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Der FGV und die Autobahn Zahl so falsch wie das Geeiere Das haut

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Frankenpost WUN 21.11.2007, Seite 8
Der FGV und
die Autobahn
Zur Mitgliederbefragung des
FGV in Sachen Autobahn
"ln den letzten Tagen erhielt ich
die Vereinszeitschrift ,Siebenstem' des FGV mit der
Mitgliederbefragung zum Thema
Fichtelgebirgsautobahn. Ich verstehe nicht, wieso ein laut Satzung und Vorsitzendem Helmut
Reinel anerkannter Naturschutzverein eine Mitgliederbefragung
und eine Abstimmung braucht.
Als anerkannter Naturschutzverein hat der FGV laut Satzung
den Auftrag, die Zerstörung des
Naturparks Fichtelgebirge durch
welche Trasse auch immer einfach nur zu verhindern.
Um sich für eine Autobahn
mitten durch unseren Naturpark
einzusetzen, bräuchte der FGV
keine Abstimmung auf einfachen
Zettelchen, sondern eine Satzungsänderung, der dann die in
der Satzung bestimmte Anzahl
von Mitgliedern i n einem
offiziellen Wahlverfahren zustimmen müsste. Ich wüsste nicht,
wie ein anerkannter Naturschutzverein die geplante Fichtelgebirgsautobahn ohne Satzungsänderung mit der Satzung, für die er
ja auch die Gemeinnützigkeit
erhielt, anders vereinbaren könnte, als sich zum Schutze der
Natur dagegen zu wehren."
Sabine Gabriel
Marktplatz 7
Marktleuthen
Zahl so falsch wie
das Geeiere
Zum Bericht über das Pressegespräch der IZF vom 20.
November
"Pardon, liebe Frankenpost: Die
gestrige ,Zahl des Tages' ist
garantiert falsch. So falsch wie
das ganze Geeiere der IZF in
Sachen Fichtelgebirgsautobahn.
Laut Willi Müller wäre der
Landverbrauch gerade mal 184
Hektar.
Dazu folgende Gegenrechnung: Die Breite der Autobahn
würde tatsächlich 26 Meter
betragen. Da wir uns aber im
Mittelgebirge befinden und die
Trasse meistens in Einschnitten
oder auf Dämmen geführt würde,
wird schnell eine Schneise von
50, 60 oder gar 80 Metern
erreicht. Das ergibt bei 40
Kilometern Länge mindestens
200 Hektar Landverbrauch. Hinzu kommt wohl die gleiche
Fläche für die Anschlussstellen
und Auffahrten, das riesige Autobahnkreuz mit der A93, Parallelwege für den "nicht autobahnfähigen Verkehr" und Zubringerstraßen. Denn das gesamte
Straßennetz würde an die
Transitautobahn ,angepasst'.
Des Weiteren ist zu beachten:
die Zerschneidung und Entwertung landwirtschaftlicher Fluren,
die notwendige Bereitstellung
von landwirtschaftlichen Flächen
für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sowie die irreparable
Schädigung des Natur-, Lebensund Erholungsraums Fichtelgebirge durch Lärm, Dreck und
Abgase. Der BN hält einen
Flächenverbrauch von mindestens 400 Hektar für realistisch."
Karl Paulus
Kreisgeschäftsführer des BN
Hohenberg
Das haut dem Fass
den Boden aus
Zum Bericht "Die fallen um
wie Kartenhäuser" vom 14.
November
"Eigentlich wollte ich mich als
Tröstauer Gemeinderat aus der
öffentlichen Diskussion über die
B303-neu heraushalten, weil ich
glaubte, dass die verantwortlichen Politiker und Fachbehörden nach bestem Wissen
und Gewissen arbeiten und die
richtigen Entscheidungen treffen
werden. Dies tue ich auch heute
noch. Aber, ich stelle fest, dass in
letzter Zeit bei der Berichterstattung über die politischen
Gremien des Landkreises,
offensichtlich infolge des näher
rückenden Wahltermins, die
Zeitungen immer mehr voll sind
mit plötzlich ,Andersdenkenden'
(das Wort ,Umfaller' möchte ich
in diesem Zusammenhang gar
nicht in den Mund nehmen).
Daher liegt es mir am Herzen,
auch meinen Standpunkt,
insbesondere zu den Aktivitäten
des BN, zu äußern.
Dort arbeitet man ja mehr und
mehr nach dem Prinzip ,Wer
nicht mein Freund ist, ist mein
Feind'. Allein der letzte Bericht
über den lnfo-Abend des BN in
Marktleuthen haut dem Fass den
Boden aus. Es is eine Schande,
was dort die Herren TerportenLöhner, Paulus und Co. von sich
gaben. Diese Herren haben sich
angeblich den Schutz der
Umwelt, das Abwenden von
Schaden für Natur, Mensch und
Tier auf die Fahnen geschrieben.
Und was tun sie? Sie verhindern
dies, in dem sie wirkliche
Schutzmaßnahmen zu blockieren
versuchen. Die wirklichen Naturschützer sind die Leute, die
ohne Emotion und Wichtigtuerei
ihre Arbeit in den verschiedenen
Gremien tun.
Ich ziehe den Hut vor der
Herren Müller und Schlägel die
erkannt haben, dass es ohne eine
leistungsstarke Ost-West-Verbindung durch das Fichtelgebirge
zur A9 keine Zukunft für diesen
Raum mehr geben wird. Gleichzeitig wird man durch diese
Straßenverbindung auch den
immer mehr zunehmenden
Transit-Schwerverkehr schneller
durch das Gebirge führen und
somit die Emissionen so gering
wie möglich halten. Ich gebe zur
Erinnerung, dass dies auch
einmal die Aussage des Fichtelgebirgsvereins war, und hoffe,
dass das noch so gilt, weil man ja
vor hat, eine Befragung der Mitglieder zu diesem Thema durchzuführen. Ich als Mitglied des
Fichtelgebirgsvereins halte es für
eine Schweinerei zu versuchen,
die Mitglieder in zwei Lager zu
spalten. Es grenzt schon langsam
an Kesseltreiberei, was sich zu
diesem Thema im Landkreis
abspielt.
Uwe Seifert,
Bühlweg 7
Tröstau
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Seele and Geist
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