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Mach`s wie Gott - werde Mensch - St. Anna Neuenkirchen

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Pfarrmagazin der Kirchengemeinde St. Anna in Neuenkirchen
02
1. JAHRGANG
DEZEMBER 2008
Mach`s wie Gott - werde Mensch
Alleinerziehend aber nicht alleine
Was macht eigentlich? ...Jörg Hagemann
ISA: „Nicht betteln, Partner sein“
02
Detail aus dem Ambo in der St. Josef Kirche. Foto: Adiek
Mach‘s wie Gott- werde Mensch
Pastor Michael Langenfeld
Liebe Leserinnen und Leser!
“Ungewöhnlich, interessant und sehr persönlich”,
das sind nur drei typische Beschreibungen, die die
erste Annalyse hervorrief. Das zeitgemäße Layout
mit vielen Fotos war wohl das erste, das ins Auge
sprang und die meisten Leser angenehm überraschte. Das hatten viele von einem “Kirchenblättchen
aus der Provinz” nicht erwartet. Aber auch die sehr
persönlichen und konkreten Erfahrungsberichte haben Interesse geweckt und Nachfragen provoziert.
Dafür ein ganz dickes Dankeschön an unsere Leserinnen und Leser, die sich mündlich, brieflich oder
per mail bei uns (der Redaktion) oder den Interviewten gemeldet haben! Das motiviert!
“Alles spricht vom Sparen und die drucken jetzt so
ein teures Gemeindeheft.” Einige unserer Leserinnen und Leser (und ehrlich gesagt auch wir selbst)
konnten kaum glauben, dass das neue Heft mit
seinen vielen Berichten und Fotos nur unwesentlich
teurer ist als die bisher zu Weihnachten und Ostern
erschienenen Gemeindeinformationen. Mit einem
Stückpreis deutlich unter einem Euro für Druck und
Verteilung liegen wir unseres Erachtens in einem
vertretbaren Rahmen. Allerdings tragen wir auch
selbst dazu bei, indem wir der Druckerei Reckels
einen druckfertigen Entwurf zur Verfügung stellen.
In unserer Mediengesellschaft gelten auch für die
Kirchengemeinden neue Regeln: Wollen wir von
möglichst vielen Menschen wahrgenommen und
gelesen werden, müssen Aufmachung und Inhalt
spontan ansprechend sein. Deshalb ist auch die
Idee, unser Pfarrmagazin zu verkaufen, vom Tisch:
Wir möchten ja gerade auch die erreichen, die
unserer Kirchengemeinde distanzierter gegenüber
stehen. Die Annalyse bleibt damit auch ein Werben,
eine Einladung und ein Geschenk.
Und mit Geschenken kennen wir Christen uns nur
allzu gut aus! In wenigen Tagen feiern wir das
größte Geschenk, das Gott unserer Welt je gemacht
hat: Seine Menschwerdung in der Geburt Seines
Sohnes und damit unsere Würde und Heiligkeit als
Menschen. „Du bist wer! Du bist unendlich wertvoll
und geliebt! Weil Du Mensch bist!“ das ist Seine
Botschaft, Sein Geschenk an uns.
„Mach’s wie Gott – werde Mensch!“ Unter diesem
Motto wollen wir uns in der Weihnachtsausgabe
diesem Thema mit Ihnen nähern! Und das nicht
nur im Schwerpunktthema, sondern in Zitaten und
Kurztexten, die im ganzen Magazin eingestreut
sind. Viel Freude beim Lesen!
Im Namen der Redaktion und im Namen des
Seelsorgeteams wünsche ich Ihnen ein frohes und
gesegnetes Weihnachtsfest und ein glückliches
Neues Jahr 2009!
Ihr Pastor Michael Langenfeld
04
6
16
23
Titelthema
Ganz weihnachtlich
Ganz gemischt
„Immer wieder einzigartig und schön.............. 6
Marlene Thormann hilft Kindern ins Leben
Mensch sein..............16
Gedanken und Impulse
Jugendseiten............23
Gebet statt Gruseln
„Wir lernen sie mal kennen“.............................7
Wenn Fremde zur (Pflege-)Familie werden
Karikatur...................17
Nachdenkliche Könige
Menschenrechte........24
Alleinerziehend aber nicht alleine:.....................8
Das Sozialbüro hilf Müttern in Not
Gottesdienste ...........18
zur Weihnachtszeit
Christliches Menschenbild ............................. 10
Gelebter Glaube im Kindergarten
Sant‘Edigio...............20
Freunde der Armen
Isabel ist glücklich und lebt............................ 12
unBEHINDERT leben in Neuenkirchen
Kirchenlexikon...........22
Die Glocken
„Wir leben bewusster, schätzen jeden Tag....... 14
Schwerbehinderte in der Pflegefamilie
Spiel- und Loslösegruppen............................. 15
Betreung für Kleinkinder
Umfrage...................25
Seniorenseite............26
Die Donnerstagsgruppe
Kinderseiten..............28
„Geborgen in guten
Händen“
Bastelspaß................30
Buchtipp:
Zwergenalarm...........31
Inhalt
32
36
40
46
Ganz persönlich
Ganz aktuell
Ganz engagiert
Ganz genau
Sara Krüßel ..............32
100-Tage-Interview
St. Anna im Glanz.....36
Es werde Licht
Wer suchet,
wird finden...............46
Was macht eigentlich..?
Jörg Hagemann.........34
Urlaub für
Leib und Seele......... 38
Jugend- und Familienforum in Altötting
„Nicht betteln,
Partner sein“.............40
Interview mit Bischof
Adams und Josefa
Wassermair
Birgit Naarmann
in Südafrika..............41
kfd St. Josef..............42
Ausblick und Rückblick
kfd St. Anna..............43
Helfende Hände
lindern Not
Kolping.....................44
Vortragsreihe
Ehe und Familie
Jugendchor...............45
Chorfest in Münster
Impressum...............47
Termine....................47
06 Mach`s wie Gott - werde Mensch
„Immer wieder einzigartig und schön“
Angekommen: Marlene Thormann hilft Kindern auf dem Weg ins Leben
Wer denkt, eine Hebamme begleitet Schwangerschaft nur bis zur Geburt, der irrt. Engagiert und kompetent berichtet Marlene Thormann, Hebamme mit Gemeinschaftspraxis in
Wettringen, aus ihrem Leben als Hebamme.
Meist begleitet und berät sie die Familie durch
die Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit.
„Frauen- und familienbegleitende Betreuung ist
sehr wichtig“, schildert Marlene Thormann nachdrücklich. „Dies geschieht in den Familien, weniger
in unserer Praxis, dabei begleite ich nicht nur die
Frauen oder die junge Familie, auch werdende
Großeltern sind mitunter meine Klienten, das ist to-
Etwa 1300 Kindern hat Marlene Thormann auf den Weg ins Leben
geholfen. Foto: Surmann
tal schön“, erzählt die Hebamme. „Wir sind für jedermann und jederfrau offen.
Ich bin jetzt 25 Jahre Hebamme, und habe etwa 1300 Kinder auf den Weg ins
Leben geholfen, es ist immer wieder einzigartig und wunderschön für mich. Die
Geburt eines Kindes ist ein schönes, prägendes Erlebnis für Frauen und Paare.
Langsam aber sicher begleite ich mittlerweile die zweite Generation. Kinder, die
ich entbunden habe, entbinden mittlerweile selber Kinder mit meiner Unterstüzung“, erzählt Marlene Thormann nicht ohne Stolz und mit einem Lächeln im
Gesicht. Sie bildet sich auch trotz ihrer erheblichen Berufserfahrung noch weiter
fort. Systemische Familienberatung zur zeitgemäßen Beratung ist ihr Qualifizierungsziel, um jungen Familien noch nachhaltiger Unterstützung zu bieten und
Frauen den Rücken zu stärken.
Fünf bis sechs Mütter und Familien betreut Marlene Thormann. Sie und ihre
Kollegin schicken niemanden weg, auch Tipps und Ratschläge kann man sich
jederzeit holen, ein wichtiges Angebot, insbesondere für junge unerfahrene
Mütter. Der interIn diesem Kind ist Er auf uns zugegangen,
essierte Leser, die
in diesem Kind ist Gott bei uns
interessierte Leund mitten unter uns.
serin, die das AnWir stehen deshalb nicht mehr
gebot in Anspruch
vor der verschlossenen Tür des Himmels.
nehmen wollen,
Niemand kann diese Tür verschließen,
können sich in der
denn sie ist ein für allemal geöffnet;
Hebammenstube
keine Schuld der Welt vermag sie
in Wettringen melzuzuschlagen.
den. Schwangere
Wie bei uns Weihnachten werden kann?
und ihr (kommenLassen wir Gott auf uns zukommen, gehen
des) Kind sind im
wir mit Ihn auf Ihn und auf die anderen zu.
wahrsten Sinne
Es gibt keinen Weg als den, den Gott eingedes Wortes dort
schlagen hat: Zugehen auf die Menschen.
in guten Händen.
Uwe Surmann
Klaus Hemmerle
„Wir lernen sie mal kennen“
07 Mach‘s wie Gott - werde Mensch
Angenommen 1: Wenn Fremde eine (Pflege-) Familie werden
In einem schönen Einfamilienhaus in St. Arnold wohnt Familie Kerkering.
Marilyn, neun Jahre alt, lebt seit zwei Jahren in der Familie und begrüßt
Besucher sehr herzlich und offen.
Angelika und Thomas Kerkering erzählen: „Marilyn verließ bereits mit drei
Jahren erstmals ihre Herkunftsfamilie. Es gab jede Menge Probleme, Marylin
kam in die Inobhutnahme eines Heimes. Von dort kam sie wieder in ihre Familie
zurück, um mit fünf Jahren wieder in eine Diagnosegruppe zu kommen. Dort
blieb Marylin bis sie sieben Jahre alt war, seit zwei Jahren lebt sie nun in unserer kleinen Familie, hier ist ihr zuhause, hier wird sie auch bleiben.“
Dass sie dort zuhause ist, merkt man dem kleinen Wirbelwind auch an, sie
macht den Eindruck eines rundherum glücklichen Kindes. Familie Kerkering
erzählt weiter: „Wir waren immer bereit, ein Pflegekind aufzunehmen oder zu
adoptieren, Marylin kam von der evangelischen Jugendhilfe zu uns, wir wurden
sehr gut unterstützt. Dafür wollen wir uns bei allen
Beteiligten herzlich bedanken.“
Bevor Marylin in die Familie Kerkering kam, hat
sie zwei Jahre lang eine Förderschule für geistig
behinderte Kinder besucht. Danach ging sie für ein
halbes Jahr in eine Schule für Lernbehinderte, und
seit eineinhalb Jahren ist sie Schülerin der Regelgrundschule in St. Arnold. Ein Wahnsinnserfolg der
Familie, der verdeutlicht, was Annahme, Unterstützung und Liebe bewirken können. Familie Kerkering
wollte dies gar nicht herausstellen, doch wir finden,
dass dies deutlich zeigt, was möglich ist, wenn
Menschen sich in Liebe zueinander engagieren und
einander annehmen. Ohne Familie Kerkering wäre
Marylin vermutlich nicht soweit gekommen.
Dass Marylin als geistig behindert eingestuft
worden ist, wusste Familie Kerkering. Ihr Kommentar dazu: “Wir lernen sie mal kennen.“ Das ist
ungewöhnlich aber nachahmenswert. Auch Marylins Alter spielte keine Rolle, somit hatte sie eine
echte Chance. Marylin ist sehr aktiv, sie singt im
Kinderchor, tanzt in der Tanzgarde, spielt Blockflöte
und Keyboard und schwimmt gerne. Besonders
stolz ist Marylin, dass sie das aktuelle Plakat zum
St. Martins Fest gemalt hat. Im kommenden Februar wird Marilyn getauft und geht mit ihrer Klasse
zur Kommunion.
Familie Kerkering zeigt, was Annahme, Unterstützung und Liebe bewirken können.
Foto: Surmann
Herzlich willkommen in der Gemeinde, kleine wunUwe Surmann
derbare Marilyn.
08 MACH‘S WIE GOTT - WERDE MENSCH
Alleinerziehend - aber nicht alleine
Sozialbüro hilft materiell und mit Zeit zum Zuhören
„Ich muss jemanden zum Sprechen haben.“ „Meine Ehe war
schlimmer als der Krieg“ „Die Mädchen sind schrecklich.“ Es geht
nicht immer nur um materielle Hilfe, wenn sich Alleinerziehende
hilfesuchend an Schwester Giselhild und an das Team des
Sozialbüros wenden. „Alleinerziehenden fehlt oft ein erwachsener
Gesprächspartner, der ihnen bei den alltäglichen Sorgen und den
größeren Problemen zuhört“, weiß Schwester Giselhild.
Gemeinsam mit der Caritas Elisabeth Konferenz
unterstützt Schwester Giselhild im Sozialbüro im
Kardinal von Galen Haus an der Marienstraße
auch allein erziehende Eltern in allen Lebenslagen.
„Meistens kommen die allein erziehenden Eltern
zu uns, weil sie sich in einer finanziellen Notlage
befinden. Hier helfen wir mit den dringend benötigten Dingen wie Essen und Kleidung. Wenn die
Statistische Daten der
Gemeinde Neuenkirchen
8 Familien, darunter eine Alleinerziehende, erhalten Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
Eine Familie bezieht Hilfe zum Lebensunterhalt
nach dem Sozialgesetzbuch XII.
111 Familien, darunter 41 Alleinerziehende beziehen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes (ALG II) nach dem Sozialgesetzbuch II
Eltern dann Vertrauen
zu uns aufgebaut
haben, berichten sie
uns auch von anderen
Problemen. Besonders
wichtig ist für sie, dass
Zeit zum Zuhören ist.
Je nach Notsituation
organisieren wir ganz
unterschiedliche Hilfen.
Dabei spielen Religion, Nationalität und
Alter keine Rolle“, so
Schwester Giselhild.
Ein großes Problem
der letzten Jahre war
die Abschiebenot vieler
Familien. Damit sie
jetzt bleiben dürfen,
müssen die Erwachsenen Arbeit finden.
