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weltnah
Das Spendermagazin
Ausgabe 01/2012
Friedenserziehung
im Kindergarten
Wie aus Ihrer Spende
konkrete Hilfe wird
Mit Pauken
und Trompeten
Kinder lernen, Konflikte
gewaltfrei zu lösen
Sorgfalt und Transparenz
beim Einsatz der Mittel
Musik öffnet Herzen und
Geldbeutel in Hennstedt
Land zum Leben – Grund zur Hoffnung
925 Millionen Menschen auf der Welt hungern. 80
Prozent von ihnen leben auf dem Land, also dort, wo
Nahrungsmittel produziert werden. Ihr Hunger ist
vermeidbar. Schon der Zugang zu einer kleinen Fläche
Land kann die Ernährung einer kleinbäuerlichen Familie
sichern.
Mit dem Motto „Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“ wendet sich „Brot für die Welt“ gegen zunehmende Landnahme durch die Agro-Industrie. Landflächen in Entwicklungsländern sollten in erster Linie für
die Ernährung der eigenen Bevölkerung zur Verfügung
stehen, nicht um Futtermittel und Agrartreibstoffe für
die reichen Industrienationen anzubauen.
„Brot für die Welt“ setzt sich mit seiner Projekt- und
Lobbyarbeit dafür ein, dass kleinbäuerliche Familien
Zugang zu Land erhalten. Denn der ist für sie überlebensnotwendig.
Helfen Sie mit. Unterstützen Sie die Projektarbeit von
„Brot für die Welt“ mit Ihrer Spende auf folgendes Konto: 500 500 500, KD-Bank für Kirche und Diakonie,
BLZ 10061006
„Brot für die Welt“ hat eine Plakatserie zum Thema
„Land zum Leben – Grund zur Hoffnung“ aufgelegt.
Format: Din A2 gefalzt auf Din A4. Sie ist kostenlos zu
bestellen unter: www.brot-fuer-die-welt.de/shop
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weltnah Ausgabe 01/ 2012
Unser Konsum und Lebensstil tragen zur Ressourcenknappheit und Konkurrenz um landwirtschaftlich genutzte
Flächen bei. Der ökologische Fußabdruck rechnet unseren jährlichen Verbrauch an natürlichen Ressourcen wie
Weideland, Wald, Ackerland, bebautes Land etc. in Fläche
um, und er zeigt: Wir leben bei der Natur auf Pump. Die
unterschiedliche Größe des Fußabdrucks in den Ländern
des Nordens und des Südens weist darauf hin:
Wir müssen unseren Konsum gründlich verändern,
damit alle Menschen, auch in den Ländern des Südens,
ihr Recht auf Nahrung wahrnehmen können.
Postbank Köln 500 500 500 | BLZ 370 100 50
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INHALTSVERZEICHNIS – EDITORIAL
ENGAGIERT FÜR EINE WELT
Mit Pauken und Trompeten für den guten Zweck
4
Mr. Scrooge zeigt Herz
5
MENSCHEN UND PROJEKTE
Togo: Die Friedensmacher
6
Friedenserziehung im Kindergarten
Swasiland: „Wir haben uns selbst überflüssig gemacht.“
5
10
Landwirtschaftliche Kooperative bringt Wohlstand
AKTUELL
13
IHRE SPENDE
Wie aus Ihrer Spende konkrete Hilfe wird
14
Sorgfältige Verwendung der Mittel bei „Brot für die Welt“
Viel des Guten
15
6
Warum es sich lohnt, Fördermitglied zu werden
ZUM KENNENLERNEN
Leuchtkasten: Semana Santa in Guatemala
16
Kolumne: Ulla rettet die Welt 17
DAS INTERVIEW
„Wir müssen über die Probleme reden.“
18
Hana Amoury ist Palästinenserin, lebt in Israel und setzt sich
12
für Frieden im Nahen Osten ein
ZUM BESTELLEN 19
Titelbild: Joanita Komedja ist vier Jahre alt. Sie geht in den Kindergarten der presbyterianischen
Kirche im togolesischen Kpalimé. Im Kindergarten lernt sie, Konflikte friedlich zu lösen. Die
Friedenserziehung zeigt Wirkung – auch zu Hause. Joanita und ihre Schwester streiten kaum
mehr. „Bei uns geht es viel harmonischer zu“, sagt Joanitas Mutter.
Helge Bendl
18
Ausgabe 01/ 2012 weltnah 3
ENGAGIERT FÜR EINE WELT
DANKE!
Zum Weihnachtsfest haben wir unseren Spenderinnen
und Spendern von
unserem Projekt
gegen Landraub in
Argentinien berichtet. Ob in Ländern
Lateinamerikas, in
Südostasien oder
Afrika – Ihre Spende
sichert indigenen
Familien weltweit
ihr Land und damit
ihr Überleben. Jetzt
und für künftige
Generationen.
Jugendliche im Kirchenkreis Friesland/Wilhelmshaven setzen sich für die Armen ein.
Gemeinsam gegen den Hunger
15.000 Euro für „Brot für
Beitrag gegen die Hungerka-
aber dennoch engagieren“,
die Welt“ – das ist die stolze
tastrophe am Horn von Afrika
erläuterte Jugenddiakon Ger-
Bilanz eines Sponsoren-
zu leisten. Im Vorfeld hatten
hard Hufeisen die Idee hinter
marsches im Kirchenkreis
sie sogenannte Paten – meist
der Spendenaktion, die in
Friesland/Wilhelmshaven.
Eltern, Verwandte oder
seinem Kirchenkreis auf eine
Insgesamt 740 Jugendliche,
Lehrer – angesprochen, die
jahrzehntelange Tradition
größtenteils Konfirman-
für die zurückgelegte Strecke
zurückblickt und im südli-
dinnen und Konfirmanden,
einen bestimmten Betrag
machten sich am 24. Sep-
spendeten. „Die Jugend-
tember gemeinsam auf den
lichen haben in der Regel
Weg, um ihren persönlichen
wenig Geld, möchten sich
chen Friesland den Namen
„Hoffnungsmarsch“ trägt.
Birgit Althof privat
Vielen Dank, dass
Sie gespendet haben. Wir freuen uns
über 3.467.140 Euro
(Stand: 14. Februar),
die wir getreu unserem Motto „Den
Armen Gerechtigkeit!“ für Hilfsbedürftige weltweit
einsetzen.
Mit Pauken und Trompeten für den guten Zweck
Musik öffnet die Herzen – diese Erfahrung macht der Posaunenchor Hennstedt-Poyenberg nun schon seit 27 Jahren. An
jedem dritten Advent sind die Blechbläserinnen und Blechbläser in ihrem Kirchspiel für „Brot für die Welt“ unterwegs.
So auch am 11. Dezember 2011: Mit Weihnachtsliedern aus
aller Welt erspielte der Posaunenchor insgesamt 641 Euro.
Im Mittelpunkt der Aktion stand ein Projekt im peruanischen
Hochland, wo „Brot für die Welt“ kleinbäuerliche Familien dabei
unterstützt, ihre Ernährung durch den Anbau traditioneller Kartoffelsorten zu sichern. Das stieß in Hennstedt und Umgebung
auf ein breites Echo: Denn auch hier leben viele Landwirte vom
Kartoffelanbau.
