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Lebensarbeitszeitverlängerung Wie geht es weiter? - DPolG

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Rheinland-Pfalz
Risiko an Arbeitsplätzen mit
Mehrfachbelastung auftritt.
Lebensarbeitszeitverlängerung
Wie geht es weiter?
Genau diese Mehrfachbelastung ist ein Problem insbesondere im polizeilichen Schichtdienst. In vielen industriellen
Bereichen stehen der Ablauf
und die Ereignisse, die sich im
Rahmen der Arbeitsschicht ergeben, fest und sind planbar.
Das entfällt beim polizeilichen
Schichtdienst völlig. Welche
Einsätze, in welcher Intension,
mit welchen belastenden Faktoren (Suizid, tödlicher Unfall,
Widerstand usw.) auf einem
zukommen ist vorher nicht absehbar und stellt, zu den ohnehin erschwerenden Bedingungen des Schichtdienstes, ein
die negativen Folgen, ganz erheblich steigerndes Moment
dar.
Die Landesregierung hat zugesagt, die zum 1.
Januar 2004 in Kraft getretene Neuregelung der
polizeilichen Altersgrenzen nach Ablauf von
fünf Jahren zu evaluieren. Im Frühjahr werden
wir auf die Gewerkschaften zukommen, so war
die Aussage zum Ablauf 2008, als die fünf Jahre
zu Ende gingen. Nicht mehr vor der Sommerpause hieß es auf Nachfragen, als sich im Frühjahr niemand meldete. Gegenüber dem Parlament erklärte die Regierung: „Frühestens im
Herbst kann eine vorläufige Bewertung erfolgen.“ Wir haben Herbst, Gespräche sind immer
noch nicht angekündigt.
Zur Evaluation wurden Daten bei
den Dienststellen erhoben, die
Ergebnisse liegen bereits seit
April vor. Weiterhin sollen die Ergebnisse der Befragung der Kolleginnen und Kollegen zur betrieblichen Gesundheitsförderung einbezogen werden. Die
Daten liegen auch längst vor.
„Mit der Evaluation soll geklärt
werden, ob die mit der Anhebung der Altersgrenze verfolgten Ziele erreicht wurden und
welche sonstigen Auswirkungen mit der Umsetzung der Regelung in der Praxis verbunden
sind“, so erklärte es die Regierung auf parlamentarische
Nachfrage der CDU-Landtagsfraktion.
Impressum:
Redaktion:
Volker Maurer (v. i. S. d. P.)
Fürstenhofenstraße 6
54329 Konz
Tel. (0 65 01) 9 96 05
E-Mail: polizeispiegel@dpolg-rlp.de
Landesgeschäftsstelle:
Adam-Karrillon-Str. 62
55118 Mainz
Tel. (0 61 31) 23 44 88 v
Fax (0 61 31) 22 52 67
dpolg@t-online.de
ISSN 0937-4876
Welche Ziele verfolgte die Landesregierung eigentlich?
Wenn es das Ziel war, mit der
Lebensarbeitszeit Kolleginnen
und Kollegen in den vorzeitigen
Ruhestand zu zwingen und ihnen dadurch die Pensionszahlungen zu kürzen, dann scheint
das Ziel erreicht. Die Frühpensionierungen sollen deutlich
zugenommen haben.
>
Wolfgang Faber
men, die Grundlage der nachfolgenden Ausführungen ist.
Aber genau das ist eingetreten.
Dafür hätte man ein solches Experiment allerdings nicht starten müssen. Das hat die DPolG
vorausgesagt. Um diese Folgen
zu erkennen, hätte man sich
nur mit der einschlägigen Literatur zu den Auswirkungen von
Schichtarbeit beschäftigen
müssen.