Schwester Gieselhild hilft nicht nur materiell, gerade Alleinerziehende brauchen oft einen Gesprächspartner.
Gerade für Alleinerziehende ist das häufig ein
Problem.
Oft drehen sich die Anfragen aber auch um die
kleinen Probleme des Alltags. Dabei kann es mitunter sogar amüsant zugehen: Eines Tages fand
Pastor Langenfeld einen Hilferuf im Opferkasten:
Ein Junge bat um Nachhilfe in Mathe, denn seine
Mutter konnte sich keinen Nachhilfelehrer leisten.
Da bereits ein Lehrer aus Salzbergen ehrenamtlich sechs Kinder und Jugendliche unterrichtete,
war es kein Problem, diesem Jungen die MatheNachhilfe zu ermöglichen. „Noch heute kommt er
jede Woche ins Karl Leisner Haus“, weiß Schwester
Giselhild, die übrigens in Neuenkirchen auch nach
langer Suche keinen Gratis-Nachhilfelehrer fand.
In vielen Fällen ist es aber nicht so einfach zu
helfen: „Wenn Alleinerziehende umfangreiche
09 MACH‘S WIE GOTT - WERDE MENSCH
Das Sozialbüro hilft Müttern in Not
Hilfe benötigen, erwarten wir, dass sie ihre finanzielle Situation offen legen. So
können wir gemeinsam die richtige Unterstützung aufbauen. Es wird immer
erst geklärt, ob andere Institutionen Hilfen bereit halten. So haben die Schulen Fonds zur Unterstützung bei Klassenfahrten und der Anschaffung von
Lernmaterialien. Auch das Sozialamt gewährt 50 bis 100 Prozent Zuschuss zu
mehrtägigen Klassenfahrten. In besonders schwierigen finanziellen Situationen
vermitteln wir eine Schuldnerberatung. Aber auch bei anderen Problemen gibt
es viele Möglichkeiten zur Weitervermittlung an Beratungsstellen und Behörden“, erklärt Schwester Giselhild.
Auch wenn der Amtsschimmel zu laut wiehert, hilft das Sozialbüro: So zum
Beispiel der alleinerziehenden Mutter zweier Kinder, die sich fortbilden wollte,
um ihre beruflichen Chancen zu verbessern. Weil sie ihre Kinder über Tag betreuen muss und auf einen 400 Euro-Job angewiesen ist, kann sie nur an einem
Abendkurs teilnehmen. Die Arbeitsagentur übernimmt die Kosten aber nur
tagsüber. Hier springt das Sozialbüro ein, die Mutter wird die Kosten in kleinen
Bei vielen materiellen Wünschen hilft ein Aushang an der Pinnwand, für Gespräche und viele andere
Hilfen steht Schwester Giselhild bereit.
Fotos: Fischer
Das Heilige
In jedem Menschen suchen
Seine Begabungen fördern
Seine Leidenschaften stärken
Seine Schwächen annehmen
Und seine Leiden trösten
Das Heilige
In jedem Menschen finden
Seine Berührungen fühlen
Seinen Weg mitgehen
Seine Liebe spüren
Und sein Leben erleben
Frank Greubel aus: Ge(h)zeiten. Gebete,
Texte und Meditationen
Raten zurückzahlen, sobald sie eine entsprechende Arbeit gefunden hat.
Entsetzt war Schwester Giselhild auch als
eine Mutter ihr erzählte, sie habe ihre Kinder
ohne Butterbrot in die Schule schicken
müssen. Sie hat sie sofort auf den Brotverkauf hingewiesen, der jeden Donnerstag im
Kardinal von Galen Haus stattfindet. „Das darf
nicht noch einmal passieren, dafür sind wir
da“ erzählt Schwester Giselhild. „Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, die Hemmschwelle für Hilfesuchende abzubauen, damit
die Hilfe früh genug ankommt“, so Schwester
Markus Fischer
Giselhild weiter.
10 Mach‘s wie Gott - werde Mensch
Genauso hervorragend wie außerordentlich
Große Werte für kleine Leute im Kindergarten
Der St. Josef Kindergarten ist ein exemplarisches Beispiel gelebter und innovativer Pädagogik für Kinder nicht nur im Vorschulalter.
Das pädagogische Modell, das die verantwortlichen Mitarbeiter in St. Josef leben, verdient
Anerkennung und Respekt. Anke Woltering,
Leiterin der Einrichtung, erklärte annalyse das
Konzept.
Die 75 Kinder bekommen für sechs Euro! im Monat
ein vollwertiges Frühstück und für 2,50 Euro pro
Tag außerdem ein frisch gekochtes Mittagessen,
das eine Integrationskraft mit den Erzieherinnen
zubereitet.
Beeindruckend was den Kindern geboten wird, und
dies in vielfältiger Hinsicht. Nach einem halbstündigen Treffen in der Stammgruppe können die Kinder
in ganz unterschiedliche Schwerpunktfördergruppen gehen. Ein Bauraum mit Turm, ein Atelier, ein
Bewegungsraum, ein Experimentierraum und ein
„Nestraum“ stehen den Kindern von 7.30 bis 17 Uhr
zu Verfügung.
Neun Mitarbeiter setzen das ganzheitliche Konzept
ausgefallen kreativ, professionell und verzahnt um.
Die Kinder erleben die individuellen Förderräume
als spannende und interessante Spiel- und Freizeiträume mit hohem Spiel- und Spaßwert. Sie lernen
ohne Anstrengung, dafür mit einem Maximum an
Vielfalt. Alle Sinne werden angesprochen, Ruhephasen und Bewegungsbedürfnisse wechseln sich
„
Kindergartenleiterin Anke Woltering setzt mit ihrem Team das ganzheitliche Konzept des Kindergartens
St. Josef um. Foto: Surmann
ausgesucht und individuell ab.
Die Kinder werden spielerisch angeregt und machen
dann eigenständig weiter. Entdecken, Forschen,
Experimentieren, Malen und vieles mehr ist hier
an der Tagesordnung. Die Neigungen, Talente und
Fähigkeiten der Kinder werden im hohen Maße
gefördert, das christliche Menschenbild ist gegenwertig, viele Werte werden vermittelt, achtvoller
Umgang miteinander ist Handlungsprinzip. In erster
Linie steht das Kind. Das Konzept wird von den
Mitarbeitern gelebt, ihr Name ist Programm.
Uwe Surmann
Ich weiß, dass
Gott nie mehr
von mir verlangen
wird, als ich
ertragen kann.
Ich würde mir
nur wünschen,
er würde mir
nicht gar so viel
zutrauen.
„
Mutter Theresa
11
MACH`S WIE GOTT WERDE MENSCH
Christliches Menschenbild konkret
Auszüge aus den Konzeptionen der anderen katholischen Kindertageseinrichtungen von St. Anna
Kindertageseinrichtung St. Antonius
Da wir von einem christlichen Menschenbild ausgehen, das jeden
Menschen als unendlich wertvolles und unverwechselbares Individuum und zugleich als Gemeinschaftswesen betrachtet, sind unsere
pädagogischen Zielsetzungen und Methoden sowohl auf die Förderung des einzelnen Kindes und zugleich auf die Einübung der Gemeinschaftsfähigkeit hin ausgerichtet.
Ausgehend vom christlichen Glauben gehen wir respektvoll miteinander um. Wir haben Achtung und Respekt vor dem Kind. Es soll sich
bei uns angstfrei zu einer eigenen Persönlichkeit entwickeln können.
Vom christlichen Glauben ausgehend begleiten wir Kinder aus verschiedenen Religionen und Kulturen.
Wir betrachten es - ausgehend vom christlichen Menschenbild - als unsere
Aufgabe, jedem einzelnen Kind mit Achtung und Ehrfurcht zu begegnen, seine
Persönlichkeit zu stärken und es zu befähigen, mit den anderen nicht nur ein
Nebeneinander, sondern ein friedliches und vertrauensvolles Miteinander zu
gestalten.
Wir möchten den Kindern einen Gott erfahrbar werden lassen, der uns immer
begleitet und Gemeinschaft und Geborgenheit schenkt. In unserer Arbeit gewährleisten wir eine positive Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben
katholischer Prägung und die Wertschätzung anderer Religionen. Wir sind vom
Mehrwert der religiösen Erziehung für eine ganzheitliche menschliche Bildung
überzeugt.
In einer kindgemäßen Weise führen wir die Kinder über Bilder, Bücher, Gebete, Meditationen, Zeichen, Kirchenbesichtigungen, Rollenspiele, Texte aus der
heiligen Schrift, Tänze, Fürbitten sowie Danksagungen oder Geschichten zum
katholischen Glauben.
Kindertageseinrichtung
Kleine Freunde
Ausgehend vom christlichen Menschenbild
betrachten wir jeden Menschen als unendlich
wertvoll. Den Kindern einerseits Aufmerksamkeit,
Zuwendung und Geborgenheit zu schenken, sie
andererseits aber auch „herauszufordern“ und ihnen Mut zu machen, sich selbst und ihre Umwelt
zu entdecken und ihre Fähigkeiten auszuprobieren, sehen wir als unsere Aufgabe. Als „Ebenbilder Gottes“ sollen sie ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln, aus dem heraus sie sich anderen
Menschen ehrlich und liebevoll zuwenden können.
Wir sehen in jedem Kind eine vollwertige Person
mit eigener Würde und eigenen Rechten.
Religiöse Erziehung beginnt bei den Lebensthemen der Kinder:
• Ihren Sorgen und Hoffnungen
• Ihren Freuden und ihrem Leid
• Ihren Traurigkeiten und ihrem Frohsinn
• Ihrer Verschlossenheit und grenzenlosen Offenheit
Der christliche Glaube ist nach unserem Verständnis nämlich keine Sonderwelt, sondern er trägt
und inspiriert das alltägliche Leben.
Wir möchten den Kindern die Zuwendung Gottes
erfahren lassen, ihnen davon erzählen und mit
den christlichen Traditionen bekannt machen.
„Isabel ist glücklich und lebt“
12 MACH`S WIE GOTT - WERDE MENSCH
Angenommen 2: UnBehindert leben in Neuenkirchen
Wer Familie Wellemeyer besucht, erlebt eine
ganz normale Familiensituation. Bis auf eine
kleine Besonderheit. Bei der freundlichen
Begrüßung durch die älteste Tochter Isabel
wird klar, hier lebt ein besonderer Mensch.
Die Familie hat einen Weg gefunden
glücklich und zufrieden miteinander zu
leben und erzählt uns darüber.
Im August 1977 ging Monika Wellemeyer nach
einer normalen Schwangerschaft ins Krankenhaus, um ihr erstes Kind zu bekommen. „Als ich
aus der Narkose aufwachte, erklärte mir der Arzt,
dass meine Tochter in eine Spezialklinik gebracht
wurde. Sie war nach der Geburt ganz blau und
habe vermutlich einen Herzfehler.“ Am nächsten
Morgen erklärt der Arzt, das es Verdachtsmomente gibt, das -wie er es formulierte wird Monika
Wellemeyer nicht vergessen - die Tochter ein
„Cromosomenunfallskind“ sein könne.
Damit war der Mutter klar: Ich habe ein behindertes Kind. „Es war fürchterlich, so als ob die
Wellen über mir zusammenschlugen“, berichtet
Monika Wellemeyer. Sie war damals 27 Jahre alt.
Da sie ihre Tochter nicht sehen konnte, quälte
der Gedanke: Wie sieht sie aus? Die Merkmale
eines Down Syndrom Kindes (damals die gängige
Bezeichnung) waren ihr bekannt. Besser ging es
ihr, nachdem ihr Mann Isabel fotografiert hatte.
Nun begann die Zeit, zu akzeptieren, dass Isabel
Monika und Isabel Wellemeyer
ein anderes Kind war, als man erwartet hatte. „Es
waren tränenreiche Wochen“, berichtet Monika
Wellemeyer.
Isabel benötigte viel Pflege und Aufmerksamkeit und die Gewöhnung an diese Alltagsabläufe
ließen weniger Zeit für Sorgen. „Isabel war immer
ganz lieb, sie hat nie Theater gemacht“, erzählt
Monika Wellemeyer, „allerdings wollte sie nicht
trinken und musste von Anfang an mit dem
Löffel gefüttert werden. Viele Jahre war unsere
Hauptsorge: Hat sie genug zu Essen bekommen.“
„Uns war klar, wir können kein normal begabtes
Kind aus ihr machen. Isabel ist ein Spielkind, ein
Kind zum Verwöhnen und Lieben. Wir haben nicht
gedacht: Sie muss lesen lernen. Unser Hauptbestreben war: Isabel ist glücklich und lebt.“
„Hängen Sie sich
nicht an dieses
Kind. Sie werden es
nicht lange haben.
Betrachten Sie es
so, als sei es Ihnen
für kurze Zeit in
Pflege gegeben.
So versuchte mich
ein Arzt nach der
Geburt zu trösten“,
erzählt Wellemeyer. 31 Jahre
später ist Isabel
eine junge Frau
voller Lachen und
Lebensfreude.
13 MACH`S WIE GOTT - WERDE MENSCH
Eine junge Frau voller Lebensfreude
Mit sechs Jahren lernte
Isabel laufen. Es war
noch einmal eine
schwierige Zeit, weil
gleichaltrige Kinder in
die Schule kamen. „Oft
habe ich gedacht: Isabel könnte auch dabei
sein. Aber die Entwicklung in den nächsten
Jahren war deutlich
anders und dann war
Die Geschwister Charlotte, Isabel und Tristan Wellemeyer
es für mich auch in
Ordnung“ erklärt Monika Wellemeyer.