Birgit Althof Adventskonzerte in Hennstedt-Poyenberg: Musik öffnete die Herzen.
4 weltnah Ausgabe 01/ 2012
Ludger Hinz
ENGAGIERT FÜR EINE WELT
Brot für Entwicklungsprojekte
Fuldaaer Bäcker spendeten knusprige Brote für die Aktion.
Für ihre alljährliche Eröff-
Fried-Wilhelm Kohl. Nach
nung der Aktion „Brot für die
dem Gottesdienst wurden
Welt“ hat die evangelische
die Brote, eine Spende von
Christuskirche in Fulda ein
mehreren Fuldaer Bäckereien,
sinnfälliges Symbol gewählt:
zugunsten von „Brot für die
Bei dem Eröffnungsgot-
Welt“ verkauft. Gemeinsam
tesdienst, der dieses Mal
mit der Kollekte und dem
auf den zweiten Advent fiel,
Erlös aus dem traditionellen
türmten sich knusprige Brot-
Plätzchenverkauf des Frauen-
laibe auf einem langen Tisch
kreises kamen so über 900
vor dem Altar. „Die ganze
Euro zusammen.
Kirche roch nach Brot und
Advent“, erinnert sich Pfarrer
Birgit Althof
Walter M.
Rammler
Mr. Scrooge zeigt Herz
„Die Gruppe war großartig und die Resonanz war super“, freut
sich der Berliner Hobby-Regisseur Peter Oblaski über sein jüngstes Theaterprojekt im brandenburgischen Katerbow. 20 Kinder
und Jugendliche und vier Erwachsene führten am zweiten
Advent ein Theaterstück nach Charles Dickens' „Weihnachtsgeschichte“ auf. Viel Herzblut war zuvor in das Projekt geflossen:
Ein Vierteljahr lang wurde jeden Sonntag geprobt, manche der
jungen Theaterfreunde legten dafür jedes Mal über 20 Kilometer zurück. Doch die Mühe lohnte sich: Die Dorfkirche des nur
220 Einwohner zählenden Ortes platzte aus allen Nähten. Und
die Geschichte des herzlosen Mr. Scrooge, der sich zu einem
Menschenfreund wandelt, erntete beim Publikum großen
Applaus. Aus den Einnahmen gingen 50 Euro an „Brot für die
Welt“.
Birgit Althof Mr. Scrooge ist die Hauptfigur in Dickens' Weihnachtsgeschichte.
Torsten Plöse
Leckerbissen für Magen und für Ohren
Als sich die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika zuspitzte,
Sie sammelten in ihrer Schule Spenden und verkauften selbst-
wurde den Schülerinnen und Schülern der Musikklasse 8 b
gebackene Kuchen und Waffeln. In der Vorweihnachtszeit
des Lothar-Meyer-
besannen sich die Jungen und Mädchen, die seit drei Jah-
Gymnasiums im
ren gemeinsam musizieren, auf ihr musikalisches Talent. Ihr
niedersächsischen
Adventskonzert in der Friedenskirche von Varel wurde mit viel
Varel schnell klar,
Beifall und Spenden von über 540 Euro belohnt. Außerdem
dass sie dem Leid
gab die Musikklasse ein kleines Konzert auf einer Geburtstags-
der Betroffenen
feier. Insgesamt wurden 885,76 Euro für „Brot für die Welt“-
nicht tatenlos
Projekte in Ostafrika gespendet. zusehen wolten. ­
Birgit Althof Christoph Apelt
Kinder musizieren für „Brot für die Welt“.
Ausgabe 01/ 2012 weltnah 5
MENSCHEN UND PROJEKTE
TOGO
Die Friedensmacher
Kindergartenkinder in Togo lernen, wie man Konflikte gewaltfrei löst und
tolerant zusammenlebt. „Brot für die Welt“ unterstützt diese Initiative.
Die Kinder tollen über den Hof, spielen mit ausrangierten
zur richtigen Zeit am richtigen Ort. „Lasst das doch“, sagt sie
Reifen und schwingen sich auf der Schaukel in die Lüfte. Ge-
zu den Jungs, beide einen Kopf größer als sie. „Macht Frieden.“
rade noch haben die Älteren der Kindergartenkinder ein paar
Und der Ärger löst sich auf in Luft, denn es ist ja genügend
Buchstaben gelernt, „p-a-i-x“ (Frieden) mit hellen Stimmen der
Platz für beide auf der Wippe. Sogar für alle drei – Joanita darf
Erzieherin entgegen gerufen. Doch jetzt ist Pause für die gan-
in die Mitte. Später, bei der Kreativ-Übung am Nachmittag, sit-
ze Rasselbande, alle 50 rennen aufgedreht durch den Staub.
zen sie Seite an Seite, malen mit Wasserfarbe und Wachsstiften.
Ihre Bilder heißen „Die Gewalt flüchtet“ und „Die Kinder sind
Ist es Zufall, dass dabei niemand absichtlich schubst? Dass
fröhlich und haben sich lieb“.
keine Tränen fließen? Dass, wenn sich dann doch zwei Jungen rangeln um den besten Platz auf der Wippe und der eine
Konflikte gewaltfrei lösen
schon ausholt mit der kleinen Faust, dass dann jemand wie
Im Herzen Westafrikas, in der togolesischen Provinzhauptstadt
Joanita eingreift und die beiden trennt? Die stille Vierjährige
Kpalimé und den Dörfern der Umgebung lernen fast 2.500
mit verträumtem Blick ist keine Hilfspolizistin, aber irgendwie
Kinder in 53 kirchlichen, öffentlichen und privaten Kindergärten
6 weltnah Ausgabe 01/ 2012
MENSCHEN
UND
PROJEKTE
MENSCHEN
UND
PROJEKTE
Die Kinder lernen
Konflikte gewaltfrei zu lösen.
So wird ein friedliches
Zusam­­menleben möglich.
