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FrauenStimmen! Wie die Basler Frauen zu ihren Rechten kamen

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FrauenStimmen!
Wie die Basler Frauen zu
ihren Rechten kamen
Ein Rundgang des Vereins Frauenstadtrundgang Basel im
Auftrag der Vereinigung für Frauenrechte Basel zu ihrem
90-jährigen Jubiläum.
Der Rundgang „FrauenStimmen! Wie die Basler Frauen zu ihren Rechten kamen“
1916 gründeten engagierte Frauen - und einige Männer - die „Vereinigung für Frauenstimmrecht Basel und Umgebung“ mit dem Ziel, das
allgemeine Stimm- und Wahlrecht auch für die Schweizer Frauen zu erlangen. Dass ihnen ein langer Weg von über 50 Jahren bevorstehen würde, ahnten sie damals nicht. Mit ihrem Engagement nicht nur für das Frauenstimmrecht, sondern für die Rechte der Frau in allen
gesellschaftlichen Bereichen, brachten die Mitglieder der Vereinigung einiges in Bewegung. Im 2006 feiert die Vereinigung, seit 1971
unter dem Namen „Vereinigung für Frauenrechte“, ihr 90-jähriges Jubiläum. Anlässlich dieses Jubiläums entstand in ihrem Auftrag der
Frauenstadtrundgang „FrauenStimmen!“, der an historischen Orten sowohl das Engagement der Vereinigung wie auch einige Momente
der Basler Frauengeschichte beleuchtet.
Verein Frauenstadtrundgang Basel
Der Verein Frauenstadtrundgang Basel bietet seit 1990 unkonventionelle Stadtrundgänge aus geschlechterspezifischer Sicht im Raum
Basel und der Region an und stellt heute einen wichtigen kulturellen Bestandteil der Stadt dar. Theoretisches Arbeiten wird von Studentinnen der verschiedenen historisch-philosophischen Fachrichtungen aus der Frauenperspektive in einer kreativen, aktiven Form in die
Praxis umgesetzt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. 1997 erhielt der Verein Frauenstadtrundgang Basel den Chancengleichheitspreis beider Basel, „Das heisse Eisen“ und 2005 den „FemPrix“ des Vereins Feministische Wissenschaft Schweiz.
Wie Basler Männer den Frauen ihre Stimme gaben – Eine Abstimmungschronik
1916
08.02.1920
15.05.1927
16.06.1946
05.12.1954
26.06.1966
Plak at „Ein frei e s Vo l k b ra u c h f re i e
Frauen“
G estaltung: H er m a n n Ei d e n b e n z ,
Q uelle: B asler Pl a k at s a m m l u n g
Konstituierung der „Vereinigung für Frauenstimmrecht Basel und Umgebung“.
Die erste Basler Abstimmung über das Frauenstimm- und -wahlrecht auf Kantonsund Gemeindeebene wird mit 65% Neinstimmen abgelehnt.
Eine von der Kommunistischen Partei lancierte Initiative für das Frauenstimmrecht
wird noch wuchtiger verworfen als die Vorlage von 1920.
Nach Kriegsende hoffen viele Frauen, dass ihr Einsatz im Rahmen der Landesverteidigung honoriert werde. Doch auch die dritte Abstimmung über das Frauenstimmrecht findet keine Mehrheit.
Die vierte Abstimmung wird abgelehnt, obwohl sich in einer am 21. Februar durchgeführten Frauenbefragung 73% der Frauen für die politische Mitbestimmung
ausgesprochen hatten.
Durchbruch mit 60% Jastimmen! Basel-Stadt ist damit der erste Deutschschweizer
Kanton mit kantonalem Frauenstimmrecht. Erst 1971 wird den Frauen auch auf
eidgenössischer Ebene das Stimm- und Wahlrecht gewährt. (st)
Lesetipp
Villard-Traber, Anneliese: Weit gebracht? Eine Chronik aus Basel über den langen Weg zur Gleichberechtigung, 2. erw. Aufl., Vereinigung für Frauenrechte, Basel 1992.
Stirnimann, Charles; Thalmann, Rolf: Weltformat. Basler Zeitgeschichte im Plakat, Christoph Merian Verlag,
Basel 2001.
