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Energie sparen: Aber wie? - Technokomm

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Energie sparen: Aber wie?
Die Rekord-Ölpreise vom letzten Sommer, die in den „Kyoto-Zielen“ festgeschriebenen Emissionsbeschränkungen sowie die Anzeichen eines Klimawandels geben den Megatrend für die
wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Jahre vor. Er heißt „Energieeffizienz“. Ein Beispiel
für diesen Trend ist der per EU-Richtlinie von 2006 geregelte „Energieausweis“ für Häuser.
Über die Klassifizierung des Energieverbrauchs wird in Zukunft der Marktwert von Gebäuden wesentlich mitbestimmt werden. Auch für die Industrie gelten neue Rahmenbedingungen: Emissionsrechte werden per Zertifikat handelbar, Energie wird tendenziell knapper und
damit teurer. Auch wenn die Energiekosten derzeit nur rund 8-10 Prozent der Herstellkosten verursachen. Investitionen in sparsamere Prozesse liegen nicht nur im Trend, sondern
werden sich auch finanziell lohnen. Welche Möglichkeiten bieten sich dabei in der Kunststoffverarbeitung?
Sowohl die Herstellung der Kunststoffe als auch
die Verarbeitung zu konkreten Produkten erfordern einen hohen Energieaufwand. Überall dort, wo
der Anteil am Gesamtaufwand hoch ist, ist auch
das Potenzial für eine Einsparung hoch. Dieses
ist nach wie vor nur unzureichend genutzt, weil
in der noch relativ jungen Geschichte der Kunststoffanwendung bisher stets die Werkstoff-, Verfahrens- und Produktentwicklung Vorrang hatten.
Daran schloss sich die Automatisierung zur Re-
AUSGABE: 1/2009
duktion des Lohnkostenanteils an – nicht zuletzt
ausgelöst durch den zunehmend globalen Wettbewerb. Ein weiterer Technologieschub wird durch
die höheren Energiekosten zu erwarten sein. Die
zum Glück nur kurzzeitige Preisexplosion im letzten
Sommer kann als Warnzeichen verstanden werden.
Der anschließende Rückgang darf nicht als Trendwende zum Normalzustand, sondern nur als Pause
verstanden werden, die es zu nützen gilt.
Fortsetzung auf Seite 2/3
www.kunststoff-cluster.at
AUS DEM INHALT
Editorial
Seite
2
TITELTHEMA SEITE
• Energiesparen – eine gesamtheitliche
Betrachtung
2-5
KC NEWS SEITE 6-9
• Karriere mit Kunststoff
• Wettbewerb „Kunststoff & Produktdesign“
• 10 Jahre Kunststoff-Cluster
Branchen News
Seite 10-14
• Energielösungen für Salzburger Unternehmen
• Metal Injection Moulding
KC PROJEKTE • T-Form Projekt
SEITE 16
energiesparen in der kunststoffverarbeitung
Energiesparen – eine gesamtheitliche Betra
EDITORIAL
Liebe Cluster-Partner, sehr geehrte Damen
und Herren!
Die Energie-Effizienz steht ganz im Mittelpunkt
dieser Ausgabe. Nachhaltigkeit im ganzheitlichen Ansatz ist nicht nur die Möglichkeit,
dem Klimawandel sondern auch dem aktuellen
wirtschaftlichen Klima zu begegnen.
Ein aktives Entgegentreten den derzeit herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den pessimistischen Prognosen
ist notwendig. Chancen und Entwicklungen
können nur durch das Gestalten und gemeinsam im Dialog neu bewertet werden:
Innovation durch Kooperation im Rahmen
von geförderten Projekten, Einsparpotenziale
durch Benchmarking, Qualifizierungen für den
aktuellen und zukünftigen Bedarf bzw. zur
Überbrückung. Erfolgsentscheidend werden
weiterhin gemeinsam überdachte Möglichkeiten sein. Lösen wir die Aufgabenstellungen
durch Vernetzung, Innovation, Optimierungen
und Qualifizierung.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel
­Erfolg und hoffen auf eine effektive und
­effiziente Bündelung unserer Kunststoff-Kompetenzen.
DI (FH) Werner Pamminger, MBA
Spritzgießen: elektrisch Energie sparen
Welches Energiesparpotenzial im Spritzgießen
steckt, demonstrieren die Maschinen mit vollelektrischer Antriebstechnik, die nunmehr alle namhaften Maschinenhersteller im Programm haben
(Abb.1). Während hydraulische Maschinen alle Bewegungen über den Zwischenschritt der Umwandlung von elektrischer Antriebsenergie über eine
Pumpe in hydrodynamische Energie und wieder
zurück in Bewegung mit Hilfe von Hydraulikzylindern oder Hydromotoren – mit den entsprechenden
Umwandlungsverlusten – erzeugen, entfällt dieser
Zwischenschritt bei den vollelektrischen Maschinen. Servomotoren, in Kombination mit Getrieben
und Spindeltrieben, wandeln die elektrische Antriebsenergie direkt in Vortrieb um.
Der direkte Vergleich zeigt, dass vollelektrisches
Spritzgießen bis zu 50% weniger Energie verbraucht. Durch die Direktantriebe, ohne temperaturabhängige Öleinflüsse, sinkt die Temperaturabhängigkeit des Gesamtsystems. Die Präzision und
die Produktionskonstanz steigen. Bei schnell laufenden Anwendungen, z.B. beim Verpackungsspritzguss, ist der Verbrauchsvorteil noch größer und liegt
bis zu 70 Prozent unter dem einer hydraulischen
Maschine mit Hydrospeicher für das Einspritzen.
Elektrische Maschinen verbrauchen nicht nur weniger Energie, sondern sind generell schneller, da
sie bereits in der Standardausführung die Möglichkeit des Parallelbetriebes mehrerer Antriebe bieten. 10 bis 20 Prozent Zykluszeit lassen sich so
im Vergleich zum sequentiellen Zyklusablauf hydraulischer Standardmaschinen einsparen.
Neu: Hydraulische Maschinen ziehen nach
Ein Marktüberblick zeigt, dass auch in der hydraulischen Maschinentechnik noch Verbesserungspotenzial steckt. Dieses bietet einerseits die Hybridtechnik, also die Kombination von elektrischen
und hydraulischen Antriebskomponenten, andererseits die Einführung einer neuen Antriebstechnik für
hydraulische Systeme. So bieten einige Hersteller
(Engel und Boy) seit der FAKUMA 2008 als Alternative zum Hauptantrieb über einen konstant drehenden Asynchronmotor und einer elektro/hydraulischen Regelpumpe eine Antriebskombination aus
Konstantpumpe und variabel drehendem Servomotor an (Abb. 2). Die Mengenregelung übernimmt
der Servomotor. Es wird nur gefördert, was aktuell
verbraucht wird. Die systembedingten Verlustkreisläufe hydraulischer Maschinen und die damit verbundene Umwandlung von Verlustleistung in Wärme
können so vermieden werden. Mit dem neuen Konzept lassen sich die Verbrauchsvorteile der elektrischen Maschinen zwar nicht egalisieren, aber doch
halbieren. Bei Anwendungen, die hydraulisch angetriebene Kernzüge erfordern, ziehen sie sogar mit
den vollelektrischen Maschinen gleich.
Weitere Innovationen am Horizont
Neueste Entwicklungen zeigen, dass es auch abseits der Antriebstechnik Energiesparpotenzial gibt.
Abb. 1: Vollelektrische Spritzgießmaschinen haben zusätzlich zum geringeren Energieverbrauch auch eine höhere Prozesskonstanz und höhere Gesamtpräzision.
Ing. Harald Bleier
Impressum:
Der Kunststoff-Cluster ist eine Initiative der Länder Oberösterreich,
Niederösterreich und Salzburg. Die Träger des Kunststoff-Clusters
sind die Clusterland Oberösterreich GmbH, ecoplus.Niederösterreichs
Wirtschaftsagentur GmbH und die ITG Salzburg.
Medieninhaber (Verleger) und Herausgeber: Clusterland Ober­
österreich GmbH, Redaktionsadresse: Hafenstraße 47-51, 4020 Linz,
Telefon: +43 732 79810-5115, Fax: +43 732 79810-5110.
E-Mail: kunststoff-cluster@clusterland.at, www.kunststoff-cluster.at
Für den Inhalt verantwortlich: DI (FH) Werner Pamminger, MBA.
Redaktion: DI Reinhard Bauer, Ing. Harald Bleier, Mag. Cordula
Scherngell.
Grafik/Layout: www.die-werbewerkstatt.at
Bildmaterial: Hans-Heinrich Behrens, Engel Austria GmbH, Greiner,
Kunststoff-Institut Lüdenscheid, Kunststoff-Cluster, MANN+HUMMEL
ProTec, NaKu, PCCL, Pixelio, GmbH & CO. KG, Wittmann Battenfeld,
www.fotolia.com
Gastbeiträge müssen nicht notwendigerweise die Meinung des Herausgebers wiedergeben. Beigelegte Unterlagen stellen entgeltliche
Informationsarbeit des KC für die Partner dar. Alle Angaben erfolgen
trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr; eine Haftung ist ausgeschlossen.
2
AUSGABE: 1/2009
veranstaltungen
achtung ist notwendig
Beispielhaft seien neue „Leichtlauf-Maschinenöle“
auf pflanzlicher Basis erwähnt (siehe www.natoil.
de), für die bereits die Zulassung eines großen
Maschinenherstellers (Arburg) vorliegt.
