close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Der Vorteil von Größe und wie ich Sie erreiche?

EinbettenHerunterladen
Vortrag: 4.11.2009 - Ackerbau AG, Uni Göttingen
Albrecht Macke
Vorstellung

Albrecht Macke
•
23 Jahre
•
Abitur 2005
•
Studium der Agrarwissenschaften in Göttingen
• 9. Semester ( derzeit im Masterstudium: WiSoLa )
•
Landw. Betrieb im LK Northeim, OT Wolperode :
Ackerbau & Schweinemast
•
Parallel zum Studium im Betriebswirtschaftlichen
Büro Göttingen tätig -> seit 1.1.2009 Partner
A. Macke
04.11.2009
2
Vorstellung

1958 von Philipp Kühne gegründet

11 gleichberechtigte Partner

Beratung beginnt beim Unternehmer(in) und
der Familie und endet am „Futtertrog“

Jährlich eine betriebswirtschaftliche Analyse
des Betriebes und eine „Weltbilanz“
A.Macke
04.11.2009
3
Unternehmer/in
Unternehmerfamilie
Unternehmen
Betriebswirtschaft
Produktionstechnik
Ständige Analyse
Vorstellung

11 Partner
◦ Land- und Forstwirtschaftliche Beratung
◦ Sachverständigenwesen (5 Partner)
◦ Regenerative Energien




Betreute Betriebe: 493
Davon 30 Betriebe in Österreich, Polen,
Rumänien, Ukraine,Tschechien und Brasilien
169.000 ha Ackerland
121.000 ha Forst
A.Macke
(Betriebsvergleich)
(Betriebsvergleich)
04.11.2009
5
Vorstellung
Ulf
Johannes G.
Rüdiger
Felix M.
Winfried
Cord
Deecke
Schwerdtle
Warnecke
v.Hertell
Scheffler
Amelung
Jan-C.
Joachim
Frederik
Jens
Albrecht
Friedrichs
Riedel
Volckens
Fritzler
Macke
A.Macke
04.11.2009
6
Vorstellung

Bewirtschaftungsformen
◦
◦
◦
◦

35
30
19
16
%
%
%
%
Eigentümer
Kooperation
Verwalter
Bewirtschaftungsvertrag, Verpachtung
Betriebszweige
◦
◦
◦
◦
◦
◦
◦
A.Macke
88
19
29
46
34
12
4
%
%
%
%
%
%
%
Ackerbau
Viehhaltung
Forst
Vermietung & Verpachtung
Wind, Biogas, Photovoltaik
Direktvermarktung & Sonderkulturen
der Betriebe ökologisch bewirtschaftet
04.11.2009
7
Der Vorteil von Größe

Hat Größe Vorteile?
◦ Wenn ja, wo liegen die Vorteile?

Gibt es eine richtige Betriebsgröße?
Welche Effekte machen Größenvorteile aus?
Sind Effekte nach oben unbegrenzt?

Wie kann ein Betrieb die Größe erreichen?


◦ Wachstum
◦ Kooperation
◦ Etc.
A.Macke
04.11.2009
8
Der Vorteil von Größe

Direktkosten
◦ Saatgut
◦ Dünger
◦ Pflanzenschutz

Arbeitserledigungskosten
◦ Mensch & Maschine

Allgemeinkosten
◦ Gebäude
◦ Verwaltung
◦ Sonstiges

Flächenkosten
A.Macke
04.11.2009
9
Der Vorteil von Größe
Anteil an Gesamtkosten Ackerbau
Direktkosten
35 - 40 %
Arbeitserledigungskosten 35- 40 %
Milchvieh Schweinemast Sauenhaltung Biogas
50%
80-85 %
60-65 %
50-55 %
30 - 35 %
5%
15%
14-16 %
Lieferrechtskosten
2%
3 -5 %
Gebäudekosten
2%
10%
10%
20-25 %
30%
Flächenkosten
15-30 %
5%
5%
2%
3%
So.Kosten
A.Macke
5%
04.11.2009
10
Der Vorteil von Größe
Flächenkosten
17%
Arbeitserledigungskosten
4%
2%
2%
9%
6%
4%
40%
4%
Fremdlohn
Lohnansatz
Lohnarbeit Saldo
Reparaturen
1%
38%
6%
7%
Treibstoffe
Maschinen AfA
Direktkosten
A.Macke
04.11.2009
11
Gruppenvergleich