„
Gewiss ist es
Als Tristan geboren war, sind die Kinder zunächst
nicht normal,
wie Zwillinge aufgewachsen. „Ich habe sie beide
einfach keine
getragen, gewickelt und gefüttert“, erzählt Monika
schlechte
Laune
Wellemeyer. Die beiden anderen Kinder haben früh
zu
kennen,
nicht
gelernt zurück zu stecken. Wenn Isabel krank war,
zu wissen, was
drehte sich alles um sie. Tristan hat sich immer für
Wut
ist. Und zu
Isabel verantwortlich gefühlt. Als Isabel mit sechs
glauben, dass alle
Jahren laufen konnte, versuchte sie immer weg zu
Menschen erstens
laufen. Tristan, damals zwei Jahre alt, hielt sie dann
nett und zweitens
fest, hat sie auf den Boden gedrückt und um Hilfe
für sie da sind.
gerufen. Er hat viel mit seinen Eltern über Isabel
Vater eines
geredet und sie mit erzogen.
behinderten Kindes
Charlotte hatte von Anfang an einen lockereren
Umgang mit Isabel. Sie sah sie als Spielpartner. Für sie war es, wie für alle anderen Mitglieder der Familie selbstverständlich, sich immer wieder gegenseitig
zu unterstützen. „Das habe ich nie als etwas Schlimmes erlebt“, sagt Charlot-
te. „Dadurch, dass wir Isabel hatten, waren wir
eine relativ ruhige Familie. Wir haben immer alles
gemeinsam mit den drei Kindern unternommen.
Der Maßstab dabei war, ob Isabel auch mitmachen
kann. So waren wir häufiger zu Hause als andere
Familien. Das ist auch noch heute so, obwohl alle
Kinder erwachsen sind.“
Familie Wellemeyer zieht nach Neuenkirchen, als
Isabel acht Wochen alt ist. Die Famile hat in ihrer
Umgebung nur positive Erfahrungen mit ihrer
behinderten Tochter gemacht. Natürlich wurden
Freundschaften auch daran gemessen, wie die
Menschen auf Isabel zugehen und mit ihr umgehen.
Dies hat sich dann auch bei beiden Geschwistern
fortgesetzt. Die Freunde der Geschwister waren
als Kinder immer mit Isabel zusammen. Charlotte
erzählt: „ Es ist spannend mit neuen Freunden zu
erleben, wie sie auf Isabel reagieren.“
Maria Göcking
„
Isabel und ihr Vater Gerd Wellemeyer
14 Mach`s wie Gott - werde Mensch
„Wir leben bewusster, schätzen jeden Tag“
Angenommen 2: Behinderung ist kein Handycap in der Pflegefamilie
nehmen ihre Lebensaufgabe sehr bewusst und mit
Freude an.
Norbert und Elsbeth Stieger nehmen die Aufgabe der Dauerpflegschaft bewusst an.
Foto: Surmann
Familie Stieger wohnt auf einem Hof in St. Arnold. Insgesamt sechs Personen gehören zur Familie. Norbert und Elsbeth Stieger haben ein Kind
adoptiert, das mittlerweile studiert, eine Tochter ist verheiratet. Zwei
weitere Kinder leben in Dauerpflegschaft in der Familie. Diese beiden
Kinder leiden an Alkoholembyopathie. Diese Erkrankung kann auftreten, wenn die leibliche Mutter während der Schwangerschaft Alkohol
trinkt.
„Die Kinder lieben ihre Tiere.“ Das sieht man. Karlie
ist begeisteter „Geflügelzüchter“, Besitzer von
zwei Hängebauchschweinen, denen er unaufhörlich Tricks beibringt. Seine weitere Vorliebe, das
“Stöckchen suchen“ nimmt seine gesamte Freizeit
und seine Kleidung in Anspruch. Ausreißen findet er
auch ganz toll, ich darf ihn dann suchen“, erzählt
Elsbeth Stieger. Die Eltern strahlen um die Wette,
wenn sie von den Kindern erzählen. Trotz der enormen physischen und manchmal auch psychischen
Beanspruchung.
Ken (21), der Ältere der beiden, ist mehrfach schwerstbehindert, hat Autismus
und lebt seit 18 Jahren bei Stiegers. Der Wildfang Karlie(14), ebenfalls behindert, lebt seit elf Jahren in dieser bemerkenswerten Familie, die sich bewusst
für die behinderten Kinder entschieden hat.
„Der Tag beginnt mit baden der Beiden um 6.30
Uhr und endet gegen 20 Uhr. Aufgrund der Behinderungen brauchen beide Kinder viel Körperhygiene, Pflege und manchmal auch Nerven“. So schön
das Leben in einer großen Familie und mit behinderten Menschen auch ist, es erfordert 100 Prozent
Einsatz, viel Liebe, Zuwendung und manchmal
auch persönliche Interessenrücknahme. „Die Kinder
geben uns sehr viel zurück, dennoch sollte eine
Familie es sich gut überlegen, behinderte Kinder
aufzunehmen“, so Stiegers.
„Wir wollten ihnen eine Chance im Leben geben. Die Pflege der Zwei ist uns
eine Lebensaufgabe geworden, das ganze Leben orientiert sich am Rhythmus
von Karlie und Ken. Wenn wir mit beiden nicht so ausgelastet wären, hätten
wir wohl noch mehr Pflegekinder.“ Darin sind Norbert und Elsbeth Stieger sich
einig, sie strahlen Zufriedenheit aus, sind sehr um ihre Kinder bemüht und
Die Stiegers haben es sich sehr gut überlegt, sie
sind glücklich mit und in ihrer Familie, möchten
anders nicht mehr leben. Ein schönes Beispiel was
Liebe, Nächstenliebe und ein füreinander Dasein
Uwe Surmann
bewirken kann.
15
MACH`S WIE GOTT WERDE MENSCH
Loslösegruppen Vogelnest
Zu Beginn werden die Kinder durch ein Elternteil
so lange begleitet, bis sie den Alltag in der Gruppe
alleine bewältigen können.
Haus Janning Mesumer Straße
Loslösegruppe für Kinder im Alter von 2 bis 3
Jahren
Montag und Mittwoch
9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag
9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Die Anmeldezeiten für den nächsten Sommer werden in der Tagespresse veröffentlicht.
Spielgruppen und Loslösegruppen
ICH - DU - ER - WIR
Wie geht das: neuer
Mensch werden? Es
geht im Kind, es geht
in dem, der für uns
Kind geworden ist.
Im Kind lernen wir
neu „ich“ sagen: Denn
für mich ist er geboren, ich bin grenzenlos von Gott geliebt.
Im Kind lernen wir
neu „du“ sagen: denn
dein und mein Leben
sind geteilt von ihm
und eins in ihm.
Im Kind lernen wir
neu „Er“ sagen: Denn
mit ihm können wir
unbefangen zum
Vater und vom Vater
sprechen.
Im Kind lernen wir
neu „wir“ sagen: Denn
in ihm haben wir die
Mitte, die uns ganz
dicht und ganz weit
zum Kreis verbindet.
Klaus Hemmerle
Spielgruppen für Kinder in Begleitung eines Elternteiles oder eines
anderen Erwachsenen
Neuenkirchen im Tante Ju
Spielgruppen für Kinder ab 1 Jahr
Montag - Mittwoch
9.00 Uhr bis 10.30 Uhr
10.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Donnerstag
10.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Freitag
8.45 Uhr bis 10.15 Uhr
10.15 Uhr bis 11.45 Uhr
Spiel und Bewegung für Kinder von
6 bis 11 Monaten
(ab Januar 2009)
Donnerstag
9.00 Uhr bis 10.30 Uhr
St. Arnold Pfarrheim
Spielgruppen für Kinder ab 1 Jahr
Dienstag
9.00 Uhr bis 10.30 Uhr
10.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Anmeldungen für alle Spielgruppen
werden in den Pfarrbüros oder bei der
Familienbildungsstätte Rheine entgegengenommen.
16 GANZ WEIHNACHTLICH
“Ein Mensch sein”
im Gegensatz zum
Unmenschen oder
“menschlich handeln” im Gegensatz
zu unmenschlichem
Verhalten - diese Begriffe sind in unserem Sprachgebrauch
mit sehr positiven
Vorstellungen verbunden. Menschlich
handeln bedeutet so
viel wie besonnen
und fair, rücksichtsvoll und gütig mit
anderen umgehen.
Es gilt unter wahren
Menschen weder
„fressen und gefressen werden“ noch
„der Stärkere überlebt“. Diese Regeln
ordnen wir eher der
Tierwelt zu.
Dass wir das Menschsein so positiv sehen,
dürften wir meines
Erachtens der jüdisch-
Mach‘s wie Gott - werde Mensch
christlichen Tradition verdanken. Der Mensch als
Ebenbild Gottes, dessen Erschaffung der Schöpfer
selbst als „sehr gut“ bezeichnet, und vor allem die
Menschwerdung Gottes in Jesus Christus heiligt den
Menschen und verleiht ihm eine ganz besondere
Würde. In Jesus Christus erkennen wir, wie Gott
sich den wahren Menschen vorstellt.
Immer wieder wird dieses christliche Menschenbild
in Frage gestellt. Die Botschaft diverser Philosophien oder Naturwissenschaften lautet in letzter
Konsequenz oft: Der Mensch ist nicht (sehr viel)
mehr als ein höher entwickeltes Tier. Dazu werden
Erbinformationen, Sozial- und Lernverhalten sowie
neurobiologische Abläufe von Mensch und Tier
verglichen und sogar vermischt. Oft beeindruckende, aber auch oft erschreckende Ergebnisse und
Hypothesen!
Trotzdem beeindruckt mich noch immer am tiefsten, dass Gott sich nicht gescheut hat, selbst ein
Mensch zu werden. Wenn ich Weihnachten auf
das Kind in der Krippe schaue, weiß ich, welch
unschätzbaren und einmaligen Wert Gott jedem
Menschen beimisst, gerade den Kleinen und Schwachen. Ich fühle mich dann neu ermutigt, jeden Tag
selbst ein bisschen mehr ein Mensch nach Seiner
Vorstellung zu werden. Und auch allen anderen
möchte ich diese Chance offen halten!
In diesem Sinne gilt das Wort: „Mach’s wie Gott,
Pastor Michael Langenfeld
werde Mensch!“
17 GANZ WEIHNACHTLICH
Moderne Könige - nicht mehr gut zu Fuß
Kirchen-Karikaturen aus Bamberg
Das Bistum Bamberg hat zu seinem 1000-jährigen Bestehen
einen Karikaturen-Wettbewerb veranstaltet. Daraus entstand
die Wanderausstellung „Kirche in der Karikatur“ und der Ka-
talog „Um Himmels Willen“. Mit freundlicher Genehmigung
des Bistums Bamberg veröffentlicht ANNALYSE in loser
Form einige Karikaturen, dieses Mal von Erik Liebermann.
Gottesdienste zur Weihnachtszeit
18 GANZ WEIHNACHTLICH
Heiligabend
Mittwoch, 24. Dezember 2008
6.00 Uhr (St. Anna) Frühschicht
8.00 Uhr (St. Anna) Heilige Messe
15.00 Uhr (St. Anna) Krippenfeier für Kleinkinder.
16.00 Uhr (St. Josef) Musikalische Einstimmung.
Es spielt das Feuerwehrorchester.
16.30 Uhr (St. Josef) Familienmesse
Es singt der Kinderchor St. Josef.
16.30 Uhr (St. Anna) Familienmesse
Es singt der Kinderchor St. Annas
Melodie.
18.00 Uhr (St. Anna) Musikalische Einstimmung.
Es spielt das Feuerwehrorchester.
18.30 Uhr (St. Anna) Feierliche Christmette.
Es singt der Jugendchor St. Anna.
22.00 Uhr (St. Josef) Feierliche Christmette
Hochfest der Geburt des Herrn
1. Weihnachtstag
Donnerstag, 25. Dezember 2008
7.30 Uhr (St. Anna) Heilige Messe
9.00 Uhr (St. Anna) Heilige Messe
9.00 Uhr (St. Josef) Heilige Messe
9.30 Uhr (Antonius-Stift) Heilige Messe
10.30 Uhr (St. Anna) Festhochamt
Es singt der Annachor mit Orchester.
18.00 Uhr (St. Anna) Festandacht
mit sakramentalem Segen
„
Einen Menschen
zu lieben bedeutet,
ihn so zu sehen,
wie Gott ihn gemeint hat.
Fjodor Michailowitsch Dostojewski
„
Hl. Stephanus - 2. Weihnachtstag
Freitag, 26. Dezember 2008
7.30 Uhr (St. Anna) Heilige Messe
9.00 Uhr (St. Anna) Hochamt
für die Lebenden und Verstorbenen
unserer Kirchengemeinde
9.00 Uhr (St. Josef) Heilige Messe
9.30 Uhr (Antonius-Stift) Heilige Messe
10.30 Uhr (St. Anna) Familienmesse
Es singt der Kinderchor St. Annas
Melodie.
19 GANZ WEIHNACHTLICH
Hl. Silvester I, Papst
Mittwoch, 31. Dezember 2008
8.00 Uhr (St. Anna) Heilige Messe
17.00 Uhr (St. Josef) Jahresschlussmesse
mit sakramentalem Segen
18.00 Uhr (St. Anna) Jahresschlussmesse
mit sakramentalem Segen, es singt das Vokalensemble Snedwinkela.
23.00 Uhr (St. Anna) Stille Anbetung
23.50 Uhr (St. Anna) Gebet um Mitternacht
Sternsingeraktion
Sonntag, 4. Januar 2009
10.30 Uhr (St. Anna) Familienmesse
mit Aussendung der Sternsinger
Hochfest Erscheinung des Herrn
Dienstag, 6. Januar 2009
19.00 Uhr (St. Anna) Festhochamt
mit Rückkehr der Sternsinger
Neujahr - Hochfest der Gottesmutter Maria
Donnerstag, 1. Januar 2009
7.30 Uhr (St. Anna) Heilige Messe – entfällt9.00 Uhr (St. Anna) Festhochamt
mit sakramentalem Segen
9.30 Uhr (Antonius-Stift) Heilige Messe
10.30 Uhr (St. Anna) Heilige Messe
Freitag, 2. Januar Herz-Jesu-Freitag
8.00 Uhr (St. Anna) Heilige Messe mit Aussetzung und Anbetung und sakramentalem Segen
8.00 Uhr (St. Josef) Heilige Messe
mit sakramentalem Segen
„
„
Menschlichkeit ist Göttlichkeit
Verteilt im Äußeren und vereint im Inneren.
