close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

2 „Wie komme ich an eine schulscharfe Stelle - vLw NRW eV

EinbettenHerunterladen
Musik
Niederländisch
PA
Pädagogik
PL
Philosophie / Praktische Philos.
PH
Physik
Politik / Sozialwissenschaften /
PK/SW
Wirtschaft + Politik
PS
Psychologie
Sonderpädagogik
S
Spanisch
SP
Sport
9
3
11
3
17
57
5
303
287
81
55
507
4
4
15
29
20
?
70
768
3. Ausschreibungsverfahren
Veröffentlichung im Internet:
02.03.2007
Bewerbungsschluss:
12.03.2007
Auswahlgespräche an den Schulen:
26.03.2007 bis 20.04.2007
Einstellungstermin:
nächstmöglich oder 06.08.2007
4. Ausschreibungsverfahren:
Veröffentlichung im Internet:
07.05.2007
Bewerbungsschluss:
14.05.2007
Auswahlgespräche an den Schulen:
31.05.2007 bis 15.06.2007
Einstellungstermin:
06.08.2007
(Dr. Klaus Kirschbaum)
2 „Wie komme ich an eine schulscharfe Stelle?“ –
Einstellungsverfahren und Auswahlgespräche
So oder ähnlich lautet die Frage, die sich eigentlich jeder Referendar in NW im Laufe seiner Ausbildung stellt. Doch diese Frage muss rechtzeitig beantwortet werden! Die umgangssprachliche Formulierung „schulscharf“ bezeichnet den Vorgang des Ausschreibungsverfahrens, der weiter unten näher
beschrieben wird. Die rechtlichen Grundlagen zur Lehrereinstellung finden sich unter
https://www.bildungsportal.nrw.de/BP/LEO/Erlasse/Erlass1.html.
Heute werden mehr als 90 % der Stellen an Berufskollegs im sogenannten Ausschreibungsverfahren
vergeben (der Rest im Listenverfahren).
2.1
Einstellungsverfahren und Termine
Jährlich gibt es vier Termine für das Ausschreibungsverfahren in NW, hier das Beispiel für das Schuljahr 2006/2007:
1. Ausschreibungsverfahren
Veröffentlichung im Internet:
23.08.2006
Bewerbungsschluss:
31.08.2006
Auswahlgespräche an den Schulen:
ab 14.09.2006
Einstellungstermin:
sofort
Zwischen den einzelnen Ausschreibungsverfahren sind Einstellungen aufgrund des Listenverfahrens
möglich: Bewerbungsunterlagen müssen zu den Stichtagen 29. Dezember 2006 bzw. 15. Juni 2007
vorliegen.
Die Termine für die nächsten Listenziehungen:
1. Februar 2007, 6. März 2007, 17. April 2007, 2. Mai 2007, 28. Juni 2007,
11. Juli 2007 und 25. Juli 2007 jeweils für die Einstellung zum Schuljahresbeginn 2007/2008
2.2
Ausschreibungsverfahren
Neben den im Internet (www.leo.nrw.de) aufgeführten formalen Hinweisen hier die konkreten
Vorgänge:
Angesichts des Bewerbermangels in verschiedenen Fachrichtungen oder bei besonderen Kenntnissen oder Qualifikationen gibt es ganz unterschiedliche Formulierungen bei den Ausschreibungen. Hier
sind zu unterscheiden:
„Fachliche Voraussetzungen“: Wenn eine bestimmte Fächerkombination gesucht wird (z. B. „Gestaltungstechnik und Deutsch“), dann sind diese Fächer zwingend vorgeschrieben, es handelt sich also
um ein „hartes Kriterium“ – bei Nichterfüllen keine Chance! Daher werden in Zeiten des Bewerbermangels Stellen so z. B. ausgeschrieben: „Wirtschaft und Recht“ oder „Wirtschaft und Politik“ – wenn
es in der einen Kombination keine Bewerber gibt, dann kann man in der anderen Kombination ggf.
fündig werden. Vorgeschrieben ist hier eindeutig: keine Einladung zum Auswahlgespräch bei Nichterfüllung!