Über 65 BP, Ø 71 BP
Gleiches Anbauverhältnis:
◦ 63 % Getreide, 18 % Z-Rüben.
=> 48 Betriebe in der Auswertung
Sortiert nach der Grundrente und nicht nach
Größe
A.Macke
04.11.2009
12
Gruppenvergleich
48 Betriebe D-West WJ 07/08, gleicher Struktur.
Sortiert nach Grundrente
WJ 07/08
Betriebsgröße
Direktkosten insgesamt
- davon:
- Saatgut
- Dünger
- Pflanzenschutz
Arbeitserledigungskosten
- davon:
- Lohn
- Afa
- Masch. Unterhaltung
Lieferrechtskosten
Gebäudekosten
Flächenkosten
Sonstige Kosten
Summe Kosten:

25 %
Durchschnitt
erfolgreiche
€/ha
€/ha
372
323
∆ Obere 25 % weniger
erfolgreiche
Untere
€/ha
€/ha
241
131
635
-34
111
-11
220
-23
198
-14
601
100
197
184
631
104
214
196
577
199
121
56
53
30
355
65
617
229
117
64
53
41
353
74
680
259
126
79
46
44
352
77
-103
-60
-5
-23
7
-14
3
-12
0
1.681
1.769
1.834
-153
153 €/ha Kostenunterschied, davon allein 2/3 im
Bereich der AELK!
A.Macke
04.11.2009
13
Gruppenvergleich
WJ 07/08
Betriebsgröße
Betriebsertrag insgesamt
- davon:
- Marktleistung
- Ausgleichszahlung
Summe Kosten
Kalk. Ergebnis
Reinertrag
Grundrente

Durchschnitt
25 %
erfolgreiche
€/ha
€/ha
372
323
25 % weniger
∆ Obere erfolgreiche
Untere
€/ha
€/ha
241
131
1.971
259
1.598
262
362
3
1.834
-153
0
2.230
1.860
365
1.681
2.115
1.732
367
1.769
550
346
137
413
1.035
869
830
660
606
440
429
429
Erfolgreiche Betriebe wirtschaften mit
geringeren Kosten, erzielen aber gleichzeitig
dabei noch einen 259 €/ha höheren
Betriebsertrag.
=> Das macht ein Vorteil von 413 €/ha im kalk.
Ergebnis ( Höhe einer Pacht !)
A.Macke
04.11.2009
14
25 %
erfolgreiche
WJ 07/08
Erfolgszahlen Gruppe
Betriebsgröße
Bodenpunkte
Anbauverhältnis.
Erträge:
Erlöse:
Versorgung:
ha
Getreide
Ölfrüchte
Zuckerrüben
E-mais,Futterpl.So.
Kartoffeln
Brache
Winterweizen
WWeizen 5-j-ø
Wintergerste
WGerste 5-j-ø
Winterraps
WRaps 5-j-ø
Zuckerrüben
ZRüben 5-j-ø
Weizen
Gerte
Raps
Bodenreaktion
%
%
%
%
%
%
dt/ha
dt/ha
dt/ha
dt/ha
dt/ha
dt/ha
dt/ha
dt/ha
€/dt
€/dt
€/dt
pH
Nährstoffvorräte P2O5 c=3
Nährstoffvorräte K2O

