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Energiegesetz – oder wer will wie sparen

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Energiegesetz – oder wer will wie sparen
Die Debatte zum Energiegesetz läuft entlang der gewohnten parteipolitischen Grenzen. Im
Grundsatz sind sich nämlich alle einig, dass gespart werden muss. Wie aber gespart werden
soll, da gehen die Meinungen weit auseinander. Aus meiner Sicht geht es darum, vernünftig
zu sparen und Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft nicht schon wieder einzuengen und
Güter und Dienstleistungen unnötig zu verteuern.
Über Sinn und Unsinn von Heizpilzen kann man sicher geteilter Meinung sein, aber ein
Gastwirt sollte in bestimmten Situationen - ohne gesetzliche Regelung - einen Heizpilz aufstellen können. Bei energetischen Massnahmen im Bereich Bauten sollte vor allem die Eigeninitiative und nicht der Amtsschimmel gefordert sein. Im Bereich individuelle Heizkostenabrechnung kann der Mieter sich auch einbringen, indem er die Wohnung oder den Vermieter wählt, der dieses Instrument bereits anwendet.
In der Energiediskussion wird geflissentlich ausgeblendet, welche Unmenge Energie z.B. der
öffentliche Verkehr verschlingt. Da mutet es seltsam an, dass genau diese Leute, die Heizpilze verbieten wollen, einen massiven Ausbau des ÖV befürworten. In der allgemeinen Diskussion geht verloren, dass im Moment dringend diskutiert werden muss, wie der Mehrbedarf resp. der Strombedarf grundsätzlich gedeckt werden kann. Hektik ist momentan überhaupt nicht angebracht. Versuchen wir es doch auch im Bereich Energie mit Vernunft.
verbandelt und darum im A usstand.
Wi Gem indepra idcntin Caroline
Hofer agte, war der Gememderat aus
finanzpoJitischeo G.rtlnden und wegen
der Rechtsgleichheit gegen die Inilia-
Am 1. Oktober wird eingeweiht M
HALEN. Die neue Sporthalle der
Sekundarscbule Kreis Marthalen steht
vor der VoJlendung: Wie Hans Hil­
pertsbauser, de r Prasident der Schul­
pflege, an der von 24 StimmbcrechLig­
ten besuchten Gemeindeversammlung
vom Donnerstagabend miUeilte. kann
sie nnch den Sommerferien bezogen
und am 1. Oktober offizieLl eingeweilit
werden . Weiler war zu erfahren, da s
auf den Beginn des naehsten Schul­
jahres Ida Kaissl. zul7.eit in WilfRaf­
zerfeld tatig, die Nacbiolge des plotz ­
lich verstorbenen SehuIleiters Han­
nes Frauenfelder antreteu wird. Zu
einem W ehsel kom mt s bald aueh
in der Hauswartung: Nach 20-j ahriger
Tiitigkeit gehen R uedi und Christine
Rt)thlishe rger in Pension.
E inziges Gescbiift war die Jahres­ rechnung 201 die einstimrnig abge­
nammen wurde. Die Laufende Rech­
nung schloss bei A ufwendun gen von
3.565 MiUionen mit ein m Ertrags·
iibersehuss von 479000 Franken, so­
dass sieh das EigenkapitaJ auf 4,078
MiUionen. erhOhte. Budgetiert war
em Defizit von 62 000 Franken. Laut
Finanzverwalte r Heier Muller hat
die Sehule pro SchUler und Jahr TU nd
20000 Franken aufzuwenden. (rmiJ)
Franken: alierdings lief ie auf.
Schulprasidentin Doris Morl sag­
te an der Gemeindeversammlung,
der Sehulsozialarbelter solie Schtiler
ie Stras 'e . taus beiden Rieh­
lungen gesperrt. Die praehti­
gen Riegelhliuser mit ihrem
Oeranienschmuck bieten eine idylli­
sche Kulisse. Oleic neben dem Red ­
nerpult pHitschert in Brunnen. So
Icann Kaspar Reutimann seinen Be­
cherproblemlos naehftillen. Manchmal
hort man eine Kuh muhen, manchmal
den Motor eines Traktors. Zuweilen
rcnnt eine Katze zwischen den Ban­
ken dmch , die quer auf der Strasse , te ­
hen. Auf Reutimanns Wunsch fulde t
die Waltalinger Gemeindeversamm­
lung mitten im malerisehen Gun talin­
gen statt. Denn es ist die letzle, die er
als Gemeindeprasident leitet.