Tag für Tag nicht nur, ihren Namen zu schreiben und Farben
Jahren der Repression, der gewalttätigen Auseinandersetzun-
zu erkennen. Die Kinder erleben nebenbei, dass man tolerant
gen um die Wahlen 2005 und einer langen wirtschaftlichen
zusammenleben kann, und dass sich Konflikte gewaltfrei lösen
Krise sind viele Menschen frustriert – sie suchen nach einem
lassen. Ein Modellprojekt, unterstützt von „Brot für die Welt“:
Ventil für ihre Aggressionen. Dass es in unserer Gesellschaft
Kinder lernen, wie man Frieden macht – im Kindergarten und
zu viel Gewalt gibt, sehen wir bei ethnischen Konflikten oder
zu Hause, mit Freunden und der Familie.
wenn Wahlen anstehen“, sagt Edem Sowu, Programmdirektor
von WANEP, des „West Africa Network for Peacebuilding“ in
Aber warum gerade in Togo? Ist das Land nicht eine westaf-
Togo. Der langjährige Partner von „Brot für die Welt“ versucht,
rikanische „Insel der Seligen“ im Vergleich zu einem Staat wie
mit einer Vielzahl von Friedensinitiativen gegenzusteuern.
der Elfenbeinküste, der sich gerade von bürgerkriegsähnlichen
In Schulprojekten lernen Jugendliche, wie man Streitereien
Zuständen erholt, und Nigeria, wo der Konflikt zwischen Chris-
gewaltfrei löst. WANEP bringt alle Akteure an einen Tisch, wenn
ten und Muslimen immer brutaler wird? „Es stimmt: Togo hat
es Konflikte um neue Minen oder andere Projekte gibt. Und auf
in letzter Zeit keine Schlagzeilen produziert. Aber nach vielen
dem Land werden Frauen geschult, wie sie Konflikte vermeiden
Ausgabe 01/ 2012 weltnah 7
MENSCHEN UND PROJEKTE
Die Kinder im presbyterianischen Kindergarten in Kpalimé helfen fleißig mit. Geschirrspülen gehört zu ihren Aufgaben.
können. „Das ist alles richtig und wichtig“, meint Edem Sowu.
„Doch Kinder sind unsere Zukunft: Wenn sie lernen, Frieden zu
eine Puppe streiten. Doch dann geht jemand anderes dazwischen, damit nichts passiert: „Wir wollen ja friedlich mitein-
schaffen, verändern sie nachhaltig unsere Gesellschaft.“
ander umgehen“, sagt Joanita Komedja, die Streitschlichterin
Kinder erziehen Erwachsene
Joanita launisch, hat nie zugehört, und sich ziemlich häufig
Zwei Stunden dauert die Autofahrt von Togos Hauptstadt
mit ihrer kleinen Schwester gestritten. Inzwischen reagiert
Lomé in die Hügel des Hinterlands. Kpalimé ist das Zentrum
sie gelassen, wenn Catherine sie ärgert“, sagt Mutter Akossi-
vom Pausenhof. Das Konzept scheint aufzugehen. „Früher war
der Région des Plateaux. Hinter der Kathedrale, die noch aus
der deutschen Kolonialzeit stammt, liegt der Kindergarten der
presbyterianischen Kirche. Es ist gerade Mittagspause, Leiterin
Essi Eklou hat Zeit für ein Gespräch. „Frieden“, setzt die 51-Jährige an, „Frieden ist selbst für uns Erwachsene ein großes, sehr
abstraktes Wort. Für die Kinder, die gerade einmal drei Jahre
alt sind, wenn sie zu uns kommen, ist das auch so. In den
Liedern, die wir gemeinsam singen, und in den Gedichten und
Geschichten, die wir erzählen, geht es erst einmal um Respekt,
Toleranz und Verständnis. Die Kinder lernen so spielerisch, was
gutes Benehmen bedeutet und wie man ohne Gewalt klarkommen kann.“ Für die Erzieherinnen selbst ist das Ganze ebenfalls
ein Lernprozess. „In unserer Ausbildung hat man uns gesagt,
dass wir mit den Kindern umgehen sollen, als seien sie unsere
eigenen. Aber wir haben nicht gelernt, Konflikte friedlich zu
lösen – unser einziger Ausweg war immer die Bestrafung. Erst
jetzt, mit dem Projekt der Friedenserziehung, lernen wir, mit
Problemen umzugehen. Wir gehen Konflikten auf den Grund
und schlichten.“
In jedem vom Projekt betreuten Kindergarten gibt es nun
einen „Club de Paix“, einen Friedensclub, in dem einige besonders aufmerksame Mädchen und Jungen Sketche einstudieren.
Da geht es zum Beispiel um zwei Freundinnen, die sich um
8 weltnah Ausgabe 01/ 2012
Eine gemeinsame warme Mahlzeit am Tag gehört dazu.
MENSCHEN UND PROJEKTE
wa Akowoe. „Sie ist selbstbewusster geworden. Und auch ich
habe mich verändert: Ich bemühe mich, ein gutes Vorbild zu
sein – schließlich redet Joanita immer davon, wie wichtig es ist,
tolerant und friedlich zu sein. Selbst den Nachbarn ist aufgefallen, dass es bei uns nun harmonischer zugeht.“
Auch Familien verändern sich
Joanitas Vater Koffi Komedja hat als Kind immer wieder Prügel
einstecken müssen. „Früher hieß es: Kinder haben keinen
Respekt, wenn man sie nicht schlägt. Doch das ist Quatsch:
Joanita respektiert mich sicher mehr, wenn ich ihr zuhöre.“
Koffi Komedja arbeitet als Koch in einem Restaurant und selbst
hier erinnert er sich an die Art und Weise, wie seine Tochter
Besonders gerne malen die Kinder mit Wachsmalkreiden oder Wasserfarben.
Konflikte löst. „Natürlich bin ich kein Heiliger“, lacht er. „Der Job
ist stressig. Aber meine Kollegen haben gesagt, dass sie gerne
Mit 50 Euro kann WANEP ein Seminar für einen Frie-
mit mir zusammenarbeiten, weil ich nicht rumschreie, sobald
densclub organisieren. Dort üben die Kinder Sketche
es ein Problem gibt. Sondern versuche, es zu lösen.“
und Lieder ein, die sie dann den Kindergartengruppen und den Eltern vorführen.
In Seminaren erklären WANEP-Mitarbeiter den Eltern, dass auch
Kinder Rechte haben. Und werden dabei von staatlicher Seite
100 Euro kostet ein dreitägiges Seminar über Frie-
unterstützt. „Erzieherinnen dürfen Kinder nicht schlagen – so
denserziehung sowie pädagogische Materialien für
steht es im Gesetz. Trotzdem ist der einen oder anderen Kol-
alle Mitarbeiter eines Kindergartens.
legin früher in einer schwierigen Situation schon mal die Hand
www.brot-fuer-die-welt.de/weltweit-aktiv.
ausgerutscht“, sagt Komi Nyanu. Der 49-jährige Schulinspektor
beaufsichtigt 22 protestantische Kindergärten in Kpalimé und
Umgebung. Bei seinen Besuchen hat er festgestellt, dass sich
die Stimmung langsam verändert. „Mit dem Projekt werden wir
daran erinnert, wie wichtig gegenseitiger Respekt ist. Wer als
Pädagoge Tag für Tag versucht, Konflikte zwischen Kindern zu
vermeiden oder friedlich zu lösen, ändert auch das eigene Verhalten.“ Bei den Kleinsten anzufangen sei richtig gewesen. Er
plädiert aber dafür, das Projekt eines Tages zu erweitern. „Die
Initiative hat Erfolg. Wichtig ist nun, zu versuchen, die Kinder in
den Schulen weiter zu begleiten.“
Dass die Friedenserziehung Früchte trägt, haben Komi Nyanu
nicht nur Kollegen erzählt. Der Schulinspektor muss schmunzeln, denn er selbst hat seine Lektion bekommen. „Gestern
hatte ich eine Auseinandersetzung mit meiner Frau. Es ging
nur um eine Kleinigkeit.“ Doch Pietro war dabei, sein vierjähriger Sohn, der in einen der Projekt-Kindergärten geht. Lange
war der Junge still, hörte sich an, wie seine Eltern stritten.
