer“ tragen. Viele wollen
nun auch noch die Berufsqualifikation
des Rettungssanitäters draufsatteln.
Seit September 2013 haben sich auf
Initiative von Hans Steinbrecher, hiesiger Leiter Rettungsdienst, die Sanitäter
und Wasserwachtler jeden Alters aus
dem ganzen Landkreis fast jedes zweite Wochenende im neuen Lehrsaal des
Roten
Kreuzes
in
GarmischPartenkirchen zur Ausbildung zum Rettungsdiensthelfer eingefunden. „Die
Anforderungen sind nicht gerade gering.
Die Absolventen mussten eine Menge
theoretische Kenntnisse sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung von qualifizierten Krankentransporten, von erweiterten Erste HilfeMaßnahmen bei Notfallpatienten und
von Assistenzmaßnahmen bei der
Versorgung von Patienten durch einen
Notarzt bzw. einen Rettungsassistenten erlernen. Dazu standen u.a. auf
dem Programm Themen wie
• Anatomie und Physiologie des
Menschen
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
23

Jahresbericht 2013
•
internistische,
traumatologische,
thermische, psychiatrische, gynäkologische und pädiatrische Notfälle
• Schock und Vergiftungen
• Rettung und Transport
• Einsatztaktik und Rechtsgrundlagen
„Alle haben bestanden!“ 18 neue
Retter verstärken das Rote Kreuz
3.2 Fortbildung
2013 war für den BRK Rettungsdienst
im Landkreis Garmisch-Partenkirchen
wieder ein Jahr der Herausforderungen
und Neuerungen. Im Bereich der Fortbildung sind wir wieder neue Wege
gegangen.
Für die Hauptamtlichen Kolleginnen
und Kollegen boten wir folgende Themen an,
• erweitere
Versorgungsmaßnahmen, Versorgung der Patienten,
Medikamentengabe
(Notkompetenz),
• Gesundheitsprävention, Terraband,
• Traumaschulung nach ITLS und ein
• Praktikumstag in den Nothilfen des
Klinikums Garmisch-Partenkirchen
und der Unfallklinik Murnau.
Den vielen ehrenamtlichen Kolleginnen
und Kollegen im Rettungsdienst wurden wieder zwei Wochenenden zur
Auffrischung ihres theoretischen Wissens mit neuesten notfallspezifischen
Themen angeboten.
3.3 Qualitätsmanagement
Das vor 7 Jahren eingeführte Qualitätsmanagementsystems nach ISO
9001- 2008 konnte unsere alltägliche
24

Arbeit vereinfachen und sicherer machen. Nach Implementierung der notwendigen Grundlagen (Normen), haben wir im weiteren Verlauf unser System gefestigt und ausgebaut. Durch
das Verständnis und der guten Mitarbeit aller Beschäftigten, konnten wir
zahlreiche Potentiale aufgreifen und
erkennbar ausbauen.
In regelmäßig stattfindenden Systemund Zertifizierungsaudits werden alle
Normen relevanten Punkte überprüft.
Des Weiteren dienen die Internen sowie Systemaudits der zusätzlichen
Wissensschöpfung. Ein Schwerpunkt
wurde in die Gesunderhaltung der Belegschaft gelegt. Strukturiertes Arbeiten, die richtige Herangehensweise
sowie Tipps zur richtigen Körperhaltung, Stärken von wichtigen Muskelgruppen und des Wohlbefindens tragen zum Arbeitsschutz und der Betrieblichen Gesundheitserhaltung bei.
Folgend, wurde nach Einführung einer
Internetbasierenden Software, ein
Fortschritt in Richtung Transparents,
Dokumentenlenkung und Arbeitserleichterung erreicht.
Mit viel Dynamik im System werden
Leistungs- und Wirkungsfähigkeiten
auch in Zukunft gut genutzt.
Regelmäßige Befragungen bei unseren Kunden (Patienten) zeigen uns,
dass wir den hohen Ansprüchen in der
medizinischen Versorgung tagtäglich
gerecht werden. Zusätzlich belegen
uns Zahlen aus aktuellen Auswertungen, dass die Fort- und Weiterbildung
im BRK Kreisverband GarmischPartenkirchen, sich auf einem hohen
Niveau befindet.
3.3.1 AUSWERTUNG REANIMATIONEN
Als Beispiel sei hier die Reanimation
und Frühdefibrillation genannt, die regelmäßig geübt wird: Im 2013 rückte
der Rettungsdienst des BRK in 34 Fällen zur Behandlung eines Herzkreislaufstillstandes aus. In 35% der Fälle
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013
war die Herz-Lungen- Wiederbelebung
erfolgreich und führte dazu, dass die
Patienten mit einem stabilen Herzrhythmus ins Krankenhaus eingeliefert
wurden. In einer großangelegten Untersuchung, der Abteilung für Notfallmedizin der Universität von Michigan,
Ann Arbor, USA, aus dem Jahre 2010,
wurden 142 770 Notfallprotokolle bei
Herz-Kreislaufstillständen von 1950 bis
2010 untersucht. Aus dieser groß angelegten Untersuchung ging hervor,
dass maximal 25% der Patienten nach
einer Wiederbelebung ins Krankenhaus eingeliefert werden konnten. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass
wir
im
Landkreis
GarmischPartenkirchen mit unserem Ausbildungs- und Trainingskonzept auf dem
richtigen Weg sind.
Neuerungen, die zur Qualitätsverbesserung beitragen:
 Neuer Allradrettungswagen für die
Rettungswache GarmischPartenkirchen.
 Ausstattung aller Krankentransportwagen im Landkreis mit Pulsoxymeter.
3.3.2 ÄRZTLICHE LEITER RETTUNGSDIENST
In enger Abstimmung mit den ärztlichen Leitern Rettungsdienst konnten
wir ebenfalls mehrere Verbesserungen
in der Versorgung unserer Patienten
erreichen. Die „erweiterten Versorgungsmaßnahmen“ wurden angepasst
und eine einheitliche Medikamentenliste für unsere Rettungs- und Notarz-

teinsatzfahrzeuge konnte für die 3
Landkreise des Rettungszweckverbandes Oberland eingeführt werden.
Ebenso wurde auf Anregung der ÄLRD
ein sogenanntes Schockraumtraining
für unsere hauptamtlichen Kolleginnen
und Kollegen als Pilotprojekt eingeführt. Ziel dieses Trainings war die
Versorgung und fachgerechte Übergabe der Notfallpatienten an das Nothilfepersonal der Kliniken GarmischPartenkirchen und Murnau.
3.3.3 FORTBILDUNGEN HAUPTUND EHRENAMT
Zum ersten Mal wurde die Pflichtfortbildung genauso umfassend für ehrenamtliche
Rettungsdienstmitarbeiter
zentral und analog der hauptamtlichen
Fortbildung durchgeführt. Somit wurde
eine einheitliche Fortbildung für alle
Mitarbeiter im Kreisverband angeboten. Folgende Themen wurden vermittelt: Neuerungen Guidelines, Reanimation Kinder, Algorithmus gem. ITLS
(Trauma Training), akutes Koronarsyndrom, EKG 4- polig, 12- polige Patientenableitungen,
Rezertifizierung
Frühdefibrillation, Fallbeispiele.
Für die hauptamtlichen Kolleginnen
und Kollegen ergänzte ein eintägiger
Übungstag auf dem Bundeswehrübungsgelände in Murnau zusammen
mit der Feuerwehr Murnau mit den
Themenschwerpunkten Rettung adipöser Patienten, mStaRT Sichtung, Kinderreanimation das Fortbildungsangebot.
3.4 Einsätze
Die Einsatzzahlen in der unten aufgeführten Statistik zeigen den Verlauf des
Einsatzaufkommens vom Jahr 2006
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
25