Höhere Mädchenbildung & Lehrerinnenberuf
K lasse einer päd a g o g i s c h e n Ab te i l u n g d e r
Töchterschule 1 9 0 6
Aus: Flueler, E lis a b e t h : D i e G e s c h i c hte d e r
Mädchenbildun g i n d e r St a d t B a s e l , B a s e l
1984, Abb. 19
Am Totengässlein 3 befindet sich von 1819 bis 1884 die Höhere Töchterschule Basels, die
1813 von der GGG gegründete wurde. Ihr Ziel ist „die Bildung und Erziehung der einten
Hälfte des menschlichen Geschlechts unter uns, nehmlich die weibliche Jugend, für
welche bis dahin der Staat noch nichts oder gar wenig getan hat“. Über die Jahrzehnte
wandelt sie sich von einer anfänglich privaten, teuren Standesschule zur öffentlichen
Schul- und Ausbildungsstätte für Mädchen aus allen Schichten. In den letzten beiden
Jahrzehnten des 19. Jh. wird z.B. die Ausbildung zur Lehrerein und eine kaufmännische
Ausbildung eingeführt. Mit dem Schulgesetz von 1929 endet die Geschichte der Töchterschule: sie wird zum Mädchengymnasium umgewandelt Gleichzeitig erfahren die Lehrerinnen, die seit 1925 das Lehrerseminar für ihre Ausbildung besuchen können, eine
Einschränkung in ihrer Berufsausführung, denn bis 1965 heisst es in § 97: „Verheiratete
Frauen sind als Lehrerinnen währen der Dauer ihrer Ehe nicht wählbar.“ (sb)
Lesetipp
Flueler, Elisabeth: Die Geschichte der Mädchenbildung in der Stadt Basel. 162. Neujahrsblatt
herausgegeben von der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige, Helbing & Lichtenhahn,
Basel 1984.
Marchand, Hansjörg: Geschichte des Mädchengymnasiums und seiner Töchterschulen. In: Basler
Stadtbuch, Basel 1998, S. 255 - 259.
„Das Risiko, Mutter zu werden“ – Mutterschaftsversicherung
Q uelle: G esetze s tex te : G e s a mt a u s g a b e d e r
B asler G esetzes s a m m l u n g, B d. I - XX I V
1877 wird ein Bundesgesetz für Fabrikarbeiterinnen erlassen, das Frauen nach ihrer
Niederkunft während sechs bis acht Wochen von der Erwerbsarbeit ausschliesst. Ein
gleiches Gesetz erlässt Basel auf kantonaler Ebene elf Jahre später für Gewerbearbeiterinnen. Eine Einkommensentschädigung ist nicht vorgesehen. Man ist sich des Problems
zwar bewusst, dass viele Familien auf diese Weise in finanzielle Notlagen geraten, will
aber aus Angst vor zu hohen Kosten nicht darauf reagieren. So greifen die gesetzlichen
Schutzbestimmungen für Wöchnerinnen in der Praxis nicht: Viele niedergekommene
Frauen gelangen mit dem Gesuch an den Regierungsrat, die Arbeit schon vor Ablauf der
Schonfrist wieder aufnehmen zu dürfen oder sie gehen illegal einer anderen Beschäftigung nach. Erst 1945, als der Auftrag an den Bundesrat, eine Mutterschaftsversicherung
einzurichten in der Verfassung verankert wird, scheint eine Lösung endlich in greifbare
Nähe zu rücken. Dennoch verstreichen weitere sechzig Jahre bis zur Umsetzung im Jahre
2004. (fg)
Lesetipp
Wecker, Regina; Studer, Brigitte; Sutter, Gaby: Die „schutzbedürftige Frau“. Zur Konstruktion von
Geschlecht durch Mutterschaftsversicherung, Nachtarbeitsverbot und Sonderschutzgesetzgebung, Chronos Verlag, Zürich 2001.
Hauser, Karin: Die Anfänge der Mutterschaftsversicherung. Deutschland und Schweiz im Vergleich,
Chronos Verlag, Zürich 2004.