Khalil Gibran
(1883 – 1931) christlich-libanesischer Dichter
20 GANZ WEIHNACHTLICH
„Freunde der Armen“ organisieren Festmahl
„Weihnachten ist ein Familienfest“ – so werden viele es ausdrücken. Und dazu gehört ein
festliches Mahl im Kreis der Familie oder der
engsten Freunde. Genau das bleibt heute vielen Menschen vorenthalten; sie bleiben allein
und denken schon Wochen vorher mit Schrecken oder Traurigkeit an die Feiertage. Nicht
so im römischen Stadtteil Trastevere: Dort
öffnet die schön geschmückte Kirche gerade
zu Weihnachten ihre Türen zu einem Festmahl
für die Armen.
Sant’Egidio
Die Armen – das sind auch die einsamen Menschen.
Sie stehen im Mittelpunkt: als Freunde, nicht als
Wohltätigkeitsempfänger. Die, die die Festtafel
vorbereitet haben, sind Mitglieder der Gemeinschaft Sant’Egidio (das heißt auf deutsch Sankt
Ägidius). „Freunde der Armen“ wollen sie sein und
sich konkret für die Benachteiligten ihres Umfelds
engagieren. Es geht ihnen um die Verwirklichung
des Evangeliums.
Die Gemeinschaft gibt es seit 1968: In dieser Zeit
des Aufbegehrens suchten der Schüler Andrea
Riccardi, heute Professor für Kirchengeschichte in
Rom, und einige seiner Freunde einen Weg, konkret
und überzeugend das Evangelium zu leben und ihr
Umfeld positiv zu verändern. „Jede Veränderung
der Gesellschaft muss von der Veränderung des
eigenen Herzens ausgehen!“ ist der Gründer der
Gemeinschaft überzeugt.
Das Markenzeichen von Sant‘Egido ist das Weihnachtsessen in der
Basilika Santa Maria ub Trastevere, die Gemeinschaft setzt sich
aber nicht nur zur Weihnachtszeit für Menschen am Rande der
Gesellschaft ein.
Eine der großen neuen
geistlichen Bewegungen,
gegründet 1968 in Rom,
verbreitet in 70 Ländern.
Sant’Egidio engagiert
sich für benachteiligte
Kinder, alte Menschen,
Ausländer, Kranke und
andere, die am Rand
der Gesellschaft stehen. Schwerpunkte der
Arbeit: Weitergabe des
Evangeliums, Solidarität
mit den Armen, Ökumene und Dialog mit den
Religionen, Friedensarbeit. Mittelpunkt ist das
Gebet. Internet: www.
santegidio.de, E-Mail:
info@santegidio.de;
Kontakt in Deutschland: Gemeinschaft
Sant’Egidio Schönthalstr.
6, 97070 Würzburg. In
Osnabrück: regelmäßige
Gebetstreffen in St. Barbara, Weihnachtsessen.
21 GANZ WEIHNACHTLICH
...und das nicht nur zur Weihnachtszeit
Das Leben dieser kleinen Gruppe und ihre Freude war und ist so ansteckend,
dass mittlerweile die Gemeinschaft weltweit verbreitet ist in mehr als 70 Ländern – seit 1983 gibt es sie auch in Deutschland. Das traditionelle Weihnachtsessen, das es seit 1982 in der Basilika Santa Maria in Trastevere gibt, ist ein
Markenzeichen nach außen hin. Da, wo die meisten sich auf die eigene Familie
besinnen, lädt man Einsame, Alte, Flüchtlinge und Bedürftige ein.
Aber das Besondere ist, dass dies keine einmalige Aktion ist, um zu Weihnachten „etwas Gutes zu tun“. Die Aufmerksamkeit und Liebe zu den Armen in der
Gesellschaft sind ein Lebensstil, eine innere Haltung, die jeden Tag des Jahres
prägt. Die Mitglieder und freiwilligen Helfer der Gemeinschaft Sant’Egidio in
Deutschland machen das ganze Jahr über wahr, was vielen von uns nur in der
Weihnachtszeit ein Anliegen zu sein scheint: Sie besuchen Alte und Kranke,
helfen mit bei Wohnungsoder Arbeitsplatzsuche,
sie organisieren Hausaufgabenhilfe oder Deutschkurse für Einwanderer, sie
setzen sich für Frieden
und für die Aidsbekämpfung ein. Was motiviert
sie? Susanne Bühl aus
Würzburg, eine der ersten
in Deutschland, gibt eine
„weihnachtliche“ Antwort
darauf: „Weihnachten
feiern wir, dass Gott sich
den Armen bedingungslos geschenkt hat. Das
Dem,
der da kommt zur Weihnachtszeit,
der geboren vor langer Zeit,
der Mensch ward dort im Heiligen Land,
der Messias ist und Rabbi genannt,
der unter uns auf Erden weilte,
der Blinde, Lahme, Kranke heilte,
der mit Ausgestoßenen und Sündern aß,
der die Kinder nicht vergaß,
dem,
der da kommt zur Weihnachtszeit,
dem,
sollten wir folgen – und Mensch werden.
Frank Greubel
wollen wir nachahmen und leben.“ Und deshalb
möchte Sant’Egidio gerade an diesem Tag wie eine
große Familie zusammen kommen, in der jeder sich
zu Hause fühlen kann. Es ist ein schönes Bild, das
deutlich macht, wie sehr Jesus den Menschen nahe
ist, vor allem den Armen.
In Osnabrück veranstaltet Sant‘Egidio ein Weihnachtsessen in St.
Barbara und bietet regelmäßig Gebetstreffen an.
„Schwerpunkt und Grundlage unseres Handelns
ist das gemeinsame Gebet und das Hören auf das
Wort Gottes. Die Stärke, die aus dem Glauben
kommt, befähigt uns, zu lieben. Jeder ist Spezialist für die Weitergabe des Evangeliums und kann
Freundschaft und Geschwisterlichkeit leben.“
Hildgard Kerstiens
22 GANZ WEIHNACHTLICH
Verkünder besonderer Ereignisse: die Glocken
Mit der Ausbreitung des Christentums innerhalb Europas (5.-8. Jh.) kommen
die im Orient längst entwickelten Glocken auch hierher. Nola im süditalienischen Campanien soll ein frühes Zentrum der Herstellung gewesen sein (campana = Glocke). Die Kirchenglocke wird mit ihren mehr und mehr vielfältigen
Aufgaben fester Bestandteil des Gemeindelebens: ihr obliegen die Einladung
zum Gottesdienst, Kennzeichnung heiliger Momente während desselben, Markierung von Gebetszeiten im Tageslauf und Verkündung von Ereignissen mit
Fest- oder Trauercharakter.
Über diese liturgischen Funktionen hinaus dienten sie den Menschen einst
durch Warnung vor Gefahren (Feinde, Feuer u. a.). Teilweise hatte ihre
Verwendung in der Frühzeit auch magischen Charakter (gegen Dämonen und
Unheil), woher noch der Ausdruck „Wetterläuten“ kommt.
Auch heute noch bedeutet die Herstellung ein hohes Maß handwerklichen
Könnens. Turmglocken werden meist aus Bronze gegossen (76 bis 80 Prozent
Kupfer, 20 bis 24 Prozent Zinn); Eisen oder Stahl, zwar härter im Klang, sind
mit der Schmiedetechnik aber auch als Material möglich. Am Glockenbalken
im Glockenstuhl beweglich aufgehängt erklingen sie beim Seilzug durch den
klingen untere und obere Intervalltöne durch
Teilschwingungen an verschiedenen Stellen des
Glockenmantels mit. Wegen dieses mehrteiligen
Klangcharakters wird beim Geläut das Nacheinanderklingen der einzelnen Glocken dem Zusammenklang im Akkord allgemein vorgezogen.
Klöppel von innen,
zur Angabe der
Uhrzeit durch mechanische Hammerschläge von außen.
Den festen Grundton
(Schlagton) bestimmt die „Glockenrippe“ (Größe des
vertikalen Halbschnitts); allerdings
Zur Installation neuer Glocken gehört eine vom
Bischof vorgenommene Glockenweihe. Der im
Laufe der Jahrhunderte mehrfach veränderte Ritus erhielt nach dem II. Vatikanischen Konzil eine
etwas vereinfachte Form, bestehend aus Liedern,
Lesung und dem zentralen Weihegebet, dem
das Besprengen mit Weihwasser, Inzensieren mit
Weihrauch und eventuell Salbung mit Chrisam
folgen. Das Anschlagen der Glocken, ein Loblied,
Fürbitten, das Vater Unser und der Segen beLothar Nübel
schließen die Feier.
Zu Ostern des Jahres 1960 erhielt die St. Anna Kirche die derzeitigen Glocken.
Gebet statt Gruseln
23 JUGENDSEITE
Auf der Friedenstraße hört man es knallen - Jugendliche zünden verfrüht Böller an, laufen verkleidet durch die Straßen, sie
wollen Süßes und drohen mit „Saurem“. Doch vor der Kirche
stehen Kerzen und Teelichter, sie leiten den Weg durch das
Hauptportal in die Kirche. Dort findet die Nacht der Lichter als
Alternative der Gemeinde zu ,,Halloween“ statt. Ein Hauch von
Taizé weht durch St. Anna.
Nur Kerzen erleuchten die Kirche, der Altarraum ist kunstvoll geschmückt
und der Chor „Taktvoll“ unter der Leitung von Burkhard Langer singt. Es
werden Gebetsverse aus dem neuen Testament gebetet. Zu Anfang gibt
es einen feierlichen Einzug mit brennender Osterkerze und dem österlichen Ruf „Lumen Christi – Deo gratias“.
Die „Nacht der Lichter“ verbreitete die Stimmung von Taizé.
Man wird ruhig und einen Moment frei von allen
Alltagssorgen, während meditative Texte vorgelesen
werden. Man fühlt sich wie in der „Communauté
de Taizé“. „Da der Anklang so groß war, wollen
wir vom Organisationsteam diese Besinnung im
nächsten Jahr am Reformationstag und Vorabend
von Allerheiligen wieder anbieten“, stellte Guido
Jonas Fischer
Seidensticker in Aussicht.
Die Gemeinschaft von Taizé
In der Gemeinschaft von Taizé treffen sich katholische und evangelische Jugendliche, um gemeinsam zu singen und zu beten. Sie wurde 1940 in
dem kleinen Dorf Taizé von Frère Roger gegründet.
Am Ende der 1950er Jahre kamen die ersten Jugendlichen zur Taizégemeinschaft um zu beten.
Hunderte Kerzen tauchten die St. Anna-Kirche in warmes Licht. Fotos: Fischer
24 JUGENDSEITE
Kennst du deine Menschenrechte?
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie
sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste
der Brüderlichkeit begegnen.“ - So lautet der erste Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 für gültig erklärt wurden.
Diese Rechte gelten für alle Menschen gleich, auf sie sollte sich jeder berufen können. Es gibt allerdings kaum Länder auf dieser Erde, in denen die Menschenrechte tatsächlich zur Geltung kommen. Ein bekanntes Beispiel für Menschenrechtsverletzungen ist die Todesstrafe, die noch immer in 60 Staaten angewandt wird.
Artikel 3: Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.
Wann ist man ein Mensch? Gelten diese Rechte auch für Behinderte, für
Ungeborene, für Alte, für Kinder? Wenn jeder ein Recht auf Leben hat, warum werden dann so viele Kinder abgetrieben? Warum werden in verschiedenen Ländern Gläubige verfolgt, weil sie an ihrer Religion festhalten? Warum vereinsamen so viele alte Menschen und wünschen sich den Tod?
Warum werden Behinderte in unserer Gesellschaft oft nicht akzeptiert?
Menschenrechte
Es gibt viele Möglichkeiten, sich für die Verwirklichung der Menschenrechte einzusetzen.
Du kannst dich
- in einer Jugendgruppe, zum Beispiel bei Amnesty International, einer Menschenrechtsorganisation,
engagieren.
-> www.amnesty.de
- für die Rechte Ungeborener aktiv werden bei der
Organisation Jugend für das Leben
-> www.jugendfuerdasleben.de
- für aus Glaubensgründen verfolgte Christen stark
machen
-> www.kircheinnot.de
- mit alten Menschen im Antoniusstift treffen und
dich für sie interessieren
-> Rheiner Straße 4
- über Freizeitmöglichkeiten mit Behinderten
informieren
-> Franz-Wolters-Haus Marienstraße 11
-> Förder- und Freizeitgruppe Knotenpunkt im
Kardinal von Galen Haus Marienstraße
- sich in den Neuenkirchener Kindergärten durch
Aushang bei den Eltern als Babysitter anbieten
Weihnachten - Eure Meinungen
25 JUGENDSEITE
„Ich mag Weihnachten
besonders, weil wir
abends mit der ganzen
Familie zusammensitzen, lecker essen und
trinken. Ich freue mich
aber natürlich auch
über Geschenke.“
Kevin, 16
„Ich finde Weihnachten
nicht so toll. Man trifft
zwar seine Familie,
aber da meine Familie
eh ziemlich kaputt ist,
gefällt es mir nicht so.
Wenn die Geschenke
unterm Baum liegen,
muss ich immer daran
denken, dass meine
Oma nicht mehr da ist,
weil sie früher immer
an Weihnachten bei
uns geschlafen hat.“
Inga, 14
„An Weihnachten
trägt jeder bei
uns etwas vor.
Ich zum Beispiel
spiele Keyboard.“
Vanessa, 14
„Mir gefällt Weihnachten,
weil sich die ganze Familie trifft. Allerdings stört
mich, dass Weihnachten
ein Konsumfest geworden ist und man schon
im September überall
Schokoladen-Weihnachtsmänner kaufen kann.“
Niklas, 16
„Ich mag Weihnachten, weil unsere Familie
ohne Stress zusammen ist und wir uns gut
unterhalten. Wenn wir mit dem Jugendchor
in der Christmette singen, ist die Stimmung
besonders schön und festlich.“
Alex, 17
Anna Hovekamp
Franziska Naarmann
26 SENIORENSEITE
Gemütliche Donnerstagsgruppe - offen für ALLE
An jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat sind Brigitte
Herbring und Karola Bücker am Nachmittag im Karl Leisner Haus
anzutreffen. Sie bereiten im Saal alles für einen gemütlichen Nachmittag vor. Um 15 Uhr treffen bis zu 30 Frauen ein und freuen sich auf
zwei interessante gemeinsame Stunden. Einmal im Monat beginnt der
Nachmittag mit einer Andacht, die Pastor Stute vorbereitet hat.