Jahresbericht 2013
bis 2013. Der starke Rückgang der
Krankentransporte hängt zum einen
mit der Kürzung der Vorhaltestunden
im Krankentransportbereich zusammen und mit der mittlerweile großen
Anzahl von privaten Anbietern auf dem
Markt.
 Herrn Marco Viehweger, RW GAP
zum 10 jährigen,
 Herrn Georg Zwink, RW Oberammergau zum 15 jährigen,
 Herrn Christian Hackl, RW GAP
und Herrn Rudolf Baader, RW Mittenwald zum 25 jährigen und
 Herrn Volker Dangel, RW GAP zum
30 jährigen Dienstjubiläum.
3.6 Fazit
Ein Großteil der Dienst-Jubilare!
Die nichtverrechnungsfähigen Einsätze
beinhalten das komplette Paket der
Hilfeleistungen ohne Transporte. Hier
fallen z.B. Einsätze wie das Hilfeersuchen nach Stürzen (Hebehilfe), Notarztzubringer, Erstversorgungen bei
größeren Schadenslagen und/oder
Einsätzen bei denen ein Notfallrettungsmittel (aus Einsatzgründen verhindert) nicht rechtzeitig entsendet
werden kann. Beim letzten genannten
Punkt wird ein Krankentransportwagen
(kleineres Fahrzeug mit einer geringeren medizinischen Ausstattung) vorab
zum Einsatz disponiert um die wertvolle Zeit der Ersten Hilfe zu verkürzen
und den Patienten vorweg zu versorgen.
Die gesamte Fahrleistung lag bei
490.000 KM.
Besondere Einsätze waren für uns der
Kutschenunfall im Bereich Mittenwald
mit 9 Verletzten und der Großbrand
des ehemaligen Kaufhaus X in Garmisch-Partenkirchen mit 20 Verletzten
bzw. Betroffenen. Bei allen Einsätzen
ist die gute Zusammenarbeit zwischen
Rettungsdienst, Feuerwehr, Bergwacht
und Polizei hervorzuheben.
3.5 Dienstjubiläen
Gratulieren durften wir
26
Im Bereich Neuerungen können wir mit
Stolz melden, dass der Umzug in die
neue Rettungswache in der Falkenstrasse vollzogen wurde. Unter Mithilfe
der Haupt- und Ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden wurde dieser
Kraftakt in 3 Tagen vollbracht. Die
neue Rettungswache entspricht allen
derzeit geltenden gesetzlichen Richtlinie und Vorschriften. In diesem Rahmen einen herzlichen Dank an Alle die
beim Umzug mitgeholfen haben.
Die neue Waschhalle
Die Ergebnisse und das Gesamtkon-21
zept bestätigen uns, dass wir ein bewährter, leistungsstarker, moderner
und hoch motivierter Dienstleister sowie Partner für unsere Bürgerinnen,
Bürger, Gäste und Institutionen im
Landkreis
Garmisch-Partenkirchen
sind.
Allerdings werden wir durch äußere
Einflüsse immer mehr in unserer täglichen Arbeit eingeschränkt und reglementiert. Für das Jahr 2014 steht wie-
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013
der ein sog. TRUST Gutachten an.
TRUST steht für Trend- und Strukturanalyse und untersucht die öffentlichrechtliche rettungsdienstliche Vorhaltung nach quantitativen, qualitativen
und wirtschaftlichen Gesichtspunkten,
aus denen eine Empfehlung an den
Zweckverband für Rettungsdienst und
Feuerwehralarmierung ergeht. Das
Gutachten, das in regelmäßigen Abständen vom Staatsministerium des
Inneren und den Sozialversicherungsträger in Auftrag gegeben wird, ist aus
unserer Sicht nicht praxisnah. Die Kürzungen aus dem letzten Gutachten
haben unsere damaligen Prognosen
über eine Verschlechterung im Krankentransport und in der Notfallrettung
bestätigt. Längere Wartezeiten bei
Kranktransporten, Überschneidungen
durch Duplizitäten bei Notfällen treten
immer häufiger auf. Ebenso haben sich
die Befürchtungen über die Mehrung
von ehrenamtlichen Einsätzen, in den
Bereichen „Helfer vor Ort“ und den
„Schnell-Einsatzgruppen“, bewahrheitet. Aufgrund der Gutachtensystematik,
die den Rettungsdienst nicht in seiner
Komplexität wiedergibt, rechnen wir
wieder mit Kürzungen und dadurch einer weiteren Verschlechterung in der
zeitnahen Versorgung unserer Patienten.
Man kann größere Schadenslagen,
Unfälle oder Herzinfarkte nicht vorplanen und nur wirtschaftlich be-

trachten, hinter jedem Einsatz steht
ein Mensch und ein Schicksal, aber
das wird in der heutigen Zeit bei
weitem nicht mehr berücksichtigt,
es gilt zu sehr Wirtschaftlichkeit und
Einsparpotenzial.
Erläuterungen zum Einsatztraining für Landrat
Harald Kühn
Wir werden sehen und weiterkämpfen
zum Wohl unserer Patienten und
schauen mit sehr gemischten Gefühlen
ins neue Jahr 2014.
Trotz allem gilt unser besonderer Dank
auch im abgelaufenen Jahr 2013 allen
Unterstützern, Blaulichtorganisationen,
dem
Landratsamt
GarmischPartenkirchen, den Kommunen, BRKGliederungen, der BRK Vorstandschaft
sowie Presseinstitutionen (Medien).
Hans Steinbrecher
Leiter Rettungsdienst
4 Ausbildung in 1. Hilfe
Menschen in Not brauchen Hilfe
Unfälle passieren überall und jederzeit.
Die Erste Hilfe durch Laien ist das erste Glied in der so genannten Rettungskette. Viele trauen sich aus Unsicherheit keine Hilfeleistung zu. Dabei können die ersten Minuten für das Überleben entscheidend sein. Der Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses gibt die not-
wendige Sicherheit, um in Notfallsituationen helfen zu können.
4.1 Kurse und Statistik
In unseren Erste Hilfe Kursen werden die wichtigsten Rettungs- und
Verhaltensmaßnahmen bei Unfällen
erläutert. Es wird darauf hingewiesen,
wie wichtig die schnelle und richtige
Alarmierung des Rettungsdienstes ist.
Die Teilnehmer haben in diesen Kur-
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
27