„Tüchtiges Bürofräulein gesucht“ – Berufsbildung von Frauen
Büroangestellte n
Q uelle: G ett yIm a g e s
Der Zugang zu einer qualifizierten Berufsbildung und einer leitenden Stellung im Beruf
bleibt den Frauen lange verwehrt. Um die Jahrhundertwende öffnet sich der aufstrebende kaufmännische Sektor jungen Frauen als neues Berufsfeld. Den „Bürotöchtern“
werden zumeist nur Hilfs- und Routinearbeiten übertragen. Die Berufslehre ist dem
Kaufmann vorbehalten. In Basel erhalten Frauen erst nach heftigen Diskussionen 1909
Zugang zu Unterrichtskursen des seit 1862 bestehenden Kaufmännischen Vereins. 1913
legt erstmals eine Frau die kaufmännische Prüfung ab. Weibliche Erwerbsarbeit betrachtet man lange Zeit als vorübergehende Lebensphase, die mit der Heirat ein Ende nehmen
sollte. Besonders in Krisenzeiten werden verheiratete, berufstätige Frauen angefeindet. Im
Streit um das „Doppelverdienertum“ nehmen Frauenrechtlerinnen dezidiert für die
Frauenerwerbsarbeit Stellung. (st)
Lesetipp
Joris, Elisabeth; Witzig, Heidi (Hg.): Frauengeschichte(n). Dokumente aus zwei Jahrhunderten zur
Situation der Frauen in der Schweiz, 4. erg. Auflage, Limmat Verlag, Zürich 2001.
Schwangerschaftsabbruch
Por traitzeichnu n g L i n a B.
Q uelle: Staatsarc h i v B a s e l - St a d t,
G er ichtsarchive J J 1
Lina B.* muss sich im Jahre 1919 gegen die Anklage auf versuchte Kindsabtreibung vor dem Basler
Strafgericht verteidigen. Folgendermassen wird sie in den Gerichtsakten zitiert:
„Zum letzten Mal war ich im April 1918 unwohl und dann bekam ich die Periode wieder im August
1918. Ich hatte allerdings im Frühjahr 1918 auch Geschlechtsverkehr mit Studer; geschwängert
wurde ich aber nicht von ihm. Wie ich bereits angegeben habe, nahm ich in der Zwischenzeit ein
Mittel gegen die Periode ein. Nachdem ich am 31. Juli in Genf die beiden Pillen geschluckt hatte,
bekam ich am nächsten und übernächsten Tag Krämpfe; dann stellte sich die Periode wieder ein
und zwar sehr stark; sie dauerte etwa drei Tage lang; es gingen flüssiges Blut und „Blutklötzli“ von
mir ab. Dass eine Frucht von mir gegangen ist, bestreite ich nachdrücklich.“
Wegen fehlendem Beweismaterial wird Lina B. von der Anklage freigesprochen. Sie ist aber „nur“
eine von vielen Frauen, die erfahren müssen, wie die Macht männlicher Gesetzgebung über ihre
Körper zu bestimmen vermag. (fg)
* Name geändert
Lesetipp
Grütter, Karin; Ryter, Annamarie: Stärker als ihr denkt. Ein Kapitel verschwiegener Geschichte, Verlag Aare,
Solothurn 1988.
Der Weg zum Pfarramt für Frauen in der Evang.-ref. Kirche Basel-Stadt
1917/1920
1920er
1931
1942
1956
1976
D orothee H o ch ( e i n e d e r e r s te n P f a r re r i nnen am B asler Fra u e n s p i t a l , v 1 9 5 9 - 1 9 7 9 )
Q uelle: Por tra i t s a m m l u n g Un i ve r s i t ä t s b i b l i othek B asel
Einführung des kirchlichen Stimm- und Wahlrechts für Frauen.
Erste Frauen immatrikulieren sich an der theologischen Fakultät Basel.
Synodenbeschluss zur Frauenordination: Theologinnen können nun als
Pfarrhelferinnen in einem allerdings beschränkten Aufgabengebiet in der
Kirchgemeinde arbeiten.
Die erste Pfarrhelferin wird in der Kirchgemeinde St. Leonhardangestellt.