Im Erprobungsstadium sind Massezylinder mit induktiver Beheizung an Stelle von Heizbändern
(siehe www.xaloy.com). Diese Methode bietet ein
Einsparpotenzial von bis zu 70 Prozent Heizenergie. Weitere Vorteile sind die leichte Nachrüstbarkeit ohne dass Änderungen an den Maschinen vorgenommen werden müssen und der so genannte
„cool-touch-Effekt“. Er bewirkt, dass die Wärme
an der Zylinderoberfläche kaum spürbar ist. Somit ist die an die Umgebung abgegebene Wärmestrahlung geringer und muss nicht über eine Klimatisierung weggekühlt werden, ein Problem, das
vor allem für den Energieaufwand für Reinräume,
z.B. in der Medizintechnik oder der Mikroelektronik-Produktion, von Bedeutung ist.
Auch auf dem Gebiet der energieoptimierten Verfahrenstechnik werden Forschungsprojekte voran
getrieben. Kennzahlsysteme zur energieoptimierten Maschineneinstellung sind in Vorbereitung
(Wittmann-Battenfeld). Alle Maschinenfirmen haben ihre Ausbildungskapazitäten in diese Richtung verbessert.
Ein weitere, nicht minder wichtige, Einsparmaßnahme ist die Blindleistungskompensation direkt
in der Spritzgießmaschine (siehe Eco-Power von
Wittmann-Battenfeld). Die Innovation dieser Einrichtung ist die Reaktionsschnelligkeit. Sie re-
VERANSTALTUNGEN
05. 03. 2009: Fachveranstaltung: „Designstarke Kunststoffprodukte mit Gewinnpotenzial
für den Weg zum Erfolg“
Salzburg
12. 03. 2009: Clusterland-Forum: „Energieeffizienz in der industriellen Produktion“
Hagenberg
18. 03. 2009: Tagesschulung QM im Werkzeug- und Formenbau
Oberösterreich
25. 03. 2009: Fachveranstaltung: „Wachstumsmarkt Hybridteile als Chance für
Kunststoffverarbeiter“
Wr. Neustadt
26. 03. 2009: Tagesschulung mit „Spritzguss-Schulung.de“ (TEIL 1)
Linz
01. 04. 2009: 10-Jahresfeier Kunststoff-Cluster
Linz
09. 04. 2009: Tagesschulung Oberflächen- und Dekorverfahren
Oberösterreich
28. 04. 2009: Tagesschulung Basiswissen Kunststoff
Niederösterreich
14. 05. 2009: Fachveranstaltung zum Thema Verpackungen
Oberösterreich
27. 05. 2009: Tagesschulung Grundkurs Kunststoffverarbeiter Spritzguss
Oberösterreich
Nähere Infos zu den Veranstaltungen:
KC Büro Linz, Jasmin Thanner, Tel. +43/732/79810-5115, KC Büro Wiener Neustadt, Waltraud
Wanzenböck, Tel. +43/2622/82324-10, www.kunststoff-cluster.at
agiert zykluskonform mit der Leistungsaufnahme
der Antriebsmotoren. Die zur Speicherung notwendigen Kondensatoren werden über Halbleiterschalter zugeschaltet. Der Vorteil und Einspareffekt der
integrierten Blindleistungskompensation, die auch
an bestehenden Maschinen nachgerüstet werden
kann, sind finanzielle Vergütungen der Stromversorgungsunternehmen bei geringeren Rückspeiseraten von Blindleistung ins allgemeine Stromnetz.
Zusätzlich erlaubt ein geringerer Blindstromanteil,
das betriebsinterne Leitungssystem sparsamer zu
dimensionieren. Für Motoren bis 37 kW Wirkleistung
steht eine zusätzliche, weil effizientere Methode für
den Teillastbereich mit schlechtem Motorwirkungsgrad und überproportional hoher Blindleistung zur
Verfügung. In diesem Bereich wird nicht die Blindleistung selbst kompensiert, sondern indirekt über
die Reduktion der Wirkleistung durch eine ebenso
reaktionsschnelle Spannungsreduktion (Abb. 3)
Energiesparen in der Infrastruktur
Ziel und Vorteil aller neuen Maschinen ist, einen
besseren Wirkungsgrad zu bieten. Die Konsequenz
ist einerseits der geringere Bedarf an Primärenergie, andererseits die geringere Abgabe an Verlustenergie an die Umgebung, die in irgend einer Form
entsorgt (z.B. weggekühlt) werden muss.
Ein Beispiel: Vollelektrische Maschinen benötigen
keine Hydraulikkreislaufkühlung. So kann bis zu
AUSGABE: 1/2009
3
energiesparen in der kunststoffverarbeitung
50 Prozent des Kühlwasserbedarfs in einem Betrieb eingespart werden.
Auch bei der Materialtrocknung kann Energie gespart werden. Eine eindruckvolle Leistungsschau bot
hierzu die letzte FAKUMA. Technologisch ausgeklügelte Trockner setzen vielfältige Mechanismen zur
Optimierung des Energieaufwandes ein. Diese reichen von der Gegenstrom-Regenerierung über die
permanente Kontrolle des Fortschritts der Regenerierungsphase (z.B. SmartReg von Wittmann) bis zu
strömungsoptimierten Trocknungssilos mit effizienten Isolierungen. Zur Verbesserung der Transparenz
der Energieverbrauchsangaben hat Fa. Wittmann
eine normierte Messmethode zur Ermittlung des
Geräteverbrauchs entwickelt und deklariert diesen
als erstes Unternehmen auf einer eigens kreierten Energieplakette. (siehe Abb. 4 und weitere Informationen unter: http://www.wittmann-robot.com/
index.php?idp=260&hxpage).
Abb. 2: Die Energieverbrauchsnachteile hydraulischer Maschinen können durch Umstellung der Hauptantriebe auf eine
Kombination aus Konstantpumpe und variabel drehendem Servomotor zwar nicht ausgeglichen aber halbiert werden.
Abb. 3: Beispiel der Blindleistungsreduktion mit Hilfe des Battenfeld ECOPower Systems auf einer Spritzgießmaschine mit
18,5 kW Antrieb. In diesem Leistungsbereich wird der Blindstrom durch die reaktionsschnelle Spannungsreduktion (damit
Absenkung der Wirkleistung) reduziert.
4
Extrusion: Noch viel Potenzial vorhanden
Extrusionslinien sind, insgesamt gesehen, relativ
energieintensive Fertigungsanlagen. Vor allem in der
Nachfolgestrecke zum Kalibrieren und Kühlen des
Profils steckt noch Verbesserungspotenzial.
Ein Beispiel: Übliche Extrusionslinien für Fensterprofile arbeiten mit einem Durchsatz von rund
300 kg/h. Während das extrudierte Profil rund
27 kW Wärmekapazität in die Kalibrier- und Kühl­
strecke einbringt, müssen dort weitere 25 kW für
den Antrieb der Vakuumpumpen, sowie für die Kühlwasserpumpen aufgewendet werden. Da die Kühlkreisläufe im Gegensatz zum Spritz­gießen überwiegend offen betrieben werden, besteht die Tendenz,
dass das Kühlwasser zusätzlich zur Wärme aus
dem Profil auch noch bis zu 10 kW Umgebungswärme aus der Halle aufnehmen muss, die ebenfalls weggekühlt werden müssen. Daraus lässt sich
ein großes Verbesserungspotenzial ableiten, z.B.
durch die generelle Umstellung auf ein Kühlungssystem mit geschlossenen und isolierten Kreisläufen, aber auch in einer weiter gehenden Anpassung der Vakuumerzeugung an den tatsächlichen
Bedarf. Eine konkrete Möglichkeit ist eine Konzeptänderung, bei der an Stelle einzelner, ständig angetriebener Vakuumkreise, mehrere Vakuumzonen
zusammen geschaltet sind. Dadurch müssen nicht
ständig alle Vakuumpumpen laufen, sondern können je nach Leistungsbedarf stufenweise zu- bzw.
weggeschaltet werden. Großes, noch zu wenig genutztes, Potenzial liegt auch in der Minimierung der
Undichtheit zwischen den Kalibratoren und dem
Profil, z.B. durch die Abdichtung mit einer Wasservorlage (Abb. 5 und www.greiner-extrusion.at /
siehe Energieverbrauchsrechner / geschlossener
Kühlkreislauf). Tendenziell sind ähnliche Energiesparmaßnahmen auch bei anderen Bereichen der
Extrusionstechnik realistisch umsetzbar.
Resümee: Energiesparen lohnt
Die nunmehr wieder leicht reduzierten Energiepreise nehmen aktuell etwas Druck von den
Herstellkosten. Die Zeitspanne bis zum nächsten Anstieg ist eine Atempause, die es zu nützen gilt. Viele Ausrüstungshersteller haben ihre
AUSGABE: 1/2009
energiesparen in der kunststoffverarbeitung
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Abb. 4: Wittmann zeichnet
seine Materialtrockner mit
einem Energieverbrauchs­
label aus. Die angege­
benen Verbrauchswerte
wurden in einem normierten und auf andere
Geräte
übertragbaren
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07
72
Hausaufgaben gemacht.
Doch das Energiesparen
ist nicht ausschließlich auf
die Maschinentechnik selbst
beschränkt, sondern muss auch
das Betriebsgebäude, die Betriebsinfrastruktur und eine Verbesserung der Materialflusses miteinschließen.