c=3
Durchschnitt
25 % weniger
erfolgreiche
372
73
63,1
12,3
17,9
1,2
0,0
5,5
79,7
85,6
72,2
82,8
34,7
39,4
686,3
631,8
22,8
18,4
28,4
7
3,57
323
71
61,5
12,9
18,4
1,5
0,0
5,8
76,2
82,8
69,7
78,4
35,2
37,1
656,4
621,2
22,4
17,9
29,0
6,87
3,38
241
71
63,6
10,9
17,5
1,3
0,0
6,6
70,4
79,8
65,3
73,2
36,2
33,5
636,4
629,2
22,7
17,5
28,2
6,77
3,24
3,29
3,22
3,18
Deutlicher Unterschied im Ertragsniveau!
A.Macke
04.11.2009
15
25 %
erfolgreiche
Arbeitskennzahlen Gruppe
Betriebsgröße
25 % weniger
erfolgreiche
∆ Obere Untere
372
323
241
131
Arbeitsstunden pro ha
h/ha
10,6
12,0
13,2
-2,5
Schlepperstunden
h/ha
4,7
4,9
5,3
-0,6
1:
2,3
2,4
2,5
-0,2
Lohnkosten inkl. Lohnansatz
€/ha
199
229
259
-60
Lohnarb. Maschm. Kosten
€/ha
96
101
80
16
Lohnarb. Maschm. Leistung
€/ha
44
46
39
5
Saldo Lohnarbeit
€/ha
-52
-55
-41
-11
Schlepperstunden
h/ Schlepper
586
589
536
50
KW/Schlepper
113
117
110
3
Aktiv Schlepper
KW/100ha
97
107
127
-30
Dieselverbrauch
l/ha
83
87
98
-15
Anschaffungswert Maschinen
€/ha
1.840
1.945
2.307
-467
50,6
45,2
39,8
10,8
3,1
3,3
3,4
-0,3
23,5
27,2
32
-8,5
Verhältnis Arbeit/Schlepper
Leistungsausstattung
Betriebsw. Zeitwert/AW %
Unterhaltungskosten
Aufwand für Arbeitserledigung

Durchschnitt
Masch./A-Wert
in % vom
Betriebsertrag
Effizienteres und kostengünstigeres Arbeiten
bei den erfolgreicheren Betrieben.
A.Macke
04.11.2009
16
Gruppenvergleich II
=> 182 Betriebe in der Auswertung
Sortiert nach Größe
A.Macke
04.11.2009
17
Gruppenvergleich II
182 Betriebe D-West WJ 07/08.
Sortiert nach Größe
WJ 07/08
Betriebsgröße
Direktkosten insgesamt
- davon:
- Saatgut
- Dünger
- Pflanzenschutz
Arbeitserledigungskosten
- davon:
- Lohn
- Afa
- Masch. Unterhaltung
Lieferrechtskosten
Gebäudekosten
Flächenkosten
Sonstige Kosten
Summe Kosten:

25 % größten Durchschnitt
Betriebe
€/ha
€/ha
654
338
614
631
111
107
195
205
182
187
590
643
210
239
102
112
∆ Obere 25 %kleinsten
Betriebe
Untere
€/ha
€/ha
115
539
633
-19
102
9
221
-26
188
-6
699
-109
269
-59
111
-9
65
34
36
271
60
67
30
41
286
69
69
33
44
308
83
-4
1
-8
-37
-23
0
1.605
1.700
1.800
-195
153 €/ha Kostenunterschied, davon allein ~ 2/3
im Bereich der AELK!
A.Macke
04.11.2009
18
Gruppenvergleich II
WJ 07/08
Betriebsgröße
Betriebsertrag insgesamt
- davon:
- Marktleistung
- Ausgleichszahlung
Summe Kosten
€/ha
25 %kleinsten
Betriebe
€/ha
∆ Obere Untere
€/ha
338
115
539
25 % größten
Betriebe
€/ha
Durchschnitt
654
2.018
1.646
347
1.605
2.015
1.640
352
1.700
2.077
1.694
364
1.800
-59
-48
-17
-195
0
Kalk. Ergebnis
Reinertrag
Grundrente

413
315
277
136
785
653
722
571
722
554
63
99
Größere Betriebe wirtschaften mit geringeren
Kosten, erzielen aber dafür einen 59 €/ha
geringeren Betriebsertrag.
=> Das macht ein Vorteil von 136 €/ha im kalk.
Ergebnis.
A.Macke
04.11.2009
19
Erfolgszahlen Gruppe II
25 % größten
Betriebe
WJ 07/08
Erträge:
Erlöse:
Versorgung:

25 %kleinsten
Betriebe
ha
654
58
338
58
115
60
Getreide
%
Ölfrüchte
Zuckerrüben
%
E-mais,Futterpl.So.
%
Kartoffeln
%
Brache
%
56,6
16,2
11,5
7,6
1,8
6,3
74,4
79,1
66,6
72,9
35,6
36,8
634,4
617,0
22,6
19,1
30,7
6,73
55,2
16,4
11,7
10,4
1,0
5,3
76,0
81,4
64,7
71,0
35,9
37,9
666,7
621,7
22,5
19,1
29,9
6,74
Betriebsgröße
Bodenpunkte
Anbauverhältnis.
Durchschnitt
Winterweizen
dt/ha
WWeizen 5-j-ø
dt/ha
Wintergerste
dt/ha
WGerste 5-j-ø
dt/ha
Winterraps
dt/ha
WRaps 5-j-ø
dt/ha
Zuckerrüben
dt/ha
ZRüben 5-j-ø
dt/ha
Weizen
€/dt
Gerte
€/dt
Raps
€/dt
Bodenreaktion
pH
55,4
16,2
12,9
5,9
2,3
7,4
75,8
79,8
68,8
74,6
34,9
36,2
633,5
609,8
22,5
18,8
32,1
6,76
Nährstoffvorräte P2O5
c=3
3,3
3,32
3,25
Nährstoffvorräte K2O
c=3
3,29
3,22
3,18
%
Vergleichbares Ertragsniveau!
A.Macke
04.11.2009
20
Arbeitskennzahlen Gruppe II
Betriebsgröße
ha
25 % großen
Betriebe
Durchschnitt
25 % kleinere
Betriebe
∆ Obere Untere
654
338
115
539
Arbeitsstunden pro ha
h/ha
12,0
13,0
15,0
-3,0
Schlepperstunden
h/ha
4,0
5,0
6,0
-2,0
1:
3,0
2,6
2,5
0,5
Lohnkosten inkl. Lohnansatz
€/ha
210
239
269
-59
Lohnarb. Maschm. Kosten
€/ha
104
123
165
-61
Lohnarb. Maschm. Leistung
€/ha
40
50
78
-38
Saldo Lohnarbeit
€/ha
-64
-73
-87
23
Schlepperstunden
h/ Schlepper
707
590
484
223
KW/Schlepper
139
119
99
40
Aktiv Schlepper
KW/100ha
89
112
150
-61
Dieselverbrauch
l/ha
90
87
82
8
Anschaffungswert Maschinen
€/ha
1.365
1.771
2.264
-898
50,3
51,6
68,7
-18,4
Verhältnis Arbeit/Schlepper
Leistungsausstattung
Betriebsw. Zeitwert/AW %
Unterhaltungskosten
Masch./A-Wert
5,1
4,3
4
1,1
Aufwand für Arbeitserledigung
in % vom
Betriebsertrag
27,8
30
31
-3,2

Effizienteres und kostengünstigeres Arbeiten
bei den größeren Betrieben.
A.Macke
04.11.2009
21
1.000
800
Kalkulatorisches Ergebnis €/ha
Der Vorteil von Größe
1.200
600
400
200
0
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
-200
Betriebsgröße in ha
-400
Alle Betriebe D West, D Ost und Österreich
-600
A.Macke
04.11.2009
22
55
Arbeitserledigungskosten in % des Betriebsertrags
Der Vorteil von Größe
60
50
45
40
35
30
25
20
15
Alle Betriebe D West, D Ost und Österreich
Poly. (Alle Betriebe D West, D Ost und Österreich)
10
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
Betriebsgröße in ha
A.Macke
04.11.2009
23
Der Vorteil von Größe
 200-250 ha / Arbeitskrarf
 < 1.300 €/ha Maschinenanschaffungswert
 > 750 Schlepperstunden im Durchschnitt
 3,0-4,0 Sh/ha
 < 80 KW/100ha
 Schlepper zu AK:
max. 1:1 (optimal)
 Akh zu Sh: < 2,5 : 1
 Maschinenunterhaltung in % vom Anschaffungswert: < 4 %
 Stunden/ha: < 10 Akh
 Maschinen-AfA: < 7 % vom Anschaffungswert
A.Macke
04.11.2009
24
Der Vorteil von Größe



Spezialierungswissen
Marktposition – Marktmacht
Verteilung von Allgemeinkosten auf einen
größeren Nenner:
◦
◦
◦
◦
A.Macke
Weiterbildung
Buchführung
Beratung
Etc.
04.11.2009
25
Der Vorteil von Größe

Schweinehaltung
◦
◦
◦
◦

Partiegrößen ->Mengenzuschläge
Vermarktung mindestens ein ganzer LKW
Einkaufsvorteile
Spezialisierungswissen
Aber:
◦ Ab bestimmter Größe auch Probleme des
Krankheitsdrucks
◦ Risiko von Krankheitseinbrüchen nimmt zu.

