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GESUNDHEIT IM BLICK - Presse - Barmer GEK

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GESUNDHEIT IM BLICK
NEWSLETTER FÜR JOURNALISTEN
 Ausgabe November 2014
Vorhofflimmern
Wenn das Herz aus dem Takt gerät
Hör auf dein Herz – das ist einer der wichtigsten Tipps, den Menschen
einander geben können. Und dieser Rat gilt nicht nur für die Liebe, sondern
auch für die Gesundheit. Denn wenn das Herz aus dem Takt gerät, kann sich
dahinter eine ernsthafte Herzerkrankung verbergen.
Freude, Ärger, körperliche Anstrengungen – es gibt viele Gründe, weshalb
ein Herz gelegentlich mal schneller oder sprichwörtlich höher schlagen
kann. „Das ist in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Vorsicht ist nur dann
geboten, wenn Betroffenen dabei schwindlig oder übel wird. Auch wenn
das Herz ohne erkennbaren Anlass plötzlich zu rasen beginnt, sollte ein Arzt
die Ursache abklären“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei
der BARMER GEK. In manchen Fällen sind solche Herzrhythmusstörungen
die Folge einer bislang unbemerkten Herzkrankheit.
Inhalt dieser Ausgabe
Seite 1
Vorhofflimmern
Wenn das Herz aus dem Takt gerät
Seite 2
Diabetes
Alkohol genießen, ja oder nein?
Seite 3
Nase frei
Schnupfensprays richtig eingesetzt
Weit verbreitet: Vorhofflimmern
Seite 4
Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das sogenannte Vorhofflimmern.
Laut Deutscher Herzstiftung sind in Deutschland rund eine Million Menschen betroffen. Vorhofflimmern selbst ist meist nicht lebensbedrohlich,
kann jedoch erhebliche gesundheitliche Folgen haben. „Das Flimmern
führt dazu, dass sich die Vorhöfe nicht mehr komplett zusammenziehen.
So kommt es zur Verminderung der Fließgeschwindigkeit des Blutes und
zur Bildung und Ablagerung von Blutgerinnseln. Hierdurch erhöht sich das
Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Um dem vorzubeugen, ist es wichtig,
Vorhofflimmern frühzeitig zu erkennen und zu behandeln“, so Marschall.
Die Diagnose erfolgt normalerweise über ein EKG, weitere Untersuchungen
Saisonwechsel
Sportlich durch den Herbst
BARMER GEK I Gesundheit im Blick I November 2014
Seite 5
Gute Nacht
Schluss mit nächtlichen Schnarchkonzerten
Seite 6
Ist das so?
Gesundheitsmythen unter der Lupe
Seite 1
klären die Ursache für das Flimmern. Werden die Herzrhythmusstörungen
durch eine Grunderkrankung wie einen Herzklappenfehler, verengte Blutgefäße oder eine Schildrüsenüberfunktion ausgelöst, kann durch eine ursächliche Behandlung wie etwa eine Operation auch die Rhythmusstörung therapiert werden. Aber auch wenn es keine Ursache für das Vorhofflimmern
gibt, stehen unterschiedliche Behandlungsmaßnahmen zur Verfügung.
Einfache Prävention
Mit dem vielzitierten gesunden Lebensstil kann laut Marschall jeder eine
Menge dazu beitragen, das persönliche Risiko für Herzrhythmusstörungen
zu minimieren. Dazu zählen vor allem:
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ausgewogene Ernährung
regelmäßig Sport treiben
mögliches Übergewicht reduzieren
auf das Rauchen verzichten
Alkohol nur in Maßen trinken
Zeichen von Herzschwäche wie Luftnot, Angina Pectoris oder Kurzatmigkeit ernst nehmen und abklären
Blutdruck regelmäßig kontrollieren und einen möglichen Diabetes gut
einstellen
 Info
Bei einem gesunden Herzen
liegt der Rhythmus im Ruhezustand bei etwa 60 bis 80
Schlägen pro Minute. Körperliche oder psychische Belastungen können den Rhythmus
auf mehr als 160 Schläge pro
Minute steigen lassen. Beim
Schlafen hingegen sinkt der
Puls auf 40 bis 50 Schläge.
Von einem unregelmäßigen
Herzschlag sprechen Ärzte,
wenn der Puls dauerhaft auf
unter 60 Schläge pro Minute
fällt oder auf mehr als 100
Schläge in der Minute steigt.
Diabetes
Alkohl genießen, ja oder nein?
