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Fachlicher Teil B 9 Sozial- und Gesundheitswesen 165 wiesen, wie

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Fachlicher Teil
wiesen, wie sie in den heilpädagogisch orientierten Heimen
der Behindertenhilfe mit ihren familienähnlichen Strukturen
geleistet wird. Neben der Deckung des gegebenenfalls örtlich notwendigen Bedarfs an zusätzlichen neuen Plätzen ist
es auch eine ständige gemeinsame Aufgabe von Staat und
Bezirken, nicht mehr dem jetzigen Standard entsprechende
Heimplätze und Förderstättenplätze zu modernisieren. Die
Errichtung bzw. Modernisierung von 2.734 solcher Plätze
wurde in den Jahren 1999 bis 2002 allein durch Bund und
Land mit rd. 159 Mio. h gefördert.
Heilpädagogische Tagesstätten, Heime und
Internate für behinderte Kinder
Zur Abdeckung des Bedarfs an Ganztagesbetreuungsplätzen
sowie zur Modernisierung der Heim- und Internatsbetreuung
wurden ab dem Jahr 1999 an folgenden Standorten mit staatlicher Förderung von insgesamt rd. 19,7 Mio. h bestehende
Einrichtungen umgebaut, erweitert oder neue Einrichtungen
errichtet:
Christophorusheim der Caritas München in Brannenburg;
Tagesstätte im Wilhelm-Löhe-Haus in Traunreut; Kinderheim
der AWO-in Neuburg a.d. Donau; Franziskushaus Au am Inn;
Tagesstätte St. Vinzenz in Ingolstadt a.d. Donau der Caritas
Eichstätt; Heimplätze im Rehazentrum Altdorf b. Nürnberg;
Tagesstätte des Vereins für Körper- und Mehrfachbehinderte
in Kempten; Kurzzeitpflegeplätze des Vereins für Körper- und
Mehrfachbehinderte in Kempten, Villa Viva; Pflegebereich
für Schwerstmehrfachbehinderte der Lebenshilfe in Kempten; Tagesstätte der Lebenshilfe Lindau in Lindenberg; Rehaplätze in Santa Maria, Oberjoch der Kath. Jugendfürsorge;
Rehaplätze der Alois Wagner-Stiftung in Oy-Mittelberg; Therapie- und Begegnungszentrum der Tabaluga Kinderhilfe in
Peißenberg; Tagesstätte im Rehazentrum Aschau der Kath.
Jugendfürsorge München; Tagesstätte Lebenshilfe Tirschenreuth in Mitterteich; Internatsplätze der Kath. Jugendfürsorge Regensburg in Schwandorf-Ettmannsdorf; Tagesstätte in
Ebern der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos;
Tagesstätte der Hilfe f. d. beh. Kind in Pfaffenhofen a. d.
Ilm; Wohnplätze des Vereins für Sehgeschädigte in Oberschleißheim; Tagesstätte an der Bischof-Wittmann-Schule
in Regensburg der Kath. Jugendfürsorge; Wohnheim der
Blindenanstalt in Nürnberg; Wohnheime des Diakonischen
Werks in Neuendettelsau (Akazienhof/Sonnenhof); Blindeninstitutsstiftung Würzburg - Modernisierung der Pflegebäder;
Tagesstätte der Stiftung Attel in Attel, Stadt Wasserburg a.
Inn; Tagesstätte der Lebenshilfe Miesbach in Hausham; Tagesstätte und Internat des Spastikerzentrums – München;
Wohnheim in Aschau (Würzburger Haus) der KJF- München;
Tagesstätte im Pater-Rupert-Mayer-Zentrum der KJF in Regensburg; Tagesstätte und Internat der Blindeninstitutsstiftung in Regensburg; Tagesstätte der Lebenshilfe Erlangen;
Tagesstätte der Lebenshilfe Fürth in Oberaßbach; Tagesstätte des Caritasverbandes in Haßfurt; Tagesstätte des Dominikus-Ringeisen-Werkes in Ursberg, Lkr. Günzburg; Tagesstätte der Lebenshilfe in Kempten.