Dann sagte er: „Hört auf. Wir haben gelernt, dass man Frieden
machen muss. Könnt ihr das nicht auch tun?“
Helge Bendl
Joanita Komedja (v.r.) und ihre Familie.
Ausgabe 01/ 2012 weltnah 9
MENSCHEN UND PROJEKTE
Lindiwe Dlamini hat 60 Legehennen und 200 Masthähnchen. Damit verdient sie genug, um ihre Familie zu versorgen.
SWASILAND
„Wir haben uns selbst überflüssig gemacht.“
Die „Brot für die Welt“-Partnerorganisation ACAT unterstützt Bäuerinnen und Bauern, ihre Landwirtschaft zu verbessern. Mit Erfolg. In KaPhunga kommen sie mittlerweile ohne Hilfe zurecht.
„Das ist mein wichtigstes Produkt“, sagt Lindiwe Dlamini. Sie
die Truhe. Lindiwe gehört zu den Bäuerinnen, die den kleinen
schiebt den Deckel der Tiefkühltruhe auf und holt ein gefrore-
Laden in KaPhunga mit Eiern und Masthähnchen beliefern. „Es
nes, in einer Plastiktüte verpacktes Masthähnchen heraus. „40
ist ein gutes Geschäft“, sagt die 43-Jährige zufrieden.
Emalangeni kostet ein Hähnchen“, erklärt sie und zeigt auf die
Preisliste. Das sind umgerechnet 3,80 Euro. Lachend schwenkt
sie das Hähnchen noch einmal in die Luft und legt es zurück in
KaPhunga ist ein Ort in den Bergen südlich von Manzini, der
größten Stadt des kleinen afrikanischen Königreichs Swasiland.
Weit verstreut liegen die kleinen Gehöfte. Die Straßen, die die
Höfe verbinden, sind ungeteert, „Dreckstraßen – dirt roads“ wie
man im Englischen sagt, übersät mit kleineren und größeren
Löchern und Pfützen. Es hat geregnet in der Nacht.
Lindiwe Dlamini ist nicht nur eine Kundin in dem kleinen Laden,
sondern auch Miteigentümerin. Zusammen mit 26 weiteren
Frauen hat sie sich zu einer Spargruppe zusammengeschlossen, die dann 1990 den Laden aufbaute. Unterstützt wurden
sie dabei von ACAT (Africa Cooperative Action Trust), einer
„Brot für die Welt“-Partnerorganisation, die schon Anfang der
1980er-Jahre begann, Bäuerinnen und Bauern bei ihrer Arbeit
Die Kooperative in KaPhunga ist die größte in Swaziland.
10 weltnah Ausgabe 01/ 2012
zu helfen und zu beraten. Mit Unterstützung von „Brot für
MENSCHEN UND PROJEKTE
die Welt“ entstand in KaPhunga ein weit verzweigtes Netz von
Spargruppen und die größte landwirtschaftliche Kooperative in
ganz Swasiland.
Den Menschen geht es viel besser
„Ich bin so stolz, wenn ich die Menschen hier sehe“, sagt Jonathan Mdlovu. Der 46-Jährige gehört zu den Mitarbeitern von
ACAT der ersten Stunde und hat die Familien in KaPhunga 15
Jahre lang betreut. Lange Zeit wöchentlich. Heute kommen die
Gruppen alleine zurecht. „Wir haben uns überflüssig gemacht“,
sagt Mdlovu lachend. „Früher gab es hier nichts. Die Menschen waren sehr arm. Jetzt geht es den meisten viel besser.“
Auch Baumaterial wie Zement gibt es zu kaufen.
Zufrieden lässt er sich von Lindiwe Dlamini ihre Hühnerzucht
zeigen. Insgesamt 60 Legehennen und 200 Masthähnchen hat
sie im Stall.
gefüllt: Reis und Zucker, Öl, Brühwürfel, aber auch Seife und
Shampoo. Alle Dinge des täglichen Bedarfs können die Menschen nun gleich „um die Ecke“ kaufen. In einem Nebenraum
„Das ist unser Lebensunterhalt“, sagt Lindiwe. Liebevoll streichelt
sie die weichen Federn der Legehenne auf ihrem Arm. Etwa 20
lagern Hühner- und Schweinefutter. Manchmal auch Dünger
und Saatgut.
braune Eier hat sie heute schon aus den geflochtenen Hühnerkörben gesammelt. Das Startkapital für die Hühnerzucht hat
„Bevor es den Laden gab, war mein Leben ein ständiger Kampf“,
sie sich durch ihre Einlagen bei der Spargruppe zusammenge-
erinnert sich Lindiwe. Allein das Futter für die Tiere zu besorgen,
spart. Jede Woche legt sie etwas zur Seite. Die Schatzmeisterin
sei eine Tortur gewesen. „Ich musste immer mit dem Bus nach
der Gruppe sammelt das Geld bei den Treffen ein. Genau wird
Manzini fahren. Das ist ungefähr 50 Kilometer von hier. Ich habe
notiert, wer wie viel eingezahlt hat. Das Geld wird dann auf
immer zwei 50-Kilo-Säcke geholt.“ Das reichte für vier Tage. Mit
ein gemeinsames Konto eingezahlt. Im Laufe der Zeit kommt
dem Schubkarren habe sie die schweren Säcke dann über die
so ein hübsches Sümmchen zusammen, das die Frauen für
steilen Wege nach Hause gefahren. „Allein von der Bushaltestel-
Einkommen schaffende Aktivitäten nutzen können. Auch den
le nach Hause war ich über eine Stunde unterwegs mit all dem
Laden haben sie sich so zusammengespart. Die Regale sind gut
Gewicht.“ Lindiwe schüttelt den Kopf, wenn sie daran denkt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Vorstand der Kooperative in KaPhunga beim Fototermin: Im Lager gibt es alles, was man für Haus und Hof benötigt.
Ausgabe 01/ 2012 weltnah 11
MENSCHEN UND PROJEKTE
Bescheidener Wohlstand: Lindiwe Dlamini backt Kuchen für ihre Kinder. Das Radio ist ihr größter Schatz.