Die dafür notwendigen Mittel und Methoden sind vorhanden. Nun ist es
an den Anwendern, diese Möglichkeiten zu nützen und rechtzeitig für
die Zeiten wiederkehrender hoher Energiepreise vorzusorgen.
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mit, die Kühlwassermenge um bis zu 40
Prozent zu reduzieren und damit auch
Energie zu sparen.
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5
kc news
Karriere mit Kunststoff
Infos für die Spitzenkräfte von morgen
Vom 5.- 8. März ist es soweit! Auf der BeSt in Wien
informieren der Kunststoff-Cluster und die TMG (OÖ.
Technologie- und Marketinggesellschaft m.b.H.) erstmals auf einem eigenen Stand über die verschiedenen Ausbildungswege in der Kunststoff-Branche
sowie die chancenreichen Berufe in oberöster­
reichischen Unternehmen. Auf dieser Messe für
Beruf, Studium und Weiterbildung stellen mehr als
300 Unternehmen, Ausbildungseinrichtungen und diverse Institutionen aus. Die Besucher haben ­daher
die Möglichkeit sich ausführlich über die Bildungsangebote zu informieren.
Um innovativ zu bleiben, braucht man bestens ausgebildete Mitarbeiter. Gerade in Zeiten wie diesen ist
es enorm wichtig, die richtigen Mitarbeiter in Schlüsselpositionen einzusetzen. Die Themen Humanressourcen und Networking sind daher Eckpfeiler für
erfolgreiche Unternehmen. Der Kunststoff-Cluster
unterstützt die Branche bei der Positionierung am
Arbeitsmarkt und begeistert die Jugendlichen für
eine Ausbildung in der Kunststofftechnik – Ihre Mitarbeiter von morgen!
Auch die Ausbildungseinrichtungen reagieren auf
die steigenden Anforderungen der österreichischen
Kunststoff-Industrie. Neben dem Studiengang Material- und Verarbeitungstechnik an der Fachhochschule Wels können Kunststoff-Interessierte ab WS
09/10 auch an der Johannes Kepler Universität Linz
das Studium Materialwissenschaften mit Schwerpunkt Kunststofftechnik inskribieren.
Kunststoffe gelten als die Werkstoffe der Zukunft!
In Oberösterreich werden im Rahmen des Projektes „Kunststoffstandort Oberösterreich“ punktgenaue
Maßnahmen gesetzt, die u.a. optimale Rahmenbe-
Bio Frischhaltebeutel von der Firma
NaKu erreichen den 2. Platz beim
Genius Ideenwettbewerb 2008
„NaKu“ steht für „Natürlicher Kunststoff“
und ist gleichzeitig der Firmenname eines
jungen niederösterreichischen Betriebes.
DI Mag. Johann Zimmermann und sein
Team entwickeln u. a. Tragtaschen und
Frischhaltebeutel auf Basis nachwachsender Rohstoffe.
Natürlicher Kunststoff ist besonders atmungsaktiv. Für Lebensmittel, wie Obst,
Gemüse oder Brot, eine optimale Voraussetzung um länger frisch zu halten.
Am 27. 1. 2009 ging die Preisverleihung des
Genius Ideenwettbewerbes 2008 des Landes Niederösterreich im TFZ Wiener Neustadt über die Bühne.
Die Firma NaKu e.U. wurde für ihr Projekt: „Bio Frischhaltebeutel – Aus Natürlichem Kunststoff“ mit dem 2. Platz ausgezeichnet.
Wir gratulieren sehr herzlich!
Erhältlich sind die Bio-Frischhaltebeutel
direkt bei der Firma NaKu unter www.
naku.at
6
dingungen für die rund 220 Kunststoff-Unternehmen
sicherstellen. Im Projektzeitraum von 2007 bis 2011
werden von Land, Bund und der Johannes Kepler
Universität Linz fast 18 Millionen Euro investiert.
Die Gesamtkoordination des Projektes obliegt der
TMG. Bei der Umsetzung der im Kunststoff-Cluster
durchgeführten Maßnahmen stehen das Image der
Branche und die vielfältigen Karrieremöglichkeiten
für die Jugend im Fokus.
Einen Überblick über die Kunststoff-Branche geben
auch die Folder für Jugendliche ab 14 bzw. ab 18
Jahren. Diese können im KC kostenlos angefordert
werden: Mag. Sandra Maisser, Tel.: +43/732/798105121, E-Mail: kunststoffstandort@clusterland.at,
www.kunststoffstandort.at
Dieses Projekt wird mit Mitteln des
Landes Oberösterreich gefördert!
Mehr Forschung,
mehr Studenten
und 1000 Arbeitsplätze: Uni-Linz
freut sich über den
Ausbau bis 2012
Um 100 Millionen Euro wird die Kepler-Uni in Linz
bis 2012 ausgebaut werden. Herzstück dabei ist
ein neuer Science Park. Das bedeutet insgesamt
mehr Forschung, mehr Studenten und in weiterer
Folge ca. 1000 Arbeitsplätze mehr. Die Ausbaustufen
umfassen: Mechatronik, Kunststofftechnik, Sensorik,
­Mathematik und das Holzkompetenzzentrum – und
das alles mit den neuesten Labormaschinen.
Mehr Forschung wird auch zahlreiche Firmen­
neugründungen bringen. Und mehr Frauen in der
Technik. Die Universität hat somit als Drehscheibenfunktion für die angewandte Forschung und die
Ausbildung von hoch qualifizieren Absolventen/Innen
einen klaren Ausbaubedarf. Gilt es jedoch auch, die
hochtechnologisierte Industrie in Oberösterreich auch
zukünftig zu unterstützen.
AUSGABE: 1/2009
kc news
Wettbewerb „Kunststoff & Produktdesign“
Der Kunststoff-Cluster, das Netzwerk Design & Medien und die ITG Salzburg initiierten heuer
­erstmals den Wettbewerb „Kunststoff & Produktdesign“. Eine unabhängige Jury bewertete am­
27. Jänner 2009 die eingereichten Objekte anhand von drei Kriterien: Funktionalität (40 Prozent),
Innovation (30 Prozent) und Design/Kreativität (30 Prozent). Insgesamt sechs Unternehmen werden
10
+43 732 79810-51
bei der am 5. März 2009 stattfindenden Tagung „Designstarke Kunststoffprodukte mit Gewinnpotenzial für den Weg zum Erfolg“ prämiert. Den Gewinnern winken tolle Preise: Ein Bierbrauseminar,
ein Aufenthalt in Barcelona oder London sowie ein Gutschein für ein Wellnesshotel und exklusive
‚Dinner-for-two’ Gutscheine.
KC-Folder_Design
stark_22.1.
26.01.2009
14:53 Uhr
Seite 2
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Clusterland Oberöste
Kunststoff-Cluster
4020 Linz
Hafenstraße 47 – 51,
Fax-Antwort
Kunststoffprodukte
gung „Designstarke
mit Gewinnpotenzial
für den Weg zum Erfolg“
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Ich melde mich verbindlich an.
März 2009
am Donnerstag, 5.
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den Vorträgen haben wir ausreichend Zeit für Diskussionsrunden und Networking eingeplant.
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❏ NEIN
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Niederösterreichs
OÖ GmbH und der ecoplus.
werden.
Daten von der Clusterland kann jederzeit schriftlich widerrufen
die bekannt gegebenen
einverstanden, dass
per E-Mail zu. Die Zustimmung
und erklären sich damit
weiterer Informationen
angeführten Angaben
Sie der Übermittlung
bestätigen Sie die oben und verarbeitet werden. Weiters stimmen
Mit Ihrer Unterschrift
erfasst
GmbH elektronisch
Wirtschaftsagentur
Erfolgsfaktor Design bei Kunststoffen
Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl unterstützte den
Wettbewerb: „Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten muss in Innovationen und Ideen investiert
werden um die Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.
Innovative Kunststoffprodukte bieten Unternehmen
ungeahnte Möglichkeiten durch einzigartiges Design
Alleinstellungsmerkmale zu schaffen, die eindeutig Wettbewerbsvorteile
mit sich bringen. Dieser
Designstarke
Wettbewerb
Kunststoffprodukte
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mit Gewinnpotenzial
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2009
Donnerstag, 5. März
10.00 – 16.30 Uhr,
Uhr
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5020 Salzburg
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4020 Linz, Hafenstraße
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Telefon: +43 732 79810-511
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jasmin.thanner@cluste
Anmeldebedingungen
erhalten
Nach schriftlicher Anmeldung
stätigung. Sie können
Sie eine Anmeldebe
Kalendertage vor der
die Anmeldung bis 10
stornieren (bitte
Veranstaltung kostenfrei
inen
bzw. bei Nichtersche
schriftlich). Danach
zu
der gesamte Betrag
des Teilnehmers ist
des angemeldeten
entrichten. Eine Vertretung
Teilnehmers ist möglich.
Teilnahmebeitrag
(beinhaltet VortragsDie Teilnahmegebühr
änke und -imbisse
unterlagen, Pausengetr
beträgt pro Person
sowie Mittagessen)
Euro 162,– (exkl. MwSt.)
Für KC/NDM-Partner:
Euro 247,– (exkl. MwSt.)
Normalpreis:
t
der Länder OberImpressum:
ster ist eine Initiative
Das Netzwerk
Der Kunststoff-Clu
ch und Salzburg.