Insgesamt wurden im Berichtszeitraum mit staatlicher Förderung 34 Bauprojekte fertig gestellt oder mit dem Bau begonnen.
B 9 Sozial- und Gesundheitswesen
9.2.6 Versorgung psychisch Kranker und
psychisch Behinderter (sowie Suchtkranker)
In Einrichtungen zur Versorgung psychisch Kranker und psychisch Behinderter wurden rd. 17,4 Mio. h investiert. Die
eingesetzten Landesmittel beliefen sich auf rd. 3,8 Mio. h,
die Bundesmittel auf rd. 2,9 Mio. h. Das weitgehend von den
Bezirken finanzierte Netz der Sozialpsychiatrischen Dienste
war im Berichtszeitraum so weit ausgebaut, dass diese in
allen Landesteilen in zumutbarer Entfernung zur Verfügung
standen. Allerdings wurden im Jahr 2003 zwei Dienste wegen des Rückzugs der Krankenkassen aus der Finanzierung
geschlossen. Die Zahl der betreuten Wohneinrichtungen
konnte wiederum erhöht werden, so dass der Bedarf an
Wohnheimen nunmehr weitgehend gedeckt ist. Letzteres
gilt auch für die Übergangseinrichtungen für psychisch Kranke. Nachdem nur eine Werkstatt für psychisch Behinderte
geschaffen werden konnte, besteht in diesem Bereich noch
weiterer Bedarf.
9.2.7 Bekämpfung der Immunschwäche Aids
(LEP 1994 B IX 2.4)
Die bayerische Aids-Politik setzt folgende Schwerpunkte:
Aufklärung und Prävention für die Allgemeinbevölkerung
und für einzelne Zielgruppen, Sicherstellung von Beratung
und Betreuung von HIV-Infizierten und Aids-Kranken sowie
Schaffung eines solidarischen Umfeldes für die Betroffenen.
Ferner wird die wissenschaftliche Forschung gefördert. Der
Anteil der Infektionen durch heterosexuelle Kontakte nimmt
kontinuierlich zu (von anfangs rd. 5 % auf derzeit rd. 16 %).
Die verbesserten therapeutischen Möglichkeiten bedingen
die zunehmenden Überlebenszeiten und führen zu einem
Anstieg der zu versorgenden HIV-Infizierten.
Ein Großteil der Haushaltsmittel wird zur Bezuschussung
der 11 psychosozialen Aids-Beratungsstellen in Bayern
aufgewendet (rd. 2,2 Mio. h). Diese sind in München (5),
Passau, Regensburg, Nürnberg, Bayreuth, Würzburg und
Augsburg (je 1) angesiedelt. Ihre Aufgaben umfassen AidsAufklärung und -Beratung, aber auch die Betreuung von
direkt oder indirekt Betroffenen. An allen 76 Gesundheitsämtern in Bayern werden kostenlos und anonym Aids-Beratung und ggf. die Durchführung eines HIV-Tests angeboten.
Nach Inkrafttreten der Pflegeversicherung wurde eine Neukonzeption der Förderung erarbeitet, die die Fortführung
der ambulanten Versorgung von Aids-Kranken sicherstellt:
Pflegebedürftige Aids-Kranke werden von Einrichtungen
der Aids-Hilfen bzw. der Aids-Beratungsstellen in Augsburg, München und Nürnberg an ambulante Pflegedienste
vermittelt.
Aids ist noch immer nicht heilbar. Deshalb muss trotz der
neuen Behandlungsmöglichkeiten die Verhütung von Neuinfektionen das zentrale Ziel der Gesundheitspolitik bleiben.
Präventionsarbeit für die Allgemeinbevölkerung und für spezifische Zielgruppen muss dringend weitergeführt werden.
Dabei sollte erreicht werden, dass das vermittelte Wissen
auch praktisch und verantwortungsvoll angewandt und umgesetzt wird.
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