Untersuchungen haben eindeutig ergeben, dass Schichtdienstarbeiter im Vergleich zu
Tagarbeitern, die sonst ähnlichen Arbeitsbedingungen
unterliegen, stärkeren gesundheitlichen Beeinträchtigungen
ausgesetzt sind. Der Gesundheitszustand der Schichtarbeiter sinkt mit zunehmendem
Alter stärker ab, als der von
Tagarbeitern. Folge daraus ist,
dass Schichtarbeiter in wesentlich höherem Ausmaß von
Invalidität bedroht sind. Den
betriebswirtschaftlichen Vorteilen der Schichtarbeit für die
Unternehmer stehen somit
volkswirtschaftliche Nachteile
durch den vorzeitigen Verschleiß der Arbeitskraft und
dem damit verbundenen Aufwand für Krankenbehandlung
und vorzeitige Pensionierung
gegenüber.
Interessante Aufschlüsse sind
aus dem Ergebnis einer Fachtagung zum Thema Schichtarbeit
der Gewerkschaft der Chemiearbeiter in Österreich zu entneh-
Systematische Untersuchungen zu Mehrfachbelastungen
und Schichtarbeit haben gezeigt, dass Schichtarbeit vor allem als ein gesundheitliches
Ob allerdings ein deutlicher Anstieg der Krankheitsrate und
die explosionsartige Zunahme
der eingeschränkt Dienstfähigen beabsichtigt waren, ist
schwer vorzustellen.
Das grundsätzliche Problem
des Wechselschichtdienstes
liegt allerdings darin begründet, dass der menschliche Organismus sich nicht darauf
einstellen kann. Bereits in den
50er Jahren hat man festgestellt, dass der Mensch seinen
Rhythmus beibehält, selbst
wenn man ihn völlig von äußeren Reissen abschottet. Der Organismus gibt also seinen
Rhythmus selbst vor, er ist sozusagen angeboren. Diese zeitliche Organisation des Körpers
führt dazu, dass er tagsüber
auf Leistungserbringung geschaltet ist und nachts auf Erholung. Der Mensch kann sich
an einen anderen Tag-/Nachtrhytmus gewöhnen, wenn er
zum Beispiel in eine andere
Zeitzone wechselt. Eine Umstellung der Körperfunktionen
findet allerdings nicht statt,
wenn er in eine Nachtarbeit
wechselt. Ein wichtiger Zeitgeber für den menschlichen
Rhythmus ist, wie bei den
meisten Tieren und Pflanzen,
das Tageslicht.
Dieses Nichtanpassen hat erhebliche Auswirkungen:
> Polizeispiegel | November 2009
1
Landesverband Rheinland-Pfalz
Herbst 2009:
Rheinland-Pfalz
>
Auswirkungen
auf die Familie
Der allgemeine Tagesablauf einer Familie (Schule, Freizeitaktivitäten der Kinder und des Ehepartners) orientiert sich weitestgehend an dem gesellschaftlichen Freizeitverhalten und das
ist abgestellt auf die Tagarbeiter. Die Rücksichtnahme, wenn
Papa/Mama tagsüber schlafen
müssen, das Fehlen eines Elternteils bei Wochenendaktivitäten führen zu Stress innerhalb der Familie.
>
Landesverband Rheinland-Pfalz
2
Auswirkungen auf
soziale Beziehungen
Die sozialen Aktivitäten sind an
der Mehrheit der Tagarbeiter
orientiert, was dazu führt, dass
der Schichtarbeiter von regelmäßigen Aktivitäten weitgehend ausgeschlossen bleibt. Es
kann beim Schichtarbeiter zu
einer zunehmenden sozialen
Isolierung führen. Untersuchungen haben gezeigt, dass
Schichtarbeiter zu Freizeitaktivitäten neigen, die alleine ausgeführt werden können. Gerade dies steigert die negativen
Auswirkungen des Schichtdienstes. Sind doch soziale Kontakte
elementarer Bestandteil der Regeneration.