Oberösterreich und
österreich, Niederösterrei
eine Initiative der Länder
Design & Medien ist
Oberösterreich GmbH
sind die Clusterland
ters sind
Salzburg, die Träger
Die Träger des Kunststoff-Clus österund die ITG Salzburg.
GmbH, die ecoplus.Nieder Alle
ITG Salzburg.
die Clusterland Oberösterreich
ntur GmbH und die
reichs Wirtschaftsage sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr,
trotz
Clusterland
Angaben erfolgen
ausgeschlossen. Herausgeber:
eine Haftung ist
Hafenstraße 47 – 51,
Redaktionsadresse:
Oberösterreich GmbH, Kunststoff-Cluster. Grafik/Layout: Brot
4020 Linz. Bildmaterial:
ko.co.at.
& Butter www.andrasch
im Rahmen des
& Medien wird
Das Netzwerk Design aus Mitteln des Europäischen Fonds für
13
gefördert.
EU-Programms Regio
(EFRE) sowie aus Landesmitteln
Regionale Entwicklung
erfolgt nach der VeranstalDie Rechnungslegung
rnehmen
sich vor, Partnerunte
tung. Der KC behält
zu bevorzugen.
bis 16.30 Uhr
rg
5. März 2009, 10.00
straße 1, 5020 Salzbu
TriBühne Lehen, Tulpen
www.kunststoff-cluster.a
tiv bereits mit den unterschiedlichsten Kunststoffen gearbeitet wird und welche designstarken Produkte dabei entstehen können.“
Fachtagung „Designstarke Kunststoffprodukte
mit Gewinnpotenzial für den Weg zum Erfolg“,
am 5. März 2009, TriBühne Lehen, Tulpenstraße 1, 5020 Salzburg
Seien Sie dabei und lernen Sie die Preisträger
­persönlich kennen! Bei dieser Tagung werden die
Gewinner unseres Wettbewerbs „Kunststoff & Produktdesign“ bekannt gegeben.
Nutzen Sie die Gelegenheit und erfahren Sie bei
dieser Tagung mehr über die Faszination, Produkte
aus Kunststoff zu ent­wickeln und überzeugen Sie
Kunststoff: Der Designwerkstoff des 21. Jahrhunderts
Was haben ein Mobiltelefon, ein Auto, Büroutensilien und ein Schischuh gemeinsam? Oft ist es uns
gar nicht mehr bewusst, aber wir leben im Zeitalter
der Kunststoffe. Mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten sind sie aus unserem modernen Leben
nicht mehr wegzudenken. Kunden stellen immer
größere und höhere Ansprüche an Design, Haptik und Funktionalität eines Produktes – der Markt
fordert heute aber vor allem kreatives, innovatives
und auffälliges Produktdesign. Gelungenes Industriedesign in Verbindung mit dem geeigneten Werkstoff leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg
eines Produktes.
t
KC und Lebensmittel Cluster NÖ reichen
gemeinsames ­CORNET-Projekt ein
Ein neues CORNET-Projekt steht in den Startlöchern: Im November 2008 reichten der KC und der
Lebensmittel Cluster NÖ gemeinsam das Forschungsprojekt „Active and Intelligent Packaging
­Competence Platform“ zur Förderung ein.
Unter „Aktiven Verpackungen“ versteht man Ver­
packungssysteme, die mit dem Füllgut aktiv in
Wechselwirkung treten. Sie können Substanzen aufnehmen oder an das Füllgut abgeben. Intelligente
Verpackungen sind innovative Verpackungssysteme,
die in der Lage sind, den Zustand des verpackten
Produkts zu überwachen und Informationen über
dessen Qualität während des Transportes und der
Lagerung zu liefern.
Im Bereich der „Aktiven und Intelligenten Verpackungssysteme“ gibt es ein großes, teils ungenutztes Potenzial: Während einerseits existierende
Verpackungskonzepte aus Unwissenheit oft nicht
eingesetzt werden, fehlt es andererseits an maßgeschneiderten Lösungen für einzelne Produktbereiche.
Im CORNET-Projekt „Active and Intelligent Packaging
Competence Platform“ sollen Recherchen bezüglich
bereits bestehenden A & I Verpackungslösungen sowie Anwendungsstudien durchgeführt werden. Dabei wird besonderes Augenmerk auf ihren direkten
Nutzen für Lebensmittel gelegt. Ziele des Projektes
sind u.a. die Verlängerung der Haltbarkeit, Reduktion von beziehungsweise Verzicht auf Konservie-
AUSGABE: 1/2009
rungsmittel sowie die Vermeidung von unerwünschten Farbänderungen.
Darüber hinaus sollen Lebensmittelbereiche mit
Potenzial für die Anwendung von Aktiven und Intelligenten Verpackungen definiert werden. Die dort
vorhandenen Anforderungen werden spezifiziert und
es erfolgen Einschätzungen hinsichtlich ihres Marktpotenzials. Weiters werden unter Einbindung der Firmenpartner auch Untersuchungen und Pilotanwendungen ausgesuchter Produkte durchgeführt.
Die Projektergebnisse werden in weiterer Folge in
einer Datenbank integriert. Damit werden sie zunächst allen Beteiligten und später auch anderen
Interessenten aus der Lebensmittel- und Kunststoffbranche zugänglich gemacht.
Im CORNET-Projekt „Active and Intelligent Packaging Competence Platform“ ist die branchenübergreifende Zusammenarbeit von Unternehmen aus
dem Bereich der Lebensmittelverarbeitung sowie
aus dem Verpackungsbereich geplant. Bisher haben 17 österreichische Betriebe ihre Teilnahme zugesagt (acht davon aus Niederösterreich). Begleitet
wird das Projekt von Seiten der Forschung vom Verpackungsinstitut des ofi, des österreichischen For-
Sauerstoffabsorber, der bei Bedarf Sauer­stoff, der in die
Verpackung gelangt, aufnimmt und dadurch verhindert,
dass der Sauerstoff die Produktqualität beeinträchtigt.
schungsinstituts für Chemie und Technik. Neben den
österreichischen Teilnehmern werden Teams aus
Deutschland (Forschungspartner Fraunhofer-Institut
für Verpackungstechnik), Spanien, Belgien, Ungarn,
Tschechien, Slowenien und den Niederlanden an
diesem internationalen Projekt mitarbeiten.
Haben auch Sie Interesse am Projekt mitzuarbeiten, dann wenden Sie sich bitte an:
DI Alexander Komenda
Kunststoff-Cluster
mail: a.komenda@ecoplus.at
tel: 0664 / 220 31 55
Mag. (FH) Magdalena Geißberger
Lebensmittel Cluster NÖ
mail: m.geissberger@ecoplus.at
tel: 0664 / 601 19673
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kc news
Wertschöpfung erhöhen: Bessere Ausbildung und Qualifizierung
Ungebrochen scheint die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in der Kunststoffverarbeitung.
Dennoch sind Qualifikationsdefizite und Facharbeitermangel auszumachen. In der Produktion, dort
wo die eigentliche Wertschöpfung stattfindet, steigt infolge des anhaltenden ­Fachkräftemangels der
Anteil der An- oder Ungelernten. Lag er vor einer Dekade schon bei über der Hälfte der dort Tätigen, dürfte er heute ungleich höher sein – und dies bei gesteigerten Anforderungen an die Bedienung von hochwertigen Maschinen und Anlagen. Kann die aktuelle Qualifikation von Mitarbeitern mit diesen Anforderungen Schritt halten? Wie lauten die Vorschläge aus betrieblicher Sicht?
Wir sprachen mit Hans-Heinrich Behrens von spritzguss-schulung.de der als Dienstleister Prozesswissen vermittelt.
Wo liegen also Ihrer Meinung nach die
­Schwachstellen?
Behrens: Um eine These in den Raum zu stellen: Berufschullehrer und Ausbilder in den Fertigungen können nur unzureichend das Wissen auf
dem Stand der Technik an die junge Generation
weitergeben, da leider nicht in allen Betrieben die
Möglichkeiten der modernen Technik genutzt werden. Sehr hochwertige Maschinen und Werkzeuge
sind derzeit am Markt verfügbar. Und selbst wo
diese konsequent angeschafft und betrieben werden – können die „Alten“ Erfahrungen weitergeben? Oft deswegen nicht, weil gerade bei denen
oft die Meinung vorherrscht: „Das haben wir immer so gemacht, die bunten Kurven brauchen nur
Leute, die nichts vom Spritzgießen verstehen“.
Sie denken, die Defizite liegen eher in der betrieblichen Aus- und Fortbildung? Welche Gründe
führen Sie zu dieser Analyse?
Behrens: Absolut. Die Produktion ist der Teil eines
kunststoffverarbeitenden Betriebes, wo der Großteil der Wertschöpfung stattfindet. Etabliert hat sich
­leider: Die Produktion soll strategisch lediglich abarbeiten. Das Personal wird mäßig qualifiziert –
jedenfalls unterdurchschnittlich zu anderen Betriebsteilen – und zudem vergleichsweise schlecht
bezahlt. Aufgrund dieser personellen Faktoren kann
das Ergebnis nicht optimal sein. Die Verdienstmöglichkeiten und Perspektiven in der Fertigung bedingen auch den Abfluss von qualifizierten Mitarbeitern.
Weiters: Ist der Produktionsverantwortliche darauf
vorbereitet, Investitionsentscheidungen nach kaufmännischen Gesichtspunkten vorzubereiten? Kann
er die möglichen Steigerungen der Wertschöpfung
Schulung bei Firma FUSO.
darstellen? Kann er – gegen die Prioritäten des Einkaufs – vermitteln, nicht die preisgünstigste Lösung
zu suchen, sondern die effektivste – die, bezogen
auf die »Totalen Kosten« einer Fertigung, letztendlich wirtschaftlichste Lösung?