Schweinemast:
◦ 96 % der Direktkosten aus Futter und Ferkel
 Nicht zwangläufig gravierende Preisunterschiede
A.Macke
04.11.2009
26
Der Vorteil von Größe



Deutliche Kosteneinsparungen im Bereich der
Arbeitserledigungskosten mit zunehmender
Größe.
Direktkosten nahezu unabhängig von der
Größe.
Großbetriebe haben jedoch oftmals
geringeren Betriebsertrag
◦ Intensitätsfragen?
◦ Termingerechte Arbeitserledigung nicht immer
gegeben.

Kritische Betriebsgröße zwischen 250-500 ha
A.Macke
04.11.2009
27
A.Macke
04.11.2009
28
Der Weg zur Betriebsgröße
Der Weg zur Betriebsgröße

Flächenzupacht
◦ Aktuelle Pachtniveaus jedoch nicht gerechtfertigt


Bewirtschaftungsvertrag
Kooperation
◦ Maschinengemeinschaft
 Bruchteilsgemeinschaft
 Dienstleistungsgesellschaft
◦ Vollkooperation
 GbR
 GmbH
 etc.
A.Macke
04.11.2009
29
Der Weg zur Betriebsgröße
Fusion
stark
Dienstleistungs
-gesellschaft
Maschinengemeinschaft
Bindung
Einkaufs- /
Erzeugergemeinschaft
Bewirtschaftungsvertrag
schwach
schwach
A.Macke
Kompetenzverlagerung
stark
04.11.2009
30
Der Weg zur Betriebsgröße







Voraussetzung für freie Zeit und
Managementkapazitäten
Freisetzung von Kapital / sicherere Finanzierung
Einkommenssicherung bzw. -steigerung
Höhere Kapitalrendite in der Landwirtschaft
Eventuell Teilhabe am Wachstum der Partner trotz
Aktivität außerhalb der Landwirtschaft
Risikoteilung zwischen aktiven und passiven
Partnern
Voraussetzungen sind:
o Der richtige Unternehmertyp für die Kooperation
o Der erfolgreiche alternative Einsatz von
freigesetzter Arbeit und freigesetztem Kapital
A.Macke
04.11.2009
31
Der Weg zur Betriebsgröße
Kosten senken



Geringere Lohnkosten
Geringere Maschinenkosten
Größenvorteile im Einkauf
Leistung steigern




Höheres Know-how / Spezialisierung
Bessere Technik
Größenvorteile im Verkauf
(Erschließen neuer Geschäftsfelder)
Soziale Zielsetzungen

Alternative Form des Wachstums für aktive Partner

Entwicklung des Betriebes für passive Partner

Unfall / Tod
A.Macke
04.11.2009
32
Der Vorteil von Größe
 GbR Gründung, 3 Betriebe à ~ 125 ha
 zu einem 375 ha Betrieb.
Vorher
Nachher
2
Mähdrescher
8,50 m, 400 PS
1
Mähdresche
6,10 m ; 300 PS
6
Schlepper
750 PS
3
Schlepper
460 PS
2
Drillmaschinen
3m
1
Drillmaschine 3 m
2
27 m Spritzen
1
27 m Spritze
2
Pflüge
1
Pflug
4-scharig
5-scharig
 Vorher je ein Betriebsleiter je Betrieb (3) + 1 Lehrling
 In GbR: 2 aktive Partner + 1 Lehrling, 1 nahezu stiller Partner mit
( max. ~ 400 Stunden)
 Arbeitserledigungskostensenkung ~ 136 €/ha (47 T€)
A.Macke
04.11.2009
33
Wachstumsmöglichkeiten







Nebenerwerb
„zu kleine“ Betriebe
Schlechte Unternehmer
Viehbetriebe – VE müssen im Betrieb
bleiben
Anders spezialisierte Unternehmer – z.B.
Biogas
Eine Organisationsform zur Umgehung von
Obergrenzen bei ZA.
„Unter-“ verpachtung nicht möglich.
A.Macke
04.11.2009
34
Wachstumsmöglichkeiten