Es ist noch gar nicht lange her, da galt Alkohol für Diabetiker als absolutes Tabu. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass ein kompletter Verzicht nicht
unbedingt sein muss. Nach wie vor gilt allerdings: Diabetiker müssen beim
Alkoholkonsum vorsichtig sein.
Wer gut aufpasst und seinen Blutzucker im Griff hat, kann sich durchaus
ab und zu ein Glas genehmigen. Dennoch weist die BARMER GEK darauf
hin, dass Alkohol zu Blutzuckerschwankungen führen kann.
Schaltzentrale Leber
Der Blutzuckeranstieg direkt nach dem Konsum alkoholhaltiger Getränke
wird vor allem durch die enthaltenen Kalorien verursacht – ähnlich wie
nach dem Verzehr eines Kuchenstücks. Dass der Blutzucker im weiteren
Verlauf stark abfallen kann, hängt in erster Linie mit den komplexen Vorgängen zusammen, die in der Leber ablaufen. So ist die Leber zum einen
dafür zuständig, den Blutzucker zwischen den Mahlzeiten durch Zuckerneubildung möglichst konstant zu halten. Wenn sie aber damit beschäftigt
ist, den Alkohol abzubauen, dann kann sie diese Aufgabe nicht mehr ausreichend wahrnehmen – der Blutzucker sinkt. Zum anderen werden in der
Leber auch Medikamente abgebaut, zum Beispiel einige blutzuckersenkende Diabetes-Medikamente. Wenn die Leber aber damit beschäftigt ist, den
Alkohol zu eliminieren, dann kann sie weniger Medikamente abbauen und
deren Wirkung wird verstärkt – der Blutzucker sinkt weiter. Schließlich, so
die BARMER GEK, kommt noch hinzu, dass die Anzeichen einer Unterzu-
BARMER GEK I Gesundheit im Blick I November 2014
Seite 2
ckerung wie Unruhe, Schweißausbruch oder Herzrasen unter dem Einfluss
von Alkohol nicht so schnell bemerkt werden und Gegenmaßnahmen
möglicherweise nicht ergriffen werden.
Wer also als Diabetiker nicht auf ein Glas Wein verzichten möchte, sollte
deshalb behutsam vorgehen und gegebenenfalls eine leichte Mahlzeit
gemeinsam mit dem Alkohol einnehmen – den Alkohol ohne Essen zu
genießen, ist für Diabetiker nicht zu empfehlen. Außerdem rät die BARMER
GEK vor dem Zubettgehen sicherheitshalber noch einmal den Blutzucker
zu messen. Ist er zu niedrig, können zusätzliche ein oder zwei Broteinheiten (BE) für eine gewisse Sicherheit sorgen. Dabei entspricht eine BE 12
Gramm Kohlenhydrate.
Sport macht fit – vor allem ohne Alkohol
Aufpassen sollten Diabetiker auch bei der Kombination aus Alkohol und
Sport. Denn Sport kann den Blutzucker zusätzlich senken. Wer also nach
Fußball, Tennis oder Fitnessstudio mit seinen Sportskollegen noch etwas
trinken geht, sollte lieber zu alkoholfreien Getränken greifen, am besten zu
Saftschorlen oder Mineralwasser.
Alkohol fördert Gewichtszunahme
Alkoholische Getränke sind sehr reich an Kalorien. Daran sollten insbesondere
übergewichtige Diabetiker denken, für die eine Kontrolle des Körpergewichts
eine der wichtigsten Maßnahmen bei der Behandlung des Diabetes ist.
Auch Diabetiker dürfen ab und an ein
Glas Alkohol trinken, müssen dann aber
mit Blutzuckerschwankungen rechnen.
Nase frei
Schnupfensprays richtig eingesetzt
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken, kurz: Die nasskalte
Jahreszeit ist im Anmarsch. Und dann leiden viele Menschen unter Erkältungen. Wenn Nase und Nebenhöhlen zu sind und das Atmen schwerfällt
fällt, hat uns ein Schnupfen erwischt.