2. Ausschreibungsverfahren
Veröffentlichung im Internet:
17.11.2006
Bewerbungsschluss:
28.11.2006
Auswahlgespräche an den Schulen:
15.12.2006 bis 15.01.2007
Einstellungstermin:
01.02.2007
„Bevorzugungskriterien“: Dies sind Hinweise, die auf weitere Kriterien abzielen: z. B.: „Bewerber mit
schriftlichem Nachweis von Erfahrung in ... werden bevorzugt“. Es können auch bei sehr allgemeinen
Ausschreibungen Formulierungen sein wie: (bei fachlicher Voraussetzung: „Wirtschaft und beliebig“:
„Bevorzugt werden Bewerber mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung als Speditionskaufmann/
-frau“; jetzt haben die Bewerber schlechte Karten (wenn einer der Bewerber dieses Kriterium erfüllt),
die keine berufliche Erstausbildung vorweisen können bzw. eine hier nicht genannte Vorbildung. Auf
der anderen Seite kann die Schule auch dann einen Bewerber noch auswählen, wenn niemand die
Bedingung „Speditionslehre“ erfüllt.
„Wunschkriterien“: Diese sind zwar nicht Bestandteil der Vorauswahl, können aber bei ansonsten
gleichwertigen Bewerbern letztlich den Ausschlag geben, beispielsweise: „Bewerber sollten Unterrichtserfahrung haben in Klassen mit ...“ oder „Bereitschaft auch in der Fachschule für ... im Abendunterricht ...“ oder „Wir legen Wert auf ...“
10
10
11
11
Wichtiger Hinweis:
In der Vergangenheit war häufig der Hinweis zu hören: „An der Schule X ist eine Bewerbung zwecklos, dort ist schon ein Bewerber so gut wie ausgewählt!“ Dies hat sich häufig als Irrtum herausgestellt.
Denn einmal ist es durchaus üblich, dass sich der „sichere Kandidat“ auch bei anderen Schulen
beworben hat und nur aus Sicherheit angegeben hat, er werde die Stelle an Schule X antreten. Zum
anderen sind viele Fälle bekannt, bei denen Schulleitungen zumindest die „Vorab-Zusage“ eines
Kandidaten eingeholt haben, damit die Stelle auf jeden Fall besetzt werden kann. Hat aber die Kommission die tatsächliche Wahl zwischen zwei oder mehr Kandidaten, so werden die Karten neu „gemischt“.
Allgemeine Grundsätze beim Auswahlgespräch:
Die zu Auswahlgesprächen eingeladenen Bewerber haben beim Auswahlgespräch die gleichen Voraussetzungen und Chancen; das Examensergebnis spielt grundsätzlich keine Rolle mehr. Zu beachten ist weiterhin:
¾ Sind auch sogenannte Seiteneinsteiger eingeladen, können diese erst nachrangig berücksichtigt werden, also erst dann, wenn es keine geeignete voll ausgebildete Lehrkraft für die ausgeschriebene Stelle gibt. Die Nichteignung einer voll ausgebildeten Lehrkraft ist zu dokumentieren
und zu begründen.
¾ Bei den Auswahlgesprächen ist das Hauptaugenmerk auf das ausgeschriebene Schul- bzw.
Anforderungsprofil zu richten, nicht auf den Nachweis fachlicher Qualifikationen.
¾ Ein „Drittes Staatsexamen“ im Rahmen des Auswahlgespräches ist auf jeden Fall zu vermeiden! (In den Anfängen des Auswahlverfahrens hatten hier Auswüchse im Regierungsbezirk
Düsseldorf zu entsprechenden Verfügungen geführt.).
¾ Ablauf, Inhalt und Bewertungsraster der Auswahlgespräche sind vor den Gesprächen festzulegen und zu dokumentieren.
¾ Die Auswahlgespräche müssen für alle Bewerber im Grundsatz wegen der Vergleichbarkeit
gleich aufgebaut werden.
¾ Auch der zeitliche Rahmen muss für jeden Kandidaten gleich sein.
Auswahlgespräche und Auswahlentscheidung sind anschließend gerichtsverwertbar zu protokollieren.
Dabei legt die Auswahlkommission eine Reihenfolge der geeignet erscheinenden Bewerber fest.