Bewirtschaftungsvertrag:

GbR:
◦ flexibel unter unsicheren
agrarpolitischen Bedingungen
◦ längere Laufzeiten erhöhen
die Sicherheit der Beteiligten
◦ Keine gesamtschuldnerische
Haftung
◦ Bessere Kreditwürdigkeit
durch gemeinsame Haftung
◦ Kooperationsauflösung ist
unproblematisch
◦ höheres Engagement der
beteiligten Parteien, da
gemeinsame Identifikation
A.Macke
04.11.2009
35
Wachstumsmöglichkeiten

Ziele der Dienstleistungsgesellschaft:

bessere Auslastung von Maschinen

zusätzliches Einkommen durch Arbeit für Dritte

Einzelunternehmen bleibt rechtlich selbstständig

Dienstleistungsgesellschaft

eigenständige Gesellschaft (Buchführung)

Maschinen zum Eigentum

Geschäftsführer regelt innere Organisation

je nach Ausgestaltung mit und ohne Arbeitskräfte
A.Macke
04.11.2009
36
Wachstumsmöglichkeiten
Vorteile
Nachteile
Eigenständigkeit bleibt erhalten
Egoistisches einzelbetriebliches Denken und Handeln
bleibt bestehen und birgt Gefahren
Sicherheit für Prämien und Förderungen
Hoher Aufwand für die betriebsindividuelle Zuteilung
der Arbeitserledigungskosten
Keine Obergrenze für Lohnarbeit (1/3 vom
Umsatz oder 51 T€)
Durch Löhne verursachte Mehrwertsteuerverluste bei
pauschalierenden Betrieben
Veredlung bleibt im Stammbetrieb
Flächenarme Betriebe können Flächen anderer Betriebe
für überzählige GV-Einheiten nicht nutzen.
Geringere Probleme bei Auflösung
Poolen und Verrechnen der Ernte und Trocknungskosten
ist arbeitsaufwendig
Gemeinsamer Einkauf und Verkauf der
Produktionsmittel ist möglich
Optimale Fruchtfolgegestaltung durch
Schwerpunktbildung und Verlagerung der Stillegung auf
die schwächsten Standorte ist beschränkt
Gemeinsame Erntetrocknung, -lagerung und –
verkauf möglich
Monatliche Umsatzsteuererklärung, Terminzwang,
höhere Buchführungs- und Steuerberatungskosten
A.Macke
04.11.2009
37
Wachstumsmöglichkeiten



Richtigen Partner haben.
Wo persönlichen und wirtschaftliche Vorteile >
sollten mögliche Nachteile überwiegen
Gut verstehen

Müssen sich ihrer Rolle bewusst sein und diese
akzeptieren

Das Denken in „Mein“ und „Dein“ muss
verschwinden.

GbR ist wie eine Ehe
A.Macke
04.11.2009
38
Wachstumsmöglichkeiten

Eignet sich für überschaubare Konstrukte
Nicht mehr als 5 Gesellschafter
Gesamtschuldnerische Haftung !
Vollständige Transparenz

Jede GbR ist ein Individuum



◦ Einbringung der Faktoren
 Boden (Homogen <-> Heterogen)
 Größe, etc.
 Arbeit
◦ Gewinnverteilung, etc.
A.Macke
04.11.2009
39
Wachstumsmöglichkeiten




Betriebsgröße ist ein wichtiger Faktor!
Doch Größe allein ist nicht alles.
Größeneffekte nicht unbegrenzt.
Für kleinere Betriebe deutliche Kostenvorteile
durch Wachstums-/Kooperationsschritte
◦ Bis zu 150 €/ha nicht unrealistisch!
 Das sind für einen 100 ha Betrieb: 15.000 € p.a.

Viele mögliche Kooperationsschritte
◦ Keine pauschale Empfehlung, was das richtige ist!
◦ Entscheidungen sind betriebsindividuell!
A.Macke
04.11.2009
40
A.Macke
04.11.2009
41
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
9
Dateigröße
2 867 KB
Tags
1/--Seiten
melden