>
Psychische
Auswirkungen
Schichtarbeiter sind mit einem
erhöhten Risiko für das Auftreten psychischer Beeinträchtigungen verbunden. Das wurde
nicht nur bei aktiven Schichtdienstlern nachgewiesen, auch
die Untersuchung von ehemaligen Schichtarbeitern brachte
eine erhöhte Rate von psychischen Beeinträchtigungen. Bei
weiblichen Schichtarbeitern ist
das Risiko um das 2,26-fache
erhöht, bei männlichen um das
2,02-fache. Klinische Aufnahmen aufgrund von Depressionen waren bei männlichen
Schichtarbeitern gar um das
2,5-fache erhöht, bei weib-
> Polizeispiegel | November 2009
lichen um das 1,95-fache. Es
wurde dabei auch nachgewiesen, dass für die Erhöhung der
Neigung zu depressiven Verstimmungen zumindest teilweise eine Destabilisierung der
Beziehung zwischen Familie,
Arbeit und Erholung verantwortlich ist.
>
Schichtdienst
ist Mehrarbeit
Auch darüber hinaus ist
Schichtarbeit, insbesondere
Nachtarbeit, eine erhebliche
Belastung. Zusätzlich zu den
normalen Arbeitsanforderungen ist auch noch Arbeit nach
„innen“ zu leisten, um den Körper und die Psyche auf Touren
zu bringen. In der Nacht geht
die Körpertemperatur um 0,5
Grad herab, was dazu führt,
dass die Stoffwechselvorgänge
langsamer werden. Es muss eine zusätzliche Anstrengung erbracht werden, um den „kalten
Motor“ zur gleichen Arbeitsfähigkeit zu zwingen. Das führt
zu einer Arbeitsbeanspruchung
in Abhängigkeit von der Lage
der Arbeitszeit:
> Frühschicht =
100 %
> Spätschicht =
113 %
> Nachtschicht = 156 %.
Diese Mehrarbeit bedarf einer
längeren Regeneration. Wird
diese nicht eingehalten, mobilisiert der Körper über das Dauerstress-Hormon Cortisol zusätzliche Reserven. Das hilft zwar die
Dauerbelastung durchzustehen,
als Dauerzustand jedoch auf
Kosten eines höheren Risikos an
Beschwerden, Schmerzen und
Erkrankungen.
Diese Folgen führen wiederum
dazu, dass ein Schichtarbeiter
gegenüber einem Tagarbeiter
bereits zehn Jahre früher auf
ein niedrigeres Niveau der individuellen Arbeitsfähigkeit absinkt. Da die Arbeitsbelastung
in den letzten Jahren, insbesondere im Wechselschichtdienst
(ca. 500 Kolleginnen und Kollegen weniger im Schichtdienst,
vermehrte Großeinsätze, zunehmende vorgegebene Kontrollen, Zunahme der Alltagsarbeit usw.) deutlich zu genommen hat und diese zusätzliche Arbeit auf immer ältere
Kolleginnen und Kollegen
trifft, muss die Arbeit mit immer größerer Anstrengung
und damit mit immer größerem Stress bewältigt werden.
Es beginnt ein regelrechter
Teufelskreis, denn der neue
Stress schwächt wiederum die
Arbeitsfähigkeit usw. usw. Das
führt dann zwangsläufig zu
weiteren Erkrankungen und
kann letztlich in einer verringerten Lebenserwartung münden. Das Ganze geht einher
mit zunehmenden Schlafstörungen und einem weiteren
Abbau vielleicht noch vorhandener Reserven hin zu einem
Dauerstress.
Weiter angeheizt wird die Situation durch die zunehmende
Überalterung des Personals.
Den mit dem Älterwerden
sinkt die Körpertemperatur generell um noch einmal 0,3
Grad, die körperlichen Kreisläufe laufen nicht mehr so
rund und die körperlichen Kapazitäten nehmen ab.
>
Die Folgen
> Die Arbeitsbeanspruchung
steigt über 156 %, weil noch
mehr Energie in den Körper
gepumpt werden muss.
ältere Kollege leistet physiologisch betrachtet in einer
Nachtschicht mehr als er in
jungen Jahren geleistet hat.
Diese Folgen setzen bereits ab
dem 40. Lebensjahr ein.