Erfolgreiche Kooperative
Insgesamt drei dieser „Tante-Emma-Läden“ gibt es mittlerweile
mit dem Duft der kleinen Kuchen, die gerade im Ofen backen.
in KaPhunga. Alle drei Geschäfte sind Außenstellen der großen
„Danach arbeite ich auf dem Hof. Es gibt immer so viel zu tun“,
Kooperative. Sie besteht aus zehn Spargruppen mit insgesamt
schildert sie weiter ihren Tagesablauf. „Aber die Kinder helfen
245 Mitgliedern, vor allem Frauen. Zuerst gab es nur einen
kleinen Verschlag, in dem die ersten Gruppen etwas Dünger
und Tierfutter lagerten. Heute steht an der gleichen Stelle ein
großes Gebäude. An der Vorderseite gibt es ein Lebensmittel-
Begegnungsreise nach Swasiland
geschäft. Auf der Rückseite lagern Zementsäcke und andere
Baumaterialen. Im Regal hinter der langen Holztheke im Lager
Wer an „Brot für die Welt“ spendet, vertraut darauf, dass
hängen Hammer, Schraubenzieher und andere Werkzeuge.
die Unterstützung wirklich bei den bedürftigen Menschen
Kleine Packungen mit Schrauben und Nägeln liegen neben
ankommt. Doch um wirklich nachvollziehen zu können,
Mückenspray und Spritzmitteln. Im Nebenraum sind die Fut-
welche Leistungen unsere Projektpartner in den Län-
tersäcke aufgestapelt. Vor dem Gebäude steht eine Zapfsäule.
dern des Südens vollbringen, ist eine direkte Begegnung
Langfristig soll eine richtige kleine Tankstelle gebaut werden.
besonders geeignet. Deshalb sind wir zusammen mit acht
Spenderinnen und Spendern unserer Arbeit vom 22. bis
„Wir wollten alle Dinge des täglichen Bedarfs und alles, was man
30. Oktober 2011 nach Swasiland gereist. Spendengelder
für die Landwirtschaft braucht, näher zu den Leuten bringen“,
wurden für die Reise keine verwendet: Die Mitreisenden
erklärt John Dlamini. Der 63-Jährige ist Gründungsmitglied der
kamen für anfallende Reisekosten selbst auf.
Kooperative. Mit dem Traktor liefern die Mitarbeiter der Kooperative – es sind mittlerweile sechs – die benötigten Dinge in die
Außenstellen. Außerdem werden Schulungen für die Mitglieder
organisiert. Und so kommt auch Jonathan Mdlovu von ACAT
hin und wieder nach KaPhunga, nämlich dann, wenn er als
Lehrkraft angefragt wird.
Pläne für die Zukunft
Lindiwe Dlamini dreht an ihrem kleinen Radio, das auf dem
Tisch in der Küche steht. Meist ist sie allein mit ihren Kindern.
Sie ist es gewohnt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.
„Mein Mann hat immer wieder Gelegenheitsjobs und ist deshalb
nicht da“, erzählt sie. „Ich stehe jeden Tag um vier Uhr auf.
Dann bereite ich das Essen für die Kinder zu. Meistens gibt es
saure Grütze.“ Sie öffnet einen Plastikbecher und zeigt das
vergorene Maismehl. Der leicht stechende Geruch mischt sich
12 weltnah Ausgabe 01/ 2012
Herzlicher Empfang unserer Förderer bei den Menschen in Swasiland.
MENSCHEN UND PROJEKTE
AKTUELL
Fernsehzuschauer spenden
2,7 Millionen Euro
Mit einem Rekordergebnis endete die große ZDF-Benefizgala
„Die schönsten Weihnachtshits“: Genau 2.735.855 Euro
mir nach der Schule.“ Abends gebe es dann Maisbrei mit Gemü-
spendeten die Zuschauer für
se, Bohnen oder Eier zu essen. Manchmal auch mit Fleisch. Fast
die Projektarbeit der kirchli-
alles, was die Kinder auf ihre Teller bekommen, wächst im eige-
chen Hilfswerke „Brot für die
nen Garten oder auf dem kleinen Feld in der Nähe des Hofes.
Welt“ und MISEREOR. 4,7 Millionen Menschen verfolgten die
Momentan denkt Lindiwe darüber nach, ihre Hühnerzucht zu
Sendung, die Jörg Pilawa für seine erkrankte Kollegin Carmen
vergrößern. „Ich muss mehr Geld verdienen“, erklärt sie. Ihre
Nebel moderierte, vor dem Bildschirm. Mit dem Ergebnis ist
16-jährige Tochter Nikiwe habe gerade ihren Schulabschluss ge-
auch der bisherige Rekord aus dem Jahr 2010 übertroffen, als
macht. „Sie will Ernährungswissenschaften studieren“, erzählt
2.435.212 Euro zusammenkamen.
ZDF
Lindiwe stolz. Doch für die Studiengebühren reicht das Einkommen derzeit nicht aus und ob Nikiwe ein Stipendium bekommt,
ist ungewiss. Doch Lindiwe ist zuversichtlich. „Wir werden das
schon schaffen“, sagt sie energisch.
Ute Dilg
Brot für die Welt in Österreich
eröffnet
Christof Krackhardt
Am 1. Advent 2011 startete „Brot für die Welt” zum ersten
www.brot-fuer-die-welt.de/weltweit-aktiv.
Mal auch in Österreich - bewusst mit einem Familiennachmittag: Unter dem Motto „Vamos ao Brasil” konnten Kinder
und ihre Eltern sich ein Bild vom Leben in Brasilien machen.
Bischof Michael Bünker dankte allen, die die Aktion unterstützten. Er sei froh, dass die Evangelische Kirche und die Diakonie
in Österreich mit „Brot für die Welt“ zeigen könne, wie Hilfe
Eine Woche lang besuchten wir Projekte von vier Partner-
zur Selbsthilfe konkret aussehe. Im Anschluss an die Predigt
organisationen und überzeugten uns, wie Spenden von
eröffnete der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD,
„Brot für die Welt“ in Swasiland umgesetzt werden. In dem
Oberkirchenrat Johannes Stockmeier, die erste Aktion „Brot
kleinen Königreich unterstützt „Brot für die Welt“ vor allem
für die Welt” in Österreich.
Projekte zur HIV/Aids-Prävention, zur Ernährungssicherung
sowie Menschenrechtsarbeit. ACAT ist einer der Partner,
dessen Arbeit wir im Rahmen der Reise kennengelernt haben. Während dieser intensiven und eindrucksvollen Woche
haben wir uns neben den Projekten aber auch mit den po-
Klimapolitik: Deutschland muss
mehr tun
litischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen
Die Energiewende in
Swasilands vertraut gemacht. So weist das Land weltweit
Deutschland muss
die höchste HIV/Aids-Rate und die niedrigste Lebenserwar-
konsequent umgesetzt
tung auf und ist Afrikas letzte absolutistische Monarchie.
werden, fordert „Brot für
die Welt“-Klimaexperte
Das Wertvollste aber war der Kontakt mit den Menschen
Thomas Hirsch. Gerade
von Angesicht zu Angesicht. „Die direkten Begegnungen
nach den enttäuschenden
in Swasiland haben uns gezeigt, wie ‚Brot für die Welt‘ und
Ergebnissen der Klimakonferenz in Durban Ende 2011 müsse
seine Partner das ihnen anvertraute Geld nutzen, um po-
Deutschland als gutes Beispiel vorangehen. Bis zum Mai soll
sitive Entwicklungen anzustoßen“, sagt Roland Schmautz,
die Europäische Union darüber entscheiden, ob sie ihre Kli-
Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bad Neustadt a. d.
maschutzziele erweitern und statt 20 Prozent 30 Prozent der
Saale, einer der Teilnehmer der Reise. „Wir hatten viel Ge-
Emissionen bis 2020 (Basis 1990) einsparen will. „Das kann nur
legenheit, mit Mitarbeitern der Partnerorganisationen und
gelingen, wenn sich Deutschland als größter Emittent Europas
Menschen in entlegenen Regionen Swasilands zu sprechen
klar hierzu bekennt“, erklärt Hirsch. „Brot für die Welt“ betreibt
und ihre Situation verstehen zu lernen.“
Lobbyarbeit für mehr Klimaschutz und unterstützt Klima-
Maren Bartel / Brot für die Welt
schutzprojekte in den Ländern des Südens.