SC AU
GEMEINDE W LTA INGEN
Prasident Kaspar Reutlmann
wlrd wurdlg verabschiedet
BAUMA. Die Hauptwasserleitung im
Baumer DOff U ndalen muss ersetzt
we rden , dam it das Netz neu den
Druckverhiiltnissen des Gemeinde­
was erwerke gewach en i t. Die Bau­
arbeiten beginuen im Juli Die osten
belaufen sich auf '227 000 Fra nken. (red)
iickblickend bezeiehnet Reuti­
mann seine GemeindeTalszeit
als pannend, in nm und bereichemd. Vor aUem die vielftU tigen
Konlakte und Bege ungen. Er habe
sich geme fur die Entwjcklung einer
-~
~ .~----
Das Area l, wo die Hauser entste­
ben. gchort der Landi DagerIen und
Umgebung. End Monal soll es der
Genossenscbaft tiberschrieben wer·
den . 1m Herbst soU der Bau beginnen.
«Die sind wobl aIle frob, dass icb aufbore»
Neue Wasserleitung
-- - -
die Schulsozialarbejt nehme Item
wl(l Lehrcrn zu vi I Verantwortung
aboMit 54 zu 38 Stimrnen wurde der
Antrag scbJiesslich abgelehnt. (flu)
Der Landbote, Samstag, 11. Juni 2011
Die Stimmenzahler melden, dass 56
Stimmberechligte anwesend sind . So
viele ind in den 17 Jahren. scil R uti­
mann jm Gemeinderat mjtwirkl, noc h
nie an dIe «R chnungsgem inde» ge­
kommcn . E r weiss n atiirtich, dass sie
niehl wegen des einzigen Trakta dum , der Abnahme der Jahresreeh­
nung 2010, erschienen sind. Sondern
seinetwegen. Um ihm zu seinem Ab­
sc ied die Ehre zu erweisen. Trotz­
dem meint er scheIZha ft: «Die ind
wohl aIle froh. dass ieh aufhore.»
liN KURZE
kussio n. Kritiker wollten wissen, wie
viel die Schule bisher bei K nflik­
ten ausgegcben habe . N ur so lasse
sieh das «Sparpotenziah>. absehatzen.
zwei Dorfer eingesetzt. So m'nnt er als
Hohepunkte seiner BehOrd narbeit
die Sanierung der lnfrastruk tur der
beiden Dorl r, die R natur ierul1g des
Dorfbaehs auf 700 Melem Lange. kul­
turelle Anliisse \VIe Bilderausstellun­
gen, die Grundung des Forstverban­
des irn tam mertal. «Mir ist I!wusst.
dass ieb manebmal Entscheide treffen
musste, die nieht allen passten. Aber
wo gehobeU wird. a fuegen Spane.»
Jetzt nehme er mit Wehmut Abschied
«doeh es tut auch gut, wenn neue Leu­
te mit neuen ldeen kommen».
Reutimanns Amtszeit geht in drei
Wochen xu Ende. SeiD NaehfoIger ab
dem 1. Juli ist Martin Zuber. Er wu.r­
digt dessen Verdi rule: «Sem Aml
war ilim ans Herz ge achsen. Br war
Dieht nur fur die Gesetze da, ondem in erster Linie fur die Bevolkerung
und zwar auf offene, ebTliche und fai­
re Art. Er hat sicb nieht nur auf die
yorgege b nen Leitplanken veTlassen,
sondem im direkten Gesprach aueh
cin A ugtmmas und eineo gesun­
den Men henver tand eingesetzt.»
So habe er denn aueh im Gemcinde­
rat und auf der Verw tung «stets filr
einen guten Geist gesorgt».
Die Geschenke, die Reutirnann zum
Abschied be ommt, fre ueo ibn sieht­
Iich: in Bon ru r eine Reise nach Lon·
don und ein Biid. das den A usblick
zeigt, der sieh von seinem liehsten
RUckzugsor t aus bietet, dem «Bilckli»
oberhalb von Guntali nge n. «Vielleieht
habe ich in m iner Amtszeit doch Dieht
alles falsch gemacht», sagt er.
D ie Z ukunft ist filr Re utimann hol­
zig: Als P ra ide nt des Z iircheri chen
Waldwirlschaftsverbandes SIehl er
vor neuen Aufgaben uod Heransfor­
_ _ _""-_
_
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_
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~_~
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derungen. Der Bevolkenmg Walta­
lingens und G untalingens wUnscht er,
«da, sie die Vergangenheit im Kopf
bewahrt, ohne aber dabei in Ehrfurchl
ZlJ erstarren. In erster Li ie gilt es vor­
warts zu schauen.}) D ie Bevolkerung
dUffte sich in den Angelegenheite n
der G emeinde durchaus etwas s tarker
engagleren, findet er, W Id solie «Dieht
alles den Behorden tibe rlas en».
ie Jahresrechn ung mit Auf­
wendungen von 4,43 Millio­
nen und einem Defizil von
159000 Franken erlautert Martin Zu ­
ber. Die Schulden der Gemeinde be­
trag n gegenwartig 5,35 MiIlion en ,
also 7737 Franken pr Einwohner.