>
Die Folgen dieses
Teufelskreises
> Adrenalin und Cortisol machen unempfindlich und unsensibel und verringern damit
die Wahrnehmung von
Alarmzeichen des Körpers
und der Seele, eine gefährliche Zufriedenheit mit der eigenen Gesundheit und dem
Lebensstil stellt sich ein.
> Die chronische Müdigkeit
führt zu einer Verödung des
Privatlebens. Erhöhte Cortisol-Spiegel gehen mit erhöhter Apathie, Interesselosigkeit
oder Gereiztheit einher und
gefährden damit das Familien- und Privatleben. Das
kann zu Sucht oder einer einseitigen übertriebenen Bindung an die „Schichtfamilie“
führen.
> Alkohol beruhigt – man holt
sich damit (vermeintlich) aus
dem roten Bereich und landet
nicht selten in der Sucht.
> Hypercortisolismus führt zu
Diabetes, Osteoporose, geschwächter Immunabwehr,
verringerter Merkfähigkeit
und häufigen Schmerzsyndromen.
> Die Schlafarchitektur wird
brüchiger, die Wahrscheinlichkeit in den Traumphasen
aufzuwachen steigt.
Damit sind wir wieder am Anfang der Ausführungen. Ein
deutlich gestiegener Krankenstand, zunehmende Frühpensionierungen und insbesondere
die explosionsartige Zunahme
der eingeschränkt Dienstfähigen sind eine logische Folge der
Verlängerung der Lebensarbeitszeit.
> Der körperliche Kapazitätsabbau bedeutet, dass alle körperlichen Arbeitsanforderungen zu einer höheren Arbeitsbeanspruchung führen. Der
Nun könnte man sagen, für den
Schichtdienst hat sich ja nichts
geändert, wer mehr als 25 Jahre Schichtdienst leistet, kann
mit 60 in den Ruhestand gehen.
> Die Regeneration ist nicht
mehr so wie früher, die
Nachtschicht fällt schwerer,
man ist länger „fertig.“
Rheinland-Pfalz
Allerdings haben auch die Kolleginnen und Kollegen mit Tagdienstfunktionen meist viele
Jahre Schichtdienst geleistet
und, wie sich aus den Untersuchungen ergibt, wirken die negativen Folgen weiter nach.
Sondereinsätze, insbesondere
am Wochenende, Bereitschaftsdienste, regelmäßige Mehrar-
beit und die anfangs erwähnte
Mehrfachbelastung am Arbeitsplatz, die auch in vielen Tagdienstfunktionen zu finden ist,
führen teils zu ähnlichen Belastungssymptomen wie sie vorstehend beschrieben wurden.
Den Kreis der Erkenntnisse
schließt die Umfrage zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Schlechte Freizeitplanung, Nachtarbeit, Sofortlagen,
Konflikte mit der Bevölkerung
und Gewaltanwendung wurden gerade vom Wechselschichtdienstlern als die herausragenden Belastungen ihres
Dienstes genannt.
Beschwerden, wie Müdigkeit,
Abgeschlagenheit, Verspannungen, Schlafstörungen nehmen mit zunehmendem Alter
signifikant zu.
Auffallend ist allenfalls, dass
gerade in den festen Dienstgruppen mit starren Dienstzeitmodellen die Beschwerdehäufigkeit geringer ist. Hier
stellt sich allerdings die Frage,
geht es den Kolleginnen und
Kollegen wirklich besser oder
handelt es sich möglicherweise um eine einseitige, übertriebende Bindung an die
„Schichtfamilie“, mit der die
Belastungssymptome auf Kos-
ten der Gesundheit und der
Gefahr des Abgleitens in eine
Sucht, überspielt werden?
Es kann für die DPolG nur eine
Forderung geben: „Schluss mit
den Experimenten auf Kosten
von Leben und Gesundheit der
Kolleginnen und Kollegen.“ Es
gehört endlich ein Modell auf
den Tisch, dass den Belastungen der Polizei gerecht wird.