Synodenbeschluss: Zugang für unverheiratete Theologinnen zum vollen
Pfarramt.
Aufhebung der Zölibatsklausel: Auch verheiratete Theologinnen erhalten
nun den Zugang zum Pfarramt. (cj)
Lesetipp
Aerne, Peter: "Ich kann mich nur freuen, wenn Theologinnen zum Pfarramte zugelassen werden."
Der beschwerliche Weg von der Pfarrhelferin zum vollen Pfarramt für Frauen in der reformierten
Kirche Basel-Stadt (1914-1976). In: Basler Zeitschrift für Geschichte und Altertumskunde, Basel 105
(2005), S. 197-233.
Kappeler, Marianne: Der hindernisreiche Weg ins volle Frauenpfarramt in Basel. In: Tschudi, Felix
(Hg.): Eine Kirche sucht ihren Weg. Aufbrüche in der Evangelisch-Reformierten Kirche Basel-Stadt
nach dem Zweiten Weltkrieg, Basel/Berlin 1995, S. 16-22.
Iris von Roten – Klare Forderungen nach Selbstverwirklichung der Frau
Iris von Roten, 1917 geboren, ist eine zentrale Figur der Schweizer Frauenbewegung, obwohl sie
selbst nie aktiv in einer Frauenorganisation tätig war. Ihr Werk „Frauen im Laufgitter“ hat jedoch
die Frauenbewegung nachhaltig geprägt.
Als Iris von Rotens Buch „Frauen im Laufgitter. Offene Worte zur Stellung der Frau“ 1958 erscheint,
löst es einen Skandal aus. Das herrschende Männerkollektiv wird von ihr öffentlich kritisiert und in
Frage gestellt, sie verlangt mit klaren Worten nicht nur nach Selbstverwirklichung der Frau auf
beruflicher Ebene, sondern auch auf der sexuellen. Mit so viel emanzipatorischem Gedankengut
scheint sie jedoch ihrer Zeit weit voraus zu sein und bleibt deshalb weitgehend un- oder missverstanden. Sie wird für ihr mutiges Werk, an dem sie über zehn Jahre gearbeitet hat, mit Verachtung
und Isolation bestraft. Die Öffentlichkeit reagiert schockiert und die Kritik ist vernichtend hart.
Erst als „Frauen im Laufgitter“ 1991, ein Jahr nach Iris von Rotens Tod, in neuer Auflage erscheint,
wird es von einer breiten LeserInnenschaft positiv aufgenommen und wird zum Bestseller. (ms)
Ir is von R oten
Q uelle: Archiv z u r G e s c h i c hte d e r
schweizer isch e n Fra u e n b e we g u n g,
G osteli-Stif tun g, Wo r b l a u fe n
Lesetipp
Von Roten, Iris: Frauen im Laufgitter. Offene Worte zur Stellung der Frau, 5. Aufl., eFeF-Verlag Zürich, 1996
Interview mit Iris von Roten. In: D’Studäntin kunnt. 100 Jahre Frauen an der Uni Basel. Historisches Seminar
Universität Basel, S. 65-68.
Köchli, Yvonne-Denise: Eine Frau kommt zu früh. Das Leben der Iris von Roten, Autorin von „Frauen im
Laufgitter“, Weltwoche-ABC-Verlag, Zürich 1992.