Kann man Ihre Gedanken so interpretieren, dass
Sie für mehr echtes Prozesswissen plädieren?
Behrens: Das wäre der Kernansatz. Die Diskrepanzen zwischen dem Machbaren, mit hohem
Potenzial für Wertschöpfung und Qualität, und der
betrieb­lichen Praxis unnötige Kosten zu produzieren muss gemildert werden. Der Auszubildende und
Mitarbeiter in der Fertigung sollte die Technik umsetzen dürfen und können. Es bleibt festzuhalten:
Die Maschinenindustrie hat ihre Hausaufgaben gemacht und ausreichende Angebote geschaffen. Es
mangelt an der Umsetzung der Wertschöpfung in
der Fertigung für die zwei Ursachen verantwortlich sein dürften: Investitionsgrad und Qualifizierung. Sowohl in den Betrieben, wie auch an den
Leistungsfähige Spritzgießwerkzeuge
für die Kunststoffverarbeitung
Diese müssen mit optimalen Temperierkreisläufen ausgestattet sein, damit eine reproduzierbare
und gleich bleibend hohe Teilequalität erreicht
werden kann. Spezielle Temperierelemente mit
neu entwickeltem Anschlussmechanismus bieten hierfür die wirtschaftlichste Lösung. Das
herkömm­liche Gewindeschneiden, Einsenken
bzw. Ausfräsen für die Anschlussnippel gehören der Vergangenheit an.
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Mit standardisierten Bearbeitungswerkzeugen werden die Bohrungen einfach und schnell für die
Aufnahme der Temperieranschlüsse vorbereitet. Ein
weiterer Vorteil für den Konstrukteur und Werkzeugmacher: Egal ob es sich um Schnellkupplungen, Elemente für die Kernkühlung, Umlenk- oder
Verschluss-Stopfen handelt, alle Verbindungen werden nach dem gleichen Prinzip erstellt. Ein Viton
O-Ring sorgt für die notwendige Dichtheit.
Berufsschulen, fehlen Fachleute, die diese Technik
den Auszubildenden vermitteln können. Und die
jungen Leute sollten über „tiefes Prozesswissen“
motiviert werden. Das echte Prozessverständnis und
modernste Maschinentechnik erlauben es der Jugend mit einer Portion Leidenschaft den Prozess
zu modellieren. Die „Entzauberung eines Prozesses
durch Wissen“ kann neue Potenziale der Kreativität und Begeisterung für Technologie erzeugen.
Hier schlummern große Potenziale, die den Spritzguss-Standort Europa gegen die globale Herausforderung sichern könnten.
Fallen Ihnen Unterschiede dieses Themenkreises
in Ihrer Praxis zwischen Deutschland und Österreich auf?
Behrens: Je nach Betrieb und auch von Land zu
Land sind die genannten Aspekte stärker oder schwächer ausgeprägt. Es liegt möglicherweise an einer
sehr starken Anbindung an Automotive in Deutschland – und den damit verbundenen Kostendruck,
dass Unternehmen dort versuchen oder versuchen
müssen, mit so wenig Aufwand wie möglich durchzukommen – eben auch bei der Qualifizierung. Aspekte zur Wertschöpfung durch Ausbildung, Qualifizierung und Investition scheinen in Österreich auf
fruchtbareren Boden zu fallen – so mein subjektiver Eindruck. Auch das „Wir-Gefühl“ der Betriebe
durch den österreichischen Kunststoff-Cluster sorgt
für ­besseren, intensiveren, fachlichen Austausch und,
abgeleitet daraus, für mehr Leistungen und Anstrengungen in den Betrieben. Der Vernetzungsgedanke
der Cluster prägt das Wertschöpfungsdenken und
seine Optionen nachhaltig würde ich sagen.
Wir danken für das Gespräch. Das gesamte Interview finden Sie auf www.kunststoff-cluster.at unter
News & Infos / Partnernews.
Hans-Heinrich Behrens
D-82069 Schäftlarn, Rosenstraße 5
+49 (0)8178/867437
E-Mail: info@spritzguss-schulung.de
www.spritzguss-schulung.de
Der gravierende Unterschied zu den bisher auf
dem Markt befindlichen Systemen ist die Tat­
sache, dass keine Anschlussnippel benötigt werden. Vorteilhaft für den Kunststoffverarbeiter ist
insbesondere die Tatsache, dass beim Transport und der Lagerung von Spritzgießwerkzeugen Beschädigungen oder gar ein Abbrechen
von überstehenden Nippeln ausgeschlossen sind.
Durch den Wegfall dieser Teile und Bearbeitungen ergibt sich eine Reduktion der Herstellund Fertigungskosten.
www.wns.co.at
AUSGABE: 1/2009
kc news
10 Jahre Kunststoff-Cluster
Erfolgreich und wettbewerbsfähig im Netzwerk
Vorhandene Kompetenzen bündeln, dadurch die Innovationskraft steigern und so die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Partner verbessern: dies hatten sich im April 1999 die Gründer des
Kunststoff-Clusters (KC) in Oberösterreich vorgenommen. In diesem Jahr feiert das Netzwerk sein
10jähriges Jubiläum und unterstreicht damit, dass strategische Allianzen in einem branchenübergreifenden Netzwerk ganz offensichtlich ein Erfolgsrezept sind.
Ziel des KC ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Partner und der Branche insgesamt zu erhalten und auszubauen. Dabei berücksichtigt werden die besonderen Bedürfnisse von Klein- und Mittelbetrieben (KMU):
Maßnahmen in den fünf Handlungsfeldern Information und Kommunikation, Kooperationen, Marketing
und PR, Internationalisierung und Qualifizierung werden bedarfsgerecht bereitgestellt.
Die Kunststoffindustrie hat in Oberösterreich eine
lange Tradition. Um die vorwiegend kleinen und mittleren Unternehmen zu unterstützen, hat die Oberösterreichische Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG), Linz, mit ­finanzieller Förderung durch
das Land Oberösterreich den Kunststoff-Cluster gegründet. Ursprünglich war das seinerzeit mit rund
15,5 Millionen Schilling geförderte Projekt für eine
Laufzeit von 18 Monaten bis Ende September 2000
vorgesehen. Doch bereits nach einem Jahr zeichnete sich der enorme Erfolg ab: 201 Unternehmen
hatten sich in der kurzen Zeit dem Netzwerk angeschlossen. Heute hat der KC mehr als 400 Partnerunternehmen mit zusammen 60.376 Beschäftigten,
die einen Umsatz von 14,9 Mrd. Euro generierten.
Die durchschnittliche Exportquote beträgt knapp
über 60,5 %. Über 80 % der KC-­Partner sind KMU.
Früh erkannten die Organisatoren, dass ein Cluster
ein offenes Netzwerk sein muss – sowohl inhaltlich als auch geografisch. So wurden von Beginn
an Unternehmen der gesamten Wertschöpfungskette eingebunden. Heute erstreckt sich die Bandbreite der beteiligten Unternehmen über alle Bereiche der ­Branche: Rohstoff- und Rezyklatherstellung,
Kunststoffverarbeitung, Maschinen-, Formen- und
Werkzeugbau sowie Institute, F&E-Einrichtungen
und kunststofftechnische Dienstleister.
Ebenso war der KC von Anfang an auch grenzüberschreitend aktiv. So kommen die KC-Partner heute
aus allen neun österreichischen Bundesländern und
den Nachbarregionen Deutschland, Schweiz, Slowakei und Liechtenstein.
Dass sich die aktive Beteiligung im Kunststoff-Netzwerk lohnt, verdeutlichen zwei Aspekte: In den letzten drei Jahren wurden in Oberösterreich jährlich
750 bis 800 neue Stellen in der Kunststoffbranche
geschaffen. Und das Umsatzwachstum der Branche
lag in den letzten zwei Jahren allein in Oberösterreich mit jährlich sieben bis acht Prozent deutlich
über dem anderer Branchen.
Zu den wichtigsten Elementen der Cluster-Arbeit
zählen die Kooperationsprojekte zwischen den KCPartnern. Für diese Gemeinschaftsprojekte, an denen
mindestens drei Cluster-Partner teilnehmen, davon
ein KMU, gewähren die Länder Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und Salzburg für Unternehmen
spezielle Förderungen. Seit 1999 hat der KC mit
373 Partnern 93 Kooperationsprojekte in den Themenbereichen Technologie, Organisation und Qualifizierung initiiert.
Die Qualifizierung ist gerade jetzt ein wichtiges
Thema: Seien es Tagungen, Workshops, Studienreisen oder Betriebsbesichtigungen – in den vergangenen zehn Jahren nutzten 9.025 Teilnehmer
und 782 Referenten auf 163 Veranstaltungen diese
Möglichkeit.
Jüngstes übergeordnetes Projekt ist eine Qualifizierungsoffensive in Zusammenarbeit mit der Landesregierung Oberösterreich: So sind für die Jahre
2007 bis 2011 Investitionen von rund 18 Millionen
Euro vorgesehen. Beteiligt sind bei diesem Projekt „Kunststoff-Standort Oberösterreich“ die Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz, die Fachhochschule Oberösterreich, das Transfercenter für
Kunststofftechnik (TCKT), Wels und der KunststoffCluster (KC).