Dabei sollte sich die Landesregierung von ihrem Motto der
Polizeireform leiten lassen:
„Wir sind eine Polizei!“
Wolfgang Faber,
stellvertretender
Landesvorsitzender
3
Digitalfunk:
Es geht voran –
Erste Systemtechnik installiert
In Waldweiler im Landkreis Trier-Saarburg wurde die Installation der Tetra-Systemtechnik im dortigen Antennenstandort abgeschlossen. Damit
ist die erste Basisstation für den Digitalfunk der Behörden und Einrichtungen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Rheinland-Pfalz vollständig
ausgestattet.
Nach mehr als zweijähriger intensiver Planungs- und Vorbereitungsphase stehen die
Standorte und deren technische Ausgestaltung für das
Netz in Rheinland-Pfalz fest.
Bundesweit werden mehr als
4.000 Basisstationen benötigt,
rund 270 davon befinden sich
in Rheinland-Pfalz. Bei der Auswahl der erforderlichen Standorte wird so weit wie möglich
auf bereits vorhandene Masten zumeist kommerzieller Betreiber zurückgegriffen. Weniger als 20 Prozent der Antennenstandorte müssen dadurch
in Rheinland-Pfalz komplett
neu gebaut werden.
In der Region Trier sollen noch
in diesem Jahr annähernd 50
Standorte fertig gestellt und
bis Ende des Jahres 2010 zusammen mit rund 45 weiteren
in Betrieb genommen werden.
Für jede Basisstation müssen
rund 30 Planungsschritte
durchlaufen sowie mit den
Bau- und Umweltbehörden,
dem Landesbetrieb Daten und
Information (LDI), der Bundesnetzagentur und der Bundesanstalt für den Digitalfunk der
BOS (BDBOS) sowie einer Vielzahl von beauftragten Fachfirmen abgestimmt werden.
Neben dem Netzaufbau hat die
Projektgruppe auch bereits die
Beschaffung von rund 29.000
Funkgeräten eingeleitet.
Allein im Doppelhaushalt
2009/2010 sind für das Projekt
Digitalfunk rund 45,6 Millionen
Euro vorgesehen.
½
> Polizeispiegel | November 2009
Landesverband Rheinland-Pfalz
Für den Schichtdienst hat sich
ganz erheblich etwas verändert. Die Tagdienstfunktionen
sind nämlich länger besetzt
und die Möglichkeit, dem oben
geschilderten Teufelskreis wenigstens noch für einige Jahre zu
entrinnen, ist verbaut.
Rheinland-Pfalz
Beförderungsverfahren 2010 hat begonnen
Mit der Bekanntgabe der allgemeinen Rahmenbedingungen und Bewerbungsvoraussetzungen
zum Beförderungstermin 18. Mai 2010 wurde
das Verfahren wie alljährlich im Oktober eröffnet. Die gute Nachricht dabei: Allen Unkenrufen und umlaufenden Gerüchten zum Trotz,
wird es auch 2010 Beförderungen geben.
Nun sagt der allgemeine Rahmen dazu ja nicht viel aus und
das Ministerium verweist in
seinem Schreiben auch darauf,
dass die Beförderungsquoten
erst nach Erhebung aller Strukturdaten im Frühjahr 2010
festgelegt werden können.
Gleichwohl lässt ein Blick auf
den unverändert bestehenden
Landeshaushalt 2010 erste
Prognosen über den Umfang
der Beförderungen zu.
Danach sind folgende CircaStellen veranschlagt (Verschiebungen aufgrund von Bewegungen im Personalbestand
sind dazu möglich):
A 9 Bewährungsaufstieg ca. 100
A 9 – A 10 ca. 634
A 10 – A 11 ca. 260
A 11 – A 12 ca. 76
A 12 – A 13 g. D. ca. 27
A 13 h. D. ca. 5
A 13 – A 14 ca. 13
A 14 – A 15 ca. 5
Nachdem aufgrund der gegebenen Rechtsprechung
keine „Säulenbildung“
mehr in den einzelnen Beförderungsfeldern möglich
ist, hält die DPolG an ihrer
Forderung fest, ein parlamentarisch gestütztes
Laufbahnverlaufsmodell,
das allen perspektivische
Chancen zum Erreichen ihres jeweiligen LaufbahnEndamtes ermöglicht, einzuführen.