Rechtsprobleme beim Auswahlgespräch:
Bei der Durchführung haben die Mitglieder der Auswahlkommission ein Interesse daran, möglichst
umfassende Informationen über die Bewerber zu erhalten. Auf der anderen Seite sind die Bewerber
daran interessiert, ihre persönlichen Belange nicht gegenüber fremden Personen zu offenbaren. Die
Bezirksregierungen weisen daher die Auswahlkommissionen auf den Konflikt hin: Dem Aufklärungsinteresse der Auswahlkommission steht das Interesse der Bewerber bei der Wahrung der Menschenwürde (Art. 1 I GG) und des allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Art. 2 GG) gegenüber. Daher folgt
nach Meinung der Bezirksregierungen: Der Auswahlkommission steht kein uneingeschränktes Fragerecht zu. Es sei mit der Menschenwürde und dem Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
unvereinbar, einen Menschen „in seiner ganzen Persönlichkeit zu registrieren und zu katalogisieren,...
und ihn damit wie eine Sache zu behandeln, die einer Bestandsaufnahme in jeder Beziehung zugänglich ist“. Nur nach solchen Umständen solle gefragt werden, die im Hinblick auf die ausgeschriebene
Stelle berechtigt seien.
Nicht gestellt werden dürfen daher Fragen, die sich befassen mit:
¾ Gesundheit,
¾ Schwangerschaft,
¾ Teilzeitbeschäftigungswunsch (nach dem Einstellungserlass ist grundsätzlich eine freie Stundenzahl – mindestens jedoch die halbe Stundenzahl – zulässig),
¾ Zugehörigkeit zu Parteien, Verbänden, Gewerkschaften usw.,
¾ bei konfessionsfreien Schulen nach der Konfessionszugehörigkeit.
Anschließende Information der Bewerber
Vonseiten der Bezirksregierungen sind die Vorsitzenden der Auswahlkommissionen aufgefordert,
allen Bewerbern, die am Auswahlgespräch teilgenommen haben, nach dem Gespräch anzubieten,
dass sie sich bei ihm nach dem Ergebnis ihres Auswahlgesprächs erkundigen können (z. B. telefonisch am nächsten Tag). Diese Information soll ausschließlich durch den Vorsitzenden erfolgen.
12
12
Beitrittserklärung
An den vLw –
Völklinger Str. 9
40219 Düsseldorf
Tel.: 02 11- 4 91 02 08
Fax: 02 11- 4 98 34 18
oder
An den vlbs –
Ernst-Gnoß-Str. 22
40219 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 4 91 25 95
Fax: 0211 - 4 92 01 82
Ich erkläre hiermit zum ____________20___ meinen Beitritt zum
Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen,
Landesverband Nordrhein-Westfalen (vLw)
Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Berufskollegs in NW e.V. (vlbs)
(Bitte kreuzen Sie den Verband an, in dem Sie Mitglied werden möchten.)
Meine persönlichen Daten:
Name,
Vorname:
Geb. am:
Straße,
Hausnummer:
Amtsbezeichnung:
PLZ,
Wohnort:
Dienststelle/Schule
Universität:
Telefon:
Kontonummer:
E-Mail-Adresse
Bankleitzahl/
Name der Bank:
Ich bin teilzeitbeschäftigt mit …….. Wochenstunden.
Meine Ehefrau / mein Ehemann ist ebenfalls vLw-/vlbs-Mitglied.
Name des Mitglieds: ___________________________________.
Gleichzeitig erteile ich eine Einzugsermächtigung für den Verbandsbeitrag. Ich bitte um
vierteljährliche Abbuchung
jährliche Abbuchung
Wenn mein Konto die erforderliche Deckung nicht aufweist, besteht seitens des kontoführenden
Kreditinstituts keine Verpflichtung zur Einlösung. Änderungen meiner Bankverbindung teile ich dem
vLw/vlbs einen Monat vor Einzug mit. Bei vierteljährlicher Abbuchung erfolgt der Einzug des
Verbandsbeitrages jeweils am 15.02, 15.05, 15.08 und 15.11 eines Jahres, bei jährlicher Abbuchung
jeweils zum nächstmöglichen der o.g. Einzugstermine. Bitte erfragen Sie die jeweils aktuellen
monatlichen Beitragssätze bei unserer Geschäftsstelle in Düsseldorf (Tel.-Nrn. s .o.).