Insgesamt schafft der KC zusammen mit seinen
Partnern die besten Voraussetzungen dafür, seine
ambitionierte Vision zu verwirklichen: Die leistungsfähigste Kunststoffregion Europas zu sein.
Branchenbenchmarking – Lernen von den Besten
Bereits zum 3. Mal wurden erfolgreich die Kennzahlen für die Bereiche Spritzgussproduktion und
dem Werkzeug- und Formenbau erhoben. Besonders wichtig: Der Benchmark hilft Unternehmen
Weiterentwicklungspotenziale zu erkennen, die schon oft in Vergessenheit geraten waren.
Benchmark heißt übersetzt „Maßstäbe setzen“ und
ist ein kontinuierlicher Prozess über mehrere Jahre.
Durch die Teilnahme am Branchenbenchmark ist es
möglich die Position des Unternehmens in der Branche zu bestimmten sowie die eigenen Stärken und
Schwächen gegenüber der Konkurrenz zu erkennen.
Darüber hinaus können gesetzte Maßnahmen gemessen und Trends in der Branche und Entwicklungstendenzen im Betrieb festgestellt werden.
Trends bereits sichtbar
Obwohl in einigen Bereichen sicher noch Handlungsbedarf erforderlich ist, lassen sich bereits erfreuliche Entwicklungen und Trends erkennen. So
konnte im Gesamten die Innovationsfreudigkeit der
Unternehmen gesteigert werden. Im Vergleich zum
Vorjahr verdoppelten sich die Schulungs- als auch
Investitionskosten und die Anzahl neuer Produkte
konnte signifikant erhöht werden. Rüstzeitverhältnissen wurden um 14 % gesenkt und die Instandhaltungs- und Reparaturzeiten an Maschinen konnten um etwa 30% reduziert werden.
die Möglichkeit an dem Benchmark teilzunehmen.
Neben den Bereichen Spritzguss und Werkzeugbau ist nun auch erstmals der erste Durchgang im
Gebiet der Extrusion geplant. Kontaktieren Sie uns
und wir informieren Sie gerne bei einem persönlichen Gespräch über die Möglichkeiten und den
Nutzen für Sie.
Nähere Infos von DI (FH) Marion König, Tel.
+43 / 732 / 79810 - 5116, E-Mail: marion.koenig@
clusterland.at
Durchschnittliche Maschinenlaufzeit Drahterodieren
Stunden
3000
oberer
Benchmark
2500
Unternehmenswert
2000
Branchenmittel
Weiterer Ausbau geplant
Die Ergebnisse aus dem Benchmark werden selbstverständlich anonymisiert und nur an die teilnehmenden Unternehmen weiterkommuniziert. Dies
wird durch Geheimhaltungsvereinbarungen sichergestellt. Interessierte Unternehmen haben laufend
1500
1000
unterer
Benchmark
500
0
Relation Aufträge zu Angeboten
Aufträge aus
Angebot; 27%
AUSGABE: 1/2009
nicht erhaltene
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branchen news
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Energielösungen für
Salzburger Unternehmen
Die optimale Ausschöpfung energieeffizienter Lösungen und der verstärkte
Einsatz erneuerbarer Energieträger werden für Betriebe zunehmend zum
Wettbewerbsfaktor. Investitionen in energiesparende Technologien und
Systeme leisten einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Nachfrage
nach klimafreundlichen Produkten und Dienstleistungen. Auch in Salzburg ist die produzierende Industrie im Bereich Automobilzulieferer und
Kunststoffwirtschaft von der angespannten Wirtschaftslage betroffen.
In diesen Branchen sehen sich vor allem kleine und mittlere Betriebe entlang
der Wertschöpfungskette zunehmend mit energiewirtschaftlichen Herausforderungen und Zwängen konfrontiert. „Wurden die Energiekosten in der Kostenplanung der Unternehmen lange Zeit wenig berücksichtigt und mit dem laufenden Fixkostenaufwand abgedeckt, stellt sich heute zunehmend die Frage
nach einem betrieblichen Energiemanagement“, unterstreicht der Prokurist
der Innovations- und Technologietransfer Salzburg GmbH (ITG Salzburg), Mag.
Christian Prucher, die Notwendigkeit, den individuellen Einsparpotenzialen in
den Firmen auf den Grund zu gehen. So könnten in Zukunft etwa durch den
Einsatz innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien bedarfsgerechte Energielösungen in den Betrieben forciert werden.
Aufbau eines regionalen Energienetzwerkes
Um in Salzburg besser auf die energierelevanten Bedürfnisse der Betriebe,
wie beispielsweise der produzierenden Industrie im Bereich Automobilzulieferer oder Kunststoffwirtschaft eingehen zu können, ist ein konzertiertes Vorgehen der bedeutenden Stakeholder im Energiebereich notwendig. Aus diesem
Grund ist am Standort die Umsetzung eines Salzburger Energienetzwerkes
vorgesehen, einer Kooperation, an der sich neben der ITG Salzburg, der Wirtschaftskammer Salzburg, die Energieberatungsstelle Umwelt.Service.Salzburg
und der regionale Stromversorger Salzburg AG beteiligen.
Copyright B. Boscolo/PIXELIO
Am Aufbau eines Salzburger Energienetzwerkes für Unter­nehmen beteiligen sich lokale
Kooperationspartner wie die Salzburg AG, die Wirtschaftskammer Salzburg, das Umwelt.
Service.Salzburg und die ITG Salzburg.
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Ziel ist es, gezielte Impulse für produkt- sowie dienstleistungsspezifische Kooperationen zwischen heimischen Betrieben, wissenschaftlichen Einrichtungen und
öffentlichen Institutionen zu schaffen. „Pilotprojekte und Best-Practice-­Beispiele
von klima- und energiebewussten Leitunternehmen sind dabei wichtig, um die
Umstellung hin zu einer ­höheren Energieeffizienz und einem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energieträger auch bei anderen Betrieben stärker voranzutreiben“, betont auch ITG-Geschäfts­führer DDr. Sebastian Huber.
Veranstaltungsübersicht und weitere Details sind unter: www.itg-salzburg.at­
zu finden.
AUSGABE: 1/2009
branchen news
Krona Indústria –
Führender Fitting-Hersteller vertraut auf Wittmann Battenfeld
Krona zählt am südamerikanischen Markt zu
den führenden Anbietern von Rohren und Fittingen. Seit der Gründung im Jahre 1994 vertraut Krona auf die Zusammenarbeit mit dem
österreichischen Spritzgießmaschinenhersteller
Wittmann Battenfeld.
Krona Indústria – Der rasante Aufstieg zum
südamerikanischen Marktführer
Die Erfolgsgeschichte von Krona begann 1994.
­Damals wurde in den ersten Jahren PVC Rohre
­hergestellt bevor 3 Jahre später PVC-Fittinge ins
Produktionsprogramm aufgenommen wurden. Durch
gezielte Investitionen und eine strikte Qualitäts­politik erfolgte der Aufstieg zu einem der bedeutendsten Kunststoffverarbeiter Südamerikas.
Auf einer Produktionsfläche von 33.000 m² werden rund 350 verschiedene PVC-Produkte extrudiert, spritzgegossen, gefügt, montiert und verpackt. Der vielfältige Nutzungsbereich der Produkte
erstreckt sich von Trink- und Abwasserleitungen
über Bewässerungsanlagen bis hin zu privaten
Sanitärbedarf.
Krona vertraut auf Wittmann Battenfeld
Der überwiegende Teil des Maschinenparks stammt
aus dem Hause Wittmann Battenfeld. Juca Jose
Gongalves, Eigentümer von Krona, berichtet zufrieden: „Wir haben einen zuverlässigen, voll integrierten Partner, der unsere hohen Ansprüche er-
Juca Jose Gongalves, Eigentümer.
Produktionsareal Krona Indústria.
füllt. Dabei ist uns vor allem die Kooperation und
Beratung vor Lieferung der Anlagen und die stetige
Produktionsoptimierung sowie das Service im laufenden Betrieb wichtig.“
Die HM-Baureihe mit PVC-Ausstattungspaket
Mit der HM-Baureihe wird eine leistungsstarke Basis für die anspruchsvolle Verarbeitung von Hart-PVC
geliefert. Grundlage sind die Präzisionshydraulik sowie die präzise Schließeinheit mit
großem Platzangebot speziell für
Fitting-Werkzeuge. Die symmetrisch angeordneten Schließzylinder mit Schnellhubzylindern gewährleisten eine symmetrische
Krafteinleitung, einen schnellen und gleichmäßigen Schließkraftaufbau, sowie eine hochempfindliche Werkzeug­sicherung
zum Schutz der Werkzeuge. Die
Schnellhubzylinder mit Differenzialschaltung ermöglichen hohe
Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten und erhöhen dadurch
die Produktivität in der Fertigung. Großzügig bemessene Linearführungen der Schließplatte
sorgen für exakte Plattenparallelität. Die an Krona
gelieferten Maschinen verfügen über ein besonderes Ausstattungspaket, welches für die Bedingungen der PVC-Verarbeitung ausgelegt ist. Ein Beispiel für die spezifisch gewählte Ausstattung ist die
­Schneckenzylindereinheit mit Außenmantelkühlung.
Damit ist sichergestellt, dass sich das empfindliche
PVC-Material nicht überhitzt und geschädigt wird.