Mit dem ISM und den Landtagsfraktionen haben wir
dies sehr ausführlich diskutiert und werden das weiter
tun. Bislang verweisen insbesondere die Verantwortlichen im Innenministerium
immer wieder auf Rechtsbedenken, die gegen das „Musterprojekt“ in Hamburg ins
Feld geführt wurden.
Nun gibt es inzwischen mehrere Gerichtsentscheidungen
zum Hamburger Laufbahnverlaufsmodell. Keine dieser
Entscheidungen hat das Modell als rechtswidrig erklärt.
Darauf sollten die Verantwortlichen schauen.
½
Landesverband Rheinland-Pfalz
4
Polgi:
Zum neuen Corporate-Design
... durch den Corporate-Design
Vertrag werden alle Formulare
außerhalb Poladis bis zum 1. Dezember 2009 ungültig. Jedes
Schreiben das die Behörde PP ...
verlässt, muss auf ein dafür vorgesehenes Blatt gedruckt werden. Aus diesem Grund wird
auch unserer Laufwerk V umgestaltet. Ich bitte mir mitzuteilen,
welche Vorlage (keine PoladisFormulare) noch benötigt werden. Diese müssen auf die neue,
gültige Form gebracht werden.
Alle anderen Vorlagen werden
gelöscht.
Vordrucke, Vorlagen die in persönlichen und oder dienstlichen
Laufwerken vorgehalten werden, müssen ebenfalls gelöscht
oder umstrukturiert werden.
Sobald die Behörde die entsprechenden Briefbögen und Umschläge liefert, beginnt die Aktion.
> Polizeispiegel | November 2009
Soweit eine xbeliebige
Mitteilung
an die Mitarbeiter einer Behörde, wie sie aktuell vielfach
unterwegs
sein
dürfte.
Natürlich – gegen
die Kosten eines Nürburgringes stellen
die in Verbindung mit dem
Corporate Design notwendigen
Umstellungen nur Peanuts dar.
Oder vielleicht doch nicht:
> Was kostet der Entwurf für so
ein Design?
> Was kosten unsere neuen Visitenkarten, die jetzt – wegen
der vorgeschriebenen Farbe –
extern gedruckt werden müssen?
> Oder die neuen Briefbögen,
die zudem ja von Hand in den
Drucker eingeführt werden
müssen,
> die dadurch anfallenden Fehldrucke, und, und, und ...
Hätte es nicht ein neuer Brief
kopf, der – verbindlich – mit einem Farbdrucker ausgedruckt
wird, auch getan?
Hat unsere Landesregierung
denn gar kein Verhältnis mehr
zum Geld? Wie heißt es so
schön: „Rheinland-Pfalz! Wir
machen es einfach!“ Wobei die
Betonung auf „machen“ liegt.
Dem Bürger wäre die letzte
Farbnuance sch...egal (entschuldigt die heftige Wortwahl, aber
ich wollte realistisch bleiben) –
wenn er die Kosten hierfür erfährt, würde er sich noch anders äußern.
Hier eine Einpferchung in engste
Bahnen, damit jeder unsere tolle
Firma erkennt – auf der anderen
Seite wird durch den Innenminister eine Charta der Vielfalt
unterschrieben, da diese unsere
Gesellschaft aufwertet ...
Ich verstehe zwar die Welt –
aber nicht mehr unsere Landesregierung.
½
>
Wir gratulieren zum
Geburtstag ...
. . . im Monat
November
60 Jahre
Jürgen Schmitt
Robert Schwantzer
Werner Stauch
Gerd Morgenstern
Arno Benz
70 Jahre
Burkhard Nimmesgern
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