Lehrerinnenstreik 3. Februar 1959
Am 3. Februar 1959 streiken die Lehrerinnen des Basler Mädchengymnasiums aus
Enttäuschung und Wut darüber, dass das männliche Stimmvolk zwei Tage zuvor das
Frauenstimmrecht auf nationaler Ebene mit 66,9 % abgelehnt hat. Sie fordern in einer
Erklärung die volle staatsbürgerliche Rechtsfähigkeit als mündige Bürgerinnen und
betonen, dass sie keine unterlegene Minderheit seien, da ihnen die Möglichkeit abzustimmen als politisch rechtlose Schicht vorenthalten werde. Dieser Streik löst ein riesiges
Echo an verurteilenden sowie zustimmenden Äusserungen in der Bevölkerung und in
der Presse aus - sogar über die Landesgrenzen hinaus. Der Vereinigung für Frauenstimmrecht Basel, bei welchem einige der Lehrerinnen führend mitwirken, kann in diesen Tagen
knapp 300 Neumitglieder aufnehmen. Der Regierungsrat missbilligt den Streik aufs
Schärfste und lässt die Lehrerinnen mit einem Lohnabzug eines Tagesverdienstes und
einem schriftlichen Verweis bestrafen. (cj)
G edenktafel fü r d e n Le h re r i n n e n s t re i k a m
G ymnasium Le o n h a rd
G estaltung: B e t t i n a Ei c h i n , Fo to : Co r n e l i a
Jansen, Frenk e n d o r f
Lesetipp
Liebherr, Charles: Wenn Lehrerinnen wollen, ist keine Schule! Der Streik der Basler Lehrerinnen am
Mädchengymnasium in Basel vom 3. Februar 1959. In: Basler Zeitschrift für Geschichte und
Altertumskunde, Basel 93(1993), S. 109-139.
Schmidlin, Antonia: Der Basler Lehrerinnenstreik von 1959. In: "Do samletten sich die wiber ..."
(Quergängerin 5), Verlag Frauenstadtrundgang, Basel 1997, S. 61-65.
„Mann und Frau sind gleichberechtigt“ – Von der gesetzlichen Gleichstellung
Am 14. Juni 1981 wird der Verfassungsartikel „Gleiche Rechte für Mann und Frau“ durch das Schweizer Stimmvolk angenommen. Seit 1874 heisst es in Art. 4 der Bundesverfassung: „Alle Schweizer
sind vor dem Gesetz gleich. Es gibt in der Schweiz keine Untertanenverhältnisse, keine Vorrechte
des Ort, der Geburt, der Familie oder Person“. Dass diese „Rechtsgleichheit“ aber nur für Männer gilt,
muss 1887 schon Emilie Kempin-Spyri, erste Schweizer Juristin, erfahren. Nun wird 1981 die Bundesverfassung durch den erweiterten Artikel 4 ergänzt: „Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das
Gesetz sorgt für ihre Gleichstellung vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau
haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.“ Doch wie sieht es 25 Jahre nach der
gesetzlich verankerten Gleichstellung aus? Nach wie vor sind die Löhne der Frauen im Durchschnitt
tiefer als jene der Männer: im privaten Sektor 21%, im öffentlichen Sektor 11%. (sb)
Lesetipp
Bühler, Elisabeth; Heye, Corinna: Fortschritte und Stagnation in der Gleichstellung der Geschlechter 19702000, Bundesamt für Statistik.
www.gleichstellungsgesetz.ch
www.gleichstellung.bs.ch oder www.gleichstellung.bl.ch
R athaus B asel
Foto: S abina B ra u n , B a s e l
Frauenstreiktag 14. Juni 1991 – „Wenn Frau will, steht alles still“
Als sich der Tag der Abstimmung über den Verfassungsartikel zur Gleichstellung von Frauen und
Männern zum zehnten Mal jährt, stimmt der Kongress des schweizerischen Gewerkschaftsbundes
dem Antrag der SMUV-Frauen, einen Frauenstreiktag durchzuführen, zu. Mit dem Streik soll
gezeigt werden, dass die Gleichheit zwar formell, nicht aber in der Praxis, besteht. Die Idee des
Streikes verselbständigt sich schnell und wird von vielen Frauenorganisationen mitgetragen. In
Basel finden verschiedene Aktionen statt, organisiert von über 40 Frauengruppen aus Gewerkschaften und Verbänden. In der ganzen Schweiz streiken über eine halbe Million Frauen und
stehen öffentlich für ihre Rechte ein. Sie fordern Gleichheit im Erwerbsleben, eine Mutterschaftsversicherung, eine verbesserte Altersvorsorge, eine gerechte Verteilung von Hausarbeit und Erziehungspflichten in der Familie und grössere Präsenz der Frauen in der Politik. Am 14. Juni 1991 ist
eine Frauensolidarität spürbar, wie sie seit der Frauenbewegung der 1970er Jahre nicht mehr da
gewesen ist. (ms)
Lesetipp
Wicki, Maja: Wenn Frauen wollen, kommt alles ins Rollen. Der Frauenstreiktag vom 14. Juni 1991, Limmat
Verlag Genossenschaft, Zürich 1991.