Jahresbericht 2013
sen die Möglichkeit, die verschiedenen
Lagerungen kennenzulernen und zu
üben. Die Versorgung starker Blutungen oder Kopf-, Bauch- und Brustkorbverletzungen sind in den Kursen ebenso beinhaltet wie von Muskel- und Gelenkverletzungen oder Knochenbrüchen.
Sie erfahren vieles über die Thermischen Schäden und über Elektrounfälle. Vergiftungen, Verätzungen und
Akute Erkrankungen sowie die Handhabung eines Defibrillators gehören
ebenfalls zu den Inhalten dieser Kurse.
Diese acht Doppelstunden sind nicht
nur für Ersthelfer in Betrieben gedacht,
sondern für Erzieher, Lehrkräfte, Bewerber des Lkw- bzw. des BusFührerscheins und natürlich für jeden
einzelnen Interessierten! Nach zwei
Jahren müssen die betrieblichen Ersthelfer ihre Kenntnisse bei einem sog.
Erste Hilfe Training wieder auffrischen.
Diese Kurse können über die Berufsgenossenschaften abgerechnet werden.
4.1.1 UNSERE KURSE ERSTE HILFE AM KIND
werden sowohl für Erzieher/innen als
auch für Eltern, Großeltern und angehende Babysitter angeboten.
Wie kann ich Kindernotfällen vorbeugen, wie verhalte ich mich bei Notfällen
mit Kindern, wie führe ich die lebensrettenden Sofortmaßnahmen durch,
was ist bei Sport/Spielverletzungen
oder bei Knochenbrüchen zu tun, was
mache ich bei thermischen Schäden
oder auch bei Vergiftungen? Fragen
über Fragen - damit jedem die Möglichkeit gegeben ist eine gewisse Si-
28

cherheit im Umgang mit Kindernotfällen zu erlangen, bieten wir laufend diese Kurse an.
4.1.2 UNSERE KURSE LEBENSRETTENDE SOFORTMAßNAHMEN
werden regelmäßig in GarmischPartenkirchen, Murnau und Mittenwald
durchgeführt. Diese Kurse wenden
sich grundsätzlich an alle Interessierten, da keinerlei Vorkenntnisse nötig
sind. In diesen Kursen erlernen sie
nicht nur wie man eine Unfallstelle richtig absichert, man erfährt das wichtigste über den Ablauf der Rettungskette,
es wird die Überprüfung und Sicherung
der Vitalfunktionen genauso geübt wie
die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Für
alle, die in naher Zeit den Führerschein
machen möchten, ist dieser Kurs unerlässlich.
4.2 Zahlen und Daten
Und hier eine Übersicht der Teilnehmer an den Kursen Erste Hilfe, Erste
Hilfe Training, Erste Hilfe am Kind sowie Lebensrettende Sofortmaßnahmen
Übung macht den Meister, auch bei der
Herzdruckmassage
Abgehaltene Kurse 2013
3 Sanitätsdienstausbildungen (35 TN)
1 Wasserretter Ausbildung (13 TN)
3 Freshup (48 TN)
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen


Jahresbericht 2013
20 Erste Hilfe am Kind (227 TN)
26 Lebensrettende Sofortmaßnahmen
(282 TN)
47 Erste Hilfe Training/Notfalltraining
(562 TN)
43 Erste Hilfe Kurse (506 TN)
Unsere internen Mitglieder haben an
diversen Lehrgängen teilgenommen,
wie z.B. am Lehrgang Information und
Kommunikation, am Grundlehrgang
Betreuung,
am
RotkreuzEinführungsseminar, am RotkreuzAufbau-Seminar, am Lehrgang für Mitarbeiter der UGSanEL, am Fachlehrgang Rettungsdienst sowie an vielen
weiteren Grund- und Aufbaulehrgängen.
Der neue Lehrsaal
4.3 Im Neubau macht Ausbildung Spaß
großer, teilbarer Lehrsaal zur Verfügung, der bisher schon viele Male für
zwei parallel laufende Veranstaltungen
genutzt werden konnte. Das Material
für die Ausbildung ist nun auch in einem separaten Lager übersichtlich untergebracht.
Durch die Systembegutachtung im
Qualitätsmanagementsystem konnte
die Ausbildung auch 2011 wieder erfolgreich rezertifiziert werden.
4.4 Das Wichtigste: unsere
Ausbilder
Wir freuen uns, wieder zwei neue
Ausbilder/innen in unserem Kreis begrüßen zu dürfen und wünschen beiden viel Spass und Erfolg bei der
Durchführung ihrer Kurse.
In regelmäßigen Abständen werden alle Ausbilder/innen fachlich und pädagogisch fortgebildet. Zu den diesjährigen Themen gehörten Praxistraining,
Einweisung in die Leitfäden Erste Hilfe
im Forst und Erste Hilfe bei der Feuerwehr, Umgang/Verletzungen mit Elektroautos sowie aktivierende Unterrichtsmethoden.
Haben Sie Fragen zu unseren Kursen oder möchten Sie einen speziellen Kurs buchen, dann rufen Sie
doch einfach an (0 88 21) 94 32 10,
oder schicken Sie eine Email an
erstehilfe@kvgarmisch.brk.de
Durch den Umzug in unser neues Rotkreuz-Haus im August steht uns ein
1000
800
600
2011
400
2012
200
2013
0
Erste Hilfe
Erste Hilfe
Training
Erste Hilfe am
Kind
LSM
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
29

Jahresbericht 2013

5 Soziale Arbeit
5.1 Soziale Arbeit
„Im Zeichen der Menschlichkeit!“ Die
Mitarbeiter und sozialen Einrichtungen
des BRK Kreisverbandes GarmischPartenkirchen sind offen für alle großen und kleinen Nöte und Sorgen der
Menschen. Sollten wir einmal nicht
selbst helfen können, vermitteln wir an
andere fachkundige Träger sozialer
Dienste und Einrichtungen.
Die vergangenen beiden Jahre im Bereich der Sozialen Dienstleistungen
waren geprägt vom großen Umzug unseres BRK Kreisverbandes in den
Neubau an der Falkenstraße. Wir haben seit August 2013 neue und größere Räumlichkeiten sowie eine verbesserte Infrastruktur auf aktuellem technischem Niveau. Für die Mitarbeiter/innen im Bereich des Sozialen
Dienstes bedeutet dies künftig eine
Verbesserung der Arbeitsplätze und
Arbeitsbedingungen.
5.2 Fahrdienst
„Mit uns sicher ans Ziel!“ Oft sind es
nur kleine Hindernisse, die behinderten
Menschen die Teilnahme am täglichen
Leben erschweren können. Mit unserem begleiteten Fahrdienst möchten
wir Menschen mit einer vorübergehenden oder dauerhaften Behinderung, die
Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erleichtern und den Alltag so angenehm wie möglich machen.
Unsere speziell ausgebildeten Fahrerinnen und Fahrer kennen die besonderen Bedürfnisse behinderter Menschen. Unsere modernen Spezialfahrzeuge ermöglichen Rollstuhlfahrern
praktisches und bequemes Reisen ohne mühsames Umsetzen und ohne
Unterbringungsprobleme für den Rollstuhl. Sei es der Weg zur Arbeit, ein
Arztbesuch oder eine Stipp-Visite bei
Freunden - Wir fahren Sie, wohin Sie
30
möchten - wann immer Sie uns brauchen.
Alles drin, alles dran für die Beförderung
5.2.1 MITARBEITER/-INNEN
Bereits im Jahre 2011 wurde der Zivildienst eingestellt und der sogenannte
„Bundesfreiwilligendienst“ eingeführt.
Dies hatte in den vergangenen Jahren
eine erhebliche Auswirkung auf verschiedene soziale Hilfeleistungen des
BRK´s, welche in einem gewissen Umfang nicht mehr gewährleistet werden
konnten.
Wir mussten im Bereich des Behindertenfahrdienstes sehr kurzfristig reagieren und haben versucht, diesen durch
den
Bundesfreiwilligendienst
oder
durch das Freiwillige Soziale Jahr aufzufangen, was leider nicht zum gewünschten Erfolg führte.
Im Bereich des Fahrdienstes konnten
wir diese Lücken durch die Besetzung
von Mini-Jobs schließen. Seit den letzten Jahren können wir somit jedoch auf
einen festen und soliden Mitarbeiterstamm setzen. Verschiedene Fortbildungen im Bereich Erster-Hilfe, Fahrsicherheitstrainings sowie Schulungen
in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen, sorgen für eine sichere Atmosphäre unserer Fahrgäste, Eltern und
Einrichtungen.
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013
Der BRK Kreisverband GarmischPartenkirchen bietet nach wie vor noch
freie Stellen in den Bereichen Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr an! Nähere Informationen
dazu erhalten Sie in unserer Geschäftsstelle bzw. in den einzelnen
Geschäftsbereichen.
5.2.2 QUALITÄTSMANAGEMENT
„Qualitätsmanagement – ständig besser werden!“
Auch in den vergangenen Jahren wurden im gesamten Bereich Soziale
Dienste
• Begleiteter Fahrdienst, Patientenund Behindertenfahrdienst
• Beförderungsmanagement/Interhospitaltransporte (Fahrzentrale)
• SOSfon – Hausnotruf
in internen Audits und durch einen externen Gutachter unsere Vorgänge und
Arbeitsschritte im Rahmen unseres
Qualitätsmanagements nach DIN EN
ISO 9001 wieder überprüft. Im Laufe
der Zeit erhöhen sich die Anforderungen an unser gelebtes Qualitätsmanagementsystem sowie die Begutachtung
durch den externen Gutachter.
Training für die Sicherheit im Verkehr
Wir arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Geschäftsprozesse. Dazu
helfen uns vor allem auch Kundenbefragungen, die wir immer wieder in den
einzelnen Bereichen des Sozialen
Dienstes durchführen und von denen