Ein Schnupfen ist nicht nur lästig, er kann auch den Alltag und vor allem
die Nachtruhe erheblich beeinträchtigen. Unter den verschiedenen Mittel,
die helfen sollen, wieder frei durchzuatmen, ist das Nasenspray sicherlich
das beliebteste. Auch wenn es solche Sprays in verschiedenen Zusammensetzungen gibt, ist ihre Wirkung jedoch oft ähnlich, so Heidi Günther,
Apothekerin bei der BARMER GEK: „Nasensprays sorgen dafür, dass die
Gefäße in der Schleimhaut sich verengen. Sie wird folglich weniger durchblutet und schwillt ab, was das Atmen erleichtert.“ Aus diesem Grund greifen Verschnupfte besonders abends kurz vor dem Schlafen gehen zum
Spray. „Vor der Benutzung sollte die Nase geschnäuzt werden. Dann legt
man den Kopf in den Nacken und saugt zusammen mit dem Sprayvorgang
die Luft durch das jeweilige Nasenloch ein“, erklärt Günther die korrekte
Anwendung. Außerdem empfiehlt sie gerade Paaren und Familien, dass
jeder Schnupfengeplagte eine eigene Sprayflasche benutzen sollte.
BARMER GEK I Gesundheit im Blick I November 2014
Seite 3
Schneller Wirkung, schnelle Gewöhnung
Der Vorteil von Nasensprays liegt auf der Hand: Die Wirkung tritt relativ
schnell ein. Leider haben abschwellende Sprays aber auch einen Nachteil. „Die Wirkung lässt nach einigen Stunden nach und die Schleimhaut
schwillt dann schnell wieder an, so dass man häufiger zum Spray greift
und ein gewisser Gewöhnungseffekt eintritt“, erklärt die Apothekerin. Um
dem zu entgehen, hat die Expertin einen Tipp: „Wer das Spray abwechselnd an nur einem Nasenloch benutzt, kann einfacher atmen ohne die
Nasenschleimhaut übermäßig zu strapazieren.“ Auch können Erwachsene niedriger dosierte Sprays, wie sie zum Beispiel für Kinder angeboten
werden, benutzen. Eine weitere Alternative können Nasensprays mit einer
Salzlösung sein, da diese die Schleimhaut befeuchtet und pflegt. Trotzdem
sollte Nasenspray nur dreimal am Tag und nicht länger als fünf bis sieben
Tage angewendet werden. Verstopft der Schnupfen dann immer noch die
Atemwege, sollte man zum Arzt gehen.
Schnupfensprays sind praktisch, sollten
aber dennoch nur sehr sparsam eingesetzt werden.
Frische Luft für freie Nasen
Abgesehen vom sorgfältigen Umgang mit Nasenspray hat Heidi Günther
noch einen weiteren Tipp: „Wir neigen in der kälteren Jahreszeit dazu, die
Heizung zu hoch zu drehen. 22 Grad Raumtemperatur reichen jedoch völlig aus. Höhere Temperaturen trocknen die Schleimhäute aus und Erreger
können sich schneller einnisten.“ Deshalb sollte auch bei niedrigen Temperaturen regelmäßig gelüftet werden. So lässt sich befreites Durchatmen
ohnehin mehr genießen.
Saisonwechsel
Sportlich durch den Herbst
Wird das Wetter schlechter, bleibt bei vielen Hobbysportlern die Motivation auf der Strecke. Vor allem Jogger verzichten auf das Training an
der frischen Luft. Dabei hat Laufen im Herbst und Winter durchaus seine
Vorteile.
Eine Runde Joggen zum Wachwerden bei Sonnenaufgang oder eine
Trainingseinheit nach Feierabend in der wärmenden Abendsonne – solche Momente sind für die kommenden Monate erst einmal vorbei. Denn
mit Beginn der Herbst- und Wintersaison werden Läufer von anderen
Witterungsverhältnissen begleitet. „Dennoch ist gerade der Herbst die
beste Zeit fürs Lauftraining – sowohl für Einsteiger als auch für Profis“, sagt Klaus Möhlendick. Laut dem Diplom-Sportwissenschaftler bei
der BARMER GEK sind die kühlen Temperaturen an klaren Herbst- oder
Wintertagen sogar optimal fürs Joggen, weil Läuferinnen und Läufer dann
leistungsfähiger sind als bei heißen Temperaturen. Gleichzeitig ist Joggen
eine gute Möglichkeit, dem Herbst- und Winterblues vorzubeugen. „Lichtmangel in der dunklen Jahreszeit kann bei manchen Menschen zu einem
Stimmungstief führen. Laufen setzt jedoch Glückshormone, sogenannte
Endorphine, frei. Dadurch fühlen sich Jogger ausgeglichener und zufriedener als Nicht-Läufer“, so Möhlendick.
BARMER GEK I Gesundheit im Blick I November 2014
Mit der richtigen Ausrüstung ist das
Lauftraining im Herbst besonders
effektiv.