RPK·Prasident Adrian Slahe1 er­
mahnt den Oemeind (at, die Ausga­
ben fiir die Kultur b sser zu kontrol­
lieren: «Da linden sicb jetzt D inge,
die wir uns eigentlich gar niebt leisten
dti.rften.» l:l nd nach de, einstimmjgen
Genehmigung der Jabresrechnung
nutzt ein Stimmbtirger die Gelegen­
heit, u.m fiir den Durehgangsverkebr
in Guntalingen eine Temporeduktion
zu fordem. Kaspar R eutimann spricht
eUl letztes Mal Klartext: «WoUten wir
Tempo 30 einfiihren, mtissten wir Hio­
dernisse installieren, was aber kaum
im Interesse unseTer Bauern ware.»
Worauf der Mu ikverein Stammheirn
dem cheidendcn Gemeind prasiden­
ten definitiv den Marsch blll t. (IU) Nachfolge, Martin Zube, (rechts) uberrelcht Kaspar Reutlmann den Gutschetn.
-'-_ _-'--_c-c.-- _ _
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~
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~
Bild: lu
__________
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2sWeinland
SAM 1J\G, n. JUNI 2011
Viel StimmvoIk fur Reutimanns «Letzten»
An seiner letzten Versammlung
aIs vValLalinger Gcmeinde­
prasident ""lITde Kaspar
R utimann v rabschi det.
Finanziell gab es gute
acbri hten - aber nicht nur.
GUNTAUNGEH Das Guntalinger Dorfz n·
trum war Schauplatz der letztell Ge­
meindeversammlung des zuriJcktre­
tenden Gemeindeprlisidentell Kaspar
Rcutimann. Und die Stimmberechtig­
ten sorgten fUr die wurdige Kulis e
dazu: Vor 56 Stimmberechtlgten wurde
die Fr ilufl-Gemeindeversammlung
abgebalten, was, 0 Reutimann, «die
gro ste Beteiligung an 'inel' R ch­
nungsversammlung bedeutet. seit icb
Gemeinde ersammlungen 1 ite».
Der designierte neue Gemeind pra­
sident Martin Zuber - in drei Wocben
lOst er Reutimann ab - steUte die ,Tab­
resr chnung 2010 vor. Diese schloss ei
iDem Aufwand von 4,43 MilliQnen Fran­
ken und eiDem Ertrag von 4,27 Millio­
ne mil ein m Aufwandtiberschuss vou
knapp 159 000 Franken - «den beri.ihm­
ten 159 000 Franken. die glcichbedeu­
tend sin mIt zehn Prozent des Eigen­
kapitals, die wir aufB fehl de Kantons
jabrlich abbauen mussen», '0 Zuber.
Das war die schlecht Nachricht. Di
gute; Diesmal wird alIe anders - dank
dem Widerstand finanzarmel' Zurcher
Gememden sowie des Gemeindeprasi·
dentenverbands, welcbe die EigenJropi­
talentnahme als gesetzeswidrig be­
trachten und 'i anfochten, wird da
gl'afischen Sonderlast nausgleich wiJr­
den Elemente zur Ab~ derung ge chaf­
fen_ Viel1eicht. 0 Zuber, kame die Ge­
mcinde in den Genuss einer «anstandi­
gen Erb chaft», die ie auf cinen Schlag
von wen finanziellen orge befrei .
«Doch auch 0 wel'den wir da ' mels­
tern», gab er mit auf den Weg.
Das Tbema «( paren}) war ein Steil­
pass fur RPK-Prasident Adrian. tahel.
Dic Ausgabendisziplin war fUr die RPK
bei der fiuanztecbnischen Priifung niehl
ganz in allen Bereichen eIfiillt: Der Pos­
ten «Kultur und Fretzel ~ gab mit 37000
Franken Aufwand Anla ' zur Kritlk,
weil die Gemeinde ill Jubiliium::;jabr
unci wegen einig r Publikationen ilber
Ihre Verhhltni se gelebt habe, meinte
Stahel smngemass. Es habe eine Kumu­
lotion von Ausgaben gcgeben. die zwar
Kaspar Reutimann Cr.) und Martin Zuber (2. v. r.) begutachten mit Ratskolleginnen und «schon» elen. aber «elgenUlcb gar Dieht
Ehefrauen das Werk «BUckU», das viel mit Reutimann verbindet.