wir hilfreiche Verbesserungsvorschläge
und Anregungen unserer Fahrgäste
erhalten.
5.2.3 BRK FAHRZENTRALE
Ständige Änderungen im Gesundheitssystem und immer neue Vorgaben
durch Krankenkassen fordern ein hohes Maß an die Dispositionsleistung
unserer Mitarbeiter der BRK Fahrzentrale. Hierbei müssen unsere Mitarbeiter viel Erfahrung im Bereich des Krankentransportes sowie in den Kostenübernahmen durch Krankenkassen
mitbringen.
Fahrzentrale: endlich Platz bei der Arbeit
Die Ansprüche bei einer Beförderung
von Patienten können sehr vielfältig
sein. Die Aufgabe der Disponenten in
der Fahrzentrale ist es, unter Beachtung von wirtschaftlichen und gesetzlichen Gesichtspunkten, immer das richtige Beförderungsmittel für den Patienten zu finden. Dabei sind vor allem die
Bedürfnisse der Patienten, aber auch
die Interessen der Kostenträger zu berücksichtigen.
Unsere BRK Fahrzentrale disponiert
bereits seit einigen Jahren sehr erfolgreich
Patientenfahrten für mehrere
Kliniken in den Landkreisen GarmischPartenkirchen
und
WeilheimSchongau. Hiermit bieten wir diesen
Kliniken, aber auch unseren vielen privaten Kunden, ständig einen qualitativ
hochwertigen Ansprechpartner für die
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
31

Jahresbericht 2013

Bestellung von Patientenfahrten z. B.
zum Arzt oder zur Reha.
5.2.4 PATIENTENFAHRDIENST
Wenn Patienten befördert werden,
muss es nicht immer der schnelle Einsatz mit Blaulicht sein. Weitaus häufiger werden Menschen im Fahrdienst
transportiert, die zwar Hilfe und entsprechende Betreuung brauchen, aber
nicht in Lebensgefahr schweben. Für
diese Fälle gibt es unseren Patientenfahrdienst.
Wir bringen Patienten sicher zum Arzt,
ins Pflegeheim oder ins Krankenhaus.
Solche Patientenfahrten sind dann
notwendig, wenn jemand liegend oder
im Rollstuhl sitzend transportiert werden muss und deshalb nicht mit einem
öffentlichen
Verkehrsmittel
fahren
kann. Auch Verlegungen und Transporte innerhalb eines Klinik-Geländes
oder zwischen verschiedenen Krankenhäusern gehören zum BRKService. Dabei können sich die Patienten stets darauf verlassen, dass sie
von Profis betreut und in spezialisierten Fahrzeugen bewegt werden.
5.2.5 BEHINDERTENFAHRDIENST
Im Bereich des Behindertenfahrdienstes befördern wir täglich hilfsbedürftige
Schulkinder und ältere Menschen aus
dem gesamten Landkreis GarmischPartenkirchen
zur
ChristophorusSchule Farchant, Sonderpädagogische
Tagesstätte Farchant und in die Werdenfelser Werkstätten.
Aufgrund der körperlichen und geistigen Behinderung sowie durch verschiedene Anfallsleiden benötigen diese Fahrgäste eine fachgerechte und
spezielle Beförderung, die durch unser
fachlich geschultes Personal und Beifahrer/-innen während der Fahrt entsprechend betreut und beaufsichtigt
werden.
32
Begutachtung durch den Auditor Ulrich Seisler
von der DQS
Um auf die Bedürfnisse sowie mit dem
Anfallsleiden der zu befördernden Kinder besser umgehen zu können, erhalten unsere Mitarbeiter/-innen jährlich
eine fachgerechte Einweisung durch
die jeweiligen Einrichtungen sowie
durch interne Schulungsmaßnahmen.
5.2.6
FUHRPARK
Dank des Neubaus unseres BRK
Kreisverbandes haben wir nun auch für
die Fahrzeuge unseres BRK Fahrdienstes mehr Platz. Seit August 2013
stehen für uns 4 Parkplätze in einer
geräumigen Halle zur Verfügung. Wir
haben hier die Möglichkeit, unsere
Multifunktionsfahrzeuge im Trockenen
auf die entsprechenden Bedürfnisse
unserer Fahrgäste umzurüsten. Entsprechende Lagerräume für unsere
Fahrtragen, Roll- und Tragestühle sorgen für noch mehr Qualität im täglichen Arbeitsleben.
Auch im vergangenen Jahr hatten wir
wieder die Möglichkeit, unseren Fuhrpark auf die aktuellen Anforderungen
auszubauen und konnten alte Fahrzeuge durch neue Fahrzeuge ersetzen.
Gewisse Ausbaumerkmale und Ausstattungsrichtlinien entsprechen den
aktuellsten DIN-Normen und gesetzlichen Vorgaben. Die jährliche TÜV- und
BO-Kraft-Überprüfung sorgt zusätzlich
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen


Jahresbericht 2013
für eine sichere Beförderung unserer
Fahrgäste.
Jan Feb Mär Apri Mai Jun Juli Aug Sep OktoNov Dezember
Teilnehmerentwicklung
Hausnotruf 2013
## ## ## ## ## ## ##
## ## ## ## ##
490
485
5.3 30 Jahre Hausnotruf
480
Im vergangenen Jahr konnten wir im
Bereich unseres Hausnotrufs das 30jährige Jubiläum feiern. Denn seit 30
Jahren bieten wir unseren Senioren/innen im Landkreis GarmischPartenkirchen unser Hausnotrufgerät
an. Tendenz weiterhin steigend, denn
damit kann der Umzug in ein Seniorenheim vermieden oder hinausgezögert werden. Durch das Hausnotrufgerät und den mobilen Notruf vom Bayerischen Roten Kreuz bieten wir Sicherheit rund um die Uhr, in den eigenen
vier Wänden und auch außerhalb. Die
Zentrale ist 24 Stunden und an 365
Tagen im Jahr erreichbar.
465
475
470
460
455
450
445
Die Stiftung Warentest hat im Großraum von Berlin und München zwölf
Anbieter von Hausnotrufdiensten getestet, darunter auch zwei Anbieter des
Roten Kreuzes. Hierbei schnitten die
Rotkreuz-Hausnotrufdienste als Testsieger ab (Heft 9/2011).
Das Rote Kreuz setzt sich beim Test
mit der Note 2,3 an die Spitze. Es
überzeugte mit dem Kundenservice,
aber auch der Beratung im Vorfeld und
der Einrichtung des Hausnotrufs. Weitere Anbieter im Test waren drei Hilfsorganisationen sowie acht private Unternehmen.
5.3.2 DAS „HAUSNOTRUFGERÄT –
SOSFON“
Es besteht aus einer Basisstation und
einem Handsender. Die Basisstation
wird von geschultem Personal am Telefon- und am Stromnetz angeschlossen und erklärt. Der Handsender wird
umgehängt oder als Armband getragen.
5.3.1 ENTWICKLUNG IM LANDKREIS
Das Durchschnittsalter unserer Teilnehmer beim SOS-fon liegt bei 85 Jahren. Im Jahr 2013 konnte der Kreisverband bei 162 Teilnehmern ein Gerät
anschließen. Bei 133 Teilnehmern
musste das Gerät wegen Umzuges
oder Versterben wieder abgemeldet
werden. Im Landkreis GarmischPartenkirchen nutzen zum Ende des
Jahres 2013 insgesamt 485 Teilnehmer das Hausnotrufgeräte. Zum
31.12.2012 waren es 456 Teilnehmer.
Einfach, aber sehr hilfreich: der Hausnotruf
Bei Knopfdruck auf den Handsender
wählt das Basisgerät über die Telefonleitung unsere Hausnotrufzentrale an
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
33

Jahresbericht 2013
und es besteht eine Sprechverbindung.
In der Hausnotrufzentrale sind alle
wichtigen Daten des Teilnehmers hinterlegt und so kann schnell geklärt
werden, welche Hilfe benötigt wird.
Kann keine Sprechverbindung hergestellt werden, kommt schnelle Hilfe!
Um schnelle Hilfe gewährleisten zu
können, wird ein Schlüssel des Teilnehmers auf der zuständigen Rettungswache hinterlegt. Durch das Drücken der Tagestaste, morgens und mittags, passt das Gerät auf, dass es dem
Teilnehmer gut geht.
5.3.3 DER „MOBILE NOTRUF“
Durch den mobilen Notruf haben unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger die
Möglichkeit, sich
auch außerhalb
der
Wohnung
sicher zu fühlen.
Der mobile Notruf wird somit
zum
Begleiter
im täglichen Leben, z. B. bei
Spaziergängen
oder
Wanderungen.
Unsere modernen Mobilrufgeräte verfügen über einen GPS-Empfänger.
Dadurch kann stets die aktuelle Position des Mobilrufteilnehmers ermittelt
werden. Durch kurze Betätigung der
Notruftaste stellt das Notrufgerät selbständig eine Sprachverbindung zur
Mobilrufzentrale her und übermittelt
gleichzeitig die Position des Mobilrufteilnehmers.
5.3.4 BESUCHSDIENST FÜR
HAUSNOTRUFTEILNEHMER
Bei älteren und allein stehenden Menschen ergibt sich oft Einsamkeit und
Gesprächsbedarf oder sie brauchen
weitere Hilfen. Hier hilft unser Besuchsdienst mit ehrenamtlichen Helfern/-innen. Sie besuchen die Hausnotrufteilnehmer regelmäßig, um nach
34

dem rechten zu sehen und Gespräche
zu führen. Es wird festgestellt, ob es
Probleme oder Wünsche gibt oder sogar Hilfe benötigt wird.
Das Bayerische Rote Kreuz hält mit
dem Besuchsdienst Kontakt und kann
helfen, wenn sich die Situation vielleicht verschlechtert. Das Beste ist: der
Besuchsdienst kommt kostenlos, ist also in den Leistungen für unsere Hausnotrufteilnehmer enthalten. Somit bieten wir unseren Hausnotrufteilnehmern
im gesamten Landkreis Service im Alltag und Sicherheit im Notfall.
Für
eine
flächendeckende
Versor
sorgung
im gesamten Landkreis brauchen wir
noch viele Helfer/-innen. Bei Interesse
zur Mithilfe im Besuchsdienst stehen
wir Ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.
5.4 Hauswirtschaftliche Hilfen
Unser BRK-Angebot „Hauswirtschaftliche Hilfen“ richtet sich an ältere, kranke und behinderte Menschen. Unsere
ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer
leisten Hilfen bei Einkäufen, Spaziergängen und Dienstleistungen rund um
den Haushalt, bis hin zur Hilfe bei
Haushaltsauflösungen. Über Möglichkeiten der Bezuschussung beraten wir
unsere Kunden gerne. Abrechnungen
erfolgen über die Pflegekasse, Sozialamt, Krankenkasse oder eine private
Abrechnung. Ausgenommen sind pflegerische oder medizinische Betreuung.
Durch die hauswirtschaftlichen Hilfen
in Verbindung mit unserem BRKHausnotruf und BRK Fahrdienst kann
der Umzug in ein Pflegeheim verhin-
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013
dert werden und so der Wunsch nach
dem Verbleib in den eigenen vier
Wänden erfüllt werden.
Die Hauswirtschaftlichen Hilfen sowie
unser
BRK
Fahrdienst,
der SOSfon
Hausnotruf oder
mobile Notruf bilden ein Komplettpaket
für Senioren unter dem Namen „Leben+plus“. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in unserer Geschäftsstelle.
5.5 Blutspenden
„Lebensrettende Hilfe die meist in
aller Stille stattfindet“
Bei 42 Blutspendeterminen in 2013
haben 3.547 Mitbürger im Landkreis
mit die persönlichste aller Spenden –
nämlich ihr Blut - zur Versorgung kranker und schwer verletzter Menschen
zur Verfügung gestellt. Ohne die Hilfe
der zahlreichen, ehrenamtlichen Helfer
und der vielen Blutspender, denen ein
herzliches „Dankeschön!“ gebührt,
könnten die täglich über 2.000 in den
Bayerischen Kliniken benötigten Blutspenden nicht bereitgestellt werden.
Eine Neuerung gab es für Blutspender,
die über viele lange Jahre zum Spenden in die Partenkirchener Turnhalle
der Bürgermeister Schütte-Schule gegangen sind. Am 11. September 2013
wurde das neue BRK-Haus an der Falkenstr. 9 auch für das Blutspenden in