Die Schnecken selber bieten ein konstantes L/DVerhältnis von 22 und liefern so höchste Plastifizierleistung und Schmelzequalität. Sie verfügen über die
so genannte PVC-Melt-Geometrie, die ohne Rückstromsperre arbeitet und deren Kompressionsverhältnis an die Bedingungen der PVC-Verarbeitung
angepasst ist. Die hohen Anforderungen an die PVCPlastifizierung erfüllt ein speziell entwickeltes Dosierantriebskonzept, welches das nötige Drehmoment zur Verfügung stellt.
Auch die Plastifiziereinheit ist so konstruiert, dass
sie bei Bedarf einfach gewartet werden kann. Für
eine leichte Schnecken-Zylinder-Demontage verfügt die Maschine über einen eigenen Servicehub,
der über die Steuerung aktiviert wird. Die Keramikheizbänder und Fühler sind einzeln pro Heizzone steckbar. Die gesamte Maschine ist in hoher
Korrosionsbeständigkeit ausgeführt, um eine lange
Lebensdauer zu gewährleisten.
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branchen news
Clusterland-Forum am 12. März 2009
Energieeffizient
produzieren
Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten
ist Energieeffizienz ein Thema, an dem man
nicht vorbei kommt. Durch die stetig steigenden Energiekosten rücken technische Innovationen zur Steigerung der Energieeffizienz in
der Produktion mehr und mehr in den Fokus
der Unternehmen. Wirtschaftlichkeit, Sicherheit
und Produktivität der Anlagen müssen durch
neue Konzepte mit dem Anspruch der Unternehmen nach Energieeffizienz in Einklang gebracht werden.
Gemeinsam mit vier anderen Cluster-Initiativen und
dem Netzwerk Umwelttechnik informiert der Kunststoff-Cluster am 12. März 2009 in einer Großveranstaltung über Effizienzpotenziale in Produktionsprozessen. Technologische Trends, mögliche
Herangehensweisen, strategische Planungen aber
auch politische Rahmenbedingungen stehen dabei
im Blickpunkt. Besonders interessant: die Bestpractice-Beispiele namhafter Unternehmen wie ABB,
AMS Engineering, Bosch Rexroth, Engel, Greiner Extrusion, Hanning-Elektro-Werke, LCM, Limón, SCCH,
Siemens oder Wozabal!
Während früher nur das Endprodukt optimiert wurde, wird mittlerweile daran gedacht, wie man bereits bei der Produktion
effizienter mit Energie und Ressourcen umgehen kann.
Clusterland-Forum „Energieeffizienz in der industriellen Produktion“
Fachveranstaltung der Clusterland Oberösterreich GmbH
Donnerstag, 12. März 2009, 9.00 - 18.00 Uhr, amsec Impuls, 4232 Hagenberg Softwarepark 37
Nähere Informationen: www.clusterland.at
Energie-Einsparpotenziale beim Materialhandling aufdecken
und ausschöpfen
Kunststoffverarbeitern bietet MANN + HUMMEL
ProTec jetzt eine neue Dienstleistung an. Das
Unternehmen berät zu Fragen rund um den effizienten Energieeinsatz bei der Materialaufbereitung. Aufbauend auf eine systematische Analyse der aktuellen Betriebssituation, erhält der
Verarbeiter Vorschläge für Maßnahmen zur sinnvollen Energieeinsparung.
Materialhandling in der Kunststoffverarbeitung erfordert stets den Einsatz von Energie. Ein überhöhter, für den Prozess nicht zwingend erforderlicher
Energieeintrag kann die Wirtschaftlichkeit des Fertigungsverfahrens deutlich beeinträchtigen.
Basis für Verbesserungsmaßnahmen, ob im Spritzgieß- oder im Extrusionsbetrieb, ist stets eine systematische Bestandsanalyse vor Ort. Einbezogen wird
bei dieser Analyse der komplette Weg des Materials vom Anliefern und Lagern bis zum Einzug in
die Verarbeitungsmaschine sowie die Zweckmäßigkeit und Effektivität der fürs Materialhandling installierten Geräteausrüstung. Dadurch lassen sich
Prozessabläufe verbessern und gleichzeitig kann
aufgezeigt werden, wo energieeffizientere technische Ausrüstung von Vorteil wäre.
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Ein Beispiel für Möglichkeiten zur Energieeinsparung: Mit geregeltem, konsequent auf den aktuellen Materialdurchsatz angepassten Trockenluftdurchsatz lässt sich der Energieeinsatz auf das zum Trocknen des jeweiligen Materials physikalisch
notwendige Mindestmaß begrenzen.
Information und Rückfragen:
Die MANN+HUMMEL ProTec GmbH entwickelt,
­projektiert und vertreibt – vom einzelnen Gerät bis
zur kompletten Anlage – Lösungen für die Mate-
rialaufbereitung und das Materialhandling in der
kunststoffverarbeitenden Industrie.
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AUSGABE: 1/2009
branchen news
PCCL auf dem Weg zu einem K1-Zentrum
Die Polymer Competence Center Leoben GmbH (PCCL) hat sich seit ihrer Gründung vor 7 Jahren
zu einer führenden Forschungseinrichtung für vorwettbewerbliche F &E im Bereich Kunststofftechnik und Polymerwissenschaften entwickelt. Rund 80 MitarbeiterInnen, ein jährliches Budget von
€ 6 Mio., mehr als 40 Partnerunternehmen und – als besonderes Merkmal – die enge Anbindung
an die beteiligten Universitäten (Montanuniversität Leoben, TU Graz und JKU Linz) verdeutlichen
die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre.
Um die rasanten Entwicklungen in der Kunststoffwirtschaft weiterhin unterstützen zu können, bedarf es
auch der Weiterführung wettbewerbsfähiger Strukturen für diese Form der kooperativen Forschung. Das
COMET-Förderprogramm der FFG bietet mit einem
sogenannten K1-Zentrum hierfür die besten Voraussetzungen. „Mit einem K1-Zentrum kann die Weiterentwicklung des PCCL von 2010 bis 2016 gesichert
werden, und es stehen weitere € 35 Mio. für die
Kunststoffforschung zur Verfügung. Hierdurch werden Perspektiven eines weiteren Ausbaus durch den
Einbezug weiterer Partnerunternehmen möglich“, so
PCCL-Geschäftsführer Martin Payer.
Vor diesem Hintergrund wird derzeit mit Nachdruck
am Antrag für ein K1-Zentrum gearbeitet. Dem Leitgedanken „Vom Molekül zum
Bauteil“ folgend, werden gemeinsam mit der Kunststoffwirtschaft Forschungsvorhaben
mit Schwerpunkten entlang der
gesamten Wertschöpfungskette
von Kunststoffprodukten definiert. Zu den Forschungsthemen
zählen unter anderem Materialentwicklung und -optimierung,
funktionelle Polymere und ihre
Oberflächen, Spritzgieß- und Extrusionstechnologie, Werkzeugdesign, sowie Methoden zur
Charakterisierung und Prüfung
von Werkstoffen und Bauteilen. Dieser umfassende wissenschaftliche Anspruch ist durch
den Einbezug der Kompetenzen der beteiligten Universitäten
Leoben, Graz und Linz möglich, wobei die Weiterentwicklung des PCCL auch von den (Vize-)Rektoren Wegscheider (Leoben), Stelzer (Graz) und Hagelauer (Linz) tatkräftig unterstützt wird: „Wir sehen mit
den am PCCL aufgebauten Kompetenzen und Partnerschaften, die besten Voraussetzungen, unsere
wissenschaftliche Expertise in Verbindung mit dem
Technologie- und Markt-Know-How der Kunststoffwirtschaft optimal zu bündeln und auszubauen.“
Von der Idee zum Produkt. Führende Marken der Welt vertrauen auf PolyOne.
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PP verstärkt, flammgeschützt
PC, ABS, POM, PC/ABS-Blend
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8/10/08 15:02:22
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branchen news
Spritzgießen von metallischen Werkstoffen
Metal Injection Moulding
Kunststoffe substituieren in immer weiter gefächerten Anwendungsgebieten andere konventionelle Werkstoffe. Durch eine Modifikation der
Kunststoffe, die durch das Polymer an sich oder durch eine Zugabe
von Zusatzstoffen realisiert werden kann, werden die mechanischen
Eigenschaften von Kunststoffbauteilen zunehmend an die der Metalle
herangeführt.
Sind die mechanischen Anforderungen an das Bauteil selbst durch hoch belastbare Kunststoffe nicht
zu erfüllen, muss aber auf metallische Werkstoffe
zurückgegriffen werden. Die Bauteilgestaltung unterliegt spezifischen Einschränkungen.
Durch das Sintern von Bauteilen lassen sich z.B.
Metall-Legierungen verarbeiten, die durch konventionelle Urformverfahren nicht möglich sind. Dem Vorteil der „freien“ Legierungswahl wiederum stehen
geometrische Einschränkungen gegenüber.
Auf Grund der Einschränkungen aber auch Möglichkeiten der einzelnen Verfahren liegt es nahe, eine
Symbiose zwischen dem Spritzgieß- und dem Sinterverfahren, mit seinen vielseitigen metallurgischen
Möglichkeiten, zu schaffen. Diese Symbiose wird
durch das PIM-Verfahren (Powder-Injection-Moulding) bereits heute erfolgreich realisiert. Metalli-
Zukunft
auf
Tradition
begründet
TPE/TPO · TPU · WEICH-PVC · MASTERBATCH · KORK COMPOUnDS
sche Formteile werden
Grünewaldstr. 13 | D-96215 Lichtenfels
dabei durch das MIMTel. +49 95 71 94 89 4-0
Verfahren (Metal-Injecwww.mueller-kunststoffe.com
tion-Moulding) erzeugt.