Jedes Jahr einmal fahren die Seniorinnen mit dem Bus zu einem
interessanten Ziel. In diesem Jahr besuchten sie das Haus Loreto
in Horstmar-Leer. Im nächsten Jahr ist ein Besuch im Rheiner
Tierpark geplant.
Vor einem Jahr übernahm Brigitte Herbring die
Leitung der Donnertagsgruppe von Margret Berning. Ihr zur Seite steht Karola Bücker, die schon
fünf Jahre dabei ist.
Brigitte Herbring konnte und wollte die Gruppe
nicht genau so weiter führen, fand aber schnell
einen guten Weg, die Nachmittage auf ihre Weise
zu gestalten.
„Jeder ist willkommen und wird gerne aufgenommen. Der Anschluß ist schnell gefunden. Die Meisten kommen regelmäßig, es ist aber auch jederzeit
möglich, spontan zu kommen“, sagt sie.
„Kosten entstehen fast keine, so dass in der Gruppe
alle dabei sein können, ob arm oder reich, egal ob
gut zu Fuß oder schon gebrechlich“.
Die Donnerstagsgruppe
Treffen: Jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat
Ort: Karl Leisner Haus
Zeit: 15 Uhr bis 17 Uhr
Brigitte Herbring (l.) hat die Leitung der Donnerstagsgruppe vor einem Jahr übernommen, Karola
Bücker steht ihr immer zur Seite.
Fotos Adiek
Wer: Frauen von 75 bis 95 Jahren - Jede, die sich angesprochen fühlt, ist herzlich willkommen, auch wenn sie etwas älter oder jünger ist.
Ansprechpartnerinnen:
Brigitte Herbring
Ahornstraße 26
Telefon: 2212
Karola Bücker
Josefstraße 14
Telefon: 934005
27 SENIORENSEITE
Der ebenerdige Zugang und die breiten Eingänge
des Karl Leisner Hauses ermöglichen es auch Rollator- und Rollstuhlfahrerinnen dabei zu sein.
Ein gemeinsames Kaffeetrinken bei dem das Reden
und Unterhalten im Mittelpunkt steht, ist allen sehr
wichtig. Dann schließt sich ein abwechselungsreiches und unterhaltsames Programm an.
Die Frauen spielen Bingo oder Quiz, sie singen aus
den eigenen Liederbüchern, hören plattdeutsche
Geschichten, Sagen oder Legenden - der Ideenreichtum der Organisatorinnen ist grenzenlos.
Auch die Besucherinnen bringen gerne mal etwas
zum Vorlesen mit und mancher Witz trägt zur allge-
„Etwas Schöneres git es gar nicht“
meinen Belustigung bei. Für die Feste im Jahreskreis wie Weihnachten, Ostern
oder Erntedank schmücken Brigitte Herbring und Karola Bücker die Kaffeetafel
festlich und gestalten den Nachmittag zum Thema dieses Festes. Jeden Geburtstag feiert die Gruppe beim nächsten Treffen mit einem Geburtstagsspruch
und einem Blumengruß.
Begeistert berichten die Seniorinnen von ihren Treffen: „Die Gruppe ist super,
etwas Schöneres gibt es gar nicht.“ Die Nachbarin meint: „Von mir können sie
schreiben, die Gruppe ist ober super.“ Andere Dame ergänzen: „Ich freue mich
auf den Donnerstag, wenn wir uns treffen.“ „Wir kommen, weil es hier so
gesellig ist.“ „Es ist schön hier.“
So verlassen die Besucherinnen gegen 17 Uhr dankbar für den schönen Nachmittag das Karl Leisner Haus und auch Brigitte Herbring und Karola Bücker sehen es als dankbare Aufgabe an, die Nachmittage zu gestalten. Maria Göcking
„Geborgen in guten Händen“
28 KINDERSEITE
In der St. Anna Kirche versammeln sich an jedem dritten
Samstag im Monat die Kinder von null bis sechs Jahren.
Sie treffen sich um den Altar auf Sitzkissen, um gemeinsam
Gott zu erfahren. Hier wird schon den Allerkleinsten Gott und
das christliche Menschenbild durch verschiedenen Themen
und Aktionen näher gebracht.
Anhand des Themas „Geborgen in guten Händen“ schildert
das Team den Ablauf der Kinderkirche:
„Wir begrüßen die Kinder am Eingang und jedes Kind druckt
einen Handabdruck auf Tonkarton.
„
Der eine wartet, dass
die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie
kräftig an
und handelt.
„
Dante
Ein Kind läutet die Glocke neben
der Sakristei und die Kinderkirche
beginnt. Die Kinder, Eltern und
Großeltern werden mit einem
Kreuzzeichen von den Müttern
des Vorbereitungsteams begrüßt.
Jetzt kommt der Rabe Felix,
eine Handpuppe, die den
Kindern verdeutlicht, wie
groß Gottes Hände sind. Der
Rabe Felix schaut sich dabei
auch die Handabdrucke der
Kinder an.
Die Kinder hören und erfahren,
dass Hände etwas Einmaliges
sind und das sie mit den Händen
viele verschiedene und besondere Handgriffe machen können.
Ein Fragen – Antwort – Spiel zum
Thema Hände schließt sich an.
Beim Lied: „Er hält die ganze
Welt in seiner Hand“, singen alle
kräftig mit. Nun falten alle ihre
Hände und beten:
In der Kinderkirche sitzen die Kinder auf den Stufen zum Altarraum und hören
kindgerechte Texte wie hier zum Thema St. Martin.
Foto: Adiek
„Lieber Gott, wo ich gehe, wo
ich stehe, bist du, lieber Gott bei
mir. Wenn ich dich auch niemals
sehe, weiß ich dennoch du bist
hier.“
Sandra Garmann lässt den Raben
Felix erklären wie groß die Hände
Gottes sind.
In der Kinderkirche Gott erfahren
29 KINDERSEITE
Beim Singen des Liedes: „Halte zu mir guter Gott“ können
sogar schon die Kleinsten die Gesten mitmachen.
Die etwas älteren Kinder sprechen die Fürbitten und beim
Vater unser reichen sich alle die Hände und beten gemeinsam.
Danach wird ein Segensgebet gesprochen:
„Lieber Gott, du hast uns Hände gegeben zum Arbeiten, zum
Spielen, zum Umarmen und Trösten. Segnen, das können
Hände auch, deshalb erbitten wir jetzt deinen Segen im
Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.“
Nun gehen alle hinten in die Kirche und hängen das gebastelte Kreuz aus den Handabdrücken auf.
Mit dem Lied: „Gottes Liebe ist so wunderbar“ und dem gemeinsamen Kreuzzeichen endet die Kinderkirche.
Kinder im Alter bis sechs Jahren treffen sich einmal im Monat zur Kinderkirche.
Eltern und Kinder freuen sich schon auf
das nächste Treffen. An folgenden Terminen findet die Kinderkirche in der St.
Anna Pfarrkirche um 15.30 Uhr statt:
17.01.09
21.02.09 21.03.09 18.04.09
Ein lebendiges Treffen, bei dem die Kinder mit allen Sinnen
erleben und begreifen können, geht zu Ende.
Ansprechpartnerinnen:
Andrea Lücke Sandra Garmann
Sandweg 21
Wasserstiege 7
Tel. 5084
Tel. 902930
Ich kann mich annehmen, nicht weil ich mich selbst aus dem
Sumpf ziehe oder weil ich so gut bin, sondern weil Jesus
Mensch geworden ist, arm geworden ist, es ausgehalten hat,
sich festnageln zu lassen. Er ist das Ja Gottes zu allen Verheißungen, er ist gekommen, damit wir Leben in Fülle haben.
Manfred Scheuer
Viel Spass beim Basteln
30 KINDERSEITE
Silbenrätsel
So entsteht ein Tannenbaum
aus der ersten
Du gebrauchst dafür:
Drei bis vier Bögen quadratisches, grünes Papier,
bunte Papierreste für Kerzen, Kugeln usw., Schere
und Alleskleber oder Kleister, Bastelunterlage oder
Papier zum Schutz des Tisches
Annalyse
Sicher habt Ihr die
Bedeutung der einzelnen Bilder herausgefunden:
Pastor Langenfeld,
Weihwasserbecken,
Altar, Messdiener.
Schwieriger war
es da schon, die
Buchstaben aus den
grauen Kästchen in
die richtige Reihenfolge zu bringen.
Für alle, die noch
nach der Lösung
suchen, hier das
Ergebnis:
Schöne
Ferien
Christina, 5 Jahre alt, zeigt uns, wie sie einen Tannenbaum bastelt
So wird aus dem Papier ein schöner Tannenbaum:
Falte Deine drei oder vier grünen Quadrate zu
einem Dreieck. Dazu legst Du das Quadrat so, dass
eine Spitze zu Dir zeigt. Diese Spitze faltest Du
nach oben auf die darüber liegende Spitze.
Nun legst Du Deine fertigen Dreiecke mit Abstand
übereinander, so dass ein Tannenbaum entsteht.
Mit etwas Alleskleber oder Kleister klebst Du die
Teile zusammen.
Aus dem bunten Papier schneidest Du Kerzen in
Form von länglichen Streifen und klebst sie auf
Deinen Tannenbaum. Aus gelbem oder rotem
Papier schneidest Du die Flammen und klebst sie
über Deine Kerzen. Den Baumstamm schneidest Du
aus braunem Papier und klebst ihn an.
Sicher hast Du nun noch eigene Ideen, was an
Deinem Tannenbaum hängen soll. Viel Spaß beim
Gestalten.
Je nach Größe kannst Du Deinen Tannenbaum
als Bild aufhängen, als Anhänger an Euren
Tannenbaum hängen, oder, wenn Du ihn von
beiden Seiten schmückst, kannst Du ihn mit Kleister
Maria Göcking
ans Fenster kleben.
Zwergenalarm
31 BUCHTIPP
Ein Buch von Mann für Mann und
Carsten Wittmaack weiß, was Mann
braucht: „Männer sind einfach rationaler als Frauen – und vor allem fauler,
viel fauler! Wir wollen kurz und knackig und, wenn möglich, auch noch
unterhaltend serviert bekommen,
was wir denn so alles wissen müssen,
wenn sich Nachwuchs angekündigt…“
- und er schreibt ein Buch, dass es so
für Männer zu selten gibt und wenn,
dann von einer Frau geschrieben.
Was Carsten Wittmaack verspricht,
das hält er ein. Bereits die ersten
Seiten sind witzig und erfrischend.
Dabei trifft Wittmaack, in bester
Mario- Barth-Manier, den Nagel auf
dem Kopf – und bleibt dabei doch angenehm sensibel und ebenso informativ. Dabei wird immer wieder deutlich,
was es für ein unbeschreibliches
Glück bedeutet, Vater zu werden,
Vater zu sein. Auch wenn es reichlich
„Zwergenalarm“ gibt, wie Carsten
Wittmaack, selbst zweifacher Vater, in
dem Buch ebenso beschreibt und keineswegs auslässt. Das beginnt bei der
Entscheidungsfindung zum Vater-Sein,
geht über Stimmungsschwankungen
während der Schwangerschaft und
führt zu durchwachten Nächten, die
einem den letzten Nerv rauben. Oder
wie Wittmaack es formuliert: „Auf den
Punkt gebracht: Alles wird anders.
Komplett anders. Aber anders muss
nicht schlechter heißen.“
Ein Buch für alle, die nicht wissen ob
sie Vater werden wollen oder sollen,
für alle werdenden und gewordenen
Väter und für alle Frauen, die endlich
einmal ihre Männer verstehen wollen
– auch wenn Männer bekanntlich viel
simpler gestrickt sind als Frauen. Sehr
lesens- und empfehlenswert!
Jürgen Hagemann
„Der Jugend den Glauben näher bringen“
32 GANZ PERSÖNLICH
100-Tage-Interview mit Pastoralassistentin Sara Krüßel
Was macht die Arbeit einer Pastoralassistentin aus? Wie hat sich die
28-jährige Sara Krüßel in die Arbeit in der St. Anna Gemeinde eingefunden? Diese und andere Fragen waren Inhalt eines Interviews, das
Anja Risau mit Sara Krüßel führte. In Anlehnung an das in Politikerkreisen übliche Fazit nach 100 Tagen fand auch dieses Interview ca.
100 Tage nach der Einführung der Pastoralassistentin statt.
ANNALYSE: Warum wird eine junge Frau in der
heutigen Zeit Pastoralassistentin?
KRÜSSEL: Mein Berufswunsch stand schon in der
11. Klasse fest. Ich habe viel im Jugendbereich bei
meiner Heimatpfarrei in St. Dionysius in Rheine
gearbeitet und dort viele Erfahrungen gesammelt.
Dabei war und ist mir immer der Umgang mit Menschen und die Auseinandersetzung mit Glaubensfragen wichtig.
Die heutige Zeit mit all ihren Problemen und
Möglichkeiten regt besonders dazu an, soziales
Engagement zu zeigen. Es wird eine immer größere
Herausforderung, gerade der Jugend den Glauben
näher zu bringen und Ansprechpartner für sie zu
sein. All diese Möglichkeiten bietet die Arbeit als
Pastoralassistentin.
„
ANNALYSE: Wie fällt Ihr Fazit nach ca. 100 Tagen
im Amt aus?
„
Der wertvollste Gedanke des Menschen
ist Gott. Aber der wertvollste Gedanke
Gottes ist der Mensch.
A.J. Heschel
KRÜSSEL: Auf meinem
langen Ausbildungsweg
ist die St. Anna Gemeinde die letzte Wegmarke, so dass ein Ende
der Ausbildungszeit in
Sicht ist. Auch dass ich
so nahe an meinem
Zuhause eine Anstellung bekommen habe,
ist schön, so dass ich
mit viel Freude an die
Arbeit gehe.