Seite 4
Saisonale Ausrüstung
Dennoch rät der Laufexperte, sich in punkto Kleidung und Sicherheit
unbedingt den Witterungsverhältnissen anzupassen. So sollten Läufer am
besten Funktionskleidung tragen, die den Schweiß von innen nach außen
weiterleitet und Feuchtigkeit von außen abweist. Dabei setzt Möhlendick
auf das Zwiebelprinzip. „Die Luft zwischen den einzelnen Kleidungsschichten puffert die Wärme und schützt den Körper vor dem Auskühlen.
Zusätzlich sollten Jogger möglichst helle Kleidung mit Reflektoren tragen,
auf besonders dunklen Strecken wie etwa auf Waldwegen zusätzlich eine
Stirnlampe – ganz nach dem Motto: sehen und gesehen werden.“ Abgerundet wird das herbst- und wintertaugliche Trainingsoutfit durch Laufschuhe mit einem guten Profil. Sie minimieren die Gefahr, auf herabfallen
Blättern auszurutschen.
Praktischer Kälteschutz
Neben der richtigen Ausrüstung sollten Jogger laut Möhlendick Nase und
Rachen vor kalter Luft schützen. Mit der richtigen Atemtechnik lässt sich
besonders bei Minusgraden verhindern, dass die Luft die Schleimhäute
reizt und so Schnupfen und Husten hervorruft. „Wer durch die Nase ein
und durch den Mund ausatmet, wärmt die kalte Herbstluft für die Lunge
ein wenig vor und vermeidet so Halsschmerzen oder Heiserkeit“, betont
Möhlendick.
Warmduscher willkommen
Auch die Sehnen, Muskeln und Bänder brauchen Wärme. Denn kalte Luft
macht sie fest und reißempfindlich. Um Verletzungen aus dem Weg zu
gehen, sollte man die Dehnübungen nach dem Lauf in das Wohnzimmer
verlegen. Zusätzlich hilft eine warme Dusche oder ein heißes Bad, feste
Muskeln zu lockern.
Gute Nacht
Schluss mit nächtlichen Schnarchkonzerten
Schnarchen nervt und macht Probleme – häufig in der Partnerschaft und
manchmal auch beim Schnarcher selbst. Führt das nächtliche Sägen nämlich
zu Atemaussetzern, der sogenannten Schlafapnoe, kann auf Dauer ein wachsendes Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt die Folge sein.
Millionen Deutsche tun es: Schätzungsweise jeder zweite Mann und jeder
vierte Frau schnarchen – und das in unterschiedlicher Lautstärke. Einige
Schnarcher bringen es mit bis zu 26 Dezibel (dB) immerhin auf die Lautstärke eines brummenden Kühlschranks und rauben Partner oder Partnerin
damit bereits den Schlaf. Es wurden aber auch schon Werte von bis zu 90 dB
gemessen, was dem Lärmpegel eines LKW entspricht. „Die Ursachen für das
nächtliche Schnarchen sind unterschiedlich. Manchmal liegt es an anatomischen Veränderungen wie etwa einer vergrößerten Zunge oder einem kurzen
Unterkiefer, manchmal einfach nur an einem Schnupfen. Aber auch Übergewicht, Alkohol, die Einnahme von Schlafmitteln oder das Schlafen auf dem
Rücken können Schnarchen auslösen“, erklärt Dr. Ursula Marschall, leitende
Medizinerin bei der BARMER GEK.
BARMER GEK I Gesundheit im Blick I November 2014
 Info
Anthropologen halten Schnarchen für ein Relikt aus den
frühen Tagen der Menschheit,
in denen der Sippenführer
Mensch und Tier mit abschreckenden Lauten vor Feinden
schützen musste, besonders
in der Nacht. Das wiederum ist laut einer Studie der
Universität Surrey auch eine
Erklärung dafür, dass Frauen männlichen Schnarchern
gegenüber recht nachsichtig sind, zumindest bis die
persönliche Schmerzgrenze
erreicht ist.
Seite 5
In vielen Fällen ist das Schnarchen zwar nervig, vor allem für Partner oder
Partnerin, aber harmlos. Gefährlich wird es allerdings, wenn der Schnarcher
unter Atemaussetzern, einer sogenannten Schlafapnoe, leidet. „Um ein
Ersticken zu verhindern, löst die verminderte Sauerstoffzufuhr zwar reflexartig eine Weckreaktion aus. Das aber wiederum kann zu Schlafstörungen
führen“, so Marschall. Viele Betroffene sind deshalb unausgeschlafen, schnell
erschöpft und leiden unter Konzentrationsstörungen. Beim Verdacht auf eine
Schlafapnoe sollte auf jeden Fall ein Arzt eingeschaltet werden. In einigen
Fällen ist sogar ein Check in einem Schlaflabor notwendig, um Klarheit über
Krankheitsbild und Behandlungsmöglichkeiten zu bekommen.