(Tipp: Mitgliedsbeiträge zu Berufsverbänden sind steuerlich absetzbar!)
(Ort, Datum)
(Unterschrift)
Zum Schluss wird die „Inaussichtnahme der Einstellung“ (besonderer Vordruck) der erstplatzierten
Lehrkraft ausgehändigt. Sie kann die Stelle direkt annehmen, um Bedenkzeit bitten oder die Stelle ablehnen. Im letzten Fall wird anschließend der zweitplatzierten Lehrkraft die „Inaussichtnahme der Einstellung“ angeboten.
2.3 Listenverfahren
Neben Bewerbungen für einzelne ausgeschriebene Stellen sind pauschale Bewerbungen nach dem
vollständigen Abschluss der 2. Staatsprüfung möglich. Bewerber werden nach ihren nachgewiesenen
Lehrbefähigungen in „Listen“ geführt, bis ihnen eine Stelle ihren Wünschen entsprechend zugewiesen
wird (oder sie sich von der Liste streichen lassen). Bewerber werden automatisiert in unterschiedlichen Listen geführt. Ein Bewerber mit der Fächerkombination „Wirtschaft“, „Handelsbetriebslehre“ und
„Industriebetriebslehre“ taucht in vielen Listen, die jeweils aufgerufen werden können, auf:
„Wirtschaft“ + „Handel“
„Wirtschaft“ + „Industrie“
„Wirtschaft“ + „beliebig“
„Handel“ + „beliebig“ usw.
In diesen Listen tauchen die Bewerber in der Rangfolge ihrer Examensergebnisse auf. Bewerbungen
erfolgen im Prinzip für einen landesweiten Einsatz. Eine unverbindliche Nennung von bis zu fünf bevorzugten Kreisen/kreisfreien Städten ist hierbei möglich. Auf Wunsch der Bewerberinnen und Bewerber wird die Bewerbung auf bis zu zwölf Kreise/kreisfreie Städte oder einen Regierungsbezirk beschränkt.
Die Vergabe erfolgt in gemeinsamen Koordinierungssitzungen mit Vertretern der Bezirksregierungen
und des Schulministeriums; alle Einstellungsvorgänge unterliegen der Mitbestimmung der Personalrä7
te . Hier ein Beispiel für den Ablauf eines zentralen Listen-Einstellungsverfahrens in einer beliebigen
Fächerkombination (Kreise und kreisfreie Städte hier mit dem Autokennzeichen):
Abb. 6: Beispiel Listen-Einstellungsverfahren
Bedarfsliste
Kommune
Dortmund
Stellen
1
Hochsauerlandkreis
1
Olpe
1
Bielefeld
1
Bewerberliste
Rangplatz + Name
1. Elke Eifrig
(Euskirchen)
2. Ludwig Lustig
(Leverkusen)
3. Bodo Boll
(Bielefeld)
4. Arne Artig
(Aachen)
5. Dieter Draht
(Dormagen)
Ortswünsche
EU BN SU K GM
BM AC DN
LEV BN SU K BI
D DN DU DO E
BI PB DO BO
D K E DU
AC EU LEV BN
MS D DO
NE D ME BM
EU AC GM DN
ganz NW?
nein
nein
ja
nein
ja
Es wird zunächst die Bewerberin auf Rangplatz 1 behandelt. In der Reihenfolge ihrer Ortswünsche
wird automatisiert geprüft, ob es zu einer Zuweisung kommen kann. Da an keinem der gewünschten
Orte Bedarf besteht, gibt es kein Einstellungsangebot. Beim 2. Bewerber kommt es automatisch zur
Zuweisung nach Bielefeld – dem ersten Ort mit Einstellungsbedarf. Beim 3. Bewerber ist die Wunschschule Bielefeld schon vergeben. Die Zuweisung erfolgt in Dortmund, dem Einstellungswunsch in 3.