den Dienst genommen. Hier werden
die Partenkirchener Termine nun immer stattfinden.
Bei allen Blutspenden gibt es eine feste Arbeitsteilung zwischen dem Blutspendedienst des BRK und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern
des Roten Kreuzes vor Ort. Der Blutspendedienst ist für die medizinischen
Fragen, die Blutabnahme und seine
Aufbereitung verantwortlich, während
sich unsere Rotkreuzler um die Registrierung, die Verpflegung, kleine Präsente und das persönliche Wohlbefinden unserer Spender kümmern. Dafür
40 Mal herzlichen Dank!
5.5.1 UNSERE GROßSPENDER
50 Blutspenden
Diepold Tobias, Burkart Martin, Eberl
Hans, Gerum Karl, Winter Peter, Wörmann Lorenz, Ostermayr Mark,
Schmidbauer Manfred, Ungerank Rudolf, Rösler Hans-Jörg, Fritze Hannelore, Niggemann Ralf, Wolf Georg,
Brenner Markus, Heinrich Roman,
Wassermann Juliane, Nunn Sonja,
Uhlemann Christian, Fischer Johannes, Mangold Marianne, Kraetz Anton,
Lindauer Kreszenzia, Lindauer Jakob,
Lory-Trainer Anton, Schalch Heidi,
Thurner Rita, Bujara Thomas, Clemens
Ingrid, Woerner Cornelia.
75 Blutspenden
Ostler Alois, Buchwieser Michael,
Hoffmann Günter, Holzer Michael,
Weingand Martin, Utschneider Rupert,
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
35


Jahresbericht 2013
Lindauer Alois, Baumann Christa, Miesauer Otto, Hertel Sonja, Schandl
Klaus, Hager Herbert, Schedler Johann, Bommer Florian, Eursch Andreas, Lober Anton, Woerner Klaus.
100 Blutspenden
Bräu Reinhard, Hörmann Herbert.
Herzlichen Dank dafür!
5.6 Altenhilfe
5.6.1 BRK SENIORENCLUBS
Angenehme Kontakte, Freizeitgestaltung, Bewegung und Abwechslung am
besten vor Ort sind in jedem Alter gefragt.
Die „3. Generation“ hätte die
Zeit dazu und
zwischen „Best
Agern“
und
Hochbetagten
liegen oft 3
Jahrzehnte. Eine lange Zeit,
die jeder verständlicherweise mit viel
Leben
füllen
möchte. Beliebter Treffpunkt dafür sind
unsere Seniorenclubs.
Für Senioren ist beim BRK was geboten. Jeder ist willkommen! Schauen sie
einfach vorbei:
GAP, Fürstenstr. 11
jeden Donnerstag 14:00 bis 16:30 Uhr
„Seniorenclub“ mit Kaffee, Kuchen,
Spiel, Spaß und Bewegung
Mittenwald
Seniorengymnastik jeden Donnerstag
16:30 bis 17:30 und 17:30 bis 18:30
Uhr (jeweils außer an Feiertagen)
Veranstaltungen auf Anfrage.
Nähere Informationen auch unter
0 88 21 – 94 32 10
5.7 Prozent-Markt
Der Prozent-Markt betreibt in Garmisch-Partenkirchen und Murnau jeweils einen Gebrauchtkleider- und Möbelmarkt für Bedürftige. Er wird als
gemeinnützige GmbH vom Sozialdienst Katholischer Frauen, der Caritas, der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhilfe und dem BRK geführt. Neben dem Verkauf von Gebrauchtwaren
macht der Prozent-Markt Haushaltsauflösungen und bietet Arbeitsmöglichkeiten für arbeitslose, kranke,
behinderte und benachteiligte Perso-
36
nen. Dazu gibt es sozialpädagogisch
betreute Stellen für psychisch kranke
Menschen. Mit dem Cafe „Glücklich“ in
der Partenkirchener Ludwigstr. Ist ein
weiteres Angebot an Beschäftigung für
Benachteiligte entstanden, das für echte Gaumenfreuden sorgt.
Prozent-Markt gGmbH
„Glücklich“
Ludwigstr. 86a,
82467 GAP,
Tel. (0 88 21) 94 36 32.
und
Prozent-Markt Murnau
Untermarkt 21
82418 Murnau
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
und
Cafe

Jahresbericht 2013

5.8 Sonstige Hilfen/Aktionen
Das Rote Kreuz ist erste Anlaufstelle
für ganz verschiedene Anliegen. Die
Bandbreite ist groß und reicht von einfachen Auskünften über ein Anhören
der Sorgen bis hin zur gezielten Organisation und Vermittlung fachkundiger
sozialer und finanzieller Hilfestellungen. Dazu gehören auch Anfragen
nach Kinder- und Jugenderholungen,
Kuren, Reisen für Senioren und behinderte Menschen. Häufig sind wir auch
gefordert kurzfristig Hilfsmittel wie
Rollstühle oder Gehhilfen zur Verfügung zustellen, sowohl für Einheimische, als auch für Urlauber.
Mit 40 Jahren feiert der traditionell vom
BRK organisierte caritative Weihnachtsmarkt auf dem Garmischer
Richard-Strauß-Platz mit 25 sozialen
Organisationen und Hobbykünstlern
ein stolzes Jubiläum. Auch die Werbegemeinschaft Garmisch ist wieder mit
dabei. Der Geschenkekauf erfüllte
gleichzeitig den guten Zweck des
Standbetreibers. Auch dabei war wieder der „Wunschbaum“, bei dem über
120 Wunschkarten von bedürftigen
Mitbürgern vom Baum genommen und
erfüllt werden konnten. Für die richtige
Weihnachtsstimmung sorgte neben
dem Nikolaus die Garmischer Musi, die
Bläser der Musikschule, u.a..
Eröffnung des Weihnachtsmarktes 2013 mit
der Garmischer Musi
5.8.1 KLEIDERKAMMER UND ALTSTOFFE
Es gehört zu den Auswirkungen der
Harz 4 Gesetze, dass die Nachfrage
nach günstiger Gebraucht-Kleidung
nach wie vor hoch ist. Die pauschale
monatliche Erstattung soll auch besondere Ausgaben wie einen Wintermantel abdecken. Ganz praktisch
reicht aber der Monatssatz bei Harz 4
nicht, um Rücklagen dafür anzusparen.
So sind viele Menschen, die Leistungen vom Sozialamt oder Jobcenter beziehen oder als Flüchtling bei uns leben, dass es die Kleiderkammer, die
Tafel und den Prozentmarkt gibt.
Das Team der Kleiderkammer in Aktion
Kleidersammlungen gehören schon
seit langem, zu den Aufgaben des
Bayerischen Roten Kreuzes.
Die Kleiderkammer in GarmischPartenkirchen befindet sich im neuen
BRK Gebäude in der Falkenstraße 9
und versorgt bedürftige Menschen sowie Menschen die in eine akute Notlage geraten sind für den persönlichen
Bedarf mit guterhaltener Kleidung und
Schuhen sowie anderen Haushaltsartikeln.
Jeden Donnerstag sortieren mit Herzblut sieben ehrenamtliche Damen und
zwei Männer der Sanitätsbereitschaft
Partenkirchen von 09:00 Uhr bis 11:00
Uhr die abgegebenen Kleiderspenden
der Bevölkerung.
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
37