Ich bin in der Gemeinde sehr positiv
aufgenommen worden
und die Zusammenarbeit im Seelsorgeteam
gefällt mir gut. Es gibt
viele neue Eindrücke
zu verarbeiten, da die
Gemeinde sehr vielfältig
Sara Krüßel hat in der Pfarrgemeinde St. Anna drei Arbeitsschwerpunkte: Sie möchte eine Jugendband gründen, organisiert im
kommenden Jahr die Erstkommunionvorbereitung und arbeitet wie
hier auf dem Foto bei „Kinder entdecken den Glauben“ mit.
Foto: Adiek
33 GANZ PERSÖNLICH
„Ich suche Musiker für eine Jugendband“
ist. Natürlich sind die Verletzungen durch die Fusion
zweier Gemeinden noch offensichtlich, es werden
aber große Anstrengungen unternommen, um zu
einem positiven Miteinander zu finden.
ANNALYSE: Wo sehen Sie Schwerpunkte Ihrer
Arbeit in der Gemeinde?
KRÜSSEL: Es gibt zurzeit drei Schwerpunkte: die
Erstkommunionkatechese, Kinder entdecken den
Glauben und die Gründung einer Jugendband.
Die aktuelle Erstkommunionvorbereitung wird noch
von Jürgen Hagemann geleitet, aber im nächsten
Jahr werde ich dies übernehmen, natürlich betreut
von Jürgen, der mein Mentor in der Gemeinde ist.
Für die Kinder der zweiten Klassen gibt es das
Angebot „Kinder entdecken den Glauben“, bei dem
ich mitarbeite.
gefragt
wo jesus zur welt käme
würde er heute geboren
hatten wir gesagt
in den slums
der dritten welt
bei asylanten
und hungerleidern
zwischen obdachlosen
und asozialen
so singen wir auch
in diesem jahr
ich steh an deiner
krippe hier
weil in unseren häusern
kein platz war
für die schwangere frau
und ihren mann
Ganz aktuell suche ich begeisterte jugendliche
Musiker, die als Band die Familiengottesdienste
mitgestalten wollen. Hierzu besuche ich auch die
Schulen, um dort Werbung für dieses Unternehmen zu machen. Musik ist mir wichtig, ich selbst
spiele Oboe und werde demnächst im Kirchenchor
mitsingen.
und Ehrenamtlichen beachtlich und auch bewundernswert. Die Gemeinde kann stolz darauf sein, so
viele Menschen unter einem Dach zu vereinigen.
ANNALYSE: Was gefällt Ihnen an der St. Anna Gemeinde besonders?
ANNALYSE : Wo sehen Sie Möglichkeiten, dass die
Arbeit in der Gemeinde noch besser wird?
KRÜSSEL: Besonders gut finde ich, wie vielfältig die
Gemeinde ist. Auch finde ich die Zahl der Mitglieder
KRÜSSEL: Mein Wunsch ist es, dass der Austausch
der Jugendlichen auf der Dekanatsebene inten-
Peter Weidemann
siviert wird und dass
eine Angebotsöffnung
dorthin erfolgt. Ein
Austausch mit der
ehemaligen Pastoralassistentin Ines Plien, die
als Dekanatsjugendseelsorgerin tätig ist, wäre
schön.
ANNALYSE: Das aktuelle
Thema dieses Heftes
heißt „Mach’s wie Gott
– werde Mensch!“. In
welchem Bezug steht
diese Aufforderung zur
Arbeit der Pastoralassistentin?
KRÜSSEL: Christlicher Glaube lebt vom
Austausch mit Menschen. Das persönliche
Glaubensbekenntnis ist
wichtig und ich hoffe,
dass es mir gelingt,
dies vorzuleben. Das
„Mensch-Sein“ ist von
großer Bedeutung in
meinem Beruf.
34 GANZ PERSÖNLICH
Was macht eigentlich...? Jörg Hagemann
Er mag Menschen. Als Krankenpfleger war er gern den Menschen
nahe und teilte mit ihnen Freud und Leid. Das war vor seiner Ausbildung zum Priester. Und auch in seiner jetzigen Aufgabe als Seelsorger sind ihm Begegnungen mit Menschen sehr wichtig. Es ist ihm
ein Herzensanliegen, den Menschen in den Höhen und Tiefen des
Lebens nahe zu sein. Jörg Hagemann (39), ein gebürtiger Neuenkirchener, Sohn von Irmgard und Josef Hagemann, wurde am 12.
Oktober als neuer Pfarrer der vor einem Jahr fusionierten Gemeinde
St. Benedikt in Münster eingeführt.
Dass der neue Pfarrer gern Kinder einbezieht,
war auch in der Einführungsmesse zu spüren: Zur
Tauferneuerung holte er zehn Kinder nach vorn
und segnete Wasser. Die Kinder gingen mit diesem
Weihwasser durch die ganze Kirche, um alle Mitfeiernden teilnehmen zu lassen.
Die Widmung, die Pastor Grube Jörg Hagemann ihm zu Beginn
seines Studiums in eine griechische Bibel schrieb, begleitete Jörg
seitdem und wurde auch sein Weihespruch: „Gott ist der, der
durch die Macht, die in uns wirkt, unendlich viel mehr tun kann,
als wir erbitten oder uns ausdenken können.“
Fotos: Kerstiens
Mit Kindern wird es Jörg Hagemann häufig zu tun
haben. Denn zum Einzugsgebiet von St. Benedikt
gehören drei katholische Kindergärten und zwei
Grundschulen, Kommunionunterricht und Schulbesuche gehören also zu seinem Aufgabengebiet.
Aber auch drei Kirchen liegen auf seinem Pfarrgebiet: St. Konrad, St. Margareta und St. Maria
Himmelfahrt (Dyckburg) waren bis vor einem
Jahr selbständige Kirchengemeinden: „Lasst uns
Gemeinsamkeit wagen!“ lud Pfarrer Hagemann die
Menschen ein, sich gemeinsam mit ihm auf den
Weg zu machen, damit aus drei Gemeinden eine
wachsen könne. „Liebe Benediktinerinnen und
Nachgefragt
annalyse: Wie viele
‚Seelen’ hat die Gemeinde St. Benedikt?
Hagemann: Knapp
6.000 Getaufte leben
im Gemeindegebiet.
annalyse: Wer steht
dir für die Arbeit in der
Gemeinde zur Seite?
Hagemann: Pastoralreferent Wiltink, der
mit mir zusammen
eingeführt wurde,
Pfarrer Claus Evers als
Vicarius Cooperator
und viele Ehrenamtliche.
35 GANZ PERSÖNLICH
annalyse: Was hast
du vorher gemacht?
Hagemann: Zuletzt
war ich Klinikenseelsorger in den Universitätsklinken Münster
sowie seelsorglicher
Mitarbeiter in der
Heilig Kreuzgemeinde
Münster. Davor habe
ich einige Jahre als
Kaplan in Coesfeld in
der Gemeinde Anna
Katharina gearbeitet,
die aus der Seelsorgeeinheit Herz Jesu/St.
Josef/St. Laurentius
und St. Ludgerus hervorgegangen ist.
Amtseinführung in St. Benedikt in Münster
Benediktiner!“ begrüßte er die Gemeindemitglieder und
stellte in seiner Ansprache ein Wort aus der Regel des
Hl. Benedikt in den Mittelpunkt: „Höre, mein Sohn, auf
die Weisung des Meisters, neige das Ohr deines Herzens,
nimm den Zuspruch des gütigen Vaters willig an und
erfülle ihn durch die Tat.“ Vor dem Handeln, vor jeder
Tat auf das Wort Gottes zu hören, ist Pfarrer Hagemann
sehr wichtig. Er bekam zum Beginn seines Studiums vom
damaligen Heimatpfarrer Josef Grube eine griechische
Bibel geschenkt. Die Widmung, die Pastor Grube damals
in das Buch schrieb, begleitete Jörg seitdem und wurde
auch sein Weihespruch: „Gott ist der, der durch die Macht,
die in uns wirkt, unendlich viel mehr tun kann, als wir
erbitten oder uns ausdenken können.“ (Eph 3,20) Die
Heimatgemeinde St. Anna wünscht Jörg Hagemann, dass
er aus diesem tiefen Vertrauen auf Gott seinen Dienst in
St. Benedikt ausüben kann.
de spirituelle Angebote z.B. zu Weihnachten
und Ostern.
annalyse: Aus welchen geistlichen Quellen
lebst du selber? Wie „tankst du auf“?
Hagemann: Die „Gemeinschaft christlichen
Lebens“ (GCL) mit ihrer Spiritualität des Hl.
Ignatius von Loyola ist mein geistliches Zuhause. Ich treffe mich regelmäßig in einer
festen Gruppe und mache einmal jährlich in
einem Kloster Exerzitien.
annalyse: Hast du Hobbys, bei denen du
dich entspannen kannst und „auf andere
Gedanken kommst“?
Hagemann: Lesen, Musik hören, Filme
sehen, Freunde treffen.
Neue Serie
annalyse: Welche
Schwerpunkte willst
du in St. Benedikt
setzen?
Hagemann: Kinderund Familienarbeit.
Erstkommunion. Und
für die ganze Gemein
Jörg Hagemann bei seiner Amtseinführung in St. Benedikt, links Bruder Ignatius aus Neuenkirchen.
Annalyse startet unter
dem Titel „Was macht
eigentlich?“ eine Serie.
Regelmäßig schauen
wir, was ehemalige
Gemeindemitglieder,
Pastöre, Kapläne, oder
Ordensleute, die aus
der Gemeinde stammen, heute machen.
36 GANZ AKTUELL
Mit viel Engagement und einem großen Ordner unter dem Arm berichtet
Pastor Michael Langenfeld von der geplanten Erneuerung der Beleuchtung der St. Anna Kirche: „In erster Linie geht es um die Sicherheit der
Kirchgänger und aller Besucher unserer schönen Kirche. Die alten elektrischen Leitungen müssen dringend erneuert werden, sie stellen ein
Sicherheitsrisiko dar, das wir dringend beheben wollen. So war es auch
mit den Türmen: Die alten Fugen stellten eine Gefährdung dar, die jetzt
behoben ist, und es sieht auch wieder sehr schön aus.“
Den Sommer über ein vertrautes Bild in Neuenkirchen: Die beiden Türme von St. Anna waren für die
Sanierung eingerüstet und „verpackt“.
Fotos: Fischer
St. Anna in neuem Glanz
„Viele Kilometer Fugen wurden erneuert, viele Kilometer Kabelleitungen sind noch im Innern unserer
Kirche zu verlegen“, so Langenfeld weiter.
„Nicht nur der Sicherheitsaspekt bei den kommenden umfangreichen Arbeiten war unsere Motivation,
wir wollten auch Verbesserungen für alle Kirchenbesucher schaffen und mit der Beleuchtung selbst
arbeiten, Stimmungen durch das Licht erzeugen
und verstärken. Die wunderschönen Fresken, das
ausgemalte Gewölbe und der Eingangsbereich
werden künftig besser zur Geltung kommen. St.
Anna als Wahrzeichen für Neuenkirchen wird neben
den Gottesdiensten und allen anderen kirchlichen
Feierlichkeiten auch einen Raum für Kulturgut präsentieren. Der Kirchenbesucher wird stimmungsvolles und deutlich mehr Licht als bisher wahrnehmen.
Wir legen viel Wert darauf, stille Ecken mit wenig
Licht zur inneren Einkehr zu schaffen. Wer nur mit
sich und Gott sein will, möchte nur wenig Licht und
nicht davon abgelenkt oder gestört werden. Das hat
das Beleuchtungskonzept berücksichtigt“, berichtet
der Pastor.
Überhaupt ist das Konzept „Lichtanlage“ sehr
umfangreich. Das Mittelschiff wird als Raum klarer,
strukturierter und heller als bisher. Störende Kabel
hängen nicht mehr herunter, der Blick zum Altar
wird frei, der Raum kann wirken. Sieben große
Radleuchten, die einzeln schaltbar sind, erleuchten
das Mittelschiff. Zwölf Pendelleuchten sind für die
37 GANZ AKTUELL
Restaurierte Türme und neues Beleuchtungskonzept
Seitenschiffe vorgesehen. Die Gewölbehöhe beträgt über 20 Meter, im Altarraum über 30
Meter. „Die Lichtstärke verstärkt sich von 34 Lux auf beeindruckende 108 Lux. Trotz der
besseren Ausleuchtung der Kirche wird durch die innovative und aktuelle Technik noch
Strom gespart“, so Langenfeld.
Insgesamt drei Jahre hat der Kirchenvorstand an diesem Projekt gearbeitet. 270.000 Euro
sind veranschlagt. Viel Geld und zusammen
mit den über 570.000 Euro für die Türme sehr
viel Geld für unsere Kirche, die aufgrund ihrer
Innenhöhe und andere Punkte mit kaum einer
anderen Kirche im Bistum zu vergleichen ist.
„Betrachten wir, dass Wochenende für Wochenende 1200 Christen die Kirche besuchen, dass regelmäßige Gottesdienste für die
Schulklassen und viele andere Veranstaltungen jedes Jahr über 100.000 Besucher in die
Kirche führen, relativieren sich die Kosten. Sie
sind sowohl ein Grund als auch über 100.000
Gründe für die Instandsetzung und Restaurierung zur Sicherheit jedes Einzelnen als
auch aller Besucher unserer schönen Kirche.
Somit schließt sich der Kreis für viele weitere
schöne Jahre in der Gemeinde mit ihrer Kirche
St.Anna“, hat Langenfeld 100.000 Gründe für
die Renovierung.
„
Für 570.000 Euro wurden die St. Anna-Türme restauriert, Fugen wurden erneuert, Steine ausgetauscht.
Uwe Surmann
Die bisherige Kirchenbeleuchtung hängt mitten im
Kirchenraum. Mit der neuen Beleuchtung wirkt das
Mittelschiff als Raum klarer, strukturierter und heller
als bisher. Störende Kabel hängen nicht mehr herunter, der Blick zum Altar wird frei, der Raum kann
wirken.