BddMll'bll.~r un Budget liegen. Solche DiDge werden
in Zukuuft wohl nicht mehr finallzier­
kantonale Gememdeaml diesen Belrag zUl'tick an den Kanton geschickt werden
bal'. ein», meinte Slahel im Hinblick auf
nun auch der Gemeinde Wnltalingen - em guter lndikator fur das hollere den wegf'aUenden Steuerfussausglei h.
zw·uckerstatten. «Wir nehmen das Ge­ Steucraufkommen. das 184500 Franken
Zurn Schluss forderte ein Anwoh·
schenk an, werden aber deswegen n1cht mehr betrug als budgcticl't. Auch sparte ner del' Dorfstrasse, nachtliclle Durch­
vieI reichet, agte Zubet'. Del' Betrag WaltaliDgen deuUich bei del' Sozialell fahrten fur G milsebauern Zit verhm­
werde zum Schuldenabbau ver-wendel Wohlfa.brl mil 70000 Franken Minuer­ dem - diese hatten zweimal fUr obren·
b tiiubendeu Uirm im Dorizentrum ge­
Dass das dlmg nd notig i t, z€'igt die ausgaben. Del' Gewinn del' ZKB liel UIIl
sorgl, als die e auf Bewas erungstour
ScllUldenentwlcklung der Politiscben' 13 000 Franken hoher au..
Zuber konnte Befiil'clltungen. wo­ fuhren. Als er we der Polizei gemeldet
Gemeinde. Von 1999 bis 2010 kletterten
die Netloschulden von 3 Milllonen auf nach der GemeiDdestenerfuss (derzeit habe, venvies sie auf Au, nahmerechte
5,35 Mio. Franken odeI' v n 4400 auf 7700
auf dem kantonaJen Maximum von 1..2.2 del' Landwirtschaft. Reuhmrum besta­
Franken pro Kopf.
Prozent) mit del' Einftihrung des lleuen tigte dies llnd fugte an, dass vcrkebrs­
inn rkantonalen F!nanzausgleichs all­ beruhJ.gende Massnahmen in Guntalin­
Dass die Gemeinde t u rIlch in Clle­
em Jahr gUL gefahl'en ist, zeigte del' wei­ . teigen werd , IDCht entkraflen. «Ein gen nicht zur Reduktion von Lann­
emissionen fiihren wfiJ·dclt. DCI' Ge­
paar Prozentll werde der Sleuerr11
tere Blick auf die Rechnung, die bes el'
wohl an leigen, aber mit den diver ell meinderat habe den Produzenten abel'
absch10ss als erwarlet: lnsgesaml 243 000
Franken (von 560000 Franken) au Steuer­ In trumenlcn des neuen Finauzaus­ dal'auf hingewiesen, der nun ofl'enbal'
glelchs wi clem demografisch-topo­ cinsichtig sei. (M. GJ
fussausgleich (Defizitgarantie) mussten
Abschied Bild auf dem
Lieblingshugel gemalt
G Ai GEN Nach 13 Jahren als Priisi­
dent und 17 Jam'en aJ Mitglied im Wal­
talinger Gemeindcl'at wird Ka parReu­
timann wegen einer Mandate beim
ZUl'cherischen (Prasident) und Schwei­
zeri chen Waldwirt chaIlsvel'band
sein Amt abgeben - nacb mnd 4.00 it­
zungen und 40 Gemeindeversammlnn­
gen. Fur die Zuktmft wunschte er sieh
von den Ein.wobnern, dass sie an Ver­
sammJungen «etwas aktiver mitma­
chen» wi1J'd n. So habe ibn besonders
gefreut, das mil Rita Gut eine junge
Guutalmgenn sich bereits fijI' eiD Ge­
meinderatsmandat beworben habe.
Sein Nachfolger Martin Zuber W1.ir­
digte Reutimann als sozialen Teamchef.
der den Rat 'tats zu rUbr n wussle. Er
habe einen guten Geist im Rat ge chaf­
fen, «d m haben wir nachgelebl>. eiD
Ge chick, das Personal gut zu Cuh.l'en,
habe sieh mmUlr wieder in chwierigen
itualionen gczeigt. Zu elnen grossten
Rerausfordel'ungen gehfirte die Zusam­
menlegung del' FOl'strevlere im tam­
mel'tal, die ihm «als Herzensangelegen­
neit} vie1 bed ut l babe. AlS Geschenk
iiberreicbt.en ibm die Ratskollegeu
einen tadteflug nach London. Danacb
enthiillte Zuber eln Gemiilde des Seuz­
acher Kunstmalers "Erwin Fre[e! - ge­
malt von Reulimann Lieblingshll.gel,
'( eineIID> Buckli am we tlioh n GWlta­
linger Dorfrand. Er hall sich halt geru
auf dem Bu kh aUf, meinte R utimann
ichtlic.h gerilhrt. (M. G.)
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