Jahresbericht 2013
deren Erlösen die Arbeit unserer Gemeinschaften refinanziert wird. Wir
danken dabei allen Gemeinden für die
Zurverfügungstellung von Flächen für
die Container.
5.9 Auslandshilfen
Dank an Helmut Hornsteiner, der sich von
der Mittenwalder Tafelleitung zurückzog
3-4 mal im Jahr wird ein Kleidermarkt
im
Kreisverband
GarmischPartenkirchen geöffnet. Dieser ist
hauptsächlich für Kunden der Tafel da
und für alle anderen bedürftigen Bürger und Bürgerinnen, die für ein geringes Entgelt guterhaltene Jacken und
Mäntel, Kleider, Hosen, Pullover und
Shirts, Schuhe für den Sommer und
Winter, Wäsche, Bettzeug, Decken
erwerben möchten. Auch bei Schadensereignissen wie zum Beispiel einem Wohnungsbrand geben wir den
Betroffen aus diesen Kleiderspenden
schnelle und unbürokratische Hilfe.
Die Kleiderspenden, die durch die im
Landkreis aufgestellten Kleiderboxen
gesammelt werden nur teils gesichtet.
Der größere Teil sowie beschädigte
Kleidung, werden weiter verwertet. Der
Verkaufserlös trägt zur Finanzierung
unserer satzungsgemäßen Aufgaben
vor Ort bei. Ein Problem ist immer wieder, dass Müll sowie nasse oder verschmutzte Ware in den Container geworfen werd, was brauchbare Bekleidung zerstört und zu Entsorgungskosten führt.
Kleidung, die für die Wiederverwendung nicht benutzt werden kann, ist für
den Müll viel zu schade. Es gibt viele
Möglichkeiten die Fasern zu verwenden z.B. als Dämmstoffe oder als Bestandteil neu hergestellter Textilien.
Flächendeckend werden zudem Altpapiersammlungen durchgeführt, mit
38
Zwar gilt unser Hauptaugenmerk dem
Hilfebedarf vor Ort im Landkreis. Allerdings wollen wir auch bei Katastrophen, Unglücksfällen und besonderer
Not nach Kräften helfen.
ahrung eigene Fertigkeiten und Kenntnisse den Kameraden des Kroatischen
Roten Kreuzes vermitteln zu können.
Vor dem Denkmal in Solferino
5.9.1 HILFSTRANSPORT NACH
RUMÄNIEN
Eine weitere Herausforderung ist der
Transport von Hilfsgütern nach Rumänien. Der Transport findet 1mal im Jahr
mit vier bis unter das Dach gefüllten
Mercedes Sprintern statt.
Erneut unter der Führung von Hans
Vierthaler startete ein Konvoi aus fünf
Fahrzeugen von 28.04. bis 01.05. nach
Rumänien. Im Gepäck: vier Fahrzeuge
mit Hilfsmitteln für das Rote Kreuz in
Baia Mare, Filiala Maramures. Übergeben wurden zwei ausgemusterte
Krankenwagen, ein Mannschaftswagen und ein PKW unserer Bereitschaften. Die Geschäftsleiterin des örtlichen
Roten Kreuzes Dana Pop war außer
sich vor Freude, da es unter den lokalen Umständen nie möglich gewesen
wäre eine solche Flotte für die Arbeit
des Roten Kreuzes zu bekommen.
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Jahresbericht 2013
5.9.2 HILFSTRANSPORT NACH
BOSNIEN
Aufgrund kurzfristiger Erkrankungen ist
die jährliche Hilfe für das Kinderdorf
Selo Mira mit umfangreichen zahnmedizinischen Versorgungen heuer leider
ausgefallen..
5.9.3 SUCHDIENST
Für die Suche nach verschollenen oder
Vermissten Angehörigen im In- und

Ausland gibt es den BRK-Suchdienst.
Im Berichtsjahr haben wir in folgenden
Fällen geholfen:
 Suchanfragen
 Familienzusammenführung
 Beratungen
 Verfahrenshilfen
 Wysow-Anträge zur Einreise
von Angehörigen
5.10 Arbeitsgemeinschaft
«Lebenslust»
Das soziale Netzwerk im Landkreis
wird im Lebenslust e.V. gebildet von
BRK,
Caritas-Zentrum,
Diakonie,
Rummelsberger Dienste für Menschen
im Alter, Kreisbildungswerk, Sozialpädiatrisches Zentrum, Kinder-, Jugend-,
Erwachsenenhilfe, und Sozialdienst
Kath. Frauen. Hilfesuchende haben in
diesem Netz schnellen Zugriff auf alle
Angebote der Verbände unter (0 88
21) 75 22 75 oder www.lebenslustgap.de.
Im Zentrum steht die gemeinsame Hilfeleistung für notleidende Menschen,
die Aufklärung und Information über
Hilfeleistungen, die gemeinsame Entwicklung nötiger Angebote sowie die
politische Vertretung der Interessen
Bedürftiger.
Große Bedarf gibt es für die vier Ausgabestellen
in
GarmischPartenkirchen, Mittenwald, Murnau und
Oberammergau der “Tafel“. Sie versorgen wöchentlich rund 1.000 Menschen. Diese Größenordnung macht
eine Führung so nebenbei unmöglich.
Ein Tafelkoordinator des Diakonievereins organisiert den Betrieb von der
Zentrale in Garmisch-Partenkirchen
am Lipferthaus in der Hindenburgstraße.
Das beinahe 10 Jahre von der Lebenslust selbst finanzierte Freiwilligenzentrum in Garmisch-Partenkirchen wurde
abgelöst von dem nun landkreisweit
zuständigen
Koordinierungszentrum
für bürgerschaftliches
Engagement, kurz "Kobe". Gefördert durch
Freistaat und Landkreis können sowohl
ehrenamtlicher Einsatz traditioneller
Prägung, als auch jüngere formen
freiwilligen Einsatzes mit mehr Personal deutlich effektiver gefördert und
vermittelt werden. Das "Kobe" residiert
in der Dompfaffstr. und ist erreichbar
unter Tel. (0 88 21) 90 85 89 sowie
www.aufgehts-gap.de.
Der Lebenslust e.V. ist Gesellschafter
der Landkreisentwicklungsgesellschaft
und arbeitet dort im Beirat Gesundheit
und Soziales mit. Hier wird die Gründung eines Bildungszentrums für den
Landkreis zur Behebung des Fachkräftemangels und des Wegzugs junger
Menschen ebenso verfolg wie Maßnahmen zur Schaffung günstigen
Wohnraums im Landkreis.
Zur Kommunalwahl gibt der Verein
wieder soziale Wahlprüfsteine heraus,
in denen Kandidaten ihre Antworten
auf sozialpolitische Fragen geben.
(siehe auch www.lebenslust-gap.de)
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
39

