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Lesen und Schreiben in der GS - aber wie viel - Handout

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Schortens, 03.11.2009
Lesen und Schreiben im
Englischunterricht der Grundschule –
aber wie (viel) ?
Gründe für die Beschäftigung
diesem Thema:
1. „Druck“ von weiterführenden Schulen ?
2. „Druck“ von benachbarten Grundschulen
(die alles „besser“ machen wollen) ?
3. „Druck“ von ehrgeizigen Eltern ?
4. der verstärkte Einsatz des Schriftbildes im
neuen Playway ?
5. Bestätigung des eigenen Unterrichts ?
6. Interesse am aktuellen Stand der
Fachdidaktik ?
7. andere Gründe ?
Themenschwerpunkte:
1.Vorgaben des Kerncurriculums
2.Didaktische Begründungen pro
und contra Schriftbild
3.Methodische Beispiele
4.Veränderte Rolle des Schreibens
in der Sek I
Reading
Am Ende des vierten Schuljahrgangs erkennen
die S das Wortbild vertrauter Wörter und
grundlegender Satzmuster ganzheitlich wieder
und verstehen sie. (Annäherung an A1).
Die S
• ordnen das Wortbild vertrauter Wörter dem
Lautbild zu,
• erkennen das Wortbild vertrauter, kurzer
Anweisungen und Fragen aus dem
Unterrichtsalltag wieder,
• erkennen vertraute, kurze Texte wieder.
Writing
• Am Ende des vierten Schuljahrgangs
kommunizieren die S unter Zuhilfenahme
von Vorlagen, Mustern und Bildern auf
einfache Weise schriftlich (Annäherung
an A1).
Die S
• schreiben einzelne bekannte Wörter und
kurze Sätze nach Vorlage.
Grundsätze des KC
•
„Besondere Bedeutung kommt der Ermittlung der
Leistungen im Hör- und Hör- /Sehverstehen zu.
Sie fließen am stärksten in die Zeugnisnote mit ein.
Ebenfalls bedeutsam ist für die Leistungsermittlung
das Sprechen.“ (KC, S.18).
• „Das wiederkennende Lesen ist für die Ermittlung
der Zeugnisnote am wenigsten bedeutsam.“ (KC,
S.18).
• „Das Schreiben nach Vorlage geht nicht in die
Zeugnisnote mit ein.“ (KC, S.18)
• „Vokabel- und Grammatiktests, Diktate und
lautes Vorlesen sind keine geeigneten
Aufgabenformate, um erworbene Kompetenzen zu
überprüfen.“ (KC, S.17).
Lernen
Überprüfen
• Lernsituationen: Ziel ist der Kompetenzerwerb.
• Fehler und Umwege können dabei hilfreich sein
• Sie können Hinweise für die weitere
Unterrichtsplanung geben.
• Das Erkennen von Fehlern und der produktive
Umgang mit ihnen sind konstruktiver Teil des
Lernprozesses.
• Überprüfungssituationen: Ziel ist der
Kompetenznachweis.
• Anwendung des Gelernten steht im Vordergrund.
Mögliche Schwierigkeiten
• Interferenzen durch andere PhonemGraphem-Zuordnung als in der
Muttersprache (Crossover-Störungen)
• Unterschiede innerhalb der engl. Sprache
(z.B. Aussprache von „ough“)
• „Silent letters“ (night, light, daughter, right)
• Kurzformen, Kleinschreibung von Nomen
• evtl. Überforderung lernschwacher S
Mögliche Vorteile
• Zusätzliche Merkhilfe für visuelle Lerntypen
(Multisensorik)
• S erkennen, dass im Englischen Aussprache und Schrift
voneinander abweichen
• Lesen und Schreiben stellen eine Abwechslung zum
überwiegend mündlichen Unterricht dar
(Methodenvielfalt)
• Lese- und Schreibanlässe ermöglichen ruhigere,
selbständigere Arbeitsphasen
• Lesevorlagen eröffnen neue Möglichkeiten für
Rollenspiele und andere Sprechaufgaben (z.B.
Auftragskarten, Handlungsanweisungen)
• S, denen das Schriftbild vorenthalten wird, legen sich auf
Basis ihrer Muttersprache ein eigenes englisches Schriftbild
zurecht („Invented Spelling“: orengsch, bläck, ueit etc.)
• Das Segmentieren des Lautstroms in einzelne Wörter
erleichtert das Verstehen
Beispiel:
„Woisnderstifdgebliem“
Wo ist denn der Stift
geblieben?
• Voraussetzung: „Ausreichende Festigung
des Lautbildes und behutsame
Einführung des Schiftbildes (Flashen,
Zuordnen etc.)
Lesekompetenzen:
•Wortbild-BildZuordnung
•Wortbild-LautbildZuordnung
•kurze Anweisungen
wiedererkennen
AB 13
Lesekompetenz: Kurze vertraute
Texte wiedererkennen
Speaking: Grundlagen
Speaking:
Grundlagen
6 hungry caterpillars
AB 34/35
Stories
Speaking:
Grundlagen
Cultural
information
Listening: Cultural Information
PB p 23 / jungle party
Reading: Skeleton Texts (reconstruction)
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Writing
• Schreiben als eigenständige
Fertigkeit (Verfassen von Texten) ist
in der Grundschule nicht erreichbar.
• Möglich und sinnvoll:
Reproduktives Schreiben
(„copying“) sowie semi-kreatives
Schreiben („creative copying“) als
Vorbereitung für das freie Schreiben
ab Klasse 5.
Copying
Bild - Wort zuordnen
AB p 3
Copying
AB p 5/5
Bild –
Satz zuordnen
Copying
AB p 2
Gapped texts
Copying
Crosswords
Copying
AB 33
Sentence building
Creative Copying
Hinführen zum freien
Schreiben
• Christmas (Valentine, Birthday,
Halloween) cards
• Poems
• Mini model texts
Creative
Copying
Poems
???