Martin Koch
Ausgabe 01/ 2012 weltnah 13
IHRE SPENDE
Wie aus Ihrer Spende konkrete Hilfe wird
Sorgfältige und transparente Verwendung der Mittel bei „Brot für die Welt“
„Wie kommt meine Spende zu den armen Menschen?“ fragen
Allerdings werden die Gelder nicht auf einmal ausgezahlt,
Spenderinnen und Spender immer wieder. Zu Recht, denn zwi-
sondern in einzelnen Raten. Die Partnerorganisation weist
schen der Überweisung einer Spende und ihrer Verwendung
zweimal jährlich in einem Bericht an „Brot für die Welt“ nach,
vor Ort liegen mehrere Schritte, die für Spender nicht auf den
dass die Mittel wie vereinbart eingesetzt wurden. Erst dann
ersten Blick erkennbar sind. An einem Beispiel wird der Weg
wird die nächste Rate ausgezahlt. Außerdem wird der Einsatz
der Spende deutlich:
der Mittel jährlich von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer
kontrolliert.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines „Eine-Welt-Ladens“
haben Spenden für „Brot für die Welt“ gesammelt. Der Einsatz
„Im Bereich Fairer Handel wird besonders deutlich, dass Ent­
für faire Handelsbeziehungen liegt ihnen sehr am Herzen. Da
wicklungszusammenarbeit mehr ist als die Förderung eines
neben einer allgemeinen Spende auch die Möglichkeit besteht,
Einzelprojekts“, betont Ulla Felsenstein, Leiterin des Teams
für besondere Anliegen zu spenden, kennzeichnen sie deshalb
Spendenwerbung. „Sie hat viel mit Bewusstseinsbildung
ihre Spende mit dem Stichwort „Fairer Handel“. Dieses Stich-
zu tun.“ „Brot für die Welt“ möchte erreichen, dass hier in
wort hilft der Buchhaltung, die Spende richtig zu verbuchen.
Deutschland mehr Menschen bewusster konsumieren und
Sie steht nun für Projekte zur Verfügung, die den Fairen
so im täglichen Leben einen Beitrag für mehr Gerechtigkeit
Handel fördern. Beispielsweise für die Arbeit der „Brot für die
leisten. Deshalb fließe ein Teil der Spenden in Öffentlichkeits-
Welt“-Partnerorganisation „Alter Trade“ in den Philippinen, die
und Bildungsarbeit. „Nur so können wir dem Grundsatz näher
Kleinbauernfamilien dabei unterstützt, gerechte und angemes-
kommen, für den ‚Brot für die Welt‘ steht: Den Armen Gerech-
sene Preise für ihren Zucker zu erzielen.
tigkeit.“
Birgit
Althof Anne
Welsing
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Projekte
und Programme begleiten
die Partnerorganisationen. Sie
prüfen alle Anträge sorgfältig und legen sie dann dem
„Ausschuss für Ökumenische
Diakonie“ (AÖD) zur Bewilligung
vor. Dem AÖD gehören 17
erfahrene Vertreterinnen und
Vertreter von Kirche, Diakonie,
Forschung, entwicklungspolitischen und humanitären
Netzwerken an. Erst nach der
Bewilligung wird ein Projekt
finanziell gefördert. Dann können etwa wie bei „Alter Trade“
landwirtschaftliche Schulungen
für Zuckerrohrbauern finanziert werden.
14 weltnah Ausgabe 01/2012
Die Mitarbeiterinnen von Alter Trade weisen genau nach, wie sie „Brot für die Welt”-Spenden einsetzen.
IHRE SPENDE
Viel des Guten
Warum Ulla Felsenstein, langjährige Mitarbeiterin bei „Brot für die Welt“, Fördermitglied ist
Ulla Felsenstein leitet das Team Spendenwerbung.
Ulla Felsenstein leitet derzeit das Team Spendenwerbung bei
wenn man ihnen etwas gibt. Dieser Ansatz der Zusammenar-
„Brot für die Welt“. Zuvor war sie viele Jahre für „Brot für die
beit auf Augenhöhe beeindruckt mich immer wieder.
Welt“-Projekte in Südostasien zuständig. Dazwischen liegen
einige Jahre Tätigkeit bei der Diakonie Katastrophenhilfe. Jetzt
Seit einigen Jahren sind Sie nun in der Spenderkommu-
ist sie auch noch „Brot für die Welt“-Fördermitglied geworden.
nikation tätig. Wie kam es zu dem Wechsel?
Ute Dilg hat mit ihr über dieses Engagement gesprochen.
Ich bin auf dem Höhepunkt der Tsunami-Katastrophe zur
Öffentlichkeitsarbeit gestoßen. Es war wichtig, dass auch
Sie arbeiten nun seit 25 Jahren bei „Brot für die Welt“.
jemand aus der praktischen Projektarbeit in der Kommunikati-
Jetzt sind Sie auch noch Fördermitglied geworden. Ist
on nach außen mitarbeitete. Da ich viele Projekte aus eigener
das nicht etwas viel des Guten?
Anschauung kenne, kann ich den Menschen in Deutschland gut
Ich bin auch nach 25 Jahren immer noch überzeugt, dass das,
schildern, wie die Situation in den Ländern des Südens ist und
was „Brot für die Welt“ tut, der richtige Weg ist, Armut zu
welchen Zusammenhang diese mit dem Wohlstand in unserem
überwinden. Während meiner Zeit hier habe ich viele positive
Land hat. Diese Verknüpfung von Bewusstseinsbildung hier in
Veränderungen im Leben der Menschen vor Ort miterleben
Deutschland und Entwicklungsarbeit befruchtet sich gegensei-
dürfen. Deshalb bin ich jetzt aus voller Überzeugung Förder-
tig. Und die Leute hören mir gerne zu. Ich erkläre ihnen, dass
mitglied geworden.
es nicht darum geht, Almosen zu geben, sondern weltweite
Gerechtigkeit herzustellen. Dafür setzt „Brot für die Welt“ mei-
Was beeindruckt Sie besonders an der Arbeit von „Brot
nen Fördermitgliedsbeitrag ein.
für die Welt“?