Plak at: "Fraue n s t re i k "
G estaltung: Ag n e s We b e r, Q u e l l e :
Agnes Web er, B e r n
Impressum
Veranstalterin / Buchungen private Rundgänge:
Verein Frauenstadtrundgang Basel
Postfach 1406, CH - 4001 Basel
Tel.: +41(0)61 267 07 91 - Internet: www.femmestour.ch - Mail: Frauen-Stadtrundgang@unibas.ch
Realisation: Sabina Braun, Franziska Guyer, Cornelia Jansen, Michela Seggiani, Susanna Tschui
Gestaltung: Christine Koblizek, www.gartezwerg.ch, Druck: Steudler Press AG, Basel, Auflage: 2000 Stück
Bildnachweis: Titelbild: Fackelzug 1.2.1961, Quelle: Staatsarchiv Basel-Stadt, Foto Hans Bertolf 1.2.1961
Wir haben uns bemüht, sämtliche CopyrightinhaberInnen um die Reproduktionserlaubnis anzufragen. Sollten wir jemanden übersehen
oder nicht erreicht haben, bitten wir höflich um Entschuldigung.
Für die finanzielle Unterstützung des Faltblattes danken wir: Migros Kulturprozent, Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Novartis
Vereinigung für Frauenrechte Basel
1916 gründeten Aktivistinnen die „Vereinigung für Frauenstimmrecht Basel und Umgebung“. Ihr Ziel war, eine Lobby und ein Sprachrohr
zu schaffen für die politischen Rechte der Frauen. Seit 1971 das Frauenstimmrecht auf eidgenössischer Ebene erreicht worden ist, engagiert sich der bis heute parteipolitisch und konfessionell unabhängige Verein für eine bessere Vertretung der Frauen in den politischen
Gremien. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema „Frauenvorbilder - Geschichte - Junge Frauen“. Internet: www.frauenrechtebasel.ch
Die VEREINIGUNG FÜR FRAUENRECHTE BASEL dankt allen Sponsorinnen und Sponsoren des Stadtrundgangs „FrauenStimmen!“
anlässlich des Jubiläums „90 Jahre Frauenrechte Basel“.
Dieser Dank gilt auch denjenigen Spenden, die nach Redaktionsschluss eingetroffen und hier nicht aufgeführt sind.
Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige GGG Basel
Lotteriefonds Basel-Stadt
Christlichdemokratische Volkspartei CVP Basel-Stadt
Genossenschaft MIGROS Basel
Novartis International Basel
Spreng Consulting GmbH Basel
Vereinigung Evangelischer Wählerinnen und Wähler
Beatrice Alder Finzen, Margaretha Amstutz, Susanne Bertschi, Kaspar Birkhäuser & Regula Menzi, Lislott Blapp Saba, Margareth Dettwyler,
Doris Erni-Schäppi, Anita Fetz und das femmedia Team Basel, Barbara Fischer, Elisabeth Freivogel, Anne-Sibylle Frey-Greiner, Elisabeth
Giezendanner Stern & Wolfgang Stern, Ruth Gonseth, Bea Hecklin, Annemarie Heiniger, Johanna Hersberger-Rüde, Trudi Hublard-Sieber,
Heidi Hügli-Kissling, Brigitte Hümbelin-Amiguet, Monika Hungerbühler Grun & Georges Grun, Liselotte Kurth-Schläpfer, Anita
Lachenmeier-Thüring, Germaine Laschinger, Esther und Peter Loppacher, Ilse Meyer-Abend, Elsbeth Moll Mongiusti, Johanna Müller-Von
der Mühll, Ursula Nakamura-Stoecklin, Buchhandlung Annemarie Pfister Basel, Gian Reto Plattner, Annelies Ruoss, Ingrid Rusterholtz, Lea
Schatz-Gelzer, Barbara J. Speck, Ruth Sterchi-Saegesser, Irène Stroux, Ruth Stutz, Ida Vischer, Margareta Wagner-Sundström, Erna Walt,
Kathrin Zahn
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