Creative
Copying
Mini model texts
Weitere meth. Möglichkeiten
• „labelling“ (Beschriften von Gegenständen im
Klassenraum)
• „message board“ in der Klasse
• „headless sentences“ (Erstes Wort aus einer
Auswahl ergänzen)
• Mindmaps erstellen
• „guess, what‘s next?“: wet, windy, weather, wet,
windy ..________ ?
• Alphabet games/songs (abc-song, „Hangman“
etc.)
Tipps
• auf Regelmäßigkeiten zw. Aussprache u.
Schreibung hinzuweisen (take, make, shake etc.)
• Beim Schreiben auch auf Korrektheit achten
• Schreiben sollte keinen zu hohen Stellenwert
einnehmen
• Bei angemessenem Einsatz wird Lesen u.
Schreiben die S nicht überfordern, sondern
vielmehr Stolz auf das Gelernte vermitteln
Exkurs: Grundsätze des Englischunterrichts
in der Sekundarstufe I
unter besonderer Berücksichtigung des Lesens und
Schreibens
•
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•
„Der Englischunterricht […] basiert auf der Annahme, dass die
Schülerinnen und Schüler die englische Sprache nicht linear
und in gleicher zeitlicher Abfolge erlernen, sondern vielmehr
individuell und kumulativ.“ (Gym 9, RS 8, HS 8)
„Das Sprachhandeln im Englischunterricht findet in möglichst
authentischen, bedeutsamen und herausfordernden
Situationen statt (Prinzip der Authentizität).“ (Gym 9, RS 8, HS
8)
„Die Lernatmosphäre muss es zulassen, dass die Schülerinnen
und Schüler den Mut haben, mit Sprache zu experimentieren
und dabei Fehler zu machen.“ (Gym 9, RS 8, HS 9)
„Zugunsten einer gelungenen fremdsprachlichen Verständigung wird
die formale Korrektheit den kommunikativen Zwecken
untergeordnet (Prinzip der funktionalen Fehlertoleranz).“ (Gym 9,
RS 9, HS 9)
„Im Bereich der funktionalen kommunikativen Kompetenzen haben
die kommunikativen Fertigkeiten Priorität. Sprachliche Mittel dienen
ihrer Realisierung. Vorrangig ist demnach die kommunikative
Absicht, die durch unterschiedliche sprachliche Mittel verwirklicht
werden kann.“ (Gym 11, RS 10, HS 10)
„Die konkrete Auswahl der zu vermittelnden Lexik und Grammatik
ergibt sich aus dem Unterrichtszusammenhang unter Einbeziehung
individueller Interessen und Bedürfnisse.“ (Gym 11, RS 11, HS 11)
Quelle: Kerncurricula für Gym/RS/HS
http://db2.nibis.de/1db/cuvo/ausgabe/index.php?mat1=16
Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung
im Englischunterricht der Sekundarstufe I
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„Lernkontrollen überprüfen ausschließlich die funktionalen
kommunikativen Kompetenzen des Hör- und Hör/Sehverstehens, Leseverstehens, Schreibens und der
Sprachmittlung.“ (Gym 26, RS 26, HS 24)[1]
„Bewertet wird grundsätzlich die kommunikative
Gesamtleistung.“ (Gym 27, RS 27, HS 25)
„Lexikalische, grammatische, orthografische und
gegebenenfalls phonologische Teilleistungen haben bei diesem
integrativen Bewertungsansatz eine dienende Funktion und
werden nicht isoliert bewertet.“ (Gym 27, RS 27, HS 25)
„Kern der Bewertung sprachlicher Leistung ist die Würdigung
der erbrachten Leistung und nicht die Feststellung sprachlicher
Mängel.“ (Gym 27, RS 27, HS 25)
„Bei der sprachlichen Gesamtleistung sind Hör- und Hör-/
Sehverstehen, Leseverstehen, Sprechen und Schreiben zu
etwa gleichen Teilen zu berücksichtigen. Die Leistungen der
Sprachmittlung haben ein wesentlich geringeres Gewicht.“ (Gym
27, RS 27)
„Die Grundsätze der Leistungsfeststellung und
Leistungsbewertung müssen für die Schülerinnen und Schüler
sowie für die Erziehungsberechtigten transparent sein und
erläutert werden.“ (Gym 27, RS 27)
Quelle: Kerncurricula für Gym/RS/HS:
http://db2.nibis.de/1db/cuvo/ausgabe/index.php?mat1=16
„Die folgenden Tabellen
enthalten Beispiele, die
zur Überprüfung der
erreichten Niveaus in den
kommunikativen
Fertigkeiten geeignet
sind.“
Quelle:
Kerncurriculum für das
Gymnasium, S. 28:
http://db2.nibis.de/1db/cuvo/ausg
abe/index.php?mat1=16
Schreiben: Erwartete Kompetenzen
am Ende von Klasse 6 (Gym)
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Am Ende des 6. Schuljahrgangs können die Schülerinnen und
Schüler einfache Sätze und Dialoge schreiben, die sich auf
vertraute Themen wie Familie und Schule beziehen (A1+).
Die Schülerinnen und Schüler können
kurze, einfache Mitteilungen schreiben,
über sich selbst und fiktive Personen schreiben und ausdrücken,
wo sie leben und was sie tun,
schriftlich Informationen zur Person wie den eigenen Namen, die
Nationalität, das Alter und das Geburtsdatum erfragen und
weitergeben,
unter Anleitung zweisprachige Wörterbücher und die
Wörterverzeichnisse der Lehrwerke zur Textproduktion
verwenden.
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