Bewährte Schnarch-Stopper
Nicht immer muss medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden. Inzwischen gibt es ein großes Angebot an unterschiedlichen Hilfsmitteln. Hier
lohnt sich jedoch genaues Hinschauen. Skeptisch ist Marschall etwa gegenüber fragwürdigen Therapieverfahren wie beispielsweise Anti-Schnarchsprays oder Schnarchcremes, da ihre Wirkung wissenschaftlich nicht belegt
ist. Manchmal genügen aber auch schon einfache Maßnahmen. Besonders
bewährt haben sich laut Marschall:
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Schlafen in einer erhöhten Kopfposition. Wer kein Bett mit verstellbarem
Kopfteil hat, legt mehrere Kopfkissen übereinander.
Auf der Seite statt auf dem Rücken schlafen. Die Seitenlage fördert die
Atmung durch die Nase.
Etwa zwei Stunden vor dem Schlafengehen keinen Alkohol mehr trinken.
Am besten keine Beruhigungs- oder Schlafmittel einnehmen.
Schnarchen kann Partnerschaft und
Gesundheit belasten. Zwei gute Gründe,
dagegen aktiv zu werden.
Ist das so?
Gesundheitsmythen unter der Lupe
Um unsere Gesundheit und Ernährung ranken sich zahlreiche Mythen. Unsere
medizinischen Experten haben erneut drei davon unter die Lupe genommen.
Gerade sitzen schont den Rücken
Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der BARMER GEK:
„Um Rückenschmerzen vorzubeugen, muss der Körper bewegt werden.
Wer die Treppe statt des Aufzugs nimmt oder mit dem Fahrrad statt
dem Auto fährt, kann Bewegung ganz einfach in den Alltag einbauen.
Am Schreibtisch hilft aktives Sitzen, bei dem die Sitzposition häufiger
gewechselt wird. Denn durch eine monotone Haltung können sich die
Muskeln verkrampfen und Schmerzen in der Wirbelsäule und im Schulter-Nacken-Bereich verursachen. Übrigens sollte man auch im akuten
Schmerzfall auf ein Gleichgewicht von Schonung und Bewegung setzen.
In zu langen Ruhephasen baut der Körper Muskeln und Knochenmasse
ab, in der Folge ist der Körper weniger belastbar und wiederum anfälliger
für Rückenschmerzen. Für den Rücken und den ganzen Körper gilt also:
Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung.“
BARMER GEK I Gesundheit im Blick I November 2014
Seite 6
Verschluckter Kaugummi verklebt den Magen
Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER GEK: „Dieser
Satz gehört in das Reich der Mythen. Kaugummis könnten eigentlich problemlos verschluckt werden. Der Magen verklebt dabei sicher nicht. Dennoch
empfiehlt es sich, Kaugummis nicht zu verschlucken, sondern zu entsorgen.
Somit nimmt man dem Verdauungstrakt unnötige Arbeit ab. Der Kaugummigrundstoff ist unverdaulich und wird normalerweise unverändert mit
dem Stuhl wieder ausgeschieden.“
Kaffee entzieht dem Körper Wasser
Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der BARMER GEK: „Dass Kaffee unserem Körper Wasser entzieht, ist ein Mythos, der sich hartnäckig hält.
Tatsächlich tragen auch Kaffee und schwarzer Tee zur Flüssigkeitsbilanz
unseres Körpers bei. Außerdem eignen sich Wasser, stark verdünnte
Fruchtsäfte oder ungesüßte Tees, um den Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen. Diese Getränke haben zusätzlich den Vorteil, dass sie auch noch
prima Durstlöscher sind.“
Impressum
BARMER GEK
Verantwortlich
Athanasios Drougias
Abt. Unternehmenskommunikation
Redaktion
Claudia Rembecki, Birte Schwarz,
Sunna Gieseke, almeda
E-Mail: presse@barmer-gek.de
Tel.: 0800 33 20 60 99 1438
In punkto Flüssigkeitsbilanz ist gegen
eine Tassee Kaffee nichts einzuwenden.
Bildnachweis
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