Jahresbericht 2013
6 Ver gel t´ s G ott!
Ein ganz herzlicher Dank an unsere Mitarbeiter, Mitglieder
und alle, die uns unterstützt haben!
Besonders bedanken wir uns bei:
Landkreis Garmisch-Partenkirchen
allen Gemeinden des Landkreises
Hans und Klementia Langmatz Stiftung
Marianne Aschenbrenner Stiftung
Rotary Club Garmisch-Partenkirchen
Kreissparkasse und Vereinigte Sparkassen
Verein Förderung Rettungswesen Ammertal e.V.
Verein Förderung Rettungswesen Oberes Isartal e.V.
Gewinnsparverein Sparda
Raiffeisenbank
Kathi Diepold
Heim Projektabwicklung
Öckler GmbH
Helga Zankl-Pastuszak
Lionsclub
Jörg Zwerger
Dorothea Loerzer
Bettina Zech
M. Neuner Fanclub
Benediktiner-Abtei Ettal
Andreas Geuther
Pharmos GmbH
Prof. Jürgen Probst
Peintner
sowie allen Schülerinnen und Schülern für die Sammlungen
und allen, die hier keinen Platz mehr gefunden haben.
... wir sind froh, dass es sie gibt!
Die besten Sammler,-innen 2013:
40
BRK Kreisverband Garmisch-Partenkirchen

Antrag auf Fördermitgliedschaft
Mitgliederservice des Kreisverbandes:
Bayerisches Rotes Kreuz
Kreisverband Garmisch-Partenkirchen
Telefon: (0 88 21) 94 32 10
Fax:
(0 88 21) 22 22
Straße / Nr.
Falkenstr. 9
Mail:
PLZ / Ort
82467 Garmisch-Partenkirchen
Internet: www.brk.de
info@kvgarmisch.brk.de
Persönliche Angaben (bitte in Großbuchstaben deutlich ausfüllen und Zutreffendes ankreuzen)
Frau
Herr
Familie
Herrn u. Frau
Firma
Titel:
Name:
Vorname:
Firma:
Adresszusatz:
Straße / Nr.:
PLZ /Ort:
Telefon (Festnetz):
Mobil:
E-Mail:
Geburtsdatum:
Beitrittserklärung – keine einmalige Spende!
Ja, durch nachfolgende Unterschrift/en (bei Minderjährigen: Unterschrift des/der Erziehungsberechtigten) wird o.g. Person/Personengruppe Fördermitglied des Bayerischen Roten Kreuzes KdöR.
Ich/wir zahle(n) ab
jährlich
(Datum) einen Beitrag in Höhe von
halbjährlich
vierteljährlich
monatlich
somit einen jährlichen Gesamtbetrag von
per
1
Bankeinzug
1
€
€
Dauerauftrag
Sonstiges
Sofern die Zahlungen per Bankeinzug erfolgen, werden die Beträge immer am 20. des Monats, in dem sie fällig
sind, eingezogen. Fällt der 20. nicht auf einen Bankarbeitstag, so erfolgt der Einzug am darauffolgenden
(Monat und Jahr ergänzen).
Bankarbeitstag. Der erste Einzug erfolgt am 20.
Unsere Gläubiger-Identifikationsnummer:
DE1419000000006604
Ihre Mandatsreferenz ( = Mitgliedsnummer plus -001):
Es besteht Einverständnis darüber, dass aktuelle Vorabinformationen zum Lastschrifteinzug (Pre-Notification) bei
Bedarf gesondert oder als Teil anderer Schriftstücke wie insbesondere Bankauszüge versandt werden können
und gegebenenfalls für mehrere Lastschrifteinzüge im Voraus gelten.
Ohne Angabe von Gründen kann ich/können wir innerhalb von sechs Wochen diese Mitgliedschaftser-klärung
schriftlich widerrufen. Unabhängig vom vorgenannten Widerrufsrecht kann jedes Mitglied seinen Austritt jederzeit
schriftlich gegenüber seinem Kreisverband erklären..
Ich/wir erkläre(n) mich/uns mit der elektronischen, telefonischen und schriftlichen Kontaktaufnahme
einverstanden und erteile(n) meine/unsere Zustimmung, dass Rückfragen zur Mitgliedschaft (auch Stornierung)
und Beitragshöhe elektronisch, schriftlich oder telefonisch geklärt werden können.
Datum:
Unterschrift:
der/s Kontoinhaber(s)/in bzw. Bevollmächtige(r)
Mitgliedsbeiträge sind steuerlich absetzbar. Im Jahresbeitrag ist eine Rückholversicherung enthalten.
Datenschutzhinweis
(1) Personenbezogene Daten werden ausschließlich für eigene Geschäftszwecke durch das Bayerische Rote Kreuz oder einen Vertragspartner erhoben, verarbeitet und genutzt. Eine Weitergabe oder Verkauf an Dritte erfolgt nicht.
(2) Sie haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung oder Sperrung Ihrer Daten. Mit der Sperrung oder Löschung Ihrer Daten erlischt Ihre Mitgliedschaft.
Bayerisches Rotes Kreuz – Wir sind für Sie da!
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SEPA-Lastschriftmandat
Ich ermächtige/wir ermächtigen unten stehenden Zahlungsempfänger, Zahlungen von meinem/unserem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich/weisen wir mein/unser Kreditinstitut an,
die vom unten stehenden Zahlungsempfänger auf mein/unser Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.
Hinweis: Ich kann/Wir können innerhalb von 8 Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belasteten Betrags verlangen. Es gelten dabei die mit meinem/unserem Kreditinstitut
vereinbarten Bedingungen.
Mandatsreferenz:
wird separat nachgereicht
Zahlungsempfänger:
Bayerisches Rotes Kreuz, K.d.ö.R., Kreisverband GAP
Adresse des Zahlungsempfängers:
Falkenstr. 9, 82467 Garmisch-Partenkirchen
Gläubiger-Identifikationsnummer:
DE1419000000006604
Gläubiger-Identifikationsnummer des Zahlungsempfängers
Name des Zahlungspflichtigen:
Vorname und Name des Zahlungspflichtigen (Kontoinhaber)
Anschrift des Zahlungspflichtigen:
Straße und Hausnummer
Postleitzahl und Ort
Kreditinstitut:
Name des Kreditinstituts des Zahlungspflichtigen (Kontoinhabers)
IBAN:
DE _ _ | _ _ _ _ | _ _ _ _ | _ _ _ _ | _ _ _ _ | _ _
Internationale Bankkontonummer des Zahlungspflichtigen (Kontoinhabers)
BIC/ Swift:
___________
Internationale Bankleitzahl
Unterschriften:
Datum, Ort und Unterschrift des Zahlungspflichtigen (Kontoinhabers)
Zusatzinformation:
Wenn Kontoinhaber abweichend vom Zahlungspflichtigen / Vertragspartner,
gilt dieses SEPA-Lastschriftmandat für die Vereinbarung mit:
Name und Vorname des Zahlungspflichtigen / Vertragspartner
*
Zutreffendes bitte ankreuzen
Bayerisches Rotes Kreuz – Wir sind für Sie da!
Seite 2 von 2
Gesundheit in besten Händen
Unsere Nähe, Ihr Vorteil:
Bestleistungen
für Ihre Kinder.
Mit unserem Kinder- und Jugendarzttarif profitieren Ihre
Kleinen von vielen Vorteilen für ihre Gesundheit: z. B. von
mehr Vorsorgeuntersuchungen oder kürzeren Wartezeiten.
Gesundheit in besten Händen
www.aok.de/bayern
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