Ich habe 14 Jahre lang selbst Projekte betreut, vorwiegend in
Weitere Informationen zur Fördermitgliedschaft finden Sie
Südostasien. Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert und
unter www.brot-fuer-die-welt.de/foerdermitgliedschaft,
selbstbewusst unsere Partner sind. Sie bleiben nicht stehen
oder Sie wenden sich an Bettina Hoffmann,
und verzweifeln angesichts der Not, sondern engagieren sich
Referentin für Spenderbindung, Telefon: 0711 2159-279,
für Entwicklung, für eine bessere Zukunft. Die Menschen im
E-Mail: b.hoffmann@brot-fuer-die-welt.de
Süden sind keine passiven Hilfsempfänger und Dankesager,
Ute Dilg Christoph
Püschner
Drei Möglichkeiten, die Arbeit von „Brot für die Welt“ zu unterstützen
1
Stellen Sie „Brot für die Welt“
im Gemeindebrief vor.
Suchen Sie in Ihrem Gemeindebrief
2
Wünschen Sie sich eine
Spende zum Geburtstag.
Oft wissen unsere Geburtstagsgäste
3
Werden Sie Stifter.
Seit Ende 2009 fördert die Stiftung
immer wieder nach interessanten
nicht, was sie uns noch schenken
Brot für die Welt unsere Arbeit. Mit
Themen? Dann freuen wir uns, wenn
sollen. Machen Sie es sich und Ihren
einer Zustiftung schaffen Sie etwas
Sie konkret über die Arbeit von „Brot
Gratulanten leicht. Sagen Sie, dass Sie
Dauerhaftes. Denn Ihr Geld wird in
für die Welt“ berichten. Vorlagen für
sich über eine Spende an „Brot für
den Erträgen, die jährlich ausgeschüt-
Texte und Anzeigen finden Sie fertig
die Welt“ freuen. Das gibt allen das
tet werden, unbegrenzt Früchte
gestaltet auf unserer Webseite.
gute Gefühl, Sinn zu schenken.
tragen.
Ausgabe 01/2012
04/2011 weltnah 15
ZUM KENNENLERNEN
Leuchtkasten
In farbenfrohe Umhänge
gehüllt tragen die MayaBürgermeister den auf dem
Esel reitenden Jesus durch
die Straßen von Chichicastenango. Die Stadt liegt im
Hochland Guatemalas, auf
über 2.000 Meter Höhe. Aus
umliegenden Gemeinden
sind die Menschen gekommen, um am Palmsonntag
mit einer Prozession die
Semana Santa, die Karwoche, einzuläuten. „Brot für
die Welt“ fördert derzeit 23
Projekte in Guatemala.
Anel Sancho
Hasen, Eier, Osterfeuer: Osterbräuche und deren Ursprung
Wie bei allen unseren Festen im Jahreskalender haben sich
deutet. Der Sieg über den Winter und das Erwachen nach
auch in der Geschichte des Osterfestes viele Traditionen
einer langen kalten Zeit wurde ein Symbol für die Auferste-
und Kulturen vereint. Das Ei war in der Urchristenzeit das
hung Jesu, der als Licht der Welt die Finsternis erhellt. Am
Sinnbild des Lebens und der Auferstehung. So war unter
Osterfeuer wird in vielen Gemeinden die Osterkerze entzün-
den Grabbeigaben oft ein Ei. In Ägypten sind seit mehr als
det, die dann in feierlicher Prozession am Ostermorgen in die
1.000 Jahren farbige Eier bekannt. In der westlichen Welt
noch dunkle Kirche getragen wird.
seit dem 13. Jahrhundert.
Veronika Ullmann epd-Bild/Stefan Arend
Der Hase gilt wegen seiner starken Vermehrung mit bis zu
20 Jungen im Jahr als Symbol der Fruchtbarkeit und der
Zeugungskraft. Das Bild des Hasen wurde dem Osterbrot
aufgeprägt, in das ein Ei eingebacken war. So entstand die
Vorstellung vom Hasen, der Eier legt. In Westfalen oder
Hannover brachte vor dem Hasen lange der Fuchs die Eier,
in der Schweiz der Kuckuck, in Schleswig-Holstein, Oberbayern und Österreich der Hahn, in Thüringen der Storch.
Erst im 19. Jahrhundert setzte sich die Vorstellung vom
Osterhasen durch.
Die Tradition des Osterfeuers reicht in die vorchristliche Zeit
zurück. Mit Frühlingsfeuern wurde die Sonne begrüßt. Im
Laufe der Zeit wurde der Brauch aufs Christentum umge-
16 weltnah Ausgabe 01/ 2012
Fuchs, Kuckuck oder doch der Hase: Wer bringt die Ostereier?
DAMALS – IMPRESSUM
Veranstaltungstipp
Besuchen Sie uns beim
6. Internationalen Gospelkirchentag
Ulla rettet die Welt!
Tipps für einen zukunftsfähigen Lebensstil
Wassermangel? Wassersparen? Doch nicht
bei uns! Haben wir nicht
genug Regen, der Flüsse,
Seen und das Grundwasser
speist? Fließt nicht immer
sauberes Wasser aus dem
Hahn? Ist es nicht sogar
Vom 1.-3. Juni 2012 findet in Dortmund der 6. Interna-
besser, viel Wasser zu ge-
tionale Gospelkirchentag statt. 5.000 Sängerinnen und
brauchen, damit alle Rohre
Sänger werden erwartet, 150 Chöre präsentieren sich auf
gut durchgespült werden?
30 Bühnen.
Also nur weiter jeden Tag
ausgiebig duschen, großzügig das Wasser laufen lassen, im-
Die Kollekte aus der Gospelnacht am Freitag und dem Ab-
mer das volle Programm bei Wasch- und Spülmaschine?
schlussgottesdienst des Gospelkirchentags geht an „Brot
für die Welt“. Unterstützt wird damit ein Ausbildungs-
Solange wir nur auf unsere Wasserpegel schauen, mag genug
projekt für junge Frauen in Kamerun. „Brot für die Welt“
vom kühlen Nass vorhanden sein. Andernorts ist Wasser
ist mit einem Stand am Gospelkirchentag vertreten und
nicht selbstverständlich. Es muss von weit her getragen oder
wird das Spendenprojekt mit einer Nähaktion vorstellen.
aus tiefen Brunnen geschöpft; es muss extrem sparsam
Besuchen Sie uns!
eingesetzt werden. 900 Millionen Menschen auf der Welt
haben gar keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die Hälfte
www.brot-fuer-die-welt.de/gospel
der Menschheit gebraucht nur zwischen 20 und 30 Liter pro
www.gospelkirchentag.de.
Tag. Dagegen sind meine täglichen 125 Liter Wasser Überfluss.
Bei so viel Ungleichheit überdenke ich meine Gewohnheiten:
Muss ich täglich duschen oder gar baden? Warum repariere
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich nicht den tropfenden Hahn? Kann ich Wasser sparende
Ihre Meinung ist uns wichtig. Wir freuen uns auf Ihre Leserbriefe:
Technik nutzen? Und siehe da: Wasser sparen ist ganz einfach,
Brot für die Welt, Redaktion weltnah
Stafflenbergstraße 76, 70184 Stuttgart
gerade weil wir es im Überfluss haben.
oder per E-Mail: weltnah@brot-fuer-die-welt.de
weltnah
Das Spendermagazin
Ausgabe 01/2012
Artikelnummer 119 200 640
Mitglied der
Herausgeber
Diakonisches Werk der
EKD e. V. für die Aktion
Brot für die Welt
Stafflenbergstraße 76
70184 Stuttgart
Telefon: 0711 / 21 59-568
kontakt@brot-fuer-die-welt.de
www.brot-fuer-die-welt.de
Ulla Felsenstein
www.zukunftsfaehiges-deutschland.de
Redaktion
Ute Dilg-Saßmannshausen,
Bettina Hoffmann,
Thomas Sandner (verantw.),
Kirsten Schwanke-Adiang
Gestaltung
SANSHINE Communications GmbH,
Stuttgart
Druck
Deile GmbH, Tübingen,
gedruckt auf RecyclingPapier aus 100 % Altpapier.