Präferenz. Der 4. Bewerber geht leer aus, da an keinem der gewünschten Orte noch Bedarf besteht,
da ein Einsatz außerhalb dieser Orte abgelehnt wird (= ganz NW ist nicht angekreuzt). Der 5. Bewerber wird in Olpe zum Einsatz kommen, da Olpe näher zu Bonn liegt als der Hochsauerlandkreis – das
verdankt er der Tatsache, dass er sich bereit erklärt hat, den Dienst an jedem Ort in NW anzutreten.
Fazit in diesem Beispiel: Eine Stelle bleibt unbesetzt, zwei Bewerber gehen leer aus.
Die Einstellungsangebote werden schriftlich übermittelt. Die Annahme eines Angebotes ist innerhalb
der von der Einstellungsbehörde angegebenen Frist schriftlich zu erklären. Eine bedingte Annahme
7
Weitere Informationen zu den Aufgaben der Personalräte im Kapitel 3.
13
13
des Angebotes ist nicht möglich; sie wird wie das Fristversäumnis als Nichtannahme gewertet. Die
Annahme und Nichtannahme führen zum Ausscheiden aus dem Listenverfahren.
Tipp: Ausführliche Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auch in Info-Veranstaltungen der Verbände an den Studienseminaren. Sprechen Sie mit Ihrem/-r Seminarbetreuer/-in (s. hinterer Einband)!
(Dr. Klaus Kirschbaum)
3 Aufgaben der Personalräte (PR)
Die Personalräte sind die Mitbestimmungs-/Mitwirkungsorgane der Beschäftigten im Öffentlichen
Dienst und vertreten deren Interessen gegenüber dem Dienstherrn. Spätestens im Rahmen des Auswahlgespräches auf eine schulscharfe Stellenausschreibung werden Bewerberinnen und Bewerber
einem Mitglied des jeweiligen Bezirkspersonalrates begegnen. Das Aufgabenspektrum der Personalratsmitglieder ist jedoch weitaus umfassender. Die Personalräte …
… wachen darüber, dass alle Beschäftigten nach Recht und Billigkeit behandelt werden,
… schützen die Vereinigungsfreiheit der Beschäftigten,
… beantragen allgemeine Maßnahmen zum Nutzen der Beschäftigten,
… wachen darüber, dass Gesetze, Verordnungen, Dienstvereinbarungen usw. zugunsten der
Beschäftigten eingehalten werden,
… vertreten die Anregungen oder Beschwerden der Beschäftigten,
… kümmern sich um Schwerbehinderte und andere Schutzbedürftige,
… schließen Dienstvereinbarungen ab,
… achten auf Arbeitsschutz und Unfallverhütungen.
Geregelt sind die Beteiligungsrechte der Personalräte im Landespersonalvertretungsgesetz (LPVG).
Im Folgenden sind die wichtigsten Regelungen hieraus zusammengestellt:
Abb. 7: Beteiligungsrechte des Personalrates im Überblick
Anhörung
§ 74/75 LPVG
Der PR sagt zu der Sache seine Meinung und die Dienststelle entscheidet, ob sie diese berücksichtigt oder nicht.
Information
§ 65 LPVG
Der PR ist über alle Angelegenheiten rechtzeitig
und umfassend zu unterrichten.
Mitwirkung
§ 73 LPVG
Wenn sich der PR dem Vorschlag nicht anschließt, wird die
übergeordnete Dienststelle damit befasst. Diese entscheidet
dann endgültig.
Mitbestimmung
§ 72 LPVG
Die Dienststelle darf die Maßnahme nicht
ohne Zustimmung des PRs umsetzen.
Will sich auch die oberste Dienststelle der
Meinung des PRs (HPR) nicht anschließen, so muss sich die Einigungsstelle
damit befassen. Deren Entscheidung ist
teilweise bindend.
Initiativrecht
§ 64 LPVG
Der PR wird aktiv. Er kann
Maßnahmen beantragen.
Tipp: Über konkrete Fälle im Personalvertretungsrecht beraten Sie gerne die Verbandsmitglieder in
den Personalvertretungen bei der jeweiligen Bezirksregierung.
14
14
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
7
Dateigröße
173 KB
Tags
1/--Seiten
melden