Foto:Adiek
„
Weihnachten ist mehr als Lametta und Lichterglanz, mehr als Geschenke und Harmoniestreben: Gott ist Mensch geworden! Bis in die Tiefen unseres Lebens hinein hat er sich auf uns Menschen eingelassen.
Karl Kardinal Lehmann
38 GANZ AKTUELL
20 Mitglieder der Pfarrgemeinde St. Anna
haben die Sommerferien auf eine ganz
besondere Art verbracht. Sie nahmen am
Jugend- und Familienforum in Altötting teil
und erlebten ganz besondere Tage, wie eine
Mischung aus Ferienfreizeit und Exerzitien
also einen Urlaub für Leib und Seele. Die
Familien Seidensticker, Sundermann, Hovekamp, Naarmann und H. Kerstiens schildern hier ihre Eindrücke.
„Habt ihr nicht Lust, mit zum Forum nach Altötting
zu kommen?“ „Forum Altötting? Was ist denn
das?“ Ein internationales „Sommerfest des Glaubens“ für Jugendliche, Familien und Erwachsene.
Unter dem Leitwort „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes
empfangen“ fand das Forum in Altötting statt.
Urlaub für Leib und Seele
Die Teilnehmer haben die Freiheit, aus verschiedenen Angeboten auszuwählen: Jeder findet die
Balance zwischen Gebet und Erholung, Vorträgen
und Freizeit. Das FORUM bietet gemeinsame und
getrennte Programmpunkte für Kinder, Teenies,
Jugendliche und Erwachsene. Während die Eltern
die Veranstaltungspunkte des Erwachsenen-Forums
wahrnehmen, können die Kinder am Kinder-Forum
teilnehmen.
In diesem Jahr stand das Forum unter dem Leitwort
„Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg 1,8) und lehnte sich damit an das Motto
des Weltjugendtags an.
Gut informiert und mit großer Vorfreude, aber
dennoch etwas unsicher sind die Neuenkirchener Familien nach Altötting aufgebrochen. „Werden unsere
Kinder in die Gruppen gehen und sich wohl fühlen?
Ob wir wohl Zeit für uns als Ehepaar finden und
nutzen können? Werden wir Anregungen für unser
Glaubensleben bekommen?“
In Altötting angekommen konnten die Teilnehmer
die besondere Atmosphäre des FORUMS schon
spüren. Auf dem Kapellplatz und in den Straßen
herrschte ein buntes Treiben, viele verschiedene
Sprachen waren zu hören, von überall her erklang
fröhliches Lachen und Plappern der vielen Kinder,
die mit ihren Eltern nach Altötting gekommen waren. Insgesamt haben 500 Kinder bis zwölf Jahren
Anbetung auf der Wiese beim
Jugend- und Familienforum.
Informationen
Viele weitere Informationen zum
Jugend- und Familienforum in Altötting
finden Interssierte
im Internet unter
der Adresse www.
forum-altötting.de
Jugend- und Familienforum Altötting
39 GANZ AKTUELL
teilgenommen, Großfamilien waren keine
Seltenheit.
Der ansonsten eher
ruhige Marienwallfahrtsort sprühte geradezu
vor Lebendigkeit. Diese
Freude begleitete die
Teilnehmer die ganzen
Tage hindurch. Jeder
Tag begann mit einem
freudigen Lobpreis
(gemeinsames Gebet
und viele neue geistliche Lieder), an den sich
verschiedene Vorträge
zum Heiligen Geist anschlossen. Der Vormittag endete mit einer Hl.
Messe. Während dieser
Zeit am Vormittag
nahmen die Kinder am
Kinder-Forum teil. Dort
wurden sie liebevoll
betreut und beschäftigten sich nach Alter
getrennt bei Spielen,
Gesang, Bastelaktionen
und Gebeten mit ihrem
„
„
Das Christentum besteht darauf,
dass der Mensch seinen Wert in sich
selbst trägt, weil er ein Kind Gottes und
nach seinem Bild geschaffen ist.
Martin Luther King
eigenen Glauben. „Ich hab’ gar keinen Hunger, ich
möchte schnell wieder zu unserer Gruppe!“ waren
sich die Kinder beim Abholen schon einig.
An jedem Nachmittag konnten die Erwachsenen
in Ruhe an Talks bzw. Gesprächsrunden teilnehmen und wertvolle Tipps für Ehe-, Familien- und
Glaubensleben mitnehmen. Es blieb ihnen aber
auch genug Zeit zu zweit. Die Abende luden ein,
abwechslungsreiche und interessante Angebote
wahrzunehmen oder die Zeit beim Gespräch und
bayerischem Bier zu verbringen.
Und noch heute klingt manches nach: Die Kinder
singen zu Hause die Lieder aus Altötting und sprechen über besondere Eindrücke wie das abendliche
Kindermusical oder die erfahrene Gemeinschaft.
Die Vorträge wurden mitgeschnitten; so haben
die Teilnehmer die Möglichkeit, sie noch einmal zu
hören und so das Erlebte zu vertiefen.
„Das FORUM in Altötting war ein lebendiges Fest
des Glaubens: es hat jeden von uns persönlich
im Glauben gestärkt und uns die Erfahrung einer
großen Gemeinschaft von Glaubenden geschenkt.
Es hat uns gezeigt: Kirche und Glaube sind nicht
langweilig und altmodisch, sondern jung und dynamisch. Wir freuen uns schon auf das Forum 2009.
Es findet statt vom 04.08.09 – 09.08.09“, so das
Fazit der Neuenkirchener.
Der Abend der Versöhnung war eine intensive und
wohltuende Erfahrung für viele, wie man an den
frohen Gesichtern sah. Etwas Besonderes beim
Forum ist auch, dass hier ganz normale Menschen
davon erzählen, wie sie ihren Alltag in Beruf und
Familie meistern und dabei aus dem Glauben Hilfe
und Kraft schöpfen.
„Die gemeinsamen Mahlzeiten aller Teilnehmer, zu
denen wir uns als Gruppe wieder getroffen haben
und unsere Erfahrungen austauschen konnten, waren aufregend und schön“, so die Neuenkirchener.
Das Forum bot für alle Altersgruppen verschiedene Angebote
40 GANZ ENGAGIERT
„Wir wollen nicht betteln, sondern Partner sein“
Interview mit Bischof Adams und Josefa Wassermair
Bischof Adams und die ehemalige Entwicklungshelferin Josefa Wassermair haben vor einigen Wochen ihre Partner des Initiativkreises Südafrika (ISA) in Neuenkirchen besucht. Annalyse hat die Gelegenheit zu
einem Interview genutzt:
ANNALYSE:Wie sehen Sie die Partnerschaft zwischen der Diözese Oudtshoorn und dem ISA?
WASSERMAIR: Die Neuenkirchener
sind schon ganz spezielle Leute: Sie
unterstützten uns nicht nur mit Geld
und machen viele Aktionen für unsere
Projekte, sie haben auch großes
Interesse daran, was in Südafrika
passiert. Das sieht man an den vielen
Besuchen.
ADAMS: Das ist uns wichtig, denn
wir wollen nicht betteln sondern eine
Partnerschaft. Deshalb hoffen wir,
Bischof Edward Adams will nicht betteln sondern
dass auch in Zukunft ein bis zwei
eine Partnerschaft mit Gewinn für beide Seiten.
junge Menschen pro Jahr zum Austausch zu uns kommen und unsere Kultur
kennenlernen. Ich glaube die Partnerschaft hat mit ihren vielen Aktionen auch
die Gemeinschaft der vielen Vereine und Gruppen in Neuenkirchen gestärkt.
ADAMS: Diesen Problemen kann man nur mit Bildung begegnen. Denn es reicht nicht, Brunnen zu
bauen. Jemand muss den Menschen beibringen wie
sie das Wasser sinnvoll nutzen können. Deshalb war
es so wichtig, dass die Neuenkirchener uns beim
Schulbauprojekt unterstützt haben. Ohne ihre Hilfe
hätten wir das nicht geschafft.
ANNALYSE: Was ist das Ziel des neuen Projektes,
dass Sie mit dem Orden der Oratorianer umsetzen?
ADAMS: Wir wollen den vielen Straßenkindern
helfen, indem wir ihnen eine Alternative zum Leben
auf der Straße und damit eine neue Zukunftsperspektive aufzeigen. Die Kinder und Jugendlichen
können nach der Schule ins Hilfszentrum kommen.
Hier können sie spielen, Hausaufgaben machen
und am PC arbeiten.
Bei der Betreuung
unterstützen ältere
Gemeindemitglieder
die Oratorianer.
ANNALYSE: Worin sehen Sie das größte Problem in Südafrika?
WASSERMAIR: Das größte Problem ist die Arbeitslosigkeit, die bei bis zu 60
Prozent liegt und zu Armut und Gewalt führt. Viele Jugendliche stehen direkt
nach der Schule auf der Straße und haben keine Perspektive. Deshalb gehen
etliche von ihnen erst gar nicht zur Schule. Stattdessen treiben sie sich herum,
sind oft betrunken und nehmen Drogen. Dann verdrängen sie auch noch die
AIDS-Gefahr und stecken sich an.
Die ehemalige Entwicklungshelferin Josefa Wassermair lebt
seit 38 Jahren in Südafrika.
WASSERMAIR:Täglich
kommen bis zu 200
Kinder und Jugendliche ins Zentrum.
Das zeigt, dass die
Oratorianer die Spenden aus Neuenkirchen
verwenden.
Markus Fischer
41 GANZ ENGAGIERT
Kindern ein Lächeln und Hoffnung geben
Birgit Naarmann arbeitet fünf Monate beim ISA-Hilfprojekt mit
Der Initiativkreis Südafrika (ISA) will seine
Partnern im Bistum Oudtshoorn nicht nur
materiell im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe
unterstützten, ISA möchte auch, dass die Neuenkirchener möglichst viel über Südafrika und
seine Menschen erfahren. Darum unterstützt
der ISA den Austausch von jungen Menschen,
die sich für die Hilfsprojekte engagieren. Birgit
Naarmann lebt und arbeitet fünf Monate lang
in Südafrika. In einem Bericht fasst sie ihre
ersten Eindrücke zusammen.
„Von montags bis freitags arbeite ich im St. Scrosoppi Sorgsentrum mit, einem Fürsorgezentrum,
das auch mit Hilfe von Spenden aus Neuenkirchen
aufgebaut worden ist. Hier helfen die Oratorianer,
vor allem benachteiligten Kindern und Jugendlichen. Das Zentrum liegt mitten im Stadtteil
Brigton. Ich kann kaum glauben, dass dies vor der
Errichtung des Zentrums ein Ort von Überfällen,
Gewalt und Morden war.
Gerade für die Kinder, die zum Zentrum kommen,
ist es wichtig, einen Ort der Sicherheit zu haben,
wo sie aus ihrem Alltag heraus kommen können.
Hier können sie unbeschwert spielen und lernen,
sie können hier auch etwas zu essen bekommen.
Das ist für sie wichtig, denn viele von ihnen kommen nach der Schule in ein leeres Haus oder sie
erleben täglich Gewalt oder Alkoholmissbrauch.
Morgens arbeite ich meist im Huis Nasaret, in dem
Kinder untergebracht sind, für die das Wohnen in
„
Wann werden wir
endlich begreifen,
dass Menschen von
unendlichem Wert
sind, weil sie nach
dem Bilde Gottes geschaffen sind, und
dass es eine Gotteslästerung ist, sie als
etwas Geringes zu
behandeln?
Desmond Mpilo Tuto
der eigenen Familie nicht mehr sicher genug war.
Die Kinder leben hier bis sie zurück in ihre Familien
oder in eine Pflegefamilie gehen können. Außerdem gibt es im Hilfszentrum Suppenküchen für
Erwachsene, ein Behandlungszentrum für unterernährte Kinder, Second-Hand Basare und vieles
mehr.
An manchen Tagen ist es nicht einfach, einige
Kinder in ihre Familien zurück gehen zu lassen. Wir
müssen uns immer wieder bewusst machen, dass
wir ihre Probleme hier nicht ändern können. Wir
können ihnen aber Freude am Leben, Sicherheit
sowie Hoffnung vermitteln und ihnen ein Lächeln
auf das Gesicht zu zaubern, damit sie für ein paar
Stunden ihren Alltag vergessen können.
„
Spendenkonten:
Kreissparkasse Steinfurt (BLZ 403 510 60):
Konto 6057665, Volksbank Nordmünsterland
(BLZ 401 637 20) Konto
1000160501
Birgit Naarmann arbeitet fünf Monate beim ISA-Hilfsprojekt in
Südafrika mit und versucht den Kindern Hoffnung zu geben.
Rückblick und Ausblick
42 GANZ ENGAGIERT
Die Katholische Frauengemeinschaft St. Arnold hat etwa 300 Mitglieder.
Wir sind eine lebendige Gemeinschaft innerhalb der Pfarrgemeinde St.
Anna. Zum Ende des Jahres geben wir Ihnen einen Rückblick auf das
Vergangene und eine Vorschau auf die Aktivitäten im kommenden Jahr.
Weitere Unternehmungen werden mit einem Flyer
zu Beginn des Jahres mit den Einladungen zur
Jahreshauptversammlung bekannt gegeben.
Wir freuen uns auf ein erfülltes, bewegtes und
reges Miteinander im neuen Jahr und wünschen
allen ein frohes Weihnachtsfest und viel Glück,
Gesundheit und Gottes Segen für das Jahr 2009.
Kontakt
Helga Stoltmann, Tel. 5853
Ulla Steffen, Tel. 96122
Pauline Erdmann, Tel. 4717
Maria Rengers, Tel. 3905
Resi Kadell, Tel. 96730
Die Veranstaltungen im vergangenen Halbjahr:
Juni: Schlossgärten in Archen/Holland mit Spargelessen
Juli: Musical Mozart - Freilichtbühne Tecklenburg
August: Radtour zur Mariengrotte in Isendorf
Oktober: Wallfahrt nach Eggerode
November: Weihnachtsmarkt in Oldenburg
Dezember: traditionelle Adventsfeier
Für das Jahr 2009
steht der Frühlingsund Osterbasar am
07. und 08. März 2009
im Focus. Die ersten
Vorbereitungen laufen
schon. Unterstützung
wird gerne gesehen.