Erscheinungsweise
Viermal jährlich, Auflage 18.000
Preis
Der Verkaufspreis beträgt 2,50 EUR.
Für Spenderinnen und Spender ist
„weltnah“ kostenlos.
Spendenkonto
Bank für Kirche und Diakonie
Kt.-Nr.: 500 500 500
BLZ: 1006 1006
IBAN: DE54350601900500500506
BIC: GENODED1DKD
Ausgabe 01/ 2012 weltnah 17
DAS INTERVIEW
„Wir müssen über die Probleme reden.“
Hana Amoury will das Schweigen zwischen israelischen und palästinensischen
Jugendlichen brechen und so zum Frieden im Nahen Osten beitragen.
Hana Amoury ist Palästinenserin und israelische Staatsbürgerin. Schon in der Schulzeit interessierte sie sich
für die Ursachen des palästinensisch-israelischen
Konflikts. Heute ist sie Geschäftsführerin der „Brot für
die Welt“-Partnerorganisation Sadaka Reut. „Es gibt
vorgefertigte Schablonen und ansonsten das große
Schweigen“, charakterisiert Hana Amoury den Konflikt.
Sadaka Reut will dieses Schweigen brechen.
Was sind die Knackpunkte des Konflikts zwischen Juden
und Palästinensern in Israel?
Letztlich ist der heutige Konflikt darauf zurückzuführen, dass
Palästinenserinnen und Palästinenser nicht den Platz in der
israelischen Gesellschaft eingeräumt bekommen, den sie
verdienen. Rund 18 Prozent der Bürger Israels sind palästinensisch. Aber sie nehmen kaum teil am politischen Leben, sie
werden ausgegrenzt.
Sadaka Reut arbeitet mit Jugendlichen. Wie beeinflusst
der Konflikt ihren Alltag?
Ein Beispiel ist das Bildungssystem in Israel. Es trennt Ju-
Hana Amoury will Vorurteile abbauen und Misstrauen durchbrechen.
den und Palästinenser. Gemeinsam lernen ist nicht gewollt.
Staatliches Bildungsziel für die Palästinenser ist, dass sie ihre
mühen wir uns um ein stärkeres Selbstwertgefühl. Denn viele
palästinensische Identität verlieren und sich als arabische
Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit leben passiv
Minderheit innerhalb eines demokratischen Israels verstehen.
und passen sich apathisch den Verhältnissen an.
Das staatliche Bildungssystem für die Juden sieht genau das
Gegenteil vor: Größter Wert wird auf die Schaffung einer ge-
Wie bringen Sie diese Gruppen in Kontakt und durchbre-
meinsamen jüdischen Identität gelegt.
chen das gegenseitige Misstrauen?
Indem wir unsere jährlich neuen Jugendgruppen zuerst mo-
Treffen denn Juden und Palästinenser aufeinander?
nonational beginnen. Durch Diskussionen bauen wir die Bereit-
So gut wie nicht. Beide Volksgruppen leben getrennt. Und
schaft zum gegenseitigen Zuhören auf. Nach einigen Monaten
entfremden sich voneinander im selben Land. So wachsen
führen wir jüdische und palästinensische Gruppen zusammen.
Vorurteile, Misstrauen und Angst. Es ist ein Teufelskreis.
Wir sagen ihnen: Nimm die Meinung des anderen ernst! Setz
dich mit ihr auseinander! Dann schauen sich die Jugendlichen
Was macht Sadaka Reut konkret?
in die Augen und schnell ist eine Basis für gemeinsamen Aus-
Wir gehen in Schulen, in Dörfer und Vorstädte. Dort sprechen
tausch da. Sehr schnell sogar.
wir mit Jugendlichen und gründen Gruppen – wir sensibilisieren die jüdischen Jugendlichen aus der breiten Masse für die
Mehr über die Arbeit von Sadaka Reut erfahren Sie unter
Diskriminierungen, denen die palästinensische Bevölkerung
www.brot-fuer-die-welt.de/weltweit-aktiv.
ausgesetzt ist. Und bei den palästinensischen Teenagern be-
18 weltnah Ausgabe 01/ 2012
Jan Rübel Frank Schultze
ZUM BESTELLEN
Kaffeezeit
Wir laden Sie zu einer Tasse Kaffee ein. Mit unseren
Kaffeebechern mit fröhlichen Motiven ist das Kaffeetrinken zu jeder Tageszeit ein Genuß. Dazu empfehlen
wir CaféPlus, den vollaromatischen „Brot für die Welt“Kaffee aus ökologischem Anbau und fairem Handel. Der
Rohkaffee stammt von sechs Kooperativen, in denen
sich mehrere Tausend Kleinbauernfamilien zusammengeschlossen haben.
CaféPlus
Art. Nr. 113 403 080, Preis: 3,99 EUR,
250 g, gemahlen
Kaffeebecher Engel
Art.Nr. 119 404 460, Preis: 4,00 EUR
Kaffeebecher Lebenstanz
Art. Nr. 119 401 900, Preis: 4,50 EUR
Geschenk zu Ostern
Ein besonderes Geschenk zu Ostern: Handgefertigte Perlenkreuze aus Südafrika. Sie stammen aus der Werkstatt einer
Frauen-Selbsthilfegruppe des Diaconia Council of Churches
in Durban.
Perlenkreuz bunt
Art. Nr. 119 401 830, Preis: 7,90 EUR, Größe ca. 5,5 x 7,5 cm
Perlenkreuz orange
Art. Nr. 119 401 820, Preis: 7,90 EUR, Größe ca. 5,5 x 7,5 cm
Bestellen Sie beim Zentralen Vertrieb, Telefon: 0711 / 2159-777, oder in unserem Online-Shop unter:
www.brot-fuer-die-welt.de/shop. Mit dem Kauf unterstützen Sie unsere Arbeit in den Ländern des Südens.
Danke für Ihre Bestellung!
Ausgabe 01/ 2012 weltnah 19
Spuren hinterlassen
Ihr letzter Willen schenkt Hoffnung
und Zukunft
„Brot für die Welt“ unterstützt die Armen in den Ländern
des Südens dabei, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen
und für sich und ihre Kinder eine bessere Zukunft aufzubauen. Hinterlassen Sie Spuren und schenken Sie Hoffnung.
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Leben, Zukunft - Ihr Vermächtnis für eine gerechte Welt.”
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E-Mail: c.mitsch@brot-fuer-die-welt.de
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