Durch diese fruchtbare
Synthese werden komplexe, metallische Bauteile
reichen mechanische Werte die gleichwertig mit
realisiert, deren Stückgewicht zwischen 0,5 und
denen des Vollmaterials sind.
100 Gramm beträgt.
Ein großer Vorteil der per MIM-Verfahren hergestellten Bauteile besteht darin, dass vergleichMIM-Materialien
bare komplexe Geometrien, wie im konventionellen
Der Verfahrensablauf gliedert sich in die spritzgießSpritz­gießen, zu erreichen sind. Damit lassen sich
technische Herstellung eines Grünlings, dessen Entmetallische Bauteile herstellen, die durch konventiobindung und anschließender Sinterung. Dabei ist es
nelle Verfahren wie Matrizenpressen, Feinguss und
nicht zwingend erforderlich, alle Prozess-Schritte
spanende Fertigung nicht möglich wären.
unter ‚einem Dach‘ zu haben. Insbesondere bei der
spritzgießtechnischen Herstellung sind einige BeVielfältige Anwendungsmöglichkeiten
sonderheiten zu beachten. MIM Materialien (Feed­
Anwendungen für die MIM-Technik findet man überstocks) besitzen stark veränderte
all dort, wo komplexe metallische Formteile in groStoffdaten. Neben einer veränderßen Stückzahlen benötigt werden. Typische Vertreter
ten Viskosität übertrifft die Temsind beispielsweise Uhrengehäuse, Herzklappenperatur- und Wärmeleitfähigkeit
ringe, oder Mitnehmerträger für Haushaltsmixer. Die
die der reinen Kunststoffmatrix
Einsatzgebiete sind dabei durchaus vielseitig und imum den Faktor 10-12. Dies hat
mer mehr Unternehmen in unterschiedlichen Marktzur Folge, dass die Materialien
segmenten „entdecken“ diese Technologie für sich.
beim Spritzgießen zu einer erhöhSo können entsprechende Bauteile in
ten Randschichtbildung neigen,
■ der Automobilzulieferindustrie
welche sich wiederum prägnant
■ der Schmuck- und Uhrenbranche
auf die Erstarrung des Formteils
■ der Medizin- und Dentaltechnik
und des Anguss-Anschnittsys■ der Luft- und Raumfahrt
tems auswirkt. Dem muss bei
■ der Elektrotechnik und Elektronik
der Auslegung der Konstruktionen
■ der Handwerkzeugherstellung
entsprechend Rechnung getra■ dem Maschinenbau
gen werden. Ferner verfügen die
■ der Telekommunikationstechnik
spritzgießtechnisch hergestellten
■ der Mikrosystemtechnik und Sensorik
Durch Metal Injection Moulding hergestellte Leitschaufel.
Grünlinge nur über eine bedingte
eingesetzt werden.
Bauteilfestigkeit, sodass der Entformung und der Verpackung der
In der Entwicklungsphase eines Produktes ist daher
hergestellten Bauteile besondere
immer zu berücksichtigen, dass mit zunehmender
Aufmerksamkeit geschenkt werKomplexität des Bauteils und ansteigenden Stückden muss.
zahlen, das MIM-Verfahren seinen wirtschaftlichen
Überdies bietet der Markt unterund verfahrenstechnischen Vorteil gegenüber konschiedliche Bindersysteme für
ventionellen Verfahren wie dem Feingießen oder der
die metallischen Pulver an, die
spanenden Bearbeitung ausspielt. Die vollständige
wiederum einen entscheidenden
Materialausnutzung sowie die geringe bzw. nicht erEinfluss auf den Entbinderungsforderliche Nacharbeit sind die Ursache dafür, dass
verlauf und dessen Systemausbesonders bei hohen Stückzahlen die MIM-Technowahl haben. Ist der Sintervorlogie Anwendung findet.
gang abgeschlossen, besitzen
die Bauteile eine Materialdichte
Ansprechpartner:
die größer als 96% gegenüber
Dipl.-Ing. Marius Fedler
dem massiven Material ist. Durch
Tel.: +49 (0) 2351 / 10 64 -1 70
die geringe Restporösität sind
2K-MIM-Bauteil aus einer magnetischen und einer nicht magnetischen Kom­
E-Mail: fedler@kunststoff-institut.de
die Bauteile daher dicht und er­
ponente.
14
AUSGABE: 1/2009
μ - Genauigkeit
...in neuer Dimension!
Modernste Maschinen
Klimatisierte Produktion
Die Konturgenauigkeit beim Drahterodieren niedriger
Werkstücke schaffen die meisten modernen Maschinen
im μ-Bereich. Spätestens ab einer Werkstückhöhe von
100 mm scheidet sich aber die Spreu vom Weizen. Die
Kontur-Ungenauigkeit steigt aufgrund von Bauchigkeit,
Konizität und Eckenverzerrung. Unsere hoch genauen
Maschinen sind mit Glasmaßstäben und „feinfühligen
Generatoren“ der letzten Generation ausgerüstet. Aber
auch das ist für uns noch nicht genug. Deshalb haben wir
selbst neue Technologien entwickelt - für Konturgenauigkeit auf allerhöchstem Niveau.
In der Metallbearbeitung wirken sich schon geringste
Temperaturschwankungen auf Werkstück und Maschine
aus. Wer, so wie wir, im μ-Bereich arbeitet, benötigt eine
konstante Temperatur in der Produktionshalle. Nur so
ist höchste Präzision und Genauigkeit möglich. Bei uns
werden Luft und Erodierwasser auf ± 0,5 °C temperiert –
rund um die Uhr, zu jeder Jahreszeit.
Kompetenz im Draht- & Startlocherodieren.
Präzision durch Kompetenz: Dank unserer mehr als 23 jährigen Branchenerfahrung profitieren unsere Kunden vom Know-how und der Innovationskraft unseres Spezialisten-Teams. Ob
individuelle Einzelanfertigung oder Serienproduktion – für uns gibt es nur ein Ziel: ein perfektes
Endergebnis für unsere Kunden.
www.fuhrmann-edm.at
kc projekte
T-Form: Software für Thermoformer rationalisiert Produktzyklus
Das im September 2005 gestartete EU-Projekt „T-Form“, bei dem der Kunststoff-Cluster Projektpartner war, wurde nun abgeschlossen: Ergebnis des EU-Projekts ist die T-Form-Software zur Entwicklung von Thermoformprodukten und deren Formen und zur Bestimmung optimaler Prozessparameter.
Versuchen und wieder versuchen – das ist der
Weg, den die Produktentwicklung im Thermoformprozess bisher gegangen ist. Die Änderung von
nur kleinen Parametern hat große Auswirkungen
auf das Kunststoff-Bauteil und dessen Kosten.
Die zahlreichen Einflussfaktoren auf den Thermoformprozess machten eine effiziente Entwicklung
und eine industrielle Fertigung bisher unmöglich.
Hier lagen für die am EU-Projekt T-Form beteiligten Forscher und Praktiker deutliche Rationalisierungspotenziale. Das von der Europäischen
Kommission geförderte Projekt hat ein Gesamt-
volumen von 4,6 Mio. Euro. Es ist damit eines
der größten Forschungspro­jekte für die Thermoform-Industrie. Zielgruppe sind besonders kleine
und mittlere Unternehmen, die solche Forschungsvorhaben allein nicht realisieren könnten.
Das Konsortium aus Forschern, kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und europäischen Verbänden hat die unterschiedlichen Einflussfaktoren
auf den Thermoformprozess ermittelt. Ergebnis ist
eine Software zur Entwicklung von Thermoformprodukten und zur Bestimmung optimaler Prozessparameter mit der die Durchlaufzeit vom Design zum Werkzeug und schließlich
zur Produktion beträchtlich reduziert
wird. Außerdem vereinfacht die TForm-Software die Kommunikation
in der Wertschöpfungskette zwischen Plattenlieferant, Produktdesigner, -konstrukteur, Formenbauer
und Thermoformer. Sie basiert auf
den Softwarepaketen TopSolid und
T-Sim. TopSolid ist eine CAD-Software zur Konstruktion von Thermformteilen während T-Sim Simulationen durchführt.
Wichtiges Element des T-Form Projektes ist außerdem ein Modul zur
Kosten-Analyse. Damit kann der
Benutzer ermitteln, wie sich die Änderung eines
­Parameters auf die Kosten auswirkt.
Ein weiteres wichtiges Ergebnis des Projekt-­
Konsortiums sind die „Design-Guidelines“. Dabei
handelt es sich um ein umfassendes Grundlagenwerk zum Thermoformprozess und zur Konstruktion von Thermoformteilen. Dies sollte eine Basis
zur Auswahl der richtigen Technologie speziell für
Designer und Produktentwickler sein.
Effect of final plug position
06Z036571 M
P.b.b.
Verlagspostamt 4020
Über T-Form: T-Form ist ein Projekt, das im
Rahmen des Collective Research des Sechsten
Rahmenprogramms der Europäischen Kommission unterstützt wird. Collective Research ist
ein Programm, in dem Forschungsinstitute wissenschaftliche und technologische Forschung
im Auftrag der Industrieverbände und der KMU
betreiben, um die Wissensbasis der großen Anzahl der KMU zu erweitern und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
AUSGABE: 1/2009
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