Darüber hinaus wurden über’s Jahr Messen, Maiandachten und Rosenkranzandachten vorbereitet.
Die Mittwochabendmessen in St. Arnold wurden 1
mal monatlich durch das Anbieten anschließender
Aktivitäten gestärkt.
Für’s Frühjahr ist eine
Halbtagesfahrt nach
Nienborg mit Andacht
durch Pastor Preun und
Kaffeetrinken geplant.
Helfende Hände lindern Not
43 GANZ ENGAGIERT
Regelmäßig treffen sich die Handarbeitsgruppen, um
Waren für den Missionsbasar zu stricken und häkeln.
Meistens wird Gott ganz leise Mensch:
Die Engel singen nicht;
Die Könige gehen vorbei;
Die Hirten bleiben bei ihren Herden.
Meistens wird Gott ganz leise Mensch:
Von der Öffentlichkeit unbemerkt;
Von den Menschen nicht zur Kenntnis
genommen:
-in einer kleinen Zweizimmerwohnung,
-in einem Altenwohnheim,
-in einem Krankenzimmer,
-in nächtlicher Verzweiflung,
-in der Stunde der Einsamkeit,
-in der Freude am Schönen.
Meistens wird Gott ganz leise Mensch:
- wenn Menschen zu Menschen werden.
Mit diesen Gedanken wünschen wir allen
Menschen dieser Erde ein gesegnetes und
friedvolles Weihnachtsfest und alle guten
Wünsche für das Jahr 2009.
Gut gelaunt häkeln und stricken sie. Frauen der kfd St. Anna. Sie sorgten dafür, dass
auch der diesjährige Missionsbasar wieder eine reichhaltige Auswahl an adventlichen
und weihnachtlichen Waren anbieten konnte. Getreu dem Motto „Helfende Hände lindern Not“ arbeiten sie gemeinsam mit vielen anderen Neuenkirchenern das ganze Jahr
über für die Menschen in der Mission. Sie wollen ein Zeichen der Solidarität setzen mit
denen, die unsere Hilfe brauchen.
Jeden Donnerstag trifft sich die eine, jeden dritten Dienstag eine andere Gruppe im
Karl-Leisner-Haus, um sich für die gute Sache zu engagieren. Viel Freude haben die
Frauen, denn auch das Miteinander kommt dabei nicht zu kurz. Sie wissen, dass ihre
Handarbeiten gut ankommen, und so wird oft zu Hause daran weiter gearbeitet. Mit
wachsender Begeisterung und dem richtigen Gespür für die aktuellen Advents- und
Weihnachtstrends haben auch viele der kfd-Gruppen den Missionsbasar zu ihrem
Anliegen gemacht. Das gute Beispiel steckt eben an!Selbst die Männer basteln inzwischen fleißig mit. Es sind ihre handgemachten Holz-arbeiten, die auch in diesem Jahr
wieder reißenden Absatz fanden.
Obwohl zum 34. Mal organisiert, ist weder bei den Helferinnen und Helfern noch bei
den Besuchern und Käufern etwas von Flaute zu spüren: Mit viel Herz und helfenden
Händen wurde auch 2008 wieder Not gelindert!
Verantwortlich für den k f d Missionsbasar sind vom Leitungsteam:
Gerda Dirks, Helga Holtgräve und Susanne Kastner
Kontakt: Gerda Dirks, Bergweg 98, Telefon 4344
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den K
kfd
St. Anna
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nich t zu k lei
44 GANZ ENGAGIERT
Kolping bildet
Vortragsreihe Ehe & Familie
Die Kolpingsfamilie Neuenkirchen bietet eine Vortragsreihe über
Ehe & Familie an, die im Januar 2009 beginnt und bis zum Juni 2010
dauert. Die unterschiedlichen Vorträge behandeln Themen wie die
Ehe, das erste Kind oder den Tod eines Partners. „Wir möchten alle
Aspekte unter verschiedensten Blickwinkeln betrachten. Kolping
versteht sich als Verband, der sich für Fragen von Ehe und Familie
einsetzt“, so der Kolpingvorstand. Eingeladen sind alle Gemeindemitglieder (nicht nur Kolpinger), die sich für folgende Vorträge
interessieren.
„Woher kommt mir Hilfe?“ – Beratungsstellen stellen sich vor
Di., 13. Januar 2009, 20 Uhr Familienzentrum (Kardinal-von-Galen-Haus)
„Brannte uns nicht das Herz in der Brust…?“- Ehe als Glaubensgemeinschaft
Di., 10. Februar 2009, 20 Uhr, Familienzentrum (Kardinal-von-Galen-Haus)
Referentin: Eva Polednitschek-Kowallick (Fachstelle Ehe und Familie Münster)
Geschichte der Ehe - Wie sie wurde, was sie ist
Di., 10. März 2009, 20 Uhr,Karl-Leisner-Haus
Referent: Prof. Dr. Arnold Angenendt (Prof. für Kirchengeschichte, Münster)
Kess erziehen – Erziehungshilfen für junge Eltern
Di., 12. Mai 2009, 20 Uhr, Familienzentrum, Kardinal-von-Galen-Haus
Referentin: Ulrike Paege, FBS Rheine, Beitrag: 3,50 Euro
Streiten – aber richtig!
Di., 9. Juni 2009, 20 Uhr, Familienzentrum
Plötzlich alleine…- Wenn der Partner stirbt
Di., 11. August 2009, 20 Uhr, Karl-Leisner-Haus
Referentin: Evi Billermann, (Trauerbegleiterin Haus Hannah)
„Warum habt Ihr Euch nicht mehr lieb?“ - Scheidung und die Folgen für Kinder
Di., 8. September 2009, 20 Uhr, Familienzentrum (Kardinal-von-Galen-Haus)
Referentin: Frau Reckermann, Caritas Rheine, Beitrag: 2 Euro
Pubertät ist… - …wenn Eltern schwierig werden!
Mo., 5. Oktober 2009, 20 Uhr
Familienzentrum (Kardinal-von-Galen-Haus)
Referentin: Beate Horstmann, Kinderschutzbund
Wenn Kinder dem Tod begegnen…
Di., 10. November 2009, 20 Uhr
Familienzentrum (Kardinal-von-Galen-Haus)
Referentin: Evi Billermann, Trauerbegleiterin für
Kinder
Glaubensvermittlung in der Familie
Di., 8. Dezember 2009, 20 Uhr, Karl-Leisner-Haus
Referent: Diakon Manfred Liesbrock, Recke (5-facher Familienvater)
Mensch werden heißt Kind werden.
Seit Adam und Eva
gibt es keine Ausnahme davon.
Der Weg zum Menschsein
führt über das Kind.
Es ist Gottes eigener Weg.
Gottes Sohn ist Mensch geworden,
indem er Kind wurde.
Wir gehören zu ihm,
wenn wir seine Freunde aufnehmen,
die Kinder und wenn wir wie Kinder ihn
selbst aufnehmen.
Klaus Hemmerle
45 GANZ ENGAGIERT
Pueri Cantores...Den Frieden verkünden!
Unter dem Motto „Den Frieden verkünden“ reisten die Pueri Cantores
des Jugendchores St. Anna Richtung Münster, um dort mit 73 anderen
Chören zusammenzutreffen und gemeinschaftlich einen großen Gottesdienst zu feiern und zu gestalten.
Der dezentrale Teil des Chorfestes fand zu Beginn in Rheda-Wiedenbrück statt,
wo sich die Jugendchöre trafen. Die Neuenkirchener Chormitglieder wurden
in Familien untergebracht, mit denen sie die nächsten Tage erleben sollten.
Nach einem ersten Kennenlernen ging es mit ca. 160 Jugendlichen auf einen
Fackelgang durch Wiedenbrück. Mit insgesamt 700 Jugendlichen probten die
Teilnehmer.
Mit dem Lied „Let me entertain you“ von Robbie Williams performt von Jürgen
Wüstefeld und seinem Chor St.Aegidius-Chor aus Wiedenbrück begann abends
die Popdisco. „Die Party war eine gute Gelegenheit
neue Leute kennen zu lernen und mit ihnen Spaß
zu haben“, waren sich die Neuenkirchener einig. Erschöpft nahmen sie am Tag darauf an einer kurzen
Probe und am Aussendungsgottesdienst teil, der
den Teilnehmern den Segen mit auf dem Weg nach
Münster gab. „Es war ein atemberaubendes Erlebnis wie sich alle zujubelten und sangen“, beschreiben die Neuenkirchener den Gottesdienst.
In Münster waren die Neuenkirchener im Mutterhaus der Franziskanerinnen für die nächsten drei
Tage untergebracht. Höhepunkt war hier eine Feier
in der Halle Münsterland mit Musikcomedian Klaus
Renzel. Im Programm wurden die einzelnen Chöre
vorgestellt, die Kinderchöre, Mädchenchöre, Knabenchöre und die Jugendchöre. Die A-Capella-Band
„Basta“ sorgte mit ihren Liedern für viele Lacher
und viel Spaß.
„Der große Abschlussgottesdienst mit 2.700 Kindern
und Jugendlichen wird uns immer im Gedächtnis
bleiben, er war ein eindrucksvolles Erlebnis. Die
Hoffnung im nächsten Jahr beim großen internationalen Pueri Cantores Treffen in Stockholm dabei
zusein und alle wiederzusehen ist sehr groß. Für
uns steht fest, dass wir nächstes Jahr wieder dabei
sein möchten, wenn die Pueri Cantores sich wieder
versammeln um sich zu begegnen und zusammen
zu singen“, so das Fazit der Neuenkirchener.
Der Jugendchor St. Anna waren beim Chorsfest in Reeda-Wiedenbrück und Münster dabei.
Melanie Fischer
46 KINDERSEITE
Wer sucht, wird finden
Diese Heiligenfigur findet Ihr in unserer Gemeinde an
einem Ort, wo sich die Menschen zum gemeinsamen
Gebet treffen. Damit Ihr seinen Namen herausfinden
könnt, sind einige Zitate aus der Bibel beigefügt. Wenn
ihr den Namen kennt, wird es Euch nicht mehr schwer
fallen, die Heiligenfigur zu finden.
Aus dem Neuen Testament kennen
wir einige Einzelheiten aus seinem
Leben.
Er war Zimmermann, bzw. Bauarbeiter und lebte in Nazareth.
„Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel
des Herrn im Traum und sagte: ...,
Sohn Davids, fürchte dich nicht,
Maria als deine Frau zu dir zu
nehmen; denn das Kind, das sie
erwartet, ist vom Heiligen Geist.
Sie wird einen Sohn gebären;
ihm sollst du den Namen Jesus
geben.“ (Mt 1,20-21)
Wer weiss, wo diese Figur steht und wen sie darstellt?
„So ging auch ....... von
der Stadt Nazareth in
Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids,
die Bethlehem heißt,
weil er aus dem Haus
und dem Geschlecht
Davids war, um sich
mit Maria, seiner Vermählten, die ein Kind
erwartete, eintragen zu
lassen.“
Lk 2,4f.
„So eilten sie hin und
fanden Maria und ........
und das Kind, das in der
Krippe lag.“ (Lk 2,16)
Maria Göcking
47 GANZ GENAU
Ganz aktuell – Neues aus der Gemeinde
Impressum
Neujahrsempfang
Am Sonntag, dem 18. Januar 2009 um 11.30 Uhr
lädt der Pfarrgemeinderat alle Gemeindemitglieder, Freunde und Förderer der Kirchengemeinde
St. Anna zum Neujahrempfang ins Karl-LeisnerHaus ein. Neben einem Rückblick auf das letzte
Jahr und einem Ausblick auf das kommende Jahr
wird auch die Ehren-Anna verliehen für besonderes Engagement in der Pfarrgemeinde.
Eintopf-Aktion für Südafrika
Die Eintopfaktion des Initiativkreises Südafrika
(ISA) läuft wieder: Jeden Freitag verkaufen ISAMitgliedsvereine Eintopf. In der Zeit von 9 bis 12
Uhr läuft der Verkauf bis einschließlich Februar
vor dem Schaufenster der Bäckerei Triffterer. In
diesem Winter sind wieder viele kirchliche Gruppen dabei wie die KAB St. Josef, der Pfarrgemeinderat, die KFD St. Anna, die Kolpingsfamilie, das
Seelsorgeteam St. Anna, die Caritas-ElisabethKonferenz und der Kirchenvorstand.
Der Eintopfverkauf des Initiativkreises Südafrika läuft noch bis
Ende Februar.
Die Sternsinger sind in der Zeit vom 4. bis 6. Januar wieder in
Neuenkirchen unterwegs.
Sternsinger-Aktion 2009
In der Zeit vom 04. Januar(Sonntag) bis zum
06. Januar(Dienstag) 2009 werden wieder viele
Mädchen und Jungen als Sternsinger durch die
Gemeinde St. Anna ziehen, um für Not leidende Kinder in Südafrika eine Spende zu erbitten.
Die Aussendungsfeier ist am 4. Januar 2009 um
10.30 Uhr im Rahmen eines Festhochamtes. Am
06.01.2009 wird der Rückkehrgottesdienst um
19.00 Uhr gefeiert.
Herausgeber:
Pfarrgemeinderat (PGR)
St. Anna Neuenkirchen
Redaktion:
Öffentlichkeitsausschuss
des PGR: Norbert Adiek,
Jonas Fischer, Markus
Fischer, Maria Göcking,
Anna Hovekamp, Hildegard Kerstiens, Pastor
Langenfeld, Franziska
Naarmann, Anja Risau,
Uwe Surmann
Layout:
Markus Fischer, Maria
Göcking, Anna Hovekamp, Franziska
Naarmann
Druck:
Druckerei Reckels
Die nächste Ausgabe
der Analyse erscheint
zu Ostern 2009. Fotos,
Texte, Lob oder Kritik
nimmt die Redaktion
gerne bis zum 15.
Februar entgegen unter
pfarrmagazin@st-annaneuenkirchen.de oder in
den Pfarrbüros.
Pfarrmagazin der Kirchengemeinde St. Anna in Neuenkirchen
02
1. JAHRGANG
DEZEMBER 2008
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Seele and Geist
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